Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 2244
Eingetragen
21.8.1980
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Beteiligung und Übernahme der Geschäftsführung und der persönlichen Haftung an der Firma Chr. Mayr GmbH + Co. KG mit dem Sitz in Mauerstetten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Illig
seit 24.5.2022
Geschäftsführer
Johann Eberle
seit 24.5.2022
Prokura
Ferdinand Mayr
seit 17.12.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

87600 Kaufbeuren
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mayr GmbH

Mauerstetten

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

der Mayr GmbH, Mauerstetten

AKTIVA

31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.712.331,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 375.999,06
3. geleistete Anzahlungen 3.517.087,64
6.605.417,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 72.478.431,91
2. technische Anlagen und Maschinen 12.353.928,32
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.254.881,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.746.325,31
91.833.566,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 457.006,25
2. Beteiligungen 136,62
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.882,78
468.025,65
98.907.010,41
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.249.511,87
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.485.727,51
3. fertige Erzeugnisse und Waren 19.172.846,88
4. geleistete Anzahlungen 311.950,75
33.220.037,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.833.908,95
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.084.531,68
25.918.440,63
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 51.942.731,82
111.081.209,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 398.206,16
D. Aktive latente Steuern 1.106.131,80
211.492.557,83

PASSIVA

31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00
II. Konzernbilanzgewinn 7.435,93
III. Nicht beherrschende Anteile 189.818.160,62
189.851.596,55
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 12.300,05
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 36.900,00
2. Steuerrückstellungen 306.104,19
3. sonstige Rückstellungen 6.258.475,28
6.601.479,47
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 981.371,49
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 100.811,22
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.149.336,63
4. sonstige Verbindlichkeiten 7.432.365,74
- davon aus Steuern: EUR 688.943,79
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.341.656,66 12.663.885,08
E. Rechnungsabgrenzungsposten 798.931,50
F. Passive latente Steuern 1.564.365,18
211.492.557,83

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

der Mayr GmbH, Mauerstetten

2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 176.626.326,82
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 12.476,41
3. andere aktivierte Eigenleistungen 199.722,16
4. sonstige betriebliche Erträge 2.696.521,55
5. Gesamtleistung 179.535.046,94
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -54.086.963,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.628.433,77
-57.715.397,35
7. Rohergebnis 121.819.649,59
8. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -54.509.789,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -14.859.046,16
- davon für Altersversorgung: EUR -153.016,05 -69.368.835,45
9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -9.600.158,08
10. sonstige betriebliche Aufwendungen -23.809.006,57
11. Betriebsergebnis 19.041.649,49
12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.722,64
13. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 359.094,48
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -44.467,17
15. Finanzergebnis 318.349,95
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) Steuern vom Einkommen und Ertrag -5.260.234,12
b) Latente Steuern 401.035,86
-4.859.198,26
17. Ergebnis nach Steuern 14.500.801,18
18. sonstige Steuern -209.870,01
19. Konzernjahresüberschuss 14.290.931,17
20. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn -14.289.251,22
21. Konzernergebnis 1.679,95

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

der Mayr GmbH

Die finanzielle Entwicklung des Konzerns wird anhand einer Kapitalflussrechnung gemäß dem Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 21 dargestellt. Die Darstellung des Finanzmittelfonds erfolgt unter Einbeziehung der jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten.

2023
EUR
Periodenergebnis 14.290.931
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 9.600.158
+ Zunahme der (sonstigen) Rückstellungen 2.674.496
+ Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 520.317
- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -122.852
+ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) 4.673.722
- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) -4.742.790
- Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -478.628
- Zinsaufwendungen/Zinserträge -318.350
+ Ertragsteueraufwand 4.859.198
- Ertragsteuerzahlungen -5.299.024
= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 25.657.178
- Auszahlungen für Investitionen in das immateriellen Anlagevermögens -2.522.864
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.999.308
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -8.893.125
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -448.154
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -809.114
+ Erhaltene Zinsen und Dividenden 362.817
= Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -10.311.132
+ Einzahlungen aus Kapitalzuführungen nicht beherrschender Anteile 4.677.180
- Auszahlungen aus Kapitalrückführungen nicht beherrschender Anteile -12.820.286
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -843.372
- Gezahlte Zinsen -44.467
= Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -9.030.945
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 6.315.101
- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -638.482
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 46.266.113
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 51.942.732
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode Zahlungsmittel 51.942.732
- Kontokorrentkredite des laufenden Geschäftsjahres 0
51.942.732

Konzerneigenkapitalspiegel der Mayr GmbH zum 31.12.2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Bilanzgewinn
Gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe Summe
Stand am 31.12.2022 26.000,00 5.755,98 0,00 5.755,98 31.755,98
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalzuführungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalrückführungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0.00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 1.679,95 1.679,95 1.679,95
Stand am 31.12.2023 26.000,00 5.755,98 1.679,95 7.435,93 33.435,93
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe Summe
Stand am 31.12.2022 0,00 0,00 0,00 0,00 31.755,98
Änderungen des Konsolidierungskreises 184.199.499,34 0,00 0,00 184.199.499,34 184.199.499,34
übrige Veränderungen 0,00 -527.484,04 0,00 -527.484,04 -527.484,04
Kapitalzuführungen 4.677.179,64 0,00 0,00 4.677.179,64 4.677.179,64
Kapitalrückführungen -12.820.285,54 0,00 0,00 -12.820.285,54 -12.820.285,54
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 14.289.251,22 14.289.251,22 14.290.931,17
Stand am 31.12.2023 176.056.393,44 -527.484,04 14.289.251,22 189.818.160,62 189.851.596,55

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Mayr GmbH, als Muttergesellschaft des Konzerns, wird beim Amtsgericht Kempten unter der Nummer HRB 2244 geführt. Sie hat ihren Stammsitz in der Eichenstraße 1, 87665 Mauerstetten. Das gezeichnete Kapital beläuft sich auf EUR 26.000,00.

Gegenstand der Mayr GmbH ist die Beteiligung und Übernahme der Geschäftsführung und der persönlichen Haftung an der Firma Chr. Mayr GmbH + Co. KG mit dem Stammsitz in Mauerstetten. Die Mayr-Gruppe ist im Bereich der Antriebstechnik tätig und gehört mit ihrer mehr als 100- jährigen Historie zu den Weltmarkt- und Technologieführern, u.a. bei anwendungsoptimierten Sicherheitsbremsen, Sicherheitskupplungen und spielfreien Wellenkupplungen. Die Produkte kommen in zahlreichen Bereichen des Maschinenbaus und unterschiedlichen Branchen zum Einsatz.

Der vorliegende Konzernabschluss war aufgrund der rechtlichen Veränderungen, die sich durch den Tod des ehemaligen Geschäftsführers der Christian Mayr GmbH + Co. KG am 18. Januar 2023 ergeben haben, erstmals gemäß § 293 HGB aufzustellen. Auf die Angabe von Vorjahresangaben wird verzichtet.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§ 290 ff. HGB) und unter Beachtung ergänzender Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Aufstellung erfolgt auf den Stichtag des Abschlusses des Mutterunternehmens, d.h. den 31. Dezember 2023, und bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) werden, soweit sie nicht gesetzlichen Regelungen entgegenstehen oder gesetzliche Wahlrechte einschränken, berücksichtigt. Der Konzernabschluss enthält eine Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung gemäß DRS 22 sowie eine Konzern-Kapitalflussrechnung gemäß DRS 21.

II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft, d.h. die Mayr GmbH, sämtliche direkt und indirekt gehaltenen Tochterunternehmen einbezogen, sofern nicht besondere Ausschlussgründe bzw. Wahlrechte nach § 296 HGB vorlagen.

Tochterunternehmen, an denen die Mutter mehr als 50 % der Anteile hält oder bei denen die Mutter einen beherrschenden Einfluss ausübt, werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen (Neubewertungsmethode). Nach der Equity-Methode oder nach Quotenkonsolidierung einzubeziehende Gesellschaften liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Vorschriften des § 301 HGB unter Anwendung der Neubewertungsmethode. Danach wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Soweit Teilkonzerne erworben werden, erfolgt die Verrechnung mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Teilkonzerns. Das Eigenkapital wird dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt gemäß § 301 Abs. 2 HGB (Gründungs-/Erwerbszeitpunkt). Da der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 erstmalig aufgestellt wird, sind die Wertansätze zum Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss zugrunde zu legen (1. Januar 2023), soweit das Tochterunternehmen nicht in dem Jahr Tochterunternehmen geworden ist, für das der Konzernabschluss aufgestellt wird (§ 301 Abs. 2 S. 3 HGB).

Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der Chr. Mayr GmbH + Co. KG und der Tochtergesellschaften werden als "Geschäfts- oder Firmenwerte" und passive Unterschiedsbeträge als "Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung" gemäß § 301 Abs. 3 HGB ausgewiesen. Technische passive Unterschiedsbeträge werden unter den Gewinnrücklagen im Eigenkapital ausgewiesen. Anteile anderer Gesellschafter bemessen sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft und werden gemäß § 307 HGB unter dem "Posten "nicht beherrschende Anteile" innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die zuvor ermittelten aktiven/passiven Unterschiedsbeträge, die auf Ebene des Teilkonzerns der Chr. Mayr GmbH + Co. KG entstanden sind, werden auf Ebene der Muttergesellschaft in den Posten "Nicht beherrschende Anteile" im Eigenkapital ausgewiesen.

Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen werden grundsätzlich nach der Equity Methode gemäß § 312 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Zum 31. Dezember 2023 lagen keine assoziierten Unternehmen vor.

Schuldenkonsolidierung

Gemäß § 303 Abs. 1 HGB werden Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Beziehungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten eliminiert.

Eliminierung von Zwischenergebnissen

Zwischengewinne/-verluste im Anlage- und Vorratsvermögen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden gemäß § 304 HGB in Höhe der Differenz zwischen den Einzelbilanzansätzen und den Konzernanschaffungskosten bzw. Konzernherstellungskosten eliminiert. Auf die Eliminierung unwesentlicher Zwischenergebnisse wird im Hinblick auf § 304 Abs. 2 HGB verzichtet.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge, Zinserträge, Erträge aus Beteiligungen sowie Erträge aus Gewinnabführungsverträgen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 305 Abs. 1 HGB mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 werden neben der Muttergesellschaft, d.h. die Mayr GmbH, folgende Unternehmen einbezogen (jeweils Vollkonsolidierung):

direkt gehalten:

Chr. Mayr GmbH + Co. KG, Mauerstetten / D (0%)

indirekt gehalten (Anteilsbesitz der Chr. Mayr GmbH & Co. KG):

Mayr France SA, Bully les Mines / F (100%)

Mayr Italia S.R.L., Saonara / I (99%)

Mayr Polska sp.z.o.o., Ostrezeszow / PL (99,4%)

Mayr Transmissions Ltd., Keighley West / UK (100%)

Mayr Corporation, Waldwick / USA (100%)

Mayr Power Transmissions Co. Ltd., Zhangjiagang / CN (100%)

Mayr Transmission(s) Pte Ltd, Singapur / SNG (100%)

Mayr Japan LLC, Tokyo / JP (100%)

Mayr Kupplungen AG, Neuhausen / CH (52%)

Die Mayr Power Transmissions India Private Limited, Pune/Indien, wurde von der Chr. Mayr GmbH + Co. KG, Mauerstetten, mit Vertrag vom 22.04.2023 gegründet. Die indische Tochtergesellschaft wird im Jahr 2023 aufgrund ihrer Unwesentlichkeit und unter Bezugnahme auf § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

III. Auswirkungen aufgrund des erstmaligen Einbezugs von Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss zum 1. Januar 2023

Aufgrund der o.a. rechtlichen Veränderungen wurden die im vorstehenden Abschnitt aufgeführten Tochtergesellschaften erstmals zum 1. Januar 2023 konsolidiert (Erstkonsolidierung). Die Gründung bzw. der Erwerb der Tochtergesellschaften erfolgte größtenteils schon weit vor diesem Erstkonsolidierungsstichtag. Der Konzern wurde für das Jahr 2023 erstmals aufgestellt.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden dem Konzern sämtliche neubewertete Vermögenswerte und Schulden der Tochtergesellschaften zugeführt. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung vollzogenen Aufdeckungen von stillen Reserven und Lasten umfasst zum 1. Januar 2023 (31. Dezember 2023) insbesondere folgende Positionen:

Immaterielle Vermögensgegenstände / gewerbliche Schutzrechte und Marken: TEUR 2.769 (31.12.2023: TEUR 2.492)

Immaterielle Vermögensgegenstände / Auftragsbestand TEUR 2.512 (31.12.2023: TEUR 0).

Immaterielle Vermögensgegenstände / Geschäfts- oder Firmenwert TEUR 417 (31.12.2023: TEUR 376).

Sachanlagen / Grundstücke: TEUR 292 (31.12.2023: TEUR 292)

Sachanlagen / Gebäude und Bauten: TEUR 6.790 (31.12.2023: TEUR 6.240)

Passive latente Steuer: TEUR 2.019 (31.12.2023: TEUR 1.509)

Aus der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften des Teilkonzerns der Chr. Mayr GmbH + Co. KG resultiert ein passiver Unterschiedsbetrag von insgesamt TEUR 63.234. Der passive Unterschiedsbetrag wurde inhaltlich klassifiziert bzw. wie folgt aufgeteilt:

Passiver Unterschiedsbetrag gemäß DRS 23 Tz. 145, welcher planmäßig über die Restnutzungsdauer der erworbenen Vermögensgegenstände vereinnahmt wird: TEUR 2.269 (31.12.2023: TEUR 2.146); aus Fortführung des Betrages resultiert im Jahr 2023 ein positiver Ergebniseffekt von TEUR 123 p.a.

Passiver Unterschiedsbetrag gemäß DRS 23 Tz. 146, welcher sich am Verbrauch oder Abgang der nicht abnutzbaren Vermögensgegenstände orientiert (Grundstücke): TEUR 137.

Technischer passiver Unterschiedsbetrag gemäß DRS 23 Tz. 147, welcher direkt in die Konzerngewinnrücklagen eingestellt wurde: TEUR 60.827.

Sämtliche vorgenannten Unterschiedsbeträge wurden auf Ebene der Muttergesellschaft den Fremdanteilen zugeordnet.

Die Aufwendungen und Erträge der zum 1. Januar 2023 erstkonsolidierten Gesellschaften werden im Geschäftsjahr 2023 vollständig in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung abgebildet.

IV. Veränderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2023

Im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2023 sind - bis auf die Buchwerte der Muttergesellschaft - sämtliche neubewerteten Vermögensgegenstände und Schulden in den vorliegenden HGB-Konzernabschluss aufgenommen wurden. Die zum 31.Dezember 2023 in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte resultieren daher im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften.

V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen gemäß den §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren bewertet. Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird konzerneinheitlich nicht ausgeübt.

Das Sachanlagevermögen wird zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Bei den Gebäuden wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 10 und 33 Jahren zugrunde gelegt. Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden planmäßig über 3 bis 15 Jahre abgeschrieben. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Voraussichtlich dauerhafte und wesentliche Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Die Vorräte sind unter der Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abwertungen auf den niedrigeren Marktpreis am Bilanzstichtag, angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wurden durch angemessene Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu aktuellen Anschaffungskosten bewertet. Bei Wertminderung wird der niedrigere beizulegende Wert am Bilanzstichtag zugrunde gelegt. Einkaufspreisminderungen (Boni und Skonti) und Anschaffungsnebenkosten (Fracht und Zölle) wurden berücksichtigt.

Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse, Leistungen und Waren zu Herstellungskosten bilden die Material- und Fertigungskosten (einschließlich Gemeinkosten). Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurde durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennbetrag bzw. bei Fremdwährungsguthaben zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Die aktiven/passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben/Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die einen Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf bzw. der wirtschaftlichen Zugehörigkeit.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird für die erhaltenen und verwendeten Fördermittel und Zuschüsse für Investitionen gebildet. Er wird entsprechend der Nutzungsdauer des geförderten Anlagevermögens aufgelöst.

