Teleplan Rhein-Main GmbHLiquidiert

64331 Weiterstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 6564
Eingetragen
16.1.1997
Branche
Reparatur und Instandhaltung von TelekommunikationsgerätenReparatur und Instandhaltung von elektrischen AusrüstungenReparatur und Instandhaltung von elektronischen und optischen Geräten
Gegenstand
Die Instandsetzung und Wartung von elektronischen bzw. elektrischen Geräten insbesondere von Telekommunikationssystemen sowie die Durchführung von hiermit verbundenen Schulungen. Die Gesellschaft ist berechtigt, solche zu vertreten, zu erwerben und zu vertreiben, sowie Service und Reparaturen durchzuführen.

Historie

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Management

NameRolle
Johannes Hendrik Valk
seit 12.10.2011
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Teleplan Rhein-Main GmbH

Weiterstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Inhaltsverzeichnis

 

Bestätigungsvermerk

 

Rechnungslegung

 

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

 

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweise:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz-, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Teleplan Rhein-Main GmbH, Weiterstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt 6 "Prognosebericht" im Lagebericht hin. Dort ist ausgeführt, dass die Gesellschaft ihre bisherige operative Geschäftstätigkeit eingestellt und dies bei der Bilanzierung und Bewertung im Jahresabschluss berücksichtigt hat. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wird sich künftig auf die Verwaltung ihres Vermögens beschränken.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 22. Mai 2012

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hanft, Wirtschaftsprüfer

Bendel, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

31.12.2009
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 4.043,84 3.825,72
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 39.873,36 72.214,47
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.653,05 11.286,94
50.526,41 83.501,41
54.570,25 87.327,13
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 52.423,31 129.500,40
2. Waren 442.511,97 1.443.774,53
494.935,28 1.573.274,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.579.840,66 7.518.953,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 307.151,90 220.566,40
3. Forderungen gegen Gesellschafter 5.378.608,24 2.427.010,70
4. Sonstige Vermögensgegenstände 38.632,99 30.311,34
8.304.233,79 10.196.842,15
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 416.741,47 1.131.713,02
9.215.910,54 12.901.830,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten 116.840,26 101.957,28
9.387.321,05 13.091.114,51

PASSIVA

31.12.2009
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 1.077.864,71 1.077.864,71
1.127.864, 71 1.127.864,71
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 770.620,00 577.41 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.705.038,55 4.951.509,03
4.475.658,55 5.528.919,03
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.330.974,01 4.322.065,24
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.301.177,04 1.963.614,41
3. Sonstige Verbindlichkeiten 151.646,74 148.651,12
davon aus Steuern EUR 110.106,18 (Vj. TEUR 67)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 15.830,71 (Vj. TEUR 12)
3.783.797, 79 6.434.330,77
9.387.321,05 13.091.114,51

Gewinn- und Verlustrechnung für 2010

2009
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 16.574.399,70 40.331.707,52
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -77.077,09 -569.575,84
3. Sonstige betriebliche Erträge 350.947,76 119.417,15
davon aus Währungsumrechnung EUR 3.269 (Vj. TEUR 115)
16.848.270,37 39.881.548,83
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.298.075,77 20.725.956,26
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.071.926,28 7.234.036,77
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.218.592,89 7.551.120,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 920.678,05 1.287.631,42
davon für Altersversorgung EUR 49.191,30 (Vj. TEUR 60)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 33.039,79 45.158,16
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.970.192,87 7.185.304,87
davon aus Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. TEUR 77)
19.512.505,65 44.029.207,72
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 64,95 15,07
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 48.754,14 22.525,37
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 35.310,00 (Vj. TEUR 0)
-48.689,19 -22.510,30
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.712.924,47 -4.170.169,19
11. Außerordentliches Ergebnis der Art. 66 und 67 Abs. 1 -158.738,00 0,00
davon Aufwendungen aus der Anwendung bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 158.738,00 (Vj. TEUR 0)
12. Erträge aus Verlustübernahme 2.871.662,47 4.170.169,19
13. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für 2010

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften kommen gemäß § 267 HGB zur Anwendung.

