Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 775807
Eingetragen
15.10.2020
Branche
Großhandel mit Werkzeugen und KleineisenwarenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Onlinehandel mit Werkzeug und Verbrauchsartikel aller Art für Gewerbe und Endverbraucher sowie die Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere die Konfektionierung und Umverpackung von Waren in Losgrößen für Gewerbetreibende und Endverbraucher.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sabine Zinke
seit 4.1.2022
Prokura
Reinhold Schlotterer
seit 8.10.2021
Prokura
Ralf Dannhäuser
seit 8.10.2021
Geschäftsführer
Jörg Rentschler
seit 8.10.2021
Geschäftsführer
Rüdiger Hahn
seit 15.10.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Future Business GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Christian Winkler GmbH & Co. KG

Stuttgart

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

CHRISTIAN WINKLER GMBH & CO. KG, STUTTGART

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 80.363.181,69 84.449
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.996.712,62 4.057
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.217.558,61 3.041
2. Sonstige Rechte 30.000,00 30
3. Geleistete Anzahlungen 749.154,01 986
II. Sachanlagen 74.745.196,49 78.771
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.061.979,20 47.063
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.272.548,76 17.086
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.715.673,76 14.469
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 694.994,77 153
III. Finanzanlagen 1.621.272,58 1.621
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 549.000,00 549
2. Beteiligungen 42.250,00 42
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 30.022,58 30
4. Sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 1.000
B. UMLAUFVERMÖGEN 244.749.731,19 208.613
I. Vorräte 111.826.615,86 103.721
Waren 111.826.615,86 103.721
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 64.681.756,78 53.041
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.283.863,92 32.541
2. Sonstige Vermögensgegenstände 24.397.892,86 20.500
III. Wertpapiere 10.980.877,80 9.996
Sonstige Wertpapiere 10.980.877,80 9.996
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 57.260.480,75 41.855
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.044.172,55 770
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 447.275,85 481
  326.604.361,28 294.313

PASSIVA

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
TEUR
A. EIGENKAPITAL 249.158.567,98 215.888
I. Festkapital 3.000.000,00 3.000
II. Kapitalrücklagen 1.078.344,30 1.078
III. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile 536.000,00 536
IV. Gewinnrücklagen 15.436.485,77 15.425
V. Gewinnvortrag 194.585.094,75 180.298
VI. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 1.506.471,27 926
VII. Ausgleichsposten für Kapitalanteile nicht beherrschende Anteile 100.000,00 85
VIII. Konzernjahresüberschuss 32.916.171,89 14.540
B. RÜCKSTELLUNGEN 27.617.085,22 25.024
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.538.600,00 9.585
2. Steuerrückstellungen 4.997.904,49 5.127
3. Sonstige Rückstellungen 12.080.580,73 10.312
C. VERBINDLICHKEITEN 49.828.708,08 53.401
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.815.405,46 9.073
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.082.779,50 14.590
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 16.674.078,93 19.604
4. Sonstige Verbindlichkeiten 9.256.444,19 10.134
  326.604.361,28 294.313

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021
EUR
2020
TEUR
1. Umsatzerlöse 496.757.460,25 443.540
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.960.618,55 1.409
3. Wareneinsatz 277.701.534,68 250.376
4. Rohergebnis 222.016.544,12 194.573
5. Personalaufwand 97.440.687,88 95.280
a) Löhne und Gehälter 81.125.280,30 79.229
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 16.315.407,58 16.051
6. Abschreibungen 8.504.363,36 8.527
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.504.363,36 8.527
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 70.506.024,55 67.015
  176.451.075,79 170.822
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 3
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 11.968,54 12
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 113.069,65 116
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.866.498,83 2.135
  -1.741.460,64 -2.004
12. Ergebnis vor Steuern 43.824.007,69 21.747
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.907.835,80 7.207
14. Ergebnis nach Steuern 32.916.171,89 14.540
15. Konzernjahresüberschuss 32.916.171,89 14.540
16. Gewinnanteil nicht beherrschender Gesellschafter -465.374,61 -228
17. Konzerngewinn Unternehmensgruppe 32.450.797,28 14.312

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

CHRISTIAN WINKLER GMBH & CO. KG, STUTTGART

I. Konsolidierungskreis

1. Allgemeine Angaben

Die Christian Winkler GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen hat ihren Sitz in Stuttgart. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nr. HRA 3193 eingetragen.

Die Christian Winkler GmbH & Co. KG ist gemäß § 290 Abs. 1 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen und diese gemäß § 316 Abs. 2 HGB durch einen Abschlussprüfer prüfen zu lassen. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des HGB.

Der Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzernanhang - ist nach den Bewertungs-, Gliederungs- und Ausweispflichten für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB sowie den §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Das Wirtschaftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr, der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

2. In den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften

Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen der §§ 294 und 296 HGB.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die verbleibenden Anteile in Höhe von 11,4 % an der SIA Winkler Baltija, LV-Riga erworben. Die Gesellschaft wurde bereits in den Vorjahren vollkonsolidiert. Dieser Vorgang führte zu keiner wesentlichen Veränderung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2021.

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Christian Winkler GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen die folgenden Tochterunternehmen:

Anteil
%
Winkler Fahrzeugteile GmbH, Stuttgart 100
Winkler Logistik GmbH, Stuttgart 100
Winkler Truck and Trailer Parts GmbH, Stuttgart 100
Winkler Fahrzeugtechnik GmbH, Stuttgart 100
Winkler Truck Parts GmbH, Stuttgart 100
Future Business GmbH, Stuttgart 100
tuulzone GmbH, Stuttgart 100
Winkler Fahrzeugteile GmbH, CH-Egerkingen 100
Winkler Austria GmbH, AT-Wels 100
Winkler Logistik Wien GmbH, AT-Himberg 100
Winkler Polska Sp. z.o.o., PL-Czeladz 100
Winkler CZ s.r.o., CZ-Ricany/Prag 100
Winkler Slovakia spol. s.r.o., SK-Bratislava 100
SIA Winkler Baltija, LV-Riga 100
Winkler Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Karlsruhe 50

3. Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften

Anteil
%
Winkler GmbH, Ludwigsburg 100
Winkler GmbH, Karlsruhe 50

Die Jahresabschlüsse der beiden Komplementärgesellschaften Winkler GmbH, Ludwigsburg, und Winkler GmbH, Karlsruhe, wurden nach § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da diese insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind. Das gezeichnete Kapital der beiden Gesellschaften beträgt jeweils 26 T€.

II. Konsolidierungsgrundsätze

1. Grundsätzliches

Grundlage für die Konsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen waren die nach einheitlichen Grundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse dieser Unternehmen.

