Meridiem Finanz GmbHLiquidiert

Kieshecker Weg 240, 40468 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 88549
Eingetragen
17.12.2019
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteVermittlung von KreditenAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Gegenstand
Die Erbringung von Factoring als Finanzdienstleistung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (6)

Gesellschafter
Beta

5 von 6 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Eric Geißinger
Klosterstraße 18, 66953 Pirmasens
50.00%
Dr. Schade Management und Beteiligungs GmbH
Germany
38.00%
E*** M***** S*****
3.00%
A*** C******** S*****
3.00%
D***** S*****
3.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Meridiem Finanz GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Grundlage des Geschäftsmodells

Die MERIDIEM FINANZ GmbH hat sich auf den Ankauf sowie die hoch automatisierte Abwicklung von Forderungen geringer Höhe spezialisiert. Es werden Forderungen im echten und unechten Factoring sowohl gegen Privatpersonen als auch gegen Unternehmen angekauft.

Es werden ausschließlich Geschäfte im Inland getätigt. Die MERIDIEM FINANZ GmbH steht als Finanzdienstleistungsinstitut unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie der Deutschen Bundesbank, Hauptverwaltung Düsseldorf.

Die Erlaubnis zum Betreiben des Factoring-Geschäfts wurde seitens der BaFin am 18. Juni 2020 erteilt. Seit dem 29.03.2021 ist die Gesellschaft in dem Betrieb einer Inkassolizenz.

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden die "Zinserträge" und das "Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit" herangezogen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Trotz pandemiebedingter Einschränkungen hat sich das Factoringgeschäft in Deutschland gemäß den Auswertungen des Deutschen Factoring-Verbandes im Geschäftsjahr 2022 positiv entwickelt.

So wuchs das Forderungsvolumen der Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes im Geschäftsjahr 2022 um 20,5 % auf € 372,9 Mrd (Vorjahr € 309,4 Mrd.).

Die MERIDIEM FINANZ GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht mehr schwerpunktmäßig im Pflegemarkt tätig, da im Laufe des 2. Halbjahres 2021 begonnen wurde, auch Kunden außerhalb der Gesundheitsbranche als Factoringnehmer anzuschließen. Dieses neue Geschäftsfeld zeichnet sich weiterhin durch ein kräftiges Wachstum aus.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 ist geprägt durch ein hohes Umsatzwachstum im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021. Dieses Umsatzwachstum erfolgte sowohl im Bestandsgeschäft als auch durch erfolgreiche Neukunden-Akquisition.

Die im September 2020 implementierte Standard-Software für Factoringgesellschaften läuft stabil und bildet alle anfallenden Geschäftsvorfälle in vollem Umfang und exakt ab. Zur Erhöhung des Automatisierungsgrads und somit zur Verringerung der operationalen Risiken wurden in 2022 weitere Software-Module ef3 angeschafft und implementiert.

Im Geschäftsjahr 2022 besteht eine Zweigstelle in Pirmasens.

2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Die Zinserträge aus dem Factoringgeschäft sind im Vergleich zum Vorjahr vornehmlich infolge der Neukunden-Akquise um 273,8 % auf T€ 1.935,7 (Vorjahr T€ 706,8) angestiegen. Damit wurde das Ziel, das Umsatzniveau des Vorjahres zu verdoppeln, erreicht.

Neben dem Personalaufwand in Höhe von T€ 478,8 sind andere Verwaltungsaufwendungen, insbesondere Rechts- und Beratungskosten und Softwarekosten, in Höhe von T€ 552,0 angefallen.

Infolge der Erhöhung des Geschäftsvolumens sind sowohl die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte (T€ 68,7) als auch die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 159,2) angestiegen.

Damit beläuft sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sich auf T€ 554,8.

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss 2022 zu thesaurieren. Das ausgewiesene Eigenkapital beträgt inklusiv der nachrangigen Gesellschafterdarlehen T€ 1.474,5.

Die Finanzlage ist geordnet. Am 10. Juli 2020 bewilligte die Stadtsparkasse Düsseldorf einen Refinanzierungskredit in Höhe von € 3,0 Mio. Dieser wurde mittlerweile in zwei Schritten auf € 8,0 Mio. erhöht.

Im Mai 2021 konnten wir als zweite Refinanzierungsbank die HypoVereinsbank in Düsseldorf gewinnen. Dieses Institut hat der MERIDIEM FINANZ GmbH eine Refinanzierlinie in Höhe von mittlerweile € 12,0 Mio. eingeräumt.

Damit ist das Wachstum der Meridiem Finanz GmbH der nächsten 6 - 12 Monate gewährleistet.

