Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 571700
Vorher
Jäger Verwaltungs - GmbH
Eingetragen
4.10.2004
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: ist die Entwicklung und individuelle Fertigung von Automatisierungskomponenten einschließlich Sonderkonstruktionen für Montageautomatisierung und hiermit verwandte Tätigkeitsgebiete.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simon Jäger
seit 24.2.2025
Geschäftsführer
Rainer Jäger
seit 26.10.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Schulstraße 6, 74429 Sulzbach-Laufen
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jäger Handling GmbH

Sulzbach-Laufen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Geschäftstätigkeit der JÄGER Handling GmbH

Die Gesellschaft entwickelt, konstruiert, produziert und vertreibt hochentwickelte Manipulatoren für manuelle Handhabung von Kleinlasten. Seit der Firmengründung im Jahre 1991 hat sich die Gesellschaft zum Marktführer für manuelle Handhabung weiterentwickelt. Ein Netz aus Vertriebspartnern über ganz Europa und Vertretungen in aller Welt sichern den nachhaltigen Fortbestand und das weitere Wachstum der Gesellschaft in der Zukunft.

2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Wie im Jahreswirtschaftsbericht 2023 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie publiziert, stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt 2022 um 1,9% wieder leicht an. Im Vorjahr 2021 war noch ein Anstieg von 2,6% zu verzeichnen. 1Die durch die COVID-19 Pandemie sowie den von Russland ausgelösten Aggressionskrieg gegen die Ukraine beeinflusste Weltwirtschaft - und im Speziellen die negativen Auswirkungen auf die Automobilindustrie - bremsten bei der JÄGER Handling GmbH weiterhin die schnelle Erholung von den schwierigen Coronajahren 2020 und 2021. Umfangreiche kundenseitige Auftragsverschiebungen und Änderungen waren die Folge und stellten die JÄGER Handling GmbH vor erhebliche Herausforderungen, hierauf flexibel reagieren zu müssen. Aufgrund des sich nur langsam erholenden Marktes waren weiterhin signifikante Preisnachlässe erforderlich, welche sich auf die Umsatzerlöse und das Ergebnis auswirkten. Erst ab dem 2. Quartal konnte aufgrund verstärkter Nachfrage eine Verbesserung der Marktpreise und damit einhergehend eine Steigerung der erzielbaren Margen wahrgenommen werden.

3. Branchenentwicklung

Der sich in der Automobilindustrie bereits seit mehreren Jahren vollziehende Strukturwandel hin zu vollelektrischen Antrieben nahm weiter an Fahrt auf und hierbei erwiesen sich vor allem die in die E-Mobilität gesteckten Investitionen der vergangenen 4 Jahre als nachhaltig für die JÄGER Handling GmbH. Die Umstellung auf die E-Mobilität und der Bedarf an moderner Batterietechnologie nehmen massiv an Bedeutung zu und weltweit forcieren die Marktteilnehmer ihre Anstrengungen, der Nachfrage gerecht zu werden. Durch die Marktpräsenz und das in den vergangenen Jahren erlangte Knowhow der JÄGER Handling GmbH partizipierte die Gesellschaft zur Mitte des Jahres 2022 von einer weltweit wieder ansteigenden Auftragsvergabe, die sich überwiegend aus den Segmenten der neuen Technologien begründeten. Das Jahr 2022 war geprägt von Lieferengpässen. Anfangs im Bereich Aluminium und Stahl, mit entsprechenden Preiserhöhungen, später im Bereich der Elektronikkomponenten und Kabel, vor allem Siemens, teilweise mit Lieferterminen von teilweise einem Jahr, anstelle von üblichen zwei Wochen. Durch diese Situation ist aktuell die eigentliche Beschaffung wichtiger als Preisverhandlungen. Bei einem Einkaufsvolumen von ca. 30% wirkte sich die Situation am Beschaffungsmarkt auch deutlich auf den Erlös aus, da die höheren Preise nicht an die Endkunden in entsprechendem Maße weitergegeben werden konnten. Aufträge im Inland und in EU-Ländern konnten im ersten Halbjahr nur sehr bedingt ausgeführt werden. Die Annahme von Aufträgen aus Drittländern war erst in im zweiten Halbjahr wieder in Einzelfällen möglich. Der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2022 war in Folge der Pandemie sehr verhalten. Im zweiten Halbjahr normalisierten sich die Auftragseingänge, so dass zusammenfassend für das Jahr 2022 unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie eine noch überraschend gute Geschäftsentwicklung festzustellen ist. Nicht zufriedenstellend waren jedoch die erzielbaren Marktpreise, da viele unserer Marktbegleiter unzureichend ausgelastet waren, was sich weiterhin in teilweise hohen Verkaufspreisnachlässen bei unseren Aufträgen widerspiegelte.

