AMAG components Übersee GmbH

Gewerbestraße 12, 83236 Übersee, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 25073
Vorher
ACPU Verwaltungs GmbHAircraft Philipp Übersee GmbH
Eingetragen
7.3.2016
Branche
Herstellung von Maschinen für die additive FertigungHerstellung von TurbinenLuft- und Raumfahrzeugbau für zivile Zwecke
Gegenstand
Industrielle Herstellung von Zulieferteilen für die Luftfahrtindustrie und Herstellung von Spezialmaschinen sowie deren Komponenten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Ralph Stephan
seit 6.8.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AMAG components GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AMAG components Übersee GmbH

Übersee

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1.1 GESCHäFTSMODELL DES UNTERNEHMENS

Die AMAG components Gruppe in Deutschland erweitert die AMAG Wertschöpfungskette im Bereich der Herstellung von einbaufertigen metallischen Bauteilen und Baugruppen für die Luft- und Raumfahrtindustrie. Die Kernkompetenzen liegen in der mechanischen Bearbeitung von Aluminium und Titan.

Die Tätigkeitsfelder der AMAG components Übersee GmbH sind:

• Industrielle Herstellung von zerspanten Strukturteilen aus Aluminium

• Industrielle Herstellung von zerspanten Strukturteilen aus Hartmetall (Titan und Stahl)

Die AMAG components Übersee GmbH ist vorwiegend in der Luft- und Raumfahrtbranche tätig.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE, BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Die wirtschaftliche Entwicklung hat sich in Deutschland weiter eingetrübt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2023 um 0,3 % zurückgegangen, nach einem Plus von 1,9 % im Vorjahr. Vor allem die inflationsbedingten hohen Zinsen und die steigenden Reallöhne belasten die Wirtschaft.

Die Bauraten der beiden größten Flugzeughersteller (Airbus und Boeing) steigen nach dem dramatischen COVID-bedingten Einbruch in den Jahren 2020/2021 seit 2022 wieder deutlich an. Die Airbus-Bauraten sollen mittelfristig wieder das Vorkrisenniveau erreichen und bis Jahresanfang 2026 sogar um weitere 15% steigen. Das Wachstum erfolgt in erster Linie bei den Produkten der A320-Familie im Mittelstreckenbereich (vereinzelt auch Langstrecke siehe XLR-Version) sowie beim A220 für den Kurz- und Mittelstreckenbereich, auch das Langstreckenflugzeug A350 wird wieder mit höheren Bauraten geplant.

Der nordamerikanische Flugzeughersteller Boeing hat die Produktion und den Verkauf Ihrer B737-Flugzeuge für die Mittelstrecke wieder aufgenommen, das Bauratenniveau liegt aber noch unter dem Niveau vor Pandemiebeginn. Die Bauraten für das Langstreckenflugzeug B787 steigen im Jahr 2023 und den Folgejahren ebenso weiter an. Bei Boeing wird ein verstärkter Fokus auf die Herstellung von Flugzeugen für den Militärbereich festgestellt.

Die Wiederindienststellung der bereits ausgemusterten A380-Flugzeuge bei der Lufthansa ab Mitte 2023 ist ein Indiz dafür, dass mit einem weiteren Anstieg der Passagierzahlen gerechnet wird und die verfügbaren Flugzeuge die aktuelle Nachfrage nicht decken können.

Die Supply Chain der Luftfahrtindustrie leidet weiterhin unter Personal- und Materialengpässen. Im Bereich der Zerspanung sowie der Oberflächenbehandlung (Galvanik und Lack) sind es in erster Linie fehlende Fertigungskapazitäten aufgrund von Personalmangel.

Im Materialbereich ist die Verfügbarkeit von Stahl und Titan angespannt, die Preise und Lieferzeiten sind entsprechend hoch. Im Bereich von Aluminium kann die AMAG components Gruppe zumeist auf die Rohstoffversorgung aus dem AMAG-Standort Ranshofen zurückgreifen und die Versorgung absichern.

2.2 GESCHäFTSVERLAUF UND LAGE

Das Jahr 2023 war weiterhin gekennzeichnet durch die COVID-19-bedingten Auswirkungen auf die Luftfahrtindustrie. Die Bauraten lagen weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie, die Nachfrageentwicklung seitens der Kunden stieg aber deutlich im Vergleich zu 2022 an, was zu Problemen und Engpässen in der Supply Chain führt. Teilweise reagierten Kunden im Jahr 2023 wieder mit Outsourcing, da die internen Fertigungskapazitäten nicht mehr ausreichten oder auch mit Bauteilverlagerungen aufgrund von Problemen bei unserem Wettbewerb.

Die Personalakquise von qualifizierten Arbeitskräften war aufgrund des Fachkräftemangels erschwert. Im Jahr 2023 gab es keine Kurzarbeit in der AMAG components Gruppe.

Die Kundenstruktur besteht im Wesentlichen aus langjährigen Stammkunden sowie gezielt, passend zur Gesamtunternehmensstrategie, akquirierten Neukunden.

Gleichzeitig war das Marktumfeld durch eine zunehmende Kosteninflation geprägt. Insbesondere die Rohstoffpreise für Einkaufsmaterial (Stahl) sowie Dienstleistungen bei Lieferanten (externe Oberflächenprozesse) zogen im Vergleich zu 2022 nochmals an.

Im Jahr 2023 war das Unternehmen aufgrund der Verfügbarkeitsprobleme in den Bereichen Rohstoffe, Logistik und durch Engpässe bei Lieferanten (Personalmangel) teilweise von Lieferengpässen betroffen. Unser Unternehmen ist nach wie vor mit hohen Leistungsansprüchen der Auftraggeber konfrontiert und einem branchenüblich scharfen Wettbewerb ausgesetzt. Das Unternehmen begegnet diesem Verdrängungswettbewerb mit Qualität, Verlässlichkeit und einem umfangreichen für den Kunden optimierten Serviceangebot. Es wurden umfangreiche Schritte in die Modernisierung des Anlagenparks eingeleitet, um die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft zu verbessern.

Die Vertriebsaktivitäten wurden einhergehend mit der Gesamtstrategie des Unternehmens weiter intensiviert und es konnten bestehende Kundenverträge mit wichtigen Kunden verlängert und gezielt neue Kunden und Aufträge akquiriert werden.

Die AMAG components Übersee GmbH bildet mit der AMAG components Karlsruhe GmbH eine Organschaft, bei der ein Gewinnabführungsvertrag besteht. Organträger ist die AMAG components Übersee GmbH.

Die AMAG components Übersee GmbH wird seit dem Wirtschaftsjahr 2020 in den Konzernabschluss der österreichischen AMAG Austria Metall AG, Ranshofen einbezogen.

Auf die Ausführungen zur Konzernzugehörigkeit wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

2.3 ERTRAGSLAGE

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres der AMAG components Übersee GmbH konnten von 33.185 Tsd. EUR auf 37.608 Tsd. EUR gesteigert werden. Dies entspricht einem Anstieg um 13,3 %. Die Gesamtleistung stieg um 13,5 % von 34.046 Tsd. EUR auf 38.636 Tsd. EUR.

