Mars Retail Services Germany GmbH

Eitzer Straße 215, 27283 Verden (Aller), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 208473
Vorher
Altstadtsee 396. V V GmbH
Eingetragen
19.8.2019
Branche
Großhandel mit Zucker, Süßwaren und BackwarenEinzelhandel mit Back- und SüßwarenEinzelhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln
Gegenstand
Einzelhandelsvertrieb von Waren, insbesondere Lebensmitteln und Süßwaren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jane Hwang
seit 26.2.2025
Geschäftsführer
Anna Schröder
seit 23.2.2024
Prokura
Julien Wagner
seit 6.7.2021
Prokura
Romy Wölfert
seit 25.5.2020
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mars Beteiligung GmbH

Verden

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

(I) Grundlagen des Konzerns

Der Mars Beteiligung Konzern gehört zur weltweit agierenden Mars, Incorporated Unternehmensgruppe (nachfolgend "Mars-Gruppe"). Er setzt sich aus drei Hauptgeschäftsfeldern zusammen: Vertrieb von Fitness- und Sportnahrung, dem Einzelhandel und der Süßwarenproduktion, welche in Deutschland das Werk am Standort Viersen umfasst. Die vom oder für den Mars Beteiligung Konzern hergestellten Produkte werden größtenteils in Europa vertrieben. Daneben erbringt der Mars Beteiligung Konzern im Rahmen seiner Zugehörigkeit zur internationalen Mars-Gruppe konzerninterne Dienstleistungen.

(II) Wirtschaftsbericht

(1) Gesamtwirtschaftliche Lage

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2021 durch einen starken Anstieg beim Wirtschaftswachstum (Bruttoinlandsprodukt) gekennzeichnet, die sich im Geschäftsjahr 2022 nicht komplett wiederholen konnte. Die gesamtwirtschaftliche Leistung stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um +1,9 Prozent und lag damit unter dem Vorjahresniveau (+2,6 Prozent) sowie unter der Vorjahresprojektion (+2,2 Prozent). Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sind insbesondere nominal stark gestiegen. Getrieben wurde der Preisanstieg vor allem für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Russland/Ukraine-Krieges. Die Staatsausgaben sind preisbereinigt erneut dynamisch gewachsen. Die Arbeitslosenquote ging zurück und die Erwerbstätigkeit legte kräftig zu. Die Investitionen in Deutschland sind durch die Unsicherheiten generell spürbar gedämpft und durch bestehende Materialknappheit, fehlende Fachkräfte und steigende Finanzierungskosten belastet. 2022 konnte Deutschland bzw. der Außenhandel noch durch Aufholeffekte nach der weltweiten Covid-19-Pandemie profitieren. Es machte sich aber auch hier die genannte Energiekrise in einem langsamer wachsenden Export im Gegensatz zum Import bemerkbar. Der konjunkturelle Abschwung des Welthandels ist dabei ausschlaggebend für einen Nachfragerückgang bei Anlagen und Maschinen.

Laut HDE (Handelsverband Deutschland) verzeichnete der Einzelhandel im Jahr 2022 ein nominales Umsatzplus von +7,8 Prozent, womit der Absatz in nominaler Rechnung zum dreizehnten Mal in Folge stieg. Der Lebensmitteleinzelhandel verzeichnete 2022 einen nominalen Anstieg von +23,2 Prozent und entwickelte sich damit weit über dem Niveau zum gesamten Einzelhandel.

Nach einer Studie des Bundesverband E-Commerce und des Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) wurde der Erfolgstrend des E-Commerce mit einem Gesamtumsatz von € 90,4 Mrd. im Jahr 2022 somit einem Rückgang von 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland gestoppt.

(2) Geschäftsverlauf und Aktivitäten des Konzerns

Der Konzernabschluss der Mars Beteiligung GmbH (MarsB) ist in 2019 erstmalig aufgestellt worden. In 2019 kam es zur Erstkonsolidierung der Mars Confectionery Supply GmbH (MarsC), der Mars Retail Services Germany GmbH (MarsR) und der Foodspring-Gruppe. Die MarsC enthält die Süßwarenproduktion am Standort in Viersen und ist als Auftragsfertiger der Mars-Gruppe zu vereinbarten Verrechnungspreisen tätig. Die MarsR wurde am 13. September 2019 erworben und enthält den M&M'S World Store in Berlin (nachfolgend "M&M'S Retail Store). Die Foodspring-Gruppe wurde am 3. September 2019 erworben und beinhaltet den Geschäftsbereich der Fitness- und Sportnahrung über die Gesellschaften Goodminton AG und foodspring GmbH.

Insgesamt entspricht die warenbezogene Umsatzentwicklung (finanzieller Leistungsindikator) des MarsB Konzerns dem Plan im Geschäftsjahr 2022.

Geschäftsbereich Süßwaren

Im Jahr 2022 verzeichnete die Kategorie Schokolade in Deutschland einen Rückgang von -4,2 Prozent. Der Umsatzrückgang bei Schokolade betraf alle Segmente, vor allem Schoko-Knabber-Artikel (-14,4 Prozent), aber auch Pralinen (-4,2 Prozent), Tafeln (-3,6 Prozent), Schokoladen-Hohlfiguren (-2,8 Prozent) und Riegel (-2,6 Prozent). Die MarsC ist nur in den Subkategorien Schoko-Knabber-Artikel und Frucht- und Nuss-Snackriegel tätig.

Der Mars Beteiligung Konzern erzielte in dieser Geschäftssparte einen Gesamtumsatz von Mio. € 179,4 (+11,9 Prozent gegenüber Vorjahr) als Auftragsfertiger für verbundene Unternehmen und ist vornehmlich von den europäischen Mars Gesellschaften abhängig sowie an Verrechnungspreise gebunden. Die Umsätze erklären sich daher insbesondere durch die Produktionsvolumen, wobei im Geschäftsjahr inflationsbedingt, stark erhöhte Verrechnungspreise weitergegeben worden.

