Graphisoft Building Systems GmbH

Hattrupweg 4, 59387 Ascheberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 7160
Vorher
EBnedgeinRnöRtöutnugng Data Design System GmbH
Eingetragen
5.7.2004
Branche
Architekturbüros für HochbauBeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Entwicklung und der Vertrieb von computerunterstützten Konstruktionsverfahren/computerunterstüt zten Produktionsverfahren, deren Implementierung, diesbezügliche Schulungen sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen und Zweigniederlassungen zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gábor Svéd
seit 23.5.2023
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Data Design System GmbH

Ascheberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Zweigniederlassungsbericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage Risiko- und Chancenbericht

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Mit der Produktfamilie "DDS-CAD" entwickelt und vertreibt unser Haus, die Data Design System GmbH (nachfolgend auch: DDS), Softwarelösungen für die Planung von technischer Gebäudeausrüstung (TGA). Verfügbar sind DDS-CAD-Pakete für die Bereiche Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik, Elektro-Installation und Verteilerdokumentation. Zudem bieten wir Speziallösungen für die Planung von Sicherheitstechnik sowie Photovoltaik- und Blitzschutzanlagen an.

Neben unserem Hauptsitz in Ascheberg/Westfalen (Deutschland) unterhalten wir Betriebsstätten in Leonding (Österreich) und in Utrecht (Niederlande). Durch unsere Niederlassung in Leonding erfolgt der Geschäftsbetrieb für Österreich. Über die Betriebsstätte in Utrecht erfolgt unsere internationale Vertriebstätigkeit in den Niederlanden sowie in allen internationalen Regionen außerhalb des DACH-Bereichs (Deutschland (D), Österreich (A) und Schweiz (CH)) und Skandinaviens.

Über die Software hinaus offerieren wir diverse Dienstleistungen und Zusatzvereinbarungen. So können DDS-Kund * innen Schulungen zum Erwerb der erforderlichen DDS-CAD-Anwenderkenntnisse aus einem umfassenden Angebot auswählen und buchen. Weiterhin können unsere DDS-Kundenunternehmen neben einem Softwarepflegevertrag auch darüberhinausgehende Dienstleistungsvereinbarungen mit DDS abschließen. Diese berechtigen sie unter anderem dazu, den DDS-Kundensupport in Anspruch zu nehmen, ihre DDS-CAD-Version bei Weiterentwicklungen kostenlos zu aktualisieren (= Softwarepflegevertrag) oder sich in einem festgelegten Umfang zu bestimmten Themen durch das DDS-Consulting-Team beraten zu lassen (Dienstleistungsvereinbarung).

Zu unserem Kundenkreis zählen Planungsbüros und Handwerksbetriebe ebenso wie Gebäudeverwaltungen, Industrieunternehmen und Bildungseinrichtungen.

2. Forschung und Entwicklung

Die Programmierung und stetige Weiterentwicklung der DDS-CAD-Software erfolgt durch ein eigenes Team aus Softwareentwickler * innen und Fachexpert * innen in Zusammenarbeit mit einem Entwicklungsteam des DDS-Mutterhauses, der Data Design System AS mit Sitz in Klepp, Norwegen.

Die Evolution unserer Software geschieht unter Anwendung eines agilen Entwicklungsansatzes, der auf der Scrum-Projektmanagement-Theorie basiert. Um eine praxisgerechte und anwenderfreundliche Software zu entwickeln, sind immer auch Fachexpert * innen der jeweiligen Disziplin beteiligt, in welcher eine Funktion neu- oder weiterentwickelt wird. So sind neben den ausgewiesenen Softwareentwickler * innen stets auch Ingenieur * innen, Techniker * innen oder Meister * innen der einzelnen TGA-Disziplinen in Entwicklungs- und Qualitätssicherungsprozesse eingebunden. Überdies findet ein regelmäßiger, intensiver Austausch mit Kundenvertreter * innen statt. Dieser sorgt dafür, dass DDS-CAD-Software dem Bedarf gerecht wird, den unsere Kundschaft in der täglichen Planungspraxis feststellt.

Wir sehen uns als eines der Pionierunternehmen und einen der Motoren des Open-BIM-Ansatzes. Open BIM ist ein universeller Kooperationsansatz im Bereich Entwurf, Bau und Betrieb von Gebäuden, basierend auf offenen Standards und Arbeitsabläufen bei der Abwicklung von BIM-Projekten (BIM = Building Information Modeling). DDS-CAD-Lösungen unterstützen diesen fortschrittlichen Ansatz der Bauplanung bereits seit dessen Anfängen.

II. Wirtschaftsbericht

3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr 2020 wurde die Entwicklung der weltweiten Wirtschaftslage in fundamentaler Weise durch die Covid-19-Pandemie und ihre Folgen beeinflusst. Die Pandemie verursachte eine schwere Rezession in den für unser Geschäft relevanten Zielmärkten in Deutschland sowie dem Euro-Raum. Der Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung veröffentlichte im November 2020 sein Jahresgutachten 2020/2021 (Quelle Nr. 1). Gemäß der dort veröffentlichen Prognose ist das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 um 4,0 Prozent gesunken, das im Euro-Raum um 7,0 Prozent. Zurückzuführen ist diese Rezession in erster Linie auf die Maßnahmen, die weltweit in vielen Staaten getroffen wurden, um die Pandemie einzudämmen, die im März 2020 von der Weltgesundheitsorganisation im Zusammenhang mit der Verbreitung der Covid-19-Krankheit ausgerufen worden war. Um die Wirtschaft zu stützen und negativen Folgen für die Konjunktur entgegenzusteuern, beschlossen zahlreiche Regierungen Programme und Maßnahmenpakete. Diese sollten die Existenz von Betrieben sichern und die Konjunktur stärken. Hierdurch sowie durch die Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen wurde die Wirtschaft im Sommer des Berichtsjahres spürbar belebt. Ab Herbst 2020 stiegen die Infektionszahlen weltweit an, was zu einer erneuten Verschärfung der Einschränkungen führte und die Wirtschaft abermals in einigen Märkten und Branchen schwächte.

Unsere Softwareprodukte werden ausschließlich in speziellen Bereichen des Baugewerbes bzw. der Bauwerksplanung eingesetzt. Somit haben insbesondere die wirtschaftlichen Bedingungen der Bauwirtschaft Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Vor diesem Hintergrund werden nachfolgend ebendiese intensiver betrachtet.

