CoFo PWK GmbHLiquidiert

47809 Krefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 19168
Vorher
Blitz 22-681 GmbHWinning CoFo - PWK GmbH
Eingetragen
4.4.2022
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von nicht elektrischen Haushaltsartikeln aus MetallHerstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen Metallen
Gegenstand
Die Herstellung, der Vertrieb und der Handel mit Metallwaren, insbesondere für die Automobilindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Shekhar Kumar
seit 22.4.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Michael Simon Baker
seit 22.4.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CoFo Manufacturing a.s.CZE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Winning CoFo a.s.
Czech Republic
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CoFo PWK GmbH (vormals: Winning CoFo - PWK GmbH)

Krefeld (vormals: München)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 17.02.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 17.02.2022 bis 31.12.2022

1. Bilanz zum 31.12.2022

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 17.02.2022 bis 31.12.2022

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Anlagenspiegel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Februar bis 31. Dezember 2022

A. Grundlage

Die Winning CoFo - PWK GmbH ("PWK") fertigt Komponenten, die in Lenkungs- und Radaufhängungssystemen der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Wir haben uns zu einem führenden Komponentenlieferanten entwickelt und können Anforderungen in unterschiedlichen Herstellverfahren der Kaltmassivumformung, der traditionellen Gesenkschmiede, der Aluminiumschmieden, des Kunststoffspritzgießens sowie der Fertigbearbeitung erfüllen. Unsere Kunden sind die Modul- und Systemlieferanten, über die wir weltweit für nahezu alle Fahrzeugmodelle fertigen.

Das Presswerk Krefeld betreibt keine eigene Forschung. Wir erfüllen die Kundenanforderungen nach technischen Problemlösungen und Verbesserungen vor Ort mit unserem "Application Engineering".

Die alleinige Gesellschafterin von PWK ist die Winning CoFo a.s. (Brünn/Tschechische Republik).

Geschäftssitz und Handelsregistersitz der Gesellschaft ist Krefeld.

PWK hat im Rahmen eines Asset Deals Wirtschaftsgüter der insolventen Presswerk Krefeld GmbH & Co. KG, Krefeld, übernommen. Closing des Erwerbs war der 01.07.2022, 00:00 Uhr.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Automobilindustrie

Das preisbereinigte BIP ist im Jahr 2022 um 1,8 % gewachsen. Das vierte Quartal ging allerdings gegenüber dem 3. Quartal 2022 um 0,2 % zurück. Nachdem sich die deutsche Wirtschaft trotz schwieriger Bedingungen in den ersten drei Quartalen gut behaupten konnte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2022 somit leicht ab. 1

1 Siehe Pressemitteilung Statistisches Bundesamt vom 30.01.2023 unter www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen

Die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland entwickelte sich wie folgt: 1,2,3

Fahrzeuge
(in Mio. Stück)
2017 3,4
2018 3,4
2019 3,6
2020 2,9
2021 2,7
2022 2,7

Die Zahl der Neuzulassungen war in Deutschland in 2022 leicht (+1%) über Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 verblieb auf dem deutschen Markt eine erhebliche Absatzlücke von rund 26 Prozent. Die Gründe für die nach wie vor schwache Inlandsnachfrage sind vielfältig. Wesentliche Ursachen sind sicher die Unsicherheit aufgrund des Ukraine-Kriegs und der Inflation sowie Lücken in der Versorgung von Vor- und Zwischenprodukten. Die Absatzschwäche zeigte sich insbesondere im Frühjahr und im Sommer. Von den 2,7 Mio. Stück zugelassenen Pkw waren 0,8 Mio. Stück Elektro-Pkw. Das waren 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Elektro-Pkw an den Gesamtzulassungen lag bei 31,4 Prozent. Hier ist zu beachten, dass es aufgrund des Endes der staatlichen Förderung für Plug-In-Hybride (PHEV) und der Reduzierung für rein batterieelektrische Pkw Vorzieheffekte gab. 1

Der europäische Markt wies keine wesentlich andere Entwicklung auf. Die Zahl der Neuzulassungen 2022 betrug 11,3 Mio. Stück. Dies bedeutete einen Rückgang gegenüber 2021 von 4 %. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 ging die Zahl der Neuzulassungen um 29 % zurück. 4

Für das Gesamtjahr 2023 ist nicht zu erwarten, dass sich die Neuzulassungen deutlich erhöhen, da viele der Gründe, welche im Jahr 2022 einen höheren Absatz verhinderten, mutmaßlich auch in 2023 noch wirken werden. 5

1 Siehe Pressemitteilung des VDA vom 04.01.2023 unter https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/.
2 Siehe Pressemitteilung des VDA vom 04.01.2019 unter https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/.
3 Siehe Pressemitteilung des VDA vom 08.01.2021 unter https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/.
4 Siehe Pressemitteilung des VDA vom 18.01.2023 unter https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/.
5 Siehe reifenpresse.de vom 06.12.2022 unter https://www.reifenpresse.de.

2. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen orientiert sich an finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz und EBITDA. Die Entwicklung beider Kennziffern in 2022 erläutern wir in unserer Darstellung der Ertragslage im Abschnitt C.

Wichtige nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind betriebliche Produktivitätskennzahlen, welche die produzierte Menge in einen zeitlichen Bezug setzen. Daneben sind Qualitätskennziffern von großer Bedeutung. Hier orientieren wir uns unter anderem an parts-per-million-Rate (ppm-Rate).

Im Bereich der Arbeitssicherheit verfolgen wir die Kennziffern Anzahl Verbandbucheintragungen, Unfallschwere (Anzahl Ausfalltage) und Unfallhäufigkeit.

3. Geschäftsentwicklung der Winning CoFo - PWK GmbH

PWK hat ihr operatives Geschäft zum 1. Juli 2022 aufgenommen. Die Nachfrage unserer Kunden zeigte sich im 2. Halbjahr stabil. Allerdings ist der Markt insgesamt spürbar unter dem Niveau der Jahre 2018 und 2017. Der Umsatz im Zeitraum Juli - Dezember 2022 betrug 41,7 Mio. €.

Die Bestandsveränderung betrug 3,1 Mio. € und umfasst den Aufbau der fertigen und unfertigen Erzeugnisse seit dem Erwerb der fertigen und unfertigen Bestände im Rahmen des Asset Deals zum 1. Juli 2022.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen) betrug 44,7 Mio. €. Der Rohmaterialmarkt zeigte zum 1. Juli 2022 zunächst einen deutlichen Preisanstieg sowohl bei Stahl als auch bei Aluminium. In den folgenden Monaten bis Ende 2022 blieb die Entwicklung weitgehend stabil. Das Rohergebnis lag bei 18,6 Mio. €.

Der Personalaufwand betrug 11,1 Mio. €. bzw. 25 % der Gesamtleistung. Im Personalaufwand sind 0,4 Mio. € Aufwendungen für Freistellungen und Abfindungen enthalten.

Das integrierte Managementsystem wurde erfolgreich fortgeführt. Nach einer Überprüfung wurden die jeweiligen Zertifikate für das Qualitäts- (IATF 16949), für das Umwelt- (DIN EN ISO 14.001) sowie für das Energiemanagementsystem (DIN EN ISO 50.001) auf die Winning CoFo - PWK GmbH umgeschrieben.

Die Liquidität lag zum Jahresende 2022 bei 1,8 Mio. € und war auch während des Geschäftsjahres auf einem guten Niveau. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch das operative Geschäft sowie das im Juli eingeführte Factoring. PWK optimiert die Liquidität durch aktives Bestandsmanagement, Verhandeln von Zahlungszielen mit Lieferanten und antizipativer Zusammenarbeit mit unseren Kunden im Hinblick auf Zahlungseingänge. Die Finanzierung der Firma über eine Betriebsmittellinie war nicht notwendig. Wir wollen allerdings zwecks Finanzierung von Working Capital und Investitionen mittelfristig eine Betriebsmittellinie einrichten.

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse betrugen im Rumpf-Geschäftsjahr 2022 41,7 Mio. €. Hierbei ist zu beachten, dass PWK das operative Geschäft erst zum 01.07.2022 startete. Die regionale Verteilung der Umsätze war wie folgt:

17.02.31.12. 2022
(in T€)
Deutschland 19.937
EU-Ausland 20.057
Nicht EU-Ausland 1.737
Erlösschmälerung -72
41.659

Beschaffung

Der Rohmaterialmarkt verzeichnete zum 1. Juli 2022 deutliche Preiserhöhungen bei Stahl und Aluminium. In den folgenden Monaten gab es im Stahlmarkt keine spürbaren Preisänderungen.

Die Verfügbarkeit des Rohmaterials war zum Teil schwierig. Zum einen war die Nachfrage nach Stahl vergleichsweise hoch, was sich auch im Preis widerspiegelte. Zum anderen erwarteten einige Lieferanten Vorkasse, was die pünktliche Zulieferung erschwerte. Diese Situation hat sich allerdings im neuen Jahr deutlich verbessert.

Investitionen

Das Investitionsvolumen für Sachanlagen betrug im Jahr 2022 insgesamt 2.424 T€. Diese Investitionssumme teilt sich auf in:

In T€ 2022
Immaterielle Vermögensgegenstände 7
Technische Anlagen und Maschinen 1.869
Andere Anlagen, BGA 249
Geleitete Anzahlungen und Anlagen im Bau 299
Gesamt 2.424

Die Zugänge zum Anlagevermögen resultieren vor allem aus dem Erwerb des beweglichen Sachanlagevermögens der Presswerk Krefeld GmbH & Co. KG im Rahmen des Asset Deals zum 01. Juli 2022. Ein kleinerer Teil der Zugänge (0,4 Mio. €) stammt aus Investitionen nach dem Asset Deal.

Wir planen für 2023 ein Investitionsvolumen von gut 2 Mio. €. Die geplanten Projekte betreffen die Flexibilisierung von Anlagen, Ersatzinvestitionen, Rationalisierungen und Qualitätssicherung.

Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der aktiven Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) lag am Stichtag 31. Dezember 2022 bei 290 Mitarbeitern. Die Zahl der Auszubildenden lag am Jahresende 2022 bei 29. Die durchschnittliche Zahl der aktiven Mitarbeiter lag im Zeitraum Juli bis Dezember 2022 bei 286. Der leichte Aufbau der Belegschaftsstärke resultiert aus dem direkten Bereich, in welchem wir aufgrund der grundsätzlich guten Beschäftigungslage Neueinstellungen getätigt haben.

C. Darstellung der Ertrags- Vermögens- und Finanzlage

1. Ertragslage

In T€ 17.02.31.12. 2022
Umsatz 41.659
Bestandsveränderung 3.067
Gesamtleistung 44.726
Materialaufwand -27.702
in % der Gesamtleistung -62%
Personalaufwand -11.092
in % der Gesamtleistung -25%
Sonstiger Aufwand/Ertrag -3.050
EBITDA 2.882
in % der Gesamtleistung 6%
Abschreibungen -176
EBIT 2.706
Finanzergebnis -359
EBT 2.347
in % der Gesamtleistung 5%
Ertragsteuern -799
Steuern -25
Ergebnis nach Steuern 1.523

Der Umsatz lag in den ersten 6 Monaten der operativen Tätigkeit von PWK auf einem konstanten Niveau, welches allerdings leicht unter den Erwartungen lag. Die Bestandserhöhung resultiert im Wesentlichen auf der Erhöhung der fertigen und unfertigen Bestände nach dem Asset Deal am 01.07.2022.

Innerhalb des Materialaufwands stiegen die Rohmaterialpreise zum 01.07.2022 deutlich an und bewegten sich dann im Wesentlichen seitwärts. PWK hat aus den Veränderungen der Rohmaterialpreise keine nennenswerten Ergebnisbeeinflussungen erfahren. Grundsätzlich werden preisliche Veränderungen des Rohmaterialaufwands an die Kunden weitergegeben. Die anderen Komponenten im Materialaufwand wie Werkzeuge sowie Hilfs- und Betriebsstoffe sind im Zeitraum Juli bis Dezember 2022 im Preis stark angestiegen. Diese Kostensteigerungen konnten in 2022 nicht an die Kunden weitergereicht werden. Die Energiekosten konnten aufgrund des gehedgten Volumens auf einem niedrigen Niveau gehalten werden.

Der Personalaufwand enthält 0,4 Mio. € T€ Aufwendungen für Freistellungen und Abfindungen.

Im sonstigen Ertrag enthalten sind finanzielle Beiträge unserer Kunden, welche im Rahmen des Asset Deals und in Form von Trade Agreements verhandelt wurden. Die Energiekosten konnten aufgrund des gehedgten Volumenanteils auf einem niedrigen Niveau gehalten werden.

Das EBITDA befindet sich mit 6% von der Gesamtleistung auf einem für das erste Geschäftsjahr befriedigendem Niveau. Für die folgenden Jahre planen wir mit einer mindestens genauso hohen EBITDA-Quote.

Die Abschreibungen resultieren im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Asset Deals übernommenen Sachanlagevermögen.

Das Finanzergebnis enthält neben Zinsen und Gebühren für das Factoring auch Zinsen für die Finanzierung wesentlicher Teile des Anlagevermögens über einen Mietkauf (siehe Erläuterungen zur Finanzlage).

Die Ertragsteuern betreffen den Gewinn des Geschäftsjahres 2022, die sonstigen Steuern sind vor allem bedingt durch die Grundsteuer.

2. Vermögenslage

in T€ 31.12.2022
Anlagevermögen 2.248
Umlaufvermögen 14.447
Rechnungsabgrenzungsposten 23
Gesamt 16.718

Das Anlagevermögen resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb des beweglichen Sachanlagevermögens der Presswerk Krefeld GmbH & Co. KG im Rahmen des Asset Deals zum 01. Juli 2022. Ein kleinerer Teil der Zugänge stammt aus Investitionen nach dem Asset Deal. In Höhe von 0,3 Mio. € betreffen die Investitionen vorbereitende Arbeiten für die Aufstellung von im Rahmen der Restrukturierung der Winning CoFo - IBEX GmbH verlagerten Aggregaten.

Das Umlaufvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ 31.12.2022
Vorräte 8.468
Forderungen 4.174
Liquidität 1806
Gesamt 14.448

Die Forderungen enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 1,1 Mio. €.

Das Fremd- und Eigenkapital teilen sich wie folgt auf:

in T€ 31.12.2022
Eigenkapital 3.548
Fremdkapital 13.170
Gesamt 16.718

Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 25
Kapitalrücklage 2.000
Jahresüberschuss 2022 1.523
Gesamt 3.548

Die Eigenkapitalquote liegt bei 21%. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

3. Finanzlage

Die Finanzierung der PWK erfolgt über das Factoring eines großen Teils der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und über das laufende Ergebnis. Zum 31.12.2022 betrug die Finanzierung über Factoring 3.506 T€. Es handelt sich um ein sogenanntes "True-Sale" Factoring.