Geschäftsbereich Fitness- und Sportnahrung

Die Foodspring-Gruppe vertreibt ihre Produkte hauptsächlich über ihren Onlineshop (E-Commerce) sowie im Lebensmitteleinzelhandel.

Der Umsatz des Lebensmitteleinzelhandels ist im Jahr 2022 erneut gestiegen, wobei dieser Geschäftsbereich von verschiedenen Marktentwicklungen profitieren konnte. Dabei wuchsen Food-Vollsortimenter um 4,4 Prozent, Discounter um 8,1 Prozent, während SB-Warenhäuser um 3,2 Prozent gestiegen sind. 2022 verzeichneten Bioprodukte einen leichten Umsatzrückgang von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Mars Beteiligung Konzern erzielte in diesem Geschäftssegment einen Umsatz von Mio. € 84,2 (-5,9 Prozent gegenüber Vorjahr) und konnte den geplanten Jahresumsatz nicht erreichen. Die geringen Umsätze ergaben sich, trotz höherer Werbemaßnahmen, durch niedrigere Webseitenbesuche sowie einem Rückgang der Bestellungen pro Kunde.

Geschäftsbereich Einzelhandel

Am 2. Oktober 2021 wurde in strategisch wichtiger Lage am Kurfürstendamm/Berlin, der über 3.000 Quadratmeter große M&M'S Retail Store eröffnet. Neben dem klassischen Verkauf von M&M'S Linsen und Werbeartikeln ist im Store ein Café für den Verkauf von M&M'S Eis, Backwaren und heißen sowie kalten Getränken integriert.

Der Mars Beteiligung Konzern erzielte in diesem Geschäftsbereich einen Umsatz von Mio. € 2,8 (+86,7 Prozent gegenüber Vorjahr) entsprechend den Erwartungen.

(3) Produktion

Das Produktionsvolumen der Süßwarenfabrik in Viersen lag mit 52,4 ktn über dem Vorjahreswert von 49,2 ktn. Im Berichtsjahr wurden erneut die "TWIX Limited Edition - Spekulatius Gewürz", "TWIX White" und "TWIX Salted Caramel" hergestellt. Insgesamt steigerte die Fabrik im Jahr 2022 ihr produziertes Volumen, hauptsächlich durch die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf dem gesamten Sortiment. Für 2023 ist ein starker Anstieg auf 59,3 ktn zu verzeichnen, der im Jahr 2024 voraussichtlich noch gesteigert werden kann.

(4) Investitionen und Desinvestitionen

Die Sachinvestitionen an den deutschen Standorten beliefen sich 2022 auf Mio. € 7,0. Die größten Projekte betrafen den Produktionsstandort Viersen, unter anderem für Kapazitätserweiterungen.

(5) Mitarbeitende

Am Jahresende 2022 beschäftigte der Mars Beteiligung Konzern an den deutschen Standorten 548 Mitarbeitende. Die betrieblichen Sozialleistungen umfassen u.a. für einen Großteil der Mitarbeitenden eine arbeitgeber- sowie eine arbeitnehmerseitig finanzierte betriebliche Altersvorsorge, einen hochwertigen Versicherungsschutz, Aufstockung des Krankengeldes sowie Nutzung der Betriebskantine am Standort Viersen.

Die deutschen Unternehmen der Mars-Gruppe haben sich zum Ziel gesetzt, langfristig zu den besten fünf Arbeitgebern Deutschlands zu gehören (nichtfinanzieller Leistungsindikator). Zur Messung der mitarbeiterorientierten Arbeitsplatzkultur und der herausragenden Arbeitsplatzbedingungen wird der Mars Deutschland Score auf der Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu herangezogen. In den Jahren 2008 bis 2023 lag dieser bei 4,1 von 5 und damit 25 Prozent über dem Durchschnitt der Nahrungsmittel- und Landwirtschaftsbranche. Das Ziel für 2024 ist erneut ein Score über 4, der mindestens 25 Prozent über dem Branchendurchschnitt liegen soll.

(6) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Die Aktivseite ist geprägt durch das hohe Anlagevermögen, welches insbesondere den Geschäfts- oder Firmenwert für die MarsC und die Foodspring-Gruppe enthält und zum Jahresende einen Restbuchwert von Mio. € 144,3 (Vorjahr: Mio. € 287,7) aufweist. Weiterhin beinhaltet der Posten, entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten, im Wesentlichen den Markennamen foodspring®. Der Geschäfts- oder Firmenwert für die Foodspring-Gruppe ist im Berichtsjahr durch weitere Anteilskäufe Anfang Juli 2022 erneut angestiegen (Mio. € 4,4) aber durch außerplanmäßige Abschreibungen wieder stark reduziert (Mio. € 122,9). Zusätzlich wurde der Markenname um Mio. € 15,2 außerplanmäßig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen enthält weitestgehend die Anlagen der Süßwarenfabrik in Viersen.

Das Umlaufvermögen ist geprägt durch hohe Vorratsbestände (Mio. € 23,1; Vorjahr: Mio. € 21,2) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mio. € 14,5; Vorjahr: Mio. € 25,4), die sich größtenteils aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. € 14,0; Vorjahr: Mio. € 4,8) ergeben. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen von Mio. € 6,9 (Vorjahr: Mio. € 6,1).

