Stammdaten

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Amtsgericht Saarbrücken HRB 16865
Eingetragen
1.2.2008
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Gegenstand
Die Vermittlung und Durchführung von Leasing- und Mietkaufverträgen und die Leistung von damit zusammenhängenden Diensten, der Handel mit den Leasinggütern, insbesondere mit Baumaschinen, sonstigen Maschinen für den industriellen Bedarf, Kraftfahrzeugen und artverwandten Produkten, ferner der Abschluss von Factoringverträgen, sowie die Vermittlung gewerblicher Darlehen nach § 34 c Gewerbeordnung.

Historie

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Management

NameRolle
Elmar Quirmbach
seit 7.1.2014
Sonstige

Konzern- und Jahresabschlüsse

defrasa ag

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht 2009:

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Die Finanzkrise und die Folgen daraus haben auch im Jahr 2009 sowohl freie als auch bankenabhängige Leasinggesellschaften sehr stark beeinflusst. So war im Berichtsjahr die Neugeschäftsentwicklung in der gesamten Branche immens rückläufig, welches zum einen in der mangelnden Investitionsbereitschaft in wichtigen Schlüsselbranchen, wie z.B. der Automobilindustrie und dem Maschinenbau begründet liegt, jedoch auch auf einer allgemeinen Vorsicht der Unternehmen bei ihren Investitionsentscheidungen beruht.

Die Neugeschäftsrückgänge in der Leasingbranche können aus den nachfolgend aufgeführten Marktentwicklungen der Leasinggesellschaften entnommen werden. Es ist zu betonen, dass die freien Gesellschaften am stärksten beeinträchtigt waren, was direkt mit den erschwerten Refinanzierungsmöglichkeiten der Geschäftsbanken zusammenhängt.

Die größten Refinanzierer in Deutschland, wie bspw. die HSH Nordbank oder die Stadtsparkasse Köln, haben die Refinanzierung vollständig eingestellt und bundesweit aktive Sparkassen beschränkten ihr Refinanzierungsprogramm nur noch auf regionale Märkte.

Marktentwicklung im Mobilien-Leasing in 2009

(gem. BDL - Bundesverband Deutschen Leasingunternehmen e.V.)

• Anzahl Neuverträge: ./. 17,6 %
• Anschaffungskosten Objekte: ./. 22,5 %
• Gesamtvolumen: 44,3 Mrd. EUR (Vorjahr: 57,1 Mrd. EUR)

Entwicklung der defrasa ag

Das Geschäftsjahr 2009 war trotz eines schwierigen Marktumfelds von einer deutlichen Erweiterung des Vertriebsnetzes, der Einführung einer neuen ERP-Software für die Vertragsverwaltung sowie der Vertriebsprozesse im Partnergeschäft gekennzeichnet.

Die Einführungsphase der Software konnte abgeschlossen und die Bestandspflege der Leasingverträge vollumfänglich gesichert werden. Die Phase des Aufbaus der Organisationsstrukturen ist nunmehr beendet, d.h. der geordnete Geschäftsbetrieb kann zugunsten einer deutlich verstärkten Marktoffensive als gegeben angesehen werden.

Im Hinblick auf die nach wie vor bestehenden Schwierigkeiten zur Platzierung der Anfragen bei den Refinanzierungspartnern konnte das Neugeschäft nicht planmäßig erreicht werden. Somit konnte das trotz einem Mehrfachen an akquirierten Finanzierungsanfragen geplante Neugeschäftsvolumen nur zu 28 % realisiert werden.

Es ist jedoch trotzdem gelungen, ein eigenaktiviertes Neugeschäft bei Leasing- und Mietkaufverträgen von 3.530 TEUR zu erzielen. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 bedeutet dies einen Neugeschäftsrückgang von rd. 7,2 %. Rechnet man zu dem bereits aktivierten Neugeschäft die im Geschäftsjahr 2009 kontrahierten Verträge mit Laufzeitbeginn im Geschäftsjahr 2010 hinzu, kommt man auf ein Neugeschäftsvolumen von TEUR 4.296, was eine Steigerung von 11 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Die zugesagten Vermittlungsanfragen sind im Vergleich zum Vorjahr um 252 % auf ein Volumen von 2.607 TEUR gestiegen (2008 = 740 TEUR).

Im Hinblick auf die fehlenden Refinanzierungspartner wurde daher verstärkt Wert auf den Ausbau der Kooperationen mit anderen Leasinggesellschaften gelegt, um hierdurch ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur grenzüberschreitenden Betreuung von Herstellern und Lieferanten zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang wurden im Berichtsjahr weitere Kooperationsverträge abgeschlossen bzw. neu gefasst, wobei zwei wesentliche Verträge hier erwähnt werden sollten:

a.)

Forfaitierungsrahmenvertrag mit der CB Credit-Bank für das kleinvolumige Vertriebsleasing bis 25 TEUR mit standardisierten Vertragsformen auf bundesweiter Basis (eigenaktiviertes Geschäft)

b.)

Deutsche Leasing als Vendorpartner und Vermittler im Rahmen deren neuem Vermittlerprogramm, welches uns bundesweit die Möglichkeit bietet, mit dem Marktführer in Deutschland und im Ausland zusammenzuarbeiten (Vermittlungsgeschäft)

In der Zwischenzeit sind auch die Auslandsbanken teilweise wieder in das Leasinggeschäft in Deutschland zurückgekehrt, so dass der ursprünglich aufgelöste Kooperationsvertrag mit der ING Lease Deutschland überarbeitet und neu abgeschlossen werden konnte.

