Mars Beteiligung GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jane Hwang seit 26.2.2025 | Geschäftsführer |
Anna Schröder seit 23.2.2024 | Prokura |
Julien Wagner seit 6.7.2021 | Prokura |
Romy Wölfert seit 25.5.2020 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mars Beteiligung GmbHVerdenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022(I) Grundlagen des KonzernsDer Mars Beteiligung Konzern gehört zur weltweit agierenden Mars, Incorporated Unternehmensgruppe (nachfolgend "Mars-Gruppe"). Er setzt sich aus drei Hauptgeschäftsfeldern zusammen: Vertrieb von Fitness- und Sportnahrung, dem Einzelhandel und der Süßwarenproduktion, welche in Deutschland das Werk am Standort Viersen umfasst. Die vom oder für den Mars Beteiligung Konzern hergestellten Produkte werden größtenteils in Europa vertrieben. Daneben erbringt der Mars Beteiligung Konzern im Rahmen seiner Zugehörigkeit zur internationalen Mars-Gruppe konzerninterne Dienstleistungen. (II) Wirtschaftsbericht(1) Gesamtwirtschaftliche Lage Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2021 durch einen starken Anstieg beim Wirtschaftswachstum (Bruttoinlandsprodukt) gekennzeichnet, die sich im Geschäftsjahr 2022 nicht komplett wiederholen konnte. Die gesamtwirtschaftliche Leistung stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um +1,9 Prozent und lag damit unter dem Vorjahresniveau (+2,6 Prozent) sowie unter der Vorjahresprojektion (+2,2 Prozent). Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sind insbesondere nominal stark gestiegen. Getrieben wurde der Preisanstieg vor allem für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Russland/Ukraine-Krieges. Die Staatsausgaben sind preisbereinigt erneut dynamisch gewachsen. Die Arbeitslosenquote ging zurück und die Erwerbstätigkeit legte kräftig zu. Die Investitionen in Deutschland sind durch die Unsicherheiten generell spürbar gedämpft und durch bestehende Materialknappheit, fehlende Fachkräfte und steigende Finanzierungskosten belastet. 2022 konnte Deutschland bzw. der Außenhandel noch durch Aufholeffekte nach der weltweiten Covid-19-Pandemie profitieren. Es machte sich aber auch hier die genannte Energiekrise in einem langsamer wachsenden Export im Gegensatz zum Import bemerkbar. Der konjunkturelle Abschwung des Welthandels ist dabei ausschlaggebend für einen Nachfragerückgang bei Anlagen und Maschinen. Laut HDE (Handelsverband Deutschland) verzeichnete der Einzelhandel im Jahr 2022 ein nominales Umsatzplus von +7,8 Prozent, womit der Absatz in nominaler Rechnung zum dreizehnten Mal in Folge stieg. Der Lebensmitteleinzelhandel verzeichnete 2022 einen nominalen Anstieg von +23,2 Prozent und entwickelte sich damit weit über dem Niveau zum gesamten Einzelhandel. Nach einer Studie des Bundesverband E-Commerce und des Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) wurde der Erfolgstrend des E-Commerce mit einem Gesamtumsatz von € 90,4 Mrd. im Jahr 2022 somit einem Rückgang von 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland gestoppt. (2) Geschäftsverlauf und Aktivitäten des Konzerns Der Konzernabschluss der Mars Beteiligung GmbH (MarsB) ist in 2019 erstmalig aufgestellt worden. In 2019 kam es zur Erstkonsolidierung der Mars Confectionery Supply GmbH (MarsC), der Mars Retail Services Germany GmbH (MarsR) und der Foodspring-Gruppe. Die MarsC enthält die Süßwarenproduktion am Standort in Viersen und ist als Auftragsfertiger der Mars-Gruppe zu vereinbarten Verrechnungspreisen tätig. Die MarsR wurde am 13. September 2019 erworben und enthält den M&M'S World Store in Berlin (nachfolgend "M&M'S Retail Store). Die Foodspring-Gruppe wurde am 3. September 2019 erworben und beinhaltet den Geschäftsbereich der Fitness- und Sportnahrung über die Gesellschaften Goodminton AG und foodspring GmbH. Insgesamt entspricht die warenbezogene Umsatzentwicklung (finanzieller Leistungsindikator) des MarsB Konzerns dem Plan im Geschäftsjahr 2022. Geschäftsbereich Süßwaren Im Jahr 2022 verzeichnete die Kategorie Schokolade in Deutschland einen Rückgang