Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 46346
Vorher
pdv Financial Software GmbH
Eingetragen
6.2.1991
Branche
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieEinzelhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Erstellung, Entwicklung und der Vertrieb betriebswirtschaftlicher (Planungs- )Software, insbesondere von Finanzsoftware (Financial Software), die Betreuung und der An- und Verkauf von Computer-Software sowie der An- und Verkauf von Computer-Hardware sowie Beratungs- und Verkaufsdienstleistungen in diesem Bereich für andere Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Peter Kretzmann
seit 1.6.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Main Capital VII Coöperatief U.A.NLD
58.43%
Main Capital VI Holding Coöperatief U.A.NLD
22.06%
19.51%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
57.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

pdv Financial Software GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 168.384,84 457.044,60
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 134.917,34 303.302,18 182.607,87 639.652,47
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 554.586,08 604.554,89
857.888,26 1.244.207,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 751.690,00 809.700,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 827.936,76 1.409.205,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.023,79 2.794,44
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 3.023,79 (i. Vj. EUR 2.794,44) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 100.611,06 931.571,61 120.001,45 1.532.001,39
- davon gegen Gesellschafter EUR 0,00 (i. Vj. EUR 10.701,92) -
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.841.779,61 4.310.157,26
8.525.041,22 6.651.858,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 326.672,96 324.314,16
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 31.557,21 30.305,31
9.741.159,65 8.250.685,48

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
Gezeichnetes Kapital 57.000,00 57.000,00
Nennbetrag eigener Anteile -12.550,00 44.450,00 -12.550,00 44.450,00
II. Bilanzgewinn 6.058.722,01 4.926.332,60
6.103.172,01 4.970.782,60
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 397.648,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 446.989,46 391.980,33
844.637,46 391.980,33
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 535.500,32 528.070,83
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.490.801,17 1.468.983,23
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 1.437.099,10 (i. Vj. EUR 1.408.349,10) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 712.702,65 728.287,37
- davon aus Steuern: EUR 169.298,07 (i. Vj. EUR 192.636,95) -
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 542.018,89 (i. Vj. EUR 530.818,89) -
2.739.004,14 2.725.341,43
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 15.070,14
E. Passive latente Steuern 54.346,04 147.510,98
9.741.159,65 8.250.685,48

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 12.209.105,26 12.652.772,77
2. Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen -58.010,00 -933.900,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 70.051,64 66.059,99
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 4.160,67 (i. Vj. EUR 1.443,87) -
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -96.610,60 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.644.910,11 -1.741.520,71 -1.973.430,84 -1.973.430,84
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.326.598,74 -5.150.930,51
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -854.457,79 -6.181.056,53 -798.817,26 -5.949.747,77
- davon für Altersversorgung EUR 0,0 (i. Vj. EUR 5.603,62) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -491.836,67 -671.594,18
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.073.930,13 -2.169.870,93
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 26.736,99 (i. Vj. EUR 8.197,98) -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -40.374,00 -39.950,00
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 28.750,00 (i. Vj. EUR 28.750,00) -
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -557.309,54 -324.874,29
10. Ergebnis nach Steuern 1.135.119,32 655.464,75
11. Sonstige Steuern -2.729,91 -1.149,42
12. Jahresüberschuss 1.132.389,41 654.315,33
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.926.332,60 4.272.017,27
14. Bilanzgewinn 6.058.722,01 4.926.332,60

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die pdv Financial Software GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (HRB 46346).

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt; die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die in § 288 HGB vorgesehenen Erleichterungsmöglichkeiten für den Umfang der Darstellung im Anhang wurden teilweise in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzung über drei Jahre linear abgeschrieben.

Das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde im Jahr 2012 erstmals in Anspruch genommen. Insgesamt belaufen sich die Entwicklungskosten auf TEUR 3.556 und werden über sieben Jahre abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Betrag von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in vollem Umfang abgeschrieben.

