Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 7683
Eingetragen
2.7.2007
Branche
Boots- und YachtbauBüros für InnenarchitekturInnenraumdesign und Raumgestaltung
Gegenstand
Planung und Durchführung von hochwertiger Inneneinrichtung, insbesondere für Yachten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Hubertus Brockmann
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hubertus Brockmann
25.500 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

bsw yachteinrichter GmbH

Altenberge

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Ausgangslage und Historie

Die bsw yachteinrichter GmbH wurde im Jahre 2007 gegründet.

Auf Basis des beruflichen Hintergrunds und des umfangreichen Know-hows des Gründerteams entstand die Geschäftsidee.

Der schlüsselfertige Ausbau von Yachten erfordert umfassende Kenntnisse und die Integration verschiedenster Gewerke.

Im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern, die aus dem hochwertigen Innenausbau stammen und ihr Angebot über die Jahre um den Yachtausbau erweitert haben, wählte die bsw yachteinrichter von Beginn an einen gegenteiligen Ansatz. Dieser erlaubt es auf eine eigene Produktion zu verzichten und auf ein professionelles Netzwerk aus Fachbetrieben zurückzugreifen.

Diese Strategie hat sich als erfolgreich erwiesen und wurde über die Jahre in Details verfeinert, jedoch in Ihrer Grundausrichtung beibehalten.

1.2. Marktsituation

Das Segment des hochwertigen Yachtinnenausbaus verzeichnet ein stetiges Wachstum.

Die Nachfragestärke manifestiert sich insbesondere in den langen Lieferzeiten für Neuprojekte, bedingt durch die limitierten Kapazitäten der Werften für Luxusyachten ab 50 Meter Länge.

Das Unternehmen bsw yachteinrichter hat es geschafft, durch wiederholte Kundenzufriedenheit eine bevorzugte Wahl für Folgeprojekte zu werden. Dieser positive Trend scheint für die nächsten Jahre anzuhalten.

1.3. Ziele und Strategien

Der Erfolg im Projektgeschäft ist stark von den beteiligten Teams abhängig. Ziel ist es, für jedes Vorhaben ein Team aus hochqualifizierten Fachkräften zu bilden, deren Diversität an Ausbildungen und Erfahrungen die Teamstärke optimieren. Durch den Einsatz erfahrener Coaches und Mentoren wird die Einhaltung der hohen Qualitätsstandards in Konstruktion und Organisation sichergestellt.

1.4. Fachwissen, Mitarbeiter und Nachwuchsförderung

Die Förderung junger Talente durch interne und externe Weiterbildung ist essenziell, um schnell hohe Kompetenzen zu entwickeln. Da eine Ausbildung in der eigenen Fertigung nicht möglich ist, wird diese durch temporäre Einsätze bei Fertigungspartnern und intensive Schulungsseminare kompensiert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Branchenspezifische Bedingungen und Geschäftsentwicklung

In der Luxusyachtindustrie, die sich primär an extrem wohlhabende Einzelpersonen richtet, zeigt sich eine interessante Entwicklung. Trotz globaler Herausforderungen wie der Pandemie verzeichnete die Gruppe der Ultra High Networth Individuals (UHNWIs), definiert durch ein Vermögen von über 30 Millionen USD, gemäß dem "Knight Frank Wealth Report 2024". Die Zunahme wird bis 2028 voraussichtlich um 28% steigen. Insbesondere in Regionen wie den USA, Großbritannien, Frankreich, Japan und China wurde ein signifikantes Wachstum festgestellt, wobei die USA ihre Position als globales Vermögenszentrum festigen und Asien voraussichtlich bis 2028 Europa als zweitgrößten Vermögenshub überholen wird .