Die Passivseite ist durch Sondereffekte beeinflusst, wobei die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, trotz eines Transfers von Pensionsverpflichtungen in den Pensionsfonds, erneut stark angestiegen sind. Ursächlich waren inflationsbedingte Anpassungen von Renten- und Gehaltsannahmen. Darüber hinaus weist der Mars Beteiligung Konzern einen hohen Bestand an Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen aus (Mio. € 131,6, Vorjahr: Mio. € 96,5). Darin spiegelt sich die enge Verflechtung innerhalb der weltweiten Mars-Gruppe wider.

Das überwiegend in die Produktion und in immaterielle Vermögensgegenstände investierte Anlagevermögen ist überwiegend durch Eigenkapital und mittel- bzw. langfristiges Fremdkapital gedeckt.

Die Finanzierung der Geschäfte des Mars Beteiligung Konzern erfolgt im Wesentlichen über ein weltweites Cashpooling. Dabei fungiert die Schwestergesellschaft Mars GmbH, Verden als Cashpoolführer für die deutschen Mars-Gesellschaften. Die Zahlungsfähigkeit der Konzerngesellschaften war jederzeit gegeben.

Der Finanzmittelfonds beläuft sich zum Jahresende 2022 auf Mio. € 1,6 (Vorjahr Mio. € 0,5). Die Sachinvestitionen konnten dabei vollständig aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden.

Trotz des negativen Konzernergebnisses ergibt sich ein positives Eigenkapital von Mio. € 7,1 (Vorjahr: Mio. € 225,0).

Ertragslage

Der Gesamtumsatz des Mars Beteiligung Konzerns für Warenlieferungen belief sich auf Mio. € 266,4 (Vorjahr: Mio. € 251,3) und entspricht damit den Erwartungen. Dabei wurde der Umsatz mit Mio. € 179,2 (Vorjahr: Mio. € 191,1) überwiegend in Europa (ohne Inland) generiert, wobei die Niederlande der größte Absatzmarkt sind. Die sonstigen Umsatzerlöse von Mio. € 3,7 (Vorjahr: Mio. € 3,2) beinhalten insbesondere Dienstleistungen für Gesellschaften der weltweiten Mars-Gruppe.

Die Materialintensität belief sich im Berichtsjahr auf 64,1 Prozent und hat sich gegenüber dem Vorjahr (57,7 Prozent) stark verschlechtert. Das EBIT (finanzieller Leistungsindikator) ist infolge der konstant hohen Werbemaßnahmen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Segment Fitness- und Sportnahrung belastet. Zusätzlich ergaben sich außerplanmäßige Abschreibungen auf dieses Segment aufgrund angepasster Prognosebeurteilungen in Höhe von Mio. € 138,1. Weiterhin sind im Berichtszeitraum die Aufwendungen für Altersversorgungen erneut gestiegen (Mio. € +2,6). Das EBIT von Mio. € -221,2 liegt damit im Bereich der ursprünglichen Erwartung.

Das Finanzergebnis belief sich im Berichtsjahr auf Mio. € -3,7 (Vorjahr: Mio. € -3,7) und ist im Wesentlichen belastet durch Zinsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen sowie für langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Nach Berücksichtigung der Ertragssteuern, einschließlich den Effekten aus der Veränderung der latenten Steuern (Mio. € -7,9; Vorjahr: Mio. € -6,3), sowie der sonstigen Steuern endet das Geschäftsjahr des Mars Beteiligung Konzern mit einem Verlust von Mio. € 218,4, wobei der Muttergesellschaft ein Verlust von Mio. € 218,1 zugerechnet wird.

(III) Chancen und Risiken

Die Mars-Gruppe bekennt sich zum Standort Deutschland als Markt und als Produktionsstandort. Dies in Verbindung mit dem globalen Mars Nachhaltigkeitsprogramm "Sustainable in a Generation", das auch den deutschen Mars Beteiligung Konzern umfasst, und dem gleichzeitig wachsenden gesellschaftlichen Umweltbewusstsein, birgt langfristige Wachstumschancen. Das Nachhaltigkeitsprogramm befasst sich mit den Schlüsselbereichen, die in den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen festgelegt wurden, und enthält ehrgeizige, wissenschaftlich fundierte Ziele, die auf den Unternehmenswerten aufbauen. Die Mars-Gruppe investiert über 10 Jahre (2017-2027) mehr als 1 Milliarde USD in sein Nachhaltigkeitsengagement und fokussiert sich auf drei Säulen: den ökologischen Fußabdruck von Mars auf die Umwelt zu reduzieren, das Leben von einer Million Menschen in der Lieferkette zu verbessern sowie Wohlbefinden zu fördern.

Durch das globale Risikomanagementsystem "Enterprise Risk Management" der Mars-Gruppe, in welches der Mars Beteiligung Konzern eingebunden ist, können interne und externe Chancen und Risiken frühzeitig erkannt und Risiken über Frühwarnmechanismen durch geeignete Maßnahmen eingegrenzt werden.

Im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens werden über die geschäftsüblichen Chancen und Risiken (Konjunktur, Wettbewerb, Lieferanten, etc.) hinaus auch in den nächsten Geschäftsjahren signifikante Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet, die sich aus dem Russland/Ukraine-Krieg ergeben. Diese geopolitischen Unsicherheiten für die nachfolgenden Jahre und die daraus folgenden Sanktionen sowie Gegensanktionen hatten und haben wesentliche Auswirkungen auf die weltweiten wirtschaftlichen Tätigkeiten, die Stabilität der Lieferketten sowie der Produktion. Insbesondere die Inflation wurde angeheizt und führte zu einer erheblichen Verteuerung von Vorprodukten, Verpackungsmaterialien sowie Energiekosten.

Der Konzern und die lokale Geschäftsführung nutzen alle zur Verfügung stehenden etablierten wie auch neuen Prozesse und Systeme im Bereich Krisenmanagement und -prävention, um den Eintritt von Risiken, vor allem in der Produktion und in der Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden, zu vermeiden bzw. deren Auswirkung zu verringern und gleichzeitig entstehende Möglichkeiten zu nutzen.