Im Bereich der erneuerbaren Energien wurde die Kompetenz weiter ausgebaut und erste Vertriebserfolge erzielt. Mit einem der größten, südwestdeutschen Photovoltaik-Projektierer konnte für unser Unternehmen ein Kooperationsvertrag für gewerbliche Solaranlagen abgeschlossen werden, der neben der Anlagenvermittlung auch die Darstellung einer Finanzierungslösung beinhaltet. Diese Aktivitäten werden auch im neuen Geschäftsjahr konsequent weiter verfolgt.

In 2009 erfolgten weitere Kapitalerhöhungen von 450 TEUR auf nunmehr 550 TEUR, um dem weiterhin hohen Kapitalbedarf Rechnung zu tragen.

II. Darstellung der Lage der Gesellschaft

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr Leasingerträge von TEUR 2.743. Das Geschäftsjahr 2009 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 514 ab, wobei hierin Abschreibungen von TEUR 136 auf den aktivierten Ingangsetzungsaufwand enthalten sind. Der Personalaufwand wurde durch Kurzarbeit und Gehaltsverzichte der Vorstände um 30 % gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Die im Mai 2009 eingeführte Kurzarbeit wurde im September 2009 wieder eingestellt, um dem gestiegenen Geschäftsumfang Rechnung zu tragen und den weiteren Ausbau der Gesellschaft nicht zu gefährden.

Aus dem reinen Leasinggeschäft heraus (Leasingerträge ./. Leasingaufwendungen) wurde jedoch ein positives Ergebnis von TEUR 667 erwirtschaftet.

Die Vermögenslage ist auf der Aktivseite von den im Rahmen des Eigengeschäftes aktivierten Leasinggegenständen (TEUR 3.515) geprägt.

Die Passivseite beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Erlöse aus forfaitierten Leasingraten und Mietsonderzahlungen (TEUR 2.511) sowie die Finanzierungsverbindlichkeiten zur Finanzierung des Leasingvermögens und des laufenden Geschäftsbetriebes.

Wie in der Leasingbranche bekannt, ist die Aussagefähigkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer Leasinggesellschaft nicht allein anhand der Bilanz und GuV möglich. Hierzu ist eine stichtagsbezogene Substanzwertrechnung mit heranzuziehen, die u.a. den Barwert zukünftiger Erträge und Aufwendungen sowie künftiger Nachgeschäftserlöse des Vertragsbestandes zum Bilanzstichtag berücksichtigt. Die defrasa ag weist zum 31.12.2009 einen positiven Substanzwert von TEUR 388 aus.

III. Risikobericht

Risikomanagement, Ziele und Risikomanagementmethoden

Im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Jahressteuergesetzes 2009 erfolgte eine Anpassung des Kreditwesengesetzes, wodurch Leasinggesellschaften, die Finanzierungsleasingverträge abschließen oder Objektgesellschaften verwalten als Finanzdienstleistungsinstitute klassifiziert wurden und somit in wesentlichen Bereichen einer Aufsicht durch BaFin und Bundesbank unterliegen. Teil der aufsichtsrechtlichen Verpflichtungen ist, dass nunmehr auch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) für Leasinggesellschaften zu erfüllen sind. Vor diesem Hintergrund wurden die organisatorischen und technischen Voraussetzungen zur Umsetzung der MaRisk bei der defrasa ag im laufenden Geschäftsjahr überarbeitet und angepasst. Eine vollständige Umsetzung der Anforderungen der MaRisk ist für das Geschäftsjahr 2010 geplant. Damit eine ordnungsgemäße Umsetzung sichergestellt wird, wurde ein Projektplan erarbeitet.

Die Geschäftsführung ist bestrebt, die Risiken des operativen Geschäftes zu minimieren. Restwertrisiken, wie sie z.B. bei KFZ-Leasinggesellschaften durch sog. Operate-Lease-Verträge bestehen, werden durch den Abschluss sogenannter Andienungsverträge mit der Verpflichtung des Kunden zur Vollamortisation nahezu vollständig ausgeschlossen. Die Möglichkeit zur Generierung von Mehrerlösen bleibt hiervon unberührt.. Durch die Art der Finanzierung der Kundengeschäfte (Forfaitierung) ist gewährleistet, dass die Forderungen regresslos verkauft werden. Es verbleibt bei uns hier das sog. Veritätsrisiko (Rechtsbestandshaftung), welches durch Direkterwerbe durch Lieferanten sowie die Vertragsgestaltung ausgeschlossen wird. Die von der levoBank eG eingeräumte Refinanzierungslinie auf Eigenrisiko der defrasa ag wird nur mit Geschäften belegt, welche mit vertretbaren Restwertrisiken und gängigen Objekten ausgestattet sind. Die Belegung dieser Linie bedarf eines einstimmigen Beschlusses der Vorstände.

Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Die künftige Entwicklung der Gesellschaft ist ausschließlich durch die Entwicklung des Neugeschäfts und dessen Refinanzierungspotential geprägt, wobei hier insbesondere auf die zwischenzeitlich deutlich verbesserte, konjunkturelle Lage und somit die Zunahme der allgemeinen Investitionstätigkeit hingewiesen wird.