Trotz des Anstiegs der Ultra-Reichen ist die direkte Auswirkung auf den Luxusyachtmarkt nicht proportional. Die Branche erlebt eher einen Rückgang beim Prozentsatz der Superreichen, die in Yachten investieren. Der Schwerpunkt liegt auf maßgeschneiderten Yachten über 50 Meter, einem Segment, in dem die Stabilität des Marktes trotz geringer jährlicher Schwankungen in den Auslieferungszahlen hervorgehoben wird. Im Jahr 2023 wurden gemäß Superyacht New Build Report weltweit 211 Yachten über 30 Meter Länge fertiggestellt, was einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr darstellt und die allgemeine Widerstandsfähigkeit des Marktes unterstreicht.

Mit Blick auf die Zukunft deutet die hohe Nachfrage und die vollen Auftragsbücher vieler Werften auf ein potenzielles Wachstum des Marktes hin. Die Pandemie hat die Nachfrage nach Yachten als private Rückzugsorte verstärkt, was zu Rekordverkäufen führte. Verschiedene Szenarien prognostizieren für die kommenden Jahre eine steigende Anzahl von Yachtlieferungen, die auf der aktuellen Nachfrage und den geplanten Auslieferungen der Werften basieren.

Die langfristige Perspektive des Yachtmarktes hängt jedoch von mehreren Faktoren ab, einschließlich des Zugangs für neue und jüngere Käuferschichten, der Weiterentwicklung der Infrastruktur und technologischer Innovationen für nachhaltigere Yachten. Wie sich der Markt nach dem Ende der Pandemie entwickeln wird und ob das derzeitige Wachstum anhält, bleibt abzuwarten .

Zusammenfassend spiegeln diese Trends eine Branche wider, die sich in einem Zustand des Wandels befindet, beeinflusst von globalen wirtschaftlichen Entwicklungen, Veränderungen in der Vermögensverteilung und dem zunehmenden Wunsch nach Privatsphäre und Sicherheit, der durch die Pandemie verstärkt wurde. Die "Knight Frank Wealth Reports" bieten dabei wertvolle Einblicke in die Veränderungen im Luxussegment und die damit verbundenen Märkte.

2.2. Aktuelle Auftragslage

Ende 2023 sind 2 umfangreiche Yachtbauprojekte in weitestgehend verschiedenen Bauphasen in Bearbeitung, was eine kontinuierliche Betreuung gewährleistet.

Der Bestand von Halbfertigteilen in allen zugeordneten Projektbereichen beläuft sich auf T€ 8.691. In 2023 wurde ein verlustreiches Projekt bearbeitet, welches in 2024 fakturiert wurde. Ursache waren im Wesentlichen projektbezogene Kostensteigerungen im Laufe des Geschäftsjahres 2023. Ergebnistechnisch wird dieser projektbezogene Verlust vollends durch die Überschüsse aus anderen Projekten kompensiert.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Im Berichtsjahr wurde ein Rohergebnis in Höhe von T€ 3.148 (T€ 6.238) erzielt. Der deutliche Rückgang des Rohergebnisses gegenüber dem Vorjahr von T€ -3.090 ist auf die verlustfreie Bewertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert für ein am Abschlussstichtag noch nicht fertiggestelltes Yachtbauprojekt zurückzuführen. Der Bewertungsbedarf lag hier bei T€ 1.964.

Die Personalaufwandsquote beträgt 6,4 % (12,2 %). Absolut hat sich der Personalaufwand sowohl aufgrund höherer Mitarbeiterzahl als auch aufgrund von Lohn- und Gehaltsanpassungen um T€ 269 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insgesamt um T€ 437 verringert. Im Wesentlichen betrifft dies den Rückgang der Kosten der Warenabgabe und Verluste aus Wertminderungen des Umlaufvermögens.

Nach Abzug der Steuern verbleibt ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -94 gegenüber einem Jahresüberschuss im Vorjahr von T€ 1.932.

Finanzlage

Die Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens hat sich wie erwartet entwickelt.

