Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 4845
Vorher
NNR + Dachser GmbH
Eingetragen
29.3.1993
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Gegenstand
Frachttransporte von und nach Deutschland auf dem Luft- und Seeweg und Tätigkeiten hinsichtlich der Lagerung im Zusammenhang mit Tätigkeiten nach 2.1.1.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hiroshi Takahashi
seit 10.2.2026
Geschäftsführer
Alexander Winter
seit 12.1.2026
Geschäftsführer
Kazuhiro Uruma
seit 11.7.2024
Geschäftsführer
Kai Dors
seit 13.5.2024
Prokura
Masami Sato
seit 12.2.2024
Prokura
Keiichi Utaka
seit 24.10.2023
Geschäftsführer
Yvonne Foerke
seit 25.5.2021
Prokura
Geschäftsführer
Marc Strietzel
seit 29.4.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Nishi Nippon Railroad Co. Ltd.JPN
51.00%
49.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Nishi Nippon Railroad Co. Ltd.
Japan
782.277 €
51.00%
Germany
751.599 €
49.00%

Beteiligungen

NameAnteil
3.85%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NNR Global Logistics Germany GmbH (vormals: NNR + Dachser GmbH)

Kempten (Allgäu)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Die Firma NNR Global Logistics Germany GmbH, Gemeinschaftsunternehmen der Firma Nishi Nippon Railroad Co. Ltd. (NNR) mit Sitz in Fukuoka, Japan und der Firma DACHSER SE mit Sitz in Kempten, wurde im Jahre 1993 gegründet.

Im Mai 2023 hat die Firma ihren Namen von NNR + Dachser GmbH in NNR Global Logistics Germany GmbH geändert. Darauf folgend wurde auch der Name der ungarischen Tochtergesellschaft von NNR + Dachser Hungary Kft. in NNR Global Logistics Hungary Kft. geändert.

Gegenstand des Unternehmens laut Satzung und Eintragung im Handelsregister ist

a)

die Entwicklung und Abwicklung von Luftfrachtaufkommen von Deutschland nach Japan und von Japan nach Deutschland sowie

b)

die Entwicklung und Abwicklung von Luftfrachtaufkommen von und nach Deutschland mit Partnern der Nishi Nippon Railroad Co. Ltd. außerhalb Japans, sofern diese nicht Partner der Dachser GmbH & Co. sind oder werden.

Aufgrund der Anforderungen des Marktes und der Kunden betreibt die Firma inzwischen auch Seefrachtgeschäft und erbringt, sofern sich entsprechende Chancen ergeben, auch weitere logistische Dienstleistungen.

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses

Aufgrund der allmählichen Normalisierung der Transportpreise nach der Corona-Pandemie ging das Ergebnis der Firma erwartungsgemäß zurück. Trotzdem wurde im Jahr 2023 ein sehr gutes Ergebnis erreicht.

Die Umsatzerlöse lagen um 51,9% unter denen des Vorjahres, der Speditionsaufwand um 58,6%. Der Bruttospeditionsgewinn (BSG) verringerte sich um 15,3%.

Die größten Kostenfaktoren, Personalkosten, IT-Kosten und Mieten veränderten sich um +6,8%, -30,8% bzw. -21,9%. Das Zinsergebnis war positiv, der Saldo der Kursgewinne/-verluste leicht negativ. Die ungarische Tochtergesellschaft wies 2022 erneut ein positives Ergebnis aus und schüttete 2023 T€ 196 an die Firma aus. Insgesamt führte dies zu einem Ergebnis nach Steuern von T€ +1.595, ein Rückgang von T€ -1.439 gegenüber dem Vorjahr.

Die Geschäftslage im traditionellen Transportbereich war äußerst zufriedenstellend. Der Rückgang der Umsatz- und Gewinnzahlen war geringer als erwartet und das erzielte Ergebnis deutlich besser als vorhergesehen. Auch die ungarische Tochtergesellschaft hatte ein sehr gutes Ergebnis und wird 2024 für das Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich ca. T€ 145 an die Firma ausschütten. Für 2024 und 2025 erwartet die Geschäftsführung aufgrund der weiter sinkenden Frachtraten ein niedrigeres Ergebnis als 2023.

