Union Investment Services & IT GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Harald Rieger seit 30.4.2026 | Geschäftsführer |
Nicolas Freyer seit 30.4.2026 | Geschäftsführer |
Bernhard Kraus seit 30.4.2026 | Geschäftsführer |
Stefan Kittan seit 30.4.2026 | Prokura |
Jörg Schmidt seit 30.4.2026 | Prokura |
Lev Migirov seit 30.4.2026 | Prokura |
Tobias Schmidt seit 14.1.2026 | Geschäftsführer |
Joanna Rautenberg seit 4.12.2025 | Prokura |
Kerstin Knoefel seit 15.9.2025 | Geschäftsführer |
Arne Rautenberg seit 29.8.2025 | Prokura |
Marc Harms seit 16.4.2025 | Geschäftsführer |
Daniela Guenther seit 6.2.2025 | Prokura |
Evangelos Drakos seit 11.11.2024 | Prokura |
Tina Brügmann seit 26.3.2024 | Prokura |
Carola Schroeder seit 15.2.2024 | Geschäftsführer |
Marcus Kraus seit 3.8.2022 | Prokura |
Gabriele Placentra seit 21.6.2022 | Prokura |
Joachim Kühn seit 23.5.2022 | Prokura |
Margit Lehwalder seit 4.1.2022 | Prokura |
Daniel Seidler seit 4.1.2022 | Prokura |
Mario Beck seit 6.9.2021 | Prokura |
Stefan d'Oleire seit 2.7.2020 | Prokura |
Max Dr. Nikolaus seit 2.7.2020 | Prokura |
Stefan Dr. Mai seit 2.7.2020 | Prokura |
Martin Patrick Dr. Roß seit 2.7.2020 | Prokura |
Jochen Wiesbach seit 2.7.2020 | Geschäftsführer |
Sebastian Tusch seit 2.7.2020 | Prokura |
Sofia Siameti seit 2.7.2020 | Prokura |
Klaus Bollmann seit 29.10.2015 | Prokura |
Heike Will seit 12.4.2012 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Union Investment Privatfonds GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum 31.12.2023HinweisDer nachfolgende Lagebericht sollte im Kontext mit den geprüften Finanzdaten und den Anhangsangaben, die an anderer Stelle stehen, gelesen werden. Der Lagebericht enthält auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, also Aussagen, die nicht auf historischen Tatsachen, sondern auf aktuellen Planungen, Annahmen und Schätzungen beruhen. Zukunftsaussagen sind immer für den Zeitpunkt gültig, zu dem sie gemacht werden. Die Union Investment Privatfonds GmbH übernimmt keine Verpflichtung, diese beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken und Unsicherheiten. Diesbezüglich ist deutlich darauf hinzuweisen, dass eine Reihe von Faktoren die tatsächlichen Ereignisse dahingehend beeinflussen können, dass diese von den prognostizierten wesentlich abweichen. Aus aktueller Sicht wesentliche Faktoren sind im Abschnitt Prognose-, Chancen- und Risikobericht und in weiteren Teilen dieses Berichts beschrieben. Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten. A Grundlagen der GesellschaftDie Union Investment Privatfonds GmbH ("UIP" oder "Gesellschaft") ist eine Tochtergesellschaft der Union Asset Management Holding AG ("UMH"). Die Union Investment Gruppe mit der UMH als Führungsgesellschaft ("Union Investment") ist wiederum Teil der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Zielsetzung und Strategie von Union Investment orientieren sich daher am Förderauftrag innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe (Prinzip der Subsidiarität). Die lokale Einheit von Primärbank und ihren Mitgliedern soll durch spezialisierte Dienstleister auf überregionaler Ebene unterstützt werden (Bündelung der Kräfte). Das Leistungsangebot der Union Investment Gruppe richtet sich an private und institutionelle Kunden. Die Union Investment Gruppe besteht dabei aus verschiedenen Einzelgesellschaften: 1
Als Asset Manager konzentriert sich die UIP auf die Anlagebedürfnisse von Privatkunden. Sie bietet den privaten Anlegern Produkte und Dienstleistungen von der privaten Altersvorsorge über Ansparlösungen bis zur ganzheitlichen Anlagestrategie und verantwortet insoweit den Vertrieb aller Privatkundenprodukte. Zu den erfolgreichsten Lösungen zählen weiterhin die fondsgebundene Riester-Rente von Union Investment sowie die PrivatFonds-Produktreihe. Rund 1,9 Millionen Kunden bauen mit der UniProfiRente und UniProfiRente Select ihre private Altersvorsorge auf. In den vier bei der UIP verwalteten PrivatFonds-Produktvarianten waren 18,1 Mrd. Euro (2022: 18,6 Mrd. Euro) Kundengelder investiert. Darüber hinaus waren im Berichtsjahr global investierende Aktienfonds stark nachgefragt, auch mit nachhaltigem Ansatz. Neben den genannten werden den Privatanlegern zudem Aktienfonds, Rentenfonds, Geldmarktfonds, offene Immobilienfonds, Mischfonds, Dachfonds und wertgesicherte Fonds angeboten. Derzeit betreut die UIP ein Gesamtvermögen von rund 226,4 Milliarden Euro (2022: 194,8 Mrd. Euro).
1 Umfasst die im Konsolidierungskreis des
UMH-Konzerns enthaltenen Unternehmen, Stand 31.12.2023.
B WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und BranchenentwicklungEine zunächst robuster als erwartete und sich im weiteren Jahresverlauf abschwächende globale Konjunktur, eine rückläufige Inflation und Notenbanken, die nach weiteren Leitzinserhöhungen bis zum Sommer ab Herbst die Hoffnungen auf Zinssenkungen im kommenden Jahr schürten, prägten das Kapitalmarktumfeld 2023. Die Bankenkrise im Frühjahr, Notenbanken im geldpolitischen Straffungsmodus und die geopolitische Eskalation im Nahen Osten sorgten jeweils nur kurzzeitig für Verunsicherung. Als Treiber für Aktien wirkte zusätzlich die Perspektive auf Produktivitätsgewinne durch Künstliche-Intelligenz-Anwendungen. Neben steigenden Kursen an den Anleihemärkten verzeichneten viele Aktienindizes und auch der Goldpreis kurz vor dem Jahresende neue Allzeithöchststände. Die schwache globale Wachstumsdynamik und das Ausbleiben eines chinesischen Wachstumsimpulses lasteten hingegen auf chinesischen Aktien und den Preisen von Energierohstoffen und konjunktursensitiven Metallen. Die deutsche Investmentbranche verzeichnete in diesem Umfeld bis einschließlich September 2023 bei den Wertpapier-Publikumsfonds insgesamt Nettomittelzuflüsse in Höhe von 12,6 Mrd. Euro. Besonders hohe Zuflüsse wiesen Rentenfonds (6,9 Mrd. Euro) und Aktienfonds (11,5 Mrd. Euro) aus, während zuvorderst Mischfonds mit -8,5 Mrd. Euro merkliche Nettomittelrückflüsse verbuchten. Die anderen Assetklassen im Bereich der Wertpapier-Publikumsfonds verbuchten per Saldo Nettomittelzuflüsse in Höhe von 2,7 Mrd. Euro. Die Offenen Immobilienfonds erreichten einen positiven Nettoabsatz in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. II. Geschäftspolitische RahmenbedingungenDie Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) war in den vergangenen Jahren durch eine Niedrigzinspolitik geprägt. Die Corona-Pandemie und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sorgten für eine steigende Inflation. Zinsen und Inflation beeinflussen sich gegenseitig. Im November 2023 hat die Europäischen Zentralbank (EZB) ihren Finanzstabilitätsbericht aktualisiert und vor einem fragilen Finanzsystem im Euroraum gewarnt. Auch die etwas rückläufige Inflationsentwicklung gibt einschätzungsgemäß keinen Grund zur Entwarnung. Um die Inflation in den Griff zu bekommen, hat die EZB ihre Leitzinsen im Zeitraum von Juli 2022 bis September 2023 insgesamt zehn Mal erhöht. Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität liegen zum Jahresende bei 4,50 %, 4,75 % bzw. 4,00 %. Aufgrund der hohen Zinssätze ergeben sich für Unternehmen und private Haushalte gestiegenen Finanzierungskosten, was die Inlandsnachfrage reduziert. Die Indikatoren zum Wirtschaftswachstum deuten darauf hin, dass Konsumausgaben und Investitionen teilweise zurückgestellt werden, was sich negativ auf das Bruttoinlandsprodukt auswirkt. III. GeschäftsverlaufIn ihrer Funktion als Führungs- und Vertriebsgesellschaft für den Geschäftsbereich Privatkunden ist die UIP innerhalb der Union Investment Gruppe zentral für die Marktbearbeitung für einen Großteil der von Gesellschaften der Union Investment Gruppe aufgelegten und verwalteten Publikumsfonds zuständig. Um Transparenz bei der Darstellung der Assets under Management herzustellen, wird der Bruttoausweis der Assets under Management sowie eine nachrichtliche Aufgliederung der Abzugspositionen der Assets under Management, die einerseits an andere Kapitalverwaltungsgesellschaften der Union Investment Gruppe (internes Outsourcing) oder andererseits an externe Dritte (externes Outsourcing/Advisory) weitergegeben wurden, dargestellt.