von -4,2 Prozent. Der Umsatzrückgang bei Schokolade betraf alle Segmente, vor allem Schoko-Knabber-Artikel (-14,4 Prozent), aber auch Pralinen (-4,2 Prozent), Tafeln (-3,6 Prozent), Schokoladen-Hohlfiguren (-2,8 Prozent) und Riegel (-2,6 Prozent). Die MarsC ist nur in den Subkategorien Schoko-Knabber-Artikel und Frucht- und Nuss-Snackriegel tätig. Der Mars Beteiligung Konzern erzielte in dieser Geschäftssparte einen Gesamtumsatz von Mio. € 179,4 (+11,9 Prozent gegenüber Vorjahr) als Auftragsfertiger für verbundene Unternehmen und ist vornehmlich von den europäischen Mars Gesellschaften abhängig sowie an Verrechnungspreise gebunden. Die Umsätze erklären sich daher insbesondere durch die Produktionsvolumen, wobei im Geschäftsjahr inflationsbedingt, stark erhöhte Verrechnungspreise weitergegeben worden. Geschäftsbereich Fitness- und Sportnahrung Die Foodspring-Gruppe vertreibt ihre Produkte hauptsächlich über ihren Onlineshop (E-Commerce) sowie im Lebensmitteleinzelhandel. Der Umsatz des Lebensmitteleinzelhandels ist im Jahr 2022 erneut gestiegen, wobei dieser Geschäftsbereich von verschiedenen Marktentwicklungen profitieren konnte. Dabei wuchsen Food-Vollsortimenter um 4,4 Prozent, Discounter um 8,1 Prozent, während SB-Warenhäuser um 3,2 Prozent gestiegen sind. 2022 verzeichneten Bioprodukte einen leichten Umsatzrückgang von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Mars Beteiligung Konzern erzielte in diesem Geschäftssegment einen Umsatz von Mio. € 84,2 (-5,9 Prozent gegenüber Vorjahr) und konnte den geplanten Jahresumsatz nicht erreichen. Die geringen Umsätze ergaben sich, trotz höherer Werbemaßnahmen, durch niedrigere Webseitenbesuche sowie einem Rückgang der Bestellungen pro Kunde. Geschäftsbereich Einzelhandel Am 2. Oktober 2021 wurde in strategisch wichtiger Lage am Kurfürstendamm/Berlin, der über 3.000 Quadratmeter große M&M'S Retail Store eröffnet. Neben dem klassischen Verkauf von M&M'S Linsen und Werbeartikeln ist im Store ein Café für den Verkauf von M&M'S Eis, Backwaren und heißen sowie kalten Getränken integriert. Der Mars Beteiligung Konzern erzielte in diesem Geschäftsbereich einen Umsatz von Mio. € 2,8 (+86,7 Prozent gegenüber Vorjahr) entsprechend den Erwartungen. (3) Produktion Das Produktionsvolumen der Süßwarenfabrik in Viersen lag mit 52,4 ktn über dem Vorjahreswert von 49,2 ktn. Im Berichtsjahr wurden erneut die "TWIX Limited Edition - Spekulatius Gewürz", "TWIX White" und "TWIX Salted Caramel" hergestellt. Insgesamt steigerte die Fabrik im Jahr 2022 ihr produziertes Volumen, hauptsächlich durch die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf dem gesamten Sortiment. Für 2023 ist ein starker Anstieg auf 59,3 ktn zu verzeichnen, der im Jahr 2024 voraussichtlich noch gesteigert werden kann. (4) Investitionen und Desinvestitionen Die Sachinvestitionen an den deutschen Standorten beliefen sich 2022 auf Mio. € 7,0. Die größten Projekte betrafen den Produktionsstandort Viersen, unter anderem für Kapazitätserweiterungen. (5) Mitarbeitende Am Jahresende 2022 beschäftigte der Mars Beteiligung Konzern an den deutschen Standorten 548 Mitarbeitende. Die betrieblichen Sozialleistungen umfassen u.a. für einen Großteil der Mitarbeitenden eine arbeitgeber- sowie eine arbeitnehmerseitig finanzierte betriebliche Altersvorsorge, einen hochwertigen Versicherungsschutz, Aufstockung des Krankengeldes sowie Nutzung der Betriebskantine am Standort Viersen. Die deutschen Unternehmen der Mars-Gruppe haben sich zum Ziel gesetzt, langfristig zu den besten fünf Arbeitgebern Deutschlands zu gehören (nichtfinanzieller Leistungsindikator). Zur Messung der mitarbeiterorientierten Arbeitsplatzkultur und der herausragenden Arbeitsplatzbedingungen wird der Mars Deutschland Score auf der Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu herangezogen. In den Jahren 2008 bis 2023 lag dieser bei 4,1 von 5 und damit 25 Prozent über dem Durchschnitt der Nahrungsmittel- und Landwirtschaftsbranche. Das Ziel für 2024 ist erneut ein Score über 4, der mindestens 25 Prozent über dem