MAUSER Maschinentechnik GmbH

Schildgesstraße 71, 50321 Brühl, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 43601
Eingetragen
6.10.1967
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Sägen und von Maschinenwerkzeugen für die HolzbearbeitungHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Maschinen aller Art, insbesondere von Verpackungsmaschinen, und die Entwicklung aller hiermit zusammenhängenden Verfahren unter der eingetragenen Marke MAUSER.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Claudia Erb
seit 23.3.2023
Prokura
Claudia Erb
seit 13.2.2023
Prokura
Nils Stenger
seit 17.3.2022
Geschäftsführer
Prokura
Clemens Dr. Willée
seit 28.10.2008
Prokura
Frank Georg Schüller
seit 11.1.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert99.99% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
95.38%
3.85%
0.38%
MAUSER PACKAGING SOLUTIONS HOLDING COMPANYUSA
0.38%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.540.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MAUSER Maschinentechnik GmbH

Brühl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

(1) GESCHÄFTSFELDER UND ORGANISATIONSSTRUKTUR DER MAUSER MASCHINENTECHNIK GMBH, BRÜHL

Die MAUSER Maschinentechnik GmbH (nachfolgend auch "MAUSER Maschinentechnik" oder "Unternehmen") hat ihren eingetragenen Firmensitz in Brühl. Die Geschäftsadresse lautet Schildgesstrasse 71-163, 50321 Brühl. Die MAUSER Maschinentechnik ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht.

Das Unternehmen stellt Maschinen und Anlagen zur Produktion von großvolumigen Industrieverpackungen aus Kunststoff her. Das typische Spektrum der Endprodukte umfasst Fässer und Kanister aus Kunststoff mit einem Volumen von 20 bis 220 Litern sowie Intermediate Bulk Container ("IBC") mit Volumina von 1.000 und 1.250 Litern. Für die vorgenannten Verpackungsgebinde bietet die MAUSER Maschinentechnik folgende Produkte an:

Extrusionsblasformanlagen für Kunststoffhohlkörper mit Volumina von 20 bis 1.250 Litern

Käfigschweißanlagen für IBC

Nachfolgeeinrichtungen zur Prozessautomation (z.B. Entbutzvorrichtungen, Nachkühlvorrichtungen, Qualitätsprüfzentren)

Die Tätigkeitsschwerpunkte entlang des Maschinenentstehungsprozesses umfassen Vertrieb, Projektmanagement, Konstruktion und Entwicklung, Komponenteneinkauf, Endmontage, Inbetriebnahme und Schulung des Bedienpersonals. Darüber hinaus erbringt die MAUSER Maschinentechnik Serviceleistungen im Wesentlichen für die bei anderen Gesellschaften der MAUSER Gruppe installierten Maschinen. Diese Serviceleistungen umfassen vor allem die Bereiche Ersatzteilversorgung, Reparatur, Überholung, Modernisierung und Großinstandsetzung.

Die Maschinen werden weltweit vertrieben. Hauptkunden sind die MAUSER Gesellschaften sowie Joint Venture-Partner und sonstige Lizenznehmer der MAUSER Gruppe.

Darüber hinaus betreut die MAUSER Maschinentechnik das Netz internationaler Lizenznehmer für die Bereiche Kunststoffgebinde und IBC. Zu den Hauptaufgaben gehören hier die Abwicklung der Lizenzzahlungen, die sich aus den jeweiligen Lizenzvereinbarungen ergeben sowie die Organisation und Durchführung der alle zwei Jahre stattfindenden "International MAUSER Know-How and MIPI Conference". Die mehrtägige Veranstaltung dient dem Wissenstransfer zwischen den Unternehmen der MAUSER Gruppe und den Lizenznehmern in den Bereichen Kunststoffverpackung und IBC.

MAUSER Maschinentechnik gehört zur Mauser Packaging Solutions Gruppe. Die Mauser Packaging Solutions Gruppe besteht aus 3 Segmenten, Small Packaging, Large Packaging sowie Mauser International. Die Maschinentechnik wird in das Reporting des Segmentes Mauser International einbezogen. Zum 31. Dezember 2023 wird der Jahresabschluss der MAUSER Maschinentechnik in den Konzernabschluss der Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc., Oak Brook, Illinois/USA, - eine indirekte Tochtergesellschaft der Stone Canyon Industries LLC - einbezogen.

(2) FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die MAUSER Maschinentechnik entwickelt Produktionsmaschinen und Dienstleistungen ständig weiter. Die wesentlichen Treiber für Entwicklungen sind:

Auslegung der Maschinen und Anlagen auf effiziente Nutzung von Rohmaterial, Energie, Betriebs- und Hilfsstoffen;

Auslegung der Maschinen und Anlagen unter ergonomischen Aspekten für Betrieb und Wartung.

