Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 571700
Vorher
Jäger Verwaltungs - GmbH
Eingetragen
4.10.2004
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
ist die Entwicklung und individuelle Fertigung von Automatisierungskomponenten einschließlich Sonderkonstruktionen für Montageautomatisierung und hiermit verwandte Tätigkeitsgebiete.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Simon Jäger
seit 24.2.2025
Geschäftsführer
Rainer Jäger
seit 26.10.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Schulstraße 6, 74429 Sulzbach-Laufen
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jäger Handling GmbH

Sulzbach-Laufen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlage des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die JÄGER Handling GmbH entwickelt, konstruiert, produziert und vertreibt hochentwickelte Manipulatoren für manuelle Handhabung von Kleinlasten. Dabei handelt es sich um Handling Systeme für unterschiedlichste Aufgabenstellungen und Lösungen, die handgeführt und teilautomatisiert ausgeführt sind. Die Handling Lösungen werden insbesondere in der Automobil-, Nutzfahrzeug-, Maschinen- und Anlagebauindustrie eingesetzt. Die JÄGER Handling GmbH hat mit dem technischen Knowhow bei der Lösung unterschiedlichster Aufgabenstellungen und deren Umsetzung den JÄGER Handling Baukasten entwickelt, der sehr flexibel für schraubtechnische Anforderungen einsetzbar ist. Unser Baukasten ist die konsequente Umsetzung von innovativen Ideen in erfolgreiche Produkte, die weltweit Ihren Einsatz finden. Kernpunkt unseres Handelns ist es eine Keep-it-Simple-Lösung unter den Gesichtspunkten Ergonomie, neuestem Stand der Technik und dem höchstem Anwendernutzen zu entwickeln.

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich aktuell auf die Entwicklung neuer elektromechanischer Komponenten für unsere Handhabungstechnik und Sonderabtriebe für Schraubspindeln. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Berichtszeitraum betrug 600 TEuro und damit rd. 5 % der Umsatzerlöse. Die Fremdleistungen in diesem Zusammenhang betrugen im Berichtsjahr 95 TEuro. In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung waren im Geschäftsjahr 4 Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der regionale Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der JÄGER Handling liegt in Deutschland. Außerhalb von Deutschland stehen auch Europa, Asien und Nordamerika im Fokus von JÄGER. Zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung im Wirkungsbereich von JÄGER kommt daher dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland, Europa, Asien und Nordamerika als wesentlichem Wirtschaftsindikator eine wesentliche Bedeutung zu.

Die Weltwirtschaft verzeichnete 2023 insgesamt ein schwächeres Wachstum als im Jahr zuvor (BIP 2023 3,2 % gegenüber 2022 3,5 %, Quelle: BMWK und IWF). Der andauernde Russland-Ukraine-Krieg, steigende Zinsen, Rezessionsängste und die jüngste Eskalation im Nahostkonflikt prägten das weltweite Wirtschaftsgeschehen und führten insbesondere in der Eurozone zu einem erheblich geringeren Anstieg der Wirtschaftsleistung im Berichtsjahr. Die Eurozone wies mit einem BIP-Zuwachs von nur 0,4 % eine spürbar geringere Erhöhung der Wirtschaftsleistung als im Vorjahr (3,3 %) auf. Nach einem Wachstum von 1,8 % im Vorjahr schrumpfte die exportorientierte deutsche Wirtschaft in Jahr 2023 um 0,3 %. Die Prognose für Deutschland liegt für das Jahr 2024 bei 0,2 % und das Jahr 2025 bei 1,3 %. Für USA liegt die Prognose für das Jahr 2024 bei 2,7 % und das Jahr 2025 1,9 % (Quelle: BMWK und IWF).

Die JÄGER Handling GmbH ist mit ihren Lösungen überwiegend in der Automobil-, Nutzfahrzeug-, Maschinen- und Anlagebaubranche tätig. Gegenläufig zur schwachen Konjunktur im Jahr 2023 hat die deutsche Automobilindustrie gegenüber 2022 ein Umsatzplus in Höhe von 11,5 % erreicht (Quelle BMWK). Die Umsatzentwicklung in der Maschinenbaubranche im Jahr 2023 war durchwachsen. Laut dem Maschinenbau-Barometer von PwC verzeichnete die Branche ein durchschnittliches Umsatzwachstum von -0,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Branchen hatte mit Herausforderungen wie hohen Energie- und Rohstoffpreisen, Inflation und einem schwachen Wachstum in China zu kämpfen.