Der Geschäftsverlauf im Jahre 2023 war maßgeblich geprägt durch die Entwicklung der Kapitalmärkte in diesem Zeitraum. In diesem Kontext sind insbesondere drei Sachverhalte zu nennen. 1. Die positive Entwicklung der Kapitalmärkte trug maßgeblich zur Steigerung der Assets und Management der UIP bei. Über 80 Prozent des Provisionsüberschusses wiederum hängen von den Assets under Management ab. Der Provisionsüberschuss stieg im Jahresvergleich (2023 versus 2022) um knapp 29 Millionen Euro an. 2. Die Summe des Ergebnisses aus Forderungen und Wertpapieren und laufenden Erträge wuchs im Jahresvergleich zirka 89 Millionen Euro. Hierin spiegelt sich die Wertentwicklung der Wertpapiere in den Eigenanlagen wider, die wiederum Folge der positiven Kapitalmarktentwicklung ist. 3. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblich Aufwendungen wird maßgeblich bestimmt durch die Veränderungen der Drohverlustrückstellung für das Altersvorsorgeprodukt UniProfiRente. Im Jahre 2023 führte eine Kombination aus Zinsrückgängen, positiver Aktienfondsperformance und Garantieauffüllungen dazu, dass die Rückstellung merklich zurückgeführt werden konnte. Im Vorjahr (2022) musste sie dagegen deutlich erhöht werden. Im Jahresvergleich resultiert hieraus ein Ergebniseffekt von über 256 Millionen Euro. Zusammengefasst bewirken die 3 genannten, kapitalmarktabhängigen Entwicklung eine Ergebnisveränderung gegenüber 2022 von 374 Millionen Euro und damit zirka 97 Prozent der Veränderung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. IV. Lage der Gesellschaft1. ErtragslageErtragslage
Der Zinsüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr infolge des gestiegenen Zinsniveaus um 12,3 Mio. Euro auf 15,8 Mio. Euro. Die Zinsentwicklung war ebenso maßgeblich für den Anstieg der laufenden Erträge um 5,2 Mio. Euro auf nunmehr 6,4 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr um 28,6 Mio. Euro auf nunmehr 916,6 Mio. Euro. Wesentlicher Treiber des Provisionsüberschusses ist das durchschnittliche Volumen der Assets under Management - deutlich über 80% des Provisionsüberschusses ist hiervon abhängig. Hierbei handelt es sich vor allem um die Verwaltungsvergütung der von der UIP verwalteten Fonds abzüglich der Provisionszahlungen an die Banken des genossenschaftlichen Finanzverbundes. Aufgrund des gestiegenen durchschnittlichen Volumens der Assets under Management resultiert hieraus ein Anstieg des Provisionsüberschusses um etwa 21 Mio. Euro. Daneben nahmen auch die Erträge aus der Leistungsverrechnung als Teil des Provisionsüberschusses merklich zu. Genannt sei hier insbesondere die Leistungsverrechnung für Portfoliomanagement. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg im Vorjahresvergleich um 265,5 Mio. Euro an. Grund hierfür war zuvorderst die Drohverlustrückstellung für das Altersvorsorgeprodukt UniProfiRente: während 2023 noch eine Zuführung zu der Rückstellung in Höhe von etwa 120 Mio. Euro erfolgen musste, konnte im Berichtsjahr eine Auflösung in Höhe von nahezu 137 Mio. Euro erfolgen. Während Personalaufwand und andere Verwaltungsaufwendungen nahezu konstant blieben, stiegen die Abschreibungen um 11,5 Mio. Euro an. Treiber waren hier die wirtschaftlichen Wertminderungen gekaufter Software. Im Ergebnis aus Forderungen und Wertpapieren, das im Jahresvergleich um 83,5 Mio. Euro steigt, spiegeln sich die Marktbewertungen der Wertpapiere der Eigenanlagen wider, die im Berichtsjahr aufgrund der positiven Kapitalmarktentwicklung merklich stiegen. In Summe stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 386,6 Mio. Euro auf 674,5 Mio. Euro an. Die Cost Income Ratio, also das Verhältnis von Verwaltungsaufwand (Summe aus Personalaufwand, anderen Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen) zur Summe aller anderen Ergebniskomponenten, sank im gleichen Atemzug von 62,2% auf 41,6%. Vergleich mit dem ursprünglich prognostizierten ErgebnisDas ursprünglich prognostizierte Ergebnis für 2023 von 425,9 Mio. Euro wurde mit 674,5 Mio. Euro merklich übertroffen. Grund hierfür ist zum einen der Provisionsüberschuss, der gut 60 Mio. Euro über dem ursprünglichen Planwert lag. Dies wiederum ist auf das über den ursprünglichen Erwartungen liegende durchschnittliche Volumen des verwalteten Vermögens zurückzuführen. Zum anderen konnte, wie oben bereits erwähnt, ein Teil der Drohverlustrückstellung für das Altersvorsorgeprodukt UniProfiRente aufgelöst werden, was einen Ergebnisbeitrag von 136,7 Mio. Euro erbrachte. Dies konnte im Rahmen der ursprünglichen Planung nicht berücksichtigt werden. 2. Liquiditätssteuerung und Finanzlage2.1 LiquiditätssteuerungZiel der Liquiditätssteuerung ist sowohl die Sicherstellung einer permanenten Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft als auch eine rendite- und risikoorientierte Anlage verfügbarer Finanzmittel. Basis der Steuerung sind die laufende Überwachung und Analyse sämtlicher Zahlungsströme und Finanzmittelbestände. Darauf aufbauend wird im Rahmen einer regelmäßigen Liquiditätsplanung die finanzielle Entwicklung der nächsten 15 Monate abgeleitet, welche die Grundlage für die Anlage von Finanzmitteln bildet. Die Anlagestrategie folgt einem konservativen Ansatz und sieht eine fortlaufende Risikoüberwachung aller Finanzmittelbestände vor. In die Anlageentscheidungen fließen planmäßige Stresstests zur Bewertung von Zinsänderungsrisiken ein. Die verfügbaren Finanzmittel sind auf den Bankkonten der Gesellschaft allokiert und darüber hinaus regelmäßig in Wertpapierfonds der Union Investment Gruppe investiert. Kapitalanlagen mit einer Anlagedauer von bis zu drei Jahren (Liquiditätsanlagen) erfolgen im Wesentlichen in bestehende Geldmarkt- und Rentenfonds, längerfristig zur Verfügung stehende Beträge (strategische Anlagen) werden insbesondere in einem speziellen wert-gesicherten Fondsprodukt angelegt. Weiterhin erfolgen bedarfsbezogen zeitlich befristete Anlagen in neu aufgelegte Fonds der Union Investment Gruppe (Dotationen). Daneben umfassen Mitarbeiteranlagen die für Mitarbeitende der Gesellschaft im Rahmen von Altersvorsorge- und Mitarbeiterbindungsprogrammen angelegten Finanzmittel. 2.2 FinanzlageDer Gesamtbestand finanzieller Mittel umfasst alle liquiden Bank- und Wertpapierbestände auf gesellschaftseigenen Konten und Depots:
Im Jahresabschluss werden in der Bilanz die Wertpapiere des Deferred-Compensation-Modells und der Altersteilzeit mit ihren beizulegenden Zeitwerten nach § 246 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit den korrespondierenden Verpflichtungen verrechnet und saldiert ausgewiesen. Die UIP Stellt der UMH einen Rahmenkredit über 250 Mio. Euro zur Verfügung. Dieser wird zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Die innerhalb eines Jahres fälligen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind vollständig durch Bankguthaben, kurzfristig fällige Forderungen und kurzfristig liquidierbare Wertpapiere gedeckt. Unter Berücksichtigung des Bestandes der verfügbaren finanziellen Mittel zum Abschlussstichtag und der zu erwarteten Liquiditätsentwicklung ist die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bei planmäßigem Geschäftsverlauf jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen aus liquiden Mitteln bedienen zu können. 3. Vermögenslage3.1 Übersicht über die Vermögenslage
Der Posten Forderungen an Kreditinstitute beinhaltet überwiegend täglich fällige Forderungen aus Bankbeständen. Die Erhöhung der Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere resultiert insbesondere daraus, dass zahlungswirksame Erträge sowohl in kurzfristige Liquiditätsanlagen als auch langfristig in strategische Positionen investiert wurden. Die in den Wertpapieren vorhanden stillen Reserven beliefen sich auf 1,9 Mio. Euro. Für Investitionen in Immaterielle Anlagewerte wurden 46,4 Mio. Euro aufgewendet, denen Abschreibungen in Höhe von 28,0 Mio. Euro gegenüberstanden. Die Investitionen entfallen weitgehend auf den Zugang von Softwarelizenzen samt Anschaffungsnebenkosten aus den Projekten. Der Posten Sonstige Vermögensgegenstände und übrige Aktiva beinhaltet überwiegend die Forderungen an die Investmentvermögen für den Monat Dezember 2023 in Höhe von 123,9 Mio. Euro. Diese enthalten im Wesentlichen Ansprüche aus der Verwaltungsvergütung und der Pauschalgebühr. Die Position Sonstige Verbindlichkeiten und übrige Passiva beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag gegenüber der Union Asset Management Holding AG abzüglich bereits geleisteter Vorabgewinnabführungen von 300,0 Mio. Euro. Die Veränderung der Rückstellungen resultiert sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der Drohverlustrückstellung Garantien gegenüber Sondervermögen. In 2023 führten insbesondere Zinsrückgänge sowie Garantieauffüllungen von ca. 16,0 Mio. Euro zusammen mit einer positiven Aktienfondsperfomance zu einem Rückgang der gemäß Kapitalerhaltungszusagen nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 AltZertG gebildeten Rückstellungen aus Garantien für Investmentvermögen im Vorjahresvergleich um 152,5 Mio. Euro. Gegenläufig haben sich die Rückstellungen für Provisionen um 14,2 Mio. EUR erhöht Die Eigenmittel nach § 1 Abs. 19 Nr. 9 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) in Verbindung mit Art. 72 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 betragen zum Stichtag 31. Dezember 2023 852,3 Mio. Euro (vor Feststellung des Jahresabschlusses, Vorjahr 743,8 Mio. Euro). Dem stehen Kapitalanforderungen nach § 25 KAGB in Höhe von 480,4 Mio. Euro gegenüber (Vorjahr 456,7 Mio. Euro). Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 50,0 Prozent auf. Aus Sicht der Gesellschaft ist die Vermögenslage geordnet. 3.2 Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie UIP ist in den nichtfinanziellen Konzernbericht der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, einbezogen und damit von der Abgabe einer eigenen nichtfinanziellen Erklärung befreit. Der nichtfinanzielle Konzernbericht ist Bestandteil des Nachhaltigkeitsberichts der DZ BANK Gruppe und in deutscher Sprache auf der folgenden Internetseite abrufbar: www.dzbank.de/berichte. MitarbeitendeDas Leistungsvermögen und die Einsatzfähigkeit der Mitarbeitenden werden entsprechend ihren Aufgaben und Potenzialen im Rahmen einer innovativen und bedarfsorientierten Personalentwicklung bestmöglich gefördert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden für Personalentwicklungsmaßnahmen insgesamt rund 742 TEUR (Vorjahr: 698 TEUR) investiert. Zielorientierte Mitarbeitendenführung sowie der Einsatz leistungsorientierter Vergütungsinstrumente bewirken, dass die Mitarbeitenden auf allen hierarchischen Ebenen eine unternehmerische Denk- und Handlungsweise entwickeln. Variable, an individuellen Leistungszielen bemessene Gehaltsbestandteile, unterstützen zudem den Leistungswillen und die Zielorientierung der Mitarbeitenden. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die UIP 513 Mitarbeitende (Vorjahr: 517 Mitarbeitende) mit einem durchschnittlichen Alter von 44,7 Jahren (Vorjahr: 44,0 Jahre) und einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 12,7 Jahren (Vorjahr: 12,3 Jahre). MarkenleistungDie Werte der klassischen Parameter zur Messung der Markenleistung haben sich 2023 auf hohem Niveau gehalten. Die gestützte Bekanntheit der Marke Union Investment stieg von 56,8 Prozent bevölkerungsweit im Dezember 2022 auf 60,7 Prozent per November 2023. Die gestützte Werbeerinnerung stieg von 27,8 Prozent im Dezember 2022 auf 31,7 Prozent per November 2023, die Kaufbereitschaft stieg im selben Zeitraum von 32,6 auf 35,9 Prozent. Letzterer KPI darf nicht zu direkt bewertet werden, da die Angabe zur Kaufbereitschaft von Monat zu Monat sehr stark schwankt und in einem anonymen Interview hochgradig unverbindlich ist. Die Quote tatsächlicher Abschlüsse korreliert mit der Kaufbereitschaft nur gering. Dies gilt vor allem auch, da der Einfluss des Bankberaters bei der Kaufentscheidung hoch ist, dieser Einfluss in der Abfragesituation allerdings nicht abgebildet werden kann. Im Rahmen der aus der UMH heraus vorgenommenen strategischen Markenführung wird seit 2013 bei allen markenrelevanten Zielgruppen der sogenannte Markenstärkeindex erhoben. Er wird aus den gängigen Parametern der Markenführung gebildet und kann Werte zwischen 0 und 100 annehmen. Der aktuelle Wert des Markenstärkeindex fiel geringfügig bei Bankberatern im Privatkundengeschäft gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Punkte auf 87,6 Punkte. Bei Privatanlegern liegt der Wert des Markenstärkeindex 2023 gegenüber 2022 um 4,7 Punkte höher bei nun 73,4 Punkten. Angesichts der in den verschiedenen Zielgruppen unterschiedlichen Relevanz der Marke im Entscheidungsprozess und des sehr hohen Indexniveaus bei Bankberatern sind die Werte beider Zielgruppen aus markenfachlicher Sicht weiterhin uneingeschränkt positiv einzuwerten, dies insbesondere in dem als sehr unsicher wahrgenommenen aktuellen Umfeld der Anleger. Da Marke im Zug der Digitalisierung eine wichtigere Rolle spielt, bei Union Investment einen hohen Stellenwert besitzt und zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung der Marke verfolgt werden, erwarten wir perspektivisch, dass die vom Niveau her bereits sehr guten Werte sich weiter auf diesem Messniveau verfestigen. In der Wettbewerbsbetrachtung bleibt das Bild der letzten Jahre stabil: Union Investment setzt sich in der Markenstärke deutlich von den meisten Mitbewerbern ab. Die Marke bildet somit nachhaltig ein klares Asset der Union Investment Gruppe. KundenzufriedenheitDer im Berichtsjahr 2023 gemessene Durchschnittswert der Zufriedenheit mit Union Investment liegt bei Geno-Bankführungskräften und Geno-Bankberatern bei 2,1. Für beide Zielgruppen der genossenschaftlichen Vertriebspartnerbanken sind diese Ergebnisse als stabil einzuordnen. Denn bei Privatanlegern beträgt der Durchschnittswert für die Kundenzufriedenheit 2023 wie im Vorjahr 2,2 auf der 5er-Skala von 1='außerordentlich zufrieden' bis 5= ,unzufrieden'. Für das Geschäftsjahr 2024 kann man davon ausgehen, dass es wie in den Vorjahren dezidierter Anstrengungen bedarf, die guten Werte bei den Vertriebspartnern halten zu können. Bei Privatanlegern bestehen Möglichkeiten weiterer Steigerung, jedoch ist zu bedenken, dass gemäß den Erkenntnissen der Zufriedenheitsforschung diese oft erst mittelfristig wirksam werden. Bei beiden Gruppen kann es erfahrungsgemäß zu Abstrahleffekten in Abhängigkeit von der Kapitalmarktsituation kommen: ungünstige Kapitalmarktkonstellationen führen zu einer "gefühlt" niedrigeren Zufriedenheit mit Fonds-Anbietern. Positiv ist zu vermerken, dass die im Jahresverlauf 2022 infolge des Zinsanstiegs und der Inflation durchaus herausfordernden Rahmenbedingungen für das Fondsgeschäft noch nicht zu einer nennenswerten Stimmungsbeeinträchtigung bei Vertriebspartnerbanken und Privatanlegern geführt hat. Nachhaltigkeitsmanagement in der Union Investment GruppeNachhaltigkeit ist fest im Wertegerüst und den Strukturen der Union Investment Gruppe verankert. Es ist Teil unseres Selbstverständnisses, welches wir in unserem Leitbild zum Ausdruck bringen. In unserem unternehmensweiten Nachhaltigkeitskodex sind die Grundprinzipien und Leitideen, nach denen sich Nachhaltigkeit in unserem Denken und Handeln widerspiegelt, verankert. Die Gesellschaft ist in den Nachhaltigkeitsbericht der Union Investment Gruppe sowie der DZ Bank Gruppe einbezogen. NachhaltigkeitsstrategieUnion Investment verfolgt eine gruppenweite, vom Gesamtvorstand der Union Investment verabschiedete Nachhaltigkeitsstrategie, welche aus fünf strategische Handlungsfelder besteht: "Positionierung und Kommunikation", "Leistungen und Kompetenzen", "Vermarktung", "Produkte" sowie "Betrieb". Die Nachhaltigkeitsstrategie wird in regelmäßigen Abständen geprüft und bei Bedarf weiterentwickelt. Die Klimastrategie von Union Investment zielt auf eine Klimaneutralität im Geschäftsbetrieb bis 2045 und bei unseren durch die Produkte finanzierte Emissionen bis 2050 ab. Im Berichtsjahr 2023 wurde eine gruppenweite und umfassende Diversity & Inclusion-Strategie verabschiedet. C Prognose-, Chancen- und RisikoberichtI. ChancenberichtDie UIP verfolgt durch eine wertorientierte Unternehmenspolitik eine stete Steigerung des Unternehmenswertes unter Berücksichtigung von Rendite-Risiko-Gesichtspunkten. Erreicht werden soll dies durch dauerhaftes und profitables Wachstum. In diesem Zusammenhang sehen wir folgende Chancen: Aufgrund des derzeitig schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes, auch infolge der geopolitischen Entwicklungen, ist das Sicherheitsbedürfnis der Anleger bei der Geldanlage weiterhin hoch. Auch wenn Zinsanlagen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und der sich allmählich zurückbildenden Inflation wieder eine moderat positive reale Rendite erwirtschaften, ist es vor allem im Hinblick auf die Sicherung des Lebensstandards im Alter notwendig, dass Anleger kontrollierte Risiken einzugehen, um von den überdurchschnittlichen Renditechancen aktienorientierter Anlagen zu profitieren. Die UIP sieht in diesem Umfeld die Möglichkeit, ihre Position als Lösungsanbieter weiter zu etablieren und das Fondsgeschäft auszubauen. Als Folge der Finanzmarktkrise wurden zahlreiche gesetzgeberische Maßnahmen umgesetzt, die das Wertpapiergeschäft stark beeinflussen. Weitere gesetzgeberische Maßnahmen sind in Vorbereitung. In diesen Veränderungen sieht die UIP auch die Chance, individuelle und lösungsorientierte Produkte zu entwickeln sowie die Kundenbindung zu stärken. Neben der regelmäßigen Überprüfung der Produktpalette nimmt deren bedarfsorientierte Adjustierung einen hohen Stellenwert ein. Den Anlegern werden dadurch marktaktuelle Fonds und Lösungen angeboten, um attraktive Mehrwerte zu schaffen. Der digitale Wandel erfasst nach und nach alle Bereiche der Gesellschaft und Wirtschaft. Die fortschreitende Digitalisierung bietet für die UIP das Potenzial, neuen Kundennutzen zu schaffen und Prozesse auf allen Wertschöpfungsstufen zu verbessern. Durch die identifizierten Chancen sieht die UIP die Perspektive, die Assets under Management kontinuierlich zu steigern und den damit einhergehenden Provisionsüberschuss weiter zu erhöhen. Des Weiteren arbeitet die UIP kontinuierlich an der Verbesserung der Prozesse, um Zeit- und Kosteneinsparungen zu erreichen. In Summe ergeben sich dadurch sowohl markt- als auch kostenseitige Chancen für eine positive Ergebnisentwicklung. Die UIP als Teil der Union Investment Gruppe hat darüber hinaus mit dem internen Programm "FitForFuture" auf die sich verändernden Rahmenbedingungen reagiert und damit die Basis für strategische Investitionsfelder der Zukunft geschaffen. II. Risikobericht1. Bewährte Systeme zur Identifizierung und Steuerung von RisikenDie Union Investment Privatfonds GmbH ist als Asset Manager in hohem Maße von der Entwicklung der Kapitalmärkte und dem Anlageverhalten der Fondsanleger abhängig. Sie handelt im Interesse der Fondsanleger und verfolgt eine wertorientierte Unternehmenspolitik mit dem langfristigen Ziel, den Unternehmenswert unter Berücksichtigung von Rendite und Risiko nachhaltig zu steigern. Die internen Steuerungssysteme sind dabei u.a. darauf ausgerichtet, Risiken zu identifizieren, regelmäßig zu überwachen und aktiv zu steuern. So sollen Risiken, die zu negativen Abweichungen vom prognostizierten Geschäftsverlauf führen können, möglichst frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Risikoreduzierung eingeleitet werden. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass unternehmerische Chancen unter Beachtung von Risikotragfähigkeit und Profitabilität genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem (RMS) der Union Investment Privatfonds GmbH ist ein fortlaufender Prozess, der die Gesamtheit aller organisatorischen Maßnahmen und Regelungen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken umfasst. Das RMS ist gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen organisiert. Als Konzerngesellschaft der Union Investment Gruppe ist die Union Investment Privatfonds GmbH in das Risikomanagement des Konzerns eingebunden. Die Verantwortung für die Risikosteuerung der Gesellschaft obliegt der Geschäftsführung. In der Risikostrategie der Union Investment Privatfonds GmbH sind die identifizierten wesentlichen Risikoarten abgegrenzt, die grundlegenden Verfahren zur Risikomessung festgelegt und konkrete Leitlinien für den Umgang mit dem jeweiligen Risiko vorgegeben. Die Risikostrategie steht im Einklang mit der Risikostrategie der Union Investment Gruppe. Für alle im Rahmen der Risikoinventur identifizierten wesentlichen Risikoarten, Risikokonzentrationen und Wechselwirkungen mit Investmentvermögen wurden Verfahren für die Risikomessung und Steuerung entwickelt. Der Risikoausschuss der Union Investment Privatfonds GmbH diskutiert in seinen Sitzungen die Risikosituation der Gesellschaft und bereitet Entscheidungen für die Geschäftsführung vor. Der Risikobeauftragte berichtet gemeinsam mit dem Chief Risk Officer der Union Investment Gruppe quartalsweise an die Geschäftsführung, die auf Basis dieser Berichte den Aufsichtsrat informiert. Die Details zum RMS inklusive aller Richtlinien und Fachkonzepte sind im Risikohandbuch der Union Investment Privatfonds GmbH dokumentiert. Die Interne Revision überprüft die Funktionsfähigkeit des RMS im jährlichen Rhythmus. Im Folgenden sind die wesentlichen Elemente des RMS der Union Investment Privatfonds GmbH dargestellt: RisikotragfähigkeitsanalyseZur Sicherung des Fortbestandes der Gesellschaft wird die Risikotragfähigkeit im Rahmen der ökonomischen Risiko- und Kapitalsteuerung regelmäßig überwacht. Die wesentlichen Risikoarten werden gemäß den Vorgaben der Risikostrategie und unter Beachtung der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse limitiert und mit Risikokapital unterlegt. Dabei wird, entsprechend der Risikoneigung, das maximal zulässige Risiko durch Verlustobergrenzen so begrenzt, dass die Union Investment Privatfonds GmbH nicht im Bestand gefährdet wird. Diversifikationseffekte zwischen den Risikoarten werden berücksichtigt. Die Ermittlung des Risikokapitalbedarfs und die Überwachung der Verlustobergrenzen erfolgen nach marktüblichen Standards und Methoden durch eine unabhängige Stelle. Ergänzend dazu werden regelmäßig Stresstests durchgeführt. Die angewandten Methoden unterliegen einer jährlichen Angemessenheitsprüfung. FrühwarnsystemIn dem Frühwarnsystem werden regelmäßig Risikoindikatoren erhoben und zu zwölf Kategorien aggregiert. Sofern die vordefinierten Toleranzgrenzen überschritten sind oder das Risiko als erhöht eingestuft wird, wird ein Frühwarnimpuls ausgelöst, der eine Ursachenanalyse und Maßnahmen zur Risikobewältigung bei den für die Risikosteuerung Verantwortlichen auslöst. Die aus dem System generierten Steuerungsimpulse gewährleisten damit frühzeitige Steuerungsmaßnahmen. Das Risikoindikatorensystem umfasst insbesondere operationelle Risiken, Geschäftsrisiken sowie Risiken, die sich aus ausgelagerten Tätigkeiten ergeben können. Ergänzend hierzu besteht ein Ad-hoc-Meldewesen zur Früherkennung außerordentlicher Risikosituationen mit kurzfristigem Handlungsbedarf. RisikoberichtswesenDie Geschäftsführung der Union Investment Privatfonds GmbH wird quartalsweise in schriftlicher Form über die Entwicklung der Risikolage in dem Berichtszeitraum informiert. Im Risikobericht wird die Gesamtrisikolage dargestellt und beurteilt. Es werden kritische Risikopotenziale aufgezeigt und bei Bedarf Handlungsempfehlungen zur Bewältigung der kritischen Risikopotenziale dargestellt. Auf Basis dieses Berichtes informiert die Geschäftsführung den Aufsichtsrat. Außerhalb der regelmäßigen Risikoberichte werden unter Risikogesichtspunkten kritische Informationen unverzüglich an die Geschäftsführung und bei Bedarf an den Aufsichtsrat eskaliert. 2. Darstellung der wesentlichen Risiken 2Die im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizierten und als wesentlich bewerteten Risiken sind Gegenstand der Risikostrategie der Gesellschaft. Auf Basis der in der Strategie festgelegten Leitlinien werden diese Risiken mit Hilfe des Risikomanagementsystems regelmäßig überwacht und gesteuert. Operationelles RisikoDas operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten durch menschliches Verhalten, technologisches Versagen, Prozess- oder Projektmanagementschwächen oder durch externe Ereignisse. Das Rechtsrisiko ist in dieser Definition eingeschlossen. Dem operationellen Risiko kommt im Vergleich zu den anderen Risiken große Bedeutung zu, da der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Union Investment Privatfonds GmbH in der Erbringung von Dienstleistungen für Dritte und nicht in der Übernahme von Risiken auf eigene Rechnung liegt. Die Quantifizierung des Risikokapitalbedarfs erfolgt gemäß Standardansatz der Capital Requirements Regulation (CRR). Zum 31.12.2023 wurde ein Risikokapitalbedarf in Höhe von 115,9 Mio. Euro ermittelt. Die Verlustobergrenze belief sich auf 120,0 Mio. Euro. Im Jahresverlauf lag der Risikokapitalbedarf jederzeit unterhalb der Verlustobergrenze. Das ergänzend zu der Berechnung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs eingesetzte Risikoindikatorensystem setzte bestimmungsgemäß durch verschiedene Risikoindikatoren Impulse und daraus abgeleitet Maßnahmen für die Risikosteuerung. Im Jahresverlauf gab es keine Hinweise auf eine unternehmenskritische Situation. In der Internen Verlustdatensammlung erfasst die Gesellschaft alle Verluste ab einem Betrag von 1.000 Euro brutto, die beim Eintritt von operationellen Risiken entstehen. Als Konsequenz aus dem Risikoeintritt kann es neben den entstandenen Verlusten auch zu Verzögerungen oder Unterbrechungen im Betriebsablauf oder in der Folge zu Reputationsrisiken kommen. Die Sammlung der Verlustereignisse ermöglicht es, die schlagend gewordenen operationellen Risiken zu analysieren sowie Trends und Konzentrationen zu erkennen. Somit können die im Weiteren dargestellten Maßnahmen zur Minderung oder Vermeidung des Risikoeintrittes gezielter ausgestaltet werden. Bei Verlusten ab einer Schadenshöhe von 500.000 Euro brutto wird ein standardisierter Maßnahmen Management-Prozess eingeleitet. Aufgrund von in Einzelfällen sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten für größere Schäden treten regelmäßig Schwankungen der Schadenverläufe im Zeitablauf auf. Der Schadenverlauf war im Berichtszeitraum in Bezug auf die Verlustobergrenze zu jeder Zeit unkritisch. In dem regelmäßigen Risk Self Assessment wird durch szenariobasierte Analysen das Risikoprofil aus operationellen Risiken geschärft. Dabei spielen gerade Worst-Case-Szenarien eine wesentliche Rolle. Sie geben steuerungsrelevante Hinweise auf den Umgang mit extremen Risikoausprägungen. Zur Minderung oder Vermeidung der Auswirkungen aus operationellen Risiken hat die Gesellschaft verschiedene organisatorische Vorkehrungen getroffen: Für alle wesentlichen Geschäftsvorgänge existieren Richtlinien, in denen Zuständigkeiten und Abläufe beschrieben sind. Die Angemessenheit und Aktualität der Richtlinien unterliegen der regelmäßigen Prüfung durch die interne Revision. Die in der Union Investment Gruppe praktizierte Bündelung von Aktivitäten und die damit verbundene Spezialisierung auf einzelne Wertschöpfungsstufen trägt elementar zur Reduktion operationeller Risiken bei. Beispielsweise werden IT-Dienstleistungen und damit verbundene Aufgaben auf