ATS International Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Paul Uwe Plechinger seit 21.10.2025 | Prokura |
Florian Pfahl seit 9.7.2025 | Prokura |
Kurt Stephan Alexander Pieper seit 4.7.2024 | Prokura |
Andreas Büchele seit 30.10.2023 | Prokura |
Uwe Ganter seit 13.12.2021 | Prokura |
Christian Dr. Debus seit 25.9.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Olimon Hungary Kft. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ATS Automation Tooling Systems GmbHUrbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ATS Automation Tooling Systems GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der ATS Automation Tooling Systems GmbH, Urbach - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ATS Automation Tooling Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der UnternehmenstätigkeitWir verweisen auf die „I. Allgemeine Hinweise“ im Anhang sowie auf den Abschnitt „D. Zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens“, dort Unterabschnitt „1. Chancen- und Risikobericht“ im Lagebericht in dem die Geschäftsführung beschreibt, dass ausgehend von der aktuellen Unternehmensplanung im Prognosezeitraum, welche die Fortführung bzw. nicht-Fälligstellung der Cash-Pool-Vereinbarungen voraussetzt, die Gesellschaft ein ausgeglichenes Ergebnis (Ergebnis vor Steuern) und einen positiven operativen Cashflow erwartet. Sollten die der Liquiditätsplanung zu Grunde liegenden wesentlichen Prämissen, insbesondere zur Projektabwicklung sowie die Fortführung der Cash-Pool Vereinbarung nicht eintreten bzw. wesentlich unterschritten werden, besteht das Risiko einer finanziellen Unterdeckung und die Gesellschaft ist auf weitere finanzielle Mittel angewiesen. Die ATS Corporation, Cambridge (Kanada) als oberste Muttergesellschaft hat sich im Rahmen einer Patronatserklärung vom 22. Juli 2025 verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2026 der ATS Automation Tooling Systems GmbH auf erstes schriftliches Anfordern - durch Darlehen oder Eigenkapitalmittel - mit Liquidität oder sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten, sodass die Gesellschaft stets in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten, die während der Laufzeit dieser Patronatserklärung fällig sind oder werden, bei Fälligkeit zu begleichen. Die Finanzierungszusage ist auf einen maximalen Gesamtbetrag von EUR 100 Mio. begrenzt. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und somit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft daher auf die Bereitstellung der benötigten finanziellen Mittel durch die ATS Corporation, Cambridge (Kanada) angewiesen, sofern die der Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Prämissen nicht eintreten oder wesentlich unterschritten werden. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 18. Dezember 2025 EY GmbH & Co. KG Hummel, Wirtschaftsprüfer Passoke, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. März 2024Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023/2024scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Allgemeine HinweiseDie Gesellschaft ist unter der Firma ATS Automation Tooling Systems GmbH mit Sitz in Urbach im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 753115 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke im Anhang erläutert. Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Die Geschäftsführung der ATS Automation Tooling Systems GmbH sieht in der Folge der Patronatserklärung eine Überschuldung im Insolvenzrechtlichen Sinne nicht vorliegen und die Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach den aktuellen Umständen als überwiegend wahrscheinlich an. Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. In Bezug auf die vorliegende finanzielle Abhängigkeit der Gesellschaft im Prognosezeitraum von der ATS Corporation, Cambridge (Kanada) welche eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit darstellt, verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt „D. Zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens“, dort Unterabschnitt „1. Chancen- und Risikobericht“ des Lageberichts. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen zwischen 3 und 15 Jahren linear vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die dabei zugrunde gelegten Nutzungsdauern sind: scroll