Entscheidende Einflussgrößen für den wirtschaftlichen Erfolg des Mars Beteiligung Konzerns in deren Hauptgeschäftsfeldern bleiben die konjunkturelle Entwicklung der deutschen bzw. europäischen Lebensmittelwirtschaft sowie die Beliebtheit der Marken und Artikel. Neben der konsequenten Pflege und dem Ausbau der eigenen etablierten Marken (einschließlich der Marken von foodspring®) bieten die Einführung von Innovationen große Chancen. Dabei kann der Konzern auf die Erfahrungen der weltweit agierenden Mars-Gruppe zurückgreifen und berücksichtigt gleichzeitig das veränderte Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher in den unterschiedlichen Kategorien.

Die Ungewissheit der weltwirtschaftlichen Lage, die Energiekrise und die anhaltende Inflation erschwert eine Einschätzung über die Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt. Zum Ende des Jahres 2023 und im Jahr 2024 ergibt sich ein anderes Bild auf der Beschaffungsseite im Vergleich zum Vorjahr. Es wird nicht erwartet, dass sich die Preise für den Einkauf von Rohstoffen und Verpackungen wie im Vorjahr entwickeln werden, sondern eine Beruhigung eintreten kann. Im Bereich der Agrarprodukte ist weitestgehend ein Rückgang bei den Preisen zu verzeichnen genauso wie beim Gaspreis.

Der Euro/USD-Wechselkurs unterlag seit Januar 2021 einem kontinuierlichen Verfall bis zu seinem Tiefpunkt im vierten Quartal 2022. Seitdem ist eine Erholung eingetreten, wobei das Niveau von Januar 2021 noch nicht wieder erreicht werden konnte. Während sich niedrige Euro-Notierungen für das Exportgeschäft positiv auswirken können, überwiegen die Fremdwährungsrisiken insbesondere auf der Beschaffungsseite. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit Kurs-Sicherungsgeschäften.

Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen aufgrund einer bestehenden Patronatserklärung mit der Gesellschafterin Mars Nederland B.V., Veghel, Niederlande.

(IV) Ausblick

Nachdem Deutschland, aber auch die Weltwirtschaft im Jahr 2021 und 2022 eine starke Entwicklung des Bruttoinlandsprodukt gesehen hat, wurde für 2023 gemäß dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für Deutschland ein Rückgang von 0,3 Prozent verzeichnet und für das Jahr 2024 nur noch ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 0,3 Prozent erwartet. Die Frühjahrsprojektion aus dem April 2024 sieht einen Wendepunkt nach einer wirtschaftlichen Stagnationsphase der vorangegangenen zwei Jahre aufgrund des Ukraine/Russland-Krieges und den damit einhergehenden Energiepreisschocks und der hohen Inflation. Insbesondere die Strom- und Gaspreise sind schneller zurückgegangen als vorhergesagt und sollten die Kaufkraft stärken und den privaten Konsum stärken. Die Bundesregierung geht dabei im Jahresverlauf 2024 von einer sinkenden Inflationsrate, sinkenden Leitzinsen, steigenden Löhnen und Gehältern sowie einer anhaltenden stabilen Arbeitsmarktentwicklung aus, unterstütz durch zunehmende Impulse von der Außenwirtschaft. Die Bruttoanlageninvestitionen werden dennoch gegenüber 2023 schrumpfen. Sowohl Im- als auch Exporte waren in 2023 rückläufig und sind auch für 2024 negativ prognostiziert. Der Hauptrefinanzierungssatz der europäischen Zentralbank wurden im Zeitraum von Juli 2022 bis September 2023 stark erhöht auf nun 4,5 Prozent, um das mittelfristige Ziel einer Inflationsquote von 2 Prozent zu erreichen.

Insgesamt sieht sich der Mars Beteiligung Konzern aufgrund der Stabilität der Unternehmen, insbesondere hinsichtlich der konzerninternen Finanzierungsmöglichkeiten, gut positioniert. Durch den im ersten Halbjahr 2022 aufgetretenen Ukraine/Russland-Konflikt und den daraus resultierenden Entwicklungen ergeben sich je nach Segment unterschiedliche Auswirkungen für die Umsatz- und Ergebnisprognose. Die steigende Nachfrage nach Süßwaren in 2023 hat sich auch im Produktionsvolumen bemerkbar gemacht. Für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 ist zudem ein Anstieg bei den Verrechnungspreisen zu verzeichnen. Für 2024 wird derzeit davon ausgegangen, dass leicht steigende Volumen innerhalb der Mars-Gruppe angefragt werden im Vergleich zu 2023. Die Umsätze des M&M'S Retail Store im Jahr 2023 sind durch fehlende Tourismus-Gäste weiterhin auf einem niedrigen Niveau und werden auch für das Geschäftsjahr 2024 auf ähnlichem Niveau erwartet. Der Geschäftsbereich Fitness- und Sportnahrung hat sich im Umsatz im Jahr 2023 um circa ein Viertel verringert. Die Umsatzprognose für das Jahr 2024 stellt einen sehr leichten Rückgang in Aussicht. Die hohe Inflation sowie die erneut vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der Foodspring-Gruppe wird das EBIT in 2023 erneut stark belasten.

Somit wird für den Mars Beteiligung Konzern in 2023 ein EBIT deutlich über dem des Geschäftsjahres 2022 erwartet und für 2024 durch fehlende absehbare Sondereffekte erneut mit einem stark verbesserten EBIT gerechtet.

