SUNDAIR GmbHLiquidiert
Knieperdamm 79, 18435 Stralsund, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nina Jasmin Fröhlich seit 20.6.2023 | Prokura |
Sophie Höftmann seit 22.3.2021 | Prokura |
Marcos Rossello Hofner seit 2.2.2021 | Liquidator |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
M***** R******* H***** | 15.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 85.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SUNDAIR GmbHStralsundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023SUNDAIR GmbH, StralsundAllgemeines Die SUNDAIRGmbH wurde im Frühjahr 2016 gegründet und hat ihren Sitz in Stralsund. Die Gesellschafter sind Schauinsland-Reisen GmbH mit einem Anteil von 85% und Marcos Rossello mit einem Anteil von 15%. Der Geschäftsbereich der SUNDAIR GmbH umfasst Ferienflüge und Charterflüge in den Mittelmeerraum von den deutschen Flughäfen Berlin, Bremen, Dresden, Kassel und Lübeck. Die Flotte bestand am 1. November 2022 aus drei Airbus A320 und zwei Airbus A319. Im Geschäftsjahr 2022/23 verringerte sich die Flotte durch die Ausflottung der zwei Airbus A319. Für den Berichtszeitraum bestand die Flotte somit aus drei Airbus A320. Wirtschaftliche Bedingungen Nach den wirtschaftlichen Krisen der Kalenderjahre 2020 und 2021, bedingt durch COVID-19, folgte mit dem Kalenderjahr 2022 ein Erholungsjahr und im Berichtszeitraum des Geschäftsjahres 2022/23 eine umfassende und tiefgreifende Stabilisierung der wirtschaftlichen Bedingungen. Die noch im Vorjahr punktuell spürbaren Spätfolgen der Krisenjahre können als überwunden angesehen werden, wenngleich sich die Struktur der Luftverkehrsnachfrage und damit der Luftverkehrsbranche in einigen Aspekten grundsätzlich geändert hat.Ersteres betrifft die vermeintlich für immer geschrumpfte und begrenzte Nachfrage nach Inlandflügen und Business-Class (beides für SUNDAIR GmbH nicht relevant), letzteres das Ungleichgewicht zwischen den Produktionsfaktoren, besonders was die Arbeitnehmerseite angeht. Die für das Kerngeschäft bestimmende touristische Nachfrage im Quellmarkt Deutschland übertraf mit 79 Mrd. € Ausgaben nicht nur das Vorjahr 2022 (62,3 Mrd. €), sondern sogar das Basisjahr 2019(69,5 Mrd.€) deutlich. Der Anteil der veranstaltergebundenen Reiseausgaben in seiner Bedeutung für das Kerngeschäft verlief in etwa parallel hierzu und erreichte im Kalenderjahr 2023 einen Umsatz von 37,3 Mrd.€ (2019: 35,4 Mrd.€)). Aus den vorgenannten Gründen zeigen sich die Touristik und der Veranstaltermarkt daher deutlich erholter als der Flugverkehr insgesamt, der in Deutschland beim maßgeblichen BSP-Umsatz für 2023 mit 9,7 Mrd.€ immer noch um 11% unter 2019 liegt. Ungeachtet der strukturellenVeränderungen im Luftverkehr konnte im Kalenderjahr 2023 ein deutliches Wachstum erzielt werden, wobei die verfügbaren Kapazitäten, besonders Crew und Flugzeuge, eine ungewohnt hohe Auslastung erreichten. Die Anzahl der europäischen Flugbewegungen stieg um 10% zum Vorjahr auf 10,2 Mio., das entspricht 92% des Volumens von 2019. FürDeutschland wurde 2023 ein Wachstum von 19,5% an Passagieren festgestellt. Trotz dieses positiven Trends liegt Deutschland mit einer Recovery-Rate von nur 78,8% zu 2019 am unteren Ende des europäischen Maßstabs, wofür der um die Hälfte gesunkene innerdeutsche Verkehr ursächlich ist (4). Aus der Nachfragestärke und den Kapazitätsgrenzen ergab sich eine ungewohnt hohe Auslastung. Der Sitzladefaktor (Load-Factor) der deutschen Airlines übertraf mit 84% den auch für Vorkrisenzeiten schon ungewohnt hohen Wert des Jahres 2019 um 0,5%-Werte, die der Entwicklung dieser Kennziffer bei der SUNDAIR GmbH