Verbindungselemente Engel GmbH

Weltestraße 2, 88250 Weingarten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 550520
Eingetragen
21.1.1980
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Werkzeugen und KleineisenwarenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Handel mit Verbindungselementen, Schrauben, Werzeugen, Zeichnungsteilen und artverwandten Artikeln. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Unternehmen mit gleichem oder ähnlichen Inhalt zu erwerben, sich an Ihnen zu beteiligen oder Funktionen zu übernehmen.

Historie

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Management

NameRolle
Jens Peter Schöne
seit 24.1.2024
Geschäftsführer
Guido Hochschorner
seit 7.2.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Böllhoff Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
2.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Verbindungselemente Engel GmbH

Weingarten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Firma Verbindungselemente Engel GmbH ist ein Großhandelsunternehmen für DIN-, Sonder- und Zeichnungsteile aus dem Sortiment der Verbindungstechnik. Neben den reinen Handelsgeschäften bieten wir Dienstleistungen in Form von maßgeschneiderten Warenbewirtschaftungssystemen (Kanban / Just-in-time) für Industrie und Handel.

Als Bindeglied zwischen weltweiten Herstellern und Verbrauchern übernimmt unser Schraubengroßhandel die Sortimentsbildung, Distribution, Lagerhaltung, Transport, Vorfinanzierung und Beratung. Daneben bieten wir maßgeschneiderte Logistiksysteme zur Minimierung des Beschaffungsaufwandes und der Transport- und Lagerhaltungskosten. Die Digitalisierung und Automatisierung in Logistik und Lagerhaltung wandelt den Großhandel vom reinen "Händler" zum Distributionsdienstleister.

Unsere Umsatzerlöse werden zu etwa 40% im Handel und zu 60% mit Industriekunden erzielt. Als reines Handelsunternehmen betreibt ENGEL keine eigene Forschung und Entwicklung, ist jedoch von der F&E der Branche und Zulieferer beeinflusst. Im Rahmen des Geschäftsbereiches "Sonder- und Zeichnungsteile" werden Produkte in Zusammenarbeit mit Herstellern und Kunden entwickelt und weltweit eingekauft.

Die Firma hat keine Zweigniederlassungen. In den Jahren 2009 und 2010 wurden Beteiligungen an Familienunternehmen in Rumänien und Slowenien erworben. Diese Unternehmen (Rocast s.r.l. in Rumänien; AS-System d.o.o. in Slowenien) betreiben Handelsgeschäfte in derselben Branche, mit unterschiedlicher Sortimentsbreite und - tiefe. In Slowenien wird zusätzlich eine kleine Produktion für spezielle Schrauben und Schwerlastdübel aufgebaut. Die Beteiligung am Stammkapital beträgt 23,24 Prozent in Rumänien, wo circa 280 Personen beschäftigt sind - und 50% in Slowenien, wo circa 30 Personen arbeiten.

Darstellung des Geschäftsverlaufes

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist (preisbereinigt) gegenüber dem Vorjahr 2018 nur um 0,6 Prozent gestiegen. Nachdem der Start in das Jahr 2019 robust gewesen ist, hat eine konjunkturelle Schwächephase in der zweiten Jahreshälfte die Stimmung schon deutlich eingetrübt. Das raue außenwirtschaftliche Klima, das Sinken von Nachfrage und Auftragseingängen, die steigende Zahl von Ereignissen mit großer Tragweite für die gesamte Weltwirtschaft und deren Folgen macht eine vorausschauende Planung schwierig. Durch die Wucht der Corona-Pandemie seit März 2020 müssen alle Planungen schmerzhaft korrigiert werden. Der IWF geht in seiner Projektion davon aus, dass die globale Wirtschaftsleistung 2020 um kaufkraftbereinigte 3% schrumpfen wird - in der Finanzkrise belief sich dieses Minus lediglich auf 0,1%. Für 2021 wird mit einem Plus von 5,8% zwar eine deutliche Erholung erwartet, aber das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht sein.

Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme wurde von über 24,5 Mio. Euro auf 22,7 Mio. Euro reduziert, insbesondere durch den Abbau von Vorräten und Forderungen bei gleichzeitigem Abbau von Verbindlichkeiten auf der Passivseite. Die Eigenkapitalquote beträgt 64,6% gegenüber 61,3% im Vorjahr.

Das Betriebsergebnis ist negativ. Hohe Restrukturierungskosten im Personalbereich, hohe Abschreibungen und ein gestiegener Wareneinsatz bei gleichzeitigem Rückgang von Umsatz und Deckungsbeitrag sind die Ursache. Für 2020 war die Rückkehr in schwarze Zahlen geplant, was durch die Auswirkungen der Corona-Krise voraussichtlich nicht erreicht werden kann.

Finanzlage

Während der letzten 5 Jahre wurden von unserer Firmengruppe in Weingarten mehr als 9 Mio. Euro für Logistikprojekte, Gebäudeerweiterung, Warenbestände und Beteiligungsunternehmen aus dem Cashflow und mit Fremdmitteln finanziert. Im 2018/2019 kamen ca. 300.000 Euro für moderne Software im Dispositionsbereich und für die Qualitätssicherung hinzu. Die Planung eines automatischen Kleinteilelagers wurde abgeschlossen, die Realisierung bis auf Weiteres verschoben - solange die Finanzlage und die wirtschaftliche Entwicklung nicht ausreichend gesichert ist.

Der Cash-Flow beträgt im Geschäftsjahr 2019 TEuro 57. Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen. Wir steuern unser Unternehmen im Wesentlichen über die Kenngrößen von Umsatz, Deckungsbeitrag und die Ergebnisse der Kostenrechnung.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse 2019 liegen 5,8 Prozent unter dem Vorjahr, wobei der Rückgang im Handelsbereich mit - 12,8% deutlich vom relativ stabilen Industriegeschäft (-0,7%) abweicht. Bis 05/2019 war die Gesamtentwicklung positiv (+ 2,5%), was unsere Prognose 2020 (+3%) zum damaligen Zeitpunkt beeinflusste. Ab 06/2019 veränderte sich der Markt negativ, wodurch wir unser Umsatz- und Ertragsziel nicht mehr erreichen konnten. Zwar gingen die Handelsumsätze schon seit Januar 2019 zurück, die Industriegeschäfte entwickelten sich mit + 11% in den ersten 5 Monaten 2019 allerdings noch sehr erfreulich. Vor diesem Hintergrund entstand ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 382 TEuro.

Wichtige Investitionen in die technische Ausstattung unseres Unternehmens und Vorleistungen für Wachstumsprojekte belasten unsere finanzielle Leistungsfähigkeit, insbesondere in wirtschaftlich schwieriger werdenden Zeiten. Das Jahr 2019 war durch außergewöhnliche Personalaufwendungen geprägt. Neben der "normalen" Fluktuation mussten mehrere Generationswechsel von qualifizierten Positionen vorbereitet und finanziert werden, vorübergehend waren Doppelbesetzungen zur Schulung und Einarbeitung nicht zu vermeiden. Erst nach dem 1. Quartal 2020 ist dies im Wesentlichen abgeschlossen. So reduziert sich der durchschnittliche Personalbestand 2019 von 103 Vollzeitkräften auf ca. 96 Personen in 2020. Ein weiterer Rückgang aus Altersgründen und durch Fluktuation sollte durch interne Maßnahmen ersatzlos aufgefangen werden können.

Die Herausforderung für 2020 und Folgejahre wird nun die Bewältigung der "Corona-Verluste" werden und damit die interne Anpassung entscheidender Kostenblöcke.