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 für nach dem 31. Dezember 2017 angeschaffte oder hergestellte Anlagegüter sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand direkt erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt, sofern von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen aktiviert. Die unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Lieferverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Für relativ gleichbleibende Bestände an Federn, Schrauben und Verbrauchsmaterialien wurden auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelte Festwerte von TEUR 165 (Vj. TEUR 105) gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 1,0 Prozent (Vj. 1,0 Prozent) berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der 10-jährige durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 Prozent (Vj. 1,79 Prozent) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden unverändert mit 0 Prozent berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporärer oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerrechtlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen nicht abgezinst. Der Ermittlung liegt ein Steuersatz von 29,33 Prozent zugrunde. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die im Anhang ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitzscroll
1 Ergebnis vor Ergebnisabführung 2 Werte aus dem Kalenderjahr 2023 3 Jahresabschluss 31.12 4 IFRS - Werte 5 Werte aus dem Fiskaljahr 2022/2023 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in diesem Jahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 524 (Vj. TEUR 1.306) sowie sonstigen Forderungen von TEUR 46.293 (Vj. TEUR 51.903). Darin enthalten sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 312 (Vj. TEUR 53). Aktive Latente SteuernDie aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei Sachanlagen sowie aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen bei immateriellen Vermögensgegenständen saldiert. Der Aktivsaldo wurde nicht aktiviert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDer Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 2 (Vj. TEUR 16) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Sonstige RückstellungenDie Rückstellungen betreffen im Wesentlichen personalbezogene Verpflichtungen, Gewährleistung, nachlaufende Projektkosten, Abschlusskosten sowie ausstehende Lieferantenrechnungen. Verbindlichkeitenscroll
scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.224 (Vj. TEUR 1.746), sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 439.041 (Vj. TEUR 391.201). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 118.992 enthalten (Vj. TEUR 98.400). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf: scroll
Materialaufwandscroll
Personalaufwandscroll
In den Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sind Materialkosten in Höhe von TEUR 20.325 (Vj TEUR 24.849), Personalkosten in Höhe von TEUR 31.184 (Vj TEUR 28.336) und sonstige Kosten TEUR 3.510 (Vj TEUR 3.448) enthalten. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 568 (Vj. TEUR 598), im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 568 (Vj. TEUR 598). Die realisierten als auch unrealisierten Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 589 (Vj. TEUR 1.126). Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist eine außergewöhnliche Abschreibung einer Cashpool Forderung mit einem verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 26.341 enthalten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (realisierte und nicht realisierte) betragen TEUR 488 (Vj. TEUR 478). Erträge aus BeteiligungenVon den Erträgen aus Beteiligungen entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 818 (Vj. TEUR 458). Erträge aus GewinnabführungsverträgenDie Erträge aus Gewinnabführungsverträgen entfallen in Höhe von TEUR 3.845 auf die IWK Verpackungstechnik GmbH und TEUR 164 auf die auf die Automation Tooling Systems Besitzgesellschaft mbH, Urbach. Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeVon den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen TEUR 5.129 (Vj. TEUR 2.480) auf Zinsen von verbundenen Unternehmen. ZinsaufwandDie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen an verbundene Unternehmen über TEUR 25.560 (Vj. TEUR 18.063) und entfallen im Wesentlichen auf die erhaltenen Gesellschafterdarlehen. Des Weiteren enthält der Zinsaufwand TEUR 8 aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen (Vj. TEUR 9). Aufwendungen aus der VerlustübernahmeDie Aufwendungen aus der Verlustübernahme entfallen in Höhe von TEUR 885 auf die Assembly & Test - Europe GmbH, Koblenz und in Höhe von TEUR 1.893 auf die Process Automation Solutions GmbH, Ludwigshafen. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steueraufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.546 (Vj. TEUR 557 Erträge) In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steueraufwendungen/-erträge in Höhe von TEUR 0 enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben. V. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle GeschäfteHaftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Es bestehen in Höhe von TEUR 2.827 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen aus Kfz-Leasing, Wartungsverträgen und Büromaschinenleasing. Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen. Die Miet- und Leasingverträge dienen der Minderung der Kapitalbindung und der flexiblen Bereitstellung von Produktionsfaktoren. Risiken verbleiben beim Vermieter bzw. Leasinggeber. scroll
Bei den vorstehend dargestellten Miet- und Leasingverpflichtungen handelt es sich um außerbilanzielle Geschäfte nach § 285 Nr. 3 a.) HGB. Die Leasingverträge dienen vorrangig zur Optimierung und Schonung der Liquidität, da hierdurch höhere Liquiditätsabflüsse für Investitionen vermieden werden. GeschäftsführungDr. Christian Debus, Kusterdingen, Dipl.-Kaufmann Daniel Blair de Verteuil, President Life Science Systems, Cambridge, Ontario / Kanada Udo Panenka, Königswinter; Dipl.-Betriebswirt bis 15. Mai 2024 (Eintragung im Handelsregister am 15. Mai 2024) Dr. Heinrich Sielemann, President IWK ab 27. Februar 2024 (Eintragung im Handelsregister am 15. Mai 2024) bis 28. Oktober 2024 (Eintragung im Handelsregister am 12. Dezember 2024) Die Geschäftsführer sind berechtigt, die Gesellschaft allein zu vertreten. Gesamtbezüge der GeschäftsführungKein Geschäftsführer erhält sein Gehalt direkt von der Gesellschaft. Sie sind in anderen Konzerngesellschaften oder bei der Konzernmutter angestellt und erhalten hieraus ihre Vergütung. MitarbeiterDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter: scroll
KonzernverhältnisseDer Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der ATS Corporation, Cambridge (Kanada), für den größten und kleinsten Kreis der Konzernunternehmen einbezogen. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die ATS Automation Tooling Systems GmbH gem. § 291 HGB zum 31. März 2024 nicht verpflichtet, da die ATS Corporation, Cambridge (Kanada), einen Konzernabschluss mit befreiender Wirkung für die die ATS Automation Tooling Systems GmbH erstellt. Dieser Konzernabschluss wird nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und geprüft. Wesentliche Unterschiede zu den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, bestehen hierbei nicht. Der Konzernabschluss der ATS Corporation (vormals ATS Automation Tooling Systems Inc.), Cambridge (Kanada), wird in englischer Sprache im Unternehmensregister offengelegt. Prüfungs- und BeratungsgebührenDas für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für scroll
NachtragsberichtDie Muttergesellschaft ATS Corporation, Cambridge, Kanada, hat im Juli 2025 eine Patronatserklärung zugunsten der Gesellschaft abgegeben. Bezüglich der weiteren Erläuterung hierzu verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt „D. Zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens“, dort Unterabschnitt „1. Chancen- und Risikobericht“ des Lageberichts. Weitere berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ergaben sich nicht.
Urbach, 17. Dezember 2025 Dr. Christian Debus, Geschäftsführer Daniel Blair de Verteuil, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023/2024scroll
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Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024A. Allgemeines zur GesellschaftDie ATS Automation Tooling Systems GmbH, Urbach, (im Folgenden: „ATS GmbH“) ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der ATS Corporation, Cambridge (Kanada). Die Gesellschaft unterhält Zweigniederlassungen in Urbach, St. Georgen und Heimstetten. Als international tätiges Unternehmen in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau konzentriert sich die ATS GmbH auf Systeme im Bereich Palettierer, Montagetechnologie sowie Fertigungs- und Prüfsysteme. In der Montagetechnik wird ein komplettes Spektrum von halbautomatisierten Montagemaschinen bis zu komplexen vollautomatischen Montagesystemen entwickelt, konstruiert und produziert. Im Geschäftsfeld Handling Systems werden industrielle Handhabungssysteme