Branchendurchschnitt liegen soll. (6) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögens- und Finanzlage Die Aktivseite ist geprägt durch das hohe Anlagevermögen, welches insbesondere den Geschäfts- oder Firmenwert für die MarsC und die Foodspring-Gruppe enthält und zum Jahresende einen Restbuchwert von Mio. € 144,3 (Vorjahr: Mio. € 287,7) aufweist. Weiterhin beinhaltet der Posten, entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten, im Wesentlichen den Markennamen foodspring®. Der Geschäfts- oder Firmenwert für die Foodspring-Gruppe ist im Berichtsjahr durch weitere Anteilskäufe Anfang Juli 2022 erneut angestiegen (Mio. € 4,4) aber durch außerplanmäßige Abschreibungen wieder stark reduziert (Mio. € 122,9). Zusätzlich wurde der Markenname um Mio. € 15,2 außerplanmäßig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen enthält weitestgehend die Anlagen der Süßwarenfabrik in Viersen. Das Umlaufvermögen ist geprägt durch hohe Vorratsbestände (Mio. € 23,1; Vorjahr: Mio. € 21,2) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mio. € 14,5; Vorjahr: Mio. € 25,4), die sich größtenteils aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. € 14,0; Vorjahr: Mio. € 4,8) ergeben. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen von Mio. € 6,9 (Vorjahr: Mio. € 6,1). Die Passivseite ist durch Sondereffekte beeinflusst, wobei die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, trotz eines Transfers von Pensionsverpflichtungen in den Pensionsfonds, erneut stark angestiegen sind. Ursächlich waren inflationsbedingte Anpassungen von Renten- und Gehaltsannahmen. Darüber hinaus weist der Mars Beteiligung Konzern einen hohen Bestand an Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen aus (Mio. € 131,6, Vorjahr: Mio. € 96,5). Darin spiegelt sich die enge Verflechtung innerhalb der weltweiten Mars-Gruppe wider. Das überwiegend in die Produktion und in immaterielle Vermögensgegenstände investierte Anlagevermögen ist überwiegend durch Eigenkapital und mittel- bzw. langfristiges Fremdkapital gedeckt. Die Finanzierung der Geschäfte des Mars Beteiligung Konzern erfolgt im Wesentlichen über ein weltweites Cashpooling. Dabei fungiert die Schwestergesellschaft Mars GmbH, Verden als Cashpoolführer für die deutschen Mars-Gesellschaften. Die Zahlungsfähigkeit der Konzerngesellschaften war jederzeit gegeben. Der Finanzmittelfonds beläuft sich zum Jahresende 2022 auf Mio. € 1,6 (Vorjahr Mio. € 0,5). Die Sachinvestitionen konnten dabei vollständig aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden. Trotz des negativen Konzernergebnisses ergibt sich ein positives Eigenkapital von Mio. € 7,1 (Vorjahr: Mio. € 225,0). Ertragslage Der Gesamtumsatz des Mars Beteiligung Konzerns für Warenlieferungen belief sich auf Mio. € 266,4 (Vorjahr: Mio. € 251,3) und entspricht damit den Erwartungen. Dabei wurde der Umsatz mit Mio. € 179,2 (Vorjahr: Mio. € 191,1) überwiegend in Europa (ohne Inland) generiert, wobei die Niederlande der größte Absatzmarkt sind. Die sonstigen Umsatzerlöse von Mio. € 3,7 (Vorjahr: Mio. € 3,2) beinhalten insbesondere Dienstleistungen für Gesellschaften der weltweiten Mars-Gruppe. Die Materialintensität belief sich im Berichtsjahr auf 64,1 Prozent und hat sich gegenüber dem Vorjahr (57,7 Prozent) stark verschlechtert. Das EBIT (finanzieller Leistungsindikator) ist infolge der konstant hohen Werbemaßnahmen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Segment Fitness- und Sportnahrung belastet. Zusätzlich ergaben sich außerplanmäßige Abschreibungen auf dieses Segment aufgrund angepasster Prognosebeurteilungen in Höhe von Mio. € 138,1. Weiterhin sind im Berichtszeitraum die Aufwendungen für Altersversorgungen erneut gestiegen (Mio. € +2,6). Das EBIT von Mio. € -221,2 liegt damit im Bereich der ursprünglichen Erwartung. Das Finanzergebnis belief sich im Berichtsjahr auf Mio. € -3,7 (Vorjahr: Mio. € -3,7) und ist im Wesentlichen belastet durch Zinsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen sowie für langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Nach