HAHN Automation Group Machining GmbH

Im Schollengarten 7, 76646 Bruchsal, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 230935
Vorher
Biedermann GmbH AutomatendrehteileBiedermann GmbHHAHN Machining GmbH
Eingetragen
28.10.1986
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Gegenstand, des Unternehmens ist die Herstellung von Drehteilen aller Art. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Erzeugnisse, die im Zusammenhang mit dem Gegenstand des Unternehmens stehen, herzustellen und zu vertreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Kilb
seit 4.7.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
HAHN Group GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HAHN Automation Group Machining GmbH

Bruchsal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftstätigkeit

Die HAHN Automation Group Machining GmbH (folgend die Gesellschaft) ist auf die Herstellung von Dreh- und Frästeilen spezialisiert. Am Standort in Bruchsal werden kleine und mittelgroße Serien auf Kurz- und Langdrehautomaten sowie automatisierten Fertigungszentren hergestellt. Der Standort in Rheinböllen dagegen agiert als interner Fertigungsdienstleister innerhalb der HAHN Automation Group und produziert überwiegend Einzelteile bzw. kleinere Stückzahlen.

Der Kundenstamm der HAHN Automation Group Machining GmbH teilt sich in interne (innerhalb des Unternehmensverbundes) sowie externe Kunden auf. Der externe Markt wird überwiegend vom Standort in Bruchsal bedient und richtet sich an Unternehmen im Bereich Life Science, allg. Maschinenbau, der Luftfahrtindustrie sowie dem Landmaschinen- und Sonderfahrzeugbau. Der Standort in Rheinböllen beliefert fast ausschließlich Unternehmen aus dem Verbund der HAHN Automation Group.

Die HAHN Automation Group (folgend stehend für die HAHN Automation Group Holding GmbH und aller Tochtergesellschaften) ist der globale Lösungspartner für Fabrikautomation. Das Unternehmen steht für industriespezifisches Know-how, ein umfangreiches Projekt-Portfolio und eine globale Organisation mit Servicefokus aus einer Hand. Von der manuellen Bearbeitungsstation über teilautomatisierte Zellen bis hin zur kompletten Automatisierungslinie arbeiten rd. 1.800 Mitarbeitende an 22 Standorten weltweit an individuellen Lösungen. Darüber hinaus verschafft das digitale Produktportfolio produzierenden Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, indem es ihre Effizienz steigert und ihnen den Weg zur Smart Factory ebnet. Kunden in den Industrien Automotive, Electronics sowie MedTech profitieren von Expertise, die auf über 30 Jahren Erfahrung und internationaler Innovation basiert.

1.2. Steuerungssystem

Das Unternehmen wird anhand von Kennzahlen (aus dem Controlling) gesteuert, die auf der Auftragskalkulation und anderen Finanzinformationen wie zum Beispiel dem Auftragseingang beruhen. Kalkuliert werden die erzielbaren Ergebnisbeiträge auf Auftragsebene. Davon abgeleitet werden Ertragsziele festgelegt. Die wesentliche Steuerungskennziffer bzw. der wesentliche finanzielle Leistungsindikator ist das EBITDA. Als weitere Steuerungskennziffer dient auch das EBIT.

1.3. Forschung und Entwicklung

Wir als HAHN Automation Group legen größten Wert auf Innovation. Hierdurch konnten wir durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung in der Gruppe zahlreichen internationale Patente und anderen Schutzrechten entwickeln.

Die HAHN Automation Group Machining GmbH hat in 2023 keine eigenen Entwicklungsleistungen erbracht bzw. aktiviert noch wurden solche abgeschrieben.

2. Wirtschaftsbericht 1

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,8 Prozent sehr schwach. In den entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,3 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,7 Prozent, wobei China (+4,1 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,4 Prozent) überdurchschnittlich zulegten.

Globaler Maschinenbau 2

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen.

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau 3

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,7 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag im November mit 10,3 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im Oktober etwa 17.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um etwa 1 Prozent zulegen. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut.

In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 262 Mrd. Euro.

2.2. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr war geprägt durch Managementwechsel, Umbenennung der Gesellschaft, einen IT-Angriff auf die gesamte Gruppe sowie einem Optimierungsprogramm am Standort Bruchsal.

