Wohnbau Lemgo eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Riepe seit 1.7.2022 | Prokura |
Arnd Oberscheven seit 3.11.2021 | Vorstandsmitglied |
Julia-Verena Redecker seit 23.1.2018 | Prokura |
Thorsten Kleinebekel seit 29.7.2003 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wohnbau Lemgo eGLemgoJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023DATEN UND ZAHLEN AUF EINEN BLICK UNTERNEHMENSDATEN Sitz der Genossenschaft Pagenhelle 13 32657 Lemgo
Gründung und Eintragung der Genossenschaft
Amtsgericht Lemgo, GnR 103 Vereinigt mit der Wohnungsgenossenschaft
Prüfungsverband Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V. Goltsteinstraße 29, 40211 Düsseldorf Aufsichtsrat Udo Zippel, kfm. Direktor, Vorsitzender Arne Brand, stellv. Verbandsvorsteher, stellv. Vorsitzender Alexander Baer, MdL Dirk Becker, Bürgermeister Yvonne Möller, Abteilungsleiterin Immobilien Ulrike Niebuhr, Stadtplanungsamtsleiterin Hermann Oortman, Bauamtsleiter a.D. Lothar Otto, Richter Arndt Stückemann, Rechtsanwalt Vorstand Thorsten Kleinebekel, Vorstandsvorsitzender Arnd Oberscheven, nebenamtliches Vorstandsmitglied Prokuristen Andreas Riepe Julia-Verena Redecker ENTWICKLUNG KENNZAHLEN IM VERGLEICH
LAGEBERICHT DES VORSTANDESGegenstand des Unternehmens Zweck der Wohnbau Lemgo eG ist eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung der Mitglieder der Genossenschaft im Kreis Lippe. Die Genossenschaft kann Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen bewirtschaften, errichten, erwerben und betreuen. Kerntätigkeitsfeld ist die Errichtung und Vermietung von Wohnungen und Häusern in Lemgo, Bad Salzuflen, Oerlinghausen und Leopoldshöhe. Geschäftsverlauf Rahmenbedingungen Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von geopolitischen Auswirkungen in Nahost, der Ukraine und Taiwan mit negativen Auswirkungen, die auch in das Jahr 2024 hineinwirken. Dabei hielten die inflationären Tendenzen auch in 2023 an. Da die monatlichen Inflationsraten zum Ende des Jahres hin rückläufig waren, besteht die berechtigte Annahme, dass die Zinsentscheidungen der EZB ihre Wirkung nicht verfehlt haben. Allerdings hatten die restriktiven geldpolitischen Entscheidungen erheblichen negativen Einfluss auf die Nachfrage nach Baudarlehen und die Baukonjunktur insgesamt. Die Zahl der fertiggestellten Wohneinheiten und die Zahl der beantragten Wohneinheiten sind 2023 zurückgegangen. Eine Entwicklung die auch für 2024 und 2025 zu beobachten sein wird. Zurückgehende Immobilienpreise und steigende Zinsen am Kapitalmarkt haben zahlreiche Projektentwickler im Immobiliensektor ins Wanken gebracht. Den spektakulärsten Fall stellt die Insolvenz der Signa-Gruppe dar, die nicht abgeschlossene Bauprojekte in vielen großen deutschen Städten hinterlässt. Gleichzeitig steigen die Preise für Bauleistungen weiter an. Auch im dritten Quartal 2023 sind die Baupreise im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen, und zwar um 6,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Verglichen mit der Steigerung um 8,8 Prozent im zweiten Quartal 2023 bedeutet das einen leichten Rückgang der Preissteigerung. Trotzdem bleiben die Baupreise weiterhin vergleichsweise hoch. Größter Preistreiber waren die Leistungspositionen Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten mit einem Plus von 10,8 Prozent. Dies hat bedeutende Auswirkungen auf den Wohnungsneubau und die Modernisierung von Wohngebäuden in Deutschland. Wurden im Jahr 2022 noch 295.000 Wohnungen fertig gestellt, stagniert die Zahl der fertiggestellten Einheiten in 2023 bei 294.400. Im Jahr 2024 könnte die Zahl der gebauten Wohnungen auf 210.000 zurückgehen. Der Mangel an Wohnraum wird dadurch verschärft und lässt die Mieten weiter steigen. Die folgenschwere Mischung aus hohen Bau- und Kapitalkosten stellen den Wohnungsbau (und die Wohnungswirtschaft insgesamt) in Deutschland derzeit vor historisch einmalige Herausforderungen. Wohnbauprojekte werden verschoben, storniert oder scheitern gar schon in der Planungsphase. Kurzfristig ist keine Besserung in Sicht. Das alles geschieht in einem Umfeld, in dem die Nachfrage nach Wohnungen weiter gestiegen ist. Dabei sind sowohl die mengenmäßigen als auch die qualitativen Herausforderungen an den Wohnungsbau erheblich größer geworden - bei gleichzeitig deutlich ungünstigeren Rahmenbedingungen. Gefragt sind kluge Lösungen, die Investitionen trotz gestiegener Zinsen und hoher Baupreise ermöglichen, den Wohnungsbestand erweitern und die Mammutaufgabe der energetischen Gebäudesanierung schnell anschieben. Es wird dennoch einige Zeit bedürfen bis