Falken Office Products GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und Pappe
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Grande seit 9.11.2022 | Prokura |
Jens Böttcher seit 19.5.2020 | Prokura |
Knut Kutscher seit 15.1.2020 | Geschäftsführer |
Julien Paul Xavier Marie Nusse seit 2.8.2019 | Geschäftsführer |
Henry Kornetzky seit 4.9.2014 | Prokura |
Marcus Florian Peters seit 4.9.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
EXACOMPTA | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Falken GmbHPeitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Falken GmbH, PeitzA. Grundlagen der Gesellschaft Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit der Falken GmbH mit Sitz in Peitz bei Cottbus im Bundesland Brandenburg sind die Produktion und der Vertrieb von Konsumgütern des Papier-, Büro- und Schreibwarenbedarfs. Die Gesellschaft ist eine 100 %ige Tochter der Exacompta SAS, Paris. Somit gehört die Falken GmbH zu einem großen französischen Konzern der Papier- und Pappeverarbeitung und profitiert in Beschaffung, Produktion und Vertrieb von dieser Zugehörigkeit. So ist die Falken GmbH als leistungsfähige Produktionsgesellschaft zur Herstellung von Ordnern und anderen Ablagesystemen aus Papier, Pappe und Karton in den Produktionsverbund der Exacompta-Gruppe eingebunden und liefert und bezieht Produkte an bzw. von anderen Gesellschaften im Konzern. B. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Alle nachfolgend aufgeführten Einschätzungen zur Markt-, Mengen- und Preisentwicklung, insbesondere in diesem Absatz sowie weiter unten unter Absatz F. im Prognosebericht beruhen auf unseren Einschätzungen als Geschäftsleitung. Externe verlässliche und eindeutige Statistiken sind kaum aufzufinden. Wie schon in den vergangenen Jahren ist der Markt für klassische Ordnungsmittel für die Papierablage generell als rückläufig einzuschätzen, und zwar sowohl bei privaten Endverbrauchern als auch seitens der professionellen, d.h. in der Regel gewerblichen Anwender. Wir schätzen dabei aufgrund von Kundenkontakten und Umsatzanalysen den Rückgang des privaten Verbrauchs weniger stark und sich weniger rasch vollziehend als beim gewerblichen Bedarf ein. Elektronische Archivierung nimmt nach wie vor zu, auch die Stärkung von Tätigkeiten im Homeoffice drängt die klassische Papier-Ablage zurück, da der Zugriff auf elektronische Dokumente von unterschiedlichen Standorten einfacher ist. Der Einzelhandel hat die Umsatzeinbußen infolge der Geschäftsschließungen infolge COVID 19 mittlerweile gut überwunden und bestellt wieder normal. Die wesentlichen Rohstoffe für die Herstellung unserer Produkte bewegten sich preislich weiterhin auf hohem Niveau. Die Versorgungssituation hat sich aber bei den meisten Materialien gegenüber der COVID 19-Phase verbessert und der Falken GmbH eine bessere Produktionsplanung und eine gleichmäßigere Fertigung erlaubt. Energiepreise haben sich auch wieder etwas normalisiert, aber es bleibt abzuwarten, wie sich die Versorgungssicherheit durch die zwei andauernden Kriege in der Welt (Ukraine und Nahost) entwickeln wird. C. Geschäftsentwicklung Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 wurden durch einige sich entspannende Entwicklungen, aber auch durch den Fortbestand bereits in der früheren Vergangenheit eingetretener Umstände gekennzeichnet: • Die Zusammenarbeit in der Produktion innerhalb der Exacompta-Gruppe hat weiterhin zugenommen, sodass interne Produktionen zu mehr internem Umsatz geführt haben. Aufgrund strategischer Entscheidungen zur Einstellung der Produktion unserer Schweizer Schwestergesellschaft und deren Verlagerung an andere Standorte der Gruppe wird die Falken GmbH bei der Ordner-Produktion profitieren. • Aufgrund der Verknappung aller Energieformen, im Wesentlichen Strom, Erdöl und Gas, im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine einerseits sowie dem neuen Krieg in Nahost andererseits unterliegen die Energiekosten zum Teil erheblich Schwankungen mit insgesamt steigender Tendenz. • Die Produktionsmengen im Bereich der Briefordner-Fertigung sind auch im Jahr 2023 zurückgegangen. Interne Produktionen von Ordnern für Schwestergesellschaften führen, wie oben ausgeführt, dazu, diesen Rückgang etwas zu verlangsamen. • Erfolgreich angelaufen sind die Produktion und der Vertrieb von Boxen aus umweltfreundlichem Karton zum Aufbewahren unterschiedlicher Gegenstände (Sortiment "PureBox" der Falken GmbH). Durch den Verzicht auf den früher starken Einsatz von Leiharbeitern in der