Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 7731
Eingetragen
12.4.2000
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenPaket- und Expressdienste
Gegenstand
Erbringung von Logistikdienstleistungen auf dem Gebiet der Pharma- und Gesundheitsbranche.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Robert Dr. Mauermann
seit 4.11.2024
Prokura
Daniel Arnold
seit 4.11.2024
Prokura
Volker Wiechern
seit 4.11.2024
Prokura
Ingo Brauckmann
seit 13.12.2023
Geschäftsführer
Markus Maurer
seit 26.4.2023
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
LOXXESS AG
Germany
640.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

LOXXESS Pharma GmbH

Neutraubling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31.12.2019

AKTIVA

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software/ Lizenzen 106.572,00 142.837,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 70.487,24
106.572,00 213.324,24
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 2.401.433,00 2.550.976,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.463.640,00 2.552.578,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.391.477,00 1.489.815,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 59.537,80 249,50
6.316.087,80 6.593.618,50
6.422.659,80 6.806.942,74
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
1. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 140.896,62 120.447,18
2. Nicht abgerechnete Leistungen 26.112,09 23.833,32
3. Waren 504.245,52 5.725,00
671.254,23 150.005,50
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.441.997,26 5.288.544,87
2. Forderungen gegenüber Gesellschafter 224.862,81 163.840,78
5. sonstige Vermögensgegenstände 53.946,41 33.116,80
7.720.806,48 5.485.502,45
III. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 2.175.356,66 961.177,08
10.567.417,37 6.596.685,03
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 310.055,26 49.336,47
17.300.132,43 13.452.964,24

PASSIVA

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. EIGENKAPITAL
1. Stammkapital 640.000,00 640.000,00
2. Kapitalrücklage 251.983,03 251.983,03
3. Gewinnrücklagen 617.879,37 617.879,37
4. Gewinnvortrag 525.669,95 820.683,95
5. Jahresüberschuss 3.219.876,44 2.704.986,00
SUMME EIGENKAPITAL 5.255.408,79 5.035.532,35
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 268.494,00 252.666,00
2. Steuerrückstellungen 1.373.586,59 681.777,00
3. sonstige Rückstellungen 2.676.584,37 813.639,00
4.318.664,96 1.748.082,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.844.710,00 3.605.177,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.129.281,54 2.517.784,09
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 2.665,81 59,50
4. sonstige Verbindlichkeiten 749.401,33 546.329,30
- davon aus Steuern EUR 591.733,29 (Vorjahr EUR 382.750,45)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.263,93 (Vorjahr: EUR 381,48)
7.726.058,68 6.669.349,89
17.300.132,43 13.452.964,24

ANHANG für 2019

LOXXESS Pharma GmbH, Neutraubling

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der Jahresabschluss der LOXXESS Pharma GmbH wurde auf der Grundlage der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: LOXXESS Pharma GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Neutraubling
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Regensburg
Register-Nr.: HRB 7731

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Waren sind zu Einstandspreisen beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag aktiviert.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach "Projected Unit Credit Method" unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,71 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0 % berücksichtigt.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 16.471,00.

Der Unterschiedsbetrag für die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 28.170,00.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Das Wahlrecht nach § 274 HGB - Aktivierung des Aktivüberhangs aus latenten Steuern auf Differenzen in den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen - wird von der Gesellschaft nicht in Anspruch genommen.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angabe zu Restlaufzeiten der Forderungen

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEUR 7.721 (Vorjahr: TEUR 5.486).

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 164). Es handelt sich dabei um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 33) größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Vorsteuerforderungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche und Sondervergütungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Die Verbindlichkeiten umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0) und resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

in TEUR 31.12.2019
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre besichert gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 465 1.673 707 2.845 2.845
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.129 4.129
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3 3
4. Sonstige Verbindlichkeiten 749 749
- davon aus Steuern 592 592
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4 4
5.346 1.673 707 2.845 7.726
in TEUR 31.12.2018
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre besichert gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 412 604 2.589 3.605 3.605
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.518 - - - 2.518
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 - - - 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 428 - 118 - 546
- davon aus Steuern 383 - - - 383
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 - - - 1
3.358 604 2.707 3.605 6.669

