Ludwig Willenborg Verwaltung
Selbe AdresseBetrieb von Kläranlagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Lindner seit 13.6.2023 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% | |
| 30.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DRAHT + STAHL GMBHBündeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Bilanz zum 31. Dezember 2010 (mit vergleichbaren Vorjahreszahlen)AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 (mit vergleichbaren Vorjahreszahlen)
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010A. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE1. Allgemeines Den Jahresabschluss unserer Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 haben wir nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches i. d. F. des BilMoG, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung und den relevanten Regelungen der Satzung erstellt. Von größenabhängigen Erleichterungen - wir sind eine mittelgroße Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) - haben wir Gebrauch gemacht. Unsere Vorjahreszahlen in Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind uneingeschränkt mit dem Zahlenwerk 2010 vergleichbar. Bewertungsänderungen haben wir nicht vorgenommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren. 2. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und - soweit erforderlich - außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Seit dem Geschäftsjahr 2004 schreiben wir entsprechend der steuerlichen Regelung Zugänge des beweglichen Anlagevermögens pro rata temporis ab. Geringwertige Wirtschaftsgüter schreiben wir im Jahr des Zugangs voll ab. 3. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen abgebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Es besteht eine Warenkreditversicherung. 5. Aktive latente Steuern Vom Wahlrecht, für die Ausnutzung von ertragsteuerlichen Verlustvorträgen aktive latente Steuern zu bilanzieren, machen wir Gebrauch. Grundlage dafür ist unsere Ergebnisplanung und der Ertragsteuersatz von 30 %. 6. Rückstellungen Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Sie werden mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. B. ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ SOWIE DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der folgende Anlagespiegel: Anlagespiegel
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Ansprüche haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 3. Flüssige Mittel Unter den flüssigen Mitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände ausgewiesen. 4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Hierunter weisen wir ein (Vj ein) Disagios (T€ 7, Vj T€ 8) aus, das wir ratierlich auflösen. 5. Eigenkapital Das Eigenkapital ist mit T€ 211 negativ (nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag). Eine Überschuldung i. S. d. § 19 Abs. 2 InsO besteht nicht. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB besteht in Höhe der bilanzierten aktiven latenten Steuern (T€ 162) eine Ausschüttungssperre. 6. Rückstellungen
7. Verbindlichkeitenspiegel Die Zusammensetzung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zeigt die nachfolgende Übersicht:
8. Besicherung der Verbindlichkeiten • Bankschulden
• Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. 9. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Das Darlehen (T€ 500) wurde als Sanierungsbetrag vom Mehrheitsgesellschafter zur Verfügung gestellt. Es ist mit einem Rangrücktritt versehen. 10. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Es handelt sich um ein langfristiges Darlehen (T€ 118, Vj T€ 121), das die Minderheitsgesellschafterin dem Unternehmen gewährte (Mitzugehörigkeitsvermerk). Das Darlehen ist mit einem Rangrücktritt versehen. 11. Sonstige Verbindlichkeiten Sie enthalten u. a (in T€):
C. SONSTIGE ANGABEN1. Außerbilanzielle Geschäfte
Die Restlaufzeiten reichen bis 2014. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es handelt sich um Mietverträge mit einem Jahreswert von T€ 182 (Vj T€ 189). Die Restlaufzeit reicht bis 2011. Der Mietzins ist abhängig von der Entwicklung des 3-Monats-EURIBOR. 3. Beschäftigte Arbeitnehmer
4. Mitglieder der Geschäftsführung
5. Geschäftsführerbezüge Hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge verweisen wir auf § 286 Abs. 4 HGB. 6. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzverlust (T€ 2.361) auf neue Rechnung vorzutragen.
Bünde, 23. März 2011 - Die Geschäftsführung - Datum der Feststellung: 15. April 2011 LAGEBERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS 2010A. GESCHÄFTSVERLAUF 2010I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Stahlbranche hat sich relativ rasch von der Wirtschaftskrise erholt. So erreichte die Rohstahlproduktion in der ersten Jahreshälfte 2010 bereits wieder 94 % des Wertes vom ersten Halbjahr 2007. Damals war die seit der Wiedervereinigung höchste erzeugte Menge erreicht worden. Im Inland zog auch die Produktion der Stahlverwender seit der zweiten Jahreshälfte an, Herzu gehörten insbesondere die Automobilindustrie und der Maschinen- und Anlagenbau - unsere Key-Kunden -. Noch stärker legten allerdings die Stahlimporte zu, wohl vor allem aufgrund steigender Bauinvestitionen. Ein wesentlicher Grund dürfte allerdings auch der Tatsache geschuldet sein, dass die Läger der Stahlverarbeiter sich zusehends geleert hatten. In diesem Zusammenhang hat sich auch die Erlössituation der Branche verbessert. II. DRAHT + STAHL in 2010 Auch wir spürten in 2010 eine deutlich steigende Nachfrage nach unseren Produkten. Umsatz und Absatz konnten deutlich gesteigert werden, und zwar um 39,0 % bzw. um 36,4 %. Unsere Rohgewinnspanne I verbesserte sich im Vergleich zu 2009 um 7,0 %-Punkte auf 15,7 %. Dennoch hat dieser Deckungsbereich noch nicht ausgereicht, um einen Jahresüberschuss zu erwirtschaften. Folgende Ursachen haben wir identifiziert:
Auch wenn wir den Verlust im Vergleich zum Vorjahr abgebaut haben, stellt uns das Jahresergebnis nicht zufrieden. Dennoch sehen wir uns auf einem guten Weg, da es uns gemeinsam mit einer Unternehmensberatung gelungen ist, die folgenden Projekte deutlich voranzutreiben:
Die ausweislich der Handelsbilanzwerte gezeigte Überschuldung ist materiell nicht gegeben, weil:
Darüber hinaus ist es uns gelungen, die Kontokorrentkreditlinien signifikant zu reduzieren, da wir innerjährlich begonnen haben, unsere versicherten Forderungen an eine Factoringgesellschaft zu verkaufen. Es handelt sich um ein stilles Factoring. B. UNTERNEHMENSLAGE1. Vermögenslage Die Vermögens- und Kapitalstruktur sowie deren Veränderung gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus den folgenden Zusammenstellungen der Bilanzzahlen in T€ für die beiden Abschlussstich- tage 31. Dezember 2010 und 2009
Zur Darstellung der Vermögensstruktur werden die Bilanzposten der Aktivseite dem langfristig (Fälligkeit größer als ein Jahr) bzw. dem mittel- und kurzfristig gebundenen Vermögen zugeordnet. Zur Darstellung der Kapitalstruktur werden die Bilanzposten der Passivseite dem Eigen- bzw. Fremdkapital zugeordnet, wobei innerhalb des Fremdkapitals eine Zuordnung nach langfristiger (Fälligkeit größer als ein Jahr) bzw. mittel- und kurzfristiger Verfügbarkeit erfolgt. Eigenmittel definieren wir als Summe aus Eigenkapital (- T€ 211, Vj T€ 209) und Rangrücktrittsdarlehen (T€ 618, Vj T€ 121). 2. Finanzlage Zur Finanzlage nennen wir die folgenden Kennzahlen aus unserer Kapitalflussrechnung, die wir gemäß DRS 2 ermittelt haben.