entwickelt, konstruiert und produziert. Den Programmeinstieg zu diesen Systemen bilden standardisierte Palettiersysteme mit anwendungsspezifischen und angepassten Komponenten und Trays. Der Bereich Services bietet ein umfassendes Lifecycle-Serviceportfolio wie Vor-Ort- und Remote-Support, Ersatzteilmanagement und Systemupgrades, um den reibungslosen Betrieb von installierten Anlagen zu gewährleisten. Schulungen und Materialien werden bereitgestellt, um den Wissensstand zu erhalten und die Produktionsleistung zu verbessern. B. Darstellung des Geschäftsverlaufes und wirtschaftliche Lage des Unternehmens1. Allgemeine Entwicklung und BranchenumfeldDie Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent scroll
*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam. **) Fiskaljahr vom 1.4. bis 31.3. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database, VDMA Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023, VDMA März 2024 Deutscher Maschinen- und AnlagenbauDie Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro. Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA März 2024 Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374 2. Entwicklung der ATS GmbHDie Auftragseingänge der ATS GmbH stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent und lagen um -12 Prozent unter der Planung. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Auftragseingang beim Maschinenbau (+13 Prozent ggü. dem Vorjahr). Der Auftragseingang im Bereich Service verbesserte sich um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse liegen mit EUR 67,1 Mio. um EUR 9,3 Mio. (16 Prozent) über dem Niveau des Vorjahres. Das Bruttoergebnis vom Umsatz liegt mit EUR 12,3 Mio. um EUR 11,1 Mio. aufgrund des gesteigerten Umsatzes deutlich über dem Vorjahresniveau. Die aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen verrechneten Erträge und Aufwendungen lagen mit EUR 1,2 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau (EUR -0,1 Mio.) Das Ergebnis wird durch eine Abschreibung von Cash Pool Forderungen gegenüber einem verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 26,3 Mio. belastet. 3. Forschung und EntwicklungDie ATS-Gruppe hat die Forschung und Entwicklung im Headquarter in Kanada zentralisiert. Die dortigen Entwicklungen werden von den weltweiten Niederlassungen unterstützt, so auch von der ATS GmbH. So waren über das Jahr verteilt Mitarbeiter in Forschungs- und Entwicklungsprojekten involviert. 4. Investitionen und FinanzierungIm abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 hat die Gesellschaft Investitionen in Höhe von EUR 1 Mio. (Vj. EUR 2,3 Mio.) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände getätigt. Die Finanzierung der ATS GmbH stützt sich im Wesentlichen auf das Cash Pooling sowie auf Gesellschafterdarlehen. ATS ist der Cash Pool Träger. Das Cash Pooling umfasst sowohl deutsche als auch europäische Gesellschaften im Konsolidierungskreis der ATS Corporation. 5. Bedeutsamste LeistungsindikatorenAls bedeutsamste Leistungsindikatoren wurden die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern identifiziert. C. Darstellung der Lage der Gesellschaft1. ErtragslageDie Umsatzerlöse liegen mit EUR 67,1 Mio. um EUR 9,3 Mio. deutlich über dem Niveau des Vorjahres (EUR 57,8 Mio.). Der geplante Anstieg der Umsatzerlöse im unteren zweistelligen Millionen Bereich wurde dabei jedoch nicht erreicht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Investitionsausgaben seitens der Industrie zurückzuführen, was sich entsprechend im Auftragseingang widerspiegelt. Das Verhältnis der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und den Umsatzerlösen hat sich im Geschäftsjahr 2023/24 um 16,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Bruttoergebnis vom Umsatz verbesserte sich dementsprechend um EUR 11,1 Mio. und lag bei EUR 12,3 Mio. Die Verbesserung des Bruttoergebnisses resultiert insbesondere daraus, dass im Vorjahr höhere Anlaufverluste aus dem Wechsel des Produktportfolios der Zweigniederlassung Heimstetten sowie noch mehr Projekte enthalten waren bei den die tatsächlichen Kosten die geplanten Kosten deutlich überstiegen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Betrag in Höhe von EUR 26,3 Mio. aus der Abschreibung einer Cash Pool Forderung gegen die ATS Industrial Automation GmbH & Co. KG, Koblenz, enthalten. Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich auf EUR -18,7 Mio. was im Wesentlichen auf die Abschreibung auf den Buchwert der Beteiligung an der Orise GmbH (vormals Process Automation Solutions GmbH), Ludwigshafen am Rhein, in Höhe von EUR 50 Mio im Vorjahr zurückzuführen ist. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen stiegen gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,0 Mio. und lagen bei EUR 4,0 Mio. Gegenläufig verschlechterte sich der Saldo aus Zinserträgen (EUR 5,1 Mio.; Vj. EUR 2,5 Mio.) und Zinsaufwendungen (EUR 25,9 Mio.; Vj. EUR 18,1 Mio.) um EUR 5,2 Mio. was im Wesentlichen auf das gestiegene Zinsniveau sowie den Anstieg der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Der erwirtschaftete Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -48,6 Mio. ist im Wesentlichen auf die Abschreibung einer Cash Pool Forderung zurückzuführen. Trotz der Verbesserung des Jahresfehlbetrags um EUR 28,5 Mio. entspricht die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht den Erwartungen der Geschäftsführung. Das geplante Ergebnis vor Steuern im negativen unteren zweistelligen Millionenbereich wurde nicht erreicht. Die noch anhaltende unbefriedigende Ergebnissituation resultiert im Wesentlichen aus der strategischen Neuausrichtung der Gesellschaft. Im Zuge dessen wurde das Produktportfolio der Zweigniederlassung Heimstetten vom Automotivsektor hin zu Life-Science gewechselt. In den Jahren 2021/22 und Folgejahren waren damit Anlaufverluste verbunden. Bei einem Teil der Projekte haben die tatsächlichen Kosten die geplanten Kosten deutlich überstiegen. 2. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr von EUR 413,1 Mio. auf EUR 457,8 Mio. Und es wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 110,4 Mio. (Vj. EUR 61,9 Mio.) ausgewiesen. Die Vorräte stiegen von EUR 3 Mio. auf EUR 4,7 Mio. was im Wesentlichen auf den Anstieg der unfertigen Leistungen zurückzuführen ist. Der Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (-EUR 6,4 Mio.) und einem gegenläufigen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+EUR 1,6 Mio.). Die liquiden Mittel verringerten sich von EUR 6,3 Mio. auf EUR 5,3 Mio. Auf der Passivseite sank das Eigenkapital von EUR -61,9 Mio. auf -EUR 110,4 Mio. (Anm.: Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem laufenden Ergebnis in Höhe von -EUR 48,6 Mio. Die Rückstellungen stiegen um EUR 4,5 Mio. auf EUR 12,9 Mio. und die Verbindlichkeiten stiegen von EUR 404,6 Mio. auf EUR 444,8 Mio. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den um EUR 48,3 Mio. erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche insbesondere aufgrund der gewährten Darlehen anstiegen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen reduzierten sich um EUR 7,0 Mio. auf 0. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Wesentlichen auf Konzerndarlehen sowie Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling. ATS GmbH ist der Cash-Pool-Führer der europäischen ATS-Gruppe. Bei Liquiditätsbedarf kann die Gesellschaft auf Konzernmittel im Rahmen des Cash-Poolings sowie auf Konzerndarlehen zurückgreifen. Die Cash-Pool-Vereinbarungen sind beidseitig kurzfristig kündbar. Die Gesellschaft hat keine externen Kreditlinien. Die Verbunddarlehen betreffen im Wesentlichen ein Darlehen gegenüber der Olimon Hungary K.f.t. in Höhe von EUR 199,8 Mio. mit Fälligkeit zum 31. März 2027 sowie gegenüber der ATS Corporation in Höhe von EUR 118,0 Mio. mit Fälligkeit zum 1. November 2027. Darüber hinaus bestehen weitere teilweise mittelfristige Darlehen. D. Zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens1. Chancen- und RisikoberichtDer Maschinen- und Anlagenbau ist naturgemäß im Wesentlichen durch Sondermaschinen geprägt, die sehr speziellen Anforderungen unserer Kunden aus dem Bereich Life Sciences sowie in geringerem Umfang auch anderen, unterschiedlichsten Branchen gerecht werden müssen, sich durch geringe Stückzahlen auszeichnen, und technologisch wie abwicklungstechnisch (time to market) binnen 9 - 24 Monaten abgewickelt sein müssen. Der demografische Wandel stellt das (Personal-) Management vor die Herausforderung, qualifiziertes Personal im Bereich der Konstruktion sowie der Fertigung zu rekrutieren bzw. vorhandenes Personal motiviert und zielorientiert zu führen. Spezialisiertes und mit langjähriger Erfahrung ausgestattetes Personal ist im Sondermaschinenbau nur sehr schwer zu beschaffen. Durch den intensiven Wettbewerbsdruck müssen wir die Verringerung der Wertschöpfungstiefe und einer damit verbundenen weitreichenden Verlagerung von Produktions-, aber