Der Materialaufwand erhöhte sich vor allem mengenbedingt von 23.987 auf 25.468 Tsd. EUR. Im Zuge des geplanten Personalaufbaus und der gestiegenen Löhne und Gehälter erhöhte sich der Personalaufwand um 12,2 % auf 9.803 Tsd. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 30,6 % auf 7.179 Tsd. EUR (2022: 10.348 Tsd. EUR), was hauptsächlich auf den Rückgang von Aufwendungen aus der Währungsumrechnung zurückzuführen ist.

Insbesondere aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse verbesserten sich die Ergebniskennzahlen deutlich im Vergleich zum Vorjahr. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) lag bei -1.848 Tsd EUR nach -6.702 Tsd. EUR im vergangenen Geschäftsjahr 2022.

Aufgrund der getätigten Neuinvestitionen in den Maschinenpark stiegen die Abschreibungen von 803 Tsd. EUR auf 1.048 Tsd. EUR an.

Das Finanzergebnis lag bei -914 Tsd. EUR nach -62 Tsd. EUR im Geschäftsjahr 2022. Der Rückgang ist auf die gestiegenen Zinsaufwendungen zurückzuführen. Das Zinsergebnis lag bei -1.416 Tsd. EUR nach -200 Tsd. EUR im Geschäftsjahr 2022. Die Erträge aus der Gewinnabführung der AMAG components Karlsruhe GmbH stiegen von 138 auf 503 Tsd. EUR.

Im Bereich der Ertragssteuern ergab sich ein Ergebnis von 45 Tsd. EUR (2022: 1.145 Tsd. EUR), was durch positive latente Steuern begründet ist.

In Summe ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern und Gewinnabführungsvertrag (GAV) von -3.765 Tsd. EUR (2022: -6.422 Tsd. EUR)

VERKüRZTE GUV
IN TSD. EUR
2023 2022
Umsatzerlöse 37.608 33.185
Bestandsveränderung 1.028 860
Gesamtleistung 38.636 34.046
Sonstige betriebliche Erträge 1.974 2.332
Materialaufwand 25.468 23.987
Personalaufwand 9.803 8.738
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.187 10.355
EBITDA -1.848 -6.702
Abschreibungen 1.048 803
Betriebsergebnis -2.896 -7.505
Zinsergebnis -1.416 -200
Sonst. Finanzergebnis inkl. Gewinn / Verlust aus Gewinnabführungsvertrag (GAV) 503 138
Ergebnis vor Steuern -3.809 -7.567
Ertragsteuern -45 -1.145
Ergebnis nach Steuern -3.765 -6.422

2.4 FINANZLAGE

GELDFLUSSRECHNUNG
IN TSD. EUR
2023 2022
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit (OCF) -1.142 -10.735
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit (ICF) -6.134 -2.245
Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit (FCF) 10.000 14.966
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes einschließlich Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen 2.724 -266
Finanzmittelbestand am Ende der Periode -7.731 -10.455

Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode stellt jeweils die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Cash-Pooling-Verbindlichkeit gegenüber der AMAG Austria Metall AG dar.

Unter Einbeziehung des Nettoumlaufvermögens ergibt sich ein Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit (OCF) in Höhe von -1.142 Tsd. EUR (2022: -10.735 Tsd. EUR). Der Netto-Geldfluss aus Investitionen (ICF) betrug aufgrund der höheren Investitionstätigkeit im Berichtszeitraum -6.134 Tsd. EUR (2022: -2.245 Tsd. EUR). Der Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit (FCF) resultiert aus zwei Kapitalerhöhungen in Höhe von jeweils 5.000 Tsd. EUR im Geschäftsjahr 2023.

Zum 31. Dezember 2023 bestanden folgende Verbindlichkeiten:

WERTE
IN TSD. EUR
2023 2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.504 826
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.986 36.120
Sonstige Verbindlichkeiten 254 359
37.744 37.305
Davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 12.744 12.305
Davon mit einer Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren 25.000 25.000

Die AMAG components Übersee GmbH ist an das Cash Pooling der AMAG Gruppe angeschlossen, worüber sich die Gesellschaft finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Abschlussstichtag 35.986 Tsd. EUR (2022: 36.120 Tsd. EUR).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 12.744 Tsd. EUR sowie die kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von 1.949 Tsd. EUR sind durch kurzfristige Vermögensgegenstände in Höhe von 21.406 Tsd. EUR und liquide Mittel in Höhe von 19 Tsd. EUR gedeckt. Dies entspricht einer Liquidität 2. Grades von 145,7% (2022: 136,2%).

2.5 VERMöGENSLAGE

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 48.262 Tsd. EUR (2021: 43.317 Tsd. EUR) und setzt sich wie folgt zusammen:

GESAMTVERMöGEN
IN TSD. EUR
2023 2022
Immaterielles- und Sachanlagevermögen 17.113 11.998
Finanzanlagen 6.145 6.145
Vorräte 10.512 13.642
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten 10.895 7.913
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 18 19
Aktive latente Steuer 3.579 3.601
SUMME AKTIVA 48.262 43.317

Das Grundstück sowie die beiden Hallen I + II befinden sich im Anlagevermögen der AMAG components Übersee GmbH. Das Lager in Erlstätt hingegen wurde hinzu gepachtet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 27 Tsd. EUR reduziert. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich aufgrund der Modernisierung des Maschinenparks im Geschäftsjahr 2023 um 5.142 Tsd. EUR.

Den Investitionen in Höhe von 6.204 Tsd. EUR stehen Abschreibungen in Höhe von 1.048 Tsd. EUR im Geschäftsjahr 2023 gegenüber.

Die Vorräte haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 3.130 Tsd. EUR reduziert. Dabei sind insbesondere die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 4.046 Tsd. EUR und die fertige Erzeugnisse um 741 Tsd. EUR zurückgegangen, wohingegen sich die unfertigen Erzeugnisse sich um 1.657 Tsd. EUR erhöht haben.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 um 2.982 Tsd. EUR. Dabei erhöhten sich insbesondere die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 2.988 Tsd. EUR.

Finanziert werden die Vermögenswerte durch:

WERTE
IN TSD. EUR
2023 2022
Eigenkapital 7.436 1.201
Fremdkapital 40.826 42.116
SUMME PASSIVA 48.262 43.317

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 insbesondere aufgrund von zwei Kapitalerhöhungen von jeweils 5.000 Tsd. EUR um 6.235 Tsd. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beträgt 15,4% (2021: 2,8%). Das Eigenkapital deckt 32,0% des Anlagevermögens ab.