Kernkompetenz ist die konstruktive Auslegung und Gestaltung schmelzführender Komponenten, insbesondere im Bereich Mehrschichttechnologie (Basis für die Verwendung recycelter Kunststoffe und Einsatz alternativer High-Density Polyethylen- (HDPE-) Typen). Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Weiterentwicklung von Blaswerkzeugen zur Erhöhung der Ausstoßleistung und Verringerung der Kosten für Werkzeugkühlung.

Die Forschung und Entwicklung der Gesellschaft wird von 5 Mitarbeitern (Vorjahr: 5 Mitarbeiter) sowohl innerhalb der Gruppe als auch in Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten durchgeführt. Entwicklungsaufwendungen, die sich auf die Kosten der Produktentwicklungen und -änderungen sowie der Verfahrenstechnik beschränken, betrugen im abgelaufenen Berichtszeitraum TEUR 912 (Vorjahr: TEUR 678).

(3) NIEDERLASSUNGEN

Die MAUSER Maschinentechnik hat keine Zweigniederlassungen.

(4) PERSONAL

Für die MAUSER Maschinentechnik ist es von größter Bedeutung, die besten und motiviertesten Mitarbeiter zu beschäftigen, Loyalität und Teamwork zu entwickeln und zu pflegen sowie diese Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Die Mitarbeiter werden als wesentlicher Faktor für das Wachstum der Gesellschaft gesehen. Aus diesem Grund bilden Kompetenzaufbau und -erhalt in der Belegschaft das zentrale Thema der strategischen und nachhaltigen Unternehmensführung. Die Gesellschaft unterstützt und fördert die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter strukturiert, um nationale und internationale Karrieremöglichkeiten eröffnen zu können.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 29 Mitarbeiter (Vorjahr: 28) beschäftigt.

(5) BESCHAFFUNG

Die Produktionsanlagen, die die MAUSER Maschinentechnik herstellt, bestehen aus Baugruppen und Komponenten, die zum Teil aus hochlegierten Stählen gefertigt werden. Die MAUSER Maschinentechnik unterhält zu wesentlichen Lieferanten langjährige Geschäftsbeziehungen, die auf einer vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit beruhen.

(6) GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Auch die MAUSER Gruppe musste sich den Herausforderungen, bedingt durch die konjunkturelle Schwäche stellen. Die Geschäftsführung hat sich bereits zu Beginn der Krise eingehend mit möglichen Auswirkungen und Folgen beschäftigt. Hierzu wurde ein Krisenmanagement aus der Geschäftsführung und Managern in Schlüsselpositionen eingerichtet, welches laufend die aktuelle Lage bespricht. Zudem erfolgt ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch im Konzern. Der Konzern verfolgt ein strenges Kostenmanagement.

Die Gesellschaft hat durch rückläufige Umsätze im Konzern weniger Lizenzentgelte erzielt. Der Betrag liegt rd Mio. EUR 3,7 unter dem Vorjahr. Das Maschinenergebnis hat sich leicht verbessert.

Das Geschäftsjahr war geprägt von weiterhin hoher Inflation, hohen Energiepreisen, die sich in der 2. Jahreshälfte reduzierten. Das wirtschaftliche Klima hat sich weiter verschlechtert, Deutschland befindet sich in einer Rezession.

Als Lieferant für die erforderlichen Maschinen bzw. Dienstleister für Wartung, etc. ist die MAUSER Maschinentechnik von dieser Entwicklung ebenfalls betroffen.

Aufgrund der engen Verflechtung mit der MAUSER Gruppe ist die MAUSER Maschinentechnik auch zukünftig grundsätzlich an die Entwicklung der MAUSER Gruppe gekoppelt.

(7) DARSTELLUNG DER LAGE DER GESELLSCHAFT

Ertragslage

Der Umsatz der MAUSER Maschinentechnik stieg im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 1.421 bzw. 4,5% auf TEUR 33.007. Die Erlöse aus Lizenzentgelten gingen im gleichen Zeitraum um TEUR 3.650 auf TEUR 14.900 zurück und die Produkterlöse stiegen um TEUR 5.071 auf TEUR 18.106. Die Zunahme der Produkterlöse resultierte im Wesentlichen aus einer gestiegenen Anzahl an fertiggestellten und damit fakturierten Maschinen. Der Rückgang der Lizenzentgelte resultiert insbesondere aus der Mauser- Werke GmbH aufgrund niedrigerer Einnahmen aus den Trademark Gebühren, da die Gesellschaften der Mauser-Gruppe insgesamt niedrigere Ergebnisse im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 erzielt haben.

