Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Kreuznach HRB 20715
Vorher
Wagner GmbH
Eingetragen
18.3.2009
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Gegenstand
Der Fernmeldebau, der Dateninfrastrukturausbau und das Ausführen von Erdhubarbeiten auf den Friedhöfen von kommunalen Vertragspartnern. Die Gesellschaft kann Geschäfte jeder Art tätigen, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar dienen. Sie kann auch Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art gründen, erwerben, pachten oder vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen und Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Kruger
seit 23.8.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DATABAU Rhein-Nahe GmbH

Waldböckelheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

WAGNER GMBH, WALDBÖCKELHEIM

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Wagner GmbH gehört im Bereich Fernmeldebau zu den führenden Unternehmen im Südwesten. Das Unternehmen mit Sitz in Waldböckelheim, Landkreis Bad Kreuznach, beschäftigt sich schon seit 2008 mit der baulichen Errichtung von Telekommunikationsinfrastruktur, insbesondere mit der Verlegung von Kabelschutzrohren und Kabel.

Neben dem klassischen Tiefbau beherrschen wir auch alternative Verlegemethoden wie z.B. das Horizontalspülbohrverfahren oder Trenching.

Unser Geschäftsbereich "Projekte FTTH (Fiber to the home)", welchen wir schon seit 2014 betreiben, ist die derzeit stärkste und leistungsfähige Vernetzungsart für Breitband-Internetanschlüsse. Dabei wird das Glasfaserkabel direkt bis zum Endkunden ins Haus eingeführt. Vergangene Projekte sind vorwiegend regional durchgeführt worden. Mittlerweile werden auch überregionale Aufträge in mehreren Bundesländern bearbeitet. Schwerpunkte bilden dabei Rheinland-Pfalz, Hessen mit der Rhein-Main-Region und Baden-Württemberg (insbesondere die Region Stuttgart und die Stadt Freiburg).

In den Geschäftsbereichen "Regelgeschäft/Ausbau Nahbereich" sind wir ebenfalls sehr aktiv. Durch die Digitalisierung werden immer größere Bandbreiten erforderlich. Im Regelgeschäft versorgen wir Kunden im Auftrag der Telekom, auf jeweiligen Wunsch, mit einem individuellen, auf die Bedürfnisse angepassten Anschluss. Mit einem Glasfaseranschluss sind Geschwindigkeiten bis zu 1.000 Mbit/s möglich. Auch hier agieren wir als Generalunternehmer und übergeben das fertige Projekt an unseren Kunden.

Im Nahbereich werden mit der VDSL2-Vectoring-Technologie Geschwindigkeiten bis zu 100Mbit/s im Downstream und bis zu 40 Mbit/s im Upstream möglich. Der große Vorteil dieser Technik besteht darin, dass das bestehende Kupferleitungsnetz von den Kabelverzweigern bis zu den einzelnen Hausanschlüssen weiterhin genutzt werden können. Versorgt werden mit dieser kostengünstigen Ausbaulösung ausschließlich Gebiete, die im Umkreis von max. 550 m zur nächstgelegenen Telekom-Vermittlungsstelle liegen. Wie auch im Regelgeschäft, bewerkstelligen wir den gesamten Ausbau der einzelnen Nahbereiche und übergeben diese schlüsselfertig an die Systemtechnik unseres Auftraggebers.

Im Geschäftsbereich "Fernmeldetechnik" führen wir im Auftrag der Deutschen Telekom Entstörungen im unterirdischen Kupferleitungsnetz aus. Speziell ausgebildete Messbauführer messen mit modernster Technik Störungen ein und lokalisieren den Fehlerort. Auch Netzerweiterungen der Telekom werden von uns ausgeführt, ebenso die Versorgung durch Glasfaseranbindungen.

Die komplette notwendige Koordination, Beantragung der erforderlichen Genehmigungen, Abstimmung mit den Kommunen, bzw. Straßenbaulastträgern und Terminierung der auszuführenden Arbeiten mit den Telekom-Kunden erfolgt durch unsere Mitarbeiter des Innendienstes, ebenso die eventuell notwendigen Änderungen in der Netzdokumentation.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 waren die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland durch mehrere Schlüsselfaktoren geprägt, die das nationale wirtschaftliche Klima bestimmten. Die deutsche Wirtschaft erlebte eine fortgesetzte Erholung von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, was sich in einer Wiederbelebung des Konsums, der Investitionen und des Handels zeigte. Gleichzeitig gab es geopolitische Spannungen, insbesondere den Konflikt in der Ukraine, der weitreichende Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft hatte, insbesondere auf die Energieversorgung und Handelsbeziehungen. Ein zentrales Thema war jedoch die anhaltend hohe Inflation, die teilweise durch gestiegene Energiepreise, anhaltende Lieferkettenprobleme und eine verstärkte Nachfrage nach der Pandemie angetrieben wurde.

