BioCirc Germany GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Momsen seit 4.5.2011 | Geschäftsführer |
Ralf Breckling seit 6.12.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NORTH-TEC Maschinenbau GmbHBredstedtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der NORTH-TEC Maschinenbau GmbH1. NORTH-TEC 1.1 Geschäftsmodell von NORTH-TEC Maschinenbau GmbH Die NORTH-TEC Maschinenbau GmbH mit Sitz in Bredstedt ist ein auf erneuerbare Energien spezialisierter Maschinen- und Anlagenbauer mit besonderem Fokus auf den Bereich Biogas. Die Kernkompetenzen des Unternehmens umfassen vor allem den Bau hochautomatisierter Biogasanlagen in industriellem Maßstab, die den Kunden einen ressourcenschonenden, effizienten und profitablen Betrieb ermöglichen. Als Full-Service-Anbieter deckt NORTH-TEC die gesamte Wertschöpfungskette von Biogasanlagen ab und bietet von der Konzepterstellung über den Anlagenbau bis hin zum laufenden Betrieb und zur Anlagenoptimierung ein umfassendes Leistungsangebot aus einer Hand. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Systemlösungen im Bereich der E-Ladeinfrastruktur und vertreibt moderne Softwarelösungen im Bereich Industry 4.0, insbesondere für die Automatisierung von Biogasanlagen. 1.2 Struktur und Geschäftsbereiche Die NORTH-TEC Maschinenbau GmbH ist Teil der NORTH-TEC Gruppe. Bis zum 29. Februar.2024 war alleinige Gesellschafterin die NORTH-TEC Holding GmbH. Seit dem 1. März 2024 ist alleinige Gesellschafterin die BioCirC North-Tec Holding GmbH, die wiederum zur Gruppe BioCirc in Dänemark gehört. Die NORTH-TEC Maschinenbau GmbH gliedert sich in die folgenden Geschäftsbereiche: Service Im Geschäftsbereich Service bietet NORTH-TEC umfassende Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen an. Dank detaillierter Kenntnisse aller Prozesse der Biogaserzeugung sorgt das Unternehmen dafür, dass die Anlagen optimal in Betrieb genommen werden und überwacht kontinuierlich die biologischen und technischen Abläufe. Zum Serviceangebot gehören zudem regelmäßige Anlagenbegehungen sowie die Schulung von Anlagenbetreibern und deren Mitarbeitenden, um einen reibungslosen und effizienten Betrieb sicherzustellen. Anlagenbau Im Geschäftsbereich Anlagenbau ist NORTH-TEC auf die Errichtung von Biogas- und Biomethananlagen für Kunden wie Landwirte, Industrieunternehmen und Energieversorger spezialisiert. Das Unternehmen übernimmt die Planung, den Bau und die Inbetriebnahme der Anlagen, sodass der Produktionsprozess der Biogasgewinnung nahtlos starten kann. Das Produktportfolio umfasst die gesamte Wertschöpfungskette der Biogastechnologie. Zusätzlich ist NORTH-TEC in der Entwicklung von E-Ladeinfrastrukturprojekten aktiv und bietet Sondermaschinenbau an. Software Development Im Bereich Software Development stellt NORTH-TEC mit der Plattform Ding.X eine umfassende IoT-Lösung zur Verfügung, die alle Aspekte der Betriebsmittelüberwachung und Prozessoptimierung abdeckt. Die Plattform ermöglicht es Unternehmen, Betriebsmittel und interne Prozesse zu digitalisieren, zu überwachen, zu dokumentieren und zu steuern. Ding.X bietet eine lückenlose Überwachung sowie Alarmfunktionen, um Störungen frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Zudem unterstützt die Plattform die rechtssichere Dokumentation und eine effiziente Wartungsplanung zur Optimierung des Betriebs und zur Verlängerung der Lebenszyklen der Betriebsmittel. Darüber hinaus erbringt NORTH-TEC administrative Leistungen wie Personalverwaltung, Buchhaltung, Vertrieb und Marketing für Schwestergesellschaften innerhalb der Unternehmensgruppe. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufes 2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft 2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Jahr 2023 war geprägt von erheblichen globalen Herausforderungen wie geopolitischen Konflikten, hoher Inflation und Zinserhöhungen der Zentralbanken. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen wuchs die Weltwirtschaft nach Angaben des IWF um etwa 3,2 %. In Deutschland schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 %, bedingt durch hohe Energiepreise, steigende Zinsen sowie eine schwächere Inlands- und Auslandnachfrage. Im Gegensatz dazu verzeichnete Dänemark ein robustes Wirtschaftswachstum von 2,5 %, gestützt durch eine stabile Binnennachfrage und positive Impulse aus dem Export [Quelle: Statistisches Bundesamt; www.destatis.de]. 2.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der weltweite energiebedingte CO2?-Ausstoß stieg 2023 laut IEA um 1,1 % auf 37,4 Mrd. Tonnen. In Deutschland bildet das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die zentrale gesetzliche Grundlage für den Betrieb von Biogasanlagen. Ende 2023 waren knapp 10.000 Anlagen mit einer Biogasproduktionsleistung von 94 TWh nach Angaben des Fachverbandes Biogas in Betrieb. Laut Angaben des Umweltbundesamtes blieb der Anteil von Biogas an der Bruttostromerzeugung auf 6,1 % im Vorjahresniveau. Die EEG-Novelle 2023 setzt das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien aus Wind-, Solar- und Wasserkraft bis 2030 auf 80 % der Bruttostromerzeugung zu steigern. Der dynamischste Wachstumsbereich im Biogassektor ist die Biogasaufbereitung, bei der aufbereitetes Biomethan ins Erdgasnetz eingespeist wird. Biomethan kann Erdgas in industriellen und privaten Anwendungen ersetzen und dient als CO2?-armer Kraftstoff im Verkehrssektor. Studien zeigen, dass Biomethan unter den erneuerbaren Energieträgern eine besonders vorteilhafte Treibhausgasbilanz aufweist. 2.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung / Geschäftsergebnis Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Umsatz in Höhe von 20,8 Mio. € (Vorjahr 11,05 Mio. €) erzielt werden. Die Gesamtleistung wurde von 16,32 Mio. € auf 24,30 Mio. EUR gesteigert, was eine Erhöhung von 48 % entspricht. Im Geschäftsjahr 2024 wird weiteres Wachstum durch anhaltend gute Rahmenbedingungen in Dänemark und dem Abschluss des Baus eines Biomethananlage in Deutschland erwartet. Der Jahresüberschuss 2023 (EBT) betrug -308.885,54 € und verringerte sich somit um -259 % gegenüber dem Vorjahr (193.960,46 €). Die Gesamtkapitalrendite (Jahresüberschuss + Zinsen und ähnliche Aufwendungen / Bilanzsumme) betrug damit im Wirtschaftsjahr 2023 -1,95 % und im Vorjahr 2022 4,06 %. Der Jahresfehlbetrag ist hauptsächlich ausgelöst durch die Bildung einer Rückstellung, die dem Vorsichtsprinzip des §252 Absatz 1 Nummer 4 HGB folgt, in Höhe von rund 1,15 Mio. €. 2.3 Investitionen Über die üblichen Ersatzinvestitionen hinausgehend wurden im Geschäftsjahr Investitionen in den Neubau des Archivs (23 TEUR), in Maschinen (110 TEUR), Fuhrpark (121 TEUR), Werkzeuge (104 TEUR) und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (130 TEUR) getätigt. Insgesamt beliefen sich die Investitionen für das Geschäftsjahr 2023 auf 667 TEUR, Abgänge waren in Höhe von 216 TEUR zu verzeichnen. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 betrugen insgesamt 308.857,72 € (Vorjahr 245.978,73 €). 