Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 65967
Vorher
Mainsee 602. V V GmbH
Eingetragen
19.9.2008
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Elektromotoren und Generatoren
Gegenstand
die Entwicklung, Herstellung und der Verkauf von elektromangetischen und mechanischen Komponenten und Systemen für Teilchenbeschleunigeranlagen und anderen Anwendungen in der Wissenschaft, der Energietechnik, der Medizin und Industrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Dr. Piel
seit 1.2.2023
Geschäftsführer
Michael Dr. Pekeler
seit 4.11.2022
Geschäftsführer
Stefan Bauer
seit 6.5.2020
Prokura
Christoph Quitmann
seit 6.5.2020
Prokura
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

4.12% identifiziert95.89% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
2.06%
K**** S********
2.06%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Bruker Energy & Supercon Technologies, Inc.USA
52.49%
RI Research Instruments Manager GbR
43.40%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
FORATIS AG
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RI Research Instruments GmbH

Bergisch Gladbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

Übersicht und generelle Marktentwicklung

Der Geschäftsgegenstand der RI Research Instruments GmbH ist die Entwicklung, die Herstellung und der Verkauf von elektromagnetischen und -mechanischen Komponenten und Systemen für Teilchenbeschleunigungsanlagen und anderen Anwendungen in der Wissenschaft, der Energietechnik, der Medizin und der Industrie weltweit. Die Erzeugnisse sind zu einem großen Teil kunden- bzw. anwendungsspezifische Einzelstücke, die im Rahmen jeweils eingerichteter Projekte geplant, konstruiert und gefertigt werden. Darüber hinaus werden Kleinserien gefertigt. Die Projekte verfügen in der Mehrzahl über einen relativ hohen Engineering-Anteil für Entwicklung, Berechnungen, Konstruktion, Projektmanagement und Qualitätssicherung/-prüfung. Die Herstellungsprozesse stellen eine Kombination von modernster Elektrotechnik und Präzisionsmaschinenbau dar. Verwendung finden u. a. Elektronenstrahlschweißen, Hochtemperatur-Vakuumlöten, chemische Oberflächenbehandlung, Reinraum-Integration, HF-, Kryo- und Ultrahochvakuumtechnik, Supraleitungs- und Präzisionsmontagetechnik, Hochleistungs-Pulstechnik sowie EUV Metrologietechnik.

Zum Kundenkreis gehören weltweit die auf dem Gebiet der Grundlagen- und der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung arbeitenden Einrichtungen, die beschleuniger-, energie-, nuklear- oder medizintechnische Anlagen sowie Experimentiereinrichtungen für breitgefächerte Fragestellungen aufbauen oder betreiben. Weiterhin gehören zum Kundenkreis technologisch orientierte Industrieunternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen. Im Vordergrund stehen Unternehmen der Halbleitertechnik, es finden sich aber auch Unternehmen der Medizin-, Pharma-, Energie-, Elektro- und Anlagentechnik.

Anfang 2023 ist die RI Research Instruments GmbH eine Minderheitsbeteiligung an der Gauss Fusion GmbH eingegangen. Die Gauss Fusion GmbH ist ein Start-up, das 2022 von der Bruker EAS GmbH gegründet wurde und deren Geschäftsgegenstand die Entwicklung und der Bau von Fusionskraftwerken ist.

Geschäftsverlauf und Lage

Der Auftragseingang von 76,1 M€ für das Geschäftsjahr 2023 lag aufgrund von hohen Aufträgen für den Maschinenbau für die Halbleiterindustrie über den Erwartungen von 70 M€. 74,2 M€ an Auftragseingängen ist auf 45 Aufträgen mit einem Wert von jeweils mehr als 100 T€ zurückzuführen. Vor allem Aufträge von dem Maschinenbau für die Halbleiterindustrie und wissenschaftlichen Instituten haben zu dem Auftragseingang geführt.

Zum Ende 2023 liegt der Auftragsbestand mit 190,4 M€ 4% über dem Niveau des Vorjahres und setzt sich aus 67 Projekten mit einem jeweiligen Auftragsbestand über 100 T€ und verschiedenen kleineren Aufträgen zusammen. Ca. 75% des Auftragsbestandes werden durch 20 Projekte dargestellt.