1) entnommen aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2023 der Bundesregierung (vom Januar 2023), Seite 137

4. Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2022 war unter den anhaltenden Auswirkungen der Pandemie ein herausforderndes Geschäftsjahr, geprägt von zahlreichen, schwer einschätzbaren Entwicklungen. Aufgrund der sich stetig ändernden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen war geschäftspolitisch vielfach ein "Steuern auf Sicht" erforderlich. Um die betrieblichen Prozesse abzusichern, wurde für viele Mitarbeiter über Wochen Homeoffice-Arbeit angewiesen. Die immer wieder freiwerdenden Personal-Kapazitäten haben wir in der dafür eingesetzt, um strategisch wichtige Projekte und neue Schlüsselkunden zu akquirieren, was uns sehr gut gelang. Es konnten weitere Großprojekte von uns erfolgreich platziert werden, vielfach auch mit neuen Kunden. Im Geschäftsjahr wurde die sorgfältige Kostenplanung und Kostenkontrolle im Bereich der betrieblichen Aufwendungen weiter verfeinert und stets ausgebaut. Gegenüber der Planung (+7 %), welche unter Berücksichtigung von pandemischen Einflüssen und des Kriegsgeschehens in der Ukraine erstellt wurde, sind die Umsatzerlöse erfreulicherweise auf ein kaum erwartbares Niveau zum Jahresende angestiegen (+18 %). Das Vorsteuerergebnis ist ebenfalls deutlich angestiegen. Rückblickend ist festzustellen, dass trotz massiven Verwerfungen in unseren Märkten, der gesunkenen Margen bei den Auftragseingängen und zusätzlichen außergewöhnlichen Belastungen aufgrund der pandemischen Auswirkungen auf betriebliche Abläufe ein unerwartet gutes Vorsteuerergebnis erzielt werden konnte. Aufgrund guter strategischer und geschäftspolitischer Entscheidungen konnte auch ein vergleichsweise hoher Auftragsbestand per 31. Dez. 2022 von TEUR 1.850 in das Geschäftsjahr 2023 übernommen werden (Vorjahr TEUR 1.250).

5. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der JÄGER Handling GmbH haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 um 18,4 % erhöht. Die Materialeinsatzquote (Verhältnis der Materialaufwendungen der Periode mit den Umsatzerlösen einschließlich der Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 29,8% auf 30,2% leicht erhöht, da die bezogenen Leistungen stark angestiegen sind. Hinzu kommt hierbei, dass die Margen unserer Aufträge in 2021 deutlich geringer ausfielen, was letztendlich auch zur Folge hatte, dass bei gleichem Materialeinsatz weniger Umsatzerlöse erzielt werden konnten. Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Personalstand von 88 auf 97 Mitarbeiter (Stichtagsbetrachtung zum jeweiligen Geschäftsjahresende). Darin enthalten sind 23 Teilzeitkräfte/Aushilfen und insgesamt 6 Auszubildende. Dies entspricht einem Zuwachs von 9%. Die Personalkosten haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 10% im Vergleich zum Vorjahr erhöht, was in erster Linie auf den verschärften Facharbeitermangel, aber auch auf präventiv vorgenommene Tariferhöhungen, Bonuszahlungen und außerordentlichen Lohn- und Gehaltserhöhungen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 918 (Vorjahr TEUR 769) setzen sich überwiegend aus Werbe- und Reisekosten in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr TEUR 43), Kosten der Warenabgabe aufgrund Bestandsveränderung von TEUR 139 (Vorjahr TEUR 77), Fahrzeugkosten in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr TEUR 68), Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen mit TEUR 98 (Vorjahr TEUR 160), Raumkosten in Höhe von TEUR 217 (Vorjahr TEUR 197) und übrigen Aufwendungen zusammen.

6. Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 14.496,8 zum 31. Dez. 2021 auf TEUR 17.132,8 zum 31. Dez. 2022 erhöht. Die Investitionen für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beliefen sich auf insgesamt TEUR 303,4 (Vorjahr TEUR 1.827,5). Bei den Investitionen handelt es sich hauptsächlich um Werkzeugmaschinen-Investitionen.

7. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

Zusammenfassend beurteilen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als gut. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir in Anbetracht des prognostizierten Investitionsverhaltens unserer Kunden sowie aufgrund der Verstärkung der Auslandsaktivitäten eine Steigerung der Umsatzerlöse um ca. 8% und somit ein zuverlässiges positives Jahresergebnis. Nachdem sich der Auftragsbestand und der Bestand in Arbeit befindlicher Aufträge auf hohem Niveau befinden, sollte eine weitere Umsatzsteigerung möglich sein.

8. Mitarbeiter

Ein zentraler Erfolgsfaktor für die JÄGER Handling GmbH sind langjährige, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Um die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet die Gesellschaft, in Anlehnung an den B-W Metall- und Elektro-Tarifvertrag, ein attraktives Vergütungssystem sowie Weiterbildungsmaßnahmen an. Die interessanten Arbeitsumfelder werden speziell an die persönlichen Fähigkeiten der Mitarbeiter angepasst, sodass die Mitarbeiterzufriedenheit als hoch eingestuft werden kann und die Fluktuationsrate niedrig ist. Nachdem wir nach wie vor die Ausbildung eigener Fachkräfte fördern möchten, sieht die Planung vor, erneut vier Ausbildungsplätze im Jahr 2023 anzubieten, und die mit ihrer Ausbildung fertig werdenden jungen Mitarbeiter fest anzustellen.

9. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich aktuell auf die Entwicklung neuer elektromechanischer Komponenten für unsere Handhabungstechnik, als auch im Bereich Sonderabtriebe für Schraubspindeln. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Berichtszeitraum betrug TEUR 550 und damit 4,8% vom Umsatz. Die Fremdleistungen beliefen sich dabei auf TEUR 105. In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung waren im Geschäftsjahr 4 Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt.

10. Qualitätssicherung

Neben dem technischen Know-how, das wir mit unseren Produkten anbieten, ist die Qualität der ausgelieferten Geräte ein weiterer entscheidender Faktor zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit und damit zur Verbesserung der Wettbewerbsposition am Markt. Aus diesem Grund hat die Gesellschaft alle relevanten Unternehmensprozesse einer Prüfung durch Auditoren unterziehen lassen. Im Rahmen der Prüfung wurde eine gute Normkonformität unseres Qualitätsmanagementsystems ohne erhebliche Abweichungen bestätigt.

