Florian Ludwig Verwaltung GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Constanze Wulf-Bretscher seit 11.3.2024 | Prokura |
Alexander Tiefenbacher seit 8.9.2023 | Prokura |
Beate Waltraud Henrich seit 30.6.2022 | Prokura |
Fahmi Kahouach seit 25.6.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hill-Rom GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Grundlagen1. Geschäftsmodell Organisatorische und rechtliche Struktur der Gesellschaft Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ist die Baxter International Inc., Deerfield/Illinois/USA, weiterhin das oberste Mutterunternehmen. Im Vorjahr war mit notariell beurkundetem Gesellschafterbeschluss vom 3. November 2022 die Änderung des Geschäftsjahres beschlossen worden, um den Bilanzstichtag auf den der Baxter-Gruppe (31. Dezember) anzupassen bzw. zu vereinheitlichen. Die Eintragung der Änderung des Artikels 4 des Gesellschaftsvertrages ("Geschäftsjahr") ist am 14. November 2022 in das Handelsregister beim Amtsgericht Essen eingetragen worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2022 bzw. das Vorjahr umfasste daher nur drei Monate, während das Geschäftsjahr 2023 nunmehr wieder einen Zeitraum von zwölf Monaten umfasst. Die Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend eingeschränkt. Die Baxter-Gruppe ist ein weltweit tätiges Medizintechnikunternehmen in den Bereichen Diagnostik, Intensivmedizin, Nierenpflege, Ernährung und Chirurgie für Krankenhäuser, Privathaushalte, Arztpraxen und andere Pflegeeinrichtungen. Hillrom als Teil der Baxter-Gruppe ist insbesondere als Anbieter von Systemen zur Patientenpflege tätig. Hillrom wird bzw. wurde innerhalb der Baxter-Gruppe als separates Segment geführt. Der Marktauftritt bzw. das "Branding" von Hillrom wurde im Berichtsjahr 2023 inzwischen auf "Baxter" umgestellt. In diesem Zusammenhang ist die Segmentbezeichnung von "Hillrom" in "Healthcare Systems and Technologies" geändert worden. Die Firmenstruktur stellt sich zum 31. Dezember 2023 aber weiterhin unverändert wie folgt dar:
Die Hill-Rom GmbH ist verantwortlich für die Vermarktung und den Verkauf von Produkten der Marken "Hillrom" und "Liko". Die Hill-Rom Holding GmbH & Co. KG übernimmt bestimmte Management-Funktionen (insbesondere den Bereich der Geschäftsführung). Im Rahmen der Ausweitung bzw. Fortsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen wurden auch im Berichtsjahr bestimmte Unternehmensfunktionen innerhalb der Baxter-Gruppe verlagert und zusammengeführt bzw. organisatorisch neu ausgerichtet. Zu den deutschen Beteiligungen der amerikanischen Baxter-Gruppe gehören neben den vorgenannten Gesellschaften die Baxter Deutschland GmbH, die Baxter Deutschland Holding GmbH, die Baxter Oncology GmbH, die Gambro Dialysatoren GmbH und die Gambro Rostock GmbH sowie die TRUMPF Medizin Systeme GmbH + Co. KG und die Welch Allyn GmbH. Produkte Die Hill-Rom GmbH als Teil der übergeordneten Baxter-Gruppe ist ein Anbieter für Krankenhaus- und Pflegebetten, Krankenhausmobiliar, Patiententransportsysteme und Patientenhebelösungen. Die Produktpalette umfasst auch Betten für die Weich- und Wechseldrucklagerung. Daneben bietet die Hill-Rom GmbH Produkte zur Unterstützung der Kliniken in ihrem Dekubitus-(Wundliegen-) Management an. Die Geschäftsbereiche des Unternehmens gliedern sich in die drei Untersegmente Verkauf ("Capital"), Vermietung ("Rental") sowie Installation, Wartung und Reparatur ("Service") auf. Der Bereich "Capital" bietet den Kunden Produkte für die Akut- und Langzeitpflege zum Kauf an. Das Kundenportfolio im Bereich "Capital" erstreckt sich hauptsächlich auf Krankenhäuser, Pflegeheime, Sanitätshäuser sowie Einrichtungen für Körperbehinderte und Privatkunden (für die häusliche Umgebung). Der Bereich "Rental" bietet den Kunden Intensivbett- und Therapiesysteme zur Vermietung an. Dies ermöglicht den Kunden eine Patientenversorgung, ohne dabei eine langfristige finanzielle Bindung eingehen zu müssen. Durch die Möglichkeit der Codierung dieser Intensivbetten im so genannten "DRG"-System (Diagnosebezogene Fallgruppen) sind die hierdurch den Kunden entstehenden Kosten nicht dem investiven Bereich zuzuordnen. Der "Service"-Bereich bietet den Kunden Wartungsverträge und Umrüstungen zu den Produkten der Hill-Rom GmbH an. Außerdem unterstützt dieser Bereich den Verkauf und die Vermietung bei der Erstinstallation beim Kunden sowie bei der Reparatur, der Aufbereitung und der Auslieferung von vermieteten Produkten im Bereich "Rental". Der Bereich "Service" beschäftigt Techniker im Außendienst, die aus Servicecentern heraus tätig werden und die Kunden vor Ort betreuen; die eingerichteten Servicecenter sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Standorte Hauptsitz ist unverändert Essen. Die Hill-Rom GmbH unterhält Servicezentren ("Hygiene Center") und Depots sowie Hubs an den Standorten Aachen (Würselen), Berlin, Essen, Frechen, Hamburg, Hannover (Lehrte), Heimsheim, Leipzig (Schkeuditz), Maisach, Mörfelden, Murnau und Weimar (Tröbsdorf). Zudem werden in Gosen-Neu Zittau (bei Berlin) Lagerflächen angemietet. Absatzmärkte Die Hill-Rom GmbH ist für den Vertrieb der "Hillrom"-Produktpalette (einschließlich der "Liko"-Produkte) insbesondere in Deutschland verantwortlich. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten Die Hill-Rom GmbH führt als Verkaufsniederlassung keine eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten aus, steht aber bei der Neuentwicklung und Verbesserung von Produkten in Kontakt mit den dafür verantwortlichen Schwestergesellschaften im Baxter-Konzern einerseits sowie mit ihren Kunden andererseits. Auf Ebene der Hill-Rom GmbH sind keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen angefallen. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die steuergesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,7 % höher. Die Erhebung branchenspezifischer Daten erfolgt mit einem gewissen Zeitverzug und entsprechende Branchenstatistiken werden zum Teil nicht jährlich erhoben. Die nachfolgend dargestellten Branchenentwicklungen bzw. -trends haben sich nach Einschätzung der Geschäftsführung aber auch im Berichtsjahr 2023 weiter fortgesetzt. Im Kalenderjahr 2022 standen in den 1.893 Krankenhäusern Deutschlands (2021: 1.887 Krankenhäuser) für die stationäre Behandlung der Patientinnen und Patienten insgesamt 480.382 (2021: 483.606) Betten zur Verfügung. Während die Zahl der Häuser danach stagniert ist das Bettenangebot gegenüber dem Vorjahr weiter rückläufig. Ein Krankenhausaufenthalt (Verweildauer) lag dabei mit 7,2 Tagen exakt auf dem Vorjahresniveau. Die Bettenauslastung lag in 2022 mit 69,0 % nur leicht über dem bereits niedrigen Niveau des Vorjahres (2021: 68,2 %). Angebot und Nachfrage von Leistungen der Krankenhäuser sind im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Die Zahl der aufgestellten Betten insgesamt (480.382 darunter 26.327 Intensiv-Betten) lag nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes unter dem Vorjahresniveau (2021: 483.606 darunter 27.300 Intensiv-Betten). Der Anteil der Krankenhäuser in privater Trägerschaft, der bei Einführung der bundeseinheitlichen Krankenhausstatistik 1991 noch bei 14,8 % lag, steigt seit Jahren kontinuierlich an. Im Jahr 2022 sind bereits 39,9 % in privater Trägerschaft. Im gleichen Zeitraum sank der Anteil öffentlicher Krankenhäuser von 46,0 % auf 28,5 %. Der Anteil freigemeinnütziger Krankenhäuser hat sich auf 31,6 % reduziert (1991: 39,1 %). Die Pflegebedürftigkeit steigt ebenfalls kontinuierlich weiter an. So waren im Dezember 2021 4,96 Mio. (Dezember 2019: 4,13 Mio.) Menschen in Deutschland pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI). Bei der starken Zunahme um 0,83 Mio. Pflegebedürftige (+ 20 %) zeigen sich weiterhin Effekte durch die Einführung des weiter gefassten Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum 1. Januar 2017. Seither werden mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft als zuvor. Zudem waren geschätzt 160.000 Personen mit Anspruch auf Leistungen nach dem Pflegegrad 1 bisher nicht erfasst, auch darauf ist ein Teil des Anstiegs zurückzuführen. 2. Wettbewerbssituation Deutschland ist nach Einschätzung der Baxter-Gruppe ein bedeutender Markt für Medizintechnik in Europa und ist hier sowohl Exporteur als auch Importeur. In dem speziellen Marktsegment verteilen sich die Marktanteile auf einige wenige Wettbewerber. 3. Absatz- und Beschaffungspolitik Die Beschaffung der von der Hill-Rom GmbH vertriebenen Systeme erfolgt nahezu ausschließlich über die produzierenden Konzernschwestergesellschaften in Frankreich, in den USA und in Schweden. 4. Personal Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter liegt mit 125 leicht unter dem Niveau des Vorjahres (128). Die im Berichtsjahr 2023 umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen hatten dabei nur geringe Auswirkungen auf die Gesamtbelegschaft. 5. Umweltschutz Aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft waren im Berichtsjahr 2023 erneut keine Investitionen für Umweltschutzmaßnahmen erforderlich. Anfallende Abfälle werden durch lokale Entsorgungsunternehmen entsorgt und der Prozess der hygienischen Aufbereitung, insbesondere von Matratzen, wird durch einen externen Dienstleister zertifiziert und überprüft. 6. Finanzierung Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus eigenen Mitteln bzw. aus dem eigenen Geschäftsbetrieb heraus. Durch Anschluss an den Konzernfinanzverkehr bzw. die Konzernfinanzplanung der Baxter-Gruppe ist die für die Sicherstellung des Geschäftsbetriebs der Hill-Rom GmbH erforderliche Liquidität nach Einschätzung der Geschäftsführung gewährleistet. 7. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen mit einem Volumen von T€ 2.188 (im dreimonatigen Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2022: T€ 168) getätigt; die Zugänge betreffen vor allem Bettensysteme (insbesondere die Linien "Pearl", "Accella" und "Compella") sowie Matratzensysteme (insgesamt T€ 2.175). Die langfristigen vertraglichen bzw. zukünftigen finanziellen Leasing- und Mietverpflichtungen haben sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt auf € 2,9 Mio. planmäßig vermindert (Vorjahr € 3,1 Mio.). 8. Sonstige wichtige Ereignisse Bereits mit Prüfungsanordnung vom 7. September 2020 war eine steuerliche Außenprüfung betreffend der Umsatz-, Gewerbe- und Körperschaftsteuer für die Veranlagungszeiträume 2015 bzw. 2016 bis 2017 bzw. 2018 angeordnet worden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses ist diese Prüfung weiterhin noch nicht formell abgeschlossen. Für die erwarteten Prüfungsfeststellungen wurden aber bereits in Vorjahren bzw. erstmalig zum Bilanzstichtag 30. September 2021 und rein vorsorglich in geringem Umfang Steuerrückstellungen gebildet, die sowohl zu den Bilanzstichtagen 30. September 2022 und 31. Dezember 2022 als auch zum aktuellen Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 jeweils beibehalten wurden. 