Die handelsrechtliche Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Dabei wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewandt. Folgende Annahmen liegen der Bewertung zum 31. Dezember 2023 zugrunde:

Rechnungszins: 1,78 %

Lohn-/Gehaltstrend p.a.: 1,0 %

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungsbeträge mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit der jeweiligen Restlaufzeit und dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Posten, denen Beträge zu Grunde liegen, die auf fremde Währung lauten, wurden gemäß § 256a HGB in Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgte mit dem Durchschnittskurs am Transaktionstag. Kursveränderungen für Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden durch Umrechnung des Devisenkassamittelkurses am Bilanzstichtag berücksichtigt. Für Sachverhalte mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurde das Höchstwert- bzw. Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Die Umrechnung der in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften erfolgt nach § 308a HGB mit der modifizierten Stichtagskursmethode. Die Posten der Bilanz werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, mit dem Stichtagskurs, das Eigenkapital wird mit dem historischen Kurs und die Werte der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Latente Steuern werden auf Basis des Temporary-Konzepts gebildet. Dementsprechend wird in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften ein Passivposten für latente Steuern gebildet, wenn sich zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen ergeben, die sich in Zukunft voraussichtlich abbauen, und sich daraus eine Steuerbelastung ergibt. Ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen Steuerentlastungen, so erfolgt grundsätzlich eine Berücksichtigung maximal bis zur Höhe passiver latenter Steuern aus anderen Bewertungsdifferenzen. Ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern wird nicht aktiviert. Bewertungswahlrechte zum Ansatz von aktiven latenten Steuern werden auf Konzernebene nicht neu ausgeübt.

Soweit sich aus den Vorschriften zur Vollkonsolidierung (§§ 300 bis 307 HGB) zusätzliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen ergeben, die sich in späteren Zeiträumen voraussichtlich ausgleichen, werden aktive und passive latente Steuern angesetzt. Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrages bleiben unberücksichtigt. Die Steuersätze auf der Ebene der Einzelabschlüsse werden entsprechend den nationalen Gegebenheiten festgesetzt.

VI. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Im Konzerngeschäftsjahr 2023 ergaben sich keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beinhalten entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie im Rahmen der Erstkonsolidierung identifizierte stille Reserven (gewerbliche Schutzrechte und Marken, Auftragsbestand und Geschäfts- oder Firmenwert). Es wird hierzu auf die o.a. Erläuterungen unter Abschnitt III. verwiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 0.

Infolge von Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz ergaben sich aktive und passive latente Steuerabgrenzungen, welche unsaldiert ausgewiesen wurden. Latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus den im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten (immaterielle Vermögenswerte, Grundstücke, Gebäude/Bauten). Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von aktiven latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 i.V.m. § 298 Abs.1 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Bei der Bewertung der latenten Steuern werden die unternehmensindividuellen Steuersätze, die sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben, zugrunde gelegt. Die Steuersätze von ausländischen Tochterunternehmen wurden auf Grundlage des lokalen Steuerrechts und der maßgeblichen Steuersätze des jeweiligen Landes ermittelt und bewegen sich in einer Bandbreite von 15% bis 25%.

In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung 2023 werden unter der Position Steuern vom Einkommen und Ertrag latente Steueraufwendungen/-erträge in Höhe von TEUR 401 ausgewiesen

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 26.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Konzernbilanzgewinn

Der Konzernbilanzgewinn von TEUR 7 resultiert zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 6 aus dem Gewinnvortrag zum 1.1.2023 der Muttergesellschaft, Mayr GmbH, und in Höhe von TEUR 1 aus dem Konzernjahresergebnis 2023 (nach Anteil der nicht beherrschenden Anteile am Konzernergebnis).

Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile von insgesamt TEUR 189.818 stellen das anteilige auf fremde Gesellschafter entfallende Eigenkapital dar. Der Ausweis der Fremdanteile entfällt auf folgende Tochtergesellschaften:

Chr. Mayr GmbH + Co. KG: TEUR 189.192

Mayr Italia S.R.L: TEUR 82

Mayr Polska sp.z.o.o.: TEUR 131

Mayr Kupplungen AG: TEUR 413

Die unter den Fremdanteilen enthaltenen passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung gemäß § 309 Abs. 2 HGB in Höhe von TEUR 2.284 betrifft zum 31. Dezember 2023 insbesondere folgende Erstkonsolidierungen auf Ebene des Teilkonzerns der Chr. Mayr GmbH + Co. KG:

Unterschiedsbeträge mit unbestimmten Auflösungszeitraum (Anteil TEUR 137), davon i.W.

Mayr France SA: TEUR 30

Mayr Polska sp.z.o.o. GmbH: TEUR 107

Unterschiedsbeträge mit laufender Auflösung (Anteil TEUR 2.146), davon i.W.

Mayr France SA: TEUR 169

Mayr Polska sp.z.o.o. GmbH: TEUR 1.977

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte auf Basis der Erstkonsolidierung eine Auflösung der Unterschiedsbeträge, welche mit TEUR 123 unter der Position "sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen wird.

Rückstellungen

Zum 31. Dezember 2023 ergeben sind insgesamt Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von TEUR 37. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 0.

Zum Bilanzstichtag bestehen Pensionsrückstellungen für frühere Organmitglieder in Höhe von TEUR 0.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 306 beinhalten i.W. Rückstellungen für Ertragsteuern (u.a. Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer) für Veranlagungszeiträume bis zum Jahr 2023.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Gewährleistungen, Personal und sonstiges (Abschlussprüfung, Archivierung, ausstehende Rechnungen, Rechtsberatung etc.) zusammen.

Bei den Verbindlichkeiten ergaben sich folgende Restlaufzeiten:

Bilanzposten Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit größer 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeiten größer 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 500 125 356
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 101 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.149 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 7.432 0 0
Σ Verbindlichkeiten 12.182 125 356

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt der Lieferanten besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 981.371,49 EUR sind durch eine Grundschuld besichert.

VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Regionen:

Region TEUR
Inland 94.177
EU 25.833
Drittländer 56.616
Σ Umsatzerlöse 176.626

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.696 enthalten i. W. Erträge aus Währungsumrechnungen (TEUR 1.695), aus Anlageabgängen (TEUR 479), aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 155), aus Schadensersatzleistungen (TEUR 81) sowie aus der Auflösung von passiven Unterschiedsbeträgen (TEUR 123). Es sind keine wesentlichen periodenfremden Effekte enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 23.809 enthalten i. W. Raumkosten, Versicherungen, Beträge und Abgaben, Reparaturen/Instandhaltungen, Fahrzeugkosten, Werbe- und Reisekosten, Kosten der Warenabgabe sowie sonstige Kosten. Es sind keine wesentlichen periodenfremden Effekte enthalten.

VIII. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Aufstellung der Kapitalflussrechnung erfolgte im Geschäftsjahr 2023 nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21). In den Finanzmittelfonds werden nur Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einbezogen.

IX. Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Es bestehen Leasing- und Mietverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus Dienstleistungs-/Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 168, davon fällig innerhalb eines Jahres TEUR 168, innerhalb von zwei bis fünf Jahren TEUR 0 und nach fünf Jahren TEUR 0.

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind als Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten im Sinne des § 251 HGB Bürgschaftsverpflichtungen in Höhe von gesamt 1.800.000,00 EUR zu vermerken. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da es sich um eine Bürgschaft gegenüber einem Gesellschafter und eine Bürgschaft gegenüber einem verbundenen Unternehmen handelt.

Finanzinstrumente und Derivate

Die Konzernwährung ist der Euro. Währungsrisiken können aus den operativen Tätigkeiten in Fremdwährungen entstehen. Dem finanziellen Risiko aufgrund der Wechselkursschwankungen wird mit Hilfe von Devisentermingeschäften entgegengewirkt. Durch den Abschluss von Devisentermingeschäften, deren Wert sich im Hinblick auf das Währungsrisiko gegenläufig zum Einkaufsbzw. Verkaufsgeschäft entwickelt. Maßgeblich ist das durchschnittlich gehandelte Volumen, sowie deren übliche Fristigkeit. Die Effektivität wird somit grundsätzlich gewährleistet. Der Marktwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Wechselkurse und der Kontraktmenge.

