Desmoid AktiengesellschaftLiquidiert

Neuer Wall 50, 20354 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 118152
Vorher
Desmoid Pharma Holding Aktiengesellschaft
Eingetragen
29.4.2011
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
der Vertrieb, der Import und Export von Pharmazeutika, Medizinprodukten, Kosmetika, chemischen Rohstoffen und Endprodukten sowie jeweils auf eigene Rechnung und im eigenen Namen, die Beteiligung an und Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen, deren Gegenstand die Herstellung, der Vertrieb, der Import und Export von Pharmazeutika, Medizinprodukten, Kosemetika, chemischen Rohstoffen und Endprodukten ist.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Desmoid Aktiengesellschaft

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Konzernlagebericht

1. Grundlagen des Konzerns

Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb, der Import und Export von Pharmazeutika, Medizinprodukten, Kosmetika, chemischen Rohstoffen und Endprodukten sowie jeweils auf eigene Rechnung und im eigenen Namen die Beteiligung an und Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen, deren Gegenstand die Herstellung, der Vertrieb, der Import und Export von Pharmazeutika, Medizinprodukten, Kosmetika, chemischen Rohstoffen und Endprodukten ist.

Der Geschäftsverlauf des Konzerns wird im Wesentlichen von der wirtschaftlichen Entwicklung der in den Konzernabschluss einbezogenen G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG bestimmt. Die Gesellschaft hat ihren Firmensitz in Hohenlockstedt und einen weiteren Produktionsstandort in Dägeling. Die Konzernmutter ist in Hamburg ansässig.

Die Produktpalette umfasst derzeit ca. 20 Spezialitäten. Die Unternehmensgruppe zählt damit zu den bedeutenden nationalen Pharmaherstellern und zu den großen Anbietern von Phytopharmaka.

Im Bereich "Forschung & Entwicklung" des Konzerns beschäftigen sich mehrere Projektteams sowohl an der Entwicklung innovativer Darreichungsformen mit bekannten Wirkstoffen als auch an der Optimierung vorhandener Produkte. Am 31. Dezember arbeiteten im Konzern 18 Beschäftigte in diesen Entwicklungsteams.

Neben den Rezepturen werden Herstellprozesse entwickelt und in den Produktionsmaßstab begleitet. Parallel dazu erfolgt die Entwicklung von Analysemethoden und Packmitteln.

Im Bereich der Arzneimittelentwicklung wurden mehrere Projekte aus dem Vorjahr fortgeführt. Dabei handelt es sich um feste und flüssige Darreichungsformen in unterschiedlichen Indikationsgebieten. Eine klinische Studie mit einer patentierten, pulverförmigen Nitroglycerinformulierung in einem neuen Indikationsgebiet wurde im Berichtsjahr fortgeführt und erfolgreich abgeschlossen.

Neben Arzneimitteln werden auch arzneimittelähnliche Medizinprodukte und kosmetische Mittel entwickelt. Die Einführung des Kosmetikums Loyon® Care ist für den April 2019 geplant. Die fettfreie Pflege wird den besonderen Ansprüchen der Haut auch bei Juckreiz gerecht, wie er bei Schuppenflechte oder Neurodermitis auftritt.

Die Entwicklungsaktivitäten führten zu sechs weiteren Patenterteilungen im Jahr 2018 (Vorjahr: 6). Dies betrifft einerseits eine neue Indikation für den bewährten Wirkstoff Nitroglycerin, andererseits neuartige, wasserbasierte Zubereitungen, die sich sowohl zur topischen als auch zur oralen Anwendung eignen, sowie nationale Patente in weiteren Ländern.

2. Wirtschaftsbericht

Die pharmazeutische Industrie in Deutschland generierte 2018 Gesamtumsätze im Wert von 43,9 Mrd. Euro. Die Umsätze der Branche sind um 5,78 % (Vorjahr +5,06 %) gegenüber dem Wert des Jahres 2017 angestiegen. Insgesamt beschäftigte die pharmazeutische Industrie über 130.000 Mitarbeiter in Deutschland.

Da der Großteil der Konzernumsatzerlöse aus rezeptfreien Arzneimitteln generiert wird, ist insbesondere die Entwicklung des OTC-Marktes eine wichtige Messgröße. Laut Erhebung des Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. ist der Umsatz in Deutschland an rezeptfreien Arzneimitteln 2018 um 3,3 % (Vorjahr 2,06 %) gestiegen. Der OTCGesamtmarkt hatte im Berichtsjahr ein Volumen in Höhe von ca. 7,15 Mrd. Euro. Die Abgabe von rezeptfreien Arzneimitteln in der Selbstmedikation über den Vertriebskanal des Versandhandels verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 5,9 %. Jedoch wurde der Großteil der Umsätze über den klassischen Apothekenvertriebsweg erzielt (83,8 %).

Seit Jahren trägt die pharmazeutische Industrie maßgeblich dazu bei, dass in der Gesamtheit mindestens 3 % des nationalen BIP in Forschung und Entwicklung (F&E) investiert werden. Nach Angaben des jüngsten Berichtes der Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) reinvestierte die Pharmaindustrie durchschnittlich ca. 14 % ihres Umsatzes aus eigenen Erzeugnissen für interne F&E-Projekte. Sie liegt, wie in den vergangenen Jahren, vor den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten / elektronischen und optischen Erzeugnissen, der Luft- und Raumfahrttechnik sowie der Automobilindustrie und ist somit eine der forschungsintensivsten Branchen Deutschlands.