Das Fremdkapital setzt sich aus Rückstellungen in Höhe von 2.084 Tsd. Euro (2022: 3.747 Tsd. EUR), Verbindlichkeiten in Höhe von 37.744 Tsd. EUR (2022: 37.305 Tsd. EUR) und passiven latenten Steuern in Höhe von 998 Tsd. EUR (2022: 1.065 Tsd. EUR) zusammen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 678 Tsd. EUR erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 35.986 Tsd. EUR (2022: 36.120 Tsd. EUR) und resultieren hauptsächlich aus einem Darlehen gegenüber der AMAG Austria Metall AG in Höhe von 25.000 Tsd. EUR sowie einer Cash-Pooling-Verbindlichkeit gegenüber AMAG Austria Metall AG in Höhe von 9.123 Tsd. EUR.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 105 Tsd. EUR auf 254 Tsd. EUR reduziert und betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten konnten durch die kurzfristigen Vermögenswerte und liquiden Mittel gedeckt werden.

Langfristige Rückstellungen sind in Höhe von 222 Tsd. EUR vorhanden und betreffen die Aufbewahrungsrückstellung sowie die langfristig gehaltene Spänerückstellung.

2.6 FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf:

• Umsatzentwicklung

• Betriebsergebnis und

• Branchenentwicklung.

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Umsatzrentabilität (vor Steuern), Umsatz pro Mitarbeiter:in, Cashflow und eine detaillierte Kapazitätsplanung über 3 Jahre herangezogen.

Für die Ermittlung der Umsatzrentabilität wird das Ergebnis in das Verhältnis zur Gesamtleistung gestellt. Bei den Mitarbeitern:innen sind zwei Geschäftsführer mitgezählt. Der Cashflow ist unterteilt in Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Die Umsatzrentabilität vor Steuern beträgt -9,7% und hat sich damit gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um 9,6 Prozentpunkte verbessert. Der Umsatz pro Mitarbeiter:in beträgt 259 Tsd. EUR p.a. hat sich damit gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um 18 Tsd. EUR verbessert.

2.7 GESAMTAUSSAGE

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde in den vergangenen Jahren wesentlich durch die Entwicklung der Luftfahrtindustrie geprägt. Die Erholung dieser Branche vom COVID-bedingten Einbruch hat sich weiter fortgesetzt. Die AMAG components Übersee GmbH die inflationsbedingten Mehrkosten vermehrt durch höhere Verkaufspreise weiterrreichen. In Summe konnte das Ergebnis im Verlgeich zu 2022 wesentlich verbessert werden. Die Bilanzstruktur hat sich insbesondere auch aufgrund der beiden Kapitalerhöhungen ebenso deutlich verbessert.

Aufgrund der Zugehörigkeit zum AMAG Konzern ist eine finanzielle und wirtschaftliche Stabilität gegeben.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

3. PROGNOSEBERICHT

MARKTAUSBLICK 2024

Nach dem COVID-19-bedingten Einbruch sollte sich die Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie in den kommenden Jahren weiter erholen und langfristig ein Markt mit sehr guten Wachstumsperspektiven bleiben. Der weltweit größte Flugzeugproduzent Airbus erwartet bis 2040 ein durchschnittliches Wachstum beim Flugverkehr von rund 4 % pro Jahr. In den kommenden 20 Jahren sollen insgesamt 39.000 neue Flugzeuge benötigt werden. Treiber seien vor allem der weltweite Mobilitätsbedarf und der Ersatz von älteren Flugzeuggenerationen mit hohem Kerosinverbrauch im Zuge des Wechsels zu einer klima- und umweltschonenderen Luftfahrt. Zudem arbeiten die großen OEMs (Original Equipment Manufacturer) Airbus und Boeing mit Nachdruck daran, ihre Modelle umweltfreundlicher zu machen bzw. arbeiten bereits auch schon an der nächsten Generation von Flugzeugen.

Die Nachfrageentwicklung für die AMAG components Übersee GmbH ist insgesamt nur bedingt vorherzusehen und wird insbesondere von der Bauratenentwicklung der Luftfahrthersteller mit beeinflusst werden. Nach aktuellem Stand planen die namhaften Luftfahrthersteller, insbesondere Airbus, die Bauraten in den kommenden Jahren im Vergleich zu 2023 weiter deutlich zu erhöhen. Auch die AMAG components Gruppe plant, die Gesamtleistung im Jahr 2024 zu erhöhen, sofern der zusätzliche Personalbedarf trotz des in Deutschland vorherrschenden Fachkräftemangels akquiriert werden kann.

Der Geschäftsverlauf 2024 könnte jedoch auch durch die bestehenden Lagerkapazitäten der Kunden und möglichen Kapazitätsengpässen der Kunden, Mitbewerber und aber auch der Lieferanten beeinflusst werden.

Die Kapazitäten der AMAG components Gruppe werden kurzfristig und flexibel bestmöglich an die Kundenbedarfe angepasst.

Die AMAG components Gruppe ist, wie viele andere Industrien auch, einer deutlichen Verteuerung von Rohstoffen und Dienstleistungen sowie generell der hohen Inflation ausgesetzt. Sofern vertraglich und im gegebenen Wettbewerbsumfeld durchsetzbar, werden Preiserhöhungen angestrebt, um die Kostensteigerungen zu kompensieren.

Entsprechend ist es zum aktuellen Zeitpunkt kaum möglich, eine aussagekräftige Prognose für die Ertragslage im Jahr 2024 zu treffen. Steigende Umsatzerlöse und beabsichtigte Preiserhöhungen stehen markanten Kostenerhöhungen gegenüber.

Durch intensive Vertriebsaktivitäten konnte zu Beginn des Jahres 2022 einer der größten Zulieferer der Flugzeughersteller als Neukunde für die Components-Gruppe gewonnen werden, die ersten Auslieferungen an diesen Kunden erfolgten Mitte 2023. Weitere namhafte Neukunden konnten in 2023 akquiriert werden, die ersten Auslieferungen dieser Neuaufträge sind in 2024 geplant, der Serienhochlauf wird in den Jahren 2025 und 2026 stattfinden. Durch einen Ausbau dieser Kundenbeziehung können wir das Kundenportfolio ausbauen und weiter diversifizieren. Neben der geforderten Wettbewerbsfähigkeit der Verkaufspreise wird eine einwandfreie Qualität sowie termingerechte Lieferungen und intensive Kundenbetreuung (speziell am Anfang) entscheidend sein für weitere Anfragen und Aufträge für AMAG components.

Die Kundenrückmeldungen zur Übernahme von AMAG sind durchwegs positiv. Neben der soliden und nachhaltigen Aufstellung der AMAG-Gruppe schätzen Kunden, dass nahezu der gesamte Wertschöpfungsprozess von der Walzbarren- und Aluminiumplattenerzeugung bis hin zum gefrästen Strukturteil aus einer Hand erfolgt.

Durch diese nahezu einzigartige Aufstellung sind wir sehr zuversichtlich, dass die AMAG components Gruppe gestärkt aus der zu erwartenden Marktkonsilidierung in der Zulieferkette für die Luft- und Raumindustrie hervorgehen wird.

4. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Als integraler Bestandteil zur Identifikation, Beurteilung und Kontrolle aller wesentlichen Risiken und Chancen ist ein systematisches Risikomanagement in der AMAG-Gruppe implementiert. Risiken sollen frühzeitig erkannt und nach Möglichkeit proaktiv bearbeitet werden, um deren Eintreten und mögliche negative Auswirkungen zu begrenzen oder gänzlich zu vermeiden. Neben der Mitigation von Risiken sollen auf der anderen Seite unternehmerische Chancen gezielt genutzt werden. In diesem Sinne stellt ein ausgewogenes Risiko- und Chancenmanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Unternehmensgruppe dar. Jene Risiken, die speziell mit der Beteiligung an der Alouette verbunden sind, werden im Abschnitt "Risiken aus dem Anteil an der Elektrolyse Alouette" dargestellt.

Der vorliegende Risiko- und Chancenbericht nimmt insbesondere Bezug auf jene strategischen und operativen Risiken und Chancen, die aus einer Outside-in-Betrachtung resultieren. Damit sind Risiken und Chancen gemeint, die von außen auf das Unternehmen einwirken. Zudem gewinnen auch Nachhaltigkeitsthemen (ESG) und die damit verbundenen Risiken und Chancen, welche u.a. den Bereichen Arbeitnehmerbelange, Bekämpfung von Korruption und Bestechung, Sozialbelange und Achtung der Menschenrechte zugeordnet werden, zunehmend an Bedeutung und werden entsprechend im Risiko- und Chancenbericht erläutert. Die Identifikation und Bewertung von klima- und umweltbezogenen Risiken und Chancen ist ebenfalls Teil des Risikomanagements, wobei hier, wie auch bei strategischen Risiken, ein Betrachtungszeitraum von bis zu 10 Jahren gewählt wurde. Die klima- und umweltbezogenen Risiken werden zudem in einer Studie zur Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen laut EU-Taxonomie (Verordnung (EU) 2021/2139) betrachtet.

Im Zuge der Definition der wesentlichen Themen für die nichtfinanzielle Erklärung wurde dazu eine entsprechende Analyse durchgeführt, die neben der Outside-in-Betrachtung auch jene Auswirkungen umfasst, die vom Unternehmen bzw. deren Wertschöpfungskette ausgehen und sich auf die Unternehmensumwelt positiv sowie negativ auswirken können (Inside-out-Betrachtung). Die Ergebnisse dieser Analyse werden tabellarisch in der nichtfinanziellen Erklärung im Kapitel "Wesentlichkeitsanalyse" dargestellt. Die Handhabung dieser Auswirkungen, gesteuert durch Managementdokumente (u.a. Kodizes, Richtlinien, Verfahrensanweisungen), Ziele und Maßnahmen werden in den jeweiligen Themenabschnitten in der nichtfinanziellen Erklärung erläutert.

Das Risikomanagement ist sowohl auf die Sicherstellung einer nachhaltig positiven Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, einer Wertsteigerung der AMAG-Gruppe als auch auf die Minimierung von negativen Einflüssen auf das Umfeld ausgerichtet. Das implementierte System basiert im Wesentlichen auf:

• der Regelung betrieblicher Abläufe mittels Konzernrichtlinien und Anweisungen

• dem aktiven Hedging von spezifischen Risiken (Volatilität des Aluminiumpreises, Währungen)

• der Abdeckung bestimmter Risiken durch Versicherungen

• weiteren spezifischen Maßnahmen zur Vermeidung und Steuerung von Risiken

Die strategischen und operativen Risiken und Chancen werden in einem jährlichen Zyklus überwacht. Darüber hinaus werden sowohl Richtlinien und Anweisungen als auch das Versicherungskonzept laufend überprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Zusätzlich erfolgen anlassbezogene Evaluierungen der Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems für ausgewählte Unternehmensbereiche durch externe Wirtschaftsprüfer.

Die Regelungen und Richtlinien der AMAG Gruppe werden schrittweise bei AMAG components Übersee GmbH integriert.

4.1 RISIKOBERICHT

Personalrisiken:

Die Mitarbeiter:innen sind mit ihrer Kompetenz und ihrem Engagement ein maßgeblicher Faktor für den Erfolg des Unternehmens. Zur Sicherung und Stärkung dieses Faktors haben Investitionen in die Arbeitssicherheit und die Förderung der Gesundheit einen sehr hohen Stellenwert. Im Bereich Unfallschutz werden vielfältige Präventivmaßnahmen, wie z.B. die sichere Gestaltung der Arbeitsplätze und deren Evaluierung, persönliche Schutzausrüstung (PSA), sowie laufende Schulungen und Trainings der Mitarbeiter:innen umgesetzt. Besonderes Augenmerk kommt auch dem Schutz der persönlichen Daten zu.

Durch die demografische Entwicklung und das hohe Beschäftigungsniveau vor allem am Unternehmenshauptsitz besteht das Risiko des Mangels an Fachkräften. Die AMAG stellt sich zunehmend auf diese Herausforderungen bei der Mitarbeiter:innengewinnung ein und begegnet diesen mit einem leistungsgerechten Entlohnungssystem, flexiblen Arbeitszeiten, maßgeschneiderten Aus- und Weiterbildungsprogrammen, der frühzeitigen Identifikation und Förderung von Potenzialträger:innen sowie weiteren Benefits. Besonderes Augenmerk wird außerdem auf die Lehrlingsausbildung und die Bindung der Arbeitskräfte an das Unternehmen gelegt.

Operative Risiken

Innerhalb des Wertschöpfungsprozesses sind die operativen Gesellschaften der AMAG-Gruppe neben der Gefahr von Betriebsunterbrechungen auch Risiken in Bezug auf Qualität und Arbeitssicherheit ausgesetzt. Umfassende Verfahrensanweisungen in den Bereichen Produktion, Qualität und Arbeitssicherheit tragen neben der durch den etablierten KVP-Prozess begünstigten hohen Eigenverantwortung der Mitarbeiter:innen maßgeblich zur Risikominimierung bei.

Dem Ausfallrisiko der Anlagen und der Energieversorgung, insbesondere am Standort Ranshofen, wird im Rahmen der Einflussmöglichkeiten der AMAG-Gruppe durch systematische, vorbeugende Instandhaltung und laufende RBM-Überwachung (Risk Based Maintenance) sowie durch eine regelmäßige Evaluierung des technischen Anlagenrisikos und durch das Setzen geeigneter Maßnahmen begegnet. Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen werden zudem langfristig geplant.

Für wichtige Produkte wurden Notfallpläne erstellt, die im Falle eines Anlagenstillstands ein rasches Umstellen auf eine Ersatzherstellroute ermöglichen. Ebenso unterstützen systemische Maßnahmen die komplexe Erzeugung hochtechnologischer Produkte mit dem Ziel, einen fehlerfreien Herstellungsprozess zu garantieren. Eine zusätzliche Absicherung ist durch die Maschinenbruch-Versicherung gegeben. Die Versorgung mit technischen Gasen am Standort Ranshofen ist durch Langfristverträge, Ausbau einer Zuleitung bzw. Bezug von mehreren Lieferanten abgesichert.