Die Bilanz wurde in Kontenform aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Teleplan Rhein-Main GmbH hat im Geschäftsjahr 2010 erstmals die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) angewendet. Eine Anpassung der Vorjahreswerte an die neuen Bilanzierung- und Bewertungsvorschriften erfolgte auf der Grundlage des Artikel 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht. Der beabsichtigten Schließung des operativen Bereichs der Gesellschaft zum Jahresende 2011 wurde durch entsprechend vorsichtige und verlustfreie Bilanzierung und Bewertung Rechnung getragen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Darüberhinaus werden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Hierbei wird von einer einheitlichen Nutzungsdauer von fünf Jahren ausgegangen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d. h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der so genannten "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,15 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (Stand November 2010) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,00 % berücksichtigt. Im Zuge des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) hat sich die Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB geändert. Der mit der Änderung einhergehende Unterschiedsbetrag wurde der Rückstellung im Geschäftsjahr vollständig zugeführt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Vorräte

Die Aufgliederung des Vorratsvermögens ist in der Bilanz ersichtlich. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Waren in Höhe von TEUR 324 erfasst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen im Verbundbereich beinhalten im Wesentlichen Verlustausgleichsansprüche gegen die Gesellschafterin.

Rückstellungen für Pensionen

Der Unterschiedsbetrag, der durch die erstmalige Anwendung des BilMoG entstanden ist, beträgt TEUR 159. Dieser wurde den Rückstellungen für Pensionen vollständig zugeführt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Leerstandskosten (TEUR 2.138; Vj.: TEUR 600), Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 754; Vj.: TEUR 1.728) sowie personalbezogene Rückstellungen (TEUR 259; Vj.: TEUR 2.258).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten im Verbundbereich beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit empfangenen Konzernleistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer (TEUR 110; Vj.: TEUR 67).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen mit der Instandsetzung und Wartung von elektronischen Geräten und Komponenten erzielt. Die Umsatzerlöse werden grundsätzlich dann erfasst, wenn die Leistung erbracht wurde. Die Gesellschaft ist ausschließlich im Inland tätig.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen TEUR 253 (Vj.: TEUR 0) an periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich überwiegend aus sonstigen Personalkosten (TEUR 1.095; Vj.: TEUR 2.306), Gebühren für empfangene Konzernleistungen (TEUR 1.081; Vj.: TEUR 1.825), Miete und Raumkosten (TEUR 912; Vj.: TEUR 1.190) sowie Kosten für Leerstand des Gebäudes (TEUR 1.538; Vj.: TEUR 600) zusammen.

Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus der Bewertungsumstellung zum 1. Januar 2010 im Rahmen der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und beziehen sich auf die Rückstellungen für Pensionen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Folgende Personen waren im Aufstellungszeitraum für den Jahresabschluss 2010 als Geschäftsführer bestellt:

 

Herr Johannes Hendrik Valk, CFO, Den Haag/Niederlande (ab 12.10.2011)

 

Herr Theodorus Borgert, Global HR Director, Lisse/Niederlande (21.02.2011 bis 12.10.2011)

 

Herr Bernhard Hinderer, Dipl. Betriebswirt, Pöcking (bis 21.02.2011)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen sowie Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Am Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.151.

Die Zahlungen verteilen sich auf folgende Jahre:

TEUR
2011 683
2012 790
2013 678
2.151

Die Vorteile der Miet- und Leasingverträge sind u.a. Liquiditätsschonung, Bilanzneutralität sowie eine klare und transparente Kalkulationsgrundlage. Risiken beim Abschluss von Miet- und Leasingverträgen sind u.a. die Laufzeitbindung und daher das Bestehen eines Fixkostenblocks sowie das Problem der Anschlusslösung bei Vertragsende.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 166 (Vj. 254) Mitarbeiter beschäftigt.

