Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 19678
Vorher
Baumarktforschung Deutschland GmbH
Eingetragen
30.11.1998
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungArchitekturbüros für HochbauIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die systematische und vollständige bundesweite Recherche, Erfassung, Analyse und Auswertung des Bau- und Bauplanungsgeschehens unter Ausnutzung aller verfügbaren Quellen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philip Monaghan
seit 7.7.2025
Prokura
Tobias Braszkeit
seit 16.4.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Docu Group Deutsche Holding GmbH
Germany
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ibau GmbH

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Geschäftsfelder

Der Geschäftsgegenstand der ibau GmbH, Münster, sind Informationsdienste, insbesondere die Veröffentlichung von Informationen zur aktuellen Bautätigkeit in Deutschland in Print und digitalen Medien. Die Gesellschaft unterstützt mit diesen Informationen sowie zusätzlichen Dienstleistungen seine Kunden bei deren Vertriebsbemühungen.

Die Umsätze aus Digitalen Medien betreffen in erster Linie Umsätze aus dem Betrieb des ibau Xplorer, einer Internetplattform mit Daten und Fakten über Bauprojekte zur Geschäftsanbahnung für Industrie, Handel, Fachunternehmer und Handwerk. Das digitale und mobile Bauinformations-Werkzeug greift auf eine Datenbank zu, in die einerseits alle öffentlich zugänglichen Daten einfließen und die andererseits technologisch gestützt und in weiten Teilen automatisch funktioniert. Darüber hinaus ermittelt ein erfahrenes Rechercheteam proprietäre Daten und Fakten zu Bauprojekten aus dem Partnernetzwerk aus Architekten, Generalunternehmern, Planer, Investoren und Kommunen.

1.2 Wirtschaftliche Einflussfaktoren

Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist 2023 preisbereinigt um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Mit einem Volumen von 102,3 Mrd. Euro lag der Auftragseingang nominal 3,3 % über dem Vorjahresniveau. Die realen Auftragseingänge im Hochbau gingen um 11,4 % zurück, was im Wesentlichen durch den rückläufigen Wohnungsbau getrieben wurde.

Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe sank gegenüber dem Vorjahr real um 3,3 %. Nominal stieg er aber um 3,5 % auf ein neues Allzeithoch von 113,8 Mrd. Euro.

Die ibau GmbH profitiert weiterhin vom langjährigen Trend weg von papierbasierten Medien hin zu digitalen Informationsdiensten.

1.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird im Wesentlichen anhand der Kennziffern Umsatz und EBITDA gesteuert. Daneben ist aufgrund des hohen Anteils von Abonnementverträgen an den Umsatzerlösen die Verlängerungsquote eine wesentliche Kennziffer.

2. Ertragslage

2.1 Umsatzerlöse

Der Jahresumsatz 2023 betrug Mio. EUR 30,6 (Vorjahr: Mio. EUR 29,0). Die Entwicklung der Umsatzerlöse entspricht der im Lagebericht des Vorjahres enthaltenen Prognose, wobei sowohl Vertragsverlängerungen als auch das Neugeschäft annähernd den Erwartungen entsprachen.

Die Umsätze der digitalen Medien - vor allem Online-Umsätze - betrugen Mio. EUR 24,2 gegenüber Mio. EUR 22,0 im Vorjahr. Die Umsätze der Print Medien betrugen Mio. EUR 1,1 gegenüber Mio. EUR 1,2 im Vorjahr und sind weiterhin rückläufig.

2.2 Entwicklung des Ergebnisses

Der Personalaufwand betrug Mio. EUR 13,3 (Vorjahr: Mio. EUR 12,9). Der Anstieg resultiert vornehmlich aus Lohnerhöhungen bei nahezu identischer Personalstärke.

Der Rückgang der Materialaufwendungen resultiert insbesondere aus geringeren eingekauften Marketing-Leistungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen Mio. EUR 9,1 (Vorjahr: Mio. EUR 5,3) und beinhalten vor allem Raumkosten in Höhe von Mio. EUR 1,2 (Vorjahr: Mio. EUR 1,1) sowie EDV-Kosten in Höhe von Mio. EUR 4,4 (Vorjahr: Mio. EUR 1,9), die insbesondere mit der Entwicklung einer neuen Plattform stehen.