das sogenannte magische Viereck - bestehend aus Hypothekenzinsen, Mieten, Baupreisen und Förderung - wieder einigermaßen im Lot ist und Wohnungsbauvorhaben sowie die damit verbundenen gesellschaftlichen Ziele im Neubau, in der energetischen Sanierung und im altengerechten Umbau des bestehenden Wohnungsbestandes wieder deutlich Fahrt aufnehmen können. Die Monat für Monat weiter abstürzenden Baugenehmigungszahlen machen die tiefe Krise im Wohnungsbau überdeutlich. Wie das statistische Bundesamt mitteilte, wurde 2023 der Bau von 260.100 Wohnungen genehmigt, das waren 26,6 Prozent oder 94.100 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Niedriger war die Zahl zuletzt im Jahr 2012 mit damals 241.100 Wohnungen. Eine ebenso angespannte Lage ergab eine Umfrage der Wohnungswirtschaft auch bei den eigentlich geplanten Modernisierungsvorhaben: 2024 werden die GdW-Wohnungsunternehmen rund 13 %, 2025 rund 18 % weniger Wohnungen modernisieren können. Von den ursprünglich vorgesehenen rund 184.000 Wohneinheiten werden 28.000 nicht klima- und altersgerecht angepasst werden können. Von den verbleibenden etwa 156.000 Wohnungen wird wiederum bei einem Fünftel (22 %) der Umfang der ursprünglich geplanten Maßnahmentiefe deutlich reduziert. Dies betrifft insgesamt 35.000 Wohneinheiten. In einem schwierigen Umfeld zeigte sich der Arbeitsmarkt bislang trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen der Energiekrise und der hohen Inflation robust. Die Erwerbstätigkeit stieg 2023 sogar auf den bislang höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Drei Jahre zuvor im Jahr 2020 hatte die Corona-Krise den über 14 Jahre anhaltenden Anstieg der Erwerbstätigenzahl zeitweilig beendet und zu einem Rückgang geführt. Im Zuge des Aufholprozesses nach der Pandemie war die Erwerbstätigkeit bereits im Jahr 2022 kräftig gestiegen. Auch vom Baugewerbe kamen trotz des Produktionsrückgangs im Wohnungsbau erneut positive Impulse im Bereich der Beschäftigung. Im Sektor der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft blieb die Beschäftigung stabil bei 477.000 Erwerbstätigen. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Das zeigen auch die unterjährigen Konjunkturstatistiken aus dem Baugewerbe: Sowohl die Auftragseingänge im Wohnungsbau als auch die Zahl der zum Bau genehmigten Wohnungen sanken in den ersten drei Quartalen 2023 deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Positive Signale kamen vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. Wohnungsmarkt Ostwestfalen und Lippe Auch regional sind die Baugenehmigungszahlen in 2023 eingebrochen. Im Kreis Lippe wurden gemessen an den Einwohnerzahlen neben den Kreisen Herford und Höxter die wenigsten Wohnungen in OWL genehmigt. Das Minus gegenüber dem Vorjahr beträgt im Kreis Lippe 16,4 Prozent. Dies berichtet die Neue Westfälische Zeitung am 25.April 2024. Ein ähnliches Bild zeichnet der Grundstücksmarktbericht 2023 des Kreises Lippe. Der Immobilienmarkt im Kreis Lippe und in der Stadt Detmold zeigt für das Jahr 2023 einen Rückgang der Anzahl der Verträge, gleichzeitig auch einen Rückgang an Geldumsatz. Die Preistendenz ist teilweise negativ. Für das Jahr 2023 ist im Kreis Lippe ein Preisrückgang bei den Ein- und Zweifamilienhäusern, Eigentumswohnungen sowie bei den land- und forstwirtschaftlichen Flächen festzustellen. Preissteigerungen sind bei den Verkäufen von Bauland und Mehrfamilienhäusern zu verzeichnen. Die Anzahl der Kauffälle in 2023 ist gegenüber 2022 noch einmal um 18 % auf 3033 Verträge zurückgegangen. Der Rückgang im Zeitraum 2021/22 betrug zuvor bereits 15 %. Auch beim Geldumsatz hat sich die rückläufige Tendenz fortgesetzt. Durch das Ver- oder Aufschieben von privaten Bau- oder Kaufabsichten steigt die Nachfrage nach Wohnraum zur Miete. Diese hohe Nachfrage nach Wohnraum führt zu einer deutlichen Differenz zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten. Dadurch sind Umzüge für Mieterinnen und Mieter mit größeren Kostensprüngen verbunden, was zu einem Absinken der Fluktuationsraten am Wohnungsmarkt führt. Als Folge bleiben diejenigen, die aufgrund veränderter Lebensumstände eine kleinere Wohnung suchen, häufig in ihrer größeren Wohnung, weil sie nach einem Umzug womöglich sogar mehr zahlen würden als bisher. Die Nachfrage nach Wohnungen an den Standorten der Wohnbau Lemgo eG ist sehr gut. In Lemgo und Bad Salzuflen ist die Genossenschaft in ausgeglichenen Wohnungsteilmärkten vertreten, die ein hohes Maß an qualitativer Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum und kleineren Wohnungen mit höherwertiger Ausstattung