Die Abschlüsse der nach landesspezifischen Besonderheiten aufgestellten Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften weichen - mit Ausnahme zweier Tochterunternehmen - nur unwesentlich von den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen ab und konnten somit ebenfalls weitgehend unverändert und nur in den Gliederungsgrundsätzen angepasst in den Konzernjahresabschluss einbezogen werden. Für die beiden abweichend bilanzierenden Tochterunternehmen wurde eine Handelsbilanz II erstellt, um den jeweiligen lokalen Abschluss an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens anzupassen.

2. Stichtag des Konzernabschlusses und der einbezogenen Einzelabschlüsse

Der Konzernabschluss ist auf den 31. Dezember 2021, dem Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, aufgestellt; die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden ebenfalls auf diesen Abschlussstichtag aufgestellt.

3. Sonstige Konsolidierungsgrundsätze und -verfahren

Die Vollkonsolidierung erfolgt nach den Vorschriften der §§ 300 bis 307 HGB.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 303 Abs. 1 HGB eliminiert. Die durch die unterschiedliche Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten auf Grund von Pauschalwertberichtigung oder Kursdifferenzen sich ergebenden Unterschiedsbeträge wurden erfolgswirksam korrigiert. Auf eine hierauf entfallende Abgrenzung latenter Steuern wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

In 2021 wurden Zwischengewinne in Höhe von 2.518 T€ (Vorjahr: 2.624 T€) aus den Vorräten eliminiert; aktive latente Steuern hierauf wurden mit 30 % gebildet.

Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Beziehungen der Gesellschaften wurden eliminiert.

Die im Berichtsjahr vereinnahmten Beteiligungserträge, der Ausgleich von Verlusten von Tochtergesellschaften sowie die auf den Ansatz der Geschäftsanteile von verbundenen Unternehmen vorgenommenen Wertberichtigungen wurden eliminiert.

Die Währungsumrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgte nach der modifizierten Stichtagsmethode, wobei das Eigenkapital zu historischen Kursen, sonstige Bilanzposten zum Stichtagskurs und Erträge und Aufwendungen überwiegend zu monatlich festgelegten Durchschnittskursen umgerechnet wurden. Die auf Grund der historischen Umrechnung des Eigenkapitals entstehenden Kursdifferenzen wurden erfolgsneutral in einen Währungsausgleichsposten eingestellt.

III. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erwerbe bis 2010 gemäß Art. 67 Abs. 5 Satz 2 EGHGB unter Beibehaltung der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 und Abs. 2 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung des HGB durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens. Für Erwerbe ab dem Geschäftsjahr 2011 kommt die Zeitwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB zur Anwendung.

Der Ausgleichsposten für Kapitalanteile fremder (nicht beherrschender) Gesellschafter über insgesamt 100 T€ betreffen Fremdanteile in Höhe von 50 % die Winkler Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Karlsruhe.

Der Anteil fremder (nicht beherrschender) Gesellschafter am Konzernjahresüberschuss 2021 beträgt 465 T€.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Immaterielle Vermögensgegenstände und Gebäude werden teilweise linear, teilweise degressiv, bewegliche Sachanlagen im Wesentlichen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Anlehnung an steuerrechtliche Vorschriften abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, bei dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Deckung einzelner Risiken und des allgemeinen Ausfallwagnisses werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, als sich diese aus wesentlichen Konsolidierungsvorgängen ergeben. Bei der Berechnung der Steuerlatenz werden die im Zeitpunkt des Wegfalls der Steuerlatenz voraussichtlich geltenden Steuersätze (weit überwiegend 30 %) berücksichtigt. Vom Aktivierungswahlrecht aus Unterschieden zwischen Steuer- und Handelsbilanz, die im Wesentlichen aus den Pensionsrückstellungen resultieren, wird kein Gebrauch gemacht. Aktive (902 T€) und passive latente Steuern (454 T€) werden im Ausweis gegeneinander saldiert. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden nicht gebildet. Eine Überleitungsrechnung nach DRS 18 entfällt aufgrund von Unwesentlichkeit.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt aufgrund finanzmathematischer Gutachten mit dem Erfüllungsbetrag nach der PUC-Methode, denen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde liegen. Der Ermittlung des Barwerts liegen folgende Bewertungsparameter zugrunde: Zinssatz 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %), Gehaltstrend 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %) und Rentendynamik 1,00 % (Vorjahr: 1,00 %). Der Zinssatz entspricht dem einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge gebildet worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags umgerechnet.

V. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel auf der nachfolgenden Seite dargestellt.

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Währungseffekt
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.394.819,56 1.172.333,28 446.737,75 4.633,01 -226,00 13.009.031,58
2. Sonstige Rechte 1.563.158,44 0,00 0,00 0,00 0,00 1.563.158,44
3. Geleistete Anzahlungen 985.891,76 210.000,00 -446.737,75 0,00 0,00 749.154,01
  13.943.869,76 1.382.333,28 0,00 4.633,01 -226,00 15.321.344,03
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 55.564.050,80 51.764,54 0,00 0,00 376.632,23 55.992.447,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.555.834,55 41.681,75 0,00 14.652,97 0,00 29.582.863,33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.554.590,64 2.153.769,34 91.067,32 1.746.530,59 90.346,33 42.143.243,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 153.067,03 630.253,91 -91.067,32 0,00 2.741,15 694.994,77
  126.827.543,02 2.877.469,54 0,00 1.761.183,56 469.719,71 128.413.548,71
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 550.761,35 0,00 0,00 0,00 0,00 550.761,35
2. Beteiligungen 42.250,00 0,00 0,00 0,00 0,00 42.250,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 30.022,58 0,00 0,00 0,00 0,00 30.022,58
4. Sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.000.000,00
  1.623.033,93 0,00 0,00 0,00 0,00 1.623.033,93
  142.394.446,71 4.259.802,82 0,00 1.765.816,57 469.493,71 145.357.926,67
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Währungseffekt
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.354.003,69 1.442.328,29 4.633,01 -226,00 9.791.472,97
2. Sonstige Rechte 1.533.158,44 0,00 0,00 0,00 1.533.158,44
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  9.887.162,13 1.442.328,29 4.633,01 -226,00 11.324.631,41
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.500.962,99 1.254.424,90 0,00 175.080,48 9.930.468,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.470.168,89 1.849.088,65 8.942,97 0,00 14.310.314,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.085.854,14 3.958.521,52 1.701.263,68 84.457,30 29.427.569,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  48.056.986,02 7.062.035,07 1.710.206,65 259.537,78 53.668.352,22
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.761,35 0,00 0,00 0,00 1.761,35
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.761,35 0,00 0,00 0,00 1.761,35
  57.945.909,50 8.504.363,36 1.714.839,66 259.311,78 64.994.744,98
Buchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.217.558,61 3.040.815,87
2. Sonstige Rechte 30.000,00 30.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 749.154,01 985.891,76
  3.996.712,62 4.056.707,63
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.061.979,20 47.063.087,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.272.548,76 17.085.665,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.715.673,76 14.468.736,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 694.994,77 153.067,03
  74.745.196,49 78.770.557,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 549.000,00 549.000,00
2. Beteiligungen 42.250,00 42.250,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 30.022,58 30.022,58
4. Sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 1.000.000,00
  1.621.272,58 1.621.272,58
  80.363.181,69 84.448.537,21