Die unfertigen Leistungen resultieren aus Projekten, denen Verträge mit Werkvertragscharakter zu Grunde liegen. Sie sind zu Lohnkosten bereits geleisteter Projektstunden zuzüglich sonstiger Projektkosten und angemessener Gemeinkosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen aufgrund erkennbarer Einzelrisiken aktiviert.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Auszahlungen, die Aufwand des Folgejahres darstellen, wurden in den Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 HGB. Die Anschaffungskosten bzw. der verrechnete beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 98. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31.12.2021 auf TEUR 66. Der daraus entstehende aktive Überhang in Höhe von TEUR 32 ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Die Rückstellungshöhe wird nach dem Teilwertverfahren unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Bei der Ermittlung des erforderlichen Rückstellungsbetrages wurde ein Rechnungszinsfuß von 6,0% p.a. zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Einnahmen, die Ertrag nach dem Stichtag darstellen, wurden als Rechnungsabgrenzungsposten passiviert.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens besteht nach § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 114. Zusammen mit der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 S. 2 HGB für den aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 32 ergeben sich insgesamt ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 146.

Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verteilt sich wie im Vorjahr auf Forderungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 103) Steuererstattungsansprüche, die erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, enthalten. Im Vorjahr beinhaltete der Posten darüber hinaus in Höhe von TEUR 11 Auslagenerstattungsansprüche gegen den Gesellschafter.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Urlaub 249,9 227,7
Überstunden 17,7 28,2
Variable Gehälter 71,7 71,8
Gewährleistungen 32,9 34,3
Sonstige 74,8 30,0
447,0 392,0

Die latenten Steuerschulden haben sich von TEUR 148 um TEUR 94 auf TEUR 54 vermindert. Die passiven latenten Steuern resultieren aus der abweichenden Bewertung der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 32 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.437 (i. Vj. TEUR 1.408) sonstige Verbindlichkeiten, die aus einem von der Gesellschafterin gewährten Darlehen resultieren, sowie in Höhe von TEUR 54 (i. Vj. TEUR 61) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 542 (i. Vj. TEUR 531) gegenüber Gesellschafter, für die Rangrücktrittserklärungen seitens der Gesellschafter bestehen. Weitere Sicherheiten sind nicht bestellt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der Softwareentwicklung und -integration sowie aus Beratungsleistungen und werden überwiegend im Inland erzielt.

V. Sonstige Angaben

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für die Jahresabschlussprüfung wird sich gemäß Angebot auf TEUR 12 (i. Vj. TEUR 12) belaufen. Für andere Bestätigungsleistungen sind weitere Aufwendungen in Höhe von TEUR 41 (i.Vj. TEUR 42) angefallen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Hierbei handelt es sich um Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen zum 31. Dezember 2021.

Fällig innerhalb eines Jahres: TEUR 329,6
Fällig innerhalb zwei bis fünf Jahren: TEUR 1.235,8
Gesamtbetrag TEUR 1.565,4

Die Gesellschaft hat darüber hinaus auf unbestimmte Zeit einen Dienstleistungsvertrag mit einem verbundenen Unternehmen abgeschlossen, der Verwaltungs- und Managementaufgaben zum Gegenstand hat und erstmals zum 30. Juni 2026 kündbar ist. Der Aufwand daraus hat in 2021 TEUR 386 betragen und wird im kommenden Jahr in ähnlicher Höhe erwartet.

Geschäftsführer

Herr Dr. Reinhard Wienke, Geschäftsführer, Hamburg

Unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB wird auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2021 wurden durchschnittlich 65 (i. Vj. 64) kaufmännische Angestellte beschäftigt.

Mutterunternehmen

Mutterunternehmen ist die CORA Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg.

Nachtragsbericht

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine könnte zu indirekten Risiken etwa aus möglichen Unterbrechungen der Energieversorgung und Rückgang der nationalen Geschäftstätigkeit führen und würde pdv ebenso treffen wie andere vergleichbare deutsche Unternehmen. Direkte Risiken ergeben sich nach aktueller Einschätzung für pdv nicht, da pdv diese Märkte nicht bedient und auch kein Near-Shoring mit diesen Ländern betreibt. Insgesamt ist der Umfang für die Gesellschaft derzeit noch nicht abschätzbar und hängt von der weiteren Entwicklung ab.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.

 

Hamburg, den 31. März 2022

Dr. Reinhard Wienke

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2021

Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.556.022,88 0,00 0,00 3.556.022,88
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 412.481,07 8.906,66 0,00 421.387,73
3.968.503,95 8.906,66 0,00 3.977.410,61
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.266.991,37 96.610,91 0,00 1.363.602,28
5.235.495,32 105.517,57 0,00 5.341.012,89
Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.098.978,28 288.659,76 0,00 3.387.638,04
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 229.873,20 56.597,19 0,00 286.470,39
3.328.851,48 345.256,95 0,00 3.674.108,43
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 662.436,48 146.579,72 0,00 809.016,20
3.991.287,96 491.836,67 0,00 4.483.124,63
Restbuchwerte
31.12.2021 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 168.384,84 457.044,60
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 134.917,34 182.607,87
303.302,18 639.652,47
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 554.586,08 604.554,89
857.888,26 1.244.207,36

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

pdv Financial Software GmbH (im Folgenden: pdv) offeriert mit derzeit 83 Mitarbeitern (Angestellte 69/Freiberufler 14) als Financial Technology Provider die Standard Software Lösung DECIDE für die Wertpapierhandels-Prozesskette von Banken und Brokern.