2.1 Ertragslage

Die Konzernertragslage stellt sich für das Wirtschaftsjahr 2018 folgendermaßen dar:

Angaben
in T€
2018 2017
Umsatzerlöse 104.190 100,00% 95.001 100,00%
Bestandsveränderungen 2.440 2,34% -269 -0,28%
Materialaufwand -23.024 -22,10% -18.672 -19,65%
Personalaufwand -33.299 -31,96% -32.789 -34,51%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -37.411 -35,91% -36.311 -38,22%
Sonstige betriebliche Erträge 1.688 1,62% 6.971 7,34%
EBITDA 14.584 14,00% 13.931 14,66%
Abschreibungen -6.754 -6,48% -8.098 -8,52%
EBIT 7.830 7,52% 5.833 6,14%
Finanzergebnis 447 0,43% 239 0,25%
Steuern -2.715 -2,61% -2.212 -2,33%
Sonstige Steuern -128 -0,12% -280 -0,29%
Konzernjahresüberschuss 5.434 5,22% 3.580 3,77%

Die Konzernumsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr 2018 um 9,67 % (Vorjahr 4,58 %) auf T€ 104.190 gesteigert werden. Sowohl eine deutliche Umsatzsteigerung im Inland um 8,28 % (T€ 5.719), als auch im Ausland um 14,73 % (T€ 3.773) waren der Grund für diesen Anstieg.

Der Anteil der ausländischen Umsatzerlöse am Gesamtumsatz betrug 28%. Der Auslandsumsatz wurde zu 42 % innerhalbe der EU und zu 58% im sonstigen Ausland erwirtschaftet.

Stärkste Leistungsindikatoren waren im Berichtsjahr die Absatz- und Umsatzsteigerungen im Inland im Segment der Präparate gegen Atemwegserkrankungen sowie im Segment der Antiparasitika.

Der Anteil der Lizenzerträge am Gesamtumsatz betrug wie im Vorjahr ca. 3%.

Der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung ist um +1,9 % gestiegen. Erlösminderungen aus Rabattverträgen, im Verhältnis zum Gesamtumsatz sinkende Erlöse aus Dienstleistungen und Lizenzen und gestiegene Rohstoffpreise haben die Materialaufwandsquote erhöht.

Die Personalaufwendungen haben sich im Berichtsjahr um T€ 510 erhöht. Eine Erhöhung der Gehälter und eine außerordentliche Sonderzahlung im Dezember des Jahres waren verantwortlich für diesen Anstieg. Im Folgejahr wird erneut mit leicht steigenden Personalkosten gerechnet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Vertriebs-, Verwaltungs- und Betriebskosten. Einen wesentlichen Posten der Vertriebskosten stellt das Marketingbudget dar, da weiterhin nicht unerhebliche Mittel für eine erfolgreiche Vermarktung insbesondere von neu entwickelten Produkten erforderlich sind. Aufgrund der Höhe der Vertriebskosten erfolgt kontinuierlich ein Budgetabgleich. Die Betriebskosten, wie Aufwendungen für Mieten, Pachten, Energie, Instandhaltungen sind in erwartetem Umfang angefallen und unterliegen ebenfalls einer permanenten Beobachtung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um T€ 5.283 auf T€ 1.688 verringert. Sondereffekte im Rahmen der vom Finanzamt für Groß- und Konzernbetriebsprüfung durchgeführten Betriebsprüfung und einer aufgelösten Rückstellung, betreffend eines in 2017 entfallenden Remissionsrechts wirkten sich im Berichtsjahr nicht mehr aus.

Durch die Tilgung sämtlicher lang- und mittelfristiger Verbindlichkeiten und die dadurch entfallende Zinsbelastung, ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 ein positives Finanzergebnis in Höhe von T€ 447 (Vorjahr T€ 239).

Die Konzernabschreibungen haben sich im Berichtsjahr um T€ 1.344 auf T€ 6.754 vermindert. Die Sondereffekte der außerordentlichen Abschreibungen des Vorjahres auf Beteiligungen und auf Ausleihungen wirken sich im Berichtsjahr nicht mehr aus.

Die umfangreichen Umsatzzuwächse lassen die EBIT-Marge von 6,14 % um 1,38 Prozentpunkte auf 7,52 % steigen. Die Umsatzrendite hat sich entsprechend auf 5,22 % (Vorjahr 3,77%) erhöht.

Des Weiteren konnte durch die genannten Zuwächse das für das Berichtsjahr geplante Ergebnis vor Steuern deutlich übertroffen werden.

2.2 Finanzlage

Zur Darstellung der Finanzlage des Konzerns verweisen wir auf die als Teil des Konzernabschlusses vorliegende Konzernkapitalflussrechnung.

Danach wurden im Geschäftsjahr folgende Cash Flows generiert:

Angaben
in T€
2018 2017
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.621 6.907
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -3.338 -7.703
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -439 172

Der liquide Zufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit verringerte sich von T€ 6.907 auf T€ 4.621. Dieser reduzierte Zufluss resultierte aus verlängerten Zahlungszielen mit Kunden und einem demnach gestiegenen Forderungsbestand. Da die Investitionstätigkeit im Berichtsjahr deutlich rückläufig war, konnte der Bestand an liquiden Mittel um T€ 844 auf T€ 2.728 erhöht werden.

Für kurzfristige Liquiditätsengpässe standen Kreditlinien im einstelligen Millionenbereich zur Verfügung. Diese mussten im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen werden.

