InterAmerican Coffee GmbH

Am Sandtorpark 4, 20457 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 41534
Eingetragen
23.2.1989
Branche
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und GewürzenGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln
Gegenstand
der internationale und nationale Handel mit und die Vermarktung von Waren aller Art, insbesondere von Rohkaffee im Spezialitätenbereich.

Historie

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Management

NameRolle
Arne Tödter
seit 15.1.2024
Geschäftsführer
Kathrin Petersen
seit 31.1.2023
Prokura
Inacio Pires Teixeira
seit 10.1.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Familienstiftung David M. Neumann
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Neumann Gruppe GmbH
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

InterAmerican Coffee GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

1. Allgemeines

Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Gesellschaft liegt unverändert im Handel mit Rohkaffee-Spezialitäten sowie den damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Das von der Neumann Gruppe GmbH, Hamburg, gehaltene, voll eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 1,0 Mio.

2. Geschäftsverlauf 2012

Für das Geschäftsjahr 2012 weist die InterAmerican Coffee GmbH ein gemäß IFRS ermitteltes abgegrenztes wirtschaftliches Periodenergebnis (vor ertragsabhängigen Steuern bzw. latenten Steuern) von TUSD 171(Vorjahr: TUSD 1.788) aus.

In der Handelsbilanz wird ein Jahresüberschuss (vor Steuern) in Höhe von TEUR 2.554 ausgewiesen.

Das Vorratsvermögen und die bestehenden Sicherungsgeschäfte (offene physische Ein- und Verkaufskontrakte, Warenterminkontrakte und Devisenterminkontrakte) wurden als eine Bewertungseinheit eingestuft. Die sich aus den Einzelgeschäften ergebenden unrealisierten Gewinn- und Verlusterwartungen wurden saldiert. Der danach verbleibende positive Saldo in Höhe von TEUR 639 (Vorjahr: TEUR 2.629) wurde nicht aktiviert.

Ergebnisbelastend wirkte insbesondere die Erhöhung einer Einzelwertberichtigung auf Forderungen gegen einen wichtigen Großkunden um TEUR 1.976.

Da die Veränderung der nicht bilanzierten unrealisierten Gewinne zu einem Ertrag von TEUR 1.991 führte, liegt das HGB-Ergebnis deutlich über dem gemäß IFRS ermittelten wirtschaftlichen Ergebnis in Höhe von TUSD 171.

Die Gesellschaft erfreut sich allgemein bester Reputation und ist bekannt für guten Service und gute Kaffeequalitäten. Der fakturierte Rohkaffee-Mengenabsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 48.686 Sack auf 353.518 Sack und die Umsatzerlöse stiegen um EUR 7,1 Mio. auf EUR 85,2 Mio. Bei im Jahresdurchschnitt stark gesunkenen Rohkaffeepreisen für Other Mild Arabicas (- 31 %) und für Robusta (- 6 %) sowie einer durchschnittlichen Abwertung des US-Dollars (- 7,65 %) stiegen die Umsatzerlöse aufgrund der Mengenerhöhung (+ 16,0 %) um 9,1 %.

3. Entwicklung des Rohkaffee-Spezialitäten-Marktes

Der Spezialitätenmarkt ist unverändert ein lukratives Geschäft, und vor allem kaum beeinflussbar von jeglichen Krisen. Die InterAmerican Coffee GmbH hat das Geschäft weiterhin in Deutschland, sowie auch im Ausland ausbauen können. In Deutschland haben wir das langjährige Geschäft mit kleinen und mittleren Röster ausbauen können. Im Ausland haben wir in Osteuropa, im Nahen Osten und in Asien weitere Zugänge verzeichnen können.

Der Trend bei den Spezialitätenröstern geht weiterhin dazu, dass Rückverfolgbarkeit und Transparenz bis zum Farmer sehr wichtige Voraussetzungen für das Geschäft sind. Die Konsumenten möchten wissen, was sie trinken und vor allem wer hinter der schweren Arbeit des Kaffeeanbaus steht, nämlich der kleine Farmer.