DECIDE umfasst eine End-to-End Lösung für Wertpapierhandels- und Bestandsführungsprozesse. Sie umfasst Module für Trading, Positions- und Risiko-Management sowie einen Accounting Subledger für Finanzinstrumente. Um dauerhaft am Markt bestehen und wachsen zu können, wird DECIDE - auch in Absprache mit den Kunden - synchron mit fachlichen und technischen Anforderungen fortlaufend weiterentwickelt. Hierbei entstehen weitere Module, ergänzende Funktionalitäten wie auch ergonomische Verbesserungen, die eine stabile Positionierung im Markt sichern.

pdv bietet des Weiteren eine Börsenplattform für Finanzmärkte mittlerer Größe auf Basis der DECIDE-Technologie an.

Das primäre Ziel der pdv ist ein nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg. Dies erfordert, dass alle Stakeholder des Unternehmens - Kunden, Mitarbeiter, Gesellschafter, Gesellschaft mit Umweltaspekten - ihre individuellen Ziele, die sie im Austausch bzw. in Kooperation mit pdv anstreben, zur Zufriedenheit als erreicht ansehen können.

Zufriedene Kunden: Ein wirtschaftliches, fortlaufend weiterentwickeltes DECIDE mit einem sehr guten Service.

Zufriedene Mitarbeiter: Ein sicherer, interessanter, anspruchsvoller und angenehmer Arbeitsplatz.

Zufriedene Gesellschafter: Ein wirtschaftlich sehr stabiles Unternehmen mit einem hinreichenden Marktanteil, das erwartete Renditen erreicht.

Akzeptanz durch die Gesellschaft und Erreichung von Umweltzielen: Verminderung des Energieverbrauchs und CO2 Verbrauchs, wie z.B. CO2 freien Strom, Investitionen nur in wenig Energie verbrauchende elektronische Geräte, Förderung von Gleichberechtigung und der Einhaltung von Gesetzen und Normen.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind diverse Einflussfaktoren zu beachten, diese haben wirtschaftliche, soziale, kulturelle, technische und rechtliche Ursprünge. Diese Faktoren haben einen wesentlichen Einfluss auf die Steuerung der pdv.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt ist in 2021 um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. In 2020 ging die Wirtschaftsleistung Deutschlands nach zehn Jahren Wirtschaftswachstum in Folge erstmals um 4,6% zurück. Der Grund dafür waren die Auswirkungen der Corona-Krise und der damit einhergehende Shutdown der Wirtschaft.

Zwei Punkte beeinträchtigen aktuell die Gewinnung und das Geschäft mit neuen Kunden:

Verunsicherung: Aufgrund der allgemeinen Verunsicherung durch die Pandemie, Russlandkrise und Lieferengpässen wird zwar das Tagesgeschäft weiter betrieben, hingegen werden strategische Entscheidungen vielfach vertagt. Dies bremst die wirtschaftliche Erholung.

Kontaktbeschränkungen: Durch das Home-Office und die eingeschränkten persönlichen Kontaktmöglichkeiten ist die Akquisition neuer Kunden schwierig geworden, da der direkte persönliche Kontakt für Beratung und Verkauf der pdv Produkte wichtig ist.

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich positiv. Die Zahl der Erwerbstätigen im Inland stieg auf 44,8 Millionen und die Anzahl der Arbeitslosen sank auf durchschnittlich 2,46 Millionen und ist damit um 0,24 Millionen niedriger als 2020.

Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Sektor der Banken- und Broker, das pdv adressiert, sind geprägt von technologischem Wandel beispielsweise durch das Mobile Banking, einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld, verstärkten regulatorischen Anforderungen seitens BaFin und ESMA.