2.3 Vermögenslage

Angaben
in T€
2018 2017
Immaterielle Vermögensgegenstände 6.830 8,29% 10.154 12,91%
Sachanlagen 31.867 38,66% 31.951 40,61%
Finanzanlagen 3.509 4,26% 3.509 4,46%
Vorräte 20.788 25,22% 16.936 21,53%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.883 19,27% 13.197 16,78%
Liquide Mittel 2.727 3,31% 1.884 2,39%
Rechnungsabgrenzungsposten 818 0,99% 1.037 1,32%
  82.422 100,00% 78.668 100,00%
Angaben in T€ 2018   2017  
Eigenkapital 73.630 89,34% 69.483 88,32%
Rückstellungen 4.083 4,95% 4.690 5,96%
Verbindlichkeiten 3.884 4,71% 3.435 4,37%
passive latente Steuern 825 1,00% 1.060 1,35%
  82.422 100,00% 78.668 100,00%

Die deutliche Abnahme der immateriellen Vermögensgegenstände resultiert zu großen Teilen aus Abschreibungen auf Konzernebene. Die nach der Kaufpreisallokation ermittelten Vermögenswerte werden planmäßig über fünf bzw. zehn Jahre abgeschrieben. Sie bilden den Hauptanteil in der Vermögensposition.

Die Sachanlagenquote hat sich im Berichtszeitraum um 1,95 % auf 38,66 % reduziert, dies ist auf moderate Aktivitäten im Bereich Neuinvestition sowie auf planmäßige Abschreibungen zurückzuführen.

Als Finanzanlagen werden im Wesentlichen die nicht konsolidierten Konzernunternehmen erfasst als auch nationale und internationale Beteiligungen. Die im Vorjahr durchgeführte Abschreibung einer Finanzanlage auf den niedrigeren beizulegenden Wert, hat unter Betrachtung des Niederstwertprinzips auch im Berichtsjahr Bestand.

Das Vorratsvermögen des Konzerns erhöhte sich um T€ 3.852 auf T€ 20.788. Die Vorratsintensität erhöhte sich somit auf 25,22 % (Vorjahr 21,53 %).

Die Steigerung des Forderungsbestandes um T€ 2.686 erfolgt aus der Gewährung von Valuta im Rahmen der Konditionsvereinbarungen mit Apotheken, Großhändlern und Kliniken. Der spätere Zahlungseingang soll die Liquiditätslage des Konzerns entlasten.

Durch das positive Betriebsergebnis und die Reduzierung der Rückstellungen konnte die Eigenkapitalquote des Konzerns auf überdurchschnittliche 89,34 % (Vorjahr 88,32 %) verbessert werden. Laut Satzung wurden 80 % des Jahresüberschuss (T€ 6.555) in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Die Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.794) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 1.500).

2.4 Personal und Sozialbereich

Unter Betrachtung der Standortfaktoren benötigt der Konzern ein attraktives Personalmarketing, um für die jeweiligen Standorte qualifizierte Mitarbeiter zu werben. Auf diversen Plattformen, wie Online-Jobbörsen, in den Printmedien und auf der Homepage der Konzerntochter wird aktiv für neue Fachkräfte geworben. Trainee-Programme, Bachelor- und Masterpraktika und eigene Berufsausbildungen sollen Young Professionals und Experten in den Bereichen Technik, IT, Naturwissenschaften, Logistik, Vertrieb und kaufmännische Verwaltung davon überzeugen, sich für den Konzern als Arbeitgeber zu entscheiden.

3. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge und Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

4. Prognosebericht

Der Konzern erwartet aufgrund starker, etablierter Marken steigende Umsätze im In- und Ausland und visiert nach dem Überschreiten der Grenze von 100 Mio. € Gesamtumsatz im Berichtsjahr, auch für das folgende Jahr signifikante Zuwächse an. Die Steigerungsrate des Auslandsumsatzes soll auch im Folgejahr im oberen einstelligen Bereich liegen. Dieses Ziel wird klar von der Entwicklung im asiatischen Wirtschaftsraum abhängig sein.

Die erwartete Entwicklung in den Bereichen der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage gewährleistet, dass allen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen werden kann. Ein positiver Geschäftsverlauf mit deutlich steigenden Renditen wird erwartet.

Anstehende Investitionen in eine neue Lagerhalle und in neue Fertigungsanlagen werden auch im Jahr 2019 aus dem Cashflow finanziert werden.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Risikomanagement

Zur Risikovermeidung, -minderung, oder -kompensation werden im Rahmen des Risikomanagements alle Geschäftsvorfälle auf mögliche Risiken überprüft. Die Unternehmensführung wird weitreichend und regelmäßig über die Entwicklung und die aktuelle Lage des Konzerns informiert. Dies geschieht unter anderem durch ein umfassendes Berichtswesen. Ebenso bieten die operative Überwachung des Unternehmens und ein Planabgleich die Möglichkeit einer Risikofrüherkennung. Es sollen nur angemessene und vertretbare Risiken im Rahmen der Kernkompetenz des Unternehmens eingegangen werden. Der weiteren Kontrolle dient die Liquiditätsplanung. Eine detaillierte 6-Wochen-Vorausschau und ein jahresübergreifender Investitionsplan bilden den Kern der stetigen Liquiditätsüberwachung. Kurzfristige Liquiditätsengpässe können mit ausreichenden Kreditlinien kompensiert werden.

Im Beschaffungsbereich wird auf ein breites Angebot von weltweiten Lieferanten zurückgegriffen, die einer transparenten und weitreichenden Auditierung sowie Zertifizierung unterliegen. So wird eine Risikoerkennung im Frühstadium und die Einleitung der notwenigen Gegenmaßnahmen garantiert. Weitere Mechanismen basieren auf bestehenden Führungs-, Organisations- und Berichtsstrukturen, um Risiken zeitnah und wirkungsvoll begegnen zu können.