Gleichzeitig sind die Bestandsveränderungen von TEUR 1.023 im Vorjahr auf TEUR 1.508 in 2023 gestiegen. Daraus ergab sich eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) von TEUR 34.515 gegenüber TEUR 32.609 im Vorjahr, was einem Zuwachs um 5,8 % entspricht. Die Zunahme in der Gesamtleistung ist auf die höhere Fertigstellung und Fakturierung von Maschinen zurück zu führen.

Die Materialaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 4.371 und betragen TEUR 15.063. Dabei sind hauptsächlich die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe von TEUR 9.866 für das Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 14.077 für das Geschäftsjahr 2023 gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an den in 2023 fertiggestellten und ausgelieferten Maschinen. Der Rohertrag für den Bereich Maschinen (Gesamtleistung abzüglich Lizenzentgelte und Materialaufwand) erhöhte sich von TEUR 3.308 auf TEUR 4.552.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 236 auf TEUR 2.514 gestiegen. Dies ist vor allem auf die gestiegenen Löhne und Gehälter zurückzuführen.

Für das Geschäftsjahr 2023 lagen die sonstigen betrieblichen Erträge bei TEUR 299 (Vorjahr: TEUR 386). Der Rückgang resultiert aus einer niedrigeren Auflösung von nicht benötigten Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 281 auf TEUR 2.625 gestiegen bedingt durch einen allgemeinen Preisanstieg.

Als Folge dieser Entwicklungen ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um TEUR 3.069 auf TEUR 14.613 gesunken. Ausschlaggebend für den Rückgang sind im Wesentlichen die rückläufigen Lizenzerträge bei einem leicht angestiegenen Ergebnis im Maschinenbereich.

Das Finanzergebnis setzte sich für das Geschäftsjahr 2023 aus Zinserträgen in Höhe von TEUR 2.380 und Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.997 zusammen. In den Zinsaufwendungen sind Abzinsungen für Rückstellungen in Höhe von TEUR 13 enthalten. Damit ist das Finanzergebnis im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 82 bzw. 17,6 % auf TEUR 383 gesunken.

Insgesamt ergab sich ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 14.852 für das Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr: TEUR 18.000). Die Ertragsteuern (ausländische Quellensteuern) lagen für das Geschäftsjahr 2023 bei TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 38), was zu einem Ergebnis vor Ergebnisabführung von TEUR 14.852 führte (Vorjahr: TEUR 18.000).

Wegen eines mit dem Mutterunternehmen abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags wies die MAUSER Maschinentechnik zum 31. Dezember 2023 einen Jahresüberschuss von EUR 0 aus (Vorjahr: EUR 0).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr gesunken und betrug am Ende des Berichtszeitraums TEUR 32.026 (Vorjahr: TEUR 66.718).

Das Geschäft der MAUSER Maschinentechnik ist gekennzeichnet durch eine geringe Anlagenintensität. Daher belief sich das Anlagevermögen der MAUSER Maschinentechnik zum 31. Dezember 2023 nur auf TEUR 716 (Vorjahr: TEUR 720). Im Anlagevermögen werden im Wesentlichen Werkzeuge bilanziert.

Im Umlaufvermögen haben sich die Vorratsbestände um TEUR 2.414 auf TEUR 15.266 (Vorjahr: TEUR 12.852) aufgrund der im Berichtsjahr begonnenen Fertigung von neuen Maschinen, die erst im folgenden Geschäftsjahr zur Auslieferung kommen, erhöht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus den konzerninternen Verrechnungskonten mit der Mauser Industrieverpackungen GmbH, reduzierten sich durch Zahlungsausgleich um TEUR 37.118 .

Das Eigenkapital der MAUSER Maschinentechnik betrug unverändert zum Vorjahr TEUR 13.520 bei einer Eigenkapitalquote von 42 % (Vorjahr: 21 %).

Die langfristigen Pensionsrückstellungen und Rückstellungen für Dienstjubiläen beliefen sich auf TEUR 777 (Vorjahr: TEUR 783) und die kurzfristigen Verbindlichkeiten und sonstigen Rückstellungen auf TEUR 17.729 (Vorjahr: TEUR 52.415). Der kurzfristige Verschuldungsgrad von 131% (Vorjahr: 388%) errechnet sich aus dem Verhältnis kurzfristiges Fremdkapital (inkl. kurzfristige Rückstellungen) zum Eigenkapital. Der Rückgang im Geschäftsjahr resultierte im Wesentlichen aus dem Ausgleich der Verbindlichkeiten im Verbundbereich.