Insgesamt war jedoch eine positive Branchendynamik, mit einem starken Fokus auf Innovation, Nachhaltigkeit und Effizienzsteigerung gegeben. Die JÄGER Handling GmbH konnte sich in diesem Umfeld gut am Markt behaupten und erzielte eine Gesamtleistung auf dem Vorjahresniveau.

2. Geschäftsverlauf

Die JÄGER Handling GmbH konnte trotz der wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten sowie der Entwicklungen in Bezug auf das Zinsniveau und die Inflation das Geschäftsjahr 2023 mit einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung abschließen. Die Nachfrage nach Produkten der Gesellschaft ist im Wesentlichen geprägt durch die Entwicklung des BIP, die Investitionsbereitschaft und das Handelsvolumen. Die einzelnen Key-Accounts der JÄGER Handling GmbH entwickelten sich auf dem Vorjahresniveau bzw. konnten leicht ausgebaut werden.

Die positive Auftragslage des Geschäftsjahres 2023 (Auftragseingang von rd. 10,5 Mio. Euro) spiegelt sich auch in der Umsatzentwicklung des Berichtsjahres wider. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 lagen bei 11.371,4 TEuro (Vj. 8.619,6 TEuro). Das entspricht einer Steigerung von 31,9 %. Die Gesamtleistung lag aufgrund des konstanten Auftragseingangs auf dem Vorjahresniveau bei 11,573,8 TEuro (Vj. 11.386,2 TEuro).

Die Kostenstruktur hat sich größtenteils proportional zur Gesamtleistung entwickelt. Die Materialquote lag bei 31,6 % (Vj. 30,2 %). Die Personalkosten lagen bei 5.646,7 TEuro gegenüber dem Vorjahr i.H.v. 5.360,1 TEuro, was einer Quote von 48,8 % entspricht (Vj. 47,1 %). Die Gesamtaufwendungen lagen im Geschäftsjahr bei 10.875,6 TEuro (Vj. 10.657,1 TEuro). Die Kostensteigerung i.H.v. 218,5 TEuro ist überwiegend durch die Kostenentwicklung bei den Materialkosten (+216,4 TEuro), den Personalkosten (+286,6 TEuro) und den Finanzaufwendungen begründet, die gegenüber dem Vorjahr um 269,8 TEuro im Berichtsjahr gesunken sind. Sonstige Aufwendungen lagen im Geschäftsjahr mit 906,9 TEuro fast auf dem Vorjahresniveau (Vj. 918,3 TEuro).

Das Ergebnis des Geschäftsjahres nach Steuern lag bei 953,2 TEuro (Vj. 780,7 TEuro) und somit 172,5 TEuro über dem Vorjahr. Das EBIT lag bei 1.351,8 TEuro gegenüber 1.117,1 TEuro und somit 234,7 TEuro über dem Vorjahr.

Zum Jahresende waren insgesamt 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 98), davon 4 Auszubildende und 21 Teilzeitbeschäftigte. Die Personalaufwendungen inklusive Nebenkosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 286,6 TEuro. Die Personalaufwandsquote beträgt im Berichtsjahr 48,8 % nach 47,1 % im Vorjahr.

