Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 558 NM
Eingetragen
3.1.2005
Branche
Großhandel mit SchuhenGroßhandel mit Lederwaren, Reisegepäck, Geschenk- und WerbeartikelnGroßhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und Leuchten
Gegenstand
Im- und Export und Handel mit erlaubnisfreien Handelsgütern aller Art, insbesondere Schuhe, Home and Living Produkte und Lederwaren aller Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Janne Schmidt
seit 1.9.2025
Prokura
Inka Koopmann
seit 2.7.2025
Geschäftsführer
Florian Pfeiffer
seit 25.10.2024
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer
Christian Möller
seit 28.9.2007
Prokura
Carsten Heinz
seit 3.1.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

77.59% identifiziert22.41% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
67.59%
U***** B***************
10.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Wartenberg Verwaltungs GmbH
Germany
2.250.000 €
90.00%
U***** B***************
250.000 €
10.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ISA-TRAESKO GmbH

Neumünster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ISA-TRAESKO GmbH ist ein familiengeführtes, internationales Unternehmen, das seit fast 50 Jahren zuverlässig Schuhe und Accessoires für Einzelhandelsketten, Versandhäuser, Discounter sowie Supermärkte entwickelt und produziert. ISA-TRAESKO GmbH designt und importiert jährlich etwa 26 Millionen Damen-, Herren- und Kinderschuhe sowie Accessoires für den Sport-, Freizeit und Fashionbereich.

Die ISA-TRAESKO GmbH verfügt nicht über eigene Fertigungsstätten, sondern arbeitet mit externen Produktionspartnern zusammen. Den größten Beschaffungsmarkt stellt hierbei Asien, mit dem Hauptstandort China, dar. Weitere Beschaffungsländer sind Bangladesch, Vietnam und Indien. Durch die Ausweitung des Lieferantennetzwerks nach Europa reduziert die Gesellschaft negative Auswirkungen von Beschaffungsschwierigkeiten wie z.B. Handelsbeschränkungen oder Lieferengpässen.

Durch die stets aktuelle und trendorientierte Kollektionsauswahl in Verbindung mit hochwertigen Produkten und einer hohen Zuverlässigkeit kann ISA-TRAESKO GmbH auf eine langfristige Akzeptanz bei den Kunden im Einzelhandel bauen.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine eigene Forschung, sie arbeitet jedoch projektbezogen mit unterschiedlichen Universitäten und externen Partnern zusammen. Zudem werden eigene Designer beschäftigt, um neue, dem aktuellen Trend entsprechende Modelle, zu entwerfen. Die entwickelten Muster werden zumeist durch Produzenten in Fernost gefertigt. Hierfür besteht ein umfangreiches Netzwerk an Herstellern, die jeweils auf unterschiedliche Produktarten spezialisiert sind. Die Netzwerkpflege übernimmt die 100 %-ige Tochterfirma ZAPATO Far East Trading Ltd., Hong Kong. Die gefertigten Waren werden aus Fernost zumeist auf dem Seeweg nach Hamburg bzw. die jeweiligen Empfängerhäfen verschifft.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich 2021 vom Corona-bedingten Einbruch des Vorjahres erholt, wenn gleich weniger deutlich als ursprünglich erwartet. Laut der ersten amtlichen Schätzung des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2021 um 2,7 % gewachsen. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 % etwas höher als in der gesamten Wirtschaft aus.

Nach Angaben des BTE (Bundesverband des Deutschen Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandels e.V., Köln), endete das vergangene Jahr im Schuhfachhandel mit einem Umsatzminus von etwa 3 %. Damit liegen nun die Schuhgeschäfte im Durchschnitt rund 25 Prozent unter den Umsätzen, die sie in Vor-Corona-Zeiten erzielt hatten.

Die Online-Umsätze mit Schuhen insgesamt stiegen 2021 nach ersten BTE-Berechnungen um 12 % bis 15 %. Vor diesem Hintergrund haben sich die Marktanteile auch im vergangenen Jahr weiter zugunsten des Online-Handels verschoben.

Auch weltweit sind die Auswirkungen der Pandemie immens. Auf der Beschaffungsseite sind weiterhin China und Vietnam sowie Indien im Bereich Schuhe, Accessoires sowie Home & Living die führenden Produktionsländer. Auch diese sind und waren stark von der Pandemie betroffen, was zu zeitweise gestörten Lieferketten und in Folge zu höheren Beschaffungskosten führte.