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2020
TEUR
2021
TEUR
2022 ff.
TEUR
Leasing-/Mietverträge 172 125 107
Mietverträge 2.934 2.934 18.017
Serviceverträge 374 297 144
Avalverbindlichkeiten 788 0 0
4.268 3.356 18.268

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 33) handelt es sich im Wesentlichen um Gutschriften für Vorjahre. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge solche aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 89).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern entfallen in Höhe von TEUR 1.330 (Vorjahr: TEUR 1.076) auf das zu versteuernde Ergebnis der Jahre 2018 und 2019.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung ist durch Herrn Helmut Müller-Neumayr, Speditionskaufmann, erfolgt. Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Angestellte 50
Gewerbliche 114
164
Auszubildende 4
168

Nachtragsbericht

Für den Einfluss der COVID-19 Krise verweisen wir auf den Prognosebericht im Lagebericht. Neben der COVID-19 Krise lagen keine Vorgänge mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr anfallende Honorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfung und sonstigen Bestätigungsleistungen beträgt TEUR 27.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Neutraubling, 28. Juli 2020

Helmut Müller-Neumayr

Entwicklung des Anlagevermögens 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software/Lizenzen 1.158.485,39 18.750,00 1,00 1.177.234,39
2. Geleistete Anzahlungen 70.487,24 0,00 70.487,24 0,00
1.228.972,63 18.750,00 70.488,24 1.177.234,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.082.599,60 0,00 5,00 3.082.594,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.301.663,81 258.375,00 0,00 4.560.038,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.447.329,27 168.732,84 34.545,25 2.581.516,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 249,50 59.537,80 249,50 59.537,80
9.831.842,18 486.645,64 34.799,75 10.283.688,07
11.060.814,81 505.395,64 105.287,99 11.460.922,46
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software/Lizenzen 1.015.648,39 55.014,00 1.070.662,39
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
1.015.648,39 55.014,00 1.070.662,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 531.623,60 149.538,00 681.161,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.749.085,81 347.313,00 2.096.398,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 957.514,27 232.525,59 1.190.039,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
3.238.223,68 729.376,59 3.967.600,27
4.253.872,07 784.390,59 5.038.262,66
Buchwerte
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software/Lizenzen 106.572,00 142.837,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 70.487,24
106.572,00 213.324,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.401.433,00 2.550.976,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.463.640,00 2.552.578,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.391.477,00 1.489.815,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 59.537,80 249,50
6.316.087,80 6.593.618,50
6.422.659,80 6.806.942,74

Lagebericht Geschäftsjahr 2019

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschafteranteile der LOXXESS Pharma GmbH (im Folgenden "LOXXESS" genannt) werden zu 34,0 Prozent von der LOXXESS AG, Tegernsee, zu 33,0 Prozent von der Alloga S.à.r.l., Luxembourg, Luxemburg, zu 22,3 Prozent von der Aenova Holding GmbH, Starnberg, sowie zu 10,7 Prozent von der Haupt Pharma Wolfratshausen GmbH, Wolfratshausen, gehalten.

1.1 Geschäftsmodell

Die LOXXESS ist als Dienstleister für die Pharmaindustrie tätig. Die Dienstleistungen umfassen neben den klassischen Logistikbereichen Lagerung, Kommissionierung und Versand von pharmazeutischen und HealthCare-Produkten zunehmend weitere Dienstleistungen. Hierzu zählen insbesondere die Module Customer Service, Debitorenbuchhaltung, mit der Möglichkeit der Fakturierung von Kundenware in eigenem Namen, die Übernahme von Produktbeständen von Klienten, Herstellungstätigkeiten im Bereich Sekundärverpackung sowie digitale Angebote (Cloudlösungen, Webshop).

1.2 Strategie

LOXXESS verfolgt die Strategie, sich als qualitätsorientierter Dienstleister am Markt zu positionieren, ihre Stellung im Bereich der Pharmalogistik auf europäischer Ebene auszubauen und den Dienstleistungsbereich, um die den Bedürfnissen der Kunden entsprechende Module zu erweitern.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

LOXXESS ist als Dienstleister für die Pharmaindustrie in einem Bereich tätig, der als weitgehend konjunkturunabhängig einzustufen ist.