Produktion wurde die Beschäftigung eigener Mitarbeitender auch in Zeiten der Absatzschwankungen abgesichert, die Produktivität auf hohem Niveau gehalten und die bewährte, bekannte Falken-Qualität abgesichert. Das Überwachungs-Audit gemäß DIN EN ISO 9001:2015, das Audit im Rahmen der FSC-Zertifizierung und die wiederholte Zertifizierung des Energiemanagementsystems wurden abermals erfolgreich abgeschlossen und alle Zertifikate entsprechend verlängert. Das Feedback der Auditoren war sehr positiv. Auch hat Falken im Jahr 2023 wieder 10 Auszubildende aus der Region eingestellt, um sie entweder kaufmännisch oder technisch an ihre Jobs heranzuführen. Falken bekennt sich zur Ausbildung junger Menschen für den Bedarf am Standort Peitz, da sich die Personalstruktur in den nächsten Jahren durch diverse Renteneintritte langjähriger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ändern wird. Das Investitionsvolumen im Bereich der Sachanlagen betrug im Geschäftsjahr TEUR 956 und wurde im Wesentlichen für Ersatzinvestitionen und Maschinen zur Sortimentserweiterung eingesetzt. Damit liegen die Investitionen um TEUR 427 über dem Vorjahr. Besonders erwähnenswert sind die Investitionen in den Aufbau einer Produktionslinie für das oben beschriebene Sortiment "PureBox" im Umfang von TEUR 110. Im Geschäftsjahr wurde ein erfreulicher Gewinn von TEUR 5.302 verbucht. Damit liegt das Ergebnis um TEUR 5.145 über dem Vorjahr. Gezielte Kostensenkungen, mehr interne Produktion sowie der Aufbau neuer Sortimente tragen zu diesem guten Ergebnis bei, das sich im laufenden Jahr allerdings nicht mehr auf diesem Niveau bewegen wird, siehe Prognosebericht weiter unten. Damit hat die Falken GmbH die im vergangenen Jahr gemachte Prognose hinsichtlich des Ergebnisses deutlich übertreffen können. D. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage I. Vermögenslage Das Sachanlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 138 auf TEUR 5.399 gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Vorjahr um TEUR 357 gestiegen und betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.106. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte sind um TEUR 996 auf TEUR 6.930 gesunken. Ursache hierfür sind hauptsächlich Veränderungen in der Kundenstruktur. Durch die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Jahre wird eine langfristige positive Ergebnissituation der Gesellschaft ermöglicht. Das Eigenkapital beläuft sich per 31.12.2023 auf TEUR 13.119; dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 51% (Vorjahr: 27%). Die Rückstellungen sind um TEUR 762 auf TEUR 3.420 gestiegen. Maßgeblich dafür sind Rückstellungen für Steuern, die sich aufgrund des Ergebnisses um TEUR 543 erhöht haben und Rückstellungen für Kundenboni, die um TEUR 263 auf TEUR 1.707 gestiegen sind. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sind um TEUR 102 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Personalbereich sind die Rückstellungen um TEUR 23 gestiegen, insbesondere für Rückstellungen für Resturlaub und Zeitsalden sowie für Freistellungskosten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit TEUR 2.556 über dem Vorjahresniveau von TEUR 1.893. Dies ist vor allem auf die Stabilisierung im Zuliefermarkt zurückzuführen, sodass die Bestände an Rohstoffen wieder bedarfsorientiert zugekauft werden konnten und die Bestände im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 299 (Vorjahr TEUR 372) Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen für internen Warenbezug. Mit der Exacompta SAS besteht eine Cash-Pool Vereinbarung. Zum Jahresabschluss bestand auf dem Cash-Pool-Konto eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 5.600. II. Finanzlage Die Finanzierung der Falken GmbH ist in das Finanzmanagement der Exacompta SAS eingebunden. Es bestehen seitens der Falken GmbH keine eigenen, gruppenunabhängigen Finanzierungslinien. Dies ist eine bewusste unternehmerische Entscheidung, die von den Gesellschaftern mitgetragen und voll unterstützt wird. So werden zur notwendigen Finanzierung der Gesellschaft bei Bedarf von der Exacompta SAS saisonale Kredite gewährt, um jederzeit einen ausreichenden Finanzierungsrahmen für die Durchführung der operativen Geschäftstätigkeit sicherzustellen. Der Cashflow aus der laufenden Tätigkeit ist mit TEUR 12.782 positiv. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit entspricht mit TEUR -956 dem Saldo aus den getätigten Investitionen und Desinvestitionen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -9.500. Der Bestand an Finanzmitteln beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 3.311 (Vorjahr TEUR 985). III. Ertragslage Die Umsatzerlöse aus Lieferungen fallen mit TEUR 61.101 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.342 (Vorjahr TEUR 57.759) höher aus. Hauptgrund für den höheren Umsatz sind die stabilen Verkaufspreise und der weitere Ausbau des Markengeschäftes mit Artikeln der Marke Falken. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.778 auf TEUR 28.646 (Vorjahr TEUR 34.424) gesunken. Dies ist unter anderem ein Effekt durch den bewussten Bestandsabbau an Fertigwaren. Der Personalaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 11.968, ein Plus von TEUR 455 gegenüber Vorjahr (TEUR 11.513). Die Anpassungen zu einer höheren Gehaltsstruktur führten zu dem verzeichneten Anstieg. Das Finanzergebnis liegt mit TEUR -349 über dem Vorjahresniveau (TEUR -153). Trotz dem deutlichen Abbau von Cash-Pool-Verbindlichkeiten hat das höhere Zinsniveau zur Verschlechterung geführt. Das Ergebnis nach Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.140 auf TEUR +5.330 deutlich verbessert. IV. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Durch die Zusammenarbeit in Produktion, Beschaffung und Vertrieb mit den übrigen Vertriebs- und Produktionsgesellschaften der Exacompta Clairefontaine-Gruppe und die Festigung des Produktionsstandortes in der Gruppe werden in Zukunft weitere positive Ergebnisbeiträge bei der Falken GmbH erwartet. Ein implementiertes striktes Kostenmanagement wird weitere Spielräume schaffen. Wichtig ist die Stabilisierung der Umsätze in einem anspruchsvollen Marktumfeld, für welches sich unser Unternehmen durch eine leistungsfähige Produktion, gutes Rohstoffbeschaffungsmanagement und konsequente Vertriebsausrichtung die richtigen und unseres Erachtens notwendigen Voraussetzungen zugelegt hat und nunmehr mitbringt. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Einbindung in den Cash-Pool der Exacompta SAS jederzeit sichergestellt. E. Chancen- und Risikobericht Die Gesellschaft ist aufgrund der Einbeziehung in den Exacompta Clairefontaine-Konzern auch in das Risikomanagementsystem der Exacompta SAS als Muttergesellschaft der Falken GmbH eingebunden. Die Aktualisierung des Risikomanagementhandbuches erfolgt in regelmäßigen Abständen. Es werden dabei alle relevanten Risiken erfasst und bewertet sowie Gegenmaßnahmen definiert. Hierbei wird zwischen strategischen, operativen, finanziellen und sonstigen Risiken unterschieden. Es erfolgt eine turnusgemäße Besprechung in den jeweiligen Gremien unseres Unternehmens sowie auch auf der Ebene der Exacompta SAS durch deren Management. Damit eine bessere Vergleichbarkeit möglich wird, folgt die Gliederung dieses Punktes dem Lagebericht des Vorjahres. Strategische Risiken Nach wie vor stellt die Entwicklung des Marktes für Papier-, Büro- und Schreibwaren (PBS), hier insbesondere der von der Falken GmbH hergestellten und vermarkteten klassischen Ablageprodukte (Briefordner, Ringbücher, Hefter und Mappen), allgemein ein wesentliches Risiko dar. Es wird mit einem anhaltenden Rückgang des Marktes in den gewerblichen Hauptabsatzgebieten aufgrund veränderter Verbrauchsgewohnheiten (elektronische Archivierung, mobiles Büro) gerechnet. Dieser Entwicklung wurde auch im Berichtsjahr im Rahmen der Umsatzplanung bereits Rechnung getragen. Durch regelmäßigen Kontakt zu allen Großkunden sowie Abstimmungen zwischen Vertrieb und Produktion werden Marktveränderungen schnell erkannt und es wird zeitnah darauf reagiert. Die produktionstechnische Aufstellung unseres Unternehmens ermöglicht ein relativ kurzfristiges Reagieren auf Umsatzschwankungen. Operative Risiken Die Rohstoffpreise sind nach wie vor auf einem höherem Niveau als vor COVID 19. Genaue Vorhersagen über deren weiteren Verlauf sind uns nicht möglich, weil zu viele globale Einflüsse wirken. Die Versorgungssituation mit den Rohstoffen hat sich im Jahr 2023 entspannt, und wir sehen hier bis auf weiteres nicht dasselbe starke operative Risiko wie noch zur Hochphase von COVID 19. Ein gewisses, aber geringeres operatives Risiko wird weiterhin die Bereitstellung des benötigten Frachtraumes auf europäischer Ebene sein. Die Frachtpreise werden nach wie vor als hoch und über dem Durchschnitt der Vergangenheit eingeschätzt. Der Diesel-Preis bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau, die Situation in Nahost kann sogar noch weitere Steigerungen nach sich ziehen. Lohnsteigerungen und höhere Mindestlöhne