Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 230117
Vorher
C. Riethmüller GmbH
Eingetragen
25.5.1921
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Herstellung und Vertrieb von Party-, Festund Karnevalsartikeln sowie von Papierwaren aller Art; Beschaffung von und Handel mit vorstehend genannten Waren; Verwaltung, Unterhaltung, Nutzung und Verwendung firmeneigener Immobilien; Erwerb und Verwaltung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften im Inland und Ausland. Die Gesellschaft ist zur Vornahme aller Handlungen und Maßnahmen berechtigt, die unmittelbar oder mittelbar zur Förderung des vorstehenden Unternehmensgegenstands geeignet sind, einschließlich der Gründung von und Beteiligungen an anderen Unternehmen und der Gründung von Niederlassungen in der Bundesrepublik Deutschland und im Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gary Charles Panons
seit 3.1.2024
Geschäftsführer
Jürgen Edgar Müller
seit 20.5.2014
Prokura
Frank Lutz Brünig
seit 19.7.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
WONDER GROUP BIDCO LIMITEDGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

WONDER GROUP BIDCO LIMITED
United Kingdom
6.900.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
Livario GmbHAufgelöst
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Amscan Europe GmbH

Kirchheim unter Teck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2019
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 96.991,00 152
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.038.321,93 2.280
2. Technische Anlagen und Maschinen 429.320,00 478
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 834.818,31 900
3.302.460,24
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.611.675,38 5.612
9.011.126,62 9.422
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 44.800,00 45
2. Waren 15.247.166,06 17.572
3. Geleistete Anzahlungen 47.699,45 0
15.339.665,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.381.551,71 15.965
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.982.375,38 208
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.835.512,86 805
19.199.439,95
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.624.641,60 6.773
40.163.747,06 41.368
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.419,99 192
49.198.293,67 50.982

Passiva

31.12.2019
EUR EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6.900.000,00 6.900
II. Kapitalrücklage 48.148.396,87 26.935
III. Gewinnrücklagen
1. Satzungsmäßige Rücklage 932.568,58 932
2. Andere Gewinnrücklagen 1.535.866,30 1.536
2.468.434,88
IV. Bilanzverlust -33.755.783,12 -24.742
23.761.048,63 11.561
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.087.849,00 0
2. Sonstige Rückstellungen 6.033.861,13 5.082
7.121.710,13 5.082
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 583.747,15 1.824
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.453.682,14 32.310
3. Sonstige Verbindlichkeiten 278.105,62 205
davon aus Steuern EUR 103.899,25 (Vj. TEUR 89)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 10.696,32 (Vj. TEUR 116)
18.315.534,91 34.339
49.198.293,67 50.982

Gewinn- und Verlustrechnung für 2020

2019
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 43.537.097,22 53.650
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.747.958,08 1.361
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 2.718.705,24 (Vj. TEUR 1.117)
46.285.055,30 55.011
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 27.753.569,63 30.600
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 204.068,88 34
27.957.638,51
18.327.416,79 24.377
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.153.538,86 8.324
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.589.146,63 1.448
davon für Altersversorgung EUR 32.825,77 (Vj. TEUR 15)
9.742.685,49 9.772
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 563.450,99 635
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.844.176,16 14.693
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 2.104.340,69 (Vj. TEUR 976)
17.407.627,15 15.328
-8.822.895,85 -723
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 36.887,56 43
-36.887,56 -43
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 12
10. Ergebnis nach Steuern -8.859.783,41 -778
11. Sonstige Steuern 154.277,40 31
12. Jahresfehlbetrag -9.014.060,81 -809
13. Verlustvortrag -24.741.722,31 -23.933
14. Bilanzverlust -33.755.783,12 -24.742

Anhang für 2020

A. Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss der Amscan Europe Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Kirchheim/Teck, ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und den ergänzenden Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Registerinformationen § 264 Abs 1a HGB

Die Gesellschaft ist unter der Firma Amscan Europe GmbH mit Sitz in Kirchheim im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 230117 eingetragen.

