Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
HANSELLA GmbH
Kölnische Straße 1, 41747 Viersen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Blatter seit 28.5.2025 | Prokura |
Alexander Dr. Schmidt seit 13.11.2024 | Prokura |
Daniela Rath seit 15.1.2021 | Prokura |
Frank Schacht seit 15.1.2021 | Prokura |
Paul Albert Schnellmann seit 16.10.2020 | Geschäftsführer |
Albin Werner Ebneter seit 16.10.2020 | Geschäftsführer |
Oscar Roth seit 16.10.2020 | Prokura |
Markus Kaufmann seit 16.10.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
ROTZINGER GROUP AG | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HANSELLA GmbHViersenJahresabschluss zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023HANSELLA GMBH, VIERSENI. Grundlagen des Unternehmens HANSELLA wurde 1921 in Viersen gegründet, mit dem Ziel, die damals noch sehr manuelle Süßwarenproduktion zu automatisieren. Im Jahr 1966 hat die Verpackungssparte der Robert Bosch GmbH HANSELLA übernommen und weiterentwickelt. Unter anderem wurde das Portfolio um Füll- und Verschließmaschinen für nicht aseptische Pharmazeutika und Kosmetik erweitert. Zusammen mit der Bosch Verpackungssparte wurde der Standort 2019 in die Syntegon GmbH umfirmiert. Der Produktionsstandort Viersen hat nach erfolgter Übernahme durch die ROTZINGER Group zum 01.01.2021 wieder die vormalige Firmierung "HANSELLA GmbH" erhalten. Die HANSELLA GmbH (im Folgenden auch "Unternehmen" oder "Gesellschaft" genannt) wurde am 16.10.2020 mit einem Stammkapital von EUR 500.000,00 gegründet. Mit Beginn des Jahres 2021 wurden die Portfolios in den Bereichen Füll- und Verschließmaschinen sowie Teile der Prozesstechnik für Riegel und Zuckersüßwaren am Standort Viersen übernommen. Die HANSELLA GmbH ist heute einer der führenden Anbieter im Bereich der Süßwarenprozesstechnik. Das Produktportfolio reicht von Wäge und Dosiereinrichtungen über Prozesstechnik mit Wärmetauschern bis hin zu Formanlagen für Süßwaren im Zucker- und Schokoladensegment. Ein weiteres Standbein der HANSELLA GmbH ist das Geschäft mit Füll- und Verschließmaschinen für die Primärverpackung nicht aseptischer Pharmazeutika (z.B. Hustensäfte, Augentropfen, Ohrentropfen) sowie kosmetischer Produkte (Seifen & Cremes im weiteren Sinne). Das Unternehmen bietet seinen Service weltweit an. Das breite Produkt- und Technologieportfolio im Verbund mit der ROTZINGER Group wird im Rahmen der globalen Marktbearbeitung genutzt, um den Kunden maßgeschneiderte Systemlösungen aus einer Hand anbieten zu können. Das Geschäft mit inländischen Endkunden beträgt ca. 15 % des Gesamtumsatzes, rund 30 % liegt im EU-Raum ohne Deutschland, der Rest verteilt sich auf alle Kontinente. II. Wirtschaftsbericht II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Global wächst die Nachfrage nach verpackten Nahrungsmitteln kontinuierlich. Steigende Bevölkerungszahlen, Urbanisierung, zunehmender Wohlstand in vielen aufstrebenden Ländern sind Einflussfaktoren für eine steigende Nachfrage nach sicheren, haltbaren verpackten Lebensmitteln und Getränken. Nach Daten des britischen Marktforschungsinstituts Euromonitor International steigt der Absatz zwischen 2021 und 2026 um 14 % auf dann rund 5,3 Milliarden Tonnen. Auch der wachsende Markt für pharmazeutische und kosmetische Produkte bietet Verpackungsmaschinenherstellern erhebliches Potenzial. Das Geschäftsjahr 2023 zeigt klare Spuren der zahlreichen regionalen und überregionalen Krisen sowie Änderungen im Finanzierungsverhalten der Kunden bedingt durch eine gestiegene Inflation und einem angehobenen Zinsniveau der Zentralbanken. Das erwartete Wachstum des Bruttoinlandsprodukts liegt weltweit mit rund 3,0 % zwar im positiven Bereich, jedoch hinter den Vorjahren (2021: 6,3 %; 2022: 3,5 %). Diese Verlangsamung ist insbesondere einer schwachen Entwicklung der wesentlichen Industriestaaten zuzuschreiben. So