Eine externe Finanzierung über Kreditinstitute war im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erforderlich.

PWK hat im August 2022 einen Miet-Kaufvertrag über einen Großteil des Sachanlagevermögens abgeschlossen. Die hieraus resultierende Verbindlichkeit wird unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen und betrug zum 31.12.2022 5.345 T€.

D. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

1. Chancen- und Risikobericht

Durch die Geschäftsleitung und die Bereichsleiter werden regelmäßig aktuelle Einschätzungen über Risikopotentiale der Gesellschaft vorgenommen und ausgewertet. Hierbei erfolgt dabei vor allem eine differenzierte Betrachtung der folgenden Risikobereiche:

Strategische Risiken

Markt- und Absatzrisiko

Finanzrisiken

Politische/ rechtliche und gesellschaftliche Risiken

IT-Risiken

Risikoorientiere Handlungsszenarien wurden für alle wesentlichen Funktionsbereiche erarbeitet und in einen Maßnahmenkatalog der Gesellschaft eingearbeitet. Im Bedarfsfall kann dieser zielgerichtet eingesetzt werden. Hinsichtlich des rechtzeitigen Erkennens von wesentlichen Risiken erfolgt weiterhin eine regelmäßige Kontrolle der kurz- und mittelfristigen Unternehmensplanung sowie die regelmäßige Überwachung und Aktualisierung unseres internen Kontroll- und Überwachungssystems. Die Führungsverantwortlichen aller Bereiche werden detailliert informiert und sind in der Erarbeitung und Umsetzung von Gegenmaßnahmen somit frühzeitig involviert und beteiligt.

Im Einzelnen wurden von uns insbesondere folgende Risiken identifiziert:

Absatzrisiko mit dem daraus resultierenden Auslastungsrisiko

Liquiditätsrisiko

Risiko stark schwankender Beschaffungspreise, vor allem bei Stahl, Aluminium und Energie

Risiken durch Inflation

Risiko durch zukünftige Tarifabschlüsse

Risiko durch IT-Störungen

Risiko durch steigende Zinskosten

Risiko durch fehlende Nachwuchskräfte

Dem Absatzrisiko mit dem daraus resultierenden Auslastungsrisiko wird weiterhin mittels einer zeitnahen Produktionssteuerung und einer rollierenden Planung entgegengewirkt. Dabei erfolgt ein Abgleich mit vorhandenen Ressourcen, um Lieferverzögerungen, aber auch etwaige Stillstandszeiten und damit verbundene Sonderkosten und/oder nicht abgedeckte Fixkosten zu vermeiden. Darüber hinaus nutzen wir im Eventualfall das Instrument der Kurzarbeit.

Das Liquiditätsrisiko wird weiterhin durch gezielte Maßnahmen im Bereich des Working Capitals vermindert. Dabei ist die weitere Umsatzentwicklung nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der Liquiditätsplanung. Die Liquiditätsplanung erfolgt für das komplette Jahr und wird regelmäßig angepasst. Ein Liquiditätsrisiko besteht in der Veränderung der Zahlungsziele unserer Lieferanten. Die meisten Lieferanten haben PWK mittlerweile Zahlungsziele eingeräumt, wenngleich die Zahlungsziele noch sehr kurz sind. Wir reduzieren das Risiko schlechterer Zahlungsziele durch offene Kommunikation mit Lieferanten und Warenkreditversicherern.

Dem Risiko steigender Beschaffungspreise wird durch frühzeitige Informationsbeschaffung, präventivem Beschaffungsmanagement sowie dem Versuch langfristigerer Preisbindungen entgegengewirkt. Veränderungen der Stahl- und Aluminiumpreise werden grundsätzlich zeitversetzt an die Kunden weitergegeben. Im Falle eines starken Preisanstiegs würden wir, um eine größere Ergebnisbelastung zu vermeiden, eine sofortige Übernahme der zusätzlichen Kosten durch die Kunden zu erreichen versuchen, wobei eine Unsicherheit verbleibt zu welchem Grad dies gelingt.

In 2022 und in 2023 haben wir auf unserer Beschaffungsseite auch außerhalb der Stahl- und Aluminiumpreise eine starke inflationäre Entwicklung bei allen Kostenarten zu verzeichnen gehabt. Wir begegneten dem Inflationsrisiko durch noch intensivere Verhandlungen mit unseren Lieferanten, Lieferantenwechsel und weiteren Einsparmaßnahmen. Insbesondere aber sind wir auf unsere Kunden zugegangen und haben Preiserhöhungen gefordert. Die Verhandlungen laufen noch, allerdings können wir bereits jetzt sehen, dass die Kunden die Notwendigkeit höherer Preise grundsätzlich akzeptieren. Wir erwarten daher, dass sich die Marge durch die Inflation nicht verschlechtert.