Pharmaunternehmen bewegen sich in einem Spannungsfeld aus gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Faktoren. Der demographische Wandel bedingt eine höhere Nachfrage nach Medikamenten. Durch das zunehmende Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung ergeben sich zusätzliche Absatzpotentiale. Hieraus ergeben sich Wachstumspotentiale. Andererseits sind Pharmaunternehmen mit steigendem Kostendruck konfrontiert, welcher zum einen aus Bemühungen von staatlicher Seite wie auch von Krankenkassen und anderen Kostenträgern im Gesundheitswesen resultiert, die steigende Ausgabenlast im Arzneimittelbereich durch Preiskontrollen und Vergütungsregelungen zu mindern. Zum anderen ergibt sich der höhere Kostendruck aus dem globalen Wettbewerb und dem Markteintritt neuer Anbieter. Der verschärfte globale Wettbewerb bedingt, dass Unternehmen gefordert sind, neue Geschäftsmodelle zu erschließen. Der Kostendruck variiert jedoch zwischen den Produktsegmenten. Während im Bereich der Onkologie und "Orphan Drugs" (d. h. Medikamente gegen seltene Krankheiten) die Medikamentenpreise stabil sind, besteht ein hoher Margen- und Preisdruck bei Herstellern von Generika bzw. mit ablaufenden Patenten. Ein großes Wachstumspotenzial besteht unterdessen für biotechnologisch hergestellte Medikamente (Biopharmazeutika) und deren Nachahmerprodukte (sogenannte Biosimilars) sowie für Medikamente gegen seltene Krankheiten. Durch den zunehmenden Wettbewerbsdruck und die Globalisierung setzt sich der Trend hin zu einer wirtschaftlichen Konsolidierung innerhalb der Pharmabranche fort. Dies erfolgt einerseits durch Rationalisierung und die Konzentration auf bestimmte Produktsegmente oder Unternehmensbereiche. Darüber hinaus zieht die Pharmabranche vermehrt Investitionen aus dem Technologiebereich an. Zudem sind für den Pharmabereich vor allem Veränderungen in den regulatorischen Rahmenbedingungen bei der Arzneimittelzulassung und Arzneimittelsicherheit wie auch bei Standardarbeitsanweisungen (Standard Operating Procedures, SOPs) und den Richtlinien zur Qualitätssicherung von Produktionsabläufen und -umgebungen (Good Manufacturing Practive, GMP) relevant (s. hierzu Bundesministerium für Arbeit & Soziales, Forschungsbericht 522/4, Mai 2019, Seite 18-19).

2.2 Geschäftsverlauf

Das Unternehmen bietet den Kunden ein breites Dienstleistungsportfolio an. Ein bedeutsamer Leistungsindikator ist der Umsatz im Teilbereich Dienstleistungen.

Der Umsatz im Dienstleistungsbereich stieg gegenüber dem Vorjahr mit 16,5 % weiter an.

Ursächlich für diese Entwicklung waren zum einen Umsatzzuwächse im Dienstleistungsbereich durch die Übernahme des Mustergeschäfts für einen Bestandskunden, die Ausrollung der Serialisierungsdienstleistungen im Zusammenhang mit der Falsified Medicine Directive (FMD) bezüglich Fälschungssicherheit, Steigerungen im Servicemodul Sekundärverpackung sowie ein starkes Bestandskundengeschäft.

Diese Umsatzzunahmen in Verbindung mit lediglich moderaten Kostenanstiegen der Fremdkosten sowie im Bereich Personal und Verwaltungskosten wirkten sich im Vergleich zum Vorjahr ergebnissteigernd aus.

3. Ertragslage / Finanzlage / Vermögenslage

Der Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 9.834 auf TEUR 54.424 resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Umsätze im Handelsgeschäft (+TEUR 6.734). Die Zunahme der Umsätze aus Handelsgeschäften ist vor allem auf die Durchführung des Handelsgeschäfts für den Kunden ROVI zurückzuführen. Von den Kunden Laboratoires Juvisé Pharmaceuticals SAS, ProBono Bio International Trading Ltd., Vanda Pharmaceuticals Inc., Aenova IP GmbH und Phoenix Labs Unlimited wird der Bereich Handelsgeschäft als Dienstleistung weiterhin genutzt. Zudem erfolgte eine Bestandsübernahme von der Firma Omnivision GmbH.