Steuerungsrelevante finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Unternehmens verwendet werden, sind die Umsatzerlöse, Bruttomarge der Aufträge, der Jahresüberschuss, sowie das operative Ergebnis nach HGB. Auftragsbestand und Auftragseingänge werden ebenfalls als finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Unfallkennzahlen sowie die Beurteilung des Managementsystems für Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Im Bereich der Unfallkennzahlen lag die Gesellschaft mit der TRIR (Total recordable injury rate = Gesamtzahl meldepflichtiger Unfälle je 200.000 Arbeitsstunden) von 1,1 im Geschäftsjahr unter dem Vorjahreswert von 1,5. Die LWIR (Lost work incident rate = Gesamtzahl Unfälle mit Arbeitsausfall je 200.000 Arbeitsstunden) lag im Geschäftsjahr bei 1,9 und damit ebenfalls unter dem Vorjahreswert von 2,8.

Umsatzentwicklung und Ertragslage

Der Umsatz für 2023 in Höhe von 67,4 M€ entspricht den Erwartungen. Ungefähr 75% des Umsatzes wurden durch 14 Projekte realisiert.

Umsatzaufteilung nach Regionen in M€

Region 2023 % 2022 % 2021 %
Deutschland 27,9 47,0% 19,5 32,8% 12,5 23,1%
Europe (Rest) 23,6 39,6% 13,4 22,6% 27,9 51,5%
Amerika 11,9 20,3% 19,8 33,3% 8,7 16,1%
Asien Pazifik 3,5 5,8% 6,6 11,1% 3,5 6,4%
Israel 0,5 0,8% 0,2 0,3% 1,6 2,9%
Gesamt 67,4   59,6   54,1  

Die Abrechnung eines Großauftrages im wissenschaftlichen Bereich sowie die gestiegene Fertigung von Komponenten für den Maschinenbau für die Halbleiterindustrie hat zu der Steigerung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr geführt. Das EBT, EBIT und EBITDA ist gegenüber 2022 absolut und auch im Verhältnis zum Umsatz gestiegen. Dazu beigetragen haben auch Fortschritte des sich weiterhin im Aufbau befindlichen Liefergeschäfts von Hightech Komponenten für die Halbleiterindustrie.

Ergebnis in TEUR    2023 2022 2021
Jahresüberschuss 6.956 5.713 3.328
+ Steuern 3.340 2.339 1.706
Ergebnis vor Steuern (EBT) 10.296 8.052 5.034
- Zinsen und ähnliche Erträge 370 33 0
+ Zinsaufwand / Avalprovison 260 112 135
EBIT 10.186 8.131 5.169
+ Abschreibungen auf Anlagevermögen 1.803 1.571 1.337
  EBITDA    11.989 9.702 6.506

Aufgrund des weiterhin hohen Auftragsbestandes von mehr als 2 Jahresumsätzen sowie weiterer großer und profitabler Projekte in Akquisition befindet sich die RI Research Instruments GmbH weiterhin in einer wirtschaftlich stabilen Lage.

Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 37,7 % (Vj: 36,1 %).

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen. Auf der Aktivseite ist dies vor Allem den großen Investitionen in Gebäude und Anlagenvermögen geschuldet, welche notwendig wurden, um dem Wachstum der letzten Jahre und dem Auftragsbestand Rechnung zu tragen. Diese hohen Investitionen führen aber auch zu einer leichten Erhöhung der Verbindlichkeiten. Die weiteren Veränderungen sind eine Folge aus dem Erwerb von technischen Anlagen zur Erweiterung der Fertigungskapazität, hoher Anarbeitung für laufende Aufträge sowie gestiegener Forderungen aus Auftragsabrechnungen zum Jahresende. Auf der Passivseite sind neben dem Jahresüberschuss hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Cashpool) ursächlich für den Anstieg.

Finanzlage

Die Finanzlage ist solide. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen mit wenigen Ausnahmen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Der Konzern hat über die Bruker Finance B.V. einen Cashpool eingerichtet, an dem die Konzernunternehmen teilnehmen und über den sich auch die RI Research Instruments GmbH zu marktüblichen Konditionen finanzieren kann. Zudem wurden im Rahmen der Neubauvorhaben Finanzierungsverträge mit lokalen Banken abgeschlossen. Des Weiteren erhält die Gesellschaft kongruent zum Projektverlauf Anzahlungen ihrer Kunden.