Der Schuhhandel in Deutschland wird nach einer Studie der Unternehmensberatung PwC im kommenden Jahr erstmals wieder an die Umsätze vor der Corona-Krise anknüpfen können. Allerdings ist die Rückkehr zu früheren Umsatzhöhen PwC zufolge vor allem dem Online-Handel zu verdanken.

Geschäftsverlauf und Lage

Ertragslage

Die ISA-TRAESKO GmbH hatte in 2021 einen Umsatzrückgang von 16,3 % und eine Reduzierung der Rohertragsmarge von 6,8 %-Punkte zu verzeichnen. Die Rückgänge liegen in der Abnahme der Anzahl von Aufträgen der Kunden und der reduzierten Abgabe von Angeboten durch ISA-TRAESKO GmbH. Letzteres hat mit den sehr gravierenden Problemen der Lieferkette zu tun, sodass die zu erzielende Rohertragsmarge sehr starken Schwankungen unterlag. Zur Verringerung des Geschäftsrisikos wurde deswegen die Abgabe von Angeboten reduziert. Die größte Ursache der Margenverschlechterung liegt in den dramatisch gestiegenen Frachtkosten, die in 2021 im Wesentlichen von den Lieferanten, wie ISA-TRAESKO GmbH, getragen werden mussten.

Um den negativen Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis entgegenzuwirken wurden umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen implementiert.

Dadurch konnten die Personalkosten von 4,62 Mio. EUR auf 4,16 Mio. EUR in 2021 gesenkt werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten ebenfalls durch gezielte Maßnahmen um 0,85 Mio. EUR in 2021 gesenkt werden und liegen in Summe bei 5,20 Mio. EUR.

Die Einsparungsmaßnahmen konnten die negativen Effekte aus dem Umsatzrückgang und dem Margenverlust nicht kompensieren. Das Jahresergebnis lag mit -1,36 Mio. EUR um 7,77 Mio. EUR unter 2020.

Bei den Beteiligungen der Gesellschaft zeigten sich in 2021 folgende Entwicklungen:

Bei der ZAPATO Europe GmbH kam es zu einem verbesserten Ergebnis mit einem Gewinn von 0,07 Mio. EUR (Vorjahr: - 0,30 Mio. EUR), der an die ISA-TRAESKO GmbH aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages abzuführen war.

Die ISA-Traesko Home & Living GmbH konnte die Umsätze deutlich erhöhen und lag am Jahresende bei 15,8 Mio. EUR. Ein Plus von 3,3 Mio. EUR gegenüber 2020. Das Ergebnis lag vor allem aufgrund der o.a. Frachtkostenerhöhung mit - 0,03 Mio. EUR um 1,39 Mio. EUR unter Vorjahr.

Die ZAPATO Beteiligungs-GmbH hat im Vorjahr eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 2.617 erhalten, wodurch ihr Jahresergebnis auf TEUR 2.795 anstieg. In diesem Geschäftsjahr lag das Jahresergebnis bei TEUR 22.

Finanzlage

Zum Bilanzstichtag reduzierte sich die Bilanzsumme leicht auf 25,81 Mio. EUR (Vorjahr: 25,82 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 37,8 % (Vorjahr: 56,7 %). Diese ist weiterhin als gut zu bezeichnen.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 24,7 Mio. EUR gesunken.

Das Jahr 2021 war mit einer Investitionssumme von 0,02 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Dabei wurde im Geschäftsjahr 2021 im Wesentlichen in die IT - Arbeitsplatzausstattung bzw. die Home-Office-Kompatibilität investiert.

Vermögenslage

Trotz der unbefriedigenden Ertragslage 2021 konnten die Bilanzrelationen auf einem guten Niveau gehalten werden.

Das Umlaufvermögen blieb mit 25,54 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 25,55 Mio. EUR). Die Fertigen Erzeugnisse und Waren erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 4,46 Mio. EUR in 2021 (Vorjahr: 3,94 Mio. EUR), wobei sich die geleisteten Anzahlungen mit 0,79 Mio. EUR (Vorjahr: 0,21 Mio. EUR) weiterhin auf einem niedrigen Niveau befinden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf 15,05 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr: 10,27 Mio. EUR). Der Bestand an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag liegt mit 0,12 Mio. EUR deutlich unter dem des Vorjahres (Vorjahr: 8,47 Mio. EUR), was u.a. auf das gesunkene Jahresergebnis zurückzuführen ist.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren zum Bilanzstichtag 4,39 Mio EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) und die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten erhöhten sich auf 6,60 Mio. EUR (Vorjahr: 5,81 Mio EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich leicht auf 0,61 Mio. EUR (Vorjahr: 0,47 Mio. EUR).