3. Ertragslage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Berichtsjahr 953,2 TEuro (Vj. 780,7 TEuro). Folglich lag das Ergebnis im Jahr 2023 mit 172,5 TEuro über dem Vorjahresergebnis. Im Berichtsjahr haben wir einen Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. 154,3 TEuro und einen Rückgang der Finanzaufwendungen um 269,8 TEuro zu verzeichnen. Die vorgenannten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr sind auf die positive Wertentwicklung der Wertpapiere des Anlagevermögens zurückzuführen. Das Ergebnis wurde durch gegenläufige Entwicklung des Material- und Personalaufwands mit 503,0 TEuro gegenüber dem Vorjahr belastet. Dies wurde teilweise durch den Mehrumsatz kompensiert. Folglich konnte das EBIT um 234,7 TEuro gegenüber dem Vorjahr auf 1.351,8 TEuro gesteigert werden. Das EBT verbesserte sich um 231,8 TEuro gegenüber dem Vorjahr auf 1317,6 TEuro.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vorjahresvergleich um 1.513,4 TEuro auf 18.646,2 TEuro erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Anlagevermögens und der liquiden Mittel, die positiv durch die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beeinflusst wurden. Die Vorräte haben sich im Berichtsjahr um 138,9 TEuro gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Eigenkapitalquote stieg aufgrund der Ergebnisentwicklung und beträgt zum Bilanzstichtag 48,8 % nach 47,6 % im vorangegangenen Berichtsjahr.

Die Vermögenslage ist weiterhin geordnet, die Vermögens- und Kapitalstruktur solide.

5. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Eine risikobewusste Strategie der Unternehmensfinanzierung in Kombination mit einer soliden Finanzstruktur schaffen die erforderlichen Grundlagen für das Finanzmanagement des Unternehmens. Folglich ist das Finanzmanagement darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Eigenkapitalquote stieg im Geschäftsjahr und beträgt am Bilanzstichtag 48,8 % (Vj. 47,6 %). Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Bankverbindlichkeiten i.H.v. 55,7 TEuro aus (Vj. 77,9 TEuro). Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte (unfertige Aufträge (Vorräte), Forderungen gegenüber Kunden) vereinbaren wir mit unseren Kunden überwiegend Zahlungskonditionen, die Anzahlungen enthalten. Besondere Finanzierungsvorhaben sind nicht geplant.

Die Investitionen im Berichtsjahr 2023 verteilen sich im Wesentlichen wie folgt:

Immaterielle Vermögensgegenstände 19,80 TEuro
Technische Anlagen und Maschinen 457,3 TEuro
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98,28 TEuro

Als wesentliche Positionen enthalten die "Immateriellen Vermögensgegenstände" den Erwerb einer Redaktionssoftware i.H.v. 19,8 TEuro, die "Technischen Anlagen und Maschinen" den Erwerb von diversen Fertigungsmaschinen i.H.v. 457,3 TEuro und die "anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" den Erwerb diverser Geschäftsausstattungen i.H.v. 47,7 TEuro. Langfristige Anlagen sind durch das Eigenkapital gedeckt.

6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmensplanung wird sukzessive entwickelt. Die Unternehmensplanung wird mit den Führungskräften und weiteren Verantwortlichen in den verschiedenen Funktionsbereichen abgestimmt und Einzelsachverhalte entsprechend gewürdigt. Als Steuerungsinstrumente werden quartalsweise Plan/Ist-Vergleiche auf Ebene des Gesamtunternehmens durchgeführt. Diese werden quartalsweise im Führungskreis besprochen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen definiert und umgesetzt. Die wesentlichen Leistungsindikatoren sind dabei Umsatzerlöse, Gesamtleistung, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sowie Ergebnis vor Steuern (EBT).

7. Gesamtaussage

Risiken für die Zukunft sehen wir in den Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs, steigenden Zinsen und der jüngsten Eskalation im Nahostkonflikt und damit einhergehender Verschlechterung der weltweiten Konjunktur. Hierdurch kann die Entwicklung der Absatzmärkte beeinträchtigt werden und es kann dazu kommen, dass die Lieferketten erneut gestört werden. Diese Faktoren wirken sich direkt auf die Investitionsbereitschaft der Kunden und somit auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Lösungen aus. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und der getroffenen Maßnahmen zur Sicherung der Liquiditäts- und Ertragssituation sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine bestandsgefährdenden Risiken bekannt.