Das Handelsgeschäft ist als durchlaufender Posten zu verstehen. Die höheren Umsätze im Bereich des Handelsgeschäfts wirkten sich entsprechend erhöhend auf den Materialaufwand aus. Eine Zunahme der Aufwendungen ist bei den Frachteinkäufen zu verzeichnen. Dies ist insbesondere auf das starke Dienstleistungsgeschäft bei Bestandskunden zurückzuführen sowie der Zunahme der Umstellung bei einem Kunden von Großhandels- auf Apothekendirektbelieferung. Insgesamt ist der Materialaufwand um TEUR 7.353 auf TEUR 36.689 angestiegen.

Aufgrund von Neueinstellungen zur Abwicklung des steigenden Bestandsgeschäfts an den Standorten hat sich der Personalaufwand um TEUR 837 auf TEUR 7.888 erhöht.

Der Sonstige Betriebsaufwand stieg um TEUR 906 auf TEUR 4.715. Die Erhöhung des sonstigen Betriebsaufwands ist hauptsächlich auf die Zunahme bei Raumkosten um TEUR 682 im Zusammenhang mit der zusätzlichen Anmietung des Hallenteils C am Standort Neutraubling, die Mietanpassungen durch Staffelmietverträge und Indexierungen sowie der Zunahme bei dem Einkauf von Versicherungen um TEUR 128 zurückzuführen.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019 ein Ergebnis vor Steuern (im Folgenden: Ergebnis) in Höhe von TEUR 4.550 erzielt. Dies entspricht einer Erhöhung des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr um TEUR 769. Entsprechend der Prognose von 2018 konnte im Geschäftsjahr ein stark positives Ergebnis erreicht werden.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2019 TEUR 5.422. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.010. Er ist im Wesentlichen zum einen auf die Zunahme des Jahresüberschusses um TEUR 515 zurückzuführen, zum anderen auf die Veränderungen des Cash Flows aus dem operativen Bereich zurückzuführen, insbesondere durch die Erhöhung der Rückstellungen um TEUR 1.446.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich in 2019 auf TEUR -446 (Vj. TEUR -450). Im Wesentlichen wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen am Standort Neutraubling zum Aufbau des Dienstleistungsbereichs Aggregation getätigt, sowie mehrere Gabelstapler an beiden Standorten erworben.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr TEUR -3.760 (Vj. TEUR -2.882). Es wurden Kredite in Höhe von TEUR 950 getilgt (Vj. TEUR 882). Bei den Krediten handelt es sich jeweils um mehrjährige Festzinskredite in Euro mit monatlicher bzw. quartalsmässiger Tilgung.

Im Geschäftsjahr 2019 erfolgten weiterhin Gewinnausschüttungen in Höhe von TEUR 3.000 (Vj. TEUR 2.000) an die Gesellschafter.

Der Finanzmittelfonds hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 1.214 auf TEUR 2.175 erhöht.

Das langfristig gebundene Vermögen (TEUR 6.423, Vj. TEUR 6.807) resultiert im Wesentlichen aus Sachanlagen.

Die Erhöhung des kurzfristigen Vermögens (TEUR 10.877, Vj. TEUR 6.646) um TEUR 4.231 resultiert hauptsächlich aus der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.153 auf TEUR 7.442 (Vj. TEUR 5.289). Dies resultiert aus dem Anstieg der Handelsgeschäfte sowie aus dem Umsatzanstieg von Kunden mit verlängerten Zahlungszielen. Hinzu kommt der Anstieg der Sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 21 auf TEUR 54 (Vj. TEUR 33) und die Zunahme der Forderungen gegenüber Gesellschafter um TEUR 61 auf TEUR 225 (Vj. TEUR 164). Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten haben um TEUR 1.214 auf TEUR 2.175 (Vj. TEUR 961) zugenommen.

Das kurzfristige Fremdkapital resultiert im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 4.129, Vj. TEUR 2.518), insbesondere aus dem Bereich Handelsgeschäft (TEUR 2.868) sowie Sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 749, Vj. TEUR 546).

Die Fähigkeit der Gesellschaft, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, ist gegeben. Der Finanzmittelfonds weist eine Höhe von TEUR 2.175 (Vj. TEUR 961) auf. Vorräten in Höhe von TEUR 671 (Vj. TEUR 150), Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 7.721 (Vj. TEUR 5.486) und Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 310 (Vj. TEUR 49) stehen Kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 9.397 (Vj. TEUR 4.854) gegenüber.