Die Investitionen in neue Gebäude und deren Ausstattung spiegeln sich im Cash Flow wieder.

Cash Flow in TEUR 2023 2022 2021
Ergebnis vor Steuern 10.296 8.053 5.339
+ Abschreibungen auf Anlagevermögen 1.803 1.571 1.337
- Investitionen 14.051 7.908 2.952
Vereinfachter freier Cash Flow vor Steuern -1.952 1.716 3.724

Personal

Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 360 (Vj. 302) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive Geschäftsführung beschäftigt, davon 222 (Vj 142) in der Produktion, 103 (Vj 128 vor Umorganisation zwischen Fertigung und Engineering) in der Projektleitung, dem Engineering und dem Vertrieb sowie 35 (Vj 32) in der Verwaltung.

Eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beziehen sich überwiegend auf Entwicklungen im Zusammenhang mit Kundenaufträgen und werden mit der Abwicklung des Auftrages erbracht. Der Aufwand für auftragsübergeordnete Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten betrug im Geschäftsjahr 370 T€, welcher nahezu ausschließlich aus der Inanspruchnahme interner Ressourcen und Materialkosten herrührt.

Voraussichtliche Chancen und Risiken

Die Gesellschaft ist in das einheitliche Risikomanagementsystem der Bruker Corporation eingebunden. Die Risikogrundsätze werden von der Geschäftsführung festgelegt. Die Einhaltung und Umsetzung dieser Grundsätze wird im Wesentlichen durch die Umsetzung der Sarbanes-Oxley Section 404 Anforderungen überwacht und unterstützt. Zusätzlich existiert ein internes monatliches Berichts- und Kontrollwesen. Es werden Gegenmaßnahmen veranlasst und umgesetzt, wenn die sich entwickelnden Risiken die Risikotoleranz überschreiten und nicht mehr im Einklang mit den Risikogrundsätzen stehen. In absteigender Bedeutung betrachten wir die folgenden Risiken:

Ukraine Konflikt

Gestörte Lieferketten, steigender Zinsen, hohe Inflation, steigende Energiekosten sowie zunehmender Rezessionsängste haben sich 2023 stark abgemildert, In 2023 haben wir die folgenden Auswirkungen auf die Geschäftslage der Gesellschaft beobachtet:

Die RI Research Instruments GmbH ist zwar international tätig, unterhält aber nach wie vor keine direkten Geschäftsbeziehungen zu Russland oder der Ukraine. Insofern hat der Ukrainekrieg keine direkten Auswirkungen. Die Energiekosten sind mittlerweile in allen Projekten berücksichtigt und fast wieder auf Vorkriegsniveau. Das Zinsniveau ist mittlerweile stabil, aber führt in seiner Höhe zur Belastung des Ergebnisses, da wegen der hohen Investitionen ein signifikanter Finanzierungsbedarf über Banken und den Cashpool notwendig ist. Die Inflation hat sich abgemildert und ist in den Projekten und Angeboten berücksichtigt.

Markt:

Der internationale Markt der Forschungsausrüstungen für die grundlagen- und anwendungsorientierte Wissenschaft ist aufgrund langer Vorlauf- und Projektlaufzeiten weitgehend konjunkturunabhängig und zeigt vom Volumen her mittel- und langfristig eine für die Gesellschaft stabile Marktgröße. Sehr große Forschungsprojekte mit einem Volumen von teilweise mehr als einer Milliarde EUR (z.B. FAIR, ITER, LCLS, ESS, IBS, LHC, EIC) führen i.d.R. zu entsprechenden Großaufträgen (um oder größer 10 M€) bei der RI Research Instruments GmbH. Durch die zusätzliche Akquisition weiterer kleinerer und mittelgroßer nationaler und internationaler Aufträge aus Forschung und tendenziell zunehmend der Industrie können wir in Summe eine homogene Auslastung unserer Ressourcen sicherstellen.