treffen auch das Transportgewerbe in Deutschland, hinzu kommt noch eine höhere LKW-Maut. Ein nennenswertes Risiko stellen sowohl die Energiepreise als auch die Versorgungssituation mit Energie dar. Mit gezielten Energiesparmaßnahmen und einer möglichst langfristigen Vertragssituation hinsichtlich der Energiebeschaffung wird somit versucht, diesem Risiko auch im Jahr 2024 weiter entgegenzuwirken und es zu begrenzen. Alternative Energiequellen sind bereits untersucht worden, decken die Spitzenbedarfe von Falken jedoch mit den heutigen Wirkungsgraden nicht vollständig ab. Die Aufmerksamkeit auf diese Energieformen wird dennoch erhalten werden. Finanzielle Risiken Die Eigenkapitalsituation von Falken hat sich durch die umgesetzte Rekapitalisierung sowie die positiven Ergebnisbeiträge der Jahre 2022 und 2023 entspannt und stellt nach unserer Einschätzung ab dem Jahr 2024 bis auf weiteres kein finanzielles Risiko mehr dar. Um jederzeit ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben, wird eine monatsgenaue Liquiditätsplanung erstellt, bei Bedarf insbesondere in der Zeit der Vorproduktion der Waren für das Jahresendgeschäft auch in kürzeren Intervallen. Grundsätzlich erfolgt die Abdeckung des Finanzierungsbedarfs über die Muttergesellschaft, die Exacompta SAS. Die Gesellschaft nimmt von sich aus keine externen finanziellen Mittel auf. Generell bleibt festzuhalten, dass die Gesellschaft über ausreichend finanzielle Mittel verfügt. Ein übergeordnetes Liquiditätsmanagement unter Einbeziehung von Debitoren, Kreditoren und Beständen stellt sicher, dass potenzielle Risiken frühzeitig identifiziert und rechtzeitig geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen eingeleitet werden. Die Geschäftsführung erstattet dem Controlling der Exacompta SAS monatlich Bericht in Form einer Ergebnisrechnung mit entsprechenden Vergleichen zum Vorjahr sowie Abweichungserläuterungen. Kompetente, international erfahrene Ansprechpartner stehen uns in der Exacompta-Zentrale in Paris in allen administrativen Bereichen, besonders in IT und Rechnungswesen, zur Verfügung. Besondere Risiken durch die Fortdauer des Kriegs in der Ukraine und des neuen Krieges in Nahost Diese Risiken bestehen fraglos weiter fort, treffen Falken aber zumindest hinsichtlich des Vertriebes, der Umsätze und der Produktion nicht unmittelbar. Falken produziert ausschließlich in Deutschland und bezieht Produkte der Exacompta-Gruppe zum eigenen Vertrieb in Westeuropa. Auch Kunden gibt es nicht in den Kriegsgebieten. Operative Chancen Die beiden wesentlichen operativen Chancen bestehen im Ausbau der internen Produktion für Schwestergesellschaften, wie z.B. die Biella Schweiz AG, mit höherer Auslastung und besseren Umsätzen sowie in der Fortsetzung der Vermarktung des Sortiments Falken "PureBox". F. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 wird auf europäischer Ebene und auch in vielen außereuropäischen Ländern mit einem weiter stagnierenden bzw. rückläufigen Markt für traditionelle Büroprodukte, vor allem Ablagesysteme, gerechnet. Allerdings ist von einem stabilen, nicht unerheblichen Grundbedarf an diesen Produkten auszugehen. Dessen Höhe ist nicht absolut verlässlich abzuschätzen. Unsere Einschätzung beruht auf eigenen Marktbeobachtungen und Gesprächen mit Kunden über deren Umsatz- und Sortimentserwartungen. Weitere positive Effekte mit entsprechenden Beiträgen zum Jahresergebnis sind aus Synergien innerhalb der Exacompta Clairefontaine-Gruppe sowie durch bereits umgesetzte/eingeführte Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung (u.a. technische Verbesserungen und Generalüberholungen vorhandener Produktionsmaschinen, weniger Leiharbeitskräfte) bereits eingetreten. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir auf Basis unserer Geschäftsplanung ein geringeres, aber wiederum positives operatives Ergebnis im geringen EURO-Millionen-Bereich. In die Planung sind mögliche Umsatzrisiken und Kostenrisiken angemessen eingeflossen, diese sind allerdings schwer quantifizierbar. Auch kann es uns passieren, dass Kunden ganz vom Markt verschwinden, unter Umständen sogar durch Insolvenz. Die Handelslandschaft in Deutschland wird sich nach unserer Einschätzung weiter verändern. Wie die Zukunft klassischer Warenhäuser aussieht, wird sich zeigen. Die nunmehr dritte Insolvenz von Karstadt Kaufhof ist kein gutes Zeichen in diesem Zusammenhang. Selbst der mögliche Verlust der Belieferung auch größerer Kunden aufgrund strategischer Entscheidungen dieser Kunden wird Falken zwar treffen, aber nicht in der Existenz gefährden. Die Zugehörigkeit zu einer leistungsfähigen, finanzkräftigen, traditionsreichen und international tätigen Gruppe (Exacompta Clairefontaine) mit umfangreichen internen Kunden- und Lieferbeziehungen kommt uns jederzeit sehr zugute und stabilisiert insgesamt die Position der Falken GmbH in unseren relevanten Märkten.