Unter Berücksichtigung der Guthaben auf den konzerninternen Verrechnungskonten des Finanzierungsbereichs von TEUR 15.204 (Vorjahr TEUR 52.497) wird die dargestellte Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft von der Unternehmensführung vor dem Hintergrund der Eigentümerstruktur und -zielsetzung als geeignet angesehen, um die geplanten zukünftigen operativen Erträge zu gewährleisten. Der Rückgang resultiert aus dem Ausgleich von Salden im Verbundbereich.

Fazit

Die Geschäftsführung kommt insgesamt zu dem Schluss, dass die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr noch positiv verlaufen ist. Die Gesamtleistung stieg um TEUR 1.965 auf TEUR 34.515 in 2023, der Rohertrag ging um TEUR 2.464 zurück oder 11,2% und das EBITDA reduzierte sich um TEUR 3.068 oder um 17,3% an. Alle Leistungsindikatoren lagen damit unter den prognostizierten Werten und auch unter dem Vorjahr.

(8) FINANZIELLE UND NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2023 verweisen wir auf die oben gemachten Ausführungen, zum Ausblick auf den Prognosebericht.

Die wichtigsten Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung und das Betriebsergebnis (EBITDA). Dabei ist die Gesamtleistung insbesondere von den Lizenzerträgen sowie der Anzahl und dem Baufortschritt der bestellten Maschinen abhängig.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Wichtigster nicht-finanzieller Leistungsindikator ist die Sicherheit der Mitarbeiter. Aufgrund der ergriffenen Sicherheits- und Präventivmaßnahmen sind bei der MAUSER Maschinentechnik in den letzten Jahren erfreulicherweise keine Betriebsunfälle eingetreten.

Teil der ständigen Überwachung ist die Qualität der Produkte im Sinne von Reklamationen und erforderlichem Instandhaltungsaufwand. In diesem Zusammenhang werden Reklamationen von Kunden und gegenüber Lieferanten quartalsweise analysiert und besprochen. Insgesamt befinden sich die Gewährleistungs- und Reklamationsfälle bereits auf einem niedrigen Niveau.

Ein Erfolgsfaktor ist die Vermeidung von Umweltbelastungen und ein schonender Umgang mit Ressourcen. Hierzu werden alle gesetzlichen Anforderungen strikt beachtet und durch regelmäßige Begehungen überprüft. Abweichungen werden anhand eines Aktionsplans kurzfristig behoben.

(9) WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Chancen der künftigen Entwicklung

Der Bedarf der MAUSER Gruppe an neuen Extrusionsblasformanlagen und IBC-Linien basiert auf Marktwachstum bzw. Neugeschäft sowie Ersatzbedarf für alte Maschinen im Feld, deren Lebenszyklus zu Ende geht. Grundsätzlich sieht die Planung der MAUSER Gruppe ein weiteres Wachstum, verbunden mit einem Ausbau vorhandener und neuer Standorte vor.

Aufgrund der Technologieführerschaft der MAUSER Maschinentechnik in den Bereichen Coextrusion und Ausstoßleistung bei Fassmaschinen gibt es gute Chancen, innerhalb der MAUSER-Gruppe weitere Modernisierungs- und Erweiterungsprojekte durchzuführen.

Die MAUSER Maschinentechnik hat in den vergangenen Jahren Lösungen für Kunden mit Reinraumanwendungen entwickelt. Hier liegen Chancen für zukünftige Abschlüsse für Neuanlagen, insbesondere für unsere Schwesterunternehmen und Joint Ventures in Asien

Risiken der künftigen Entwicklung

Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Die MAUSER Maschinentechnik GmbH ist in das Risikomanagement der Mauser Packaging Solutions Gruppe eingebunden. Dessen Ziel ist es, eine regelmäßige, strukturierte und frühzeitige Analyse von Chancen und Risiken vorzunehmen. Auf dieser Basis kann mit gezielten Maßnahmen frühzeitig und umfassend gegengesteuert werden, um Risiken zu minimieren und Chancen zu verstärken.

Bestandteil dieses Systems sind eine Geschäftsplanung mit einem stets aktuell detaillierten Berichtswesen, Projektcontrolling und internes Überwachungssystem, unterstützt durch umfassende Beratung über mögliche Risiken des Steuer-, Wettbewerbs- und Kartellrechts durch interne und externe Experten.