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 232 T€ (Vorjahr: 251 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem, die übrigen Forderungen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile

Für die Anteile an der Komplementärin Winkler GmbH, Ludwigsburg, wurde der nach Maßgabe des § 264c Abs. 4 HGB gebildete "Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile" in Höhe von 536 T€ unverändert beibehalten. Der Ausweis erfolgt direkt im Eigenkapital, da die Komplementärin keinen Gesellschaftsanteil an der Christian Winkler GmbH & Co. KG hält.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen Pensionszusagen an die Mitglieder der Geschäftsleitung und an bereits ausgeschiedene Pensionsempfänger. Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und der dafür erforderlichen Rückstellung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Bei Anwendung des 10 Jahres- statt des 7 Jahres-Durchschnittszinssatzes zur Abzinsung der Rückstellung ergibt sich eine um 926 T€ (Vorjahr: 1.151 T€) niedrigere Rückstellung. Dieser Betrag wäre nach § 253 Abs. 6 HGB im Einzelabschluss ausschüttungs- bzw. entnahmegesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Ansprüche der Belegschaft, noch nicht abgerechnete Leistungen konzernfremder Dritter sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Jahresabschlusserstellung und -prüfung.

Verbindlichkeiten

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeit
Gesamtbetrag
T€
bis 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten        
- Kreditinstitute 7.815 1.253 5.000 1.562
- Lieferungen und Leistungen 16.083 16.083 0 0
- Gesellschafter 16.674 13.497 3.100 77
- Sonstige 9.257 9.112 145 0
  49.829 39.945 8.245 1.639

Vorjahr

Restlaufzeit
Gesamtbetrag
T€
bis 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten        
- Kreditinstitute 9.073 1.261 5.000 2.812
- Lieferungen und Leistungen 14.590 14.590 0 0
- Gesellschafter 19.604 16.012 3.497 95
- Sonstige 10.134 10.111 18 5
  53.401 41.974 8.515 2.912

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 3,3 Mio. € durch Grundschulden besichert.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 1.328 T€ (Vorjahr: 1.888 T€) auf Steuern und 367 T€ (Vorjahr: 504 T€) auf soziale Aufwendungen.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geografischen Märkten wie folgt:

T€
Deutschland 352.532
Ausland 144.225
  496.757

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält Währungskursgewinne in Höhe von 981 T€ (Vorjahr: 577 T€).

Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von 1.045 T€ (Vorjahr: 502 T€). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen.

Personalaufwand

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen 1.598 T€ (Vorjahr: 1.474 T€) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält Währungskursverluste in Höhe von 432 T€ (Vorjahr: 899 T€).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 218 T€ (Vorjahr: 233 T€).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten einen Steueraufwand in Höhe von 34T€ (Vorjahr: Steuerertrag 32 T€) aus der Veränderung latenter Steuern.

VI. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen (insbes. Miet- und Leasingverpflichtungen) belaufen sich auf einen Gesamtbetrag von rd. 80 Mio. €. Davon entfällt der wesentliche Teil auf Gebäudemietverträge mit mehrjährigen Laufzeiten, die teilweise bis ins Jahr 2045 reichen.

Vorteile aus den Miet- und Leasingverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung. Risiken ergeben sich aus den Vertragslaufzeiten.

Honorare des Konzernabschlussprüfers

T€
Prüfung Konzernabschluss und Einzelabschlüsse 143
Steuerberatungsleistungen 89
Sonstige Leistungen 13

Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt)

2021 2020
Vollzeitbeschäftigte 1.246,3 1.271,7
Teilzeitbeschäftigte 72,6 72,1
Aushilfen 16,6 17,3
  1.335,5 1.361,1
Auszubildende 28,0 33,4
  1.363,5 1.394,5

Teilzeitbeschäftigte, Aushilfen und Auszubildende wurden bei den vorstehenden Zahlen mit den Faktoren 0,5; 0,25; 0,25 auf Vollzeit-Äquivalente umgerechnet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Die Prognose der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ist auch im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der Folgewirkungen der militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und ihrer Wirkung auf den Geschäftsverlauf nicht absehbar. Die Gesellschaft unterhält selbst keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen zu Russland oder der Ukraine. Negative Auswirkungen sind jedoch nicht auszuschließen. Die möglichen finanziellen Auswirkungen werden durch die Gesellschaft fortlaufend analysiert und bewertet.

Zu den weiteren Ausführungen wird auf den Lagebericht verwiesen.

Geschäftsführer

Geschäftsführer der Komplementärin Winkler GmbH, Ludwigsburg, sind:

- Herr Rüdiger Hahn, Schönaich (Vorsitzender der Geschäftsführung)

Bis 30. September 2021:

- Herr Bernd Sixt, Oberboihingen

- Herr Hans-Paul Strobel, Bernstadt

Ab 1. Oktober 2021:

- Herr Ralf Dannhäuser, Ulm

- Herr Jörg Rentschler, Kirchheim unter Teck

Herr Hahn ist alleinvertretungsberechtigt, die Herren Dannhäuser und Rentschler vertreten gemeinsam oder in Gemeinschaft mit einem Prokuristen. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Geschäftsführerbezüge

Die Angabe unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB analog.

Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Die liquiden Mittel im Finanzmittelfonds umfassen neben dem dem Posten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" in Höhe von TEUR 57.260 auch den Posten "Sonstige Wertpapiere" in Höhe von TEUR 10.981 sowie jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.

