Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 4997
Vorher
Magna Drivetrain Germany GmbH
Eingetragen
7.9.2005
Branche
Herstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von Personenkraftwagen und PersonenkraftwagenmotorenHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Gegenstand
Herstellung, Vermarktung und Verkauf von Produkten für die Automobilbranche und damit zusammenhängende Produkte bzw. Dienstleistungen sowie Konstruktion, Forschung und Entwicklung und andere damit verbundene Aktivitäten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Klett
seit 20.2.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MAGNA Metal-forming GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MAGNA Automotive Holding (Germany) GmbH
Germany
27.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MAGNA Powertrain Germany GmbH

Sandersdorf-Brehna

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Die MAGNA Powertrain Germany GmbH (nachfolgend MPT) ist Teil des Magna-Konzerns, eines weltweit agierenden stark diversifizierten Unternehmens der Automobilzulieferindustrie. Magna Powertrain ist Partner der Automobilindustrie für die gesamte Antriebsstrangentwicklung und die Fertigung entsprechender Komponenten. Die Gesellschaft betreibt am Standort Roitzsch eine Fertigungsstätte und hat hier ihren Verwaltungssitz.

Entwicklung der Automobilbranche

Trotz eines weiterhin herausfordernden Geschäftsumfeldes mit einer gedämpften Nachfrage und einem verhaltenen Wirtschaftswachstum infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten sowie den nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreisen war auf den internationalen Automobilmärkten im Jahr 2023 ein deutlicher Anstieg der Neuzulassungen zu verzeichnen. So stiegen die Neuzulassungen in Deutschland um 7 % gegenüber dem Vorjahr auf 2,84 Mio., wenngleich dies immer noch einer Absatzlücke von 21 % im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 entspricht. Auf dem gesamteuropäischen PKW-Markt betrug der Anstieg 14 % auf 12,85 Mio. und liegt damit weiterhin 19 % unter dem Vorkrisenniveau von 2019.

Auch auf allen weiteren Märkten waren erhebliche Zuwächse bei den Neuzulassungen und damit den Verkäufen von Personenkraftwagen gegenüber den Vorjahresdaten zu beobachten. Sowohl in China, wo der Absatz um 11 % auf einen neuen Rekord von 25,8 Mio. stieg, als auch in den USA (12 %), Indien (8 %), Japan (16 %) und Brasilien (11 %) setzte sich das Wachstum aus dem Vorjahr fort.

Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Die Gesellschaft ist im Bereich der Herstellung von Komponenten für den Antriebsstrang von verbrennungsmotorgetriebenen PKW tätig. Aufgrund der im vorstehenden Abschnitt beschriebenen Nachfragesituation in Europa - das Vor-Corona-Niveau wird nachhaltig nicht erreicht - sowie des Trends zur Elektrifizierung von PKW-Antrieben ergeben sich in der Branche Überkapazitäten. Daher haben die Gesellschafter beschlossen, den Betrieb der Gesellschaft einzustellen. Die Produktion wird im Verlauf des Jahres 2024 sukzessive verlagert und zum Jahresende 2024 eingestellt. Im Jahresabschluss für das Jahr 2023 erfolgte daher die Bewertung der von der Schließung betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft bereits unter Abkehr von der Fortführungsprämisse. Entsprechende Maßnahmen wurden aufwandswirksam berücksichtigt.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Sofern Leistungsindikatoren (Steuerungskennzahlen) bedeutsam sind und zugleich auch für die interne Steuerung verwendet werden, erfolgt die Darstellung und Analyse der Leistungsindikatoren innerhalb der nachfolgenden Berichterstattung über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage an den jeweils relevanten Textstellen. Neben den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis vor Ergebnisabführung sind Arbeitnehmerbelange und Nachhaltigkeit wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren.

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl hat sich um 35 Mitarbeiter auf insgesamt 269 Mitarbeiter reduziert. Dies entspricht in Vorbereitung der Umsetzung des Beschlusses zur Werkschließung den Erwartungen.

Den Mitarbeitern werden kontinuierlich Weiterbildungsmaßnahmen angeboten. Innerhalb des Konzerns werden regelmäßig Schulungen im Bereich Security, Magna Ethics und Legal Compliance durchgeführt.