Konzernverhältnisse

Mutterunternehmen ist die Teleplan Germany GmbH, Weiterstadt. Das Mutterunternehmen wird in den Konzernabschluss der Teleplan International N.V., Schiphol, Niederlande, welche den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Damit zählen alle Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Teleplan International N.V. einbezogen werden zu den verbundenen Unternehmen. Eine Kopie des Konzernabschlusses ist unter www.teleplan.com erhältlich.

Honorare des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 51
Sonstige Leistungen 13
64

 

Weiterstadt, 22. Mai 2012

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens 2010

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2010 Zugänge Abgänge 31.12.2010
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 309.291,61 1.287,52 879,50 309.699,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.269,43 0,00 0,00 59.269,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.348.362,96 16.882,50 129.121,25 2.236.124,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.025.895,82 4.057,00 9.318,16 1.020.634,66
3.433.528,21 20.939,50 138.439,41 3.316.028,30
3.742.819,82 22.227,02 139.318,91 3.625.727,93
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2010 Zugänge Abgänge 31.12.2010
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 305.465,89 1.069,40 879,50 305.655,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.269,43 0,00 0,00 59.269,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.276.148,49 27.346,42 107.244,06 2.196.250,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.014.608,88 4.623,97 9.251,24 1.009.981,61
3.350.026,80 31.970,39 116.495,30 3.265.501,89
3.655.492,69 33.039,79 117.374,80 3.571.157,68
Buchwerte
31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 4.043,84 3.825,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.873,36 72.214,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.653,05 11.286,94
50.526,41 83.501,41
54.570,25 87.327,13

Lagebericht für 2010

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Angaben zur Branchenstruktur und Marktentwicklung

Die Teleplan Rhein-Main GmbH ist ein Global Provider für After Sales Services im Bereich Consumer-Electronics, Schwerpunkt Garantieleistungen für den Endverbraucher. Kunden dieser technischen Dienstleistung sind vorwiegend IT- und TK-Hardware-Hersteller.

Im Vergleich zu einer Schrumpfung der Wirtschaft um 5,0% im Jahr 2009 verzeichnet das Jahr 2010 ein Wachstum von 3,6%.

Der allgemeine Trend in Richtung einer Verstärkung und Vertiefung des Dienstleistungsangebotes hat sich weiterhin fortgesetzt. Durch erhöhte Produktqualität und Zuverlässigkeit, sowie durch Preisverfall im IT Sektor, hat sich die Ausfall- und Reparaturrate etwas reduziert.

Der auch aus anderen Branchen und Industrien zu vermerkende Trend einer Abwanderung in Richtung der Niedriglohnländer geht mit unveränderter Geschwindigkeit weiter. Auch Teleplan nutzt die Vorteile der internationalen Globalisierung. In diesen Niedriglohnländern entwickelt sich immer mehr ein eigener Markt mit entsprechender Kaufkraft. Dies führt auch hier zu einer Verbesserung im Transport- und Logistiksektor. Um nicht den Anschluss zu den Hauptwettbewerbern und damit Marktanteile zu verlieren, ist eine rechtzeitige, geplante und koordinierte Bewegung in Richtung dieser zukünftigen Märkte notwendig.

Die bisher bestehenden Vorteile der Teleplan Rhein-Main GmbH aufgrund der günstigen logistischen Lage schwinden zunehmend, sodass eine Wettbewerbsfähigkeit mit den osteuropäischen Ländern nicht mehr gegeben ist. Nur noch in geringem Umfang bietet der Standort einen Logistikvorteil gegenüber den Schwestergesellschaften.

Angaben zur Geschäftsstruktur

Die Teleplan Rhein-Main GmbH ist in drei (Vj. fünf) Geschäftszweige (Business Units) gegliedert, die exakt nach den spezifischen Bedürfnissen der Kunden in ihrem jeweiligen Geschäftsfeld ausgerichtet sind. Die Business Units sind in die Bereiche Notebooks, Monitore und Printer unterteilt. Die integrierte Organisation des Konzerns ermöglicht es, gegenseitig Informationen und Technologien auszutauschen sowie Synergien zwischen den verschiedenen Arbeitstechniken zu schaffen. Auf diese Weise erfährt das Produkt- und Leistungsangebot eines jeden Geschäftsbereichs eine zusätzliche Aufwertung.