Das EBITDA reduzierte sich von Mio. EUR 10,2 im Vorjahr auf Mio. EUR 8,4 im Geschäftsjahr, vor allem durch den starken Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen für EDV.

Die Zinserträge i.H.v. Mio. EUR 2,1 (Vorjahr: Mio. EUR 1,7) betreffen insbesondere die Verzinsung der Ausleihung an Gesellschafter sowie der Cashpool-Forderungen.

Die Zinsaufwendungen stehen im Zusammenhang mit dem Darlehen von der IPD 3 B.V., Schiphol, Niederlande, i.H.v. Mio. EUR 1,5 (Vorjahr: Mio. EUR 1,2).

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beträgt Mio. EUR 7,9 (Vorjahr: Mio. EUR 10,3). Dieser Gewinn wurde an die Organträgerin Docu Group Deutsche Holding GmbH vollständig abgeführt.

Die Prognose im Lagebericht des Geschäftsjahres 2022 wurde bezüglich Umsätze erreicht und bezüglich EBITDA deutlich unterschritten, weil insbesondere höhere Aufwendungen for EDV angefallen sind.

3. Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich durch lang- und kurzfristige Darlehen aus der Gruppe sowie durch Eigenkapital.

Der Gesellschaft wurde mit Wirkung vom 27. Juli 2017 ein Darlehen von der Konzerngesellschaft IPD 3 BV, Schiphol, Niederlande, in Höhe von TEUR 20.840 gewährt, was zuletzt am 15. Juni 2023 geändert wurde. Das Darlehen muß am 15. Juni 2028 endfällig getilgt werden. Dieses Darlehen wird ab dem letzten Änderungsdatum mit 8,18% p.a. (vorher 5,68% p.a.) verzinst.

Die ibau nimmt am Konzern-Cash-Pooling teil, der von der Docu Group Deutsche Holding GmbH (DDH) geführt wird. Die Liquidität der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 und bis zur Erstellung des Abschlusses und des Lageberichts in 2024 war vor dem Hintergrund der Einbindung in das Konzern-Cash-Pooling jederzeit sichergestellt, so dass die Gesellschaft ihre Zahlungsverpflichtungen zu jedem Zeitpunkt erfüllen konnte. Es gibt keine Hinweise, dass die Zahlungsfähigkeit der Cashpoolführerin DDH nicht weiterhin gegeben sein wird.

4. Vermögenslage

4.1 Vermögensstruktur

Die Bilanzsumme beträgt Mio. EUR 48,4 (Vorjahr: Mio. EUR 44,7). Wesentliche Aktivposten sind die Ausleihungen an Gesellschafter in Höhe von Mio. EUR 30,0 sowie die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von Mio. EUR 14,7. Im Vorjahr waren die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von insgesamt Mio. EUR 41,5 der wesentliche Aktivposten.

Den Ausleihungen an bzw. den Forderungen gegen Gesellschafter stehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von Mio. EUR 17,0 (Vorjahr: Mio. EUR 14,9) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 22,2 (Vorjahr: Mio. EUR 20,9) gegenüber.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen Mio. EUR 2,0 (Vorjahr: Mio. EUR 1,6). Die Außenstände sind aufgrund der überwiegenden Erzielung der Umsatzerlöse auf Basis von Abonnementverträgen im Verhältnis zum Umsatz eher gering.

Das Anlagevermögen beträgt per 31. Dezember 2023 Mio. EUR 30,5 (Vorjahr: Mio. EUR 0,5). Der Anstieg resultiert aus Ausleihungen an Gesellschafter, die aus der Umwandlung von Forderungen gegen Gesellschafter in ein langfristiges Darlehen resultieren. Die Investitionen im Geschäftsjahr betrugen TEUR 182 (ohne Finanzanlagen).

Das Eigenkapital beträgt aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages unverändert Mio. EUR 6,3. Die Eigenkapitalquote beträgt 13,1 % (Vorjahr: 14,2 %).