Es konnte die Zertifizierung nach International Automotive Task Force 16949 in 2023 aufrechterhalten werden.

Wirtschaftliche Lage/Ertragslage der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2023 war die wirtschaftliche Lage des Unternehmens weiterhin stabil und entwickelte sich aus strategischer Sicht wie geplant. Haupteinflussfaktoren waren die Auftragslage in dem für uns relevanten Teil der Automobilindustrie, die stabile Serienproduktion aller in den Vorjahren beauftragten Montageprojekte sowie der Fertigung wichtiger Teile für diverse Automobilhersteller. Aufgrund des planmäßigen Auslaufens des Lebenszyklus einzelner Teile unseres Produktportfolios verzeichneten wir die erwartet geringere Nachfrage nach diesen Produkten und daraus abgeleitet geringere Umsatzerlöse als im Vorjahr.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden ein negatives Ergebnis vor Ergebnisabführung von Mio. EUR 17,5 (Vj.: Gewinn vor Gewinnabführung Mio. EUR 4,3) und Umsatzerlöse von Mio. EUR 122,9 (Vj.: Mio. EUR 145,4) erzielt. Der Rückgang des Umsatzes gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um Mio. EUR 22,5 war durch das planmäßige Auslaufen der Produktion einzelner Getriebe/Komponenten am Ende des Produktlebenszyklus bedingt. 43 % (Vj.: 32 %) der Umsatzerlöse wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr mit verbundenen Unternehmen getätigt. Die unter Einbezug der Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträge ermittelte Gesamtleistung verringerte sich von Mio. EUR 146,1 im Vorjahr auf Mio. EUR 128,7. Die Gesamtleistung beinhaltet eine Bestandserhöhung von Mio. EUR 3,5.

Wesentliche Kostenfaktoren waren Leistungen zur Absicherung einer stabilen Serienproduktion für alle Projekte, z.B. Erfüllung der Qualitätsparameter sowie Sicherung der geplanten Ausbringung in der Einzelteilfertigung und Montage. Die in den letzten Geschäftsjahren erfolgten Neueinstellungen von Beschäftigten, vor allem in den produktionsvorbereitenden Bereichen zur Schaffung der erforderlichen Personalressourcen sind ebenfalls ein wesentlicher Kostenfaktor.

Im Einzelnen beeinflussten primär folgende Aspekte die wirtschaftliche Lage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023:

Kapazitätssichernde und -stabilisierende Maßnahmen im Bereich der Komponentenfertigung und der Montage.

Layout-Anpassungen und effizienzerhöhende Maßnahmen durch ständige Verbesserungen (-Kontinuierlicher Verbesserungsprozess und Kaizen) in der Fertigung, um eine gleichbleibende bzw. steigende Produktivität zu erreichen sowie die Flächen effizienter zu nutzen.

Aktivitäten zur Umsetzung der stabilen Serienproduktion für die erfolgten Beauftragungen des Unternehmens.

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 21,9. Der Rückgang des Jahresergebnisses ist zu einem geringen Teil auf den rückläufigen Umfang der operativen Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Maßgeblich geprägt wurde das Jahresergebnis vor Verlustausgleich durch die aufwandswirksam erfassten Maßnahmen betreffend die geplante Beendigung der Produktion. Wesentlichster Faktor hierbei ist die Bildung einer Rückstellung für Sozialplanmaßnahmen in Höhe von Mio. EUR 16,7.

Abweichungsanalyse zur Prognoseberichterstattung des Vorjahres

Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Umsatz von Mio. EUR 122,9 die Prognose von Mio. EUR 128 nicht ganz erreicht. Grund sind geringere Abrufe seitens der Hersteller als im Prognosezeitpunkt geplant.

Die Nichterreichung des in der Prognose avisierten Jahresüberschusses vor Gewinnabführung von Mio. EUR 1,7 ist maßgeblich auf die aufwandswirksam verbuchten Kosten der Standortschließung zurückzuführen.