Der Rückgang der Sendungszahlen im Luftfracht Import wurde durch Steigerungen im Luftfracht Export ausgeglichen. Die Größe der Sendungen nahm im Import deutlich ab, im Export leicht zu. In der Seefracht gab es moderate Zuwächse in allen Bereichen. Der Arbeitsaufwand für die einzelnen Sendungen blieb aufgrund der Verknappung des Frachtraums und der schnell und häufig stark schwankenden Preise relativ groß. Die Margen im BSG konnten gehalten werden, so daß die Firma bei leicht verringerten Kosten ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaften konnte.

Der Bestand der Gesellschaft ist in absehbarer Zukunft nicht gefährdet.

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Bilanzgewinn (Gewinnvortrag + Jahresüberschuß = TEUR 1.599) in voller Höhe an die Gesellschafter auszuschütten.

2. Darstellung der Lage der Gesellschaft

Bei Umsatzerlösen (Speditionserlösen) von T€ 38.697 (Vorjahr T€ 80.472) und Aufwendungen für bezogene Leistungen (Speditionsaufwendungen) von T€ 28.189 (Vorjahr T€ 68.059) beträgt der erzielte Bruttospeditionsgewinn T€ 10.508 (Vorjahr T€ 12.413).

Bei sonstigen betrieblichen Erträgen von T€ 763 (Vorjahr T€ 723), einem Personalaufwand von T€ 6.451 (Vorjahr T€ 6.040), Abschreibungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter und das Sachanlagevermögen von T€ 134 (Vorjahr T€ 119) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 2.741 (Vorjahr T€ 3.367) ergibt sich ein Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit vor Steuern von T€ 1.945 (Vorjahr T€ 3.672).

Die Dividendenausschüttung der Tochtergesellschaft NNR Global Logistics Hungary Kft. führt zu einem Ertrag aus Beteiligungen von T€ 196 (Vorjahr T€ 71).

Zinserträge (aus laufenden Bankguthaben) in Höhe von T€ 100 (Vorjahr T€ 0) und Zinsaufwendungen von T€ 8 (Vorjahr T€ 8 ) führen zu einem positivem Zinsergebnis von T€ 92 (Vorjahr T€ -8).

Nach den Steuern vom Einkommen und Ertrag von T€ 634 (Vorjahr T€ 1.062) und den sonstigen Steuern von T€ 4 (Vorjahr T€ 4) ergibt sich ein Jahresüberschuß von T€ 1.595 (Vorjahr T€ 2.607).

Die Vermögensstruktur der Gesellschaft ist durch folgende Anteile an der Bilanzsumme gekennzeichnet:

Geschäftsjahr Vorjahr
Anlagevermögen T€ 530 3,60% T€ 588 2,62%
Vorräte T€ 5 0,03% T€ 5 0,02%
Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände T€ 7.897 53,68% T€ 21.173 94,20%
Flüssige Mittel T€ 6.140 41,74% T€ 550 2,44%
Rechnungsabgrenzung T€ 139 0,94% T€ 161 0,72%
Bilanzsumme T€ 14.711 100,00% T€ 22.477 100,00%

Die Kapitalstruktur ist durch folgende Anteile an der Bilanzsumme gekennzeichnet:

Geschäftsjahr Vorjahr
Eigenkapital T€ 3.133 21,30% T€ 4.145 18,45%
Rückstellungen T€ 997 6.78% T€ 2.250 10.00%
kurzfristige Verbindlichkeiten T€ 10.581 71,92% T€ 16.082 71,55%
Bilanzsumme T€ 14.711 100,00% T€ 22.477 100,00%

3. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung

3.1. Chancen

Die Firma erzielte 2023 ein sehr gutes Ergebnis. Für 2024 wird Anstieg der Umsatzerlöse, des Speditionsaufwands und ein etwa gleichbleibender Bruttospeditionsgewinn (BSG) erwartet. Der Nachsteuergewinn wird incl. einer erwarteten Gewinnausschüttung von T€ 100 der ungarischen Tochtergesellschaft voraussichtlich T€ 1.271 betragen.