Auch bei der Art der Zubereitung beobachten wir, dass die Röster immer mehr auf altbewährte Brühmethoden zurückgreifen, wie Filterzubereitung, Karlsbader Kanne, French Press, oder die neue AeroPress. Hierfür gibt es viele Schulungen, die von Röstern angeboten werden.

Das Geschäftsjahr 2012 war bezogen auf den Mengenabsatz wieder ein sehr gutes Jahr. Die Entspannung in NYC erleichterte uns die Erweiterung des Kaffeeportfolios wie auch die Finanzierung eines größeren Lagervolumens. Des Weiteren kann man sagen, dass die Nachfrage nach Spezialitäten weiterhin gut und steigend ist. Besonders Zertifizierungen wie Organic und Fairtrade waren sehr gefragt. Die InterAmerican Coffee GmbH konnte daher ihre starke Marktposition behaupten und wird als erste Adresse für Europas Spezialitäten-Röster weiterhin sehr geschätzt.

4. Risikoberichterstattung

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft unternehmerischen Risiken ausgesetzt. Neben den üblichen Geschäftsrisiken (Erfüllungs- und Qualitätsrisiken, Forderungsausfälle) bestehen vor allem Risiken aufgrund der Volatilität der Kaffeepreise und der Währungswechselkurse. Um negative Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und mögliche Risiken zu minimieren, hat die Gesellschaft ein umfassendes Risikomanagement implementiert und laufend weiterentwickelt.

Zur Quantifizierung des Gesamtrisikos erstellt die Gesellschaft arbeitstäglich eine Kaffee-Risikoposition. Diese Position umfasst den finanzierten Warenbestand, alle offenen Ein- und Verkaufskontrakte und alle offenen Warenterminkontrakte. Zur Sicherung des Risikos aus den physischen Ein- und Verkaufskontrakten werden entsprechende Warentermingeschäfte abgeschlossen.

Das Rohkaffeegeschäft ist ein USD-Geschäft. Die Verkäufe erfolgen aber überwiegend in Deutschland in EUR und in Großbritannien in GBP. Entsprechende Währungsabsicherungen finden täglich statt. Soweit einzelne Kaffeekontrakte in einer anderen Währung als USD abgeschlossen werden, wird durch einzelne Devisenterminkontrakte das Währungsrisiko gesichert. In einer wöchentlich erstellten Währungsposition werden alle EUR-, USD- und GBP-Posten (Vermögens- und Schuldposten sowie in USD erwartete unrealisierte Ergebnisse) aufgeführt. Der Saldo der Währungsposition zeigt das EUR/USD/GBP-Exposure der Gesellschaft.

Innerhalb der im Geschäftsplan festgelegten und von der Gesellschafterin genehmigten Limite geht die Gesellschaft sowohl Kaffee- wie auch Devisenpositionen ein. Diese Positionen spiegeln die Notwendigkeit der Absicherung zukünftiger Grundgeschäfte bzw. die Nutzung von Marktchancen wieder.

Zu keinem Zeitpunkt gab es Risiken, durch die das Unternehmen in seinem Bestand gefährdet war.

5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung und Ausblick 2013 und 2014

Ein volatiler Warenterminmarkt und Währungsschwankungen sind unsere größten Risiken im Tagesgeschäft, aber auch dem Wettbewerbsrisiko ist die Gesellschaft ausgesetzt.

Neben uns sind weiterhin Benecke Coffee, List & Beisler und EFICO unsere direkten Mitbewerber in Deutschland und auch in einigen Ländern Europas.

Trotz dieser Markgegebenheiten sprechen die Zuverlässigkeit, die Kompetenz, der Service, das vielseitige Angebot an Kaffees sowie die Einbindung in die Neumann Kaffee Gruppe für die InterAmerican Coffee GmbH im Spezialitätenmarkt. So wird die Gesellschaft die sehr gute Stellung in diesem Markt behaupten können und wir rechnen für die Geschäftsjahre 2013/2014 mit weiterem Wachstum sowie einem positiven wirtschaftlichen Ergebnis.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die den Bestand des Unternehmens gefährdet hätten, haben sich nicht ereignet.