zeigen. In Oerlinghausen und Leopoldshöhe steigen die Einwohnerzahlen seit Jahren. Beide Standorte gelten als Entlastungsstandorte für den Bielefelder Wohnungsmarkt. Die Genossenschaft hat in den zurückliegenden Jahren auf die zuvor beschriebene Bevölkerungsentwicklung reagiert. In Leopoldshöhe sind zwischen 2020 und Januar 2024 inzwischen 70 barrierefreie Genossenschaftswohnungen entstanden. Um die Nachfrage nach preisgedämpftem Wohnraum zu befriedigen sind in diesem Zeitraum 18 Wohnungen mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert worden. Neben dem Bau von bezahlbarem Wohn-raum bleibt die energieeffiziente Sanierung von Wohnraum die Hauptaufgabe der Genossenschaft in den kommenden Jahren. Der Quartiersumbau des Lemgoer Künstlerviertels hat im Jahr 2022 an der Bandelstraße begonnen und wurde 2023 dort fortgesetzt. Ab 2024 werden dann Gebäude entlang der Dewitzstraße und Menkestraße modernisiert. BESTANDSBEWIRTSCHAFTUNG Die Wohnbau Lemgo eG bewirtschaftete zum 31.12.2023 insgesamt 2.236 Genossenschaftswohnungen. Der Wohnungsbestand ist gegenüber dem Vorjahr um 12 Wohnungen gestiegen, da die Genossenschaft zum 01.01.2023 ein Gebäude mit 12 Wohnungen erworben hat. Der Wohnungsbestand setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse aus der Vermietung unserer Genossenschaftswohnungen haben sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Ertragsausfälle wegen Leerstand haben sich nochmals abgeschwächt. In 2023 sind T€ 81,8 (2022: T€ 96,4; 2021: T€ 147,4; 2020: T€ 87,5; 2019: T€ 152,7) angefallen. Die Fluktuationsquote ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. 185 Wohnungswechsel entsprechen einer Fluktuationsquote von nur 8,27 %. In der Gesamtzahl der Wohnungswechsel sind auch noch 17 Haushalte enthalten, die innerhalb der Genossenschaft die Wohnung getauscht haben. Wohnungstausch, altersbedingter Umzug und Tod des Mitgliedes bleiben die häufigsten Gründe für einen Aus- und Umzug. Zum Ende des Geschäftsjahres waren 16 Wohnungen nicht vermietet, davon 8 Wohnungen wegen Modernisierung und weitere 4 Wohnungen aufgrund von Baumaßnahmen in 2024 oder später. NEUBAUTÄTIGKEIT Im Jahr 2023 ist der Bau eines Gemeinschaftswohnprojektes in Leopoldshöhe fortgesetzt worden. Der für Ende 2023 geplante Fertigstellungstermine ist wegen Verzögerungen am Bau knapp verpasst worden. Die ersten Bewohner sind zum 01.02.2024 eingezogen. Insgesamt 28 Wohnungen sind in zentraler Lage von Leopoldshöhe entstanden. 4 Wohnungen und ein Gemeinschaftsraum sind mit öffentlichen Mitteln des Landes NRW gefördert. Die Mietpreise betragen € 5,90/m 2 für die geförderten Wohnungen und € 10,90/m 2 - 11,90/m 2 für die freifinanzierten Wohnungen. UNBEBAUTE GRUNDSTÜCKE Die Genossenschaft verfügt zum Bilanzstichtag über keine unbebauten Grundstücke. MODERNISIERUNG / INSTANDHALTUNG Im Geschäftsjahr 2023 ist die energetische Sanierung der Gebäude an der Bandelstraße in Lemgo fortgesetzt worden. Mit der Modernisierung der Häuser Bandelstraße 16-24 ist die Bautätigkeit entlang der Bandelstraße abgeschlossen. Die Genossenschaftsmitglieder entlang der Bandelstraße profitieren zukünftig von einer neuen Optik der Häuser, größeren Balkonen und niedrigen Energieverbräuchen. Alle Gebäude wurden an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Lemgo GmbH angeschlossen. Die Genossenschaft unternimmt hiermit Anstrengungen zur Reduzierung von CO 2 -Emissionen aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen. Auch in den kommenden Jahren wird der Schwerpunkt der Modernisierungstätigkeit auf der Dekarbonisierung des Gebäudebestandes liegen. Die Genossenschaft hat in 2022 hierzu einen Modernisierungsfahrplan erarbeitet, um bis zum Jahr 2045 über einen CO 2 -freien Gebäudebestand zu verfügen. Der Quartiersumbau im Lemgoer Künstlerviertel wird ab 2024 mit den Häusern entlang der Menkestraße fortgesetzt. Die in den 48 Wohnungen befindlichen Gasetagenheizungen werden in diesem Zuge ausgebaut und die Beheizung der Wohnungen durch umweltfreundliche Fernwärme ersetzt. Darüber hinaus ist eine Aufstockung der 4 Gebäudekörper geplant. Dadurch entstehen 16 neue Genossenschaftswohnungen. AUSWIRKUNGEN KOHLENDIOXIDKOSTENAUFTEILUNGSGESETZ Zum 1. Januar 2023 ist das Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz in Kraft getreten. Dieses regelt die CO 2 -Emissionen eines Gebäudes auf Basis des tatsächlichen Verbrauches und des Emissionsfaktors zwischen Vermieter und Mietern zu verteilen. In 2023 hat die Wohnbau Lemgo in der Holztwete 4a die alte Gaszentralheizung ausgebaut und das Objekt an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Lemgo