ST Abwicklungsgesellschaft mbHLiquidiert

Alfred-Nobel-Straße 33, 97080 Würzburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 8540
Vorher
Deukalion Dreiundzwanzigste Vermögensverwaltungs-GmbHStürtz GmbH
Eingetragen
27.11.2003
Branche
Binden von Druckerzeugnissen und damit verbundene DienstleistungenDruck- und MedienvorstufeBildentwicklung, -bearbeitung und Erbringung sonstiger fotografischer Dienstleistungen
Gegenstand
(a) die Herstellung von Drucksachen aller Art, (b) die Erbringung von Einzelleistungen, die zur Herstellung von Drucksachen erforderlich sind, (c) die elektronische Erfassung, Verarbeitung und Speicherung von Texten und Bildern für eigene Zwecke sowie in Zusammenhang stehende Dienstleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Ronald Johannes Hof
seit 26.11.2012
Geschäftsführer
Christian Gaidies
seit 20.12.2011
Prokura
Frank Berger
seit 15.1.2010
Prokura
Reinhard Kemmer
seit 2.11.2004
Prokura
Jürgen Kohrmann
seit 2.11.2004
Prokura
Norbert Primke
seit 15.10.2004
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Euradius International New Dutch Co. BVNLD
94.86%
5.14%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Euradius GmbH
Germany
33.200 €
94.86%
Euradius Beteiligungs GmbH & Co. KG
Germany
1.800 €
5.14%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stürtz GmbH

Würzburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Lagebericht

I. Geschäftsverlauf

1. Unternehmen und Geschäftstätigkeit

Die Stürtz GmbH ist ein vollstufiger Anbieter von Mediendienstleistungen und Dienstleistungen im Bereich der Herstellung von Druckerzeugnissen und Logistikdienstleistungen für die gefertigten Druckerzeugnisse. Der Schwerpunkt der Vertriebstätigkeit liegt in den Bereichen weltweit agierender Verlage der wissenschaftlichen, technischen und medizinischen Literatur, Druckerzeugnisse für Industrieunternehmen sowie Sach- und Schulbücher für den deutschsprachigen Raum.

2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Jahr 2009 war insgesamt von einer Wachstumsschwäche geprägt. Mit rd. -5 v.H. war der Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandprodukts (BIP) so stark wie noch nie in der Nachkriegszeit. Die Überkapazitäten in der deutschen Druckindustrie wie auch der anhaltende Preisdruck der internationalen Wettbewerber haben sich 2009 fortgesetzt, bzw. weiterhin verschärft.

Das Umsatzaufkommen in der deutschen Druckindustrie hat sich gegenüber 2008 um etwa 6,9 v.H. reduziert. Das Umsatzniveau bei Stürtz ist im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken.

Die Stürtz GmbH musste unter diesen erschwerten Marktbedingungen im Markt einen Umsatzrückgang von 22,6 v.H. hinnehmen. Das geplante Umsatzziel 2009 von EUR 78,9 Mio. wurde nicht erreicht bzw. um EUR 15,7 Mio. verfehlt.

3. Steuerung der Stürtz GmbH

Die operative Steuerung der Stürtz GmbH erfolgt im Wesentlichen anhand der Kennzahlen EBITDA, Auslastungsgrad der Produktionsanlagen und Free Cashflow.

4. Allgemeine Entwicklung

Die Umsatzerlöse sanken im Geschäftsjahr 2009 auf € 63,3 Mio. Zurückzuführen ist dieser Umstand auf eine reduzierte Kapazitätsauslastung in Folge geänderter Auftragsstrukturen.

Innerhalb dieser Entwicklung hat sich das Druckvolumen insgesamt reduziert. Im Formatbereich IIIB ist die Anzahl der Drucke um 17,1 v.H. gesunken. Auch im Rollenbereich ist die Anzahl der Drucke um 14,1 v.H. zurück gegangen. Im Bereich der VIIer Maschinen hat sich die Anzahl der Drucke um 6,5 v.H. reduziert.

Der für den Geschäftsbereich Sach- und Schulbuch realisierte Umsatz für das Geschäftsjahr 2009 lag mit € 14,1 Mio. unter dem Planansatz von € 19,7 Mio. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall eines Großkunden, der von einem seiner Mitwettbewerber übernommen wurde.

Im Geschäftsbereich Science/B2B konnten statt geplanter € 30,2 Mio. € 26,1 Mio. realisiert werden. Diese Verringerung resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung von Auflagen, Umfängen und Anzahl von Titeln sowie auf Grund von starken Preisreduzierungen.

Auch im Geschäftsbereich Industriekunden konnte 2009 wegen starker Preiseinbrüche der geplante Umsatz von € 29,0 Mio. mit € 23,1 Mio. nicht erreicht werden. Insbesondere im zweiten und vierten Quartal mussten im Katalog- und Periodikageschäft starke Umsatzeinbußen in Kauf genommen werden.