Die zum Stichtag offenen Devisentermingeschäfte stellen sich wie folgt dar:

Finanzinstrument bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Größer 5 Jahre Nominalvolu-
TEUR Jahre TEUR TEUR men zum 31.12.2023 TEUR
Devisenterminkontrakte 9.000 0 0 9.000
Summe 9.000 0 0 9.000

Der Fair Value aus den Devisenterminkontrakten zum Stichtag 31.12.2023 beläuft sich auf TEUR 738.

Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar teilt sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt auf:

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 50

Sonstige Beratungsleistungen wurden durch den Abschlussprüfer nicht erbracht.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind

Ferdinand Mayr, M Sc, Kaufmann, CEO

Christian Illig, Kaufmann, CFO

Die Befreiungsvorschrift § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durch den Konzern durchschnittlich 1.254 Mitarbeiter beschäftigt (ohne Geschäftsführer, ohne Auszubildende), davon:

Angestellte 470

Gewerbliche Mitarbeiter 768

Leitende Mitarbeiter 16

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Befreiung von der Prüfung/Offenlegung

Die Chr. Mayr GmbH + Co. KG, Mauerstetten, macht für Zwecke der Offenlegung des Jahresabschlusses von den Erleichterungsvorschriften des § 264 b HGB Gebrauch.

Die Chr. Mayr GmbH + Co. KG ist von der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Konzernabschlusses nach § 291 HGB befreit.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft hat vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der Mayr GmbH, Mauerstetten, auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwischen dem Stichtag des Konzernabschlusses und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses lagen nicht vor.

 

Mauerstetten, den 10. Dezember 2024

Geschäftsführung

Ferdinand Mayr, M. Sc.

Christian Illig

Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023 Zugang aus Erstkonsolidierung Zugänge Umbuchungen
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 8.359.078,82 164.567,84 64.914,20
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 417.776,70 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.223.705,77 2.358.296,07 -64.914,20
0,00 10.000.561,29 2.522.863,91 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 93.182.967,33 438.351,62 70.209,81
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 53.696.417,02 3.911.392,62 370.545,26
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 13.576.216,11 1.102.910,79 111.277,64
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 822.544,59 3.440.469,69 -552.032,71
0,00 161.278.145,05 8.893.124,72 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 8.907,00 448.099,25 0,00
2. Beteiligungen 0,00 136,62 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 10.181,27 55,03 0,00
0,00 19.224,89 448.154,28 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 171.297.931,23 11.864.142,91 0,00
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Währungsumrechnung Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -1.270.434,93 -30.073,17 7.288.052,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 417.776,70
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 3.517.087,64
-1.270.434,93 -30.073,17 11.222.917,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 407.798,41 94.099.327,17
2. technische Anlagen und Maschinen -3.442.911,03 1.418.688,53 55.954.132,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.253.905,39 -60.907,30 13.475.591,85
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 35.343,74 3.746.325,31
-4.696.816,42 1.800.923,38 167.275.376,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 457.006,25
2. Beteiligungen 0,00 0,00 136,62
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 646,48 10.882,78
0,00 646,48 468.025,65
Summe Anlagevermögen -5.967.251,35 1.771.496,69 178.966.319,48
Abschreibungen
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Zugang aus Erstkonsolidierung Zugänge Umbuchungen
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.951.069,51 2.892.745,09 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 41.777,64 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 2.951.069,51 2.934.522,73 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 18.703.135,60 2.904.230,31 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 41.617.580,52 2.742.079,14 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 10.464.259,82 1.019.325,90 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 70.784.975,94 6.665.635,35 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 73.736.045,45 9.600.158,08 0,00
Abschreibungen
Abgänge Währungsumrechnung kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -1.270.434,93 2.341,82 4.575.721,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 41.777.64
0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
-1.270.434,93 2.341,82 4.617.499,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 13.529,35 21.620.895,26
2. technische Anlagen und Maschinen -1.965.374,68 1.205.919,10 43.600.204,08
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.220.471,27 -42.403,85 10.220.710,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
-3.185.845,95 1.177.044,60 75.441.809,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen -4.456.280,88 1.179.386,42 80.059.309,07
Buchwert 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.712.331,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 375.999,06
3. Geleistete Anzahlungen 3.517.087,64
6.605.417,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 72.478.431,91
2. technische Anlagen und Maschinen 12.353.928,32
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.254.881,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.746.325,31
91.833.566,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 457.006,25
2. Beteiligungen 136,62
3. Sonstige Ausleihungen 10.882,78
468.025,65
Summe Anlagevermögen 98.907.010,41

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell, Ziele und Strategie

Die Mayr GmbH ("Gesellschaft") ist Muttergesellschaft des Konzerns mit Sitz in Mauerstetten. Die Gesellschaft beteiligt sich direkt oder indirekt über Tochtergesellschaften an Unternehmen im In- und Ausland ("Konzern" bzw. "Gruppe"). Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Fertigung und dem Vertrieb von anwendungsoptimierten Sicherheitsbremsen, Sicherheitskupplungen und spielfreien Wellenkupplungen.

Die unternehmerischen Ziele der Konzerngesellschaften werden nachhaltig verfolgt und solide finanziert. Der Bestand an liquiden Mitteln und eine Konzerneigenkapitalquote von ca. 89 % zeugen von einer gesunden und nachhaltigen Basis und lassen weitere Investitionen zu.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß § 293 HGB erstmals aufgestellt.

Folgende Tochtergesellschaften wurden zum 1. Januar 2023 erstmals konsolidiert:

Chr. Mayr GmbH + Co. KG, Mauerstetten, Deutschland

Mayr France S.A., Bully les Mines, Frankreich

Mayr Italia S.R.L., Saonara, Italien

Mayr Polska sp. z.o.o., Ostrezeszow, Polen

Mayr Transmissions Pte Ltd., Singapore

Mayr Transmission Ltd., Keighley West, Großbritannien

Mayr Corporation, Waldwick, USA

Mayr Power Transmission Co. Ltd., Zhangjiagang, China

Mayr Japan LLC, Japan

Mayr Kupplungen AG, Neuhausen, Schweiz

Die Mayr Power Transmissions India Private Limited, Pune/Indien, wurde aufgrund der Unwesentlichkeit im Jahr 2023 nach § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert.

Auf die Angabe von Vorjahresangaben wird verzichtet.

2. Schwerpunkte der Fertigung, Dienstleistungen und Kundenstruktur

Die Mayr-Gruppe mit Sitz in Mauerstetten ist ein führender Hersteller in der Antriebstechnik und spezialisiert sich auf folgende drei Hauptgeschäftsfelder:

Sicherheitsbremsen: Diese Bremsen gewährleisten sicheres Halten und kontrolliertes Abbremsen von Maschinen, um Mensch und Maschine vor Schäden zu schützen.

Überlastkupplungen: Diese Komponenten schützen Maschinen vor Überlastungen, indem sie Drehmomente zuverlässig begrenzen und so Schäden im Antriebsstrang verhindern.

Wellenkupplungen: Diese Kupplungen sorgen für eine präzise Drehmomentübertragung und gleichen Wellenversätze aus, was für einen reibungslosen Betrieb von Maschinen unerlässlich ist.

Diese Produkte finden Anwendung in verschiedenen Branchen des Maschinenbaus und tragen zur Sicherheit und Effizienz von Maschinen und Anlagen bei.

Die Mayr-Gruppe bietet neben ihren Produkten ein umfassendes Dienstleistungsspektrum an, das folgende Bereiche umfasst:

Konzeption und Beratung: Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Komponenten und deren Integration in bestehende und neue Systeme.

Service: Unterstützung des Kunden bei Inspektionen und Wartungsarbeiten zur Sicherstellung der Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der Produkte.

Schulungen und Weiterbildung: Angebot von Schulungen für Kunden und Partner, um den optimalen Einsatz der Produkte zu gewährleisten.

Diese Dienstleistungen zielen darauf ab, die Effizienz und Sicherheit der Kundenanwendungen zu maximieren.

3. Forschung- und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt eigene Forschung und Entwicklung zur technischen Weiterentwicklung unserer vorhandenen Produkte und Kundenlösungen sowie für neue Produkte und Geschäftsfelder. Im Geschäftsjahr wurden folgende Schwerpunkte im Bereich F+E gesetzt:

Im Bereich der Sicherheitsbremsen wurde die Entwicklung zur Erweiterung des Produktprogramms für die Lineartechnik abgeschlossen. Für Schlüsselkunden wurden individuelle Kundenlösungen entwickelt und erfolgreich in den Markt gebracht. Im Anwendungsfeld der Servo- und Roboterbremse wurde die Entwicklung von verschiedenen Baureihen abgeschlossen und erste Kundenapplikationen erfolgreich geliefert. Es wurde eine Marktkampagne gestartet und seitens der Entwicklung unterstützt.