Die Branchentrends erfordern tiefergreifende Anpassungen der Bank- und Brokerprozesse unter den Zielsetzungen einer höheren Kosteneffizienz und gleichzeitiger Modernisierung und Innovation der Bank- und Brokerprodukte. Dies wiederum erfordert tiefer greifende Änderungen der IT-Architekturen der Finanzdienstleister.

Es gilt die Kostenseite zu optimieren, zum Beispiel durch Automatisierung und Digitalisierung der hausindividuellen Prozesse und durch Auslagerung der branchenweit standardisierten Prozessanteile. Für all dies müssen die Finanzdienstleister auch im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld erhebliche Investitionen tätigen. Als Rahmenbedingungen für pdv stellen diese Umstände weiterhin kurz und mittelfristig erhebliche Geschäfts- und Wachstumspotentiale dar.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2021 hat sich die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, sonstige Erträge und Bestandsveränderungen) gegenüber 2020 um T€ 436 auf T€ 12.221 erhöht. Das Ergebnis liegt damit über der Einschätzung im Prognosebericht des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2020. Die Überschreitung gegenüber der Prognose in Gesamtleistung und EBITDA ist im Wesentlichen auf erweiterte Projekte bei zwei Kunden zurückzuführen.

Im Übrigen wurden Projekte erfolgreich umgesetzt. pdv investierte u.a. in den Einsatz neuer Technologien (HTML5 und Cloud-Stacks), in die Erweiterung der Verarbeitungskapazität der DECIDE Plattform, in das regulatorische Thema FRTB sowie in weitere DECIDE-Module. Diese Basis konnte für Anschlussaufträge des kommenden Geschäftsjahrs 2022 genutzt werden.

3. Lage der Gesellschaft

a) Ertragslage

Die Gesamtleistung ist im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 436 auf TEUR 12.221 gestiegen.

Die Gesamtleistung und der Jahresüberschuss stellen sich für das Geschäftsjahr sowie die Vorjahre wie folgt dar:

2021 2020 2019
TEUR TEUR TEUR
Gesamtleistung 12.221 11.785 11.376
EBITDA 2.225 1.692 1.386 *)
Jahresüberschuss 1.132 654 816

*) exklusive Erträge aus Beteiligungen

Aufgrund der Liquidation der pdv Financial Service GmbH konnte die pdv in 2019 Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 554 ausweisen.

b) Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus Eigenkapital, Rückstellungen, gewährten Gesellschafterdarlehen und Lieferantenkrediten.

Der aktuelle Liquiditätsbestand der Gesellschaft beträgt TEUR 6.842 (Vorjahr: TEUR 4.310) per 31.12.2021.

Der pdv wurde eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 128 eingeräumt, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde.

Die Gesellschaft verfügte und verfügt über eine sehr gute, stabile Liquidität und konnte ihre Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2021 jederzeit erfüllen. Für das Jahr 2022 wird ein Aufbau zusätzlicher Liquidität erwartet.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich von TEUR 8.251 auf TEUR 9.741. Diese Erhöhung ist auf der Aktivseite im Wesentlichen durch den Anstieg der liquiden Mittel um TEUR 2.532 geprägt. Gleichzeitig reduzierte sich das Anlagevermögen im Wesentlich aufgrund planmäßiger Abschreibungen um TEUR 386 und verminderten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 582 stichtagsbedingt. Der Anstieg der Passivseite ist geprägt durch die Erhöhung des Eigenkapitals durch den im Geschäftsjahr erzielten Jahresüberschuss von TEUR 1.132 und der gebildeten Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 398.

Die Gesellschaft ist zu 63 % (i. Vj. 60 %) durch Eigenkapital finanziert. Die Eigenmittel decken das Anlagevermögen vollständig.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanziell wird die Gesellschaft im Wesentlichen durch die Kenngröße EBITDA im Verhältnis zur Gesamtleistung gesteuert.

Zur Darstellung wird die Kennzahl für die letzten drei Geschäftsjahre dargestellt. Die Investitionen in pdv Produkte wurden, wie in Vorjahren praktiziert, weiterhin im laufenden Jahr gewinnmindernd als Kosten verrechnet. Das Verhältnis EBITDA zur Gesamtleistung hat sich verbessert, da es gelang, für Investitionen in Funktionen und Module in gleicher Periode Kundenaufträge zu generieren.