VII. Befreiungen des Mutterunternehmens und deren Tochtergesellschaften

Die im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogene Muttergesellschaft Christian Winkler GmbH & Co. KG sowie deren nachstehende Tochtergesellschaften haben für ihren Einzelabschluss die Befreiungsvorschrift des § 264b HGB bzw. § 264 Abs. 3 HGB dergestalt in Anspruch genommen, dass diese Gesellschaften die Vorschriften der §§ 325 bis 329 HGB (Offenlegung) für das Geschäftsjahr 2020 nicht anwenden:

- Winkler Fahrzeugteile GmbH, Stuttgart

- Winkler Truck and Trailer Parts GmbH, Stuttgart

- Winkler Logistik GmbH, Stuttgart

- Winkler Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Karlsruhe

- Winkler Truck Parts GmbH, Stuttgart

- Winkler Fahrzeugtechnik GmbH, Stuttgart

- Future Business GmbH, Stuttgart

- tuulzone GmbH, Stuttgart.

 

Stuttgart, den 7. Juni 2022

Die Komplementärin der Christian Winkler GmbH & Co. KG, Stuttgart
Winkler GmbH, Ludwigsburg

Die Geschäftsführer

gez. Rüdiger Hahn

gez. Ralf Dannhäuser

gez. Jörg Rentschler

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021 DER CHRISTIAN WINKLER GMBH & CO. KG, STUTTGART

2021 Vorjahr
Periodenergebnis 32.916 14.540
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.504 8.526
+ Zunahme der Rückstellungen 2.668 3.031
-/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen -317 871
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) -20.081 9.675
-/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) 386 -219
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -35 -24
+ Zinsaufwendungen 327 362
- Erhaltene Zinsen und sonstige Beteiligungserträge -42 -75
+ Ertragsteueraufwand 10.908 7.207
- Ertragsteuerzahlungen -10.839 -3.489
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (1) 24.395 40.405
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.382 -739
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 86 64
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachnlagevermögen -2.878 -3.018
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -3
+ Erhaltene Zinsen und sonstige Beteiligungserträge 42 75
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit (2) -4.132 -3.621
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 4 4
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -1.409 -1.272
+ Gesellschafterzinsen 1.513 1.721
+/- Einzahlungen/Auszahlungen an Gesellschafter -4.311 -7.615
- Gezahlte Zinsen -109 -129
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (3) -4.312 -7.291
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes (1) + (2) + (3) 15.951 29.493
+ / - Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 448 -59
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 51.839 22.405
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 68.238 51.839
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds: 31.12.2021
TEUR
Vorjahr
TEUR
Liquide Mittel 68.241 51.850
Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -3 -11
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 68.238 51.839

KONZERN - EIGENKAPITALSPIEGEL

Mutterunternehmen
Festkapital
Kapitalrücklagen
Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile
Gewinnrücklagen
Gewinnvortrag
01.01.2020 3.000.000,00 1.078.344,30 536.000,00 15.866.153,77 173.943.464,37
Einstellung aus de Jahresüberschuss des Vorjahres       904.900,00 6.346.878,71
Sonderausschüttung          
Übertrag auf Gesellschafter-Darlehenskonten       -1.346.268,00  
Veränderung Konsolidierungskreis / -quote          
Sonstige konsolidierungsbedingte Änderungen         7.215,95
Konzern-Jahresüberschuss 2020          
31.12.2020 3.000.000,00 1.078.344,30 536.000,00 15.424.785,77 180.297.559,03
Einstellung aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres       11.700,00 14.265.921,43
Sonderausschüttung          
Übertrag auf Gesellschafter-Darlehenskonten          
Veränderung Konsolidierungskreis / -quote          
Sonstige konsolidierungsbedingte Änderungen         21.614,29
Konzern-Jahresüberschuss 2021          
31.12.2021 3.000.000,00 1.078.344,30 536.000,00 15.436.485,77 194.585.094,75
Mutterunternehmen Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Konzerngewinn Gruppe
Eigenkapital gemäß Konzernbilanz
01.01.2020 1.011.109,11 9.930.548,70 205.365.620,25 334.658,20 205.700.278,45
Einstellung aus de Jahresüberschuss des Vorjahres   -7.251.778,71     0,00
Sonderausschüttung         0,00
Übertrag auf Gesellschafter-Darlehenskonten   -2.678.769,99 -4.025.037,99 -249.876,96 -4.274.914,95
Veränderung Konsolidierungskreis / -quote         0,00
Sonstige konsolidierungsbedingte Änderungen -85.287,99   -78.072,04   -78.072,04
Konzern-Jahresüberschuss 2020   14.312.437,45 14.312.437,45 227.897,66 14.540.335,11
31.12.2020 925.821,12 14.312.437,45 215.574.947,67 312.678,90 215.887.626,57
Einstellung aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres   -14.277.621,43     0,00
Sonderausschüttung         0,00
Übertrag auf Gesellschafter-Darlehenskonten   -34.816,02 -34.816,02 -268.754,74 -303.570,76
Veränderung Konsolidierungskreis / -quote       56.075,84 56.075,84
Sonstige konsolidierungsbedingte Änderungen 580.650,15   602.264,44   602.264,44
Konzern-Jahresüberschuss 2021   32.450.797,28 32.450.797,28 465.374,61 32.916.171,89
31.12.2021 1.506.471,27 32.450.797,28 248.593.313,34 565.374,61 249.158.567,98

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

CHRISTIAN WINKLER GMBH & CO. KG, STUTTGART

Erneut war das abgelaufene Geschäftsjahr von der Corona-Krise geprägt. Wieder waren Politiker, Mediziner, Virologen, Unternehmen sowie die Gesellschaft als Ganzes gefordert, einen Weg durch diese Pandemie zu finden. Am Ende bleibt, dass die Herausforderungen und Wege im Umgang mit dieser Situation sehr vielfältig waren und selbst im Rückblick die Beurteilung der Maßnahmen sehr schwierig ist.

Die Wertung des winkler Geschäftsjahres 2021 fällt eher leicht - für die Unternehmensgruppe darf wiederholt von einem erfolgreichen Jahr gesprochen werden. Bei Umsatz und Ergebnis konnten die bisher besten Zahlen in der Unternehmensgeschichte deutlich übertroffen werden. Dass dies entgegen schwieriger äußerer Umstände - wie die Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen oder Lieferschwierigkeiten bei bestimmten Produkten - möglich war, zeigt die hohe Disziplin und das enorme Engagement der Menschen bei winkler. Der Anspruch, den Kunden einen herausragenden Service in Beratung und Lieferperformance zu bieten, konnte weitestgehend erfüllt werden.

I. Unternehmensprofil

Mit Hauptsitz in Stuttgart und nahezu 1.600 Mitarbeitern an 42 Standorten ist die winkler Unternehmensgruppe einer der führenden technischen Händler und Ausrüster rund um Nutzfahrzeug, Werkstatt und Agrar. Neben den inländischen bestehen ausländische winkler Betriebe in der Schweiz, in Österreich, Lettland, Polen, Tschechien und in der Slowakei.

