Leasinggesellschaft der Autobank GmbHLiquidiert
82041 Oberhaching, DEUStammdaten
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Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Leasinggesellschaft der Autobank GmbHOberhachingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 20171. Automobil- und Leasingmarkt DeutschlandDer deutsche Automobilmarkt zeigt sich trotz aller Diskussionen außerordentlich stabil und ist auch 2017 weiter gewachsen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Zulassungszahlen bei Neufahrzeugen um 2,7 % auf 3,44 Mio. erhöht. Während 2016 jedoch auch die Besitzumschreibungen gestiegen sind, geht 2017 der Anstieg bei den Neuzulassungen etwas zu Lasten bei den Besitzumschreibungen bei Gebrauchtfahrzeugen, die im selben Zeitraum um 1,4 % auf 7,3 Mio. zurückgegangen sind. Darin zeigt sich die durch die Diskussion um das Dieselfahrverbote hervorgerufene Verunsicherung der Bevölkerung. Ältere Fahrzeuge werden eher durch Neufahrzeuge ersetzt. Fahrzeuge mit alternativem Antrieb konnten davon aber kaum profitieren. Der Marktanteil von Fahrzeugen mit Elektroantrieb bzw. sogenannte Hybridfahrzeuge liegt bei den Neuzulassungen jeweils nur bei unter 1 %. Auch der Mobilienleasing-Markt hat sich im letzten Geschäftsjahr erfreulich entwickelt. Über das gesamte Jahr gab es einen Zuwachs der über Leasing finanzierten Investitionen auf 57,3 Mrd. EUR (Vorjahr 53,8 Mrd. EUR). Dabei konnte der Automobilsektor seinen Anteil am Leasing um 6 % auf nun 77 % steigern. 2. GeschäftsaktivitätenDie Leasinggesellschaft der Autobank (LGD) hat bis zu ihrer Rückgabe der Erlaubnis zur Erbringung von Finanzierungsleasing Ende 2015 ihren Kunden Leasingfinanzierung für PKW angeboten und diese um diverse Serviceleistungen rund um das Automobil ergänzt. Als herstellerunabhängige Leasinggesellschaft konnte den Kunden Fahrzeuge aller Marken und Hersteller angeboten werden. Zielgruppe waren primär Gewerbetreibende und Firmenkunden mit Fuhrparks bis zu 300 Fahrzeugen, mit denen Leasingverträge in Form von Kilometer- oder Restwertverträge abgeschlossen wurden. Daneben sind aber auch Privatkunden Leasingverträge angeboten worden. Neben der Finanzierung des Fahrzeuges konnte der Kunde über seinen Leasingvertrag weitere Serviceangebote in Anspruch nehmen. Dies beinhaltet unter anderem Wartung und Verschleiß, Schadensmanagement, Reifenservice, Mietfahrzeug und Tankkarten. Wir sehen uns als Mobilitätsdienstleister, weshalb sich die LGD nach Vertragsabschluss um die gesamte Wertschöpfungskette von der Beschaffung des Fahrzeuges über sämtliche Logistikdienstleistungen bis hin zur Vermarktung des Fahrzeuges am Leasingvertragsende kümmert. 3. Geschäftsverlauf und Lage der GesellschaftSeit die Erlaubnis für die Erbringung von Finanzdienstleistungen im Dezember 2015 an die BaFin zurückgegeben worden ist, ist die Gesellschaft nur noch mit der Abwicklung des auslaufenden Leasingvertragsbestandes beschäftigt. Neue Leasingverträge werden nicht mehr abgeschlossen. Im Rahmen der Abwicklung ist die Anzahl der Leasingverträge auf 536 Stück (Vj. 940) gesunken. Damit geht ein Rückgang des Anlagevermögens von 16,9 Mio. EUR in 2016 auf 8,2 Mio. EUR in 2017 einher. Parallel mit dem Rückgang der Vertragszahlen hat die Geschäftsführung versucht, die Kosten für die Abwicklung der Leasingverträge weiter anzupassen. Die Entscheidung für weitere Einsparungen wird immer unter der Maßgabe getroffen, dass die Gesellschaft jederzeit über die entsprechenden personellen und organisatorischen Kapazitäten verfügt, um eine ordnungsgemäße Betreuung der Verträge stets gewährleisten zu können. In 2017 waren in der Gesellschaft 4 Mitarbeiter einschließlich Geschäftsführer beschäftigt, die mit der kaufmännischen Abwicklung beschäftigt waren. Für die operativen Themen rund um die Leasingverträge bedient sich die Gesellschaft der Dienste der Schwestergesellschaft HLA Fleet Services GmbH. Zum Jahresabschluss 2017 beträgt die Bilanzsumme 13,4 Mio. EUR (Vj. 22,5 Mio. EUR). Der Rückgang