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung, mit der wir angesichts des Rückganges um 16,3 % in einem durch die Pandemie geprägtem Jahr nicht zufrieden sein können.

Betriebsergebnis, das deutlich unter Vorjahr und Plan liegt. Dies ist auf die Auswirkungen der Pandemie und die extrem gestiegenen Frachtkosten zurückzuführen. Dies sind aus unserer Sicht temporäre Faktoren, die in 2022 an Bedeutung verlieren, jedoch immer noch das Jahresergebnis belasten werden.

Die ISA-TRAESKO GmbH beschäftigte im vergangenen Jahr durchschnittlich 63 Mitarbeiter und zusätzlich 12 Auszubildende.

Hinsichtlich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden folgende Faktoren in unsere Steuerung einbezogen:

Produktqualität, die wir nicht zuletzt durch unsere Nähe zu den Produktionsstätten sicherstellen,

Kundenzufriedenheit, die durch intensive Kundenbetreuung sowie kurze Reaktionszeiten gepflegt wird,

Compliance - Themen, denen wir in allen Bereichen mit einer eigenen Abteilung in der Unternehmensgruppe begegnen.

Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir weiterhin als gut ein.

Die Umsatzentwicklung ist durch Sondereffekte in 2021 rückläufig gewesen. Das eigene operative Ergebnis hat sich durch den Umsatzrückgang und die extrem hohen Frachtpreisen entsprechend reduziert. Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften hatten keinen großen Einfluss auf das Gesamtergebnis, welches unter dem sehr guten Ergebnis 2020 liegt.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen sowie Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Fremdwährungsrisiken wird durch vorausschauende Devisentermingeschäfte weitestgehend entgegengewirkt.

Drohende Verluste aus den am Bilanzstichtag schwebenden Devisenoptions- bzw. Devisentermingeschäften werden mit am Bilanzstichtag unrealisierten Gewinnen aus Fremdwährungseinkaufskontrakten verrechnet (geschlossene Position - Portfoliohedge).

Des Weiteren werden Warenverkäufe in Fremdwährungen ebenso durch Devisenterminverkäufe abgesichert.

Insgesamt fühlt sich die Geschäftsführung durch die strategischen Entscheidungen der letzten Jahre bestätigt und wird den eingeschlagenen konsequenten Kurs der Diversifizierung beim Sortiment, dem Kundenportfolio und den Vertriebswegen beibehalten.

3. Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Marktaktivitäten bestimmten Risiken ausgesetzt. Die mit dem Agieren in den Absatzmärkten verbundenen Entscheidungen werden unter Berücksichtigung der mit dem jeweiligen Geschäft verbundenen Chancen und Risiken getroffen. Zentrales Ziel ist es dabei, ein nachhaltiges Wachstum zu erzielen und den Wert der Gesellschaft zu steigern.

Der ISA-TRAESKO GmbH unterliegt der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands wie auch Europas und ist von der Kaufkraft sowie der Kaufneigung der Verbraucher abhängig. Negativen Einfluss auf das Kaufverhalten der Endkonsumenten kann aus der deutlich gstiegenen Inflationsrate und dem Krieg in der Ukraine resultieren. Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist groß ein eingeschränktes Konsumentenverhalten ist zu erwarten.

Durch das Anbieten von innovativen und modischen Produkten, für die das Designerteam ständig europaweit auf Trendsuche ist, behauptet sich die Gesellschaft auch im konjunkturell schwierigen Umfeld.

Weiterhin passt die Gesellschaft als flexibles familiengeführtes Unternehmen stetig die eigene Angebotspolitik sowie sämtliche Arbeitsabläufe den aktuellen Marktgegebenheiten an und schafft es somit, die passenden Reaktionen auch auf stagnierende und treibende Tendenzen zu zeigen. Zudem ermöglicht die Politik der kurzen Wege eine kontinuierliche Anpassung in den internen Strukturen.

Auf Änderungen in den Beschaffungsmärkten (zum Beispiel durch pandemiebedingte Produktions- und Verschiffungsschwierigkeiten oder Lieferengpässe von Materialien in bestimmten Märkten) reagiert die Gesellschaft durch ein rechtzeitiges Ausweichen auf andere Länder. Hilfreich ist hierbei insbesondere das über viele Jahre in ganz Asien gewachsene Lieferantennetzwerk der Unternehmen der gesamten Gruppe inkl. der ZAPATO Europe GmbH und der ISA-Traesko Home & Living GmbH. Zusätzlich begegnet die Gesellschaft dem Beschaffungsrisiko durch eine sehr sorgfältige Lieferantenauswahl, eine enge partnerschaftliche Zusammenarbeit mit langjährigen Lieferanten und dem Aufbau zusätzlicher Lieferanten in Europa.

