LACROIX GERMANY GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Arnaud Lesschaeve seit 16.10.2025 | Geschäftsführer |
Roland Tsuyoshi Wallner seit 27.5.2024 | Geschäftsführer |
Ronald Vrancken seit 20.6.2022 | Geschäftsführer |
Michael Ronald Janßen seit 2.3.2022 | Prokura |
Ingo Kaufmann seit 20.12.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
LACROIX ELECTRONICS SAS | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lacroix Electronics GmbHWillichJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023INHALTSVERZEICHNIS Bestätigungsvermerk 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 4. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Allgemeine Auftragsbedingungen BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Lacroix Electronics GmbH, Willich Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lacroix Electronics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lacroix Electronics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 15.07.2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Dr. Guido Gottschalg, Wirtschaftsprüfer Jens Esser, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023I.) Allgemeine Angaben Die Lacroix Electronics GmbH hat ihren Sitz in Willich und ist in das Handelsregister B beim Amtsgericht Krefeld unter der Registernummer HRB 11651 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 HGB Abs. 2 wurde teilweise Gebrauch gemacht. Im GJ wurden 8.027 T€ aus den Kapitalrücklagen entnommen und mit dem Verlustvortrag verrechnet, sodass abweichend zum Vorjahr ein Bilanzgewinn/Bilanzverlust ausgewiesen wird. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 und2 HGB). II.)Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1.) Bilanz AKTIVA Die Bewertung erfolgt entsprechend den handelsrechtlichen Bestimmungen und den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Der Ansatz der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen unter Zugrundelegung der jeweiligen Nutzungsdauern, die zwischen 3 und 10 Jahren liegen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Berücksichtigung der steuerlichen Abschreibungstabellen sowie der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die den Abschreibungen zugrunde liegenden Prozentsätze betragen bei Gebäuden 2 % und bei den beweglichen Gegenständen zwischen 3 % und 33 %. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden unter Berücksichtigung des § 6 II EStG bewertet. Seit Beginn des Geschäftsjahrs 2018/2019 werden diese im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. In den Vorjahren gebildete Sammelposten werden weiterhin mit 20 % p.a. abgeschrieben. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagegitter (Anlage zum Anhang). Die Bewertung der Vorräte erfolgt unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die RHB werden mit dem gleitenden Durchschnittspreis bzw. unter Anwendung des Niederstwertprinzips mit dem letzten Einkaufspreis bewertet. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse enthalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten angemessene Teile der betrieblichen Gemeinkosten. Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Zinsen wurden nicht aktiviert. Die Obergrenze der Bewertung bilden die voraussichtlichen Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten. Den Bestandsrisiken wurde durch die jeweiligen betrieblichen Gegebenheiten entsprechende, angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Der Reichweitenabschlag wurde gemäß den HGB-Bilanzierungsrichtlinien mit den Bewertungsabschlägen ermittelt. Soweit darüber hinaus Einzelrisiken bekannt waren, wurde ein Reichweitenabschlag auf Basis einer Einzelwertberichtigung vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Ausfallrisiken wird durch individuelle und pauschale Wertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde für Inlandsforderungen mit 1,0 % und bei den ausländischen Forderungen mit 1,5 % ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs im Zeitpunkt der Entstehung oder mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung des § 256a HGB. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2023 haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Es sind aktive latente Steuern bei den folgenden Bilanzpositionen entstanden: Sachanlagevermögen, sonstige Rückstellungen, Pensionsrückstellungen sowie durch steuerliche Verlustvorträge. Der unternehmensindividuelle Steuersatz, der für die Ermittlung der latenten Steuern berücksichtigt worden ist, beläuft sich auf 30%. Hinsichtlich der Angaben latenter Steuern im Anhang gem. § 285 Nr. 29 HGB wird vom Wahlrecht im Sinne des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, dass der vorliegende Aktivüberhang an latenten Steuern nicht bilanziert wird. PASSIVA Der Ansatz des Eigenkapitals erfolgt mit dem Nennwert. Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "projizierten Einmalbetragsmethode" errechnet. Dabei sind folgende Annahmen getroffen worden:
Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher Rückstellungsbetrag in Höhe von 378 T€. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurde im Geschäftsjahr demgemäß 1/15, also 25 T€ der Pensionsrückstellung zugeführt und als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Der verbleibende Unterschiedsbetrag beläuft sich auf 25 T€. Rückstellungen für Pensionen basierend auf der "Deferred Compensation" sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der projizierten Einmalbetragsmethode errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird konzerneinheitlich ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82% bei der Bewertung zugrunde gelegt. Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei den langfristigen Personalrückstellungen pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Künftige Gehaltssteigerungen, künftige Rentensteigerungen und die Fluktuation der Mitarbeiter sind bei der Berechnung unberücksichtigt. Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionen basierend auf der Deferred Compensation nach BilMoG im Jahr 2010 ergab sich ein zusätzlicher Rückstellungsbetrag in Höhe von 9 T€. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurde im Geschäftsjahr demgemäß 1/15, also 1 T€ der Rückstellung für Deferred Compensation zugeführt und als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Der verbleibende Fehlbetrag beläuft sich auf 0,6 T€. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt insgesamt 933 €. Die sonstigen Rückstellungen enthalten alle Vorsorgebeträge, hauptsächlich für ausstehende Rechnungen, Erfolgsbeteiligungen, Gleitzeitüberhang, Urlaubsrückstellung, sonstige geschäftsbezogene Risiken und Gewährleistungen. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen i.H.v. 176 T€ (i.V.: 209 T€) werden unter Verwendung eines Zinssatzes von 1,74 % mit dem handelsrechtlichen Wert angesetzt. Die Jubiläumszuwendung wurde ab Eintritt ermittelt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Die Bewertung kurzfristiger Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt unter Berücksichtigung des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs. Bei Verbindlichkeiten ergeben sich folgende Restlaufzeiten und Sicherheiten:
1) Bankbürgschaften
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 2.) Gewinn- und Verlustrechnung Der Nettoumsatz des Geschäftsjahres lag bei 32,9 Mio. EUR (vorheriges Geschäftsjahr: 30,2 Mio. EUR). Etwa 80% des Umsatzes entfällt dabei auf das Inland. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Schadensersatzleistungen im Zusammenhang mit der Cyber-Attacke in Höhe von 192 T€ (i.V.: 0 T€) sowie 94 T€ (i. V.: 92 T€) für Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen enthalten. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 66 T€ Aufwendungen an verbundene Unternehmen (i.V.: 0 T€). Steuern vom Einkommen und Ertrag sind ebenso wie im Vorjahr weder für Gewerbeertragssteuern noch für Körperschaftssteuer angefallen. III. Sonstige Angaben 1) Per 31. Dezember 2023 bestehen im Wesentlichen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Lieferverträgen (Material):