2.4 Finanzierungsmaßnahmen Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine neuen Finanzierungen aufgenommen und lediglich die operativen Kreditlinien bei zwei Hausbanken in Anspruch genommen. Somit belaufen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag auf 213.760,73 (Vorjahr 1.093.757,82 €). 2.5 Personal- und Sozialbereich Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital des Unternehmens und entscheidend für seinen Erfolg. NORTH-TEC misst der Anerkennung und Förderung seiner Mitarbeiter hohe Bedeutung bei, um sowohl individuelle Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten als auch den langfristigen Erfolg und die Stabilität des Unternehmens zu sichern. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 belieft sich die Mitarbeiteranzahl im Unternehmen auf 66,28 (VZÄ) Mitarbeiter. Die Entlohnung orientiert sich an marktüblichen Bedingungen. Es wurde ein außerordentliches 13. Gehalt ausgezahlt und es haben sich keine besonderen Vorkommnisse in den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz ergeben. 3 Darstellung der Lage 3.1 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 wurde der überwiegende Anteil des Umsatzes in Dänemark durch Baufertigstellung größerer Bauvorhaben generiert. Die Umsatzerlöse steigerten sich von 11,05 Mio. € auf 20,8 Mio. € (88,23 %). Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss / Umsatzerlöse) betrug im Wirtschaftsjahr -1,48 %, während im Vorjahr 1,76 % erzielt wurde. Zugleich erhöhte der sich im Bau befindliche Auftragsbestand um 3,5 Mio. € von 8,13 Mio. € auf 11,62 Mio. € im Jahr 2023, sodass sich die Gesamtleistung um 48,9 % von 16,32 Mio. € auf 24,3 Mio. € in 2023 steigerte. Die Erhöhung lässt sich insbesondere auf ein begonnenes Bauvorhaben in Deutschland zurückführen. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) erhöhte sich zugleich von 69,25 % der Gesamtleistung auf 71,53 %. Die Personalkosten betrugen im Jahr 2022 3,12 mio. € und stiegen um 26,02 % auf 3,93 mio. € im Jahr 2023 an. Der Jahresüberschuss 2023 (EBT) betrug -308.885,54 € und verringerte sich somit um -259 % gegenüber dem Vorjahr (193.960,46 €). Die Gesamtkapitalrendite (Jahresüberschuss + Zinsen und ähnliche Aufwendungen / Bilanzsumme) betrug damit im Wirtschaftsjahr 2023 -1,95 % und im Vorjahr 2022 4,06 %. Der Jahresfehlbetrag ist hauptsächlich ausgelöst durch die Bildung einer Rückstellung, die dem Vorsichtsprinzip des §252 Absatz 1 Nummer 4 HGB folgt, in Höhe von rund 1,15 Mio. €. 3.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2023 um 7,58 Mio. € auf 13,34 Mio. € gestiegen, was einer Veränderung von 134,19 % entspricht. Die Vorräte, inklusive der unfertigen Projekte und der erhaltenen sowie geleisteten Anzahlungen, machen im Wirtschaftsjahr 2023 rund 61,12 % der Bilanzsumme aus, während die Quote im Vorjahr bei 23,02 % lag. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen / Bilanzsumme) betrug im Wirtschaftsjahr 2023 10,60 % und im Vorjahr 21 %. Die Anlagendeckung (Eigenkapital / Anlagevermögen) betrug dagegen 128,84 % im Wirtschaftsjahr 2023 und 183 % im Wirtschaftsjahr 2022. 3.3 Finanzlage Die Passivseite der Bilanz von NORTH-TEC weist eine stabile Eigenkapitalausstattung aus, die sich im Geschäftsjahr auf 1,82 Mio. € beläuft, was eine Schmälerung von 14,5 % im Vergleich zum Vorjahr (2,13 Mio. €) entspricht. Das Eigenkapital setzt sich zum 31.12.2023 aus dem gezeichneten Kapital (25 TEUR), dem Gewinnvortrag (2,11 Mio. €) und dem Jahresfehlbetrag (309 TEUR) zusammen. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) sank im Jahr 2023 auf 13,65 % im Vergleich zu 37,73 % im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss / Eigenkapital) sank von 9,1 % auf -16,95 %. Im Jahr 2023 stiegen die Gesamtverbindlichkeiten von 3,08 Mio. € auf 9,69 Mio. €. Zum 31.12.2023 beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch die Nutzung der Kontokorrentlinien und dem aufgenommen Darlehen auf insgesamt 213.760,73 EUR € (Vorjahr 1,09 Mio. €). Die finanziellen Verpflichtungen wurden regelmäßig und zügig erfüllt, möglichst unter Nutzung von Skontoerträgen. Die Zahlungsfähigkeit war kontinuierlich gewährleistet, es gab keine Zahlungsstockungen. Die Verbindlichkeitenquote (Verbindlichkeiten / Bilanzsumme) lag bei 72,63 % zu 54,52 % im Vorjahr. 4. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Die nachfolgenden beschriebenen Chancen und Risiken bieten NORTH-TEC einen umfassenden Einblick in die Entwicklungen und Herausforderungen, mit denen das Unternehmen konfrontiert ist. Chancen: 1. Wachstumspotenzial für Biogas-Branche: Biogas ist eine grund- und spitzenlastfähige erneuerbare Energieform, die dezentral erzeugt und flexibel eingesetzt werden kann. Es ermöglicht die grüne Nutzung biologischer Reststoffe und bietet eine hohe Versorgungssicherheit im Strom- und Wärmesektor. Die Verwendung von Biogas als erneuerbare Energiequelle und als CO2?-armer Kraftstoff bietet großes Wachstumspotenzial, insbesondere im Verkehrs- und Wärmebereich. 2. Zunahme der Nachfrage nach Biokraftstoffen: Die Umsetzung der EU-Richtlinie RED II sowie des deutschen THG-Quotengesetzes hat zu einem strukturellen Nachfrageanstieg bei fortschrittlichen Biokraftstoffen geführt. Dies eröffnet Wachstumschancen für NORTH-TEC, die auf technologische Kompetenz im fortschrittlichen Anlagenbau und der Kreislaufwirtschaft zurückgreifen kann. 3. REPowerEU-Plan der Europäischen Kommission: Im Rahmen des REPowerEU-Plans strebt die EU bis 2030 die Erzeugung von 35 Mrd. m3 Biomethan an, was staatliche Förderprogramme und Investitionsanreize nach sich zieht. Dies schafft günstige Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Biogasanlagen von NORTH-TEC und erleichtert die Marktpositionierung als strategischer Anbieter erneuerbarer Gase. 4. Technologische Innovationen: Durch kontinuierliche Investitionen in einen technisch versierten Anlagenbau, moderne Steuerungstechnik und smarte Softwarelösungen stärkt NORTH-TEC seine technologische Führungsposition im Bereich der Biogas-Branche. Die Verbindung von Automatisierung, Prozessintelligenz und datengetriebener Optimierung ermöglicht eine höhere Anlagenverfügbarkeit, verbesserte Energieeffizienz sowie skalierbare Betriebsmodelle und damit klare Wettbewerbsvorteile im zunehmend digitalisierten Energiemarkt. Risiken: 1. Umfeld- und Branchenrisiken: Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie Vorbehalte gegenüber Biogasanlagen könnten die Geschäftstätigkeit von NORTH-TEC beeinträchtigen, insbesondere in Bezug auf die Förderung erneuerbarer Energien. 2. Wettbewerbsrisiken: Aggressive Preispolitik von Wettbewerbern, Innovationen und kontinuierliche Kostenreduzierungen im Biogasmarkt könnten die Marktanteile von NORTH-TEC beeinträchtigen. 