Neben stark steigenden Energie- und Rohstoffpreisen sowie Lieferengpässen ergeben sich hier unkalkulierbare Risiken für die gesamtwirtschaftliche Lage. Der Krieg in der Ukraine und die Nahostkrise sowie die Schwäche der Konjunktur in China haben weltweit zu einem Nachfragerückgang geführt. Vor allem leidet die chemische Industrie unter dieser Entwicklung und nimmt weniger Endprodukte ab.

Die Konfliktherde auf der Welt und die stark steigenden Energie -und Rohstoffpreise, längeren Lieferzeiten für kritische Komponenten sowie eine steigende Inflationsrate bedrohen grundsätzlich das ursprünglich vorherrschende positive gesamtwirtschaftliche Klima erheblich verschlechtert. Die damit im Zusammenhang stehende Unsicherheit ist nach wie vor groß. Die niedrigeren Margen und das rückläufige Ergebnis sind Konsequenzen der wirtschaftlichen Rezession.

Die deutsche Wirtschaft befindet seit dem 2. Halbjahr 2023 in der Rezession.

Es wurden alle nicht dringend notwendigen Ausgaben und Investitionen gestrichen bzw. verschoben, um das Ergebnis zu stützen zu gewährleisten. Für 2024 wird mit weiter schwachen Produktionsmengen für unsere Verpackungen ausgegangen. Diese werden ca 5% unter den Mengen des Vorjahres liegen. Unsere Unternehmen aber auch externe Kunden werden die Nachfrage nach schlüsselfertigen Anlagen nach 2024 verschieben. Wir rechnen für 2024 mit einem Ergebnis etwas unter dem Niveau von 2023.

Zinsrisiko

Die MAUSER Maschinentechnik legt überschüssige Liquidität in dem Euro-Cashpool der Mauser Industrieverpackungen GmbH an. Der dort verwendete Zinssatz basiert grundsätzlich auf den externen Finanzierungskosten der Unternehmensgruppe und wird regelmäßig überprüft und ggf. auf geänderte Marktverhältnisse angepasst. Durch die langfristige gesicherte Finanzierung ist das Zinsänderungsrisiko für die Gesellschaft gering.

Liquiditätsrisiko

Die Liquidität der MAUSER Maschinentechnik ist durch Guthaben auf den konzerninternen Verrechnungskonten sowie durch eine sehr stabile Ertragslage solide aufgestellt. Durch die Liquiditätslage und die stabile Geschäftsentwicklung ist der Fortbestand des Unternehmens sichergestellt. Die Gesellschaft hat kein signifikantes Liquiditätsrisiko.

Währungsrisiko

Bei der MAUSER Maschinentechnik bestehen in sehr geringem Umfang Wechselkursänderungsrisiken. Im Wesentlichen betrifft dies einzelne wenige Kunden und Lieferanten, die in Fremdwährung fakturiert werden bzw. fakturieren. Die Gesellschaft vermeidet weitestgehend solche Transaktionen und hat zur regelmäßigen Überprüfung der Währungsrisiken ein geeignetes Kontrollsystem implementiert. Die Gesellschaft hat kein signifikantes Währungsrisiko.

Beschaffungsmarktrisiken

Die Produktionsanlagen, die MAUSER Maschinentechnik herstellt, bestehen aus Baugruppen und Komponenten, die zum Teil aus hochlegierten Stählen gefertigt werden. Die Preise für diese Stähle schwanken mit den Preisen für Legierungsbestandteile. In den vergangenen Jahren haben wir hier relativ moderate Preissteigerungen bei geringen Schwankungsbreiten gesehen. Die Preissteigerungen bei hochwertigen Baugruppen und Komponenten, die bereits ab Mitte des Geschäftsjahres 2017 zu beobachten waren, setzten sich auch im Geschäftsjahr 2023 fort. Diese Preiserhöhungen beruhen zum Teil auf gestiegenen Materialkosten, aber im Wesentlichen auf der hohen Auslastungssituation bei den Lieferanten und Vorlieferanten. Zu den Preiserhöhungen stellen sich zunehmend Lieferzeitverlängerungen bei Fertigungsteilen und Lieferengpässe bei Standardbauteilen ein. Preisrisiken werden als mittleres Risiko angesehen.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko bezieht sich hauptsächlich auf die Kreditlimite der Kunden, die bestimmten Bonitätsregeln und Genehmigungsprozessen unterliegen. Die Kreditlimite der Kunden werden auf der Grundlage von Warenkreditversicherungen, Kreditauskünften und des bisherigen Zahlungsverhaltens festgelegt. Einzelne Risiken werden über Sicherungsinstrumente wie Akkreditive oder andere zahlungssichernde Dokumente gesichert. Da Kunden im Wesentlichen andere Gesellschaften der MAUSER Gruppe sind, ist das Risiko begrenzt. Insgesamt schätzt die Geschäftsführung das Kreditrisiko als gering ein.