III. Risiko- Chancen und Prognoseberichterstattung

1. Prognosebericht

Der Prognosebericht gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der JÄGER Handling GmbH. Unsere Analyse basiert auf aktuellen Markttrends, internen Leistungskennzahlen und externen Faktoren, die das Geschäft beeinflussen könnten. Die Branchen zeigen ein stetiges Wachstum, unterstützt durch innovative Technologien und steigende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten. Es ist aber anzumerken, dass insbesondere in der Automobilindustrie ein starker Wandel in Richtung Elektromobilität spürbar ist. Diese, kombiniert mit der schwachen Konjunktur und der rückläufigen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen aufgrund ihrer hohen Anschaffungskosten, führt teilweise zu rückläufiger Investitionsbereitschaft der Automobilhersteller. Der Wettbewerbsdruck bleibt hoch, jedoch können sich Unternehmen mit differenzierten Angeboten und exzellentem Kundenservice wie die JÄGER Handling GmbH von der Konkurrenz abheben.

Der IWF geht davon aus, dass das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2024, wie im Jahr davor 3,1 Prozent erreichen wird. Als wesentliche Gründe für diese Prognose werden eine restriktive Geldpolitik der Zentralbanken und geringere steuerliche Unterstützung angeführt. Als Risiken für weiteres Wachstum sieht der IWF geopolitische Spannungen insbesondere im Nahost-Konflikt.

Die Wirtschaftsleistung der Eurozone wird laut IWF im Jahr 2024 durch steigenden privaten Konsum und Nachholeffekte infolge der gestiegenen Energiepreise sowie das Abflachen der Inflation bestimmt. Hierfür wird eine Erholung des BIP-Wachstums auf 0,9 Prozent vorausgesagt (2023: 0,5 Prozent). Für Deutschland prognostiziert der IWF einen leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung auf 0,5 Prozent, während diese im Vorjahr noch um 0,3 Prozent schrumpfte.

Für das Jahr 2024 prognostizieren wir eine Gesamtleistung in einem Korridor von 11,5 Mio. EUR bis 12,0 Mio. EUR. Wir unterstellen hier, dass die Lieferketten stabil bleiben und dass sich das Zins- und Inflationsumfeld nicht verschlechtert. Vor diesem Hintergrund erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr einen EBT zwischen 1,1 Mio. EUR und 1,4 Mio. EUR (2023: 1,3 Mio. EUR). Bei den Kosten erwarten wir eine zu den Umsatzerlösen proportionale Entwicklung. Die Entwicklung der Umsatzrendite nach Steuern wird auf dem Vorjahresniveau erwartet. Das Jahresergebnis soll demnach in einem Korridor zwischen 8,0 % bis 8,5 % der Gesamtleistung liegen.

2. Risiken

Besondere Risiken für unser Geschäft bestehen aufgrund der weiter andauernden Kriegslage in der Ukraine und dem Konflikt in Nahost. Hieraus lassen sich Risiken für das Wirtschaftswachstum sowie auf die Zins- und Inflationsentwicklung in Deutschland und der Eurozone ableiten. Des Weiteren bestehen Unsicherheiten bezüglich einer drohenden Rezession, die im Moment noch nicht verlässlich eingeschätzt werden können. Als wesentlicher Risikofaktor ist die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland und Europa einzustufen. Für die JÄGER Handling GmbH bestehen besondere Risiken, die auf die Investitionsbereitschafft der Kunden zurückzuführen sind, die sich direkt auf die Auftragslage auswirken können. Als ein weiteres Risiko ist die Entwicklung am Arbeitsmarkt zu berücksichtigen, da durch den sich stärker ausprägenden Fachkräftemangel die Verfügbarkeit von Fachkräften eingeschränkt wird und hierdurch die Personalkosten erheblich ansteigen können. Diese Risiken würden letztendlich zu einer Verschlechterung der Ergebnissituation führen. Weitere Branchen- und Unternehmensrisiken sind aktuell nicht erkennbar.