Liquidität/Finanzlage

Während des gesamten Geschäftsjahres war die Liquidität des Unternehmens ständig gesichert. Die Gesellschaft finanziert sich innerhalb des Magna-Konzerns auf Grundlage einer Cash-Pool-Vereinbarung. Dieser Vertrag ist kurzfristig zum Monatsende kündbar, bisher aber ungekündigt. Wir gehen von der Fortführung dieser Vereinbarung aus. Zum Bilanzstichtag besteht eine Cash Pool-Verbindlichkeit in Höhe von Mio. EUR 7,1. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten resultieren sowohl aus dem laufenden Geschäftsverkehr als auch aus der geplanten Standortschließung. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag Mio. EUR 12,0. Die Eigenkapitalquote beträgt 19,0 % gegenüber 25,9 % des Vorjahres.

Vermögenslage und Investitionen

Das bilanzielle Vermögen der Gesellschaft beinhaltet das Sachanlagevermögen (Mio. EUR 9,7), Vorräte (Mio. EUR 20,5) und Forderungen (Mio. EUR 32,9).

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 Investitionen im Umfang von Mio. EUR 0,5 für Kapazitätserweiterungen und auch als Ersatzinvestitionen getätigt. Dem stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von Mio. EUR 5,2 gegenüber, sodass sich das Sachanlagevermögen insgesamt um Mio. EUR 4,8 verringert hat. Dagegen hat sich das Vorratsvermögen um Mio. EUR 2,3 erhöht, was insbesondere auf höhere Bestände an Fertigerzeugnissen zurückzuführen ist.

Der Bestand an Forderungen (Mio. EUR 32,9) ist maßgeblich geprägt durch Forderungen gegen verbundene Unternehmen, darunter die Forderung aus Verlustausgleich (Mio. EUR 17,5).

Personal

Der durchschnittliche Personalbestand verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 um 35 Mitarbeiter.

Training und Weiterbildung der Mitarbeiter sind ein fester Bestandteil der Unternehmenspolitik. Im Geschäftsjahr lag der Schwerpunkt auch weiterhin auf Trainings zur vorbeugenden Qualitätssicherung sowie Schulung des neu eingestellten Personals.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde im gesamten Bereich der Fertigung und Montage je nach Abrufsituation der OEM's bei den einzelnen Projekten im 2- bzw. 3-Schichtsystem gearbeitet.

Im Geschäftsjahr 2023 ereigneten sich 6 meldepflichtige Arbeitsunfälle. Die Anzahl der Beschäftigten betrug zum Ende des Jahres 250 Personen (Vj.: 294), darin enthalten war 1 Auszubildender.

Ein wesentlicher Schwerpunkt war der Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter durch Maßnahmen zur Erhöhung und Verbesserung unseres Arbeitssicherheits-Konzepts.

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durchgeführt. Produktbezogene Entwicklungsleistungen wurden von einem verbundenen Unternehmen bezogen.

Chancenbericht

Für das folgende Geschäftsjahr wird aufgrund der getroffenen Entscheidung zur Werksschließung keine wesentliche positive Entwicklung erwartet. Die mit den OEMs und anderen Kunden getroffenen Liefervereinbarungen werden bis zuletzt erfüllt.

Risikobericht

Die Risikobeurteilung und -überwachung ist Aufgabe des strategischen Controllings in der Firma, welches zweiseitig gesichert wird. Zum einen durch das Finanz-Controlling in der Abteilung Finanzen, welches spezielle Berichte für die Konzern- und Geschäftsführung erstellt, als auch Berichterstattungen an das lokale Management und die Standortleitung erbringt, mit dem Ziel, spezielle Indikatoren für Risiken aufzuzeigen und frühzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. Zum anderen durch das Produktions-Controlling mit folgenden Schwerpunkten: Verfolgung Produktivität und Stückzahlausbringung im Vergleich zu Zielwerten, Plan- und Ist-Arbeitseinsatzrechnungen, Nachverfolgen von Schrottkostenreduzierungsmaßnahmen, OEE-Verfolgung (Overal Equipment Effectiveness), Reduzierung der Kosten für Sondertransporte, Verfolgung von Turns (Materialumschläge) u.v.m. Ein Arbeitsinstrument hierzu ist die Anwendung eines "Key-Measurement-Indikator-Systems", welches erreichte Ist-Werte zu definierten Planwerten gegenüberstellt und Abweichungen visuell sichtbar macht. Dieses System definiert sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren.