Als Reaktion auf die Inflation straffte die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik, was sich auch auf Deutschland auswirkte. Die Erhöhung der Leitzinsen beeinflusste die Kreditkosten und die Wirtschaftsaktivität im Land.

Die Konjunkturprognosen des ifo Instituts rechnen mit einem preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt von -0,4% für das Jahr 2023. Für 2022 lag die Veränderung zum Vorjahr noch bei +1,8%. Auch für die kommenden Jahre sind die Aussichten gedämpft. Das ifo Institut erwartet ein Wachstum von 1,4% 2024 und von 1,2% für 2025.

Es wird erwartet, dass die Inflationsrate von Ø 6,0% im Jahr 2023 auf 2,6% für 2024 und auf 1,9% im übernächsten Jahr fällt.

Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau weitgehend zum Erliegen bringen und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird in diesem und im kommenden Jahr mit durchschnittlich 5,6% um 0,3 Prozentpunkte höher liegen als noch im Jahr 2022. Erst im Jahr 2025 dürfte die Quote wieder auf 5,3% zurückgehen.

Bauhauptgewerbe

Im Bauhauptgewerbe ist nach dem ifo Geschäftsklimaindex von September 2023 der Geschäftsklimaindikator auf den niedrigsten Wert seit Januar 2009 gefallen und die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage nochmals schlechter. Der Ausblick auf die kommenden Monate bleibt äußerst pessimistisch.

Bis einschließlich Quartal 3 im Jahr 2023 steigen nach dem Baupreisindex die Kosten im Bereich Ingenieurbau Straßenbau um 8,2% im Vergleich zum Vorjahrszeitraum.

Aufgrund der genannten Entwicklungen, ist laut dem ifo Institut für die Bauunternehmen, insbesondere im Bereich des Wohnungsbaus, von einem Rückgang der Aufträge auszugehen. Es wird angenommen, dass die Bauproduktion in den kommenden Quartalen wohl zurückgehend ist.

In den ersten drei Quartalen 2023 sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 3,6 % und stiegen nominal um 4,9 %.

Glasfaserausbau

Der Glasfaserausbau in Deutschland war auch im Jahr 2023 ein wichtiges Thema und ein zentraler Bestandteil der digitalen Infrastrukturpolitik.

Die BREKO-Marktanalyse 2023 zeigt, dass der Glasfaserausbau in Deutschland deutlich voranschreitet. Zum 30. Juni 2023 ist die Glasfaserquote im Vergleich zum Vorjahr auf etwa 35,6% angestiegen. Dieses Wachstum bezieht sich hauptsächlich auf die Anzahl der Haushalte, die Glasfaseranschlüsse erreichen können (Homes Passed). Bei den tatsächlich angeschlossenen Haushalten (Homes Connected) zeigt sich ein moderateres Wachstum. Die Zunahme liegt hier bei etwa 3%, was einer Gesamtquote von in etwa 18,3% entspricht. Die Zahl der tatsächlich aktiven Nutzer (Homes Activated) ist um ca. 10% auf 9,1% gewachsen, was rund 4,4 Millionen Haushalten entspricht.

Der Fortschritt im Glasfaserausbau der Deutschen Telekom ist deutlich erkennbar. Allerdings wird der Großteil des Glasfaserausbaus von alternativen Netzbetreibern getragen. Von den Gesamtzahlen der Homes Passed, also den Haushalten, die potenziell einen Glasfaseranschluss erhalten könnten, werden etwa 67% von diesen Wettbewerbern realisiert. Die Deutsche Telekom trägt dabei zu 33% bei.