angeschlossen. Das Gleiche ist mit dem Nachbarobjekt Holzwete 6a im Jahr 2024 geplant. Hierbei können zukünftig jährlich ca. 75t CO 2 eingespart werden. Durch die Komplettsanierung der Objekte Bandelstraße 12-24 können sowohl der Energieverbrauch als auch der CO 2 - Ausstoß um ca. 114t CO 2 /a reduziert werden. Das Gleiche ist in der Menkestraße 12 bis 16a und der Dewitzstraße 9 und 11 ab 2024 bzw. 2025 zu erwarten. Mit den Sanierungsmaßnahmen dieser Objekte können ca. 150t CO 2 /a eingespart werden. Der Liemer Weg wird nach der geplanten Komplettsanierung in 2024/2025 ca. 29t CO 2 /a weniger ausstoßen. Im Jahr 2023 hat der Wohnungsbestand 1.268 t weniger CO 2 hervorgerufen als im Jahr 2022. Erreicht werden konnte dies durch die diversen Sanierungsmaßnahmen und den Heizungstausch in einzelnen Objekten. Außerdem wird gemäß GEG angenommen, dass die Fernwärme der Stadtwerke Lemgo 0g CO 2 /kWh ausstößt. Deutlich festzustellen ist jedoch auch, dass das Nutzerverhalten große Auswirkungen auf den Energieverbrauch der Objekte hat. Ein höherer Effizienzhausstandard geht nicht immer einher mit einem geringen Energieverbrauch. An die neue Wohnqualität müssen sich die Nutzer gewöhnen und ihr Heiz- und Lüftungsverhalten dementsprechend anpassen. MIETENENTWICKLUNG Die durchschnittliche Miete der Wohnungen ist gegenüber dem Vorjahr auf € 5,65/m 2 (Vorjahr € 5,55/m 2 ) gestiegen. FREMDVERWALTUNG Die Genossenschaft verwaltet und bewirtschaftet für Wohnungseigentümergemeinschaften, private Vermieter und Investoren:
ERTRAGSLAGE Die Ertragslage wurde nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet und stellt sich wie folgt dar:
Zu dem positiven Ergebnis haben folgende Leistungsbereiche beigetragen:
Das Ergebnis aus der Bewirtschaftungstätigkeit ist positiv beeinflusst durch gestiegene Sollmieten und geringere Erlösschmälerungen. VERMÖGENSLAGE Die finanziellen Transaktionen wirkten sich wie folgt auf die Vermögens- und Kapitalstruktur unseres Unternehmens aus:
Die Bilanzsumme hat sich um T€ 4.465,1 erhöht, was wesentlich auf die hohe Neubautätigkeit zurückzuführen ist. Bei den Sachanlagen standen Investitionen von T€ 8.298,9 Abgänge von T€ 45,1 und Abschreibungen von T€ 3.499,3 gegenüber. Das langfristige Eigenkapital ist durch Gewinnthesaurierung um T€ 1.043,7 gestiegen, während die Eigenkapitalquote von 46,00 % auf 45,06 % gesunken ist. Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich von T€ 49.752,6 durch Valutierung (T€ 7.312,3) und Tilgung (T€ 5.025,2) auf T€ 52.039,7 erhöht. FINANZLAGE Die Aufgliederung der Bilanz nach Fristigkeiten zeigt folgende Deckungsverhältnisse:
Die in der Bilanz ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte sind ganz überwiegend durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Die Neubau- und Sanierungsmaßnahmen sind fristgerecht finanziert. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2023 zu jeder Zeit gewährleistet. FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Die für die Genossenschaft bedeutsamen Kennzahlen stellen sich im Zeitraum 2019 - 2023 wie folgt dar:
RISIKOBERICHT Prognose-, Chancen- und Risikobericht Unser Risikomanagementsystem basiert vorrangig auf dem Controlling und einer unterjährigen internen Berichterstattung. Außerdem werden externe Beobachtungsberichte wie insbesondere die Entwicklung des Wohnungsmarktes und des Kapitalmarktes in die Betrachtung einbezogen. Mit diesem Risikomanagementsystem sollen Gefährdungspotentiale verringert, der Bestand gesichert und die erfolgreiche Weiterentwicklung der Genossenschaft unterstützt werden. Risiken der zukünftigen Entwicklung Globale wirtschaftliche Ereignisse, wie beispielsweise Handelskriege, geopolitische Spannungen oder große politische Veränderungen, können auch 2024 erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben. Der Überfall Russlands auf das Nachbarland Ukraine in 2022 hat die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtert. Insbesondere die steigenden Energiekosten belasten die wirtschaftliche Entwicklung. Steigende Produktionskosten, steigende Baukosten und allgemeine Preissteigerungen belasten die Wirtschaft und die Verbraucher. Die Zinsentwicklung in der Eurozone bleibt auch in 2024 ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung in der Bauwirtschaft. Bleibt eine erwartete Zinssenkung im Jahr 2024 aus, verharren die Baugenehmigungen und demzufolge spätere Baufertigstellungen weiterhin auf dem niedrigen Niveau. Die unablässig steigenden Preise für Baustoffe und Bauleistungen belasten auch die Wirtschaftlichkeit der Genossenschaft und einzelner Projekte. Dies birgt nicht nur Risiken in der Schaffung neuen Wohnraums, sondern auch im Bereich der Modernisierung zur Umsetzung der Klimastrategie mit der Folge, die Klimaschutzziele zu verfehlen. Hohe Baukosten haben neben anderen Faktoren in den letzten Monaten zu einem Rückgang von Bauvorhaben geführt. Im Jahr 2023 waren die meisten Baumaterialien nach wie vor teurer als 2021, dem Jahr vor der Energiekrise - trotz Preisrückgängen bei den Baustoffen wie Holz oder Stahl. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gab es im Jahr 2023 zudem durchweg bei allen mineralischen Baustoffen Preissteigerungen: Zement (+32,3 %), Kalk und gebrannter Gips (+31,4 %), Frischbeton (+24,9 %), Dachziegel aus keramischen Stoffen (+24,2 %) und Bausand (+21,9 %) verteuerten sich gegenüber dem Jahr 2022 deutlich. Ein weiterer entscheidender Faktor bei der Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum ist der Mangel an geeigneten Bauflächen in dessen Folge die Grundstückskaufpreise sich weiter verteuern. Die Schaffung von Baurecht muss beschleunigt, die Bauordnungen harmonisiert und vereinfacht werden. Die Prozesse rund um Planung, Genehmigung und Bauausführung müssen digitalisiert und damit schlanker und schneller werden. Darüber hinaus beklagen viele Handwerksunternehmen einen Mangel an Fachkräften in bestimmten Bereichen oder das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt könnte zu wirtschaftlichen Herausforderungen führen. In Anbetracht der fortschreitenden Klimaveränderung ist auch der Gebäude-sektor zunehmend gefordert, einen Beitrag zum Schutz gegen die weitere Erderwärmung zu leisten. Der Gesetzgeber hat mit dem Gebäudeenergiegesetz und der Gebäudeenergierichtlinie auf EU-Ebene Parameter für die zukünftige Bestandssanierung gesetzt. Bereits jetzt erhalten viele genossen-schaftliche Gebäude, neben der kostenintensiven Komplettsanierung im Künstlerviertel in Lemgo, einen Fernwärmeanschluss. 54 Prozent des Bestandes sind bereits an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Lemgo, Bad Salzuflen und Oerlinghausen angeschlossen. 45 Prozent der Gebäude und Wohnungen werden aktuell noch mit Gas beheizt. Der Einsatz von Wärmepumpen beschränkt sich aktuell noch auf 1 Prozent des Wohnungsbestandes. Der Fokus der kommenden Jahre liegt auf einer deutlichen Reduzierung der gasbetriebenen Wärmeversorgung. Ziel ist es, jährlich mindestens 2,5 Prozent des Gebäudebestandes zu sanieren, um die Klimaziele bis 2045 erreichen zu können. In einem ersten Schritt bis 2030 bzw. 2033 sollen die "Worst-Performing-Buildings", die eine Gebäudeeffizienzklasse von F, G oder H aufweisen energetisch verbessert werden. Dies könnte zu einem Sanierungsaufwand von 35 Mio. EURO in den kommenden 10 Jahren führen. Der Gebäudesektor reduziert inzwischen erfolgreich seine CO 2 -Emmissionen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes sind die Treibhausgasemissionen im Jahr 2023 um 7,5 Prozent gegenüber 2022 gesunken. Damit überschreitet der Gebäudebereich die gemäß Bundes-Klimaschutzgesetz erlaubte Jahresemissionsmenge noch um rund 1,2 Mio. Tonnen CO 2 -Äquivalente. Es zeigt sich hierdurch einmal mehr, dass der Gebäudesektor bereits auf einem erfolgreichen Weg ist. Zudem wird einmal mehr deutlich, dass nicht die technischen Aspekte der Wärmewende der kritischste Faktor sind, sondern die sozialen Folgen. Die Kombination aus explodierenden Kosten und stetig steigenden Auflagen führt zu einer drastischen Überforderung der Mieterinnen und Mieter sowie von Liquidität und Eigenkapital der Wohnungsunternehmen. Deswegen ist es zwingend erforderlich, dass der Staat die Wärmewende im Gebäudesektor ausreichend und verlässlich fördert. Das Ergebnis des sogenannten Trilogs der europäischen Institutionen zur Gebäudeenergierichtlinie, der bereits im vergangenen Jahr getroffenen wurde, stellt zunächst einen annehmbaren Kompromiss dar - allerdings nur, wenn bei der Umsetzung auf nationaler Ebene eine verlässliche und auskömmliche Unterstützung der Wohnungsunternehmen und ihrer Mieter bei der Erreichung des Zieles der Klimaneutralität in Deutschland bis 2045 einhergeht. Denn angesichts der sehr ambitionierten Ziele bei gleichzeitigen Kostensteigerungen in fast allen Bereichen und vielen weiteren Herausforderungen, wie dem altersgerechten Umbau und dem nötigen Wohnungsneubau, geht bezahlbares Wohnen nicht ohne angemessene staatliche Unterstützung. Der Vorstand der Wohnbau Lemgo eG sieht zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts zunächst keine Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Geschäftsentwicklung, denen das Unternehmen nicht in angemessener Weise entgegenwirken kann oder die sich bestandsgefährdend auf die Ertrags-, Vermögens- und/oder Finanzlage der Wohnbau Lemgo eG auswirken könnten. Grundsätzlich wird für die Wohnbau Lemgo eG die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch 2024 stabil bleiben. Chancen der zukünftigen Entwicklung Sollte sich die Preissteigerungsrate im Jahr 2024 weiter verlangsamen, erhält die Europäische Zentralbank Spielraum, die Zinsen in der Eurozone zu senken. Diese Entwicklung würde die Kapitalkosten positiv beeinflussen und könnte ein belebendes Element für die Bauwirtschaft sein. Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt indes unverändert hoch. Durch die zurückgehende Bautätigkeit steigen die Mietpreise weiter an. Dabei erkennen die Genossenschaftsmitglieder zunehmend die Vorteile des genossenschaftlichen Modells, wo Mietpreise und Betriebskosten weiterhin bezahlbar bleiben. Dies ist im 1.Quartal 2024 insbesondere deutlich an einem weiteren Rückgang der Fluktuation im eigenen Wohnungsbestand erkennbar. Der Nachfragedruck auf dem Mietwohnungsmarkt in den regionalen Zentren Bielefeld, Gütersloh und Paderborn dürfte den Trend zu einer Verlagerung der Wohnraumnachfrage in Gebiete außerhalb der Ballungszentren weiter beflügeln. Insbesondere für Oerlinghausen, Leopoldshöhe und die an Bielefeld grenzenden Stadtbezirke Bad Salzuflens ist dies von Bedeutung. Die Genossenschaft hat auf die Entwicklung einer höheren Attraktivität des Bielefelder Umlandes reagiert und baut aktuell das Wohnungsangebot in Leopoldshöhe aus. Entsprechend dem Unternehmenszweck der Wohnbau Lemgo eG wird weiterhin neben dem Neubau von Wohnraum im hohen Maße in die Modernisierung und Instandhaltung unseres Wohnungsbestandes investiert. Durch hierzu im Vergleich moderate und satzungsgemäß sozial verantwortbare Mietanpassungen verschaffen wir uns einen entsprechenden Wettbewerbsvorteil. Die gut ausgestatteten Wohnungen der Genossenschaft und energetisch sanierten Gebäude sind eine maßgebliche Voraussetzung für die Vollvermietung auch in der Zukunft. Auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand sind für uns energetische Sanierungen ein wichtiger Hebel. Das Ziel der Reduzierung von Heizkosten und damit die Senkung der Energieverbräuche steht im Einklang mit dem Ziel der Senkung von Emissionen und trägt im aktuellen Kontext des Ukraine-Kriegs zur Energiesicherheit bei. Im Geschäftsjahr 2024 sollen durch die Umsetzung von energetischen Sanierungsmaßnahmen bzw. dem Tausch der Heizungstechnik zukünftig ca. 75t CO 2 / a in der Holztwete 4a und 6a, ca. 29t CO 2 /a im Liemer Weg 18 c/ d und ca. 150t CO 2 / a in der Menke- und Dewitzstraße eingepart werden. Da die Fernwärme der Stadtwerke Lemgo nach GEG 0g CO 2 /kWh ausstößt, ist die Wohnbau Lemgo eG im Raum Lemgo in der positiven Lage, den CO 2 -Ausstoß ausschließlich mit dem Heizungstausch, d.h. dem Anschluss an das Fernwärmenetz, erheblich reduzieren zu können. Solch eine Maßnahme ist schnell und mit geringem Aufwand zu erzielen. In den Bereichen, in denen keine Fernwärmeversorgung zugänglich ist, müssen andere Technologien wie z.B. die Wärmepumpe in Erwägung gezogen werden, um die Klimaziele zu erreichen. Finanzinstrumente Das Anlagevermögen ist langfristig finanziert. Bei den Fremdmitteln handelt es sich um Annuitätendarlehen mit Laufzeiten zwischen 5 und 20 Jahren. Aufgrund steigender Tilgungsanteile halten sich die Zinsänderungsrisiken in beschränktem Rahmen. Die Zinsentwicklung wird im Rahmen des Risikomanagements beobachtet. Ggf. werden zur Sicherung günstiger Finanzierungskonditionen Prolongationen im Voraus abgeschlossen (Forward-Darlehen). Prognose Die Umsatzerlöse aus der Bewirtschaftungstätigkeit für das Jahr 2024 werden voraussichtlich 10,8 Millionen Euro erreichen, verglichen mit 10,1 Millionen Euro im Jahr 2023. Diese Steigerung ist auf den erwarteten hohen Bedarf an Wohnraum und die daraus resultierenden höheren Neuvertragsmieten sowie auf die allgemeine Mieterhöhung der Bestandsmieten zum 1. April 2024 zurückzuführen. Obwohl die Umsatzerlöse voraussichtlich steigen, erwartet der Vorstand aufgrund der geplanten Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen für das Jahr 2024 ein geringeres Jahresergebnis im Vergleich zu 2023. Die Genossenschaft prognostiziert ein Jahresergebnis von 1,0 Millionen Euro für das Jahr 2024. Insgesamt zeigt die Prognose für das Jahr 2024 trotz einer erwarteten Umsatzsteigerung eine gewisse Vorsicht aufgrund der geplanten Investitionen und Maßnahmen, die sich negativ auf das Jahresergebnis auswirken könnten.