1.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung der Teleplan Rhein-Main GmbH

Die Teleplan Rhein-Main GmbH blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2010 zurück. Zum einen mussten Umsatzverluste durch die Verlagerung von Geschäftsaktivitäten an Schwestergesellschaften in Kauf genommen werden, um die Forderung der Kunden nach Preisreduzierungen erfüllen zu können. Die damit zusammenhängenden Restrukturierungsmaßnahmen haben das Ergebnis maßgeblich belastet. Zum anderen führte der Verlust eines Großkunden im Bereich Notebook und Desktop zu erheblichen Umsatzeinbußen. Insgesamt erwirtschaftete die Teleplan Rhein-Main GmbH im Berichtsjahr einen Umsatz von EUR 16,6 Mio. (2009: EUR 40,0 Mio.). Dabei liegt das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung mit TEUR -2.872 um TEUR 1.298 über dem entsprechenden Vorjahresergebnis.

Notebooks

Die bestehenden Programme Sony, Hewlett Packard Notebooks und Desktops haben sich negativ entwickelt. Auch durch die Gewinnung des Kunden Domestic & General in 2010 konnte der Umsatzrückgang nicht aufgefangen werden. Das hohe Qualitätsniveau unserer Prozesse und Abläufe wurde in 2010 beibehalten.

Monitore

Der Trend hin zu größeren Displays hat sich 2010 fortgesetzt. Im Laufe des Jahres hat der Kunde Samsung den bestehenden Servicevertrag gekündigt. Das HP-Monitor SWAP-Programm sowie das Logistik Programm für IBM sind stark rückläufig.

Gaming

Für das MS X-Box Programm agierte Weiterstadt bis Ende 2009 noch als Logistik Hub für nicht UPS basierte Inbound Kunden shipments.

Printer

Die Logistik-Hub Funktion für Kodak Printer ist signifikant zurückgegangen. Im Laufe des 3. Quartals 2010 wurden die Call Center Aktivitäten für HP IPG eingestellt. In dem dafür eingesetzten RAC Team waren zu Beginn des Jahres sechs Call Center Agents beschäftigt.

1.3 Angaben zur Personalentwicklung

Aufgrund des geminderten Umsatzvolumens von -EUR 23,8 Mio. wurde Personal entlassen und der Einsatz von Zeitarbeitskräften reduziert. Dies führte zu einer Reduzierung der Personalkosten um -EUR 4,7 Mio. Die laufenden Personalkosten sind insgesamt um 53,2% gesunken.

2. Ertragslage

2010 2009 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 16.574 100,5% 40.332 101,4% -23.758 -58,9%
Bestandsveränderung -77 -0,5% -570 -1,4% 493 -86,5%
Gesamtleistung 16.497 100,0% 39.762 100,0% -23.265 -58,5%
Materialaufwand 9.370 56,8% 27.960 70,3% -18.590 -66,5%
Personalaufwand 4.139 25,1% 8.839 22,2% -4.700 -53,2%
Abschreibungen 33 0,2% 45 0,1% -12 -26,7%
Sonstiger Betriebsaufwand 5.970 36,2% 7.160 18,0% -1.190 -16,6%
./. übrige betriebliche Erträge -351 -2,1% -94 -0,2% -257 >100,0
Betrieblicher Aufwand 19.161 116,1% 43.910 110,4% -24.749 -56,4%
Betriebsergebnis -2.664 -16,1% -4.148 -10,4% 1.484 -35,8%
Finanzergebnis -49 -22 -27
Außerordentliches Ergebnis -159 0 -159
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung -2.872 -4.170 1.298

Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung fiel um TEUR 1.298 höher aus als im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf den im Verhältnis zum Umsatz überproportional gesunkenen Materialaufwand zurückzuführen.

