DRAHT + STAHL GMBHLiquidiert

Wilhelmstraße 112, 32257 Bünde, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 3364
Eingetragen
30.10.2001
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von Drahtwaren, Ketten und Federn
Gegenstand
Anarbeitung und Handel mit Stahl- und Metallerzeugnissen

Historie

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Management

NameRolle
Wolfgang Lindner
seit 13.6.2023
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
70.00%
30.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Wolfgang Lindner
Ellerbuscher Str. 100, 32584 Löhne
752.500 €
70.00%
Drahtwerk und Stahlhandel Finsterwalde GmbH
Germany
322.500 €
30.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

DRAHT + STAHL GMBH

Bünde

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Bilanz zum 31. Dezember 2010 (mit vergleichbaren Vorjahreszahlen)

AKTIVA

Stand am 31.12.2010 Stand am 31.12.2009
T€ T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 18.812,00 15
2. geleistete Anzahlungen 52.000,00 70.812,00 0 15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Sauten 767.264,95 782
2. technische Anlagen und Maschinen 324.146,00 359
3. andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.930,00 61
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.887,90 1.144.208,85 11 1.213
1.215.020,85 1.228
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Waren 1.834.275,02 1.671
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen Leistungen 1.338.373,49 1.206
2. sonstige Vermögensgegenstände 217.144,53 1.555.518,02 195 1.401
III. Flüssige Mittel 98.821,98 91
3.488.615,02 3.163
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 20.730,66 38
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 162.000,00 0
E. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 211.486,33 0
5.097.852,66 4.429

PASSIVA

Stand am 31.12.2010 Stand am 31.12.2009
T€ T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.075.000,00 1.075
II. anders Gewinnrucklagen 1.075.000,00 1.075
III. Bilanzverlust - 2.361.486,33 0,00 - 1.941 209
- 211.486,33
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. sonstige Rückstellungen 150.627,66 56
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.196.634,20 3.280
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.239.410,80 727
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 118.200,25 121
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 500.000,00 0
5. sonstige Verbindlichkeiten 892.980,05 4.947.225,30 36 4.164
5.097.852,86 4.429

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 (mit vergleichbaren Vorjahreszahlen)

2010 2009
T€ T€
1. Umsatzerlöse 17.433.031,96 12.543
2. sonstige betriebliche Erträge 358.608,71 429
17.791.640,67 12.972
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 14.689.331,45 - 11.451
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 638.288,55 - 15.327.620,00 - 582 - 12.033
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 1.140.041,46 - 1.139
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung - 185.175,77 - 1.325.217,23 - 195 - 1.334
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 101.547,48 - 112
6. sonstige betriebliche Aufwendungen - 1.414.070,15 - 1.234
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.490,93 4
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 209.078,35 - 213
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 579.401,61 - 1.950
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 163.863,28 - 6
(davon aus latenten Steuern) (162.000,00) (0)
11. sonstige Steuern - 5.291,59 158.571,69 - 10 - 16
12. Jahresfehlbetrag - 420.829,92 - 1.966
13. Verlust-/Gewinnvortrag aus dem Vorjahr - 1.940.656,41 25
14. Bilanzverlust - 2.361.486,33 - 1.941

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

A. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Allgemeines

Den Jahresabschluss unserer Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 haben wir nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches i. d. F. des BilMoG, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung und den relevanten Regelungen der Satzung erstellt. Von größenabhängigen Erleichterungen - wir sind eine mittelgroße Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) - haben wir Gebrauch gemacht.

Unsere Vorjahreszahlen in Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind uneingeschränkt mit dem Zahlenwerk 2010 vergleichbar. Bewertungsänderungen haben wir nicht vorgenommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren.

2. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und - soweit erforderlich - außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Seit dem Geschäftsjahr 2004 schreiben wir entsprechend der steuerlichen Regelung Zugänge des beweglichen Anlagevermögens pro rata temporis ab. Geringwertige Wirtschaftsgüter schreiben wir im Jahr des Zugangs voll ab.

3. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen abgebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Es besteht eine Warenkreditversicherung.