Durch eigene Aktivitäten und durch die Erweiterung des globalen Netzwerks der japanischen Muttergesellschaft wird die in der Vergangenheit begonnene Politik der Diversifizierung der Märkte fortgesetzt, um das Risiko der Abhängigkeit von einer einzelnen Region zu minimieren und an den Chancen neuer Märkte, in denen der Marktanteil noch gering ist, zu partizipieren.

3.2. Risiken

Die Risiken der in 3.1. dargestellten Geschäftspläne der Gesellschaft sind vergleichsweise gering. Durch Währungskäufe wird versucht, das Risiko von Währungsverlusten bei Transaktionen mit dem Ausland zu minimieren, wie in 4.1.6. beschrieben.

Auswirkungen auf die globale Wirtschaft und den Warenaustausch durch die andauernde Corona- Pandemie sind nicht absehbar.

4. Sonstige Angaben

4.1. Risikomanagement

Die Geschäftsführung geht die üblichen Risiken ein, die notwendig sind, um überhaupt Geschäfte zu tätigen, läßt aber dabei die angemessene und nötige Vorsicht walten.

Die Gesellschaft unterliegt im Wesentlichen folgenden branchenüblichen Risiken:

4.1.1. Haftungsrisiko bei Schadensfällen (Beschädigung oder Verlust von Fracht, Folgeschäden, Falschverzollungen)

Das Haftungsrisiko ist durch eine Versicherung, die mindestens dem branchenüblichen Umfang entspricht, weitgehend abgedeckt. Durch die in den Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp) sowie internationalen Abkommen (Warschauer Abkommen, Montrealer Übereinkunft etc.) enthaltenen Haftungsbeschränkungen ist das Haftungsrisiko nach Möglichkeit eingeschränkt. Da die Gesellschaft für den Frachttransport Unterauftragsnehmer einsetzt, kann im Schadensfall üblicherweise der verantwortliche Unterauftragsnehmer haftbar gemacht werden. Es besteht jedoch ein gewisses Restrisiko durch Insolvenz oder mangelnde Versicherung des Unterauftragsnehmers sowie Durchbruch der Haftungsgrenzen und hiermit möglicher Überschreitung der Versicherungssummen bei entsprechend hohen Warenwerten. Durch laufende Personalschulungsmaßnahmen und interne Kontrollmaßnahmen wird das Restrisiko auf ein kaufmännisch akzeptierbares Maß beschränkt.

4.1.2. Forderungsausfälle, z.B. durch Insolvenz von Kunden oder Partnern

Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch ein angemessenes Forderungsmanagement möglichst gering gehalten. Für jeden Kunden wird ein Kreditlimit und ein Zahlungsziel festgelegt, das sich an der Größe des Unternehmens und anderen Eckdaten orientiert. Hierzu wird in der Regel ein Kreditauskunftsunternehmen befragt.

Durch ein regelmäßiges Mahnwesen sowie die Kontrolle der Außenstände auf mehreren Organisations- und Hierarchieebenen wird der Überschreitung der Kreditlimits und Zahlungsziele ständig entgegengewirkt.

Da wenige Kunden ein eigenes Aufschubkonto für Zoll und EUSt haben, werden Zoll und EUSt der Sendungen auf die Aufschubkonten der Gesellschaft gebucht. Diese Einfuhrabgaben sind oft wesentlich höher als das Frachtentgelt. Die Gesellschaft versucht, besonders Kunden mit hohen Warenwerten und/oder mangelhafter Kreditauskunft zu überzeugen, wenigstens für EUSt ein eigenes Aufschubkonto einzurichten.