Langfristige Verbindlichkeiten setzen sich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.380 (Vj. 3TUER 3.193) und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 268 (Vj. TEUR 253) zusammen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einem für den Ausbau des Standorts Neutraubling in 2014 aufgenommenen Darlehen in Höhe von TEUR 800 sowie aus einem in 2017 aufgenommenen Darlehen in Höhe von TEUR 725 zur Finanzierung von Erweiterungsinvestitionen an diesem Standort. Die Darlehen valutieren am 31. Dezember 2019 mit TEUR 422 bzw. TEUR 483. Für den Ausbau des neuen Standorts Geretsried-Gelting wurde zudem in 2017 ein Darlehen in Höhe von TEUR 2.200 aufgenommen, welches am 31. Dezember 2019 mit TEUR 1.833 valutierte. Im Geschäftsjahr 2018 wurden insgesamt Darlehen in Höhe von TEUR 950 (Vj. TEUR 882) zurückgeführt.

Gesamtaussage zur Wirtschaftlichen Lage

Die aktuelle Finanz-, Vermögens- und Ertragslage verdeutlicht, dass LOXXESS gut aufgestellt ist. Die Geschäftsentwicklung verlief insgesamt günstig.

4. Risikobericht

Die Geschäftsführung überwacht und steuert die Risiken. Die Auswertung der Risiken erfolgt in einem Risikoprofil, das auch die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage die Einstufung des Schadenspotentials berücksichtigt:

Eintrittswahrscheinlichkeit:

Sehr gering

Gering

Mittel

Hoch

Sehr hoch

Dabei steht "sehr gering" für eine kaum messbare Eintrittswahrscheinlichkeit, während bei "sehr hoch" mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vom Eintritt des Risikos ausgegangen werden muss.

Schadenspotential:

Gering: Nicht messbare Beeinträchtigung

Spürbar: Moderate Auswirkung auf Ertragslage

Schwerwiegend: Beträchtliche negative Auswirkung auf die Ertragslage

Latent gefährdend: Hohe und potentiell dauerhafte Beeinträchtigung

Akut gefährdend: Wesentliche und voraussichtlich dauerhafte Beeinträchtigung

Ein Augenmerk ist auf Übernahmebemühungen von Pharmafirmen zu richten. Fusionen von bestehenden Kunden mit externen Firmen können eine Beendigung von Dienstleistungsverträgen zur Folge haben, falls die externe Firma über ausreichend Kapazitäten verfügt. Die Geschäftsführung bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering und geht im Falle des Eintretens von einem spürbaren Schadenspotential aus.

Änderungen der Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen mit dem Ziel der Kostensenkung können dazu führen, dass bestehende Kunden durch einzelne Maßnahmen beeinflusst werden, was wiederum Auswirkungen auf den Dienstleistungsumsatz haben kann. Die Geschäftsführung bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering und geht im Falle des Eintretens von einem spürbaren Schadenspotential aus.

Zunehmend mehr wirkt sich der Kostendruck in der pharmazeutischen Industrie auf die Preissituation, auch bei den Logistikdienstleistungen, aus. Große Ausschreibungen werden zunehmend mehr durch Kostenvergleiche entschieden. Die früher im Vordergrund stehende Servicequalität wird als Standard vorausgesetzt. Die Geschäftsführung bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als mittel und geht im Falle des Eintretens von einem spürbaren Schadenspotential aus.

Monatliche Auswertungen, eine Überwachung des Mahnwesens und ggf. Überwachung der Bonität der Lieferanten und Kunden sind eingesetzte Elemente des Risikomanagements, jene Bereiche zu überwachen, auf die Einfluss genommen werden kann.

Die derzeitige Gesamteinschätzung weist keine bestandsgefährdenden Risiken auf.

5. Chancenbericht

Aufgrund der Tätigkeit des Unternehmens in der Pharmabranche mit vergleichbar geringen Ausfallquoten und guter Zahlungsmoral ist das Unternehmen vor Ausfallrisiken weitgehend abgesichert.

