BKMP Automobil Holding GmbH & Co. KG
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Holger Paschke seit 7.2.2018 | Geschäftsführer |
Marcel Moser seit 2.1.2018 | Prokura |
Sven Straub seit 2.1.2018 | Prokura |
Yves Manuel Bringer seit 2.1.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Wernigerode GmbHWernigerodeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Unsere Geschäftstätigkeit beinhaltet die Kraftfahrzeuginstandsetzung (Wartung- und Verschleißreparaturen), den Verkauf von Ersatz- und Zubehörteilen an Endverbraucher und Wiederverkäufer, die Vermarktung von Neu- und Gebrauchtwagen, die Vermittlung von Finanzdienstleistungen (Finanzierung, Leasing) sowie Versicherungen für die Volkswagen Bank GmbH, Volkswagen Leasing GmbH und Volkswagen Versicherungsdienst GmbH sowie das Betreiben einer Tankstelle. Lackier- und Karosseriearbeiten wurden an die Schwesterfirma LCW Lackiercentrum Wernigerode GmbH, Dornbergsweg 49 a, 38855 Wernigerode, als Fremdleistung vergeben. Unsere überwiegende Geschäftstätigkeit führen wir auf der Grundlage der von der EU-Kommission bis zum 31. Mai 2028 verlängerten Gruppenfreistellungsverordnung für den Kraftfahrzeugsektor ("Kfz-GVO") durch. Der Neuwagenvertrieb sowie der Service- und der Ersatzteilbereich unterliegen der Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung. Im Geschäftsjahr 2023 führten wir unsere Geschäftstätigkeit auf folgender Vertragsbasis mit unseren Herstellern aus:
MEB= Modulare E-Antriebs- Baukasten; PPE = Premium Platform Electric Für die Vermarktung von Neuwagen sind Vermittlerverträge mit diversen Firmen abgeschlossen worden. Im Rahmen eines Agenturvertrages mit Aral AG, Bochum werden Kraftstoffe über unsere Tankstelle im Dornbergsweg in Wernigerode vertrieben. Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Wernigerode, Dornbergsweg 45. Es werden darüber hinaus folgende Zweigniederlassungen geführt, die beide im Handelsregister eingetragen sind. Veränderungen gegenüber dem Vorjahr haben sich nicht ergeben: 1. Autohaus Am Regenstein eine Niederlassung der Autohaus Wernigerode GmbH, 38889 Blankenburg (Harz), Geschäftsanschrift: Am Hasenwinkel 1, 38889 Blankenburg (Harz) Über die Niederlassung erfolgt der Vertrieb von Gebrauchtwagen und die Kraftfahrzeuginstandsetzung am Standort Blankenburg. Sie wurde errichtet, um die geografische Verbreitung der Gesellschaft zu gewährleisten. Auf die Niederlassung entfällt ein Umsatzanteil von ca. 25 %. 2. Autohaus Bergmann eine Niederlassung der Autohaus Wernigerode GmbH, 38855 Wernigerode OT Reddeber, Geschäftsanschrift: Am Stadtweg 1, 38855 Wernigerode OT Reddeber. Über die Niederlassung erfolgt vor allem der Vertrieb und die Instandsetzung und Reparatur der Fahrzeuge der Marken Seat und Cupra. Auf die Niederlassung entfällt ein Umsatzanteil von ca. 10 %. 2. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es zu ruckläufigen Ausgaben. Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0 % nach +4,0 %). Hier stützen die abnehmenden Lieferengpässe die Entwicklung, die eine sukzessive Abarbeitung der aufgestauten Auftragsbestände ermöglichten. Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich, trotz eines witterungsbedingt günstigen Jahresauftakts, um 2,7 %. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem der Wohnungsbau noch stärker als der Gewerbebau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. In unserem Bundesland Sachsen-Anhalt war die Konjunkturentwicklung der Wirtschaft durch einen langsamen, aber stetigen Abwärtstrend geprägt. So sank das Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr um 3,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und lag damit deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Anzeichen für eine Verbesserung waren auch in der zweiten Jahreshälfte 2023 nicht erkennbar. Für die Automobilbranche brachte das Jahr 2023 für Deutschland eine Welle der Veränderung. Aufgrund eines Bundesverfassungsgerichtsurteils zog die Bundesregierung fest versprochene Mittel zurück und strich wichtige Förderungen, unter anderem den Umweltbonus für den Kauf von Elektroautos. Hohe Steuern, Abgaben, Umlagen und die Energiekrise setzten die Automobilbranche unter Druck. Erwartungsgemäß war 2023 das Neuwagengeschäft, aufgrund von Liefer- und Logistikproblemen, erneut anspruchsvoll. Erschwerend hinzu kam die schnell steigende Zinsentwicklung für Fahrzeugfinanzierungen und Leasinggeschäfte. Nach Beendigung der staatlichen Förderung für den Kauf von Elektrofahrzeugen ist der Auftragseingang erheblich eingebrochen. Insgesamt wurden 2,84 Millionen Pkw-Neuwagen (davon 43.675 in Sachsen-Anhalt -0,56 % zum Vorjahr) zugelassen. Dies sind 7,3 % bundesweit mehr als im Vorjahr. Die Marken unserer Lieferanten aus dem Volkswagen Konzern erreichten folgende Ergebnisse: Pkw-Zulassungen unserer Vertriebsmarken im Jahresvergleich