Der Geschäftsbetrieb wird derzeit über Eigenmittel und aus der Auszahlung von Bankverbindlichkeiten finanziert.

2.4 Gesamtbeurteilung

Aufgrund des Umsatzwachstums konnte ein zufriedenstellendes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielt werden. Das Wachstum bei gleichzeitiger Ergebnissteigerung setzt sich fort.

3. Risikolage und Chancenbericht

Operationale Risiken, Liquiditäts-, Zinsänderungs- und Adressausfallrisiken beeinflussen die Ertragslage der Gesellschaft.

Operationale Risiken wurden im Geschäftsjahr 2022 nicht schlagend. Durch Einführung einer Standardsoftware für Factoringgesellschaften (ef3 der Firma efcom GmbH) im September 2020 und deren weiterem Ausbau wurden diese Risiken durch den erhöhten Automatisierungsgrad deutlich verringert.

Aufgrund der Eigenmittelausstattung sowie der ausreichenden Refinanzierungslinien zeichnen sich keine Liquiditätsrisiken ab.

In den vergangenen Monaten ist das Zinsniveau signifikant gestiegen. Dieser Prozess ist aufgrund der hohen Inflationsraten noch nicht abgeschlossen. Aufgrund der Zinsgleitklausel in den Verträgen mit unseren Kunden werden mögliche Mehrbelastungen aus steigenden Refinanzierungszinsen in vollem Umfang an unsere Kunden weitergeleitet.

Zusätzlich wurde eine Zinssicherungsmaßnahme mit einer refinanzierenden Bank abgeschlossen. Weitere Maßnahmen sind im Gespräch.

Die Adressausfallrisiken setzen sich zusammen aus den Bonitätsrisiken der Debitoren sowie der Kreditoren in Rahmen von Veritätsrisiken, d. h. den Risiken, nicht existente oder überhöhte Forderungen von betrügerischen Anschlusskunden anzukaufen.

Die Bonitätsrisikokosten haben sich in 2022 unterhalb der kalkulatorischen Risikovorsorge bewegt.

Aufgrund intensiver Kontrollen vor Forderungsankauf wurden Veritätsrisiken nur in sehr geringem Umfang schlagend.

Die Adressausfallrisiken werden sehr konservativ bewertet und der Forderungsbestand gemäß dem Imparitätsprinzip im notwendigen Umfang wertberichtigt. Aufgrund der hohen Granularität des Forderungsportfolios existieren keine Klumpenrisiken.

Gegen Adressausfall- sowie Veritätsrisiken ist die Gesellschaft versichert.

Der Ukraine-Konflikt sowie die allgemeinen Kostensteigerungen hatten bislang keine negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Mittelfristige Beeinträchtigungen sind aber nicht gänzlich auszuschließen.

4. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023

Aufgrund der Treue unserer Bestandskunden sowie der permanenten Neukundenakquisition setzt sich der Wachstumstrend im neuen Geschäftsjahr fort.

Die Bonitäts- und Veritätskosten bewegen sich unterhalb der monatlichen kalkulatorischen Risikovorsorge.

Wir rechnen mit einer deutlichen Erhöhung der Zinserträge und einem weit über dem Vorjahr liegendem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

Im 1. Quartal 2023 konnte ein positives EBT von T€ 420,3 erzielt werden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Ziele der Unternehmensplanung 2023 zum Jahresende erreicht werden.

 

Düsseldorf, den 27. April 2023

Geschäftsführung

gez. Dr. Carl Albrecht Schade

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
3. Forderungen an Kreditinstitute 97.847,26 31.356,68
a) täglich fällig 97.847,26 31.356,68
4. Forderungen an Kunden 10.116.698,68 2.791.583,56
11. Immaterielle Anlagewerte 300.061,00 240.131,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 230.740,00 162.573,00
c) Geschäfts- oder Firmenwert 69.321,00 77.558,00
12. Sachanlagen 51.836,00 24.943,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 983.970,59 311.481,27
15. Rechnungsabgrenzungsposten 23.789,61 23.378,19
Summe der Aktiva 11.574.203,14 3.422.873,70

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.734.562,19 2.558.448,31
a) täglich fällig 8.734.562,19 2.558.448,31
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 350.853,78 169.971,57
b) Andere Verbindlichkeiten 350.853,78 169.971,57
ba) täglich fällig 350.853,78 169.971,57
5. Sonstige Verbindlichkeiten 827.052,95 316.953,19
7. Rückstellungen 187.248,77 30.711,21
b) Steuerrückstellungen 134.270,00 6.128,00
c) andere Rückstellungen 52.978,77 24.583,21
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 1.010.000,01 310.000,01
12. Eigenkapital 464.485,44 36.789,41
a) Eingefordertes Kapital 25.000,00 25.000,00
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
d) Bilanzgewinn 439.485,44 11.789,41
Summe der Passiva 11.574.203,14 3.422.873,70