Ebenso wie der überwiegende Teil der Wirtschaftsbranchen wurde die Bauwirtschaft durch die Auswirkungen der Pandemie geschwächt. War in Europa in den Jahren zuvor noch Wachstum für diesen Wirtschaftsbereich festzustellen, ging die europäische Bauleistung im Jahr 2020 drastisch zurück. Im Vergleich zum Vorjahr war laut Euroconstruct Summary Report (Quelle Nr. 2) europaweit ein Rückgang um 7,5 Prozent festzustellen. Während im Vereinigten Königreich (-19,5 %), in Irland (-16 %), Frankreich (-15,8 %), und Spanien (-12,5 %) zweistellige Rückgänge zu verzeichnen waren, fiel die negative Entwicklung in unseren wichtigen Absatzmärkten Deutschland mit -1,6 Prozent, Österreich mit -2,8 Prozent und den Niederlanden mit -2,2 Prozent moderat aus.

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen der Bauwirtschaft stellen nur einen Teil der Faktoren dar, die Einfluss auf den Erfolg unserer Marktaktivitäten nehmen. Insbesondere der Prozess der Digitalisierung des Bauwesens hat starke Auswirkungen darauf, wie hoch sich die Investitionsbereitschaft für Software bei den für unser Unternehmen relevanten Zielgruppen darstellt und in welchem Maße diese Bereitschaft ein aktives Kaufinteresse an unseren Produkten hervorruft.

Laut der Techconsult-Studie "Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/2021 - Der digitale Status Quo im deutschen Baugewerbe" nutzen aktuell im mittelständischen Baugewerbe nicht mehr als 15 Prozent der befragten Unternehmen die BIM-Methodik (Building Information Modeling) für die eigenen Projekte (Quelle Nr. 3). Dies bedeutet im Vergleich zur Vorjahresstudie einen Zuwachs um 2 Prozent-Punkte , weitere 26 Prozent planen die BIM-Nutzung für die Zukunft.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf unseres Hauses wurde maßgeblich durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie beeinflusst. Um zeitnah und flexibel auf die sich häufig verändernde Situation reagieren zu können, tauschte sich das Führungsteam in den ersten Wochen der Pandemie täglich in kurzen Krisen-Besprechungen aus. Dies stellte sicher, dass in Reaktion auf die Entwicklungen in der sehr unbeständigen Lage jederzeit geeignete Maßnahmen getroffen werden konnten, um einerseits die behördlichen Auflagen zu erfüllen und andererseits die Gesundheit und das Wohlergehen der DDS-Beschäftigten und -Geschäftspartner * innen zu schützen. Ein weiteres wichtiges Ziel war es, die Geschäftstätigkeit erfolgreich aufrechtzuerhalten.

Vor diesem Hintergrund stellten wir das Schulungsangebot der DDS-Akademie sehr frühzeitig von einem überwiegend auf Präsenzschulungen ausgerichteten Portfolio auf ein durchgehend onlinebasiertes Angebotsspektrum um. Überdies erweiterten wir unser Angebot an Schulungstypen um unsere Fachthemenschulungen, bei denen ein spezielles Thema in einer kompakten Online-Schulung ausführlich erläutert wird.

Im DDS-Vertrieb war im Vergleich zum Schulungsbereich keine allzu große Umstellung erforderlich. Hier wurde bereits zuvor in großem Umfang online agiert: Sowohl Präsentationen unserer Software als auch die Verkaufsgespräche fanden schon vor dem Ausbruch der Pandemie im überwiegenden Anteil der Fälle webgestützt und nicht im Rahmen eines persönlichen Besuchs unserer Kunden statt. Um dennoch auf die neue Situation einzugehen und auf einen zu 100 Prozent onlinegestützten Vertrieb umzustellen, wurden die Vertriebsbeschäftigten intensiv geschult, um sie für die Besonderheiten des Vertriebs in der Pandemiesituation zu sensibilisieren.

DDS-intern wurde für alle Kolleg * innen, deren Aufgaben es erlaubten, die Möglichkeit geschaffen, ihre Arbeit nicht in einem unserer Standorte, sondern in mobiler Arbeit zu erledigen.

Rückblickend stellten sich die getroffenen Entscheidungen als richtig und zielführend heraus. Die veränderten Schulungsangebote wurden von unserer Kundschaft gut angenommen und die Verkaufsaktivitäten konnten erfolgreich fortgeführt werden. Auch die Flexibilisierung des Arbeitsortes wurde von den Beschäftigten begrüßt und in großem Umfang angenommen.

Dennoch war die Verunsicherung auch in unseren Zielmärkten deutlich spürbar. Zwar traten die Pandemie-Auswirkungen in unseren Zielbranchen verglichen mit anderen Wirtschaftsbereichen oder innerhalb der Bauwirtschaft im Vergleich zu Architektur- und Bauingenieurbüros mit einer zeitlichen Verzögerung ein; allerdings wirkten sie sich dennoch stark aus. Insbesondere in Österreich zeigte sich der Markt sehr zurückhaltend, was wir darauf zurückführen, dass dieser früher und stärker von Maßnahmen zur Eindämmung betroffen war als der deutsche Markt. Trotz der schwierigen Bedingungen konnten im internationalen Geschäft außerhalb des DACH-Raumes eine sehr positive Entwicklung verzeichnen. Erstmals konnten wir hier ein positives Ergebnis erzielen. Wir führen diese Steigerung auf mehrere Maßnahmen zurück: Neben einer Optimierung der international ausgerichteten Onlinemarketing-Aktivitäten wurden die Vertriebsprozesse im internationalen Bereich umgestellt und an die Prozesse im DACH-Vertrieb angeglichen. Schließlich wurden auch die Vertriebspartner-Unternehmen in den internationalen Zielmärkten in verstärktem Maße betreut und unterstützt. Dies führte zu guten Entwicklungen in Italien, Slowenien, Tschechien sowie Polen.