9. Analyse des Geschäftsverlaufs Die Ertragslage ist weiterhin maßgeblich von der Umsatzentwicklung abhängig, da aufgrund bestehender Konzernvereinbarungen der Hill-Rom GmbH positive Deckungsbeiträge garantiert werden. Die Höhe der Umsatzerlöse ist somit auch der einzig wesentliche Leistungsindikator der Gesellschaft. Der geringe Gewinn im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2022 war folglich im Wesentlichen auf das geringe Niveau der Umsätze im 4. Quartal des Kalenderjahres 2022 bzw. die Tatsache zurückzuführen, dass das Vorjahresrumpfgeschäftsjahr nur drei Monate umfasste. Im Berichtsjahr 2023 hat die Umsatzerlösentwicklung die verhaltenen Erwartungen weitestgehend erfüllt. Bei der Prognose war davon ausgegangen worden, dass die Umsatzerlöse auf dem Niveau der Vorjahresquartale liegen sollten. Tatsächlich liegen die Umsatzerlöse in den vier Quartalen des Berichtsjahres 2023 bei insgesamt T€ 27.963 bzw. im Mittel bei T€ 6.991, während bspw. im 4. Quartal des Kalenderjahres 2022 Umsatzerlöse von T€ 6.870 erwirtschaftet wurden. Das 4. Quartal eines Kalenderjahres ist erfahrungsgemäß u.a. aufgrund der hohen Anzahl von Feiertagen aber regelmäßig schwächer als die anderen drei Quartale. Die verhaltene Entwicklung ist dabei vor dem Hintergrund der erheblichen Unsicherheiten infolge des Ausbruchs des Kriegs in der Ukraine zu beurteilen. Insofern ist eine objektive Beurteilung über die Zielerreichung kaum möglich. Unternehmen der Gesundheitsbranche und somit auch die Hersteller bzw. Verkäufer von Medizinprodukten - wie u.a. auch Krankenhausbetten - sind von den Kostensteigerungen bzw. der vergleichsweise hohen Inflation stark betroffen. So verschärft der Krieg in der Ukraine u.a. aufgrund gestiegener Preise für die Energieversorgung den ohnehin schon hohen Kostendruck für Krankenhäuser noch weiter. In dem Bereich "Rental" liegt der Umsatz in den vier Quartalen des Berichtsjahres 2023 leicht über dem 4. Quartal des Kalenderjahres 2022. Dieser Geschäftsbereich profitierte auch weiterhin von der Entwicklung im Krankenhausbereich bzw. dem allgemeinen Trend in der Gesundheitsbranche, da benötigte Betten weiterhin angemietet statt gekauft werden. Die Möglichkeit, Kosten im Medizinbetrieb zu reduzieren und gleichzeitig Rationierungseffekte zu mindern, besteht u.a. auch darin, den Lebenszyklus von medizintechnischen Produkten durch Erhöhung der Reparaturquote kostensenkend zu verlängern. Hiervon profitiert weiterhin der Geschäftsbereich "Service". Eine Verlängerung des Lebenszyklus erhöht nicht nur den Bedarf an Service, sondern schränkt auch die Nachfrage nach neuen Produkten ein. Das spiegelt der Bereich "Capital" mit den Investitionsgütern durch einen Umsatzrückgang während der letzten Jahre wider. Der Umsatzrückgang im Bereich "Capital" wurde durch den verschärften Kostendruck für Krankenhäuser infolge des Ausbruchs des Kriegs in der Ukraine bereits seit dem 2. Quartal des Kalenderjahres 2022 beschleunigt. Diese negative Entwicklung im Bereich "Capital" hat sich im Berichtsjahr 2023 weiter fortgesetzt. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung waren und sind viele Krankenhäuser aufgrund der erheblichen Unsicherheiten bei den Investitionen in die Krankenhausausstattung zurückhaltend. Insgesamt liegen die Umsatzerlöse in den beiden Geschäftsbereichen "Capital" und "Service" zusammen danach nur auf dem bereits niedrigen Niveau des 4. Quartals des Kalenderjahres 2022. Während sich die Energiepreisentwicklung bzw. die vergleichsweise hohe Inflation bereits auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt hat, hatte die Entwicklung der relevanten Wechselkurse (insbesondere die starke US-Dollar-Kursentwicklung) bislang noch keine nennenswerte Auswirkung auf die Ertragslage bzw. den Geschäftsverlauf. Die Netto-Kursverluste belaufen sich im Berichtsjahr 2023 auf lediglich € 0,1 Mio. 10. Lage der Gesellschaft Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft wird dadurch geprägt, dass der Gesellschaft auf der Grundlage geschlossener Konzernvereinbarungen positive Deckungsbeiträge bzw. so genannte "Return on Sales"-Margen garantiert werden. Da die Ermittlung auf Basis der amerikanischen Rechnungslegung im Konzern-Reporting erfolgt, ergeben sich geringfügige Abweichungen zu dem operativen Jahresergebnis auf der Grundlage der lokalen Rechnungslegungsvorschriften. Die gesamten Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 27.963 (im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2022: T€ 6.870). Bei unveränderter Transferpreissystematik hat sich die Rohertragsmarge um 3,6 Prozentpunkte vermindert bzw. liegt mit 77,5 % unter dem Niveau des Vorjahres (81,1 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aus der Erstattung von Restrukturierungsaufwendungen und Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen von insgesamt T€ 1.486. Im Geschäftsjahr 2023 wurde damit der negative außergewöhnliche Sondereffekt von Restrukturierungsmaßnahmen bzw. Restrukturierungsaufwendungen vollständig kompensiert. Im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2022 waren keine vergleichbaren Einmaleffekte bzw. nennenswerten periodenfremden Geschäftsvorfälle zu verzeichnen. Insbesondere aufgrund der umfangreichen Restrukturierungsaufwendungen von T€ 1.486 haben sich die gesamten Personalaufwendungen im Berichtsjahr 2023 deutlich erhöht; die Personalaufwandsquote (Verhältnis des Personalaufwands zu den Umsatzerlösen) hat von 34,8 % im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2022 auf 40,5 % im Berichtjahr 2023 deutlich zugenommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr 2023 dagegen zurückgegangen; sie belaufen sich im Verhältnis zu den Umsatzerlösen auf 35,8 % gegenüber 41,1 % im Vorjahr. Die Einsparungen betreffen insbesondere den Bereich der Kostenweiterbelastungen von verbundenen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen von T€ 94 (im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2022: T€ 24) betreffen ausschließlich den in der Zuführung zu den Rückstellungen enthaltenen Zinsanteil. Die für den Veranlagungszeitraum 2022 bzw. in den Vorjahresabschlüssen zum 31. Dezember 2022 und 30. September 2022 ausgewiesenen Ertragsteuern von insgesamt T€ 120 werden auf Basis der zwischenzeitlich erstellten Steuererklärungen voraussichtlich erstattet werden und entsprechend wurden im Berichtsjahr 2023 die Steuerrückstellungen für den Veranlagungszeitraum 2022 in voller Höhe wieder aufgelöst. Das Ergebnis nach Steuern bzw. der Jahresüberschuss beläuft sich danach auf T€ 700. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme liegt mit T€ 15.548 über dem Niveau des Vorjahres (T€ 12.785). Die Erhöhung der Bilanzsumme ist maßgeblich auf die Entwicklung des Anlagevermögens, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten zurückzuführen. Das Anlagevermögen stellt aufgrund der hohen Bestände an zur Vermietung vorgesehenen Betten- und Matratzensystemen mit 29,6 % (Vorjahr 29,0 %) weiterhin einen großen Anteil des Bilanzvolumens dar. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 machen - gemessen an der Bilanzsumme - die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 23,0 % (Vorjahr 29,7 %) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 27,5 % (Vorjahr 26,5 %) sowie die flüssigen Mittel mit 15,2 % (Vorjahr 8,0 %) die größten Posten des Umlaufvermögens aus. Die Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr liegen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 mit T€ 4.282 über dem Niveau des Vorjahresbilanzstichtages 31. Dezember 2022 (T€ 3.387). Die Zunahme betrifft insbesondere die Erhöhung der Forderungen gegen einen Großkunden. Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 218 betrifft vor allem die Geschäftsbeziehung zur Gesellschafterin Hill-Rom Holding GmbH & Co. KG von T€ 725 (Vorjahr T€ 2.070) teilweise kompensiert durch die Entwicklung bei der Hill-Rom Holdings, Inc. Während gegenüber der Hill-Rom Holdings, Inc. zum Vorjahresbilanzstichtag 31. Dezember 2022 Forderungen von T€ 1.428 bestanden, werden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nunmehr Forderungen von T€ 2.447 ausgewiesen. Die Erhöhung der flüssigen Mittel um T€ 1.335 ist bei einem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit von T€ - 2.125 auf den deutlich positiven Cashflow aus der Geschäftstätigkeit von T€ + 3.460 zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote hat sich trotz des Jahresüberschusses von T€ 700 aufgrund der Erhöhung der Bilanzsumme nur geringfügig von 25,1 % im Vorjahr auf nunmehr 25,2 % verbessert. Die Pensionsrückstellungen liegen mit T€ 5.221 unter dem Niveau des Vorjahres (T€ 5.470). Die sonstigen Rückstellungen liegen mit T€ 2.766 ebenfalls leicht unter dem Niveau des Vorjahres (T€ 2.808). Die Beschaffung von Produkten und die Erbringung von Dienstleistungen erfolgt überwiegend im Baxter-Konzernverbund; die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten belaufen sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 daher auf lediglich T€ 185 (Vorjahr T€ 101). Die deutliche Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 714 im Vorjahr auf T€ 3.109 betrifft nahezu ausschließlich die französische Schwestergesellschaft Hill-Rom SAS, die Hauptlieferant der Hill-Rom GmbH ist. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Insgesamt bewertet die Geschäftsführung die Situation der Hill-Rom GmbH für das Geschäftsjahr 2023 bei - aufgrund des Kriegs in der Ukraine - gesamtwirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen und einer weitestgehend stabilen Umsatzentwicklung weiterhin als insgesamt zufriedenstellend. Positiv wird beurteilt, dass zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 weiterhin eine moderate Eigenkapitalquote von 25,2 % (Vorjahr 25,1 %) ausgewiesen wird. Zudem wird das Vermögen der Gesellschaft durch hohe Bestände an flüssigen Mitteln von T€ 2.358 (Vorjahr T€ 1.023) geprägt. III. Angaben zum internen Kontroll- und zum RisikomanagementsystemDie Hill-Rom GmbH ist zusammen mit den übrigen deutschen Schwestergesellschaften in das Risikomanagementsystem der Baxter-Gruppe eingebunden. Ziel des installierten Risikomanagements ist es, den wirtschaftlichen Erfolg sicherzustellen und bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen frühzeitig erkennen zu können. Das Risikomanagementsystem umfasst dabei zunächst die Budgetplanung für die gesamte Region Deutschland für jeweils ein Geschäftsjahr. Die Planung erfolgt im Rahmen einer fortlaufenden monatlichen Periodenrechnung und wird gegebenenfalls an die Änderungen der Geschäftstätigkeit sowie der Marktentwicklung angepasst. Im Rahmen der Erstellung von Monatsberichten werden Soll-/Ist-Abweichungen zu den Plan- und Vorjahreswerten analysiert, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wesentliche Prozesse im Rechnungswesen werden aufgrund der Börsenrelevanz der US-Konzernmuttergesellschaft nach den Vorschriften des Sarbanes Oxley Acts dokumentiert und quartalsweise intern geprüft. Zu speziellen Themen führt die interne Revision des Konzerns eigene Prüfungshandlungen durch. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Chancen der zukünftigen Entwicklung Das Geschäftsmodell der Hill-Rom GmbH eröffnet nach Überzeugung der Geschäftsleitung gute Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft. Die nachfolgend dargestellten Chancen werden entsprechend einem absteigenden Grad etwaiger positiver finanzieller Auswirkungen aufgeführt. Insgesamt stellt die Einbindung der Hill-Rom GmbH in den Baxter-Konzernverbund sowie die weltweite Verknüpfung der Gesellschaft eine wichtige Chance dar. So wird die Finanzierung des Unternehmens durch die Konzerneinbindung sichergestellt. Durch den Zusammenschluss der Baxter- und der ehemaligen Hillrom-Gruppe wurde das Produktportfolio weltweit erweitert bzw. ergänzt. Inzwischen werden nahezu alle Bereiche des Gesundheitswesens abgedeckt. Zudem können die Herausforderungen der beschleunigten Digitalisierung im Gesundheitswesen nunmehr gemeinsam bewältigt werden. Positive Synergieeffekte sollen langfristig zu Umsatzwachstum führen. Die Entwicklung des Gesundheitssystems und der Branche für Medizinprodukte wird in Deutschland unverändert durch zwei Trends beeinflusst: Die demographische Entwicklung der Bevölkerung einerseits und eine daraus resultierende verstärkte