Technologische Entwicklungen

Der Werkstoff Aluminium ist gerade in technisch anspruchsvollen Bereichen wie Luftfahrt, Automobil und Sport dem Wettbewerb potenzieller alternativer Werkstoffe mit vergleichbaren Materialeigenschaften wie Glas- und Carbonfaser-Composites, Kunststoffe, Magnesium oder weiterentwickelte Stahlqualitäten ausgesetzt. Ebenso könnten neue Herstellungsprozesse oder technologische Umbrüche in einzelnen Abnehmerbranchen disruptiven Einfluss auf die relevanten Märkte haben. Durch laufende Marktbeobachtung, Technologiescouting und gemeinsame Entwicklungsarbeiten mit Kunden sowie durch die kontinuierliche Verbesserung der Eigenschaften der Aluminiumwerkstoffe im Rahmen von Legierungsentwicklung wird diesem Gefährdungspotenzial entgegengewirkt. Gleichzeitig wird daran gearbeitet, neue Anwendungsgebiete für Aluminiumlegierungen zu erschließen und in Kooperationen aktiv AMAG-relevante Produkte für neue Anwendungen bzw. in potenziell disruptiven Technologien zu etablieren.

Zur Erkennung von potenziellen Fehlerquellen bei der Legierungs- und Prozessentwicklung und zur entsprechenden Risikominimierung werden Fehlermöglichkeits- und Einflussanalysen (FMEA) durchgeführt.

Zur Sicherstellung der rechtlichen Handlungsfreiheit wird das "Intellectual Properties"-Umfeld (Patente, Gebrauchsmuster) kontinuierlich in zahlreichen Branchen mehrfach automatisiert und manuell von mehreren Stellen überwacht. Gegebenenfalls werden entsprechende Schritte eingeleitet (siehe auch Risiken aus Forschung und Entwicklung).

Ebenso werden die technologischen Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung laufend beobachtet und bei potenziellem Nutzen implementiert. Wesentliche Themen wurden in einen Digitalisierungskompass aufgenommen und entsprechend umgesetzt (z.B. Smart Factory, Digital Partner Excellence).

Elementarrisiken

Entsprechend den Erfordernissen werden ausgewählte Maßnahmen zur Vorbeugung und Handhabung von Elementarrisiken wie Sturm, Hochwasser oder Brand getroffen:

• Bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen werden laufend realisiert (z.B. Gebäudeauslegung, Brandschutzmaßnahmen, Regenwasserversickerung)

• Frühwarnung und Schadenserkennung (z.B. Unwetterwarnsystem, laufende Investitionen in die Ausrüstung der betriebsinternen Feuerwehr usw.)

• Krisenmanagement und -kommunikation im Schadensfall

Umwelt und Klima

Die Gefahr des Eintritts von Umweltrisiken, z.B. betreffend Wasser, Abfall, Bodenkontamination und Luftemissionen, wird durch strikte Befolgung von gesetzlichen und behördlichen Vorgaben minimiert, deren Einhaltung durch das nach ISO 14001 zertifizierte Umweltmanagementsystem laufend überprüft wird.

Der Klimawandel und seine Folgen führen zu einer Vielzahl von Problemen und hat Auswirkungen auf unsere Umwelt, unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft. Man unterscheidet bei den Auswirkungen und den damit verbundenen Risiken grundsätzlich zwischen physischen und transitorischen Klimarisiken.

Physische Risiken können sich als akut oder chronisch erweisen. Akute Risiken sind ereignisgetrieben. Hierzu zählen Hitze- bzw. Kältewellen, Dürre, Sturm, Hochwasser, Starkregen und andere extreme Wettereignisse. Chronische Risiken ergeben sich aufgrund des langfristigen Wandels des Klimas durch dauerhaft erhöhte Temperaturen oder auch chronische Hitzewellen.

Transitorische Risiken ergeben sich für Unternehmen beispielsweise aus der Anforderung der sukzessiven Dekarbonisierung, also aus den Auswirkungen einer anspruchsvollen Klimaschutzpolitik. Dazu gehören Verschärfungen des Emissionshandels, strengere Effizienzvorschriften wie auch die Förderung von zukunftsfähigen Technologien.

Die AMAG betrachtet den Klimawandel als eine der größten globalen Herausforderungen und bekennt sich zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens. Ein wichtiger Schritt, um den Klimawandel zu bekämpfen ist die Dekarbonisierung, für die die AMAG eine eigene Roadmap ausgearbeitet hat. Um regulatorische Risiken in Zusammenhang mit der Dekarbonisierung aufgrund politischer Entscheidungen zu managen, werden laufend die Rechtslage bzw. die Gesetzesentwürfe beobachtet sowie an unterschiedlichen Gremien und Tagungen teilgenommen.

Informationsverarbeitung und -sicherheit

In diesem sensiblen Bereich liegt das Hauptaugenmerk auf Datensicherheit, Kompatibilität sowie Effizienz der Systeme, Ausfalls- und Zugriffssicherheit, Manipulations- und Schadsoftwareschutz sowie Betriebssicherheit, insbesondere auch bei den vernetzten, digitalisierten Produktionsanlagen. Die konzernweite Steuerung der IT-Aktivitäten erfolgt durch den Bereichsleiter Informationstechnologie.

Die festgelegten Vorgaben sind so gestaltet, dass die IT-Leistungen die gestellten Anforderungen an Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität erfüllen und die Personal- und Produktressourcen beim Erbringen der IT-Leistungen wirkungsvoll, effizient und effektiv genutzt werden.

Weiters sind Sicherheits- und Berechtigungskonzepte sowie örtlich getrennte Ausweichrechenzentren und weitere zahlreiche Maßnahmen implementiert, um das Risiko und die Dauer eines Systemausfalls durch Hardwaredefekt, Datenverlust oder Manipulation, auch im Falle eines Cyberangriffs, zu reduzieren.

Datenschutz wird im Unternehmen sehr ernst genommen. Mit der Datenschutzrichtlinie wird den gesetzlichen Anforderungen aus der Datenschutzgrundverordnung entsprochen. Zusätzliche Maßnahmen zur Vermeidung von missbräuchlicher Datenverwendung wurden implementiert. Außerdem wurde ein Datenschutzaudit durchgeführt.

Beschaffungsrisiken

Zur Herstellung der Produkte werden Roh- und Hilfsstoffe aus externen Quellen, die einem Preis- und Verfügbarkeitsrisiko unterliegen können, benötigt.

Die Bestände kritischer Materialien werden laufend geprüft. Zudem wird einem Lieferanten- und Dienstleisterrisiko durch die Ausweitung des Portfolios, Preisfixierungen und Verträge sowie Qualitätssicherungsvereinbarungen entgegengewirkt.

In den Compliance-Regeln für Lieferanten sind Verhaltensgrundsätze in Zusammenhang mit der besonderen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, Aktionär:innen, Mitarbeiter:innen und Geschäftspartnern beschrieben.

Marktumfeld und branchenspezifische Risiken

Die AMAG-Gruppe ist als internationales Unternehmen makroökonomischen Risiken ausgesetzt, die unter anderem Einfluss auf Preis und Nachfrage haben können. Hierzu zählen beispielsweise die Entwicklung der weltweiten Konjunktur, geopolitische Konflikte sowie die politische Lage in einzelnen Absatzregionen. Außerdem sind unter anderem die Einflüsse durch klimapolitische Auswirkungen, internationale Handelsrestriktionen sowie die Einführung von Zöllen anzuführen.