ist auf das von 16,9 Mio. EUR auf 8,1 Mio. EUR gesunkene Leasingvermögen zurückzuführen. Die verfügbare Liquidität der Gesellschaft in Form von täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute beträgt 0,4 Mio. EUR (Vorjahr 0,9 Mio. EUR). Parallel zu dem deutlich gesunken Vertragsbestand sind die Bankverbindlichkeiten von 8,3 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR gesunken. Auch der passive Rechnungsabgrenzungsposten, der die mittels Forfaitierung finanzierten Fahrzeuge enthält, ist von 7,4 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR zurückgegangen. Die Leasingerträge sind mit dem Abschmelzen des Vertragsbestandes von 21,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 11,5 Mio. EUR in 2017 gesunken, parallel dazu sind die Leasingaufwendungen von 15,2 Mio. EUR auf 7,5 Mio. EUR gesunken. In der Summe führt dies zu einem Rückgang des Nettoergebnisses auf 4,0 Mio. EUR. Die Verwaltungsaufwendungen konnten insgesamt noch einmal reduziert werden und betragen zum 31.12.2017 794 TEUR (Vj. 1.058 TEUR). Während die Personalaufwendungen noch einmal von 440 TEUR auf 340 TEUR reduziert werden konnten, konnten die übrigen Verwaltungsaufwendungen auf 454 TEUR (Vj. 618 TEUR) verringert werden. Dies war weniger als geplant, weil sich während dem Jahr gezeigt hat, dass für eine geordnete Abwicklung des Vertragsbestandes entsprechende personelle Ressourcen bereitgestellt werden müssen und daher die Personalkosten nicht so deutlich wie geplant gesenkt werden konnten. Insgesamt hat die verbesserte Kostenstruktur alleine jedoch nicht ausgereicht, um den rückläufigen Rohertrag vollständig zu kompensieren. Insbesondere für die Serviceleistungen war der Rückgang des Rohertrages deutlicher als geplant. Beide Effekte zusammen führten zu einer negativen Planabweichung hinsichtlich des Ergebnisses. Zum Jahresende weist die Gesellschaft einen Fehlbetrag vor Steuern von 261 TEUR aus. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf daher als unbefriedigend. 4. Grundzüge des VergütungssystemsZum Ende des Geschäftsjahres verfügte die Gesellschaft inklusive der Geschäftsführer über 4 Mitarbeiter. Die Vergütung der Mitarbeiter erfolgt durch ein Fixgehalt, das 12 mal im Jahr gezahlt wird. Abhängig von der Position wird das Fixgehalt durch einen variablen Gehaltsbaustein und/oder Firmenwagen ergänzt. Die Höhe der variablen Vergütung beträgt in der Regel weniger als 10 % am Gesamtgehalt. Der Vergütungsbericht wird jährlich auf der Homepage der Gesellschaft offengelegt. 5. Unternehmenssteuerung und UnternehmenszieleDie Leasinggesellschaft der Autobank ist eine Tochtergesellschaft der LeaseTrend AG, Oberhaching. Seit dem 1.1.2016 ist die Gesellschaft mit der Abwicklung des bestehenden Vertragsbestandes betreut. Vor diesem Hintergrund hat sich das Unternehmensziel dahingehend gewandelt, dass der Fokus nun auf der effizienten Abwicklung des bestehenden Vertragsbestandes liegt. Hierzu werden kontinuierlich die bestehenden Kostenpositionen auf weiteres Einsparungspotenzial analysiert. 6. RisikomanagementAls Finanzdienstleistungsinstitut unterliegt unsere Gesellschaft analog zu Banken der Aufsicht durch die BaFin und der Bundesbank, wodurch die Gesellschaft eine Reihe regulatorischer Anforderungen erfüllen muss. Mit der Aufnahme des operativen Geschäfts in 2011 wurde das Reporting- und Risikomanagement der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Autobank AG, Wien implementiert. Durch das System sollen Risiken frühzeitig erkannt und somit die Möglichkeit geschaffen werden, auf Fehlentwicklungen reagieren zu können. Die Anforderungen an das interne Risikomanagement werden zum einen durch die MaRisk, die eine integrierte und weitreichende Risikosteuerung für Finanzdienstleistungsunternehmen fordern, und zum andere durch die internen Erfordernisse vorgegeben. Ausgangspunkt bildet eine auf die Geschäftsstrategie abgestimmte Risikostrategie, in der die Steuerung und Überwachung der Risiken niedergeschrieben ist. Die interne