3. Ertragslage Hierzu legen wir folgende Kennzahlen offen:
C. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTDie Lagerbestände unserer Kunden sind allgemein als niedrig zu bewerten, da eine abwartende Haltung gegenüber der Konjunkturbelebung im Maschinenbau zu erkennen ist. Der Bestellzyklus unserer Kunden ist schneller geworden, jedoch in kleineren Losen. Wir versuchen, dem Rechnung zu tragen, indem wir den Spagat zwischen Risiko und Marktversorgung verantwortungsvoll bewerkstelligen. Dabei muss man wissen, dass die Beschaffungszeiten für unsere Produkte länger werden, die Verbraucher jedoch weiterhin kurze Lieferzeiten von uns erwarten. Bei den derzeit volatilen Märkten erfordert das u. E. eher eine sehr abgewogene Einkaufsdisposition. Zurzeit bleibt festzustellen, dass in unserer Materialbeschaffung Chancen und Risiken nahe beieinander liegen. Wir freuen uns auch, dass wir unsere Kundenstruktur erweitern konnten, da wir mit unserer Markterfahrung und unserer erfolgreichen Logistik unsere Abnehmer sicher und berechenbar versorgen können. Wir sehen deshalb Chancen auf Wachstum nach der Krise. Dies umso mehr, als unser Unternehmen kundenseitig sehr breit aufgestellt ist. Unsere A-B-C-Analyse zeigt uns, dass der größte Kunde einen Umsatzanteil von 4,7 % und der zweitgrößte einen Umsatzanteil von 2,6 % hat. Darüber hinaus haben wir uns in der krisenhaften Entwicklung schlanker aufgestellt, wir haben nachhaltig den Personalaufwand gesenkt und werden somit das EBIT deutlich entlasten. Auch aufgrund der uneinheitlichen Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung der Stahlmärkte sehen wir unverändert Preisrisiken in unserer Beschaffung und unserem Absatz und damit verbunden auch Ergebnisrisiken. Auf der einen Seite prognostiziert Eurofer für 2011 und 2012 eine steigende Stahlnachfrage von jeweils 4 %, da die Auftragsbücher im Maschinenbau gut gefüllt sind. Auf der anderen Seite sieht das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung in Essen eine hohe Divergenz zwischen Erwartungen und harten Fakten, da die Auftragseingänge noch um 5 % unter dem Niveau des Jahres 2007 liegen. Insbesondere ab der zweiten Jahreshälfte 2011 prognostiziert dieses Institut für den Stahlmarkt bezüglich Preis- und Absatzentwicklung eher eine Seitwärtsbewegung. Wir gehen davon aus, dass Mitte des Jahres unsere Kreditlinien prolongiert werden, sodass auch die zukünftige Finanzierung gesichert ist. Besonderes Augenmerk legen wir zurzeit auf unser Debitorenmanagement, um die Forderungsausfälle im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zu senken. Über unser monatliches Kennzahlensystem werden wir Risiken frühzeitig erkennen und kurzfristig reagieren können. Unsere wesentlichen Kennzahlen sind:
D. PROGNOSEBERICHTUnsere Unternehmensplanung für 2011 lehnt sich unverändert an die Entwicklung in 2010 an, auch wenn uns Januar und Februar 2011 hinsichtlich Absatz, Umsatz und Ergebnis positiv überrascht hat. Unsere Rahmendaten sind:
Eine ähnliche Entwicklung sehen wir zurzeit auch für 2012. U- E. zeigen diese Kernaussagen unverändert eine positive Grundeinschätzung der Stahlmärkte, verbunden mit einer risikoorientierten Skepsis. Uns erscheint unverändert Vorsicht geboten, insbesondere, weil wir im letzten Jahr rasante Preisanstiege erlebten, die an den letzten Stahlboom erinnerten.
Bünde. 25. März 2011 - Geschäftsführung - Bestätigungsvermerk"Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DRAHT + STAHL GmbH, Bünde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar."
Krefeld, 25. März 2011 RAAB
- RAAB GMBH
H. Raab, Wirtschaftsprüfer U. Raab, Wirtschaftsprüfer |
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