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Zinserträge aus 1.935.732,74 706.844,84
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.935.732,74 706.844,84
2. Zinsaufwendungen 251.109,58 75.557,83
5. Provisionserträge 55.874,99 15.419,91
8. Sonstige betriebliche Erträge 68.604,82 122.737,54
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 1.030.777,03 642.513,46
a) Personalaufwand 478.801,53 335.943,77
aa) Löhne und Gehälter 393.346,74 270.907,97
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 85.454,79 65.035,80
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 551.975,50 306.569,69
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 68.686,27 50.634,40
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.000,00
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 159.195,93 82.270,05
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 6.388,29 9.338,72
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 554.832,03 3.365,27
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 127.136,00 2.110,00
28. Gewinn- / Verlustvortrag aus dem Vorjahr 11.789,41 10.534,14
34. Bilanzgewinn 439.485,44 11.789,41

Anhangangaben

GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN

Die Meridiem Finanz GmbH mit ihrem Sitz in Düsseldorf ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 88549 eingetragen.

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN GRUNDSÄTZEN DER BILANZIERUNG

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach allgemeinen und den für Institute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 2 RechKredV nach Formblatt 1.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Formblatt 3 (Staffelform) der RechKredV zugrunde gelegt.

Die Meridiem Finanz GmbH ist ein Finanzdienstleistungsinstitut gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG und stellt den Jahresabschluss nach den Vorschriften für Finanzdienstleistungsinstitute auf.

Im Rahmen der Vergütung der Geschäftsführer wird § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierung und Ausweis des Jahresabschlusses erfolgte bei folgender Position abweichend zum Vorjahr.

Die Position "Sicherheitsleistungen ef3 Warenstreit" EUR 592.559,79 (Vorjahr EUR 103.903,89) wurde im Vorjahr unter dem Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Kunden" ausgewiesen. Im Berichtsjahr erfolgte der Ausweis unter dem Posten "Forderungen an Kunden". Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Die Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Für alle im Kreditgeschäft erkennbaren Risiken haben wir jedoch in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die Einzelwertberichtigung wurde anhand von Abwertungskriterien bewertet.

Die immateriellen Anlagenwerte werden zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer berechnet.

Für den im Jahr 2021 im Rahmen der Übernahme des Geschäftsbetriebes eines Inkassobetriebes erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird eine Nutzungsdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt, da sich der mit dem Geschäfts- oder Firmenwert verbundene Kundenstamm wegen der relativ hohen Zahl von Anbietern bei moderaten Markteintrittsbarrieren relativ schnell verändert.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibungen wurden linear auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Zugänge der geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 EUR analog § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben und ein Vollabgang unterstellt. Dies entspricht den tatsächlichen Gegebenheiten. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden im Jahr des Zugangs als Zugang und Abgang im Anlagenspiegel ausgewiesen.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, sonstige Verbindlichkeiten und die nachrangigen Verbindlichkeiten werden zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages zu bewerten und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, wie von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der RückAbzinsV ermittelt, abgezinst. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2022 je nach Restlaufzeit 0,43 % bis 1,17 %.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

III. Aktiva

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute enthalten keine Forderungen mit unbestimmter Laufzeit.

Forderungen an Kunden

Restlauzeiten 31.12.2022 31.12.2021
bis drei Monate EUR 8.631.672,04 2.784.355,25
mehr als drei Monate bis ein Jahr EUR 750.079,64 7.228,31
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 734.947,00 0,00
Gesamt EUR 10.116.698,68 2.791.583,56

Die Forderungen an Kunden enthalten keine Forderungen mit unbestimmter Laufzeit.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2022

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. Die Gesellschaft besitzt keine eigengenutzten Grundstücke oder Gebäude. Die Geschäftsausstattung dient ausschließlich dem eigenen Geschäftsbetrieb.