Nachfrage nach ärztlicher Versorgung und professioneller Pflege sowie den andauernden Kostendruck bei den Krankenhäusern andererseits. Der Kostendruck wird durch den Ausbruch des Kriegs in der Ukraine verstärkt (insbesondere durch die hohen Kosten für die Energieversorgung). Vor allem aus der demographischen Entwicklung der Bevölkerung und der daraus resultierenden verstärkten Nachfrage nach ärztlicher Versorgung lässt sich ableiten, dass die Kranken- und Altenpflege als Wachstumsmarkt mit großen Chancen angesehen werden kann. Die Pflegebedürftigkeit der Bevölkerung steigt überproportional zum Lebensalter an. So leiden Menschen mit steigendem Alter oftmals gleichzeitig an mehreren Erkrankungen, und die Pflege wird zunehmend in Pflegeheimen und Hospizen erbracht. Insgesamt wird daher eine steigende Nachfrage nach Medizintechnik im Bereich der Pflege von Patienten und Senioren erwartet. Die Baxter-Gruppe forscht und entwickelt weiter an neuen Produkten. Das Angebot, Produkte nach aktuellem Bedarf mieten zu können, wird den Bereich "Rental" bedingt durch die knapperen finanziellen Möglichkeiten voraussichtlich weiterwachsen lassen. Zudem wird die Erwartung, den Bereich "Capital" in Deutschland wieder auf Wachstumskurs zu bringen, durch Investitionen des Baxter-Konzerns in Forschung und Entwicklung neuer Produkte gestärkt. Für das Kalenderjahr 2024 ist die Markteinführung von digitalen Produktinnovationen unter dem Begriff "Connected Care" geplant. Ein Wettbewerbsvorteil wird zudem in der zunehmenden Digitalisierung gesehen, da sich in Deutschland Konkurrenten stärker auf einen "Hotellook" fokussieren, während bei der US-amerikanischen Baxter-Gruppe vor allem der hochtechnisierte bzw. automatisierte "klinische Look" im Fokus steht. Der Markt für Krankenhausbetten und -mobiliar gilt aufgrund der Entwicklung bei der Anzahl von Krankenhäusern und deren Bettenkapazitäten als stagnierend bzw. leicht rückläufig. Produkte, die die Verweildauer der Patienten verkürzen und die Pflegenden bei ihrer Arbeit unterstützen können, haben aufgrund ihres Kosteneinsparpotenzials aber weiterhin gute Chancen am Markt. Das wirtschaftliche Umfeld wurde zu Beginn des Jahres 2023 noch durch die Ausbreitung des Coronavirus beeinflusst. Seit April 2023 gilt die Coronavirus-Pandemie aber nunmehr als überwunden. Bezüglich der Einschätzung zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie wird auf die Ausführungen in Abschnitt IV.2. "Risiken der zukünftigen Entwicklung sowie Einschätzung zum Gesamtbild der Risikolage" verwiesen, da gesamtwirtschaftlich betrachtet vornehmlich Risiken und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie bestanden. Für die Gesellschaft als "systemrelevantes" Unternehmen waren dagegen während der Coronavirus-Pandemie überwiegend positive Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung festzustellen. Bei den vorgenannten einzelnen Chancen wird jeweils von eher hohen Eintrittswahrscheinlichkeiten ausgegangen. Dabei stellen die Konzerneinbindung und die verschiedenen Entwicklungen auf dem Gesundheitsmarkt ein erhöhtes Chancenpotential dar, während die übrigen Chancen jeweils eher moderate Potentiale aufweisen. Insgesamt sind die Chancenlage und langfristigen Perspektiven nach Einschätzung der Geschäftsführung weiterhin positiv zu beurteilen. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und weitere geopolitische Spannungen (z.B. im Verhältnis zwischen den USA und China oder der Konflikt zwischen Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten) und der dadurch verschärfte Kostendruck bei den Krankenhäusern sorgen allerdings weiterhin für erhebliche Unsicherheiten. 2. Risiken der zukünftigen Entwicklung sowie Einschätzung zum Gesamtbild der Risikolage Die Hill-Rom GmbH ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen könnten. Die nachfolgend dargestellten Risiken werden entsprechend einem absteigenden Grad etwaiger negativer finanzieller Auswirkungen aufgeführt. Am 24. Februar 2022 war der Konflikt zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine eskaliert und wird seit der Invasion russischer Truppen militärisch ausgefochten. Es ist weiterhin festzustellen, dass sich der Krieg in der Ukraine auf die weltweite Realwirtschaft und den internationalen Waren- und Finanzverkehr negativ auswirkt (z.B. die Energieversorgung). Das gesamte Ausmaß dieses Risikos ist auch nach inzwischen rund zwei Jahren Krieg bzw. zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend abzuschätzen. Die wesentlichen Risiken der Hill-Rom GmbH bestehen darin, dass die Finanzierungssituation der Krankenhäuser durch die angespannte Finanzlage bei den kommunalen Trägern infolge der angespannten Haushaltslage beeinträchtigt wird und künftig noch restriktiver werden kann. Dieser Trend wird derzeit durch die hohen Energiepreise bzw. die hohe Inflation verstärkt, die allerdings sowohl in kommunaler Trägerschaft geführte Häuser als auch privat geführte Krankenhäuser betreffen. Im Bereich der Krankenhäuser wird auch zukünftig weiter von starken Veränderungen der Rahmenbedingungen ausgegangen. Bei den in kommunaler Trägerschaft geführten Häusern besteht weiterhin eine Tendenz zur Zusammenlegung von Krankenhäusern und dem Abbau von Betten. Es werden künftig voraussichtlich mehr privat geführte Krankenhäuser betrieben, bei denen betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte stärker im Vordergrund stehen. Das Insolvenzrisiko bei Krankhäusern wie auch bei Pflegeeinrichtungen steigt zunehmend. Die Entwicklung der aktuellen Nachfrage wird weitgehend von den Rahmenbedingungen der Gesundheits- und Sozialpolitik in Deutschland geprägt. In den weiteren für die Hill-Rom GmbH relevanten Märkten Frankreich, Niederlande, USA, Österreich und Italien wird von keinen wesentlichen Änderungen der Rahmenbedingungen ausgegangen. Wie