5. Investitionen

Die Investitionen betrugen insgesamt rund € 0,6 Mio. (im Vorjahr € 2,5 Mio.). Im Vorjahr war noch eine Anzahlung in Höhe von € 1,7 Mio. für eine Achtfarben-Bogenoffset-Druckmaschine KBA Rapida 105-8 enthalten, die im Berichtsjahr zugegangen ist. Die übrigen Zugänge im Sachanlagenbereich betreffen vorwiegend Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen in den Bereichen Druck- und Weiterverarbeitung.

Das gesamte Anlagevermögen ist auch zum 31. Dezember 2009 zu mehr als 100 v.H. durch Eigenkapital finanziert.

6. Produktion und Beschaffung

Die Abwicklung des Auftragsvolumens wurde im Mehrschichtbetrieb (2 bzw. 3-Schichtbe-trieb) durchgeführt.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe umfassen zu rd. 83 v.H. Papier und Druckplatten. Die Papierpreise sind in 2009 bei Rolle um 4 v.H. und bei Bogen um bis zu 11 v.H. gesunken.

7. Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres 2009 wurden 427 Mitarbeiter (Anzahl nach Köpfen) beschäftigt. Davon entfallen auf:

- Gewerbliche Mitarbeiter 290 (davon 23 Auszubildende)

- Kaufmännische Mitarbeiter 137 (davon 7 Auszubildende)

Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung nehmen 351 ehemalige Mitarbeiter in Anspruch.

In 2009 gab es 14 meldepflichtige Unfälle (Vorjahr 15). Die "1000-Mann-Quote" (meldepflichtige Unfälle hochgerechnet auf 1000 Mitarbeiter) betrug 32,4 (Vorjahr 32,9).

Ein Haustarifvertrag trat am 01.07.2008 in Kraft und ist mit einer Frist von 6 Monaten, erstmals zum 30.06.2011 kündbar. Die Parteien verpflichten sich, spätestens am 01.01.2011 Verhandlungen aufzunehmen über die Fortführung oder Neufassung dieses Vertrages.

II. Vermögens- und Finanzlage

1. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist geordnet und stellt sich wie folgt dar:

VERMÖGENSSTRUKTUR 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung
  TEUR % TEUR % TEUR
Anlagevermögen 12.445 32 14.347 34 -1.902
Umlaufvermögen/RAP 27.460 68 28.242 66 -782
davon:          
Vorräte 2.916 7 3.248 8 -332
Forderungen 21.848 55 18.563 44 3.285
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.729 44 13.513 32 4.216
liquide Mittel 817 2 4.466 10 -3.649
Gesamtvermögen 39.905 100 42.589 100 -2.684
KAPITALSTRUKTUR 31.12.2009 31.12.2008   Veränderung
  TEUR % TEUR % TEUR
Eigenkapital 19.170 48 19.170 45 0
Rückstellungen 7.132 18 8.281 19 -1.150
Verbindlichkeiten 13.603 34 15.138 36 -1.534
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.227 11 2.236 5 1.991
Gesamtkapital 39.905 100 42.589 100 -2.684

Die Vermögensstruktur ist geprägt durch das Sachanlagevermögen, das sich infolge von Abschreibungen und Abgängen von € 14,3 Mio. auf € 12,4 Mio. vermindert hat, und durch den Forderungsbestand gegen Kunden und verbundene Unternehmen in Höhe von € 21,8 Mio. (Vorjahr € 18,6 Mio.). Das Anlagevermögen beträgt 31,2 v.H. (Vorjahr 33,7 v.H.) der Bilanzsumme. Der Anstieg bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergibt sich aus dem Transfer von Liquidität zur Bedienung von Finanzkrediten. Der Rückgang bei den Forderungen gegen Kunden resultiert im Wesentlichen aus dem geringeren Umsatzvolumen im Dezember 2009.

Während das Eigenkapital infolge des Gewinnabführungsvertrags mit der Euradius GmbH, Würzburg, unverändert ist und die Eigenkapitalquote infolge des Rückgangs der Bilanzsumme auf 48,0 v.H. (Vorjahr 45,0 v.H.) gestiegen ist, haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 5,9 Mio. auf € 1,9 Mio. reduziert. Der Grund hierfür liegt in dem Gesellschafterwechsel vom 9. Januar 2009 und der damit verbundenen Erhöhung der Kreditlinien bei den Banken.

2. Finanzlage

  2009
TEUR
2008
TEUR
Veränderung
TEUR
Ergebnis vor Ergebnisabführung 584 544 40
Mittelabfluss(-)/-zufluss (+) aus lfd. Geschäftstätigkeit -3.216 3.931 -7.147
Mittelabfluss(-)/-zufluss (+) aus der Investitionstätigkeit 151 -481 632
Mittelabfluss(-)/-zufluss (+) aus Finanzierungstätigkeit -584 -544 -40
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 4.466 1.560 2.906
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 817 4.466 -3.649

Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:

  2009
TEUR
2008
TEUR
Veränderung
TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 817 4.466 -3.649

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr € -3,2 Mio. (Vorjahr € 3,9 Mio.). Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelzufluss von € 0,2 Mio. (Vorjahr € -0,5 Mio.). Die liquiden Mittel wurden um 3,6 Mio. auf € 0,8 Mio. reduziert.