Rechtliches und steuerrechtliches Risiko

Die zentrale Rechtsabteilung der Mauser Industrieverpackungen GmbH steuert alle Rechtsfälle der MAUSER Gruppe und nimmt daher aktiv an der Risikoeinschätzung und deren Abbildung in den Geschäftszahlen der MAUSER Maschinentechnik teil.

Die Geschäftsaktivitäten der MAUSER Maschinentechnik haben Steuerpflichten zur Folge. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird unter der Beteiligung externer Fachleute von der zentralen Steuerabteilung der MAUSER Gruppe überwacht. Darüber hinaus werden zweimal jährlich weltweite Compliance-Prüfungen durchgeführt. Die MAUSER Maschinentechnik ist in die ertrag- und umsatzsteuerliche Organschaft der Mauser Industrieverpackungen GmbH eingebunden.

Die MAUSER Maschinentechnik als Teil der MAUSER Gruppe verfolgt in ihrer Firmenpolitik die strikte Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien. Ein entsprechendes Compliance Management wurde auf Konzernebene eingerichtet und wird laufend in Abstimmung mit den benannten lokalen Vertretern aktualisiert und überwacht.

(10) PROGNOSEBERICHT

Die Nachfrage unserer Kunden ist im überwiegenden Teil unseres Geschäfts rückläufig. Hier ist das Bestellvolumen unserer Kunden in 2023 zurückgegangen. Limitierende Faktoren sind weiterhin die hohen Energiepreise, die hohe Inflation, der Ausbruch der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine, die Nahostkrise sowie die damit einhergehenden Sanktionen. Wir erwarten das unsere Kunden bzgl. neuer Maschinenaufträgen verhalten sein werden und sich erst im 1. Quartal 2025 wieder eine Belebung der Nachfrage ergeben wird.

Grundsätzlich wird sich die Nachfrageschwäche aus dem Jahre 2023 auch im Jahre 2024 fortsetzen.

In 2023 wurden die rückläufigen Trademarkumsätze durch einen Anstieg der Maschinenumsätze überkompensiert. Leider stehen die Margen unter Druck. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit großer Unsicherheit bei der Nachfrage und mit einem EBITDA welches unter dem Vorjahr liegt.

Das begonnene Geschäftsjahr 2024 zeigt bisher keine Verbesserung. Alle großen Industrieunternehmen vor allem der chemischen Industrie haben mit Stellabbau und Kostensparprogrammen begonnen.

Es sind weder wirtschaftliche noch rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale zu erkennen.

Der positive Stand von Eigenkapital und Liquidität sowie die aufgrund des in 2019 durchgeführten Rebrandings der Marke "Mauser" im gesamten Mauser Packaging Solutions Konzern und den damit zusammenhängenden zusätzlichen wesentlichen Einnahmen von Lizenzentgelten stellen den Fortbestand des Unternehmens für das Folgejahr 2024 sicher.

Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wird für das Jahr 2024 die Senkung der Unfallzahlen und die Minderung der Gewährleistungsfälle angestrebt. Darüber hinaus wird im Sinne einer nachhaltigen Produktion auch weiterhin ein bewusster Umgang mit der Umwelt und Ressourcen im Fokus stehen. Wir beobachten, dass Kunden uns vermehrt nach einer Energiebilanz und CO 2 Werten zu unseren Produkten fragen und wir das bewusst als Marketingargument einsetzen.

 

Brühl, 22. März 2024

MAUSER Maschinentechnik GmbH

Frank Schüller, Geschäftsführer

Nils Stenger, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 0,00 15.574,01
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 52.608,08 54.827,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 381.432,92 299.186,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.389,30 246.667,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 40.990,04 103.629,24
716.420,34 704.310,46
716.420,34 719.884,47
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.088.661,71 3.276.675,60
2. Unfertige Erzeugnisse 9.942.920,82 8.434.579,86
3. Geleistete Anzahlungen 2.234.070,34 1.140.840,69
15.265.652,87 12.852.096,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 98.169,54 130.309,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.852.264,97 52.970.306,58
davon gegen Gesellschafter: EUR 2.823.413,69 (Vj. EUR 90.359,50)
davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 647.920,12 (Vj. EUR 472.978,78)
davon aus Finanzforderungen: EUR 15.204.344,85 (Vj. EUR 52.497.327,80)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 57.194,49 31.175,99
16.007.629,00 53.131.791,80
31.273.281,87 65.983.887,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.935,68 13.791,51
32.025.637,89 66.717.563,93