Die Anfragesituation bei der Gesellschaft verbessert sich zunehmend. Dieses ist zum Teil bereits auf die Ausweitung des Vertriebsnetzwerks und andererseits in der kontinuierlichen Zuführung neuer Absatzpartner begründet. Es wird hier z.B. insbesondere auf den Forfaitierungsvertrag für das kleinvolumige Vertriebsleasing hingewiesen, welches uns auch die Forfaitierung von kleinvolumigen Geschäft ab 5 TEUR ermöglicht. Große Wettbewerber vernachlässigen den Bereich unter 50 TEUR nahezu vollständig, was uns in diesem Marktsegment einen deutlichen Wettbewerbsvorteil bietet und es uns ermöglicht, mittelständische Absatzpartner aus der Region aktiv anzugehen.

Des Weiteren ist durch den Ausbau von Kooperationen die Möglichkeit gegeben, die Kunden auch dann weiter zu betreuen, wenn eine Refinanzierungsmöglichkeit über die defrasa ag selbst nicht gegeben ist.

Das Erreichen der Planung der Gesellschaft hängt ausschließlich von dem Investitionspotential und dem Neugeschäft ab, welches aktiv akquiriert wird. Hier besteht jedoch derzeit das Problem, dass insbesondere bei guten Adressen ein erheblicher Wettbewerbsdruck auch hinsichtlich der realisierungsfähigen Margen besteht.

Der Reduzierung der zentralen Refinanzierungsinstitute wird verstärkt durch eine dezentrale Ausweitung der Refinanzierungsquellen über die Zusammenarbeit mit einer zunehmenden Zahl von Sparkassen und Genossenschaftsbanken begegnet. Es konnten zwischenzeitlich weitere Forfaitierungsverträge, z. B. mit der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord in Mannheim sowie der Ostsächsischen Sparkasse in Dresden, abgeschlossen werden. Weitere Aktivitäten, z.B. mit der Volksbank Rems, der Kreissparkasse Köln, der Stadtsparkasse München und der Sparkasse Unna laufen derzeit, um auch dort für die Repräsentanten die regionalen Refinanzierungsmöglichkeiten auszubauen.

Für die Repräsentanzen im Norden konnte der Kooperationsvertrag mit der ING Lease Deutschland GmbH in modifizierter Form abgeschlossen werden, so dass neben den nationalen Potentialen auch international deren Netzwerk zur Kunden- und Lieferantenbetreuung genutzt werden kann.

Insgesamt sehen wir die vorgenannten Risiken als solche, die die Entwicklung unserer Gesellschaft beeinflussen können. Allerdings hat sich die Investitionstätigkeit in den letzten Monaten spürbar verbessert, weshalb wir aufgrund der gegenwärtigen, konjunkturellen Entwicklung auch gute Chancen zur Erhöhung des Neugeschäftes sehen. Dadurch werden die Risiken zunehmend minimiert und der Fortbestand der Gesellschaft weiterhin gewährleistet.

Auf die wesentlichen Risiken wird nachfolgend eingegangen:

a.) Adressausfallrisiko

Da mit Ausnahme der Blockdarlehenslinie bei der levoBank Vereinte Volksbanken Lebach Eppelborn eG keine sonstigen Refinanzierungslinien bestehen, arbeiten wir fast ausschließlich im Rahmen der Forfaitierung. Das Adressausfallrisiko beschränkt sich deshalb auf das sog. Veritätsrisiko, wobei dieses durch entsprechende Maßnahmen vollständig für die defrasa ag vermieden wird. Durch den Direkterwerb von Lieferanten ist dieses praktisch ausgeschlossen. Die uns zur Verfügung stehende Blockdarlehenslinie zur Refinanzierung des Leasinggeschäfts Bank in Höhe von TEUR 500 ist per 31.12.2009 mit TEUR 203 ausgelastet. Durch die vorgenannten Einschränkungen zur Belegung der Linie wird das maximale Risiko hieraus mit 1-2 % der Belegung geschätzt. Es bestehen keine Rückstände bei den belegten Einzelgeschäften, so dass derzeit keine Risiken erkennbar sind.

b.) Marktrisiko

Ein Marktrisiko durch nachteilige Veränderung von Marktpreisen oder Preis beeinflussende Parametern wird derzeit nicht gesehen. Währungsrisiken bestehen nicht, da unser Unternehmen im eigenaktivierten Geschäft ausschließlich im Euroraum aktiv ist. Zinsänderungsrisiken werden durch Refinanzierung mit fristenkonkruenter Zinsbindung vollständig ausgeschlossen. Aus offenen Restwerten resultiert zum Bilanzstichtag ein zu vernachlässigendes Restwertrisiko von unter TEUR 5. Das Marktrisiko ist ausschließlich durch die Investitionsbereitschaft der Kunden beeinflusst, welche jedoch insgesamt wieder zunehmend ist, so dass derzeit hieraus keine negativen Aspekte zu erkennen sind.

c.) Operationelle Risiken

Die innerbetrieblichen Abläufe sowie die Betriebssicherheit konnten durch die Erneuerung der ERP-Software massiv stabilisiert werden. Insoweit werden keine betrieblichen und rechtlichen Risiken gesehen.