3. Ertragslage

Die Ertragslage ist aufgrund marktbedingter Preisanpassungen rückläufig und stellt sich wie folgt dar:

  2009 2008 Veränderung
  TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 63.248   81.724   -18.476
Bestandsveränderung 808   -394   1.202
Gesamtleistung 64.056 100,0 81.330 100,0 -17.274
sonstige betriebliche Erträge 274 0 452 1 -178
Materialaufwand -32.875 -51 -47.765 -59 14.890
Rohergebnis 31.455 -49 34.017 -42 -2.562
Betriebliche Aufwendungen für die Gesamtleistung -31.768 -50 -33.080 -41 1.312
Ordentliches Betriebsergebnis -313 -1 937 1 -1.250
Ordentliches Finanzergebnis 221   -151   372
Neutrales Ergebnis 677   -239   916
Ergebnis vor Ertragsteuern 585   547   38
Ertragsteuern -1   -3   2
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 584   544   40

Die Umsatzerlöse sanken im Geschäftsjahr 2009 auf € 63,3 Mio.

Der Materialaufwand betrug im Geschäftsjahr 2009 € 32,9 Mio. und ist im Vergleich zu 2008 um € 14,9 Mio. gesunken. Hierzu führten insbesondere niedrigere Papierpreise, Ausgangsfrachten und höhere Lieferantenskonti. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen wurden im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 60 v.H. reduziert. Die Materialeinsatzquote (bezogen auf Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) hat sich von 58,7 v.H. auf 51,3 v.H. reduziert.

Infolge eines niedrigeren Mitarbeiterstandes und der Einführung der Kurzarbeit ab Oktober 2009 hat sich der Personalaufwand um rd. 6 v.H. auf € 19,7 Mio. verringert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stagnieren in etwa auf Vorjahresniveau.

Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr um € 0,4 Mio. auf € 0,2 Mio. verbessert.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist insgesamt nur leicht auf € 0,8 Mio. (+ 5,1 v.H.) angestiegen und der im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Überschuss verzeichnete ebenfalls einen leichten Anstieg um 7,4 v.H. auf € 0,6 Mio.

4. Entwicklung der Beteiligungsgesellschaft

Die CS-Druck Cornelsen Stürtz GmbH & Co. KG, Berlin, erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresergebnis von € 0,2 Mio. (Vorjahr € 0,6 Mio.).

Der Umsatz wurde überwiegend mit dem Cornelsen Verlag als Hauptkunden getätigt.

Der Leistungsumfang gegenüber dem Cornelsen Verlag umfasste wie schon im Vorjahr die komplette Auftragsabwicklung (Druck und Weiterverarbeitung).

Trotz einer Umsatzsteigerung ist das ordentliche Betriebsergebnis aufgrund der Preisreduzierung und der damit verbundenen Erhöhung der Stückzahlen sowie der gestiegenen Beschaffungskosten für Papier gesunken.

Entsprechend dem Gesellschafterbeschluss vom 5. Dezember 2008 entfallen 100 v.H. des Jahresüberschusses auf die Stürtz GmbH.

III. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Risiken

Das Risiko- und Finanzmanagement der Stürtz GmbH stellt die rechtzeitige Erkennung von Chancen und Risiken sicher durch entsprechende Planungsinstrumente und Soll-Ist-Vergleich. So können geeignete Maßnahmen zur Risikoreduzierung oder vermeidung eingeleitet werden. Das vorhandene ManagementInformationssystem gewährleistet dies jederzeit.

Die Aufteilung des Verkaufs in marktkonforme Verkaufsbereiche sichert die zielgruppenorientierte Marktbeobachtung und Marktbearbeitung.

Die aufmerksame Beobachtung der zentralen Beschaffungsmärkte über das Inland hinaus und eine Lieferantenbereinigung für die gesamte Euradius-Gruppe bieten Synergien und wesentlich bessere Einkaufskonditionen.

Die für die Stürtz GmbH relevanten finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditäts-, Markt- und Zinsrisiken sowie Bonitätsrisiken werden adäquat durch das Risiko- und Finanzmanagement überwacht und gesteuert. Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Generierung operativer Cashflows, der soliden Eigenmittelausstattung und freier Kreditlinien nicht ersichtlich.

Währungsrisiken existieren nicht, da Einkäufe und Verkäufe sowie Finanztransaktionen ausschließlich in Euro getätigt werden. Ausfallrisiken werden durch ein angemessenes Bonitäts- und Debitorenmanagement sowie Mahnwesen minimiert. Im Zuge des Risikomanagements sind für alle Geschäftspartner von Stürtz Mindestanforderungen an die Bonität festgelegt. Die Bonität der Geschäftspartner wird in regelmäßigen Abständen überprüft. Historische Ausfallquoten liegen im langjährigen Durchschnitt unter 1 v.H. des Forderungsbestandes. Die Stürtz GmbH ist somit Bonitätsrisiken nur in sehr geringem Maße ausgesetzt.