Mit einer gesicherten Marktstellung und dem frühzeitigen Wissen um künftige Projekte jeder Größenordnung aus Forschung und Industrie bestehen gute Chancen, unser Marktvolumen und unseren Marktanteil nachhaltig zu stabilisieren bzw. weiter auszubauen.

Projektrisiken:

Als Unternehmen des Projektgeschäftes ist die RI Research Instruments GmbH durchgängig projektorientiert aufgestellt. Dem Risiko, dass Projekte nicht wie geplant verlaufen, wird durch entsprechende Risikomanagementmethoden begegnet. Basierend auf einer projekt-orientierten Unternehmensplanung reflektieren die Controlling-Instrumente auf einen erfolgreichen Verlauf der einzelnen Projekte. Vom betriebswirtschaftlichen Standpunkt gesehen sind dies die Erzielung einer positiven Marge, die permanente Liquiditätsdeckung und eine ausreichende Finanzierung mit Aval-Linien über die Projektlaufzeit.

Herauszuheben ist die regelmäßige Ermittlung der "Cost to Complete" der Projekte, wodurch Abweichungen zur Planung möglichst frühzeitig zutage treten und geeignete Maßnahmen ergriffen werden können.

Finanzielle Risiken:

Das Projektgeschäft bedingt einen Finanzierungsbedarf über die Länge der Projektlaufzeiten von zum Teil mehr als einem Jahr. Entsprechend werden die Projektzahlungsströme mit den Kunden vereinbart.

Mit der Einbindung in die Konzernstruktur der Bruker Corporation., Billerica, USA, 40 Manning Road, Billerica, MA 01821, USA, befindet sich die Gesellschaft in einem leistungsstarken und gesicherten finanziellen Umfeld. Die Kapital- und Liquiditätsausstattung gewährleistet, dass die Finanzierung notwendiger Investitionen und Ressourcen gedeckt wird. Zudem wurden für das Neubauvorhaben Finanzierungsverträge mit lokalen Banken abgeschlossen. Durch die Einbindung der Gesellschaft in die Finanzierungsstrukturen des Bruker-Konzerns mittels Cash-Pool ist auch weiterhin eine Deckung des Finanzbedarfs gewährleistet.

Fremdwährungsrisiken:

Fremdwährungsrisiken entstehen durch Verträge mit Kunden oder Lieferanten, die in einer anderen Währung als dem Euro abgeschlossen werden. Wechselkursschwankungen solcher Fremdwährungen gegenüber dem Euro können unsere Ertragslage beeinträchtigen. Über Fremdwährungsgeschäfte wird im Einzelfall entschieden. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken schließt die Gesellschaft für wesentliche Fremdwährungsprojekte Sicherungsgeschäfte ab. Neben bestehenden Fremdwährungsforderung (USD) werden auch geplante Umsätze der folgenden Geschäftsjahre, welche in USD fakturiert werden, abgesichert. Zum 31. Dezember 2023 bestanden keine ungesicherten Fremdwährungsforderungen (Vorjahr 414 T€) und keine ungesicherten Fremdwährungsverbindlichkeiten (Vorjahr 154 T€). Fremdwährungssicherungsgeschäfte bestehen am Abschlussstichtag nicht.

Ausfallrisiken:

Lange Projektlaufzeiten können eine Änderung der Bonität zwischen Auftragsannahme und Projektfertigstellung zur Folge haben. Im Bereich der Forschungsausrüstung für die grundlagen- und anwendungsorientierte Wissenschaft sind die weltweiten Kunden der RI Research Instruments GmbH renommierte, meist öffentlich finanzierte Forschungseinrichtungen guter Bonität, die sich wegen der öffentlichen Finanzierung auch bei langen Projektlaufzeiten nicht ändert. In diesem Kundensegment fanden Forderungsausfälle bisher nicht statt und werden auch nicht erwartet. Gleiches trifft auf den Großteil unserer industriellen Kunden zu wenn auch in besonderen Einzelfällen eine Forderung wegen Insolvenz abgeschrieben werden musste. Durch konsequentes Kundenmanagement wird Forderungsausfällen vorgebeugt und zukünftig nicht erwartet. Zudem nimmt das Ausfallrisiko über die Projektlaufzeit durch vertraglich vereinbarte An- und Zwischenzahlungen ab.