Von stetig wachsender Bedeutung sind sowohl für den Schuh- als auch den Accessoire-Handel gesundheitliche, ökologische und soziale Themen, denen wir fortlaufend mit Arbeitsgruppen auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern begegnen.

Nicht von der Gesellschaft zu beeinflussen ist die Abgabepolitik innerhalb der europäischen Union, in der weiterhin die Tendenz zu Verbreiterung der Zollbemessungsgrundlage festzustellen ist. Ebenso nicht beeinflussbar ist die Kursentwicklung des US-Dollar, die sich ebenso auf die Bemessungsgrundlage der Zölle auswirkt. Beides kann zu steigenden Zöllen führen, die vermutlich nicht im vollen Umfang an die Kunden weitergereicht werden können.

Stärkeren Einfluss erwarten wir von dem ab 1. Januar 2023 gültigen Lieferkettengesetz. Hier sind wir gefordert, unsere Wertschöpfungskette zu überprüfen und die Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen zu gewährleisten. Dies wird unsere Organisation zusätzlich belasten. Auf der anderen Seite sind wir durch unsere eigene CR Abteilung und dem permanenten Ausrichten unserer Arbeit auf höchste Compliancekriterien sehr gut aufgestellt. Wir sehen daher gute Möglichkeiten, neue Kunden mit z. Zt. unzureichenden Compliance- und Risikomanagementsystemen gewinnen zu können.

Qualitätsmängel und Lieferengpässe können als potentielles Risiko in jedem Auftrag liegen. Um diese Risiken möglichst in einem frühen Stadium eines Projektes zu erkennen, werden bereits frühzeitig Mitarbeiter der Qualitätssicherung in den Auftrag eingebunden.

Durch die Beschaffungsstruktur der Gesellschaft besteht ein erhöhtes Transaktionsrisiko aus der Veränderung von Wechselkursen. Um Planungssicherheit in der Preiskalkulation zu haben, sichert die Gesellschaft auf US-Dollar basierende Käufe grundsätzlich durch Devisenterminkontrakte ab. Zusätzlich werden Verkäufe in australischem Dollar und britischem Pfund ebenfalls durch Devisenterminkontrakte abgesichert. Durch diese Vorgehensweise ist das Transaktionsrisiko aus Wechselkursschwankungen als gering einzustufen. Entsprechende Devisenkontakte werden ausschließlich zur Absicherung geplanter oder kontrahierter Beschaffungs- bzw. Verkaufsverträge im Rahmen eines sog. Portfoliohedge eingesetzt.

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem sich verschärfenden Wettbewerbsumfeld und rückläufigen Konsumentenausgaben (s.o.).

Weiterhin nicht abschließend bewertbar ist das Risiko, der noch andauernden Corona-Pandemie und ihre weltweiten längerfristigen Auswirkungen auf das soziale wie auch wirtschaftliche Leben.

Die größte Gefahr sehen wir z. Zt. durch Pekings rigide "Zero-Covid-Strategie" und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Fabriken und Hafenkapazitäten.

Das Management hat frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um möglichen Risiken zu begegnen und passt diese jeweils zeitnah an die neuesten Entwicklungen an. Für unsere Abnehmer bietet die Situation jedoch auch Chancen.

Mit den Erfahrungen des Jahres 2021 und auf Basis unserer finanziellen Stabilität sind wir davon überzeugt, dass sich aus der anhaltenden Corona-Krise keine Risiken ergeben, die unsere Entwicklung stark beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden könnten.

4. Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und Corona-Pandemie sind für uns noch nicht final einschätzbar, wir sind jedoch optimistisch, dass sich die negativen Auswirkungen in einem akzeptablen Rahmen bewegen werden. Aufgrund der relativ langen Vorlaufzeit der Aufträge, der neuen Möglichkeit die erhöhten Frachtkosten an unsere Kunden zum großen Teil weitergeben zu können und den positiven Auswirkungen unserer Diversifizierungsstrategie rechnen wir für 2022 mit einem Anstieg der Umsatzerlöse von mindestens 20%.