2. Prognose und Chancen

Im Geschäftsjahr 2010 werden die Märkte, die die Stürtz GmbH bedient, weiter schrumpfen, woraus Überkapazitäten und weiterhin kontinuierlicher Preisverfall resultieren werden. Zwar setzt bereits seit dem Berichtsjahr 2009 in der deutschen Druckindustrie ein Marktbereinigungsprozess ein, da viele Unternehmen der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht haben standhalten können, doch die Überkapazitäten sind noch immer signifikant.

Vor allem im Bereich 'Industriedrucksachen/Kataloggeschäft', war der Markt im Berichtsjahr 2009 drastisch geschrumpft. Stürtz war von dieser Entwicklung weniger betroffen, da das Kataloggeschäft bereits zugunsten des konsistenteren, stabileren Geschäftes mit Periodika reduziert worden war und weiterhin reduziert wird.

Dieser Marktsektor soll im Jahr 2010 ausgebaut werden - sowohl durch Ausbau bestehender Kundenbeziehungen, wie auch die Akquisition neuer Verlagskunden. Unter anderem zu diesem Zweck konnte ein erfahrener, konsequent markt- und kundenorientierter Vertriebsleiter gewonnen werden, unter dessen Führung die Stürtz Vertriebsorganisation markt- und zielgruppennäher strukturiert bzw. organisiert wird.

Periodische Produkte sind aufgrund der terminkritischen Produktion sowie des oft sehr komplexen Logistikaufwandes für Adressierung, Individualisierung, Verpackung und Versand relativ sicher vor Abwanderung ins Ausland. Doch auch für den Sektor der periodischen Zeitschriften muss davon ausgegangen werden, dass die Auflagen und Umfänge weiter sinken und sich auf reduziertem Niveau einpendeln werden.

Im Bereich des Schulbuchgeschäftes und didaktischer Printmedien wird - wie 2009 - von Umsatz- und Preisstabilität ausgegangen, dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass dem 2008 und 2009 signifikanten Preisverfall mit dem bedeutendsten Schulbuchverlagskunden erfolgreich Einhalt geboten werden konnte.

Der Zusammenbruch des Anzeigen- und Werbemarktes wird nicht in der Geschwindigkeit fortschreiten, die im Berichtsjahr 2009 zu verzeichnen war, doch es gilt als gegeben, dass die eingebüßten Volumina endgültig verloren sind. Insbesondere im STM-Sektor, dem Bereich wissenschaftlicher Medien, hatte bereits im Berichtsjahr 2009 ein Kannibalisierungsprozess zugunsten digital gedruckter sowie elektronischer Medien wie eBooks und print-on-demand-Medien eingesetzt, der sich 2010 fortsetzen wird.

Stürtz trägt dieser Entwicklung auf vielfältige Weise Rechnung - unter anderem durch die konsequente Fokussierung auf den Journal- und Magazinmarkt sowie durch strategische Weichenstellungen für den möglichen Aufbau von Digitaldruckkapazitäten innerhalb der Euradius Gruppe in Deutschland. Stürtz strebt die Flexibilisierung und Erweiterung seines Portfolio an, um Kundenanforderungen sowohl in der Breite, wie auch in der Tiefe mit wirtschaftlichen Medienlösungen zu begegnen.

Die Entwicklung der Einkaufspreise gestaltet sich 2010 relativ unabwägbar, wenngleich das Berichtsjahr 2009 insgesamt von Preisstabilität gekennzeichnet war. Es ist davon auszugehen, dass Stürtz wie im Berichtszeitraum 2009 in sämtlichen relevanten Bereichen - allen voran der Beschaffung von Papier, Rohstoffen und Energie - budgetkonform wirtschaften wird. Rationalisierungspotenziale bietet seit 2009 der Energiesektor, wo durch ein Tranchenmodell zur Abnahme fixer Einheiten signifikante Kostenreduktionen erzielt werden.

Im Zuge der zunehmenden Klima- und Umweltschutzaktivitäten der Stürtz GmbH, die unter anderem in die Zertifizierungen FSC, PEFC und die Zertifizierungen für klimaneutrales Drucken mündeten, hat Stürtz zu Beginn des Jahres 2010 intensive Gespräche über die Nutzungsmöglichkeiten alternativer, ökologisch nachhaltiger Energieformen aufgenommen.

Das Stürtz Qualitätsmanagement wird im Jahr 2010 ein Management-System nach DIN EN ISO 9001:2008 aufbauen und dokumentieren, aus dessen Umsetzung neben Markt- und Wettbewerbsvorteilen weitere Rationalisierungspotentiale resultieren werden.

Rationalisierungsmaßnahmen im Einkauf (Preisverhandlungen für sämtliche relevanten Rohstoffe = Reduzierung der direkten Kosten) werden parallel umgesetzt.