Der bundesweite Anteil benzinbetriebener Pkw lag mit 34,4 % um 1,8 %-Punkte höher als im Vorjahr. Der Anteil der dieselbetriebenen Pkw-Fahrzeuge sank um 0,7-%-Punkte auf insgesamt 17,1 %. Die Hybrid angetriebenen Fahrzeuge erreichten einen Anteil von 29,5 % und verzeichneten ein Plus zum Vorjahr von 1,6 %, die Elektro-Pkw (BEV) wiesen einen Anteil von 18,4 % bei einer Steigerung von 11,4 % zum Vorjahr auf. Der durchschnittliche bundesweite Neuwagenpreis belief sich im Jahr 2023 auf 44.630 €. Dies war eine Steigerung von 4,3 % zum Vorjahr. Im Jahre 2023 wurden 6.030.874 Pkw-Besitzumschreibungen realisiert. Gegenüber dem Vorjahr war dies eine Steigerung um 6,9 %. Der Privatanteil der Besitzumschreibungen lag bei 93,4 %. Der Dieselanteil lag bei 30,9 % und 86 % waren Euro 4 bis Euro 6 Fahrzeuge. Der Anteil von Fahrzeugen unter zwei Jahren lag bei 13,5 %. Der durchschnittliche Gebrauchtwagenverkaufspreis veränderte sich leicht gegenüber dem Vorjahr um -0,96 % auf 18.620 €. Aufgrund höherer Fahrzeugbestände trat im Gebrauchtwagenbereich eine Normalisierung der Marktsituation ein. Dies führte zu einem Sinken der Angebotspreise und einem geringeren Rohertrag. b. Geschäftsverlauf Durch die verbesserte Liefersituation von Neuwagen konnten die Lieferrückstände aus dem Kalenderjahr 2022 abgebaut werden. Die verbesserte Neuwagenverfügbarkeit und das steigende Angebot an Gebrauchtwagenfahrzeugen führten dazu, dass sich die erzielbaren Gebrauchtwagenerträge gegenüber dem Vorjahr normalisiert haben. Der Ausbau des Wiederverkäufergeschäftes von Gebrauchtwagen hat zum quantitativ verbesserten Gebrauchtwagengeschäft beigetragen, jedoch zu Lasten der Rohmarge, die absolut zwar gestiegen, prozentual zu den Umsatzerlösen aber gesunken ist. Durch Wegfall des Umweltbonus zum Ende des Jahres sind insbesondere bei Privatkunden Rückgänge von Auftragseingängen von Elektro- und Hybrid-Neuwagen zu verzeichnen. In unserem Geschäftsfeld Service und Reparaturen konnten wir aufgrund der hohen Werkstattauslastung und der gestiegenen Reparaturkosten Umsatzsteigerungen erzielen. Inflationäre Anpassungen bei Lohn- und Gehaltskosten sowie Kostenerhöhungen für bezogene Waren und Dienstleistungen haben zur Verschlechterung des Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr beigetragen. Gestiegene Kapitalkosten für unseren Betriebsmittelbedarf hatten wesentlichen Einfluss auf unser Finanzergebnis. Im Geschäftsjahr wurde die Verkaufs- und Werkstattimmobilie am Standort der Niederlassung Autohaus Bergmann erweitert und wesentlich modernisiert. Durch Bauzeitenverlängerung und ungeplante Kostensteigerungen wurden direkt nach Fertigstellung außerplanmäßige Abschreibungen von T€ 445 erforderlich, die das Geschäftsergebnis 2023 belasten. Das für das Kalenderjahr 2023 geplante Umsatzziel von € 95 Mio. wurde mit € 113 Mio. übertroffen und auch der für 2023 geplante Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) wurde deutlich erreicht. Das Geschäftsergebnis wird als EBIT (Jahresergebnis vor Steuern und vor Zinsen) definiert. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr war erwartbar und ist auf den außergewöhnlich guten Gebrauchtwagenmarkt nach Corona zurückzuführen. Die mengenmäßigen Neuwagenauslieferungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 5 % und die Gebrauchtwagenauslieferungen um 36 % erhöht. Die verkauften Werkstattstunden haben sich um 3 % gegenüber dem Kalenderjahr 2023 erhöht und die Teile- und Zubehörumsätze wurden um 22 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Die Geschäftsführung ist trotz der erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit Geschäftsverlauf und -ergebnis sehr zufrieden. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Über unsere Planung planen und steuern wir die Entwicklung unserer Gesellschaft insbesondere auf Grundlage von Kennzahlen. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen: Finanzielle Leistungsindikatoren: 1. Rohergebnis 2. Geschäftsergebnis/ EBIT (bedeutsamster Leistungsindikator) 3. Eigenkapitalquote Nicht finanzielle Leistungsindikatoren: 1. Anzahl der Arbeitnehmer 2. Auslieferungen an Neu- und Gebrauchtwagen 3. Verkaufte Werkstattstunden 4. Auftragsbestand Nachfolgend sind einige Leistungsindikatoren im Vorjahresvergleich dargestellt:
c. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Aktiva
Die Zugänge zum Sachanlagenvermögen sind zum größten Teil auf die Fertigstellungen von der neugebauten Räderaufbewahrungshalle und von der Erweiterung des Verkaufs- und Werkstattbereichs für die Marke Seat/Cupra zurückzuführen. Ferner sind weitere Zugänge im Bereich der Geschäfts-, Miet- und Vorführwagen zu verzeichnen, die für Kundenmobilität und für Vorführwagenverpflichtungen aus Handelsverträgen benötigt werden und in der Vergangenheit geleast wurden. Die Abgänge bei den Finanzanlagen sind auf die Verschmelzungen der Gesellschaften V+B Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG und V+B Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH (beide Wernigerode) mit Wirkung zum 01.01.2023 auf unsere Gesellschaft begründet, wodurch ein Verschmelzungsgewinn von T€ 24 entstanden ist. Das Vorratsvermögen mit 52% (Vorjahr 49%) des Gesamtvermögens umfasst hauptsächlich die Neuwagen- (135 Stk., Vorjahr 126 Stk.) und Gebrauchtwagenbestände (345 Stk, Vorjahr 330 Stk.), die sich wertmäßig über dem Vorjahresniveau bewegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 8% (Vorjahr 8%), die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 0% (Vorjahr 0%) und die sonstigen Vermögensgegenstände mit 7% (Vorjahr 6%) stellen weiteres Vermögen dar. Lieferantenguthaben aufgrund von Jahres-Endbonivergütungen sind wesentlicher Bestandteil der sonstigen Vermögensgegenstände. Die liquiden Mittel und Bankguthaben machen mit T€ 921 rund 4% (Vorjahr 3%) des Vermögens aus. Kapitalstruktur
Die Eigenkapitalquote unseres Autohauses beträgt 7% (Vorjahr 8%). Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Gesellschafterin erfolgt aus den Jahresergebnissen keine Veränderung des Eigenkapitals. Das langfristig gebundene Vermögen (ohne Pkws im Anlagevermögen) ist zu 46 % (Vorjahr 35 %) durch das Eigenkapital gedeckt. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen ist zum größten Teil auf Rückstellungen für Drohverluste aus Fahrzeugrücknahmen zurückzuführen, die aufgrund der geänderten Gebrauchtwagenmarktsituation zu bilden waren. Die Bankverbindlichkeiten sind zu 79 % kurz-, 12 % mittel- und 9 % langfristig. Sie dienen überwiegend der Finanzierung des Umlaufvermögens sowie des Miet- und Vorführwagenbestands. Langfristige Bankdarlehen werden überwiegend für Investitionen in Immobilien in Anspruch genommen. Für die Finanzierung von Umlaufvermögen wurde ein neues Darlehen in Höhe von T€ 600 mit einer Laufzeit von 5 Jahren aufgenommen. Der Anstieg ist zudem im folgenden Absatz erläutert. Der Rückgang der Lieferantenverbindlichkeiten ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Automobilhersteller und Lieferanten Teile Ihrer Lieferantenforderungen im Wege des Factorings auf die hauseigenen Kreditinstitute übertragen, so dass es in unserer Bilanz zu einem gestiegenen Ausweis von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute kommt. Ferner wurden zum 31.12.2023 Aufrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Leasinggesellschaft vorgenommen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind die Ergebnisabführung für das Kalenderjahr 2023, Umsatzsteuer und diversere Darlehensgewährungen der Gesellschafterin V+B Verwaltungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Wernigerode sowie ein langfristiges Darlehen der Konzern-Obergesellschaft BKMP Immobilien Beteiligungs GmbH & Co. KG , Wernigerode ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten T€ 2.041 (Vorjahr T€ 2.105) Verbindlichkeiten aus Rücknahmeverpflichtungen, wovon T€ T€ 1.189 (Vorjahr T€ 1.125) mittelfristig sind. Ferner ist in den sonstigen Verbindlichkeiten ein langfristiges Darlehen von nahestehenden Gesellschaften von T€ 270 (Vorjahr T€ 315) enthalten. Finanzlage Die Gesellschaft war im Jahr 2023 jederzeit in der Lage, Ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten und durch Darlehen von Verbundgesellschaften. Die Finanzierung durch Eigenkapital ist aufgrund des seit langem bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von untergeordneter Bedeutung für die Gesellschaft. Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wird insbesondere Operating Leasing eingesetzt. Der Gesamtbetrag belief sich in 2023 auf T€ 221 (Vorjahr T€ 297). Zum Bilanzstichtag bestanden ausreichende freie Kreditlinien. Die Gesellschaft war in 2023 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen bei Banken und Sparkassen nachzukommen. Ertragslage
Die Umsatzsteigerungen sind im Wesentlichen auf volumenmäßig höhere Gebrauchtwagenumsätze mit Wiederverkäufern zurückzuführen. Diese im Durchschnitt mit geringeren Margen verbundene Geschäfte führen zur Verschlechterung des relativen Rohrertrags (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) um 3 %-Punkte auf 14%. Rückläufige Neuwagenumsätze sind auf Agenturmodelle unserer Hersteller zurückzuführen. Entsprechend sind die Vermittlungsprovisionen für Neuwagenverkäufe angestiegen. Die Personalaufwands- und Abschreibungsquote liegen auf Vorjahresniveau. Der absolute Anstieg der Personalaufwendungen ist zu größten Teil auf Neueinstellungen von Mitarbeitern und auf finanziellen Verbesserungen der vorhandenen Mitarbeiter zurückzuführen. Die höheren Abschreibungen beinhalten im Wesentlichen die außerplanmäßige Abschreibung auf die Erweiterung des Verkaufs- und Werkstattbereichs für die Marke Seat/Cupra. Der Anstieg des sonstigen Betriebsaufwands beinhaltet zum größten Teil höhere Kosten für Risikovorsorge wegen drohender Verluste auf Fahrzeugrücknahmen (Erhöhung der Drohverlustrückstellungen) und höhere Raumkosten (insbesondere Energiekosten). Die im Vorjahr teilweise abgeschriebene Beteiligung an der V+B Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG wurde im Berichtsjahr auf unsere Gesellschaft verschmolzen. Geringere sonstige betriebliche Erträge sind im Wesentlichen in dem vorjährigen Veräußerungsgewinn aus dem Anteilsverkauf der Anteile an der Rothenseer Autohaus GmbH begründet. Das verschlechterte Finanzergebnis ist zum größten Teil durch die veränderten Zinskonditionen für den Betriebsmittelbedarf zu erklären. Ferner haben in 2022 und 2023 aufgenommene Investitionsdarlehen die Zinsaufwendungen erhöht. 3. Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Alle wesentlichen Geschäftsbereiche werden nach den Gesichtspunkten des Risikomanagements laufend überwacht und haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Dabei wird als Risiko / Chance eine negative / positive Abweichung von den Planwerten mit einem Zeithorizont von einem Jahr definiert. Die Risiken werden vor den ergriffenen Maßnahmen zu deren Bewältigung dargestellt. Risiken werden systematisch erfasst, analysiert und bewertet. Durch organisatorische Regelungen, gestützt durch aktuelle EDV-Auswertungen, erfolgt eine der Unternehmensgröße angemessene Risikokommunikation. Überwachung und Bewältigung von bestandsgefährdenden Risiken werden direkt an die Geschäftsleitung berichtet. In unserem Unternehmen setzen wir folgende Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssysteme ein: Planungsrechnung, Abweichungsanalysen, Deckungsbeitragsrechnung nach Sparten, Forderungsmanagement sowie regelmäßige Führungskreisbesprechungen. Zudem ist ein regelmäßiges Reporting an die Muttergesellschaft und die Gesellschafter implementiert. Mit den Herstellern sind Zielvereinbarungen getroffen. Wirtschaftliche Fehlentwicklungen sowie etwaige Risiken können durch die eingesetzten Systeme frühzeitig erkannt werden. Chancenbericht Die von uns vertriebenen Neuwagen der Marken Volkswagen, Audi, Skoda, SEAT und Cupra sind nach wie vor in Deutschland in vielen Segmenten mit Abstand Marktführer. Dies spiegelt sich in den Neuzulassungen von Personenkraftwagen in Deutschland des 1. Quartals 2024 mit einem gesamten Marktanteil von 37,64 % wider. Attraktive neue oder modifizierte Modelle geben uns 2024 die Möglichkeit, Kunden und Interessenten von anderen Marken zu