Die aktuellen Risiken im Glasfaserausbau in Deutschland beinhalten den akuten Fachkräftemangel, gestiegene Ausbaukosten und eine Kaufzurückhaltung aufgrund anhaltend hoher Inflation. Ein bedeutendes Hindernis für einen schnellen, flächendeckenden Glasfaserausbau ist der angekündigte oder tatsächliche Doppelausbau durch die Deutsche Telekom. Bis Juli 2023 waren alle Flächenländer, 223 Kommunen (vor allem in Nordrhein-Westfalen und Bayern) und 74 Wettbewerber der Telekom betroffen. In zwölf Prozent dieser Fälle zogen Wettbewerber ihre Ausbaupläne teilweise oder vollständig zurück. Hierbei werden in jedem zehnten Fall staatlich geförderte Glasfasernetze überbaut.

Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Betriebsergebnis 3.938 1.359 2.579 190
Zinsergebnis 50 -10 60 621
Jahresergebnis vor Gewinnübernahme 3.901 1.301 2.600 200

Die Gesamtleistung ist im Berichtsjahr um 8.708 T€ auf 40.128 T€ und somit um 27,7% gestiegen.

Im Geschäftsjahr erhöhte sich die Materialaufwandsquote auf 23%, verglichen mit 16% im Vorjahr. Diese Steigerung resultiert maßgeblich aus dem erhöhten Einkauf von Vorleistungen und Fremdleistungen, die sich auf 7.617 T€ beliefen, im Vergleich zu 3.721 T€ im Vorjahr.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 12% auf 17.023 T€ gestiegen. Diese Steigerung ist hauptsächlich auf Lohnerhöhungen zurückzuführen, die durch die aktuelle Inflationsentwicklung bedingt sind.

Die betrieblichen Aufwendungen erhöhen sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund Optimierungsmaßnahmen nur leicht um 1% auf 9.000 T€.

Das deutliche Wachstum der Gesamtleistung im Berichtsjahr, kombiniert mit einem unterproportionalen Anstieg der Personal- und Sachkosten, führte zu einem Jahresergebnis nach Steuern von 3.901 T€. Das EBIT lag insbesondere aufgrund einer höheren Effizienz in der Leistungserbringung über dem für das Wirtschftsjahr geplanten EBIT.

b) Finanzlage

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Eigenkapitalquote von 35% auf 32% (2.852 T€) verringert. Diese Reduktion ist hauptsächlich auf den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag und die daraus resultierende Gewinnabführung in Höhe von 3.901 T€ zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um 222 T€. Parallel dazu reduzierten sich auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 66 T€.

Während des Berichtsjahres war stets ausreichend Liquidität vorhanden, um sämtliche Verpflichtungen zeitgerecht zu erfüllen.

c) Vermögenslage

Wesentliche Bilanzpositionen Aktiva Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Anlagevermögen 3.407 3.056 351
Kurzfristige Vermögenswerte 4.055 2.424 1.630
Liquide Mittel 1.403 2.647 -1.244
Passiva
Eigenkapital 2.852 2.852 0
Langfristige Verbindlichkeiten 49 101 -52
Mittelfristige Verbindlichkeiten 257 318 -61
Kurzfristige Verbindlichkeiten 5.705 4.855 851
Bilanzsumme 8.864 8.127 737

Das Vermögen der Gesellschaft ist im Wesentlichen geprägt von Anlagevermögen (3.407 T€) und unfertigen Erzeugnissen (2.481 T€).

Die unfertigen Arbeiten wurden detailliert und gemäß dem Prinzip der verlustfreien Bewertung bewertet.

Nach Abzug der erhaltenen Anzahlungen belaufen sich die Vorräte auf 3.171 T€ und der Forderungsbestand auf 279 T€. In beiden Positionen sind keine umfangreichen Risiken erkennbar.

d) Gesamtbewertung

Wir bewerten unsere Vermögens- und Finanzlage als gut. Der Anstieg des Umsatzes ist erfreulich und hat zu einer deutlichen Steigerung des Ertrags beigetragen.

Die Zahlungsfähigkeit war stets zu jedem Zeitpunkt gegeben.