Der Eintritt der Stürtz GmbH zur Würzburger Medienakademie hatte zur Folge, dass mit Beginn des Ausbildungsjahres 2010 die Ausbildung, administrative Verwaltung sowie Betreuung sämtlicher Auszubildenden in diese Institution verlagert wurde. Zudem haben sich im Herbst 2009 begonnene Trainee-Programme mit jungen Hochschulabsolventen vielversprechend entwickelt und lassen die Hoffnung zu, dass Stürtz in deren Reihen Führungskräftepotenzial lokalisiert, fördert und an das Unternehmen bindet.

Im Jahr 2009 hatte Stürtz bedingt durch die Weltwirtschaftskrise Umsatzrückgänge zu verzeichnen, die zum Teil durch Neugeschäft sowie ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Konsolidierung und Rationalisierung kompensiert werden konnten. Wesentlicher, weil nachhaltig wirksamer, ist die Tatsache, dass es gelungen ist, die Rohertragsquote trotz sinkender Umsätze zu stabilisieren. Diese Entwicklung wird 2010 konsequent fortgesetzt werden.

Die in 2009 auf den Weg gebrachten Maßnahmen - allen voran die Überprüfung der strategischen Ausrichtung des Unternehmens, die Ausschöpfung des geltenden Haustarifvertrags, die konsequente Reduzierung des Outsourcing-Anteils in Druck und Buchbinderei, die Straffung interner Abläufe sowie des Managements und die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit - werden ihre vollen Rationalisierungspotenziale in 2010 entfalten.

Von weiteren Umsatzrückgängen wird im Jahr 2010 nicht ausgegangen - ganz im Gegenteil wird, wie beschrieben, alles dafür getan werden, verlorene Volumina durch Neugeschäft in den zukunftsträchtigen Marktsegmenten zu kompensieren.

Durch die Lage der Branche - Überkapazitäten, Verdrängungswettbewerb, Preisverfall und sinkende Auftragsvolumina - muss der Schwerpunkt der innerbetrieblichen Aktivitäten wie beschrieben weiterhin auf der Stabilisierung von Qualität und Prozessautomation sowie der Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern liegen.

Die Stürtz GmbH hat sich für das Geschäftsjahr 2010 ein Umsatzziel in Höhe von € 63,9 Mio. gesetzt. Die CSDruck Cornelsen Stürtz GmbH & Co. KG strebt einen Umsatz für 2010 in Höhe von € 16,6 Mio. an. Für beide Gesellschaften werden positive Ergebnisse erwartet.

IV. Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2009 liegen keine vor.

 

Würzburg, den 16. August 2010

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Software 263.495,00 284.732,00
2. Geleistete Anzahlungen 31.647,29 8.000,00
  295.142,29 292.732,00
II. Sachanlagevermögen    
1. Grundstücke und Bauten 7.895.617,08 8.098.216,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.890.963,00 2.842.081,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.066.890,30 1.173.770,30
4. Geleistete Anzahlungen 8.619,40 1.651.573,85
  11.862.089,78 13.765.641,23
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 268.428,24 268.428,24
2. Beteiligungen 20.000,00 20.000,00
  288.428,24 288.428,24
  12.445.660,31 14.346.801,47
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.556.032,87 2.293.595,36
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.868.803,00 1.211.589,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 150.375,00 0,00
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -659.635,67 -257.059,00
  2.915.575,20 3.248.125,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.118.619,24 5.049.528,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.728.831,63 13.513.458,43
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.806.557,56 1.889.999,53
  23.654.008,43 20.452.985,96
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 816.566,48 4.465.948,54
  27.386.150,11 28.167.059,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 73.441,46 75.320,00
Summe 39.905.251,88 42.589.181,33

Passiva

   
  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 35.000,00 35.000,00
II. Kapitalrücklage 19.134.901,35 19.134.901,35
  19.169.901,35 19.169.901,35
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.230.203,00 4.290.713,00
2. Steuerrückstellungen 4.019,76 930,88
3. Sonstige Rückstellungen 2.898.121,00 3.989.622,00
  7.132.343,76 8.281.265,88
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.661.411,72 4.715.347,41
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.929.684,74 7.793.466,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.226.473,06 2.236.557,27
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.785.437,25 392.643,03
  13.603.006,77 15.138.014,10
Summe 39.905.251,88 42.589.181,33