erobern und unsere loyalen Kunden an die Marken des Volkswagen Konzerns weiter zu binden. An unserem Handelsstandort Wernigerode/OT Reddeber haben wir in 2023 neue moderne Ausstellungsräume nach den CI-Richtlinien für die umfangreichen Modelle der Marken SEAT und Cupra fertiggestellt. Die Zukunft der spanischen Marke SEAT ist gesichert. Neuheiten von Modellen wurden im Rahmen der Bilanz Pressekonferenz von der Unternehmensleitung angekündigt. Die Marke Cupra startet in diesem Jahr mit der bisher größten Produktoffensive in der jungen Geschichte der Marke. Im Landkreis Harz haben wir für die Vermarktung von Neuwagen der Marke Volkswagen an unserem Standort in Wernigerode durch unsere Handelsverträge ein Alleinstellungsmerkmal. Der bisherige lokale Interbrand-Wettbewerb ist damit erheblich reduziert und gibt uns zusätzliche Vertriebschancen. Es wurde Ende 2023 eine neue Räderaufbewahrungshalle eröffnet, so dass wir unseren Kunden weitere Einlagerungsangebote anbieten können. Die bisherige Räderaufbewahrungshalle wird zu einer Kfz-Werkstatt mit weiteren Arbeitsplätzen umfunktioniert. Aufgrund von Kaufzurückhaltung durch den Verbraucher ist das Durchschnittsalter des allgemeinen Fahrzeugbestandes in Deutschland für PKW weiter gestiegen. Daraus folgend ist der Bedarf an Wartungs- und Reparaturarbeiten weiter angewachsen. An allen unseren Standorten haben wir zur öffentlichen Nutzung eine Ladesäule für E-Automobile installiert, die uns zusätzliche Möglichkeiten zur Kundengewinnung geben kann. Risikobericht Nachfolgend werden die wesentlichen identifizierten Einzelrisiken in Kategorien dargestellt: 1. Beschaffungsrisiken Einkaufspreiserhöhung für Ersatzteile und Autozubehör und höhere Ankaufspreise für Gebrauchtwagen lassen weiterhin die Kosten in die Höhe schnellen. Folglich steigen die Abgabepreise für unsere Waren, wodurch eine zur Kaufzurückhaltung von Fahrzeugen und ein Aussetzen von anstehenden Fahrzeuginstandsetzungen nicht ausgeschlossen werden kann. Der Transporter von Volkswagen Nutzfahrzeuge T6.1 ist seit Frühjahr 2023 nicht mehr bestellbar. Der in Kooperation mit Ford entwickelte Nachfolger steht erst ab Dezember 2024 in geringen Stückzahlen und wenigen Ausstattungsvarianten zur Verfügung. Bei der Marke Audi laufen mehrere Baureihen in der Produktion aus (z.B. Audi A4). Zusätzlich befinden sich viele am Ende vom Modellzyklus. Der Modellanlauf vom Audi A5 und Audi A6 E-tron verzögert sich zum Ende des Jahres 2024 bzw. auf das Jahr 2025. Anhaltende Lieferkettenprobleme der Autofabriken für einzelne Ersatzteile führen zu längeren Reparaturunterbrechungen. 2. Personalrisiken Der Fachkräftemangel setzt sich seit einigen Jahren bis heute fort. Offene Stellen im handwerklichen Bereich, mit erforderlicher Qualifikation in der KFZ-Branche, können nur schwerlich besetzt werden. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, setzen wir auf die eigene Ausbildung von Lehrlingen, die nach Beendigung ihrer Ausbildung in unseren Betrieben übernommen werden sollen. Die rasante Entwicklung in der IT-Landschaft bzw. die der Fahrzeugtechnologie führt dazu, dass Mitarbeiter im Vertrieb und im Service teilweise überfordert sind. Auf Unterstützung durch Hersteller kann leider nur bedingt gehofft werden, so dass z. B. Reparaturen, speziell bei Softwareproblemen, nicht das gewünschte Ergebnis erzielen und unsere Kunden Ihr Vertrauen in Hersteller, Fahrzeuge aber auch die Händler verlieren. 3. Umweltrisiken und regulatorische Risiken Erhöhte Umweltrisiken sehen wir durch den Betrieb unserer Autohäuser und der Tankstelle nicht. 4. Absatz- und Marktrisiken. Die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland mit dem binnen kurzer Zeit stark gestiegenem Zinsniveau, unverändert hoher Inflationsrate, hohen Lebenshaltungskosten und die weltpolitische Lage mit den zahlreichen Konflikten führen nach wie vor zu einer spürbaren Kaufzurückhaltung. Die Anzahl der chinesischen Fabrikate ist zwischenzeitlich auf dem deutschen Markt zweistellig gestiegen. Weitere Marken haben bereits für 2024 ihren Marktstart in Europa angekündigt. Eine große Kaufzurückhaltung bei den Elektro-Fahrzeugen und Automobile mit Verbrennermotoren sind sowohl im privaten als auch im gewerblichen Sektor zu erkennen, was - bezogen auf die Elektrofahrzeuge - im Wesentlichen auf die weggefallene gesetzliche Umweltprämie zurückzuführen ist. 5. Rechtliche und steuerliche Risiken Für mögliche Schadensfälle, Gewährleistungsansprüche und Haftungsrisiken sind Versicherungen abgeschlossen worden. Diese stellen sicher, dass sich finanzielle Risiken in Grenzen halten bzw. ausgeschlossen werden. Steuerliche Risiken sollen durch das eigene Controlling sowie durch die Zusammenarbeit mit Steuerberatern geringgehalten werden. 