liegt das prognostizierte BIP-Wachstum 2023 in der EU nur noch bei 0,7 %, den G7 Staaten bei 1,5 % und Nordamerika bei immerhin noch 2,1 %. Im Vergleich dazu lag das BIP-Wachstum im Vorjahr noch bei 3,6 %, 2,3 % und 2,3 %. In Deutschland wird das nominale Produktionswachstum laut VDMA Bereich Maschinenbau bei knapp € 12 Mrd. liegen, preisbereinigt entspricht dies einem realen Produktionsrückgang von ca. 1 % und damit immerhin noch leicht besser als der erwartete Rückgang von 2 %. Aus VDMA-Sicht befände man sich in einem normalen konjunkturellen Tal in üblichem Ausmaß und sieht damit keine Anzeichen einer Krise. Die Situation in den Lieferketten hat sich im Vergleich zu den starken Engpässen während der Covid-19-Jahre zwar etwas entspannt, jedoch bleibt die Situation weiterhin anspruchsvoll. Regionale Krisen, insbesondere der Konflikt im Nahen Osten und die Auswirkungen daraus, wie die Umfahrung des Suez-Kanals über Südafrika, haben erhebliche Auswirkungen auf Lieferzeiten, Materialversorgung und Logistikkosten. Im Maschinenbau-Barometer von PWC vom Dezember 2023 lagen die größten Hindernisse für ein Wachstum in 2024 in einem steigenden Kostendruck (80 %), einem fortführenden Mangel an Fachkräften (70 %) und den politischen Auswirkungen im Ausland (65 %). Die weltweite Coronapandemie spielt hingegen mit nur 9 % (Vorjahr 50 %) keine wesentliche Rolle mehr in der Planung der Unternehmen. II.2. Marktposition der Gesellschaft und Entwicklung verglichen zur Marktentwicklung Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen sind für die Gesellschaft nach wie vor sehr gut. Die anhaltenden Automatisierungstrends, weiter steigende Hygieneanforderungen im Produktionsumfeld und Optimierungsprogramme hinsichtlich Transparenz und Effizienz im Rahmen von Digitalisierungsprojekten und Industrie 4.0-Anforderungen bieten für das Unternehmen ausreichend Wachstumspotential für die weitere nachhaltige Geschäftsentwicklung. Demgegenüber führt die Konsolidierung von Großkunden und der wachsende internationale Wettbewerb vor allem bei Standardapplikationen mit niedriger technischer Komplexität zu steigendem Kostendruck. Die Gesellschaft kann sich bei komplexeren Systemlösungen über die langjährigen Erfahrungen der Belegschaft, die vorhandenen Systemkompetenzen und die bisherigen Kundenreferenzen aus über 5.000 ausgelieferten Maschinen von einem Grossteil der vorhandenen Wettbewerber klar differenzieren und strebt die Innovations- und Technologieführerschaft in den definierten Zielapplikationen an. Im Rahmen der integrierten Systemlösungen nehmen verlässliche strategische Partnerschaften zu Drittlieferanten und die Stabilisierung der vorhandenen Lieferketten mit Modul- und Systemlieferanten im Ausland einen immer höheren Stellenwert ein. Das politische Umfeld spielt bei dem sehr international ausgeprägten Geschäft eine eher untergeordnete Rolle; weltpolitische Ereignisse haben dennoch immer wieder auch punktuellen Einfluss auf das Geschäftsumfeld der HANSELLA und deren Zulieferer. II.3. Wichtige operative Ereignisse Die Gesellschaft HANSELLA GmbH ist seit 05.2021 nach ISO 9001/2015 zertifiziert; das Zertifikat hat eine Gültigkeit bis zum 29.05.2024. Im Mai 2022 erfolgte ein Überwachungsaudit der Prozesse, welches die Aufrechterhaltung des Zertifikats bestätigte. Für das Unternehmen wurde eine Geschäftsplanung für das Geschäftsjahr 2024 aufgestellt. Sie wird in den nächsten Jahren fortgeschrieben. Die mehrjährige Unternehmensstrategie wird durch Maßnahmen und Entwicklungsprojekte forciert. Im vergangenen Jahr hat die ROTZINGER Gruppe den Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzwerks forciert. Eine neu gegründete Vertriebs- und Serviceeinheit in den USA stärkt diesen sehr wichtigen Markt. Darüber hinaus wurden eigene Vertriebsmitarbeiter in den Kernmärkten UK, Frankreich, China, Türkei und Osteuropa