Berücksichtigung der Ertragssteuern, einschließlich den Effekten aus der Veränderung der latenten Steuern (Mio. € -7,9; Vorjahr: Mio. € -6,3), sowie der sonstigen Steuern endet das Geschäftsjahr des Mars Beteiligung Konzern mit einem Verlust von Mio. € 218,4, wobei der Muttergesellschaft ein Verlust von Mio. € 218,1 zugerechnet wird. (III) Chancen und RisikenDie Mars-Gruppe bekennt sich zum Standort Deutschland als Markt und als Produktionsstandort. Dies in Verbindung mit dem globalen Mars Nachhaltigkeitsprogramm "Sustainable in a Generation", das auch den deutschen Mars Beteiligung Konzern umfasst, und dem gleichzeitig wachsenden gesellschaftlichen Umweltbewusstsein, birgt langfristige Wachstumschancen. Das Nachhaltigkeitsprogramm befasst sich mit den Schlüsselbereichen, die in den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen festgelegt wurden, und enthält ehrgeizige, wissenschaftlich fundierte Ziele, die auf den Unternehmenswerten aufbauen. Die Mars-Gruppe investiert über 10 Jahre (2017-2027) mehr als 1 Milliarde USD in sein Nachhaltigkeitsengagement und fokussiert sich auf drei Säulen: den ökologischen Fußabdruck von Mars auf die Umwelt zu reduzieren, das Leben von einer Million Menschen in der Lieferkette zu verbessern sowie Wohlbefinden zu fördern. Durch das globale Risikomanagementsystem "Enterprise Risk Management" der Mars-Gruppe, in welches der Mars Beteiligung Konzern eingebunden ist, können interne und externe Chancen und Risiken frühzeitig erkannt und Risiken über Frühwarnmechanismen durch geeignete Maßnahmen eingegrenzt werden. Im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens werden über die geschäftsüblichen Chancen und Risiken (Konjunktur, Wettbewerb, Lieferanten, etc.) hinaus auch in den nächsten Geschäftsjahren signifikante Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet, die sich aus dem Russland/Ukraine-Krieg ergeben. Diese geopolitischen Unsicherheiten für die nachfolgenden Jahre und die daraus folgenden Sanktionen sowie Gegensanktionen hatten und haben wesentliche Auswirkungen auf die weltweiten wirtschaftlichen Tätigkeiten, die Stabilität der Lieferketten sowie der Produktion. Insbesondere die Inflation wurde angeheizt und führte zu einer erheblichen Verteuerung von Vorprodukten, Verpackungsmaterialien sowie Energiekosten. Der Konzern und die lokale Geschäftsführung nutzen alle zur Verfügung stehenden etablierten wie auch neuen Prozesse und Systeme im Bereich Krisenmanagement und -prävention, um den Eintritt von Risiken, vor allem in der Produktion und in der Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden, zu vermeiden bzw. deren Auswirkung zu verringern und gleichzeitig entstehende Möglichkeiten zu nutzen. Entscheidende Einflussgrößen für den wirtschaftlichen Erfolg des Mars Beteiligung Konzerns in deren Hauptgeschäftsfeldern bleiben die konjunkturelle Entwicklung der deutschen bzw. europäischen Lebensmittelwirtschaft sowie die Beliebtheit der Marken und Artikel. Neben der konsequenten Pflege und dem Ausbau der eigenen etablierten Marken (einschließlich der Marken von foodspring®) bieten die Einführung von Innovationen große Chancen. Dabei kann der Konzern auf die Erfahrungen der weltweit agierenden Mars-Gruppe zurückgreifen und berücksichtigt gleichzeitig das veränderte Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher in den unterschiedlichen Kategorien. Die Ungewissheit der weltwirtschaftlichen Lage, die Energiekrise und die anhaltende Inflation erschwert eine Einschätzung über die Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt. Zum Ende des Jahres 2023 und im Jahr 2024 ergibt sich ein anderes Bild auf der Beschaffungsseite im Vergleich zum Vorjahr. Es wird nicht erwartet, dass sich die Preise für den Einkauf von Rohstoffen und Verpackungen wie im Vorjahr entwickeln werden, sondern eine Beruhigung eintreten kann. Im Bereich der Agrarprodukte ist weitestgehend ein Rückgang bei den Preisen zu verzeichnen genauso wie beim Gaspreis. Der Euro/USD-Wechselkurs unterlag seit Januar 2021 einem kontinuierlichen Verfall bis zu seinem Tiefpunkt im vierten Quartal 2022. Seitdem ist eine Erholung eingetreten, wobei das Niveau von Januar 2021 noch nicht wieder erreicht werden konnte. Während sich niedrige Euro-Notierungen für das Exportgeschäft positiv auswirken können, überwiegen die Fremdwährungsrisiken insbesondere auf der Beschaffungsseite. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit Kurs-Sicherungsgeschäften. Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen aufgrund einer bestehenden Patronatserklärung mit der Gesellschafterin Mars Nederland B.V., Veghel, Niederlande. (IV) AusblickNachdem Deutschland, aber auch die Weltwirtschaft im Jahr 2021 und 2022 eine starke Entwicklung des Bruttoinlandsprodukt gesehen hat, wurde für 2023 gemäß dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für Deutschland ein Rückgang von 0,3 Prozent verzeichnet und für das Jahr 2024 nur noch ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 0,3 Prozent erwartet. Die Frühjahrsprojektion aus dem April 2024 sieht einen Wendepunkt nach einer wirtschaftlichen Stagnationsphase der vorangegangenen zwei Jahre aufgrund des Ukraine/Russland-Krieges und den damit einhergehenden Energiepreisschocks und der hohen Inflation. Insbesondere die Strom- und Gaspreise sind schneller zurückgegangen als vorhergesagt und sollten die Kaufkraft stärken und den privaten Konsum stärken. Die Bundesregierung geht dabei im Jahresverlauf 2024 von einer sinkenden Inflationsrate, sinkenden Leitzinsen, steigenden Löhnen und Gehältern sowie einer anhaltenden stabilen Arbeitsmarktentwicklung aus, unterstütz durch zunehmende Impulse von der Außenwirtschaft. Die Bruttoanlageninvestitionen werden dennoch gegenüber 2023 schrumpfen. Sowohl Im- als auch Exporte waren in 2023 rückläufig und sind auch für 2024 negativ prognostiziert. Der Hauptrefinanzierungssatz der europäischen Zentralbank wurden im Zeitraum von Juli 2022 bis September 2023 stark erhöht auf nun 4,5 Prozent, um das mittelfristige Ziel einer Inflationsquote von 2 Prozent zu erreichen. Insgesamt sieht sich der Mars Beteiligung Konzern aufgrund der Stabilität der Unternehmen, insbesondere hinsichtlich der konzerninternen Finanzierungsmöglichkeiten, gut positioniert. Durch den im ersten Halbjahr 2022 aufgetretenen Ukraine/Russland-Konflikt und den daraus resultierenden Entwicklungen ergeben sich je nach Segment unterschiedliche Auswirkungen für die Umsatz- und Ergebnisprognose. Die steigende Nachfrage nach Süßwaren in 2023 hat sich auch im Produktionsvolumen bemerkbar gemacht. Für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 ist zudem ein Anstieg bei den Verrechnungspreisen zu verzeichnen. Für 2024 wird derzeit davon ausgegangen, dass leicht steigende Volumen innerhalb der Mars-Gruppe angefragt werden im Vergleich zu 2023. Die Umsätze des M&M'S Retail Store im Jahr 2023 sind durch fehlende Tourismus-Gäste weiterhin auf einem niedrigen Niveau und werden auch für das Geschäftsjahr 2024 auf ähnlichem Niveau erwartet. Der Geschäftsbereich Fitness- und Sportnahrung hat sich im Umsatz im Jahr 2023 um circa ein Viertel verringert. Die Umsatzprognose für das Jahr 2024 stellt einen sehr leichten Rückgang in Aussicht. Die hohe Inflation sowie die erneut vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der Foodspring-Gruppe wird das EBIT in 2023 erneut stark belasten. Somit wird für den Mars Beteiligung Konzern in 2023 ein EBIT deutlich über dem des Geschäftsjahres 2022 erwartet und für 2024 durch fehlende absehbare Sondereffekte erneut mit einem stark verbesserten EBIT gerechtet. Bilanzdes Mars Beteiligung KonzernsAktiva
Gewinn- und Verlustrechnungdes Mars Beteiligung Konzerns