einen spezialisierten IT-Dienstleister in der Gruppe ausgelagert. Die Back-Office-Tätigkeiten sind ebenfalls organisatorisch zusammengefasst. Zusätzlich zu der internen Aufgabenbündelung erfolgt die Auslagerung von Leistungen auf spezialisierte, externe Anbieter, beispielsweise im IT-Betrieb. Dabei durchlaufen alle geplanten Auslagerungen einen standardisierten Outsourcingprozess, der auch eine Risikoanalyse des Auslagerungsvorhabens umfasst. In Abhängigkeit vom Ergebnis der Analyse werden ausgelagerte Aktivitäten und Prozesse im Risikomanagementsystem berücksichtigt. Bestehende Auslagerungen werden überwacht und regelmäßig an die Geschäftsführung berichtet. Bei Bedarf werden erforderliche Maßnahmen eingeleitet. Ergänzend sind verschiedene organisatorische, technische und personelle Maßnahmen umgesetzt, die die Prozessstabilität verbessern und Risiken reduzieren. Dieses sind beispielsweise die Implementierung eines Internen Kontrollsystems, die Einrichtung einer zentralen Stelle zur Prävention strafbarer Handlungen, die Umsetzung der Funktionstrennung bis auf die Ebene der Geschäftsführung, die Einrichtung einer angemessenen technischen Infrastruktur, die Qualifikation der Mitarbeitenden und die Bereitstellung ausreichender Personalressourcen. Die Ausgestaltung der Vergütungssysteme unterliegt in der Union Investment Gruppe dem Bereich Konzern-Personal und ist in der Vergütungsrichtlinie verankert. Ziel der Vergütungssysteme ist es, die Leistungen der Mitarbeitenden angemessen zu honorieren und wirksame Leistungsanreize zu setzen. Dabei sollen ausdrücklich keine Ziele vereinbart werden, die zum Eingehen unverhältnismäßig hoher Risiken verleiten. Dies trägt zur Minimierung der operationellen Risiken bei. Die Vergütungssysteme sind so ausgestaltet, dass sie den jeweils gültigen regulatorischen Vorschriften entsprechen. Für bestimmte Risiken, die sich zum Teil auch der Steuerung durch die Gesellschaft entziehen, werden Versicherungen abgeschlossen. Zur Verminderung der Auswirkungen von extern verursachten Risiken mit sehr hohen bis hin zu existenzbedrohenden Schadenspotenzialen besteht ein gruppenweites Konzept zur Notfall- und Krisenvorsorge. MarktpreisrisikoDas Marktpreisrisiko setzt sich aus dem Marktpreisrisiko i.e.S. und dem Marktliquiditätsrisiko zusammen. Das Marktpreisrisiko i.e.S. bezeichnet das Risiko von Verlusten aus Finanzinstrumenten bzw. anderen Vermögenswerten, verursacht durch eine Veränderung der Marktpreise oder preisbeeinflussenden Parameter (zum Beispiel Zinsrisiko, Spread- und Migrationsrisiko, Währungsrisiko, Aktienrisiko, Fondspreisrisiko oder Asset Management-Risiko). Das Marktliquiditätsrisiko ist das Risiko eines Verlustes, der aufgrund nachteiliger Veränderungen der Marktliquidität, zum Beispiel durch Verschlechterung der Marktiefe oder durch Marktstörungen, eintreten kann. Das Marktliquiditätsrisiko hat nur geringe Bedeutung. Für die Union Investment Privatfonds GmbH sind insbesondere die Kategorien Fondspreisrisiko und Asset Management-Risiko von Bedeutung. Das Fondspreisrisiko ergibt sich aus der Anlage der eigenen Mittel der Gesellschaft. Die eigenen Mittel werden ihrer Struktur nach überwiegend konservativ, vornehmlich in Fonds der Union Investment Gruppe investiert. Als Folge von erhöhten Volatilitäten an den Finanzmärkten kann es zu Wertveränderungen der Fondsanlagen kommen, die sich in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Bei der Überwachung und Steuerung der Eigenanlagen durch ein Dispositionsgremium verfolgt die Union Investment Privatfonds GmbH keine kurzfristige Gewinnerzielungsabsicht durch eine gezielte Handelstätigkeit. Das Fondspreisrisiko wird als Value-at-Risk mit einem Konfidenzniveau von 99,9 Prozent und einer Haltedauer von einem Jahr quantifiziert. Die Berechnung basiert auf einer Monte-Carlo-Simulation unter Berücksichtigung von Krisenszenarien und Risikominderungstechniken. Beim Asset Management-Risiko handelt es sich um das Risiko aus vertraglich vereinbarten Verpflichtungen zu Nachschusszahlungen an Fondsanleger bzw. Kunden. Für die Union Investment Privatfonds GmbH ergibt sich die Relevanz dieser Risikokategorie aus möglichen Nachschusszahlungen bei den geförderten Altersvorsorgeprodukten (Riester Renten-Produkte, insb. UniProfiRente). Solche Nachschusszahlungen an die Anleger würden sich als Aufwendungen für die Gesellschaft niederschlagen. Der Risikoquantifizierung liegt eine Simulation der erwarteten künftigen Nachschusspflichten zugrunde. Die Entwicklung der Altersvorsorgeprodukte und der potenziellen Nachschusszahlungen an Anleger unterliegt einer laufenden Überwachung. Die Quantifizierung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs für das Marktpreisrisiko ergab zum 31.12.2023 einen Risikokapitalbedarf in Höhe von 334,3 Mio. Euro. Die Verlustobergrenze belief sich auf 680,0 Mio. Euro. Im Jahresverlauf lag der Risikokapitalbedarf jederzeit unterhalb der Verlustobergrenze. GeschäftsrisikoDas Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes aus Ergebnisschwankungen, die sich bei gegebener Geschäftsstrategie ergeben können und die nicht durch andere Risikoarten abgedeckt sind. Insbesondere umfasst dies das Risiko, dass aufgrund von Veränderungen wesentlicher Rahmenbedingungen (z.B. Wirtschafts- und Produktumfeld, Kundenverhalten, Wettbewerbssituation) den Verlusten rein operativ nicht begegnet werden kann. Somit würde die Gesellschaft bei Risikoeintritt einen operativen Verlust ausweisen. Die Ermittlung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs erfolgt mit einem Earnings-at-Risk Ansatz als Value-at-Risk im 1-Jahres-Horizont zum Konfidenzniveau von 99,9 Prozent. Zum 31.12.2023 wurde ein Risikokapitalbedarf in Höhe von 0 Euro ausgewiesen. Aufgrund des niedrigen Geschäftsrisikos und der erwarteten Ergebnisentwicklung betrug die Verlustobergrenze Geschäftsrisiko für 2023 ebenfalls Null. Das ergänzend eingesetzte Risikoindikatorensystem setzte bestimmungsgemäß durch verschiedene Risikoindikatoren Impulse und daraus abgeleitet Maßnahmen für die Risikosteuerung. Im Jahresverlauf gab es keine Hinweise auf eine unternehmenskritische Situation. ReputationsrisikoDas Reputationsrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aus Ereignissen, die das Vertrauen in die Unternehmen der Union Investment Gruppe oder in die angebotenen Produkte und Dienstleistungen insbesondere bei Kunden, Distributoren, Anteilseignern, Mitarbeitenden, auf dem Arbeitsmarkt, in der allgemeinen Öffentlichkeit und bei der Aufsicht beschädigen. Aus dem Management der Investmentvermögen heraus können Reputationsrisiken für die Gesellschaft entstehen. Der Eintritt von Reputationsrisiken könnte zum Abfluss von Kundengeldern und damit zu geringeren künftigen Erträgen führen. Die Auswirkungen aus Reputationsrisiken werden in der Risikomessung des Geschäftsrisikos berücksichtigt. Zusätzlich wird das Reputationsrisiko in der Union Investment Gruppe über einen stakeholderbasierten Ansatz erfasst und gesteuert. Für jeden Stakeholder wird anhand von quantitativen und qualitativen Indikatoren eine Einwertung des Reputationsrisiko-Niveaus vorgenommen. Das Reputationsrisiko-Niveau der Gesellschaft wird aus den Werten der relevanten Stakeholder berechnet. Quartalsweise wird im Rahmen des Risikoberichts über die Einwertung der Reputation für die relevanten Stakeholder sowie möglicher Reputationsereignisse an die Geschäftsführung berichtet. Im Jahresverlauf gab es keine kritischen Reputationsereignisse. KreditrisikoDas Kreditrisiko bezeichnet das Risiko unerwarteter Verluste durch den Ausfall von Gegenparteien. Das Kreditrisiko der Gesellschaft ergibt sich im Wesentlichen aus Salden auf Geschäftskonten bei Kreditinstituten sowie aus Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Quantifizierung des Risikos orientiert sich am aufsichtsrechtlichen Kreditrisikostandardansatz (KSA). Zum 31.12.2023 wurde ein Risikokapitalbedarf in Höhe 6,1 Mio. Euro ausgewiesen. Die Verlustobergrenze belief sich auf 24,0 Mio. Euro. Im Jahresverlauf lag der Risikokapitalbedarf jederzeit unterhalb dieser Verlustobergrenze. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko ist der Verlust, der dadurch entstehen kann, dass Geldmittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne) oder dass Geldmittel bei Bedarf nur zu erhöhten Konditionen beschafft werden können (Refinanzierungsrisiko). Bei den Positionen, aus denen Liquiditätsrisiken entstehen können, handelt es sich im Wesentlichen um die Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft. Der Eintritt von Liquiditätsrisiken könnte zu Verzögerungen bei der Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft führen. Um dies zu vermeiden, unterliegen die Liquiditätspositionen einem laufenden Liquiditätsmanagement. Dabei zielen die aktive Planung und Steuerung der Liquiditätspositionen darauf ab, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit sicherzustellen. Im Berichtszeitraum war die Zahlungsfähigkeit zu keinem Zeitpunkt gefährdet. NachhaltigkeitsrisikoNachhaltigkeitsrisiken werden im Sinne von Umwelt-, sozialen- oder Governance-Risiken nicht als eigenständige Risikoart betrachtet, sondern als Treiber bestehender Risikoarten verstanden, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben kann. Dies schließt klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken und Transitionsrisiken ein, aber auch Risiken, die sich aus regulatorischen Anforderungen mit Klima- oder Nachhaltigkeitsbezug ergeben. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden Nachhaltigkeitsrisiken als Treiber der finanziellen und nicht-finanziellen Risikoarten berücksichtigt und eine Betroffenheitsanalyse durchgeführt. So können Nachhaltigkeitsrisikotreiber beispielsweise die operationellen Risiken beeinflussen, indem sich finanzielle Verluste aus nachhaltigkeitsbedingten Rechtsansprüchen oder im Fall von Klima- und Umweltereignisse auch aus der Beeinträchtigung der Geschäftskontinuität aufgrund extremer Wetterereignisse ergeben. Im Zusammenhang mit Governance-Risiken können unzureichend funktionsfähige interne Kontroll- und Risikomanagementsysteme einen Einfluss auf das Operationelle Risiko haben. Nachhaltigkeitsrisikotreiber können auch zu einer Veränderung der Ertragslage und der Reputationsrisiken führen, in dem sich beispielsweise eine negative Wirkung auf die Reputation durch Produkte oder Geschäftsbeziehungen ergibt, die hinsichtlich klima- und umweltschädlicher Einflüsse kontrovers von den Stakeholdern gesehen werden. Reputationsrisiken können darüber hinaus auch aufgrund eines aktiven nicht nachhaltigen Handelns entstehen oder auch, wenn sich die Union Investment Gruppe in der Wahrnehmung ihrer Stakeholder zu passiv verhält und nachhaltiges Handeln unterlässt. Die Nachhaltigkeitsrisikotreiber werden wie andere Risikotreiber implizit in der Risikomessung berücksichtigt. So werden nachhaltigkeitsgetriebene operationelle Risiken in den Instrumenten Verlustdatensammlung, szenariobasiertes Risk Self Assessment und Risikoindikatoren berücksichtigt und darüber gesteuert und überwacht. Auch im Geschäftsrisiko und Reputationsrisiko werden verschiedene Risikoindikatoren erhoben, die Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen. Art und Umfang der Prozesse zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken im Risikomanagementsystem werden vor dem Hintergrund der aktuellen Umfeldbedingungen kontinuierlich weiterentwickelt bzw. ergänzt. 3. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage im BerichtszeitraumDie Ergebnisse der Risikoüberwachung wurden in den regelmäßigen Sitzungen des Risikoausschusses der Gesellschaft diskutiert und bei Bedarf Maßnahmen abgeleitet. Mit den quartalsweisen Risikoberichten und bei Bedarf durch die Ad hoc-Eskalation kritischer Sachverhalte wurde die Geschäftsführung über die risikorelevanten Sachverhalte informiert. Auf Basis dieser Informationen hat die Geschäftsführung Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen und den Aufsichtsrat über die Risikolage der Gesellschaft in Kenntnis gesetzt. Einzelnen risikobehafteten Entwicklungen konnte durch gezielte Maßnahmen der Risikosteuerung begegnet werden. Im gesamten Geschäftsjahr 2023 traten keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft auf. Die Analyse der Risikotragfähigkeit zeigt keine auffälligen Entwicklungen, die nicht mit den eingeleiteten Maßnahmen zu bewältigen waren. Die Risikotragfähigkeit der Union Investment Privatfonds GmbH war jederzeit sichergestellt. Alle Verlustobergrenzen wurden während des Berichtszeitraums eingehalten. Für geschäftliche und steuerliche Risiken wurden im Jahresabschluss nach vernünftigem kaufmännischem Ermessen Rückstellungen gebildet. Die Zahlungsfähigkeit der Union Investment Privatfonds GmbH war zu keiner Zeit gefährdet. III. PrognoseberichtDer Prognosezeitraum bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2024. Die UIP setzt sich auch für das Jahr 2024 ambitionierte Ziele, nachdem 2023 trotz der Vielzahl der aktuell schwelenden Krisen sehr erfolgreich abgeschlossen wurde. Sämtliche Prognosen für das Jahr 2024 sind geprägt von erheblichen Unsicherheiten. Zuvorderst sei hier der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine genannt, dessen Ende derzeit noch nicht absehbar ist. Zwar sind jüngst die Inflationsraten, getrieben insbesondere von einem Rückgang der Energiepreise, merklich gesunken, gerade der Krieg in Nahost hat jedoch das Potenzial, wieder gegenläufige Tendenzen auszulösen. In diesem Kontext herrscht auch Unsicherheit darüber, wann die Notenbanken der westlichen Welt ihre restriktive Geldpolitik beenden (können). Die wirtschaftliche Lage beeinflusst unmittelbar die Ansparmöglichkeiten unserer Kunden. Dies manifestierte sich insbesondere im jüngst zu verzeichnenden Rückgang des 12 Monats-Sparvolumens, welches im Jahresverlauf um 0,7 Mrd. Euro auf 6,4 Mrd. Euro sank. Aufgrund der positiven Inflationsentwicklung erwarten wir hier für 2024 aber im Jahresverlauf eine Trendwende und einen moderaten Anstieg um 0,2 Mrd. Euro. In Summe erwarten wir für 2024 dennoch einen Nettoabsatz, der moderat unter dem Niveau des aktuellen Jahres liegen wird (3,2 Mrd. Euro versus 3,6 Mrd. Euro). Grund hierfür ist eine Verschiebung des Absatzschwerpunktes der Einmalanlagen zu Fonds anderer Gesellschaften innerhalb der Union Investment-Gruppe. Die Performanceerwartung für das Jahr 2024 ist, bei hoher Unsicherheit, moderat positiv (zirka +3,3 Prozent). In Summe wird von einer nur leicht positiven Fortentwicklung der Assets under Management ausgegangen. Der Provisionsüberschuss liegt im Budget für 2024 mit 890 Mio. Euro um 3 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Der Rückgang ist insbesondere Folge der Tatsache, dass sich die Struktur des Volumens der Assets under Management unter Ertragsgesichtspunkten verschlechtert. Der Verwaltungsaufwand wird im Jahr 2024 mit 512 Mio. Euro zirka 6 Prozent über dem Wert des Vorjahres erwartet. Neben gezielten Investitionen in den Mitarbeiteraufbau in Kernkompetenzfeldern und Wachstumsthemen in Verbindung mit durchschnittlichen Gehaltsanpassungen sowie dem Ganzjahreseffekt des Mitarbeiteraufbaus aus im Vorjahr besetzten Stellen sind es Aufwände aufgrund regulatorischer Vorgaben, die den Verwaltungsaufwand ceteris paribus moderat steigen lassen. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen verschlechtert sich 2024 mit knapp 23 Mio. Euro deutlich um etwa 156 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Grund hierfür ist die überdurchschnittlich hohe Auflösung von Drohverlustrückstellungen für die UniProfiRente im Jahr 2023. Das Ergebnis aus Forderungen und Wertpapieren ist 2023 durch Bewertungsgewinne der Wertpapiere in den Eigenanlagen geprägt. Für 2024 werden ebensolche in dieser Höhe nicht erwartet, weshalb diese Position 2024 einen positiven, aber im Vorjahresvergleich niedrigeren Ergebnisbeitrag erbringen sollte (22 vs. 38 Mio. Euro). Insgesamt wird das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der UIP plangemäß mit 438 Mio. Euro merklich unter dem Niveau des Jahres 2023 (674,5 Mio. Euro) liegen. Dies geht mit einer Erhöhung der Cost-Income-Ratio von 43,1 Prozent auf 55,2 Prozent einher. Hinsichtlich der Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird auf die Ausführungen im Kapitel B IV. 3.2 verwiesen. D Erklärung zur Unternehmensführung 3Bericht gemäß § 289 f Absatz 4 in Verbindung mit Absatz 2 Nr. 4 HGBDie Gesellschafterversammlung der Gesellschaft hat gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG mit Gesellschafterbeschluss vom 21. Januar 2022 Zielgrößen bis zum 31. Dezember 2026 für den Frauenanteil in Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Gesellschaft festgelegt. Der für den Aufsichtsrat am 21. Januar 2022 beschlossene Zielanteil mit dem Zieltermin zum 31. Dezember 2026 beträgt 16,6% (1 von 6). Im Berichtszeitraum betrug der Frauenanteil im Aufsichtsrat 16,6 % (1 von 6). Für die Geschäftsführung mit einem Frauenanteil im Berichtszeitraum von 0% hat die Gesellschafterversammlung als Zielgröße bis zum 31. Dezember 2026 festgelegt, sich kein bindend höheres Ziel als 0% (0 von 4) zu setzen. Dies liegt darin begründet, dass die Gesellschafterversammlung zwar grundsätzlich bestrebt ist, einen höheren Anteil an Frauen in der Geschäftsführung zu erreichen, jedoch nach den Erkenntnissen zum Zeitpunkt der Zielfestlegung davon ausging, dass bis zum Zieldatum ein höherer Frauenanteil mangels Vakanzen im Hinblick auf die damalige Zusammensetzung nicht erreicht werden kann. Es ist beabsichtigt, im Geschäftsjahr 2024 eine Geschäftsleiterin zu bestellen, sodass sich der Frauenanteil auf 25% (1 von 4) erhöhen wird. Außerdem hat die Geschäftsführung der Gesellschaft gemäß § 36 GmbHG Zielgrößen bis zum 31. Dezember 2026 für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festgelegt. Auf Abteilungsleitungsebene (erste Ebene nach Geschäftsleitung) beträgt die Zielgröße 11,8 %. Sie wurde im Berichtszeitraum weiterhin eingehalten. Für die Gruppenleitungsebene (zweite Ebene nach Geschäftsführung) beträgt die Zielgröße 12,1 %. Im Berichtszeitraum betrug der Frauenanteil auf Gruppenleitungsebene 11,7%. Grund für die marginale Unterschreitung ist die Besetzung von vier offenen Stellen durch eine weibliche Kandidatin und drei männliche Kandidaten.