nahezu entsprechen. Die weiteren Entwicklungen der wesentlichen Produktionsfaktoren, bei Aviation Fuel , verfügbaren Flugzeugen, Wartungsbetrieben und besonders beim Airline-Personal - sowohl in der Luft, als auch am Boden - haben im Berichtsjahr Fragen aufgeworfen, die für die weitere Tätigkeit, vermutlich die gesamte zweite Hälfte der Dekade maßgeblich für das Denken und Handeln der Luftverkehrsbranche sein werden, da hierin deren wirtschaftliche Chancen und Risiken auf den Punkt gebracht werden (7). Nicht nur werden die Auslieferungen an Narrowbodies erst 2026 wieder das Vorkrisenniveau erreichen, sondern gleichzeitig Engpässe in der Wartung und Triebwerksprobleme bzw. Herstellerfragen zu bewältigen sein, während es auf der Personalseite gilt, Antworten auf demographische und sozialkulturelle Fragen zu finden, um die Attraktivität der Branche für die Zukunft zu sichern. Der Branchenverband IATA geht für die kommenden Jahre weiterhin von einem stabilen durchschnittlichen Passagierwachstum des europäischen Luftverkehr von 2,1% aus. Die stabile Nachfrage nach sicheren und erschwinglichen Flugpreisen, besonders in der Touristik, kann weiterhin als Grundlage unseres Geschäftsmodells vorausgesetzt werden. Die tatsächliche Geschäftstätigkeit der Luftverkehrsunternehmen hängt in zunehmendem Maße von politischen, umwelt- und energiepolitischen Faktoren und dem Management der Ressourcen und Kapazitäten ab. Entwicklung des Unternehmens Der langjährige und strategische Partner, die Schauinsland-Reisen GmbH, Duisburg, hat im Mai 2023 85% der SUNDAIR GmbH Anteile übernommen. Die restlichen 15% der Anteile verbleiben beim bisherigen Alleingesellschafter Herrn Marcos Rossello. Das Geschäftsjahr 2022/23umfasste den sechsten Winter- und den siebten Sommerflugplan der SUNDAIR GmbH. Im wichtigsten Geschäftsfeld, dem Touristikflug, war eine stabile und starke Nachfrage im Quellmarkt Deutschland zu konstatieren, die für eine durchweg hohe Beschäftigung und Auslastung sorgte. Der Großteil der Umsätze wurde mit Pauschalreiseveranstaltern im bewährten Verfahren über Saisonverträge erzielt. Ebenfalls stabil und hoch war die Nachfrage auf den Linienstrecken nach Beirut im sogenannten VFR-Verkehr (Visiting Friends and Relatives), dem zweitgrößten Geschäftsfeld. Neben dem Libanon werden auch wesentliche Teile des Ägypten-Verkehrs de jure im Linienverkehr operiert, wenngleich auf diesen Strecken touristische Verkehr dominiert, und der Vertrieb im Wesentlichen an die Reiseveranstalter erfolgt. Strategisch bedeutsam war die Gewichtung der Kapazitäten zwischen Eigenbetrieb und Anmietung im Wetlease, letzteres im Wesentlichen von der kroatischen Gesellschaft Fly Air41 Airways. Zu diesem Zweck wurden die beiden Airbus A319 nach der 12-Jahres-Überholung im Winter bei der SUNDAIR GmbH ausgeflottet. Die Fly Air41 Airways d.o.o. übernahm die zwei Airbus A319 und die SUNDAIR GmbH mietete diese inclusive der gestellten Crew zurück. Dadurch veränderte sich die Flottengröße der SUNDAIR GmbH (fortan mit drei Airbus A320) und auch die Anteile zwischen Eigenproduktion und Anmietung. So wurden im Berichtszeitraum im Eigenbetrieb 2.884 (Vorjahr 4.295) Flüge durchgeführt. Hingegen überstieg die die Anzahl der angemieteten Flüge mit 3.954 (Vorjahr 3.169) den Eigenbetrieb erstmalig um 37%. Ähnlich verhielten sich die geleisteten Blockstunden: im Eigenbetrieb 10.149 (Vorjahr 14.353), aus Anmietung 12.885 (Vorjahr 10.548) und damit um 27% mehr. In Summe von Eigenbetrieb und Anmietung wurden 23.034 Blockstunden geleistet (Vorjahr 24.901) - ein Rückgang um 7,5%, zum anderen erhöhte sich die Beschäftigung