Des Weiteren sind wir stetig aktiv in der Neukundengewinnung, die sich angesichts der marktwirtschaftlichen Gesamtsituation schwieriger gestaltet, nicht zuletzt aber durch die Möglichkeit lizensierte Artikel anbieten zu können, Erfolge zeigt. Wir lassen nicht nach mit neuen Trends und modischen Schuhen aber auch anspruchsvollen Qualitäts- und Compliancestandards im Discountbereich aufzutreten. Dem immer anspruchsvoller werdenden Beschaffungsmarkt sowie den vorgenannten Standards begegnen wir mit einer Stärkung unserer Fernostorganisation. Wir sind zunehmend mit höheren Beschaffungspreisen und steigenden Kosten in der Logistikkette konfrontiert. Gegenläufige Effekte ergeben sich durch die leichte Entspannung bei den Frachtkosten und der Möglichkeit diese in der Rohertragskalkulation zu berücksichtigen. Die angesprochenen Kostensenkungsmaßnahmen werden in 2022 ihre volle Wirkung zeigen. Allerdings setzen wir unsere Investitionen in strategische Innovationen fort. In Summe erwarten wir eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen in allen Produktbereichen 2022.

In 2022 werden wir konsequent weitere Kunden akquirieren, neue Produktgruppen wie Kleinmöbel, Tierbedarf und Fitnessprodukte aufbauen und weitere Erfahrungen im Vertrieb an den Endkunden sammeln. Weiterhin wird die Stärkung der modischen Komponente im Angebotsportfolio von ISA-TRAESKO GmbH sowie der Aufbau von Geschäftsmodellen mit nachhaltigen Produkten stark vorangetrieben. Des Weiteren gilt es, die allgemeine Wirtschaftslage vor allem vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der Corona-Pandemie, aufmerksam zu verfolgen und gegebenenfalls frühzeitig zu agieren.

 

Neumünster, den 31. März 2022

ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster

Geschäftsführung

gez. Carsten Heinz

gez. Kay Pingel

gez. Florian Starmann

Bilanz zum 31. Dezember 2021

ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14,00 14,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.552,00 87.036,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 98.500,00 98.500,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 58.307,37 58.307,37
3. Genossenschaftsanteile 400,00 400,00
157.207,37 157.207,37
228.773,37 244.257,37
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.043,40 13.130,18
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.461.803,79 3.936.382,27
3. Geleistete Anzahlungen 785.644,11 213.737,02
5.255.491,30 4.163.249,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.050.050,99 10.270.432,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.367.731,91 1.673.430,41
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 250.000,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.753.126,29 720.620,44
- davon Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 301.344,00 (Vorjahr: EUR 282.590,00)
20.170.909,19 12.914.483,49
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 116.057,17 8.474.422,17
25.542.457,66 25.552.155,13
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 38.134,38 28.305,40
25.809.365,41 25.824.717,90

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 8.633.142,35 0,00
III. Bilanzgewinn -1.357.013,41 12.152.976,57
9.776.128,94 14.652.976,57
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.282.322,00 1.097.454,00
2. Steuerrückstellungen 1.440.840,19 1.440.840,19
3. Sonstige Rückstellungen 1.410.879,09 1.114.504,18
4.134.041,28 3.652.798,37
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.388.737,17 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.388.737,17 (Vorjahr: EUR 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.597.956,18 5.808.680,54
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 6.597.956,18 (Vorjahr: EUR 5.808.680,54)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 610.272,64 467.330,08
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 610.272,64 (Vorjahr: EUR 467.330,08)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 47.896,45 1.189.190,68
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 47.896,45 (Vorjahr: EUR 1.189.190,68)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 254.332,75 53.741,66
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 254.332,75 (Vorjahr: EUR 53.741,66)
- davon aus Steuern: EUR 77.769,17 (Vorjahr: EUR 4,81)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 4.240,16)
11.899.195,19 7.518.942,96
25.809.365,41 25.824.717,90