Nach wie vor ist die Deutsche Telekom der dominierende Auftraggeber. Das hieraus resultierende Risiko ist als vertretbar zu bewerten,

da keine Ausfallrisiken hinsichtlich der Auftraggeberbonität zu erwarten sind

unterschiedliche Geschäftsfelder (Regel- und Störungsgeschäft, Streckenausbau und FTTHProjekte (Glasfaserausbau) bedient werden

unterschiedliche Auftraggeber innerhalb der Telekom (mehrere Regionaldirektionen (Mainz, Frankfurt, Saarbrücken, Offenburg, Stuttgart) Auftraggeber sind

aufgrund der breiten Fachkompetenz von Wagner eine starke Marktposition besteht

III. Prognosebericht

Die Entwicklung in der Glasfaserbranche in Deutschland deutet auf ein anhaltendes Wachstum hin. Die kontinuierlichen Investitionen der alternativen Netzbetreiber und der Deutschen Telekom werden den Ausbau weiter vorantreiben.

Zudem zeigen Erfahrungen aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr, dass alternative Verlegemethoden, wie die Verlegung in Mindertiefen, von Kommunen selten akzeptiert werden, trotz der hohen Erwartungen der Telekommunikationsanbieter an diese Methoden.

IV. Chancen- und Risikobericht

Chancen

Die Herausforderungen und Komplexitäten des Glasfaserausbaus in Deutschland sind vielfältig und unterscheiden sich wesentlich von denen in anderen europäischen Ländern. Die hohe Qualität der Tiefbauarbeiten, strikte verkehrsrechtliche Vorgaben und die Notwendigkeit einer effektiven Kommunikation mit verschiedenen Behörden und der betroffenen Bürgerschaft machen diese Arbeiten anspruchsvoll.

Die Wagner GmbH bietet ein umfassendes Spektrum an Dienstleistungen, von der Anbindung digitaler Funkmasten bis zur Montage und Inbetriebnahme von Glasfaseranschlüssen. Dabei hebt sich die Wagner GmbH durch ihre Fähigkeit ab, sämtliche Dienstleistungen aus einer Hand anzubieten, was im Marktsegment noch eher eine Seltenheit darstellt.

Ein entscheidender Faktor für den zukünftigen Erfolg liegt in der Qualifikation der Mitarbeiter. Angesichts der zunehmenden Komplexität der Projekte und der hohen technischen Anforderungen investiert die Wagner GmbH gezielt in die Weiterbildung und Karriereentwicklung seiner Mitarbeiter. Durch interne Laufbahnplanungen werden Karrierewege vom Kolonnenführer bis zum Senior-Bauleiter und zur Technischen Leitung ermöglicht. Diese Investitionen in das Humankapital haben sich bereits ausgezahlt, da die Wagner GmbH in einigen Kernbereichen langfristige Verträge abschließen konnte, die nicht nur eine bessere Preissituation, sondern auch eine stabilere Geschäftsgrundlage bieten.

Insgesamt setzt die Wagner GmbH damit Maßstäbe im Glasfaserausbau in Deutschland und trägt wesentlich dazu bei, die digitale Infrastruktur des Landes zu stärken und für zukünftige technologische Anforderungen zu rüsten.

Risiken

In diesem Jahr sieht sich der Tiefbau in Deutschland mit steigenden Kosten für fossile Energieträger und den Auswirkungen der globalen geopolitischen Spannungen konfrontiert, die zusammen mit einer allgemeinen Inflation zu einem deutlichen Preisanstieg führen.

Diese Entwicklung hat direkte Auswirkungen auf die Kostensituation im Tiefbau, insbesondere führen die starken Lohnforderungen zu erheblichen Lohnkostensteigerungen.

Gleichzeitig führen steigende Ausbau- und Betriebskosten zu finanziellen Herausforderungen für die Carrier, was einen Preisdruck auf die Auftragnehmer zur Folge haben wird.

Hinzu kommt die Herausforderung, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, was für die Einhaltung der hohen Qualitätsstandards von Unternehmen wie der Wagner GmbH entscheidend ist. In diesem anspruchsvollen Umfeld müssen innovative Lösungen gefunden und eine verstärkte Fokussierung auf Mitarbeiterqualifikation und -bindung gelegt werden, um den Herausforderungen zu begegnen.

Maßnahmen und Prognosen

Angesichts der steigenden Lohnkosten und der Auswirkungen der globalen geopolitischen Spannungen und die Inflation, wird es in den kommenden Jahren eine Herausforderung sein, diese Kosten durch:

Preiserhöhungen

attraktive Projekte

Effizienzsteigerungen

zu kompensieren.