5.2 Branchenspezifischer Chancen- und Risikobericht

Vom normalen Wettbewerbsrisiko abgesehen, dem jedes Produkt am Markt ausgesetzt ist, kommt bei Arzneimitteln erschwerend hinzu, dass die hohen Forschungs- und Entwicklungskosten in der Zeit des Patentschutzes zu erwirtschaften sind. Verlässliche Prognosen für die Umsatzpotenziale neuer Produkte bergen ein erhöhtes Risiko im Rahmen der Kosten-Nutzen-Analyse.

Laut BPI Pharma-Daten 2018 waren im Berichtsjahr die USA und China unter den Top 10 der Hauptabnehmer der deutschen Pharmaexporte. Während sich die Importe in die USA auf einem gleichbleibend hohen Niveau befanden, hat sich der Wert chinesischer Importe seit 2013 nahezu verdoppelt. Der Konzern hat das Ziel für das folgende Berichtsjahr, umfangreicher an dem wachsenden Pharmamarkt in China zu partizipieren.

Im Jahr 2018 konnte laut Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller die Indikationsgruppe "Sonstige Atemwegserkrankungen" im Phytopharmaka Markt ein Umsatzplus von 3,1 % (Vorjahr 8,0 %) und ein Absatzzuwachs von +0,8 % (Vorjahr 6,3 %) verzeichnen. Somit fielen die Zuwächse im Berichtsjahr deutlich weniger stark aus als im Vorjahr. Dennoch stellt dieses Segment mit 296 Mio. Euro die umsatzstärkste Gruppe. Wie bereits im Berichtsjahr erfolgreich geschehen, ist es die anspruchsvolle Aufgabe der umsatzstarken Konzernmarken, entgegen der Marktentwicklung deutliche Umsatz- und Marktanteile hinzuzugewinnen.

Konjunkturelle Risiken bestehen kaum, da die Unabhängigkeit von der Konjunktur und ein wachsender Nachfragemarkt der Grund sind, warum die Pharmabranche zu den dynamischsten Sparten der produzierenden Industrie zählt.

Die Diversifikation am Beschaffungsmarkt dient der Minimierung von geschäftlichen Risiken, ist aber aufgrund von umfangreichen Zertifizierungsvorschriften und teilweise komplexen Herstellungsvorgängen nur bedingt möglich und sehr kostenintensiv.

5.3 Chancen und Risiken im Investitions- und Finanzierungsbereich

Im Investitions- und Finanzierungsbereich sind keine signifikanten Risiken für die zukünftige Entwicklung des Konzerns erkennbar. Für kurzfristige Spitzen stehen ausreichende Kreditlinien bei verschiedenen Banken zur Verfügung, mit denen ein partnerschaftliches Verhältnis besteht. Des Weiteren erlauben es die Eigenkapitalausstattung und der Cashflow, dass auch größere Investitionen aus dem laufenden Geschäft heraus finanziert werden.

5.4 Sonstige Risiken

Sonstige Risiken, die sich aus der Unternehmenstätigkeit ergeben, aus denen ein materieller Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu erwarten wäre, bestehen derzeit nicht.

 

Hohenlockstedt, den 27. Mai 2019

gez. Marianne Boskamp

gez. Dr. Henning Ueck

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 42.205.701,57 45.614.466,08
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.829.703,00 10.153.779,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.809.703,00 10.151.279,00
2. geleistete Anzahlungen 20.000,00 2.500,00
II. Sachanlagen 31.866.718,04 31.951.406,55
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.066.977,40 17.553.919,40
2. technische Anlagen und Maschinen 11.249.481,00 10.033.716,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.486.207,00 2.919.566,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 64.052,64 1.444.205,15
III. Finanzanlagen 3.509.280,53 3.509.280,53
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.328.302,57 3.328.302,57
2. Beteiligungen 180.976,96 180.976,96
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 39.398.335,15 32.016.593,57
I. Vorräte 20.788.269,58 16.935.540,88
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.892.629,42 7.480.059,55
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.543.146,45 2.509.962,39
3. fertige Erzeugnisse und Waren 8.352.493,71 6.945.518,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.882.563,70 13.197.523,03
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.657.495,13 9.992.597,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 77.128,85 294.986,24
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4,10 2,00
4. sonstige Vermögensgegenstände 2.147.935,62 2.909.937,79
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.727.501,87 1.883.529,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 817.991,19 1.036.979,84
Summe Aktiva 82.422.027,91 78.668.039,49

Passiva

   
  31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 73.630.334,87 69.483.347,02
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 55.578.942,91 55.578.942,91
III. Gewinnrücklagen 45.341.625,32 38.786.261,18
IV. Bilanzverlust -27.390.233,36 -24.981.857,07
davon Verlustvortrag -26.267.844,22 0,00
B. Rückstellungen 4.082.992,00 4.689.834,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 24.192,00 26.029,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 912.255,00
3. sonstige Rückstellungen 4.058.800,00 3.751.550,00
C. Verbindlichkeiten 3.883.596,30 3.434.902,80
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.794.090,90 1.888.349,22
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.499.976,81 1.105.273,97
3. sonstige Verbindlichkeiten 589.528,59 441.279,61
davon aus Steuern 199.452,15 162.484,90
D. Passive latente Steuern 825.104,74 1.059.955,67
Summe Passiva 82.422.027,91 78.668.039,49