Um auch im DACH-Raum nachhaltig den Erfolg zu sichern, wurde im Berichtsjahr in unterschiedlichen Unternehmensbereichen Investitionen getätigt. Neben einer Stärkung des Vertriebsapparates durch neue Mitarbeiter * innen in den Bereichen Akquisition und Vertriebsinnendienst wurde auch die Qualität der Produktdokumentation verbessert sowie die Aktualisierung der in unsere Software integrierten Produktdatenbanken optimiert. Weiterhin wurde eine neue Betriebsstätte mit Schulungsräumlichkeiten in Lüneburg eröffnet, um im norddeutschen Raum die räumliche Distanz zu den dortigen Kund * innen zu verkürzen. Mittelfristig sollen im Büro Lüneburg neben Vertriebsmitarbeiter * innen auch jeweils ein * e Trainer * in für jedes der mit DDS-CAD zu bearbeitenden Gewerke einen Arbeitsplatz erhalten, die unser bereits vorhandenes Trainer * innenteam verstärken. Schließlich wurde im Berichtsjahr auch in neue Softwareausstattung investiert, die die Geschäftsprozesse im Unternehmen nachhaltig verbessern und effizienter machen werden. Im Vertriebsbereich haben wir das bisherige CRM-System durch eine leistungsfähigere Software abgelöst. Als allgemeine Office- und Kollaborationsanwendung wurde ebenfalls eine modernere, erweiterte Version unseres bisherigen Systems eingeführt und im Personalbereich wurde ein HR-Management-Tool erworben.

Wirtschaftliche Lage

Die im vorausgegangenen Abschnitt erwähnten Maßnahmen führten dazu, dass das Jahr 2020 in wirtschaftlicher Hinsicht trotz der pandemiebedingt ungünstigen Gesamtwirtschaftslage positiv beendet werden konnte.

a. Ertragslage

Ergebnis Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
%
Rohertrag 9.136 9.152 -16 -0,2
Betriebsergebnis (EBITA) 2.345 2.236 109 5,0
Jahresüberschuss 1.617 1.404 213 15,2

DDS erwirtschaftete im Berichtsjahr einen nahezu identischen Rohertrag im Vergleich zum Jahr 2019 (-16 T€). Der Rohertrag beinhaltet gemäß unserer Definition die Umsatzerlöse ohne Berücksichtigung sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich der Materialaufwendungen und der Fremdleistungen, Insgesamt betrachten wir die Entwicklung des Rohertrags vor dem Hintergrund der durch die Covid-19-Pandemie massiv gehemmten Gesamtwirtschaftslage als Erfolg.

Deutlich stärker wuchs mit 5,0 Prozent (+ T€ 109) im Vergleich zum Vorjahr das Betriebsergebnis (EBITA). Auch der Jahresüberschuss konnte nach einem Rückgang im Vorjahr mit einem Plus von 15,2 Prozent (+ T€ 213) wieder in den positiven Wachstumsbereich gebracht werden. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf eine angesichts der pandemiebedingt unsicheren globalen Gesamtwirtschaftslage bewusst zurückhaltende Haltung bei der Neueinstellung zusätzlicher Beschäftigter. Neueinstellungen wurden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben oder nicht vorgenommen. Darüber hinaus wurden aufgrund der Pandemie nahezu alle Messen und Präsenzveranstaltungen abgesagt, an welchen unser Haus ohne den Ausbruch der Pandemie teilgenommen hätte. Hierdurch reduzierten sich die Kosten für Messeteilnahmen und die damit zusammenhängenden Kosten für Hotelaufenthalte, Bewirtung des Messeteams, Messebau-Dienstleistungen sowie sonstige veranstaltungsbezogene Reisekosten im Vergleich zu den Vorjahren deutlich.

b) Finanzlage

Die Finanzierung unseres Betriebs basiert ausschließlich auf eigenen Mitteln innerhalb der Konzerngruppe, da unser Unternehmen am Cash-Pooling des Mutterkonzerns NEMETSCHEK SE teilnimmt. Hierdurch sind liquide Mittel jederzeit verfügbar, ohne dass Fremdkapital genutzt werden muss.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Alle bestehenden Verbindlichkeiten sind kurzfristig. Diese werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen, wobei Skontierungsmöglichkeiten stets genutzt werden.

Die ausgewiesenen Forderungen bestehen zum überwiegenden Teil aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, welche sich aus der oben beschriebenen Teilnahme am Cash-Pooling des Mutterkonzerns ergeben. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen demzufolge nicht bzw. in zu vernachlässigender Höhe.

Der Finanzmittelbestand beträgt zum 31. Dezember 2020 1.652 T€ (Vorjahr: 1.835 T€).

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Anlagevermögen 544 262 282 107,6%
kurzfristige Vermögenswerte 11.695 8.389 3.306 39,4%
liquide Mittel 1.652 1.835 -183 -10,0%
Passiva
Eigenkapital 9.558 7.941 1.617 20,4%
Rückstellungen/ Verbindlichkeiten 4.333 2.545 1.788 70,3%
Bilanzsumme 13.892 10.486 3.406 32,5%

Die Eigenkapitalquote sank gegenüber dem Vorjahr (75,7 %) zwar um 6,9 Prozentpunkte, allerdings ist das Niveau mit 68,8 Prozent zum Abschluss des Berichtsjahres noch immer als hoch zu bewerten. Dies gilt insbesondere unter Berücksichtigung des Umstands, dass die rückläufige Quote in erster Linie auf eine Erhöhung der Bilanzsumme zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, nämlich unserer Muttergesellschaft Data Design System AS, Klepp, Norwegen sind im Vergleich zum Vorjahr um rd. 2.067 T€ angestiegen.

3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Um die Leistungsfähigkeit unseres Hauses zu bewerten, ziehen wir intern hauptsächlich drei Indikatoren heran:

den Rohertrag

das Betriebsergebnis (EBITA)

die Mitarbeiter * innenzufriedenheit

Wenn auch die Entwicklung des Rohertrags im Berichtsjahr gegenüber der Rohertragssteigerung im Vorjahr deutlich geringer ausfällt und nicht unserer Prognose aus dem Lagebericht 2019 entspricht, ist dies doch im Lichte der durch die Covid-19-Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise zu betrachten. In dem gegebenen schwierigen Marktumfeld aufgrund der Covid-19- Pandemie war ein konstanter Rohertrag keineswegs zu erwarten. Vor diesem Hintergrund ist die Rohertragsentwicklung in 2020 als zufriedenstellendes Ergebnis zu bewerten. Dieses war möglich durch die erfolgreichen getroffenen Maßnahmen zur Abfederung der Pandemiefolgen sowie durch das Greifen der bereits im Vorjahr erfolgte Umstrukturierung des Vertriebs.