Die Wagner GmbH, mit ihrer breiten Leistungspalette und qualifiziertem Personal in Schlüsselbereichen wie Bauleitung, Abrechnung und Baumanagement, ist gut positioniert, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Trotz des Risikos, dass Fachkräfte von Wettbewerbern abgeworben werden, hat das Unternehmen Erfolg darin, neue Talente zu gewinnen und weiterzuentwickeln.

Für das Wirtschaftsjahr zum 30.09.2024 haben wir mit einer Gesamtleistung von 38.699 T€, Personal- und Sachkosten von 28.058 T€ und einem EBIT von 2.262 T€ geplant.

 

Waldböckelheim, 27. März 2024

gez. Thomas Kruger, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023

WAGNER GMBH, WALDBÖCKELHEIM

AKTIVA

30.9.2023
EUR
30.9.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.406.625,32 3.056
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 146.487,17 205
II. Sachanlagen 3.259.618,15 2.850
III. Finanzanlagen 520,00 1
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.294.081,51 4.946
I. Vorräte 3.170.807,34 1.784
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 720.136,91 515
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.403.137,26 2.647
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 163.594,12 125
8.864.300,95 8.127

PASSIVA

30.9.2023
EUR
30.9.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 2.852.355,13 2.852
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnvortrag 2.827.355,13 2.827
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.123.904,28 1.726
C. VERBINDLICHKEITEN 3.888.041,54 3.549
- Soziale Sicherheit: EUR 99.691,54 (Vorjahr: TEUR 53)
- Verbindlichkeiten aus Steuern: EUR 355.448,66 (Vorjahr: TEUR 901)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 415.565,88 638
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 915.190,71 981
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.930,17 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.331.393,91 345
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.223.960,87 1.585
8.864.300,95 8.127

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

2022/23
EUR
2021/22
TEUR
1. Rohergebnis 30.749.385,61 26.259
2. Personalaufwand 17.022.733,25 15.215
a) Löhne und Gehälter 11.843.583,08 10.532
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.179.150,17 4.683
- für Altersversorgung EUR 135.884,75 (Vorjahr: TEUR 125)
3. Abschreibungen 789.018,25 733
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 789.018,25 733
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.000.074,09 8.952
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 66.263,74 3
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.327,94 13
7. Ergebnis nach Steuern 3.987.495,82 1.349
8. Sonstige Steuern 86.671,39 48
9. Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne 3.900.824,43 1.301
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

WAGNER GMBH, WALDBÖCKELHEIM

A. Allgemein

Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 wurde entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches §§ 242 ff. und des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Wagner GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Bad Kreuznach unter der Nummer HRB 20715 eingetragen.

Die Darstellung des Jahresabschlusses ist im Wesentlichen gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Angaben zur Bilanz

Die Bilanz wurde entsprechend dem in § 266 HGB vorgegebenen Gliederungsschema aufgestellt.

Die Ausübung von Bilanzierungswahlrechten und die angewandten Bewertungsmethoden werden nachfolgend bei den einzelnen Bilanzpositionen dargestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden.

1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Anteilige Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Die Abschreibungen erfolgen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.

Die Nutzungsdauer wird bei den einzelnen Vermögensgegenständen wie folgt unterstellt:

Anlagengegenstände Abschreibungsmethode/ Nutzungsdauer
in Jahren
Software linear / 3 Jahre
Geschäfts- oder Firmenwert linear / 4 und 10 Jahre
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten linear / 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen linear / 4 bis 12 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear / 3 bis 11 Jahre
Geringwertige Vermögensgegenstände Vollabschreibung, 1 Jahr

Die Abschreibungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte orientiert sich an den unternehmerischen Erfahrungswerten über die Nutzbarkeit der zugrunde liegenden Ressourcen.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im Anschluss an den Anhang dargestellt.

2. Umlaufvermögen

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt verlustfrei zu Herstellungskosten.

Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte sind von dem Posten "Vorräte" offen abgesetzt worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Im Berichtsjahr sind Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 83.208,50 (Vj. € 83.208,50) notwendig gewesen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Im Rahmen der Forderungen sind Beträge in Höhe von € 231.686,77 (Vj. € 0,00) enthalten, die gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen. Diese Positionen sind entsprechend den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Forderungen ausgewiesen und bewertet.