Zu den Kunden gehören vor allem Nutzfahrzeughalter, Omnibusunternehmen, Werkstätten, Landwirte und internationale Handelspartner.

II. Wirtschaftsbericht

1. Markt, wirtschaftliches Umfeld und Entwicklung der winkler - Unternehmensgruppe

Die Weltkonjunktur war in der 2. Jahreshälfte 2021 weiter aufwärtsgerichtet und konnte gegenüber der 1. Jahreshälfte 2021 leicht an Dynamik gewinnen. Gleichwohl war die Entwicklung geprägt von anhaltenden angebotsseitigen Engpässen und wiederkehrenden Einschränkungen durch die Pandemie. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft nach Schätzung des Sachverständigenrates (Wiesbaden) im Jahr 2021 kräftig um 6 Prozent. Dabei verzeichneten vor allem China und die USA wieder beschleunigte Wachstumsraten, während sich das Wachstum im Euro-Raum verlangsamte.

Verbunden mit der fehlenden Verfügbarkeit einiger Vorprodukte und Rohstoffe sowie wiederkehrender pandemiebedingter Störungen in der weltweiten Transportlogistik führte die schnelle Erholung der globalen Nachfrage zu großen Spannungen in der gesamten Wertschöpfungskette (Jahresgutachten 2021 des Sachverständigenrates vom 30.03.2022). Dadurch wurde das Wachstum im Jahresverlauf 2021 speziell im Euro-Raum erneut ausgebremst. In den Wintermonaten 2021/22 deuteten einige Indikatoren wieder auf eine leichte Entspannung der globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten hin.

In den für die winkler Unternehmensgruppe wichtigen Beschaffungs- und Absatzmärkten waren die wirtschaftlichen Auswirkungen unterschiedlich. Einerseits ist winkler von den extremen Lieferschwierigkeiten und Preissteigerungen selbst betroffen, auf der anderen Seite konnte winkler von den Produktionsengpässen bei den Fahrzeugherstellern und den damit verbundenen langen Lieferzeiten von Neufahrzeugen über eine verstärkte Nachfrage bei Ersatzteilen profitieren.

Nachdem das Jahr 2020 mit einem umsatzstarken 4. Quartal endete, konnte winkler auch das 1. Quartal 2021 mit einem Umsatzplus von über 9 Prozent beginnen. Auch unter den anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen, des zunehmenden Preisdruckes und der Engpässe bei der Materialbeschaffung konnte die gute Entwicklung über das gesamte Berichtsjahr mit deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen in allen Unternehmensbereichen fortgesetzt werden. Besonders hervorzuheben sind dabei die Betriebe in Osteuropa, die überproportionale Umsatzsteigerungen aufwiesen.

Verbesserter Online-Auftritt

Der Onlineshop wurde erheblich überarbeitet und in die Corporate Website integriert. Hervorzuheben ist die direkte Unterstützung von Fremdsprachen, die für 6 Sprachen umgesetzt wurde. Die Informationen über unsere Produkte wurden erheblich ausgeweitet.

Agrar im Ausbau

Auch im Jahr 2021 wurde die Bearbeitung des Agrarbereiches weiter intensiviert. Hier galt es, neue Märkte zu betrachten und Vertriebskonzepte in Mittelosteuropa zu entwickeln.

Mittelosteuropa trotzt der Krise

Trotz oder gerade wegen der schwierigen Umstände, welche die Pandemie im Jahr 2021 mit sich brachte, konnten die Betriebe in Mittelosteuropa eine überproportionale Entwicklung herbeiführen. Durch gute Vorausplanung der Bestände war es ihnen möglich, eine hohe Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten. In einige Gebiete von Tschechien und der Slowakei liefert winkler mittlerweile mehrmals täglich vom Zentrallager Wien aus. Die Logistik wurde in den mittelosteuropäischen Ländern sukzessive ausgebaut und gestrafft.

Liefersituation

In vielen Produktbereichen war die Liefer- und Preissituation durch Transport- und Kapazitätsprobleme sowie durch Rohstoffknappheit angespannt. Die Warenversorgung konnte jedoch durch internationalen Bezug, täglichen Kontakt zu Lieferanten sowie frühzeitige Bedarfsplanungen in den meisten Fällen sichergestellt werden.

Messen und Veranstaltungen

Durch einen Rückgang der pandemischen Lage nach dem Sommer war es winkler wieder möglich, im Herbst an den Messen NUFAM in Karlsruhe und transport CH in Bern teilzunehmen. So konnte nach langer Pause wieder einmal ein persönlicher Austausch mit bestehenden und neuen Kunden stattfinden.

Verbesserung der Logistikkette

Für die gesamte Logistik wurde eine Tourenplanungssoftware eingeführt, die durch ein Pilotprojekt im Betrieb Ulm unterstützt wird. Zudem wurde die Umsetzung des Projektes "15.000" begonnen. Es soll durch eine zentral unterstützte Sortimentserweiterung sowie Umbaumaßnahmen der Lager eine Erhöhung der Lieferfähigkeit in den Betrieben ermöglichen.

Menschen

Frischen Wind bringt winkler nicht nur mit der aktuellen Arbeitgebermarkenkampagne auf seine Webseite, sondern auch mit einem Auftritt in den sozialen Netzwerken auf Instagram, LinkedIn und Co. Im Mittelpunkt stehen dabei die Gesichter und Geschichten der Menschen bei winkler.

2. Umsatz- und Ertragslage

Die winkler Unternehmensgruppe konnte im Berichtsjahr ihre Umsatzerlöse um 53,3 Mio. € bzw. 12,0 Prozent auf 496,8 Mio. € steigern. Damit wurden die Erwartungen an das Jahr 2021 weit übertroffen. Durch die Unsicherheiten aufgrund der Corona-Pandemie plante winkler Ende 2020 mit einer Umsatzsteigerung von unter 2,0 Prozent. Rückblickend auf den Verlauf des Jahres erwies sich diese Einschätzung als zu vorsichtig.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (3,0 Mio. €) stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mio. €. Wesentlich war hier eine Auflösung der Pauschalwertberichtigung von Forderungen (438 T€) sowie eine Erhöhung der Kursgewinne (309 T€).

Trotz des um 27,3 Mio. € gestiegenen Wareneinsatzes konnte aufgrund des Rückgangs der Materialaufwandsquote das Rohergebnis überproportional um 14,1 Prozent auf 222 Mio. € gesteigert werden. Dadurch verbesserte sich die Rohergebnisquote um 0,8 Prozentpunkte auf 44,7 Prozent.