5. Aktive latente Steuern

Vom Wahlrecht, für die Ausnutzung von ertragsteuerlichen Verlustvorträgen aktive latente Steuern zu bilanzieren, machen wir Gebrauch. Grundlage dafür ist unsere Ergebnisplanung und der Ertragsteuersatz von 30 %.

6. Rückstellungen

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Sie werden mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

B. ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ SOWIE DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der folgende Anlagespiegel:

Anlagespiegel

ANSCHAFFUNGS- BZW HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2010
(in T€)
Zugänge
(in T€)
Umgliederung
(in T€)
Abgänge
(in T€)
Stand 31.12.2010
(in T€)
I. IMMATERIELLE VERMÖGENS-
GEGENSTÄNDE
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 164 10 0 0 174
2. geleistete Anzahlungen 0 52 0 0 52
164 62 0 0 226
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 919 5 7 0 931
2. technische Anlagen und Maschinen 653 6 2 0 661
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 207 5 0 - 2 210
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11 11 - 9 0 13
1.790 27 0 - 2 1.815
1.954 89 0 - 2 2.041
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2010
(in T€)
Zugänge
(in T€)
Zuschreibung
(in T€)
Stand 31.12.2010
(in T€)
I. IMMATERIELLE VERMÖGENS-
GEGENSTÄNDE
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte - 149 - 6 0 - 155
2. geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
- 149 - 6 0 - 155
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - 137 - 27 0 - 164
2. technische Anlagen und Maschinen - 294 - 43 0 - 337
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 146 - 26 2 - 170
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
- 577 - 96 2 - 671
- 726 - 102 2 - 826
RESTBUCHWERTE
Stand 01.01.2010
(in T€)
Stand 31.12.2010
(in T€)
I. IMMATERIELLE VERMÖGENS-
GEGENSTÄNDE
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 15 19
2. geleistete Anzahlungen 0 52
15 71
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 782 767
2. technische Anlagen und Maschinen 359 324
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61 40
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11 13
1.213 1.144
1.228 1.215

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Ansprüche haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

3. Flüssige Mittel

Unter den flüssigen Mitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände ausgewiesen.

4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Hierunter weisen wir ein (Vj ein) Disagios (T€ 7, Vj T€ 8) aus, das wir ratierlich auflösen.

5. Eigenkapital

Das Eigenkapital ist mit T€ 211 negativ (nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag). Eine Überschuldung i. S. d. § 19 Abs. 2 InsO besteht nicht.

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB besteht in Höhe der bilanzierten aktiven latenten Steuern (T€ 162) eine Ausschüttungssperre.

6. Rückstellungen

31.12.2010
(in T€)
31.12.2009
(in T€)
sonstige Rückstellungen
ausstehende Rechnungen 96 0
Beschäftigungsverhältnisse 32 34
übrige 23 22
151 56

7. Verbindlichkeitenspiegel

Die Zusammensetzung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zeigt die nachfolgende Übersicht:

in 2011 (in 2010)
(in T€)
fällig zwischen 2012 u. 2015 (2011 u. 2014)
(in T€)
ab 2016 (ab 2015)
(in T€)
Stand 31.12.2010 (31.12.2009)
(in T€)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.787 233 177 2.197
(Vj 3.064 115 101 3.280)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.239 0 0 1.239
(Vj 727 0 0 727)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 118 118
(Vj 0 0 121 121)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0 0 500 500
(Vj 0 0 0 0)
sonstige Verbindlichkeiten 893 0 0 893
(Vi 36 0 0 36)
3.919 233 795 4.947
(Vj 3.827 115 222 4.164)

8. Besicherung der Verbindlichkeiten

• Bankschulden

Sicherungsübereignung sämtlicher Maschinen und maschinelle Anlagen und des Vorratsvermögens,

Globalsession der nicht verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,

Grundschulden in Höhe von T€ 486

• Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

9. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Das Darlehen (T€ 500) wurde als Sanierungsbetrag vom Mehrheitsgesellschafter zur Verfügung gestellt. Es ist mit einem Rangrücktritt versehen.

10. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Es handelt sich um ein langfristiges Darlehen (T€ 118, Vj T€ 121), das die Minderheitsgesellschafterin dem Unternehmen gewährte (Mitzugehörigkeitsvermerk). Das Darlehen ist mit einem Rangrücktritt versehen.

11. Sonstige Verbindlichkeiten

Sie enthalten u. a (in T€):

31.12.2010 31.12.2009
Verpflichtungen aus Steuern 155 15
Verpflichtungen im Rahmen der sozialen Sicherheit 2 4

C. SONSTIGE ANGABEN

1. Außerbilanzielle Geschäfte

Art Zweck Betrag p.a.
T€
Leasing Bilanzstruktur 216

Die Restlaufzeiten reichen bis 2014.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es handelt sich um Mietverträge mit einem Jahreswert von T€ 182 (Vj T€ 189). Die Restlaufzeit reicht bis 2011. Der Mietzins ist abhängig von der Entwicklung des 3-Monats-EURIBOR.

3. Beschäftigte Arbeitnehmer

2010 2009
Durchschnitt 31.12. Durchschnitt 31.12.
Angestellte 16,75 16,00 17,25 15,00
Gewerbliche 11,00 11,00 10,25 8,00
27,75 27,00 27,50 23,00
Auszubildende 0,00 0,00 1,00 1,00
27,75 27,00 28,50 24,00

4. Mitglieder der Geschäftsführung

Wolfgang Lindner (Unternehmer), Löhne

5. Geschäftsführerbezüge

Hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge verweisen wir auf § 286 Abs. 4 HGB.

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzverlust (T€ 2.361) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bünde, 23. März 2011

- Die Geschäftsführung -

Datum der Feststellung: 15. April 2011

LAGEBERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS 2010

A. GESCHÄFTSVERLAUF 2010

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Stahlbranche hat sich relativ rasch von der Wirtschaftskrise erholt. So erreichte die Rohstahlproduktion in der ersten Jahreshälfte 2010 bereits wieder 94 % des Wertes vom ersten Halbjahr 2007. Damals war die seit der Wiedervereinigung höchste erzeugte Menge erreicht worden.

Im Inland zog auch die Produktion der Stahlverwender seit der zweiten Jahreshälfte an, Herzu gehörten insbesondere die Automobilindustrie und der Maschinen- und Anlagenbau - unsere Key-Kunden -.

Noch stärker legten allerdings die Stahlimporte zu, wohl vor allem aufgrund steigender Bauinvestitionen. Ein wesentlicher Grund dürfte allerdings auch der Tatsache geschuldet sein, dass die Läger der Stahlverarbeiter sich zusehends geleert hatten. In diesem Zusammenhang hat sich auch die Erlössituation der Branche verbessert.

II. DRAHT + STAHL in 2010

Auch wir spürten in 2010 eine deutlich steigende Nachfrage nach unseren Produkten. Umsatz und Absatz konnten deutlich gesteigert werden, und zwar um 39,0 % bzw. um 36,4 %. Unsere Rohgewinnspanne I verbesserte sich im Vergleich zu 2009 um 7,0 %-Punkte auf 15,7 %.

Dennoch hat dieser Deckungsbereich noch nicht ausgereicht, um einen Jahresüberschuss zu erwirtschaften. Folgende Ursachen haben wir identifiziert:

nicht planmäßige Entwicklung eines Absatzgebietes aufgrund einer betrieblich gebotenen Personalfreisetzung,

erhöhte Notleidende nicht versicherte Forderungen als Folgewirkung der Wirtschaftskrise,

Personalfreisetzungskosten,

Aufwand für die Sanierungsberatung.

Auch wenn wir den Verlust im Vergleich zum Vorjahr abgebaut haben, stellt uns das Jahresergebnis nicht zufrieden.

Dennoch sehen wir uns auf einem guten Weg, da es uns gemeinsam mit einer Unternehmensberatung gelungen ist, die folgenden Projekte deutlich voranzutreiben:

Optimierung der Unternehmensprozesse,

Einführung eines ERP-Systems,

personelle Reorganisation des Vertriebs.