Bezeichnung Entwicklung der Stand zum 01.01.2022
EUR
Zugang Abgang-
EUR
Umbuchung
EUR
Abschreibung Zuschreibung-
EUR
Stand zum 31.12.2022
EUR
Ähnl. Rechte, Werte, entgeltl. Erworben Ansch-/Herst-K 10.397,89 10.397,89
Abschreibung 1.444,89 3.466,00 4.910,89
Buchwerte 8.953,00 3.466,00 5.487,00
EDV-Software, entgeltl. Erworben Ansch-/Herst-K 203.686,74 120.642,60 324.329,34
Abschreibung 50.066,74 49.009,60 99.076,34
Buchwerte 153.620,00 120.642,60 49.009,60 225.253,00
Geschäfts- oder Firmenwert Ansch-/Herst-K 82.363,06 82.363,06
Abschreibung 4.805,06 8.237,00 13.042,06
Buchwerte 77.558,00 8.237,00 69.321,00
Einrichtungen (fremde Grst., Geschäftsb.) Ansch-/Herst-K 0,00 6.264,85 6.264,85
Abschreibung 0,00 211,85 211,85
Buchwerte 0,00 6.264,85 211,85 6.053,00
Betriebsvorrichtungen Ansch-/Herst-K 0,00 10.000,00 10.000,00
Abschreibung 0,00 180,00 180,00
Buchwerte 0,00 10.000,00 180,00 9.820,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung Ansch-/Herst-K 0,00 10.602,52 10.602,52
Abschreibung 0,00 332,52 332,52
Buchwerte 0,00 10.602,52 332,52 10.270,00
Geschäftsausstattung Ansch-/Herst-K 1.390,58 953,51 2.344,09
Abschreibung 695,58 486,51 1.182,09
Buchwerte 695,50 953,51 486,51 1.162,00
Büroeinrichtung Ansch-/Herst-K 26.216,69 4.260,51 30.477,20
Abschreibung 1.968,69 3.977,51 5.946,20
Buchwerte 24.248,00 4.260,51 3.977,51 24.531,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter Ansch-/Herst-K 1.680,42 2.785,28 0,00
4.465,70-
Abschreibung 1.680,42 2.785,28 0,00
4.465,70-
Buchwerte 0,00 2.785,28 2.785,28 0,00
Ansch-/Herst-K 325.735,38 155.509,27 476.778,95
4.465,70-
Abschreibung 60.661,38 68.686,27 124.881,95
-4.465,70
Buchwerte 265.074,00 155.509,27 68.686,27 351.897,00

Sachanlagen

Unter der Position Sachanlagen werden ausschließlich die Bauten auf fremden Grundstücken, technischen Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Büroeinrichtung erfasst, die in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr TEUR 25) im Rahmen der eigenen Tätigkeit durch die Meridiem Finanz GmbH genutzt werden.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen von EUR 983.970,59 (Vorjahr EUR 311.481,27) sind wesentliche Beträge im folgenden Umfang enthalten:

31.12.2022 31.12.2021
Debitorische Kreditoren EUR 973.958,03 283.027,16
Forderungen Gewerbesteuer EUR 0,00 13.962,00
Forderungen ggb. der Bundesagentur EUR 0,00 9.127,41

IV. Passiva

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 8.734.562,19 sind täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 8.734.562,19 enthalten.

Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 8.735 (Vorjahr TEUR 2.558) sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert, im Einzelnen wie folgt aufgegliedert:

Zu den Verbindlichkeiten in der Höhe von TEUR 2.449 bei der Stadtsparkasse Düsseldorf bestehen folgende Sicherheiten:

• Höchstbetragsbürgschaften von Herrn Dr. Carl Albrecht Schade und Eric Geißinger in Höhe von jeweils 1.500.000 EUR

• Globalzession der Forderungen gegen alle Debitoren mit dem Anfangsbuchstaben A-Z

• Verpfändung von Guthaben von insgesamt 300.000 EUR

Zu den Verbindlichkeiten in der Höhe von TEUR 6.285 bei der HypoVereinsbank UniCredit AG, Düsseldorf, bestehen folgende Sicherheiten:

• Selbstschuldnerische Bürgschaft von Herrn Dr. Carl Albrecht Schade und Eric Geißinger in Höhe von jeweils 1.500.000 EUR

• Darlehens- und Rangrücktrittsbelassungserklärung in Höhe von TEUR 80 und TEUR 250 aktuell valutiert mit TEUR 180 der Dr. Schade Management und Beteiligungs GmbH sowie TEUR 20 und TEUR 200 aktuell valutiert mit TEUR 130 des Herrn Eric Geißinger

• Globalzession der Forderungen aus Lieferung und Leistung

• Abtretung der jeweiligen Forderungen aus der Warenkreditversicherung in Höhe der unter der Globalzession abgetretenen Forderungen

• Verpfändung von Guthaben auf Bankkonten der HypoVereinsbank

Im Geschäftsjahr 2022 bestand kein Risiko der Inanspruchnahme der Sicherheiten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von EUR 350.853,78 (Vorjahr EUR 169.971,57) handelt es sich um täglich fällige Verbindlichkeiten.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten von EUR 827.052,95 (Vorjahr EUR 316.953,19) sind wesentliche Beträge im folgenden Umfang enthalten:

31.12.2022 31.12.2021
aus Lieferung und Leistung EUR 228.537,19 130.603,30
aus Personalaufwendungen (Lohn und Gehalt) EUR 25.540,29 15.082,48
Nicht zugeordnete Zahlungen EUR 512.877,39 129.042,17
Verbindlichkeiten aus Steuern EUR 59.580,43 30.899,83
sonstige Verbindlichkeiten EUR 517,65 9.510,28

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von EUR 0 (Vorjahr EUR 1.610,66) enthalten.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen von EUR 52.978,77 (Vorjahr EUR 24.583,21) sind Beträge im folgenden Umfang enthalten:

31.12.2022 31.12.2021
Urlaubsrückstellungen EUR 9.331,68 0,00
Ausstehende Rechnung für Beratung EUR 14.600,00 2.400,00
Abschluss- und Prüfungskosten EUR 21.207,54 18.870,00

Nachrangige Verbindlichkeiten

Es bestehen nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber zwei Gesellschaftern aus der Gewährung von jeweils vier Darlehen der Dr. Schade Management und Beteiligungs GmbH und drei Darlehen des Herrn Geißinger in Höhe von insgesamt EUR 1.010.000,01. Die Darlehen werden mit 4,8 % und 7,2 % p.a. verzinst und haben eine unbefristete Laufzeit. Die Nachrangigkeit ist durch jeweilige Rangrücktritterklärung erklärt. Hierfür sind Zinsaufwendungen von TEUR 24 angefallen.

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt EUR 25.000,00 und ist eingeteilt in 6 Geschäftsanteile im Nennbetrag von EUR 12.500,00 (Nr. 1), EUR 9.500,00 (Nr. 2) und EUR 750,00 (Nr. 3, 4, 5 und 6).

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 11.789,41 (Vorjahr EUR 10.534,14) enthalten.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften

Die Zinserträge gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:

2022
Norden EUR 946.573,31
Osten EUR 163.762,99
Süden EUR 260.936,77
Westen EUR 564.459,67
Bundesweit EUR 1.935.732,74

Sonstige betriebliche Erträge

In den "sonstigen betrieblichen Erträgen" sind wesentliche Beträge in folgendem Umfang enthalten:

31.12.2022
Erträge aus dem Teilforderungsverzicht EUR 0,00
Erträge aus der Gerichts- und Anwaltskosten EUR 58.000,52
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen EUR 5.190,02
31.12.2021
Erträge aus dem Teilforderungsverzicht 98.000,00
Erträge aus der Gerichts- und Anwaltskosten 18.515,50
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 6.222,04

Als außergewöhnliche Erträge sind die Erträge aus den am 21. Dezember 2021 unterschriebenen Teilforderungsverzichte mit Besserungsschein in Bezug auf die gewährten Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 98).

Erträge aus Zuschreibung zu Forderungen

In den "Erträgen aus Zuschreibungen zu Forderungen" sind Erträge aus Versicherungsentschädigungen von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 9) enthalten.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den "sonstigen betrieblichen Erträgen" sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 6) und aus der Erstattung von zu viel gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen des Vorjahres in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 0).

VI. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Mietverträge auf unbestimmte Zeit mit einer Jahresmiete von TEUR 21.

Es bestehen Software-Serviceverträge sowie sonstige Miet- und Dienstleistungsverträge in Höhe von TEUR 232, davon entfallen auf das Geschäftsjahr 2023 TEUR 69 und auf die Geschäftsjahre 2024 bis 2027 TEUR 163.

Angaben zur Arbeitnehmerzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 9 Arbeitnehmer (Vorjahr 9).

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2022 Dr. Carl Albrecht Schade, Kaufmann.

Mitgliedschaft der Geschäftsführung in weiteren Aufsichtsräten

Von Herrn Dr. Carl Albrecht Schade werden als gesetzlicher Vertreter keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften wahrgenommen.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen betrug TEUR 23 (Vorjahr TEUR 15), davon Honorar für Abschlussprüfung TEUR 15 (Vorjahr TEUR 12) und für andere Leistungen TEUR 8 (Vorjahr TEUR 3).

Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2022

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 439.485,44 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düsseldorf, den 16. März 2023

Die Geschäftsführung

gez. Dr. Carl Albrecht Schade

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.08.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Meridiem Finanz GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Meridiem Finanz GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Meridiem Finanz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 17. Mai 2023

KSP Stübben + Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Christoph Michels, Wirtschaftsprüfer

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