B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände, die Sachanlagen und die Finanzanlagen sind auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände (Software) werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

b) Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

c) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Gesellschaft hat zum Stichtag eine 100%-Beteiligung an der Livario GmbH mit Sitz in Lüneburg. Die Anlage ist zu Anschaffungskosten i. H. v. TEUR 5.587 angesetzt. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2020 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 116 und einen Jahresfehlbetrag von TEUR 1.178 aus.

Die Gesellschaft hat zum Stichtag eine 100%-Beteiligung an der Webdots GmbH mit Sitz in Lüneburg. Die Anlage ist zu Anschaffungskosten i. H. v. TEUR 25 angesetzt. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2020 ein Eigenkapital von TEUR 1.946 und einen Jahresüberschuss von TEUR 1.800 aus.

2. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Abwertungen auf niedrigere Stichtagspreise wurden vorgenommen.

Die Konfektionskosten der Waren werden zu handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Kosten angesetzt.

Dem Vertriebsrisiko wurde durch besondere Wertabschläge Rechnung getragen.

Unterwegs befindliche Waren (TEUR 2.381; Vj. TEUR 3.285) wurden unter "Waren" ausgewiesen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen, vermindert um angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, angesetzt. Die Forderungen sind wie im Vorjahr kurzfristig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 823 (Vj. TEUR 63).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.982 bestehen in vollem Umfang aus Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Der Davon-Vermerk Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung umfasst sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

4. Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuer Latenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

5. Eigenkapital

Das Stammkapital ist zum Nominalwert ausgewiesen, es beträgt TEUR 6.900.

Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 48.148.

Mit Beschluss vom 17. Dezember 2020 hat die Party City Holdings Inc., Elmsford/ USA, eine Einlage in die Kapitalrücklage von USD 25.380.000,00 erbracht. Der Betrag entspricht einem Gegenwert von EUR 21.213.640,92.

6. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Abweichend zum Vorjahr wurden die mittelbaren Pensionsverpflichtungen der Gesellschaft bilanziert. Dadurch sind die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um TEUR 1.088 gestiegen. Die Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dient dem besseren Einblick in die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte nach den Vorschriften des § 253 HGB. Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode wird die "Projected-Unit- Credit-Method" angewandt. Der angewandte Rechnungszins beträgt 2,30 % p. a., der Rententrend wird mit 1,00 % angesetzt; eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wird nicht berücksichtigt. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln von 2018 G" (Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln). Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

7. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren (Vj. TEUR 0). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 17.454 handelt es sich um Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr, davon werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern laut § 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c HGB in Höhe von TEUR 3.317 ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr kurzfristig.

Der Davon-Vermerk Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung umfasst sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

9. Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft schließt unterjährig Geschäfte über Finanzderivate ab. Ziel dieser Transaktionen ist die Verringerung der Marktrisiken aufgrund von Veränderungen von Währungsrelationen für die in Fremdwährung lautenden Zahlungsströme. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei der Gesellschaft nicht zu Handels- oder spekulativen Zwecken eingesetzt. Im Geschäftsjahr wurden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.

10. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Unterdeckung des C. Riethmüller Unterstützungsverein e.V. besteht keine Subsidiärhaftung mehr. Für die mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurde eine Rückstellung gebildet. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Aus verschiedenen Miet- und Leasingverträgen für Kfz und EDV bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 636 (Vj. TEUR 372).

Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen in geschäftsüblichem Umfang.

11. Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Verbesserung der Finanzierung besteht ein Factoring-Vertrag über den laufenden Kauf von ausgewählten Forderungen. Der Ausweis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag ist um veräußerte Forderungen in Höhe von TEUR 1.412 (Vj. TEUR 2.732) gemindert.

Das Factoring dient der kurzfristigen Finanzierung der Gesellschaft, zusätzliche Risiken bestehen nicht.

Des Weiteren bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind.

12. Aufgliederung der Umsatzerlöse

TEUR Vorjahr TEUR
Inland 22.702 27.333
Ausland 20.835 26.317
43.537 53.650

Die Gesellschaft vertreibt Fest- und Karnevalsartikel sowie Dekorationen.