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.540.000,00 1.540.000,00
II. Kapitalrücklage 11.950.994,21 11.950.994,21
III. Andere Gewinnrücklagen 29.476,16 29.476,16
13.520.470,37 13.520.470,37
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 746.492,00 756.417,00
2. Sonstige Rückstellungen 808.877,34 741.835,62
1.555.369,34 1.498.252,62
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 1.665.180,00 1.715.450,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.665.180,00 (Vj. EUR 1.715.450,00)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.336.597,15 2.279.287,93
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.336.597,15 (Vj. EUR 2.279.287,93)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.812.092,52 47.574.056,14
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 12.812.092,52 (Vj. EUR 47.574.056,14)
davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 283.779,32 (Vj. EUR 13.280,42)
davon aus Finanzverbindlichkeiten: EUR 12.528.313,20 (Vj. EUR 47.560.775,72)
davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 12.528.313,20 (Vj. EUR 47.559,341,57)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 135.928,51 130.046,87
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 135.928,51 (Vj. EUR 130.046,87)
davon aus Steuern: EUR 27.601,98 (Vj. EUR 28.417,45)
16.949.798,18 51.698.840,94
- 32.025.637,89 66.717.563,93

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 33.007.091,97 31.586.010,34
2. Erhöhung (+) des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 1.508.340,97 1.023.097,08
3. Sonstige betriebliche Erträge 298.810,61 386.045,48
34.814.243,55 32.995.152,90
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.076.819,17 9.865.809,53
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 986.048,83 826.540,29
15.062.868,00 10.692.349,82
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.074.250,31 1.879.019,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 439.452,49 398.684,78
davon für Altersversorgung EUR 58.376,04 (Vj. EUR 55.397,88)
2.513.702,80 2.277.704,09
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 115.540,82 106.710,38
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.624.952,91 2.343.866,03
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 29,20 (Vj. EUR 0,00)
20.317.064,53 15.420.630,32
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.379.729,53 2.045.154,25
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.379.729,53 (Vj. EUR 2.045.154,25)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.997.171,54 1.580.969,97
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.997.171,54 (Vj. EUR 1.567.060,97)
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 13.327,00 (Vj. EUR 13.909,00)
382.557,99 464.184,28
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27.114,95 38.232,60
11. Ergebnis nach Steuern 14.852.622,06 18.000.474,26
12. Sonstige Steuern 292,00 292,00
13. Aufwendungen aus Gewinnabführung aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags -14.852.330,06 -18.000.182,26
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang 2023

Allgemeine Hinweise

Die MAUSER Maschinentechnik GmbH mit Sitz in Brühl produziert und vertreibt Maschinen aller Art, insbesondere Maschinen zur Herstellung von Industrieverpackungen und entwickelt alle hiermit zusammenhängenden Verfahren unter der eingetragenen Marke Mauser. Im Handelsregister des Amtsgerichtes Köln wird die Gesellschaft unter der Nummer HRB 43601 geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die MAUSER Maschinentechnik GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten. Die Sachanlagen werden unter Anwendung der voraussichtlichen, wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 150,00 werden im Zugangsjahr im Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden auf Grund untergeordneter Bedeutung einem Sammelposten zugeführt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Die Berechnung der Abschreibungen basiert auf folgenden Nutzungsdauern:

in Jahren
Software 3-8
Gebäude 25 - 50
Großmaschinen 30 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 -25
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 -25

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und auf Vorräte werden zum Nennwert der entsprechenden Eingangsrechnungen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine pauschale Wertberichtigung angemessen Rechnung getragen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83 % (Vj. 1,78 %) bewertet. Der Zinssatz entspricht dem für Dezember 2023 von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Der für die Vergleichsrechnung gemäß § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf gleiche Weise und zum gleichen Zeitpunkt zu 1,76 % (Vj. 1,44 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,76 % (Vj. 1,44 %) gebildet. Erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen wurden mit 2,0 % berücksichtigt.

Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen betreffen sämtlich verbundene Unternehmen.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bzw. - verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über einem Jahr werden unter Beachtung des Imparitätsprinzips bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Forderungen

Sämtliche Forderungen zum 31. Dezember 2023 haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt.