Generell steigt für die AMAG das langfristige Risiko einer mangelnden Wettbewerbsfähigkeit. Insbesondere die seitens der deutschen und europäischen Politik forcierte, signifikante Zunahme an Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Klimaschutz, ohne entsprechender Infrastrukturpläne, sind hierbei zu nennen. Neben den hohen Personalkosten gefährden demnach auch die hohen Energiekosten im Vergleich zum internationalen Wettbewerb sowie notwendige Investitionen für die Umsetzung der Klimaschutzziele, zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit.

Nach wie vor zeigte sich im vergangenen Geschäftsjahr der europäische Markt von den Auswirkungen infolge des Ukraine-Kriegs beeinflusst. Insbesondere hohe Energiepreisvolatilitäten sowie Unsicherheiten hinsichtlich Energieverfügbarkeit sind anzuführen. Von der weiteren Entwicklung können neben den eigenen Produktionsstandorten auch die Absatzmärkte der AMAG-Gruppe negativ beeinflusst werden. Die Entwicklungen des weltweiten Marktumfelds werden laufend beobachtet und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen initiiert.

Die AMAG components Übersee GmbH ist von der Entwicklung der Luftfahrtindustrie sehr abhängig. Die Prognosen für diese Branche signalisieren in den kommenden beiden Jahrzehnten attraktive Wachstumsraten. Jedoch können einzelne Sonderfaktoren, wie beispielsweise die Finanzkrise 2008 oder die COVID-19-Krise ab 2020, die Nachfrage nach Flugzeugen kurzfristig stark beeinträchtigen.

Projekte und Investitionen

Die Risiken von Großprojekten werden in regelmäßigen Projektaufsichtssitzungen überwacht. Eine wesentliche Aufgabe der Projektaufsicht ist die laufende Definition und Überwachung der Umsetzung von risikominimierenden Maßnahmen.

Wettbewerb und Kapitalmarkt

Die AMAG bekennt sich ohne jede Einschränkung zum fairen Wettbewerb und zur fairen Vertragsgestaltung mit ihren Geschäftspartnern im Rahmen der rechtlichen Bestimmungen sowie zu den Kapitalmarktregeln. Dieses Bekenntnis ist durch die Einführung entsprechender Richtlinien (z.B. Kartellrecht-Richtlinie, Emittenten-Compliance-Richtlinie und Richtlinie zur Korruptionsprävention) sowie durch den Verhaltenskodex (Code of Conduct) institutionalisiert.

Die Compliance-Struktur ist in einzelne Compliance-Felder gegliedert. Die jeweiligen Compliance-Verantwortlichen unterstützen die Organisation zum Beispiel durch laufende Schulungen und überwachen die Einhaltung der internen Regelungen. Zusätzlich besteht eine Compliance-Line, über die etwaige Verstöße telefonisch oder per E-Mail anonym gemeldet werden können.

Recht

Die AMAG-Gruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit einer Reihe von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Sie verfügt über eine spezialisierte Rechtsabteilung, die je nach Anforderung und Jurisdiktion die rechtlichen Risiken intern oder unter Einbeziehung von externen Anwält:innen prüft und bewertet. In der Vertragsgestaltung werden Risiken durch die Implementierung von Haftungslimits mitigiert.

Risiken durch mögliche Schäden aufgrund von Produkthaftung werden durch Qualitätssicherungsmaßnahmen minimiert. Verbleibende Restrisiken sind überdies durch Betriebshaftpflichtversicherungen gedeckt. Es stehen einheitliche Liefer- und Verkaufsbedingungen für Kunden und einheitliche Einkaufsbedingungen für Lieferanten zur Verfügung, die in der Regel und soweit möglich auch in den einzelnen operativen Gesellschaften angewandt werden.

Die Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen wird laufend überwacht. Dies erfolgt beispielsweise im Zuge von internen Audits, die im Rahmen der implementierten Managementsysteme durchgeführt werden (z.B. im Bereich Umweltrecht und Arbeitnehmerschutz), sowie durch regelmäßige externe Überprüfungen. Zusätzlich können sich bestehende Vorschriften ändern, welche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach sich ziehen könnten.

Finanzwirtschaft

Die Gesellschaft verfügt über eine solide Eigenkapitalausstattung und ist über die Einbindung in den AMAG Konzern (Verweis auf Angaben im Anhang) finanziell abgesichert.

Sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite werden Geschäfte sowohl in EUR als auch in USD abgewickelt. Wesentliche Geschäftsbeziehungen in anderen Währungen bestehen ansonsten keine. Aus USD-Geschäften können sich kurz- und mittelfristig Währungsrisiken ergeben. Diesen Risiken begegnet die AMAG components Übersee GmbH seit November 2021 mit einer Währungskursabsicherung (Hedging).

Die Finanzierungs- und Veranlagungsaktivitäten, deren Absicherung sowie das Fremdwährungsmanagement werden für die gesamte Unternehmensgruppe zentral gesteuert. Die Betriebsmittelfinanzierung basiert auf einer kurzfristigen Liquiditätsplanung. Durch ein zentrales Euro- und USD Pooling erfolgt auf täglicher Basis ein konzerninterner Finanzausgleich zwischen den Gesellschaften. Die mittel- und langfristige Unternehmensfinanzierung erfolgt auf Basis von Vorschau- und Budgetdaten.

Auch wenn sich die Auftragslage nach dem COVID-bedingten Umsatzrückgang erholt hat, so wird auch für das kommende Jahr mit einer weiterhin angespannten Situation der Geldflussentwicklung insbesondere aufgrund der inflationären Effekte gerechnet. Wir gehen marktbedingt auch von einer angespannten Liquiditätssituation bei unseren Kunden, sowie auch bei unseren Lieferanten, aus.

4.2 CHANCENBERICHT

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen durch. Die Gesellschaft ist nach den Anforderungen der Luftfahrtindustrie zertifiziert. Das Unternehmen hat die Zulassung nach DIN EN ISO 9100:2015, sowie Umweltmanagement nach DIN ISO 14001:2015 und DIN EN 9100:2018 sowie eine NADCAP Zertifizierung im Bereich der Montage.

Die Kernkompetenz der AMAG components liegt in der Zerspanung von komplexen metallischen Bauteilen (Build-to-print). Diese Kompetenz kann auch in weiteren Auslandsmärkten mit Ausbaupotenzial genutzt werden. Die Märkte werden kontinuierlich beobachtet und der Markteintritt sorgfältig geprüft.