Beschaffungsrisiken:

Die Beschaffung von Materialen, Dienstleistungen (Engineering, verlängerte Werkbank, etc.), Komponenten und Systemen im Rahmen unserer Projektaufträge und Investitionen erfolgt im nationalen und ggf. internationalen Wettbewerb nach von uns festgelegten Regeln unter Einhaltung der jeweiligen vertraglichen (Technik, Lieferzeit, Preis, Qualität) Bedingungen. In der Regel liegt auch bei Sonderfällen genügend Wettbewerb vor, so dass potentielle Risiken aus der Beschaffung klein sind und kontrolliert werden können.

Niob und Kupfer sind wichtige und hochwertige Vormaterialien, die sowohl Preisschwankungen am Rohstoffmarkt und / oder Wechselkursänderungen unterliegen, die unsere Marge negativ beeinflussen können. Diese Preisschwankungen wirken sich dennoch kaum aus, da in der Regel wesentliche Rohstoffe wie Niob von Kunden beigestellt werden und andernfalls Vormaterialien ausschließlich projektbezogen beschafft werden. Andere Rohstoffe machen nur einen sehr geringen Anteil der Gesamtkosten aus.

Personalrisiken:

Unser Personal besteht in allen Bereichen (Vertrieb, Engineering, Projektleitung, Fertigung, Finanzen, Leitung) aus sehr gut ausgebildeten, i.d.R. langfristig bei uns beschäftigten Mitarbeiter/innen. Bei unseren langfristigen Projekten ist hier Kontinuität ein essenzieller Erfolgsfaktor. Die lange Betriebszugehörigkeit von Mitarbeiter/innen zeigt, dass es mit der Personalpolitik gelingt, Schlüsselpersonen langfristig im Unternehmen zu halten. Entgegen der allgemeinen Lage schaffen wir es gut, neue Mitarbeiter mit entsprechender Qualifikation zu finden. Dem starken Personalwachstum tragen wir Rechnung, indem wir interne und externe Weiterbildung nutzen, um die neuen Mitarbeiter an das benötigte Leitungsniveau heranzuführen. Auslastungsspitzen in unserem Projektgeschäft werden bei uns durch zeitlich begrenzte Arbeitsverträge und auch durch Arbeitnehmerüberlassung realisiert. Insgesamt schaffen wir es mit diesem Ansatz eine zu jeder Zeit ausreichende, kompetente und effiziente Personalstruktur für alle Projekte zu gewährleisten.

Insgesamt sieht die Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken.

Ausblick

Für das Jahr 2024 erwarten wir erneut ein stabiles Wachstum und eine Erhöhung des Umsatzes mit einer zu 2023 vergleichbaren Profitabilität. Wir gehen davon aus das in den nächsten Jahren sich das wissenschaftliche Geschäft nicht signifikant entwickelt, aber unsere Dienstleistungen für die Halbleiterindustrie und Medizintechnik dies überkompensieren können. Mit langfristigen und gesunden Aufträgen im Bestand, Kunden mit staatlicher Finanzierung und einer hohen eigenen Wertschöpfung können die Rahmenbedingungen für die RI Research Instruments GmbH trotz der widrigen Umstände als gut eingeschätzt werden.

Auftragsbestand und Fertigstellungsgrad lassen für 2024 einen Umsatz in Höhe von ca. 90 M€ sowie ein EBIT von ca. 12 M€ zu. Für den Auftragseingang wird eine Größenordnung von 80 bis 90 M€ erwartet.

 

Bergisch Gladbach, den 6. Dezember 2024

Geschäftsführer

Dr. Michael Pekeler

Dr. Christian Piel

Dr. Burkhard Prause

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz-rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.429.981,22 1.578.462,00
  1.429.981,22 1.578.462,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.891.873,25 7.306.517,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.941.282,66 5.125.629,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.666.332,53 2.070.907,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.708.375,57 1.862.263,58
  28.207.864,01 16.365.316,78
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 500.000,00 0,00
  500.000,00 0,00
  30.137.845,23 17.943.778,78
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 209.660,93 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse 50.301.305,21 37.516.452,27
3. Geleistete Anzahlungen 6.372.739,74 1.259.364,45
4. Erhaltene Anzahlungen -50.301.305,21 -37.516.452,27
  6.582.400,67 1.259.364,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.102.917,65 9.866.485,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.920,00 16.077.997,95
(davon gegen Gesellschafter € 0,00; Vorjahr € 0,00)    
3. Sonstige Vermögensgegenstände 459.086,00 298.534,35
  14.566.923,65 26.243.017,93
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.950,22 62.441,29
  21.157.274,54 27.564.823,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 304.291,76 148.456,56
  51.599.411,53 45.657.059,01

Passiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 800.000,00 800.000,00
II. Gewinnrücklagen 11.393.311,04 9.679.348,80
III. Bilanzgewinn 7.235.222,72 5.993.054,43
  19.428.533,76 16.472.403,23
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 1.274.454,81 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.313.656,42 4.677.709,82
  6.588.111,23 4.677.709,82
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.972.254,68 3.466.158,27
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.544.631,76 14.093.831,20
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.399.709,29 4.097.942,41
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.280.734,32 1.382.316,79
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.385.436,49 1.466.697,29
(davon aus Steuern € 0,00; Vorjahr € 1.166.956,04; davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 299,52; Vorjahr € 0,00)    
25.582.766,54 24.506.945,96
  51.599.411,53 45.657.059,01

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  2023 2022
 
1. Umsatzerlöse 67.400.786,62 59.565.989,43
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -51.149.628,92 -43.742.346,09
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 16.251.157,70 15.823.643,34
4. Vertriebskosten -1.730.220,77 -1.597.370,56
5. Allgemeine Verwaltungskosten -4.297.083,22 -3.736.699,11
6. Forschungs - und Entwicklungskosten -370.160,43 -193.667,46
7. Sonstige betriebliche Erträge 1.385.588,52 386.808,48
davon aus Währungsumrechnung € 1.385.588,52 (Vj. € 386.808,48)    
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.052.057,52 -2.550.803,52
davon aus Währungsumrechnung € 1.050.376,51 (Vj. € 2.550.718,49)    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 369.943,19 33.738,42
davon aus verbundenen Unternehmen € 221.421,72 (Vj.€ 33.738,42)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -260.202,06 -111.585,64
davon an verbundene Unternehmen € 134.941,49 (Vj. € 111.585,64)    
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.340.263,67 -2.339.459,50
12. Ergebnis nach Steuern 6.956.701,74 5.714.604,45
13. sonstige Steuern -1.326,00 -1.397,00
14. Jahresüberschuss 6.955.375,74 5.713.207,45
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.993.054,43 3.608.334,16
16. Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen -1.713.962,24 -998.546,16
17. Gewinnausschüttung -3.999.245,21 -2.329.941,02
18. Bilanzgewinn 7.235.222,72 5.993.054,43

Anhang zum Geschäftsjahr 2023

RI Research Instruments GmbH
Friedrich-Ebert-Straße 75
51429 Bergisch Gladbach

Sitz der Gesellschaft: Bergisch Gladbach
Handelsregister: Amtsgericht Köln HRB 65967


1. Allgemeine Angaben

Die RI Research Instruments GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) - unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Von dem Gliederungsschema des § 275 Abs. 3 HGB wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB hinsichtlich des Ausweises der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung abgewichen. Da die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung eine besondere Bedeutung haben, werden sie gesondert ausgewiesen. Diese Aufwendungen dienen im Wesentlichen der Entwicklung neuer Anwendungsbereiche und Produktgenerationen und werden demnach nicht dem Herstellungsbereich zugeordnet. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder in Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Abschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung ("Going Concern") aufgestellt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Im Zuge einer im Geschäftsjahr durchgeführten Umstellung des ERP-Systems wurde eine umfassende Prüfung und teils Neuklassifizierung von Anlagegütern vorgenommen. Dabei wurden Anlagen mit historischen Anschaffungskosten von T€ 1.258 und zugehörigen kumulierten Abschreibungen von T€ 788 aus der Anlagenklasse "Werkzeuge" in die Anlagenklasse "Technische Anlagen" umgegliedert. Diese Maßnahme hat zu einer abweichenden Darstellung im Vergleich zum Vorjahr geführt. Die entsprechenden Vorjahresbeträge wurden in der Bilanz und im Anlagenspiegel nicht angepasst. Die vorgenommene Umgliederung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesamtwerte der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Sie dient ausschließlich der Verbesserung der Genauigkeit und Transparenz der finanziellen Berichterstattung.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Nutzungsdauer für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens liegen zwischen 3 und 40 Jahren.