Revision soll dafür Sorge tragen, dass die Verfahrensanweisungen eingehalten werden. Die Risikostrategie soll dazu beitragen eine durchgehende Erfassung und Bewertung aller mit dem operativen Geschäft verbundenen Risiken sicherzustellen und damit eine ordnungsgemäße Durchführung der operativen Geschäftstätigkeit auf Dauer zu gewährleisten. Als Ergänzung zur Internen Revision bilden das Risikocontrolling und das Compliance zusammen die "Three Lines of Defence". Danach ist im ersten Schritt jede im Unternehmen tätige Person/Abteilung zunächst selbst für die Einhaltung der maßgeblichen Regelungen verantwortlich. Die Compliance-Funktion tritt erst an zweiter Stelle auf. Die letzte Instanz bildet die Interne Revision, die als unabhängige und direkt der Geschäftsleitung unterstellte Abteilung die Prüfung aller Regelverstöße vornimmt. Aufgrund der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in 2014 bewilligten Befreiung von der Einrichtung einer Funktion für Compliance und Risikocontrolling, bestehen keine entsprechenden Positionen in den Gesellschaften. Abgerundet wird das Risikomanagement der Gesellschaft durch eine Risikotragfähigkeitsrechnung, die halbjährlich durchgeführt werden soll. Dabei werden die Risiken der Gesellschaft quantifiziert und dem Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt. Eine Risikotragfähigkeit auf Konzernebene ist aufgrund der Patronatserklärung der Muttergesellschaft in Verbindung mit der auf Konzernebene durchgeführten Risikoberechnung gegeben. Im Rahmen der Risikostrategie werden die Risiken in vier Risikoklassen - Adressausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und Operatives Risiko - unterteilt. - Adressausfallrisiko Unter Adressausfallrisiken (oder auch Bonitätsrisiken) wird der Zahlungsausfall von Kunden verstanden. Bei den Kunden, kann es sich entweder um Leasingnehmer handeln, die ihrer Zahlungsverpflichtung für die Leasingraten während der Laufzeit nicht nachkommen oder um Fahrzeughändler, die aufgrund einer Insolvenz am Ende der Leasingvertragslaufzeit die Rückkaufvereinbarung nicht mehr erfüllen können. Um die Zahlungsfähigkeit der Kunden zu gewährleisten, werden Leasingnehmer vor Vertragsabschluss einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die Prüfung erfolgt durch eine vom Vertrieb losgelöste eigenständige Abteilung nach eindeutig festgelegten Regeln. Anwendung finden hierbei die durch den Konzernvorstand freigegebenen Verfahrensanweisungen für die Kreditentscheidungen. Vordefinierte Kompetenzregelungen (Pouvoirregelung) sorgen dafür, dass in Abhängigkeit von der Höhe des Gesamtengagements eines Kunden nur übergeordnete Entscheidungsträger die Freigabe erteilen können. Während bei kleineren Kunden die Bonität bei Vertragsabschluss überprüft wird, werden Kunden mit größeren Fuhrparks während der gesamten Vertragslaufzeit einer permanenten Überwachung unterzogen. Die Bonität von Fahrzeughändlern, mit denen die Gesellschaft Rückkaufvereinbarungen abschließt, wird ebenfalls in Abhängigkeit von dem eingegangen Engagement einer permanenten Überwachung unterzogen. Das monatliche Reporting berücksichtigt die Adressausfallrisiken und die Ausfallquoten der monatlichen Leasingraten. Zudem wird die Segmentierung des Leasingportfolios anhand der durch die Creditreform ermittelten Bonitätsklassen dokumentiert. Dadurch soll das im Vertragsbestand vorhandene Risiko bewertet werden und frühzeitig Einblick in Fehlentwicklungen liefern. Soweit es zu Zahlungsausfällen bei Leasingnehmern kommt, sollen Verfahrensanweisungen für Mahnung und Sicherstellung ein frühzeitiges Reagieren ermöglichen und damit den Schaden minimieren. - Marktpreisrisiko Ein Marktpreisrisiko kann in Leasinggesellschaften als Zinsänderungsrisiko oder als Restwertrisiko auftreten. Ein Zinsänderungsrisiko kann allgemein dadurch entstehen, dass Leasingobjekte kurzfristig finanziert werden. Im Geschäftsjahr hat sich die Gesellschaft über einen Kontokorrentkredit bei der Muttergesellschaft finanziert. Die