2021 2020 2019
EBITDA im Verhältnis zur Gesamtleistung 18% 14% 12%

5. Gesamtaussage

Sowohl das Wachstum der Gesamtleistung (von 2014 TEUR 6.573 auf TEUR 12.221) als auch das Personalwachstum (von 2014 39 auf 69) der letzten Jahre sind signifikant und nachhaltig.

pdv Financial Software GmbH investiert weiterhin substantiell in HTML5-Technologien und Cloud-Technologien.

Die Geschäftsleitung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gut.

6. Chancen- und Risikobericht

In dem von pdv adressiertem Marktsegment der Finanzdienstleister, setzt sich der nachhaltige Branchentrend der Modernisierung der Geschäftsprozessplattformen mit der Zielsetzung höherer Wirtschaftlichkeit und Innovationsfähigkeit unvermindert fort und bietet weiterhin eine gute Grundlage für eine positive Geschäftsentwicklung.

Aufgrund der auch in 2021 weiterhin stark wachsenden Börsenumsätze sind die Performanceanforderungen an Order-Management-Systeme und die zugehörigen Risikosysteme wiederum deutlich gestiegen. Dies führt zu neuen Akquisitionsmöglichkeiten.

Risiken haben sich infolge leichter Verbesserung der Geschäftssituation der Kunden etwas verringert. Projektstreichungen ergaben sich nicht. Weiterhin ist die Nachfrage nach Risikomanagementlösungen regulatorisch getrieben erhöht.

Ein grundsätzliches Risiko besteht wie in Vorjahren im Rahmen möglicher Festpreisprojekte bezüglich der inhaltlich korrekten und termingerechten Fertigstellung und möglicher Haftungsrisiken bzw. Vertragsstrafen bei Nichterreichung dieser Ziele sowie in einer Fehlkalkulation und damit nachträglichen Überschreitung der geplanten Aufwendungen zur Projektfertigstellung. Auf Basis des intern regelmäßig durchgeführten Projektcontrollings gibt es derzeit keine Hinweise auf außergewöhnliche Abweichungen.

Die wegen der Covid-19 Pandemie veranlassten Maßnahmen der Behörden, führen weiterhin zu Mehraufwänden infolge geringerer Produktivität, wie z.B. in Form von erhöhtem Kommunikationsaufwand in Projekten, die im Wesentlichen on-line abgewickelt werden und innerbetrieblichen organisatorischen Maßnahmen. Es besteht eine erhöhte Gefahr, dass Mitarbeiter bei pdv oder den Kunden ausfallen und sich dadurch Projekte verzögern.

Im Rahmen der Prozesse der Gewährleistung der IT-Sicherheit mit Zertifizierungen nach ISO 27001 und ISAE 3402 hat pdv sich bereits vor der Covid-19 Pandemie auf kritische Situationen vorbereitet, wie mit einem Ausfall des Standorts und/oder einem erheblichen krankheitsbedingten Ausfall von Personal umzugehen ist. Diese Pläne wurden nun genutzt, um pdv Mitarbeiter mit geringen Produktivitätsverlust ins Home-Office zu schicken. Das breit verteilte Wissen bei pdv gewährleistet bei einem wesentlichen Personalausfall die Aufrechterhaltung des Produktionsbetriebs.

Im Nachtragsbericht im Anhang wurde auf die möglichen Folgen des Ukraine-Kriegs hingewiesen. Aus dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine ergeben sich keine direkten Risiken für pdv, da pdv diese Märkte nicht bedient und auch kein Near-Shoring mit diesen Ländern betreibt. Eventuelle indirekte Risiken etwa aus möglichen Unterbrechungen der Energieversorgung und Rückgang der nationalen Geschäftstätigkeit würden pdv ebenso treffen wie andere vergleichbare deutsche Unternehmen.

Konkrete bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen.

7. Ausblick

Das erste Halbjahr 2022 ist geprägt durch Projekte zur Steigerung der DECIDE Systemkapazitäten, durch den ersten Go-Live einer HTML Anwendung und von neuen Projekten. pdv erwartet trotz der Covid-19 Pandemie und dem Krieg Russlands gegen die Ukraine für das Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr eine erhöhte Gesamtleistung in Verbindung mit einem verbesserten EBITDA.

 

Hamburg, 31. März 2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die pdv Financial Software GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der pdv Financial Software GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der pdv Financial Software GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 13. Mai 2022

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Zickmann, Wirtschaftsprüfer

Jakumeit, Wirtschaftsprüferin

Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 16. Mai 2022 festgestellt.

Gewinnverwendung

In der Gesellschafterversammlung vom 16. Mai 2022 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

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