Sonstige unterstützende Tätigkeiten für das kulturelle Erbe
LACROIX + KRESS GmbH
Engterstraße 34, 49565 Bramsche, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Hupfeld seit 4.12.2024 | Prokura |
Christoph Bettig seit 4.12.2024 | Prokura |
Maik Vorwerk seit 4.12.2024 | Prokura |
Klaus Borstner seit 12.5.2023 | Geschäftsführer |
Thorsten Hölscher seit 12.5.2023 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Essex Global GP LLC | 99.98% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LACROIX + KRESS GmbHBramscheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Die Lacroix + Kress GmbH, Bramsche, produziert an den Standorten Bramsche und Neunburg vorm Wald Kupferprodukte, insbesondere Drähte und Litzen, für diverse Anwendungsbereiche. Die Herstellung der Produkte erfolgt im Wesentlichen über das Schmelzen, Walzen und Ziehen von Kupfer sowohl im Warm- als auch im Kaltformprozess. Die Lacroix + Kress GmbH verfügt über die Möglichkeit, diese Produkte mit Silber, Zinn oder Nickel zu veredeln. Die größten Absatzmärkte sind der Kabelsektor, die Motorenindustrie, die Medizinbranche, der Solarenergiemarkt und der Automobilbereich. Mit Datum 09.01.2023 wurde eine Vereinbarung (Sales and Purchase Agreement) über den Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile der Lacroix + Kress GmbH zwischen der mutares Holding-36 GmbH (83707 Bad Wiessee, Deutschland) und der Superior Essex Global LLC (Atlanta, GA 30327, USA) notariell beurkundet (sogenanntes "Signing"). Mit Datum 03.03.2023 wurden die Bedingungen dieser Vereinbarung erfüllt und die Übertragung sämtlicher Anteile der Gesellschaft an die Superior Essex Global LLC notariell beurkundet (sogenanntes "Closing"). Die Anzahl der Mitarbeiter der Gesellschaft an den Standorten Bramsche und Neunburg vorm Wald belief sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 232, davon 5 Auszubildende (Vorjahr: 242, davon 5 Auszubildende). II. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Für das Jahr 2023 hat die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandprodukts in Höhe von 0,2 % erwartet. Laut Aussagen des statistischen Bundesamts ist das reale BIP im Jahr 2023 in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % gesunken. Aufgrund des krisenbedingten Umfelds sei die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ins Stocken geraten. In der EU wird eine positive Veränderung des BIP von 2023 zu 2024 auf 1,5 % geschätzt. Die weltweite Produktion von Kupfer belief sich laut Statista im Geschäftsjahr auf 22 Millionen Tonnen (Vorjahr: 22 Millionen Tonnen). Mit 5,0 Millionen Tonnen förderte Chile weltweit weiterhin das meiste Kupfer. Die LME-Notierung für Kupfer lag im Dezember mit einem Durchschnittswert in Höhe von 7.700 EUR pro Tonne um 3 % unter dem Vorjahreswert (7.902 EUR pro Tonne). Im Jahr 2023 war die gesamte Branche stark mit hohen Energiekosten belastet. Während der Arbeitspreis für Strom zum Ende des Jahres 2021 bei ca. 120 EUR je MWh für das Jahr 2022 lag, wurde zum Jahresende 2022 Strom für das Geschäftsjahr 2023 mit ca. 240 EUR je MWh an der Börse gehandelt. 2.2 Geschäftsverlauf Die Geschäftsentwicklung im Jahr war nicht zufriedenstellend und lag unter den Budgeterwartungen. Hierbei sind besonders die Kennzahlen "bereinigtes EBITDA" und "Net Working Capital" die Basis. Das dargestellte EBITDA ist dabei jeweils um Sondereffekte wie z.B. die einmaligen Beratungskosten, Kosten des Eigentümerwechsels oder buchhalterische Kupferbewertungseffekte bereinigt. Der "Net Profit" entspricht dem handelsbilanziellen Jahresergebnis. Die Unternehmensplanung von 1,6 MEUR bereinigtes EBITDA wurde mit 0,3 MEUR für das Geschäftsjahr 2023 nicht erreicht (Vorjahr: 0,0 MEUR). Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2023 betrug das Net-Working- Capital ("NWC", das sich aus kurzfristigen Forderungen, Vorräten abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen zusammensetzt), 3,0 MEUR (Vorjahr: -1,3 MEUR). Das ursprünglich gesetzte NWC-Ziel in Höhe von 0,0 MEUR wurde im Wesentlichen aufgrund von höheren Bestandswerten überschritten. Der Net Profit (-10,7 MEUR) lag deutlich unter Plan und Vorjahresniveau (-3,0 MEUR). Die Planunterschreitung ist im Wesentlichen durch einmalige Effekte aufgrund des Eigentümerwechsels begründet. Aufgrund des Eigentümerwechsels hat eine "Purchase Price Allocation", kurz PPA, stattgefunden. Diese führte zu einer außerordentlichen einmaligen Abschreibung von 6,2 MEUR auf das Anlagevermögen. Zudem sind einmalige Kosten aufgrund des Firmenübergangs von 0,7 MEUR und negative buchhalterische Kupfer-Bewertungseffekte von 0,5 MEUR aufgetreten. 