3. Personalrisiken: Unternehmensentwicklung von NORTH-TEC hängt stark von qualifizierten Mitarbeitenden ab. Schwierigkeiten bei der Rekrutierung oder der Erhaltung von Fachkräften könnten die Unternehmensentwicklung behindern. Das Unternehmen setzt daher auf Personalmarketing, gezielte Weiterbildung und die regionale Zusammenarbeit mit Schulen, um qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten. 4. Auftrags- und Absatzrisiko: Die volkswirtschaftlichen Entwicklungen können sich auf die Auftrags- und Absatzsituation auswirken. Ein Rückgang der Aufträge durch Stornierungen oder fehlende neue Aufträge kann die Umsatz- und Ergebnisentwicklung beeinträchtigen. Das Unternehmen hat Maßnahmen ergriffen, um Forderungsausfälle zu vermeiden, und überwacht die offenen Posten regelmäßig, um rechtzeitig auf Zahlungsverzögerungen zu reagieren. Ebenso werden die Vertriebsaktivitäten überwacht und strategisch ausgerichtet. 5. Projekt- und Gewährleistungsrisiken: Die Tätigkeit als EPC-Unternehmen im Anlagenbau sowie die Zunahme des Projektvolumens können aufgrund von Bauverzögerungen, Lieferantenengpässe und Gewährleistungsansprüchen zu erheblichen wirtschaftlichen Risiken führen. Insgesamt zeigt sich, dass NORTH-TEC sowohl vor Chancen als auch vor Herausforderungen steht. Durch eine robuste Unternehmenslage, fundierte Risikomanagementstrategie und die gezielte Nutzung von Chancen kann das Unternehmen seine Wettbewerbsposition ausbauen und nachhaltiges Wachstum fördern. 5. Prognosebericht 5.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der IWF prognostiziert für 2024 ein moderates globales Wachstum, wobei regionale Unterschiede bestehen bleiben. Für Deutschland wird ein BIP-Wachstum von lediglich 0,2 ?% erwartet. Der Rückgang der Energiepreise und eine allmähliche Disinflation fördern eine konsumgetriebene Erholung, strukturelle Herausforderungen wie demografischer Wandel und hohe Sozialausgaben bremsen jedoch das Potenzial. Für das Land Dänemark erwartet die Europäische Kommission ein Wachstum von 3,6 % in 2025, wohingegen für Deutschland ein BIP-Wachstum von 0 & prognostiziert wird. Dänemark hingegen verzeichnet ein solides Wachstum von 1,9 ?%, maßgeblich getragen vom Pharmasektor. Die Inflation ist aufgrund sinkender Energiepreise rückläufig, allerdings bleibt das Wachstum in anderen Sektoren verhalten. Risiken bestehen weiterhin durch globale Abschwächungen und geopolitische Spannungen. Der europäische Energiemarkt wird zunehmend von politischen Initiativen wie dem REPowerEU-Plan beeinflusst, der die Biomethanproduktion bis 2030 auf 35 Mrd. Nm3 steigern soll - eine Verzehnfachung gegenüber dem heutigen Stand. Während Deutschland regulatorisch nachzieht, bieten andere Länder wie Dänemark bereits stabilere Rahmenbedingungen für Investitionen in Bioenergie. 5.2 Entwicklung von NORTH-TEC Für das Geschäftsjahr 2023 wurde eine Gesamtleistung von 24 Mio. € und einem EBITDA in Höhe von 1,1 Mio. € prognostiziert. Im Vergleich zur Prognose sind im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung in Höhe von 24,3 Mio. € und ein EBT von -0,37 Mio. € erwirtschaftet worden. Hauptgrund für die Abweichung im EBT ist die Einstellung einer Rückstellung in Höhe von 1,15 Mio. €, die dem Vorsichtsprinzip des §252 Absatz 1 Nummer 4 HGB folgt. Dank seiner europäischen Ausrichtung, langfristige Kundenbeziehungen und Innovationskraft ist NORTH-TEC gut aufgestellt, um die Chancen auf den Biogasmärkten effektiv zu nutzen. Das Unternehmen verfolgt eine nachhaltige Umsatz- und Ergebnissteigerung im Anlagenbau und legt dabei verstärktes Augenmerk auf digitale Lösungen und die Automatisierung im Bereich Biogas. Die negative Entwicklung auf Energiemärkten