Wesentliche Risiken für die Geschäftsentwicklung sind Preisänderungsrisiken, Ausfallrisiken, Abrufstornierungen und Liquiditätsrisiken.

Preisänderungsrisiken bestehen im Wesentlichen bei den Teilezulieferern, vor allem durch Stahl- und Aluminiumpreiserhöhungen sowie im Energiesektor. Diesen wird durch Effektivitätssteigerungen in der Produktion und diversen Kosteneinsparungsmaßnahmen begegnet.

Ausfallrisiken bestehen grundsätzlich in Höhe der Buchwerte von Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen und liquiden Mitteln. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der stabilen Kundenstruktur unserer Firma nur in sehr geringem Maße ausfallgefährdet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind durch die Einbindung der Gesellschaften in den Magna-Konzern ebenfalls nur in sehr geringem Maße ausfallgefährdet.

Liquiditätsrisiken/Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden durch Einbindung der Firma in die zentrale Cash Pool-Strategie des Magna-Konzerns minimiert.

Für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken hat die Gesellschaft Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass sich finanzielle Folgen in Grenzen halten bzw. ganz vermieden werden.

Folgende Herausforderungen prägen die gegenwärtige wirtschaftliche Situation in der Automobilbranche und stellen somit durchaus Risiken für unsere Geschäftstätigkeit im Jahr 2024 dar:

Wirtschaftliche Entwicklung und u.U. rezessive Tendenzen in den Zielmärkten unserer Kunden und damit verbunden das Abrufverhalten der Automobilhersteller für unsere Produkte

Preisdruck und Kostendruck der Automobilhersteller auf die Zulieferer für das traditionelle Geschäft bei der Verlängerung/Stückzahlerhöhung bestehender Aufträge

Aluminium- und Stahlpreiserhöhungen durch Ressourcenknappheit

Bestrebungen und Druck der IG-Metall auf Tarife und Lohnerhöhungen.

Weitere Risiken ergeben sich aus der Umsetzung der geplanten Werkschließung, u.a. höhere Aufwendungen und niedriger Erlöse als geplant.

Nach der Schließung der Produktion wird die Gesellschaft fortgeführt, da die Geschäftsführung von einer weiteren Unterstützung durch Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit durch die Gesellschafter ausgeht. Die Cash-Pool-Vereinbarung und der Ergebnisabführungsvertrag bestehen weiterhin. Sollte diese Unterstützung nicht mehr erfolgen wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet.

Prognosebericht

Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2024 wird neben der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung in der Automobilindustrie und damit dem Abrufverhalten unserer Kunden vor allem von der planmäßigen Verlagerung der Produktion auf andere Magna-Werke gekennzeichnet sein. Hieraus leiten sich deutlich rückläufige Umsatzerlöse ab.

Die Vorschaurechnungen für das Jahr 2024 auf der Grundlage der vorliegenden Kundenbedarfe zeigen Umsätze in Höhe von ca. Mio. EUR 93. Für das Jahr 2024 wird somit ein positives Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) von ca. Mio. EUR 0,9 erwartet. Insbesondere nicht vorhersehbare Kosten der Werkschließung können das geplante Jahresergebnis wesentlich belasten.

Hinsichtlich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Mitarbeiterbelange und Nachhaltigkeit erwarten wir in Umsetzung des Beschlusses zur Werkschließung einen signifikanten Rückgang der Mitarbeiteranzahl. Dieser wird unter Nutzung des vereinbarten Sozialplans erfolgen. Unsere nachhaltige Unternehmensführung wird bis zum Ende der Produktion fortgeführt.

Weitere Themen und damit der Schwerpunkt der Aktivitäten bestehen für das Geschäftsjahr 2024 in folgenden Punkten:

Absicherung einer stabilen Kundenversorgung und Null-Fehler-Strategie.

Absicherung schlanker und effizienter Fertigungsabläufe mit geringsten Durchlaufzeiten der Produkte, bestmöglicher Kapazitätsauslastung und fehlerfreier Produktion bei gleichzeitiger Vorbereitung der Verlagerung der Produktion auf andere Magna-Werke.