Die Partnerunternehmen in den wichtigsten Märkten gehören zum Konzern der Muttergesellschaft NNR. Forderungsverluste sind bei diesen Partnern praktisch ausgeschlossen. Auch im Verhältnis zu den Partnerunternehmen wird ein aktives Forderungsmanagement betrieben.

4.1.3. Kundenverluste

Die Gesellschaft ist von keinem Kunden in so hohem Maße abhängig, daß ein Verlust einzelner Kunden zu existentiellen Problemen führen könnte.

4.1.4. Unbemerkte Fehlentwicklung der Geschäfte

Durch Monatsberichte und Quartalsbilanzen wird sichergestellt, daß die Geschäftsführung über die Entwicklung der Geschäfte zeitnah und angemessen unterrichtet ist und Fehlentwicklungen entgegenwirken kann.

4.1.5. Verluste durch fehlerhafte Angebote

Um fehlerhafte Angebote und Fehlkalkulationen zu vermeiden, werden alle Angebote der Verkäufer an Kunden von einem leitenden Angestellten überprüft und abgezeichnet.

4.1.6. Währungsrisiken

Da einige Transaktionen in ausländischer Währung ausgeführt werden, trägt die Gesellschaft ein gewisses Währungsrisiko. Langfristig gleichen sich Kursverluste und Kursgewinne weitgehend aus. Um jedoch die Höhe der Währungsschwankungen zu begrenzen, werden bei Bedarf Währungskäufe für die wichtigsten Währungen auf Basis der erhaltenen und erwarteten Eingangsrechnungen getätigt.

4.1.7. Luftsicherheit

Zum 01.02.2006 trat das neue Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG) in Kraft. Unsere Gesellschaft hat den Status eines Reglementierten Beauftragten (RB). Die Risiken liegen in der Haftung, falls Ware, die von der Gesellschaft transportiert wird, einen terroristisch bedingten Schaden verursacht und darin, daß bei ungenügender Beachtung der Vorschriften der (vorübergehende) Verlust des Status eines RB erhebliche Kosten verursacht. Durch permanente Schulung der Mitarbeiter und interne Audits wird sichergestellt, daß die Fracht sicher bleibt und die Anforderungen für den Erhalt des RB-Status gegeben sind.

Weitere spezielle Risiken der künftigen Entwicklung der Gesellschaft, die über das allgemeine nicht beeinflußbare konjunkturell und politisch bedingte Branchenrisiko hinausgehen, sind nicht ersichtlich.

4.2. Zweigniederlassungen, Betriebsstätten und Tochterunternehmen

Neben der Hauptniederlassung am Sitz der Gesellschaft in Kempten, wo die Buchhaltung abgewickelt wird, bestanden im Berichtsjahr Betriebsstätten in den Regionen Frankfurt/M., Düsseldorf, München und Hamburg, in denen das operative Geschäft getätigt wird.

2023 wurden keine Zweigniederlassungen, Betriebsstätten und Tochterunternehmen eröffnet. Dies ist auch für 2024 und 2025 nicht geplant. Das Tochterunternehmen in Ungarn, NNR Global Logistics Hungary Ltd., gegründet im Januar 2001, hat stabile Umsätze, so daß für 2024 ein positives Ergebnis erwartet wird.