Frankfurt am Main, den 29. Januar 2024 Union Investment Privatfonds GmbH Benjardin Gärtner Klaus Riester Jochen Wiesbach Bilanz zum 31. Dezember 2023der Union Investment Privatfonds GmbHAKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023der Union Investment Privatfonds GmbH
AnhangAllgemeine AngabenGrundlagen zur Aufstellung des AbschlussesDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach § 38 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) entsprechend den anzuwendenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der Einzelabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis einzubeziehender Unternehmen aufstellt. Die Union Asset Management Holding AG wird unter der Nummer HRB 47289 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main geführt. Der Konzernabschluss der Union Asset Management Holding AG wird in den Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis einzubeziehender Unternehmen auf und wird unter der Nummer HRB 45651 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main geführt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und ist bei der DZ BANK AG erhältlich. Die Union Investment Privatfonds GmbH ist Teil der DZ BANK Gruppe. In bestimmten Rechtsordnungen, in denen die DZ BANK Gruppe tätig ist, wurden Gesetze zur globalen Mindestbesteuerung (BEPS 2.0 Pillar 2) erlassen oder inhaltlich umgesetzt. In Deutschland erfolgt die Umsetzung im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen, das am 27.12.2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlich wurde. Das Gesetz tritt für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr des Konzerns in Kraft. Der Konzern fällt in den Geltungsbereich der erlassenen oder materiell-rechtlich umgesetzten Rechtsvorschriften und hat eine Bewertung der potenziellen Betroffenheit des Konzerns von der globalen Mindestbesteuerung vorgenommen. Die Union Investment Privatfonds GmbH ist Teil der Mindeststeuergruppe gemäß § 3 Abs. 1 MinStG mit der DZ BANK AG als oberste Muttergesellschaft und Gruppenträger. Der Gruppenträger schuldet die Mindeststeuer nach dem MinStG und hat den Mindeststeuer-Bericht sowie die entsprechende Steuererklärung im Inland abzugeben. Die DZ BANK Gruppe erwartet aus Konzernsicht ein lediglich unwesentliches Ertragsteuerrisiko aus der globalen Mindestbesteuerung. Die Union Investment Privatfonds GmbH, mit Sitz in Frankfurt am Main, wird im Registergericht des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Registernummer HRB 9073 geführt. Alle Beträge sind gemäß § 244 HGB in Euro angegeben. Posten der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung, die keinen Betrag ausweisen, werden nicht aufgeführt, es sei denn, dass im vorhergehenden Geschäftsjahr unter diesen Posten ein Betrag ausgewiesen wurde. Sofern nicht abweichend gekennzeichnet, sind alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) dargestellt. Beträge unter 500,00 Euro werden als 0 TEUR angegeben; sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. Es wird kaufmännisch gerundet. Hierdurch können sich bei der Bildung von Summen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenForderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Aktien und andere nicht festverzinsliche WertpapiereDie Wertpapiere der Liquiditätsreserve sind nach dem für das Umlaufvermögen geltenden strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktwert zum Bilanzstichtag bewertet. Immaterielle Anlagewerte und SachanlagenDie Bilanzierung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare oder degressive Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und soweit erforderlich um außerplanmäßige Abschreibungen. Selbständig nutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von 50,01 Euro bis 800,00 Euro werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 50,00 Euro sind unmittelbar im Aufwand gebucht. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind teilweise über die VGU e.V. - Versorgungskasse genossenschaftlich orientierter Unternehmen - und über die R+V Pensionsfonds Aktiengesellschaft ausfinanziert. Die Bewertung der bei der Gesellschaft verbleibenden Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Den Berechnungen liegen aktuelle Sterbe-, Invaliditäts- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten, erwartete Gehalts-, Anwartschafts- und Rentensteigerungen sowie der Diskontierungszinssatz zu Grunde, der sich unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren ergibt. Die tatsächlich verwendeten Parameter sind unter den Erläuterungen zu den Rückstellungen angegeben. Diese Annahmen stützen sich auf in der Vergangenheit beobachtete Entwicklungen und berücksichtigen Erwartungen zur künftigen Entwicklung des Arbeitsmarkts. Basis für die Schätzung der durchschnittlichen Lebenserwartung bilden anerkannte biometrische Rechnungsgrundlagen (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck). Die anderen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags für ungewisse Verbindlichkeiten oder für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Erträge aus der Abzinsung beziehungsweise Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen, Erfolge aus der Änderung der Abzinsungssätze sowie der Schätzung der Restlaufzeiten werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Bei der Ermittlung der Aufwendungen und Erträge aus Aufzinsungs- und Zinsänderungseffekten wird davon ausgegangen, dass eine Änderung des Abzinsungssatzes erst zum Ende der Periode eintritt, so dass der Nominalbetrag der Verpflichtung mit dem Zinssatz zu Beginn der Periode aufgezinst wird. Entsprechendes gilt für eine Veränderung des Verpflichtungsumfangs. In Bezug auf den Verbrauch von Rückstellungen wird die Annahme getroffen, dass dieser ebenfalls erst zum Ende der jeweiligen Periode erfolgt. FremdwährungspostenDie Währungsumrechnung erfolgt auf Basis des § 340h in Verbindung mit § 256a HGB. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Bewertungseffekte aus diesen Geschäften werden in den Sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Handelsgeschäfte werden nicht getätigt. Erträge und Aufwendungen in Fremdwährung werden grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum Zeitpunkt ihrer ergebniswirksamen Erfassung umgerechnet. Latente SteuernAufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft der Union Investment Privatfonds GmbH zum Organträger Union Asset Management Holding AG (UMH) werden die latenten Steuern auf die inländischen temporären Differenzen der Union Investment Privatfonds GmbH auf Ebene des Organträgers ausgewiesen, sodass die Anhangangaben zu den latenten Steuern der Gesellschaft ebenfalls dort erfolgen. Erläuterungen zur BilanzAktivseiteForderungen an Kreditinstitute
Forderungen an KundenIn diesem Posten sind im Wesentlichen Forderungen für Advisory Fee an die BEA Union Investment sowie Portfolioverwaltungsgebühren an die Laureus AG enthalten. Aktien und andere nicht festverzinsliche WertpapiereDer Posten enthält ausschließlich börsenfähige Wertpapiere der Liquiditätsreserve in Höhe von 1.324.865 TEuro, die nicht börsennotiert sind. Es handelt sich ausnahmslos um Investmentanteile der Union Investment Gruppe. Die Eigenanlagen im Sinne des § 285 Nr. 26 HGB gliedern sich wie folgt:
Entwicklung des Anlagevermögens
Die Investitionen der immateriellen Anlagewerte entfallen weitestgehend auf den Zugang von Softwarelizenzen samt Anschaffungsnebenkosten aus den Projekten. In dem bilanzierten Buchwert der immateriellen Anlagewerte sind 3.195 Teuro für selbst erstellte immaterielle Anlagewerte enthalten. Der ausgewiesene Bilanzwert der Sachanlagen entspricht vollständig dem Wert der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen an die Investmentvermögen weisen hauptsächlich Ansprüche aus Provisionen des Fondsgeschäfts für den Monat Dezember 2023 aus. Die Forderungen gegenüber der ZBI Fondsmanagement GmbH bestehen aus dem Provisionsgeschäft. Bei den Forderungen an die Union Investment Service Bank AG handelt es sich im Wesentlichen um Provisionsforderungen aus dem Anteilscheinabsatz. PassivseiteSonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
FremdwährungAuf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Schulden bestehen in folgender Höhe:
Rückstellungen
In dem Posten Provisionen sind Rückstellungen ausgewiesen, die auf Basis der mit den das Kundengeschäft vermittelnden Kreditinstituten bestehenden Provisionsvereinbarungen gebildet werden. Die Rückstellungen für Provisionen stellen sich wie folgt dar:
Die Rückstellungen im Personalbereich stellen sich wie folgt dar:
Aufgrund der teilweisen Ausfinanzierung der Altersversorgungs- sowie Altersteilzeitverpflichtungen über externe Versorgungsträger bestehen von Seiten der Gesellschaft keine direkten Zahlungsverpflichtungen gegenüber früheren Organmitgliedern.