je Maschineneinheit. Das Sitzplatzangebot sank infolgedessen auf 1.004.124 (inklusive angemietete Kapazitäten / -9,6% zum Vorjahreszeitraum). Die Passagierzahl sank ebenfalls auf 876.726 (inklusive angemietete Kapazitäten I -6,4% zum Vorjahreszeitraum). Daraus ergab sich ein die starke Nachfrage bestätigender und abermals gestiegener Sitzladefaktor von beachtlichen 86,81% (inklusive angemietete Kapazitäten / +2,45 Prozentpunkte zum Vorjahreszeitraum). Während hohe Auslastungen und stabile und erhöhte Erträge für eine erfreuliche Umsatzentwicklung trotz der geringeren Leistung sorgten, gab es auf der Kostenseite einige gegenläufige Tendenzen, so dass das Betriebsergebnis in Summe hinter dem Plan und den Erwartungen zurückblieb. Beim Personal sind nach der überwundenen Krise leicht gestiegene Krankenstände und eine höhere Fluktuation in der Branche zu konstatieren, so dass der Aufwand für Neueinstellungen und das damit verbundene Training deutlich gestiegen ist. Aus vermeintlich ähnlichen Gründen sind in den kontrahierten Teilen der Wertschöpfungskette, besonders bei der Flughafenabfertigung und den Wartungsbetrieben, die Kosten deutlich angestiegen. Ebenfalls signifikante Erhöhungen gab es bei Überflug- und Flughafengebühren sowie im Emissionshandel. Hingegen zeigten sich der Kerosinpreis und der US-Dollar-Kurs als wesentliche Einflussfaktoren relativ stabil und unterlagen unterjährig nur erträglichen Schwankungen, ungeachtet der politischen Entwicklungen. Die Ausflottung der zwei Airbus A319 belasteten, durch die durchgeführten 12-Jahres-Checks und der damit verbundenen Bodenzeit, die Monatsergebnis des ersten Halbjahres des Kalenderjahres 2023 deutlich, da die Bodenzeit erheblich länger dauerte, einige Beanstandungen abgearbeitet werden mussten und zusätzlich eine Anmietung dritter Kapazitätslieferanten erforderte. Der Gesamteffekt dessen ist der Hauptgrund für die deutliche Planabweichung des Betriebsergebnisses. Ertragslage Die SUNDAIR GmbH schloss das Geschäftsjahr mit 171,6 Millionen Euro Umsatzerlösen ab, welche sich im Wesentlichen aus Erlösen mit Veranstaltern aus der Touristik, sowie Erlösen aus Einzelplatzverkäufen zusammensetzen. Die Erlöse aus Einzelplatzverkäufen stiegen auf 27,7 Millionen Euro. Die betrieblichen Aufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich auf 173,8 Millionen Euro. Der Personalaufwand sank auf 9,9 Millionen Euro. Die SUNDAIR GmbH beschäftigte zum 31.10.2022 180 Mitarbeiter (Vorjahr 230 Mitarbeiter). Das positive Ergebnis nach Steuern betrug im Berichtsjahr 105,6 Tausend Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag -21,4 Millionen Euro). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme zum 31. Oktober 2023 beträgt 37,6 Millionen Euro (Vorjahr 30,0 Millionen Euro). Die SUNDAIR GmbH verfügt über kein großes Anlagevermögen. Die Gesellschaft weist bei einem gezeichneten Kapital von 100,0 Tausend Euro und einem Verlustvortrag von 17,4Millionen Euro einen nicht gedeckten Fehlbetrag von 14,2 Millionen Euro aus. Die sonstigen Rückstellungen von 7,2 Millionen Euro (Vorjahr 3,1 Millionen Euro) beinhalten Rückstellungen für den Emissionshandel, Personalrückstellungen, Abschlussprüfungen sowie zu erwartende Kundenreklamationen aus Flugzeugverspätungen nach EU-VO 261/2004. Die Gesamtverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag betrugen 30,3 Millionen Euro (Vorjahr 26,7 Millionen Euro) und beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, erhaltenen Anzahlungen und sonstige Verbindlichkeiten. Chancen Die weitere Entwicklung der SUNDAIR GmbH wird als aussichtsreich eingeschätzt. Der