11. Risiken der künftigen Entwicklung

Als selbständig im Markt operierendes Unternehmen ist die JÄGER Handling GmbH einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Risikomanagement ist daher notwendigerweise ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützt die Gesellschaft ihre Entscheidungen und die Gestaltung ihrer Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch eigene Experten als auch durch ausgewiesene externe Fachleute. Aufgrund der nach wie vor starken Wettbewerbssituation ist der Preisdruck am Markt pandemie- und kriegsbedingt weiterhin als Risiko einzustufen. Ebenso stellt die geopolitische Lage und deren möglichen Auswirkungen ein starkes Risiko für die Weiterentwicklung unserer Auslandsaktivitäten dar (USA, China). Die Absatzmärkte in England sind durch den Brexit erheblich eingebrochen. Der durch den Aggressor Russland aktuell verursachte Ukraine-Krieg und dessen geopolitischen Folgen werden für lange Zeit einen völligen Wegfall dieses Absatzmarktes im Osten ergeben. Zur Gewährleistung einer internen Kontrolle von Geschäftsvorfällen hat die Geschäftsführung ein entsprechendes Genehmigungsverfahren und Unterschriftenregelungen festgelegt. Für die wichtigen Geschäftsprozesse wurden Prozessabläufe definiert, Risikomatrizen erstellt und entsprechende interne Kontrollen festgelegt, die aufgrund eines jährlichen Reviews aktualisiert werden. Die Ermittlung des Liquiditätsbedarfes erfolgt über eine Liquiditätsplanung. Zusätzlich werden kurz- und langfristige Darlehen über Kreditlinien und Kontokorrentlinien bei den Banken zuverlässig und langfristig abgedeckt. Allgemeine Risiken werden, soweit möglich, durch geschäftsübliche Versicherungen und Informationsquellen (z.B. Creditreform) abgedeckt. Nach unserer Einschätzung bestehen derzeit keine signifikante Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden können. Die Ausstattung der Gesellschaft mit Eigenkapital ist überdurchschnittlich und die Liquidität ist auch im dritten Jahr nach Ausbildung der Corona-Pandemie und Ausbruch des Ukrainekrieges gut. Gleichwohl ist auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt genau zu achten, da durch den sich stärker ausprägenden Fachkräftemangel einerseits die Verfügbarkeit von Mitarbeitern eingeschränkt werden wird, andererseits auch die Personalkosten erheblich ansteigen werden.

12. Chancen der künftigen Entwicklung

Die Entwicklungsaktivitäten für neue Produkte werden auch in den folgenden Geschäftsjahren neue Markterschließungen möglich machen. Durch verstärkten Einsatz von Leichtbaukonstruktionstechniken mit Carbon-Technik, als auch durch neue elektromechanische Produkte für den Handlingbereich können weitere neue Einsatzgebiete und Kundengruppen gewonnen werden. Durch die Entwicklung neuer Schraub- und Handhabungskomponenten erwarten wir insgesamt eine höhere Marktdurchdringung und entsprechende Umsatzsteigerungen in den kommenden Jahren. Dazu beitragen wird auch der Ausbau des Projektgeschäftes mit unseren Kunden und die zunehmende Abwicklung von GU-Projekten. Wir erwarten in den nächsten Geschäftsjahren wieder eine Zunahme der Aufträge aus dem Ausland, z.B. aus USA, Indien, Malaysia, Thailand, Vietnam, Brasilien und Mexiko. Da die Fakturierung nahezu ausschließlich in Euro vorgenommen wird, ist das Risiko der Fremdwährung stark begrenzt.

13. Ausblick für das kommende Geschäftsfahr

Im nächsten Geschäftsjahr wird der Hauptfokus des Unternehmens im Ausbau von Handhabungslösungen für die Elektromobilität liegen, insbesondere in der Umsetzung von Lösungen für die Batteriemontage und die Montage von elektrifizierten Achsen der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie. Wir erwarten auch eine Normalisierung der Auslandsmärkte im Hinblick auf das Abklingen der Corona Pandemie. Durch die vorgenannten Maßnahmen und Effekte wird eine Steigerung der Umsatzerlöse um ca. 5% angestrebt. Des Weiteren wird der Ausbau der Entwicklungs- und Service-Abteilung vorangetrieben. Die Geschäftsführung erwartet insgesamt ein positives operatives Jahresergebnis, welches über dem von 2022 liegen wird.

 

Sulzbach-Laufen, den 25. März 2024

Der Geschäftsführer der Jäger Handling GmbH

gez. Geschäftsführer Rainer Jäger

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 3.442.923,60 3.488.706,97
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 27.173,00 26.494,00
II. Sachanlagen 807.551,84 838.499,84
III. Finanzanlagen 2.608.198,76 2.623.713,13
B. Umlaufvermögen 13.512.000,36 10.839.321,32
I. Vorräte 8.698.826,75 5.812.164,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.030.946,10 2.334.112,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.782.227,51 2.693.044,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.683,33 8.333,33
D. Aktive latente Steuern 172.226,36 160.392,53
Aktiva 17.132.833,65 14.496.754,15