Dem Betrugsrisiko wird durch konsequente Prüfung der Legitimation der handelnden Personen sowie durch entsprechende Vorsicht bei den Bonitätsprüfungen begegnet. Sofern in Einzelfällen SALB-Geschäfte erfolgen, werden die finanzierten Objekte vor Auszahlung geprüft und übernommen. Ein im neuen Geschäftsjahr aufgedeckter Betrugsfall ist durch den regresslosen Verkauf der Forderungen und die Sicherungsübereignung der Objekte an den Refinanzierer gedeckt. Ein Veritätsrisiko ist bis dato nicht zu erkennen.

Um die fachliche Qualifikation unserer Mitarbeiter sicherzustellen, erfolgen regelmäßig sowohl hausinterne als auch externe Schulungsmaßnahmen.

d.) Liquiditätsrisiko

Den Liquiditätsrisiken wird durch eine laufende Liquiditätsplanung begegnet. Das Liquiditätsmanagement ist wiederum aufgrund der laufenden Kosten im Wesentlichen durch das Neugeschäft beeinflusst. Sofern das Planergebnis erreicht werden kann, sind auch keine Liquiditätsrisiken zu erwarten. Die Linien, welche nicht die Refinanzierung der Leasingverträge betreffen, wurden per 12/2009 mit TEUR 444 (68 %) beansprucht. Die kurzfristige Liquiditätsplanung zeigt, dass die Zahlungsbereitschaft unter Berücksichtigung der Zahlungseingänge aus Neugeschäften gewährleistet ist. Sofern das geplante Neugeschäftsvolumen nicht erreicht werden kann, wäre zur Fixkostendeckung ein entsprechender Liquiditätsbedarf aus den verminderten Erlösen durch anderweitige Maßnahmen, wie z.B. Kapitalerhöhungen oder Kostensenkungen zu decken.

IV. Prognosebericht

Es ist in 2010 ein Neugeschäft (Eigenaktivierung) in Höhe von TEUR 14.000 geplant. In der Vermittlung an Kooperationsgesellschaften wird von einem Volumen von TEUR 6.000 ausgegangen.

Das Vertriebsnetzwerk wird hierzu weiter ausgebaut, um das Eigengeschäft zu stärken. Es wird kontinuierlich versucht, die derzeitige Situation am Markt nutzend, um weitere, gute Vertriebspartner als freiberufliche Repräsentanten zu gewinnen.

Die defrasa ag gestaltet den Ausbau des Vertriebsnetzwerkes ausschließlich mit freiberuflichen Mitarbeitern, um die Fixkostensituation möglichst moderat zu gestalten.

Im Hinblick auf die nach wie vor nur rudimentär verfügbaren Blockdarlehenslinien gewichten wir im Rahmen der Planung das sog. "Vermittlergeschäft" gleichgewichtig mit der Forfaitierung und somit der Eigenaktivierung.

Das Vermieterwechselgeschäft mit der Commerz Real Mobilienleasing GmbH, konnte bisher aus verschiedenen Gründen noch nicht die von beiden Seiten gewünschte Belebung erfahren, wobei diese Möglichkeit weiter besteht.

Gerade im großvolumigen Geschäft soll zukünftig jedoch wieder verstärkt mit der Commerz Real Mobilienleasing GmbH und der Deutsche Leasing für Sparkassen und Mittelstand GmbH zusammengearbeitet werden.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2010 konnten aufgrund der schlechten Witterungslage und der damit einhergehenden Investitionszurückhaltung, insbesondere in dem Segment "Vermietergeschäft", noch nicht die erwartenden Erträge erzielt werden. Nach der weltweit führenden Baumaschinenleitmesse, der BAUMA 2010, im April in München wird sich jedoch zeigen, ob eine spürbare Entspannung einsetzt, so dass in dieser Branche wieder mit steigenden Umsätzen gerechnet werden kann.

Durch die erkennbare Belebung der Investitionstätigkeit sowie der Ausweitung der Refinanzierungsmöglichkeiten der defrasa ag sind die Planzahlen durch das erwartete starke zweite Halbjahr erreichbar. Es wird derzeit ein Akquisitionsprogramm, insbesondere für das regionale Geschäft, um dem regionalen Refinanzierungspart Rechnung zu tragen, sowie das kleinvolumige Vertriebsleasing entwickelt und umgesetzt, um das Erreichen der geplanten Ergebnisse sicherzustellen.

Durch die neu begründete Kooperation unseres Vertriebspartners MWS Leasing GmbH mit deren neuem Absatzfinanzierungspartner "Palfinger" wird auch eine zunehmende Zahl von Anfragen im Regionalgeschäft erwartet.

Im Hinblick auf die sehr engen Refinanzierungsmöglichkeiten einzelner mittelständischer Leasinggesellschaften sind am Markt Bestrebungen im Gange, gemeinsam mit interessierten Banken neue Refinanzierungsplattformen aufzubauen.

Die defrasa ag möchte sich hieran beteiligen und wird von diesen Aktivitäten im Erfolgsfall ebenfalls profitieren, sofern entsprechende Bankpartner gefunden werden, welche das Geschäftsfeld "Refinanzierung von Leasinggesellschaften" wieder als Marktchance sehen, um hierüber auch das Mittelstandsgeschäft auszubauen. Die Zeichen hierfür stehen positiv, wenn auch für die Umsetzung derzeit noch keine zeitliche Aussage getroffen werden kann. Die potentiellen Partner und Banken können heute noch nicht im Einzelnen genannt werden, da die Verhandlungen aktuell noch laufen.