Im Übrigen bestehen Verpflichtungen aus Leasing- und Wartungsvereinbarungen in geringem Umfang. 2) Im abgelaufenen Jahr war im Jahresdurchschnitt folgende Zahl von Arbeitnehmern beschäftigt:
3) Die Geschäftsführung macht von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Offenlegung der Geschäftsführerbezüge. Bei der Gesellschaft angestellte Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren Herr Frank Weiß, Dipl.-Ökonom und Herr Roland Tsuyoshi Wallner, Dipl.-Politikwissenschaft. Zudem waren im Geschäftsjahr noch zusätzlich Herr Vincent Bedouin (Vorstandsvorsitzender der Lacroix Group S.A.) und Herr Ronald Vranken (Generalbevollmächtigter der Environment-Division der Lacroix-Gruppe) Geschäftsführer der Gesellschaft. Zum 03.07.2023 wurde Herr Roland Tsuyoshi Wallner in die Geschäftsführung berufen. Herr Frank Weiß trat zum 30.09.2023 aus der Geschäftsführung der Lacroix Electronics GmbH aus. 4) Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag durch Bürgschaften zur Absicherung von erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 1.733. 5) Gesellschafter der Lacroix Electronics GmbH ist: Lacroix Electronics S.A.S., Vern-sur-Seiche (Frankreich), 100% Die Lacroix Electronics GmbH wird in den Konzernabschluss der Lacroix S.A. einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird auf der Homepage unter www.lacroix-group.com veröffentlicht. 6) Ergebnisverwendung Der Bilanzgewinn 2023 in Höhe von TEUR 645 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 7) Nachtragsbericht Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Willich, 15. Juli 2024 Lacroix Electronics GmbH Vincent Bedouin, Geschäftsführer Ronald Vrancken, Geschäftsführer Roland Tsuyoshi Wallner, Geschäftsführer Anlagespiegel für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
LAGEBRICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023Inhalt Grundlagen Geschäftsmodell der Lacroix Electronics GmbH Forschung und Entwicklung Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Geschäftsverlauf Lage Finanzielle Leistungsindikatoren Nicht Finanzielle Leistungsindikatoren Prognosebericht Bericht zu Chancen und Risiken Grundlagen GESCHÄFTSMODELL DER LACROIX ELECTRONICS GMBH Die Lacroix Electronics GmbH erbringt Dienstleistungen bei der Herstellung von elektronischen und elektrotechnischen Erzeugnissen, insbesondere in den Bereichen der Materialbeschaffung, Bestückungsdienstleistungen, Ingenieurdienstleistungen im Bereich der Hard- und Software, Logistikberatung, Funktions- und Umwelttests, Prüfungskonzeptionierungen, Konstruktion und Design sowie Fertigung von Prototypen und die Serienproduktion elektronischer und elektrotechnischer Erzeugnisse. Auch steht die Lacroix Electronics GmbH ihren Kunden als Partner in allen o.g. Belangen beratend zur Seite. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Entwicklungsdienstleistungen gehören weiterhin zum Dienstleistungsangebot der Lacroix Electronics GmbH. Jedoch wird diese Dienstleistung nicht mehr am Standort in Willich, sondern durch eine eigene Entwicklungsgesellschaft innerhalb der Lacroix-Gruppe je nach Bedarf erbracht. Falls erforderlich können je nach Kundenanforderungen auch weitere externe Dienstleistungen bezogen werden. Wirtschaftsbericht GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN DER WELTWEITE ELEKTRONIKMARKT Für den weltweiten Elektromarkt wurde nach Berechnungen des ZVEI im Jahr 2022 ein Gesamtvolumen von ca. 5,7 Billionen EUR erreicht. Dies entspricht einem Anstieg von rd. 13% gegenüber dem