Das Betriebsergebnis (EBITA) ist gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Prozent gestiegen. Nachdem wir im Vorjahr einen Rückgang des Betriebsergebnisses zu verzeichnen hatten, ist dies - insbesondere vor dem Hintergrund der Rohertragsentwicklung in 2020 sehr erfreulich. Bereits früh richteten wir angesichts einer schwierigen Absatzsituation unser Augenmerk nicht nur auf verkaufsfördernde Maßnahmen und die Umstellung auf Online-Vertriebsprozesse und -Angebote, sondern auch darauf, Kosten für verzichtbare oder aufschiebbare Investitionen zu vermeiden. Dies in Verbindung mit den Einsparungen, die sich aus den Absagen von Fachmessen, Ausstellungen und sonstigen Veranstaltungen ergaben, führte zu einem guten Betriebsergebnis.

Somit sind die für uns zur Steuerung des Unternehmens maßgeblichen finanzbezogenen Indikatoren auf das Berichtsjahr bezogen als zufriedenstellend bis gut zu bewerten.

In Bezug auf die Mitarbeiterzufriedenheit war das Jahr 2020 ein schwieriges, jedoch erfolgreiches Jahr. Sobald die Pandemiesituation eintrat, legten wir größten Wert auf die Einhaltung der politisch geforderten und der von Experten des Robert-Koch-Instituts empfohlenen Hygienemaßnahmen. Die Beschäftigten wurden jederzeit auf einem aktuellen Informationsstand gehalten und zudem wurde den Mitarbeiter * innen sehr frühzeitig freigestellt, die Aufgaben in mobiler Arbeit zu erledigen, sofern die jeweiligen Aufgabenstellungen dies erlaubten. Auch die Kolleg * innen die wegen Kindergarten- und Schul-Lockdown-Maßnahmen vor familiären Betreuungs-Herausforderungen standen, wurden nach besten Möglichkeiten unterstützt. All dies führte zu einem intensivierten Dialog mit und unter den Kolleg * innen. Wir erhielten zahlreiche Rückmeldungen darüber, dass in unserem Unternehmen der Umgang mit der Pandemie den Wünschen und Vorstellungen der Beschäftigten voll entsprach. Dies erhöhte die Zufriedenheit der Beschäftigten. In den jährlich stattfindenden Zielgesprächen der Führungskräfte mit den Mitarbeiter * innen wird auch die Zufriedenheit abgefragt. Der Durchschnittswert blieb - wie bereits im Vorjahr - auf einem hohen Niveau. Dies macht uns optimistisch, auch zukünftig im Wettbewerb um die Gewinnung leistungsstarker Mitarbeiter * innen erfolgreich zu sein.

4. Gesamtaussage

Auf der Grundlage der zuvor aufgeführten und erläuterten Zahlen und Werte aus unserer Bilanz bewerten wir die Vermögens- und die Finanzlage ebenso wie die Ertragslage als gut.

Der Rohertrag konnte auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden, obwohl das Jahr von einer schweren allgemeinen Wirtschaftskrise geprägt war. Dies werten wir als Indiz dafür, dass sowohl unsere Vertriebs- und Marketingprozesse als auch unsere Produkte nach wie vor den Anforderungen des Marktes voll entsprechen und uns ermöglichen, auch in einer angespannten Marktsituation erfolgreich am Markt zu agieren. Im Vorjahres-Lagebericht hatten wir zwar eine Steigerung des Rohertrags von 7 Prozent - 9 Prozent prognostiziert; allerdings war zu dem Zeitpunkt, da diese Einschätzung vorgenommen wurde, nicht zu erahnen, dass die weltweite Pandemie die Wirtschaft und damit auch das Geschehen in unseren Zielmärkten in dem Ausmaß beeinflussen würde, dass sie zeitweise nahezu zum Erliegen kommen. Vor diesem Hintergrund kann die Differenz des tatsächlichen Ergebnisses von dem im Vorjahr prognostizierten Wert nicht überraschen und sollte durch die im Berichtsjahr eingetretenen radikalen Marktveränderungen durch die Pandemie ausreichend erklärt sein.

Nach einem Rückgang des Betriebsergebnisses im Jahr 2019 konnte die negative Entwicklung dieser Kennzahl im Berichtsjahr gestoppt werden. An die Stelle des Negativwachstums trat ein deutliches Plus des Wertes. Dies sowie die Zunahme des Jahresüberschusses um mehr als 15 Prozent in Verbindung mit einer nach wie vor hohen Eigenkapitalquote und einer insgesamt ohne Einschränkung stabilen Vermögenslage lässt erkennen, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse unseres Unternehmens sich nach wie vor gut und sehr stabil darstellen.

III. Zweigniederlassungsbericht

Hauptsitz unseres Unternehmens ist Ascheberg/Westfalen. Hier befinden sich neben dem Unternehmenshauptsitz ein Schulungsraum sowie ein Außenlager.

Darüber hinaus werden vier weitere Standorte in Deutschland betrieben, die außer über Beschäftigtenbüroräume auch über Schulungsräumlichkeiten verfügen. Einer dieser Standorte wurde im Berichtsjahr in Lüneburg eröffnet.

Weiterhin unterhalten wir zwei Zweigniederlassungen im europäischen Ausland. Diese befinden sich in Leonding (Österreich) sowie in Utrecht (Niederlande).

IV. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftlicher und branchenspezifischer Ausblick

Zweifellos wird die noch nicht eingedämmte Covid-19-Pandemie die Weltwirtschaft auch im Jahr 2021 weiterhin stark beeinflussen. Dennoch ist zu erwarten, dass durch die Ende 2020 gestarteten globalen Impfkampagnen, die mit zunehmender Impfstoffverfügbarkeit im Laufe des Jahres 2021 mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeweitet werden können, sowie durch möglicherweise gewonnene Erkenntnisse zur erfolgreicheren Therapierung der Covid-19-Krankheit im weiteren Verlauf des Jahres Lockerungen der strikten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie stattfinden können. Dies würde nach sich ziehen, dass sich - unserer Erwartung nach etwa in der zweiten Jahreshälfte - ein Übergang in eine veränderte Normalität stattfindet, in der sich die Wirtschaft von der Krise erholt, die durch die Pandemie verursacht wurde.