Aufgrund der mittelfristigen Fixkostenbindung konnten die Personalaufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen nur unterproportional gesenkt werden.

Der sonstige Betriebsaufwand ist im Geschäftsjahr um TEUR 1.190 zurückgegangen. Dies ist im Wesentlichen auf die im Zuge der Personalfreisetzungen gesunkenen sonstigen Personalaufwendungen sowie den Rückgang der Gebühren aus empfangenen Konzernleistungen zurückzuführen.

Die übrigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen.

3. Finanzlage

Die Veränderung des Finanzmittelfonds sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen werden anhand der nachfolgenden Kapitalflussrechnung aufgezeigt:

2010 2009
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis vor Ergebnisübernahme -2.872 -4.170
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 33 45
Zunahme (+)/ Abnahme (-) der Rückstellungen -1.053 2.558
Abnahme (+)/ Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 5.851 3.768
Zunahme (+)/ Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -1.948 -1.481
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 11 720
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -21 -8
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1 -3
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -22 -11
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Veränderung der Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter und Teleplan International N.V. (ohne Ergebnisübernahme) -704 -1.647
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -704 -1.647
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) -715 -938
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.132 2.070
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 417 1.132
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 417 1.132

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist um TEUR 709 zurückgegangen. Dies ist im Wesentlichen auf den deutlichen Rückgang der Rückstellungen und sonstigen Passiva zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich das im Vergleich zu 2009 verbesserte Jahresergebnis aus.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 943 auf -TEUR 704 und resultiert im Wesentlichen aus dem mit dem Umsatzrückgang einhergehenden Rückgang der Gebühren für empfangene Konzernleistungen. Das Jahresergebnis geht mit -TEUR 2.872 in die Cash Flow Betrachtung ein.

4. Vermögenslage

31.12.2010 31.12.2009 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen 55 0,6% 87 0,7% -32 -36,8%
Vorräte 495 5,3% 1.573 12,0% -1.078 -68,5%
Kurzfristige Forderungen 8.304 88,5% 10.197 77,9% -1.893 -18,6%
Flüssige Mittel 417 4,4% 1.132 8,6% -715 -63,2%
Übrige Aktiva 116 1,2% 102 0,8% 14 13,7%
9.387 100,0% 13.091 100,0% -3.704 -28,3%
Kapital
Eigenkapital 1.128 12,0% 1.128 8,6% 0 0,0%
Langfristige Verbindlichkeiten 2.176 23,2% 1.177 9,0% 999 84,9%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 6.083 64,8% 10.786 82,4% -4.703 -43,6%
9.387 100,0% 13.091 100,0% -3.704 -28,3%

Die Bilanzsumme sank im Berichtsjahr um TEUR 3.704, wofür vor allem die verringerten kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten verantwortlich sind.

Der Rückgang des Anlagevermögens ist im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres zurückzuführen.

Das Vorratsvermögen verminderte sich zum Bilanzstichtag um TEUR 1.078. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Verlagerung von Geschäftsfeldern hin zu den Schwestergesellschaften.

Die kurzfristigen Forderungen umfassen vor allem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.580) sowie Forderungen gegen Gesellschafter (TEUR 5.379).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich (-65,7%) insbesondere infolge des Umsatzrückganges. Demgegenüber erhöhten sich die Forderungen gegen Gesellschafter (>100%). Dies resultiert aus der Verpflichtung der Verlustübernahme durch die Gesellschafterin.

Die langfristigen Verbindlichkeiten betreffen die Rückstellungen für Pensionen (TEUR 771) sowie die Rückstellungen für Leerstandskosten (TEUR 1.405).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen die sonstigen Rückstellungen (TEUR 1.568), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.331) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 1.301).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 46,1% aufgrund der Einstellung bzw. Verlagerung bestimmter Geschäftszweige an ausländische Schwestergesellschaften und der damit einhergehenden Verringerung von Transportkosten für die Gesellschaft.