aufgebaut. Diese wurden im Jahr 2022 und 2023 durch Trainings und gemeinsame Kundenreisen geschult. Auch das internationale Netzwerk an Handelsvertretungen und Agenturen wurde weiter ausgebaut, vertieft und gemeinsam mit den Schwesterunternehmen der ROTZINGER Group optimiert. Die Gesellschaft präsentierte sich und ihre Produkte für Süßwaren, Schokolade sowie für Pharmazeutika und Kosmetika auf der Interpack in Düsseldorf sowie weltweit auf zahlreichen kleineren Fachmessen. Im Segment Füll- und Verschließmaschinen half der Industrieverbund Pharma & PersonalCare in Zusammenarbeit mit den Schwesterunternehmen ROTZINGER PharmaPack und PACKFEEDER, den weltweiten Kunde verstärkt voll integrierte Linienlösungen anzubieten. II.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Auftragseingang konnte nach einer kleinen Schwäche in den Sommermonaten wieder Schwung aufgenommen werden. Mit einem Auftragseingang von rund € 44 Mio. wurden die sehr ambitionierten Ziele nur wenig verfehlt. Nach wie vor ist der Auftragseingang in den Regionen Osteuropa, Russland und Asien schwach, wird jedoch durch einen stabilen Auftragseingang in Europa und deutliche Steigerungen in Nord- und auch Südamerika kompensiert. Rund 1/3 des Auftragseingangs kam von Neukunden und zeigt somit, dass das Leistungsspektrum von HANSELLA sowohl für Neu- als auch Bestandskunden attraktiv ist. Für das Jahr 2024 wird mit einer weiteren Steigerung des Auftragseingangs auf etwa € 50 Mio. gerechnet. Der Umsatz 2023 lag mit ca. € 36 Mio. leicht über dem Niveau des Auftragseingangs 2022. Wie die gesamte Industrie kämpfte die HANSELLA GmbH auch im Jahr 2023 mit Problemen in den Lieferketten - insbesondere bei Elektrokomponenten - wodurch ein höherer Umsatz nicht realisierbar war. Für das Jahr 2024 wird mit einem Umsatz von ca. € 60 Mio. gerechnet. Vor dem Hintergrund des steigenden Auftragseingangs war das Jahr 2023 im Bereich Personal durch einen gezielten Aufbau von Mitarbeitern in allen Engpassbereichen geprägt. Darüber hinaus wurden die verfügbaren flexiblen Personalkapazitäten durch den Einsatz von Arbeitsnehmerüberlassungen sowie Auslagerungen von Tätigkeiten deutlich gesteigert. Besonderes Augenmerkt gilt dem nach wie vor sehr hohen Auftragsbestand, den es weiter zu bewältigen gilt; eine Herausforderung sowohl für die Bereiche Engineering, Beschaffung und Montage als auch für das Finanzmanagement der gesamten Gruppe. III. Analyse des Geschäftsverlaufs und der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage III.1. Geschäftsverlauf und Ertragslage Trotz des hohen Auftragsbestands zu Beginn des Jahres 2023 wurde der budgetierte Umsatz 2023 (€ 51,0 Mio.) mit € 35,9 Mio. nicht erreicht. Verspätete Auslieferungen und Verzögerungen bei der Teileversorgung erhöhten die Erzeugnisbestände deutlich, was zu einem Anstieg der Betriebsleistung um € 12,8 Mio. auf € 46,1 Mio. im Jahre 2023 führte. Das Ergebnis auf Stufe EBIT beträgt € - 0,8 Mio. und liegt vor allem volumenbedingt mit -1,7 % deutlich unter dem budgetierten Wert von 9,6 %. Der Materialaufwand in Bezug auf Roh, Hilfs und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren liegt bei 49,3 % von der Betriebsleitung. Der Anteil des Personalaufwands beträgt 35,8 %. III.2. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme liegt mit € 29,8 Mio. rund € 9,6 Mio. höher im Vergleich zum Vorjahr. Wesentliche Treiber sind auf der Aktivseite die Vorräte aufgrund des hohen Auftragsbestands und die Aufnahme eines betrieblichen Darlehens von € 5,0 Mio. Die liquiden Mittel in Höhe von € 58.690,76 bestehen im Wesentlichen aus Bankguthaben. Zusätzliche Liquidität kann im Bedarfsfall über die Muttergesellschaft generiert werden. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets durch fristgerechte Zahlungen erfüllt. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Das Eigenkapital beträgt € 0,6 Mio. und damit rd. 2 % der Bilanzsumme. Im Bereich der Rückstellungen (€ 4,6 Mio.) wurde der wesentliche Anteil für Personal (Jubiläen, Zeitkonten, Erfolgsprämien etc.), für fakturierte, jedoch noch nicht erbrachte Leistungen, für ausstehende Agentenkommissionen sowie für ausstehende Rechnungen gebildet. Die Verbindlichkeiten in Höhe von € 23,1 Mio. bilden sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die betriebswirtschaftliche Situation keinen nennenswerten Einfluss. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft weiterhin als stabil. Für das kommende Geschäftsjahr gehen wir von einem Umsatzanstieg und deutlich besseren EBIT-Ergebnis aus. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht IV.1. Chancen- und Risikobericht Marktrisiken Die Strategie der ROTZINGER Gruppe, sich als Systemlieferant für Kunden zu positionieren, wird vor dem Hintergrund eines in vielen Teilen der Welt zunehmenden Mangels an Fachkräften und Mitarbeitern weiterhin Grundlage für ein solides Wachstum geben. Deutlich sichtbar wird diese durch einen wachsenden Anteil komplexerer Systemprojekte mit umfangreichen Entwicklungsaufwendungen für große multiinternationale Kunden. Die dadurch wachsenden Technologiepartnerschaften sind eine solide Grundlage für die zukünftige Geschäftsentwicklung. Bestehende Kundenanfragen und Investitionsprojekte zeigen für die kommenden Jahre auch anhaltendes Wachstum für Produkte, die über die reine Süßware hinaus funktionale Aspekte erfüllen und damit zusätzlichen Kundennutzen aufzeigen ("Vitamine und Naschen", Hustenbonbons etc.). Auch die steigende Nachfrage nach Produkten mit natürlichen Inhaltstoffen wie bspw. Frucht- und Cerealien-Riegel sowie Proteinriegel hält unvermindert an. Bei der steigenden technischen Komplexität der Systemprojekte und der geforderten Kombination von Flexibilität, Produktivität und Systemeffizienz nimmt das Risikomanagement in der Angebots- und Projektierungsphase der Projekte einen immer höheren Stellenwert ein. Funktionelle und wirtschaftliche Projektrisiken werden über den vorhandenen Risikomanagementprozess vor der Vertragsunterzeichnung und dem Auftragseingang systematisch dokumentiert und adressiert. Die traditionellen Marktsegmente stehen im Gegenzug dazu verstärkt unter dem Druck eines sich immer deutlicher ausprägenden Gesundheitsbewusstseins der Konsumenten. Herkömmliche Zuckerwaren wurden bereits in den vergangenen Jahren durch zuckerfreie Produkte ersetzt und stehen nach wie vor unter Druck. Durch die Verwendung von weiteren Zuckerersatzstoffen sowie natürlicher Zutaten versucht die Industrie, diese Segmente nachhaltig zu erhalten. Die Verwendung immer neuer Inhaltsstoffe und Rezepturbestandteile bleibt eine Herausforderung für die HANSELLA GmbH als Anbieter für Prozesstechnik. Zins und finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft wickelt ihre Geschäfte zum überwiegenden Teil in Euro ab und hat insoweit das Währungsrisiko weitestgehend minimiert. Ausfallrisiken Durch das systemgesteuerte Forderungsmanagement begegnet HANSELLA GmbH dem Risiko von Zahlungsausfällen bei Kundenforderungen. Überfällige Forderungen werden durch regelmäßige Mahnläufe identifiziert und nachverfolgt. Bekannte Ausfallrisiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Am Anfang jeder Geschäftsbeziehung mit Neukunden steht eine Kundenbonitätsprüfung. Zur weiteren Absicherung werden Anzahlungen und im spezifischen Fall auch Aval-Sicherungen wie Akkreditive vor Projektstart eingefordert. Beschaffungsrisiken Hierbei handelt es sich um Risiken hinsichtlich des Zugangs zu den Beschaffungsmärkten oder der Verfügbarkeit von Einkaufsmaterialien, der Preisentwicklung, der Entwicklung des Wechselkurses der für die Gesellschaft massgeblichen Fremdwährungen, der Konkurrenzsituation und steigender Materialaufwendungen. In der aktuellen Marktlage sehen wir