Hinweis auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung, Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Ein sehr wichtiges Ereignis nach dem Bilanzstichtag 31.12.2019 ist die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus, was zum Shutdown von Wirtschaft und öffentlichem Leben seit Ende März geführt hat. Der volkswirtschaftliche Schaden ist immens und das Leben hat sich radikal verändert. Innerhalb von nur 17 Tagen verlor der Deutsche Aktienindex DAX mehr als 30% - während der Finanzkrise betrug diese Zeitspanne noch 311 Tage.

Insbesondere die Automobilbranche mit ihren Zulieferbetrieben, aber auch Maschinenbau, Einzelhandel (soweit nicht systemrelevant) und öffentliche Einrichtungen sind über mehrere Wochen geschlossen bzw. haben den Geschäftsbetrieb auf ein Minimum beschränkt. Mehr als 7 Millionen Menschen mussten im Mai 2020 in Kurzarbeit gehen.

In unserem Unternehmen hat sich der Umsatz von Januar bis Ende Mai gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten 2019 um 9,7% reduziert, wobei die Tendenz im April und Mai bei circa -20% liegt. Eine Erholung wird frühestens im 2 Halbjahr erwartet. Aufgrund der Umsatzverluste beträgt die verlorene Handelsspanne bis heute (Mai 2020) durchschnittlich 80.000 Euro/Monat. Seit Mitte April wird in einigen Abteilungen des Hauses zwischen 10 und 40 % Kurzarbeit geleistet, was nur einen Teil des wirtschaftlichen Schadens abdecken kann. Weitere Sparmaßnahmen sind erforderlich, ebenso wie besondere Anstrengungen zur Schadensbegrenzung. Wir hüten unsere Liquidität und bereiten die Nutzung von staatlichen Finanzförderprogrammen vor, um die Krisenzeit zu bewältigen. Würde der Geschäftsverlauf 2020 dem relativ schwachen Vorjahr entsprechen, dann wäre bereits dadurch eine Rückkehr in den positiven Ergebnisbereich gewährleistet.

Nun sehen wir uns derzeit mit den massiven und bis dato unwägbaren Auswirkungen des Coronavirus konfrontiert. Vor diesem Hintergrund bereiten wir uns auf erhebliche Bedarfsrückgänge vor und werden den noch nicht eingrenzbaren Zeitraum nutzen, um uns mit unserer Effektivität und Effizienz zu beschäftigen und entsprechende Maßnahmen zu treffen. 2020 wird ein außergewöhnlich herausforderndes Jahr, in dem wir, wie so viele andere Unternehmen, erstmals das Instrument der Kurzarbeit nutzen - um Personalabbau zumindest vorerst zu vermeiden.

Die bereits getätigten Investitionen und internen Umstellungen helfen uns Warenbestände zu optimieren und reduzieren und Liquidität und Verschuldungsgrad zu verbessern. Wir wollen die Vermögens- und Finanzlage durch die Krise nicht wesentlich belasten, bereiten aber auch zusätzliche Finanzierung zur Überbrückung der Krisenzeit vor.

Es ist davon auszugehen, dass die Vermögens- und Finanzlage auch in Zukunft stabil bleiben wird. Die Ertragsentwicklung wird absehbar aufgrund des Lockdowns der Weltwirtschaft negativ sein.

Unser Geschäftserfolg hängt wesentlich von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und Europa ab. Elementarrisiken haben wir durch Versicherungen abgedeckt, deren Versicherungssummen jährlich von einem unabhängigen Makler geprüft und angepasst werden. Dem Forderungsausfallrisiko wird durch strenges Forderungsmanagement begegnet, gegen außerordentliche Forderungsverluste besteht eine Warenkreditversicherung. Ebenso bestehen Versicherungsverträge für Betriebsunterbrechung, Produktrückruf und zusätzlich eine KFZ-Rückrufkostenversicherung.

Es bestehen keine Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten.

