Milwaukee Finance GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wilfried Hentzepeter seit 4.6.2024 | Geschäftsführer |
Claudia Erb seit 23.3.2023 | Prokura |
Claudia Erb seit 13.2.2023 | Prokura |
Nils Stenger seit 17.3.2022 | Geschäftsführer |
Martin Dr. jur. Seiling seit 23.3.2010 | Prokura |
Clemens Dr. Willée seit 28.10.2008 | Prokura |
Frank Georg Schüller seit 11.1.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 95.38% | |
| 3.85% | |
| 0.38% | |
MAUSER PACKAGING SOLUTIONS HOLDING COMPANY | 0.38% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAUSER Maschinentechnik GmbHBrühlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023(1) GESCHÄFTSFELDER UND ORGANISATIONSSTRUKTUR DER MAUSER MASCHINENTECHNIK GMBH, BRÜHL Die MAUSER Maschinentechnik GmbH (nachfolgend auch "MAUSER Maschinentechnik" oder "Unternehmen") hat ihren eingetragenen Firmensitz in Brühl. Die Geschäftsadresse lautet Schildgesstrasse 71-163, 50321 Brühl. Die MAUSER Maschinentechnik ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Das Unternehmen stellt Maschinen und Anlagen zur Produktion von großvolumigen Industrieverpackungen aus Kunststoff her. Das typische Spektrum der Endprodukte umfasst Fässer und Kanister aus Kunststoff mit einem Volumen von 20 bis 220 Litern sowie Intermediate Bulk Container ("IBC") mit Volumina von 1.000 und 1.250 Litern. Für die vorgenannten Verpackungsgebinde bietet die MAUSER Maschinentechnik folgende Produkte an:
Die Tätigkeitsschwerpunkte entlang des Maschinenentstehungsprozesses umfassen Vertrieb, Projektmanagement, Konstruktion und Entwicklung, Komponenteneinkauf, Endmontage, Inbetriebnahme und Schulung des Bedienpersonals. Darüber hinaus erbringt die MAUSER Maschinentechnik Serviceleistungen im Wesentlichen für die bei anderen Gesellschaften der MAUSER Gruppe installierten Maschinen. Diese Serviceleistungen umfassen vor allem die Bereiche Ersatzteilversorgung, Reparatur, Überholung, Modernisierung und Großinstandsetzung. Die Maschinen werden weltweit vertrieben. Hauptkunden sind die MAUSER Gesellschaften sowie Joint Venture-Partner und sonstige Lizenznehmer der MAUSER Gruppe. Darüber hinaus betreut die MAUSER Maschinentechnik das Netz internationaler Lizenznehmer für die Bereiche Kunststoffgebinde und IBC. Zu den Hauptaufgaben gehören hier die Abwicklung der Lizenzzahlungen, die sich aus den jeweiligen Lizenzvereinbarungen ergeben sowie die Organisation und Durchführung der alle zwei Jahre stattfindenden "International MAUSER Know-How and MIPI Conference". Die mehrtägige Veranstaltung dient dem Wissenstransfer zwischen den Unternehmen der MAUSER Gruppe und den Lizenznehmern in den Bereichen Kunststoffverpackung und IBC. MAUSER Maschinentechnik gehört zur Mauser Packaging Solutions Gruppe. Die Mauser Packaging Solutions Gruppe besteht aus 3 Segmenten, Small Packaging, Large Packaging sowie Mauser International. Die Maschinentechnik wird in das Reporting des Segmentes Mauser International einbezogen. Zum 31. Dezember 2023 wird der Jahresabschluss der MAUSER Maschinentechnik in den Konzernabschluss der Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc., Oak Brook, Illinois/USA, - eine indirekte Tochtergesellschaft der Stone Canyon Industries LLC - einbezogen. (2) FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die MAUSER Maschinentechnik entwickelt Produktionsmaschinen und Dienstleistungen ständig weiter. Die wesentlichen Treiber für Entwicklungen sind:
Kernkompetenz ist die konstruktive Auslegung und Gestaltung schmelzführender Komponenten, insbesondere im Bereich Mehrschichttechnologie (Basis für die Verwendung recycelter Kunststoffe und Einsatz alternativer High-Density Polyethylen- (HDPE-) Typen). Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Weiterentwicklung von Blaswerkzeugen zur Erhöhung der Ausstoßleistung und Verringerung der Kosten für Werkzeugkühlung. Die Forschung und Entwicklung der Gesellschaft wird von 5 Mitarbeitern (Vorjahr: 5 Mitarbeiter) sowohl innerhalb der Gruppe als auch in Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten durchgeführt. Entwicklungsaufwendungen, die sich auf die Kosten der Produktentwicklungen und -änderungen sowie der Verfahrenstechnik beschränken, betrugen im abgelaufenen Berichtszeitraum TEUR 912 (Vorjahr: TEUR 678). (3) NIEDERLASSUNGEN Die MAUSER Maschinentechnik hat keine Zweigniederlassungen. (4) PERSONAL Für die MAUSER Maschinentechnik ist es von größter Bedeutung, die besten und motiviertesten Mitarbeiter zu beschäftigen, Loyalität und Teamwork zu entwickeln und zu pflegen sowie diese Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Die Mitarbeiter werden als wesentlicher Faktor für das Wachstum der Gesellschaft gesehen. Aus diesem Grund bilden Kompetenzaufbau und -erhalt in der Belegschaft das zentrale Thema der strategischen und nachhaltigen Unternehmensführung. Die Gesellschaft unterstützt und fördert die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter strukturiert, um nationale und internationale Karrieremöglichkeiten eröffnen zu können. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 29 Mitarbeiter (Vorjahr: 28) beschäftigt. (5) BESCHAFFUNG Die Produktionsanlagen, die die MAUSER Maschinentechnik herstellt, bestehen aus Baugruppen und Komponenten, die zum Teil aus hochlegierten Stählen gefertigt werden. Die MAUSER Maschinentechnik unterhält zu wesentlichen Lieferanten langjährige Geschäftsbeziehungen, die auf einer vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit beruhen. (6) GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Auch die MAUSER Gruppe musste sich den Herausforderungen, bedingt durch die konjunkturelle Schwäche stellen. Die Geschäftsführung hat sich bereits zu Beginn der Krise eingehend mit möglichen Auswirkungen und Folgen beschäftigt. Hierzu wurde ein Krisenmanagement aus der Geschäftsführung und Managern in Schlüsselpositionen eingerichtet, welches laufend die aktuelle Lage bespricht. Zudem erfolgt ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch im Konzern. Der Konzern verfolgt ein strenges Kostenmanagement. Die Gesellschaft hat durch rückläufige Umsätze im Konzern weniger Lizenzentgelte erzielt. Der Betrag liegt rd Mio. EUR 3,7 unter dem Vorjahr. Das Maschinenergebnis hat sich leicht verbessert. Das Geschäftsjahr war geprägt von weiterhin hoher Inflation, hohen Energiepreisen, die sich in der 2. Jahreshälfte reduzierten. Das wirtschaftliche Klima hat sich weiter verschlechtert, Deutschland befindet sich in einer Rezession. Als Lieferant für die erforderlichen Maschinen bzw. Dienstleister für Wartung, etc. ist die MAUSER Maschinentechnik von dieser Entwicklung ebenfalls betroffen. Aufgrund der engen Verflechtung mit der MAUSER Gruppe ist die MAUSER Maschinentechnik auch zukünftig grundsätzlich an die Entwicklung der MAUSER Gruppe gekoppelt. (7) DARSTELLUNG DER LAGE DER GESELLSCHAFT Ertragslage Der Umsatz der MAUSER Maschinentechnik stieg im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 1.421 bzw. 4,5% auf TEUR 33.007. Die Erlöse aus Lizenzentgelten gingen im gleichen Zeitraum um TEUR 3.650 auf TEUR 14.900 zurück und die Produkterlöse stiegen um TEUR 5.071 auf TEUR 18.106. Die Zunahme der Produkterlöse resultierte im Wesentlichen aus einer gestiegenen Anzahl an fertiggestellten und damit fakturierten Maschinen. Der Rückgang der Lizenzentgelte resultiert insbesondere aus der Mauser- Werke GmbH aufgrund niedrigerer Einnahmen aus den Trademark Gebühren, da die Gesellschaften der Mauser-Gruppe insgesamt niedrigere Ergebnisse im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 erzielt haben. Gleichzeitig sind die Bestandsveränderungen von TEUR 1.023 im Vorjahr auf TEUR 1.508 