Die Energiekosten sind ein wesentlicher Kostenfaktor, der mittel- bis langfristig schwierig zu kalkulieren ist. Kostentreiber bei der Energie sind neben dem eigentlichen Energiepreis insbesondere Steuern, Abgaben und Netzgebühren. PWK hat für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 größeren Mengen des Energiebedarfs gehedget. Das Risiko beschränkt sich somit für steigende Preise auf den nicht-gehedgten Teil. Wir erachten dieses Risiko als eher gering.

Die Zinsen sind in 2022 gestiegen und befinden sich auch im 1. Quartal 2023 weiter auf einem erhöhten Niveau. Die gestiegenen Zinsen führen bei dem Factoring-Programm zu höheren Zinsaufwand. Zinsbegrenzende Maßnahmen (CAP oder SWAP) existieren nicht. Wir erachten auch dieses Risiko als limitiert in seinen möglichen Auswirkungen.

Chancen sehen wir vor allem in der kontinuierlichen Verbesserung unserer Produktivität sowie höhere Abrufe durch Kunden. Wichtige marktbestimmende Faktoren sind hierbei Innovation, Kundennähe, Qualität, Produktivität und Flexibilität. Wir sehen hier Wettbewerbsvorteile und richten unsere Strategien dementsprechend aus.

Zudem erwarten wir weitere Synergieeffekte und Optimierungen mit unserer Schwestergesellschaft Winning CoFo - IBEX GmbH in Sachsen bei der Produkterstellung in technologischer und logistischer Hinsicht. Der Umsatz mit IBEX lag in 2022 unterhalb 1 Mio. €. Wir erwarten für die Zukunft aber steigende Umsätze.

Wir planen weitere Synergieeffekte durch unsere Zugehörigkeit zur Winning-Gruppe.

Wir investieren unverändert in Qualität und Flexibilität. Hierbei ist es unser erstes Ziel, unsere Kunden termingerecht und fehlerfrei zu beliefern. Dieses wiederum hat positiven Einfluss auf unsere Ergebnislage.

Wir liegen unverändert auf einem hohen Vertrauensniveau gegenüber unseren Kunden. Dies belegen neue Aufträge und die Erschließung neuer Produkte.

Unsere strategische Ausrichtung ist dabei nicht nur im Lenkungs- und Radaufhängungsbereich und nicht nur in der Automobilindustrie begrenzt.

Zudem verbessern wir unsere technologische Leistungsfähigkeit. Hierfür sind kompetente, motivierte und geschulte Mitarbeiter unabdingbare Voraussetzung. Wir entwickeln unsere Mitarbeiter durch interne und externe Schulung weiter, auch und gerade wegen der Abbaumaßnahmen. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist unser internes Programm "Wios" ("Winning Operational System"). So wollen wir Wettbewerbsvorteile generieren und den Standort sichern.

Kapazitätsanpassungen wurden und werden zukunftsorientiert und umsichtig durchgeführt, ohne bislang die Lieferfähigkeit an unsere Kunden zu gefährden. Erfolge sind langfristig nur mit einer qualifizierten und motivierten Belegschaft zu erreichen. Wir konnten den Standort Krefeld nachhaltig festigen und wollen diesen weiterhin ausbauen.

Wir sehen eine Chance für einen besseren Geschäftsverlauf für den Fall einer unerwarteten guten konjunkturellen Entwicklung.

2. Risikoberichterstattung zur Ukraine-Krise

PWK hat keine direkten Verbindungen zur Ukraine oder zu Russland, weder auf der Absatz- noch auf der Lieferantenseite. Die Auftragslage von PWK war im Rumpfgeschäftsjahr 2022 und auch im 1. Quartal 2023 stabil. Insofern sehen wir aktuell grundsätzlich keine Risiken. Diese Aussage gilt allerdings nur so weit der Konflikt nicht weiter eskaliert. Die Auswirkungen einer weiteren Eskalation sind nicht abschätzbar.

3. Risikoberichterstattung zu derivativen Finanzinstrumenten

PWK hat wesentliche Teile des Bezugs von Erdgas und Strom über langfristige Einkaufsverträge gesichert, d.h. eine bestimmte Menge an Energie wurde frühzeitig preislich fixiert.

Darüber hinaus existieren keine derivativen Finanzinstrumente.

4. Prognosebericht

PWK verzeichnete im Rumpf-Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 41,7 Mio. €, ein EBITDA von 2,8 Mio. € und einen Jahresüberschuss von 1,5 Mio. €. Dieses Ergebnis war auch durch finanzielle Beiträge unserer Kunden geprägt. Für 2023 erwarten wir einen Umsatz von 94 Mio. €. Die deutliche Steigerung des Umsatzes beruht in einem hohen Maße darauf, dass das Geschäftsjahr 2023 ein volles 12-Monats Geschäftsjahr sein wird, wohingegen das Geschäftsjahr 2022 lediglich 6 operative Monate umfasst. Darüber hinaus steht PWK in Verhandlungen mit unseren Kunden über Preiserhöhungen. Wir erachten die Preiserhöhungen im Zuge der inflationären Entwicklungen in 2022 und in 2023 als unumgänglich. Das EBITDA sehen wir in 2023 bei 6,1 Mio. €, den Jahresüberschuss bei 3,3 Mio. €. Im 1. Quartal 2023 betrug das EBITDA 1,1 Mio. € und lag 0,9 Mio. € unter Plan. Wir erwarten aber, dass wir diesen Ergebnisrückstand bis zum Ende des Jahres 2023 aufgeholt haben.