Abschwung der Jahre 2020/21 ist überwunden, und das Nachfrage- und Konsumverhalten sind wiederhergestellt worden. Die Pauschalreise und der Ferienflugverkehr erfreuen sich einer ungebrochenen Beliebtheit. Die strategische Ausrichtung der SUNDAIR GmbH im Verbund und ihren Wetlease-Partnern Fly Air41 Airways d.o.o ermöglicht eine umfassende und flexible Antwort auf die neuen Rahmenbedingungen. Risiken Wesentliche Risiken für die Entwicklung des Geschäfts sind die politische Sicherheitslage, die politische und wirtschaftliche Entwicklung und deren Einfluss auf den Treibstoffpreis und den USD-Wechselkurs, sowie die fortschreitende Umstrukturierung des europäischen Geflechts von Linien-, Low-Cost- und Ferienfluggesellschaften. Als weiteres operatives Risiko ist die Anzahl verspäteter Flüge, für welche Kompensationsleistungen an die Kunden erbracht werden müssen. Laut Urteil des Europäischen Gerichtshofes nach VO261 sind hierzu Kosten für Verspätungen ab 3 Stunden zu erstatten, weshalb die SUNDAIR GmbH den Fokus des Risikomanagements auf Vermeidung derartiger Verspätungen legt. Im Finanzbereich wird das Risiko von Währungs- und Treibstoffpreisen abgesichert. Zusätzlich werden eventuelle zukünftige Liquiditätsrisiken durch interne Kontrollsysteme permanent überwacht. Die zwölfmonatige Liquiditätsplanung unterliegt einem laufenden Soll-Ist Vergleich, wobei der Forecast entsprechend angepasst wird. Der Cashforecast für die jeweils nächsten 3 Monate wird wöchentlich erstellt. Der Cashforecast für die nächsten 4 Wochen erfolgt täglich. Sonstige wesentliche zukünftige Ereignisse Der Einmarsch der russischen Streitkräfte am 24. Februar 2022 in die Ukraine stellt weiterhin ein einschneidendes Ereignis dar. Die Verurteilung dieses Angriffes durch die Vereinten Nationen und die weltweit verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Russland bedeuten auch langfristige erhebliche Konsequenzen für die Weltwirtschaft, insbesondere die Realwirtschaft treffen hier wesentliche Risiken, wie den Sektor Energiewirtschaft, Absatzmärkte und der Kreditversorgung im Finanzsektor. Durch den noch andauernden Krieg lässt sich nicht abschätzen, wie lange mit diesen Risiken zu rechnen ist. Prognostizierter Geschäftsverlauf Die weltweite Pandemie, ausgelöst durch die Infektionskrankheit COVID-19, die seit März 2020 zu einem dramatischen Einbruch des Luftverkehrs führte, ist überwunden. Die Nachfrage nach Pauschalreisen und Flügen in allen Geschäftsfeldern hat sich normalisiert und stabilisiert. Die SUNDAIR GmbH verfolgt weiterhin verstärkt ihre Anmietungsstrategie von Fluggeräten (Wetlease-In) zu vergleichbaren Konditionen um somit am Marktgeschehen und -wachstum flexibel teilnehmen zu können. Die SUNDAIR GmbH verfügt noch über eine Flotte von drei Airbus A320 und geht davon aus, dass mit dieser Flottengröße dieses einen Typs von der Airbusfamilie eine Optimierung der Stückkosten erreicht wird. Der Markt der nächsten Jahre kann durch eine Konsolidierung der Marktteilnehmer bei anhaltend starker Nachfrage gekennzeichnet sein. Bezüglich des ersten Vierteljahresergebnisses des aktuellen Wirtschaftsjahres (November 2023 - Januar 2024) zum Plan der SUNDAIR GmbH bestätigen sich die Prognosen im Großen und Ganzen. Das Ergebnis zum Vorjahr konnte verbessert werden. Für die verbleibenden 3 Quartale in 2024 kann derzeit von einem stabilen und planmäßigen Geschäftsverlauf ausgegangen werden, was im Wesentlichen auf dem Vorausbuchungsstand und dem Fuelpreis beruht. Der im Vorjahr festzustellende Trend von höheren Yields und Sitzladefaktoren, aber auch verbreiteten und ständigen Kostensteigerungen