Strategie laufzeitkongruenter Darlehen wird in Zukunft im Mittelpunkt unserer Finanzierungsüberlegungen stehen. Revolvierende Darlehen werden daher nur noch zur kurzfristigen Zwischenfinanzierung verwendet. Ein Zinsänderungsrisiko kann damit nahezu vollständig ausgeschlossen werden. Da die voraussichtlichen Marktwerte der Leasinggegenstände bei Vertragsende bereits bei der Vertragskalkulation festlegt werden müssen, kann ein Marktpreisrisiko auch in Form eines Restwertrisikos auftreten. Gemäß der Geschäftsstrategie versucht die LGD dieses Risiko auf die Fahrzeughändler zu übertragen, indem für den Großteil der Fahrzeuge Rückkaufvereinbarungen mit Händlern geschlossen werden. Soweit Fahrzeuge ohne Rückkaufvereinbarungen gekauft werden, werden die Restwertprognosen durch externe Expertenschätzungen in Verbindung mit internen Risikoeinschätzungen festgelegt. - Liquiditätsrisiko Die Gesellschaft definiert ein Liquiditätsrisiko in der Form, dass sie jederzeit ihre Zahlungsverpflichtungen für das operative Geschäft und die Finanzierung des Leasingbestandes nachkommen kann. Hierfür müssen der Gesellschaft ausreichende Refinanzierungsmittel zur Verfügung stehen. Neben einem täglichen Liquiditätsstatus wird die Liquiditätssituation durch eine 12-Monatsplanung kontinuierlich beobachtet. - Operatives Risiko Unter dem operativen Risiko werden alle sonstigen Risiken subsumiert, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen zu einer Unterbrechung des operativen Geschäfts führen bzw. sonst in irgendeiner Form signifikante Schäden verursachen können. Da die kompletten Arbeitsabläufe edv technisch unterstützt werden, sind besondere Vorkehrungen getroffen worden, um die Funktionsfähigkeit der EDV durchgehend gewährleisten zu können. Durch die bestehenden Notfallkonzepte soll die Ausfallzeit der EDV minimiert werden und eine reibungslose Wiederaufnahme des operativen Geschäfts ermöglicht werden. Durch unterschiedliche Sicherungssysteme, die täglich bzw. wöchentlich laufen, soll ein Verlust des Datenbestandes vorgebeugt bzw. eine zeitnahe Wiederherstellung ermöglicht werden. Kopfrisiken, die durch den Ausfall wesentlicher Mitarbeiter entstehen können, soll durch das Vorhandensein von Vertretungsregeln und Handlungsanweisungen Rechnung getragen werden. 7. Voraussichtliche EntwicklungDie Gesellschaft ist nur noch mit der Abwicklung der bestehenden Leasingverträge beschäftigt. Solange noch Leasingverträge bestehen, wird die Gesellschaft die entsprechenden personellen und technischen Ressourcen bereitstellen, um alle, damit verbundenen regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Dies kann entweder über eigene Mitarbeiter erfolgen, oder wodurch eine noch effizientere Anpassung an den sinkenden Vertragsbestand möglich ist, durch Konzerngesellschaften. Die Geschäftsführung geht in ihren Planungen für die kommenden drei Geschäftsjahre davon aus, dass durch weitere Kostenanpassungen die in den Verträgen vorhandene Substanz gehoben werden kann. In unserer Planung gehen wir von einer Fortführung der Gesellschaft bis zur vollständigen Abwicklung des Vertragsbestandes in 2020 aus. Aufgrund der bestehenden Überschuldung erfolgt dies unter dem Gesichtspunkt der durch die LeaseTrend AG gegebenen und bis zum 31. Dezember 2019 befristeten Patronatserklärung. Soweit wir die geplanten Kosteneinsparungen realisieren können, gehen wir gemäß unserer Planung davon aus, dass wir in den nächsten Jahren positive Erträge erzielen können. Die LeaseTrend AG hat in ihrer Funktion als alleinige Gesellschafterin eine bis zum 31. Dezember 2019 befristete Patronatserklärung abgegeben, dass sie die Leasinggesellschaft der Autobank so ausstatten wird, dass diese sämtlichen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Darüber hinaus ist die Muttergesellschaft LeaseTrend AG unmittelbarer Darlehensgeber der Gesellschaft mit einem Darlehensbetrag von 3,4 Mio. EUR. Der Fortbestand der Gesellschaft ist von der weiteren Finanzierung durch die LeaseTrend AG abhängig.
