Alfred Fritsch GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Robert Fritsch seit 2.6.2025 | Prokura |
Maik Paluga seit 2.6.2025 | Prokura |
Maximilian Peter Fritsch seit 2.6.2025 | Geschäftsführer |
Juri Dinges seit 19.9.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 26.87% | |
| 20.90% | |
| 20.87% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Fritsch GmbHEigenbeteiligung | 4.20% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
5 von 7 Anteilseignern sichtbar
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fritsch GmbHIdar-ObersteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum 31.12.2023der Fritsch GmbHI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Fritsch ist weltweit tätig in Produktion und Verkauf von Laborgeräten zur Probenvorbereitung und zur Partikelgrößenanalyse. Im Inland werden die Kunden entweder direkt oder über den Fachhandel beliefert, im Ausland über meist exklusive Handelsfirmen (Importeure) in den einzelnen Ländern, bzw. über Vertriebs-Tochtergesellschaften. 2. Forschung und Entwicklung In der technischen Entwicklungsabteilung arbeiten wir aktuell an diversen Projekten, die zur Einführung neuer Produkte führen sollen. Parallel dazu wird kontinuierlich an der Verbesserung unserer bestehenden Produktpalette gearbeitet. Derzeit sind 13 Fachkräfte in unserer Entwicklungsabteilung tätig, wobei sich unsere Bemühungen im Berichtszeitraum vorrangig auf die Weiterentwicklung im Bereich der Partikelgrößenanalyse konzentrierten. In der Zukunft planen wir, insbesondere die Softwareentwicklung in diesem Segment zu verstärken und unsere internen Koordinations- sowie Entscheidungsprozesse weiter zu optimieren. Verschiedene Entwicklungsleistungen von Fritsch sind sowohl national als auch international durch Patente oder Gebrauchsmuster rechtlich geschützt. Bei Rechtsverletzungen durch Konkurrenten nehmen wir rechtliche Schritte zur Verteidigung unserer Ansprüche vor. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 war das weltwirtschaftliche Klima durch anhaltende globale Unsicherheiten und protektionistische Tendenzen geprägt. Insbesondere der anhaltende Konflikt in der Ukraine und weitere geopolitische Spannungen haben erhebliche Auswirkungen auf unsere internationalen Geschäftsaktivitäten gehabt, was zu einem kompletten Stopp unseres Geschäfts in Russland führte. Der globale Wirtschaftsausblick zeigt mit einem Wachstum von etwa 3,3% eine merkliche Abschwächung im Vergleich zum Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft erlebte eine leichte Kontraktion von 0,3%, obwohl die Beschäftigungszahlen leicht über dem Vorjahresniveau lagen, was eine Zunahme um 0,7% darstellt. Auch der mittelständische Maschinenbau im Labor- und Analysensektor war von den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stark betroffen. Ähnlich wie in anderen Industriezweigen war die Investitionsbereitschaft der Kunden stark eingeschränkt, da viele Unternehmen aufgrund der unsicheren Konjunkturaussichten und gestiegener Kosten Investitionen verschoben oder zurückhaltend agierten. Die schwache konjunkturelle Lage beeinflusste die Branchenentwicklung und stellte Unternehmen vor die Herausforderung, weiterhin wettbewerbsfähig und innovativ zu bleiben, trotz einer insgesamt reduzierten Nachfrage. 2. Geschäftsverlauf und Finanzergebnisse Das Berichtsjahr zeichnete sich durch eine leicht positive Umsatzentwicklung aus, mit einem Anstieg um circa 3% gegenüber dem Vorjahr. Während wir international ein Wachstum verzeichnen konnten, sahen wir uns im Inland mit einem deutlicheren Umsatzrückgang von ca. 12% konfrontiert, der über dem branchenweiten Durchschnitt von 0,8% lag. Dies lässt sich hauptsächlich auf die erhöhte Unsicherheit am deutschen Standort sowie auf die gestiegenen Energiekosten zurückführen. Die internationale Umsatzsteigerung hebt sich mit 1,6% positiv von der branchenweiten Rückgangsrate von 4,2% ab, was die Stärke unseres globalen Geschäftsmodells unterstreicht. Die Entwicklung des Jahresüberschusses war mit ca. 3% leicht positiv, was im Wesentlichen auf die gesunkenen Instandhaltungskosten zurückzuführen ist. Im Berichtsjahr 2022 erfolgten umfassende Renovierungsmaßnahmen, die im Jahr 2023 abgeschlossen waren. Die Stabilität auf den Beschaffungsmärkten hat sich trotz teilweiser Erholung von pandemiebedingten Beeinträchtigungen nicht vollständig normalisiert, was durch das verhaltene Produktivitätswachstum und das Ende der Covid-Unterstützungsprogramme weiter beeinflusst wurde. Die Kapazitätsauslastung blieb über das Jahr hinweg hoch, obwohl die globalen Unsicherheiten und die volatile Nachfrage die Planung erschwerten. Unsere proaktive Lagerhaltung und Beschaffungsstrategie führten zu einer Normalisierung der Lieferzeiten. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir uns dafür eingesetzt, die Stabilität unserer Lieferkette durch die Bereitstellung mehrerer Darlehen an einen regionalen Partner zu sichern. Diese Maßnahme zielte darauf ab, dessen kontinuierlichen Betrieb zu gewährleisten. Trotz wiederholter finanzieller Unterstützung unsererseits mussten wir jedoch erkennen, dass unsere Bemühungen, eine Insolvenz des Lieferanten abzuwenden, nicht zum gewünschten Ergebnis führten. Diese Entwicklung zwang uns dazu, uns nach alternativen strategischen Lieferanten umzusehen. Positiv anzumerken ist, dass wir in dieser Hinsicht proaktiv vorgegangen sind und bereits mehrere vielversprechende Optionen identifizieren konnten. Wir sind überzeugt, dass diese Schritte uns nicht nur ermöglichen, die momentane Herausforderung zu meistern, sondern auch unsere Lieferkette langfristig zu stärken und unsere Position im Markt weiter auszubauen. 3. Lage Ertragslage Die Fritsch GmbH konnte ihre Ertragslage trotz des herausfordernden Umfelds stabil halten. Die Steigerung des Umsatzes um ca. 3% ist besonders im Kontext der globalen wirtschaftlichen Verwerfungen als Erfolg zu werten. Die proaktiven Maßnahmen zur Kostenkontrolle und Effizienzsteigerung haben sich ausgezahlt, wenngleich die gestiegenen Kosten für Materialien und Personal die Ertragsmargen beeinflussten. Es zeigt sich, dass die zunehmende Digitalisierung und die damit verbundene Prozessoptimierung zu effizienteren Abläufen und besserem Ressourceneinsatz führt. Im Zuge dessen, wurde eine Liquiditätsprognose in der ERP-Software eingerichtet, die es ermöglicht Schwachstellen zu identifizieren und somit langfristig zu mehr Transparenz und Effektivität führen soll. Zudem wurde die Regelung zum Gleitzeitsystem angepasst, damit nicht uferlos Gleitzeitsalden angesammelt werden. Ausgehend von der Geschäftsleitung wird ein stärkeres Kostenbewusstsein unter der Belegschaft gefördert. Das Ebit ist auf Grund der allgemeinen Herausforderungen leicht zurückgegangen und um ca. 6% gesunken (2022: 3.047.792,46 €; 2023: 2.878.248,78 €). Dies ist auf die gestiegenen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren zurückzuführen, die infolge der Inflation von 5,9% gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen sind. Zudem erhöhte sich der Personalaufwand um circa 16%, während die Belegschaft um 8,7% anwuchs, was deutlich über dem Branchendurchschnitt von -0,7% liegt. Finanzlage Unsere Finanzlage zeichnet sich durch hohe Stabilität und eine solide Kapitalstruktur aus. Die konsequente Einhaltung von Zahlungsfristen und das effiziente Forderungsmanagement tragen zu einer anhaltend guten Liquidität bei, ohne dass auf externe Finanzierungsmittel zurückgegriffen werden muss. Vermögenslage Die Vermögensstruktur der Fritsch GmbH blieb im Berichtszeitraum weitgehend stabil. Investitionen wurden bedacht getätigt, vor allem in technologische Ausrüstung und IT-Systeme, was die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sichert. Die Gesamtvermögenslage spiegelt eine kontinuierliche und vorsichtige Investitionspolitik wider, die auf langfristige Wertsteigerung und Risikominimierung ausgerichtet ist. Die Eigenkapitalquote liegt mit 89% in einem hervorragenden Bereich und ist an dieser Stelle besonders hervorzuheben. Sie hat sich im Vergleich zum Vorjahr (85,9 %) nochmals verbessert. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Unsere wirtschaftliche Lage kann aus unserer Sicht insgesamt als gut bezeichnet werden. Unsere Umsatzrendite liegt mit 8% in einem soliden Bereich. Das Ebit ist auf Grund der allgemeinen Herausforderungen leicht zurückgegangen und um ca. 6% gesunken (2022: 3.047.792,46 €; 2023: 2.878.248,78 €). 5. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Insgesamt kann der Geschäftsverlauf unter den gegebenen Rahmenbedingungen in 2023 aus unserer Sicht als sehr positiv bezeichnet werden. III. Prognosebericht Die wirtschaftlichen Aussichten sowohl in Deutschland als auch international bleiben gedämpft. Die Insolvenzrate und die Energiepreise werden voraussichtlich hoch bleiben, und die Inflation dürfte weiterhin spürbar sein. Das Exportgeschäft sieht sich globalen Spannungen und Handelsbeschränkungen gegenüber, die durch die unklaren Auswirkungen der Präsidentschaftswahl in den USA und die angespannte Situation im Nahen Osten zusätzlich belastet werden. Eine schnelle Erholung der Weltwirtschaft erscheint daher unwahrscheinlich. Trotz dieser Herausforderungen erwarten wir für das laufende Jahr ein moderates Umsatzwachstum, getrieben durch verstärkte Investitionen in die Bereiche Digitalisierung und Marketing. Die bisherige Entwicklung im Jahr 2024 deutet jedoch auf einen verhaltenen Umsatz hin, wobei der aktuelle Auftragseingang unter dem Vorjahresniveau liegt. Im Bereich der Lasermessgeräte, erwarten wir verstärkten Wettbewerb, insbesondere aus Asien. Unser Ansatz, dieser Herausforderung mit kontinuierlicher Produktverbesserung und der Erweiterung unseres Vertriebsnetzes zu begegnen, bleibt bestehen. Im Bereich der technischen Entwicklung sind mehrere Projekte und Produktneugestaltungen geplant. Für das laufende Jahr sind keine größeren Erweiterungsinvestitionen vorgesehen, da unsere Infrastruktur modern und gut instandgehalten ist, wodurch mittelfristig keine erheblichen Ausgaben anfallen sollten. Die Entwicklung der Umsatzrendite und des EBITs sind deutlich rückläufig, jedoch nach wie vor im positiven Bereich. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Die anhaltenden politischen Krisen und globale Unsicherheiten könnten bei weiterer konjunktureller Abschwächung die Wirtschaftslage unserer Kunden beeinträchtigen und somit die Nachfrage nach unseren Erzeugnissen reduzieren. Die aktuelle Zurückhaltung könnte eine Verschiebung von Investitionen nach sich ziehen. Ferner prognostizieren wir in der derzeitigen Situation eine Zunahme von Unternehmensinsolvenzen und einen Anstieg der Preise. Ertragsorientierte Risiken Durch die kontinuierliche Aktualisierung unseres Produktangebots und die Investitionen in neue Vertriebskanäle betrachten wir die betriebswirtschaftlichen Risiken als kontrollierbar und erwarten, unsere Position im Markt für Probenvorbereitung zu wahren. Den Marktanteil im Bereich der Partikelgrößenanalyse planen wir mit unserem neuen Produkt A-22 NeXT zu vergrößern und streben an, in diesem Sektor sowohl technologisch als auch organisatorisch hervorragend aufgestellt zu sein. Ein bedeutendes ökonomisches Risiko stellt die starke Abhängigkeit der deutschen Ökonomie von China dar, insbesondere im Hinblick auf potenzielle Konflikte mit Taiwan, was ernsthafte Handelseinschränkungen zur Folge haben könnte, die unseren Umsatz gefährden, zumal der asiatische Markt zunehmend an Wichtigkeit gewinnt. Zudem nehmen Herausforderungen im Exportgeschäft zu, da internationale Handelsbarrieren verstärkt unsere Aktivitäten beeinflussen. Vor allem wachsende nationalistische Strömungen weltweit bergen Risiken, die sich nachteilig auf unsere Umsatzrendite und das EBIT auswirken könnten. Finanzwirtschaftliche Risiken Obgleich unser Unternehmen derzeit eine stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalbasis aufweist, könnte die zukünftige finanzielle Stabilität durch Ausfälle infolge globaler Krisen beeinträchtigt werden. Die momentane Liquiditätssituation ist robust, weshalb aktuell keine finanziellen Engpässe absehbar sind. 2. Chancenbericht Besonders in den Staaten des globalen Südens sehen wir erhebliches Expansionspotenzial, da unsere Präsenz dort momentan noch gering ist. Dies bietet die Chance, unsere globale Unabhängigkeit zu stärken. In diese Richtung haben wir bereits erste Investitionen getätigt. Weltweite nationalistische Tendenzen bergen nicht nur Risiken, sondern eröffnen auch die Möglichkeit, durch eine strategische Neuausrichtung auf alternative Regionen unseren Vertrieb auszubauen und Umsatzpotenziale zu erschließen. Da auch andere Marktteilnehmer ihren Fokus zunehmend auf aufstrebende Märkte legen, entsteht hier ein hohes Investitionspotenzial. Dies bietet uns die Chance, Regionen zu bedienen, die sich derzeit im starken Aufbau befinden und langfristig möglicherweise lukrative Geschäftsperspektiven bieten. 