setzt sich fort. Die Prognose für die beiden folgenden Geschäftsjahre 2024/25 und 2025/26 geht von folgenden wesentlichen Prämissen aus: kein Kapazitätswachstum in den beiden Folgejahren, Fortsetzung der Anmietungs-Strategie zu vergleichbaren Konditionen, Touristikbeschäftigung und Charter nach aktuellem Verkaufsstand, eine Stornierungsquote von 4%, eine kurzfristige Zusatzverkaufsquote von 4%, USD-Wechselkurs bei 1,07 €/USD, Fuelpreis bei 937 USD/t, sowie adäquate Preisanpassungen. Zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung befindet sich die SUNDAIR GmbH Ausgangs der Nebensaison der Touristik, im Winterflugplan 2023/24. In Erwartung erheblicher Bodenzeiten der Flotte zur Abwicklung geplanter Wartung und Überholung wurde der Winterflugplan um etwa eine Flugzeugeinheit reduziert, um das Risiko für kurzfristige Anmietungen von Ersatzflugzeugen dritter Hand abzumildern. Die Vorausbuchungen für den Sommerflugplan 2024, die zweite Hälfte des Geschäftsjahres, zeigen sich stabil und liegen über den Erwartungen und den Vorjahreswerten. Die Parameter Kerosinpreis und USD-Wechselkurs zeigen in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2023/24 eine ungeachtet der politischen Situation stabile Entwicklung, wenngleich auf hohen Niveau. Die kommende leistungs- und ertragsstarke zweite Hälfte des Geschäftsjahres lassen somit ein planmäßiges Ergebnis realistisch erscheinen. Die Prognose geht davon aus, dass die SUNDAIR GmbH mit der aktuellen Flottengröße eine Optimierung der Stückkosten erreicht hat, und durch die weitere strategische Anmietung von Kapazitäten am Marktgeschehen und -wachstum flexibel teilnehmen wird. Der Wirtschaftsplan geht für die Folgejahre von einer moderaten Umsatzrendite von 2-3% aus, bei einer stabilen Unternehmensgröße von drei Flugzeugen. Strategisch konzentriert sich die SUNDAIR GmbH vertriebsseitig weiterhin auf die bewährten und bedeutsamen Geschäftsfelder des veranstaltergetriebenen Touristikflugverkehrs sowie des ethnischen Linienverkehrs (sogenannte Visiting Friends and Relatives -VFR). Zusätzlich sind die Anteile an Garantieabnahmen und Vollcharterflügen zu erhöhen, um eine unerwünschte Unterschreitung der geplanten Yields nur in Ausnahmefällen hinnehmen zu müssen. Die Finanzlage der Gesellschaft, besonders deren Verschuldung, soll durch nachhaltig deutlich positive Ergebnisse, gepaart mit Instrumenten wie der Optimierung der Zahlungsbedingungen und Stundungsvereinbarungen verbessert werden. Die SUNDAIR GmbH wird langfristig vom Einstieg der schauinsland-reisen gmbh,, als einem etablierten und erfolgreichen Partner, der eine mehr als hundertjährige Geschichte in der Reisebranche vorzuweisen hat, profitieren. Mit diesem Zusammenschluss kann jederzeit schnell auf die Marktsituation reagiert werden. Ebenso können Synergieeffekte, z.B. bei der gemeinsamen Flugplangestaltung genutzt werden. Diese Gesellschafterstruktur gewährleistet die strategische Position der Gesellschaft und deren Stärkung im Wettbewerbsumfeld. Die SUNDAIR GmbH plant das laufende Geschäftsjahr mit 7.041 Blockstunden (Vorjahr 9.152 Blockstunden) und rund 554 Tausend beförderten Passagieren (Vorjahr 805 Tausend). Die geplanten Umsatzerlöse liegen bei ca. 121,1 Millionen Euro (Vorjahr 171,6 Millionen Euro). Es wird ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 2,1 Millionen Euro erwartet (Vorjahr 105,6 Tausend Euro). Die kommenden leistungs- und ertragsstarken Quartale des Geschäftsjahres 2022/23 lassen die geplanten Ergebnisse realistisch erscheinen. Danach wird die SUNDAIR GmbH das laufende Geschäftsjahr 2023/24 profitabel abschließen.