Bilanz

des Mars Beteiligung Konzerns

Aktiva

31. Dezember
in Mio. € Anhang 2022 2021
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.1. 187,3 351,4
Sachanlagen 3.1. 44,0 44,3
231,3 395,7
Umlaufvermögen
Vorräte 3.2. 23,1 21,2
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.3. 27,3 40,8
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1,6 0,5
52,0 62,5
Rechnungsabgrenzungsposten 1,4 0,8
Aktive latente Steuern 4.8. 0,9 -
Summe 285,6 459,0

Passiva

31. Dezember
in Mio. € Anhang 2022 2021
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 3.4. 0,1 0,1
Kapitalrücklage 3.4. 398,0 398,0
Verlustvortrag 3.4. 172,9 118,4
Konzernjahresergebnis 3.4. -218,1 -54,5
Nicht beherrschende Anteile 3.4. - -0,2
7,1 225,0
Rückstellungen 3.5. 111,2 100,6
Verbindlichkeiten 3.6. 167,3 126,4
Passive latente Steuern 4.8. - 7,0
Summe 285,6 459,0

Gewinn- und Verlustrechnung

des Mars Beteiligung Konzerns

1. Januar bis 31. Dezember
in Mio. € Anhang 2022 2021
Umsatzerlöse 4.1. 270,1 254,5
Erhöhung (+) oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen Erzeugnissen 0,0 0,1
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 4.2. 6,8 11,0
276,9 265,6
Materialaufwand 4.3. 173,2 146,9
Personalaufwand 4.4. 51,5 51,6
Abschreibungen 4.5. 176,5 35,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.6. 96,9 90,3
EBIT -221,2 -58,9
Finanzergebnis 4.7. -3,7 -3,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.8. -7,9 -6,3
Konzernergebnis nach Steuern -217,0 -56,3
Sonstige Steuern 1,4 0,0
Konzernjahresgesamtergebnis -218,4 -56,3
Konzernergebnis (Anteilseigner des Mutterunternehmens) -218,1 -54,5
Konzernergebnis (Nicht beherrschende Anteile) -0,3 -1,8

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

(1) Allgemeine Grundsätze

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 der Mars Beteiligung GmbH, Verden (MarsB oder Gesellschaft), wird nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in Mio. € aufgestellt. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Walsrode unter der Nummer HRB 208496 registriert.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung werden im Konzernabschluss die mit arabischen Zahlen versehenen Posten der Bilanz und die mit Buchstaben versehenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Zwischengröße EBIT ( E arnings B efore I nterest & T axes) eingefügt und die Zinserträge und -aufwendungen unter dem Posten Finanzergebnis zusammengefasst.

(2) Wesentliche Grundsätze der Konzernrechnungslegung

Handels- und Gesellschaftsrechtliche Vorgänge

Die MarsB hat mit Aktienkaufverträgen vom 1. Juli 2022, und Wirkung zum 6. bzw. 11. Juli 2022, weitere Anteile an der Goodminton AG erworben.

Die Foodspring Holding Inc., Atlanta, USA (Foodspring Inc.) sowie die Foodspring LLC, Atlanta, USA (Foodspring LLC) wurden am 28. Dezember 2021 aufgelöst.

Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

Zum Konzernabschluss gehören die Jahresabschlüsse folgender vollkonsolidierter Gesellschaften:

MarsB, Verden

Mars Confectionery Supply GmbH, Viersen (MarsC)

Mars Retail Services Germany GmbH, Verden (MarsR)

Goodminton AG, Berlin (Goodminton)

foodspring GmbH, Berlin (foodspring)

Die MarsC, MarsR, Goodminton und foodspring nehmen gemäß § 264 Abs. 3 HGB die Befreiungen von der Pflicht, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen in Anspruch.

Die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes der MarsB zum 31. Dezember 2022 ergibt sich aus folgender Übersicht:

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Anteile
Mars Confectionery Supply GmbH Viersen
Mars Retail Services Germany GmbH Verden 100,00 1
Goodminton AG Berlin 100,00
foodspring GmbH Berlin 100,00 2

1 Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Mars Beteiligung GmbH, Verden

2 Es besteht eine mittelbare Beteiligung über die Goodminton AG, Berlin

Kapitalkonsolidierung

Für die Kapitalkonsolidierung wurde für die erstmals konsolidierten Gesellschaften die Neubewertungsmethode angewandt.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung, Schuldenkonsolidierung

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises sind gegeneinander aufgerechnet worden.

Zwischenergebniseliminierung

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen lagen nicht vor.

Währungsumrechnung

Transaktionen der Gesellschaft oder der einbezogenen Tochterunternehmen, die in einer Fremdwährung erfolgten, werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Zugangs umgerechnet und an jedem Bilanzstichtag an den dann geltenden Wechselkurs angepasst. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände

Der unter den Immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus der erstmaligen Konsolidierung des im Geschäftsjahr 2018 erworbenen Tochterunternehmens MarsC (Restbuchwert Mio. € 45,8) sowie des im Jahr 2019 erworbenen Tochterunternehmens Goodminton und deren Tochtergesellschaften (Foodspring-Gruppe; Restbuchwert Mio. € 98,5). Die Abschreibung erfolgt für die MarsC gemäß § 309 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB planmäßig über 10 Jahre. Der Geschäfts- oder Firmenwert der Foodspring-Gruppe wird über 16 Jahre linear abgeschrieben und basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Im Geschäftsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von Mio. € 122,9 vorgenommen.

Im Posten Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind Markenrechte aus der erstmaligen Konsolidierung der Foodspring-Gruppe bilanziert, die analog zum Geschäfts- oder Firmenwert über 16 Jahre abgeschrieben werden (Restbuchwert Mio. € 41,4). Diese Markenrechte wurden im Geschäftsjahr außerplanmäßig abgeschrieben in Höhe von Mio. € 15,2.

Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (ein bis fünf Jahre) linear abgeschrieben.