Der Zusammenschluss mit der AMAG (vgl. Punkt "Konzernzugehörigkeit" im Anhang 2023 der AMAG components Übersee GmbH) stellt eine, in der Luftfahrtindustrie, derzeit weltweit einzigartige Konstellation im Bereich der Zerspanung von Flugzeugstrukturen aus Aluminium dar. Die daraus gewonnenen Synergien (z.B.: optimierte Wertschöpfungskette, Materialrecycling, etc.) können sich positiv auf Lieferzeiten und unseren CO 2 -Fußabdruckes auswirken, was für uns wiederum einen Wettbewerbsvorteil bedeutet.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir daher weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit, Flexibilität und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Durch unsere durchwegs sehr guten Kundenbeziehungen wird es möglich sein die variierenden Kosten in gemeinsamer Abstimmung mit den Kunden auf den Verkaufspreis anpassen zu können ohne mittel- und langfristig eine Verlagerung der Produkte befürchten zu müssen.

Die AMAG components Übersee GmbH kann durch die gezielten Investitionen den Automatisierungsgrad steigern und somit dem Personalmangel und den Kostensteigerungen im Personalbereich entgegenwirken.

Die Auswahl der Kunden und der zu akquirierenden Produkte erfolgt priorisiert in Hinblick auf die Verwendung der Plattenmaterialien aus eigener Produktion um das vorhin erwähnte Alleinstellungsmerkmal ausschöpfen zu können.

4.3 GESAMTAUSSAGE

Die zukünftigen marktwirtschaftlichen und weltpolitischen Veränderungen, niedrige Verkaufspreise und im Gegenzug eine starke Kosteninflation stellen die wesentlichen Unternehmensrisiken dar.

Möglichen nachhaltigen Auslastungsschwankungen begegnen wir mit entsprechender Anpassung der Produktionsplanung und -kapazitäten in enger Abstimmung mit unseren Kunden zur Ermittlung der geplanten Bedarfe.

Die Luftfahrtindustrie wird weiterhin das Haupttätigkeitsfeld der AMAG components Übersee GmbH bleiben, durch entsprechende Vertriebsaktivitäten wird versucht weitere, branchennahe Märkte zu erschließen und das bisweilen konzentrierte Kundenportfolio zu diversifizieren.

Das Erreichen wirtschaftlicher Stabilität und eines gesunden Wachstums nach der COVID-19-Krise steht im Fokus der Geschäftsführung. Der hohe Qualitätsstandard der Fertigung, Sonderfertigungen, ausgeprägte Fachkompetenz bei den Mitarbeitern:innen und der Geschäftsleitung sowie der Trend zur Rückholung der Produktion ins europäische Binnenland zur Sicherung der Lieferketten stellen die wesentlichen Chancen des Unternehmens dar. Ein weiterer Fokus der Geschäftsführung liegt an der Steigerung des Automatisierungsgrads, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken - entsprechende Investitionen für die kommenden Jahren wurden bereits genehmigt.

Durch die Einbeziehung in die AMAG-Gruppe werden zusätzliche Potenziale, insbesondere bei der Rohstoffversorgung und dem Recycling, eröffnet.

5. RISIKOBERICHTERSTATTUNG üBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Zu den Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Aufgrund der langjährigen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit vielen Kunden und der sorgfältigen Auswahl der Auftraggeber verfügt unser Unternehmen über solvente Geschäftspartner.

Das Forderungsmanagement beinhaltet ein effizientes Mahnwesen gemäß AMAG Debitorenrichtlinie und gewährleistet damit noch mehr Sicherheit. Es sind keine wesentlichen Forderungsausfälle zu erwarten.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 ist die AMAG components Übersee GmbH mit in den Kreditversicherungsvertrag seitens der AMAG Austria Metall AG mit aufgenommen worden. Die Kundenforderungen sind in Höhe von 90 % der von Versicherer genehmigten Kreditlimits abgesichert.

Unsere Verbindlichkeiten begleichen wir innerhalb der vertraglich vereinbarten Zahlungsziele.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Wir sind bemüht, Währungsrisiken aus Verkäufen durch gegengleiche Einkäufe sowie durch Devisentermingeschäfte über AMAG Treasury hinreichend abzusichern.

Dem Liquiditätsrisiko begegnet das Unternehmen mit einer vorausschauenden Finanzplanung.

6. BERICHT üBER ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Der Sitz des Unternehmens ist in Übersee.

Im Geschäftsjahr 2023 bestanden keine weiteren Niederlassungen.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 23.258.548,78 18.142.975,20
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 69.750,00 96.290,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 69.750,00 96.289,00
II. Sachanlagen 17.043.454,78 11.901.341,20
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.397.097,67 8.627.892,67
2. technische Anlagen und Maschinen 7.473.594,00 792.638,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 946.325,38 594.936,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 226.437,73 1.885.874,53
III. Finanzanlagen 6.145.344,00 6.145.344,00
1. Beteiligungen 6.145.344,00 6.145.344,00
B. Umlaufvermögen 21.306.531,06 21.401.791,61
I. Vorräte 10.511.519,35 13.641.600,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.776.725,02 7.741.549,03
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.778.288,50 790.065,04
2. sonstige Vermögensgegenstände 6.998.436,52 6.951.483,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 18.286,69 18.641,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 118.070,64 171.077,01
D. Aktive latente Steuern 3.579.092,00 3.601.194,46
Summe Aktiva 48.262.242,48 43.317.038,28

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.436.100,90 1.200.673,07
I. eingefordertes Kapital 13.500,00 13.500,00
1. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
2. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.500,00 -12.500,00
II. Kapitalrücklage 31.013.242,47 21.013.242,47
III. Verlustvortrag 19.826.069,40 13.403.615,79
IV. Jahresfehlbetrag 3.764.572,17 6.422.453,61
B. Rückstellungen 2.084.161,43 3.746.755,61
C. Verbindlichkeiten 37.744.180,15 37.304.809,60
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.986.135,04 36.119.813,22
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.758.045,11 1.184.996,38
D. Passive latente Steuern 997.800,00 1.064.800,00
Summe Passiva 48.262.242,48 43.317.038,28

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.142.027,22 12.391.488,94
2. Personalaufwand 9.802.689,80 8.738.268,99
a) Löhne und Gehälter 8.055.253,25 7.175.724,99
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.747.436,55 1.562.544,00
davon für Altersversorgung 194.292,63 178.909,64
3. Abschreibungen 1.048.083,03 803.000,86
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.048.083,03 803.000,86
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.178.911,44 10.348.239,85
5. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 502.656,48 137.773,90
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 280.346,36
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.416.492,66 480.072,09
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -44.897,54 -1.145.012,46
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 44.897,54 1.150.512,46
9. Ergebnis nach Steuern -3.756.595,69 -6.414.960,13
10. sonstige Steuern 7.976,48 7.493,48
11. Jahresfehlbetrag 3.764.572,17 6.422.453,61

Anhang

1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die AMAG components Übersee GmbH hat ihren Sitz in Übersee und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter HR B 25073 eingetragen.

2. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 ff. HGB).

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

ANLAGEVERMöGEN

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

VORRÄTE

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt.

Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo-Methode angewendet (§ 256 S. 1 HGB).

In die Herstellkosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden alle Fertigungseinzelkosten sowie die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und durch die Fertigung veranlassten Abschreibungen auf das Anlagevermögen einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, freiwillige Leistungen und betriebliche Altersvorsorge werden nur eingerechnet, soweit fertigungsbezogen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

FORDERUNGEN

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt.