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021

ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 85.167.904,92 101.710.095,70
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.303.453,66 1.787.963,88
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -74.747.863,13 -83.911.741,33
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.935.217,21 -4.415.063,57
-79.683.080,34 -88.326.804,90
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.404.258,83 -3.925.588,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -756.422,48 -693.047,67
- davon für Altersversorgung: EUR 201.330,93 (Vorjahr: EUR 172.671,49)
-4.160.681,31 -4.618.636,51
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -33.663,74 -118.518,46
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.209.136,43 -6.055.897,60
7. Erträge aus Beteiligungen 11,78 17,67
8. Erträge aus Gewinnabführungen aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags 93.558,24 4.159.635,29
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.963,98 2.915,37
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.963,98 (Vorjahr: EUR 2.915,37)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.375,32 10.988,92
11. Aufwendungen aus Verlustübernahmen aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags -68.232,14 -297.623,17
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -70.957,16 -58.901,24
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 300.840,81 -1.781.179,04
14. Ergebnis nach Steuern -1.354.642,41 6.414.055,91
15. Sonstige Steuern -2.371,00 -3.129,00
16. Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.357.013,41 6.410.926,91
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.152.976,57 11.084.823,53
18. Entnahme aus der Gewinnrücklage und Zurechnung zum Gewinnvortrag 0,00 357.226,13
19. Gewinnausschüttung 0,00 -5.700.000,00
20. Einstellungen in Gewinnrücklagen in satzungsmäßige Rücklagen -12.152.976,57 0,00
21. Bilanzverlust/-gewinn -1.357.013,41 12.152.976,57

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster

I. Allgemeine Angaben

Die ISA-TRAESKO GmbH hat ihren Sitz in Neumünster. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kiel unter HRB 558 NM eingetragen.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Die ergänzenden Bestimmungen des GmbHG wurden beachtet.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB.

Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Kontenzuordnung teilweise geändert, um die zugrundeliegenden Sachverhalte korrekt darzustellen. Per 31. Dezember 2021 wurden aus diesem Grund Beträge von TEUR 1.018 unter den Materialaufwendungen anstatt unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst (TEUR 253).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Seit 2008 werden Zugänge ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Zudem werden abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800,00 entsprechend § 6 Abs. 2 EStG sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Abwertungen werden nur im Falle dauernder Wertminderungen vorgenommen.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten einschließlich direkt zurechenbarer Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Auf US-Dollar-Basis erworbene Vorräte werden am Bilanzstichtag auf Grundlage des jeweils abgesicherten Devisenkurses bzw. zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen zur Berücksichtigung von Einzelrisiken werden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht gebildet. Forderungen werden im Zeitpunkt eines erkennbaren Ausfalls vollständig wertberichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit rund 1 % gebildet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt; die Kassenbestände mit dem Nennwert. Fremdwährungs-Devisenkonten werden mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Devisenkassamittelkurses zum Bilanzstichtag bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet, soweit geleistete Zahlungen anteilig eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,87 % (Vj. 2,30 %).

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 160 (Vj. TEUR 193). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen waren bei der Ermittlung der Verpflichtung nicht zu berücksichtigen, da die Zahlungsverpflichtungen nicht an eine künftige Gehalts- oder Rentenentwicklung gekoppelt sind. Aufgrund des engen Personenkreises der Begünstigten, wird zudem keine unternehmensspezifische Fluktuationsrate berücksichtigt.

Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung wurde von der AXA Lebensversicherung AG, Köln, auf Grundlage versicherungsmathematischer Grundsätze ermittelt. Das Deckungsvermögen wurde zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherung) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung).

Bei der Rückdeckungsversicherung handelt es sich nicht um Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen). Insofern ist eine Verrechnung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden nicht möglich.

Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Drohende Verluste aus am Bilanzstichtag schwebenden Devisenoptions- bzw. Devisentermingeschäften wurden mit am Bilanzstichtag bestehenden und nach dem Bilanzstichtag entstehenden unrealisierten Gewinnen aus schwebenden Fremdwährungseinkaufskontrakten verrechnet (geschlossene Position).

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bzw. mit dem abgesicherten Kurs umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne/ Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Unrealisierte Gewinne werden in diesem Fall nicht ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung und die Aufteilung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel auf Seite 14 dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Erstattungsansprüche gegen das Finanzamt aus Umsatzsteuer und Ertragsteuern (TEUR 1.269; Vj. TEUR 306).

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

31.12.2021
TEUR
Ausstehende Rechnungen 1.131
Personalrückstellungen 163
1.294

4. Verbindlichkeiten

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren liegen nicht vor.

5. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansatzsätzen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Vorräten, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.

Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das folgende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 30,18 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2021 ergab sich im Rahmen der Gesamtdifferenzermittlung ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Die Abweichung bei den aktiven latenten Steuern betreffen die Pensionsrückstellungen (TEUR 624; Vj. TEUR 486) sowie die Bewertung des Warenbestands (TEUR 0; Vj. TEUR 205). Passive latente Steuern waren im Berichtsjahr nicht zu berücksichtigen. Steuerliche Verlustvorträge bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

2021 2020
EUR EUR
Inlandsumsätze 44.801.600,15 57.869.887,03
EG-Umsätze 20.747.727,88 28.579.286,71
Drittlandsumsätze 19.618.576,89 15.260.921,96
85.167.904,92 101.710.095,70

2. Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 67 (Vj. TEUR 147) ausgewiesen.