Risikomanagement hinsichtlich Preisänderungs- und Ausfallrisiken

Unverändert ist die globale politische Landschaft extrem volatil. Brexit, Wirtschaftsnationalismus und zunehmender Populismus in Europa tragen zum Anstieg von Risiken bei. Die Welthandelsorganisation (WTO) berichtet weiterhin von restriktiven Handelsmaßnahmen der Mitgliedsstaaten, was viele bestehende Handelsbeziehungen immer noch bedroht. Wir wollen nachhaltig die Finanzkraft und Leistungsfähigkeit des Unternehmens erhalten. Lieferausfall- und Preisänderungsrisiken betreffen die gesamte Branche. Soweit es möglich, planbar und sinnvoll ist, disponieren wir unseren Warenbestand langfristig und großzügig bei verlässlichen und langjährigen bekannten Partnern. Wir vereinbaren den Euro als Zahlungswährung und verteilen Bestellmengen für unsere Hauptproduktgruppen an unterschiedliche Hersteller in verschiedenen Ländern, sofern dies möglich und wirtschaftlich vertretbar ist. Wir verfügen über wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente zur Analyse und Überwachung vorhandener Risiken.

Voraussichtliche Entwicklung

Laut einer Prognose der Bundesregierung vom 30.04.2020 wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 6,3% sinken. Für 2021 wird eine Erholung erwartet, aber das Vorkrisenniveau voraussichtlich nicht erreicht. Die deutsche Wirtschaft stürzt damit in die stärkste Rezession der gesamten Nachkriegszeit. Der ifo-Geschäftsklimaindex fiel vom seinem durchschnittlichen Niveau bis Februar 2020 (96 Zähler) im März um 10,5% auf 86 und im April um weitere 13,7% auf 74. Durch die Lockerung der Einschränkungen unserer Wirtschaft hellt sich dieser Wert im Mai um 7,1% auf den letzten Stand von 79,5 auf. Nachdem die Infektionszahlen rückläufig sind und viele Betriebe wieder arbeiten, schätzen wir den Tiefpunkt durchschritten zu haben. Auch der deutsche Aktienindex lässt auf eine Erholung hoffen, nachdem er bereits nach seinem Tiefpunkt im März (8.441 Punkte) wieder den Stand von über 12.700 Zählern im Mai erreicht hat (Allzeithoch ca. 13.700 im Februar 2020). Dennoch rechnen wir bis Jahresende mit einem schmerzhaften Umsatzrückgang im Bereich von 15%, den es zu verkraften gilt. Darauf bereiten wir uns vor! Nicht zuletzt ist die Entwicklung der deutschen Wirtschaft von der Krisenbewältigung in der ganzen Welt abhängig.

 

Weingarten, den 17. Juni 2020

Die Geschäftsleitung

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 9.259.191,09 9.359.743,82
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.078.901,00 1.063.787,29
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.078.901,00 1.063.787,29
II. Sachanlagen 546.269,94 828.229,74
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 510.881,00 653.800,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 35.388,94 174.429,74
III. Finanzanlagen 7.634.020,15 7.467.726,79
1. Beteiligungen 3.470.936,00 3.470.936,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.348.505,51 3.148.974,41
3. sonstige Finanzanlagen 814.578,64 847.816,38
B. Umlaufvermögen 13.468.487,27 15.204.742,17
I. Vorräte 10.668.406,13 12.127.856,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.741.548,12 1.767.896,72
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 83.023,72 46.462,99
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.658.524,40 1.721.433,73
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.058.533,02 1.308.989,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.692,96 15.941,52
Bilanzsumme, Summe Aktiva 22.748.371,32 24.580.427,51