6. IT-Risiken Um Angriffe, Störungen und unerlaubte Zugriffe auf unsere IT-Systeme entgegenzuwirken, werden externe IT-Dienstleister beauftragt. Ferner soll durch interne, organisatorische Maßnahmen dieses Risko minimiert werden. Für Folgen aus Cyber-Attacken besteht Versicherschutz. Vernetzte Automobile sammeln nicht nur Daten, sondern sind durch ihre zahlreichen Schnittstellen besonders durch Hackerangriffe gefährdet. 7. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente verwendet. Die in der Bilanz ausgewiesenen originären Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements. Das Liquiditäts- bzw. Refinanzierungsrisiko ist unseres Erachtens durch ausreichende freie Kreditlinien und die Zugehörigkeit zum BKMP-Konzern gering. a. Ausfallrisiken Da weitgehend Verkäufe auf Vorkasse erfolgen und viele Werkstattleistungen durch Versicherungen bezahlt werden, ist das mit Kundenforderungen potenziell verbundene Ausfallrisiko überschaubar. Durch konsequentes Forderungsmanagement wird versucht, Ausfallrisiken bei Kundenforderungen möglichst gering zu halten. Am Bilanzstichtag bestehende Risiken sind durch Wertberichtigungen im Jahresabschluss berücksichtigt. b. Zins-, Wechselkurs- und Liquiditätsrisiken Zinsrisiken ergeben sich grundsätzlich aus vereinbarten variablen Zinsen. Aufgrund des hohen zu finanzierenden Bestands an Fahrzeugen bei unserer Gesellschaft haben Zinsänderung direkt einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzierungskosten und damit die Ertragslage der Gesellschaft. Da alle Geschäftsvorfälle in Euro abgewickelt werden, ist die Gesellschaft nicht von Wechselkursschwankungen betroffen. Gesamtbild zur Risikolage Risiken, deren Eintritt den Bestand des Unternehmens voraussichtlich gefährden würden, liegen nach Auffassung der Geschäftsführung nicht vor. Die beschriebenen Risiken haben wir zu einem Gesamtbild wie folgt zusammengefasst:
Wesentliche Veränderungen in der Risikoeinstufung haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. 4. Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft ist auch nach dem 1. Quartal 2024 angeschlagen. Zur wichtigsten Triebkraft für die Konjunktur avanciert der private Konsum. Nach dem der Teuerungsschub der letzten Jahre die Kaufkraft drastisch geschmälert hatte, kommt durch höhere Lohnabschlüsse und den Rückgang des kräftigen Preisauftriebs der letzten Jahre die Kaufkraft der privaten Haushalte wieder zurück. Die derzeitige Wirtschaftsleistung bewegt sich auf einem Niveau, das kaum über dem vor der Pandemie liegt. Eine Steigerung der Produktivität ist trotz höherer Zahl der Erwerbstätigen nicht erkennbar. Ein hoher Krankenstand belastet die Wirtschaft und verringert die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit. Entgegen den weltwirtschaftlichen Entwicklungen sind die deutschen Ausfuhren gesunken. Bedeutsame Nachfragen für die deutschen Exportunternehmen nach Investitionen und Vorleistungsgütern blieben schwach. Bei wesentlichen energieintensiven Gütern hat die preisliche Wettbewerbsfähigkeit gelitten und die Produktion ist teilweise ins Ausland abgewandert. Es wird prognostiziert, dass in der zweiten Jahreshälfte mehr Verkaufspotenziale für die deutschen Exporteure zu erwarten sind. Die Wirtschaftsinstitute revidieren ihre Prognose für die Veränderung des laufenden Jahres gegenüber ihrem Herbstgutachten deutlich um 1,2 % nach unten auf nunmehr 0,1 %. Die Prognose für 2025 beläuft sich zurzeit auf 1,4 % Wachstum. Die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau berichtete im April 2024, dass eine Belebung der regionalen Wirtschaft auch im Frühjahr 2024 im Süden von Sachsen-Anhalt ausgeblieben ist. Impulse für mehr Wachstum sind zurzeit nicht erkennbar. Der deutsche Neuwagenmarkt endete im 1. Quartal 2024 mit einem Plus von 