Im Berichtszeitraum nahm die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter, umgerechnet auf Vollzeitstellen, um 31 Stellen ab. Dennoch war im Bereich der Personalaufwendungen mit 97,4 Mio. € eine Erhöhung um 2,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen, was die allgemeine Gehaltserhöhung sowie die Erhöhung der zurückgestellten Prämien widerspiegelt.

Die Abschreibungen blieben im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum konstant bei 8,5 Mio. €.

Die sonstigen Aufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr auf 70,5 Mio. €, ein Anstieg um 3,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Die stärkste Zunahme war bei den Ausgangsfrachten zu verzeichnen (plus 2,1 Mio. €), die mit 30,7 Mio. € einen großen Teil der sonstigen Aufwendungen ausmachen. Die Raumkosten stiegen um 853 T€ auf 18,1 Mio. € an. Weitere Mehrkosten ergaben sich in der IT, insbesondere für die Auslagerung des Rechenzentrums und für höhere Projektberatungskosten (plus 466 T€). Demgegenüber standen niedrigere Abschreibungen des Umlaufvermögens (minus 684 T€) sowie geringere Reise- und Werbekosten (minus 430 T€). Auch im Bereich der Währungsumrechnung ergab sich eine Entlastung um 485 T€.

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 263 T€ bzw. 13,1 Prozent.

Die winkler Unternehmensgruppe konnte mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 43,8 Mio. € das Ergebnis des Vorjahreszeitraums vorwiegend aufgrund des hohen Umsatzwachstums mehr als verdoppeln. Die Erwartungen wurden damit deutlich übertroffen.

3. Vermögenslage und Kapitalstruktur

Das immaterielle Anlagevermögen nahm im Berichtsjahr leicht um 60 T€ auf 4,0 Mio. € ab. Investitionen von 1.382 T€ standen Abschreibungen von 1.442 T€ gegenüber. Aufgrund des deutlich unter den Jahresabschreibungen liegenden Investitionsvolumens von 2,9 Mio. € reduzierte sich auch das Sachanlagevermögen von 78,8 Mio. € auf 74,7 Mio. €. Bei den Finanzanlagen ergaben sich keine Änderungen.

Um dem Anspruch einer hohen Lieferfähigkeit weiterhin gerecht zu sein, wurden im Berichtsjahr neben der Erweiterung des Produktsortiments in den Zentrallagern besonders die Vor-Ort-Verfügbarkeit in den Betriebslagern verbessert. Dazu wurden die Vorräte um 8,1 Mio. € auf 111,8 Mio. € erhöht. Trotz des Bestandsaufbaus nahm die Kennziffer "Lagerumschlagshäufigkeit" aufgrund der gesunkenen Materialaufwandsquote sowie der Umsatzerhöhung von 2,4 auf 2,6 zu.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Berichtsjahr um 7,7 Mio. € auf 40,2 Mio. €. Die durchschnittliche Finanzierungsdauer der Außenstände sank weiter auf 26,7 Tage.

Die sonstigen Vermögensgegenstände nahmen im Wesentlichen durch höhere Lieferantenboni und Steuerüberzahlungen um 3,9 Mio. € auf 24,4 Mio. € zu.

Zur Steuerung der Liquidität wurden im Berichtsjahr kurzfristige, sichere Wertpapiere gezeichnet. Zum Abschlussstichtag sind 11,0 Mio. € bilanziert.

Die liquiden Mittel erhöhten sich aufgrund des hohen Cashflows weiter. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Zunahme von 15,4 Mio. € auf 57,3 Mio. € zu verzeichnen. Die flüssigen Mittel einschließlich der Wertpapiere betragen 68,2 Mio. € und übersteigen damit den Gesamtbetrag aller Verbindlichkeiten gegenüber Dritten einschließlich den Rückstellungen (ohne Berücksichtigung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) von 60,8 Mio. € deutlich.

Das Eigenkapital nahm um 33,3 Mio. € auf 249,2 Mio. € zu. Trotz einer gestiegenen Bilanzsumme konnte sich die Eigenkapitalquote aufgrund des guten Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Prozentpunkte auf 76,3 Prozent verbessern.

Vor allem durch höhere Zuführungen im Personalbereich (plus 2,4 Mio. €) stiegen die Rückstellungen um 2,6 Mio. € auf 27,6 Mio. € an.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (7,8 Mio. €) ist hautsächlich der KfW-Förderkredit im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben in Himberg bei Wien ausgewiesen. Das Darlehen lautet auf Euro und wird planmäßig getilgt. Insgesamt sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund der hohen Liquidität und hervorragenden Eigenkapitalausstattung von untergeordneter Bedeutung für die Liquidität und die Finanzierung der Gruppe.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Jahresvergleich um 1,5 Mio. € auf 16,1 Mio. €.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden vor allem die Beziehungen des Unternehmens zu Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern genannt. Das Ziel ist es, als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber an allen Standorten dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich zu binden (Personalstrategie).

III. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Risikomanagementziele

Die stetige Überwachung und das Management von Risiken ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung. Hierzu sind abgestimmte Kontrollen und Maßnahmen eingerichtet, um potenzielle Risiken kontinuierlich zu identifizieren und zu analysieren. Die Kontrollen und Maßnahmen stellen sicher, dass der Betrieb wirkungsorientiert und effizient abläuft und die Sicherheit von Besuchern und Mitarbeitern, Vermögenswerten und Umwelt garantiert ist. Dabei wird angestrebt, möglichst ohne den Einsatz von gesonderten Finanzinstrumenten innerhalb der üblichen Geschäftsabläufe eine Risikominderung oder Risikokompensation zu erreichen.

2. Risikomanagementmethoden

Das Risikomanagement der Gesellschaft bedient sich geeigneter Methoden, um sicherzustellen, dass Rechtskonformitäts-, Sicherheits-, Betriebs- und finanzielle Risiken auf ein für die Gesellschaft tragbares Maß reduziert werden. Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden auf die Risiken in den genannten Bereichen systematisch sensibilisiert. Die Einhaltung der jeweils eingeführten Maßnahmen wird überwacht.

Dem Ziel der Überwachung und Absicherung der wesentlichen Unternehmensrisiken wird durch das implementierte detaillierte Berichtswesen entsprochen.

Das Steuerungssystem besteht im Kern aus Planzahlen und kurzfristigen Erfolgsrechnungen, die der Geschäftsleitung als Instrumente der Planungs- und Ergebniskontrolle dienen. Die permanente Abstimmung der aktuellen Ist-Zahlen mit den Plan-Zahlen ist Grundlage für die zeitnahe Erkennung von Chancen und Risiken, was für kurzfristige Korrekturmaßnahmen sowie für zukunftsträchtige, strategische Weichenstellungen genutzt wird.

Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote und der guten Liquidität hat die Gruppe eine robuste Grundstruktur geschaffen, um Risiken auszunehmen, kurzfristigere Entwicklungen abzufedern und auf Chancen schnell zu reagieren.

3. Störungen des Betriebsablaufes

Betriebsstörungen im Bereich der Lagerlogistik und der EDV könnten die Lieferfähigkeit und damit die Ertragslage beeinträchtigen. Durch die parallele Auslegung aller wichtigen Systemkomponenten und deren permanente Überwachung, ausgefeilte Notfallpläne sowie qualifizierte Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter wird dieses Risiko minimiert.

4. Lieferfähigkeit

Zur Gewährleistung der bestehenden hohen Lieferfähigkeit an die Kunden hat winkler an allen Standorten Lagerbestände aufgebaut, um Verzögerungen beim Teilebezug auszugleichen. Ergänzende Maßnahmen sind die Intensivierung der Second Source Strategie, der tägliche Kontakt zu den Lieferanten sowie die frühzeitige Bedarfsplanung.

5. Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, Währungsrisiko

Aufgrund der aktuell stark anziehenden Rohstoffpreise ist die Unternehmensgruppe, je nach Artikelsegment unterschiedlich stark, einem Preisrisiko ausgesetzt. Diesem Risiko tritt winkler durch ein aktives Produktmanagement entgegen. Die sehr gute Liquiditätsausstattung ermöglicht es, günstige Gelegenheiten zur Lageraufstockung zu nutzen.

Liquiditätsrisiken zeichnen sich nicht ab. Bei der Anlage liquider Mittel geht die Sicherheit den Renditezielen vor.

Ausfallrisiken auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der niedrigen durchschnittlichen Forderungsbestände gegenüber Dritten gering. Winkler arbeitet seit Jahren aktiv im Forderungsmanagement; der enge Kontakt der Vertriebsmitarbeiter zu Ihren Kunden in Verbindung mit der regelmäßigen Abfrage von Bonitätsauskünften macht sich hier bezahlt.

Nahezu alle Kontrakte sind in EURO abgeschlossen, damit ist das Währungsrisiko insgesamt sehr begrenzt. Gesonderte Maßnahmen zur Begrenzung von Währungsrisiken sind nicht erforderlich.

6. Marktrisiko und allgemeine Risiken

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen, vielen Einschränkungen und Auswirkungen auf das soziale Leben und die Wirtschaft im zweiten Pandemiejahr, konnte die winkler Unternehmensgruppe das Geschäftsjahr 2021 mit Umsatz- und Ergebnissteigerungen beenden und das neue Jahr gut beginnen. In den Monaten Januar bis März wurden weitere Umsatzzuwächse verzeichnet.

Dem entgegen stehen erhöhte gesamtwirtschaftliche Risiken aufgrund der andauernden Corona-Pandemie, der militärischen Eskalation in der Ukraine sowie weltweiten Lieferengpässen und Preissteigerungen. Eine Prognose der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung ist vor diesem Hintergrund nicht verlässlich abschätzbar. Dazu der Sachverständigenrat Wirtschaft (www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de vom 30.03.2022): "Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden.

Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Zwar hatte die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus (SARS-CoV-2) in vielen Staaten zu neuen Höchstständen bei den Neuinfektionen geführt. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage."

Mit ihren internen Regelungen und Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter ist winkler bisher gut durch die Pandemiezeit gekommen und wird auch weiterhin behutsam und besonnen auf die weitere Entwicklung der Pandemie reagieren.

Die winkler Unternehmensgruppe ist hauptsächlich im DACH-Markt tätig. Direkte Abhängigkeiten von den russischen und ukrainischen Märkten bestehen kundenseitig nicht, lieferantenseitig indirekt durch eingeschränkte Produktionskapazitäten und Rohstoffbeschaffung bei einzelnen Lieferanten.

Anstelle der Ausrichtung an exakten Planungen gilt es, gelassen und aufmerksam zu bleiben, die weitere Entwicklung abzuwarten und flexibel zu reagieren. Die vornehmlichen Ziele in der jetzigen Situation sind zum einen die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und zum anderen die weitere Erhaltung einer leistungsfähigen Infrastruktur.

Die winkler Unternehmensgruppe ist in ihrer Kundenstruktur sehr breit aufgestellt und in verschiedenen Branchen tätig, damit ist eine Risikostreuung gegeben. Die Erwartungen in die für winkler wichtigsten Branchen sind:

- Laut Veröffentlichung des Ifo-Institutes vom 01.04.2022 hat sich der Materialmangel in der deutschen Industrie weiter verschärft. Im März 2022 berichteten 80,2 Prozent der befragten Firmen über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Zu den bestehenden Problemen in den Lieferketten sind mit dem Ukraine-Krieg und der erneuten Zero-Covid-Strategie der chinesischen Regierung neue Unsicherheiten hinzugekommen. Die Folgen sind heute z.B. in der Automobilindustrie durch Produktionsengpässe und längere Lieferzeiten bei Neufahrzeugen deutlich spürbar. Dies führt zu längeren Laufzeiten und höherem Durchschnittsalter des bestehenden Fahrzeugbestandes und hat direkt Auswirkung auf den Ersatzteilbedarf bei den Fahrzeughaltern und bei den Werkstätten. Davon profitierte die winkler Unternehmensgruppe bereits im vergangenen Jahr mit deutlichen Umsatzsteigerungen bei den Fahrzeughaltern und Werkstätten. Im ersten Quartal 2022 wuchs der Umsatz in dieser Zielgruppe weiter an.

- Die Personenbeförderung im öffentlichen Nahverkehr ging mit Beginn der Corona-Pandemie aufgrund der reduzierten Reisetätigkeit und der vermehrten Nutzung der Home-Office Möglichkeiten stark zurück, ist aber im Verlauf des letzten Jahres wieder angestiegen. Nach den schrittweisen Lockerungen im Tourismus- und Gaststättenbereich nimmt der Reisebussektor wieder merklich zu. So verzeichnete die winkler Unternehmensgruppe im 1. Quartal 2022 im Busbereich einen Umsatzzuwachs von über 14 Prozent im Vergleich zu 2021.

- Die Agrarwirtschaft hat sich auch in 2021 weitgehend unabhängig von den Einschränkungen des Pandemiegeschehens gezeigt. Wie schon im Vorjahr verzeichnete winkler in diesem Bereich deutliche Umsatzsteigerungen über alle Zielgruppen hinweg. Insbesondere das Geschäft mit den landwirtschaftlichen Werkstätten konnte überdurchschnittlich ausgebaut werden. Auch in 2022 wird eine weitgehende Abkopplung des Absatzes von der allgemeinen Konjunkturentwicklung erwartet und mit einem weiteren Umsatzzuwachs geplant.