In der Geschäftsführung der HAHN Automation Group Machining GmbH sind Alexander Wilser zum 31.01.2023 sowie Markus Kramer zum 30.06.2023 ausgeschieden. Neuer alleiniger Geschäftsführer ist Jörg Kilb, COO der Hahn Automation Group, der zum 30.05.2023 in die Gesellschaft eingetreten ist.

Die HAHN Machining GmbH wurde zum 03.11.2023 (Eintragung HR), im Rahmen einer gruppenweiten Neuausrichtung, in HAHN Automation Group Machining GmbH umbenannt.

Im laufenden Jahr wurde ein Optimierungsprogramm am Standort Bruchsal umgesetzt. Schwerpunkte waren eine Fokussierung der Tätigkeiten auf das Kerngeschäft, Standardisierung der Kalkulations- und Angebotsabläufe, Etablierung einer neuen Führungsstruktur, Weiterbildung und Akquisition von Mitarbeitern, Einführung von Lean Methoden, Einbindung von Produktionsplanung und Materialwirtschaft in das ERP-System und eine verstärkte Kunden- und Vertriebsorientierung. Im Jahr 2023 erzielten wir einen Auftragseingang von 7,8 Mio. EUR (Vorjahr 8,8 Mio. EUR). Dies führte trotz gestiegenem Umsatz zu einem Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 von 241 TEUR (Vorjahr 956 TEUR). Insgesamt blicken wir erneut auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr zurück, das unter Berücksichtigung der Erschwernisse aus dem Cyberangriff nicht zufriedenstellen konnte. Die maßgebliche Steuerungskennziffer, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBITDA), lag am Ende des Jahres bei 261 TEUR und lag damit unter den Erwartungen aus der Vorjahresplanung.

Die durchschnittliche MitarbeiterInnenzahl beträgt wie im Vorjahr 71 Personen.

Als im März 2023 ein professioneller Hackerangriff auf die zentral aufgestellten Server der HAHN Automation Group stattgefunden hat, wurden in dessen Folge sämtliche Systeme zur Sicherheit abgeschaltet und umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen zur Verhinderung weitere Angriffe. Zusätzlich wurde eine Partnerschaft mit einem Anbieter für Identitätsschutz- und Überwachungslösungen, u. a. Darknet-Überwachung, eingegangen.

Bei dem Angriff auf die HAHN Automation Group handelte es sich um einen Ransomware Angriff, eine Cyber-Erpressung. Durch die Zahlung von Lösegeld wären hierdurch auch weiterhin Cyberangriffe auf die Sicherheit von kritischer Infrastruktur wie Energieversorgung und Krankenhäuser, auf Bildungseinrichtungen oder Wirtschaftsunternehmen finanziert worden. Dieser Verzicht auf Lösegeldzahlungen und ein Wiederaufsetzen des Geschäftsbetriebs aus eigener Kraft haben eine zeitweise Nichtverfügbarkeit von Systemen und betriebliche Einschränkungen mit den negativen Auswirkungen auf den EBITDA mit sich gebracht.

Wir haben uns seit dem Angriff gruppenweit darauf konzentriert, eine neue und noch sicherere Infrastruktur aufzubauen, als Präventionsmaßnahme unsere Mitarbeiter noch besser zu schulen und unsere Incident Response- und Business Continuity Pläne weiter verbessert.

2.3. Lage

2.3.1 Ertragslage

Die HAHN Automation Group Machining GmbH hat nach 2022 in 2023 ein deutlich negatives Ergebnis realisiert.

Der Auftragseingang lag mit 7,8 Mio. EUR rund 1,0 Mio. EUR unter dem des Vorjahres (8,8 Mio. EUR). Die weiteren Leistungsparameter, wie die Gesamtleistung von 8 Mio. EUR (Vorjahr 8,3 Mio. EUR) und das EBIT mit -367 TEUR (Vorjahr 90 TEUR), lagen unter Vorjahresniveau. Die Ursachen hierfür lagen insbesondere im IT-Angriff und den damit verbundenen massiven Produktionsausfällen.