Auf der Rohmaterialseite erwarten wir in 2023 keine größeren Schwankungen, weder beim Preis noch bei der Verfügbarkeit. Die anderen Kosten sehen wir gleichfalls in einer Seitwärtsbewegung.

Die Liquiditätssicherung des Unternehmens bleibt weiterhin permanent im Blickpunkt. Dies tun wir mit einer rollierenden täglichen Cash-Betrachtung, welche die kommenden 13-Wochen abdeckt. Darüber hinaus erfolgt alle drei Monate eine Vorausschau auf das gesamte Jahr. Wir betreiben aktives Debitoren-Management und halten unsere Vorräte möglichst gering, allerdings immer unter Beachtung von Effizienzgesichtspunkten der Produktion.

Der Automobilmarkt ist von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt und verlangt von uns permanente Kostensenkungen, Flexibilitätsverbesserungen, Innovationen sowie Kundennähe. Diese Wettbewerbsparameter werden bei uns im Tagesgeschäft regelmäßig verbessert und nachverfolgt. Alle Führungsverantwortlichen arbeiten in einem permanenten Prozess an weiteren Verbesserungen und leisten somit einen weiteren Beitrag zur positiven Ergebnisentwicklung.

Die Planung 2023 zeigt die Durchfinanzierung der PWK. Nach den derzeit vorliegenden Planzahlen sehen wir den Fortbestand der Gesellschaft als nicht gefährdet an.

 

Krefeld, den 15. Juni 2023

Geschäftsführer

Sebastian Wagner

Ulrich Hannemann

Roland Heller

Bilanz zum 31. Dezember 2022 für das Rumpfgeschäftsjahr 17.02.2022 - 31.12.2022

Aktiva

31.12.2022 17.02.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.024,00 0,00
7.024,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.713.180,60 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.399,99 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 298.736,93 0,00
2.241.317,52 0,00
2.248.341,52 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.572.050,17 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.703.833,98 0,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.191.898,87 0,00
8.467.783,02 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 689.238,65 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.093.684,99 0,00
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 25.000,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.390.942,38 0,00
4.173.866,02 25.000,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.805.563,77 0,00
14.447.212,81 25.000,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.857,28 0,00
16.718.411,61 25.000,00

Passiva

31.12.2022 17.02.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 0,00
II. Ausstehende Einzahlung 0,00 25.000,00
III. Kapitalrücklage 2.000.000,00 0,00
IV. Jahresüberschuss 1.522.676,76 0,00
3.547.676,76 25.000,00
B. Rückstellungen
Steuerrückstellung 799.000,00 0,00
Sonstige Rückstellungen 1.996.762,86 0,00
2.795.762,86 0,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.322.031,75 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.363.900,19 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 689.040,05 0,00
(davon aus Steuern € 275.355,80; Vorjahr € 0,00)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 63.669,13, Vorjahr € 0,00)
10.374.971,99 0,00
16.718.411,61 25.000,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 17. Februar bis 31. Dezember 2022

17.02.31.12.2022
T€
1. Umsatzerlöse 41.658.875,35
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.067.243,97
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.658.861,51
46.384.980,83
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen 25.283.318,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.418.486,90
27.701.805,21
18.683.175,62
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.383.044,12
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.709.278,88
(davon für Altersversorgung 0 T€)
11.092.323,00
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 175.883,91
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.709.310,37
2.705.658,34
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.165,58
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 11)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 369.733,91
(davon an verbundene Unternehmen T€ 91)
2.347.090,01
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 799.000,00
11. Ergebnis nach Steuern 1.548.090,01
12. sonstige Steuern 25.413,35
13. Jahresüberschuss 1.522.676,66

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Februar bis 31. Dezember 2022

I. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Gründung Blitz 22-681 GmbH, München (jetzt Winning CoFo - PWK GmbH, Krefeld)

Die Blitz 22-681 GmbH wurde am 17.02.2022 gegründet und wurde am 04.04.2022 in das Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen. Geschäftssitz war München. Die Eröffnungsbilanz datiert vom 17.02.2022. Das Stammkapital betrug 25.000 € und war zum 04.04.2022 in Höhe von 12.500 € auf ein Bankkonto der Penta Bank eingezahlt. Eine weitere Zahlung über 12.500,00 € erfolgte auf das Konto der Penta Bank am 25.04.2022, so dass ab dem 25.04.2022 das Stammkapital vollständig eingezahlt war. Der Gesellschaftsvertrag datierte vom 17.02.2022. Geschäftsführer waren Frau Randi Mette Selnes, München, und Frau Katja Gogalla, Gröbenzell. Gesellschafterin war die Blitzstart Holding AG, München.