Lemgo, 27.05.2024 Der Vorstand Kleinebekel Oberscheven BERICHT DES AUFSICHTSRATESDer Aufsichtsrat hat gem. § 26 Abs.1 der Satzung die Aufgabe, den Vorstand in seiner Geschäftsführung zu fördern, zu beraten und zu überwachen. Diesen Aufgaben ist der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 in vier gemeinsamen Sitzungen in Präsenz mit dem Vorstand in vollem Umfang nachgekommen. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die Bau- und Modernisierungsprojekte der Genossenschaft im Jahr 2023 durch eine Inaugenscheinnahme der Baumaßnahmen informiert. Der Aufsichtsrat wurde umfassend über die Geschäftstätigkeit und die Ergebnisse im Rechnungswesen unterrichtet und hat sich mit den Vorgängen über die Lage und Entwicklung der Genossenschaft befasst und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat stimmt dem Jahresabschluss, dem Lagebericht und dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2023 zu. Der Aufsichtsrat schlägt der Vertreterversammlung vor: 1. den Jahresabschluss zum 31.12.2023 unter Billigung der Vorwegzuweisung in die Rücklagen festzustellen, 2. den Geschäftsbericht des Vorstandes und den Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2023 zu beschließen, 3. den Prüfungsbericht des Verbandes über das Geschäftsjahr 2022 zu beschließen, 4. die Verwendung des Bilanzgewinns zu beschließen, 5. dem Vorstand Entlastung zu erteilen. Außerdem bittet der Aufsichtsrat die Vertreterversammlung, über seine Entlastung aus dem Geschäftsjahr 2023 zu entscheiden. In der Zeit vom 28.08.2023 bis 22.09.2023 hat der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V., Düsseldorf, den Jahresabschluss 2022 sowie den entsprechenden Geschäftsbericht geprüft. Ferner sind die Geschäftsvorfälle 2023 bereits in die Prüfung einbezogen worden, soweit dies zur Beurteilung des geprüften Jahresabschlusses, der Geschäftsführung und der wirtschaftlichen Verhältnisse der Wohnbau erforderlich und möglich war. Der schriftliche Prüfungsbericht wurde in gemeinsamer Sitzung von Aufsichtsrat und Vorstand beraten. In der wertenden Zusammenfassung des Prüfungsberichtes ist folgendes festgestellt worden: Unsere Prüfung umfasst die Feststellung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Dazu sind die Einrichtungen, die Vermögenslage sowie die Geschäftsführung der Genossenschaft zu prüfen. Zur Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse haben wir den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht einbezogen. Die Verantwortlichkeit der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sowie die Verantwortlichkeit des Aufsichtsorgans werden durch die Prüfung nicht eingeschränkt. Zweck der Genossenschaft ist die Förderung ihrer Mitglieder (Förderzweck) vorrangig durch eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung. Die Genossenschaft darf gemäß Satzung Beteiligungen nach § 1 Abs. 2 GenG übernehmen. Gegenstand des Unternehmens ist insbesondere die Bewirtschaftung des eigenen Wohnungsbestandes und der Gewerbeeinheiten. Am Bilanzstichtag waren 387 Häuser mit 2.224 Wohnungen, 3 gewerblichen und sonstigen Einheiten sowie 459 Garagen/Stellplätze im Bestand. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir festgestellt, dass die Genossenschaft mit ihrer im Prüfungszeitraum ausgeübten Geschäftstätigkeit ihren satzungsmäßigen Förderzweck gegenüber den Mitgliedern verfolgt hat. Die Buchführung entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung. Er ist ordnungsgemäß aus der Buchführung entwickelt und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Die einschlägigen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften wurden beachtet; der Anhang des Jahresabschlusses enthält die erforderlichen Angaben. Der Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft ist geordnet. Die langfristige Eigenkapitalquote beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 46,0 %. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Cashflow in Höhe von T€ 4.953 erzielt. Die Genossenschaft schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.386. Dabei wurde im Kerngeschäftsbereich Hausbewirtschaftung bei Instandhaltungskosten in Höhe von € 15,72 je qm Wohn-/Nutzfläche p.a. ein Überschuss in Höhe von T€ 1.780 erzielt. Nach dem Ergebnis unserer Prüfung wurden die Geschäfte der Genossenschaft in der Berichtszeit ordnungsgemäß im Sinne des Genossenschaftsgesetzes geführt. Vorstand und Aufsichtsrat sind den ihnen nach Gesetz und Satzung obliegenden Verpflichtungen ordnungsgemäß nachgekommen.
Lemgo, 27.05.2024 Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Udo Zippel TÄTIGKEIT DER ORGANE VERTRETERVERSAMMLUNG Die Vertreterversammlung 2023 fand am 22.Juni 2023 in Lemgo statt. Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft begrüßten die gewählten Vertreter. Im weiteren Verlauf informierten der Vorstandsvorsitzende und der Aufsichtsratsvorsitzende umfassend über das vorangegangene und das laufende Geschäftsjahr sowie die Herausforderungen der Zukunft. Sodann wurden die erforderlichen Beschlüsse gefasst und dem Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung erteilt. Es haben im Jahr 2023 keine Wahlen zum Aufsichtsrat stattgefunden. BILANZ ZUM 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Allgemeine Angaben Die Wohnbau Lemgo eG, Pagenhelle 13, 32657 Lemgo ist beim Amtsgericht Lemgo unter Nummer GnR 103 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Genossenschaftsgesetzes aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Das Formblatt für die Gliederung des Jahresabschlusses für Wohnungsunternehmen wurde beachtet. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang dargestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich von Dritten erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. EDV-Programme mit Anschaffungskosten bis € 250,00 werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Aufwendungen für die umfassende Modernisierung von Gebäuden wurden als nachträgliche Herstellungskosten aktiviert, soweit sie zu einer über den ursprünglichen Zustand hinausgehenden wesentlichen Verbesserung führten. Die nachträglichen Herstellungskosten wurden auf die Restnutzungsdauer der Gebäude abgeschrieben. Bei umfassenden Modernisierungen wird die Restnutzungsdauer der Gebäude nach Abschluss der jeweiligen Maßnahme auf einen Zeitraum zwischen 30 und 50 Jahren neu festgelegt. Wahlrechte zur Aktivierung angemessener Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung und von Zinsen für Fremdkapital wurden nicht ausgeübt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer, ab 1990 mit Abschreibungssätzen gemäß § 7 Abs. 4 bzw. 5 EStG. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Selbstständig nutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 250,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand erfasst. Bei Anschaffungskosten von € 250,01 bis € 800,00 werden die Vermögensgegenstände im Anschaffungsjahr aktiviert, voll abgeschrieben und als Abgang dargestellt. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Unter den Unfertigen Leistungen werden noch nicht abgerechnete Betriebskosten mit den voraussichtlich abrechenbaren Kosten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Vorräte erfolgt nach der FiFo-Methode. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen werden erkennbare Risiken durch angemessene Bewertungsabschläge berücksichtigt; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Vom Bilanzierungswahlrecht für Geldbeschaffungskosten wurde Gebrauch gemacht. Die aktivierten Geldbeschaffungskosten werden über die jeweilige Laufzeit der Zinsbindung abgeschrieben. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages angesetzt. Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Aufwendungsdarlehen wurden passiviert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen vorwiegend Tilgungszuschüsse im Rahmen der sozialen Wohnraumversorgung, die über die Dauer der Mietpreisbindung aufgelöst werden. Latente Steuern Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den Steuerbilanzansätzen bestehen Differenzen, aus denen aktive latente Steuern resultieren. Das Wahlrecht zur Aktivierung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 HGB wurde nicht ausgeübt. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz ANLAGEVERMÖGEN Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt (in €): Anlagenspiegel
Unfertige Leistungen Im Posten Unfertige Leistungen sind T€ 3.785,7 (Vorjahr T€ 3.491,8) noch nicht abgerechnete Betriebs- und Heizkosten enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Ergebnisrücklagen Die Entwicklung der Ergebnisrücklagen lässt sich dem nachfolgenden Rücklagenspiegel entnehmen:
Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten sowie die zur Sicherheit gewährten Pfandrechte ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel (in €):
Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Aufwendungen für Bewirtschaftungstätigkeit
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Im Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 0,0 enthalten (Vorjahr T€ 0,0). Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Position Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge resultiert in Höhe von T€ 0,5 (Vorjahr T€ 0,1) aus der Abzinsung von Rückstellungen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind in Höhe von T€ 0,0 (Vorjahr T€ 0,0) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. SONSTIGE ANGABEN Mitgliederbewegung
Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen Neben 2 Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 23 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sowie 2 Auszubildende beschäftigt.