sich etwaige Gesundheitsreformen im Ausland auf den dortigen Krankenhausmarkt auswirken werden, bleibt aber abzuwarten. Der Inlandsmarkt ist aufgrund der vorhandenen Überkapazitäten weiterhin umkämpft. Die Hill-Rom GmbH wird die Vertriebs- und Marketingaktivitäten weiter forcieren und mit den deutschen Schwestergesellschaften im Zuge des gemeinsamen Außendiensts bzw. "Key Account-Managements" weiterhin kooperieren. Die anhaltend hohe Inflation kann sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Gleichzeitig werden seitens der Arbeitnehmerseite infolge der hohen Inflation zunehmend höhere Lohn- und Gehaltsforderungen gestellt (sogenannte Lohn-Preis-Spirale). Entsprechend wird es für die Arbeitgeberseite immer schwerer bei moderaten Lohn- und Gehaltserhöhungen, Mitarbeiter langfristig an ein Unternehmen zu binden. Bis zur Überwindung der Coronavirus-Pandemie im April 2023 wurden staatlich verordnete Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen sowie sonstige Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus fortlaufend aktualisiert. Inzwischen sind sämtliche Corona-Schutzmaßnahmen aber aufgehoben worden. Die Hill-Rom GmbH als Anbieter für Krankenhaus- und Pflegebetten war von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie ohnehin kaum betroffen und konnte sogar von einer leicht erhöhten Nachfrage profitieren. Die negativen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit und deren Entwicklung hielten sich insgesamt in Grenzen. Die Geschäftsführung der Hill-Rom GmbH geht davon aus, dass die Coronavirus-Pandemie - im Falle weiterer lokaler Wellen aufgrund von Virusmutationen - zukünftig keine Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung mehr haben wird. Sowohl das Risiko als auch die Chancen werden daher mittlerweile als niedrig eingestuft. Bereits zuvor waren die Risiken bedeutender Umsatz- und Ergebniseinbrüche oder das Risiko der Einstellung der eigenen Unternehmenstätigkeit infolge der Coronavirus-Pandemie als sehr gering eingeschätzt worden, da Medizinprodukte - wie es auch Krankenhaus- und Pflegebetten sind - als "systemrelevant" einzustufen sind. Infolge nachfolgender lokaler Coronavirus-Wellen bzw. Virusmutationen sind beim Pflegepersonal aber weiterhin ein hoher Krankenstand zu verzeichnen und eine anhaltende Mitarbeiterfluktuation bzw. Abwanderung in andere Berufsfelder festzustellen. Der Fachkräftemangel führte vor allem bei kleineren und mittelgroßen Krankenhäusern zu zeitweisen Schließungen von Abteilungen (z.B. Intensivstationen) und/oder zur Verschiebung elektiver bzw. planbarer Operationen. Zunehmende globale Bedrohungen der Informationssicherheit und komplexere, gezielte Computerkriminalität stellen ein Risiko für die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten, Abläufen und Infrastruktur dar. EDV-Systeme und Netzwerke sowie Einrichtungen und Dienstleistungen sind potenziell anfällig für Industriespionage oder Cyberangriffe. Je nach Art und Umfang könnten solche Bedrohungen zur missbräuchlichen Nutzung vertraulicher Informationen sowie zur Manipulation und Zerstörung von Daten und zu Betriebsunterbrechungen führen. Dies würde sich wiederum negativ sowohl auf den Ruf als auch die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragslage auswirken. Neben dem vorgenannten Cyberrisiko besteht auch das allgemeine Risiko eines EDV-Ausfalls oder das Risiko von Störungen bzw. Unterbrechungen bei dem Betrieb und der Anwendung von EDV-Systemen und Netzwerken sowie EDV-Programmen. Über die vorgenannten Risiken hinaus werden unter Berücksichtigung des derzeitigen Konzernverrechnungspreissystems aus heutiger Sicht keine weiteren Risiken gesehen. Bei den vorgenannten Risiken wird aufgrund der bestehenden Maßnahmen bzw. der Ausgestaltung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems von einer eher geringen Eintrittswahrscheinlichkeit bei ohnehin jeweils geringem Risikograd ausgegangen. Dennoch können gewisse kritische Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vollends ausgeschlossen werden. Insgesamt sind nach Einschätzung der Geschäftsführung die finanziellen Auswirkungen der Risiken bzw. die Gesamtrisikolage kalkulierbar. Die Gesamtrisikoposition des Unternehmens hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 3. Voraussichtliche Entwicklung Negative Auswirkungen aus der Coronavirus-Pandemie werden für das Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus nicht mehr erwartet. Inzwischen bestehen aber konkrete Unsicherheiten aufgrund der Vielzahl weltweiter geopolitischer Spannungen bzw. Kriege. Für das Geschäftsjahr 2024 sind Prognosen aufgrund der dynamischen Entwicklung und dem damit verbundenen hohen Grad an Unsicherheit weiterhin nur sehr eingeschränkt möglich und entsprechend sind die Erwartungen weiterhin eher verhalten. Die Umsätze im Bereich "Capital" sollen durch Produktinnovationen auf dem niedrigen Niveau zumindest stabilisiert werden. Die infolge der hohen Inflation gestiegenen Bezugs- bzw. Einkaufspreise werden auch im kommenden Jahr bzw. zukünftig durch Preissteigerungen bei den Verkaufspreisen für die eigenen Produkte an den Markt weitergegeben. Der Preis als Vergabekriterium hat aber bereits in der Vergangenheit aufgrund der angespannten Krankenhausfinanzierung an Bedeutung gewonnen, so dass das Ziel stabiler Umsätze im Bereich "Capital" erneut als ambitioniert zu bewerten ist. Seit geraumer Zeit ist jedoch eine politische Diskussion um die Krankenhausfinanzierung entbrannt, wobei sich auch im abgelaufenen Jahr bzw. bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts noch keine nennenswerten Veränderungen bzw. Verbesserungen ergeben haben. Der politische Wille ist entsprechend mitentscheidend dafür, ob die Krankenhausfinanzierung den neuen Rahmenbedingungen angepasst und die Krankenhauslandschaft damit stabil bleiben wird. In den Bereichen "Rental" und "Service" wird jeweils eine weitestgehend stabile Entwicklung der Umsatzerlöse erwartet, da diese Geschäftsbereiche bei geringer Investitionstätigkeit - wie erläutert - eher an Bedeutung gewinnen. Das geplante Ergebnis in dem kommenden Geschäftsjahr 2024 wird bei einer stabilen Entwicklung der Umsatzerlöse voraussichtlich auf dem Niveau des Berichtsjahres liegen, da bedingt durch die bestehenden Konzernvereinbarungen positive operative Ergebnisse weiterhin garantiert sind. Auch über das kommende Geschäftsjahr 2024 hinaus werden keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftsentwicklung erwartet. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch wesentlich von der Erwartung über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.