Vorjahr. Für 2023 wurde nochmals ein weiterer Anstieg des Marktwachstums um 9% erwartet (gem. ZVEI - Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektroindustrie, August 2023). Der weltweite Elektronikmarkt wird im Wesentlichen durch China (40%) und mit einigem Abstand durch die USA (14%) bestimmt. Japan gilt mit 6% Marktanteil als der drittgrößte Markt und ist damit der zweitgrößte Markt in Asien. Danach folgt Südkorea mit einem Anteil von 4%. (gem. ZVEI - Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektroindustrie, August 2023). MARKT FÜR ELEKTRONIK IN DEUTSCHLAND Der Markt für Elektronik in Deutschland ist ebenfalls deutlich um 13% gestiegen und belegt damit den weltweit 5. Platz. Für 2023 wurde ein weiteres Wachstumsjahr mit etwa 9% Zuwachs erwartet, bevor sich im Folgejahr die Wachstumsdynamik abkühlen dürfte. Hier werden nur noch 1% Wachstum für 2024 erwartet. (gem. ZVEI - Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektroindustrie, August 2023). DER DEUTSCHE EMS MARKT Der für Lacroix Electronics GmbH relevante Markt des High Mix / Low Volume ist nach wie vor typisch für den Standort Deutschland. Auf dem deutschen EMS-Markt bieten zahlreiche, oftmals auch kleinere Mitbewerber ihre Dienste an, ohne jedoch in den meisten Fällen und im Gegensatz zur Lacroix Electronics GmbH den umfassenden Service bieten zu können. Während sich die Engpässe auf den Beschaffungsmärkten zum Teil entspannt haben, so kann es dennoch zu Eintrübungen in der Geschäftsentwicklung aufgrund rückläufiger Konjunkturerwartungen kommen. GESCHÄFTSVERLAUF UMSATZ UND AUFTRAGSENTWICKLUNG Der Nettoumsatz des Geschäftsjahres lag bei 32,9 Mio. EUR (vorheriges Geschäftsjahr: 30,2 Mio. EUR). Etwa 80% des Umsatzes entfällt dabei auf das Inland. Die Lacroix Electronics GmbH fertigt bzw. vertreibt im Wesentlichen für die Produktlinien Industrie, Home- und Wehrtechnik. Umsatz nach Produktlinien
AUFTRAGSEINGANG Der Auftragseingang im Geschäftsjahr betrug 23,1 Mio. EUR (vorheriges Geschäftsjahr: 47,7 Mio. EUR). AUFTRAGSBESTAND Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2023 beträgt 38,0 Mio. EUR (Stand 31.12.2022: 47,8 Mio. EUR). PRODUKTION Eine effiziente Auslastung der Produktion wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr durch das bestehende, flexible Arbeitszeitmodel (Gleitzeit) und geringfügig über Zeitverträge sichergestellt. In der zweiten Jahreshälfte wurde zusätzlich verstärkt auf Leiharbeitskräfte zurückgegriffen. RATIONALISIERUNG Durch eine verstärkte Investitionstätigkeit in technische Anlagen und Maschinen konnten weitere Effizienzsteigerungen erzielt werden, die ihre volle Wirkung jedoch erst in den Folgejahren entfalten werden. PRODUKTLINIEN Bei der Lacroix Electronics GmbH liegt der Schwerpunkt auf innovativen Dienstleistungen im Bereich Electronic Manufacturing Services in den Zielmärkten Industrie, Home Automation und Wehrtechnik. Diese Märkte sind aufgrund ihres Bedarfs an mittleren Losgrößen und ihrer kundenorientierten Logistik oftmals in einer starken Marktstellung, die durch die zunehmende Verlagerung in Billiglohnländer weniger stark betroffen sind. Die Tendenz am Markt bzw. in der Branche geht hin zu einem immer breiteren Dienstleistungsangebot. Die Lacroix Electronics GmbH begleitet diesen Trend, indem nachfrageorientierte Logistik- und Entwicklungsdienstleistungen angeboten werden. BESCHAFFUNG Das Einkaufsvolumen der Lacroix Electronics GmbH belief sich im Geschäftsjahr auf 17,1 Mio. EUR (vorheriges Geschäftsjahr: 21,0 Mio. EUR). FINANZIERUNGSMASSNAHMEN Es bestanden ausreichend Kreditlinien bei den Hausbanken, um den Geschäftsbetrieb abzudecken. Weiterhin werden der Gesellschaft bei Bedarf kurzfristig liquide Mittel durch den Gesellschafter zur Verfügung gestellt. Allerdings war dies aufgrund eines positiven Cash-Flows im Jahresverlauf nicht erforderlich. MITARBEITER Die Zahl der