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022(1) Allgemeine GrundsätzeDer Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 der Mars Beteiligung GmbH, Verden (MarsB oder Gesellschaft), wird nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in Mio. € aufgestellt. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Walsrode unter der Nummer HRB 208496 registriert. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung werden im Konzernabschluss die mit arabischen Zahlen versehenen Posten der Bilanz und die mit Buchstaben versehenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Zwischengröße EBIT ( E arnings B efore I nterest & T axes) eingefügt und die Zinserträge und -aufwendungen unter dem Posten Finanzergebnis zusammengefasst. (2) Wesentliche Grundsätze der KonzernrechnungslegungHandels- und Gesellschaftsrechtliche Vorgänge Die MarsB hat mit Aktienkaufverträgen vom 1. Juli 2022, und Wirkung zum 6. bzw. 11. Juli 2022, weitere Anteile an der Goodminton AG erworben. Die Foodspring Holding Inc., Atlanta, USA (Foodspring Inc.) sowie die Foodspring LLC, Atlanta, USA (Foodspring LLC) wurden am 28. Dezember 2021 aufgelöst. Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungskreis Zum Konzernabschluss gehören die Jahresabschlüsse folgender vollkonsolidierter Gesellschaften:
Die MarsC, MarsR, Goodminton und foodspring nehmen gemäß § 264 Abs. 3 HGB die Befreiungen von der Pflicht, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen in Anspruch. Die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes der MarsB zum 31. Dezember 2022 ergibt sich aus folgender Übersicht:
1 Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Mars Beteiligung GmbH, Verden 2 Es besteht eine mittelbare Beteiligung über die Goodminton AG, Berlin Kapitalkonsolidierung Für die Kapitalkonsolidierung wurde für die erstmals konsolidierten Gesellschaften die Neubewertungsmethode angewandt. Aufwands- und Ertragskonsolidierung, Schuldenkonsolidierung Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises sind gegeneinander aufgerechnet worden. Zwischenergebniseliminierung Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen lagen nicht vor. Währungsumrechnung Transaktionen der Gesellschaft oder der einbezogenen Tochterunternehmen, die in einer Fremdwährung erfolgten, werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Zugangs umgerechnet und an jedem Bilanzstichtag an den dann geltenden Wechselkurs angepasst. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände Der unter den Immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus der erstmaligen Konsolidierung des im Geschäftsjahr 2018 erworbenen Tochterunternehmens MarsC (Restbuchwert Mio. € 45,8) sowie des im Jahr 2019 erworbenen Tochterunternehmens Goodminton und deren Tochtergesellschaften (Foodspring-Gruppe; Restbuchwert Mio. € 98,5). Die Abschreibung erfolgt für die MarsC gemäß § 309 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB planmäßig über 10 Jahre. Der Geschäfts- oder Firmenwert der Foodspring-Gruppe wird über 16 Jahre linear abgeschrieben und basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Im Geschäftsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von Mio. € 122,9 vorgenommen. Im Posten Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind Markenrechte aus der erstmaligen Konsolidierung der Foodspring-Gruppe bilanziert, die analog zum Geschäfts- oder Firmenwert über 16 Jahre abgeschrieben werden (Restbuchwert Mio. € 41,4). Diese Markenrechte wurden im Geschäftsjahr außerplanmäßig abgeschrieben in Höhe von Mio. € 15,2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (ein bis fünf Jahre) linear abgeschrieben. Sachanlagen Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert; geleistete Anzahlungen mit dem Nennbetrag. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben; dabei werden, soweit nicht anlagenspezifischen Besonderheiten Rechnung zu tragen ist, die branchenüblichen Nutzungsdauern (drei bis 25 Jahren) zugrunde gelegt. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten bilanziert. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt sowie fertige Erzeugnisse zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Unterschreitet der am Bilanzstichtag beizulegende Wert die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, werden Abschreibungen vorgenommen. Da die zuerst hergestellten bzw. angeschafften Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe auch zuerst verbraucht werden, erfolgt der Ansatz nach der FIFO-Methode; bei den fertigen Erzeugnissen erfolgt der Ansatz zum gleitenden Durchschnitt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bilanziert. Bis zum Zahlungstag erwartete Kundenskonti werden dabei berücksichtigt. Erkennbare Ausfallrisiken werden einzelwertberichtigt. Die Pauschalabwertung auf Forderungen wird für das allgemeine Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Eigenkapital Die Bilanzierung des gezeichneten Kapitals erfolgt zum Nennwert. Rückstellungen Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dabei werden neben den Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck aus dem Jahr 2018, firmenspezifische Fluktuationsraten sowie folgende Parameter zugrunde gelegt:
Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Altersversorgungsverpflichtungen auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Altersversorgungsverpflichtungen auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt Mio. € 6,7 (Vorjahr: Mio. € 9,8). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden für den voraussichtlichen Steueraufwand gebildet, der sich aufgrund abweichender Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und in den Steuerbilanzen ergeben. Für die Ermittlung der latenten Steuern wurden Steuersätze in Höhe von 30,2 Prozent und 31,8 Prozent zugrunde gelegt. Dabei wurden neben der Körperschaftsteuer von 15,0 Prozent, der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Körperschaftsteuer und die jeweiligen Gewerbesteuersätze berücksichtigt. (3) Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz3.1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der Anlage zum Anhang (Anlagengitter). 3.2. Vorräte
3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Bis auf sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von Mio. € 0,2 (Vorjahr: Mio. € 0,2) sind sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres fällig. 3.4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) von Mio. € 0,1 ist voll eingezahlt und wird zu 100,0 Prozent von der Mars Nederland B.V., Veghel, Niederlande (Mars NDL) gehalten. Die Gesellschafterin der MarsB hat im vorherigen Geschäftsjahr eine Barkapitaleinlage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage in Höhe von Mio. € 43,5 geleistet. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen. 3.5. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Beträge für die Abdeckung von Risiken aus Drohverlusten und für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere für Restrukturierungen, ausstehende Löhne und Gehälter sowie Urlaubsansprüche. 3.6. Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit nachfolgenden Ausnahmen kurzfristig:
(4) Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung4.1. Umsatzerlöse
4.2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben periodenfremden Erträgen (im wesentlichen aus Konzernumlagen) in Höhe von Mio. € 0,7 (Vorjahr: Mio. € 1,7), Gewinne aus Währungsumrechnung (Mio. € 0,9; Vorjahr: Mio. € 1,3) enthalten. Der Posten beinhaltet im Geschäftsjahr außergewöhnliche Erträge aus dem Verfall von Put-Optionen in Höhe von Mio. € 0,7 (Vorjahr Mio. € 7,6). 4.3. Materialaufwand
4.4. Personalaufwand
Aufwendungen aus der Änderung des Zinssatzes der Pensionsrückstellungen werden im Personalaufwand unter den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgungen und für Unterstützung ausgewiesen (Mio. € 1,7, Vorjahr: Mio. € 7,0). Auf die Angabe der im Berichtjahr gewährten Gesamtbezüge an die Geschäftsführer wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4.5. Abschreibungen
4.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Werbemaßnahmen, Frachtkosten, sonstige Personalaufwendungen und Konzernumlagen enthalten. Weiterhin sind periodenfremde Aufwendungen (im wesentlichen Konzernumlagen) in Höhe von Mio. € 2,5 (Vorjahr: Mio. € 1,5) und Verluste aus Währungsumrechnung (Mio. € 0,6; Vorjahr: Mio. € 1,1) erfasst. Der Posten beinhaltet im Geschäftsjahr außergewöhnliche Aufwendungen aus dem Verfall von Call-Optionen (Mio. € 0,5; Vorjahr: Mio. € 6,1). 4.7. Finanzergebnis