in 2023 gestiegen. Daraus ergab sich eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) von TEUR 34.515 gegenüber TEUR 32.609 im Vorjahr, was einem Zuwachs um 5,8 % entspricht. Die Zunahme in der Gesamtleistung ist auf die höhere Fertigstellung und Fakturierung von Maschinen zurück zu führen. Die Materialaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 4.371 und betragen TEUR 15.063. Dabei sind hauptsächlich die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe von TEUR 9.866 für das Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 14.077 für das Geschäftsjahr 2023 gestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an den in 2023 fertiggestellten und ausgelieferten Maschinen. Der Rohertrag für den Bereich Maschinen (Gesamtleistung abzüglich Lizenzentgelte und Materialaufwand) erhöhte sich von TEUR 3.308 auf TEUR 4.552. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 236 auf TEUR 2.514 gestiegen. Dies ist vor allem auf die gestiegenen Löhne und Gehälter zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2023 lagen die sonstigen betrieblichen Erträge bei TEUR 299 (Vorjahr: TEUR 386). Der Rückgang resultiert aus einer niedrigeren Auflösung von nicht benötigten Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 281 auf TEUR 2.625 gestiegen bedingt durch einen allgemeinen Preisanstieg. Als Folge dieser Entwicklungen ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um TEUR 3.069 auf TEUR 14.613 gesunken. Ausschlaggebend für den Rückgang sind im Wesentlichen die rückläufigen Lizenzerträge bei einem leicht angestiegenen Ergebnis im Maschinenbereich. Das Finanzergebnis setzte sich für das Geschäftsjahr 2023 aus Zinserträgen in Höhe von TEUR 2.380 und Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.997 zusammen. In den Zinsaufwendungen sind Abzinsungen für Rückstellungen in Höhe von TEUR 13 enthalten. Damit ist das Finanzergebnis im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 82 bzw. 17,6 % auf TEUR 383 gesunken. Insgesamt ergab sich ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 14.852 für das Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr: TEUR 18.000). Die Ertragsteuern (ausländische Quellensteuern) lagen für das Geschäftsjahr 2023 bei TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 38), was zu einem Ergebnis vor Ergebnisabführung von TEUR 14.852 führte (Vorjahr: TEUR 18.000). Wegen eines mit dem Mutterunternehmen abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags wies die MAUSER Maschinentechnik zum 31. Dezember 2023 einen Jahresüberschuss von EUR 0 aus (Vorjahr: EUR 0). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr gesunken und betrug am Ende des Berichtszeitraums TEUR 32.026 (Vorjahr: TEUR 66.718). Das Geschäft der MAUSER Maschinentechnik ist gekennzeichnet durch eine geringe Anlagenintensität. Daher belief sich das Anlagevermögen der MAUSER Maschinentechnik zum 31. Dezember 2023 nur auf TEUR 716 (Vorjahr: TEUR 720). Im Anlagevermögen werden im Wesentlichen Werkzeuge bilanziert. Im Umlaufvermögen haben sich die Vorratsbestände um TEUR 2.414 auf TEUR 15.266 (Vorjahr: TEUR 12.852) aufgrund der im Berichtsjahr begonnenen Fertigung von neuen Maschinen, die erst im folgenden Geschäftsjahr zur Auslieferung kommen, erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus den konzerninternen Verrechnungskonten mit der Mauser Industrieverpackungen GmbH, reduzierten sich durch Zahlungsausgleich um TEUR 37.118 . Das Eigenkapital der MAUSER Maschinentechnik betrug unverändert zum Vorjahr TEUR 13.520 bei einer Eigenkapitalquote von 42 % (Vorjahr: 21 %). Die langfristigen Pensionsrückstellungen und Rückstellungen für Dienstjubiläen beliefen sich auf TEUR 777 (Vorjahr: TEUR 783) und die kurzfristigen Verbindlichkeiten und sonstigen Rückstellungen auf TEUR 17.729 (Vorjahr: TEUR 52.415). Der