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Es wurden laut KBA (Kraftfahrt-Bundesamt) rund 695.000 neuen Pkw zugelassen. Im März sind die Zulassungszahlen für batterieelektrische Automobile eingebrochen. Beim Handel haben sich die Auftragsbestände aufgrund der seit Ende des vergangenen Jahres fehlenden gesetzlichen Fördermaßnahmen abgebaut. In allen Segmenten fehlen batterieelektrisch betriebene Pkw (BEV) zu bezahlbaren Konditionen. Der Vertrieb von elektrisch angetriebenen Motoren kann aus heutiger Sicht nur mit ganzheitlich gezielten Anreizen für die Kunden belebt werden. Laut Pressemitteilung von Anfang Mai 2024 rechnet der Volkswagen-Konzern nach einem schleppenden Jahresstart im Januar und zwei starken Monaten, Februar und März, im Neuwagengeschäft mit einer deutlichen Verbesserung im 2. Quartal 2024. Die wieder gestiegenen Auftragseingänge und die zahlreichen noch einzuführenden Modelle, wie zum Beispiel der Golf-Facelift, Passat usw., führen dazu, dass man zuversichtlich ist, die angestrebten Jahresziele 2024 zu erreichen. Im 1. Quartal 2024 wurden insgesamt 1,626 Millionen Pkw als Gebrauchtwagen umgeschrieben, dies waren 7,9 % mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im März 2024 wechselten 1,5 % weniger Automobile den Besitzer gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. Da der Gebrauchtwagenmarkt von einem künstlichen Hoch, dass durch Corona, Chipkrise und Lieferschwierigkeiten auf dem Neuwagenmarkt verursacht wurde, beginnen die Verkaufspreise zu sinken - allerdings in der Schnelligkeit nach unterschiedlichen Antriebsarten. Die bundesweite Werkstattauslastungsquote lag im Januar 2024 und Februar 2024 jeweils bei 84 % und im März bei 85 %. Ein Jahr zuvor lag der März-Wert bei 82 %. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass wir unseren betriebswirtschaftlichen Plan für 2024 erreichen. Die Grundlage dafür ist auch die Erfüllung unserer vereinbarten Einkaufsziele mit unseren Lieferanten. Für das Jahr 2024 wird ein Umsatz von 129 Mio. € und ein positiver Geschäftsverlauf geplant. Es sind keine nennenswerten Investitionen für das Jahr 2024 vorgesehen. Im 1. Quartal 2024 haben wir einen Umsatz von 33 Mio. € erwirtschaftet, der mit 1 Mio. € über dem budgetierten Umsatz liegt. Das EBIT im 1. Quartal 2024 fällt mit 134 T€ geringer als geplant aus. Das Ende der hohen Inflation, Energiekrise, Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt, das Kaufverhalten der Verbraucher, Investitionsbereitschaft der Unternehmen sowie Beendigung des Krieges in der Ukraine und in Israel ist nicht vorhersehbar, daher ist die Prognoseberichterstattung mit besonderer Unsicherheit behaftet.
Holger Paschke BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Autohaus Wernigerode GmbH, WernigerodeA. ALLGEMEINE ANGABEN Die Gesellschaft ist unter der Firma Autohaus Wernigerode GmbH und Sitz in Wernigerode beim Amtsgericht Stendal unter der Nummer HRB 101454 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB und richtet sich mit Ausnahme der im folgenden Absatz genannten Erleichterung bei der Bilanzierung und Bewertung nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und den Vorschriften des GmbHG. Unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB wurde kein Lagebericht aufgestellt. Im Berichtsjahr wurden die Beteiligungen an den Gesellschaften V+B Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG und V+B Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH mit Wirkung zum 01.01.2023 auf die Gesellschaft verschmolzen, wodurch ein unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesener Verschmelzungsgewinn von T€ 24 entstanden ist. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewandt. Um den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu verbessern, wurde die Bilanzgliederung im Bereich der Sachanlagen um den Posten "Geschäfts-, Miet- und Vorführwagen" ergänzt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde "EBIT (Steuern vor Zinsen und Steuern)" als weiteres, nach § 275 HGB nicht vorgesehenes Zwischenergebnis eingefügt. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens inklusive Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu € 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und gleichzeitig als Abgang ausgewiesen .