Der Finanzmittelfonds von T€ 1.646 (T€ 2.986) umfasst, neben dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten, auch Verbindlichkeiten aus Kontokorrentkrediten.

Bedingt durch die Abnahme von erhaltenen Anzahlungen ergibt sich ein negativer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von T€ -1.724.

Die Geschäftsführung der bsw yachteinrichter schätzt die Finanzlage auf den Abschlussstichtag als stabil ein. Es bestehen ausreichende Liquiditätsreserven und Kreditlinien.

Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Gleiches gilt auch für das Geschäftsjahr 2024.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Skontofrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Vermögenslage

Im Hinblick auf die Bilanzanalyse ist zu berücksichtigen, dass die erhaltenen Anzahlungen von den unfertigen Leistungen offen abgesetzt werden. Die Stetigkeit in Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögensgegenständen und Schulden ist im Vergleich zur Vorjahresbilanz gegeben.

Die Bilanzsumme beläuft sich auf T€ 18.746 (T€ 17.033) und wird auf der Aktivseite im Wesentlichen durch die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von T€ 15.612 (T€ 12.938) bestimmt. Die Passivseite der Bilanz ist im Wesentlichen geprägt durch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 6.709 (T€ 952).

Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 2.674 resultiert insbesondere aus dem Ausweis von Steuerforderungen von T€ 2.267.

Das Eigenkapital beträgt zum Abschlussstichtag T€ 9.613 (T€ 9.784). Es ergibt sich eine Eigenkapitalquote von rd. 51 % (rd. 57 %).

Die Fremdkapitalquote beträgt zum Stichtag 49 % gegenüber im Vorjahr rd. 43 %.

2.4. Leistungsmerkmale ohne direkten Wertbezug

Der Fachkräftemangel wurde durch gezielte Einstellungen junger Fachkräfte und deren intensive Einarbeitung, unter anderem in der Partnertischlerei, erfolgreich adressiert.

Diese Vorgehensweise hat sich bewährt und zu einem tieferen Verständnis der Fertigungsprozesse und einer höheren Qualität der Konstruktionszeichnungen geführt.

Die daraus resultierende Verbesserung, insbesondere bei der Planungspräzision für den Yachtinnenausbau, wird von den Kunden geschätzt. Somit konnte zum Jahresende eine deutliche Zunahme der fachlichen Kompetenz der Belegschaft festgestellt werden.

3. Prognose, Chancen- und Risikobericht

3.1. Risikobericht

Branchen- und Umfeldrisiken

Die bsw yachteinrichter GmbH stand im Jahr 2023 vor branchenspezifischen Herausforderungen, einschließlich der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die den Luxusyachtmarkt beeinflussten. Die anhaltende globale Unsicherheit könnte potenziell die Investitionsbereitschaft der Zielklientel beeinträchtigen. Darüber hinaus könnten geopolitische Spannungen, wie der Konflikt in der Ukraine, indirekt die Marktstabilität und das Kundenverhalten verändern.

Beschaffungs- und Preisrisiken

Die Schwankungen der Preise für hochwertige Materialien und potenzielle Lieferengpässe stellen ein Risiko für die Kosteneffizienz und Projektplanung dar. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch strategische Beschaffungspraktiken und die Diversifizierung ihrer Lieferkette.

Forderungsausfallrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen bleibt angesichts der hohen Projektvolumina und der exklusiven Natur der Geschäftsbeziehungen bestehen. Effektives Debitorenmanagement und vorsichtige Bonitätsprüfungen sind wesentlich, um finanzielle Stabilität zu gewährleisten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Veränderungen im Zinsumfeld und Währungsschwankungen könnten die Finanzierungskosten und internationale Geschäftstätigkeiten beeinflussen. Das Unternehmen setzt auf eine vorsichtige Finanzplanung und Diversifikation der Finanzierungsquellen, um diese Risiken zu minimieren.