2.3 Lage der Gesellschaft 1. Ertragslage Der Auftragsbestand betrug zum Bilanzstichtag 19,7 MEUR (Vorjahr: 31,0 MEUR). Im Geschäftsjahr sind in Summe Aufträge mit einem Wert von 122,6 MEUR eingegangen. Die Gesellschaft erwartet für 2024 eine deutlich höhere Auslastung in den einzelnen Produktionsbereichen. Besonders der Elektromobilitätsmarkt wird auch in den nächsten Jahren deutlich steigen. Während im Jahr 2020 in Europa 745.684 Elektroautos zugelassen wurden, waren es im Jahr 2022 bereits mehr als 1,3 Millionen Elektroautos. In den europäischen Staaten sind mit knapp 12,8 Millionen Fahrzeugen 14 % mehr Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr 2022 neu zugelassen worden. Das von der Bundesregierung gesetzte Ziel von 15 Millionen E-Autos bis 2030 auf deutschen Straßen untermauert den weiteren Marktanstieg. Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2023 209,7 MEUR (Vorjahr: 217,1 MEUR). Der Anteil der Exportumsätze am Gesamtumsatz belief sich auf 84,7 % (Vorjahr: 82,2 %). Neben den Verkäufen von selbst erstellten Produkten werden unter den Umsatzerlösen auch Erlöse aus Schrott- und Kathodenverkäufen subsumiert. Insgesamt wurden unter der Position sonstige Erlöse 18,9 MEUR (Vorjahr: 20,0 MEUR) ausgewiesen, die hauptsächlich aus Schrottverkäufen erzielt wurden. Die Umsatzerlöse sind stark abhängig von dem Anteil der beigestellten Kupferkathoden (Materialbeistellung) und von den börsennotierten Kupferpreisen. Die LME-Notierung für Kupfer lag im Dezember mit einem Durchschnittswert von 7.700 EUR pro Tonne um 2,6 % unter dem Vorjahreswert (7.902 EUR pro Tonne). Bei den Produkten für die Automobilindustrie im Bereich der E-Mobility wurden höhere Absätze im Vergleich zum Vorjahr realisiert. Die Verkaufsmengen bei den verzinnten Produkten lagen leicht darunter. Zudem gab es im Bereich der blanken Drähte eine deutliche Reduzierung der Absatzmengen. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen bei 0,5 MEUR (Vorjahr: 2,4 MEUR). Die Verringerung ergibt sich im Wesentlichen aus fehlenden Mehrerlösen von Anlagenabgängen (Vorjahr: 0,7 MEUR). In diesem Posten sind 0,2 MEUR aus positiven Währungskurseffekten enthalten (Vorjahr: 0,7 MEUR). Der Anteil des Materialaufwandes an den Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen an unfertigen Erzeugnissen verminderte sich auf 87,5 % (Vorjahr: 88,2 %). Aufgrund der aktuell weiter hohen Notierung des Kupferpreises liegt der daraus resultierende Materialaufwand auf hohem Niveau. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind mit 12,1 MEUR (Vorjahr: 12,9 MEUR) etwas unter dem Vorjahresniveau. Ursache hierfür sind die gesunkenen Energiekosten aufgrund der Inanspruchnahme der Energiepreisbremse. Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 16,6 MEUR (Vorjahr: 16,3 MEUR). Davon belief sich der Anteil für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung auf 3,1 MEUR (Vorjahr: 3,1 MEUR). Die Abschreibungen beliefen sich auf insgesamt 6,6 MEUR (Vorjahr: 1,4 MEUR). Im Geschäftsjahr 2023 sind auf Basis der PPA 6,2 MEUR außerordentlich abgeschrieben worden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 11,0 MEUR (Vorjahr: 11,0 MEUR). Im Zusammenhang mit dem Eigentümerwechsel sind einmalige außerordentliche betriebliche Aufwendungen angefallen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 3,2 MEUR und im Geschäftsjahr 2022 auf 1,8 MEUR. In 2023 sind einmalige Kosten durch Änderung in der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft vorhanden. Zudem sind Referenzzinssätze wie EURIBOR und SOFR wesentlich gestiegen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf 94 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR). Das Jahresergebnis nach Steuern betrug im Geschäftsjahr -10,7 MEUR. Der Fehlbetrag des Kalenderjahres 2022 belief sich auf -3,0 MEUR. Wesentliche Einflüsse aus Wechselkursen sind nicht zu berichten. 2. Finanzlage Zur Optimierung der Liquidität wurde im Dezember 2020 ein Factoring-Prozess mit ausgewählten Kunden aufgesetzt und erstmals durchgeführt. Diese Finanzierungsmöglichkeit wurde in 2023 weiter ausgeweitet. Die Factoring-Linie umfasst einen Wert von maximal 18 MEUR. Bedingt durch das Factoring reduzierten sich zum Bilanzstichtag die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände um 5,4 MEUR (Vorjahr: 7,2 MEUR). Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2,4 MEUR, 0,7 MEUR davon kurzfristig. Alle Tilgungen von Darlehen wurden pünktlich bedient. In einem Darlehensvertrag mit einer noch nicht getilgten Darlehenssumme von 2,4 MEUR sind zwei Covenants-Vereinbarungen verankert, die jeweils zu einem Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von 30 Tagen auf Seiten des Darlehensgebers führen. Diese greifen zum einen bei einer Unterschreitung des wirtschaftlichen Eigenkapitals von 11 MEUR sowie bei einer wesentlichen Änderung der Gesellschafterverhältnisse (mehr als 20 % des Stammkapitals). Bezüglich der wesentlichen Änderung der Gesellschafterverhältnisse im Rahmen des Verkaufs von Mutares zu Superior Essex hat der Darlehensgeber schriftlich bestätigt, keinen Gebrauch von dem damit verbundenen Sonderkündigungsrecht zu machen. Aufgrund des Gesellschafterwechsels im Geschäftsjahr 2023 werden insbesondere die Kupfereinkäufe von verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2023 unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die längeren Zahlungsziele im Verbundbereich tragen ebenfalls zu einer Verbesserung der Liquidität bei. Darüber hinaus besteht ein kurzfristiges Konzerndarlehen mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Aufgrund der vorliegenden Liquiditätsplanung sieht die Geschäftsführung momentan keine Anzeichen dafür, dass die bestehenden Verbindlichkeiten nicht bedient werden können oder weitere Finanzierungsmaßnahmen in Anspruch genommen werden müssten. Das Unternehmen weist jedoch zum Jahresabschluss ein Eigenkapital von 7,7 MEUR aus und liegt damit unter den vertraglich vereinbarten Verpflichtungen von 11 MEUR. Sofern der Darlehensgeber das Sonderkündigungsrecht ausüben würde, wären demnach noch Verbindlichkeiten in Höhe von 2,4 MEUR zu begleichen, was aus den vorhandenen liquiden Mitteln problemlos möglich wäre. Die Gesellschaft sieht hier kein Risiko, dass der Darlehensgeber das Sonderkündigungsrecht in Anspruch nimmt. Im Rahmen der Unternehmensplanung wurde die Finanzierung von notwendigen Investitionen für das Geschäftsjahr 2023 durch entsprechende Liquidität sichergestellt. Im Geschäftsjahr sind 1,4 MEUR als Investitionen erfasst worden. Neben den klassischen Investitionen wurde, sofern betriebswirtschaftlich sinnvoll, mit Leasingpartnern gearbeitet. Besonders in dem Bereich der Instandhaltungsaufwendungen wurden in 2023 weitere liquide Mittel aus wie oben angegeben konzerninternen Darlehen bzw. der laufenden Geschäftstätigkeit zur Verfügung gestellt. 3. Vermögenslage Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich die Bilanzsumme im Geschäftsjahr von 48,9 MEUR auf 45,7 MEUR. Die gesunkene Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die infolge der vorliegenden PPA erfolgten Abschreibungen auf Anlagevermögen zurückzuführen. Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen hat sich auf 4,4 MEUR reduziert (Vorjahr: 9,6 MEUR). Ursache hierfür ist die PPA. Der Wert der Vorräte im Geschäftsjahr belief sich auf 25,4 MEUR (Vorjahr: 22,9 MEUR). Das im Vorratsvermögen enthaltene Kupfer hatte ein Volumen von 3.029 Tonnen (Vorjahr: 2.777 Tonnen). Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beliefen sich auf 5,3 MEUR (Vorjahr: 3,6 MEUR). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen aufgrund der Ausweitung der Geschäftsbeziehungen mit konzerninternen Kunden über denen des Vorjahres. Die Rückstellungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 5,4 MEUR (Vorjahr: 5,0 MEUR), davon entfallen auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2,2 MEUR (Vorjahr: MEUR 2,2) sowie auf sonstige Rückstellungen 3,2 MEUR (Vorjahr: MEUR 2,7). Die Verbindlichkeiten sind mit 32,7 MEUR nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 33,8 MEUR). Aufgrund des Gesellschafterwechsels werden die Verbindlichkeiten gegenüber der Essex-Gruppe zum Ende des Geschäftsjahres unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen, anstelle der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vorjahr. Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2023 betrug das Eigenkapital der Gesellschaft insgesamt 7,7 MEUR (Vorjahr: 10,1 MEUR), was einer Eigenkapitalquote von 16,7 % entspricht (Vorjahr: 20,7 %). Das Eigenkapital fällt aufgrund des Jahresfehlbetrags schwächer aus. Allerdings wurden mit Gesellschafterbeschluss vom 03.03.2023 zur Stärkung des Eigenkapitals und im Rahmen des Unternehmensverkaufs 1.250 TEUR wieder in die Kapitalrücklage für das laufende Geschäftsjahr 2023 eingelegt. Des Weiteren wurden mit Gesellschafterbeschluss vom 19.12.2023 weitere 7.000 TEUR in die Kapitalrücklage eingelegt. Wesentliche Einflüsse durch Inflations- oder Wechselkurse sind nicht gegeben. Während die Ertragslage nicht zufriedenstellend war, ist die Finanz- und die Vermögenslage aus Sicht der Gesellschaft zufriedenstellend. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Das bereinigte EBITDA und das NWC bleiben weiterhin als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren vorhanden. Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2023 ist ein NWC von 3,0 MEUR (Vorjahr: -1,3 MEUR) vorhanden. Die ursprünglich gesetzte Zielgröße in Höhe von 0,0 MEUR wurde im Wesentlichen aufgrund von höheren Bestandswerten überschritten. Die Unternehmensplanung (1,6 MEUR) wurde mit einem bereinigten EBITDA von 0,3 MEUR für das Geschäftsjahr 2023 nicht erreicht. Ursächlich hierfür sind vor allem die leicht rückläufigen Absatzmengen sowie die anhaltend hohen Einstandskosten für Kupfer und Energie. III. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Die Rechnungslegungsprozesse werden in umfangreichen Dokumentationen beschrieben. Der Ablauf der Arbeiten ist in Prozessbeschreibungen definiert. Prozessänderungen werden kontinuierlich aufgenommen und entsprechend dokumentiert. Im Rahmen des Kontrollprozesses wird insbesondere auch auf die Einhaltung des Vier-Augen- Prinzips geachtet. Dieses ist ebenfalls in einer separaten Verfahrensanweisung geregelt und wird laufend an Änderungen angepasst. Die Zugriffsrechte für das eingesetzte EDV-System sind ebenfalls eindeutig geregelt. IV. Chancen- und Risikobericht Als Bestandteil der monatlichen Berichterstattung werden für sämtliche operativen und zentralen Bereiche Berichte erstellt, die bei Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozessen Berücksichtigung finden. Für den weiteren geschäftlichen Betrieb wurden die aus heutiger Kenntnis abwägbaren Chancen und Risiken in der Planung berücksichtigt. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Entwicklung des Russland-Ukraine-Konflikts und des Nahost-Konflikts weiterhin einen Einfluss auf die Beschaffungs- und Absatzseite der Lacroix + Kress GmbH haben kann. Zudem sind die weiteren Entwicklungen der Energie-, Rohstoffressourcen und deren Kosten zum Berichtszeitpunkt nicht valide abschätzbar. Chancen Es ergibt sich die Chance, dass bei einem umfassenderen als bisher erwarteten Ausbau der Elektromobilität, die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem sauerstofffreiem Kupfer-Rod noch stärker gesteigert wird. Dieser wird im Tauchwalzverfahren in Bramsche (einzige Fertigungsstätte dieser Art in Europa) hergestellt. Die Automotive Cells Company (ACC) geht unter anderem davon aus, dass der Absatz an Elektroautos global deutlich steigt. Im Vergleich 2020 zu 2031 wird eine Absatzsteigerung auf das 11,4-Fache in China, das 10,6-Fache in Europa und das 9,3-Fache in den USA prognostiziert. Von dieser Volumensteigerung kann die Lacroix + Kress GmbH wesentlich profitieren. Des Weiteren hat die Bundesregierung veröffentlicht, die erneuerbaren Energien weiter massiv fördern zu wollen. So sollen von 2023 bis 2026 rund 177,5 Milliarden Euro für die Energiewende zur Verfügung gestellt werden. Die Lacroix + Kress GmbH erhofft sich hierbei u.a. mittel- und langfristige Volumensteigerungen im Bereich Solar. Unklar ist jedoch aktuell noch, welche Auswirkung das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15.11.2023 hat. Die Einbindung der Gesellschaft in die Superior-Essex-Gruppe und das damit verbundene Netzwerk ermöglichen Zugriff auf Expertenwissen und das langjährige Know-how im Markt. Die Lacroix + Kress GmbH und die Beteiligungen der Superior Essex prüfen kontinuierlich die Möglichkeit zur Nutzung von Synergieeffekten. Besonders positive Effekte werden in den Bereichen Materialeinkauf, Supply-Chain und Unternehmensfinanzierung erwartet. Wir gehen davon aus, dass die erwarteten Verbesserungen im Laufe des Jahres 2024 sichtbar werden. Risiken Eine zunehmende Verschlechterung der konjunkturellen Entwicklung, mit entsprechenden Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation unserer Kunden aufgrund der Unsicherheiten an den Finanz- und Realmärkten, würde zu einer Erhöhung der Risiken führen. Insbesondere eine Verknappung der Rohstoffe auf Lieferungen und Preise zählt hierzu. Ein Risiko stellen weiterhin die Rohstoffverfügbarkeit und -preise dar. Im Rahmen der strategischen Beschaffung wurden daher bereits Einkaufskontrakte für das Jahr 2024 geschlossen, die die Bedarfe aus dem Berichtszeitraum nahezu abdecken. Damit hat die Gesellschaft hinsichtlich der Rohstoffversorgung einen hinreichend sicheren Planungsstand. Die Preise für Kupfer werden bei der Auftragsfixierung über Börsengeschäfte abgesichert, um Kursrisiken auszuschließen. Ein weiteres Preisrisiko besteht in vielen indirekten Bereichen. Bei einer weiteren Verknappung von Transportkapazitäten ist mit erhöhtem Transportaufwand zu rechnen. Es besteht des Weiteren aufgrund der momentanen politischen Lage, insbesondere aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts, das Risiko, dass aufgrund dieser Konflikte ebenfalls die Preise der Rohstoffe weiter steigen und die Verfügbarkeit begrenzter sein wird. Es sind keine direkten Geschäftsbeziehungen mit der Ukraine und Russland auf der Beschaffungsseite vorhanden, allerdings werden Rohstoffe aus Russland über Zwischenhändler beschafft. Sollte sich bei diesen die Verfügbarkeit des Kupfers aufgrund des Konflikts verknappen, hätte dies auch Auswirkungen auf die Gesellschaft. Es besteht grundsätzlich das Risiko steigender Kupferkurse. Die Gesellschaft