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 38 (Vj. TEUR 125) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

3. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 287 (Vj. TEUR 133) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Rückerstattungen.

Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 38 (Vj. TEUR 156) angefallen. Diese beinhalten diverse Nachzahlungen, die das Vorjahr betreffen.

4. Verzinsung von Rückstellungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten in Höhe von EUR 23.539,00 (Vj. EUR 24.674,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

V. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:

Beteiligungsquote Eigenkapital 31.12.2021 Jahresergebnis 2021
Firma % TEUR TEUR
ZAPATO Europe GmbH, Neumünster (1) 100 52 0
ZAPATO Beteiligungs-GmbH, Neumünster (2) 100 18 0
ISA Digital Solutions GmbH, Neumünster (3) (ehemals Intelligent Sourcing International GmbH, Neumünster) 100 18 0
ISA-Traesko Home & Living GmbH, Neumünster (4) 100 25 0

(1) Zwischen der ZAPATO Europe GmbH, Neumünster, und der ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster, (herrschende Gesellschaft) wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2006 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.
(2) Zwischen der ZAPATO Beteiligungs-GmbH, Neumünster, und der ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster, (herrschende Gesellschaft) wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2007 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

(3) Zwischen der ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster, (beherrschende Gesellschaft) und der ISA Digital Solutions GmbH, Neumünster, (ehemals Intelligent Sourcing International GmbH) wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.
(4) Zwischen der ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster, (beherrschende Gesellschaft) und der ISA- Traesko Home & Living GmbH, Neumünster, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2016 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

2. Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 57 kaufmännische Angestellte (Vj. 50) sowie 6 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj. 6), inkl. Geschäftsführern. Darüber hinaus wurden von der Gesellschaft durchschnittlich 12 Auszubildende (Vj. 11) beschäftigt.

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamtbetrag
Finanzielle Verpflichtungen EUR
Miet-/Wartungsverträge 79.500,00
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 79.500,00
Leasingverträge 86.811,25
Ausstehende, aber nicht eingeforderte Einlagen 12.500,00
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 12.500,00

Die am Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 bestehenden Eventualverbindlichkeiten lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Eventualverbindlichkeit USD EUR
Akkreditiv 4.393.848,23 0,00
Akkreditiv 216,48 0,00
Avalbürgschaft 0,00 418.323,25
Avalbürgschaft 2.179.132,42 390.000,00

Aufgrund interner Übernahmeerklärungen stellt die ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster, zwei mittelbare Tochtergesellschaften hinsichtlich etwaiger Produkthaftpflichtfälle frei. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 waren keine Risiken aus Produkthaftpflichtfällen bekannt.

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für die von unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften im Rahmen der Gruppenfinanzierung in Anspruch genommenen Kreditlinien in Höhe von TEUR 2.131 (Vj. TEUR 2.114).

4. Derivative Finanzinstrumente

Die ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster, sichert überwiegend US-Dollar Wareneinkäufe durch Devisenterminkontrakte ab. Drohende Verluste aus am Bilanzstichtag schwebenden Devisenoptions- bzw. Devisentermingeschäften werden mit am Bilanzstichtag unrealisierten Gewinnen aus schwebenden Einkaufskontrakten in fremder Währung verrechnet (geschlossene Position). Isoliert betrachtet ergeben sich zum Bilanzstichtag folgende unrealisierte Gewinne und drohende Verluste aus den Termingeschäften:

Absicherungsinstrument Abgesicherte Währung Absicherungsumfang Bewertungsstichtag Unrealisierte Gewinne Drohende Verluste
EUR EUR
Devisentermingeschäft USD 1.170.400,00 31.12.2021 63.624,54 0,00
Devisen- USD 23.622.500,00 31.12.2021 740.044,63 6.535,52
termin- AUD 5.536.100,00 31.12.2021 21.752,43 4.232,76
geschäft GBP 1.149.993,83 31.12.2021 120.737,45 0,00
Devisentermin- und Swapgeschäft USD 15.090.300,00 31.12.2021 486.030,47 3.295,55
USD 39.883.200,00
AUD 5.536.100,00
GBP 1.149.993,83

Den Marktbewertungen der Devisentermingeschäfte liegen sog. "Mark-to-Market"-Bewertungen der drei Banken zugrunde. Die Bewertungen basieren auf bankeninternen Risikomodellen, die sich durchaus unterscheiden können. Eine eigene Bewertung der Devisentermingeschäfte ist aufgrund der Vielzahl der Geschäfte sowie der Komplexität der zugrunde liegenden Bewertungsmodelle nicht möglich.