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 8.152.724,18 7.371.978,86
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnvortrag 7.171.978,86 6.486.872,87
III. Jahresüberschuss 780.745,32 685.105,99
B. Rückstellungen 1.838.537,51 1.687.609,48
C. Verbindlichkeiten 7.141.571,96 5.437.165,81
Passiva 17.132.833,65 14.496.754,15

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 7.983.194,04 6.786.466,58
2. Personalaufwand 5.360.107,68 4.867.054,50
a) Löhne und Gehälter 4.433.482,98 3.950.768,63
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 926.624,70 916.285,87
davon für Altersversorgung 110.375,55 181.153,33
3. Abschreibungen 323.291,82 346.767,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 323.291,82 346.767,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 918.286,77 769.463,98
5. Erträge aus Beteiligungen 37,50 25,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.698,10 7.694,39
davon aus verbundenen Unternehmen 4.542,32 1.820,03
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 272.722,61 39,13
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 31.300,68 30.275,11
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 27.369,00 24.636,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 305.066,83 89.225,91
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 11.833,83 160.392,53
10. Ergebnis nach Steuern 787.153,25 691.359,92
11. sonstige Steuern 6.407,93 6.253,93
12. Jahresüberschuss 780.745,32 685.105,99

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Jäger Handling GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Sulzbach-Laufen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: HRB 571700

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden nach Art und Menge körperlich aufgenommen und in einer Einzelaufstellung belegt. Die Bewertung Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips nach § 253 Abs. 4 HGB.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Nach Saldierung der Aktiven latenten Steuern mit den Passiven latenten Steuern ist ein Überhang von Aktiven latenten Steuern gegeben. Es wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht und der aktivische Überhang wurde aktiviert. Der Ansatz der aktiven latenten Steuern erfolgt aufgrund unterschiedlicher Wertansätze bei den Pensionsrückstellungen. Auf das handelsbilanzielle temporäre Mehrvermögen wurde der Ertragssteuersatz in Höhe von 28.08 % angewandt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Berechnungsgrundlagen sind die Richttafeln 2018 G von Dr. K. Heubeck. Die Pensionsrückstellungen werden saldiert ausgewiesen. Die Pensionsverpflichtungen, betragen zum 31.12.2022 T€ 1.520,0. Die Pensionsrückstellungen wurden nach der PUC-Methode (Protected Unit Credit-Methode) unter Zugrundelegung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,78% ermittelt. Bei Zugrundelegung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes und der Anwendung des Zinssatzes von 1,44% würde sich ein Erfüllungsbetrag in Höhe von T€ 1.603,2 und somit ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 83,2 ergeben.

Rückstellungen sind in Höhe der Erfüllungsbeträge angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Brutto-Anlagenspiegel

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten, die Zugänge, Abgänge, Umbuchungen und Zuschreibungen des Geschäftsjahrs sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahrs ergeben sich im Einzelnen aus dem zum Anhang beigefügten Anlagespiegel.

3.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

3.3 Sonstige Vermögensgegenstände

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3.4 Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)

Sachverhalte Betrag
TEuro
Forderungen 483,7

3.5 Angaben zu sonstigen Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

TEuro
Rückstellung für Gewährleistung 52,5
Rückstellung für Personalkosten 252,8
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 13,3

3.6 Pensionsrückstellungen

Die Berechnung des Werts der Pensionsrückstellung erfolgt nach der PUC-Methode unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Die Abzinsung erfolgt nach § 253 (2) HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren. Auf die Ausführungen zu den Pensionsrückstellungen unter Gliederungspunkt 2. wird verwiesen.

3.7 Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Die Verbindlichkeiten und die Aufgliederung der Restlaufzeiten, sowie eine Übersicht über die Sicherungsrechte sind in der nachfolgenden Aufstellung aufgezeigt:

mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
Euro
zwischen 1 und 5 Jahren
Euro
über 5 Jahre
Euro
Gesamt
Euro
davon gesichert
Euro
Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.292,00 55.702,00 0,00 77.994,00 77.994,00 Sicherungsübereignung
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.380.501,97 0,00 0,00 6.380.501,97 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 430.887,83 0,00 0,00 430.887,83 430.887,83 Im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt
Sonstige Verbindlichkeiten 252.188,16 0,00 0,00 252.188,16 0,00
- davon aus Steuern 333.501,52
- davon gegen Gesellschafter 0,00
Summe: 7.085.869,96 55.702,00 0,00 7.141.571,96 508.881,83

3.8 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gem. § 251 HGB bestanden nicht.