Den Prognosen des Sachverständigenrats (Quelle Nr. 1) zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zufolge wird unter diesen Voraussetzungen im Jahr 2021 sowohl global als auch im Euro-Raum die Rezession enden. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird demnach um 5,1 Prozent steigen, das des Euro-Raums um 4,9 Prozent. Für Deutschland sagt der Sachverständigenrat eine Steigerung des BIPs um 3,7 Prozent voraus. Trotz dieses zuversichtlichen Ausblicks bleibt die Unsicherheit in Bezug auf diese Prognosen angesichts möglicher Mutationen des Virus sowie einer keineswegs geringen Wahrscheinlichkeit neuer Infektionswellen allerdings sehr hoch.

Auch für die Bauwirtschaft gilt, dass Prognosen für das Jahr 2021 aufgrund der ungewissen Entwicklung der Pandemielage von Unsicherheiten geprägt sind. Dies vorausgeschickt wird durch das europäische Forschungs- und Beratungsnetzwerk Euroconstruct (Quelle Nr. 2) prognostiziert, dass in Europa auch die Bauwirtschaft nach einem deutlichen Rückgang von -7,8 Prozent im Berichtsjahr bereits im Jahr 2021 mit einem Plus von 4,1 Prozent wieder ein positives Wachstum erreichen wird. Eine Betrachtung der wichtigsten Märkte für unser Unternehmen lässt ein uneinheitliches Bild erkennen: Während für die Niederlande mit -6,1 Prozent eine entgegen dem Trend weiterhin deutlich negative Entwicklung erwartet und für den deutschen Markt mit -0,2 Prozent eine Stagnation prognostiziert wird, sagt Euroconstruct für Österreich mit einem Wachstum von +2,5 Prozent eine positive Marktentwicklung voraus.

Ob der prognostizierte Rückgang des Wachstums sich negativ auf die Absatzchancen für unsere Produkte auswirkt, hängt davon ab, ob der Digitalisierungsprozess der Baubranche hierdurch gehemmt wird. Wir gehen davon aus, dass dies angesichts des Handlungsbedarfs vieler Unternehmen unserer Zielgruppen zur Sicherstellung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit nicht der Fall sein wird. Eine Techconsult-Studie (Quelle Nr. 3) stellt fest, dass die mittelständische Baubranche im Vergleich die aktuell am schwächsten digitalisierte Branche im untersuchten deutschen Mittelstand darstellt. Während der Corona-Krise haben digitale Lösungen die Unternehmen im Bauwesen - ebenso wie in anderen Branchen - dabei unterstützt, den Geschäftsbetrieb fortzuführen und sich auf die veränderte Situation einzustellen. Dies hat zu der Erkenntnis geführt, dass es sich lohnt, die eigenen Prozesse zu digitalisieren. Diese Feststellung mündet bei 34 Prozent der befragten Unternehmen in der Absicht, die Digitalisierung im eigenen Betrieb auszubauen.

Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass trotz der nach wie vor unsicheren Wirtschaftssituation weiterhin alle noch nicht ausreichend digital ausgestatteten Beteiligten am Planungs-, Ausführungs- und Unterhaltungsprozess im Zusammenhang mit Bauwerken in einer Anschaffung digitaler Werkzeuge eine sinnvolle und notwendige Investition sehen. Dies wird eine gute Basis für den Absatz unserer Software sowie unserer damit eng verbundenen Dienstleistungsangebote schaffen.

Ausblick auf geplante Aktivitäten

Um auch weiterhin den pandemiebedingten Erfordernissen gerecht werden zu können, werden wir die Online-Aktivitäten in Marketing und Vertrieb weiter verstärken. Eine Teilnahme an Messen ist für das erste Halbjahr nicht vorgesehen; über eventuelle Teilnahmen an Ausstellungen und Messen ab Quartal 3 wird kurzfristig entschieden.

Unser Dienstleistungsangebot werden wir 2021 um weitere Leistungspakete erweitern, die dazu geeignet sind, die Kundenzufriedenheit sicherzustellen und bei unseren Kunden eine schnellere und qualitativ bessere DDS-CAD-Projektierung zu gewährleisten.

Wichtige Faktoren für unseren Unternehmenserfolg stellen die Zufriedenheit und die Motivation unserer Beschäftigten dar. Hierfür spielt auch und in besonderem Maße die Qualität des Arbeitsumfelds sowie die Ausstattung der Arbeitsplätze und der gesamten Arbeitsstätte eine entscheidende Rolle. Um in diesem Punkt ebenfalls gute Voraussetzungen für das gewünschte Wachstum zu schaffen, werden wir in den kommenden Monaten in die Modernisierung und Qualitätsverbesserung ebendieser Arbeitsstätten investieren: Für die Zukunft - voraussichtlich Ende des Jahres 2022 - ist der Bezug eines neuen Hauptsitzgebäudes in Ascheberg, dem Ort, in dem sich auch unser bisheriger Hauptsitz befindet, vorgesehen. Dieses wird Ausbaureserven für bis zu 80 Mitarbeiter * innen enthalten und mit modernen Schulungs- und Konferenzräumen ausgestattet sein. Das Gebäude wird in Zusammenarbeit mit einem Investor realisiert, von dem das Gebäude anschließend angemietet wird. Darüber hinaus ist für 2021 eine Verlegung des Büros Lützen nach Weißenfels vorgesehen. Die neuen Räumlichkeiten bieten ein attraktiveres und repräsentativeres Umfeld für die Teilnehmer * innen an unseren Schulungen und entsprechen zudem auch hinsichtlich des Raumangebots eher unserem Bedarf als dies in der gegenwärtigen Betriebsstätte in Lützen der Fall ist. Schließlich ist auch für das Jahr 2021 der Bezug eines weiteren Standorts im nördlichen Rhein-Main-Gebiet geplant, an dem Präsenzschulungen abgehalten und Beschäftigtenbüros eingerichtet werden sollen. Das Büro soll folglich als DDS-CAD-Trainingszentrum und Vertriebsstützpunkt sowie voraussichtlich als Arbeitsstätte für zwei Trainer * innen und eine * n Vertriebsmitarbeiter * in dienen.