13. Außergewöhnliche Aufwendungen

Im Personalaufwand sind außerordentliche Aufwendungen aus der Passivierung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.088. Hiervon sind TEUR 1.035 periodenfremd.

Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Wertberichtigungen von Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.085.

14. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die Zahl der Arbeitnehmer betrug im Jahresdurchschnitt

Gewerbliche Arbeitnehmer 68
Angestellte 110
Gesamt 178

Teilzeitbeschäftigte und geringfügig Beschäftigte werden im Verhältnis ihrer Arbeitszeiten auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet.

15. Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 120
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistung 0
Gesamt 120

16. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Im Januar 2021 hat das Management des Amscan International Teams eine Vereinbarung mit Party City zum Erwerb der Anteile der internationalen Gesellschaften erzielt. Die Transaktion wird von dem in Großbritannien ansässigen Private-Equity-Investor, Endless LLP, unterstützt, der eine Mehrheitsbeteiligung an Amscan International übernommen hat.

C. Angaben zu Organen der Gesellschaft

Geschäftsführer ist:

Herr Joseph Hennigan, Milton Keynes, UK

Die Gesellschaft nimmt für die Angaben zur Geschäftsführung die Regelung des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Konzernverhältnis

Zum 31. Dezember 2020 ist die Party City Holdings Inc., Elmsford/ USA, die Gesellschafterin der Amscan Europe GmbH.

Damit ist die Amscan Europe GmbH gemäß § 271 Abs. 2 HGB ein verbundenes Unternehmen der Party City Holdco Inc., Elmsford/ USA, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen.

Der Konzernabschluss der Party City Holdco Inc. ist am Sitz der Gesellschaft in Elmsford/ USA erhältlich.

 

Kirchheim/Teck, 26. Januar 2022

Die Geschäftsführung

Joseph Hennigan

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.786.342,08 1.094,00 0,00 1.787.436,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 10.115.753,84 2.166,16 0,00 10.117.920,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.274.314,13 827,40 17.500,00 1.257.641,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.173.599,22 148.518,48 0,00 4.322.117,70
15.563.667,19 151.512,04 17.500,00 15.697.679,23
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.611.675,38 0,00 0,00 5.611.675,38
22.961.684,65 152.606,04 17.500,00 23.096.790,69
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.634.359,65 56.085,43 0,00 1.690.445,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.836.088,81 243.509,26 0,00 8.079.598,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 795.813,02 50.008,51 17.500,00 828.321,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.273.451,60 213.847,79 0,00 3.487.299,39
11.905.353,43 507.365,56 17.500,00 12.395.218,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
13.539.713,08 563.450,99 17.500,00 14.085.664,07
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 96.991,00 151.982,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.038.321,93 2.279.665,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 429.320,00 478.501,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 834.818,31 900.147,62
3.302.460,24 3.658.313,76
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.611.675,38 5.611.675,38
9.011.126,62 9.421.971,57

Lagebericht für 2020

A. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1. Grundsätzliches

Die Amscan Europe GmbH war im Geschäftsjahr 2020 eine deutsche Tochtergesellschaft der weltweit tätigen Unternehmensgruppe Party City Holdings Inc., Elmsford/ USA. Amscan Europe ist im Bereich des Vertriebs von Partyartikeln im deutschen und europäischen Raum tätig.

Die strategischen Planungs- und Steuerungsaktivitäten für diese Märkte sowie das Risikomanagementsystem wurden in 2020 zentralisiert von der Konzernmutter Party City Holdings Inc. koordiniert.

Das Konsumklima in Deutschland sowie im europäischen Raum war im Geschäftsjahr 2020 erheblich durch die Corona-Krise belastet. Die deutsche Wirtschaft sank im aktuellen Geschäftsjahr laut aktuellen Prognosen um ca. -5,0 % (vgl. Vorjahr +0,6 %).