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Umsatzerlöse 104.189.755,88 95.000.721,34
2. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.440.158,83 -269.456,34
3. sonstige betriebliche Erträge 1.687.965,06 6.971.492,05
davon Erträge aus Währungsumrechnung 64.029,16 207.907,14
4. Materialaufwand 23.023.916,68 18.672.386,91
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 23.023.916,68 18.672.386,91
5. Personalaufwand 33.298.583,62 32.788.526,19
a) Löhne und Gehälter 28.005.874,56 27.658.169,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.292.709,06 5.130.356,38
davon für Altersversorgung 315.163,96 308.269,00
6. Abschreibungen 6.754.073,27 6.200.415,84
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.754.073,27 6.200.415,84
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 37.411.365,30 36.310.820,19
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 24.411,82 678.323,45
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 526.024,83 316.738,35
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 1.897.351,19
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 79.347,18 78.177,82
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.715.389,54 2.211.925,28
12. Ergebnis nach Steuern 5.561.229,01 3.859.891,98
13. sonstige Steuern 128.254,01 279.886,63
14. Konzernjahresüberschuss 5.432.975,00 3.580.005,35

Ergebnisverwendung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
14. Konzernjahresüberschuss 5.432.975,00 3.580.005,35
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 26.267.844,22 23.480.210,79
16. Einstellungen in Gewinnrücklagen 6.555.364,14 5.081.651,63
a) in andere Gewinnrücklagen 6.555.364,14 5.081.651,63
17. Konzernbilanzverlust -27.390.233,36 -24.981.857,07

Konzernkapitalflussrechnung

2018
TEUR
2017
TEUR
Periodenergebnis 5.433 3.580
+/- Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.754 8.098
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -607 -2.483
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 0 -666
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -6.319 -49
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 49 -1.107
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -7 -3
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -447 -239
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.715 2.212
+/- Ertragsteuerzahlungen -2.950 -2.436
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.621 6.907
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -213 -627
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 8 37
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.133 -7.113
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.338 -7.703
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und (Finanz-) Krediten 400 1.100
- Gezahlte Zinsen 447 239
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -1.286 -1.167
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -439 172
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 844 -624
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.884 2.508
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.728 1.884

Der Finanzmittelfonds setzt sich ausschließlich aus liquiden Mitteln der Gesellschaft zusammen.

Konzerneigenkapitalspiegel

Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
EUR
Andere neutrale Transaktionen
EUR
Eigenkapital
EUR
Stand am 1. Januar 2017 100.000,00 55.578.942,91 11.212.308,06 179.323,70 67.070.574,67
Gezahlte Dividenden     -1.167.233,00   -1.167.233,00
Konzernjahresüberschuss     3.580.005,35   3.580.005,35
Stand am 31. Dezember 2017 100.000,00 55.578.942,91 13.625.080,41 179.323,70 69.483.347,02
Gezahlte Dividenden     -1.285.987,15   -1.285.987,15
Konzernjahresüberschuss     5.432.975,00   5.432.975,00
Stand am 31. Dezember 2018 100.000,00 55.578.942,91 17.772.068,26 179.323,70 73.630.334,87

Konzernanhang

I. Allgemeine Angaben

Die Desmoid Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 118152 eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wurden ebenfalls nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und einheitlich auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§§ 275 Abs. 2 i. V. m. 298 Abs. 1 HGB) beibehalten.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

Zum Konzern gehörten am 31. Dezember 2018 die nachstehenden Gesellschaften:

1. Mutterunternehmen

Desmoid Aktiengesellschaft, Hamburg.

2. In den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen

a. G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, Hohenlockstedt:

Der Anteil am Kapital beläuft sich auf 100 %. Die Gesellschaft nimmt die Vorschrift nach § 264b HGB in Anspruch und ist damit von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen.

b. Boskamp GmbH, Hohenlockstedt:

Der Anteil am Kapital beläuft sich auf 100 %. Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der ebenfalls in den Konzernabschluss einbezogenen G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, Hohenlockstedt.

3. Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Auf die Einbeziehung folgender Gesellschaften wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet, da sie für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind.

Name, Sitz Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
T€
Jahresergebnis
T€
Pharmapol Arzneimittelvertrieb-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Dägeling 100 % 2.439 *) 356 *)
Die Gesellschaft vertreibt ausschließlich Produkte der Konzerngesellschaften und erzielt dabei Umsatzerlöse, die im Verhältnis zum Konzernumsatz von nachrangiger Bedeutung sind.      
P.E.G.S. Pharmazeutische Entwicklungsgesellschaft Steinburg mbH, Dägeling 100 % 24 *) 0 *)
Die Gesellschaft unterhält keinen operativen Geschäftsbetrieb und trägt nicht zum Konzernerfolg bei.      

* ) Werte per 31.12.2017

III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die Abschlüsse der vollkonsolidierten Gesellschaften werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den von der Desmoid Aktiengesellschaft vorgegebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen.

Die erstmalige Berücksichtigung der vollkonsolidierten Gesellschaften im Konzernabschluss erfolgte zu folgenden Erstkonsolidierungszeitpunkten:

a. G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, Hohenlockstedt: 1. Januar 2011

b. Boskamp GmbH, Hohenlockstedt: 1. Januar 2016.

Die Kapitalkonsolidierung ist seit Geltung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) mit Beginn des Geschäftsjahres 2010 grundsätzlich nach der Neubewertungsmethode vorzunehmen.

