MAGNA Powertrain Germany GmbH
Zaascher Straße 12, 06809 Sandersdorf-Brehna, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Klett seit 20.2.2025 | Geschäftsführer |
Götz Maximilian Roland Graf von Schwerin seit 20.2.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
MAGNA Metal-forming GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAGNA Powertrain Germany GmbHSandersdorf-BrehnaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Die MAGNA Powertrain Germany GmbH (nachfolgend MPT) ist Teil des Magna-Konzerns, eines weltweit agierenden stark diversifizierten Unternehmens der Automobilzulieferindustrie. Magna Powertrain ist Partner der Automobilindustrie für die gesamte Antriebsstrangentwicklung und die Fertigung entsprechender Komponenten. Die Gesellschaft betreibt am Standort Roitzsch eine Fertigungsstätte und hat hier ihren Verwaltungssitz. Entwicklung der AutomobilbrancheTrotz eines weiterhin herausfordernden Geschäftsumfeldes mit einer gedämpften Nachfrage und einem verhaltenen Wirtschaftswachstum infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten sowie den nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreisen war auf den internationalen Automobilmärkten im Jahr 2023 ein deutlicher Anstieg der Neuzulassungen zu verzeichnen. So stiegen die Neuzulassungen in Deutschland um 7 % gegenüber dem Vorjahr auf 2,84 Mio., wenngleich dies immer noch einer Absatzlücke von 21 % im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 entspricht. Auf dem gesamteuropäischen PKW-Markt betrug der Anstieg 14 % auf 12,85 Mio. und liegt damit weiterhin 19 % unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Auch auf allen weiteren Märkten waren erhebliche Zuwächse bei den Neuzulassungen und damit den Verkäufen von Personenkraftwagen gegenüber den Vorjahresdaten zu beobachten. Sowohl in China, wo der Absatz um 11 % auf einen neuen Rekord von 25,8 Mio. stieg, als auch in den USA (12 %), Indien (8 %), Japan (16 %) und Brasilien (11 %) setzte sich das Wachstum aus dem Vorjahr fort. Fortführung der UnternehmenstätigkeitDie Gesellschaft ist im Bereich der Herstellung von Komponenten für den Antriebsstrang von verbrennungsmotorgetriebenen PKW tätig. Aufgrund der im vorstehenden Abschnitt beschriebenen Nachfragesituation in Europa - das Vor-Corona-Niveau wird nachhaltig nicht erreicht - sowie des Trends zur Elektrifizierung von PKW-Antrieben ergeben sich in der Branche Überkapazitäten. Daher haben die Gesellschafter beschlossen, den Betrieb der Gesellschaft einzustellen. Die Produktion wird im Verlauf des Jahres 2024 sukzessive verlagert und zum Jahresende 2024 eingestellt. Im Jahresabschluss für das Jahr 2023 erfolgte daher die Bewertung der von der Schließung betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft bereits unter Abkehr von der Fortführungsprämisse. Entsprechende Maßnahmen wurden aufwandswirksam berücksichtigt. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenSofern Leistungsindikatoren (Steuerungskennzahlen) bedeutsam sind und zugleich auch für die interne Steuerung verwendet werden, erfolgt die Darstellung und Analyse der Leistungsindikatoren innerhalb der nachfolgenden Berichterstattung über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage an den jeweils relevanten Textstellen. Neben den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis vor Ergebnisabführung sind Arbeitnehmerbelange und Nachhaltigkeit wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl hat sich um 35 Mitarbeiter auf insgesamt 269 Mitarbeiter reduziert. Dies entspricht in Vorbereitung der Umsetzung des Beschlusses zur Werkschließung den Erwartungen. Den Mitarbeitern werden kontinuierlich Weiterbildungsmaßnahmen angeboten. Innerhalb des Konzerns werden regelmäßig Schulungen im Bereich Security, Magna Ethics und Legal Compliance durchgeführt. Es konnte die Zertifizierung nach International Automotive Task Force 16949 in 2023 aufrechterhalten werden. Wirtschaftliche Lage/Ertragslage der GesellschaftIm Geschäftsjahr 2023 war die wirtschaftliche Lage des Unternehmens weiterhin stabil und entwickelte sich aus strategischer Sicht wie geplant. Haupteinflussfaktoren waren die Auftragslage in dem für uns relevanten Teil