Die in 2020 erwartete deutliche Verbesserung des Umsatzes auf 59,0 Mio. EUR und des währungskursbereinigten Jahresergebnisses konnte durch die Coronapandemie nicht erreicht werden. Das Geschäftsjahr war durch starke Umsatzeinbußen gekennzeichnet. Der Umsatz verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.113 (-18,8 %) und beträgt TEUR 43.537. Der Umsatz war gleichmäßig in allen Produktkategorien und allen Branchen rückläufig. Viele Kunden im Fach- und Einzelhandel waren von Schließungen betroffen, das Geschäft mit den europäischen Nachbarländern ist ab Mitte März stark beeinträchtigt gewesen. Eine positive Entwicklung war im Kundensegment Mass Market zu sehen, da diese Branche die Ladengeschäfte in allen Lockdowns geöffnet hatte.

Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR -9.014 (Vj. Jahresfehlbetrag TEUR -809). Dieser sehr hohe Verlust ist auf die rapiden Umsatzeinbrüche zurückzuführen. Die Kosten konnten nicht im selben Umfang reduziert werden. Die Mitarbeiter der Gesellschaft waren ab April 2020 in Kurzarbeit, was zu einer Reduzierung von Personalkosten führte. Alle anderen hohen Fixkosten konnten jedoch nicht wesentlich kompensiert werden.

Der Wechselkurs EUR/USD stieg zum Jahresende 2020 auf 1,2264. Amscan Europe beschafft einen Großteil der Waren in US-Dollar, erwirtschaftet die Umsatzerlöse hingegen fast vollständig in Euro. Kursverluste führen sowohl zu negativen Einflüssen im Materialaufwand als auch zu zusätzlichen Kursverlusten bei der Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten.

Der Kunden- und der Mitarbeiterstamm sind stabil, die Fluktuation in beiden Bereichen ist gering.

Im Januar 2021 hat das Management des Amscan International Teams eine Vereinbarung mit Party City zum Erwerb der Anteile der internationalen Gesellschaften erzielt. Die Transaktion wird von dem in Großbritannien ansässigen Private-Equity-Investor, Endless LLP, unterstützt, der eine Mehrheitsbeteiligung an Amscan International übernommen hat.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2020 mit TEUR 43.537 um TEUR 10.113 unter dem Umsatz des Vorjahres-Vergleichszeitraums. Dabei ist der Inlandsumsatz um TEUR 4.631 gesunken und der Auslandsumsatz um TEUR 5.482 gesunken.

3. Beschaffung

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Materialeinsatzquote auf 63,7 % (Vj. 57,1 %). Diese Steigerung ist hauptsächlich durch einige einzelne Geschäfte mit Restposten am Ende des Geschäftsjahres zu begründen.

Im Geschäftsjahr wurde ein EUR/USD-Durchschnittskurs für die Beschaffung von 1,1412 (Vj. 1,1192) realisiert.

4. Investitionen und Vermögenslage

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 153 (Vj. TEUR 719). Im Wesentlichen bestehen die Investitionen aus einem Kommissionierstapler im Wert von TEUR 74 und zwei kleineren Staplern im Wert von TEUR 26.

Es waren keine wesentlichen Abgänge des Sachanlagevermögens im Geschäftsjahr zu verzeichnen.

Die Verringerung des Vorratsvermögens in Höhe von TEUR 2.325 ist im Wesentlichen auf Maßnahmen zur Reduzierung des Bestands zurückzuführen.

Die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.583 beruhte in erster Linie auf der Verringerung der Umsätze.

5. Finanzierung

Die Finanzierung erfolgte aus eigenen Mitteln und aus Mitteln der Party City-Unternehmensgruppe. In 2020 wurden unterjährig Linien bei lokalen Banken aufgenommen, um zusätzliche kurzfristige Finanzierungserfordernisse aus der Vorfinanzierung von Saisongeschäften lokal abbilden zu können. Zukünftig soll die Finanzierung aus eigenen Mitteln erfolgen.

6. Personal

Im Geschäftsjahr 2020 waren 178 (Vj. 182) Arbeitnehmer bei der Amscan Europe GmbH beschäftigt. Darunter waren 68 (Vj. 70) gewerbliche Arbeitnehmer und 110 (Vj. 112) Angestellte.

Die Personalaufwandsquote ist mit 22,4 % (Vj. 18,2 %) stark angestiegen, was auf den erheblich reduzierten Umsatz zurückzuführen ist.