kurzfristige Verschuldungsgrad von 131% (Vorjahr: 388%) errechnet sich aus dem Verhältnis kurzfristiges Fremdkapital (inkl. kurzfristige Rückstellungen) zum Eigenkapital. Der Rückgang im Geschäftsjahr resultierte im Wesentlichen aus dem Ausgleich der Verbindlichkeiten im Verbundbereich. Unter Berücksichtigung der Guthaben auf den konzerninternen Verrechnungskonten des Finanzierungsbereichs von TEUR 15.204 (Vorjahr TEUR 52.497) wird die dargestellte Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft von der Unternehmensführung vor dem Hintergrund der Eigentümerstruktur und -zielsetzung als geeignet angesehen, um die geplanten zukünftigen operativen Erträge zu gewährleisten. Der Rückgang resultiert aus dem Ausgleich von Salden im Verbundbereich. Fazit Die Geschäftsführung kommt insgesamt zu dem Schluss, dass die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr noch positiv verlaufen ist. Die Gesamtleistung stieg um TEUR 1.965 auf TEUR 34.515 in 2023, der Rohertrag ging um TEUR 2.464 zurück oder 11,2% und das EBITDA reduzierte sich um TEUR 3.068 oder um 17,3% an. Alle Leistungsindikatoren lagen damit unter den prognostizierten Werten und auch unter dem Vorjahr. (8) FINANZIELLE UND NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2023 verweisen wir auf die oben gemachten Ausführungen, zum Ausblick auf den Prognosebericht. Die wichtigsten Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung und das Betriebsergebnis (EBITDA). Dabei ist die Gesamtleistung insbesondere von den Lizenzerträgen sowie der Anzahl und dem Baufortschritt der bestellten Maschinen abhängig. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Wichtigster nicht-finanzieller Leistungsindikator ist die Sicherheit der Mitarbeiter. Aufgrund der ergriffenen Sicherheits- und Präventivmaßnahmen sind bei der MAUSER Maschinentechnik in den letzten Jahren erfreulicherweise keine Betriebsunfälle eingetreten. Teil der ständigen Überwachung ist die Qualität der Produkte im Sinne von Reklamationen und erforderlichem Instandhaltungsaufwand. In diesem Zusammenhang werden Reklamationen von Kunden und gegenüber Lieferanten quartalsweise analysiert und besprochen. Insgesamt befinden sich die Gewährleistungs- und Reklamationsfälle bereits auf einem niedrigen Niveau. Ein Erfolgsfaktor ist die Vermeidung von Umweltbelastungen und ein schonender Umgang mit Ressourcen. Hierzu werden alle gesetzlichen Anforderungen strikt beachtet und durch regelmäßige Begehungen überprüft. Abweichungen werden anhand eines Aktionsplans kurzfristig behoben. (9) WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG Chancen der künftigen Entwicklung Der Bedarf der MAUSER Gruppe an neuen Extrusionsblasformanlagen und IBC-Linien basiert auf Marktwachstum bzw. Neugeschäft sowie Ersatzbedarf für alte Maschinen im Feld, deren Lebenszyklus zu Ende geht. Grundsätzlich sieht die Planung der MAUSER Gruppe ein weiteres Wachstum, verbunden mit einem Ausbau vorhandener und neuer Standorte vor. Aufgrund der Technologieführerschaft der MAUSER Maschinentechnik in den Bereichen Coextrusion und Ausstoßleistung bei Fassmaschinen gibt es gute Chancen, innerhalb der MAUSER-Gruppe weitere Modernisierungs- und Erweiterungsprojekte durchzuführen. Die MAUSER Maschinentechnik hat in den vergangenen Jahren Lösungen für Kunden mit Reinraumanwendungen entwickelt. Hier liegen Chancen für zukünftige Abschlüsse für Neuanlagen, insbesondere für unsere Schwesterunternehmen und Joint Ventures in Asien Risiken der künftigen Entwicklung Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Die MAUSER Maschinentechnik GmbH ist in das Risikomanagement der Mauser Packaging Solutions Gruppe eingebunden. Dessen Ziel ist es, eine regelmäßige, strukturierte und frühzeitige Analyse von Chancen und Risiken vorzunehmen. Auf dieser Basis kann mit gezielten Maßnahmen frühzeitig