Mitarbeiter zum 31. Dezember 2023 auf Vollzeitbeschäftigte (inkl. Teilzeitkräfte anteilig in Vollzeit gewichtet, ohne Auszubildende und ohne Dauerabwesende) betrug 109 (Vorjahr: 114). Die Zahl der durchschnittlichen Beschäftigten betrug 119 (vorheriges Geschäftsjahr: 120) Arbeitnehmer. WEITERBILDUNG Der Gesamtaufwand für Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter im Geschäftsjahr betrug 90 TEUR (vorheriges Geschäftsjahr: 83 TEUR). LAGE Der Umsatz entsprach den Erwartungen des Unternehmens für das Geschäftsjahr mit einer erneut verbesserten, nunmehr positiven Umsatzrendite (Jahresüberschuss/Betriebserträge) i.H.v. 2,2% (Vorjahr: -3,9%). Die Auswirkungen aufgrund der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konfliktes, sowie die weltweit gestörten Lieferketten haben im Laufe des Geschäftsjahres an Bedeutung verloren. ERTRAGSLAGE
Die Betriebserträge sind deutlich gestiegen, da Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten, sowohl bei Material als auch bei Dienstleistungen an die Kunden weitergegeben werden konnten, nachdem in den Vorjahren die Verkaufspreise stabil gehalten wurden. Der relative Anteil der Personalaufwendungen ist leicht gestiegen, da neben Anpassungen der Löhne und Gehälter zusätzlich erhöhte Aufwendungen für Leiharbeit angefallen sind. Die abnehmenden Finanzierungskosten des Unternehmens sind im Wesentlichen durch Zinseffekte bei den Pensionsrückstellungen geprägt. Die Umsatzsteigerung konnte wie geplant erreicht werden. Ebenso konnte das Ergebnis relativ zur Gesamtleistung weiter erheblich verbessert werden. Aufgrund der Höhe des erzielten Jahresüberschusses konnte die Eigenkapitalrentabilität ebenso wie die Umsatzrentabilität erheblich gesteigert und die Prognose deutlich übertroffen werden. WERTSCHÖPFUNG
FINANZLAGE Das Finanzmanagement wird nach Vorgaben der Muttergesellschaft unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt. Die Finanzierung von Investitionen und operativen Aufwendungen wird durch Gesellschafterdarlehen, Kontokorrentlinien und Bankkreditrahmen sichergestellt. Dabei wird insbesondere der Liquiditätssicherung unverändert Bedeutung beigemessen. Die Muttergesellschaft hat sich mit Gesellschafterbeschluss vom 11. April 2022 verpflichtet, der Gesellschaft weitere liquide Mittel zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2023 zur Verfügung zu stellen (sofern erforderlich), um den Fortbestand der Gesellschaft sicherzustellen. KAPITALSTRUKTUR
Das Eigenkapital ist aufgrund des positiven Jahresergebnisses angestiegen. Die Fremdkapitalquote (ohne Einbeziehung der Rückstellungen) ist trotz leicht gestiegener Bilanzsumme gesunken, da sich die Verbindlichkeiten vermindert haben. Die Geschäftsführung der Gesellschaft beurteilt die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Lacroix Electronics GmbH unter Berücksichtigung der Unterstützung durch den Gesellschafter, den politischen Risiken und den weiter steigenden Umsatzerwartungen positiv. Die Einbindung in die Lacroix-Gruppe gewährleistet ausreichend Absicherung vor konjunkturellen oder strukturellen Schwankungen. INVESTITIONEN Die Investitionen erhöhten sich im Geschäftsjahr auf 0,8 Mio. EUR (vorheriges Geschäftsjahr: 0,1 Mio. EUR), da sich eine größere Anschaffung (Maschine) aus dem letzten Geschäftsjahr verzögert hatte. Die Abschreibungen beliefen sich auf 0,5 Mio. EUR (vorheriges Geschäftsjahr: 0,5 Mio. EUR). LIQUIDITÄT
VERMÖGENSLAGE