Peitz, den 16. Februar 2024 gez. T. Hübner gez. K. Kutscher gez. J. Nusse gez. M. Peters BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff.) aufgestellt worden. Die ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften im Zweiten Abschnitt (§§ 264 ff.) sowie die ergänzenden Regelungen des GmbHG wurden berücksichtigt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Alle Angaben erfolgen in TEUR. Die Gesellschaft ist unter der Firma Falken GmbH mit Sitz in Peitz im Handelsregister des Amtsgerichts Cottbus unter der Nummer HRB 11727 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen unverändert angewendet. (1) Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen Kundenstämme werden entsprechend der durchschnittlichen Dauer der Geschäftsbeziehung über 10-15 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. (2) Umlaufvermögen Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Das Vorratsvermögen ist verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und Reichweitenanalysen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Um den Risiken einer Veralterung der Bestände vorzubeugen, wird bei der Ein- und Auslagerung die Verbrauchsfolge First-in-First-out (FiFo) angewendet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihren Nennwerten abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallsrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Fremdwährungsbeträge werden nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Umrechnung der Guthaben in Fremdwährung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs. Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach darstellen. (3) Latente Steuern Latente Steuern werden auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, sofern sich diese in den Folgejahren voraussichtlich abbauen. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden berücksichtigt, sofern eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar und wahrscheinlich ist. Ergibt sich aus der Gegenüberstellung der Wertansätze eine Steuerbelastung, werden passive latente Steuern gebildet. Sofern sich insgesamt ein aktivischer Unterschiedsbetrag ergibt, erfolgt kein Ansatz von aktiven latenten Steuern. Soweit sich aktive latente Steuern und passive latente Steuern entsprechen, werden diese insoweit verrechnet dargestellt. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des unternehmensindividuellen Körperschaft- und Gewerbesteuersatzes im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen. Dabei wird ein durchschnittlicher Ertragsteuersatz von 28,08 % zugrunde gelegt. (4) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages anzusetzen unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen. (5) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag anzusetzen. Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. Erläuterungen zur Bilanz (6) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der in der Anlage A diesem Anhang beigefügt ist. Im Geschäftsjahr gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen. (7) Vorräte Die Vorräte haben sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.281 auf TEUR 7.712 verringert. Dabei hat sich der Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.839 verringert. Der Rückgang ist hauptsächlich auf Mengeneffekte zurückzuführen, aber auch die Bewertungspreise sind aufgrund abnehmender Rohstoffkosten gesunken. Der Bestand an Rohstoffen hat sich um TEUR 1.402 verringert. (8) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 997 auf TEUR 6.930 verringert. Grund ist eine Veränderung in der Kundenstruktur. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.106 (Vorjahr TEUR 750) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. (9) Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 100. Der Jahresgewinn in Höhe von TEUR 5.302 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Das Eigenkapital erhöht sich bedingt durch den Jahresgewinn auf insgesamt TEUR 13.119. (10) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 2.848 (Vorjahr TEUR 2.629). Darin enthalten sind u. a. Rückstellungen für Kundenboni (TEUR 1.707) und Personalrückstellungen (TEUR 654). (11) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 2.556 (Vorjahr TEUR 1.893). Die Verbindlichkeiten haben insgesamt wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 5.899 (Vorjahr TEUR 15.472), davon betreffen TEUR 299 (Vorjahr TEUR 372) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diese sind, wie auch im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die restlichen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.600 bestehen gegenüber der Gesellschafterin Exacompta SAS. Sämtliche Verbindlichkeiten des Geschäftsjahres sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren zum einen aus Steuerverbindlichkeiten aus Umsatzsteuer und angemeldeten Steuerverbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer. Sie sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. (12) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (13) Umsatzerlöse Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von TEUR 6.156 (Vorjahr TEUR 5.725) erzielt. Umsätze mit Dritten wurden in Höhe von TEUR 54.945 (Vorjahr TEUR 52.032) erzielt. (14) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Geschäftsjahr TEUR 65. Im Geschäftsjahr gab es Erträge aus Sachanlagenverkäufen sowie der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr TEUR 126). Des Weiteren betreffen TEUR 15 Einnahmen aus abgeschriebenen Forderungen des Vorjahrs. (15) Sonstiger betrieblicher Aufwand Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen teilen sich wie folgt auf:
Die Vertriebsaufwendungen resultieren vorwiegend aus den Kosten für Ausgangsfrachten (TEUR 3.977) sowie zur Kommissionierung der Lieferaufträge (TEUR 457). Unter dem Betriebsaufwand werden im Wesentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 846 für Logistikkosten externer Dienstleister und TEUR 378 für Energie ausgewiesen. Die Verwaltungsaufwendungen betreffen u. a. Aufwendungen aus Versicherungen (TEUR 136), Beratungskosten (TEUR 241), Gebühren und Beiträge (TEUR 54). (16) Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung gab es im Geschäftsjahr nicht. (17) Finanzergebnis Mit der Exacompta SAS besteht eine Cash-Pool Vereinbarung. Hieraus sind Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 349 entstanden. Zum Jahresabschluss bestand auf dem Cash-Pool-Konto eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 5.600. (18) ErgebnisverwendungsvorschlagDer im Geschäftsjahr entstandene Jahresgewinn in Höhe von TEUR 5.302 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Sonstige Angaben (19) Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 239 Arbeitnehmer ohne Auszubildende (Vorjahr: 254). Des Weiteren beschäftigt die Gesellschaft im Durchschnitt des Geschäftsjahres 19 Auszubildende (Vorjahr: 16). (20) Honorare der Abschlussprüfer Im Geschäftsjahr wurden Honorare für den Abschlussprüfer in Höhe von TEUR 37 erfasst. Sie entfallen ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. (21) Angaben über Beziehung zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Die Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen betreffen die Unternehmen der Exacompta-Gruppe. Diese umfassten insbesondere Lieferbeziehungen und Geschäftsbesorgungen. Die Transaktionen erfolgten ausschließlich zu marktüblichen Konditionen. (22) Geschäftsführung Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch: o Thomas Hübner, Berlin, Geschäftsführer Kaufmännische Bereiche und IT o Knut Kutscher, Cottbus, Geschäftsführer Produktion und Technik o Julien Paul Xavier Marie Nusse, Paris, Geschäftsführer technische Bereiche, o Marcus Peters, Berlin, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 verzichtet. (23) Beteiligungen per 31. Dezember 2023 Es liegen keine Beteiligungen vor. (24) Konzernabschluss Die Falken GmbH wird in den Konzernabschluss der Exacompta Clairefontaine, Etival Clairefontaine, Frankreich, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Der Geschäftsbericht 2023 des Konzerns kann unter: https:// www.exacomptaclairefontaine.fr abgerufen werden.
Peitz, 16. Februar 2024 gez. T. Hübner gez. K. Kutscher gez. J.Nusse gez. M. Peters Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Falken GmbH, Peitz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Falken GmbH, Peitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Falken GmbH, Peitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Neuss, den 16. Februar 2024 KBHT
Steuer- und Wirtschaftsberatung GmbH
gez. Thelen, Wirtschaftsprüfer gez. Krohn, Wirtschaftsprüfer |
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