 

Sandersdorf-Brehna, den 16. August 2024

MAGNA Powertrain Germany GmbH

Jörg Reimann, Geschäftsführer

Tino Krümmling, Prokurist

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75.789,62 138.382,99
2. Geleistete Anzahlungen 1.860,00 15.215,63
77.649,62 153.598,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 364.176,30 566.032,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.752.931,97 12.038.238,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 333.422,80 536.804,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 247.274,80 1.354.986,01
9.697.805,87 14.496.060,80
9.775.455,49 14.649.659,42
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.174.058,60 11.420.633,47
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.608.186,62 5.254.124,08
3. Fertige Erzeugnisse 5.707.017,99 1.493.466,33
20.489.263,21 18.168.223,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.410.147,00 4.411.300,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.728.511,09 7.631.324,06
3. Sonstige Vermögensgegenstände 745.005,80 1.433.668,29
32.883.663,89 13.476.292,57
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 51.306,35 807,12
53.424.233,45 31.645.323,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 127.902,71 164.871,92
63.327.591,65 46.459.854,91

Passiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 27.000,00 27.000,00
II. Kapitalrücklage 11.983.555,48 11.983.555,48
12.010.555,48 12.010.555,48
B. Sonderposten für Investitionszuwendungen 1.088.867,33 2.130.639,73
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 26.113.081,42 8.949.856,42
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.141.005,29 14.083.472,75
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.475.431,79 6.601.149,09
3. Sonstige Verbindlichkeiten 498.650,34 2.684.181,44
davon aus Steuern: EUR 498.650,34 (Vorjahr: EUR 175.968,36)
24.115.087,42 23.368.803,28
63.327.591,65 46.459.854,91

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 122.895.339,33 145.380.807,05
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen 3.536.884,79 -1.319.238,42
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.308.731,51 2.023.303,04
128.740.955,63 146.084.871,67
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 85.745.148,54 97.509.081,06
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.759.631,11 16.525.164,23
100.504.779,65 114.034.245,29
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.605.051,04 13.603.182,84
b) Soziale Abgaben 2.580.449,54 2.665.207,08
16.185.500,58 16.268.389,92
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.169.913,29 4.753.132,80
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 24.170.212,80 6.224.471,21
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.197,81 14.799,29
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 10.108,62 (Vorjahr: EUR 13.854,29)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 244.714,56 471.390,30
davon an verbundene Unternehmen: EUR 244.714,56 (Vorjahr: EUR 471.390,30)
10. Ergebnis nach Steuern -17.510.967,44 4.348.041,44
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 4.348.041,44
12. Erträge aus Verlustübernahme 17.510.967,44 0,00
13. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer HRB 4997 eingetragen.

Die Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanzierung und Bewertung wurden nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften vorgenommen.

Die Gesellschafter haben beschlossen, den Betrieb der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 stillzulegen. Die Geschäftsführung wurde auf Basis dieses Beschlusses angewiesen, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Die Bewertung der von der Schließung betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte daher unter Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB), wobei die Anforderungen von IDW RS HFA 17 Beachtung fanden. Es haben sich wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung, Bewertung und Darstellung im Jahresabschluss ergeben, so dass die Vergleichbarkeit mit den Vorjahresbeträgen beeinträchtigt ist. Die Auswirkungen auf die Bilanzierung/Bewertung der einzelnen Posten von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung werden nachfolgend dargestellt.

Die Gesellschaft wird fortgeführt, da die Geschäftsführung von einer weiteren Unterstützung durch Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit durch die Gesellschafter ausgeht. Die Unterstützung ist aufgrund der Aufwendungen/Auszahlungen betreffend die Stilllegung des Betriebes notwendig. Zur Sicherung und Finanzierung der Unternehmensfortführung der Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag sowie die vertragliche Einbindung in den Konzern-Cash Pool. Sollte die weitere Unterstützung der Gesellschafter eingestellt werden, besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Für die Erstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen aktiviert.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten - soweit abnutzbar - abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen aktiviert.