Der Umsatz belief sich auf 8,5 Mio. EUR und lag damit über dem Vorjahr (7,9 Mio. EUR, +0,17%). Deutschland war mit 98 % (Vorjahr 95,3 %) Anteil am Umsatz der stärkste Absatzmarkt. Der Anteil der Umsatzerlöse mit Leistungsempfängern im Ausland reduzierte sich um 2,7%-Punkte auf 2 % (Vorjahr 4,7 %). Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf 6,6 Mio. EUR (Vorjahr 6,1 Mio. EUR). Aufgrund der verstärkten Kooperation innerhalb der HAHN Group zur Abarbeitung der Aufträge im Healthcare-Bereich war dies erwartet worden. Das Kerngeschäft bildete dennoch weiterhin die HAHN Automation Group und dort die Automobil-Zuliefer-Branche. Bei den externen Kunden waren es der Landfahrzeug- und Sondermaschinenbau sowie die Life-Science.

Die Gesamtleistung im Jahr 2023 fiel um 4,31 % auf 8 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote, bezogen auf die Gesamtleistung, verringerte sich um 5,3 %-Punkte auf 21,74 %.

Der Personalaufwand erhöhte sich leicht auf 4,2 Mio. EUR (Vorjahr 4,1 Mio. EUR). Bezogen auf die in 2023 verringerte Gesamtleistung erhöhte sich die Personalaufwandsquote auf 52,81 % (Vorjahr 49,3 %).

In Summe wurde aus den Veränderungen von Leistung, Material- und Personalaufwand, dem gegenüber dem Vorjahr angestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwand sowie dem Zinsaufwand ein negativer Ergebnisbeitrag von -573 TEUR (Vorjahr -13 TEUR) realisiert.

Das Ergebnis nach Steuern lag mit -575 TEUR (Vorjahr -13 TEUR) deutlich unter dem Vorjahr.

2.3.2 Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital der HAHN Automation Group Machining GmbH verringerte sich im Berichtsjahr auf 1,4 Mio. EUR (Vorjahr 2,0 Mio. EUR). Bei der aktuellen Bilanzsumme von 6,3 Mio. EUR beläuft sich die Eigenkapitalquote der HAHN Automation Group Machining GmbH nun auf einen Wert von 23 % (Vorjahr 25 %) zum 31. Dezember 2023.

Zum Jahresende beliefen sich die Verbindlichkeiten der Gesellschaft auf 4,3 Mio. EUR (Vorjahr 5,8 Mio. EUR). Davon betrugen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 377 TEUR (Vorjahr 494 TEUR). Die Darlehen haben unterschiedliche Laufzeiten und unterschiedliche Zinssätze. Die marktkonformen Zinssätze variieren in Abhängigkeit von der Form der Kreditinanspruchnahme. Zum Stichtag bestehen keine Kreditlinien (ohne Tilgungsdarlehen und Avalkredite).

Zum Jahresende 2023 bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr 3,4 Mio. EUR). Hierbei handelt es sich neben Lieferungen und Leistungen von 0,1 Mio. EUR vornehmlich um Intercompany Darlehen von 3,2 Mio. EUR einschließlich kurzfristig fälliger Zinsen (0,2 Mio EUR).

Die Lieferantenverbindlichkeiten sind von 619 TEUR auf 641 TEUR gestiegen.

Liquidität

Die finanzielle Lage des Unternehmens ist weiterhin gut. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden - teils unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen erfüllt. Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber 2022 um 1,9 Mio. EUR verringert. Die Veränderung fand in 2023 primär im Umlaufvermögen (-1,8 Mio. EUR) statt: Die Vorräte verringerten sich um 1,1 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich um 15 TEUR. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 1,0 Mio. EUR gesunken.

Auf der Passivseite ist der Rückgang der Bilanzsumme insbesondere auf die um 1.067 Mio. EUR verringerten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und das infolge des Jahresfehlbetrages verminderte Eigenkapital zurückzuführen.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

EBITDA

Das EBITDA 2023 liegt mit 261 TEUR ca. 69 TEUR unter der Budgeterwartung für 2023 (330 TEUR).

Im Hinblick auf die Zielsetzung 2024 ist eine Steigerung sowie eine Wachstumstendenz bei Umsatz und Ergebnis erforderlich.

3. Prognose, Chancen- und Risikobericht

3.1. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die Gesellschaft ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können.

Die Gesellschaft verfügt über ein umfassendes Berichts-, Controlling- und Frühwarnsystem, dass der Geschäftsführung und der ersten Führungsebene Werkzeuge an die Hand gibt, um Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung zeitnah aufzusetzen.