auch Entwicklungsumfängen zu Zulieferern entsprechend forcieren und weiter und schneller als bisher vorantreiben (Low Cost Country Sourcing). Als weltweit tätiges Unternehmen agiert die ATS GmbH in einem volatilen Marktumfeld, in dem sich immer wieder neue Marktchancen eröffnen aber auch Risiken einhergehen können. Die Geschäftsbedingungen sowie die Risikolage haben sich gegenüber dem Vorjahr in den Hauptsegmenten Life-Science, Consumer und Electric nicht wesentlich geändert. Die Geschäftstätigkeit der ATS GmbH birgt grundsätzlich implizite Risiken wie beispielsweise das Nichterreichen der vertraglich vereinbarten Maschinen-Performance oder Einhaltung von Projekt-Meilensteinen. Durch eine entsprechende Gestaltung von Projektverträgen, eine permanente Weiterbildung unserer Mitarbeiter sowie ein zeitnahes operatives Projektcontrolling werden diese Risiken weitestgehend minimiert, aber nicht vollkommen ausgeschlossen. Eine erneute weltweite Wirtschaftskrise würde aufgrund der hohen Exportanteile unser Geschäft und die damit verbundene Ergebnisprognose gefährden. Je länger eine solche Krise bestehen sollte, desto gravierender werden die Auswirkungen auf unsere Liquiditäts- und Ergebnissituation sein. Um unsere Marktanteile zu behaupten und weiter ausbauen zu können, auch gegen die wachsende Konkurrenz aus Asien, müssen wir unsere konzernweiten Innovationsbemühungen weiter vorantreiben. Hierunter fällt der Ausbau des Servicegeschäfts in eigenen sowie fremden Maschinen und Anlagen. Hierfür müssen Mittel bereitgestellt werden, deren Verfügbarkeit nachhaltig jedoch von der jeweiligen Ertrags- und Finanzlage des Gesamtunternehmens beeinflusst werden. Chancen können sich aus der Ausweitung unseres Geschäftes für schlüsselfertige Anlagen ergeben, wobei ein Mitglied der ATS-Gruppe die Funktion des General Unternehmers übernimmt. Die ATS GmbH weist eine sehr breite Ausrichtung in verschiedenen Kundensegmenten mit den Schwerpunkten Life-Science, Consumer und Electric auf. Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens ist daher immer auch an die Entwicklung in den Kernsegmenten gekoppelt. Die breite und internationale Ausrichtung des Unternehmens erweist sich als vorteilhaft bei konjunkturellen Schwankungen in einzelnen Ländern oder Branchen, da diese dadurch weitestgehend kompensiert werden können. Im Kontext der aktuellen Zollkonflikte ergeben sich Risiken mit direkten Auswirkungen für Lieferungen in die USA sowie indirekte Auswirkungen aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Effekte hieraus sind allerdings noch nicht abschätzbar. Finanzierung durch die MuttergesellschaftAusgehend von der aktuellen Unternehmensplanung im Prognosezeitraum, welche die Fortführung und nicht-Fälligstellung der Cash-Pool-Vereinbarungen voraussetzt, plant die Gesellschaft ein ausgeglichenes Ergebnis (Ergebnis vor Steuern) und einen positiven operativen Cashflow. Sollten die der Liquiditätsplanung zu Grunde liegenden wesentlichen Prämissen, insbesondere zur Projektabwicklung sowie die Fortführung der Cash-Pool Vereinbarung, nicht eintreten bzw. wesentlich unterschritten werden, besteht das Risiko einer finanziellen Unterdeckung und die Gesellschaft ist auf weitere finanzielle Mittel angewiesen. Die ATS Corporation, Cambridge (Kanada) als oberste Muttergesellschaft hat sich im Rahmen einer Patronatserklärung vom 22. Juli 2025 verpflichtet bis zum 31. Dezember 2026 auf erstes schriftliches Anfordern - durch Darlehen oder Eigenkapitalmittel - mit Liquidität oder sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten, sodass die Gesellschaft stets in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten, die während der Laufzeit dieser Patronatserklärung fällig sind oder werden, bei Fälligkeit zu begleichen. Die Finanzierungszusage ist auf einen maximalen Gesamtbetrag von EUR 100 Mio. begrenzt. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und somit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft daher auf die Bereitstellung der benötigten finanziellen Mittel durch die ATS Corporation, Cambridge (Kanada) angewiesen, sofern die der Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Prämissen nicht eintreten oder wesentlich unterschritten werden. Dies stellt eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit dar. 2. PrognoseberichtWeltwirtschaftAusblick für das Geschäftsjahr 2024/25Für das Gesamtjahr 2024 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von 3,1 Prozent. Dies entsprach dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023, jedoch wurde für die entwickelten Volkswirtschaften ein leichter Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr erwartet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen sollten. Für den Euro-Raum wurde ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft sollte sich mit 0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wurde das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (4,6 Prozent) und Indien (6,5 Prozent) sollten voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches galt für Lateinamerika (1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartete der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (3,8 Prozent). Abwärtsrisiken für die Prognose lagen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite hätte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen können. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten gewesen, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgegangen wäre und die Zentralbanken die Zinsen rascher gelockert hätten Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024 Ausblick für das Geschäftsjahr 2025/26Das globale Wachstum wird sowohl für 2025 als auch für 2026 auf 3,3 Prozent prognostiziert und liegt damit unter dem historischen Durchschnitt von 3,7 Prozent (2000-19). Die Prognose für 2025 bleibt gegenüber dem World Economic Outlook (WEO) vom Oktober 2024 weitgehend unverändert, was vor allem auf eine Aufwärtskorrektur in den USA zurückzuführen ist, die Abwärtskorrekturen in anderen großen Volkswirtschaften ausgleicht. Der IMF erwartet, dass die weltweite Gesamtinflation auf 4,2 Prozent im Jahr 2025 und auf 3,5 Prozent im Jahr 2026 zurückgeht, wobei sich die Inflation in fortgeschrittenen Volkswirtschaften früher dem Zielwert annähern sollte als in Schwellen- und Entwicklungsländern. Die mittelfristigen Risiken für das Basisszenario sind nach unten gerichtet, während die kurzfristigen Aussichten durch divergierende Risiken gekennzeichnet sind. Aufwärtsrisiken könnten das bereits robuste Wachstum in den USA kurzfristig beflügeln, während die Risiken in anderen Ländern angesichts der erhöhten politischen Unsicherheit eher abwärts gerichtet sind. Störungen des anhaltenden Desinflationsprozesses durch die Geldpolitik könnten den Übergang zu einer Lockerung der Geldpolitik unterbrechen, was sich auf die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen und die Finanzstabilität auswirken würde. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2025 Deutsche KonjunkturAusblick für das Geschäftsjahr 2024/25Eine konjunkturelle Erholung lässt weiter auf sich warten. Die Frühindikatoren zeigen, dass die Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte stagnieren wird. Für das laufende Jahr erwartet das IfW Kiel nur noch ein BIP-Wachstum von 0,1 Prozent (Winterprognose: 0,9 Prozent). Erst im kommenden Jahr dürfte das BIP wieder um 1,2 Prozent zulegen. Die deutsche Wirtschaft leidet unter strukturellen Problemen, die die Wachstumschancen einschränken. Bis 2025 wird das BIP voraussichtlich nur 2 Prozent über dem Niveau von 2019 liegen. Trotz der schwachen wirtschaftlichen Dynamik bleibt der Arbeitsmarkt robust, und die Beschäftigung wird voraussichtlich leicht zunehmen, bevor sie aufgrund des demografischen Wandels abnimmt. Der Fachkräftemangel und die hohe Inflation führen zu steigenden Löhnen, was die real verfügbaren Einkommen und den privaten Konsum stimulieren wird. Die Exporte werden zunächst zurückgehen, bevor sie sich mit der Erholung des Welthandels wieder moderat ausweiten. Unternehmensinvestitionen werden durch das schwache konjunkturelle Umfeld beeinträchtigt. Das Finanzierungsdefizit des Staates wird aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen von 2,1 Prozent des BIP im Jahr 2023 auf 0,8 Prozent im Jahr 2025 sinken. Quelle: Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) Kieler Konjunkturberichte Nr. 112 (2024|Q1) Ausblick für das Geschäftsjahr 2025/26Die wirtschaftliche Dynamik wird zunächst schwach bleiben. Zeichen für eine spürbare konjunkturelle Belebung sind rar. Die deutsche Wirtschaft leidet unter strukturellen Problemen, die kurzfristig kaum nachlassen werden. Sollten die USA die Zölle auf deutsche Einfuhren erhöhen, wird dies die Wirtschaftsleistung zusätzlich dämpfen. Die Unsicherheit durch die US-Handelspolitik wirkt belastend. Die deutsche Exportwirtschaft hat in den letzten Jahren