Ausblick auf die geschäftliche Entwicklung

Vor dem Hintergrund der geschilderten Einflüsse auf unsere Geschäftstätigkeit sowie der beschriebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blicken wir optimistisch auf das Jahr 2021. Wir erwarten eine Steigerung des Gesamt-Rohertrags von 10 Prozent - 12 Prozent. Bezogen auf den internationalen Bereich - außerhalb der Räume DACH und Benelux - ist es unser Ziel den positiven Trend in diesen Märkten zu bestätigen. Hierzu werden wir unser Augenmerk darauf richten, inaktive internationale Vertriebspartner * innen durch eine vielfältige Unterstützung neu zu aktivieren und die personellen Ressourcen in der Betriebsstätte Utrecht, von wo aus der internationale Vertrieb gesteuert wird, auszubauen.

Durch die Zunahme der Anzahl unserer Lizenznehmer * innen wird unser Personalbedarf steigen. Wir erwarten eine Erhöhung unserer Beschäftigtenanzahl um 11 Beschäftigte.

Unsere Vermögens, Finanz- und Ertragslage wird sich voraussichtlich weiterhin positiv entwickeln. Gemäß unserer Planung wird der Jahresüberschuss 2021 leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2020 liegen.

V. Chancen- und Risikobericht

4. Risikobericht

Branchenrisiko

Das branchenbezogene Umfeld der Data Design System GmbH ist einer der Faktoren, die wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg des Unternehmens nehmen können. Für das Jahr 2021 wird von Euroconstruct für die gesamteuropäische Bauwirtschaft zwar eine Erholung von der pandemiebedingten Rezession vorausgesagt, allerdings zeigt sich für die wichtigen Zielmärkte Deutschland und Niederlande ein hiervon abweichendes Bild (Quelle Nr. 2). Prognostizierte negative Wachstumswerte von - 0,2 Prozent (Deutschland) und - 6,1 Prozent (Niederlande) machen deutlich, dass sich die Auftrags- und Wirtschaftslage der Baubranche in diesen Märkten weiterhin abschwächen dürfte. Dies wiederum kann auch zu einer Zurückhaltung unserer Zielgruppen hinsichtlich der Investition in neue Softwarelösungen führen.

Überdies ist denkbar, dass durch Lockdown-Maßnahmen in zahlreichen Staaten einige Zuliefer-Unternehmen unserer Zielbranchen die benötigten Güter und Materialien nicht in ausreichender Menge oder nicht zum erforderlichen Zeitpunkt bereitstellen können. Auch dies kann in der Branche zu einer erhöhten Vorsicht in Bezug auf den Erwerb von Softwareprodukten führen, da die eigenen Aufträge der Zielbetriebe aufgrund von Materialengpässen nicht abgearbeitet und damit auch nicht abgerechnet werden können.

Andererseits steht zu erwarten, dass trotz der genannten ungünstigen Voraussetzungen der Investitionsdruck hinsichtlich der Digitalisierung nicht sinken wird; denn für die zahlreichen Betriebe mit Nachholbedarf in diesem Bereich besteht zum Erhalt der eigenen Wettbewerbsfähigkeit keine Alternative zur angemessenen Investition in geeignete Software. Dies gilt auch und besonders für Betriebe in unserem Zielbereich, der technischen Gebäudeausrüstung bzw. der elektrotechnischen Gebäudetechnik.

Vor diesem Hintergrund betrachten wir die aufgeführten Branchenrisiken in ihrer Kombination als mittleres Risiko. Wir werden diesem begegnen, indem wir unsere Marketingaktivitäten qualitativ durch eine Website-Überarbeitung sowie ein Rebranding-Projekt steigern, diese zudem intensivieren und darüber hinaus eine spezielle Webinarreihe einführen, die auf Neukund * innen zugeschnitten ist, die erstmalig die Investition in eine Planungssoftware planen.

Risiko Beschäftigtenfluktuation

Der Geschäftserfolg unseres Hauses hängt in erheblichem Maße von der Verfügbarkeit einer ausreichenden Anzahl an hochqualifizierten Beschäftigten ab. Somit kann ein Verlust von gut eingearbeiteten Mitarbeiter * innen, insbesondere jener mit hoher Fachqualifikation, ein Risiko darstellen. Umso mehr gilt dies beim Ausscheiden von Mitarbeiter * innen, in deren Erwerb und Ausbau von Fachkompetenzen unser Haus erheblichem Maße investiert hat, da diese angesichts des allgemein herrschenden Mangels an entsprechend ausgebildeten Fachkräften möglicherweise nicht durch geeignete Personen mit den entsprechenden Qualifikationen aus Arbeitsmarkt zu ersetzen sind.

Diesem Risiko begegnen wir, indem wir regelmäßig die Ziele und Entwicklungswünsche der Beschäftigten in Zielgesprächen abfragen und versuchen, den Mitarbeiter * innenwünschen gerecht zu werden, sofern dies möglich und unternehmerisch sinnvoll ist. Weiterhin ist es uns aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten Einführung einer Personalmanagementsoftware nun möglich, unseren Mitarbeiter * innen eine deutlich gesteigerte Flexibilität hinsichtlich der Work-Life-Balance zu bieten.

Diese Maßnahmen in Verbindung mit den auch bereits in Kapitel 3 beschriebenen neuen Möglichkeiten, in der Pandemie mobil außerhalb der Büros in den Betriebsstätten zu arbeiten, und den schon in den Vorjahren etablierten Benefits, die wir den Beschäftigten generell bieten, haben dazu beigetragen bzw. werden dazu beitragen, die Zufriedenheit der Mitarbeiter * innen auf einem hohen Niveau zu halten. Hierdurch minimieren wir das Risiko der Beschäftigtenfluktuation weitgehend, sodass wir es als geringes bis mittleres Risiko einschätzen.

Wettbewerbsrisiko

Das Wettbewerbsumfeld unseres Unternehmens ist in den wichtigsten Zielmärkten geprägt von einer überschaubaren Anzahl an Unternehmen, die als finanzstark, innovationsfreudig und sehr marktaktiv beschrieben werden können. Da diese Attribute auch auf unser Unternehmen zutreffen, sehen wir dennoch ein lediglich geringes Risiko, dass Innovationen von Wettbewerbern oder das Auftreten neuer Marktteilnehmer unsere Marktposition entscheidend schwächen könnten. Hierbei vertrauen wir auf unser Produktkonzept als OPEN-BIM-Lösung und den Erfolg unserer Anstrengungen, unsere Software technisch hochstehend, anwenderfreundlich und dank unseres intensiven Austausches mit unseren Kundinnen bedarfsgerecht ausgestattet weiterzuentwickeln.