Die im Folgenden beschriebenen Risiken werden entsprechend ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit (hoch, möglich, niedrig) und dem Grad ihrer Auswirkungen (erheblich, moderat, gering) auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als insgesamt hoch, mittel oder niedrig eingestuft.

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die Gesellschaft wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Dies bezieht sich überwiegend auf den Standort in Bruchsal. Generell wird eine verhaltene Nachfrage in Q1 und Q2 2024 erwartet, die dann ab Q3 2024 wieder deutlich anziehen dürfte. Durch verstärkte Vertriebsaktivität und ein aggressives Pricing soll die Auslastung und damit die Fixkostendeckung sichergestellt werden. Auf Basis der überwiegend internen Kundenstruktur des Standortes in Rheinböllen ist dort die Auslastung durch interne Aufträge sichergestellt. Insgesamt wird das Risiko aus dem Marktumfeld als mittel eingeschätzt.

Produktrisiken

Die Qualität der hergestellten Fertigungsteile wird auf firmeneigenen Messmaschinen überprüft und dokumentiert. Somit kann eine gleichbleibend hohe Qualität der hergestellten Produkte sichergestellt werden. Dieses Risiko wird insgesamt als überschaubar und somit niedrig eingeschätzt, zumal die HAHN Automation Group Machining am Standort Bruchsal bislang keine sicherheitsrelevanten Teile für externe Kunden herstellt.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Preisänderungs- und Ausfallrisiken, d.h. dass Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen teilweise oder vollständig nicht nachkommen, können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Zur Minimierung des Ausfallrisikos wird in der Gesellschaft bereits ein internes, gut funktionierendes und effizientes Debitorenmanagement eingesetzt sowie systematisch Kreditwürdigkeitsprüfungen vorgenommen. Dieses Risiko wird bei geringen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit, unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden operativen Gegenmaßnahmen, insgesamt als niedrig eingeschätzt.

Personalrisiken

Die Gesellschaft ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Als Personalrisiko ist der Mangel an geeignetem Fach- und Branchenpersonal zu nennen. Das Finden und die Integration von geeignetem Personal insbesondere für die Marktbearbeitung ist die Schlüsselaufgabe der Geschäftsführung und des Führungsteams, um einen langfristigen und nachhaltigen Geschäftserfolg sicherzustellen. Dieses Risiko wird bei geringen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit, unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden operativen Gegenmaßnahmen, insgesamt als niedrig eingeschätzt.

Sonstige Risiken

Nach Analyse des Hackerangriffs im März 2023 wurde entschieden, die IT am Standort Bruchsal aus der IT-Landschaft der HAHN Automation Group herauszulösen. Ausschlaggebend hierfür ist die geschäftsbedingte Verwendung von Spezialsoftware (ERP und CAD-CAM), die nicht der IT-Standardsoftware der HAHN Automation Group entspricht. Ziel ist im Falle eines potenziellen Angriffs eine schnellere Wiederherstellung der IT-Landschaft zu gewährleisten. Die Sicherheitsstandards bewegen sich hierbei auf vergleichbarem Niveau. Aus unserer Sicht sind die sonstigen Risiken als mittel zu betrachten.

Bestandsgefährdende Risiken

Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass trotz der oben beschriebenen Risiken keine bestandsgefährdenden, wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen.

3.2. Chancenbericht

Die Kapazitäten am Fertigungsstandort in Rheinböllen decken nur einen Bruchteil der innerhalb der HAHN Automation Group benötigten Fertigungskapazitäten. Somit ist aufgrund des bestehenden Auftragsbestandes der internen Kunden schon heute die Auslastung für das Jahr 2024 sichergestellt. Dagegen musste am Standort in Bruchsal eine zurückhaltenden Nachfrage der externen Bestandskunden im vierten Quartal 2023 festgestellt werden. Dies war u.a. daraus begründet, dass die externen Kunden ihre Lagerbestände reduziert haben (auf das Vorkrisenniveau). Diese Zurückhaltung erwarten wir auch für die ersten beiden Quartale 2024, der wir mit verstärkten Vertriebsaktivitäten begegnen. Hieraus erwarten wir, dass die Kundenbasis verbreitert werden kann und neue Kunden gewonnen werden können.