Das Gesamtvermögen stieg gegenüber der Bilanz zum 31. Dezember 2022 um 0,4 Mio. EUR. Das Anlagevermögen erhöhte sich geringfügig um 0,3 Mio. EUR. Die Vorräte reduzierten sich um 0,2 Mio. EUR, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen hingegen um 0,2 Mio. EUR. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses um 0,7 Mio. EUR. Die Pensionsverpflichtungen stiegen um 0,1 Mio. EUR. Das kurzfristige Fremdkapital verringerte sich um 0,5 Mio. EUR. FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN KRANKENSTAND Die Krankenquote der Lacroix Electronics GmbH betrug bezogen auf die bezahlten Stunden 5,6% (vorheriges Geschäftsjahr: 6,6%), bezogen auf bezahlte und nicht bezahlte Stunden 9,6% (vorheriges Geschäftsjahr: 7,5%, einschließlich Dauerabwesende, z.B. Mutterschaftsurlaub, Bundeswehr oder Ersatzdienst etc.). Damit wurde die Erwartung für das Geschäftsjahr moderat verfehlt. Durch entsprechende Maßnahmen wird mit einem leicht rückläufigen Krankenstand für das folgende Geschäftsjahr gerechnet. QUALITÄT UND UMWELTSCHUTZ Im Geschäftsjahr war das Qualitäts- und Umweltmanagementsystem der Lacroix Electronics Gruppe weiterhin zertifiziert (Corporate certification). Die Lacroix Electronics GmbH ist für Qualität nach ISO 9001 zertifiziert. Für den Bereich Umwelt bestand das Zertifikat nach ISO 14001 fort. Prognosebericht VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG Die Budgetplanung für 2024 sieht ein Umsatzvolumen von rd. 38,1 Mio. EUR vor. Allerdings sind mögliche Eintrübungen der konjunkturellen Entwicklungen nicht vorhersehbar und können sich ggf. belastend auf die Umsatzerwartungen auswirken. Dennoch wird grundsätzlich eine weiter deutliche Verbesserung der Geschäftsentwicklung erwartet. Die Ergebnisaussichten sollten sich ebenfalls weiter verbessern. Weiterhin gibt es bei der Gewinnung von Neukunden eine positive Dynamik. Im Bestandskundengeschäft hält der Anstieg der Nachfrage an. Allerdings können unvorhergesehene Ereignisse, die sich auf die Weltwirtschaft auswirken (z.B. temporär verschärfte Verknappung an den Beschaffungsmärkten, Ausweitung des Ukraine-Konfliktes, Beeinträchtigung der weltweiten Handelsrouten/ Transportwege, Arbeitskräftemangel oder Energieknappheit) oder auch plötzliche Änderungen hinsichtlich Markttrends (z.B. E-Mobility) auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens auswirken. Die Ergebnissituation für das Geschäftsjahr 2024 sollte weniger durch die Unsicherheiten auf den Beschaffungsmärkten beeinflusst werden, wobei sich in diesem Bezug die Entwicklungen derzeit nicht verlässlich prognostizieren lassen. Auch wenn sich die weltweite Bauteilverfügbarkeitssituation in der 2. Jahreshälfte des Jahres 2023 ein wenig entspannt hat, kann man noch nicht von einem Ende dieser Situation sprechen. Dieser Umstand und damit nach wie vor verbundene Planungsunsicherheiten, sowie Störungen in der Logistik und Produktionsabläufen können zu weiteren Mehrkosten führen. Dennoch ist davon auszugehen, dass sich die gestiegenen Umsatzaussichten positiv auf das Ergebnis auswirken werden. Eine Prognose zur Entwicklung der EK-Rentabilität lässt sich für das neue Geschäftsjahr folglich nicht aussagekräftig abgeben, jedoch wird erneut eine deutlich positive EK-Rendite erwartet. In welchem Ausmaß die Lacroix Electronics GmbH von den weiteren Entwicklungen betroffen sein wird und wie sich die konjunkturellen Entwicklungen und internationale Krisen auf das Jahresergebnis auswirken werden, kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschließend ermessen werden. Die Umsatzrendite wird auch im folgenden Geschäftsjahr aufgrund einer weiter verbesserter Ergebnissituation positiv ausfallen und aus heutiger Sicht und unter Beachtung möglicher Unsicherheitsfaktoren nochmals moderat verbessert werden können. Die Lacroix Electronics GmbH wird weiterhin schnell und flexibel auf Marktveränderungen reagieren können. Die Personalpolitik wird durch eine angepasste Personalkostensituation aber auch gezielte Organisationsoptimierungen und Personalentwicklungsmaßnahmen, sowie dem Einsatz von Leiharbeit geprägt sein. Die Planungen sehen weitere Investitionen in Personal, Maschine und Ausrüstung zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und Verbesserung der Qualitätsstandards vor. Die Lacroix Electronics GmbH wird bei Bedarf mit