 

Frankfurt, den 28.03.2024

NNR Global Logistics Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

12/31/2023 12/31/2022
EUR EUR
A ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17,314.00 34,149.00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227,859.00 268,111.00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 285,304.42 285,304.42
Summe Anlagevermögen 530,477.42 587,564.42
B UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5,325.03 5,325.03
II. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5,594,466.48 15,242,907.66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1,687,002.25 5,168,564.67
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 68,399.71 158,458.76
4. Sonstige Vermögensgegenstände 547,246.75 602,680.70
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6,139,944.15 550,707.79
Summe Umlaufvermögen 14,042,384.37 21,728,644.61
C RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
Summe Rechnungsabgrenzungsposten 138,514.64 161,182.17
14,711,376.43 22,477,391.20

PASSIVA

12/31/2023 12/31/2022
EUR EUR
A EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1,533,875.64 1,533,875.64
II. Gewinnvortrag/Verlustvortrag (-) 4,644.94 4,647.03
III. Jahresüberschuß 1,594,709.46 2,606,529.67
Summe Eigenkapital 3,133,230.04 4,145,052.34
B RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 247,446.00 282,510.00
2. Sonstige Rückstellungen 749,721.05 1,967,998.49
Summe Rückstellungen 997,167.05 2,250,508.49
C VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,589,475.91 2,407,343.75
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 31.12.2023 EUR 1.589.475,91 Vorjahr EUR 2.407.343,75
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 445,139.84 4,737,038.98
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 31.12.2023 EUR 445.139,84 Vorjahr EUR 4.737.038,98
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 400,843.44 447,227.63
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 31.12.2023 EUR 400.843,44 Vorjahr EUR 447.227,63
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8,145,520.15 8,490,220.01
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 31.12.2023 EUR 8.145.520,15 Vorjahr EUR 8.490.220,01
- davon aus Steuern 31.12.2023 EUR 8.037.018,18 Vorjahr EUR 8.457.218,46
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 31.12.2023 EUR 0,00 Vorjahr EUR 0,00
Summe Verbindlichkeiten 10,580,979.34 16,081,830.37
14,711,376.43 22,477,391.20

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 -31.12.2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse Speditionserlöse 38,696,974.39 80,472,197.39
2. sonstige betriebliche Erlöse 763,074.24 723,103.67
- davon Ertrag aus Währungsumrechnung EUR 336,922.15 / Vorjahr EUR 254.481.32
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen
a) (Speditionsaufwand) (-) 28,188,692.15 (-) 68,059,057.83
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (-) 5,377,512.26 (-) 5,104,451.01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (-) 1,073,503.44 (-) 936,312.38
- davon aus Altersversorgung EUR 49,943.92 / Vorjahr EUR 50.538.14
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (-) 134,059.36 (-) 119,379.09
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (-) 2,740,850.60 (-) 3,367,145.42
- davon Aufwand aus Währungsumrechnung EUR 344,990.48 Vorjahr EUR 548.455.96
7. Erträge aus Beteiligungen 195,709.25 71,679.87
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 195,709.25 / Vorjahr EUR 71,679.87
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 100,092.74 0.00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (-) 8,299.73 (-) 8,376.24
- davon aus Abzinsung von Rückstellungen EUR 750.00 / Vorjahr EUR 662.00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (-) 634,117.62 (-) 1,061,686.29
11. Ergebnis nach Steuern 1,598,815.46 2,610,572.67
12. Sonstige Steuern (-) 4,106.00 (-) 4,043.00
13 JAHRESÜBERSCHUSS 1,594,709.46 2,606,529.67

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die NNR + Dachser GmbH hat ihren Sitz in 87439 Kempten, Thomas-Dachser-Straße 2 und ist eingetragen in das Handelsregister beim Handelsregister B des Amtsgerichtes Kempten (HRB 4845).

Im Mai 2023 wurde der Firmen Name in NNR Global Logistics Germany GmbH geändert.

Der Jahresabschluß der NNR Global Logistics Germany GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Rechnungslegungsvorschriften des GmbH-Gesetzes wurden beachtet.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten, wobei bei den Vermögensgegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, die Anschaffungskosten um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert worden sind. Der angewandte Abschreibungsplan orientiert sich an den steuerlichen Vorgaben, da grundsätzlich keine Unterschiede zwischen steuerlicher und handelsrechtlicher Nutzungsdauer unterstellt werden können. Von der steuerlichen Bewertungsfreiheit für geringwertige, selbständig nutzungsfähige, bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 die im Zugangsjahr voll abgeschrieben werden können, wurde auch in der Handelsbilanz in vollem Umfang Gebrauch gemacht, da dies den handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entspricht.

Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich.

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte grundsätzlich zu den Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Marktpreis bzw ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen war. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestände und auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenmittelkurs zum Abschlußstichtag umgerechnet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen wegen drohendem Ausfall in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr TEUR 35) und eine Pauschalwertberichtigung wegen Zinsverlusten und Ausfallrisiko in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr TEUR 180) vorgenommen. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen wurde allen nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Ausfallrisiken hinreichend Rechnung getragen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlußstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Stammkapital der Gesellschaft wurde als gezeichnetes Kapital ausgewiesen.

Rückstellungen wurden für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten nach kaufmännischer Beurteilung in ausreichender Höhe gebildet und mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Nach § 251 HGB müssen unter der Bilanz Haftungsverhältnisse für fremde Verbindlichkeiten angegeben werden. Der ausgewiesene Betrag beinhaltet bestehende Haftungsverhältnisse als Beteiligte am gemeinschaftlichen Versandverfahren (Zollverfahren T1/T2), da die Gesellschaft als Beteiligte auch für Zuwiderhandlungen fremder Dritter haftet. Die Haftungsverhältnisse sind der Höhe nach zum Bilanzstichtag mit vertretbarem Verwaltungsaufwand nicht genau zu ermitteln.

Den Haftungsverhältnissen für fremde Verbindlichkeiten stehen in gleicher Höhe Forderungen gegenüber. Die Inanspruchnahme dafür liegt maximal in dem gleichen Bereich wie die Forderungsausfälle.

Das Risiko der Inanspruchnahme wird auf Grundlage der Erfahrungen der Vergangenheit als gering betrachtet.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Erläuterungen der Bilanzposten

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage 1.4/6 beigefügtem Anlagespiegel ersichtlich.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten sind zum Devisenmittelkurs am Abschlußstichtag umgerechnet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 1.687.002,25 und die Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 68.399,71 betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten ungewisse Verbindlichkeiten wie folgt:

Geschäftsjahr Vorjahr
Urlaubsansprüche EUR 135.420,00 EUR 125.215,00
Flexistunden EUR 4.910,00 EUR 4.553,00
Prüfung des Jahresabschlusses EUR 25.000,00 EUR 25.000,00
Jahresabschlusskosten intern EUR 4.300,00 EUR 4.000,00
noch nicht in Rechnung gestellter, ausstehender Speditionsaufwand EUR 288.138,05 EUR 1.473.872,49
Schwerbeschädigtenausgleichsabgabe EUR 14.040,00 EUR 13.370,00
Selbstbeteiligung an Schäden an beförderten Gütern EUR 37.350,00 EUR 16.316,00
Kosten PowerNET EUR 5.500,00 EUR 14.000,00
Berufsgenossenschaft EUR 12.950,00 EUR 11.000,00
Archivierungskosten EUR 40.590,00 EUR 40.590,00
Anti Terror Versicherung 2023 EUR 25.000,00 EUR 1.200,00
Telekom Abrechnung 11 + 12 /2023 EUR 2.775,00 EUR 0,00
Jubiläumsverpflichtung EUR 51.088,00 EUR 48.882,00
Tantiemen und Boni 2023 EUR 82.000,00 EUR 190.000,00
IT Kosten 10-12/2023 EUR 14.260,00 EUR 0,00
Datev Nutzung 10-12/2023 EUR 390,00 EUR 0,00
EUR 743.711,05 EUR 1.967.998,49

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 445.139,84 und die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 400.258,22 gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt TEUR 0. (Vorjahr TEUR 0).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind (sonstige Verbindlichkeiten - gesichert durch Hermes-Bürgschaft) beträgt TEUR 219 (Vorjahr TEUR 225).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ersichtlich sind, belaufen sich auf insgesamt rund TEUR 4.859 (Vorjahr TEUR 975); davon sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen rund TEUR 180 (Vorjahr TEUR 180). Diese finanziellen Verpflichtungen beinhalten im wesentlichen Dauerschuldverhältnisse (Mietverträge), deren zum Abschlußstichtag bestehender künftiger Erfüllungsbetrag (bei frühestmöglicher Kündigung) sich auf ca. TEUR 4.679 (Vorjahr TEUR 795) beläuft sowie nicht valutierte Darlehenszusagen an verbundene Unternehmen TEUR 180 (Vorjahr TEUR 180).