Rückstellungen für Pensionen

Der Verpflichtungsumfang nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt EUR 750.775. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich daher auf EUR 4.283. Da im Falle eines Ergebnisabführungsvertrages für den Unterschiedsbetrag keine der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. analoge Regelung besteht, wurde der Unterschiedsbetrag an die Muttergesellschaft abgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verpflichtungen für Gewährleistungen 401 437
Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Urlaub, Boni etc.) 191 191
Ausstehende Rechnungen 217 114
809 742

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und sind unbesichert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten neben den Erlösen aus dem produktiven Geschäft in Höhe von TEUR 18.107 (Vj. TEUR 13.036) auch laufende Lizenzentgelte in Höhe von TEUR 14.900 (Vj. TEUR 18.550)

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 180 (Vj. TEUR 299).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:

2023 2022
TEUR TEUR
Instandhaltung und Reinigung 97 56
Reklamationsfolgekosten 288 368
Mietaufwand 196 192
Konzerndienstleistungen 1.660 1.451
Übrige 384 277
2.625 2.344

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft der Mauser Maschinentechnik mit der Mauser Industrieverpackungen GmbH, Brühl, bilanziert die Gesellschaft als Organgesellschaft keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus laufender Geschäftstätigkeit sowie keine latenten Steuern. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten ausländische Quellensteuer in Höhe von TEUR 27 (Vj. TEUR 38).

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 12 (Vj. 13) gewerbliche und 17 (Vj. 15) nichtgewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt.

Geschäftsführung

Bart Julien Lorrez, Vice President Finance International, Köln (bis zum 24. August 2023)

Frank Georg Schüller, technischer Geschäftsführer, Vettweiß

Nils Stenger, Leiter Steuern und Banken, Kaarst

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus einem Leasingvertrag für Fahrzeuge sowie zwei Mietverträgen für Geschäftsgrundstücke und -gebäude erwachsen der Gesellschaften in den nächsten zwei Jahre finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 377 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 372). Für das Jahr 2024 werden TEUR 191 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 186), für das Jahr 2025 TEUR 186 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 0) fällig. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Vermögensgegenstände bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Vermögensgegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Gewinnverwendung

Der Überschuss in Höhe von TEUR 14.852 (Vj. TEUR 18.000) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die Mauser-Werke GmbH abgeführt.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der MAUSER Maschinentechnik GmbH wird in den Konzernabschluss der Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc., Oak Brook, Illinois, USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger für die Mauser Industrieverpackungen GmbH (Amtsgericht Köln, HR B-NR. 91018), bekannt gemacht.

Auswirkungen durch den Angriffskrieg gegen die Ukraine

Der Krieg in der Ukraine belastet weiterhin die Märkte. Neben stark schwankenden Energiepreisen und Rohstoffpreisen und Engpässen ergeben sich unkalkulierbare Risiken für die gesamtwirtschaftliche Lage. Die Gruppe wird die Tochtergesellschaft in Russland in den kommenden Monaten verkaufen.

Der Krieg in der Ukraine bedroht die weltwirtschaftliche Ordnung und verschreckt Kunden und bedeutet für alle Marktpartner Unsicherheit in der Planung. Das führt zur Auftragsverschiebungen und zu Druck auf unsere Umsätze. Die niedrigeren Umsätze der Gruppe haben zu einem Rückgang der Lizenzeinnahmen von ca. EUR 3,7 Mio. geführt. Das Maschinengeschäft hat zur einer Ergebniserhöhung von EUR 0,5 Mio. geführt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

 

Brühl, den 22. März 2024

MAUSER Maschinentechnik GmbH

Frank Georg Schüller, Geschäftsführer

Nils Stenger, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 218.547,73 0,00 0,00 0,00 218.547,73
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 72.729,78 0,00 0,00 0,00 72.729,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.172.086,42 22.900,00 93.075,37 0,00 1.288.061,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.026.889,40 55.000,72 3.739,80 0,00 1.085.629,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 103.629,24 34.175,97 -96.815,17 0,00 40.990,04
2.375.334,84 112.076,69 0,00 0,00 2.487.411,53
2.593.882,57 112.076,69 0,00 0,00 2.705.959,26
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 202.973,72 15.574,01 0,00 218.547,73
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 17.902,30 2.219,40 0,00 20.121,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 872.900,01 33.728,86 0,00 906.628,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 780.222,07 64.018,55 0,00 844.240,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.671.024,38 99.966,81 0,00 1.770.991,19
1.873.998,10 115.540,82 0,00 1.989.538,92
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 0,00 15.574,01
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 52.608,08 54.827,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 381.432,92 299.186,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.389,30 246.667,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 40.990,04 103.629,24
716.420,34 704.310,46
716.420,34 719.884,47

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MAUSER Maschinentechnik GmbH, Brühl

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MAUSER Maschinentechnik GmbH, Brühl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAUSER Maschinentechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 22. März 2024

BRB Revision und Beratung PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

G. Matlok, Wirtschaftsprüfer

F. Lilje, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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