den anderen Standorten des Geschäftsbereichs kooperieren. Dies umfasst neben einem regelmäßigen Austausch von Knowhow bei Prozessen und Technologien auch ein Ausbalancieren von Auftragsspitzen an den jeweiligen Standorten. Die strategische Bedeutung des deutschen Standortes der Lacroix Electronics liegt weiterhin in der Präsenz im deutschen Markt und der Akquisition von Neukunden. Weiterhin besteht die Möglichkeit bei Serienreife Produkte innerhalb des Geschäftsbereichs Electronics auch an anderen Standorten produzieren zu lassen. Schulungsmaßnahmen und gezielte Verstärkungen im Personal werden auch zukünftig vorangetrieben, um das notwendige Maß an Expertise und Qualifikationen stetig zu erhöhen und eine weitere Steigerung der Effizienz zu erzielen, bzw. die erhöhte Nachfrage bei gleichzeitigem Erhalt der hohen Qualitätsstandards sicherzustellen. Bericht zu Chancen und Risiken RISIKEN Möglichen Ausfällen bei Kunden (Forderungsausfallrisiken) wird durch Bonitätsprüfungen vor Aufnahme der Geschäftsbeziehung begegnet. Kunden werden durch eine permanente Prüfung des Zahlungsverhaltens überwacht. Zudem wird auf monatlicher Basis ein Kunden-Risikobericht erstellt, der neben den ausstehenden Forderungen auch Vorräte und eingegangene Verpflichtungen (Materialbestellungen und Abnahmeverpflichtungen) berücksichtigt. Diese Maßnahmen können dennoch zu vereinzelten Forderungsausfällen führen und bieten keinen vollständigen Schutz für das Unternehmen. Insbesondere ein kurzfristiger Wegfall der Zahlungsfähigkeit eines Kunden ohne vorherige (erkennbare) Warnhinweise kann ein Risiko darstellen. Rahmen- und Kaufverträge werden auf den Prüfstand gesetzt, um zumindest durch Vorfinanzierung oder Materialabnahmeverpflichtung einer möglichen Situation entgegenwirken zu können, in der Kundenbestände und die damit verbundenen Kosten bei der Lacroix Electronics GmbH verbleiben. Einkäufe und Verkäufe von Material und Fertigprodukten werden zum jeweiligen Tageskurs abgewickelt (Währungsrisiken), wobei das Volumen der in Fremdwährungen getätigten Geschäfte z.Zt. noch keine Wechselkurssicherungen erforderlich machen. Aus den Geschäftsaktivitäten resultieren somit nur geringe Währungsrisiken, hauptsächlich bestimmt durch die Einkäufe in Fremdwährung. Zum 31. Dezember 2023 bestand keine Währungssicherung für Fremdwährungen. Bei größeren Fremdwährungspositionen erfolgt eine Währungssicherung durch die Konzernmutter. Belastend wird sich voraussichtlich die angespannte Lage am Arbeitsmarkt, insbesondere bei Fachkräften auswirken. Daher wird das Unternehmen die eigene Ausbildung und Qualifikation der Belegschaft sowohl durch interne als auch externe Schulungs- und Trainingsmaßnahmen weiter vorantreiben, um so möglichen Engpässen im Bereich der Fachkräfte vorbeugen zu können. Auch wird kontinuierlich geprüft, ob geeignete Leiharbeiter in ein Angestelltenverhältnis übernommen werden können. Weiterhin soll das Einführen eines dualen Studiengangs in Kooperation mit einer entsprechenden (akademischen) Ausbildungseinrichtung helfen, den Nachwuchs des Standorts aufzubauen und zu sichern. Sowohl in Deutschland als auch weltweit können erhöhte Risiken hinsichtlich der Materialverfügbarkeit auf den Beschaffungsmärkten wieder neu entstehen. Zur Vorbeugung wird in Kooperation mit den Kunden ein intensives Auftragsmanagement betrieben. Allerdings ist derzeit ein abnehmendes Risiko auf dem Zuliefermarkt erkennbar. Weiterhin macht die Unzuverlässigkeit des Materialeinganges eine effiziente Planung und kostenoptimierte Fertigung schwierig, da geordnete Planungen durch reaktives Verhalten teilweise ersetzt werden muss. Schließlich können Situationen eintreten, bei denen Komponenten auch zu Mehrkosten nicht mehr erhältlich sind und damit Umsätze auf unbestimmte Zeit verschoben werden müssen. Die Einbindung der Lacroix Electronics GmbH in den Konzern der Lacroix