Die ausweislich der Handelsbilanzwerte gezeigte Überschuldung ist materiell nicht gegeben, weil:

die Fortbestehensprognose positiv ist,

Rangrücktrittsdarlehen in ausreichendem Umfang bestehen,

die Finanzierung gesichert ist.

Darüber hinaus ist es uns gelungen, die Kontokorrentkreditlinien signifikant zu reduzieren, da wir innerjährlich begonnen haben, unsere versicherten Forderungen an eine Factoringgesellschaft zu verkaufen. Es handelt sich um ein stilles Factoring.

B. UNTERNEHMENSLAGE

1. Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur sowie deren Veränderung gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus den folgenden Zusammenstellungen der Bilanzzahlen in T€ für die beiden Abschlussstich- tage 31. Dezember 2010 und 2009

31.12.2010 31.12.2009 Veränderung
T€
T€ % T€ %
VERMOGENSSTRUKTUR
Langfristig gebundenes Vermögen 1.215 24,9 1.228 27,7 - 13
Mittel-/kurzfristig gebundenes Vermögen 3.672 75,1 3.201 72,3 471
Gesamtvermögen 4.887 100,0 4.429 100,0 458
31.12.2010 31.12.2009 Veränderung
T€
T€ % T€ %
KAPITALSTRUKTUR
Langfristig verfügbares Kapital
Eigenmittel 407 8,3 330 7,4 77
Fremdkapital 410 8,4 216 4,9 194
817 16,7 546 12,3 271
Mittel-/kurzfristig verfügbares
Fremdkapital 4.070 83,3 3.883 87,7 187
Gesamtkapital 4.887 100,0 4.429 100,0 458

Zur Darstellung der Vermögensstruktur werden die Bilanzposten der Aktivseite dem langfristig (Fälligkeit größer als ein Jahr) bzw. dem mittel- und kurzfristig gebundenen Vermögen zugeordnet.

Zur Darstellung der Kapitalstruktur werden die Bilanzposten der Passivseite dem Eigen- bzw. Fremdkapital zugeordnet, wobei innerhalb des Fremdkapitals eine Zuordnung nach langfristiger (Fälligkeit größer als ein Jahr) bzw. mittel- und kurzfristiger Verfügbarkeit erfolgt. Eigenmittel definieren wir als Summe aus Eigenkapital (- T€ 211, Vj T€ 209) und Rangrücktrittsdarlehen (T€ 618, Vj T€ 121).

2. Finanzlage

Zur Finanzlage nennen wir die folgenden Kennzahlen aus unserer Kapitalflussrechnung, die wir gemäß DRS 2 ermittelt haben.

2010
T€
2009
T€
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - 594 + 141
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit - 89 - 140
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit + 691 - 69
Veränderungen des Finanzmittelfonds + 8 - 68

3. Ertragslage

Hierzu legen wir folgende Kennzahlen offen:

2010 2009
T€ % T€ %
Umsatzerlöse 17.433 100,0 12.543 100,0
Rohergebnis 2.106 12,1 510 4,1
EBIT - 82 - 0,4 - 1.703 - 13,6
Finanzergebnis - 203 - 1,2 - 209 - 1,7
neutrales Ergebnis - 135 - 0,8 - 54 - 0.4
Ertragsteuern (lfd. Geschäftsjahr) 0 0,0 0 0,0
Jahresüberschuss - 420 - 2,4 - 1.966 - 15,7

C. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die Lagerbestände unserer Kunden sind allgemein als niedrig zu bewerten, da eine abwartende Haltung gegenüber der Konjunkturbelebung im Maschinenbau zu erkennen ist. Der Bestellzyklus unserer Kunden ist schneller geworden, jedoch in kleineren Losen.

Wir versuchen, dem Rechnung zu tragen, indem wir den Spagat zwischen Risiko und Marktversorgung verantwortungsvoll bewerkstelligen.