Die Abschreibungszeiträume für das Anlagevermögen werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Die Nutzungsdauern wurden soweit erforderlich auf den Zeitpunkt der geplanten Stilllegung des Betriebes verkürzt, was zu höheren planmäßigen Abschreibungen und einem niedrigeren Gesamtvermögen führt, aber insgesamt kaum Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage hatte. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten unter EUR 800 liegen, werden in voller Höhe aktiviert und im Jahr der Aktivierung vollständig abgeschrieben und als Anlagenabgang erfasst.

Der Bestand und die Entwicklung des Anlagevermögens sind in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dort ebenfalls vermerkt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten angesetzt, die zu Standardkosten (individuell stichtagsnah ermittelte Anschaffungskosten) bewertet sind. Abschläge für gesunkene Wiederbeschaffungskosten und ungängige Materialien wurden in ausreichendem Umfang vorgenommen.

In die Bewertung zu Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen wurden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des anteiligen Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Zinsen wurden nicht aktiviert. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Soweit notwendig wurden Abschreibungen wegen Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit vorgenommen, ebenso werden Wertminderungen erfasst, soweit der Absatzpreis nicht den Buchwert zzgl. noch anfallender Kosten deckt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zu Nennwerten bewertet. Erkennbaren Risiken wurde durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesenen Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen TEUR 19.137 (Vj.: TEUR 2.180) und betreffen sonstige Forderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.592 (Vj.: TEUR 5.451) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände, der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 50 (Vj.: TEUR 200) mit einer Fälligkeit von länger als einem Jahr enthalten. Die Forderungen und alle weiteren sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Passiva

Der Sonderposten für Investitionszuwendungen beinhaltet einerseits die Investitionszulage. Die planmäßige Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend der Abschreibung der geförderten Wirtschaftsgüter und beträgt TEUR 4 (Vj.: TEUR 5). Zum anderen ist ein Sonderposten für private Investitionszuschüsse enthalten. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Abschreibung der investierten Wirtschaftsgüter und beträgt TEUR 1.038 (Vj.: TEUR 1.062).

Die Rückstellungen sind nach Maßgabe des § 249 HGB gebildet und in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert. Insbesondere sind Verpflichtungen in Zusammenhang mit der geplanten Stilllegung des Betriebes berücksichtigt. Die Rückstellungen für Sozialplan sind in Höhe der je Mitarbeiter individuell erwartbaren Inanspruchnahme des Sozialplans bewertet.

Sofern Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, werden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst und, soweit relevant, werden Kostensteigerungen berücksichtigt. Im Berichtsjahr waren keine Auf-/Abzinsungen vorzunehmen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Sozialplan, kurzfristige laufende Personalaufwendungen gefolgt von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit den Devisenkassamittelkursen bewertet.

Alle Verbindlichkeiten haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten sonstige Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 7.096 (Vj.: TEUR 4.348) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.379; Vj.: TEUR 2.253).

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Verteilergetrieben sowie Getriebeteilen erzielt.

2023
TEUR
Umsatzerlöse
Deutschland 36.602
Übrige EU 83.864
Nicht EU 2.429
122.895

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 21).

Infolge der ertragsteuerlichen Organschaft weist die Gesellschaft keine latenten Steuern aus.

Die Gesellschaft ist eine Organgesellschaft. Eventuell aktivierungsfähige latente Steuern bzw. passivierungspflichtige latente Steuern werden beim Organträger bilanziert.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung als Folge der geplanten Beendigung der Produktion am Standort Roitzsch erfasst. Dies betrifft Kosten des Sozialplans (TEUR 16.739) sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Mietvertrag, TEUR 1.233).

4. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 269 Mitarbeiter beschäftigt.

2023 Mitarbeiter
Arbeiter 211
Angestellte 58
269

Honorare für Abschlussprüfer

Die auf das Geschäftsjahr 2023 entfallenden Honorare für Abschlussprüfungsleistungen betragen TEUR 42.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich in Höhe von TEUR 9.293 aus dem Bestellobligo für sonstige Leistungen, für Anlagevermögen und aus Mietverträgen bis zum Jahresende 2024. Vom Gesamtbetrag entfallen TEUR 3.031 auf verbundene Unternehmen.