nach wie vor - insbesondere bei Elektrobauteilen und speziellen Legierungen zur Herstellung von Kesseln und Prozessanlagen - eine Verknappung am Markt und daraus resultierende mögliche Verschiebungen von Lieferzeiten. Diesem Risiko wird durch ein dezidiertes Beschaffungs- und Dispositionsmanagement entgegengetreten. Weitere Risiken können sich aus Verhandlungen über die Lohn- und Gehaltsabschlüsse ergeben. Die Ergebnisse aus dem Tarifabschluss der IG Metall haben noch eine Laufzeit bis September 2024. Regionale Risiken In diesem Zusammenhang können unter anderem, aber nicht ausschließlich, politische Unruhen, Krieg, Embargo, Auswirkungen von Pandemien und Epidemien, Naturkatastrophen und Streiks genannt werden. In Bezug auf die Russland-Ukraine-Krise werden Entwicklungen im Bereich Embargo und Sanktionen tagesaktuell von den Exportverantwortlichen verfolgt, um sowohl rechtliche als auch wirtschaftliche Risiken in Grenzen zu halten. Aktuell wird das Risiko für die Gesellschaft als gering angesehen, da zum einen der Geschäftsanteil in diesen Regionen vernachlässigbar ist und zum anderen bestehende Projekte durch Anzahlungen abgesichert sind. Die Gesellschaft ist gegen Sachschäden und Betriebsunterbrechungen versichert. Beurteilung des Gesamtrisikos Die Beurteilung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht zu erkennen sind. IV.2. Prognosebericht Mit dem derzeitigen Portfolio, welches ein großes Marktspektrum im Bereich Zucker- und Schokoladensüßwaren abdeckt, ist das Unternehmen in einer nachhaltig guten Situation. Erweitert durch das Portfolio im Bereich Füll- und Verschließmaschinen ist HANSELLA GmbH auch für Krisenzeiten ausreichend breit aufgestellt. Durch den weiteren Ausbau des direkten Servicegeschäftes werden die Marktposition weiter gefestigt und die Grundlagen für zukünftige Projekte gelegt. Durch die Intensivierung der weltweiten Verkaufsaktivitäten über eigene Vertriebskanäle und Vertriebskanäle der ROTZINGER Group ist in den kommenden Jahren weiterhin mit nachhaltigem Wachstum zu rechnen. Die bestehenden Synergien zu Schwesterunternehmen wie ROTZINGER, DEMAUREX, TRANSVER und AUTEXIS aus der Schweiz, MF-Hamburg und ROTZINGER PharmaPack in Deutschland sowie PackFeeder in Spanien bieten dem Unternehmen neue Wachstumselemente als Komplettlinienanbieter in den Bereichen Füll- und Verschließmaschinen, Riegellinien, Produkthandling, Materialflussregulierung und Digitalisierung. Die Vernetzung innerhalb der ROTZINGER Group unterstützt die strategischen Stoßrichtungen des Unternehmens als weltweit anerkannter Systemanbieter. Zudem erweitert sich durch den Gruppenverbund der Marktzugang zu Kunden und Segmenten, welche bisher mit den vorhandenen Technologien und Kompetenzen nicht abgedeckt werden konnten. Für das Jahr 2024 wird im Bereich des Auftragseingangs auf Basis des Jahres 2023 mit einer weiteren Steigerung geplant. Ausgehend vom Auftragsbestand Ende 2023 und dem bisherigen Auftragseingang 2024 wird mit dem angestrebten Auftragseingang für 2024 ein Umsatz 2024 auf einem Niveau von rund € 60 Mio. erwartet, womit auch das operative Betriebsergebnis entsprechend ansteigen wird. Die Personalkosten werden vor dem Hintergrund des nach wie vor nötigen Personalaufbaus, der hohen Auslastung sowie wegen der ziemlich hohen Tarifabschlüsse weiter steigen. Auch die Materialkosten verteuern sich infolge der weiterhin nicht unerheblichen Preissteigerungen. V. Erklärung zur Unternehmensführung Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Die Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir nach gründlicher Prüfung auf Basis uns zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung zur Verfügung stehender Informationen getroffen haben. Da sie jedoch auch von Faktoren abhängen, die nicht unserem Einfluss unterliegen, kann die tatsächliche Entwicklung von den Prognosen abweichen.