Produktbezogene Risiken

Ein potenzielles Risiko mit einem Produktbezug könnte darin bestehen, dass eine unserer veröffentlichten Hauptversionen nicht die Stabilität oder die Leistungsfähigkeit aufweist, die unsere Kundschaft von unserer Software erwartet. Hierdurch könnte ein Vertrauensverlust aufseiten der Kundschaft entstehen; die Marken DDS-CAD und Data Design System könnten gleichzeitig an Strahlkraft und Stärke in der Branche verlieren, was voraussichtlich Wettbewerbsnachteile nach sich ziehen würde.

Angesichts der schwerwiegenden Folgen, die mit Versionsreleases verbunden sein können, bei denen die Software gravierende Fehler aufweist, legen wir bei jedem Schritt der Weiterentwicklung von DDS-CAD großen Wert auf die Qualitätssicherung. Intensive Produkttests - auch in Zusammenarbeit durch Teile unserer Kundschaft im realen Produkteinsatz - am Ende eines jeden Entwicklungszyklus stellen ebenfalls sicher, dass Programmfehler weitgehend vermieden werden. Der erhebliche Aufwand, den wir in dieser Hinsicht betreiben, um die Qualität unserer Produkte zu sichern, erwies sich in den vergangenen Jahren stets als zuverlässiges Mittel, um folgenschwere Softwarefehler auszuschließen. Vor diesem Hintergrund sehen wir ein lediglich geringes Risiko, dass Produktdefizite unseren Geschäftserfolg negativ beeinflussen werden.

Finanzielle Risiken

Risiken im Bereich der Finanzen, die Geschäftsergebnisse negativ beeinflussen können, sehen wir in erster Linie in möglichen Forderungsausfällen sowie in eventuellen Währungsrisiken. Forderungsausfälle vermeiden wir weitgehend mit einem konsequenten, sehr erfolgreichen Forderungsmanagement. Daher betrachten wir dieses Risiko als ein geringes.

Da unsere Hauptmärkte weiterhin im Euro-Raum verortet sind, ist das Risiko, dass unser Geschäftsergebnis aufgrund von Währungsschwankungen maßgeblich geschmälert wird, als sehr gering einzuschätzen.

5. Chancenbericht

Erhöhte Marketingeffekte durch Website-Relaunch und Rebranding

Im Geschäftsjahr 2021 werden mit einem Relaunch unserer Website sowie einem Rebranding, das sowohl den gestalterischen als auch den gesamten übrigen kommunikativen Auftritt unseres Unternehmens betrifft, zwei Projekte abgeschlossen, die unserer Ansicht nach zu einer erhöhten Aufmerksamkeit in unseren Zielgruppen und einer Verstärkung der Effektivität unserer Marketingmaßnahmen führen werden. Wenn die erwarteten Effekte dieser Veränderungen eintreten, wird sich die Anzahl der zu bearbeitenden Leads erhöhen, was wiederum zu einer gesteigerten Menge an Verkaufschancen und schließlich Abschlüssen führen wird.

"Kennenlernwebinare"

2021 wird der Start einer Webinarreihe erfolgen, die besonders auf die Bedürfnisse von potenziellen Kund * innen zugeschnitten sind, die sich erstmalig mit der Planungssoftware DDS-CAD oder mit der Anschaffung einer Planungssoftware allgemein beschäftigen. Diese "Kennenlernwebinare" werden in besonderer Weise dazu geeignet sein, potenzielle Neukund * innen von der Leistungsfähigkeit unserer Software zu überzeugen und deren Interesse an unseren Produkten und Dienstleistungen sowie an uns als Partnerunternehmen zu verstärken. Vorausgesetzt, das Konzept dieser Webinare, die von geeigneten Marketingmaßnahmen flankiert werden, um sie im Kreis unserer Zielgruppen bekanntzumachen, erweist sich als erfolgreich, erwarten wir eine Steigerung der Lead-Anzahl sowie der daraus resultierenden Verkäufe.

Branchenbezogene Chancen

Nach wie vor ist der Digitalisierungsdruck und -wunsch in der Branche für Unternehmen aus unserer Zielgruppe hoch (Quelle Nr. 3). Die Hinwendung zur BIM-Methodik in der Bauwirtschaft allgemein sowie in unseren Zielgruppen im Speziellen lässt den Bedarf an Softwarelösungen, die die Kollaboration verschiedenster am Bauprojekt beteiligter Stellen ermöglichen und vereinfachen sowie einen digitalen Bauprojektfluss unterstützen, nicht abebben. Da unsere Software diesen Bedarf in unseren Zielgruppen passgenau bedient, sehen wir sehr gute Chancen, im Markt erfolgreich zu sein und im Wettbewerb mit unseren Marktbegleiter * innen sehr gut zu bestehen.

6. Gesamtaussage Risiko- und Chancenbericht

Eine Gesamtbetrachtung der Risiken zeigt, dass die für das Jahr 2021 identifizierten Risiken mit Ausnahme der unter "Branchenrisiken" beschriebenen Risiken, die sich aus der Covid-19-Pandemie ergeben, nicht wesentlich von jenen des Vorjahres unterscheiden. Generell wird die Pandemielage von uns als große Herausforderung angesehen, jedoch bewerten wir diese ebenso wenig wie die übrigen zuvor beschriebenen Risiken als bestandsgefährdend für unser Unternehmen. Nicht nur stehen den Risiken interessante Chancen entgegen, sondern auch die überaus gesunde finanzielle Situation sowie die Liquiditätsausstattung stützen diese Einschätzung. Auf dieser Basis plant die Data Design System GmbH, ihre Marktposition im Jahr 2021 sowie darüber hinaus auszubauen.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen aus dem Cash-Pooling sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Unser Haus verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Nennenswerte Forderungsausfälle sind nur in sehr wenigen Fällen zu verzeichnen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausschöpfung aller Skontierungsmöglichkeiten ausgeglichen.