Die Kundenstruktur der Gesellschaft ist geprägt von einigen besonders umsatzstarken Auftraggebern, der Anteil anderer Kunden am Dienstleistungsumsatz konnte allerdings stetig erhöht werden.

Langfristige Verträge mit den Dienstleistungskunden führen dazu, dass das Unternehmen keinen kurzfristigen Preisänderungsrisiken ausgesetzt ist.

In gewissem Maße bestehen auf Monatsebene Umsatz- und damit einhergehende Zahlungsstromschwankungen. Größere saisonale Schwankungen bestehen nicht.

Das Handelsgeschäft wurde mit den Auftraggebern vertraglich derart gestaltet, dass daraus keine Bestands- oder Ausfallrisiken resultieren können.

Nur ein sehr kleiner Teil des Dienstleistungsumsatzes der LOXXESS ist auf Kunden zurückzuführen, die im Generikamarkt aktiv sind. Im Generikamarkt ist der Kostendruck auf die Anbieter und die Abhängigkeit von positiven Zuschlägen bei den bedeutenden Ausschreibungen von Krankenkassen besonders groß. LOXXESS ist somit von damit zusammenhängenden Schwankungen und Kostendruck nicht betroffen.

Durch die Abwicklung des ganzheitlichen Dienstleistungsumfangs für mehrere Kunden von der Auftragsannahme über die Fakturierung bis zum Debitorenmanagement sowie den Bereich Sekundärverpackung erhöht LOXXESS den zu erzielenden Umsatz pro Kunde sowie die Kundenbindung.

Auf europäischer Ebene bietet die Verbindung der LOXXESS zur Alloga S.à.r.l. die Möglichkeit, Pharmaunternehmen europäische Lösungen anzubieten. Die Customer Serviceabteilungen diverser europäischer Alloga Standorte stehen den jeweils nationalen Kunden bereit, übernehmen die Fakturierung und leiten über das gemeinsame IT-Netzwerk Aufträge an LOXXESS zur Warendistribution weiter. Dieses Modell erlaubt es Pharmafirmen, nahe am Kunden in diversen europäischen Ländern präsent zu sein, bei gleichzeitiger Optimierung des Warenbestandes.

LOXXESS hat den Bereich Sekundärverpackung ausgeweitet. Die personelle und technische Ausweitung ermöglicht es, neben der Aufnahme weiterer Kunden flexibel auf das Bedürfnis von international tätigen Kunden nach bedarfsbezogenen länderspezifischen Produktbeständen reagieren zu können (Postponement) sowie das Bedürfnis bzw. die Vorgabe nach produktspezifischer Nachverfolgbarkeit (Serialisierung) erfüllen zu können.

6. Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden sich aufgrund der Corona-Pandemie verschlechtern.

Durch die Tätigkeit von Loxxess für die Pharmaindustrie und die Einstufung als systemrelevantes Unternehmen werden die Auswirkungen spürbar, jedoch nicht schwerwiegenden sein. Als Pharmalogistiker versorgt das Unternehmen den deutschen, teilweise europäischen und weltweiten Markt mit Arzneimitteln.

Die unternehmensbezogenen Rahmenbedingungen sind als positiv zu bewerten, da das Unternehmen ein Portfolio an Bestandsunternehmen als Auftragnehmer bedient, diverse Dienstleistungen anbietet und eine solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aufweist.

Es werden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Unternehmen erwartet.

Es wurden Änderungen in der Auftragslast zu Beginn der Coronakrise aufgrund der hohen Nachfrage nach Arzneimitteln und Medizinprodukten sowie von Vorratshaltungsbestellungen festgestellt. Es besteht das Risiko, dass der Absatz dieser Produkte in den Folgemonaten abnimmt mit Auswirkungen auf Umsatzebene. Die Geschäftsführung bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als hoch und geht im Falle des Eintretens von einem geringen Schadenspotential aus. Es wird erwartet, dass die Auftragslast nach Abbau des Vorrateffekts wieder zunimmt.

Teilweise werden Aufgabenbereich priorisiert und Personal unter den Abteilungen ausgetauscht, um das erhöhte Auftragsvolumen zu bewältigen. Es besteht das Risiko, dass Kunden alternative Bearbeitungswege beschreiten. Die Geschäftsführung bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als mittel und geht im Falle des Eintretens von einem spürbaren Schadenspotential aus.