 

Saarbrücken, 26. März 2010

defrasa ag

Der Vorstand

Elmar Werner Quirmbach

Bernhard Schaaf

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2009

Aktiva

EUR Vorjahr
EUR
1. Barreserve
Kassenbestand 374,16 5,03
2. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 18.830,20 98.826,25
3. Forderungen an Kunden 95.703,84 0,00
4. Leasingvermögen 3.515.024,12 2.555.718,82
5. Immaterielle Anlagewerte 1.846,08 0,00
6. Sachanlagen 15.178,91 19.525,96
7. Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital 67.231,93 0,00
darunter: eingefordert 0,00 EUR
8. Sonstige Vermögensgegenstände 54.383,58 87.821,05
9. Rechnungsabgrenzungsposten 815,13 10.125,00
10. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 7.629,46 0,00
11. Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs 403.970,09 540.085,12
4.180.987,50 3.312.107,23

Passiva

EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 493.325,51 976.436,96
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 782.922,35 355.177,72
1.276.247,86 1.331.614,68
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Andere Verbindlichkeiten täglich fällig 67.031,51 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 293.600,96 26.014,65
4. Rechnungsabgrenzungsposten 2.511.007,17 1.845.930,04
5. Rückstellungen
Andere Rückstellungen 33.100,00 19.100,00
6. Zur Durchführung einer beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 0,00 32.768,07
7. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 550.000,00 100.000,00
b) Kapitalrücklage 67.231,93 67.231,93
c) Bilanzverlust, sofern durch Eigenkapital gedeckt - 617.231,93 - 110.552,14
0,00 56.679,79
4.180.987,50 3.312.107,23

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2009

EUR EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Leasingerträge 2.743.110,30 1.587.782,12
2. Leasingaufwendungen - 2.075.894,41 - 1.289.927,31
667.215,89 297.854,81
3. Zinserträge (inklusive Zinsanteil Mietkauf) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 88.083,74 20.501,48
4. Zinsaufwendungen - 83.482,47 - 43.483,51
4.601,27 - 22.982,03
5. Provisionserträge 47.095,72 21.700,51
6. Provisionsaufwendungen - 56.653,39 - 25.848,06
- 9.557,67 - 4.147,55
7. Sonstige betriebliche Erträge 10.006,73 537.367,99
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter - 254.175,64 - 373.121,79
ab) Soziale Abgaben - 30.532,40 - 31.818,24
- 284.708,04 - 404.940,03
b) andere Verwaltungsaufwendungen - 265.562,37 - 308.295,71
- 550.270,41 - 713.235,74
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf Leasingvermögen - 493.956,54 - 191.480,00
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen - 4.366,01 - 3.083,62
c) auf Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs - 136.115,03 - 4.375,00
- 634.437,58 - 198.938,62
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 1.096,19 0,00
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit - 513.537,96 - 104.081,14
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 0,29 0,00
13. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 10. ausgewiesen - 771,00 - 771,00
- 771,29 - 771,00
14. Jahresfehlbetrag - 514.309,25 - 104.852,14
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr - 110.552,14 - 5.700,00
16. Bilanzverlust - 624.861,39 - 110.552,14

Anhang für das Geschäftsjahr 2009

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 der defrasa ag, Saarbrücken, ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des HGB erstmalig in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) und unter Beachtung des Aktiengesetzes aufgestellt worden. Im Vorjahr wurde von der einmaligen Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf die Anwendung der branchenspezifischen Vorschriften für Finanzdienstleistungsinstitute i.S.d. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG zu verzichten. Gem. § 265 Abs. 2 Satz 1 HGB in Verbindung mit § 340a HGB wurden die Vorjahreszahlen ebenfalls nach den für Finanzdienstleistungsinstituten geltenden Postenbezeichnungen angegeben.

Der Jahresabschluss besteht aus Jahresbilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang. Darüber hinaus wurde nach § 289 HGB ein Lagebericht aufgestellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Barreserve ist zum Nennbetrag bilanziert.

Die Forderungen an Kreditinstitute, die Forderungen an Kunden und die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennbetrag bewertet. Erkennbaren Risiken ist durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Von der Möglichkeit zur Bildung stiller Reserven für allgemeine Bankrisiken i.S.d. § 340f HGB wurde bis dato kein Gebrauch gemacht.

Das Leasingvermögen, die immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bewertet. Bei den zugrunde liegenden Nutzungsdauern und Abschreibungssätzen orientieren wir uns an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Tabellen. Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach den steuerlichen Vereinfachungsregelungen bilanziert. Da die Bilanzgliederung nach dem Formblatt 1 der RechKredV keinen Posten zur Erfassung des Leasingvermögens vorsieht, wurde zur Erfassung der Branchenspezifika von Leasinggesellschaften die Bilanzgliederung in Übereinstimmung mit dem Rundschreiben des Bundesverbands Deutscher Leasingunternehmen e.V. vom 22. Dezember 2009, Az. 2/038, gem. § 265 Abs. 5 HGB um einen Posten "Leasingvermögen" erweitert.