 

Hamburg, 28. März 2013

Neil Barwick

Mirella Cielek

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

  EUR 31.12.2012
EUR
31.12.2011
TEUR
A. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
1. Waren 19.118.653   21.347
2. Geleistete Anzahlungen 15.161   106
    19.133.814 21.453
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.969.815   13.096
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 178.026   319
3. Sonstige Vermögensgegenstände 472.560   84
    9.620.401 13.499
III . Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   134.976 17
B. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   15.198 47
    28.904.389 35.016

Passiva

     
  EUR 31.12.2012
EUR
31.12.2011
TEUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000   1.000
II. Gewinnrücklagen 517.842   518
III. Gewinnvortrag (Vorjahr: Verlustvortrag) -226.456   -1.132
IV. Jahresüberschuss 1.670.480   905
    2.961.866 1.291
B. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Steuerrückstellungen 0   6
2. Sonstige Rückstellungen 55.900   65
    55.900 71
C. VERBINDLICHKEITEN      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0   16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.001.680   3.682
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.949.911   29.881
4. Sonstige Verbindlichkeiten 14.282   13
    24.965.873 33.592
D. PASSIVE LATENTE STEUERN   920.750 62
    28.904.389 35.016

Gewinn- und Verlustrechnung für 2012

  EUR 2012
EUR
2011
TEUR
1. Umsatzerlöse 85.215.790   78.138
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.864.248   729
    90.080.038 78.867
3. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -79.427.742   -67.772
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -103.328   -87
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.652.597   -8.242
    -86.183.667 -76.101
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 144.652   48
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.538 (Vj. TEUR 3)      
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.487.265   -1.397
davon an verbundenen Unternehmen EUR 1.396.964 (Vj. TEUR 1.397)      
    -1.342.615 -1.349
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   2.553.758 1.417
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -883.278 -511
9. Jahresüberschuss   1.670.480 906

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

I. Allgemeines

1. Anwendung des HGB

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung vom 31.07.2009 und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 HGB sind angewendet worden. Zusammenfassungen nach § 265 Abs. 7 HGB sind nicht vorgenommen worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Markt- bzw. Börsenwerten vom Bilanzstichtag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag und Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

In den Rückstellungen wird den ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken aus schwebenden Geschäften Rechnung getragen. Zukünftige Ansprüche und Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften werden einzeln auf Risiken untersucht.

Die derivativen Finanzinstrumente werden einzeln nach allgemein anerkannten Bewertungsverfahren bewertet. Waren- und Devisenterminkontrakte werden mit dem Terminkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Vorräte, die offenen Ein- und Verkaufskontrakte und die derivativen Finanzinstrumente (Warentermin- und Devisentermingeschäfte) bilden eine Bewertungseinheit und führen mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen. Die Veränderungen der Kaffeenotierungen an den Warenterminbörsen und die Wechselkursänderungen führen zu entgegengesetzten Wertänderungen bei den abgesicherten Grundgeschäften. Alle sich ergebenden Wertänderungen werden innerhalb von 12 Monaten realisiert. Aus diesem Grunde sind die sich aus der Einzelbewertung ergebenden Gewinn- und Verlusterwartungen miteinander saldiert worden. Dabei wird das Ergebnis nur soweit erfolgswirksam, als insgesamt sich ein Verlust ergibt.

3. Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden bei Erstverbuchung zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet.

Zum Bilanzstichtag bestehende Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr werden zum Stichtagskurs bewertet und sich ergebende Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam gebucht. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Kursgewinne nicht berücksichtigt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Die Umrechnung des Börsen- oder Marktpreises der Vorräte erfolgt zum Stichtagskurs.