und unsichere Rahmenbedingungen hemmen die Nachfrage. Eine positive Entwicklung für das Geschäftsjahr 2024 zeichnet sich trotz allem ab. Für das Geschäftsjahr 2024 zeigen die Auswertungen weitere Steigerung der Gesamtleistung durch Gewinnung größerer Bauvorhaben und Fertigstellung bestehender Bauvorhaben. Prognostiziert wurde für das Geschäftsjahr eine Gesamtleistung von 27 Mio. € und einem EBITDA in Höhe von 2,0 Mio. €. Die Auswertungen vor Prüfung des Jahresabschlusses zeigen, dass diese Ziele realistisch waren. Abhängig von den tatsächlich beauftragen Projekten erwarten wir für Geschäftsjahr 2025 eine Gesamtleistung von etwa 25 Mio. € und einem EBITDA von 1 Mio. € und 2026 eine Gesamtleistung in Höhe von 31 Mio. € und einem EBITDA von 1,5 Mio. €.
Bredstedt Unterzeichnet durch die Geschäftsführer Ralf Breckling Jan Momsen BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Beträge in fremder Währung werden im Zugangszeitpunkt zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Dieses betrifft einen kleinen, unwesentlichen Teil der Eingangsrechnungen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Eine Ausnahme hiervon bilden die erhaltenen Anzahlungen: Im laufenden Wirtschaftsjahr fand erstmals eine Unterteilung statt, in erhaltende Anzahlungen, denen bereits Leistungen gegenüberstehen (Ausübung des Wahlrechts: Ausweis auf der Aktivseite) und erhaltene Anzahlungen, bei denen noch keine Leistungen erbracht wurden (Ausweis auf der Passivseite). Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 1.121.894,09 EUR Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 1.252.029,76 EUR Anlagenspiegel zum 31.12.2023
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 66,24 Euro (Vorjahr: 66,24 Euro). Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 Euro. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. - Rückstellung für eventuelle Strafe 1.150 TEUR - Rückstellungen für Personalkosten 114 TEUR - Urlaubsrückstellungen 224 TEUR - Rückstellungen für Gewährleistungen 104 TEUR - Rückstellungen für Abschlusskosten 47 TEUR - Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht 30 TEUR Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Es waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen durchschnittlich 97 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 3 Servicemitarbeiter, 6 Vertriebsmitarbeiter, 16 Mitarbeiter in der Produktion /Projektleitung / Konstruktion, 9 Mitarbeiter in der Buchhaltung, 2 Mitarbeiter im Lager, 15 Mitarbeiter in der Programmierung und 46 Monteure beschäftigt. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Erster Geschäftsführer: Ralf Breckling; ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Weitere Geschäftsführer: Jan Momsen; ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 248.423,54 EUR. Gewinnverwendungsbeschluss Die Geschäftsführung schlägt vor, den Verlust auf den Gewinnvortrag vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten: Die Gesellschaftsanteile wurden an die BioCirc Group Holding ApS, Dänemark verkauft. Unterschrift der Geschäftsführung
Unterschrift sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die NORTH-TEC Maschinenbau GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NORTH-TEC Maschinenbau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NORTH-TEC Maschinenbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 12. Juni 2025 HPW GmbH Heike Sine Paulsen, Wirtschaftsprüferin |
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