3 bis 15 Jahre für immaterielle Vermögensgegenstände und

5 bis und 40 Jahre für Gegenstände des Sachanlagevermögens

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert bilanziert.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse werden auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert.

Sowohl geleistete als auch erhaltene Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Einzelwertberichtigungen waren aufgrund der Altersstruktur der Forderungen nicht erforderlich.

Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die davon-Vermerke zur Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen sowohl die realisierten als auch die unrealisierten Währungsdifferenzen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft-und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist - einschließlich der Angabe der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen - im Anlagenspiegel dargestellt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen setzen sich wie folgt zusammen:

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres Stichtag der vorliegenden Informationen
% in T€ in T€
Unmittelbar
Gauss Fusion GmbH, München 6,25 8.000 -3.398 31.12.2023

Sämtliche Forderungen haben unverändert zum Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Ansprüche mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von T€ 243 (Vorjahr T€ 0).

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr Forderungen aus dem Cashpooling T€ 16.078) und haben unverändert eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Mit Gesellschafterbeschluss vom 20./25.09.2023 wurde der Jahresüberschuss wie folgt verwendet: Ein Teilbetrag von € 1.713.962,24 wurde in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Ein weiterer Teilbetrag von € 3.999.245,21 wurde an die Gesellschafter ausgeschüttet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde analog § 158 Abs. 1 AktG ergänzt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (T€ 4.520 Vorjahr T€ 2.553), Personalverpflichtungen (T€ 1.563, Vorjahr T€ 909) und Gewährleistungen (T€ 256, Vorjahr T€ 150).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Darlehen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von T€ 3.897 (Vorjahr T€ 2.642) und über fünf Jahren in Höhe von T€ 717 (Vorjahr T€ 1.049). Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen unverändert zum Vorjahr Grundschulden in Höhe von T€ 10.000. Die entsprechenden Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 4.972.

Zur Sicherung einer erhaltenen Anzahlung wurde eine Sicherungsübereignung von Fertigungsmaschinen vereinbart. Zum Stichtag 31.12.2023 unterliegen Güter in Höhe von € 1,2 Mio. dieser Sicherungsübereignung.

Alle anderen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus dem Cashpooling (1.878 T€, Vorjahr Forderungssaldo T€ 16.078) und der noch nicht ausgezahlten Dividende in Höhe von 3.413 T€ und haben unverändert eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von T€ 4.114 Diese bestehen im Wesentlichen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2028. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte "Operating-Lease" Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Gegenstände bei der Gesellschaft führen. Zweck des Abschlusses von Miet- und Leasingverträgen ist u. a. die Liquiditätsverschonung, die Bilanzneutralität und eine transparente Kalkulationsgrundlage.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestehen keine Haftungsverhältnisse.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt auf die Tätigkeitsbereiche aufteilen:

2023 2022
T€ T€
SRF Accelerator and Special Manufacturing Projects 28.728 28.957
Supply Chain Production 17.137 10.409
Accelerator System (normal conducting) 7.771 15.427
Photon instrumentation 13.663 4.648
Others 102 125
67.401 59.566

Nach geographischen Märkten lassen sich die Umsatzerlöse wie folgt aufteilen:

2023 2022
T€ T€
Deutschland 27.980 19.511
Europa (Rest) 23.567 13.441
Amerika 11.910 19.843
Asien / Pazifik 3.482 6.613
Israel 462 158
67.401 59.566

Der gesamte Material- und Personalaufwand gliedert sich wie folgt:

2023 2022
T€ T€
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.049 15.399
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.576 9.347
Gesamt Materialaufwand 21.625 24.746
2023 2022
T€ T€
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 22.428 16.913
b) Soziale Abgaben 3.524 3.063
Gesamt Personalaufwand 25.952 19.976

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit einem Ertrag von T€ 69 (Vorjahr T€ 252) auf Vorjahre.