Für den Bereich Industriebremsen wurde auf Grund der Nachfrage aus dem Markt für höhere Bremsmomente begonnen, die Baureihen nach oben zu erweitern.

Im Bereich der Aufzugsbremsen und Industriebremsen wurden für die verschiedenen Anwendungen verbesserte Reibtechnologien untersucht und in die Serie eingeführt. Auf Grund der steigenden Kostenanforderungen wurden neue Konzepte zur deutlichen Kostenreduktion für den Bereich Aufzugsbremsen und Industriebremsen untersucht und erfolgreich in den Markt gebracht.

Im Bereich elektronische Komponenten für die Bremsenansteuerung und Überwachung wurde die Entwicklung der Funktionalität der Überwachungsmodule weiterentwickelt und optimiert, um mit zusätzlich gewonnenen Daten der Bremsen weitere Möglichkeiten zum Monitoring der Bremsen in der Anwendung zu bieten. Die Entwicklung einer standardisierten Schnittstelle zur Datenübertragung ist kurz vor dem Abschluss, um den Anwendern die gewonnenen Daten für die Maschinensteuerung bereitzustellen und Daten aus diversen Anwendungen für eigene Erkenntnisse zu nutzen.

Für den Bereich Drehmomentmesskupplung wurde die Entwicklung für das mechanische und elektronische System abgeschlossen. Das System ist bereits in eigenen Anwendungen und bei ausgewählten Pilotkunden im praktischen Test erfolgreich im Einsatz.

Für den Bereich Wellenkupplungen wurde eine Baureihe in Aluminiumausführung für höhere Drehzahlen und Reduzierung des Gewichts entwickelt.

4. Konzernstruktur und Niederlassungen

Die Gruppe übt ihre Geschäftstätigkeit über die Tochtergesellschaften, die an verschiedensten Standorten weltweit bzw. weitgehend unabhängig voneinander als rechtliche Einheiten tätig sind, aus. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten liegt in Deutschland. Die wesentlichen Produktionsstandorte befinden sich in Mauerstetten/Deutschland, Ostrzeszow/Polen und Zhangjiangang/China. Es werden im Inland Vertriebsniederlassungen in Mauerstetten, Leinfelden-Echterdingen, Gröbenzell, Chemnitz, Hersbruck, Kamen, Extertal und Fulda unterhalten. Im Ausland bestehen wesentliche Vertriebsniederlassungen in den USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Singapur, Japan und Schweiz. Zusätzlich ist Mayr Antriebstechnik mit rund 40 weiteren Ländervertretungen weltweit präsent.

5. Konzernsteuerungssystem

Die Mayr-Gruppe steuert ihre internationalen Aktivitäten durch ein integriertes Konzernsteuerungssystem. Dieses System umfasst mehrere zentrale Komponenten:

Zentrale Unternehmensführung: Die strategische Leitung erfolgt vom Hauptsitz in Mauerstetten aus, wo die Geschäftsführung die globalen Geschäftsaktivitäten koordiniert und überwacht.

Regionale Niederlassungen: Mayr unterhält die o.a. Vertriebsniederlassungen, welche u.a. für den Vertrieb, Kundenservice und technischen Support in ihren jeweiligen Regionen verantwortlich sind.

Produktionsstandorte: Neben dem Hauptwerk in Deutschland verfügt Mayr über Produktionsstätten in Polen und China. Diese Werke sind in das globale Produktionsnetzwerk integriert und arbeiten nach den hohen Qualitätsstandards.

Standardisierte Prozesse und Systeme: Zur Sicherstellung einer einheitlichen Qualität und Effizienz setzt Mayr auf standardisierte Geschäftsprozesse und IT-Systeme. Dies ermöglicht eine konsistente Steuerung und Überwachung der wesentlichen Geschäftsbereiche.

Kommunikation und Berichtswesen: Regelmäßige Berichterstattung und Meetings zwischen den regionalen Niederlassungen und dem Hauptsitz gewährleisten einen kontinuierlichen Informationsfluss und ermöglichen schnelle Entscheidungsprozesse.

Dieses integrierte Steuerungssystem ermöglicht es der Mayr-Gruppe, ihre globalen Aktivitäten effizient zu koordinieren und gleichzeitig flexibel auf regionale Marktanforderungen einzugehen.

Externe Finanzierungsrisiken werden weitgehend aufgrund der Eigenfinanzierung vermieden. Als finanzielle Leistungsindikatoren für den Konzern sieht die Geschäftsführung den Cashflow, die Umsatzrentabilität und die verfügbare Liquidität.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 % etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch, die Rezessionsjahre ausgenommen, eines der wachstumsschwächsten Jahre der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 % geringer.

In den USA (+2,5 %) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 % das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften.

Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 % beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 %). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 %.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 %. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 %. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 % sehr schwach. In den entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 % zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 %, wobei China (+4,4 %) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 %) überdurchschnittlich zulegten.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023

Deutsche Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 % zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr.

Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 %). Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Quelle: Statistisches Bundesamt

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Als Komponentenhersteller in der Antriebstechnik sind unsere Kunden weltweit im Maschinen- und Anlagenbau tätig.

Globaler Maschinenbau

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten.

In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 %), das Vereinigte Königreich (+5 %) und China (+2 %) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 % rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 %) und Japan (-6 %) ausgefallen.

Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 % gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr 2023 noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr 2023 über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn 2023 kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 %. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten.

Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 % der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 % der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli 2023 (88,8 %) auf Oktober 2023 (85,9 %) deutlich absank.

Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 % zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut.

In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 % zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA

Geschäftsverlauf

Der vorliegende HGB-Konzernabschluss wurde erstmals für das Geschäftsjahr 2023 aufgestellt. Auf die Darstellung von Vorjahreszahlen wird verzichtet. Unter Berücksichtigung der vorstehenden Entwicklungen in der Gesamtwirtschaft und Branche konnte die Gruppe einen Umsatz von EUR 176,6 Mio., ein Betriebsergebnis von EUR 19,0 Mio. und ein Gesamtergebnis (inkl. Anteil Fremde) von EUR 14,3 Mio. erzielen.

Durch die globalen Einflüsse an den Beschaffungsmärkten und unser aktives Bestandsmanagement konnten wir Kostenreduktionen im Materialbereich erreichen. Durch weiteren Personalaufbau in den Bereichen IT, Vertrieb und Einkauf und den Tariferhöhungen ergaben sich insgesamt Personalkostensteigerungen. Auch im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag der Fokus auf einer Reduzierung der Kostenpositionen.

Das nach Abzug der Ertragsteuern erzielte Gesamtergebnis von EUR 14,3 Mio. entfällt nahezu vollständig auf Fremde (inkl. KG-Kommanditisten) und mit lediglich TEUR 2 auf die Muttergesellschaft, d.h. die Mayr GmbH.

3. Vermögen-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Im Konzerngeschäftsjahr 2023 konnte die Mayr-Gruppe einen Umsatz von EUR 176,6 Mio. erzielen. Der überwiegende Teil entfiel auf das Inland (EUR 136,2 Mio.). Der Bereich der Sicherheitsbremsen hat den größten Anteil am Umsatz und hat sich stabil entwickelt. Die Hauptkundengruppe stellt weiterhin das Segment Aufzüge dar.

Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen ergibt sich eine Gesamtleistung von EUR 176,8 Mio. Der Materialaufwand beläuft sich auf EUR 57,7 Mio. und führt zu einer Materialeinsatzquote (in Bezug auf die Gesamtleistung) von ca. 33 %. Wir haben höhere Bestände aufgebaut, um die Lieferfähigkeit sicherzustellen und möglichen Engpässen in den Lieferketten vorzubeugen. Die Einkaufspreise entwickeln sich punktuell rückläufig.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (EUR 2,7 Mio.) beinhalten folgende wesentlichen Posten:

Erträge aus Währungsumrechnung EUR 1,7 Mio.