Von den Rückstellungen in Höhe von Mio. EUR 1,4 (Vorjahr: Mio. EUR 1,3) entfielen unverändert Mio. EUR 1,1 auf Personalrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten insgesamt erhöhten sich per 31. Dezember 2023 auf Mio. EUR 39,7 (Vorjahr: Mio. EUR 36,2). Bei den Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter (Mio. EUR 17,0 Mio) handelt es sich insbesondere um Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung (Mio. EUR 7,9) sowie aus der umsatzsteuerlichen Organschaft (Mio. EUR 4,6). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 22,2 (Vorjahr: Mio. EUR 20,9) handelt es sich im Wesentlichen um das von der IPD 3 B.V. Schiphol, Niederlande, erhaltene Darlehen in Höhe von Mio. EUR 20,8.

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 230 Mitarbeiter (Vorjahr 237) beschäftigt.

5. Forschung und Entwicklung

Eine eigene Betriebsabteilung mit durchschnittlich 18 Mitarbeitern ist für die Weiterentwicklung der Onlineplattformen verantwortlich. Insgesamt sind dafür im Geschäftsjahr interne und externe Aufwendungen in Höhe von Mio. EUR 4,8 angefallen, was 15,7% der Umsatzerlöse entspricht.

6. Risikobericht

6.1 Risikomanagement

Um die finanziellen Risiken konzernweit zu kontrollieren und dabei Risiken abzusichern oder weitgehend zu begrenzen, sind formalisierte Prozesse eingerichtet. Die Zielsetzungen für den Vermögensschutz, die Beseitigung von Sicherheitslücken und die Effizienzsteigerung bei Erkennung und Analyse von Risiken sowie die entsprechenden Organisationsformen, Zuständigkeiten und Kompetenzen sind klar definiert. Dabei wird den Prinzipien der Funktionstrennung, Nachvollziehbarkeit, unverzüglichen Dokumentation und Systemsicherheit gefolgt.

Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden allgemeine Markt- und Erlösrisiken im Zuge der Überwachung der Entwicklung von Erlösen und Kosten in der Budgetplanung und im Berichtswesen erfasst und gesteuert.

Durch das installierte Controlling wird neben wöchentlichen Kennzahlen der monatliche Unternehmensabschluss mit Abweichungsanalysen zum Budget von der Geschäftsführung analysiert. So werden Risiken frühzeitig erkannt und Gegensteuerungsmaßnahmen entwickelt.

6.2 Risiken für die künftige Entwicklung

Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko eines Verlustes für die Gesellschaft, wenn eine Vertragspartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Geschäftspolitik sieht vor, dass Geschäftsverbindungen lediglich mit kreditwürdigen Vertragsparteien und, falls angemessen, unter Einholung von Sicherheiten eingegangen werden, um die Risiken eines Verlustes aus der Nichterfüllung von Verpflichtungen zu mindern.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen könnten wertgemindert sein, wenn die Schuldner die Tilgung nicht fristgerecht vornehmen können. Die ibau GmbH beurteilt am Jahresende die Werthaltigkeit dieser Forderungen und bucht erforderliche Einzelwertberichtigungen in den Fällen, in denen Wertminderungen festgestellt worden sind.

Aufgrund der hohen Kundenanzahl hat der Ausfall eines einzelnen Kunden üblicherweise keine signifikante wirtschaftliche Auswirkung auf die Gesellschaft. Dem Risiko des Forderungsausfalls wird mit vorhergehender Bonitätsprüfung und konsequentem Forderungsmanagement entgegengewirkt.

Die unsichere geopolitische Lage und die daraus möglicherweise entstehende Lieferschwierigkeiten, die hohen Energiepreise, die Unsicherheiten hinsichtlich der Energieversorgung der Zukunft sowie der Arbeitskräftemangel beeinträchtigen die Konjunktur in Deutschland negativ. Aus dieser allgemeinen negativen Entwicklung der Konjunktur könnten sich auch negative Folgen für unsere Geschäftstätigkeit ergeben.

Die Gesamtrisikoposition ist nahezu unverändert zum Vorjahr. Das allgemeine Konjunkturrisiko wird als das größte Risiko aktuell angesehen.