Bei der Ermittlung des neubewerteten Eigenkapitals zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung werden alle Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten des Tochterunternehmens vollständig und einzeln erfasst, unabhängig davon, ob die betreffenden Posten bereits bilanziert sind. Diese Bilanzierungspflicht besteht grundsätzlich auch für immaterielle Vermögensgegenstände, die im Einzelabschluss der Tochtergesellschaft aufgrund von Ansatzwahlrechten oder Ansatzverboten nicht aktiviert wurden. Vermögensgegenstände und Schulden, die nicht verlässlich bewertbar sind, werden nicht angesetzt. Geschäftswertähnliche Vorteile werden im Zweifel dem Geschäfts- oder Firmenwert zugerechnet. In der Neubewertungsbilanz sind alle Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten, mit Ausnahme der Rückstellungen und latenten Steuern, mit dem beizulegenden Zeitwert zum jeweils maßgeblichen Erstkonsolidierungszeitpunkt bewertet. Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag und latente Steuern mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz des betreffenden Tochterunternehmens bewertet.

Bei der Erstkonsolidierung der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften wurden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung die aktivischen Unterschiedsbeträge als Geschäfts- oder Firmenwerte aufgedeckt. Die Nutzungsdauer beläuft sich dabei grundsätzlich auf 15 Jahre, über die linear abgeschrieben wird. Bei der Erstkonsolidierung der G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG wurde im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 8 Mio. € aufgedeckt, der in 2011 außerplanmäßig in voller Höhe abgeschrieben wurde.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen für am Bilanzstichtag auszuweisende Vermögensgegenstände werden gemäß § 304 Abs. 2 HGB nicht eliminiert, weil sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr grundsätzlich beibehalten.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Desmoid Aktiengesellschaft geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Bei Konzessionen, Schutzrechten, Lizenzen, Patenten und Software beträgt die Nutzungsdauer zwischen zwei und 15 Jahren.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen ist ebenfalls zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet, wobei die Abschreibungen linear und - sofern dem tatsächlichen Wertverlust entsprechend - degressiv gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt sind. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten in Höhe von € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Finanzanlagevermögen

Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten oder bei dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Vorratsvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Gleichartige Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens werden mit dem gewogenen Durchschnitt bewertet. Waren werden zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einbezogen.

Forderungenund sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag bewertet. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen sowie durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Liquide Mittel und aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 Abs.1 HGB beinhaltet im Voraus bezahlten Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Desmoid Aktiengesellschaft, Hamburg, beträgt € 100.000,00 und ist eingeteilt in 100.000 nennbetragslose, auf Namen lautende Stückaktien.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, erkennbaren Risiken und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungsposten

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag bewertet.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 Abs. 2 HGB beinhaltet Einnahmen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach den Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern

Zur Ermittlung aktiver oder passiver latenter Steuern werden die Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzposten (Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten) ermittelt und analysiert. Darüber hinaus werden, soweit vorhanden, aktive latente Steuern auf Verlustvorträge berücksichtigt.

Im Desmoid-Konzern werden daneben latente Steuern für im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckte stille Reserven oder für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen berechnet.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird grundsätzlich der Gewerbesteuersatz (12,775 %) des Mutterunternehmens zugrunde gelegt.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgte am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs. Die Fremdwährungsforderungen werden am Entstehungstag zum Briefkurs und die Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Geldkurs umgerechnet.

V. Angaben zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zusammensetzung undEntwicklung des Konzernanlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zur Konzernbilanz zu entnehmen. Der Konzernanlagenspiegel ergibt sich aus Anlage 1/Blatt 16 des Anhangs.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals ist in dem beigefügten Eigenkapitalspiegel (Anlage 1/Blatt 18 dieser Anlage) dargestellt. Das Grundkapital beträgt unverändert zum Vorjahr € 100.000,00, ist voll erbracht worden und eingeteilt in 100.000 nennbetragslose Stückaktien. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert € 55.578.942,91. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von € 45.341.625,32 (Vorjahr: € 38.786.261,18) beinhalten im Wesentlichen Einstellungen aus den Jahresüberschüssen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren "Projected Unit Credit-Verfahren" unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Dabei belaufen sich die Zinseffekte auf € 1.211,00. Für die Abzinsung wurden Rechnungszinssätze in Höhe von 3,21 % (10-Jahres-Durchschnittszins) und 2,32 % (7-Jahres-Durchschnittszins) verwendet. Der Rententrend wurde mit 1,5 % p. a. angenommen. Mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2017 basiert die Abzinsung der Pensionsrückstellungen auf einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Im Vergleich zu der vorher geltenden Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein rechnerischer Unterschiedsbetrag in Höhe von € 741. Dieser ist gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB für eine Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ungewisse Verbindlichkeiten für personalbezogene Verpflichtungen (T€ 2.622, Vorjahr: T€ 2.421), Prozesskosten (T€ 2, Vorjahr: T€ 140), produktbezogene Verpflichtungen und Remissionen (T€ 780, Vorjahr: T€ 520), Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten (T€ 175, Vorjahr: T€ 169), ausstehende Rechnungen (T€ 480, Vorjahr: T€ 500).

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Art der Verbindlichkeit für das Jahr 2018 Stand davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2018 kleiner 1 Jahr 2 bis 5 Jahren größer 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.794.090,90 € 1.794.090,90 € 0,00 € 0,00 €
(Vorjahr) 1.888.349,22 € 1.888.349,22 € 0,00 € 0,00 €
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.499.976,81 € 1.499.976,81 € 0,00 € 0,00 €
(Vorjahr) 1.105.273,97 € 1.105.273,97 € 0,00 € 0,00 €
sonstige Verbindlichkeiten 589.528,59 € 587.980,88 € 1.547,71 € 0,00 €
(Vorjahr) 441.279,61 € 437.891,22 € 3.388,39 € 0,00 €
Summe 3.883.596,30 € 3.883.596,30 € 0,00 € 0,00 €
(Vorjahr) 3.434.902,80 € 3.434.902,80 € 0,00 € 0,00 €

Latente Steuern wurden folgendermaßen gebildet: Die passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1.210 T€ 827 ergeben sich aus der Kaufpreisallokation im Rahmen der Erstkonsolidierung und beziehen sich auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 2 resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei den Pensionsrückstellungen und einer Immobilie.

Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen sind mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Gemäß § 306 HGB wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive latente Steuern mit den passiven latenten Steuern zu verrechnen. Die Veränderung der passiven latenten Steuern beträgt danach T€ -234 (Vorjahr: T€ -224); die aktiven latenten Steuern haben sich nicht verändert Es ergibt sich eine passive Steuerlatenz in Höhe von T€ 825.

Der Steueraufwand hat sich nach DRS 18 folgendermaßen entwickelt:

2018 2017
Ergebnis vor Ertragsteuern (Handelsbilanz) 8.148 5.792
(Konzern-)Steuersatz 27,9% 27,7%
erwarteter Ertragsteueraufwand 2.276 1.602
abweichende ausländische Steuerbelastung 0 0
Steueranteil für:    
steuerfreie Erträge 0 0
steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 549 51
temporäre Differenzen und Verluste, für die keine latenten Steuern erfasst wurden 0 0
  549 51
Steuergutschriften 0 0
periodenfremde tatsächliche Steuern 0 668
Effekte aus Steuersatzänderungen 0 0
sonstige Steuereffekte -110 -109
ausgewiesener Ertragsteueraufwand 2.715 2.212
effektiver (Konzern-) Steuersatz (%) 33,3% 38,2%

Die Umsatzerlöse werden zu 73 % (Vorjahr: 73 %) im Inland und zu 27 %

(Vorjahr: 27 %) im Ausland realisiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 134(Vorjahr: T€ 2.256), bei denen es sich im Wesentlichen um Erstattungen, Gutschriften und Nachlässe aus Vorjahren handelt.

VI. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Im Geschäftsjahr wurde der DRS 21 beachtet, der für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2015 beginnen, anzuwenden ist.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 2.728.

VII. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Insgesamt bestehen "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" in Höhe von durchschnittlich T€ 2.064 (Vorjahr: T€ 2.024) p. a., die im Wesentlichen Leasing-, Miet- und Pachtverpflichtungen beinhalten.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter wird gemäß § 267 HGB ermittelt. Dabei wird der Mitarbeiterstand ohne Geschäftsführer und Auszubildende nach Köpfen jeweils zum Quartalsende zusammengerechnet und durch vier geteilt. Danach waren im Jahresdurchschnitt 535 Mitarbeiter beschäftigt, davon 104 (Vorjahr: 99) gewerbliche und 431 (Vorjahr: 428) angestellte Mitarbeiter.

Honorar des Konzernabschlussprüfers und andere Abschlussprüfer

Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt T€ 17.

Vorstand

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr vertreten durch:

Frau Marianne Boskamp, Diplom-Betriebswirtin

Herrn Dr. Henning Ueck, Diplom-Chemiker.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr:

Herr Norbert Klapszus, Jurist, Vorsitzender

Herr Hans-Hermann Wohlert, Steuerberater, stellvertretender Vorsitzender

Frau Dr. Ulrike Boskamp, Kunsthistorikerin.

Bezüge der Organe

Die Angabe der Bezüge für die aktiven und früheren Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats unterbleibt gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a analog § 286 Abs. 4 HGB.

Gewinnverwendung

Aus dem Jahresüberschuss des Mutterunternehmens wurden € 6.555.364,14 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den nach Einstellung in die Gewinnrücklage verbleibenden Bilanzgewinn des Mutterunternehmens aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 in Höhe von € 1.638.841,03 in voller Höhe an die Aktionäre auszuschütten.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Hamburg, 27. Mai 2019

gez. Marianne Boskamp

gez. Dr. Henning Ueck

Konzernanlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.936.830,27 193.051,40 0,00 2.500,00 67.132.381,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.000.000,00 0,00 0,00 0,00 8.000.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 2.500,00 20.000,00 0,00 -2.500,00 20.000,00
  74.939.330,27 213.051,40 0,00 0,00 75.152.381,67
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.410.289,70 101.239,65 0,00 0,00 21.511.529,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 36.342.403,16 1.469.839,26 4.422,67 1.357.947,02 39.165.766,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.445.820,18 1.500.294,84 714.746,04 83.411,10 15.314.780,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.444.205,15 61.205,61 0,00 -1.441.358,12 64.052,64
  73.642.718,19 3.132.579,36 719.168,71 0,00 76.056.128,84
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.800.573,19 0,00 0,00 0,00 3.800.573,19
2. Beteiligungen 662.584,09 0,00 0,00 0,00 662.584,09
3.Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.423.014,89 0,00 0,00 0,00 1.423.014,89
  5.886.172,17 0,00 0,00 0,00 5.886.172,17
  154.468.220,63 3.345.630,76 719.168,71 0,00 157.094.682,68
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.785.551,27 3.537.127,40 0,00 0,00 60.322.678,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.000.000,00 0,00 0,00 0,00 8.000.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  64.785.551,27 3.537.127,40 0,00 0,00 68.322.678,67
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.856.370,30 588.181,65 0,00 56.682,00 4.501.233,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.308.687,16 1.612.020,28 4.421,67 -56.682,00 27.859.603,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.526.254,18 1.016.743,94 714.425,04 0,00 11.828.573,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  41.691.311,64 3.216.945,87 718.846,71 0,00 44.189.410,80
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 472.270,62 0,00 0,00 0,00 472.270,62
2. Beteiligungen 481.607,13 0,00 0,00 0,00 481.607,13
3.Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.423.013,89 0,00 0,00 0,00 1.423.013,89
  2.376.891,64 0,00 0,00 0,00 2.376.891,64
  108.853.754,55 6.754.073,27 718.846,71 0,00 114.888.981,11
Buchwerte
31.12.2018
EUR
31.12.2017
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.809.703,00 10.151
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
3. Geleistete Anzahlungen 20.000,00 3
  6.829.703,00 10.154
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.010.295,40 17.554
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.306.163,00 10.034
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.486.207,00 2.920
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 64.052,64 1.444
  31.866.718,04 31.952
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.328.302,57 3.328
2. Beteiligungen 180.976,96 181
3.Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 0
  3.509.280,53 3.509
  42.205.701,57 45.615