3.3 Prognosebericht

Die Planungen für 2024 haben wir auf Basis des aktuellen Auftragsbestandes und Marktposition der internen Kunden sowie der temporär schwächeren Marktnachfrage erstellt und erwarten ein EBIT von -234 TEUR. Das negative EBIT wird im Wesentlichen durch hohe Abschreibungen auf die Anlageninvestitionen sowie Goodwill am Standort in Rheinböllen hervorgerufen. Die Prognose für das EBITDA als maßgebliche Steuerungskennziffer liegt bei 385 TEUR. Wir planen in 2024 die Anzahl der Beschäftigten stabil zu halten. In den Folgejahren erwarten wir eine Steigerung des Outputs, so dass wir ab 2025 wieder mit einem positiven EBIT rechnen.

Die Gesamtbetrachtung der Chancen- und Risikolage zeigt, dass bzgl. der Erzielung des notwendigen Auftragseingangs (hier insbesondere am Standort in Bruchsal) und der damit verbundenen Auslastung der Gesellschaft auf Basis der heutigen Informationen durchaus Risiken vorhanden sind. Durch die verstärkten Vertriebsaktivitäten sehen wir allerdings auch Chancen, zusätzliche Kunden zu gewinnen, die dann insbesondere ab 2025 einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag leisten können. Durch Soll/-Ist Vergleiche sowie einen rollierenden Forecast werden Abweichungen vom geplanten Geschäftsverlauf erkannt, Gegenmaßnahmen eingeleitet und gegebenenfalls in den Prognosen berücksichtigt.

 

Bruchsal, den 30. März 2024

HAHN Automation Group Machining GmbH

1 Quelle:IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, November 2023

2 Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

3 Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.358.055,01 4.448.519,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.078.618,00 1.930.314,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.054.960,50 1.893.555,50
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 23.657,50 36.758,50
II. Sachanlagen 2.279.387,01 2.518.155,92
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 87,00 0,50
2. technische Anlagen und Maschinen 2.249.937,01 2.032.525,20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.363,00 480.741,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.889,22
III. Finanzanlagen 50,00 50,00
B. Umlaufvermögen 2.009.438,10 3.825.511,42
I. Vorräte 617.882,12 1.743.054,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 765.198,82 1.757.495,84
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 575.454,96 1.552.662,85
2. sonstige Vermögensgegenstände 189.743,86 204.832,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 626.357,16 324.960,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.425,26 21.562,03
Aktiva 6.390.918,37 8.295.593,37

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.478.648,11 2.053.778,43
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 1.730.487,00 1.730.487,00
III. Gewinnvortrag 223.291,43 237.033,53
IV. Jahresfehlbetrag 575.130,32 13.742,10
B. Rückstellungen 548.908,69 430.227,75
C. Verbindlichkeiten 4.363.361,57 5.811.587,19
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 377.499,86 494.158,30
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.304.176,27 3.443.427,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.304.176,27 3.443.427,56
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.067.675,55
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.067.675,55
4. sonstige Verbindlichkeiten 681.685,44 806.325,78
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 681.685,44 806.325,78
Passiva 6.390.918,37 8.295.593,37

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.326.488,24 6.172.381,69
2. Personalaufwand 4.230.561,72 4.127.143,19
a) Löhne und Gehälter 3.573.741,95 3.438.585,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 656.819,77 688.557,98
3. Abschreibungen 629.941,69 581.736,51
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 629.941,69 581.736,51
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.833.494,34 1.374.266,15
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24,39 1.520,29
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 205.593,46 103.989,82
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.543,74 0,41
8. Ergebnis nach Steuern -574.622,32 -13.234,10
9. sonstige Steuern 508,00 508,00
10. Jahresfehlbetrag 575.130,32 13.742,10

Anhang

I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Der Jahresabschluss der HAHN Automation Group Machining GmbH, eingetragen im Handelsregister unter HRB 230935 beim Amtsgericht Mannheim für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Berücksichtigung der Vorschriften des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG), aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft wurde am 3.11.2023 in HAHN Automation Group Machining GmbH (vormals HAHN Machining GmbH) umbenannt.

Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederung der §§ 266, 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - bilanziert worden. Die Herstellkosten beinhalten neben den Einzelkosten notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren).

Die für Sachanlagen angesetzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen bei den Technischen Anlagen und Maschinen und den Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 10 Jahren.

Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis 250 € werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert über 250 € bis 800 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe kommt mit Ausnahme bestimmter Altbestände der gleitende Durchschnittswert zur Anwendung. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB aktiviert und mit einer retrograden Berechnung bewertet. In die Herstellungskosten wurden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, die Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Waren werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte wurden körperlich aufgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen werden bei erkennbaren Risiken durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert ausgewiesen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Aufwendungen, die periodengerecht abgegrenzt werden.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst und zum Barwert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften werden unverändert zum Vorjahr angewandt.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagespiegel, der als Anlage 1 zum Anhang beigefügt ist.

Die Entwicklung geht von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der Summe der kumulierten Abschreibungen aus.

Zum 01.09.2021 ist im Rahmen des Kaufes eines CNC-Fertigungsbereichs auch ein Geschäfts- und Firmenwert entstanden. Es wurde von einer einheitlichen Nutzungsdauer von 15 Jahren für Handels- und Steuerrecht ausgegangen. Diese Nutzungsdauerschätzung ist durch die Kundenbindung des erworbenen Fertigungsbereichs begründet.

a) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen vollumfänglich Lieferungen und Leistungen. Der Betrag der Forderung gegen die Gesellschafterin beträgt zum Stichtag 10.000,00 €. Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene geleistete Kaution für die angemieteten Geschäftsräume in Bruchsal in Höhe von 17.500,00 € hat eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

b) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen i.H.v. 413.689,45 € (i. Vj. 349.311,71 €).

c) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sowie Angaben zur Besicherung ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel, der als Anlage 2 dem Anhang beigefügt ist.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und damit gleichermaßen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Darlehen von der HAHN Automation Group Holding GmbH mit 3.000.000 € sowie um die hieraus resultierenden, kurzfristig fälligen Zinsen (178.794,34,92 €) sowie um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (125.381,93 €).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeit aus Mietkaufverträgen (Erwerb von 2 Produktionsmaschinen i.H.v. 600.720,15 € (i. VJ. 434.653,25 €).

2) Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren. aufgestellt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neben den verrechneten Sachbezügen, die Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz sowie periodenfremde Erträge.

Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen sind in Höhe von 12.449,90 € (i. Vj. 796,89 €) enthalten.

Personalaufwand

Aufwendungen für Altersversorgung sind im Personalaufwand mit 15.863,89 € (i. Vj. 18.760,39 €) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem periodenfremde Aufwendungen i.H.v. 19.166,75 € (i. Vj. 31.828,81 €).

Finanzergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten mit 24,39 € (i. Vj. 117,35 €) Zinsen aus Geschäftsguthaben bei Banken. Die Zinsaufwendungen enthalten neben Zinsen gegenüber Kreditinstituten die Zinsen gegenüber Gesellschaftern /verbundenen Unternehmen in Höhe von 178.794,34 € (i. Vj. 90.447,92 €).

IV. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiterzahl

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2023, wie bereits im Vorjahr, 71 Mitarbeiter beschäftigt, davon sind 62 Personen Arbeiter und 9 Personen Angestellte.

2. Angaben zur Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023

Herr Jörg Kilb, Dipl.-Wirtsch.-Ing., 55471 Keidelheim, CEO (ab 01.07.2023)

Herr Markus Kramer, Diplomlngenieur, 55624 Oberkirn, (bis 30.06.2023)

Herr Alexander Wilser, technischer Betriebswirt, 75053 Gondelsheim, (bis 31.01.2023)

Die Geschäftsführer hatten Einzelvertretungsbefugnis und waren von den Einschränkungen des § 181 HGB befreit. Auf die Angabe nach § 285 Nr. 9a HGB wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis zum 31.12.2023 in Höhe von -575.130,32 € auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen laufende Mietverträge für Gewerberäume, aus denen sich eine sonstige finanzielle Verpflichtung in Höhe von T€ 369 ergibt.

5. Übrige sonstige Angaben

Mindestbesteuerung

Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD-Modellregeln erlassen haben. Die Berichtsgesellschaft und der RAG-Stiftung-Konzern fallen voraussichtlich in künftigen Geschäftsjahren in den Anwendungsbereich der Mindeststeuergesetze.

Zum 31. Dezember 2023 wurden gemäß § 274 Abs. 3 HGB beim Ansatz und der Bewertung latenter Steuern die Differenzen aus der Anwendung des deutschen Mindeststeuergesetzes sowie vergleichbarer ausländischer Mindeststeuergesetze nicht berücksichtigt.