und umfassend gegengesteuert werden, um Risiken zu minimieren und Chancen zu verstärken. Bestandteil dieses Systems sind eine Geschäftsplanung mit einem stets aktuell detaillierten Berichtswesen, Projektcontrolling und internes Überwachungssystem, unterstützt durch umfassende Beratung über mögliche Risiken des Steuer-, Wettbewerbs- und Kartellrechts durch interne und externe Experten. Neben stark steigenden Energie- und Rohstoffpreisen sowie Lieferengpässen ergeben sich hier unkalkulierbare Risiken für die gesamtwirtschaftliche Lage. Der Krieg in der Ukraine und die Nahostkrise sowie die Schwäche der Konjunktur in China haben weltweit zu einem Nachfragerückgang geführt. Vor allem leidet die chemische Industrie unter dieser Entwicklung und nimmt weniger Endprodukte ab. Die Konfliktherde auf der Welt und die stark steigenden Energie -und Rohstoffpreise, längeren Lieferzeiten für kritische Komponenten sowie eine steigende Inflationsrate bedrohen grundsätzlich das ursprünglich vorherrschende positive gesamtwirtschaftliche Klima erheblich verschlechtert. Die damit im Zusammenhang stehende Unsicherheit ist nach wie vor groß. Die niedrigeren Margen und das rückläufige Ergebnis sind Konsequenzen der wirtschaftlichen Rezession. Die deutsche Wirtschaft befindet seit dem 2. Halbjahr 2023 in der Rezession. Es wurden alle nicht dringend notwendigen Ausgaben und Investitionen gestrichen bzw. verschoben, um das Ergebnis zu stützen zu gewährleisten. Für 2024 wird mit weiter schwachen Produktionsmengen für unsere Verpackungen ausgegangen. Diese werden ca 5% unter den Mengen des Vorjahres liegen. Unsere Unternehmen aber auch externe Kunden werden die Nachfrage nach schlüsselfertigen Anlagen nach 2024 verschieben. Wir rechnen für 2024 mit einem Ergebnis etwas unter dem Niveau von 2023. Zinsrisiko Die MAUSER Maschinentechnik legt überschüssige Liquidität in dem Euro-Cashpool der Mauser Industrieverpackungen GmbH an. Der dort verwendete Zinssatz basiert grundsätzlich auf den externen Finanzierungskosten der Unternehmensgruppe und wird regelmäßig überprüft und ggf. auf geänderte Marktverhältnisse angepasst. Durch die langfristige gesicherte Finanzierung ist das Zinsänderungsrisiko für die Gesellschaft gering. Liquiditätsrisiko Die Liquidität der MAUSER Maschinentechnik ist durch Guthaben auf den konzerninternen Verrechnungskonten sowie durch eine sehr stabile Ertragslage solide aufgestellt. Durch die Liquiditätslage und die stabile Geschäftsentwicklung ist der Fortbestand des Unternehmens sichergestellt. Die Gesellschaft hat kein signifikantes Liquiditätsrisiko. Währungsrisiko Bei der MAUSER Maschinentechnik bestehen in sehr geringem Umfang Wechselkursänderungsrisiken. Im Wesentlichen betrifft dies einzelne wenige Kunden und Lieferanten, die in Fremdwährung fakturiert werden bzw. fakturieren. Die Gesellschaft vermeidet weitestgehend solche Transaktionen und hat zur regelmäßigen Überprüfung der Währungsrisiken ein geeignetes Kontrollsystem implementiert. Die Gesellschaft hat kein signifikantes Währungsrisiko. Beschaffungsmarktrisiken Die Produktionsanlagen, die MAUSER Maschinentechnik herstellt, bestehen aus Baugruppen und Komponenten, die zum Teil aus hochlegierten Stählen gefertigt werden. Die Preise für diese Stähle schwanken mit den Preisen für Legierungsbestandteile. In den vergangenen Jahren haben wir hier relativ moderate Preissteigerungen bei geringen Schwankungsbreiten gesehen. Die Preissteigerungen bei hochwertigen Baugruppen und Komponenten, die bereits ab Mitte des Geschäftsjahres 2017 zu beobachten waren, setzten sich auch im Geschäftsjahr 2023 fort. Diese Preiserhöhungen beruhen zum Teil auf gestiegenen Materialkosten, aber im Wesentlichen auf der hohen Auslastungssituation bei den Lieferanten und Vorlieferanten. Zu den Preiserhöhungen stellen sich zunehmend