Oberhaching, im Mai 2018 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017der Leasinggesellschaft der Autobank GmbH, OberhachingI. ALLGEMEINE ANGABEN zum JAHRESABSCHLUSSDie Leasinggesellschaft der Autobank GmbH hat ihren Sitz in Oberhaching und ist unter der Nummer HRB 161396 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde trotz Rückgabe der Erlaubnis zur Erbringung von Finanzdienstleistungen gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den Regelungen der §§ 340 ff. HGB i.V. mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft hat die Erlaubnis gemäß § 32 Abs. 1 KWG zur Erbringung von Finanzdienstleistungen mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 zurückgegeben. Die für die Bilanzierung geltenden Regelungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) werden aus Gründen der Vergleichbarkeit weiterhin angewendet. Der Ausweis der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den nach § 2 RechKredV vorgeschriebenen Formblättern. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in der Staffelform aufgestellt. Die Tätigkeit der Gesellschaft in der Leasingbranche macht eine durch den Geschäftszweig bedingte Erweiterung der Gliederung der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung teilweise erforderlich. So erfolgen ein gesonderter Ausweis des Leasingvermögens in der Bilanz sowie ein gesonderter Ausweis der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf das Leasingvermögen in der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde zudem um die Posten Leasingerträge und Leasingaufwendungen erweitert. Sämtliche Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung betreffen das Leasing-Geschäft. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung wurde trotz der bestehenden bilanziellen Überschuldung weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Zum einen sind im Vertragsbestand stille Reserven enthalten, die sich in einem positiven Substanzwert zeigen und in den folgenden Geschäftsjahren realisiert werden. Dies kommt auch in der von der Geschäftsführung aufgestellten Unternehmensplanung mit positiven Ergebnissen für die Jahre 2018 bis 2020 zum Ausdruck. Zum anderen hat die LeaseTrend AG in ihrer Funktion als alleinige eine bis zum 31. Dezember 2019 befristete Patronatserklärung abgegeben, dass sie die Leasinggesellschaft der Autobank so ausstatten wird, dass diese sämtlichen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Darüber hinaus hat die LeaseTrend AG mit Wirkung zum 1. Januar 2016 das von der AutoBank AG, Wien, an die Gesellschaft gewährte Darlehen übernommen und ist somit unmittelbarer Darlehensgeber der Gesellschaft geworden. Das Darlehen valutiert zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 3,3 Mio €. 1. Barreserve Die Barreserve wurde mit ihrem Nennwert angesetzt. 2. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sind zum Nennwert bilanziert. Forderungen aus Mietkaufverträgen sind zum Barwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden bei Bedarf durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. 3. Leasingvermögen Das Leasingvermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Aufgrund der Umstellung der Abschreibung werden alle Objekte, die zum 1. Januar 2014 im Bestand der Gesellschaft waren, linear über die restliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den Zugängen zum Leasingvermögen erfolgen die Abschreibungen linear über die Nutzungsdauer. 4. Immaterielle Anlagewerte Die immateriellen Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. 5. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 410,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt. 6. Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bilanziert. 7. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und gegenüber Kunden sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 8. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einzahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten aus der Forfaitierung künftiger Leasingraten und Leasingsonderzahlungen werden über die Laufzeit der Verträge linear aufgelöst. 9. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. 10. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird nicht bilanziert. III. ANGABEN ZUR BILANZ1. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig. Die Forderungen an Kunden sind gemäß ihrer Restlaufzeit in der nachfolgenden Fristengliederung dargestellt:
In den Forderungen an Kunden sind keine Forderungen an Gesellschafter enthalten, ebenso im Vorjahr. 2. Anlagenspiegel Die Entwicklung der wie Anlagevermögen bewerteten Vermögensgegenstände ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt: Anlagenspiegel
3. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus geleisteten Kautionen T€ 62 (Vj. T€ 62), Forderungen aus Werkstattprovisionen T€44 (Vj: T€ 56), Forderungen gegen verbundene Unternehmen T€ 1 (Vj. T€ 118) sowie debitorischen Kreditoren in Höhe von T€ 1 (Vj. T€ 2). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen an Gesellschafter in Höhe von T€ 1 (Vj. T€ 118) enthalten. 4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch Sicherungsübereignung der Leasinggegenstände und Abtretung von Leasingforderungen. In Höhe von T€ 30 erfolgte die Verpfändung eines Guthabenkontos. Die Verbindlichkeiten an Kreditinstitute, welche täglich fällig sind, betragen T€ 645 (Vj. T€ 1.333). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind in der nachstehenden Fristengliederung zu ersehen:
5. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Darlehensverbindlichkeiten T€ 3.259 (Vj. T€ 3.369), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 200 (Vj. T€ 126), Umsatzsteuerverbindlichkeiten T€ 87 (Vj. T€ 140), Zinsverbindlichkeiten T€ 23 (Vj. T€ 8) sowie aus Lohnsteuer T€ 5 (Vj. T€ 5). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Gesellschaftern in Höhe von T€ 3.281 (Vj. T€ 3.369) enthalten. 6. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die im passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Leasingsonderzahlungen werden linear zur Vertragslaufzeit der Leasingverträge aufgelöst und betragen T€ 61 (Vj. T€ 172). Die im passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Forfaitierungen von Leasingraten und Restwerten betragen T€ 3.188 (Vj. T€ 7.412). Die Forfaitierungen der Leasingraten werden über die Laufzeit der Refinanzierung aufgelöst, bei den Restwerten wird der passive Rechnungsabgrenzungsposten über die Laufzeit finanzmathematisch aufgezinst und bei Vertragsende aufgelöst. 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
8. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt € 100.000,00 und ist vollständig eingezahlt. Der Bilanzverlust enthält einen Verlustvortrag in Höhe von EUR 3.011.046,12. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Daneben bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pacht- sowie Leasingverträgen wie folgt:
10. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Die übrigen Geschäfte mit nahe stehenden Personen werden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. Leasingerträge Die Leasingerträge bestehen im Wesentlichen aus Erlösen aus dem Verkauf von Vermietvermögen T€ 5.767 (Vj. T€ 11.376), aus Leasingraten T€ 3.715 (Vj. T€ 6.232), aus Full-Service-Verträgen T€ 1.453 (Vj. T€ 3.594), aus Schadensmanagement T€ 492 (Vj. T€ 617) und sonstigen Erlösen T€ 112 (Vj. T€ 85). 2. Leasingaufwendungen Die Leasingaufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen aus Abgängen von Leasingvermögen T€ 5.717 (Vj. T€ 11.441), aus Aufwendungen von Full-Service-Verträgen T€ 1.404 (Vj. T€ 3.173), Service- und Schadensmanagement T€ 339 (Vj. T€ 374) sowie aus sonstigen Aufwendungen T€ 63 (Vj. T€ 202). 3. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus Konzerndienstleistungen T€ 62 (Vj. T€ 90) sowie Erträge aus Sachbezügen T€ 26 (Vj. T€ 28). 4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf das Vermietvermögen Neben den planmäßigen Abschreibungen wurden außerplanmäßigen Abschreibungen auf den niedrigeren, beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 46 (Vj. T€ 80) vorgenommen. V. SONSTIGE ANGABEN1. Anzahl der Arbeitnehmer Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2017 drei Mitarbeiter beschäftigt. 2. Gesellschaftsorgane Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:
Bezüglich der Angabe der Vergütung der Geschäftsführer wird die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Zum Beirat der Gesellschaft ist bestellt:
3. Mutterunternehmen Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der LeaseTrend Aktiengesellschaft, Oberhaching, einbezogen. Der Konzernabschluss der LeaseTrend wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 4. GewinnverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von € 3.272.297,37 auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung T€ 25 (Vj. T€ 30). Außerdem betrug das Honorar für die Prüfung des Substanzwertes T€ 2 (Vj. T€ 2). 6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Oberhaching, den 20. Mai 2018 Leasinggesellschaft der Autobank GmbH Geschäftsführung Gerhard Fischer Dr. Andreas Wutz Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Leasinggesellschaft der Autobank GmbH, Oberhaching, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist im Abschnitt 7 ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der Finanzierung durch die Gesellschafterin abhängig ist.
München, den 30. Mai 2018 GKK
PARTNERS Audit GmbH
Patricia Kraushaar, Wirtschaftsprüfer Harald Groemmer, Wirtschaftsprüfer |
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