LIQUIDE MITTEL

Die liquiden Mittel werden mit den Nominalwerten angesetzt.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind.

LATENTE STEUERN

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen und aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet. Aktive und passive Steuerlatenzen werden gesondert ausgewiesen. Die Aktivierung aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts (§ 274 Abs. 1 S. 2 HGB) und des DRS 18 vorgenommen.

RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet und werden in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die zum Bilanzstichtag bekannten drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gem. § 256a S. 1 HGB bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

4. ERLäUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMöGEN

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

FINANZINSTRUMENTE

Zum Abschlussstichtag bestehen folgende Forward-Termingeschäfte zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos aus Einnahmen und Ausgaben:

WäHRUNG Volumen in Tsd. USD 2023 Fair Value in Tsd. EUR 2023 Volumen in Tsd. USD 2022 Fair Value in Tsd. EUR 2022
Devisentermingeschäfte USD-EUR 27.360 -1.594
- positive beizulegende Zeitwerte 29.664 422
- negative beizulegende Zeitwerte 15.060 -669
SUMME 44.724 -247 27.360 -1.594

Für die Devisentermingeschäfte mit negativen beizulegenden Zeitwerten werden zum Abschlussstichtag Rückstellungen für drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 669 Tsd. EUR ausgewiesen.

Die Devisentermingeschäfte weisen unterschiedliche Laufzeiten bis längstens Dezember 2029 auf und werden mit dem AMAG Konzerntreasury abgewickelt.

FORDERUNGEN

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In der Position Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 197 Tsd. EUR (2022: 127 Tsd. EUR) enthalten.

EIGENKAPITAL

Das gezeichnete Kapital beträgt lt. Handelsregisterauszug EUR 26.000,00.

RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
Tsd. EUR
2022
Tsd. EUR
Urlaubsansprüche 170 186
Gleitzeitguthaben 83 95
Ausstehende Rechnungen und Gutschriften 366 228
Drohende Verluste 669 2.379
Instandhaltung 0 104
Sonstige 796 755
Summe 2.084 3.747

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr betragen 12.744 Tsd. EUR (2022: 12.305 Tsd. EUR). Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich auf 25.000 Tsd. EUR (2022: 25.000 Tsd. EUR). Darin enthalten sind Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 0,00 EUR (2022: 25.000 Tsd. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 35.986 Tsd. EUR (2022: 36.120 Tsd. EUR) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 117 Tsd. EUR (2022: 0 Tsd. EUR).

HAFTUNGSVERHäLTNISSE

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.

AUSSERBILANZIELLE GESCHäFTE

Zum Abschlussstichtag bestehen folgende außerbilanzielle Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB:

Zum 31. Dezember 2023 bestand ein Cash Pooling-Vertrag mit der Konzernobergesellschaft.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen < 1 Jahr
Tsd. EUR
1 - 5 Jahre
Tsd. EUR
>5 Jahre
Tsd. EUR
aus Miet- und Leasingverträgen 430 256 0
aus Altersversorgung 0 0
Davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
Summe 430 256 0

5. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

AUSSERORDENTLICHE ERTRäGE UND AUFWENDUNGEN

Die AMAG components Übersee GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 außergewöhnliche Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 785 Tsd. EUR zu verzeichnen. Außerdem hatte die Gesellschaft außerordentliche Erträge aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen in Höhe von 210 Tsd. EUR zu verzeichnen.

AUSSERPLANMäSSIGE ABSCHREIBUNGEN

Im Anlagevermögen wurden im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

ERTRäGE UND AUFWENDUNGEN AUS WäHRUNGSUMRECHNUNG

Die Erträge aus Währungsumrechnung belaufen sich auf 744 Tsd. EUR (2022: 1.253 Tsd. EUR) und sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 687 Tsd. EUR (2022: 3.505 Tsd. EUR).

6. SONSTIGE PFLICHTANGABEN

MITARBEITERZAHL

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 143 Arbeitnehmer:innen beschäftigt:

Angestellte: 72
Arbeiter:innen: 71

GESCHäFTSFüHRUNG

Im Berichtsjahr waren folgende Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen:

Herr Peter Kellner, Saaldorf-Surheim

Herr Stefan Horn, Fuschl am See / Österreich

Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

KONZERNZUGEHöRIGKEIT

Der Jahresabschluss der AMAG components Übersee GmbH, Übersee, wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens AMAG Austria Metall AG, Ranshofen, einbezogen. Die AMAG Austria Metall AG, Ranshofen stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird beim Landesgericht Ried im Innkreis hinterlegt.

Der Jahresabschluss der AMAG components Übersee GmbH, Übersee, wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens B & C Holding GmbH, Wien einbezogen. Die B & C Holding GmbH, Wien stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird in der Wiener Zeitung veröffentlicht.

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die AMAG components Übersee GmbH ergeben.

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagespiegel - Anlage zum Anhang

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 190.700,00 1.676,08 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände
190.701,00 1.676,08 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.873.838,19 200.265,48 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.470.447,65 5.209.749,56 29.410,15
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 926.963,78 571.562,51 62.935,93
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
1.885.874,53 221.200,00 0,00
Sachanlagen 14.157.124,15 6.202.777,55 92.346,08
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 6.145.344,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 6.145.344,00 0,00 0,00
20.493.169,15 6.204.453,63 92.346,08
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 192.376,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1,00
Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00 192.337,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 10.074.103,67
2. technische Anlagen und Maschinen 1.880.636,80 8.531.423,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.435.590,36
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
-1.880.636,80 226.437,73
Sachanlagen 0,00 20.267.555,62
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 6.145.344,00
Finanzanlagen 0,00 6.145.344,00
0,00 26.605.276,70
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.411,00 28.215,08 122.626,08 69.750,00 96.289,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1,00 1,00 0,00 1,00
Immaterielle Vermögensgegenstände
94.411,00 29.216,08 122.626,08 69.750,00 96.290,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.245.945,52 431.060,48 1.677.006,00 8.397.097,67 8.627.892,67
2. technische Anlagen und Maschinen 677.809,65 399.893,36 19.873,15 1.057.829,86 7.473.594,00 792.638,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 332.027,78 195.807,13 38.569,93 489.264,98 946.325,38 594.936,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00 0,00 0,00 226.437,73 1.885.874,53
Sachanlagen 2.255.782,95 1.026.760,97 58.443,08 3.224.100,84 17.043.454,78 11.901.341,20
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 6.145.344,00 6.145.344,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 6.145.344,00 6.145.344,00
2.350.193,95 1.054.977,05 58.443,08 3.346.727,92 23.258.548,78 18.142.975,20

 

Übersee, den 29. Februar 2024

Peter Kellner, Geschäftsführer

Stefan Horn, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.03.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AMAG components Übersee GmbH, Übersee

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AMAG components Übersee GmbH, Übersee, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AMAG components Übersee GmbH, Übersee, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Landshut, den 29.02.2024

BBT Control Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Florian Bendel, Wirtschaftsprüfer

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