Lieferzeitverlängerungen bei Fertigungsteilen und Lieferengpässe bei Standardbauteilen ein. Preisrisiken werden als mittleres Risiko angesehen. Kreditrisiko Das Kreditrisiko bezieht sich hauptsächlich auf die Kreditlimite der Kunden, die bestimmten Bonitätsregeln und Genehmigungsprozessen unterliegen. Die Kreditlimite der Kunden werden auf der Grundlage von Warenkreditversicherungen, Kreditauskünften und des bisherigen Zahlungsverhaltens festgelegt. Einzelne Risiken werden über Sicherungsinstrumente wie Akkreditive oder andere zahlungssichernde Dokumente gesichert. Da Kunden im Wesentlichen andere Gesellschaften der MAUSER Gruppe sind, ist das Risiko begrenzt. Insgesamt schätzt die Geschäftsführung das Kreditrisiko als gering ein. Rechtliches und steuerrechtliches Risiko Die zentrale Rechtsabteilung der Mauser Industrieverpackungen GmbH steuert alle Rechtsfälle der MAUSER Gruppe und nimmt daher aktiv an der Risikoeinschätzung und deren Abbildung in den Geschäftszahlen der MAUSER Maschinentechnik teil. Die Geschäftsaktivitäten der MAUSER Maschinentechnik haben Steuerpflichten zur Folge. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird unter der Beteiligung externer Fachleute von der zentralen Steuerabteilung der MAUSER Gruppe überwacht. Darüber hinaus werden zweimal jährlich weltweite Compliance-Prüfungen durchgeführt. Die MAUSER Maschinentechnik ist in die ertrag- und umsatzsteuerliche Organschaft der Mauser Industrieverpackungen GmbH eingebunden. Die MAUSER Maschinentechnik als Teil der MAUSER Gruppe verfolgt in ihrer Firmenpolitik die strikte Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien. Ein entsprechendes Compliance Management wurde auf Konzernebene eingerichtet und wird laufend in Abstimmung mit den benannten lokalen Vertretern aktualisiert und überwacht. (10) PROGNOSEBERICHT Die Nachfrage unserer Kunden ist im überwiegenden Teil unseres Geschäfts rückläufig. Hier ist das Bestellvolumen unserer Kunden in 2023 zurückgegangen. Limitierende Faktoren sind weiterhin die hohen Energiepreise, die hohe Inflation, der Ausbruch der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine, die Nahostkrise sowie die damit einhergehenden Sanktionen. Wir erwarten das unsere Kunden bzgl. neuer Maschinenaufträgen verhalten sein werden und sich erst im 1. Quartal 2025 wieder eine Belebung der Nachfrage ergeben wird. Grundsätzlich wird sich die Nachfrageschwäche aus dem Jahre 2023 auch im Jahre 2024 fortsetzen. In 2023 wurden die rückläufigen Trademarkumsätze durch einen Anstieg der Maschinenumsätze überkompensiert. Leider stehen die Margen unter Druck. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit großer Unsicherheit bei der Nachfrage und mit einem EBITDA welches unter dem Vorjahr liegt. Das begonnene Geschäftsjahr 2024 zeigt bisher keine Verbesserung. Alle großen Industrieunternehmen vor allem der chemischen Industrie haben mit Stellabbau und Kostensparprogrammen begonnen. Es sind weder wirtschaftliche noch rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale zu erkennen. Der positive Stand von Eigenkapital und Liquidität sowie die aufgrund des in 2019 durchgeführten Rebrandings der Marke "Mauser" im gesamten Mauser Packaging Solutions Konzern und den damit zusammenhängenden zusätzlichen wesentlichen Einnahmen von Lizenzentgelten stellen den Fortbestand des Unternehmens für das Folgejahr 2024 sicher. Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wird für das Jahr 2024 die Senkung der Unfallzahlen und die Minderung der Gewährleistungsfälle angestrebt. Darüber hinaus wird im Sinne einer nachhaltigen Produktion auch weiterhin ein bewusster Umgang mit der Umwelt und Ressourcen im Fokus stehen. Wir beobachten, dass Kunden uns vermehrt nach einer Energiebilanz und CO 2 Werten zu unseren Produkten fragen und wir das bewusst als Marketingargument einsetzen.