Während des Geschäftsjahres waren im Durchschnitt 92 (Vorjahr 86) Arbeitnehmer (kaufmännische Mitarbeiter 87 / gewerbliche Mitarbeiter 5) beschäftigt.

Bezüglich der nach § 285 Ziffer 9a HGB zu machenden Angaben wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans waren im Geschäftsjahr:

Reuter, Thomas (Spediteur) wohnhaft in Nussloch vom 01.01.-16.03.2023
Meier, Marc wohnhaft in Hamburg vom 16.03.-31.12.2023
Kitamura, Shinji (Spediteur) wohnhaft in Tokyo vom 01.01.-24.10.2023
Kurotobi, Shigeki (Spediteur) wohnhaft in Tokyo vom 01.01.-31.12.2023
Ishikawa, Takashi (Spediteur) wohnhaft in Frankfurt vom 01.01.-31.12.2023
Burger, Tobias, Dr. (Spediteur) wohnhaft in Wiggensbach vom 01.01.-31.12.2023
Utaka, Keiichi wohnhaft in Tokyo vom 24.10.-31.12.2023

Die Gesellschaft ist mit 100 % an der NNR + Dachser Hungary Forwarding and Logistics Ltd. in Pilisvörösvar beteiligt, deren gezeichnetes Kapital HUF 50.000.000,00 und deren Ergebnis des letzten vorliegenden Geschäftsjahres (2022) nach Steuern THUF 76.460.196 (TEUR 191) beträgt.

Name und Sitz des Mutterunternehmens der Gesellschaft, das den Konzernabschluß für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt:

Nishi Nippon Railroad Co. Ltd. in Fukuoka.

Der Konzernabschluß wird in Fukuoka veröffentlicht.

Pflichtangaben nach dem GmbH-Gesetz

Gegenüber Gesellschaftern bestehen zum Bilanzstichtag

folgende Forderungen:

Nishi Nippon Railroad Co Ltd.
diese Forderungen sind ausgewiesen als: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 1.029.693,24
Vorjahr EUR 2.800.229.37
DACHSER SE
(diese Forderungen sind als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen - DACHSER SE hält eine Beteiligung an NNR + Dachser GmbH in Höhe von 49%) EUR 68.399,71
Vorjahr EUR 158.458,76
- folgende Verbindlichkeiten:
Nishi Nippon Railroad Co Ltd.
diese Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind ausgewiesen als: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 196.523,94
Vorjahr EUR 2.023.720,97
DACHSER SE
(diese Verbindlichkeiten sind als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen - DACHSER SE hält eine Beteiligung an NNR + Dachser GmbH in Höhe von 49%) EUR 400.258,22
Vorjahr EUR 447.227,63

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleitung schlägt vor, vom Bilanzgewinn (= Gewinnvortrag + Jahresüberschuß) TEUR 1.595 an die Gesellschafter auszuschütten.

 

Rüsselsheim, den 28.03.2024

NNR Global Logistics Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NNR Global Logistics Germany GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NNR Global Logistics Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NNR Global Logistics Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Gesellschafterversammlung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

● gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

● beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

● ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kempten (Allgäu), den 09. Juli 2024

Dr. Fritz Städele
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
und Steuerberatungsgesellschaft GmbH

Dr. Johannes A. Huber, Wirtschaftsprüfer

Alexander Murer, Wirtschaftsprüfer

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