Erträge aus Anlagenabgängen EUR 0,5 Mio.

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen EUR 0,2 Mio.

Der Personalaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt EUR 69,4 Mio. Im Jahresdurchschnitt wurden 1.254 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt.

Die Abschreibungen liegen mit EUR 9,6 Mio. unterhalb der Investitionen von EUR 11,8 Mio. Die Investitionen entfallen mit EUR 2,5. Mio. auf die Immateriellen Vermögensgegenstände, mit EUR 8,9 Mio. auf Sachanlagen und mit EUR 0,4 Mio. auf Finanzanlagen. Die indische Tochtergesellschaft wird voraussichtlich ab dem Geschäftsjahr 2024 in den Konzernabschluss einbezogen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 23,8 Mio. und enthalten unter anderem die folgenden wesentlichen Positionen:

Raumkosten EUR 3,8 Mio.

Versicherungen, Beiträge und Abgaben EUR 1,0 Mio.

Reparaturen/Instandhaltungen EUR 1,6 Mio.

Werbe- und Reisekosten EUR 2,3 Mio.

Kosten der Warenabgabe EUR 3,4 Mio.

Klein- und Maschinenwerkzeuge EUR 3,6 Mio.

IT-Kosten EUR 1,1 Mio.

Rechts- und Beratungskosten EUR 0,7 Mio.

Das Zins- und Beteiligungsergebnis beträgt im Jahr 2023 EUR 0,3 Mio. und resultiert i.W. aus Zinsen und ähnlichen Erträgen.

Nach Abzug der Ertragsteuern (EUR 4,9 Mio.) und sonstigen Steuern (EUR 0,2 Mio.) ergibt sich ein Konzernergebnis von EUR 14,3 Mio., welches nahezu vollständig auf die nicht beherrschenden Anteile (inkl. Kommanditisten der Mayr KG) entfällt.

Finanz- und Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme beträgt zum 31.12.2023 EUR 211,5 Mio. Das langfristige Anlagevermögen (EUR 98,9 Mio.) wird vollständig vom Konzerneigenkapital gedeckt (EUR 187,6 Mio.). Die Bilanzrelationen sind als äußerst solide und gesund zu bezeichnen.

Das Anlagevermögen (EUR 98,9 Mio.) umfasst i.W. Grundstücke und Bauten (EUR 72,5 Mio.) sowie Technische Anlagen und Maschinen (EUR 12,4 Mio.). Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften zum 1.1.2023 erfolgte ein Ansatz von stillen Reserven von insgesamt EUR 12,8 Mio., davon Auftragsbestand EUR 2,5 Mio., welcher im Jahr 2023 vollständig aufwandswirksam realisiert wurde. Es wird hierzu ergänzend auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen.

Ca. 47 % des Umlaufvermögen entfallen auf die Flüssigen Mittel. Die Gruppe war jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Der Vorratsbestand beläuft sich auf EUR 33,2 Mio. und entfällt mit EUR 18,8 Mio. auf die Fertigen und Unfertigen Erzeugnisse. Bei einem Gesamtumsatz von EUR 176,6 Mio. beläuft sich die Umschlagshäufigkeit auf ca. 10. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände (EUR 25,9 Mio.) beinhalten keine wesentlichen Werthaltigkeitsrisiken. Bestehenden Risiken wurden durch den Ansatz von Einzel- und Pauschwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen.

Der Ausweis der aktiven und passiven latenten Steuer erfolgt unsaldiert und resultiert i.W. aus den im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven, aus der Zwischenergebniseliminierung im Vorratsvermögen und auf sonstigen Unterschieden zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Ansätzen. Auf evtl. Verlustvorträge erfolgt kein Ansatz von aktiven latenten Steuern.

Das Eigenkapital beläuft sich zum 31.12.2023 auf EUR 189,9 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt damit ca. 90 %. Unter dem gezeichneten Kapital (TEUR 26) wird nur das Kapital der Muttergesellschaft, d.h. der Mayr GmbH ausgewiesen. Die Nicht beherrschenden Anteile (EUR 189,8 Mio.) beinalten u.a. die Kommanditeinlagen der Chr. Mayr + Co. KG sowie deren Ergebnisanteile.

Die Rückstellungen (EUR 6,6 Mio.) entfallen i.W. auf die sonstigen Rückstellungen (EUR 6,3 Mio.). Diese umfassen insbesondere Beträge für Gewährleistungen, Personal, Abschlussprüfung, Archivierung, ausstehende Rechnungen, Rechtsberatung etc.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR 0,9 Mio.) werden marktüblich verzinst und umfassen zum Bilanzstichtag nur KfW-Darlehen, welche planmäßig zurückgeführt werden. Es bestehen zum Bilanzstichtag keinerlei Kontokorrentkredite. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (ERU 4,1 Mio.) und sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 7,4 Mio.) werden innerhalb der normalen Zahlungsfristen unter Ausnutzung etwaiger Skontobeträge zurückgeführt.

Die wirtschaftliche Lage der Gruppe ist insgesamt als überdurchschnittlich gut zu bezeichnen.

Investitionen

Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren im Jahr 2023 Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in der Fertigung, der Abschluss unser Bauvorhaben sowie die Digitalisierung mit der Umstellung auf eine neue firmenweite ERP-Lösung.

Für das Jahr 2024 sind Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in der Gruppe geplant.

Liquidität

Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Zum 31.12.2023 belief sich der Bestand an Flüssigen Mitteln auf EUR 51,9 Mio. Das im Jahr 2022 aufgenommene KfW-Darlehen wird mit hoher Tilgung bis zum 31.03.2025 vollständig getilgt sein.

Darüber hinaus bestehen in der Gruppe nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von EUR 10,3 Mio.

Organisation

Im Rahmen des seit 1995 zertifizierten Qualitäts- und seit 2005 zertifizierten Umweltmanagementsystems durch den akkreditierten Zertifizierer DQS, wurde im Jahr 2022 das Überwachungsaudit für das Stammhaus Mayr Mauerstetten entsprechend der Normenforderung ISO 9001:2015 (Qualitäts-Management-System, QMS) und ISO 14001:2015 (Umwelt-Management-System, UMS) sowie im Rahmen der Matrixzertifizierung die Niederlassungen Mayr Frankreich und Mayr Polen entsprechend der Normenforderung ISO 9001:2015 (QMS) mit Erfolg abgeschlossen. Der Standort Polen ist seit 2022 nach ISO 14001 (UMS) und nach ISO 45001 (AMS) durch die staatliche UDT zertifiziert. Für die Niederlassung Mayr China wurde entsprechend der Normenforderungen ISO 9001:2015 (QMS), ISO 14001:2015 (UMS) sowie ISO 45001:2018 (Arbeitssicherheits- und Gesundheits-Management-System, AMS) im Jahr 2022 durch den akkreditierten Zertifizierer DQS das Überwachungsaudit ebenfalls erfolgreich abgeschlossen.

Sicherheit für Mensch und Maschine ist für die Gruppe von zentraler Wichtigkeit. Ein Baustein hieraus ist unser OHRIS-Zertifikat des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales. Unser im Stammhaus Mayr Mauerstetten seit 2003 regelmäßig zertifiziertes Arbeitsschutzmanagement-Konzept OHRIS entspricht den Forderungen des ILO-Leitfadens "Arbeitsschutzmanagementsysteme - Guidelines on occupational safety and health management systems ILO-OSH 2001" und des nationalen Leitfadens für Arbeitsschutzmanagementsysteme und erfüllt die Anforderungen der ISO 45001 (AMS). Darüber hinaus lassen wir Sicherheitsprodukte über die gesetzlichen Vorschriften hinaus auch freiwillig durch entsprechende Baumusterprüfungen von unabhängigen Zertifizierungsstellen wie TÜV, Inspecta, DGUV sowie den Normungsorganisationen aus Kanada durch die CSA Group und aus USA durch die UL (Underwriters Laboratories) prüfen bzw. abnehmen.