Brühl, 22. März 2024 MAUSER Maschinentechnik GmbH Frank Schüller, Geschäftsführer Nils Stenger, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023Allgemeine Hinweise Die MAUSER Maschinentechnik GmbH mit Sitz in Brühl produziert und vertreibt Maschinen aller Art, insbesondere Maschinen zur Herstellung von Industrieverpackungen und entwickelt alle hiermit zusammenhängenden Verfahren unter der eingetragenen Marke Mauser. Im Handelsregister des Amtsgerichtes Köln wird die Gesellschaft unter der Nummer HRB 43601 geführt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die MAUSER Maschinentechnik GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten. Die Sachanlagen werden unter Anwendung der voraussichtlichen, wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 150,00 werden im Zugangsjahr im Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden auf Grund untergeordneter Bedeutung einem Sammelposten zugeführt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Berechnung der Abschreibungen basiert auf folgenden Nutzungsdauern:
Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und auf Vorräte werden zum Nennwert der entsprechenden Eingangsrechnungen bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine pauschale Wertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83 % (Vj. 1,78 %) bewertet. Der Zinssatz entspricht dem für Dezember 2023 von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Der für die Vergleichsrechnung gemäß § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf gleiche Weise und zum gleichen Zeitpunkt zu 1,76 % (Vj. 1,44 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,76 % (Vj. 1,44 %) gebildet. Erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen wurden mit 2,0 % berücksichtigt. Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen betreffen sämtlich verbundene Unternehmen. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bzw. - verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über einem Jahr werden unter Beachtung des Imparitätsprinzips bewertet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Forderungen Sämtliche Forderungen zum 31. Dezember 2023 haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Eigenkapital Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt. Rückstellungen für Pensionen Der Verpflichtungsumfang nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt EUR 750.775. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich daher auf EUR 4.283. Da im Falle eines Ergebnisabführungsvertrages für den Unterschiedsbetrag keine der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. analoge Regelung besteht, wurde der Unterschiedsbetrag an die Muttergesellschaft abgeführt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und sind unbesichert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten neben den Erlösen aus dem produktiven Geschäft in Höhe von TEUR 18.107 (Vj. TEUR 13.036) auch laufende Lizenzentgelte in Höhe von TEUR 14.900 (Vj. TEUR 18.550) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 180 (Vj. TEUR 299). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft der Mauser Maschinentechnik mit der Mauser Industrieverpackungen GmbH, Brühl, bilanziert die Gesellschaft als Organgesellschaft keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus laufender Geschäftstätigkeit sowie keine latenten Steuern. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten ausländische Quellensteuer in Höhe von TEUR 27 (Vj. TEUR 38). Sonstige Angaben Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 12 (Vj. 13) gewerbliche und 17 (Vj. 15) nichtgewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. Geschäftsführung Bart Julien Lorrez, Vice President Finance International, Köln (bis zum 24. August 2023) Frank Georg Schüller, technischer Geschäftsführer, Vettweiß Nils Stenger, Leiter Steuern und Banken, Kaarst Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus einem Leasingvertrag für Fahrzeuge sowie zwei Mietverträgen für Geschäftsgrundstücke und -gebäude erwachsen der Gesellschaften in den nächsten zwei Jahre finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 377 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 372). Für das Jahr 2024 werden TEUR 191 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 186), für das Jahr 2025 TEUR 186 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 0) fällig. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Vermögensgegenstände bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Vermögensgegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Gewinnverwendung Der Überschuss in Höhe von TEUR 14.852 (Vj. TEUR 18.000) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die Mauser-Werke GmbH abgeführt. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der MAUSER Maschinentechnik GmbH wird in den Konzernabschluss der Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc., Oak Brook, Illinois, USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger für die Mauser Industrieverpackungen GmbH (Amtsgericht Köln, HR B-NR. 91018), bekannt gemacht. Auswirkungen durch den Angriffskrieg gegen die Ukraine Der Krieg in der Ukraine belastet weiterhin die Märkte. Neben stark schwankenden Energiepreisen und Rohstoffpreisen und Engpässen ergeben sich unkalkulierbare Risiken für die gesamtwirtschaftliche Lage. Die Gruppe wird die Tochtergesellschaft in Russland in den kommenden Monaten verkaufen. Der Krieg in der Ukraine bedroht die weltwirtschaftliche Ordnung und verschreckt Kunden und bedeutet für alle Marktpartner Unsicherheit in der Planung. Das führt zur Auftragsverschiebungen und zu Druck auf unsere Umsätze. Die niedrigeren Umsätze der Gruppe haben zu einem Rückgang der Lizenzeinnahmen von ca. EUR 3,7 Mio. geführt. Das Maschinengeschäft hat zur einer Ergebniserhöhung von EUR 0,5 Mio. geführt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.
Brühl, den 22. März 2024 MAUSER Maschinentechnik GmbH Frank Georg Schüller, Geschäftsführer Nils Stenger, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MAUSER Maschinentechnik GmbH, Brühl Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MAUSER Maschinentechnik GmbH, Brühl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAUSER Maschinentechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 22. März 2024 BRB
Revision und Beratung PartG mbB
G. Matlok, Wirtschaftsprüfer F. Lilje, Wirtschaftsprüfer |
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