Personalrisiken

Als spezialisierter Anbieter im Bereich des Yachtinnenausbaus hängt der Erfolg der bsw yachteinrichter GmbH maßgeblich von der Verfügbarkeit und den Fähigkeiten qualifizierter Mitarbeiter ab. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung seiner Belegschaft, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Die geopolitischen Spannungen, insbesondere der Ukraine-Konflikt, könnten indirekte Auswirkungen auf die Branche und das Unternehmen haben, etwa durch die Beeinträchtigung globaler Wirtschaftsbeziehungen oder die Veränderung der Marktbedingungen. Die bsw yachteinrichter GmbH verfolgt die Entwicklungen genau und passt ihre Strategien entsprechend an, um auf mögliche Veränderungen reagieren zu können.

Die Projekte im Bereich des Yachtinnenausbaus zeichnen sich durch ihre langen Laufzeiten aus; selten werden Aufträge in weniger als 18 Monaten erteilt und abgeschlossen. Oftmals erstreckt sich die Bearbeitungszeit bis zur finalen Abnahme durch den Kunden auf etwa drei Jahre. Verzögerungen oder Verschiebungen innerhalb der Projekte können unvorhergesehene Überschneidungen zur Folge haben, was eine flexible Umverteilung von Teams sowie Spezialfähigkeiten erforderlich macht und Zahlungspläne beeinflussen kann. Die langjährige enge Zusammenarbeit mit den Stammkunden, den Werften, ermöglicht es jedoch, frühzeitig adäquate Alternativpläne zu entwickeln, die den Interessen aller Beteiligten dienen. Hierbei ist ein effektives Projektcontrolling und -monitoring essenziell.

Darüber hinaus erfordern die langen Laufzeiten der Projekte eine frühzeitige Sicherstellung des Beschaffungsbedarfs nach Auftragserteilung, um zukünftigen Zins- und Preissteigerungen vorzubeugen und eine Kostenkontrolle zu gewährleisten.

3.2. Chancenbericht

Die flexible Aufstellung und Organisation der Gesellschaft ermöglicht es, ein breites Spektrum von Raumtypen und Innenausbaulösungen für die jeweilige Luxusyacht anzubieten.

Da keine Fertigungsverpflichtungen gegenüber eigenen Betrieben und Einrichtungen im Hinblick auf bestimmte Produktgruppen bestehen, können kontinuierlich individuelle Anforderungen wie Spa-Bereiche und sonstige Speziallösungen umgesetzt werden.

Diese Kombination aus Fachwissen und der gegebenen Struktur stellt eine einzigartige Positionierung dar, die das Unternehmen von der Konkurrenz abhebt und vom Markt geschätzt wird.

3.3. Prognose

Die bsw yachteinrichter GmbH blickt optimistisch auf das kommende Geschäftsjahr, getragen von einer positiven Markteinschätzung, einem kompetenten Team und einem unterstützenden betrieblichen Umfeld. Insgesamt hat sich die Gesamtleistung (Umsatz unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung) erhöht. Für das Jahr 2024 erfolgt eine Reduzierung der Gesamtleistung zum Vorjahr aufgrund von überwiegend Projekten in der Bauphase allerdings mit Ausweis eines Jahresüberschusses von ca. 250T€. In 2025 erwarten wir eine verbesserte Gesamtleistung und ein verbessertes Jahresergebnis zum Vorjahr in Höhe von ca. 380T€.