3. Gesamtaussage Während branchenspezifische Risiken und ertragsorientierte Herausforderungen durch politische Instabilitäten, globale Unsicherheiten und den intensivierten Wettbewerb aus Asien geprägt sind, verfügen wir über strategische Ansätze, um diese Risiken zu mindern und unsere Marktposition zu stärken. Insbesondere die Expansion in den globalen Süden bietet angesichts der aktuellen Weltlage und als Reaktion auf nationalistische Tendenzen in anderen Regionen vielversprechende Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung und Diversifikation. Trotz der aktuellen globalen Herausforderungen, einschließlich der Folgen des Ukraine-Krieges und der Corona-Pandemie, sehen wir uns dank unserer soliden finanziellen Basis gut aufgestellt, um die zukünftigen Entwicklungen zu navigieren. Wir erkennen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, bleiben jedoch aufgrund der volatilen Weltlage vorsichtig in unserer Prognose. Insgesamt glauben wir, mit einer Kombination aus Vorsicht, Innovation und strategischer Expansion die zukünftigen Chancen optimal nutzen und potenzielle Risiken effektiv managen zu können. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zum Zeitpunkt des Bilanzabschlusses basierten Forderungen und Verbindlichkeiten hauptsächlich auf dem Euro, wodurch keine Risiken durch Währungsumrechnungen bestehen. Zudem profitiert das Unternehmen von einem finanziell zuverlässigen Kundenkreis, bei dem Zahlungsausfälle nur selten auftreten. Die verfügbaren liquiden Mittel können kurzfristig eingesetzt werden und sind weder von Wechselkurs- noch von Wertverlusten betroffen. Derzeit bestehen keine Verpflichtungen durch langfristige Bankdarlehen, und es ist nicht geplant, solche in der nahen Zukunft aufzunehmen. Das Finanzmanagement überwacht alle Finanzinstrumente kontinuierlich und bewertet potenzielle Risiken in enger Abstimmung mit der Unternehmensleitung. Die stabile Eigenkapitalquote und der Verzicht auf Bankdarlehen zeugen von der finanziellen Selbstständigkeit und Stärke des Unternehmens. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Unser Vertriebsnetzwerk besteht aus rechtlich unabhängigen Exklusivpartnern weltweit. Dabei gibt es eine Vertretung, die den Zusatz Fritsch im Namen führt, ohne dass eine finanzielle Beteiligung vorliegt. In Frankreich setzen wir auf eine flexible Struktur mit einem "home office", um den französischen Markt direkt zu bedienen. In Singapur haben wir ein "Asia-Pacific office" eingerichtet, das zur Beratung und Unterstützung unserer Vertriebspartner in Asien und Australien dient. In Russland haben wir 2009 eine eigene Vertriebsgesellschaft ins Leben gerufen, die sich um die Aktivitäten in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion kümmert. Angesichts der dortigen herausfordernden geopolitischen Entwicklungen haben wir uns dazu entschlossen, die personelle Besetzung unserer dortigen Tochtergesellschaft auf das unverzichtbare Minimum zu reduzieren. Diese Maßnahme spiegelt unsere Reaktion auf die bestehenden Unsicherheiten wider und dient dazu, die operative Effizienz unter den gegebenen Bedingungen zu maximieren. Derzeit ist es schwierig abzuschätzen, wann wir unsere Geschäftsaktivitäten in der Region wieder aufnehmen können. Trotz dieser Herausforderungen bleiben wir unserer strategischen Planung treu und passen unsere Operationen flexibel an die globalen Veränderungen an. Des Weiteren haben wir aufgrund der aktuellen Situation die Entscheidung getroffen, offene Provisionen mit zwei bereits gewährten Darlehen zu verrechnen. Diese Vorgehensweise ermöglicht es uns, finanzielle Ressourcen effizient zu steuern und gleichzeitig unsere Bilanzstruktur zu optimieren. Es handelt sich hierbei um einen strategischen Schritt, der zur Absicherung unseres Unternehmens beiträgt und uns erlaubt, auf eine stabilere finanzielle Basis für zukünftige Vorhaben zu bauen. In China wurde 2012 eine Vertriebstochter gegründet, diese agiert von Peking, Shanghai und Guangzhou aus und steuert das Geschäft im ganzen Land. Abhängig von der Geschäftsentwicklung sind zusätzliche Regionalbüros geplant. In den USA haben wir 2014 eine Vertriebsgesellschaft etabliert, die seit Anfang 2017 mit einer eigenen Vertriebsinfrastruktur selbstständig operiert. Hier möchten wir hervorheben, dass bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie der Vertrieb vornehmlich über Messen erfolgte. Angesichts der durch die Pandemie bedingten Einschränkungen und der daraus resultierenden Veränderungen im Marktverhalten hat Fritsch USA eine strategische Neuausrichtung vorgenommen. Es wurde gezielt in den Ausbau eines breiteren Vertriebsnetzes investiert, um die Präsenz und Reichweite zu erhöhen (bspw. neue Homepage, Demogeräte an Universitäten,). Diese Diversifizierung der Vertriebskanäle ist als langfristige Investition zu verstehen, die darauf abzielt, die Marktposition zu stärken und den Umsatz nachhaltig zu steigern.