Die Winning CoFo a.s. (Brünn/Tschechische Republik) hat sämtliche Geschäftsanteile der Blitz 22-681 GmbH mit Vertrag vom 25.04.2022 erworben. Gleichfalls am 25.04.2022 wurde eine außerordentliche Gesellschafterversammlung abgehalten, auf welcher Herr Sebastian Peter Wagner zum Geschäftsführer bestellt und die Frauen Selnes und Gogalla als Geschäftsführerinnen abberufen wurden. Der Geschäftssitz der Gesellschaft wurde von München nach Remscheid verlegt. Die Bestellung, die Abberufungen sowie die Änderung des Geschäftssitzes wurden am 13.05.2022 in das Handelsregister München eingetragen.

Mit Gesellschafterversammlung vom 13.05.2022 wurde die Blitz 22-681 GmbH in Winning CoFo - PWK GmbH umfirmiert. Zudem wurden Sitz und Geschäftsanschrift nach Krefeld verlegt und die Herren Ulrich Hannemann und Roland Heller zu Geschäftsführern bestellt. Die Eintragung in das Handelsregister für diese Änderungen erfolgte am 07.06.2022.

2. Asset Deal zum 01. Juli 2022

Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 13. Mai 2022 hat die damalige Blitz 22-671 GmbH (jetzt Winning CoFo - PWK GmbH) Vorräte, Sachanlagevermögen und immaterielles Anlagevermögen der insolventen Presswerk Krefeld GmbH & Co. KG, Krefeld, erworben (Asset Deal). Vollzugszeitpunkt war 00:00 Uhr, 01. Juli 2022.

3. Allgemeine Angaben

Allgemeine Angaben, Ansatz und Bewertung

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 und 264 ff. HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind im Anhang aufgeführt. Die Handelsregistereintragung der Firma ist HRA 19168 Amtsgericht Krefeld.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Die Gesellschaft stellt zum 31.12.2022 erstmalig einen Jahresabschluss auf, es erfolgt daher keine Angabe von Vorjahreswerten.

Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer im Regelfall über drei bis 5 Jahre abgeschrieben. Darüber hinaus werden, soweit erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über die betriebsnotwendige Nutzungsdauer vermindert. Darüber hinaus werden, soweit erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sachanlagen werden im Regelfall über drei bis 15 Jahre linear abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellkosten bis einschließlich € 250 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend der steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a., für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Vorräte

Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren wird zu Anschaffungskosten, die den Durchschnittspreisen oder den letzten niedrigeren Beschaffungspreisen entsprechen, bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Veraltete Bestände sowie Überbestände an Vorräten wurden mittels einer Reichweitenanalyse auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet. Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde Rechnung getragen. Zinsaufwendungen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich angemessener Einzelabwertungen angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Fremdwährungsforderungen sind nicht enthalten.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel werden zu Nennwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Vorauszahlungen für künftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt. Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Jubiläumsrückstellungen

Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläen erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,44% (7-Jahres-Durchschnittszins bei 15 Jahren Restlaufzeit). Bei der Ermittlung der Rückstellung für Jubiläen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % (Vj. 2,0 %) berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen

Bei Bildung der sonstigen Rückstellungen ist den bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Mit Ausnahme der Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen handelt es sich bei den sonstigen Rückstellungen ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zu Bilanzposten.

II. Erläuterungen zu Bilanzpositionen

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Die Zugänge im Anlagevermögen in Höhe von 2,4 Mio. € stammen fast vollständig aus dem Asset Deal.

Im Juli 2022 wurden die Maschinen und maschinellen Anlagen an einen Finanzierungspartner veräußert und anschliesend zurückgemietet (Mietkaufvertrag). Die Anlagen werden bei PWK weiter bilanziert. Der Vertrag läuft bis Februar 2027 und wird monatlich getilgt.

2. Umlaufvermögen

Im Juli 2022 hat die Gesellschaft Factoring eingeführt. Die verkauften Forderungen werden entsprechend nicht mehr in der Bilanz ausgewiesen. Gegenüber der Factoring-Gesellschaft bestehen im Rahmen des laufenden Geschäfts Ansprüche, welche unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen werden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 1.093 T€ und setzten sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
(in T€)
Winning CoFo - IP Krefeld GmbH 501
Winning CoFo - IBEX GmbH 592
1.093

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Ansprüche mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 0 T€.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 2.391 T€ setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
(in T€)
Ansprüche gegen Lieferanten 1.485
Forderungen aus Factoring 353
Forderungen aus Kaution 282
Forderungen aus Umsatzsteuer 72
Sonstige Forderungen 199
2.391

Die Ansprüche gegen Lieferanten beinhalten im Wesentlichen Sicherheitsleistungen, Anzahlungen und Vorauszahlungen. Die sonstigen Vernögensgegenständen beinhalten Ansprüche mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 188 T€.