Fremdwährungsforderungen sind nicht enthalten.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Ausweis betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

4. Eigenkapital

Das voll eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 25.000,00 und wird seit dem 1. Februar 2020 von der DATABAU Holding SE, vormals Wagner Fernmeldebau Holding GmbH, gehalten.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen decken alle bis zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken ab und werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Personalrückstellungen i.H.v. 557 T€ sowie projektbezogene Rückstellungen i.H.v. 528 T€ enthalten.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Fremdwährungsverbindlichkeiten sind nicht enthalten.

Die Restlaufzeiten nach Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Chart

Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt durch Grundschuldeintragungen in Höhe von € 868.000,00 (Vj. € 795.000,00) sowie einer Ausfallbürgschaft € 150.000 (Vj. 150.000).

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend den Vorschriften gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Angaben zu periodenfremden Erträgen und Aufwendungen

Periodenfremde Aufwendungen entstanden in Höhe von € 24.168,53 (Vj. € 98.854,25) und betreffen im Wesentlichen eine Kfz-Reparatur sowie nachträglich in Rechnung gestellte Aufwendungen für Instandsetzung.

D. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Arbeitnehmergruppen 2022/2023 2021/2022
Gewerbliche Mitarbeter 212 196
Angestellte 67 66
279 262

2. Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgte durch Herrn Thomas Kruger (Bankkaufmann), Windesheim.

Die Angabe der Geschäftsführervergütungen unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB.

3. Mutterunternehmen der Kapitalgesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt

Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die HHS Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Pliezhausen (eingetragen Amtsgericht Stuttgart HRB 353224).

Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB setzen sich wie folgt zusammen:

Verpflichtungen in 2024
T€
Verpflichtungen in 2025 und später
T€
Verpflichtungen gesamt
Miete und Leasing bewegliche Vermögensgegenstände 1.692 1.617 3.309

5. Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Das Ergebnis des Geschäftsjahres vor Gewinnabführung 2022/2023 in Höhe von € 3.900.824,43 wird gemäß des Ergebnisabführungsvertrages vom 2. Juli 2020 an die DATABAU Holding SE, Stuttgart, vormals Wagner Fernmeldebau Holding GmbH, Stuttgart, abgeführt.

 

Waldböckelheim, 27. März 2024

gez. Thomas Kruger

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.9.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 243.942,11 0,00 0,00 243.942,11
Geschäfts- oder Firmenwert 112.500,00 0,00 0,00 112.500,00
Geleistete Anzahlungen 52.250,00 0,00 0,00 52.250,00
408.692,11 0,00 0,00 408.692,11
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.316.320,82 0,00 0,00 1.316.320,82
Technische Anlagen und Maschinen 1.616.565,09 735.077,92 28.968,58 2.322.674,43
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.479.777,57 441.073,46 106.307,65 3.814.543,38
6.412.663,48 1.176.151,38 135.276,23 7.453.538,63
III. Finanzanlagen 520,00 0,00 0,00 520,00
6.821.875,59 1.176.151,38 135.276,23 7.862.750,74
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.9.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 119.548,27 35.573,33 0,00 155.121,60
Geschäfts- oder Firmenwert 83.958,34 23.125,00 0,00 107.083,34
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
203.506,61 58.698,33 0,00 262.204,94
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 198.928,46 31.682,70 0,00 230.611,16
Technische Anlagen und Maschinen 1.088.661,57 291.791,71 25.494,35 1.354.958,93
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.275.098,21 406.845,51 73.593,33 2.608.350,39
3.562.688,24 730.319,92 99.087,68 4.193.920,48
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.766.194,85 789.018,25 99.087,68 4.456.125,42
Buchwerte
30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 88.820,51 124.393,84
Geschäfts- oder Firmenwert 5.416,66 28.541,66
Geleistete Anzahlungen 52.250,00 52.250,00
146.487,17 205.185,50
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.085.709,66 1.117.392,36
Technische Anlagen und Maschinen 967.715,50 527.903,52
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.206.192,99 1.204.679,36
3.259.618,15 2.849.975,24
III. Finanzanlagen 520,00 520,00
3.406.625,32 3.055.680,74

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Wagner GmbH, Waldböckelheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wagner GmbH, Waldböckelheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wagner GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 27. März 2024

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Tiemann, Wirtschaftsprüfer

Hus, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 ist durch den Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 16.09.2024 festgestellt worden.

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