Als Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs wurden nur solche nicht-aktivierungsfähigen Aufwendungen angesetzt, die auf die Ingangsetzungsphase in den Geschäftsjahren 2007 und 2008 entfielen und unmittelbar dem Aufbau des Geschäftsbetriebs der Gesellschaft gedient haben. Sie werden gemäß § 282 HGB jährlich mit 25 % abgeschrieben. Da die Bilanzgliederung nach dem Formblatt 1 der RechKredV keinen Posten zur Erfassung der Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs vorsieht, erfolgte gem. § 265 Abs. 5 HGB eine Erweiterung des Gliederungsschemas um diesen Posten.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Die Rückstellungen sind in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die ungewissen Verpflichtungen und Risiken abzudecken.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen die erhaltenen Erlöse aus der Forfaitierung zukünftig fälliger Leasingraten ausgewiesen. Der Ansatz erfolgt zum Barwert. Die Erlöse aus forfaitierten Leasingraten werden linear über die Laufzeit des zugrunde liegenden Leasingvertrags erfolgswirksam aufgelöst. Erlöse aus Forfaitierungen von Restwerten, die durch ein Andienungsrecht unterlegt sind, werden in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen, über die Laufzeit aufgezinst und am Ende der Laufzeit erfolgswirksam aufgelöst.

Von dem Wahlrecht zur Bildung eines "Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB wurde bis dato kein Gebrauch gemacht.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Formblatt 3 der RechKredV wurde in Übereinstimmung mit dem Rundschreiben des Bundesverbands Deutscher Leasingunternehmen e.V. vom 22. Dezember 2009, Az. 2/038, gem. § 265 Abs. 5 HGB um die Posten "Leasingerträge" und "Leasingaufwendungen" erweitert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Restlaufzeitengliederung der Forderungen und der Verbindlichkeiten

Fristengliederung (31.12.2009) bis 3 Monate
TEUR
4 bis 12 Monate
TEUR
13 bis 60 Monate
TEUR
Summe
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 19 - - 19
Forderungen an Kunden 9 17 70 96
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 533 - 743 1.276
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 67 - - 67
Fristengliederung (31.12.2008) bis 3 Monate
TEUR
4 bis 12 Monate
TEUR
13 bis 60 Monate
TEUR
Summe
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 99 - - 99
Forderungen an Kunden - - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 976 - 355 1.331
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - - - -

3.2. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2009 sind auf dem nachfolgenden Blatt 4 dieses Anhangs dargestellt.

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am
01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am
31.12.2009
EUR
1. Leasingvermögen 2.747.198,82 1.670.293,79 339.930,00 4.077.562,61
2. Immaterielle Anlagewerte
Lizenzen 0,00 2.769,00 0,00 2.769,00
3. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.609,58 499,00 1.717,90 21.390,68
4. Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs 544.460,12 0,00 0,00 544.460,12
3.314.268,52 1.673.561,79 341.647,90 4.646.182,41
Abschreibungen
Stand am
01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am
31.12.2009
EUR
1. Leasingvermögen 191.480,00 493.956,54 122.898,05 562.538,49
2. Immaterielle Anlagewerte
Lizenzen 0,00 922,92 0,00 922,92
3. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.083,62 3.443,09 314,94 6.211,77
4. Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs 4.375,00 136.115,03 0,00 140.490,03
198.938,62 634.437,58 123.212,99 710.163,21
Buchwerte
Stand am
31.12.2009
EUR
Stand am
31.12.2008
EUR
1. Leasingvermögen 3.515.024,12 2.555.718,82
2. Immaterielle Anlagewerte
Lizenzen 1.846,08 0,00
3. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.178,91 19.525,96
4. Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs 403.970,09 540.085,12
3.936.019,20 3.115.329,90

3.3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr TEUR 88) enthalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer (TEUR 38; Vorjahr TEUR 51).

3.4. Stellung von Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten

Für die nachfolgenden Verbindlichkeiten wurden Vermögensgegenstände als Sicherheit in entsprechender Höhe übertragen:

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 50
b) mit vereinbartern Laufzeit oder Kündigungsfrist 782

Die Stellung von Sicherheiten erfolgte für Geldaufnahmen für zweckgebundene Refinanzierungsmittel.

3.5. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 294 (Vorjahr TEUR 26) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 288; Vorjahr TEUR 13).

3.6. Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen enthalten wie im Vorjahr ausschließlich Rückstellungen für Prüfungs- und Beratungskosten.

3.7. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 550.000 (Vorjahr: 100.000) Stückaktien, je mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro je Aktie am Grundkapital zusammen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Oktober 2008 wurde das gezeichnete Kapital um EUR 100.000,00 (100.000 Stückaktien, je mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro je Aktie am Grundkapital) erhöht, die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 27. Januar 2009.

In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 05. Februar 2009 wurde die Erhöhung des gezeichneten Kapitals um EUR 200.000,00 (200.000 Stückaktien, je mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro je Aktie am Grundkapital) beschlossen. Die Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte am 16. März 2009.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. September 2009 wurde das gezeichnete Kapital um EUR 150.000,00 (150.000 Stückaktien, je mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro je Aktie am Grundkapital) erhöht. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 16. Oktober 2009.

Die Kapitalrücklage enthält unverändert andere Zuzahlungen im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 67.

Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von EUR 110.552,14 enthalten.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Erträge nach geographischen Märkten

2009
in TEUR
2008
in TEUR
Deutschland 2.768 2.073
Frankreich 103 94
Gesamt 2.871 2.167

Der Gesamtbetrag enthält die folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung: Leasingerträge, Zinserträge, Provisionserträge und sonstige betriebliche Erträge.