Die hohe Wertschätzung durch Werften und Endkunden, untermauert durch positive Rückmeldungen nach den ersten Einsätzen der Yachten, sowie eine konstante Nachfrage bestätigen diese Zuversicht. Die bereits in Bearbeitung befindlichen Werftanfragen zeugen von einem anhaltenden Vertrauen in die Expertise des Unternehmens und festigen die Position als bevorzugter Partner in der Branche.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.105.055,96 1.109.580,96
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 940,00 5.442,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 940,00 5.442,00
II. Sachanlagen 1.104.115,96 1.104.138,96
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 778.316,96 801.080,96
2. technische Anlagen und Maschinen 3.552,00 5.588,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 277.247,00 297.470,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.000,00 0,00
B. Umlaufvermögen 17.641.154,53 15.923.805,88
I. Vorräte 382.492,25 0,00
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 10.688.000,00 19.076.691,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.612.471,48 12.937.977,99
1. sonstige Vermögensgegenstände 15.612.471,48 12.937.977,99
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 6.515.050,91 7.488.319,37
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.646.190,80 2.985.827,89
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.746.210,49 17.033.386,84

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.539.874,28 9.784.008,03
I. gezeichnetes Kapital 25.500,00 25.500,00
II. Bilanzgewinn 9.514.374,28 9.758.508,03
davon Gewinnvortrag 9.608.508,03 7.826.324,64
B. Rückstellungen 531.330,46 436.508,00
C. Verbindlichkeiten 8.675.005,75 6.812.870,81
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.021.751,16 464.601,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.021.751,16 464.601,85
2. sonstige Verbindlichkeiten 7.653.254,59 6.348.268,96
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.653.254,59 6.348.268,96
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.746.210,49 17.033.386,84

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.148.044,12 6.237.413,79
2. Personalaufwand 2.085.731,68 1.816.441,36
a) Löhne und Gehälter 1.709.141,46 1.516.129,95
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 376.590,22 300.311,41
davon für Altersversorgung 27.203,15 27.108,84
3. Abschreibungen 122.545,30 142.131,19
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 122.545,30 142.131,19
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.144.106,45 1.581.173,29
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 34,15 0,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 251.210,82 211.127,10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 156.033,11 137.974,02
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -17.614,80 836.063,64
8. Ergebnis nach Steuern -91.546,80 1.934.757,39
9. sonstige Steuern 2.586,95 2.574,00
Jahresfehlbetrag 94.133,75 -1.932.183,39

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresfehlbetrag 94.133,75 -1.932.183,39
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.608.508,03 7.826.324,64
3. Bilanzgewinn 9.514.374,28 9.758.508,03

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

bsw yachteinrichter GmbH, Altenberge

Allgemeine sowie rechtliche Grundlagen der Aufstellung des Jahresabschlusses

Die bsw yachteinrichter GmbH, Altenberge, (Amtsgericht Steinfurt, HRB-Nr. 7683) ist als mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB verpflichtet, gemäß § 264 ff. HGB einen Jahresabschluss einschließlich eines Anhangs aufzustellen und um einen Lagebericht zu erweitern.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. HGB) aufgestellt und beachtet ggf. die besonderen Anforderungen des GmbH-Gesetzes sowie die Regelungen des Gesellschaftsvertrages der Gesellschaft.

Die Bilanz wurde gemäß den §§ 265 ff. HGB gegliedert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 275 ff. HGB und wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des Vorjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die Vermögensgegenstände werden einzeln und vorsichtig bewertet. Insbesondere sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Die auf den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Wertansätze sind daher mit denen des Vorjahres grundsätzlich vergleichbar.

Angewendete Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der Nutzungsdauer bilanziert. Nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Als Abschreibungsmethode kommt sowohl die degressive als auch die lineare Absetzung für Abnutzung zur Anwendung.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden unter Ausschöpfung der steuerlichen Regelungen bilanziert.