Die gehaltenen derivativen Finanzinstrumente sind Teil von Bewertungseinheiten. Die Absicherungen werden anhand von Portfolio-Hedges vorgenommen. Der entsprechende Sicherungszusammenhang und die Wirksamkeit der Absicherung werden anhand der Übereinstimmung der Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft dokumentiert (sog. Critical Term Match-Methode). Die nicht erfassten positiven Marktwerte aus Devisentermingeschäften belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf insgesamt TEUR 1.052.

5. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

Herr Carsten Heinz, Kaufmann, Langwedel

Herr Florian Starmann, Kaufmann, Bramsche (seit 1. August 2021)

Herr Kay Pingel, Kaufmann, Hamburg (seit 14. Januar 2022)

Sämtliche Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Einzelvertretungsberechtigt ist Herr Carsten Heinz.

6. Konzernabschluss

Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 Satz 1 HGB ist die Wartenberg Verwaltungs GmbH, Neumünster. Die Gesellschaft ist in den befreienden Konzernabschluss der Wartenberg Verwaltungs GmbH, Neumünster, einbezogen, welcher im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt wird.

VI. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.357.013,41 auf neue Rechnung vorzutragen.

VII. Nachtragsbericht

Die Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung für das Jahr 2022 unterliegt weiterhin einer beträchtlichen Unsicherheit bedingt durch die Coronapandemie sowie des Ukraine-Kriegs. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich die bereits 2021 eingesetzten Erholungsansätze in 2022 fortsetzen, die Wirtschaftsdynamik jedoch von den weiteren Auswirkungen des Ukraine-Kriegs abhängen könnte. Für unsere Planung gehen wir daher von einer sich wieder stabilisierenden Konjunktur aus.

Die Gesellschaft ist, wie viele andere Unternehmen weltweit auch, den Folgen der seit Anfang Januar 2020 grassierenden Coronapandemie sowie den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs seit Februar 2022 ausgesetzt. Inwieweit sich die insgesamt wahrnehmbare Verunsicherung der Marktteilnehmer auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft auswirkt, kann derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden. Die gegenwärtig zu beobachtende Situation verändert sich täglich. Bis einschließlich Anfang März 2022 hat sich die Krise auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ ausgewirkt. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich der weitere Verlauf des Geschäftsjahres 2022 positiv entwickelt, können jedoch nicht ausschließen, dass unsere Gesellschaft von der gegenwärtig zu beobachtenden rückläufigen konjunkturellen Entwicklung weiterhin betroffen sein könnte.

 

Neumünster, den 31. März 2022

ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster

Geschäftsführung

gez. Carsten Heinz

gez. Kay Pingel

gez. Florian Starmann

Der Jahresabschluss der ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster, wurde am 17. Juni 2022 festgestellt. Mit dem Datum vom 17. Juni 2022 ist beschlossen worden, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2021 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2021
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 549.517,53 0,00 0,00 549.517,53
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.734.611,51 18.180,74 6.328,00 1.746.464,25
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 98.500,00 0,00 0,00 98.500,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 58.307,37 0,00 0,00 58.307,37
3. Genossenschaftsanteile 400,00 0.00 0,00 400,00
157.207,37 0,00 0,00 157.207,37
2.441.336,41 18.180,74 6.328,00 2.453.189,15
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2021 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2021
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 549.503,53 0,00 0,00 549.503,53
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.647.575,51 33.663,74 6.327,00 1.674.912,25
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.197.079,04 33.663,74 6.327,00 2.224.415,78
RESTBUCHWERTE
31. Dez. 2021 31. Dez. 2020
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14,00 14,00
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.552,00 87.036,00
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 98.500,00 98.500,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 58.307,37 58.307,37
3. Genossenschaftsanteile 400,00 400,00
157.207,37 157.207,37
228.773,37 244.257,37

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ISA-TRAESKO GmbH, Neumünster, für das Geschäftsjahr 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, den 9. Mai 2022

tricon GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hendrik Heuser, Wirtschaftsprüfer

Knud Oelerking, Wirtschaftsprüfer

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