Dabei muss man wissen, dass die Beschaffungszeiten für unsere Produkte länger werden, die Verbraucher jedoch weiterhin kurze Lieferzeiten von uns erwarten. Bei den derzeit volatilen Märkten erfordert das u. E. eher eine sehr abgewogene Einkaufsdisposition. Zurzeit bleibt festzustellen, dass in unserer Materialbeschaffung Chancen und Risiken nahe beieinander liegen.

Wir freuen uns auch, dass wir unsere Kundenstruktur erweitern konnten, da wir mit unserer Markterfahrung und unserer erfolgreichen Logistik unsere Abnehmer sicher und berechenbar versorgen können.

Wir sehen deshalb Chancen auf Wachstum nach der Krise. Dies umso mehr, als unser Unternehmen kundenseitig sehr breit aufgestellt ist. Unsere A-B-C-Analyse zeigt uns, dass der größte Kunde einen Umsatzanteil von 4,7 % und der zweitgrößte einen Umsatzanteil von 2,6 % hat. Darüber hinaus haben wir uns in der krisenhaften Entwicklung schlanker aufgestellt, wir haben nachhaltig den Personalaufwand gesenkt und werden somit das EBIT deutlich entlasten.

Auch aufgrund der uneinheitlichen Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung der Stahlmärkte sehen wir unverändert Preisrisiken in unserer Beschaffung und unserem Absatz und damit verbunden auch Ergebnisrisiken. Auf der einen Seite prognostiziert Eurofer für 2011 und 2012 eine steigende Stahlnachfrage von jeweils 4 %, da die Auftragsbücher im Maschinenbau gut gefüllt sind. Auf der anderen Seite sieht das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung in Essen eine hohe Divergenz zwischen Erwartungen und harten Fakten, da die Auftragseingänge noch um 5 % unter dem Niveau des Jahres 2007 liegen. Insbesondere ab der zweiten Jahreshälfte 2011 prognostiziert dieses Institut für den Stahlmarkt bezüglich Preis- und Absatzentwicklung eher eine Seitwärtsbewegung.

Wir gehen davon aus, dass Mitte des Jahres unsere Kreditlinien prolongiert werden, sodass auch die zukünftige Finanzierung gesichert ist.

Besonderes Augenmerk legen wir zurzeit auf unser Debitorenmanagement, um die Forderungsausfälle im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zu senken.

Über unser monatliches Kennzahlensystem werden wir Risiken frühzeitig erkennen und kurzfristig reagieren können. Unsere wesentlichen Kennzahlen sind:

abgesetzte Tonnage,

Auftragsbestand,

Bestellobligo,

Entwicklung der Einstands- und Absatzpreise,

kurzfristige Erfolgsrechnung mit Soll-Ist-Vergleich,

kurzfristige Liquiditätsplanung,

zeitnahe Überwachung der Zahlungseingänge unserer Kunden.

D. PROGNOSEBERICHT

Unsere Unternehmensplanung für 2011 lehnt sich unverändert an die Entwicklung in 2010 an, auch wenn uns Januar und Februar 2011 hinsichtlich Absatz, Umsatz und Ergebnis positiv überrascht hat. Unsere Rahmendaten sind:

steigender Absatz,

leicht steigende Rohgewinnspanne,

Preisverhältnisse auf Basis Dezember 2010,

keine wesentliche Veränderung in unseren Gemeinkosten.

positives Ergebnis.

Eine ähnliche Entwicklung sehen wir zurzeit auch für 2012.

U- E. zeigen diese Kernaussagen unverändert eine positive Grundeinschätzung der Stahlmärkte, verbunden mit einer risikoorientierten Skepsis. Uns erscheint unverändert Vorsicht geboten, insbesondere, weil wir im letzten Jahr rasante Preisanstiege erlebten, die an den letzten Stahlboom erinnerten.

 

Bünde. 25. März 2011

- Geschäftsführung -

Bestätigungsvermerk

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DRAHT + STAHL GmbH, Bünde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Krefeld, 25. März 2011

RAAB - RAAB GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

H. Raab, Wirtschaftsprüfer

U. Raab, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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