der Automobilindustrie, die stabile Serienproduktion aller in den Vorjahren beauftragten Montageprojekte sowie der Fertigung wichtiger Teile für diverse Automobilhersteller. Aufgrund des planmäßigen Auslaufens des Lebenszyklus einzelner Teile unseres Produktportfolios verzeichneten wir die erwartet geringere Nachfrage nach diesen Produkten und daraus abgeleitet geringere Umsatzerlöse als im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2023 wurden ein negatives Ergebnis vor Ergebnisabführung von Mio. EUR 17,5 (Vj.: Gewinn vor Gewinnabführung Mio. EUR 4,3) und Umsatzerlöse von Mio. EUR 122,9 (Vj.: Mio. EUR 145,4) erzielt. Der Rückgang des Umsatzes gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um Mio. EUR 22,5 war durch das planmäßige Auslaufen der Produktion einzelner Getriebe/Komponenten am Ende des Produktlebenszyklus bedingt. 43 % (Vj.: 32 %) der Umsatzerlöse wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr mit verbundenen Unternehmen getätigt. Die unter Einbezug der Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträge ermittelte Gesamtleistung verringerte sich von Mio. EUR 146,1 im Vorjahr auf Mio. EUR 128,7. Die Gesamtleistung beinhaltet eine Bestandserhöhung von Mio. EUR 3,5. Wesentliche Kostenfaktoren waren Leistungen zur Absicherung einer stabilen Serienproduktion für alle Projekte, z.B. Erfüllung der Qualitätsparameter sowie Sicherung der geplanten Ausbringung in der Einzelteilfertigung und Montage. Die in den letzten Geschäftsjahren erfolgten Neueinstellungen von Beschäftigten, vor allem in den produktionsvorbereitenden Bereichen zur Schaffung der erforderlichen Personalressourcen sind ebenfalls ein wesentlicher Kostenfaktor. Im Einzelnen beeinflussten primär folgende Aspekte die wirtschaftliche Lage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023:
Das Ergebnis vor Ergebnisabführung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 21,9. Der Rückgang des Jahresergebnisses ist zu einem geringen Teil auf den rückläufigen Umfang der operativen Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Maßgeblich geprägt wurde das Jahresergebnis vor Verlustausgleich durch die aufwandswirksam erfassten Maßnahmen betreffend die geplante Beendigung der Produktion. Wesentlichster Faktor hierbei ist die Bildung einer Rückstellung für Sozialplanmaßnahmen in Höhe von Mio. EUR 16,7. Abweichungsanalyse zur Prognoseberichterstattung des VorjahresIm Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Umsatz von Mio. EUR 122,9 die Prognose von Mio. EUR 128 nicht ganz erreicht. Grund sind geringere Abrufe seitens der Hersteller als im Prognosezeitpunkt geplant. Die Nichterreichung des in der Prognose avisierten Jahresüberschusses vor Gewinnabführung von Mio. EUR 1,7 ist maßgeblich auf die aufwandswirksam verbuchten Kosten der Standortschließung zurückzuführen. Liquidität/FinanzlageWährend des gesamten Geschäftsjahres war die Liquidität des Unternehmens ständig gesichert. Die Gesellschaft finanziert sich innerhalb des Magna-Konzerns auf Grundlage einer Cash-Pool-Vereinbarung. Dieser Vertrag ist kurzfristig zum Monatsende kündbar, bisher aber ungekündigt. Wir gehen von der Fortführung dieser Vereinbarung aus. Zum Bilanzstichtag besteht eine Cash Pool-Verbindlichkeit in Höhe von Mio. EUR 7,1. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten resultieren sowohl aus dem laufenden Geschäftsverkehr als auch aus der geplanten Standortschließung. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag Mio. EUR 12,0. Die Eigenkapitalquote beträgt 19,0 % gegenüber 25,9 % des Vorjahres. Vermögenslage und InvestitionenDas bilanzielle Vermögen der Gesellschaft beinhaltet das Sachanlagevermögen (Mio. EUR 9,7), Vorräte (Mio. EUR 20,5) und Forderungen (Mio. EUR 32,9). Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 Investitionen im Umfang von Mio. EUR 0,5 für Kapazitätserweiterungen und auch als Ersatzinvestitionen getätigt. Dem stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von Mio. EUR 5,2 gegenüber, sodass sich das Sachanlagevermögen insgesamt um Mio. EUR 4,8 verringert hat. Dagegen hat sich das Vorratsvermögen um Mio. EUR 2,3 erhöht, was insbesondere auf höhere Bestände an Fertigerzeugnissen zurückzuführen ist. Der Bestand an Forderungen (Mio. EUR 32,9) ist maßgeblich geprägt durch Forderungen gegen verbundene Unternehmen, darunter die Forderung aus Verlustausgleich (Mio. EUR 17,5). PersonalDer durchschnittliche Personalbestand verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 um 35 Mitarbeiter. Training und Weiterbildung der Mitarbeiter sind ein fester Bestandteil der Unternehmenspolitik. Im Geschäftsjahr lag der Schwerpunkt auch weiterhin auf Trainings zur vorbeugenden Qualitätssicherung sowie Schulung des neu eingestellten Personals. Im Geschäftsjahr 2023 wurde im gesamten Bereich der Fertigung und Montage je nach Abrufsituation der OEM's bei den einzelnen Projekten im 2- bzw. 3-Schichtsystem gearbeitet. Im Geschäftsjahr 2023 ereigneten sich 6 meldepflichtige Arbeitsunfälle. Die Anzahl der Beschäftigten betrug zum Ende des Jahres 250 Personen (Vj.: 294), darin enthalten war 1 Auszubildender. Ein wesentlicher Schwerpunkt war der Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter durch Maßnahmen zur Erhöhung und Verbesserung unseres Arbeitssicherheits-Konzepts. Forschung und EntwicklungIm Geschäftsjahr wurden keine eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durchgeführt. Produktbezogene Entwicklungsleistungen wurden von einem verbundenen Unternehmen bezogen. ChancenberichtFür das folgende Geschäftsjahr wird aufgrund der getroffenen Entscheidung zur Werksschließung keine wesentliche positive Entwicklung erwartet. Die mit den OEMs und anderen Kunden getroffenen Liefervereinbarungen werden bis zuletzt erfüllt. RisikoberichtDie Risikobeurteilung und -überwachung ist Aufgabe des strategischen Controllings in der Firma, welches zweiseitig gesichert wird. Zum einen durch das Finanz-Controlling in der Abteilung Finanzen, welches spezielle Berichte für die Konzern- und Geschäftsführung erstellt, als auch Berichterstattungen an das lokale Management und die Standortleitung erbringt, mit dem Ziel, spezielle Indikatoren für Risiken aufzuzeigen und frühzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. Zum anderen durch das Produktions-Controlling mit folgenden Schwerpunkten: Verfolgung Produktivität und Stückzahlausbringung im Vergleich zu Zielwerten, Plan- und Ist-Arbeitseinsatzrechnungen, Nachverfolgen von Schrottkostenreduzierungsmaßnahmen, OEE-Verfolgung (Overal Equipment Effectiveness), Reduzierung der Kosten für Sondertransporte, Verfolgung von Turns (Materialumschläge) u.v.m. Ein Arbeitsinstrument hierzu ist die Anwendung eines "Key-Measurement-Indikator-Systems", welches erreichte Ist-Werte zu definierten Planwerten gegenüberstellt und Abweichungen visuell sichtbar macht. Dieses System definiert sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Wesentliche Risiken für die Geschäftsentwicklung sind Preisänderungsrisiken, Ausfallrisiken, Abrufstornierungen und Liquiditätsrisiken. Preisänderungsrisiken bestehen im Wesentlichen bei den Teilezulieferern, vor allem durch Stahl- und Aluminiumpreiserhöhungen sowie im Energiesektor. Diesen wird durch Effektivitätssteigerungen in der Produktion und diversen Kosteneinsparungsmaßnahmen begegnet. Ausfallrisiken bestehen grundsätzlich in Höhe der Buchwerte von Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen und liquiden Mitteln. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der stabilen Kundenstruktur unserer Firma nur in sehr geringem Maße ausfallgefährdet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind durch die Einbindung der Gesellschaften in den Magna-Konzern ebenfalls nur in sehr geringem Maße ausfallgefährdet. Liquiditätsrisiken/Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden durch Einbindung der Firma in die zentrale Cash Pool-Strategie des Magna-Konzerns minimiert. Für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken hat die Gesellschaft Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass sich finanzielle Folgen in Grenzen halten bzw. ganz vermieden werden. Folgende Herausforderungen prägen die gegenwärtige wirtschaftliche Situation in der Automobilbranche und stellen somit durchaus Risiken für unsere Geschäftstätigkeit im Jahr 2024 dar:
Weitere Risiken ergeben sich aus der Umsetzung der geplanten Werkschließung, u.a. höhere Aufwendungen und niedriger Erlöse als geplant. Nach der Schließung der Produktion wird die Gesellschaft fortgeführt, da die Geschäftsführung von einer weiteren Unterstützung durch Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit durch die Gesellschafter ausgeht. Die Cash-Pool-Vereinbarung und der Ergebnisabführungsvertrag bestehen weiterhin. Sollte diese Unterstützung nicht mehr erfolgen wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet. PrognoseberichtDie voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2024 wird neben der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung in der Automobilindustrie und damit dem Abrufverhalten unserer Kunden vor allem von der planmäßigen Verlagerung der Produktion auf andere Magna-Werke gekennzeichnet sein. Hieraus leiten sich deutlich rückläufige Umsatzerlöse ab. Die Vorschaurechnungen für das Jahr 2024 auf der Grundlage der vorliegenden Kundenbedarfe zeigen Umsätze in Höhe von ca. Mio. EUR 93. Für das Jahr 2024 wird somit ein positives Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) von ca. Mio. EUR 0,9 erwartet. Insbesondere nicht vorhersehbare Kosten der Werkschließung können das geplante Jahresergebnis wesentlich belasten. Hinsichtlich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Mitarbeiterbelange und Nachhaltigkeit erwarten wir in Umsetzung des Beschlusses zur Werkschließung einen signifikanten Rückgang der Mitarbeiteranzahl. Dieser wird unter Nutzung des vereinbarten Sozialplans erfolgen. Unsere nachhaltige Unternehmensführung wird bis zum Ende der Produktion fortgeführt. Weitere Themen und damit der Schwerpunkt der Aktivitäten bestehen für das Geschäftsjahr 2024 in folgenden Punkten:
Sandersdorf-Brehna, den 16. August 2024 MAGNA Powertrain Germany GmbH Jörg Reimann, Geschäftsführer Tino Krümmling, Prokurist Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise1. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer HRB 4997 eingetragen. Die Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Angaben zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungBilanzierung und Bewertung wurden nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften vorgenommen. Die Gesellschafter haben beschlossen, den Betrieb der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 stillzulegen. Die Geschäftsführung wurde auf Basis dieses Beschlusses angewiesen, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Die Bewertung der von der Schließung betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte daher unter Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB), wobei die Anforderungen von IDW RS HFA 17 Beachtung fanden. Es haben sich wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung, Bewertung und Darstellung im Jahresabschluss ergeben, so dass die Vergleichbarkeit mit den Vorjahresbeträgen beeinträchtigt ist. Die Auswirkungen auf die Bilanzierung/Bewertung der einzelnen Posten von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung werden nachfolgend dargestellt. Die Gesellschaft wird fortgeführt, da die Geschäftsführung von einer weiteren Unterstützung durch Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit durch die Gesellschafter ausgeht. Die Unterstützung ist aufgrund der Aufwendungen/Auszahlungen betreffend die Stilllegung des Betriebes notwendig. Zur Sicherung und Finanzierung der Unternehmensfortführung der Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag sowie die vertragliche Einbindung in den Konzern-Cash Pool. Sollte die weitere Unterstützung der Gesellschafter eingestellt werden, besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Für die Erstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. AktivaDie immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen aktiviert. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten - soweit abnutzbar - abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen aktiviert. Die Abschreibungszeiträume für das Anlagevermögen werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Die Nutzungsdauern wurden soweit erforderlich auf den Zeitpunkt der geplanten Stilllegung des Betriebes verkürzt, was zu höheren planmäßigen Abschreibungen und einem niedrigeren Gesamtvermögen führt, aber insgesamt kaum Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage hatte. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten unter EUR 800 liegen, werden in voller Höhe aktiviert und im Jahr der Aktivierung vollständig abgeschrieben und als Anlagenabgang erfasst. Der Bestand und die Entwicklung des Anlagevermögens sind in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dort ebenfalls vermerkt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten angesetzt, die zu Standardkosten (individuell stichtagsnah ermittelte Anschaffungskosten) bewertet sind. Abschläge für gesunkene Wiederbeschaffungskosten und ungängige Materialien wurden in ausreichendem Umfang vorgenommen. In die Bewertung zu Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen wurden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des anteiligen Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Zinsen wurden nicht aktiviert. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Soweit notwendig wurden Abschreibungen wegen Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit vorgenommen, ebenso werden Wertminderungen erfasst, soweit der Absatzpreis nicht den Buchwert zzgl. noch anfallender Kosten deckt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zu Nennwerten bewertet. Erkennbaren Risiken wurde durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesenen Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen TEUR 19.137 (Vj.: TEUR 2.180) und betreffen sonstige Forderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.592 (Vj.: TEUR 5.451) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände, der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 50 (Vj.: TEUR 200) mit einer Fälligkeit von länger als einem Jahr enthalten. Die Forderungen und alle weiteren sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. PassivaDer Sonderposten für Investitionszuwendungen beinhaltet einerseits die Investitionszulage. Die planmäßige Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend der Abschreibung der geförderten Wirtschaftsgüter und beträgt TEUR 4 (Vj.: TEUR 5). Zum anderen ist ein Sonderposten für private Investitionszuschüsse enthalten. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Abschreibung der investierten Wirtschaftsgüter und beträgt TEUR 1.038 (Vj.: TEUR 1.062). Die Rückstellungen sind nach Maßgabe des § 249 HGB gebildet und in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert. Insbesondere sind Verpflichtungen in Zusammenhang mit der geplanten Stilllegung des Betriebes berücksichtigt. Die Rückstellungen für Sozialplan sind in Höhe der je Mitarbeiter individuell erwartbaren Inanspruchnahme des Sozialplans bewertet. Sofern Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, werden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst und, soweit relevant, werden Kostensteigerungen berücksichtigt. Im Berichtsjahr waren keine Auf-/Abzinsungen vorzunehmen. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Sozialplan, kurzfristige laufende Personalaufwendungen gefolgt von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit den Devisenkassamittelkursen bewertet. Alle Verbindlichkeiten haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten sonstige Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 7.096 (Vj.: TEUR 4.348) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.379; Vj.: TEUR 2.253). 3. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Verteilergetrieben sowie Getriebeteilen erzielt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 21). Infolge der ertragsteuerlichen Organschaft weist die Gesellschaft keine latenten Steuern aus. Die Gesellschaft ist eine Organgesellschaft. Eventuell aktivierungsfähige latente Steuern bzw. passivierungspflichtige latente Steuern werden beim Organträger bilanziert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung als Folge der geplanten Beendigung der Produktion am Standort Roitzsch erfasst. Dies betrifft Kosten des Sozialplans (TEUR 16.739) sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Mietvertrag, TEUR 1.233). 4. Sonstige AngabenMitarbeiterIm Geschäftsjahr waren durchschnittlich 269 Mitarbeiter beschäftigt.