 

Ascheberg, 29. März 2021

gez. Hagen Lotz

Quelle Nr. 1: Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2020/21 (November 2020)

Quelle Nr. 2: 90th Euroconstruct Summary Report, Winter 2020

Quelle Nr. 3: Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/2021 - Der digitale Status Quo im deutschen Baugewerbe, abrufbar unter: https://www.digitalisierungsindex.de/studie/digitale-transformation-baugewerbe-2021/

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 544.312,01 261.474,12
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 251.206,00 8.087,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 251.206,00 8.087,00
II. Sachanlagen 293.106,01 253.387,12
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.976,43 24.721,13
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.129,58 228.665,99
B. Umlaufvermögen 13.272.412,14 10.139.948,97
I. Vorräte 23.000,00 23.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.597.683,31 8.281.646,83
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 716.474,89 613.915,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.758.056,73 7.536.264,70
3. sonstige Vermögensgegenstände 123.151,69 131.466,90
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.651.728,83 1.835.302,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 74.886,29 84.548,80
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.891.610,44 10.485.971,89

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 9.558.362,70 7.941.302,23
I. gezeichnetes Kapital 76.800,00 76.800,00
II. Kapitalrücklage 120.000,00 120.000,00
III. Bilanzgewinn 9.361.562,70 7.744.502,23
B. Rückstellungen 451.267,66 703.215,78
C. Verbindlichkeiten 3.871.812,08 1.819.621,55
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.691,47 27.340,06
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.606.638,71 1.538.829,43
3. sonstige Verbindlichkeiten 252.481,90 253.452,06
D. Rechnungsabgrenzungsposten 10.168,00 21.832,33
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.891.610,44 10.485.971,89

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 9.484.655,24 9.362.998,19
2. Personalaufwand 5.316.988,62 5.059.007,67
a) Löhne und Gehälter 4.513.358,61 4.294.353,72
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 803.630,01 764.653,95
davon für Altersversorgung 20.547,16 18.949,39
3. Abschreibungen 183.121,00 153.693,29
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 183.121,00 153.693,29
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.675.139,28 2.001.650,62
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 221,83 344,56
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.602,58 6.909,48
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.717,18 853,94
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 695.682,40 735.413,37
8. Ergebnis nach Steuern 1.621.609,34 1.419.288,78
9. sonstige Steuern 4.548,87 15.187,23
10. Jahresüberschuss 1.617.060,47 1.404.101,55

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Data Design System GmbH hat ihren Sitz in Ascheberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Coesfeld unter HRB 7160 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses wurde von den Erleichterungen gemäß § 327 HGB Gebrauch gemacht.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2020 der Zweigniederlassungen in Leonding, Österreich und Utrecht, Niederlande wurden jeweils in einem gesonderten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 bilanziert. Die Werte dieser Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen wurden unverändert mit den deutschen Werten des Jahresabschlusses konsolidiert.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, linear abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen. Die Vermögensgegenstände wurden nach der linearen Methode abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 800,00 € wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG vollständig abgeschrieben.

Die Vorräte (Büro- und Werbematerial) wurden unverändert mit einem Festwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Risiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Jahresabschlusserstellung bekannt gewordenen ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anschaffungskosten und der kumulativen Abschreibungen für das Anlagevermögen sind im Anlagenspiegel gem. § 284 Abs. 3 HGB dargestellt.

Forderungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 40,0 T€ (Vorjahr: 35,2 T€).

Rückstellungen

Die zum Abschlussstichtag ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen über insgesamt 422,9 T€ beinhalten Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern in Höhe von 129,1 T€, Prüfungs- und Abschlusskosten, Archivierungskosten, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Kosten von Rechtsstreitigkeiten. Sie berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich zum Abschlussstichtag auf 3.606,6 T€ (Vorjahr: 1.538,8 T€). Diese entfallen in Höhe von 3.606,2 T€ (Vorjahr: 1.538,6 T€) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Ergebnisvortrag

In den Bilanzgewinn in Höhe von 9.361,6 T€ wurde ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 7.744,5 T€ einbezogen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

< 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
> 5 Jahre
T€
aus Miet- und Leasingverträgen 392,6 551,7 0,0

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 127,2 T€ enthalten.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der NEMETSCHEK SE mit Sitz in München einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung des Unternehmens wird durch Hagen Lotz, Wettenberg, ausgeübt. Auf die Angabe der Geschäftsführer-Vergütungen wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wird gemäß dem Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung dem Gewinnvortrag hinzugerechnet und als Bilanzgewinn in Höhe von 9.361,6 T€ auf neue Rechnung vorgetragen.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 89 Personen. Sie entfällt auf folgende Standorte:

Deutschland 76 Arbeitnehmer
Niederlande 10 Arbeitnehmer
Österreich 3 Arbeitnehmer

 

Ascheberg, 29. März 2021

gez. Hagen Lotz

Anlagespiegel

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2020
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2020
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.214,56 264.304,60 0,00 288.519,16
24.214,56 264.304,60 0,00 288.519,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 68.305,23 0,00 0,00 68.305,23
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 761.288,72 201.654,29 54.637,71 908.305,30
829.593,95 201.654,29 54.637,71 976.610,53
Anlagevermögen 853.808,51 465.958,89 54.637,71 1.265.129,69
Abschreibungen
Stand 01.01.2020
Euro
Zugänge Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2020
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.127,56 21.185,60 0,00 37.313,16
16.127,56 21.185,60 0,00 37.313,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 43.584,10 9.745,00 0,00 53.329,10
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 532.622,73 152.190,40 54.637,71 630.175,42
576.206,83 161.935,40 54.637,71 683.504,52
592.334,39 183.121,00 54.637,71 720.817,68
Anlagevermögen
Buchwert 31.12.2020
Euro
Buchwert 31.12.2019
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 251.206,00 8.087,00
251.206,00 8.087,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.976,13 24.721,13
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.129,88 228.665,99
293.106,01 253.387,12
Anlagevermögen 544.312,01 261.474,12

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.12.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Für den veröffentlichten Jahresabschluss werden die Erleichterungen gemäß § 327 HGB in Anspruch genommen. Der beigefügte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Abschluss.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Data Design System GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Data Design System GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Data Design System GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ibbenbüren, 31. März 2021

RGB GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Markus Glüsing, Wirtschaftsprüfer

Daniel Attermeyer, Wirtschaftsprüfer, Prokurist

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