3.9 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden die folgenden wesentlichen Verpflichtungen:

Verpflichtungen TEuro
aus Mietverträgen (Jahresschuld) 138,3
aus Leasingverträgen (Restverpflichtungen) 49,7

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesamtleistung des Unternehmens in Höhe von T€ 11.386,2 setzt sich zusammen aus den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 8.619,6 und der Vermehrung des Bestandes an unfertigen Leistungen in Höhe von T€ 2.766,6..

Der Materialaufwand des Geschäftsjahrs in Höhe von T€ 3.439,9 resultiert aus den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren in Höhe von T€ 2.807,1 und den Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 632,8. Sowohl die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren, als auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen werden im Wesentlichen im Inland bezogen.

Es werden Personalaufwendungen in Höhe von T€ 5.360,1 ausgewiesen. Diese unterteilen sich in Löhne und Gehälter in Höhe von T€ 4.433,5 und Aufwendungen für soziale Abgaben T€ 926,6.

Des Weiteren sind Aufwendungen für Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von insgesamt T€ 323,3 ausgewiesen, darunter u.a. T€ 40,0 für Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, T€ 193,2 Abschreibungen auf Anlagen und Maschinen und T€ 26,0 für Abschreibungen auf Fahrzeuge.

5. Sonstige Angaben

5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 1. Januar bis 31. März 1. April bis 30. Juni 1. Juli bis 30. September 1. Oktober bis 31. Dezember Jahresdurchschnitt
Vollzeitmitarbeiter 66 68 65 67 67
Teilzeitmitarbeiter 22 20 25 24 23
Auzubildende 5 5 7 6 6
Summe 93 93 97 97 95

5.2 Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt: Herrn Rainer Jäger. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und befugt, die Gesellschaft auch bei Rechtsgeschäften mit sich selbst oder als Vertreter eines Drittten uneingeschränkt zu vertreten. Es wurde von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

5.3 Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Bezüglich der Angabepflicht der Organbezüge nach § 285 Nr. 9 HGB wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB von der Ausnahmeregelung Gebrauch gemacht.

Weitere wesentliche berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.

5.4. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

5.5 Unterschrift der Geschäftsführung

 

Sulzbach-Laufen, den 25. März 2024

gez. Geschäftsführer Rainer Jäger

Anlagespiegel

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 633.454,95 40.671,60 646.953,55
Immaterielle Vermögensgegenstände 633.454,95 40.671,60 646.953,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremde Grundstücken 827.299,15 0,00 588.575,31
2. technische Anlagen und Maschinen 1.164.574,50 161.833,61 984.395,37
- 25.881,74
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.323.051,32 116.399,35 1.186.753,67
Sachanlagen 3.314.924,97 278.232,96 2.759.724,35
-25.881,74
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.622.463,13 -16.264,37 0,00
2. Genossenschaftsanteile 1.250,00 750,00 0,00
Finanzanlagen 2.623.713,13 750,00 0,00
-16.264,37
6.572.093,05 319.654,56 3.406.677,90
-42.146,11
Abschreibungen Zuschreibungen vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.992,60 27.173,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 39.992,60 27.173,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremde Grundstücken 27.294,00 238.723,84
2. technische Anlagen und Maschinen 106.945,87 316.131,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 149.059,35 252.697,00
Sachanlagen 283.299,22 807.551,84
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 2.606.198,76
2. Genossenschaftsanteile 0,00 2.000,00
Finanzanlagen 0,00 2.608.198,76
323.291,82 3.442.923,60

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.03.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Jäger Handling GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jäger Handling GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jäger Handling GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022. Der Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Schwäbisch Hall, 25. März 2024

Dr. Keller & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Rainer Keller, Wirtschaftsprüfer

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