5. Sonstige Angaben

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023 wurde die Geschäftsführung durch die folgenden Personen wahrgenommen:

 

Herrn Dr. Michael Pekeler, Dipl.-Physiker, Geschäftsführer der RI Research Instruments GmbH, Bergisch Gladbach

 

Herrn Hanspeter Vogel, Dipl.-Physiker, Geschäftsführer der RI Research Instruments GmbH, Wuppertal (bis 1. Februar 2023)

 

Herrn Dr. Christian Piel, Dipl.-Physiker, Geschäftsführer der RI Research Instruments, Lindlar (seit 1. Februar 2023)

 

Herrn Dr. Burkhard Prause, Dipl.-Physiker, Geschäftsführer der RI Research Instruments GmbH, Gründau

Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt 360 Mitarbeiter (Vorjahr 302). Hiervon sind 222 (Vorjahr 142) in der Produktion, 103 (Vorjahr 128 vor Umorganisation zwischen Fertigung und Engineering) in der Projektleitung, dem Engineering und dem Vertrieb sowie 35 (Vorjahr 32) in der Verwaltung beschäftigt.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der Bruker Energy & Supercon Technologies, Inc., Billerica/USA, und wird in den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Bruker Corporation, Billerica/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist auf der Website der U.S. Security and Exchange Commission einsehbar.

Abschlussprüferhonorar

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers sind im Geschäftsjahr 2023 T€ 113 Honorare erfasst worden. Dieses entfällt vollständig auf Abschlussprüferleistungen.

Angabe zu Geschäften mit nahestehenden Personen

Es bestehen keine marktunüblichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen.

6. Gewinnverwendungsvorschlag

Über die Gewinnverwendung wurde noch kein Beschluss gefasst. Die Geschäftsführung schlägt vor mindestens 50% an die Gesellschafter auszuschütten und den Restbetrag in die Gewinnrücklagen einzustellen.

7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Bergisch Gladbach, den 6. Dezember 2024

Dr. Michael Pekeler

Dr. Christian Piel

Dr. Burkhard Prause

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
  EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.807.052,67 88.507,72 0,00 25.466,39 3.921.026,78
  3.807.052,67 88.507,72 0,00 25.466,39 3.921.026,78
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.575.939,28 640.456,88 0,00 137.988,14 8.354.384,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.541.473,31 3.892.590,45 0,00 1.535.948,33 16.970.012,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.453.495,86 641.756,98 53.210,08 -1.258.176,25 4.783.866,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.862.263,58 8.287.338,60 0,00 -441.226,61 9.708.375,57
  26.433.172,03 13.462.142,91 53.210,08 -25.466,39 39.816.638,47
III. Finanzanlagen          
Beteiligungen 0,00 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00
  0,00 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00
  30.240.224,70 14.050.650,63 53.210,08 0,00 44.237.665,25
  Abschreibungen
  01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
  EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.228.590,67 262.454,89 0,00 0,00 2.491.045,56
  2.228.590,67 262.454,89 0,00 0,00 2.491.045,56
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 269.422,08 193.088,97 0,00 0,00 462.511,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.415.844,31 824.870,87 0,00 788.014,25 8.028.729,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.382.588,86 531.088,69 8.129,32 -788.014,25 3.117.533,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  10.067.855,25 1.549.048,53 8.129,32 0,00 11.608.774,46
III. Finanzanlagen          
Beteiligungen         0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  12.296.445,92 1.811.503,42 8.129,32 0,00 14.099.820,02
  Buchwerte
  31.12.2023 31.12.2022
  EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.429.981,22 1.578.462,00
  1.429.981,22 1.578.462,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.891.873,25 7.306.517,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.941.282,66 5.125.629,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.666.332,53 2.070.907,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.708.375,57 1.862.263,58
  28.207.864,01 16.365.316,78
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 500.000,00 0,00
  500.000,00 0,00
  30.137.845,23 17.943.778,78

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RI Research Instruments GmbH, Bergisch Gladbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RI Research Instruments GmbH, Bergisch Gladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RI Research Instruments GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 6. Dezember 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Harald Wimmer, Wirtschaftsprüfer ppa. Christian Dornhöfer, Wirtschaftsprüfer



Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 08.01.2025 festgestellt.

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