Gewinn- und Verlustrechnung

  2009
EUR
2008
EUR
1. Umsatzerlöse 63.248.412,46 81.724.354,43
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 807.589,00 -393.760,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.094.286,26 698.866,09
4. Gesamtleistung 65.150.287,72 82.029.460,52
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für RHB-Stoffe und für bezogene Waren -25.393.307,18 -28.615.017,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.482.044,31 -19.149.858,91
6. Rohergebnis 32.274.936,23 34.264.583,93
7. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -16.258.136,60 -17.237.605,21
b) Soziale Abgaben und Aufwendugen für Alterversorgung und für Unterstützung -3.427.557,89 -3.669.896,94
8. Abschreibungen    
a) Abschreibungen auf immat. Vgg. des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.802.774,69 -2.177.904,73
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.227.341,12 -10.285.894,56
10. Betriebsergebnis 559.125,93 893.282,49
11. Erträge aus Beteiligungen 197.235,06 277.933,41
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 376.618,39 173.389,56
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -352.837,82 -601.952,32
14. Finanzergebnis 221.015,63 -150.629,35
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 780.141,56 742.653,14
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -930,88 -3.482,90
17. Sonstige Steuern -194.813,38 -195.158,33
18. Summe Steuern -195.744,26 -198.641,23
19. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 584.397,30 544.011,91
20. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Erläuterungen

Der Abschluss der Stürtz GmbH, Würzburg für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 wurde unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Gliederungs- und Bewertungsvorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Darstellungsstetigkeit nach § 265 Abs. 1 Satz 1 HGB, die Bilanzierungs- und Bewertungsstetigkeit nach § 284 Abs. 2 HGB sowie die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nach § 265 Abs. 2 Satz 1 HGB sind mit folgender Ausnahme gegeben: Im Berichtsjahr werden die erhaltenen Anzahlungen unter den Vorräten und nicht mehr unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Vorjahreszahl wurde entsprechend umgegliedert.

Die bei der Aufstellung des Jahresabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden bei der Erläuterung der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Allen erkennbaren Risiken wurde bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schuldposten nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung getragen.

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen nach der linearen AfA-Methode werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände unter Berücksichtigung von Mehrschichtzuschlägen bemessen und pro rata vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs in analoger Anwendung von § 6 Abs. 2 a EStG in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt gemäß den Grundsätzen der Einzelbewertung zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken im Vorratsvermögen sind bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen Bewertungsabschläge, die sich an der Gängigkeit orientieren, vorgenommen worden.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten. Für Bestandsrisiken werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Das aktivierte Körperschaftsteuerguthaben wurde aufgrund der ratierlichen Rückzahlung in zehn gleichen Jahresbeträgen mit dem Barwert unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 4 v.H. bewertet.

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nominalwert bewertet.

Die Bestandteile des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens wurden pro rata temporis abgegrenzt.

Die Pensionsverpflichtungen sind mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwert gemäß § 6a EStG auf der Basis eines Zinsfußes von 6 v.H. und den Richttafeln 2005 G (Generationentafeln) von Prof. Dr. K. Heubeck angesetzt.

Die Rückstellungen für potentielle Altersteilzeitverpflichtungen beinhalten auch die Aufstockungsbeträge, die mit 5,5 v.H. p.a. abgezinst werden.

Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Betrag ausgewiesen, der unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung anzusetzen ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Sämtliche Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Kurs im Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips berücksichtigt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand 01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2009
EUR
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Software 1.493.998,46 82.227,00 8.000,00 7.326,76 1.576.898,70
2. Geleistete Anzahlungen 8.000,00 31.647,29 -8.000,00 0,00 31.647,29
  1.501.998,46 113.874,29 0,00 7.326,76 1.608.545,99
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten auf fremden Grundstücken 11.714.569,80 4.381,00 0,00 0,00 11.718.950,80
2. technische Anlagen u. Maschinen 33.476.140,76 222.125,88 1.651.573,85 2.215.914,59 33.133.925,90
3. andere Anlagen, Betriebs- u.Geschäftsausst. 4.668.299,77 236.678,61 0,00 252.534,45 4.652.443,93
4. Geleistete Anzahlungen          
u. Anlagen im Bau 1.651.573,85 8.619,40 -1.651.573,85 0,00 8.619,40
  51.510.584,18 471.804,89 0,00 2.468.449,04 49.513.940,03
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 268.428,24 0,00 0,00 0,00 268.428,24
2. Beteiligungen 20.000,00 0,00 0,00 0,00 20.000,00
  288.428,24 0,00 0,00 0,00 288.428,24
Gesamt 53.301.010,88 585.679,18 0,00 2.475.775,80 51.410.914,26
  kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2009
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Software 1.209.266,46 107.430,00 3.292,76 1.313.403,70
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.209.266,46 107.430,00 3.292,76 1.313.403,70
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten auf fremden Grundstücken 3.616.353,72 206.980,00 0,00 3.823.333,72
2. technische Anlagen u. Maschinen 30.634.059,76 1.238.584,15 1.629.681,01 30.242.962,90
3. andere Anlagen, Betriebs- u.Geschäftsausst. 3.494.529,47 249.780,54 158.756,38 3.585.553,63
4. Geleistete Anzahlungen        
u. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  37.744.942,95 1.695.344,69 1.788.437,39 37.651.850,25
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 38.954.209,41 1.802.774,69 1.791.730,15 38.965.253,95
  Nettobuchwerte
  Stand 31.12.2009
EUR
Stand 31.12.2008
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Software 263.495,00 284.732,00
2. Geleistete Anzahlungen 31.647,29 8.000,00
  295.142,29 292.732,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten auf fremden Grundstücken 7.895.617,08 8.098.216,08
2. technische Anlagen u. Maschinen 2.890.963,00 2.842.081,00
3. andere Anlagen, Betriebs- u.Geschäftsausst. 1.066.890,30 1.173.770,30
4. Geleistete Anzahlungen    
u. Anlagen im Bau 8.619,40 1.651.573,85
  11.862.089,78 13.765.641,23
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 268.428,24 268.428,24
2. Beteiligungen 20.000,00 20.000,00
  288.428,24 288.428,24
Gesamt 12.445.660,31 14.346.801,47