7. Chancen für die künftige Entwicklung

Globale Lieferketten stehen auch aufgrund der globalen Krisen weiter unter Druck. Trotz starkem Rückgang der Bautätigkeit in Deutschland besteht jedoch unverändert Nachfrage nach unseren Dienstleistungen. Aufgrund der Skaleneffekte bei der Nutzung unserer Plattformen kann eine Umsatzsteigerung zu einer überproportionalen Ergebnissteigerung führen.

Aus der stetigen Verbesserung unserer Technologien, für die wir fortlaufend erhebliche Mittel aufwenden, erwarten wir höheren Nutzen für unsere Kunden und Effizienzsteigerungen für unsere Leistungserbringung, die jeweils zu einer Verbesserung unserer Profitabilität beitragen können.

8. Prognosebericht

Als Dienstleister für den Baustoffhandel und das Handwerk ist die ibau GmbH auch von der Entwicklung der Baubranche abhängig. Eine hohe Inflation, die Störung der Lieferketten in der Bauindustrie oder Unsicherheiten bei Bauvorschriften könnten negative Auswirkungen auf die ursprüngliche Umsatzplanung der ibau GmbH haben. Bisher haben solche Entwicklungen aber nur indirekt und abgeschwächt Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von ibau gehabt.

Im Jahr 2023 hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft eingetrübt. Davon sind nahezu alle Wirtschaftsbereiche betroffen. Die Bauindustrie, insbesondere der Wohnungsbau, hat einen deutlichen Rückgang der Aufträge zu verzeichnen, insbesondere wegen Stornierung bestehender Aufträge sowie Rückgang neuer Aufträge. Die Inflation hat sich in 2024 wieder abgeschwächt. Insgesamt wird mit einer leichten Steigerung des BIP in 2024 in Deutschland gerechnet.

Die Umsatzerwartung in der Planung für das Geschäftsjahr 2024 liegt 3% über der des Vorjahres, wobei wir von einer annähernd gleichen Vertragserneuerungsquote ausgehen. Bei dem EBITDA rechnen wir mit einer leichten Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Die Planung ist allerdings mit ungewöhnlich großen Unsicherheiten behaftet.

 

Münster, den 15. November 2024

Tobias Braszkeit

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 198.077,98 53.832,00
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremden Gebäuden 48.911,00 65.140,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 477,00 529,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 235.997,00 326.529,00
285.385,00 392.198,00
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 30.000.000,00 0,00
30.483.462,98 446.030,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.004.113,18 1.580.554,04
2. Forderungen gegen Gesellschafter 14.665.774,89 41.472.720,80
3. Sonstige Vermögensgegenstände 914.278,69 847.741,08
17.584.166,76 43.901.015,92
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 36.319,10 36.889,34
17.620.485,86 43.937.905,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 260.504,99 320.695,73
48.364.453,83 44.704.630,99

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 2.199.917,48 2.199.917,48
III. Gewinnvortrag 3.942.285,10 3.942.285,10
6.342.202,58 6.342.202,58
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.446.100,67 1.322.696,98
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 401.321,05 201.262,41
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 16.967.644,27 14.885.328,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.191.149,02 20.938.826,29
4. Sonstige Verbindlichkeiten 133.043,74 124.729,72
- davon aus Steuern EUR 132.918,54 (Vorjahr: EUR 118.766,59)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0 (Vorjahr: EUR 461,39)
39.693.158,08 36.150.146,81
D. Rechnungsabgrenzungsposten 882.992,50 889.584,62
48.364.453,83 44.704.630,99

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 30.548.924,09 29.012.566,90
2. Sonstige betriebliche Erträge 516.215,06 545.657,90
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -381.781,73 -1.308.758,85
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.396.108,85 -10.954.860,66
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.884.289,99 -1.931.102,26
davon für Altersversorgung: EUR 5.604,45 (Vorjahr: EUR 5.254,45)
-13.280.398,84 -12.885.962,92
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -144.099,41 -205.330,61
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.050.232,96 -5.343.221,03
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.116.502,63 1.748.386,39
davon von verbundene Unternehmen: EUR 2.114.303,64 (Vorjahr: EUR 1.747.299,81)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.390.687,51 -1.249.334,42
davon an verbundene Unternehmen: EUR 2.390.532.51 (Vorjahr: EUR 1.249.334,42)
9. Ergebnis nach Steuern 7.934.441,33 10.314.003,36
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -7.934.441,33 -10.314.003,36
11. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

ibau GmbH, Münster

Amtsgericht Münster HRB 19678

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der ibau GmbH, Münster - nachfolgend kurz "ibau" oder "Gesellschaft" genannt -, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