Marcos Rossello, Geschäftsführer BilanzAktiva
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAngaben unter der BilanzAn die SUNDAIR GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der SUNDAIR GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. November 2022 bis zum 31.Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebricht der SUNDAIR GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. November 2021 bis zum 31. Oktober 2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebricht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chance und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusse und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Ich verweise auf die Angaben im Anhang sowie die Angaben im Lagebericht, in denen dargestellt wird, dass es für die Gesellschaft im Berichtsjahr durch verschiedene negative Einflussfaktoren zu einer schwierigen Ertragslage und Liquiditätsengpässen kam. Die dadurch am vorherigen Bilanzstichtag entstandene buchmäßige Überschuldung der Gesellschaft besteht im Wesentlichen unverändert fort. Im Mai 2023 hat die schauinsland-reisen gmbh, Duisburg als größter Einzelgläubiger der Gesellschaft die Anteilsmehrheit von 85% an der SUNDAIR GmbH übernommen. Damit verbunden war die Erklärung eines Rangrücktritts für einen Großteil der Forderungen gegen die SUNDAIR GmbH und die Zusicherung der erforderlichen Liquidität. Die Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und das bestandsgefährdende Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB konnten dadurch beseitigt werden, so dass die Geschäftsführung von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgeht. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortliche, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklungen zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mi den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets auf deckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen und Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angehsehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundlage. Darüber hinaus - identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalteten können. - gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser System der Gesellschaft abzugeben. - beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten schätzten Werte und damit zusammenhängende Angaben. - ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angabe sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliche unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Duisburg, 11. April 2024 Dipl.-Kfm. Thorsten Caspers, Wirtschaftsprüfer Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023SUNDAIR GmbH, StralsundI. Allgemeine Angaben Die Firma SUNDAIR GmbH hat ihren Sitz in Stralsund und ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Stralsund unter HRB 20267. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Für die Bilanz wird das gesetzliche Gliederungsschema des § 266 HGB verwendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Oktober 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft hat ein abweichendes Geschäftsjahr (jeweils vom 1.11.-31.10.) II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Nach Auffassung der Geschäftsführung liegt jedoch aufgrund einer positiven Fortführungsprognose keine insolvenzrechtliche Überschuldung vor. Die Geschäftsführung geht von der Fortführung des Unternehmens aus. Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen im Wesentlichen den im Vorjahr angewandten Methoden. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, das Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Es kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung richtet sich nach den amtlichen steuerlichen Abschreibungstabellen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam in Abgang gebracht. Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren, die regelmäßig ersetzt werden. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden individuelle Berichtigungen gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nominalbeträgen angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie den Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag im Rahmen einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Die Verbindlichkeiten sind jeweils im Einzelnen mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben bis auf Forderungen gegen Personal in Höhe von 0,7 TEuro eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Mit Beginn des Kalenderjahres 2012 hat innerhalb der EU der Handel mit Emissionsberechtigungen für Luftfahrtunternehmen begonnen. Die Wesentlichen sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Emissionsberechtigungen in Höhe von 3.588,9 TEuro, Ansprüche aus Kundenreklamationen in Höhe von 2.947,5 TEuro und für Personalkosten in Höhe von 138,7 TEuro. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 18.589 Teuro betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und stellen inhaltlich zu einen Betrag von 12.000 Teuro erhaltene Anzahlungen und zu einem Betrag von 6.589 Teuro sonstige Verbindlichkeiten dar. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung i.H.v. 583,2 TEuro und Erträge aus Rohstoff-Hedging i.H.v. 1.529,6 TEuro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung i.H.v. 503,6 TEuro und Verluste aus Rohstoff-Hedging i.H.v. 3.227,8 TEuro. IV. Sonstige Angaben Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Luftfahrzeuge bis zur frühest möglichen Vertragskündigung über insgesamt 9.344,1 TEuro. Die Miet- und Leasingverträge enden im August und November 2028 sowie im August 2029. Es handelt sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Luftfahrzeuge bei der Gesellschaft führen. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt insgesamt 194. Dabei entfallen auf gewerbliche Arbeitnehmer 105 und auf Angestellte 89. Die Geschäftsführung lag vom 01.11.2022-31.10.2023 bei Herrn Marcos Rossello, Berlin. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht auf Unterlassen der Angaben über die Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen i.S.d. § 290 HGB und wird in den Konzernabschluss des obersten und zugleich nächsten Mutterunternehmens, der Schauinsland-Reisen GmbH, Duisburg, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bzw. Unternehmensregister veröffentlicht.
Stralsund, 11. April 2024 SUNDAIR GmbH gez.: Marcos Rossello, Geschäftsführer Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 11.4.2024. |
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