B. Prognosen und wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Unternehmensentwicklung

Chancen ergeben sich aus den Wachstumspotenzialen im Export, insbesondere in den Märkten Frankreich und Osteuropa, in denen durch massiven Aufbau von eigenem Vertriebspersonal in Umsatzwachstum investiert wird.

Wesentliche und langfristig wirksame Chancen zur Verbesserung der Wettbewerbsposition entstehen durch kosteneffiziente Sortimentserweiterung und der Nutzung neuer Vertriebskonzepte.

Ein Risiko in 2021 ist die weiterhin bestehende Abhängigkeit vom Währungskurs des USD, von dem die Berichtsgesellschaft als USD-Importeur wesentlich betroffen ist.

Risiken entstehen zudem aus den hohen Schwankungen bei Preisen an den Rohstoffmärkten, die unmittelbar die Beschaffungspreise bei Fremd- und Konzernlieferanten belasten.

Zudem bestehen weitere Risiken für zusätzliche Kostensteigerungen, die sich aus der wirtschaftlichen Situation in China ergeben und deren Einflüssen die chinesischen Lieferanten ausgesetzt sind. Weitere Risiken mit unmittelbarer Kostenwirkung, aber auch Auswirkungen auf Kundenbeziehungen ergeben sich aus permanent steigenden gesetzlichen und kundenindividuellen Anforderungen im Hinblick auf Produktqualität und -sicherheit sowie der Erfüllung von Social Compliance-Kriterien bei den Lieferanten.

Inwieweit die angestrebte Verbesserung der Ertragslage durch die oben beschriebenen Risikofaktoren beeinträchtigt wird, ist abhängig davon, wann und in welcher Höhe erwartete Kostenbelastungen eintreten und inwiefern es gelingt Kostenbelastungen am Markt zu kompensieren.

Geplant ist für das Geschäftsjahr 2021 ein Umsatz von ca. 52 Mio. EUR und ein deutlicher Ergebnisanstieg (je nach Währungskursentwicklung EUR/USD) um ca. 5,0 bis 6,0 Mio. EUR. In den ersten elf Monaten des Geschäftsjahres erwirtschaftete die Gesellschaft bereits Umsätze in Höhe von 62,0 Mio. EUR und hat damit bereits die Umsatzpläne erfüllt.

Für das Geschäftsjahr 2022 wird insbesondere durch den weiteren Ausbau des Exportgeschäfts erneut eine deutliche Verbesserung der Umsatz- und Ergebnissituation erwartet. Allerdings kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingeschätzt werden, ob dieser Plan erreicht werden kann. Durch die anhaltende Pandemie sind mehrere europäische Länder erneut von Corona-Maßnahmen betroffen, was wiederum zu reduzierten Umsätzen führen kann.

Die Ergebnissituation in 2021 und 2022 wird auch weiterhin wesentlich durch den Kurs des Währungspaares EUR/USD beeinflusst, was zu einer Veränderung der Ertragslage führen kann. Wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse nach Beendigung der Corona-Krise entsprechend der Umsatzsituation deutlich ansteigen werden.

C. Risikomanagement und Finanzinstrumente

Das operative Geschäft sowie Finanzierungstransaktionen der Amscan Europe GmbH als international tätiger Unternehmung unterliegen Finanzrisiken.

Eine jederzeit ausreichende Liquidität stellt die Gesellschaft insbesondere durch eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie die Nutzung von Finanzierungslinien innerhalb des Amscan Konzerns sicher.

Da der Großteil der Handelswaren in USD bezogen wird, entstehen aus der operativen Tätigkeit zum Teil Währungsrisiken, die sich aus Wechselkursschwankungen ergeben. Diese werden nach Genehmigung durch den Gesellschafter ggf. mit zielgerichteten Kurssicherungsmaßnahmen abgefedert.

Bestandsgefährdende Risiken sind für die Gesellschaft nicht ersichtlich.

 

Kirchheim/Teck, 26. Januar 2022

Die Geschäftsführung

Joseph Hennigan

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Amscan Europe GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Amscan Europe GmbH, Kirchheim unter Teck - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Amscan Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 27. Januar 2022

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