tätigt zur Absicherung des Kupferkursrisikos Börsentermingeschäfte, die in Form eines Macro-Hedges mit den jeweiligen Grundgeschäften zusammengefasst werden. Bei deutlich steigenden Kursen könnte sich die Nachfrage reduzieren, da die Kunden nicht in der Lage sein könnten, die Preise an ihre Endkunden weiterzugeben. Die Kunden-, Markt- und Vertriebsstrukturen sind unter kontinuierlicher Beobachtung. Das Unternehmen wird weiter darauf drängen, Produkte nicht selbst vorfinanzieren zu müssen. Die Energiekosten sind ein wesentlicher Bestandteil der Wertschöpfung der Gesellschaft. Die Energiekosten haben in Deutschland für Strom und Gas in 2022 einen Höhepunkt erlebt; in 2023 hat die eingeführte Energiepreisbremse dämpfend auf die Kosten gewirkt. Steigende Kosten für Strom und Gas würden dem Unternehmen aufgrund des hohen Energiekostenanteils an der Wertschöpfung langfristig schaden, sofern Kostensteigerungen nicht vollumfänglich an den Markt weitergegeben werden könnten. Für das Jahr 2024 ist die Gesellschaft Kontrakte mit den Lieferanten eingegangen, die die Preise für das Geschäftsjahr im Wesentlichen festschreiben. Im Fertigungsbereich am Standort Bramsche kann es im Rahmen von Verzögerungen durch die Kundenbeistellung dazu kommen, dass teilweise aufgrund von Rohstoffmangel die Produktion angehalten werden muss. Zur Absicherung von möglichen Produktionsschäden sind, sofern kaufmännisch sinnvoll und möglich, Versicherungen abgeschlossen worden. Die vorstehend genannten Risiken basieren auf Annahmen und Schätzungen des heutigen Kenntnisstandes. Neue Markterkenntnisse und daraus resultierende Veränderungen fließen kontinuierlich in die Bewertung ein. Soweit wirtschaftlich sinnvoll, erfolgt eine Übertragung ausgewählter Risiken auf Versicherungsunternehmen. Zur Reduzierung von Währungsrisiken aus Fremdwährungsforderungen werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sämtliche Geschäfte dieser Art sind in sich geschlossen. Im Hinblick auf ein striktes Risikomanagement werden Derivate nur zur Reduzierung von Risiken in Verbindung mit dem operativen Geschäft abgeschlossen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass für das Geschäftsjahr 2024 eine Vielzahl an möglichen Risiken besteht, die eine Unsicherheit in der Entwicklung darstellen. Allerdings bestehen ebenso gute Absatzchancen durch die weiter steigenden Bedarfe im Kupfermarkt. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Chancen gegenüber den Risiken überwiegen. V. Prognosebericht Für das Jahr 2024 werden durch das ifo Institut aktuell 0,2 % preisbereinigtes Wachstum für die deutsche Wirtschaft prognostiziert. Für das Jahr 2024 erwartet die Gesellschaft auf Basis einer Prognose einen Umsatz mit selbst erstellten Produkten von 230 MEUR bei einem gleichzeitig verbesserten Produktmix. Zum anderen erwartet die Gesellschaft zusätzliche Marktanteile im Bereich der E-Mobilität. Die Gesellschaft erwartet Bedarfssteigerungen an jedem Standort. Besonders der Bedarf für Walzdrähte, versilberte Kupferdrähte und Sonderprodukte wird auf einem höheren Niveau erwartet. Die Investitionen für 2024 werden die Investitionen für 2023 deutlich übersteigen. Diese sollen eine höhere Produktivität und Wertschöpfung in der Fertigung sicherstellen. Ebenso werden weitere wesentliche Instandhaltungsmaßnahmen umgesetzt. Dabei geht das Management davon aus, dass die Investitionen neben dem operativen Cashflow durch die bereits vorhandenen Kreditlinien und existierenden Leasingmöglichkeiten finanziert werden können. Nach dem erreichten bereinigten EBITDA in 2023 von 0,3 MEUR wird für 2024 ein bereinigtes EBITDA von 1,7 MEUR prognostiziert. Notwendige Verkaufspreisanstiege aufgrund der massiven Kostenanstiege für die gesamte Produktpalette wurden zu großem Teil umgesetzt. Es wird weiteres Wachstum im Automotive-Bereich aufgrund des E-Mobility-Anteils erwartet. Es bestehen ebenso gute Aussichten auf weiteres Wachstum im Medizinbereich mit versilberten Produkten. Der Bedarf nach verzinnten Produkten wird auf hohem Niveau erwartet. Zudem werden deutlich stärkere Abnahmemengen für den Solarenergiemarkt erwartet. Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2023 ist ein NWC von 3,0 MEUR vorhanden. Für den Abschlussstichtag 2024 wird ein unverändertes NWC von 3,0 MEUR erwartet. Es werden wesentliche Synergieeffekte durch die Eingliederung in die Superior-Essex-Gruppe erwartet. Besonders positive Effekte werden in den Bereichen Materialeinkauf, Supply-Chain und Unternehmensfinanzierung erwartet. Aufgrund undurchsichtiger kriegerischer Auseinandersetzungen in der Ukraine und Nahost und der undurchsichtigen Lage am Energiemarkt unterliegt die Prognose der Ergebnisentwicklung entsprechenden unvorhersehbaren Schwankungen, die nicht eindeutig beziffert werden können.