S.A. gewährleistet auch im folgenden Geschäftsjahr eine ausreichende Liquidität, sodass Beeinträchtigungen in der wirtschaftlichen Entwicklung nicht zu erwarten sind. Obwohl die Vorteile der Einbindung in den Konzern der Lacroix S.A. deutlich überwiegen, hängen die wirtschaftliche Entwicklung und die Liquiditätsversorgung wesentlich von der Entwicklung des Konzerns ab. Insbesondere die Liquiditätsversorgung könnte unter sehr ungünstigen Umständen vorübergehend unter Belastungen des Konzerns aus anderen Geschäftstätigkeiten leiden. Keines der dargestellten Risiken wird als bestandsgefährdend eingestuft. CHANCEN Die Implementierung einer strukturierten Vertriebs- und Geschäftsentwicklungsstrategie für den Standort Willich soll Orientierung geben sowohl bei der erfolgreichen Fortführung des Bestandsgeschäfts als auch bei der Bearbeitung von neuen Märkten, Kunden und Neupositionierung gegenüber Mitbewerbern. Für EMS-Kunden wird die Absicherung der Zuliefer- und Dienstleistungsketten wichtig ("second source") bleiben. Hier kann Lacroix Electronics durch die Möglichkeiten, an verschiedenen Standorten zu produzieren und auf lokale Ereignisse zu reagieren, weitere Geschäfte gewinnen. Zudem bietet die Lacroix-Gruppe ein solides Fundament für langfristige, stabile Geschäftsbeziehungen. Einer der großen Wettbewerbsvorteile der Lacroix Electronics GmbH bleibt die Verfügbarkeit einer eigenen Entwicklung innerhalb der Lacroix-Gruppe. Damit können zusätzlich sowohl Hardware- als auch Software-Entwicklungsdienstleistungen über die Entwicklungskapazitäten in Frankreich angeboten werden. Eine weitere Dienstleistung besteht darin, vom Kunden entwickelte Lösungen in industriell produzierbare Produkte umzusetzen (DfM, DfT, DtC, ...) oder Layout-Optimierungen vorzuschlagen. Diesem Bedarf kann die Lacroix Electronics GmbH bedienen, indem diese als Teil der Lacroix Gruppe mit Entwicklungsstandorten innerhalb der Gruppe vernetzt ist und somit unterschiedliches Spezialwissen und Kapazitätsbedarfe schnell zur Verfügung stellen kann. Die sogenannte "Box-Build" Kapazität, als zukünftiger integraler Bestandteil des Dienstleistungsportfolios wird den Standort Willich ermöglich Kunden mit Plug-and-Play Lösungen aus einer Hand zu versorgen. Außerdem kann Lacroix Electronics eine gewisse finanzielle Stabilität durch Zugehörigkeit zur Lacroix Group vorweisen, die einige, vor allem kleinere Mitbewerber auf Dauer in dieser Form nicht vorweisen können. Dies bietet entsprechend Potential für die Neukundenakquise, speziell für Kunden, die auf stabile Geschäftsbeziehungen angewiesen sind. Weiterhin zeigt sich die aus langen Jahren gemeinsamer Tätigkeit gewachsene partnerschaftliche Beziehung von Lacroix Electronics mit seinen Kunden als Vorteil. Das gewonnene Vertrauen führt zu einem offenen Umgang mit den Marktschwierigkeiten und deutlicher Teilhabe unserer Partner an der Lösung dieser; so gibt es eine deutliche Bereitschaft, Lieferschwierigkeiten durch kundenfinanzierte Lageraufbau zu begegnen. Ohne ein entsprechendes Vertrauensverhältnis wäre ein solches Verhalten nicht, oder zumindest nicht rechtzeitig, zu erwarten. ZUSAMMENFASSUNG Ausgehend von einem breiten Kundenportfolio, einer klareren Fokussierung hinsichtlich bestimmter Wachstumsmärkte, einem positiven Trend bei der Neukundengewinnung, sowie eines robusten Auftragsbestandes und einer positiven Geschäftsentwicklung, wird ein weiteres Wachstum in den Folgejahren erwartet. Sofern die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa nicht konjunkturbedingt oder durch unvorhersehbare Ereignisse eingetrübt wird, wird auch die Lacroix Electronics GmbH von dieser Entwicklung partizipieren können.
Willich, den 15. Juli 2024 LACROIX ELECTRONICS GMBH Vincent Bedouin, Geschäftsführer Ronald Vrancken, Geschäftsführer Tsuyoshi Wallner, Geschäftsführer |
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