Aufsichtsrat
Vorstand Thorsten Kleinebekel, Vorsitzender Arnd Oberscheven, nebenamtlich Prokuristen Andreas Riepe Julia-Verena Redecker Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V., Goltsteinstraße 29, 40211 Düsseldorf Haftungsverhältnisse Es bestehen keine aus der Bilanz nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Beurteilung der Finanzlage sind folgende, jedoch zum Bilanzstichtag nicht zu bilanzierende Verpflichtungen von Bedeutung: Aus Bauverträgen für verschiedene fertiggestellte oder im Bau befindliche Objekte bestehen Verpflichtungen in Höhe von T€ 123,0 (Vorjahr T€ 2.853), denen Kreditzusagen in Höhe von T€ 300,6 gegenüberstehen (Vorjahr T€ 4.286). Altersversorgung Die Mitarbeiter erhalten eine Zusatzversorgung in Form einer mittelbaren Pensionsverpflichtung. Hierfür wird vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 eine Umlage in Höhe von 7,30 % - davon entfallen auf die Arbeitnehmer 1,81 % - an die Versorgungskasse des Bundes und der Länder entrichtet. Zusätzlich hat der Arbeitgeber ein Sanierungsgeld in Höhe von 0,00 % zu entrichten. Die Summe der umlagepflichtigen Löhne und Gehälter im Jahr 2023 betrug € 1.354.893,00. Derivative Finanzinstrumente Am Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden nur im Rahmen marktüblicher Konditionen getätigt. Es bestehen keine Forderungen gegen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Nachtragsbericht Der Geschäfts- und Lagebericht 2023 deckt den Zeitraum Januar bis Dezember 2023 ab. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor. Ergebnisverwendungsvorschlag des VorstandsDas Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 1.461.770,89. Vorstand und Aufsichtsrat haben auf der Grundlage der Satzungsregelungen beschlossen, vom Jahresüberschuss einen Betrag von € 1.250.000,00 im Rahmen der Vorwegzuweisung in die Rücklagen einzustellen. Der Vertreterversammlung wird die Feststellung des Jahresabschlusses unter Billigung der Vorwegzuweisung vorgeschlagen. Es wird vorgeschlagen, den sich ergebenden Bilanzgewinn in Höhe von € 211.770,89 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 4 % und 1 % 109.870,11 € Einstellung in die anderen Ergebnisrücklagen 101.900,78 €
Lemgo, 27.05.2024 Kleinebekel Oberscheven VERTRETERVERSAMMLUNG Vertreter und Vertreterinnen Wahlbezirk Lemgo Jutta Atzpodin Fynn Christian Bollhöfer Angelika Braches Andreas Bradler Maike Bsufka Anita Bünte Axel Bürger Jens Conrad Karl-Heinz Daschkey Petra Davison Richard Davison Stephan Eck Friedrich Fahlhausen Peggy Gajewi Siegmund Gedeon Oliver Güttge Sabine Häfner Gerda Illmann Sandra Kammerscheidt Roswitha Kater Claudia Kobus Michael Koch Andreas Korzeniewski Olga Krieger Karl-Herbert Krüger Jörg Malzahn Katharina Mundt Monika Plöger Inge Raasch Detlev Rakus Dieter Schröder Sven Schulze Ludger Siemer Melanie Warnecke Gisela Wülker Vertreter und Vertreterinnen Wahlbezirk Bad Salzuflen, Oerlinghausen und Leopoldshöhe Annette Blomberg Michael Böttcher Marco Costa Detlef Deppermann Stefan Derr Sven Dlugosch Wolfgang Elbracht Konstantin Esen Thomas Fabian Günter Hagemann Horst Hauschild Henrik Heitmann Marita Hentze Wolfgang Herzog Holger Heuermann Uwe Kaiser Lars Kirstein Reinhold Lampl Thomas Lindner Jürgen Meier Fabian Meier Marcel Meier Jochen Pack Leonie Quentmeier Boris Wilms Mitgliedschaften
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