3. Chancen

Bei einer positiven Entwicklung der Wirtschaftslage in Deutschland und Europa sehen wir ein Wachstumspotential, wie im Prognosebericht dargelegt. In diesem Fall rechnen wir mit einer Umsatz- und EBT-Entwicklung im oberen Bereich des genannten Korridors. Bei einem Rückgang des Zinsniveaus rechnen wir mit einer positiven Konjunkturentwicklung und einer steigenden Nachfrage aufgrund erhöhter Investitionsbereitschaft der Kunden. Weitere Chancen ergeben sich aus technologischen Innovationen und Nachhaltigkeitstrends, die im Ergebnis zur Erneuerung der Maschinenbestände bei unseren Kunden führen können. Im nächsten Geschäftsjahr wird der Hauptfokus des Unternehmens im Ausbau von Handhabungslösungen für die Elektromobilität liegen, insbesondere in der Umsetzung von Lösungen für die Batteriemontage und die Montage von elektrifizierten Achsen für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie. Die Entwicklungsaktivitäten für neue Produkte werden auch in den folgenden Geschäftsjahren neue Markterschließungen möglich machen. Durch verstärkten Einsatz von Leichtbaukonstruktionstechniken mit Carbon-Technik, als auch durch neue elektromechanische Produkte für den Handlingbereich können neue Einsatzgebiete und Kundengruppen gewonnen werden. Durch die Entwicklung neuer Schraub- und Handhabungskomponenten erwarten wir insgesamt eine größere Marktdurchdringung und entsprechende Umsatzsteigerungen in den kommenden Jahren. Einen zusätzlichen Beitrag wird auch der Ausbau des Projektgeschäftes mit unseren Kunden und die zunehmende Abwicklung von GU-Projekten bringen.

Die JÄGER Handling GmbH befindet sich in einer vielversprechenden Position, um von den aktuellen Markttrends zu profitieren. Durch strategische Maßnahmen und ein fokussiertes Management kann das Unternehmen weiterhin wachsen und seine Marktanteile ausbauen.

Für das nächste Jahr wird ein positives Geschäftswachstum erwartet. Die JÄGER Handling GmbH überprüft kontinuierlich ihre Marktstrategien und passt sie entsprechend an, um flexibel auf Veränderungen reagieren zu können.

 

Sulzbach-Laufen, den 25.02.2025

gez. Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.970.179,16 3.442.923,60
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 30.697,00 27.173,00
II. Sachanlagen 1.127.579,84 807.551,84
III. Finanzanlagen 2.811.902,32 2.608.198,76
B. Umlaufvermögen 14.493.521,69 13.512.000,36
I. Vorräte 8.559.916,51 8.698.826,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.066.444,11 3.030.946,10
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.867.161,07 1.782.227,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.064,58 5.683,33
D. Aktive latente Steuern 175.464,58 172.226,36
Summe Aktiva 18.646.230,01 17.132.833,65

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.108.567,73 8.152.724,18
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnvortrag 7.955.352,05 7.171.978,86
III. Jahresüberschuss 953.215,68 780.745,32
B. Rückstellungen 2.022.522,99 1.838.537,51
C. Verbindlichkeiten 7.515.139,29 7.141.571,96
Summe Passiva 18.646.230,01 17.132.833,65

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.108.744,96 7.983.194,04
2. Personalaufwand 5.646.732,34 5.360.107,68
a) Löhne und Gehälter 4.680.017,51 4.433.482,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 966.714,83 926.624,70
davon für Altersversorgung 87.709,04 110.375,55
3. Abschreibungen 260.734,05 323.291,82
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 260.734,05 323.291,82
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 906.866,37 918.286,77
5. Erträge aus Beteiligungen 48,32 37,50
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 63.724,82 14.698,10
davon aus verbundenen Unternehmen 14.510,90 4.542,32
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 272.722,61
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 34.157,64 31.300,68
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 28.468,00 27.369,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 364.404,09 305.066,83
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 3.238,22 11.833,83
10. Ergebnis nach Steuern 959.623,61 787.153,25
11. sonstige Steuern 6.407,93 6.407,93
12. Jahresüberschuss 953.215,68 780.745,32

Anhang zum 31.12.2023

Jäger Handling GmbH, Sulzbach-Laufen

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Jäger Handling GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Sulzbach-Laufen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: HRB 571700