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 14.693.173,38 15.075.207,76
I. gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Gewinnvortrag 13.075.293,24 12.888.916,76
III. Jahresfehlbetrag 382.119,86 -186.291,00
B. Rückstellungen 260.021,00 492.525,00
C. Verbindlichkeiten 7.793.382,48 9.012.694,75
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.299.999,95 6.400.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.493.382,53 2.612.694,75
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.794,46 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 22.748.371,32 24.580.427,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 8.527.382,32 9.364.824,86
2. Personalaufwand 5.668.056,69 5.581.650,15
a) Löhne und Gehälter 4.749.360,48 4.736.187,68
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 918.696,21 845.462,47
davon für Altersversorgung 73.275,48 44.465,33
3. Abschreibungen 441.394,78 464.744,01
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 441.394,78 464.744,01
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.808.944,02 3.037.412,01
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 25,00 25,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 76.196,74 65.045,70
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 97.948,90 66.022,81
davon aus Abzinsung 2.314,00 2.777,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -36.471,47 87.721,58
9. Ergebnis nach Steuern -376.268,86 192.345,00
10. sonstige Steuern 5.851,00 6.054,00
11. Jahresfehlbetrag 382.119,86 -186.291,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Verbindungselemente Engel GmbH, mit Sitz in Weingarten, Amtsgericht Ulm, Handelsregister HRB 550520 wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.

2. Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden wie im Vorjahr nach dem FIFO-Verfahren bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bilanziert.

Einzelwertberichtigungen wurden in der erforderlichen Höhe berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtszeitraum sind im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von Euro 16.392,87 (Vj. Euro 977,53) enthalten.

3. Rückstellungen

Pensionsrückstellung

Den Rückstellungen für Pensionen liegen versicherungsmathematische Gutachten zu Grunde. Die Bewertung wurde gemäß den Vorgaben des HGB in der Fassung der Änderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) vorgenommen. Es wurde die Projected Unit Method angewendet. Wesentliche Elemente bei der finanzmathematischen Berechnung waren u.a. die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, ein Rechnungszinssatzes von 2,71 %, sowie angenommene Rentensteigerungen in Höhe von 0,0 %.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und demjenigen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt Euro 2.855,00.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich.

4. Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 56.372,58 (Vorjahr Euro 58.625,93) enthalten.

Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit

bis zu 1 Jahr über 5 Jahre
Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten 4.483.333,40 3.450.000,00 250.000,00 750.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.109.620,80 1.935.874,21 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 383.761,73 676.820,54 0,00 0,00

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Euro 600.000,00 durch Grundpfandrechte gesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Am Bilanzstichtag bestanden folgende darunter gegenüber Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB: verbundenen Unternehmen

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 3.200.000,00 3.200.000,00 3.200.000,00 3.200.000,00

Die Mitverpflichtungen sind durch Gegenwerte im Anlagevermögen gesichert. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen. Darunter fallen nachstehende Zahlungsverpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen:

Art der finanziellen Verpflichtung / Jahr 2020
Euro
2021-2023
Euro
2024 -2025
Euro
Leasingverträge Fahrzeuge 61.162,65 98.494,55 7.981,92
Mietvertrag Telefonanlage, Kopierer, 81.327,00 158.814,00 22.502,00
Wartungsverträge 148.500,00 445.500,00 297.000,00

Das Bestellobligo per 31. Dezember 2019 beträgt TEuro 4.095.

Das Sachanlagevermögen wurde von der Firma Heinz Engel GmbH & Co. KG (verbundenes Unternehmen) gepachtet. Der Pachtvertrag kann jeweils mit Wirkung zum Ende eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten beiderseits gekündigt werden. Die Pacht betrug im Geschäftsjahr 2019 TEuro 437.

Gegenüber einem Gläubiger des Beteiligungsunternehmens As sistem d.o.o. wurde eine Erklärung abgegeben, dass die Beteiligung nicht verringert wird und dass eine Rückzahlung von zwei Darlehen nur nachrangig verlangt werden kann. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Gegenüber dem Beteiligungsunternehmen ROCAST wurde in 2018 eine Patronatserkärung abgegenen. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren vollständig aus dem Handel mit Verbindungselementen, Schrauben, Werkzeugen, Zeichnungsteilen und artverwandten Artikeln.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2019 wurden 39 Arbeiter und 74 Angestellte, also in Summe 113 (Vj. 108) Mitarbeiter beschäftigt.

2. Gesellschaftsorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Frau Ulrike Engel-Voss, Diplom-Kauffrau

Herr Holger Voss, Diplom-Betriebswirt (FH)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer haben wir verzichtet.

Die für frühere Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebene gewährte Bezüge betrugen im Geschäftsjahr

Euro 10.644,00. Die hierfür gebildete Rückstellung beträgt zum 31.12.2019 Euro 74.721,00.

3. Anteilsbesitz an anderen Unternehmen mit einem Betrag von mindestens 20 % der Anteile

Firmenname Anteilshöhe
in %
Jahresergebnis 2019
in TEuro
Eigenkapital 2019
in TEuro
SC ROCAST SRL Bukarest/Rumänien 23,24 % 478 5.740
AS-System d.o.o. Smarje Pri Jelsah/Slowenien 50,00 % 116 2.029

4. Honorar des Abschlussprüfers

Entsprechend § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB wird auf die Angabe verzichtet.

5. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahrs

Ein sehr wichtiges Ereignis nach dem Bilanzstichtag 2019 ist die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus, was zum Shutdown von Wirtschaft und öffentlichem Leben seit Ende März 2020 geführt hat. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

6. Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung empfiehlt der Gesellschafterversammlung den Jahresfehltbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Weingarten, den 17. Juni 2020

Verbindungselemente Engel GmbH

gez. Ulrike Engel-Voss

gez. Holger Voss

Anlagespiegel zum 31.12.2019

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2019
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchung
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2019
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.513.720,87 59.988,90 5.790,86 210.876,42 2.778.795,33
2.513.720,87 59.988,90 5.790,86 210.876,42 2.778.795,33
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.721.706,81 59.003,74 48.478,94 8.103,43 2.740.335,04
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 174.429,74 83.573,27 3.634,22 -218.979,85 35.388,94
2.896.136,55 142.577,01 52.113,16 -210.876,42 2.775.723,98
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 3.470.936,00 0,00 0,00 0,00 3.470.936,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.148.974,41 199.531,10 0,00 0,00 3.348.505,51
3. Genossenschaftsanteile 2.500,00 0,00 0,00 0,00 2.500,00
4. Sontige Finanzanlagen 845.316,38 0,00 33.237,74 0,00 812.078,64
7.467.726,79 199.531,10 33.237,74 0,00 7.634.020,15
12.877.584,21 402.097,01 91.141,76 0,00 13.188.539,46

Anlagenspiegel zum 31.12.2019

Kumulierte Abschreibungen 01.01.2019
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
Euro
Buchwert 31.12.2019
Euro
Buchwert 31.12.2018
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.449.933,58 255.751,61 5.790,86 1.699.894,33 1.078.901,00 1.063.787,29
1.449.933,58 255.751,61 5.790,86 1.699.894,33 1.078.901,00 1.063.787,29
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.067.906,81 185.643,17 24.095,94 2.229.454,04 510.881,00 653.800,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 35.388,94 174.429,74
2.067.906,81 185.643,17 24.095,94 2.229.454,04 546.269,94 828.229,74
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 3.470.936,00 3.470.936,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 3.348.505,51 3.148.974,41
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 2.500,00 2.500,00
4. Sontige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 812.078,64 845.316,38
0,00 0,00 0,00 0,00 7.634.020,15 7.467.726,79
3.517.840,39 441.394,78 29.886,80 3.929.348,37 9.259.191,09 9.359.743,82

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.06.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Verbindungselemente Engel GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Verbindungselemente Engel GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Verbindungselemente Engel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ravensburg, den 17. Juni 2020

Schnetz Buchmann Michele GmbH
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