4.8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die Veränderungen der - in der Konzernbilanz ausgewiesenen - aktiven und passiven latenten Steuern (Mio. € 7,9; Vorjahr: Mio. € 5,8) enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern ergaben sich im Wesentlichen aus Bilanzierungsunterschieden bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Immateriellen Vermögensgegenständen. (5) Ergänzenden AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Die bestehenden zukünftigen Verpflichtungen aus zum 31. Dezember 2022 bestehenden Miet- und Leasingverträgen betragen Mio. € 37,0 (Vorjahr: Mio. € 40,3), davon ergeben sich Mio. € 14,0 (Vorjahr: Mio. € 14,1) gegenüber verbundenen Unternehmen. Zur Sicherung von Fremdwährungs- und Preisrisiken werden Kurssicherungs- und Warentermingeschäfte abgeschlossen (von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht). Die Marktpreisbewertung erfolgt mit Hilfe des Vorliegens eines aktiven Marktes. Negative Marktwerte werden unter den Drohverlustrückstellungen erfasst. Eine Übersicht über die am 31. Dezember 2022 bestehenden schwebenden Verträge gibt die Anlage zum Anhang. Zur Sicherstellung der Mietzahlungen für die Gewerbefläche des M&M's Retail Stores in Berlin hat die MarsB mit Datum vom 23. September 2020 der Vermieterin eine Patronatserklärung abgegeben, wonach die MarsB verpflichtet ist, die MarsR finanziell so auszustatten, dass diese in der Lage ist, sämtliche Verpflichtungen aus dem Mietvertrag zu erfüllen. Von einer Inanspruchnahme wird derzeit nicht ausgegangen, da die MarsR in das weltweite Cashpooling der Mars-Gesellschaften eingebunden ist und die Zahlungsfähigkeit der Konzerngesellschaften jederzeit gegeben ist. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 535 Mitarbeiter beschäftigt, aufgegliedert nach folgenden Bereichen:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers
Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr bestanden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Im Geschäftsjahr 2023 werden außerplanmäßige Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes und weiterer immaterieller Vermögensgegenstände bei der Foodspring-Gruppe im hohen zweistelligen Millionenbereich vorgenommen Die außerplanmäßige Abschreibung erfolgt aufgrund angepasster Prognosebeurteilungen in 2023. Dies hat wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern und führt dazu, dass das Eigenkapital auf der Aktivseite ausgewiesen wird. Zur Fortführung der Geschäftstätigkeit wurde eine Patronatserklärung von der Gesellschafterin an die MarsB abgegeben. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Beziehungen zum Gesellschafter Die Gesellschaften des Mars Beteiligung Konzerns werden in den Konzernabschluss der Mars Inc., McLean, Virginia, USA als größten und der Wrigley International Holding Company, LLC, Wilmington Delaware, USA als kleinsten Konsolidierungskreis einbezogen. Vorschlag für die Ergebnisverwendung des MutterunternehmensDas Jahresergebnis des Mutterunternehmens soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Verden, 06. August 2024 Johanna Sprotte, Geschäftsführerin Patrick Hölscher, Geschäftsführer Anlagengitterdes Mars Beteiligung Konzerns
Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2022des Mars Beteiligung Konzerns
Kapitalflussrechnungdes Mars Beteiligung Konzerns
Eigenkapitalspiegeldes Mars Beteiligung Konzerns
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Mars Beteiligung GmbH, Verden Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Mars Beteiligung GmbH, Verden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mars Beteiligung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 06. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Wesch, Wirtschaftsprüfer ppa. Katharina Lange, Wirtschaftsprüferin Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 20.08.2024 gebilligt. |
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