Viersen, den 14. Juni 2024 HANSELLA GMBH Geschäftsführung gez. Paul Albert Schnellmann gez. Albin Werner Ebneter BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023HANSELLA GMBH, VIERSENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023HANSELLA GMBH, VIERSENI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die HANSELLA GmbH ("Gesellschaft") hat ihren Sitz in Viersen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mönchengladbach (HR B Reg. Nr. 19712). Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gesellschaft berichtet über das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bewertungsmethoden sowie die Form der Darstellung maßgebend. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend dem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf linear vorgenommen. Die Herstellungskosten berechnen sich grundsätzlich nach § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Bandbreiten für die Nutzungsdauern zugrunde:
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen des Niederstwerttests erfolgt die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zum niedrigeren Wert aus durchschnittlichen Anschaffungskosten und Beschaffungsmarktpreis zum Abschlussstichtag. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sowie die Waren sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert. Erhaltene Anzahlungen wurden offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt, soweit den Anzahlungen Vorräte zugeordnet werden konnten. Die verbleibenden erhaltenen Anzahlungen wurden auf der Passivseite mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) ausgewiesen. Bei den Vorräten werden Risiken aus erhöhter Lagerdauer und/oder geminderter Verwertbarkeit durch Abwertungen zwischen 3 % und 95 % berücksichtigt. Sofern bei fertigen Erzeugnissen und Waren, deren voraussichtlicher Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Verwaltungs-, Vertriebs- sowie Entwicklungskosten unter den Anschaffungs/Herstellungskosten liegt, werden diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sofern bei angearbeiteten Vorräten die insgesamt erwarteten Selbstkosten die Erlöse übersteigen (verlustfreie Bewertung), erfolgt ebenfalls eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung, auf den um einzelwertberichtigte Forderungen verminderten Forderungsbestand, in Höhe von 1 % Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet und neben den unrealisierten Aufwendungen werden auch unrealisierte Erträge erfolgswirksam erfasst. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. In der Berechnung wird der von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichte, durchschnittliche Marktzins der letzten zehn Jahre verwendet, dabei wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Für 2023 wurde ein Zinssatz von 1,82 % (VJ: 1,78 %) zugrunde gelegt. Personalrückstellungen, die in Form von bezahlter Freizeit abgegolten werden (wie z.B. Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen, Überstunden, Gleitzeit, Langzeitkonten, Altersteilzeit, Jubiläum und ähnliche Verpflichtungen), werden als Sachleistungsverpflichtungen zu Vollkosten bewertet. Insofern werden in die Bemessung des Jahresaufwandes je Arbeitnehmer grundsätzlich alle im Dienstverhältnis begründeten Entgelte einbezogen. Zur Ermittlung des Tages- bzw. Stundensatzes wird der Jahresgesamtaufwand durch die tatsächlich geleisteten Arbeitstage bzw. Stunden dividiert. Personalrückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend abgezinst - Altersteilzeit-Rückstellungen mit einem Zinssatz von 0,54 % (VJ: 0,52 %), Jubiläumsrückstellungen und Langzeitkonten mit 1,75 % (VJ: 1,44 %). Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Für allgemeine Gewährleistungsverpflichtungen wird aus dem um Aufwendungen für Einzelrisiken bereinigten Jahresgewährleistungsaufwand unter Berücksichtigung des Umsatzverlaufs bei den einzelnen Erzeugnisgruppen eine Rückstellung gebildet. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. Mitzugehörigkeitsvermerke Bei der Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich mit TEUR 4.884 (VJ: TEUR 0) um sonstige Forderungen. Bei den übrigen Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich unverändert um Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen in Höhe von TEUR 4.884 (VJ: TEUR 0) haben eine Restlaufzeit von größer einem Jahr. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 500 (VJ: TEUR 500). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 8.229 (VJ: TEUR 7.823) sind von der Alten Leipziger Pensionsmanagement GmbH, Oberursel, ermittelt worden. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte analog wertpapiergebundener Zusagen. Die Versorgungsverpflichtung entspricht nach § 253 Abs. 1. S. 3 HGB dem Aktivwert des Deckungsvermögens, mindestens aber der Summe der eingezahlten Beiträge. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 20 (VJ: TEUR 78). Das verrechnete Deckungsvermögen besteht aus Wertpapieren, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus der Alterszeitverpflichtung dienen. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt gem. § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert von TEUR 10.847 (VJ: TEUR 9.817). Die Anschaffungskosten belaufen sich auf TEUR 10.920. Die Verrechnung der Pensionsrückstellungen mit dem Deckungsvermögen führt zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.618 (VJ: TEUR 1.994). Aus der Aktivierung des Deckungsvermögens mit dem beizulegenden Zeitwert resultiert ein Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 0 (VJ: TEUR 0), der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt. Mittelbare Pensionsverpflichtungen Auf der Grundlage einer Betriebsvereinbarung hat die Gesellschaft ihre Arbeitnehmer zur Gewährung einer leistungsorientierten Betriebsrente in einem Pensionsfonds (WTW Pensionsfonds) versichert. Der durch die Gesellschaft jährlich zu zahlende Beitrag beträgt 1,5 % der beitragsrelevanten Bezüge zzgl. 9,0 % des Teils der beitragsrelevanten Bezüge, der die im Zeitpunkt der Bereitstellung des Beitrags geltende Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung übersteigt. Die Arbeitnehmer können Aufstockungsbeiträge leisten. Bei den durch den Pensionsfonds zu erbringenden Leistungen handelt es sich um mittelbare Pensionsverpflichtungen, für die keine Rückstellungen gebildet werden. Das Planvermögen zum 31.12.2023 beträgt EUR 5,6 Mio. (VJ: EUR 5,2 Mio.). Die korrespondierende Verpflichtung besteht in nämlicher Höhe. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:
* gesichert durch Grundpfandrechte IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 24 (VJ: TEUR 98), Versicherungsentschädigungen von TEUR 11 (VJ: TEUR 0) und privater Pkw-Nutzung von TEUR 51 (VJ: TEUR 51). Finanzergebnis Entsprechend der Vorschriften des § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 HGB sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie für Altersteilzeitverpflichtungen mit den Aufwendungen und Erträgen des jeweiligen Deckungsvermögens zu saldieren, soweit eine Saldierung der Rückstellungen mit den entsprechenden Vermögensgegenständen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 1. Halbsatz HGB vorzunehmen ist. Aus der Verrechnung der Pensionsrückstellungen mit dem Deckungsvermögen ergibt sich ein Zinsertrag von TEUR 963 (VJ: Zinsaufwand von TEUR 1.991), der unter der Position "Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen wird und sich wie folgt zusammensetzt:
Aus der Saldierung der Altersteilzeitverpflichtungen mit dem Deckungsvermögen resultiert ein Zinsaufwand von TEUR 13 (VJ: TEUR 6), der ebenfalls in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten ist und sich wie folgt zusammensetzt:
V. SONSTIGE ANGABEN Mitarbeiter Das Unternehmen beschäftigte im Durchschnitt 135 MitarbeiterInnen (VJ: 127). Geschäftsführung Die Geschäftsführung erfolgte durch:
Der Beruf der Mitglieder der Geschäftsführung ist mit ihrer Organstellung identisch. Hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rund TEUR 150 aus Leasingverträgen sowie Lizenz- und Patentgebühren. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ROTZINGER Group AG, Kaiseraugst/Schweiz, einbezogen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Viersen, den 14. Juni 2024 HANSELLA GMBH gez. Paul Albert Schnellmann gez. Albin Werner Ebneter
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hansella GmbH, Viersen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hansella GmbH, Viersen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hansella GmbH, Viersen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Oeynhausen, 14. Juni 2024 AUDITAS
GmbH
gez. Dipl. Bw. Burkhard Osterwisch, Wirtschaftsprüfer gez. Dipl. Kfm. Nils Weinberger, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 20. Juni 2024 festgestellt. |
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