Bericht des Aufsichtsrats

Der Geschäftsverlauf der Desmoid Aktiengesellschaft wird im Wesentlichen von der wirtschaftlichen Entwicklung der in den Konzernabschluss einbezogenen G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG und deren Tochtergesellschaften bestimmt.

Gegenstand der Konzerngesellschaften ist die Entwicklung, die Herstellung und der internationale Vertrieb von Arzneimitteln im Bereich Selbstmedikation sowie im Bereich der erstattungsfähigen Arzneimittel sowie von Medizinprodukten.

Der Aufsichtsrat der Desmoid Aktiengesellschaft hat sich im Jahre 2018 regelmäßig und ausführlich mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2018 befasst. Den gesetzlichen Vorschriften entsprechend, hat er den Vorstand bei der Geschäftsführung unterstützt und ihn in Fragen der Unternehmensleitung beraten. In Entscheidungen, die für den Konzern von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat eingebunden. Darüber hinaus erörtert der Aufsichtsrat mit dem Vorstand in regelmäßigen Abständen aktuelle strategische Überlegungen.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand turnusmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die Geschäftsentwicklung, die Planung und die Situation des Unternehmens einschließlich der Risikolage informiert. Entscheidungsrelevanten Unterlagen wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhielt der Aufsichtsrat in den regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen einen detaillierten Bericht des Vorstandes über die Geschäftslage im laufenden Geschäftsjahr. Insbesondere wurden die Umsatz- und Absatzentwicklung der Konzerngesellschaften im Inland und Ausland, sowie die Gewinnentwicklung dargestellt. Des Weiteren gehörte die Liquiditäts- und Finanzierungssituation des Unternehmens zur laufenden Berichterstattung. Abweichungen von den aufgestellten Plänen und Zielen erläuterte der Vorstand ausführlich in schriftlicher und mündlicher Form.

Im Geschäftsjahr 2018 fanden insgesamt vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt.

In der Sitzung des Aufsichtsrats am 26. März 2018 wurde insbesondere die Absatz- und Umsatzplanung für 2018 seitens des Vorstandes dargestellt. Weitere Themen waren die Entwicklung auf den Auslandsmärkten USA und China, der Ausbau der Produktion sowie die Umsetzung verschiedener geplanter Bauvorhaben.

In der Sitzung am 03. Juli 2018 billigte der Aufsichtsrat nach Erörterung und Prüfung den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 sowie den Bericht des Aufsichtsrats an die Ordentliche Hauptversammlung über das Ergebnis der Prüfung gemäß § 171 Abs. 2 AktG für das Geschäftsjahr 2017. Des Weiteren berichtete der Vorstand über die EU-Medizinprodukteverordnung, die EU-Datenschutzgrundverordnung und die EU-Fälschungsrichtlinie.

In der Sitzung am 15. Oktober 2018 berichtete der Vorstand über eine Neuausrichtung der internen Planung. Des Weiteren wurde die aktuelle Situation auf den Auslandsmärkten USA und China eingehend erörtert.

In der Sitzung am 17. Dezember 2018 wurde eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung und das voraussichtliche wirtschaftliche Ergebnis des Jahres 2018 berichtet. Weiteres Thema war die detaillierte Darstellung der geplanten Gesamtumsätze und Absätze der verbundenen Unternehmen im Jahre 2019. Des Weiteren berichtete der Vorstand über geplante neue Entwicklungsprojekte und die anstehende Umsetzung der EU-Fälschungsrichtlinie.

Die Hauptversammlung wählte am 03. Juli 2018 die ESC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018.

Der Abschlussprüfer bestätigte den Jahresabschluss der Desmoid Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss der Desmoid Aktiengesellschaft sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018, in dem er jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilte.

In Kenntnis und unter Berücksichtigung der Berichte des Abschlussprüfers sowie in Gespräch und Diskussion mit diesem haben wir die Unterlagen einer eingehenden Prüfung unterzogen. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass sie ordnungsgemäß sind und die im Konzernlagebericht dargestellten Einschätzungen des Vorstandes zur Lage des Konzerns den Einschätzungen des Aufsichtsrats entsprechen. Wir stimmten deshalb in unserer Sitzung am 08. Juli 2019 dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu und billigten den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss. Damit ist der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 festgestellt.

 

Hamburg, den 08. Juli 2019

gez. Norbert Klapszus, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Konzernabschluss wurde am 08.07.2019 gebilligt.

Bestätigungsvermerk

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Desmoid Aktiengesellschaft, Hamburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Desmoid Aktiengesellschaft, Hamburg, - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie den Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Desmoid Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernjahresabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 3. Juni 2019

ESC Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Beatrix Arlitt, Wirtschaftsprüferin

gez. Natalie Robers, Wirtschaftsprüferin

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