Die ibau GmbH hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Docu Group Deutsche Holding GmbH, Hattersheim am Main, geschlossen, der am 23. Dezember 2020 im Handelsregister eingetragen wurde.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche, betriebsindividuelle Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese beträgt zwischen 3 und 5 Jahren. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde linear über fünfzehn Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer wurde auf Basis der voraussichtlichen Bestandsdauer des erworbenen Geschäftsbetriebs und dem Lebenszyklus der Kundenbeziehungen bestimmt.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen, betriebsindividuellen Nutzungsdauer. Diese beträgt überwiegend für Einbauten in fremden Gebäuden 10 bis 15 Jahre und für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter von EUR 251 bis 1.000 werden in einem Sammelposten geführt und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Wertaufholung.

Forderungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Bei der Bewertung des allgemeinen Kreditrisikos wurde das Ausfallrisiko im Jahr 2023 mit i.H.v. 1,5 % auf alle inländischen zweifelsfreien Forderungen angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sowie Aufwendungen für die Kosten einer Fremdfinanzierung.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Sonstige Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Der Erfüllungsbetrag der Jubiläumsverpflichtungen wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Project-Unit-Credit-Methode). Für die Handelsbilanz betrugen der Rechnungszinssatz 3,6%, der Gehaltstrend 2,7% und die Sozialversicherungssteigerungsrate 2,75%. Ferner wurden die Richttafeln von Heubeck 2018 G angewendet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aufgrund einer steuerlichen Organschaft werden bei der ibau GmbH keine latenten Steuern angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit diese Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 einschließlich der historischen Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang verwiesen.

Die Finanzanlagen enthalten Ausleihungen an Gesellschafter von TEUR 30.000 (Vorjahr 0), die eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2028 haben. Diese resultieren aus der Umwandlung von Forderungen gegen Gesellschafter in ein Darlehen, welches mit 8,18% p.a. verzinst wird.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen beträgt weniger als ein Jahr.

Forderungen gegenüber Gesellschafter betragen TEUR 14.666 (Vorjahr TEUR 41.473) und resultieren im Geschäftsjahr ausschließlich aus Cash Pooling. Im Vorjahr bestanden die Forderungen aus Verlustübernahme (TEUR 26.771) sowie aus Cash Pooling (TEUR 12.552).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 261 (Vorjahr TEUR 321) enthält Finanzierungsnebenkosten in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr TEUR 191), die über die Darlehenslaufzeit abgegrenzt wurden.

Eigenkapital

Das Eigenkapital enthält eine zum Vorjahr unveränderte Kapitalrücklage i.H.v. TEUR 2.200. Der Gewinnvortrag beträgt unverändert TEUR 3.942.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.446 (Vorjahr TEUR 1.323) sind als größte Posten Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 1.110 (Vorjahr TEUR 1.092) enthalten.

Verbindlichkeiten

Der Gesellschaft wurde mit Wirkung vom 27. Juli 2017 ein Darlehen von der Konzerngesellschaft IPD 3 BV, Schiphol, Niederlande, in Höhe von TEUR 20.840 gewährt, was zuletzt am 15. Juni 2023 geändert wurde. Das Darlehen muß am 15. Juni 2028 endfällig getilgt werden. Dieses Darlehen wird ab dem letzten Änderungsdatum mit 8,18% p.a. (vorher 5,68% p.a.) verzinst.

Sämtliche übrigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestehen zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 16.968 (Vorjahr: TEUR 14.885) und betreffen mit TEUR 7.934 (Vorjahr TEUR 10.314) die Gewinnabführung, mit TEUR 4.620 (Vorjahr TEUR 4.235) die umsatzsteuerliche Organschaft sowie mit TEUR 4.414 (Vorjahr TEUR 335) sonstige Leistungen.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 883 (Vorjahr: TEUR 890) betreffen erhaltene Entgelte für Online-Leistungen und Abonnements.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

fällig 2024
in TEUR
fällig 2025
in TEUR
fällig nach 2025
in TEUR
Verpflichtungen Gebäudemiete 973 878 1.606
Verpflichtungen aus KFZ-Leasing 197 130 47