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert; geleistete Anzahlungen mit dem Nennbetrag. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben; dabei werden, soweit nicht anlagenspezifischen Besonderheiten Rechnung zu tragen ist, die branchenüblichen Nutzungsdauern (drei bis 25 Jahren) zugrunde gelegt. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten bilanziert. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt sowie fertige Erzeugnisse zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Unterschreitet der am Bilanzstichtag beizulegende Wert die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, werden Abschreibungen vorgenommen. Da die zuerst hergestellten bzw. angeschafften Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe auch zuerst verbraucht werden, erfolgt der Ansatz nach der FIFO-Methode; bei den fertigen Erzeugnissen erfolgt der Ansatz zum gleitenden Durchschnitt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bilanziert. Bis zum Zahlungstag erwartete Kundenskonti werden dabei berücksichtigt. Erkennbare Ausfallrisiken werden einzelwertberichtigt. Die Pauschalabwertung auf Forderungen wird für das allgemeine Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.

Eigenkapital

Die Bilanzierung des gezeichneten Kapitals erfolgt zum Nennwert.

Rückstellungen

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dabei werden neben den Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck aus dem Jahr 2018, firmenspezifische Fluktuationsraten sowie folgende Parameter zugrunde gelegt:

Parameter
in % 2022 2021
Rechnungszins (für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren)
Durchschnittlicher Marktzins der vergangenen 10 Jahre 1,78 1,87
Durchschnittlicher Marktzins der vergangenen 7 Jahre 1,44 1,35
Dynamik der anrechenbaren Bezüge
anrechenbare Bezüge 3,25 3,25
Beitragsbemessungsgrenze 2,25 2,25
Rentenbezüge 1,50 1,75

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Altersversorgungsverpflichtungen auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Altersversorgungsverpflichtungen auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt Mio. € 6,7 (Vorjahr: Mio. € 9,8).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden für den voraussichtlichen Steueraufwand gebildet, der sich aufgrund abweichender Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und in den Steuerbilanzen ergeben.

Für die Ermittlung der latenten Steuern wurden Steuersätze in Höhe von 30,2 Prozent und 31,8 Prozent zugrunde gelegt. Dabei wurden neben der Körperschaftsteuer von 15,0 Prozent, der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Körperschaftsteuer und die jeweiligen Gewerbesteuersätze berücksichtigt.

(3) Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der Anlage zum Anhang (Anlagengitter).

3.2. Vorräte

31. Dezember
in Mio. € 2022 2021
Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 8,3 7,1
Fertige Erzeugnisse und Waren 14,6 13,0
Geleistete Anzahlungen 0,2 1,1
Summe 23,1 21,2

3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31. Dezember
in Mio. € 2022 2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4,6 3,6
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14,5 25,4
davon aus Lieferungen und Leistungen 14,0 4,8
davon aus sonstigen Vermögensgegenständen 0,5 0,0
davon aus konzerninternem Cashpooling - 20,6
Forderungen gegen Gesellschafter 0,7 4,3
davon aus Lieferungen und Leistungen 0,7 4,3
Sonstige Vermögensgegenstände 7,5 7,5
Summe 27,3 40,8

Bis auf sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von Mio. € 0,2 (Vorjahr: Mio. € 0,2) sind sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres fällig.

3.4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) von Mio. € 0,1 ist voll eingezahlt und wird zu 100,0 Prozent von der Mars Nederland B.V., Veghel, Niederlande (Mars NDL) gehalten.

Die Gesellschafterin der MarsB hat im vorherigen Geschäftsjahr eine Barkapitaleinlage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage in Höhe von Mio. € 43,5 geleistet.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

3.5. Rückstellungen

31. Dezember
in Mio. € 2022 2021
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 90,8 81,7
Sonstige Rückstellungen 20,4 18,9
Summe 111,2 100,6

Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Beträge für die Abdeckung von Risiken aus Drohverlusten und für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere für Restrukturierungen, ausstehende Löhne und Gehälter sowie Urlaubsansprüche.

3.6. Verbindlichkeiten

31. Dezember
in Mio. € 2022 2021
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34,8 28,4
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34,8 1,1
davon aus Lieferungen und Leistungen 2,2 1,1
davon aus konzerninternem Cashpool 32,6 -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 96,8 95,4
davon aus Lieferungen und Leistungen 3,7 2,3
davon aus Darlehen (einschließlich aufgelaufener Zinsen) 93,1 93,1
Sonstige Verbindlichkeiten 0,9 1,5
davon aus Steuern 0,6 0,5
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,1 0,2
Summe 167,3 126,4

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit nachfolgenden Ausnahmen kurzfristig:

31. Dezember 2022
in Mio. € > 1 Jahr > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 92,8 -
Vorjahr 92,8 92,8
Sonstige Verbindlichkeiten 0,1 -
Vorjahr 0,0 -
Summe 92,9 -

(4) Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

nach Regionen 1. Januar bis 31. Dezember
in Mio. € 2022 2021
Warenbezogene Umsätze
Inland (einschließlich Erlösschmälerungen) 87,2 58,9
Europa 179,2 191,1
Übrige Länder 0,0 1,3
Sonstige Umsatzerlöse 3,7 3,2
Summe 270,1 254,5
nach Geschäftsbereichen 1. Januar bis 31. Dezember
in Mio. € 2022 2021
Warenbezogene Umsätze
Fitness- und Sportnahrung 84,2 89,5
Süßwaren 179,4 160,3
Einzelhandel 2,8 1,5
Sonstige Umsatzerlöse 3,7 3,2
Summe 270,1 254,5

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben periodenfremden Erträgen (im wesentlichen aus Konzernumlagen) in Höhe von Mio. € 0,7 (Vorjahr: Mio. € 1,7), Gewinne aus Währungsumrechnung (Mio. € 0,9; Vorjahr: Mio. € 1,3) enthalten. Der Posten beinhaltet im Geschäftsjahr außergewöhnliche Erträge aus dem Verfall von Put-Optionen in Höhe von Mio. € 0,7 (Vorjahr Mio. € 7,6).