Die Bestandteile des Eigenkapitals zum 31.12.2022 waren folgende:

31.12.2022
(in T€)
Stammkapital 25
Kapitalrücklage 2.000
Jahresüberschuss 2022 1.523
3.548

3. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 799 T€ betreffen die Körperschaft- und Gewerbsteuer für das Geschäftsjahr 2022.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.997 T€ setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
(in T€)
Personalrückstellungen 1.243
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 370
Sonstige Rückstellungen 384
1.997

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt fällig:

Gesamt Restlaufzeit
31.12.2022 bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.322.031,75 3.075.378,29 5.246.653,46 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.363.900,19 1.363.900,19 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 689.040,05 689.040,05 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gesamt 10.374.971,99 5.128.318,53 5.246.653,46 0,00

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten aus Mietkauf in Höhe von 5.345 T€, wovon 5.246 T€ eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren haben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
(in T€)
Winninng IP Krefeld GmbH 428
Winning CoFo - IBEX GmbH 318
Winning Group a.s. (Brünn/CZE) 290
Winning CoFo a.s. (Brünn/CZE) 255
Winning CoFo - Räuchle GmbH 69
Winning BLW GmbH 3
Winning BLW Management GmbH 1
1.364

Die Position enthält Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 255 T€. Es handelt sich hierbei um in Rechnung gestellte Dienstleistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 238 Lohnsteuer. Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit belaufen sich auf T€ 67.

5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Dienstleistungen, Miet- und Pachtverträgen bestehen in Höhe von 1.400 T€. Diese Verpflichtungen betreffen komplett den Zeitraum 2023 bis 2026.

Auf der Grundlage einer Vereinbarung vom 13. Juli 2022 hat die Winning CoFo - PWK GmbH Forderungen an eine Factoring-Gesellschaft veräußert. Der Zweck des Factorings liegt hauptsächlich in der Optimierung der Finanzierung. Risiken, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären, sind im Wesentlichen auf die Zinszahlungen begrenzt. Haftungsverhältnisse ergeben sich nicht.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

6. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich geographisch wie folgt:

17.02.-31.12. 2022
(in T€)
Deutschland 19.937
EU-Ausland 20.057
Nicht EU-Ausland 1.737
Erlösschmälerung -72
41.659

7. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren fast ausschließlich aus einmaligen Sanierungszuschüssen.

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine Kursverluste aus Währungen und keine periodenfremden Aufwendungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 935 T€ Restrukturierungsaufwendungen enthalten, die im Wesentlichen Instandhaltung und Dienstleistungen betreffen.

9. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind 772 T€ Restrukturierungsaufwendungen enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Abfindungen und Freistellungskosten. Der Personalaufwand enthält keine Aufwendungen für Altersversorgung.

10. Zinserträge

Die Zinserträge von 11 T€ betreffen verbundene Unternehmen.

11. Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen für das Factoring, für einen Mietkauf und in Höhe von 91 T€ verbundene Unternehmen

12. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) von 377 T€ und Gewerbesteuer von 422 T€ für das Rumpfgeschäftsjahr 2022.

13. Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern von 25 T€ betreffen im Wesentlichen die Grundsteuer.

Sonstige Angaben

14. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

17.02.-31.12.2022
Anzahl Mitarbeiter
Indirekte 71
Direkte 139
Angestellte 77
286
Azubi 25
Summe 311

15. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Winning Group a.s. (Brünn/Tschechische Republik) einbezogen. Der Konzernabschluss ist einsehbar am Sitz der Holding in Brünn. Wesentliche Geschäfte mit nahen stehenden Personen wurden nicht durchgeführt.

15. Gesellschaftsorgane

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:

Herr Sebastian Wagner, Geschäftsführer Koordinierung und Strategie, Zell am Hamersbach (seit dem 25.04.2022)

Herr Ulrich Hannemann, kaufmännischer Geschäftsführer, Bonn (seit dem 07.06.2022)

Herr Roland Heller, Geschäftsführer Technik und Vertrieb, Krefeld (seit dem 07.06.2022)

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

 

Krefeld, den 15. Juni 2023

Geschäftsführer

Sebastian Wagner

Ulrich Hannemann

Roland Heller

Anlagenspiegel

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
17.02.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 7.225,00 0,00 7.225,00
0,00 7.225,00 7.225,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.868.777,60 0,00 1.868.777,60
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 249.485,90 0,00 249.485,90
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 298.736,93 0,00 298.736,93
0,00 2.417.000,43 0,00 2.417.000,43
0,00 2.424.225,43 0,00 2.424.225,43
Abschreibungen
17.02.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 201,00 0,00 201,00
0,00 201,00 0,00 201,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 155.597,00 0,00 155.597,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 20.085,91 0,00 20.085,91
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 175.682,91 0,00 175.682,91
0,00 175.883,91 0,00 175.883,91
Restbuchwerte
31.12.2022 17.02.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.024,00 0,00
7.024,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.713.180,60 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.399,99 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 298.736,93 0,00
2.241.317,52 0,00
2.248.341,52 0,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Winning CoFo - PWK GmbH, Krefeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Winning CoFo - PWK GmbH, Krefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Februar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Winning CoFo - PWK GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Februar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Februar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 15. Juni 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Klaus Mosko, Wirtschaftsprüfer

Sonstiges

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 21.11.2023.

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