Haftungsverhältnisse

Zum Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023
TEUR
2022
TEUR
Digitale Medien 24.219 21.919
Print Medien 1.094 1.149
Übrige 5.236 5.945
30.549 29.013

Die Umsatzerlöse werden überwiegend im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält in Höhe von TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 189) verauslagte Kosten an verbundene Unternehmen, in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: 81) Erträge aus früheren Geschäftsjahren und in Höhe von TEUR 175 (Vorjahr: TEUR 175) Erträge aus der Versteuerung von Sachbezügen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen beinhalten vor allem Raumkosten in Höhe von TEUR 1.184 (Vorjahr: TEUR 1.074) sowie EDV-Kosten in Höhe von TEUR 4.378 (Vorjahr: TEUR 1.935).

Zinsergebnis

Die Zinserträge i.H.v. TEUR 2.117 (Vorjahr: TEUR 1.748) betreffen insbesondere die Verzinsung der Ausleihungen an Gesellschafter sowie der Cashpool-Forderungen.

Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Darlehen der IPD 3 B.V., Schiphol, Niederlande i.H.v. TEUR 1.462 (Vorjahr: TEUR 1.184).

5. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl:

2023 2022
Verkauf 61 68
Recherche 85 90
Verwaltung und Sonstige 84 79
Gesamt 230 237

Geschäftsführung

Herr Sven Hohmann ist per 31. März 2024 aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Herr Vincent Aydin ist per 30. August 2024 aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Herr Tobias Braszkeit, Bergheim (Österreich) wurde per 1. April 2024 zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer bestellt.

Es wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, wonach die Verpflichtung zur Veröffentlichung der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführungsorgane entfallen kann, wenn durch diese Angabe direkt auf die Bezüge eines Mitglieds dieses Organs geschlossen werden kann.

Einbeziehung in Konzernabschluss

Die ibau GmbH wird in den Konzernabschluss der Sakura Holding 3 Coöperatief U.A., Schiphol, Niederlande (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Sakura Holding 3 Coöperatief U.A. wird im the Dutch Chamber of Commerce ("Kamer van Koophandel") unter der Registernummer 90174801 veröffentlicht.

Die ibau GmbH wird in den Konzernabschluss der Sakura Holding B.V., Schiphol, Niederlande (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Sakura Holding B.V. wird im the Dutch Chamber of Commerce ("Kamer van Koophandel") unter der Registernummer 90200632 veröffentlicht.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge eingetreten, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten.

 

Münster, den 15. November 2024

Die Geschäftsführung

Tobias Braszkeit

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 1.469.874,43 149.398,98 0,00 1.619.273,41
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.008.713,46 0,00 0,00 9.008.713,46
10.478.587,89 149.398,98 0,00 10.627.986,87
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremden Gebäuden 324.333,92 0,00 0,00 324.333,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.804,30 0,00 0,00 3.804,30
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.146.502,20 32.133,41 0,00 2.178.635,61
2.474.640,42 32.133,41 0,00 2.506.773,83
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 30.000.000,00 0,00 30.000.000,00
12.953.228,31 30.181.532,39 0,00 43.134.760,70
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 1.416.042,43 5.153,00 0,00 1.421.195,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.008.713,46 0,00 0,00 9.008.713,46
10.424.755,89 5.153,00 0,00 10.429.908,89
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremden Gebäuden 260.265,92 16.229,00 0,00 276.494,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.275,30 52,00 0,00 3.327,30
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.820.873,20 122.665,41 0,00 1.943.538,61
2.084.414,42 138.946,41 0,00 2.223.360,83
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
12.509.170,31 144.099,41 0,00 12.653.269,72
Restbuchwert
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 198.077,98 53.832,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
198.077,98 53.832,00
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremden Gebäuden 48.911,00 65.140,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 477,00 529,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 235.997,00 326.529,00
285.385,00 392.198,00
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 30.000.000,00 0,00
30.483.462,98 446.030,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ibau GmbH, Münster

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ibau GmbH, Münster, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ibau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 15. November 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Boesenberg, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 18.11.2024 festgestellt.

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