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt und am Absatzmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Bewertung der in Arbeit befindlichen Aufträge erfolgt unter Berücksichtigung der geleisteten Arbeitsstunden und des Materials. Die Bewertung erfolgt zu Vollkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Gesellschaft verzichtet auf die Aktivierung latenter Steuern. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben und auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DES JAHRESABSCHLUSSES 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus der Darstellung am Ende des Anhangs. Im Berichtsjahr wurde aufgrund von gestiegenen Baukosten für die fertiggestellte Erweiterung des Verkaufs- und Werkstattbereichs für die Marke Seat/Cupra eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 445 T€ vorgenommen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es bestehen weder Forderungen noch sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: T€ 0). Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von unverändert 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. 3. Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter Gegenüber der Gesellschafterin V+B Verwaltungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Wernigerode, bestehen im Saldo Verbindlichkeiten von T€ 5.554 (Vorjahr: Verbindlichkeiten T€ 7.028). Der Ausweis erfolgt jeweils im Verbundbereich. Der Saldo resultiert im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungen und für erhaltene Darlehen sowie Umsatzsteuer. 4. Pensionsrückstellungen Der Bewertung lagen folgende Bewertungsprämissen zugrunde:
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beläuft sich auf T€ 3. Die Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 3. 5. Sonstige Rückstellungen
6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
1) Im Rahmen der bestehenden Kreditvereinbarungen sind finanzierte Neu-, Vorführ-, Miet- und Gebrauchtwagen sowie Ersatzteile und Zubehör sicherungsübereignet. 7. Sonstige Verbindlichkeiten
8. Umsatzerlöse
b) nach geografisch bestimmen Märkten
9. Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung von T€ 9 (Vorjahr: T€ 9). 10. Zinserträge Die Zinserträge enthalten Erträge gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 66 (Vorjahr: T€ 7). Ferner ist ein Ertrag in Höhe von T€ 8 aus der Aufzinsung von Rückstellungen (Vorjahr: T€ 0) enthalten. 11. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 165 (Vorjahr: T€ 60). D. SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung zusammen mit anderen Gesellschaften unserer Unternehmensgruppe in Höhe von T€ 22.850 im Rahmen von eingeräumten Kreditlinien. Die tatsächliche Ausnutzung der Gruppe beträgt zum Stichtag T€ 9.003, davon T€ 7.837 durch die Gesellschaft, so dass deren Mithaftung für verbundene Unternehmen sich am Bilanzstichtag auf T€ 1.166 beläuft. Für oben genannte Haftungsverhältnisse ist die Gesellschaft in der Vergangenheit nicht in Anspruch genommen worden. Die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslagen der in den Haftungsverbund einbezogenen Unternehmen sind so gut, geordnet und stabil, so dass weder zum Bilanzstichtag noch für die Zukunft Hinweise vorliegen, dass eine Inanspruchnahme droht. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird daher als sehr gering eingeschätzt, so dass der Ansatz von Eventualverbindlichkeiten auf der Passivseite nicht geboten ist. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in folgender Höhe:
Es bestehen Mietverpflichtungen für das Autohaus (T€ 960 p. a.) gegenüber der BKMP Immobilien Beteiligungs GmbH & Co. KG, Wernigerode auf unbestimmte Zeit (Muttergesellschaft). Für wesentliche Verträge auf unbestimmte Zeit wird ein 5-jähriger Zeitraum zugrunde gelegt. Aus vermittelten Leasingverträgen bestehen Verpflichtungen zu Fahrzeugrücknahmen in Höhe von T€ 34.626. Aus vermittelten Finanzierungsverträgen (Autocredit) können vertragliche Verpflichtungen zu Fahrzeugrücknahmen von bis zu T€ 16.680 entstehen, es wird jedoch mit einer weitaus geringeren Inanspruchnahme gerechnet. Für sog. Buyback-Geschäfte bestehen Rücknahmeverpflichtungen von T€ 270. 3. Außerbilanzielle Geschäfte Um die Auszahlungen für Investitionen über deren Nutzungsdauer zu verteilen und damit die Liquiditätsbelastung bei Anschaffung zu minimieren, schließt die Gesellschaft regelmäßig Operating Leasing-Verträge ab. Die Aufwendungen für Leasing betrugen im Geschäftsjahr T€ 221 (Vorjahr: T€ 297). 4. Anzahl Arbeitnehmer
5. Gesellschaftsorgane Geschäftsführer war während des gesamten Berichtszeitraums der Kaufmann Holger Paschke. 6. Bezüge der Geschäftsführung und Pensionszusagen für ehemalige Geschäftsführer Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gemäß § 285 Nr. 9 a. und b. HGB in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für eine Pensionszusage zugunsten einer Witwe eines verstorbenen Geschäftsführers wurde eine Pensionsrückstellung von T€ 152 gebildet. 7. Ergebnisverwendung Durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit V+B Verwaltungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Wernigerode wird der Jahresüberschuss in Höhe von € 1.255.681,92 abgeführt. 8. Mutterunternehmen Die Anteile der Autohaus Wernigerode GmbH, Wernigerode werden zu 100 % von der V+B Verwaltungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Wernigerode gehalten. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der BKMP Immobilien Beteiligungs GmbH & Co.KG, Wernigerode einbezogen. Dieser wird im Unternehmensregister offengelegt 9. Geschäfte mit Nahestehenden Alle wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.
Wernigerode, 31. März 2024 Die Geschäftsführung Holger Paschke Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 05.09.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Autohaus Wernigerode GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Wernigerode GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Wernigerode GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Celle, 26. Juni 2024 P+B
GmbH
gez. Mirko Grethen, Wirtschaftsprüfer |
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