Im Geschäftsjahr 2023 erfolgt analog des Vorjahres ein Bruttoausweis der Altersversorgungsverpflichtungen. In Anlehnung an den IDW RH FAB 1.021 werden die Verpflichtungen nun einheitlich auf der Aktiv- und der Passivseite bewertet. Hierbei werden die Leistungen, die von der VGU zu erwarten sind, von den Gesamtleistungen in Abzug gebracht (Leistungssaldierung). Der Barwert der verbleibenden Restansprüche wird dann mit den weiteren Vermögenswerten saldiert, um hieraus den notwendigen handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen zu ermitteln. Investmentfondsanteile, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen dienen, sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Bilanzposten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verrechnet. Investmentfondsanteile, die ausschließlich als Erfüllungsbeträge aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen, sind mit dem Bilanzposten sonstige Verpflichtungen verrechnet. Gleichermaßen ist mit den Aufwendungen und Erträgen aus der Bewertung dieser - teilweise verpfändeten - Investmentfondsanteile und aus der Abzinsung der Rückstellungen (in Höhe von 6.570 TEuro) verfahren worden. Die Bewertung der Investmentfondsanteile erfolgt zum jeweils aktuellen Rücknahmepreis am Bilanzstichtag. Auf Basis der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen mit dem anzuwendenden 10-Jahresdurchschnittszinssatz ergibt sich im Vergleich mit dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz der Vorjahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 314 TEuro, der gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegt. Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft der Gesellschaft zum Organträger (UMH) und die sich hieraus ergebenden Erfordernisse der Abführung des Gesamtgewinns in Übereinstimmung mit denen in § 268 Abs. 8 HGB geregelten Ausschüttungssperren, kommt die Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 HGB nicht zur Anwendung (§ 301 AktG). Entwicklung des Eigenkapitals
Sonstige finanzielle VerpflichtungenAn sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 6.172 TEuro. Zum Geschäftsjahresende bestanden keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Verwaltete Investmentvermögen
Die Union Investment Privatfonds GmbH weist hier die Anzahl der für Anteilinhaber verwalteten Investmentvermögen und die Summe der Inventarwerte aus. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Wertpapier-Investmentvermögen. Die ausgewiesenen Volumina sind nach dem Stand vom 31. Dezember 2023 (Preisberechnung vom 29. Dezember 2023) berechnet. In den für Anteilinhaber verwalteten Investmentvermögen sind Inventarwerte auf nach dem Gesetz über die Zertifizierung von Altersvorsorge- und Basisrentenverträgen (AltZertG) geführte Vertragsbestände enthalten. Diese dienen der Deckung der garantierten Kapitaleinzahlungen auf Altersvorsorgeverträge. Bei den Kapitalerhaltungszusagen nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 AltZertG handelt es sich um die Gesamtsumme der bisher von Anlegern in die einzelnen Produktvarianten der Produkte UniProfiRente und UniProfiRente Select eingezahlten Altersvorsorgebeiträge, die nach den gesetzlichen Vorschriften zu Beginn der Auszahlungsphase mindestens zur Verfügung gestellt werden müssen sowie um die durch die Gesellschaft garantierten Auszahlungsbeträge für die Vertragsbestände, die sich bereits in der Auszahlungsphase befinden. Für diese Vertragsbestände sind zum Bilanzstichtag Drohverlustrückstellungen in Höhe von 97.334 TEuro bilanziert (Vorjahr 249.795 TEuro). Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungProvisionserträge
Die Position Provisionserträge für die Leistungsverrechnung enthält im Wesentlichen die Erträge aus der Leistungsverrechnung für Fondsmanagementberatung in Höhe von 92.294 TEuro sowie für Vertrieb im Segment Privatkunden in Höhe von 76.289 TEuro. Provisionsaufwendungen
Die Aufwendungen für gruppeninterne Leistungsverrechnungen innerhalb der Provisionsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen folgende Positionen:
Sonstige betriebliche Erträge
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Die Aufwendungen für die Leistungsverrechnung innerhalb der Verwaltungsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen folgende Positionen:
Die gruppeninterne Leistungsverrechnung resultieren aus der Auslagerung einzelner Teilbereiche der Gesellschaft auf die Schwestergesellschaften (insbesondere Fondsservice und IT-Leistungen) und an die Muttergesellschaft (Stabsfunktionen) der Union Investment Gruppe. Die rechtliche Grundlage für die internen Leistungsverrechnungen bildet der Konzernrahmenvertrag. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im KreditgeschäftDieser Posten enthält im Wesentlichen Zuschreibungen in Höhe von 37.654 TEuro sowie Veräußerungsgewinne auf Investmentanteile der Liquiditätsreserve in Höhe von 894 Teuro. Demgegenüber stehen Abschreibungen in Höhe von 308 TEuro sowie realisierte Kursverluste auf Investmentanteile der Liquiditätsreserve in Höhe von 189 TEuro. Die Zu- und Abschreibungen resultieren aus der Bewertung der Wertpapiere der Liquiditätsreserve, die Kursgewinne und - verluste insbesondere aus der Veräußerung von Dotationen (Seed Money). Sonstige AngabenAnzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter
Angaben zum AbschlussprüferhonorarAuf die Angabe des von dem Abschlussprüfer berechneten Gesamthonorars wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Bezüge der Geschäftsführung, des Aufsichtsrates und der BeratungsausschüsseDie Bezüge des Aufsichtsrates betragen im Berichtszeitraum 70 TEuro. Die Vergütung der Geschäftsführung beträgt im Geschäftsjahr 2.511 TEuro. Im Berichtsjahr bestanden keine Bezüge von ehemaligen Mitgliedern des Aufsichtsrates beziehungsweise der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9b HGB. Aufsichtsrat
Geschäftsführer
Mandate der Geschäftsführer
GesellschafterDas Stammkapital der Gesellschaft per 31. Dezember 2023 beträgt 24.462 TEuro. Alleinige Gesellschafterin ist die Union Asset Management Holding AG, Weißfrauenstraße 7, 60311 Frankfurt am Main. GewinnverwendungsvorschlagGemäß § 1 des Gewinnabführungsvertrages vom 9. August 2002 in der Fassung vom 15. Juni 2020 zwischen der Union Asset Management Holding AG und der Union Investment Privatfonds GmbH wird der Gewinn in Höhe von 674.460 TEuro an die Union Asset Management Holding AG abgeführt. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Geschäftsjahresabschluss nicht ereignet. Datum / Unterschriften
Frankfurt am Main, den 29. Januar 2024 Union Investment Privatfonds GmbH Benjardin Gärtner Klaus Riester Jochen Wiesbach BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Union Investment Privatfonds GmbH, Frankfurt am Main PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Union Investment Privatfonds GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Union Investment Privatfonds GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 30. Januar 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Peetz, Wirtschaftsprüfer ppa. Dinko Grgat, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat ließ sich während des Geschäftsjahres 2023 in Erfüllung seiner gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgabe insbesondere in zwei Sitzungen von der Geschäftsführung über die allgemeine Geschäftsentwicklung, wichtige Einzelvorgänge und die personelle Entwicklung sowie in einer Sitzung von der Internen Revision über deren Feststellungen berichten. Ereignisse und Maßnahmen von besonderer Bedeutung wurden vor allem im Rahmen der turnusmäßigen Sitzungen sowie im Rahmen der elektronischen Beschlussfassungen behandelt. Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss und den Lagebericht aufgestellt und dem Abschlussprüfer zur Prüfung vorgelegt. Durch die Gesellschafterversammlung vom 7. Februar 2023 war die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer gewählt und anschließend vom Aufsichtsrat mit der Prüfung beauftragt worden. Diese Gesellschaft hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der Geschäftsführung geprüft und in Anwesenheit des Abschlussprüfers behandelt. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den vorgelegten Jahresabschluss festzustellen. Zur Überwachung der Qualität der Abschlussprüfung im Jahr 2023 hat der Aufsichtsrat die PricewaterhouseCoopers GmbH um einen Qualitätsbericht gebeten, in dem die von der Prüfungsgesellschaft getroffenen Prozesse und Maßnahmen zur Qualitätssicherung, u.a. zur Auftragsannahme und -fortführung sowie zur unabhängigen auftragsbegleitenden Qualitätssicherung, erläutert werden. Außerdem beurteilte der Aufsichtsrat selbst die Qualität der Abschlussprüfung anhand der von ihm zuvor beschlossenen Indikatoren.
Frankfurt am Main, 9. Februar 2024 Der Aufsichtsrat Hans Joachim Reinke, Vorsitzender Beschlussfassung über die Feststellung des Jahresabschlusses 2023 und die Verwendung des ErgebnissesDie Gesellschafterversammlung der Union Investment Privatfonds GmbH hat am 09. Februar 2024 den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 festgestellt. Der Jahresüberschuss in Höhe von 674.460.404,76 EUR wurde aufgrund eines bestehenden Gewinnabführungsvertrags an die Union Asset Management Holding AG abgeführt. |
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