Liste des Anteilsbesitzes

Am Bilanzstichtag lagen bei Unternehmen, an denen die Stürtz GmbH direkt oder indirekt beteiligt ist, folgende Verhältnisse vor:

Firma/Sitz der Gesellschaft Beteiligungsanteil
in T€
Beteiligungsanteil in v.H. Eigenkapital Ergebnis
Anteile an verbundenen Unternehmen            
CS-Druck Verwaltungs GmbH, Berlin 13 50,0 T€ 55 T€ 3
CS-Druck Cornelsen Stürtz GmbH & Co. KG, Berlin Beteiligung WÜRZBURGER medienakademie GmbH 256 20 50,0 25,0 T€ T€ 511 80 T€ T€ 197 0

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 10.622 (Vj. T€ 6.576) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Finanzforderungen aus dem Cash-Pooling-Verfahren.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 2 (Vj. T€ 30) den Liefer- und Leistungsverkehr und mit T€ 17.727 (Vj. T€ 13.483) Finanzierungsforderungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit Ausnahme von T€ 305 (Vj. T€ 345) innerhalb eines Jahres fällig.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 73 (Vj. T€ 75) handelt es sich um den Unterschiedsbetrag aus einem Sale-and-lease-back-Vertrag und um vorausbezahlte Wartungsleistungen. Sämtliche Posten werden ratierlich aufgelöst.

Eigenkapital

Stammkapital

Das Stammkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt € 35.000,00. Die Kapitalrücklage ist mit T€ 19.135 unverändert zum Vorjahr.

Bei den in der Kapitalrücklage ausgewiesenen Beträgen handelt es sich in Höhe von T€ 16.135 um solche nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB und in Höhe von T€ 3.000 um solche nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 2.617 (Vj. T€ 3.040), für Jahresabschlusskosten in Höhe von T€ 140 (Vj. T€ 122), Drohverlustrückstellungen in Höhe von T€ 62 (Vj. T€ 196) sowie für alle sonstigen erkennbaren Risiken.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 4.226 betreffen mit T€ 2.226 den Liefer- und Leistungsverkehr und mit T€ 2.000 Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling-Verfahren.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen auf kreditorische Debitoren T€ 830 (Vj. T€ 185), auf den Lohn- und Gehaltsbereich T€ 192 (Vj. T€ 188), auf Verbindlichkeiten aus Steuern T€ 716 (Vj. T€ 0) und auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 9 (Vj. T€ 3).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen primär Druckereierzeugnisse und Dienstleistungen für Industrie- und Verlagskunden und gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

  2009
T€
2008
T€
Inland 60.775 78.018
Ausland 2.473 3.706
Summe 63.248 81.724

nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

  2009
T€
2008
T€
Verlagskunden 40.276 47.695
Industriekunden 23.053 34.618
Nebenerlöse 1.052 1.060
Zwischensumme 64.381 83.373
Erlösschmälerungen -1.133 -1.649
Summe 63.248 81.724

Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres betrug T€ 19.686 (Vj. T€ 20.908). Diese enthalten T€ 256 (Vj. T€ 512) für Altersversorgung und Unterstützung.

Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen T€ 1.803 (Vj. T€ 2.178).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Schadenersatzleistungen, Erlöse aus Dienstleistungen für die CS Druck Cornelsen Stürtz GmbH & Co. KG und für die CMS - Cross Media Solutions GmbH.

Die Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens betragen T€ 94 (Vj. T€ 14).

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremden Erträge betragen T€ 727 (Vj. T€ 247) und betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen T€ 417 (Vj. T€ 34) und Wertberichtigungen T€ 46 (Vj. T€ 10), die Stromsteuer für 2008 (T€ 106) und Boni - Gutschriften 2008 (T€ 128).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Instandhaltungsaufwendungen, Vertriebs- und Verwaltungskosten, Miet- und Leasingzahlungen sowie sonstige Personalkosten.

Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 144 (Vj. T€ 486).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Hierin sind Erträge (T€ 353, Vj. 139) und Aufwendungen (T€ 69, Vj. T€ 56) gegenüber verbundenen Unternehmen vorhanden.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag umfassen den Steueraufwand für die Ausgleichszahlung an die Euradius GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr 2009 und entfallen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern umfassen die Stromsteuer in Höhe von T€ 156 (Vj. T€ 156) und die Grundsteuer in Höhe von T€ 39 (Vj. T€ 39).