Die Firma mayr® leistet ihren Beitrag zum Klimaschutz und hat ihr Energie- und Umweltmanagement zertifiziert. Im Jahr 2023 wurde das Energieaudit nach DIN EN 16247-1 für das Stammhaus Mayr Mauerstetten erfolgreich durchgeführt und verschiedene Maßnahmen für ein klimaneutrales Unternehmen implementiert. Durch den Kauf von Zertifikaten haben wir für das Stammhaus Mauerstetten unsere Treibhausgasemissionen für 2022 und 2023 ausgeglichen und sind durch die Firma Fokus Zukunft als Klimaneutrales Unternehmen zertifiziert worden.

Ferner zählen Lieferantenaudits, Kundenaudits mit den Schwerpunkten System, Prozess und Produkt zu den regelmäßigen Aktivitäten welche die Funktionsfähigkeit der Prozesse, die Einhaltung gesetzlicher und normativer Vorgaben sowie das Erfüllen diverser internationaler kundenspezifischen Forderungen sicherstellen.

Finanzielle Leistungsindikatoren des Konzerns und Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Für die interne Unternehmenssteuerung ziehen wir primär die Kennzahlen Cash-Flow, Umsatzrentabilität und verfügbare Liquidität heran. Der operative Cash-Flow beträgt im Geschäftsjahr 2023 EUR 25,7 Mio., die Umsatzrentabilität (Definition: EBIT/Umsatzerlöse) beläuft sich im Jahr 2023 auf 10,8 % und die Liquidität hat mit EUR 51,9 Mio. einen hohen Bestand erreicht. Insgesamt liegen die finanziellen Leistungsindikatoren damit im Rahmen der bestehenden Planung. Das Geschäftsjahr 2023 weist insgesamt eine gute und gesunde Entwicklung auf. Die Gruppe ist mit ihren Tochtergesellschaften im Bereich der Forschung und Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von anwendungsoptimierten Sicherheitsbremsen, Sicherheitskupplungen und spielfreien Wellenkupplungen tätig. Insgesamt unterliegt die Ertragslage der Gruppe durch diese Ausrichtung nur geringen Schwankungen. Entwicklungskosten für neue Produkte müssen z.T. vorfinanziert werden. Auch die Herstellung und Vermarktung von zugelassenen Produkten erfordern entsprechende Investitionen. Durch den Verkauf lassen sich aber im Gegenzug hohe ertragswirksame Zahlungen erwirtschaften. Insgesamt verfügt die Gruppe über eine solide finanzielle Basis und die Möglichkeit, auch weiterhin erfolgreich neue Produkte vermarkten zu können. Das Geschäft wird in den nächsten Jahren über organisches Wachstum und auch über weitere Akquisitionen ausgebaut werden.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie Mitarbeiter, Beschaffung und Unternehmensverantwortung tragen entscheidend zum Erfolg der Gruppe bei. Die Gruppe achtet dabei auf eine ausgewogene, nachhaltige Personalpolitik. Auch im vergangenen Geschäftsjahr haben wir in den Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung investiert als auch das Angebot zur Gesundheitsförderung erweitert.

III. Prognose, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Konjunkturelle Aussichten 2024

Weltwirtschaft

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 %. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 %-Punkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro- Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 % prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 % erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 % geschätzt. China (+4,6 %) und Indien (+6,5 %) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 %). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 %) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 %).

Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024

Globaler Maschinenbau

Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 %) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Die Ausgangslage in den anderen drei Ländern ist recht unterschiedlich: So folgt der kleine Zuwachs in Süd-Korea und Japan (jeweils +1 %) auf einen vergleichsweisen hohen Rückgang im Jahr 2023. In China sollte sich das Wachstum mit +2 % fortsetzen, was ein signifikanter Tempoverlust wäre, verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 % prognostiziert.

Quelle: "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Deutsche Konjunktur

Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um -0,2 % im Jahr 2024 geringfügig ab. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 % für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 % zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robusten Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 % leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck.

Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden.

Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht)

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 %. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 % real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate zum Ende des Jahres 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt.

Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen.

Quelle: VDMA (Originaltext)

Prognose für unsere Mayr-Gruppe

Nachdem sich das Umsatzwachstum im Jahr 2023 auf dem Niveau des Vorjahres eingependelt hat, gehen wir für unsere Planung für 2024 von einem geringeren Wachstum in einer Größenordnung von +3 % aus. Der hohe Auftragsbestand in Verbindung mit der schon zu Jahresbeginn etwas nachlassenden Nachfrage sowie das leicht steigende Preisniveau waren die Planungsgrundlagen. Um möglichen geopolitischen Einflüssen Rechnung zu tragen haben wir in Szenarien auch schlechtere Entwicklungen mit entsprechenden Maßnahmen planerisch abgebildet.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir in Bezug auf die Gruppe für die finanziellen Leistungsindikatoren folgende Entwicklungen:

Operativer Cashflow: 24 Mio. EUR, tendenziell niedriger als Vorjahr

Umsatzrentabilität: 7 %, tendenziell niedriger als Vorjahr

Liquidität: 46 Mio. EUR, tendenziell niedriger als Vorjahr

Insgesamt wird für das Jahr 2024 für die Gruppe eine weiterhin gute bzw. leicht verbesserte Entwicklung erwartet.

Risiko- und Chancenbericht

Das frühzeitige Erkennen von Risiken und das Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Vermeidung und Abwehr von Risiken haben elementare Bedeutung für den geschäftlichen Erfolg der Gruppe. Die Gruppe führt die Konzerngesellschaften dezentral. Dementsprechend verfügt jede operative Einheit über ein eigenständiges Risikomanagementsystem, das an den spezifischen Risiken der jeweiligen Einheit ausgerichtet ist.

Investitions- und Finanzierungsentscheidungen sind stärker zentral ausgerichtet. Zur Evaluierung von Investitionsrisiken bedient sich die Konzernleitung insbesondere einer risikoadjustierten Renditeberechnung, um Einzelinvestitionsrisiken sowie Risikokonzentrationen zu vermeiden. Finanzierungsrisiken werden über eine Eigenfinanzierung weitgehend vermieden.

Risikoabsicherungsstrategien (z.B. Währungssicherungen) werden nur in Einzelfällen verfolgt.

Ziel des finanziellen Risikomanagements ist die Sicherung des Erfolgs der Gruppe gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zu den bestehenden Steuerungsinstrumenten zählen neben dem Forderungsmanagement, die Steuerung von Verbindlichkeiten und Bankguthaben.

Für die Gruppe bestehen folgende Umfeldrisiken:

Durch den Krieg in der Ukraine und den Nahost-Konflikt haben sich die globale Risikolandschaft für Unternehmen deutlich verändert. Lieferkettenprobleme und Probleme in der Energieversorgung haben dadurch stark zugenommen.

Die weitere Entwicklung der Gruppe wird maßgeblich von den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Märkten im In- und Ausland beeinflusst. Dabei spielen konjunkturelle Entwicklungen, gesetzliche Rahmenbedingungen sowie die Kapitalmarktentwicklungen eine Rolle.

Internationale Krisen, die Probleme innerhalb der Europäischen Union, die Zunahme protektionistischer Handelsinstrumente, die allgemeine Sicherheitslage, die Auswirkungen von Klimaschutz und Naturkatastrophen sowie der Strategiewandel in der Mobilität haben sich nochmals verschärft und ergeben derzeit leider kein wirtschaftsfreundliches Umfeld.

Unsere steigenden Aktivitäten in China unterliegen neben den allgemeinen politischen Risiken und verstärktem Protektionismus zunehmend auch dem Risiko der Abhängigkeit von größerem Projektgeschäft. Schutz von Know-How und Schlüsselkompetenzen ist von zentraler Bedeutung.

Es bestehen folgende Branchenrisiken:

Die IG-Metall Bayern hat sich für die anstehenden Tarifverhandlungen ab September 2024 bereits ein hohes Verhandlungsziel mit +7 % mehr Geld für 12 Monate nach dem Beschluss der Tarifkommissionen verkündet.

Zudem verursacht der Fachkräftemangel in unserem Branchenumfeld und unserer Region einen starken Wettbewerb um die Fachkräfte. Wie in den vergangenen Jahren werden wir, mit einer vorausschauenden Personalpolitik, einer hohen Ausbildungsquote sowie attraktiven Arbeitsplätzen mit Weiterentwicklungspotential und Gestaltungsspielraum dem entgegenwirken.