4. Wirtschaftliches Ergebnis

Im Rahmen des Rohkaffeehandelsgeschäftes geht die Gesellschaft auf der Einkaufsseite Abnahmeverpflichtungen (Einkaufskontrakte) und auf der Verkaufsseite Lieferverpflichtungen (Verkaufskontrakte) ein, deren Erfüllungstermine in der Zukunft liegen. Im Zusammenhang mit diesen Geschäften schließt die Gesellschaft Waren- und Devisentermingeschäfte ab, sofern dies für den Ausschluss eines Risikos erforderlich ist.

Soweit der Erfüllungstermin nach dem Stichtag liegt, ergeben sich bei einer stichtagsbezogenen Bewertung aus diesen schwebenden Geschäften sowohl Gewinn- als auch Verlusterwartungen. Vorräte, offene Ein- und Verkaufskontrakte und offene Waren- und Devisentermingeschäfte bilden eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB. Soweit sich aus der Bewertungseinheit insgesamt ein Verlust ergibt, wird dieser bilanziert (Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften). Das Handelsbilanzergebnis entspricht daher nicht den wirtschaftlichen Gegebenheiten der Gesellschaft. Aus diesem Grunde ermittelt die Gesellschaft ein "Abgegrenztes wirtschaftliches Periodenergebnis" gemäß IFRS. Dabei berücksichtigt die Gesellschaft sowohl die Verlusterwartungen als auch die Gewinnerwartungen. Handelsbilanziell ausgeübte Bewertungswahlrechte werden in dieser Ergebnisermittlung neutralisiert, um die wirtschaftlichen Gegebenheiten unbeeinflusst durch diese Maßnahmen darzustellen.

Im Geschäftsjahr betrug das wirtschaftliche Periodenergebnis (vor ertragsabhängiger Steuern bzw. latenter Steuern) TUSD 171 (Vorjahr: TUSD 1.788).

II. Erläuterungen zum Jahresabschluss

Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

1. Vorräte

Bei den bezogenen Waren von 86.468 Sack (Vorjahr: 85.682 Sack) handelt es sich ausschließlich um Rohkaffee bzw. Rohkaffeemischungen und geringe Mengen an Instantkaffee.

  2012
TEUR
2011
TEUR
Rohkaffeebestände (Einstandswert) 19.119 21.347
Bewertungsabschlag (Niederstwert) -3.284 -606
Gewinnerwartungen aus Sicherungsgeschäften 3.284 606
  19.119 21.347

Die Bestandsnachweise wurden durch Lagerscheine, Lagerhalterbestätigungen und Kailagerscheine erbracht; für schwimmende Ware lagen Dokumente vor.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.447 sind mit TEUR 2.286 (Vorjahr: TEUR 326) einzelwertberichtigt worden. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Anhangs waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit Ausnahme der wertberichtigten Forderungen, fast vollständig ausgeglichen.

Sonstige Vermögensgegenstände enthalten vor allem Forderungen an die Finanzverwaltung von TEUR 388 (Vorjahr: TEUR 75).

PASSIVA

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 1.000 und ist voll eingezahlt.

Die Gewinnrücklage beträgt unverändert TEUR 518.

4. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen wurden im Vorjahr für zu erwartende Gewerbesteuerzahlungen und die sonstigen Rückstellungen wurden für ausstehende Rechnungen gebildet.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen überwiegend die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Waren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 21.674 (Vorjahr: TEUR 29.871) gegenüber der Gesellschafterin.

Pfandrechte und sonstige Sicherheiten für Haftungsbeträge wurden nicht bestellt.

6. Mitzugehörigkeitsvermerke

Die Forderungen an verbundene Unternehmen beinhalten auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden folgende, nicht in der Bilanz angegebene finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 HGB) mit Angabe des beizulegenden Zeitwertes für derivative Finanzinstrumente (§ 285 Nr. 19 HGB):

a) Physische Rohkaffee Ein- und Verkaufskontrakte

  Sack TEUR
Einkaufskontrakte 119.062 24.168
Verkaufskontrakte 101.727 17.780
mit einem summierten Zeitwert von   3.553

Teilweise waren die Kontrakte am Stichtag preislich noch nicht fixiert. In diesen Fällen wurde der Kontrakt mit dem Marktpreis vom Stichtag bewertet.