Honorare für AbschlussprüferDie auf das Geschäftsjahr 2023 entfallenden Honorare für Abschlussprüfungsleistungen betragen TEUR 42. Sonstige finanzielle VerpflichtungenSonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich in Höhe von TEUR 9.293 aus dem Bestellobligo für sonstige Leistungen, für Anlagevermögen und aus Mietverträgen bis zum Jahresende 2024. Vom Gesamtbetrag entfallen TEUR 3.031 auf verbundene Unternehmen. Mindestbesteuerung (Pillar 2)Die Gesellschaft ist Teil einer ertragsteuerlichen Organschaft. Es bestehen daher keine direkten Auswirkungen des Mindeststeuergesetzes. HaftungsverhältnisseDie Gesellschaft haftet gemeinsam mit anderen Unternehmen des Magna-Konzerns gesamtschuldnerisch und unbegrenzt aus einer Cash Pool-Vereinbarung, an die sich die Gesellschaft als Poolteilnehmer angeschlossen hat. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der gesamtschuldnerischen Haftung wird als sehr gering angesehen, da der Konzern über ausreichend Liquidität verfügt und das Cash Pool-Konto bei der verwaltenden Bank grundsätzlich ausgeglichen wird. GeschäftsführungIm Kalenderjahr war als Geschäftsführer bestellt:
Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. KonzernabschlussDie Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Magna International Inc., Aurora, Ontario, Kanada, einbezogen. Die Magna International Inc. Aurora, Ontario, Kanada, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist im Internet unter www.sec.gov sowie beim Unternehmensregister unter Magna Automotive Holding (Germany) GmbH erhältlich.
Sandersdorf-Brehna, den 16. August 2024 MAGNA Powertrain Germany GmbH Die Geschäftsführung Jörg Reimann, Geschäftsführer Tino Krümmling, Prokurist Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MAGNA Powertrain Germany GmbH, Sandersdorf-Brehna PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der MAGNA Powertrain Germany GmbH, Sandersdorf-Brehna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAGNA Powertrain Germany GmbH, Sandersdorf-Brehna, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Stilllegung des BetriebsWir machen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung" des Anhangs und in Abschnitt "Fortführung der Unternehmenstätigkeit" des Lageberichts in Bezug auf den Gesellschafterbeschluss zur Stilllegung des Betriebs der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 aufmerksam. Die gesetzlichen Vertreter beschreiben dort, dass die betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss 2023 unter Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung bewertet wurden. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der UnternehmenstätigkeitWir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung" im Anhang sowie die Angaben in den Abschnitten "Fortführung der Unternehmenstätigkeit" und "Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund der Aufwendungen für die Umsetzung des Gesellschafterbeschlusses zur Schließung der Produktion zum Jahresende 2024 von der weiteren Unterstützung der Gesellschafter abhängig ist. Diese Unterstützung erfolgt derzeit über eine Cash-Pool-Vereinbarung und den Ergebnisabführungsvertrag. Wie im Anhang und im Lagebericht dargelegt, zeigen diese Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten zur Stilllegung des Betriebs, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 16. August 2024 Deloitte
GmbH
Andreas Otter, Wirtschaftsprüfer Christian Schwarz, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesMit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30. August 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. |
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