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 EUR wurden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Berechnungsgrundlagen sind die Richttafeln 2018 G von Dr. K. Heubeck. Die Pensionsrückstellungen werden saldiert ausgewiesen. Die Pensionsverpflichtungen, betragen zum 31.12.2023 1.608,4 TEuro. Die Pensionsrückstellungen wurden nach der PUC-Methode (Protected Unit Credit-Methode) unter Zugrundelegung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,82% ermittelt. Bei Zugrundelegung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes und der Anwendung des Zinssatzes von 1,74% würde sich ein Erfüllungsbetrag in Höhe von 1.627,2 TEuro und somit ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 18,9 TEuro ergeben.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Siehe Anlage 4.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

3.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

3.3 Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 11.761,40 EUR (Vorjahr: 16.058,20 EUR).

3.4 Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 662.963,07 EUR (Vorjahr: 483.696,82 EUR).

3.5 Sonstige Vermögensgegenstände

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen bestehen keine Forderungen mit einer Restlauzeit von mehr als einem Jahr.

3.6 Angaben zu sonstigen Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungen enthalten:

TEuro
Rückstellungen für Gewährleistung 57,4
Rückstellungen für Personalkosten 215,0
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung 14,1

3.7 Pensionsrückstellungen

Auf die Ausführungen zu den Pensionsrückstellungen unter Gliederungspunkt 2.1. wird verwiesen.

3.8 Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 377,8 TEuro.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Verbindlichkeiten EUR Art der Sicherung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 55.702,00 Sicherungsübereignung
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Im branchenüblichen Umfang 322.134,09 durch Sicherungsübereignung

3.9 Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 55,7 22,3 33,4 0,0
erhaltene Anzahlungen 6.871,1 6.871,1 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 322,1 322,1 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 266,2 266,2 0,0 0,0
Summe 7.515,1 7.481,7 33,4 0,0

3.10 Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

3.11 Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Es wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht und der aktivische Überhand aktiviert. Auf den Unterschiedsbetrag kam ein Steuersatz in Höhe von 28,08 % zum Ansatz. Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 175.5 TEuro.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 3.238,22 EUR.

3.12 Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 187,7 TEuro sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Verpflichtungen TEuro
aus Mietverträgen (Jahresschuld) 138,3
aus Leasingverträgen (Restverpflichtungen) 49,4

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesamtleistung des Unternehmens in Höhe von 11.573,8 TEuro setzt sich zusammen aus den Umsatzerlösen in Höhe von 11.371,4 TEuro und der Vermehrung des Bestandes an unfertigen Leistungen in Höhe von 202,4 TEuro.

Der Materialaufwand des Geschäftsjahrs in Höhe von 3.656,3 TEuro resultiert aus den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren in Höhe von 3.365,7 TEuro und den Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 290,6 TEuro. Sowohl die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren, als auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen werden im Wesentlichen im Inland bezogen.

Es werden Personalaufwendungen in Höhe von 5.646,7 TEuro ausgewiesen. Diese unterteilen sich in Löhne und Gehälter in Höhe von 4.680,0 TEuro und Aufwendungen für soziale Abgaben 966,7 TEuro.

Des Weiteren sind Aufwendungen für Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 260,7 TEuro ausgewiesen, darunter u.a. 16,3 TEuro für Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, 190,9 TEuro Abschreibungen auf Anlagen und Maschinen, 16,8 TEuro für Abschreibungen auf Gebäude und 26,6 TEuro für Abschreibungen auf Fahrzeuge.

5. Sonstige Angaben

5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Jahresdurchschnitt
Vollzeitmitarbeiter 62
Teilzeitmitarbeiter 23
Auszubildende 4
Summe 89

5.2 Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt: Herrn Rainer Jäger. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und befugt, die Gesellschaft auch bei Rechtsgeschäften mit sich selbst oder als Vertreter eines Drittten uneingeschränkt zu vertreten. Es wurde von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

5.3 Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

5.4 Unterschrift der Geschäftsführung

 

Sulzbach-Laufen, den 25. Februar 2025

gez. Geschäftsführer Rainer Jäger

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Jäger Handling GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jäger Handling GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jäger Handling GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Der Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Schwäbisch Hall, 25. März 2025

Dr. Keller & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Rainer Keller, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.