Im Ganzen verringerte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um rund 28,3%.

5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

In 2011 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 5.934 sowie ein infolge der umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen deutlich negatives Jahresergebnis erzielt. Insofern war die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft aufgrund der Tatsache, dass sie als Tochterunternehmen des Teleplan N.V.-Konzerns überwiegend durch Mittel des Konzerns finanziert wird, abhängig von der Entwicklung der Muttergesellschaft und der des Gesamtkonzerns der Teleplan N.V., WTC Schiphol, Niederlande.

Zum Jahresende 2011 hat die Gesellschaft ihre bisherige operative Geschäftstätigkeit eingestellt. Da sich die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft künftig auf die Verwaltung ihres Vermögens beschränkt, sieht die Geschäftsführung in diesem Zusammenhang keine nennenswerten Chancen und Risiken hinsichtlich der weiteren zukünftigen Entwicklung.

6. Prognosebericht

In der ersten Jahreshälfte 2010 wurde das In Warranty Repair Geschäft (IW) für die Firma Sony zu der Schwestergesellschaft Teleplan Prag verlagert. Diese Maßnahme war erforderlich, um der Preissenkung seitens Sony nachkommen zu können. Das Sony betreffende Out Of Warranty Geschäft (OOW) wurde im Laufe des Jahres 2011 ebenfalls nach Prag verlagert. Der geplante weitere Ausbau des OOW Geschäfts für andere Programme konnte nicht realisiert werden.

Die Firma Samsung hat im Geschäftsjahr 2010 das gesamte Volumen des In Warranty Geschäfts für Notebooks und Monitore an einen Wettbewerber ausgegliedert. Dadurch konnte auch das OOW Servicegeschäft für Endkunden nicht am Standort gehalten werden.

HP als verbleibender wichtiger Kunde hat sich entschieden, seine Reparaturdienstleistungen weltweit von nur noch drei Servicepartnern durchführen zu lassen. Dabei hat sich HP gegen Teleplan als Partner entschieden. Damit einher geht der Verlust des In Warranty Repair Geschäfts für Teleplan in der zweiten Jahreshälfte 2011.

Einhergehend mit dem Verlust der beiden wesentlichen Hauptkunden hat Teleplan Ende 2009 ein Restrukturierungsprogramm aufgelegt. Dieses hat in 2010 und Anfang 2011 zum Abbau von rd. 110 Mitarbeitern geführt.

Durch die Verlagerung des Sony Geschäfts sowie den Verlust des Samsung Geschäfts im Geschäftsjahr 2010 sind die Umsatzerlöse um rund 59% zurückgegangen. Aufgrund des Verlustes des letzten bestehenden Großkunden HP und der nicht erreichten Ziele des Ausbaus des OOW Geschäftes hat die Gesellschaft die bisherige operative Geschäftstätigkeit zum Jahresende 2011 eingestellt. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wird sich künftig auf die Verwaltung ihres Vermögens beschränken.

7. Nachtragsbericht

Im August 2011 wurden die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen weiteren Sozialplan mit dem Ziel der vollständigen Schließung des operativen Bereichs der Teleplan Rhein-Main GmbH aufgenommen. Der Sozialplan wurde am 15. September 2011 unterzeichnet. Die sich daraus gegenüber den Arbeitnehmern ergebenen Verpflichtungen wurden im September 2011 in Höhe von TEUR 2.982 zurückgestellt. Der Betrag enthält Abfindungsverpflichtungen von TEUR 1.824 sowie die Kosten der Freistellung und Nicht-Auslastung der Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 1.158. Bis zum 31. Oktober 2011 wurde die Abfindungsverpflichtung in Höhe von TEUR 105 sowie die Rückstellung für Freistellung und Nicht-Auslastung in Höhe von TEUR 374 in Anspruch genommen. Die Abwicklung des Sozialplans wird bis zum 30. April 2012 abgeschlossen sein.

 

Weiterstadt, 22. Mai 2012

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