Das deutsche Mindeststeuergesetz (Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz-MinStG)) ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Folglich kann sich für Geschäftsjahre, die zum 31. Dezember 2023 enden, grundsätzlich kein tatsächlicher Steueraufwand oder- ertrag aus dem Mindeststeuergesetz ergeben. Da Fehlanzeigen im Anhang in analoger Anwendung von § 265 Abs. 8 HGB nicht erforderlich sind, unterbleibt bei wortgetreuer Anwendung des Gesetzeswortlautes in handelsrechtlichen Jahres- und Konzernabschlüssen zum 31. Dezember 2023 eine Angabe nach den Vorschiften der §§ 285 Nr. 30a, 314 Abs. 1 Nr. 22a HGB.

Konzernabschluss

Die HAHN Automation Group Machining GmbH wird in den Konzernabschluss der RAG-Stiftung, Essen, sowie in den Konzernabschluss der RSBG SE, Essen, einbezogen. Der Konzernabschluss der RAG-Stiftung stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen dar. Der Konzernabschluss der RSBG SE stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis dar. Der Konzernabschluss der RAG-Stiftung wird im Unternehmensregister eingereicht und veröffentlicht.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses enthalten.

Nahestehende Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden ausschließlich zu marktüblichen Bedingungen geschlossen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

Bericht des Aufsichtsrats

Im Unternehmen existiert kein Aufsichtsrat.

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.400,26 74.400,26
Geschäfts- oder Firmenwert 2.050.790,62 300.000,00 2.350.790,62
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.125.190,88 300.000,00 2.425.190,88
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.380,70 23.380,70
technische Anlagen und Maschinen 3.412.919,26 96.936,10 290.157,20 355.452,44 3.575.150,60
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 361.225,49 12.802,96 4.136,27 369.892,18
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.889,22 350.563,22 -355.452,44 0,00
Summe Sachanlagen 3.802.414,67 460.302,28 294.293,47 0,00 3.968.423,48
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 50,00 50,00
Summe Finanzanlagen 50,00 50,00
Summe Anlagevermögen 5.927.655,55 760.302,28 294.293,47 0,00 6.393.664,36
kumulierte Abschreibung kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.641,76 13.101,00 50.742,76
Geschäfts- oder Firmenwert 157.235,12 138.595,00 295.830,12
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 194.876,88 151.696,00 346.572,88
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.746,20 547,50 23.293,70
technische Anlagen und Maschinen 948.559,56 448.397,73 71.743,70 1.325.213,59
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 312.952,99 29.300,46 1.724,27 340.529,18
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.284.258,75 478.245,69 73.467,97 1.689.036,47
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.479.135,63 629.941,69 73.467,97 2.035.609,35
Buchwerte Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.657,50 36.758,50
Geschäfts- oder Firmenwert 2.054.960,50 1.893.555,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.078.618,00 1.930.314,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 87,00 0,50
technische Anlagen und Maschinen 2.249.937,01 2.032.525,20
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.363,00 480.741,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.889,22
Summe Sachanlagen 2.279.387,01 2.518.155,92
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 50,00 50,00
Summe Finanzanlagen 50,00 50,00
Summe Anlagevermögen 4.358.055,01 4.448.519,92

Gliederung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 31.12.2023
mehr als 1 Jahr 31.12.2023
davon mehr als 5 Jahre 31.12.2023
insgesamt 31.12.2023
davon gesichert 31.12.2023
durch
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 377.499,86 377.499,86
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.411,16 40.411,16
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 3.304.176,27 3.304.176,27
davon aus Darlehen/Zinsen 3.178.794,34 3.178.794,34
davon aus Lieferungen und Leistungen 125.381,93 125.381,93
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
davon sonstige Verbindlichkeiten
sonstige Verbindlichkeiten 40.554,13 600.720,15 641.274,28 600.720,15 Eigentumsvorbehalt
Verbindlichkeiten 3.385.141,56 377.499,86 600.720,15 4.363.361,57 600.720,15

 

gez. Jörg Kilb, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HAHN Automation Group Machining GmbH, Bruchsal

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HAHN Automation Group Machining GmbH, Bruchsal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HAHN Automation Group Machining GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zudienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 18. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jörg Klein, Wirtschaftsprüfer

ppa. Barbara Hegeler, Wirtschaftsprüferin

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