- Über alle Branchen hinweg hat der Anteil der Einkäufe über digitale Wege zugenommen. So wuchs der über den Onlineshop generierte Umsatz in 2021 überproportional um 27 Prozent an, ebenso stieg die Anzahl der registrierten User in der winkler eigenen VertriebsApp "Winkler NOW" auf über 10 Tausend. Auch in diesem Jahr wird mit einer deutlichen Ausweitung des Onlinegeschäftes gerechnet.

7. Gesamtwürdigung

Insgesamt ergibt sich keine Risikokonzentration auf einzelne Bereiche, die identifizierten Risiken sind gut beherrschbar.

IV. Ausblick

Das Jahr 2022 steht für winkler im Zeichen der Weiterentwicklung und Innovation. Der Schwerpunkt liegt in der Forcierung des digitalen Bereiches.

1. Vertrieb

Projekte auf dem Weg

Der Vertrieb hat 2021 gleich mehrere Projekte angestoßen, die 2022 in die Umsetzungsphase gehen sollen. So wurden vorbereitende Maßnahmen zur Einführung einer KI-basierten Pricing Software vorgenommen. Durch ein CRM- (Customer-Relationship-Management-) System sollen in Zukunft die Kontaktdaten der Kunden auf dem neuesten Stand gehalten, alle Kundeninteraktionen erfasst und die Accounts der Kunden verwaltet werden. Das Marketingmodul des CRM ermöglicht eine zielgerichtetere Bewerbung und Kampagnenplanung im Print- und Onlinebereich. Beim Projekt "DIN- und Normteile" wird der Großmengeneinkauf und die einheitliche Umverpackung von Kleinteilen im Zentrallager beziehungsweise durch Lieferanten angestrebt.

Weiterentwicklungen und Innovationen

Im März 2022 veröffentlichte winkler seine überarbeitete Kunden-App winkler NOW. Ebenso stehen die Weiterentwicklung des Onlineshops und seiner Nutzerfreundlichkeit und die Digitalisierung der Kundenschulungskommunikation an.

2. Produktmanagement

Prioritäten im Produktmanagement

Winkler hat den Bereich E-Mobilität für die Zukunft als bedeutend identifiziert. In einem ersten Schritt wird der Bereich Werkzeug und Werkstattausrüstung dahingehend ausgebaut. Die Bedeutung der Eigenmarke winkler soll im Produktsortiment der Gruppe ausgebaut werden.

Versorgungssicherheit

Der immer noch angespannten Marktlage geschuldet, bleibt zudem die Versorgungssicherung eine hohe Priorität für das Produktmanagement. Auch weiterhin wird alles unternommen, um den Kunden die gewohnt hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten.

3. Logistik

Erweiterung in Kassel

Das Zentrallager Kassel vergrößert seine Kapazität durch die Anmietung einer Neubauhalle mit rund 6.500 Quadratmetern Lagerfläche. Darüber hinaus ist zum Aufbau eines neuen Zentrallagers der Erwerb eines Grundstückes in der Gemeinde Niestetal geplant.

Logistikstrategie

Insgesamt soll die Logistikstrategie von winkler verfeinert, eine optimierte und nachhaltige Transportverpackung ein- und das Projekt "15.000" weitergeführt werden.

4. IT / Finanz- und Rechnungswesen

Finanz- und Rechnungswesen

In 2022 wird die SAP-Anwendungssoftware S/4HANA eingeführt. Dies umfasst auch die Einführung einer neuen Anlagebuchhaltung, der Umstieg auf ein neues Hauptbuch und die Einführung des Geschäftspartners als Ablöse des seitherigen Kunden- und Lieferantenstammes. Zudem soll der elektronische Datenaustausch mit Kunden und Lieferanten weiter intensiviert werden - mit dem Ziel, die komplette Kette von der Bestellung bis zur Rechnung zu digitalisieren.

IT

Im Rahmen der Einführung von S/4HANA werden neben der Projektleitung und technischen Umsetzung auch Themen wie die Einführung des Business Partners, eine neue Kundenbonusabrechnung sowie eine Außendienstanbindung notwendig. Aufgrund des allgemein gestiegenen Risikos von Cyber-Attacken liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der IT-Sicherheit.

5. Personal

Finden und binden

Unter dem Motto "Finden und binden" spricht die HR durch gezieltes Recruiting attraktive Kandidaten für offene Stellen an. Durch neue Ausbildungsberufe, auch im Bereich E-Commerce, wird ein attraktives Angebot an Nachwuchskräfte geschaffen.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2021 waren umgerechnet auf Vollzeitmitarbeiter 1.363 Menschen bei der winkler Unternehmensgruppe beschäftigt. Bis zum Ende des laufenden Jahres sollen es - unter der Voraussetzung, dass alle geplanten Stellen besetzt werden können - 1.467 sein. Bei einer planmäßigen Umsetzung sind am Ende des Jahres rund 300 Mitarbeiter an den ausländischen Standorten beschäftigt.

6. Umsatz und Ergebnis

Inzwischen scheinen die Einschränkungen und wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Corona-Pandemie wieder besser beherrschbar geworden zu sein. Erhebliche Unsicherheiten für die allgemeine wirtschaftliche Lage bestehen aufgrund des andauernden Ukrainekonfliktes. Diese wirken auch auf die Prognose der Entwicklung der Gesellschaft. Die winkler Unternehmensgruppe ist gut ins Jahr 2022 gestartet. Die Umsätze lagen in den Monaten Januar bis April 2022 um ca. 7,2 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Auch das Rohergebnis liegt über dem Referenzwert der letzten Jahre. Nach dem hervorragenden Ergebnis der Gruppe im Berichtsjahr sieht sich winkler gut gerüstet für das angelaufene Geschäftsjahr und rechnet mit einem Anstieg von ungefähr 6 Prozent beim Umsatz und mit einem etwas niedrigeren Ergebnis.

 

Stuttgart, den 7. Juni 2022

Die Komplementärin der Christian Winkler GmbH & Co. KG, Stuttgart
Winkler GmbH, Ludwigsburg

Die Geschäftsführer

gez. Rüdiger Hahn

gez. Ralf Dannhäuser

gez. Jörg Rentschler

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Christian Winkler GmbH & Co. KG, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Christian Winkler GmbH & Co. KG, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Christian Winkler GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 7. Juni 2022

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Roth, Wirtschaftsprüfer

gez. Eisler, Wirtschaftsprüfer

Feststellung

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde in der Gesellschafterversammlung am 24. Juni 2022 gebilligt.

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