  Tonnen TEUR
Einkaufskontrakte 334 706
Verkaufskontrakte 1.159 2.510
mit einem summierten Zeitwert von   105

b) Warenterminkontrakte

Aus den unter a) und b) gemachten Angaben lässt sich die Rohkaffee-Position der Gesellschaft zum Stichtag nicht ableiten. Dazu wären zum einen der finanzierte Bestand und zum anderen die in a) enthaltenen unfixierten Kontrakte zu berücksichtigen.

c) Devisentermingeschäfte

Zum Bilanzstichtag bestehen Devisenterminverpflichtungen aus:

  TEUR
Deviseneinkäufen mit einem Volumen von 138
Devisenverkäufen mit einem Volumen von 12.280
mit einem summierten Zeitwert von -265

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8. Umsatzerlöse

Ausschließlicher Tätigkeitsbereich des Unternehmens ist der Handel mit Rohkaffee bzw. Roh-kaffeemischungen und ähnlichen Produkten. Von den Umsatzerlösen von TEUR 85.216 (Vorjahr: TEUR 78.138) entfallen rd. 25,2 % auf Inlandsverkäufe und rd. 74,8 % auf Verkäufe in das Ausland.

9. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 4.864 (Vorjahr: TEUR 729) enthalten vor allem Gewinne aus der Realisierung von Warentermingeschäften (TEUR 3.570) und Devisentermingeschäften (TEUR 653), Erträge aus weiterbelasteten Kosten (TEUR 393) sowie Gewinne aus der Währungsumrechnung (TEUR 106).

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 6.653 (Vorjahr: TEUR 8.242) enthalten vor allem die allgemeine Kostenpauschale der InterAmerican Coffee Limited, London/UK, (TEUR 664) und der Neumann Gruppe GmbH, Hamburg, (TEUR 673), Aufwendungen für von der Neumann Gruppe GmbH, Hamburg, zur Verfügung gestelltes Personal (TEUR 711), Vertriebskosten (TEUR 2.268), Wertberichtigungen (TEUR 2.001) sowie sonstige allgemeine Verwaltungskosten.

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Es werden laufende Gewerbesteuerzahlungen (TEUR 19), Gewerbesteuerzahlungen für Vorjahre (TEUR 5) und die Veränderung der bilanzierten latenten Steuern (TEUR 859) ausgewiesen.

III. Haftungsverhältnisse

Die InterAmerican Coffee GmbH haftet gesamtschuldnerisch im Rahmen eines von der Neumann Gruppe GmbH, Hamburg, mit verschiedenen Banken abgeschlossenen Master Credit Agreements vom 26. Oktober 2012 mit dem das Stammkapital übersteigenden, verfügbaren Vermögen für die der Neumann Gruppe GmbH, Hamburg, gewährten Kredite. Aufgrund der ausreichenden Liquidität der Neumann Gruppe GmbH, Hamburg, ist mit einer Inanspruchnahme zur Zeit nicht zu rechnen.

IV. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal.

2. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Neil Barwick, London, Kaufmann

Mirella Cielek, Hamburg, Kauffrau.

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

4. Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Neumann Gruppe GmbH, Hamburg, einbezogen. Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens ist im elektronischen Bundesanzeiger einsehbar.

5. Gesellschafter

Alleinige Gesellschafterin ist die Neumann Gruppe GmbH, Hamburg.

 

Hamburg, 28. März 2013

Neil Barwick

Mirella Cielek

Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss 2012

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der InterAmerican Coffee GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 05. April 2013

Ernst & Young GmbH
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Nissen-Schmidt, Wirtschaftsprüferin

Schröder, Wirtschaftsprüferin

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