Auf der Beschaffungsseite besteht nach wie vor die Gefahr, dass durch den Krieg in der Ukraine, dem Nahost-Konflikt und den Sanktionen des Westens Verwerfungen in den globalen Lieferketten auftreten können. Die Auswirkungen von Strom- und Personalkostensteigerungen schlagen auch zunehmend auf Rohmaterialien und Vorprodukte durch. Dadurch ist das Preisniveau, insbesondere für Rohstoffe, nach wie vor sehr hoch. Wir minimieren die Risiken dadurch, dass wir nur auf solide und qualitätsbewusste Produktionsfirmen zurückgreifen, mit denen wir durch langfristige Geschäftsbeziehungen ständig in engem Kontakt stehen. Zudem haben wir für nahezu alle Beschaffungsteile auch mindestens einen Zweitlieferanten. Dank unserer effizienten Bestandsführung und unserer soliden finanziellen Lage sind wir in der Lage, unsere Sicherheitsbestände an Rohmaterialien beizubehalten, wenn dies erforderlich ist.

Für die Gruppe bestehen folgende finanzwirtschaftliche Risiken:

Global stehen wir zunehmend im Wettbewerb mit teils preisoffensiven Konkurrenten verstärkt auch aus den lokalen Märkten. Mit innovativen Produkten und Kundenlösungen, hoher Qualität, schneller Reaktionsaktionsfähigkeit und unserer internationalen Präsenz treten wir dem entgegen.

Eine starke Ausrichtung auf die Marktbedürfnisse steigert die interne Komplexität. Dies ist ein zunehmender Risikofaktor. Der Übergang von einer gesunden zu einer ineffizienten Vielfalt ist ein langsamer Prozess, der oft nur schwer messbar ist. Mit Produkt- und Prozessoptimierungen zur Reduktion der externen Komplexität als Treiber für interne Aufwendungen werden wir die Balance zwischen gesunder Komplexität und idealer Marktausrichtung als Erfolgsfaktor erreichen.

Bezüglich der Zahlungsfähigkeit unserer Schuldner gehen wir bedingt durch die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine sowie dem deutlich gestiegenen Zins- und Preisniveau nach wie vor von einer Verschlechterung aus.

Finanzierung und Kreditversorgung wird aufgrund gestiegener Bonitätsanforderungen der Banken speziell auch für den Mittelstand schwieriger werden. Zur mittelfristigen Liquiditätssicherung wurde bereits ein KfW Förderdarlehen aufgenommen. Durch unsere solide finanzielle Situation, unserem erfahrenen Management und unseren langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu unseren Geschäftsbanken werden wir auch im kommenden Jahr auf alle erforderlichen finanziellen Mitte! zurückgreifen können.

Weiterhin bestehen folgende sonstige Risiken:

Die Gruppe ist grundsätzlich Risiken aus der Produkthaftung ausgesetzt. Bei bekannt gewordenen Reklamationen werden Fehlfunktionen des Produktes analysiert, Möglichkeiten der Fehlerbehebung mit dem Kunden erörtert und soweit möglich und gerechtfertigt auch durchgeführt. Finanzielle Risiken aus der Produkthaftung sind durch entsprechende Haftpflichtversicherungen abgesichert. Dem Risiko wird weiterhin durch die Bildung von Rückstellungen, basierend auf Erfahrungswerten und aufgrund neuerer Erkenntnisse, begegnet. Ferner ist der hohe Qualitätsstandard unserer Produkte und Lösungen, sowie die Qualität unserer Prozesse, dokumentiert durch unsere DIN ISO 9001:2015 Matrixzertifizierung, die Basis für vorausschauende Risikominimierung.

Die deutliche Beschleunigung der Digitalisierung in allen Bereichen hat das Risiko von Cyberangriffen drastisch erhöht. Cybersecurity hat heute höchste Priorität. Die Mitarbeiter werden laufend für die zunehmenden Gefahren der Cyberkriminalität sensibilisiert und geschult. Zudem wurde eine Versicherungspolice hierzu abgeschlossen.

Unsere eingesetzte Informationstechnologie wird laufend kontrolliert und auf den verfügbaren technologischen Standard angepasst. Firmenübergreifende Sicherungssysteme, Spiegeldatenbanken, Viren-, Web- und Zugangsschutz sowie aktiver Dialog mit unseren Mitarbeitern sichern uns vor Verlust bzw. Manipulation von Daten. Unser Informationssicherheitsmanagementsystem nach ISIS12 (vom Netzwerk Informationssicherheit im Mittelstand (NIM) des Bayerischen IT-Sicherheitscluster e.V. für mittelständische Unternehmen und Organisationen entwickelt) wurde auch im Jahr 2022 weiter ausgebaut. Die Anforderungen der EU-DSGVO wurden in allen IT- Systemen und Unternehmensprozessen umgesetzt.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in der Gruppe bestehenden Finanzinstrumenten zählen i.W. Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben. Die Bewertung der Risiken auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Ausmaßes des Risikos erfolgt gemäß den Stufen niedrig, mittel oder hoch. Zur Einschätzung der Auswirkungen und des Ausmaßes wird die Wirkung von Maßnahmen in Relation zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrachtet. Dabei werden Eintrittswahrscheinlichkeiten bis zu 33% als niedrig, zwischen 34% und 66% als mittel und über 67% als hoch eingestuft. Zeithorizont ist jeweils 1 Jahr.

Aus der Verwendung dieser Finanzinstrumente resultieren im Wesentlichen folgende Risiken:

Marktpreisrisiko

Unter dem Marktpreisrisiko verstehen wir die Risiken aus den Schwankungen bei Währungen, und der Zinssätze und deren Auswirkungen auf das Konzernergebnis. Grundsätzlich sind wir über unsere Internationalität einem branchenüblichen Währungsrisiko ausgesetzt. Da unsere Transaktionen jedoch überwiegend auf Eurobasis abgewickelt werden, schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Währungspreisrisiken für unser Unternehmen zwar zunehmend aber immer noch niedrig ein.

Dank der ausgezeichneten Liquidität ist für den geplanten Geschäftsverlauf im Jahr 2024 voraussichtlich kein zusätzliches Fremdkapital erforderlich. Das Risiko aus Zinsänderungen schätzen wir daher für die Gruppe als niedrig ein.

Liquiditätsrisiko

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit erstellen wir Liquiditätspläne, die laufend an aktuelle Änderungen angepasst werden. Ferner halten wir ausreichend hohe Kreditlinien vor.

Im Rahmen des Risikomanagements wird das Ausmaß von Liquiditätsrisiken für die Gruppe generell als niedrig eingeschätzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir aufgrund unserer guten Eigenkapitalausstattung und der freien Kreditlinien als niedrig an.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko für die Gruppe resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die von der Geschäftsleitung auf Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Das Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch ein Forderungsmanagement gestützt, das die Bonität der Kunden sowie deren Geschäftsbeziehungen in der Vergangenheit untersucht. Unterstützt wird die Analyse durch ein striktes Mahn- und Beitreibungsverfahren. Darüber hinaus sind Auslandsumsätze teilweise durch eine Ausfuhrpauschalgewährleistung abgesichert.

Das Ausfallrisiko bei den Bankguthaben ist minimal, da diese i.W. auf sechs deutsche Geschäftsbanken verteilt sind, denen Ratingagenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben.

Durch unser breites Produkt- und Anwendungsspektrum und einer Vielzahl von Branchen und Märkten in denen wir tätig sind, sind wird zudem in der Lage unvorhergesehene Schwierigkeiten in einem Bereich durch Stärken in anderen Bereichen auszugleichen.

Das Ausmaß von Ausfallrisiken für unsere Gruppe und deren Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir als niedrig an.

 

Mauerstetten, den 10. Dezember 2024

Geschäftsführung

Ferdinand Mayr, M.Sc.

Christian Illig

Billigung des Konzernabschlusses.:

Der Konzernabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 11.12.2024 gebilligt und genehmigt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mayr GmbH, Mauerstetten

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Mayr GmbH, Mauerstetten, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mayr GmbH, Mauerstetten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 10. Dezember 2024

HLB Augsburg Schwaben GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Michael Jahn, Wirtschaftsprüfer

Stefan Schmid, Wirtschaftsprüfer

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