Auf Umsatzebene besteht zudem das Risiko, dass es bei Neukunden in der Implementierung zu Verzögerungen kommt. Die Geschäftsführung bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als mittel und geht im Falle des Eintretens von einem spürbaren Schadenspotential aus.

Das Unternehmen wickelt für einige Kunden neben der Versendung von Arzneimitteln teilweise auch das Muster- und Werbemittelgeschäft ab. Es besteht das Risiko, dass der Absatz dieser Produkte abnimmt mit Auswirkungen auf die Umsatzebene. Die Geschäftsführung bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als hoch und geht im Falle des Eintretens von einem spürbaren Schadenspotential aus.

LOXXESS führte an den Standorten vorübergehend ein 2-Schichtmodell im Versandbereich sowie teilweise Wochenend- und Nachtarbeit ein. Es besteht das Risiko, dass die steigenden Personalkosten das Ergebnis verschlechtern, da Kunden sich an den Mehrkosten nicht beteiligen. Die Geschäftsführung bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering und geht im Falle des Eintretens von einem geringen Schadenspotential aus.

Des Weiteren sind weitere Kosteneffekte zu erwarten. Es ist von Zusatzkosten im Bereich EDV zu erwarten, da Personen mit Bürotätigkeiten mit erweiterten IT-Geräten ausgestattet wurden, um im Homeoffice arbeiten zu können. In anderen Kostensegmenten (bspw. Reisekosten) ist hingegen mit geringeren Kosten zu rechnen. Die Geschäftsführung bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering und geht im Falle des Eintretens von einem geringen Schadenspotential aus.

Die Auswirkungen für LOXXESS aufgrund der Corona-Pandemie werden von der Geschäftsführung zusammenfassend als spürbar bewertet. Geschäftsgefährdende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden nicht erwartet. Es wird mit einer Korrektur des Ergebnisses gegenüber vorangegangener Erwartung um -15 % gerechnet.

Das Unternehmen wird weiterhin Initiativen im Bereich Digitalisierung (Webshop, Cloudlösungen, elektronischer Rechnungsversand) vorantreiben, um den Kunden effiziente Lösungen zu bieten und die Kundenbindung und den Dienstleistungsumsatz durch die Erweiterung des Dienstleistungsportfolios zu erhöhen.

Darüber hinaus wird LOXXESS einen Teil der Halle 2 am Standort Geretsried-Gelting für weiteres Drittkundengeschäft erschließen, um weitere Kapazitäten am Markt anbieten zu können.

Insgesamt wird für LOXXESS für das Jahr 2020 mit einem Umsatzwachstum gerechnet, verursacht durch Zunahmen im Handelsumsatz. Der Dienstleistungsumsatz sowie das Ergebnis wird auf Vorjahresniveau erwartet.

 

Neutraubling, 28. Juli 2020

Helmut Müller-Neumayr

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LOXXESS Pharma GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LOXXESS Pharma GmbH, Neutraubling, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LOXXESS Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 15. Juli 2020

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schepers, Wirtschaftsprüfer

Köhler, Wirtschaftsprüferin

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019

2019
EUR
2018
EUR
1. Umsatzerlöse 54.424.333,77 44.591.680,13
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestandes an noch nicht angerechneten Leistungen 2.278,77 -3.443,20
3. Sonstige betriebliche Erträge 255.766,22 233.165,55
54.682.378,76 44.821.402,48
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -27.185.830,06 -20.298.449,18
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.505.455,34 -9.039.846,08
-36.691.285,40 -29.338.295,26
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.526.878,49 -5.896.894,85
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.360.702,22 -1.133.857,21
- davon aus Altersversorgung EUR 56.492,70 (Vorjahr: 11.067,06)
-7.887.580,71 -7.030.752,06
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -784.390,59 -783.695,44
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.714.845,47 -3.808.662,91
-50.078.102,17 -40.961.405,67
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 127,00 908,87
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -54.399,17 -80.200,95
-54.272,17 -79.292,08
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.329.839,98 -1.075.660,73
11. Ergebnis nach Steuern 3.220.164,44 2.705.044,00
12. sonstige Steuern -288,00 -58,00
13. Jahresüberschuss 3.219.876,44 2.704.986,00

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