4.3. Materialaufwand

1. Januar bis 31. Dezember
in Mio. € 2022 2021
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 169,5 144,1
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3,7 2,8
Summe 173,2 146,9

4.4. Personalaufwand

1. Januar bis 31. Dezember
in Mio. € 2022 2021
Löhne und Gehälter 31,6 35,0
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 19,9 16,6
davon für Altersversorgung 13,5 10,9
Summe 51,5 51,6

Aufwendungen aus der Änderung des Zinssatzes der Pensionsrückstellungen werden im Personalaufwand unter den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgungen und für Unterstützung ausgewiesen (Mio. € 1,7, Vorjahr: Mio. € 7,0).

Auf die Angabe der im Berichtjahr gewährten Gesamtbezüge an die Geschäftsführer wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4.5. Abschreibungen

1. Januar bis 31. Dezember
in Mio. € 2022 2021
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 174,8 35,7
davon außerplanmäßige Abschreibungen 138,1 -
auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 1,7 -
Summe 176,5 35,7

4.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Werbemaßnahmen, Frachtkosten, sonstige Personalaufwendungen und Konzernumlagen enthalten. Weiterhin sind periodenfremde Aufwendungen (im wesentlichen Konzernumlagen) in Höhe von Mio. € 2,5 (Vorjahr: Mio. € 1,5) und Verluste aus Währungsumrechnung (Mio. € 0,6; Vorjahr: Mio. € 1,1) erfasst. Der Posten beinhaltet im Geschäftsjahr außergewöhnliche Aufwendungen aus dem Verfall von Call-Optionen (Mio. € 0,5; Vorjahr: Mio. € 6,1).

4.7. Finanzergebnis

1. Januar bis 31. Dezember
in Mio. € 2022 2021
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 0,0
davon aus verbundenen Unternehmen - -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3,7 3,7
davon an verbundene Unternehmen 2,1 2,1
davon aus Aufzinsung langfristiger Rückstellungen 1,5 1,6
Summe -3,7 -3,7

4.8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die Veränderungen der - in der Konzernbilanz ausgewiesenen - aktiven und passiven latenten Steuern (Mio. € 7,9; Vorjahr: Mio. € 5,8) enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern ergaben sich im Wesentlichen aus Bilanzierungsunterschieden bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Immateriellen Vermögensgegenständen.

(5) Ergänzenden Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Die bestehenden zukünftigen Verpflichtungen aus zum 31. Dezember 2022 bestehenden Miet- und Leasingverträgen betragen Mio. € 37,0 (Vorjahr: Mio. € 40,3), davon ergeben sich Mio. € 14,0 (Vorjahr: Mio. € 14,1) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Zur Sicherung von Fremdwährungs- und Preisrisiken werden Kurssicherungs- und Warentermingeschäfte abgeschlossen (von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht). Die Marktpreisbewertung erfolgt mit Hilfe des Vorliegens eines aktiven Marktes. Negative Marktwerte werden unter den Drohverlustrückstellungen erfasst. Eine Übersicht über die am 31. Dezember 2022 bestehenden schwebenden Verträge gibt die Anlage zum Anhang.

Zur Sicherstellung der Mietzahlungen für die Gewerbefläche des M&M's Retail Stores in Berlin hat die MarsB mit Datum vom 23. September 2020 der Vermieterin eine Patronatserklärung abgegeben, wonach die MarsB verpflichtet ist, die MarsR finanziell so auszustatten, dass diese in der Lage ist, sämtliche Verpflichtungen aus dem Mietvertrag zu erfüllen. Von einer Inanspruchnahme wird derzeit nicht ausgegangen, da die MarsR in das weltweite Cashpooling der Mars-Gesellschaften eingebunden ist und die Zahlungsfähigkeit der Konzerngesellschaften jederzeit gegeben ist.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 535 Mitarbeiter beschäftigt, aufgegliedert nach folgenden Bereichen:

Durchschnitt 2022
Produktion 263
Verwaltung und Vertrieb 272
Summe 535

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

1. Januar bis 31. Dezember
in Mio. € 2022 2021
Abschlussprüfungsleistungen 0,3 0,3
Steuerberatungsleistungen 0,3 0,7
Summe 0,6 1,0

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr bestanden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Im Geschäftsjahr 2023 werden außerplanmäßige Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes und weiterer immaterieller Vermögensgegenstände bei der Foodspring-Gruppe im hohen zweistelligen Millionenbereich vorgenommen

Die außerplanmäßige Abschreibung erfolgt aufgrund angepasster Prognosebeurteilungen in 2023. Dies hat wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern und führt dazu, dass das Eigenkapital auf der Aktivseite ausgewiesen wird. Zur Fortführung der Geschäftstätigkeit wurde eine Patronatserklärung von der Gesellschafterin an die MarsB abgegeben.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Beziehungen zum Gesellschafter

Die Gesellschaften des Mars Beteiligung Konzerns werden in den Konzernabschluss der Mars Inc., McLean, Virginia, USA als größten und der Wrigley International Holding Company, LLC, Wilmington Delaware, USA als kleinsten Konsolidierungskreis einbezogen.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Das Jahresergebnis des Mutterunternehmens soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Verden, 06. August 2024