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen (TEUR 10; Vorjahr TEUR 10). Im Vorjahr wurden die aus der Aktivierung der Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs resultierenden anderen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 530 hier erfasst.

4.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ausschließlich Buchverluste aus dem Abgang von Sachanlagen.

4.4. Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung

Für Dritte wurden wesentliche Dienstleistungen für die Vermittlung von Leasing- und Mietkaufverträgen erbracht.

5. Sonstige Angaben

5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte zum Zwecke der Auslagerung von Ausfallrisiken (Forfaitierung) und zum Zwecke der Finanzierung (Leasing) getätigt.

Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in folgender Höhe:

2010
TEUR
2011
TEUR
2012
TEUR
2013
TEUR
61 16 5 2

Daneben bestehen zum Bilanzstichtag aus Bestellobligen vertragliche Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 495.

5.2. Vorstand, Aufsichtsrat und Aufwendungen für Organe

Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr 2009 an:

Elmar Werner Quirmbach, Vorstand Markt und Verwaltung;

Bernhard Schaaf, Vorstand Marktfolge und interne Revision.

Zum 31. Dezember 2009 hält Herr Quirmbach in seinem Privatvermögen unmittelbar 63,6 % der Aktien der defrasa ag. Die übrigen 36,4 % der Aktien werden unmittelbar von Herrn Schaaf gehalten.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2009 folgende Personen an:

Dr. Hanspeter Georgi, Vorsitzender, Minister a. D. des Saarlandes für Wirtschaft und Arbeit;

Bernard Challand, stellvertretender Vorsitzender, Kaufmann;

Claus Eisele, Vorstandsvorsitzender der Eisele AG, Maintal.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Berichtsjahr die nachstehenden Mandate in anderen Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG wahrgenommen:

- Dr. Hanspeter Georgi Aufsichtsrat SIKB Saarländische Investitionskreditbank Aktiengesellschaft
- Bernard Challand keine weiteren Mandate
- Claus Eisele keine weiteren Mandate

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf TEUR 7.

5.3. Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 4 (Vorjahr 5) Angestellte beschäftigt.

5.4. Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Ein Vorstandsmitglied hat im Geschäftjahr 2009 auf die gesamten Bezüge aus seinem Anstellungsverhältnis und ein Vorstandsmitglied auf ein Drittel seiner Festbezüge und auf seine Tantiemen für das Geschäftsjahr 2009 verzichtet. Die Vorstände haben für Verbindlichkeiten der Gesellschaft unentgeltlich Bürgschaften in Höhe von je TEUR 550 übernommen.

5.5. Honorar des Abschlussprüfers

Das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 HGB gliedert sich wie folgt:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 2008 5
Abschlussprüfungsleistungen 2009 40
Steuerberatungsleistungen sonstige 1
Leistungen 6
52

 

Saarbrücken, 26. März 2010

defrasa ag

Der Vorstand

Elmar Werner Quirmbach

Bernhard Schaaf

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der defrasa ag, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands im Lagebericht hin. Dort wird im Abschnitt III.d.) 'Liquiditätsrisiko' ausgeführt, dass die Liquidität der Gesellschaft nur unter Berücksichtigung der Zahlungseingänge aus dem Neugeschäften entsprechend der Planung 2010 gesichert ist. Wir weisen darauf hin, dass aufgrund der Marktgegebenheiten eine hohe Unsicherheit hinsichtlich der tatsächlichen Vertragsabschlüsse im Geschäftsjahr 2010 besteht. Sollte die Gesellschaft die Planungsziele im Geschäftsjahr 2010 nicht erreichen oder hinsichtlich der zeitlichen Realisierung der Verträge eine große Schwankung gegenüber der Planung auftreten, dann ist die Gesellschaft bereits im laufenden Geschäftsjahr 2010 auf den weiteren Zufluss von liquiden Mitteln angewiesen.

 

Saarbrücken, 20. Mai 2010

Gottschalk, Becker & Partner
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Kramer, Wirtschaftsprüfer

Koch, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung betreffend das zum 31. Dezember 2009 beendete Geschäftsjahr

In dem zum 31. Dezember 2009 beendeten Geschäftsjahr befasste sich der Aufsichtsrat umfassend mit der operativen und der strategischen Entwicklung des Unternehmens vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzkrise. Die sich aus den besonderen Umständen dieser Wirtschaftsentwicklung ergebenden Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der defrasa ag im Leasinggeschäft wurden sowohl generell als auch im jeweiligen situativen Kontext bei den Diskussionen und den Entscheidungen des Aufsichtsrats berücksichtigt.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Mit Ablauf der Hauptversammlung am 10. Juni 2009, welche über die Entlastung für das Rumpfgeschäftsjahr 2007 zu beschließen hatte, endete die Amtszeit der Herren Dr. Hanspeter GEORGI, Bernard CHALLAND und Claus EISELE als Mitglieder des ersten Aufsichtsrats der Gesellschaft. Mit Beschluss derselben Hauptversammlung wurden die Herren Dr. Hanspeter GEORGI, Bernard CHALLAND und Claus EISELE erneut zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. In der unmittelbar anschließend stattfindenden Sitzung wurde Herr Dr. Hanspeter GEORGI zum Vorsitzenden und Herr Bernard CHALLAND zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Der Aufsichtsrat hat sich damit während des Geschäftsjahrs 2009 wie folgt zusammengesetzt:

Herr Dr. Hanspeter GEORGI (Aufsichtsratsvorsitzender); Herr Bernard CHALLAND, (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender); Herr Claus EISELE.

Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten wahrgenommen. So hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung des Vorstands zeitnah und kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Die Grundlage hierfür bildeten zahlreiche mündliche, fernmündliche und schriftliche Berichte des Vorstands, die ergänzt wurden durch Besprechungen mit Vorstandsmitgliedern. Insbesondere hat der Vorstand den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum im Rahmen der jeweiligen Sitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche berichtet. Insbesondere informierte der Vorstand detailliert über die Finanz- und Investitionsplanung, wobei auch kritische Themen besprochen wurden. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat sich darüber hinaus in weiteren Einzelgesprächen vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen informieren lassen und hat die Lage der Gesellschaft mit dem Vorstand laufend, und dies mindestens einmal monatlich, besprochen und darüber an die übrigen Aufsichtsratsmitglieder berichtet.

Sitzungen des Aufsichtsrats

In diesem Rahmen hat sich der Aufsichtsrat eingehend und intensiv mit allen strategischen Überlegungen und Vorhaben des Vorstands befasst. Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2009 zu sechs Sitzungen zusammengekommen, an denen die Mitglieder des Aufsichtsrats stets in ausreichender Anzahl zur Gewährleistung der Beschlussfähigkeit teilgenommen haben. Sämtliche Beschlüsse sind in den jeweiligen Sitzungen gefasst worden mit Ausnahme des einstimmigen Beschlusses vom 16. Januar 2009 zum Vertrag über den Erlass von Forderungen seitens der Aktionäre gegenüber der Gesellschaft. Die Vorsitzenden des Aufsichtsrats und des Vorstandes haben das am 29. Juli 2009 und am 13. Oktober 2009 abwesende Aufsichtsratsmitglied Claus EISELE im Anschluss stets über die Gegenstände der Tagesordnungen und über die Vorlagen des Vorstands unverzüglich und eingehend unterrichtet.

Bedeutende Gegenstände waren im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres die Erhöhung des Grundkapitals, die Prüfung weiterer Eigenkapitalmaßnahmen in Gestalt stiller Beteiligungen, die Umsetzungen von Kostenreduzierungen durch Kürzungen der Vorstandsbezüge und der Einführung von Kurzarbeit sowie die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf das Verhältnis zu den Refinanzierungspartnern und deren (Neu-)Akquisition. Zudem wurde die Situation des Vertriebsnetzes vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Wettbewerbssituation, die Entwicklung des Frankreichsgeschäfts sowie der Status des Zulassungsverfahrens bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erörtert. Weiterhin fanden im ersten Halbjahr 2009 die Bilanzsitzungen des Aufsichtsrats für das Rumpfgeschäftsjahr 2007 und das Geschäftsjahr 2008 statt.

Der Aufsichtsrat ließ sich im zweiten Halbjahr in seinen Sitzungen über die Eröffnung neuer Geschäftsfelder bei der Finanzierung von industriellen Photovoltaikanlagen und die Entwicklung des Neugeschäfts berichten. Umfassend wurde die Kosten-/ Ertrags- und Liquiditätssituation im Abgleich mit den Planrechnungen des Vorstands und insbesondere die sich tendenziell vergrößernden Schwierigkeiten bei der Refinanzierung behandelt. Der Aufsichtsrat hat sich dabei mit dem Vorstand über die sich hieraus ergebenden Konsequenzen für die weitere Planung beraten. Hierbei wurden insbesondere die Gestaltung und die Konzentration bei der künftigen Markenstrategie erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich weiterhin mit dem Vorstand über die Ergreifung geeigneter Eigenkapitalmaßnahmen auseinandergesetzt. Im Rahmen der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30. September 2009 ist eine Erhöhung des Grundkapitals von EUR 400.000 auf EUR 550.000 erfolgt.

Jahresabschluss

Der von der ordentlichen Hauptversammlung gewählte und durch den Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Gottschalk, Becker & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Saarbrücken, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 und den Lagebericht des Vorstands geprüft und einen mit einem hinweisenden Zusatz versehenen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

In seiner Sitzung am 31. Mai 2010 hat sich der Aufsichtsrat mit den Mitgliedern des Vorstands und dem Vertreter des Abschlussprüfers mit den genannten Vorlagen des Vorstands eingehend auseinandergesetzt. Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers waren allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zuvor rechtzeitig zugeleitet worden. Der Vertreter des Abschlussprüfers berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Alle Fragen der Aufsichtsratsmitglieder wurden durch den Vorstand und den Abschlussprüfer umfassend beantwortet, insbesondere zur Liquidität der Gesellschaft und der Planungsrechnung.

Der Aufsichtsrat schließt sich den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers nach eigener Prüfung an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keinerlei Einwendungen gegen den Jahresabschluss. Dem Lagebericht für die Gesellschaft, insbesondere seine Aussagen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 gebilligt; der Jahresabschluss ist somit festgestellt.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt ausdrücklich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die die gezeigte Bereitschaft und die erbrachten Leistungen, mit denen sie im abgelaufenen Geschäftsjahr zur geschäftlichen Entwicklung der defrasa ag beigetragen haben.

 

Im Mai 2010

Für den Aufsichtsrat

Dr. Hanspeter Georgi, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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