Erträge aus Beteiligungen

Davon betreffen verbundene Unternehmen T€ 197. Vergleiche Liste des Anteilsbesitzes.

Sonstige Angaben

Gesellschafter sind die Euradius GmbH, Alfred-Nobel-Str. 33, 97080 Würzburg, mit einem Anteil von 94,9 v.H. sowie die Euradius Beteiligungs GmbH & Co. KG, Alfred-Nobel-Str. 33, 97080 Würzburg, mit einem Anteil von 5,1 v.H.

Die Stürtz GmbH und ihre Tochtergesellschaft werden in den Konzernabschluss der Euradius International New Dutch Co BV mit Sitz in der Anthonie-van-Leeuwenhoekweg 56a in 2408 AN Alphen aan den Rijn (Niederländischer Abschluss) als oberstes Mutterunternehmen mit einbezogen. Der Konzernabschluss auf Ebene der Euradius International New Dutch Co BV wird veröffentlicht und ist dort erhältlich.

Die Stürtz GmbH und ihre Tochtergesellschaft werden in den Konzernabschluss der Euradius International Dutch Bidco BV mit Sitz in der Anthonie-van-Leeuwenhoekweg 56a in 2408 AN Alphen aan den Rijn (Niederländischer Abschluss) mit einbezogen, der für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellt wird. Der Konzernabschluss auf Ebene der Euradius International Dutch Bidco BV wird veröffentlicht und ist dort erhältlich.

Die Stürtz GmbH ist selbst Mutterunternehmen und demnach zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 290 HGB in Verbindung mit § 264a HGB verpflichtet. Die Gesellschaft hat im Hinblick auf § 291 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses verzichtet, da beabsichtigt ist, den von der Euradius International New Dutch Co BV aufgestellten Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der Stürtz GmbH sowie die Jahresabschlüsse deren Tochtergesellschaften einbezogen werden, in deutsche Sprache zu übersetzen und zu veröffentlichen.

In den folgenden Punkten weichen die für obigen Konzernabschluss nach niederländischem Rechtangewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom deutschen Handelsrecht ab:

Darstellung und Gliederung des Konzernabschlusses entsprechen nicht den Regeln des HGB für die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung.

Es werden keine Aufwandsrückstellungen gebildet.

Abweichend zu den Vorschriften des HGB werden Bestände der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe grundsätzlich mit dem gewogenen Durchschnitt bewertet.

Abweichend zu den Vorschriften des HGB wird das Anlagevermögen ausschließlich linear abgeschrieben.

Herstellungskosten für selbst erstellte Software, die dem internen Gebrauch dienen soll, wurden aktiviert, während nach HGB für unentgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ein Aktivierungsverbot besteht.

Die Klassifizierung von Leasingverträgen als operatives Leasing oder Finanzierungsleasing folgt anderen Kriterien als nach HGB und führt damit ggf. zu einer anderen bilanziellen Abbildung.

Es wird keine vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß HGB für den Konzern vorgelegt.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet als gesamtschuldnerischer Kreditnehmer aus dem Kreditvertrag der Gesellschaft mit einem Kreditinstitut hinsichtlich des Teilbetrages vom ausgewiesenen Eigenkapital zum Bilanzstichtag, der das gezeichnete Kapital übersteigt. Diese Haftung ist unterlegt durch die Grundschuld von unverändert T€ 16.500.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus erteilten Investitions- und Lieferaufträgen bestand am 31. Dezember 2009 ein Bestellobligo von T€ 1.180 (Vj. T€ 3.387).

Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen sind nach Laufzeiten gegliedert aus folgender Tabelle ersichtlich:

  31.12.2009
T€
31.12.2008
T€
< 1 Jahr 1.555 1.125
> 1 - 5 Jahre 3.831 4.337
> 5 Jahre 358 0
Gesamt 5.744 5.462

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da das Honorar im Konzernabschluss angegeben wird.

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

  2009 2008
Gewerbliche Arbeitnehmer 272 280
Angestellte 130 133
Auszubildende 29 25
Summe 431 438

Bezüge

Auf die Angaben zu den Bezügen des Geschäftsführers wurde im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer

Michael Schardt

Ausgeübter Beruf: Geschäftsführer für Produktion, Vertrieb, Finanzen und Personal

Gemäß Gewinnabführungsvertrag mit der Euradius GmbH wird das Jahresergebnis 2009 in Höhe von T€ 584 (Vj. T€ 544) an den Organträger Euradius GmbH abgeführt. Würzburg, den 16. August 2010 Stürtz GmbH Michael Schardt

Bestätigungsvermerk

Ich habe den Jahresabschluss ‑ bestehend aus Bilanz, Gewinn‑ und Verlustrechnung sowie Anhang ‑ unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stürtz GmbH, Würzburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Würzburg, den 15. September 2010

Dr. Michael Panzer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde am 06. Oktober 2010 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

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