Die Vorräte sind nach den folgenden Grundsätzen aktiviert worden:

Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten werden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie ggf. Sondereinzelkosten der Fertigung und darüber hinaus nur angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme unter Berücksichtigung geleisteter Vorauszahlungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, und entsprechen den zu erwartenden Ausgaben bzw. drohenden Verlusten. Auf Grund der zukunftsorientierten Verpflichtungsbewertung werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Die wesentlichen Rückstellungen sind Personalkostenabgrenzungen und Jahresabschluss- und Prüfungskosten.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Sofern der Jahresabschluss auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten enthält, die in Euro umgerechnet werden müssen, sind diese zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr wird ggf. das Niederstwertprinzip und das Gewinnrealisierungsverbot beachtet.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Als Anschaffungs- und Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben Beträge in Höhe von € 11.856.214,83 (Vorjahr: € 11.462.803,83) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter und Geschäftsführer in Höhe von € 11.949.920,51 (Vorjahr: € 11.465.960,61) enthalten. Davon hat ein Betrag in Höhe von € 11.856.214,83 (Vorjahr: € 11.462.803,83) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkostenabgrenzungen, Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen sowie Gewährleistungen.

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamt Restlaufzeit
T€ von bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
mehr als 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.022 1.022 0
465 465 0
aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0
4.531 4.531 0
aus Lieferungen und Leistungen 6.709 6.709 0
952 952 0
Sonstige 944 944 0
865 865 0
-davon aus Steuern 844 844
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5 5
8.675 8.675 0
6.813 6.813 0

(kursiveZahlen = Vorjahreszahlen)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen von Anlagen, Abtretung von Aussenständen und Grundschulden abgesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind ungesichert.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 38 Arbeitnehmer beschäftigt.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestehen am Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- und Leasingverträge

Die Gesellschaft hat langfristig eine Immobilie angepachtet. Für die Immobilie ist jährlich ein Pachtzins (einschließlich Nebenkosten) von T€ 95 zu entrichten.

Die Gesellschaft hat für Teile der Betriebs- und Geschäftsausstattung Leasingverträge abgeschlossen. Die hieraus am 31.12.2023 noch zu zahlenden Raten betragen T€ 14.

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung ist bestellt:

Herr Hubertus Brockmann, Kaufmann - alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit Angaben zur Vergütung der Geschäftsführung unterbleiben im Hinblick auf die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB.

 

Altenberge

Hubertus Brockmann, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.442,00 0,00 0,00 0,00 0,00 5.442,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.442,00 0,00 0,00 0,00 0,00 5.442,00
Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.075.590,33 0,00 0,00 0,00 0,00 1.075.590,33
technische Anlagen und Maschinen 6.757,83 0,00 0,00 0,00 0,00 6.757,83
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 728.353,14 73.020,30 0,00 0,00 0,00 801.373,44
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 45.000,00 0,00 0,00 0,00 45.000,00
Summe Sachanlagen 1.810.701,30 118.020,30 0,00 0,00 0,00 1.928.721,60
Summe Anlagevermögen 1.816.143,30 118.020,30 0,00 0,00 0,00 1.934.163,60
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 4.502,00 0,00 0,00 0,00 4.502,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 4.502,00 0,00 0,00 0,00 4.502,00
Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 274.509,37 22.764,00 0,00 0,00 0,00 297.273,37
technische Anlagen und Maschinen 1.169,83 2.036,00 0,00 0,00 0,00 3.205,83
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 430.883,14 93.243,30 0,00 0,00 0,00 524.126,44
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 706.562,34 118.043,30 0,00 0,00 0,00 824.605,64
Summe Anlagevermögen 706.562,34 122.545,30 0,00 0,00 0,00 829.107,64
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 940,00 5.442,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 940,00 5.442,00
Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 778.316,96 801.080,96
technische Anlagen und Maschinen 0,00 3.552,00 5.588,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 277.247,00 297.470,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 45.000,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 1.104.115,96 1.104.138,96
Summe Anlagevermögen 0,00 1.105.055,96 1.109.580,96

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.01.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die bsw yachteinrichter GmbH, Altenberge

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der bsw yachteinrichter GmbH, Altenberge, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der pbsw yachteinrichter GmbH, Altenberge, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentliche falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass auf Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirke, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Coesfeld, 23. Januar 2025

Oliver Domning, Wirtschaftsprüfer

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