Mindestbesteuerung (Pillar 2)

Die Gesellschaft ist Teil einer ertragsteuerlichen Organschaft. Es bestehen daher keine direkten Auswirkungen des Mindeststeuergesetzes.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gemeinsam mit anderen Unternehmen des Magna-Konzerns gesamtschuldnerisch und unbegrenzt aus einer Cash Pool-Vereinbarung, an die sich die Gesellschaft als Poolteilnehmer angeschlossen hat. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der gesamtschuldnerischen Haftung wird als sehr gering angesehen, da der Konzern über ausreichend Liquidität verfügt und das Cash Pool-Konto bei der verwaltenden Bank grundsätzlich ausgeglichen wird.

Geschäftsführung

Im Kalenderjahr war als Geschäftsführer bestellt:

Jörg Reimann.

Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Magna International Inc., Aurora, Ontario, Kanada, einbezogen. Die Magna International Inc. Aurora, Ontario, Kanada, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist im Internet unter www.sec.gov sowie beim Unternehmensregister unter Magna Automotive Holding (Germany) GmbH erhältlich.

 

Sandersdorf-Brehna, den 16. August 2024

MAGNA Powertrain Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Jörg Reimann, Geschäftsführer

Tino Krümmling, Prokurist

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 395.774,94 2.631,63 2.500,00 0,00 400.906,57
2. Geleistete Anzahlungen 15.215,63 0,00 -13.355,63 0,00 1.860,00
410.990,57 2.631,63 -10.855,63 0,00 402.766,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.455.985,48 13.690,95 55.784,71 0,00 1.525.461,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.180.572,76 422.049,11 997.563,80 1.430.953,65 47.169.232,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.726.879,99 56.406,11 21.884,55 15.938,54 1.789.232,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.354.986,01 17.469,00 -1.064.377,43 60.802,78 247.274,80
51.718.424,24 509.615,17 10.855,63 1.507.694,97 50.731.200,07
52.129.414,81 512.246,80 0,00 1.507.694,97 51.133.966,64
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 257.391,95 67.725,00 0,00 325.116,95
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
257.391,95 67.725,00 0,00 325.116,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 889.953,34 271.331,50 0,00 1.161.284,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.142.334,36 4.549.650,48 1.275.684,79 38.416.300,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.190.075,74 281.206,31 15.472,74 1.455.809,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
37.222.363,44 5.102.188,29 1.291.157,53 41.033.394,20
37.479.755,39 5.169.913,29 1.291.157,53 41.358.511,15
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75.789,62 138.382,99
2. Geleistete Anzahlungen 1.860,00 15.215,63
77.649,62 153.598,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 364.176,30 566.032,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.752.931,97 12.038.238,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 333.422,80 536.804,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 247.274,80 1.354.986,01
9.697.805,87 14.496.060,80
9.775.455,49 14.649.659,42

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MAGNA Powertrain Germany GmbH, Sandersdorf-Brehna

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MAGNA Powertrain Germany GmbH, Sandersdorf-Brehna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAGNA Powertrain Germany GmbH, Sandersdorf-Brehna, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Stilllegung des Betriebs

Wir machen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung" des Anhangs und in Abschnitt "Fortführung der Unternehmenstätigkeit" des Lageberichts in Bezug auf den Gesellschafterbeschluss zur Stilllegung des Betriebs der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 aufmerksam. Die gesetzlichen Vertreter beschreiben dort, dass die betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss 2023 unter Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung bewertet wurden. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung" im Anhang sowie die Angaben in den Abschnitten "Fortführung der Unternehmenstätigkeit" und "Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund der Aufwendungen für die Umsetzung des Gesellschafterbeschlusses zur Schließung der Produktion zum Jahresende 2024 von der weiteren Unterstützung der Gesellschafter abhängig ist. Diese Unterstützung erfolgt derzeit über eine Cash-Pool-Vereinbarung und den Ergebnisabführungsvertrag. Wie im Anhang und im Lagebericht dargelegt, zeigen diese Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten zur Stilllegung des Betriebs, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 16. August 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Otter, Wirtschaftsprüfer

Christian Schwarz, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30. August 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

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