Idar-Oberstein, 04.10.2024 Sebastian Fritsch, Geschäftsführer HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Fritsch GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. In den Herstellungskosten sind die Materialeinzelkosten, die Fertigungslöhne, Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie angemessene Teile der übrigen Betriebskosten erfasst. Der Festwert Werkzeuge wurde auf der Grundlage der Werkzeugkosten der letzten 3 Jahre (mittlere Gebrauchsdauer) unter Berücksichtigung eines langfristigen Nutzungsgrades ermittelt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen Euro 1.248.340,03 (Vorjahr: Euro 1.359.414,87). Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag gem. § 256a HGB bewertet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) werden direkt auf dem Konto Sofortabschreibung ausgewiesen. In einigen Vorjahren wurden die Wirtschaftsgüter zwischen Euro 150,00 und Euro 1.000,00 in den GWG-Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 11.327.820,12 Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 12.274.071,42 Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen: Die Abschreibungen auf Zugänge bzw. Abgänge wurden zeitanteilig vorgenommen. Die Abschreibungen in Zusammenhang mit Umbuchungen wurden erst nach Umbuchung zeitanteilig vorgenommen, da die Wirtschaftsgüter erst zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt waren. Finanzinstrumenten, die bei Kreditinstituten oder Finanzdienstleistungsinstituten nach §340e Abs. 3 Satz 1 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wurden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auf den Wert zum Bilanzstichtag abgeschrieben. Anlagespiegel
Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 312.903,28. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Die Rückstellungen wurden entsprechend den versicherungsmathematischen Gutachten gebildet. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G. Die Wertermittlung erfolgte gem. § 253 HGB. Die Berechnung wurde nach dem "Projected Unit Credit"-Verfahren durchgeführt. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 21.220,00 (Vorjahr Euro 100.480,00). Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände entspricht den Anschaffungskosten. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00). Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen keine sonstigen Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse, wie z. B. aus Bürgschaften. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit von größer als einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).
Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 777.716,52 sind Euro 777.716,52 auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 900.144,43 (Vorjahr: Euro 1.719.377,30).
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 256.622,96 sind Euro 256.622,96 auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 879.204,89 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese Verpflichtungen ergeben sich hauptsächlich durch Softwarewartungsverträge, Lizenz- und Pachtverträge. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Zuschreibungen in Höhe von 51.666,23 Euro vorgenommen. Erläuterung der periodenfremden Erträge In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge aus der abgeschlossenen Betriebsprüfung in Höhe von € 155.801,32 enthalten. Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In der Erfolgsrechnung sind periodenfremden Aufwendungen aus der abgeschlossenen Betriebsprüfung in Höhe von € 66.983,19 enthalten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt: Herr Sebastian Fritsch, Sonnenstraße 4, 55743 Idar-Oberstein Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt Euro 2.130.868,57. Dieser wird abzüglich der Vorabausschüttungen mit der Gewinnrücklage verrechnet.
Idar-Oberstein, den 04.10.2024 Sebastian Fritsch, Geschäftsführer Bericht des Aufsichtsratsentfällt. sonstige Berichtsbestandteile
gez. Sebastian Fritsch Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 03.12.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fritsch GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fritsch GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fritsch GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fä- higkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Neustadt, den 15. November 2024 CURA
Pfälzische Treuhand GmbH
Joachim Kästel, Wirtschaftsprüfer *** Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. *** |
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