Bramsche, 27. März 2024 Christof Barklage Geschäftsführung Klaus Borstner Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG zum Abschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS I. Vorbemerkungen Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bramsche und ist beim Amtsgericht Osnabrück im Handelsregister unter HRB 19693 eingetragen. Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenklasse einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sowie die Form der Darstellung wurden grundsätzlich beibehalten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt worden. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt gemäß den Vorschriften in § 265 ff. und § 275 ff. HGB. Die Wertangaben der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen in Euro. Die Davon-Vermerke zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden im Rahmen der nachfolgenden Erläuterungen ausgewiesen; Vorjahresbeträge werden angegeben. II. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einschließlich der Grundsätze der Fremdwährungsumrechnung 1. Bilanz A. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über den Zeitraum der Nutzung (3 bzw. 5 Jahre) planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige und - sofern erforderlich - um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Bei Gebäuden wird die Abschreibung teils linear, teils degressiv vorgenommen. Die Abschreibungen auf Gebäude erfolgen bei den Zugängen bis 1991 nach der linearen, bei Zugängen bis 1994 nach der degressiven Methode und bei nach 1994 fertig gestellten Objekten nach der linearen Methode. Als Nutzungsdauer werden 20 bis 50 Jahre unterstellt. Technische Anlagen, Maschinen, andere Anlagen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung, die bis zum 31.12.2007 angeschafft worden sind, werden auf Basis von unterschiedlichen Nutzungsdauern degressiv abgeschrieben. Es erfolgt der Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald diese im Vergleich zur degressiven Methode zu höheren Werten führt. Neuanschaffungen ab dem 01.01.2008 werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Als Nutzungsdauer für die technischen Anlagen, Maschinen und andere Anlagen wird eine Nutzungsdauer von 4 bis 20 Jahren und für Betriebs- und Geschäftsausstattung eine Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren unterstellt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zum Anschaffungspreis von EUR 800 werden sofort vollständig abgeschrieben. Zugänge werden im Geschäftsjahr ab dem Monat des Zugangs pro rata temporis anteilig abgeschrieben. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet. B. Umlaufvermögen Bei der Bewertung des Vorratsvermögens wurden Materialbeistellungen von Kunden als Fremdwaren vom aufgenommenen Bestand abgesetzt. Kupfer wird nach dem LIFO-Verfahren bewertet. Dies erfolgt, um Preisschwankungen des Rohstoffs, aufgrund des zeitlich naheliegenden Einkaufs zum Verarbeitungsprozess und des vorhandenen Sicherheitsbestands, sachgerecht darzustellen. Die Kupferbestände weisen gegenüber dem Stichtagswert eine LIFO-Reserve in Höhe von TEUR 4.586 auf. Die Bewertung der sonstigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnittspreis) bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Abwertungen, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Zugrundelegung einer normalen Kapazitätsauslastung bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtig sind. Hierbei wird der Grundsatz der verlustfreien Bewertung beachtet. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Allen erkennbaren Risiken aus Lagerdauer sowie vergleichsweise geringerer Verwertbarkeit wird durch angemessene Bewertungsabschläge sowie durch Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Verkaufsgeschäften Rechnung getragen. Die Forderungen sind zum Nennwert bewertet. Sämtliche erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen wertmindernden Risiken ist durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen worden. Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt entsprechend § 274 HGB nach dem bilanzorientierten Konzept. Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsbilanziellen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen ermittelt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt hinsichtlich der Körperschaftssteuer und dem Solidaritätszuschlag auf Basis eines Steuersatzes von 15,825 % und hinsichtlich der Gewerbesteuer auf Basis eines Steuersatzes von 12,95 %. Ein sich insgesamt ergebener Überhang von Steuerbelastungen wird als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB wird auf die Aktivierung eines möglichen aktivischen Überhangs verzichtet. Zum 31. Dezember 2023 bestand ein aktivischer Überhang. Die saldierten passiven latenten Steuern resultierten aus unrealisierten Währungskursgewinnen sowie den Bewertungsunterschieden aus Altersversorgungsverpflichtungen. Die aktiven latenten Steuern bestehen im Wesentlichen aus Verlustvorträgen. C. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag wird vorgenommen. Dabei werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden Zinssätze verwendet, die von der deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bekannt gegeben werden. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck RT 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen zum 31.12.2023 werden Rentensteigerungen in Höhe von 2,0 % erwartet. Gehaltsteigerungen und Fluktuationswahrscheinlichkeiten finden keine Berücksichtigung. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beträgt 1,82 %. Die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre abzuzinsen. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Pensionsrückstellungen mit einem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und einem 7-Jahres-Durchschnittszinsatz beträgt TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 131). Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck RT 2018 G) ermittelt. Bei der Berechnung der Altersteilzeitrückstellungen werden zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,5 % berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Altersteilzeitverpflichtung beträgt 0,99 %. Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck RT 2018 G) ermittelt. Bei der Berechnung der Jubiläumsrückstellungen finden 2,5 % Gehaltssteigerungen Berücksichtigung. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Jubiläumsverpflichtung beträgt 1,74 %. Rückstellungen für Sterbegeldverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck RT 2018 G) ermittelt. Bei der Berechnung der Sterbegeldverpflichtungen werden zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,5 % berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Sterbegeldverpflichtungen beträgt 1,74 %. Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie Rückstellungen für Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen sowie Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung entspricht dem vom Versicherungsunternehmen bestätigten Aktivwert zum Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere entspricht ihrem Börsenkurs zum Bilanzstichtag. D. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 1. Grundsätze der Fremdwährungsumrechnung in Euro Fremdwährungsforderungen sind kurzfristig fällig und werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Daraus resultierende Erträge und Aufwendungen werden gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Zugänge werden zum Mittelkurs am Fakturadatum bewertet. Einzelkurssicherungsmaßnahmen werden im Rahmen von Devisentermingeschäften vorgenommen. Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich grundsätzlich um geschlossene Positionen. Zum Stichtag bestanden keine offenen Devisentermingeschäfte. 2. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Die Lacroix + Kress GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Preisänderungsrisiken aus Geschäften mit Kupfer ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Preisänderungsrisiken schließt die Lacroix + Kress GmbH derivative Finanzinstrumente ab. Die Absicherung erfolgt im Rahmen von Macro-Hedges durch Warentermingeschäfte, wobei Gruppen von Grundgeschäften (Einkauf und Verkauf von Kupfer) zusammengefasst werden und lediglich das verbleibende Risiko (netto) abgesichert wird. Die Zielsetzung der derivativen Finanzinstrumente besteht darin, Auswirkungen auf das Ergebnis und die Zahlungsmittelflüsse zu reduzieren, die durch Veränderungen der Warenpreise resultieren können. Die Markwerte der Warentermingeschäfte werden auf Basis von LME- Kursnotierungen bestimmt. III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz (1) Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte. (2) Sachanlagen und Finanzanlagen Die Entwicklungen der Sachanlagen, der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Finanzanlagen sind in der Anlage zum Anhang dargestellt. (3) Vorräte
(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Von der Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 12) und Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 68) abgesetzt. Zum Stichtag des Geschäftsjahres sowie des Vorjahres bestanden keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Unter dem Posten sonstige Vermögensgegenstände werden Forderungen erfasst, die nicht im Zusammenhang mit dem üblichen Lieferungs- und Leistungsverkehr stehen. (5) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Lacroix + Kress GmbH blieb im Geschäftsjahr 2023 unverändert. Auf Basis des Gesellschafterbeschlusses vom 23.03.2022 wurden im Geschäftsjahr 2022 TEUR 5.000 für die Ausschüttung einer Dividende entnommen. Die vollständige oder teilweise Zahlung der Dividende lag in der Verantwortung der Gesellschaft und sollte unter Berücksichtigung der Liquiditäts- und Finanzlage der Gesellschaft erfolgen. Die Gesellschaft hat auf Basis entsprechender Gesellschafterbeschlüsse die Zahlung von Teilbeträgen von insgesamt TEUR 3.500 vorgenommen. Somit betrug die Kapitalrücklage zum 31.12.2022 TEUR 6.724. Basierend auf dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 03.03.2023 wurden im Geschäftsjahr 2023 weitere TEUR 250 ausgeschüttet. TEUR 1.250 der verbleibenden Dividendenverbindlichkeit wurden per 03.03.2023 wieder in die Kapitalrücklage eingelegt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 19.12.2023 sind TEUR 7.000 in die Kapitalrücklage eingelegt worden. Somit ergibt sich zum Jahresende eine Kapitalrücklage von TEUR 14.974. Überleitung Verlustvortrag:
(6) Rückstellungen Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Verpflichtungszuwachs im Geschäftsjahr 2023 wurde in voller Höhe zugeführt. Der zurückgestellte Betrag entspricht der Verpflichtung gemäß dem versicherungsmathematischen Gutachten abzüglich der verrechneten Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen. Die Forderung aus dem Rückdeckungsanspruch bei der Allianz (Deferred Compensation) wurde mit der dazugehörigen Rückstellung verrechnet.
Der Zeitwert der verrechneten Rückdeckungsversicherung entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Darüber hinaus bestanden unverrechnete Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 2.096 (Vorjahr: TEUR 2.134) sowie Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen (Sterbegelder) in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 59). (7) Sonstige Rückstellungen Zur Absicherung der Altersteilzeit-Verpflichtungen wurde ein Wertdepot bei der Commerzbank eingerichtet. Die Altersteilzeit-Verpflichtungen wurden mit dem zu sichernden Wertguthaben in Höhe von TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 70) verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
(8) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zum Stichtag 31.12.2022 gegenüber der Lackdraht Union Unterstützungseinrichtung GmbH, der mutares Holding-36 GmbH und der Mutares SE & Co. KGaA. Die Verbindlichkeiten des Vorjahres bestanden i.H.v. TEUR 1.500 aus Dividendenverpflichtungen, zu TEUR 34 aus Dienstleistungen sowie i.H.v. TEUR 1.443 aus Verpflichtungen gegenüber der Unterstützungseinrichtung im Zusammenhang mit Altersversorgungsverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zum Stichtag 31.12.2023 gegenüber der Lackdraht Union Unterstützungseinrichtung GmbH, der Essex Furukawa Magnet Wire Germany GmbH und der Superior Essex Inc. Die Verbindlichkeiten bestehen i.H.v. TEUR 4.000 aus Finanzierungsverpflichtungen, i.H.v. TEUR 15.293 aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie i.H.v. TEUR 1.443 aus Verpflichtungen gegenüber der Unterstützungseinrichtung im Zusammenhang mit Altersversorgungsverpflichtungen. Es bestehen zum Bilanzstichtag durch Pfandrechte besicherte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.419 (Vorjahr: TEUR 7.122). Zudem bestehen auf Basis von Sicherungsabtretungen gesicherte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Mittelbare Versorgungsverpflichtung Es besteht eine mittelbare Versorgungsverpflichtung gegenüber ehemaligen Mitarbeitern sowie deren Familienangehörigen der ehemaligen Lackdraht Union Unterstützungseinrichtung GmbH, die am 01.07.1997 auf die Lacroix + Kress GmbH verschmolzen wurde, sowie ehemaligen Mitarbeitern und Familienangehörigen der ehemaligen Lackdraht Union Unterstützungseinrichtung GmbH. Die sich ergebene Unterdeckung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 701 (Vorjahr: TEUR 943). Es wird gemäß des Wahlrechts gemäß Artikel 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellung in der Bilanz angesetzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Bei den Erbbaurechtsverpflichtungen handelt es sich um ein Erbbaurecht am Standort Bramsche an einem Grundstück mit einer Restlaufzeit von 50 Jahren. Auf diesem Grundstück wurde das Werk errichtet. Nicht in der Bilanz abzubildende Sachverhalte Im Rahmen von Risikominimierungsmaßnahmen (Ausfallrisiko) hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 das Factoring ausgeweitet und auf Basis eines Factoring-Vertrags Forderungen gegenüber Kunden an ein Kreditinstitut verkauft. Der Forderungsverkauf, bei dem im Wesentlichen alle Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen werden, dient vor allem der Verbesserung der Liquiditätslage und der Finanzstruktur der Gesellschaft. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken aus Geschäften mit Kupfer schließt die Lacroix + Kress GmbH derivative Finanzinstrumente ab. Die Absicherung erfolgt im Rahmen von Macro-Hedges durch Forwardtermingeschäfte, wobei Gruppen von Grundgeschäften (Einkauf und Verkauf von Kupfer) zusammengefasst werden und lediglich das verbleibende Risiko (netto) abgesichert wird. Zum 31.12.2023 bestanden an der London Metal Exchange offene Kontrakte für Kupfer. Die offenen Kupferkontrakte (Verkauf) für 0 Tonnen haben einen Nominalwert von TEUR 0. Der Zeitwert (Marktwert) der Sicherungsgeschäfte zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 0. Die offenen Kupferkontrakte (Kauf) für 1.250 Tonnen haben einen Nominalwert von TEUR 9.632. Der Zeitwert (Marktwert) der Sicherungsgeschäfte zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 9.571. Bei diesen Geschäften handelt es sich ausschließlich um Sicherungsgeschäfte. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch die Anwendung der Einfrierungsmethode und daraus resultierend zu keiner bilanziellen Erfassung. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt durch die Gegenüberstellung der Nettoposition der in den Macro- Hedge einbezogenen Grundgeschäfte mit der Nettoposition der einbezogenen Sicherungsgeschäfte. Ineffektivitäten werden erfasst, wenn sich aus den kumulierten Wertänderungen der Grundgeschäfte und der kumulierten Wertänderungen der Sicherungsinstrumente per Saldo ein Nettoverlust ergibt. In diesem Fall wird in Höhe des Nettoverlustes eine Drohverlustrückstellung gebildet. Eine Gewinnspitze bleibt unberücksichtigt. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten wird sowohl prospektiv als auch retrospektiv auf Basis der einschlägigen Methoden zur Effektivitätsmessung nachgewiesen. Ist die Bildung einer Bewertungseinheit nicht möglich, werden die Derivate imparitätisch bilanziert. IV. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (9) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten verteilen sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse nach Erlösströmen verteilen sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse werden entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB ausgewiesen. (10) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus Beihilfen (TEUR 75; Vorjahr: TEUR 536). Zudem sind Erträge aus Währungskursumrechnungen vorhanden in Höhe von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 695). Aufgrund von reduzierten sonstigen Erträgen durch Schadensfälle in Höhe von TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 679) und Mehrerlösen aus Anlagenabgängen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 698) sind geringere Werte vorhanden. (11) Materialaufwand Die Aufwendungen für bezogene Leistungen liegen mit TEUR 12.105 (Vorjahr: TEUR 12.913) geringfügig leicht unter dem Vorjahresniveau. (12) Personalaufwand Der Posten beinhaltet Aufwendungen für Löhne und Gehälter (TEUR 13.458; Vorjahr: TEUR 13.193) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (TEUR 3.097; Vorjahr: TEUR 3.079; davon für Altersversorgung TEUR 476; Vorjahr: TEUR 425). Der in den Pensions-, Jubiläums-, Sterbegeld- und Altersteilzeitaufwendungen enthaltene Zinsanteil (TEUR 31; Vorjahr: TEUR 79) wird in dem Posten Zinsaufwendungen ausgewiesen. (13) Abschreibungen Im Geschäftsjahr sind einmalige außerplanmäßige Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 6.173 vorgenommen worden. (14) Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Instandhaltungs-, Transport -, Miet-, Pacht- und Leasingkosten, Dienstleistungen für Gebäudebewachung und Abfallentsorgung ausgewiesen. Im Geschäftsjahr sind Währungskursverluste in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 653) vorhanden. Des Weiteren sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 132) vorhanden. (15) Zinsergebnis
Der in den Pensions-, Jubiläums-, Sterbegeld- und Altersteilzeitaufwendungen enthaltene Zinsanteil ist in diesem Posten, wie unter (12) Personalaufwand dargestellt, enthalten. (16) Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern enthalten Aufwendungen für Grundsteuern in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30) sowie Aufwendungen aus der Kraftfahrzeugsteuer (TEUR 3; Vorjahr: TEUR 6). Zudem ist aufgrund des Eigentümerwechsels eine Rückstellung in Höhe von TEUR 216 (Vorjahr: TEUR 0) für die Grunderwerbssteuer gebildet worden. (17) Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 10.684 wird mit dem Verlustvortrag verrechnet. (18) Honorar des Abschlussprüfers Für den bestellten Abschlussprüfer fiel im Geschäftsjahr ein Gesamthonorar von TEUR 144 an, das vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt. V. Ergänzende Angaben Ausschüttungsgesperrte Beträge Zum Abschlussstichtag unterliegen TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 131) aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Pensionsrückstellungen mit einem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz und einem 7-Jahres-Durchschnittszinsatz einer Ausschüttungssperre. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Berichtszeitraum folgende Personen an: Christof Barklage, Bramsche, Geschäftsführer Klaus Borstner, Weiz/Österreich, Geschäftsführer (ab 12.05.2023) Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung laut § 285 Nr. 9 HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernabschluss Die LS Corporation, Seoul/Südkorea, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird hinterlegt beim Korea Financial Supervisory Service, Seoul/Südkorea. Die Cyprus Investments, Inc., Atlanta/Georgia/USA, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Abschluss ist am Sitz der Cyprus Investments Inc., Atlanta/Georgia/USA, oder bei Georgia Secretary of State, Atlanta/Georgia/USA, (https://sos.ga.gov) erhältlich. Die Lacroix + Kress GmbH macht von der Erleichterungsvorschrift des § 296 Abs. 2 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts Gebrauch.
Bramsche, 27. März 2024 Christof Barklage Geschäftsführung Klaus Borstner Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Lacroix + Kress GmbH, Bramsche Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lacroix + Kress GmbH, Bramsche, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der Lacroix + Kress GmbH, Bramsche, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 27. März 2024 Deloitte
GmbH
Andreas Bennewitz, Wirtschaftsprüfer Benedict Verfürth, Wirtschaftsprüfer |
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