Essen, den 29.03.2024 Die Geschäftsführung Fahmi Kahouach Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft ist unter der Nummer HR B 28952 in das Handelsregister beim Amtsgericht Essen eingetragen. Im Vorjahr war mit notariell beurkundetem Gesellschafterbeschluss vom 3. November 2022 die Änderung des Geschäftsjahres beschlossen worden. Das Geschäftsjahr ist danach das Kalenderjahr. Der Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2022 bzw. das Vorjahr bildete ein Rumpfgeschäftsjahr. Die Eintragung der Änderung des Artikels 4 des Gesellschaftsvertrages ("Geschäftsjahr") war am 14. November 2022 in das Handelsregister beim Amtsgericht Essen eingetragen worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2022 bzw. das Vorjahr umfasste nur drei Monate, während das Geschäftsjahr 2023 nunmehr wieder einen Zeitraum von zwölf Monaten umfasst. Die Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend eingeschränkt. Die Hill-Rom GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Der vorliegende Jahresabschluss der Hill-Rom GmbH wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden1. Grundsätzliches Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 250; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern innerhalb des Sachanlagevermögens bewegen sich in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen zwischen drei und fünfzehn Jahren. Die dem Vermietungsgeschäft zur Verfügung stehenden Betten- und Matratzensysteme sind aufgrund ihrer gewichtigen Bedeutung innerhalb des Sachanlagevermögens unter der gesonderten Postenbezeichnung "Betten- und Matratzensysteme" dargestellt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bei Anschaffungskosten mit einem Wert von bis zu € 800 im Jahr des Zugangs voll aufwandswirksam erfasst. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Bestände an Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen am Bilanzstichtag und somit zu Anschaffungskosten aktiviert. Zur Sicherstellung einer verlustfreien Bewertung bei eingeschränkter Gängigkeit der Vorräte wird jeder Artikel auf der Grundlage der Verbräuche der letzten zwölf Monate analysiert und nach Lagerreichweite gestaffelt mit bis zu 100 % wertberichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zusätzlich zu angemessenen Wertberichtigungen auf Forderungen werden voraussichtliche Skontoabzüge durch eine pauschale Wertberichtigung abgedeckt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, soweit diese auf Leistungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag entfallen. Diese Ausgaben werden über die betreffenden Zeiträume abgegrenzt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Dieser Zinssatz zum 31. Dezember 2023 beträgt 1,83 % (Vorjahr 1,79 %). Dabei wurde, wie im Vorjahr, von der Vereinfachungsregel gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Unterschiedsbetrag (ausschüttungsgesperrter Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB) zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung vorgegebenen Durchschnitts von sieben Geschäftsjahren (marktüblicher Zinssatz 1,75 % (Vorjahr 1,45 %)) und des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren beträgt T€ 36 (Vorjahr T€ 166). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden keine jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und branchenübliche Fluktuationen berücksichtigt. Rentensteigerungen wurden mit jährlich 2,00 % (Vorjahr 2,20 %) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung und sind zum Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vereinnahmte Entgelte für noch nicht erbrachte Leistungen. Die Entgelte werden über die Leistungszeiträume abgegrenzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Devisenmittelkurs des letzten Monats. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsposten existieren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern, der zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 vorliegt, wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist Bestandteil dieses Anhangs. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen Gesellschafter belaufen sich auf T€ 725 (Vorjahr T€ 2.070) und resultierten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie umsatzsteuerlicher Organschaft. Die übrigen Forderungen gegen andere verbundene Unternehmen (T€ 2.852, Vorjahr T€ 1.726) betreffen ausschließlich den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Das Stammkapital wird zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 unverändert in voller Höhe von der Hill-Rom Holding GmbH & Co. KG, Essen, gehalten. Das gezeichnete Kapital beträgt € 51.129,19 (DM 100.000,00) und ist in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalrücklage beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 auf unverändert T€ 1.130. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaubsansprüche und sonstige Kosten des Personalbereichs (T€ 905; Vorjahr T€ 975), ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 427; Vorjahr T€ 539), Mitarbeiterboni und Gratifikationen (T€ 386; Vorjahr T€ 202) sowie Erlösrückvergütungen und Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 522; Vorjahr T€ 461). Die Personalrückstellungen beinhalten umfangreiche Restrukturierungsrückstellungen (T€ 642; Vorjahr T€ 712). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in vollem Umfang auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen mit T€ 103 (Vorjahr T€ 138) auf Verbindlichkeiten aus Steuern. IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Hinsichtlich der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geografisch bestimmten Märkten wird von der größenabhängigen Erleichterung des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 53 (Vorjahr T€ 11). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von T€ 294 (Vorjahr T€ 2), die mit T€ 260 (Vorjahr T€ 0) aus der Auflösung von Rückstellungen und mit T€ 34 (Vorjahr T€ 1) aus Buchgewinnen aus Anlagenabgängen resultieren. Im Vorjahr (2022) enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge darüber hinaus mit T€ 1 periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen. Die im Berichtsjahr 2023 ausgewiesenen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen mit T€ 222 (Vorjahr T€ 0) Restrukturierungsmaßnahmen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus Erträge aus der Erstattung von Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von T€ 1.264 (Vorjahr T€ 0). Mit Ausnahme der vorgenannten Erträge aus der Erstattung von Restrukturierungsaufwendungen und der Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen von insgesamt T€ 1.486 sind weder im Geschäftsjahr 2023 noch im Vorjahr (2022) Ertragsposten von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung enthalten. Personalaufwand Die Personalaufwendungen betreffen mit T€ 345 (Vorjahr T€ 155) Aufwendungen für Altersversorgung. Die Löhne und Gehälter enthalten Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in Höhe von T€ 1.486 (Vorjahr T€ 0). Diese resultieren aus Restrukturierungsmaßnahmen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 185 (Vorjahr T€ 132). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen aus der Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen von T€ 35 (Vorjahr T€ 0). Im Vorjahr waren zudem periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens mit T€ 38 enthalten. Im Geschäftsjahr 2023 sind - wie im Vorjahr - keine Aufwandsposten von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Unter den Zinsaufwendungen werden mit T€ 94 (Vorjahr T€ 24) ausschließlich Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen ausgewiesen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Aufwendungen von T€ 120 (Vorjahr T€ 0). V. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Mieten für Räumlichkeiten und Einrichtungen sowie Leasingverpflichtungen für Firmenfahrzeuge. Darüber hinaus bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Der Vorteil aus der Anmietung von Räumlichkeiten und Einrichtungen sowie dem Abschluss von Leasingvereinbarungen besteht insbesondere in der geringeren Kapitalbindung. Risiken bestehen in der langfristigen Bindung an die Vertragsobjekte. Ferner besteht grundsätzlich das Risiko, dass die unbefristeten Mietverträge ordentlich gekündigt werden. Konkrete Anzeichen für das Vorliegen derartiger Risiken sind zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht ersichtlich. Die Fälligkeiten der sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Darüber hinaus bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nach dem 31. Dezember 2028 fällig werden. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Gesellschaft nimmt die größenabhängige Erleichterung des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch und wird entsprechend erst nach Aufforderung der Wirtschaftsprüferkammer die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers machen. Mitarbeiter Die Zahl der Angestellten beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf durchschnittlich 125 (Vorjahr 128). Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 bzw. ist Fahmi Kahouach, Vice President, Marketing - Global Surgical Solutions, Düsseldorf. Im Geschäftsjahr 2023 hat der Geschäftsführer keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Konzernverhältnisse Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ist die Baxter International Inc., Deerfield/Illinois/USA, weiterhin das oberste Mutterunternehmen. Die Gesellschaft ist über ihre Gesellschafterin Hill-Rom Holding GmbH & Co. KG mittelbar eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Baxter International Inc. und wird in den Konzernabschluss dieser Konzernmuttergesellschaft (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist nach US-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt und am Sitz dieser Gesellschaft in Deerfield sowie im EDGAR-(Electronic Data Gathering, Analysis and Retrieval-)System der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC unter der Registernummer 10456 erhältlich. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 von T€ 700 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Hill-Rom GmbH von wesentlicher Bedeutung wären und zu einer veränderten Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft führen könnten.
Essen, den 29.03.2024 Die Geschäftsführung Fahmi Kahouach Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hill-Rom GmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hill-Rom GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hill-Rom GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 06. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Ting Bracht, Wirtschaftsprüferin ppa. David Schneider, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 11.07.2024 festgestellt. |
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