an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt und Marktanteile verloren. Für das kommende Jahr erwartet das IfW Kiel, dass die in den Sondierungsgesprächen von Union und SPD vereinbarten Pläne teilweise umgesetzt werden und die Finanzpolitik expansiver ausgerichtet wird. Vor diesem Hintergrund hat das IfW Kiel seine Prognose nach oben angepasst und rechnet für 2026 mit einem BIP-Wachstum von 1,5 Prozent (Dezemberprognose: 0,9 Prozent). Im laufenden Jahr dürfte das BIP stagnieren (Dezemberprognose: 0,0 Prozent). Die Investitionen dürften ihre Talsohle durchschreiten und 2026 nach vier Rückgängen in Folge wieder zulegen. Neben der weniger restriktiven Geldpolitik tragen dazu auch die konjunkturelle Belebung und der Anstieg der öffentlichen Investitionen bei. Die Erwerbstätigkeit wird im kommenden Jahr wohl wieder etwas zunehmen, während für das laufende Jahr ein leichter Rückgang erwartet wird. Der demografische Wandel verringert jedoch den Spielraum für eine höhere Erwerbstätigkeit. Das Budgetdefizit wird 2026 voraussichtlich auf 3,4 Prozent des BIP steigen, nachdem es im laufenden Jahr auf 2,3 Prozent zurückgehen wird (2024: 2,8 Prozent). Der Schuldenstand dürfte von 63,3 Prozent des BIP im Jahr 2024 auf 65,4 Prozent im Jahr 2026 zunehmen. Die Auswirkungen der vereinbarten Finanzpläne auf den Schuldenstand werden erst in den folgenden Jahren stärker sichtbar. Quelle: Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) Kieler Konjunkturberichte Nr. 122 (2025|Q1) ATS Automation Tooling Systems GmbHDie nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der ATS GmbH basieren im Wesentlichen auf Annahmen und Schätzungen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in der Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten. Für das Geschäftsjahr 2024/25 erwarten wir einen weiteren Anstieg der Umsatzerlöse im unteren zweistelligen Millionenbereich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/24. Für die Geschäftsjahre 2025/26 und 2026/27 gehen wir jeweils von einem Anstieg im oberen einstelligen Millionenbereich gegenüber dem Vorjahr aus. Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2024/25 von einem gegenüber 2023/24 leicht verbesserten, wenn auch weiterhin negativen, Ergebnis (Ergebnis vor Steuern) in der Spanne von -EUR 15 Mio. bis -EUR 25 Mio. aus. Für die Geschäftsjahre 2025/26 sowie 2026/27 erwartet die Geschäftsleitung eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern und das Erreichen des Break-Even. Dieser Trend ist im Wesentlichen auf die Optimierung der operativen Abwicklung von Projekten sowie die Neuausrichtung einiger Tochtergesellschaften zurückzuführen, was zu einer Steigerung des operativen Ergebnisses und zu stabilen abgeführten Ergebnissen der Beteiligungsgesellschaften führen soll. In den Folgejahren des Prognosezeitraums plant die Geschäftsführung mit deutlich positiven Ergebnissen. Dieser Trend ist im Wesentlichen auf die Optimierung der operativen Abwicklung von Projekten sowie die Neuausrichtung einiger Tochtergesellschaften zurückzuführen, was zu einer Steigerung des operativen Ergebnisses und zu stabilen abgeführten Ergebnissen der Beteiligungsgesellschaften führen soll. Die ATS GmbH vereinnahmt über Ergebnisabführungsverträge von Beteiligungsgesellschaften die Jahresergebnisse, insoweit wirkt sich die Geschäftsentwicklung der Beteiligungen direkt auf das Jahresergebnis der ATS GmbH aus. Um unsere Marktanteile zu behaupten und weiter ausbauen zu können, auch gegen die wachsende Konkurrenz aus Asien, müssen wir unsere Innovationsbemühungen weiter vorantreiben. Hierunter fallen konzernweite, nachhaltige Innovationen in Form von Fortentwicklungen bestehender Bereiche wie Life Science. Der Ukraine-Krieg sowie der Konflikt im Nahen-Osten und deren weitere Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft sind nur schwer einschätzbar. Die ATS GmbH machte nur geringe Umsätze mit der Ukraine und Russland sowie im Nahen-Osten, so dass keine direkten Auswirkungen zu erwarten sind. Indirekt ist aber auch die ATS GmbH von der Inflation und den steigenden Energiepreisen betroffen. Die Dauer der Kriege / Konflikte kann die bereits angespannte Situation auf dem Beschaffungsmarkt weiter verschärfen.
Urbach, 17. Dezember 2025 Dr. Christian Debus, Geschäftsführer Daniel Blair de Verteuil, Geschäftsführer FeststellungDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde am 18.12.2024 festgestellt. |
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