Johanna Sprotte, Geschäftsführerin

Patrick Hölscher, Geschäftsführer

Anlagengitter

des Mars Beteiligung Konzerns

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
in Mio. € 1. Januar 2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31. Dezember 2022
Immaterielle Vermögensgegenstände 422,0 4,4 - - 426,4
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 76,4 - - - 76,4
Geschäfts- oder Firmenwert 345,6 4,4 - - 350,0
Sachanlagen 64,0 7,0 1,3 - 69,7
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8,8 0,2 0,6 0,0 8,4
Technische Anlagen und Maschinen 46,9 0,9 0,1 1,0 48,7
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5,6 0,3 0,4 0,1 5,6
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2,7 5,6 0,2 -1,1 7,0
Summe 486,0 11,4 1,3 - 496,1
Abschreibungen
in Mio. € 1. Januar 2022 Zugänge Abgänge 31. Dezember 2022
Immaterielle Vermögensgegenstände 70,6 168,5 - 239,1
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12,7 20,7 - 33,4
Geschäfts- oder Firmenwert 57,9 147,8 - 205,7
Sachanlagen 19,7 6,3 0,3 25,7
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,2 0,6 - 0,8
Technische Anlagen und Maschinen 17,5 4,9 - 22,4
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2,0 0,8 0,3 2,5
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
Summe 90,3 174,8 0,3 264,8
Buchwert
in Mio. € 31. Dezember 2022 31. Dezember 2021
Immaterielle Vermögensgegenstände 187,3 351,4
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43,0 63,7
Geschäfts- oder Firmenwert 144,3 287,7
Sachanlagen 44,0 44,3
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7,6 8,6
Technische Anlagen und Maschinen 26,3 29,4
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3,1 3,6
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7,0 2,7
Summe 231,3 395,7

Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2022

des Mars Beteiligung Konzerns

Kurssicherungsgeschäfte Terminkauf Volumen
Von (Währung) In (Währung) Verlust
in Mio €
Gewinn
in Mio €
Betrag
in Mio
Währung
EUR CAD 0,0 0,2 CAD
EUR GBP 0,0 0,1 GBP
EUR USD 0,2 4,6 USD
0,2 5,9
0,2 0,2
Warentermingeschäfte Terminkauf Volumen
Von Art Verlust
in Mio €
Gewinn
in Mio €
Betrag
in Mio €
Weizen SWOP 0,1 0,5
0,0 0,6
Magermilchpulver SWOP 0,6 4,4
Strom Future 0,1 2,1
1,2 3,6
Gas Future 0,2 0,5
0,0 0,5
1,0 1,2
Kurssicherungsgeschäfte Terminverkauf Volumen
Von (Währung) In (Währung) Verlust
in Mio €
Gewinn
in Mio €
Betrag
in Mio
Währung
CAD EUR CAD
0,0 0,1
GBP EUR GBP
0,7 26,4
USD EUR USD
0,0 1,9
0,0 0,7

Kapitalflussrechnung

des Mars Beteiligung Konzerns

1. Januar bis 31. Dezember
in Mio. € 2022 2021
Konzernjahresergebnis einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter -218,4 -56,3
Planmäßige Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 36,7 35,7
Zunahme der Rückstellungen 14,2 18,1
Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7,5 4,6
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 41,0 9,8
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1,0 0,6
Zinsaufwendungen 3,7 3,7
Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 137,9 -1,5
Ertragsteuerertrag -7,9 -6,3
Ertragssteuerzahlungen -1,6 -0,1
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 14,1 8,3
Auszahlungen für Investitionen in das immateriellen Anlagevermöge - -0,1
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -7,0 -13,1
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -3,9 -43,5
Erhaltene Zinsen 0,0 0,0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -10,9 -56,7
Einzahlung aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens - 43,5
Gezahlte Zinsen -2,1 -2,1
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2,1 41,4
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1,1 -7,0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0,5 7,5
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1,6 0,5

Eigenkapitalspiegel

des Mars Beteiligung Konzerns

in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Konzernergebnis das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
1. Januar 2021 0,1 354,5 76,6 -41,8
Umgliederung Konzernjahresergebnis Vorjahr - - 41,8 41,8
Einstellung gemäß Beschluss vom 25. Mai 2021 - 43,5 - -
Hinzuerwerb weiterer Anteile an der Goodminton AG - - - -
Konzernjahresergebnis - - - -54,5
31. Dezember 2021 0,1 398,0 118,4 -54,5
Umgliederung Konzernjahresergebnis Vorjahr - - 54,5 54,5
Hinzuerwerb weiterer Anteile an der Goodminton AG - - - -
Konzernjahresergebnis - - - -218,1
Umgliederung von auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste(-) - - - -
31. Dezember 2022 0,1 398,0 172,9 -218,1
in Mio. € Nicht beherrschende Anteile Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste(-) Konzerneigenkapital
1. Januar 2021 6,1 -4,0 238,3
Umgliederung Konzernjahresergebnis Vorjahr -4,0 4,0 -
Einstellung gemäß Beschluss vom 25. Mai 2021 - - 43,5
Hinzuerwerb weiterer Anteile an der Goodminton AG -0,5 - -0,5
Konzernjahresergebnis - -1,8 -56,3
31. Dezember 2021 1,6 -1,8 225,0
Umgliederung Konzernjahresergebnis Vorjahr -1,8 1,8 0,0
Hinzuerwerb weiterer Anteile an der Goodminton AG 0,5 - 0,5
Konzernjahresergebnis - -0,3 -218,4
Umgliederung von auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste(-) -0,3 0,3 0,3
31. Dezember 2022 - - 7,1

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mars Beteiligung GmbH, Verden

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Mars Beteiligung GmbH, Verden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mars Beteiligung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 06. August 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Wesch, Wirtschaftsprüfer

ppa. Katharina Lange, Wirtschaftsprüferin

Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 20.08.2024 gebilligt.

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3 nahegelegene Organisationen

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