Beteiligungsgesellschaften
Yanmar Energy System Europe GmbH
Elbestraße 2, 45768 Marl, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Matthias Nisch seit 24.8.2023 | Geschäftsführer |
Petrus Johannes Aarsen seit 1.6.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Yanmar Europe B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Yanmar Energy System Europe GmbHMarlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023-31.03.2024A.1. Grundlagen des Unternehmens Die Yanmar Energy System Europe GmbH (nachfolgend YESE) ist seit dem 01. April 2022 100%ige Tochtergesellschaft der Yanmar Europe B.V., Almere, Niederlande, die wiederum Teil des Konzerns der Yanmar Holding Co. Ltd mit Sitz in Osaka, Japan, ist. Die Yanmar Energy System Europe GmbH ist auf Produkte und Dienstleistungen rund um nachhaltige und energieeffiziente Kühl- und Heizsysteme spezialisiert. Das Unternehmen plant, entwickelt, produziert, installiert und betreut Kälte- und Klimaanlagen, Wärmepumpen und individuelle Energiesysteme für Kunden in Gewerbe und Industrie. Die Vertriebstätigkeit erstreckt sich über das gesamte Bundesgebiet mit einer Betriebsstätte im Raum Karlsruhe und Vertriebsaktivitäten in ganz Europa, dem mittleren Osten sowie Afrika. Die Yanmar Energy System Europe GmbH erwirtschaftete mit 112 Mitarbeitern rund 18,3 Mio. Euro Umsatz und vereint folgende Bereiche: • Anlagenbau / Projektengineering / Projektrealisation • Service / Wartung und Reparaturen / Dienstleistungen • Vertrieb / Projekte und Produkte • Manufaktur / Produktion von Anlagen • Forschung und Entwicklung / Produkt- und Anlagenkonzepte • Akademie / Ausbildung und technisches Training Im Einzelnen bietet YESE folgende Gewerke und Produktgruppen an: • Kälte-, Klima- und Lüftungsanlagen • Individuell gefertigte Energiesysteme und Sonderanlagen aus eigener Fertigung o Chiller o Kältemaschinen o Flüssigkeitskühlsätze / Kaltwassersätze o Wärmepumpen o Gaskühler o Systemverbinder Wasser / Kältemittel (Hydrobox / RLT-Kit) o Elektrisch und verbrennungsmotorisch betriebene Wärmepumpen Bei der Entwicklung und dem Einsatz in Projekten setzt das Unternehmen den Fokus auf den Einsatz von natürliche Kältemittel wie Propan, Isobutan sowie CO 2. Die Yanmar Energy System Europe GmbH unterscheidet sich deutlich von den Mitbewerbern durch Ihre Kernkompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Kälte- und Klimatechnik sowie ihrer hohen Mitarbeiter- und Dienstleistungskompetenz für Kältetechnik und dem damit verbundenen Systemverständnis. Auch die Einflüsse des Mutterkonzerns hinsichtlich technischer Entwicklungen und dem Zugang zu internationalen Märkten gewährleisten dem Unternehmen gute Erfolgsaussichten. Angestrebt ist ein breites Produktportfolio innerhalb der Kälte- und Wärme- und Stromnutzung in Industrie und Gewerbe. Die Entwicklungen im Konzern machen zukünftig eine Nutzung weiterer, YANMAR eigener Produkte wie z.B. Stromgeneratoren und BHKW's oder Batteriesysteme innerhalb des Projektgeschäfts möglich. Ein besonderer Vorteil unseres Unternehmens besteht darin, dass wir die gesamte Wertschöpfungskette - von der Idee über die Entwicklung bis hin zur Produktion - inhouse abdecken können. Unsere hauseigene Manufaktur ermöglicht es uns, die neu entwickelten Produkte direkt im eigenen Betrieb zu fertigen. Dies gewährleistet nicht nur höchste Qualität und Flexibilität in der Produktion, sondern ermöglicht auch eine schnelle Reaktion auf Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse. Durch diese enge Verzahnung von Forschung, Entwicklung und Produktion sind wir in der Lage, Innovationen zeitnah und effizient in marktfähige Produkte umzusetzen. Dies stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit und unterstreicht unser Engagement, kontinuierlich in zukunftsweisende Technologien zu investieren. Unsere strategischen Investitionen in Forschung und Entwicklung sind daher ein zentraler Baustein unseres langfristigen Unternehmenserfolgs und tragen maßgeblich zur Sicherung unserer Marktposition bei. Die Strategie der Yanmar Energy System Europe GmbH zielt primär auf folgendes ab: • Ausbau der Marktanteile (speziell in Europa), Neukundengewinnung • Erweiterung des Produktportfolios durch Entwicklung neuer Systemlösungen und Produkte • Ausbau der Akademie für die Aus- und Weiterbildung sowie Umschulung und als Trainingscenter für Dritte • Digitalisierung der Unternehmensabläufe zur Aktivierung des Mehrwerts im Dienstleistungs- und Servicebereich sowie bei internen Abläufen • Aufbau von Vertriebs- und Servicebüros in Deutschland u.a. zur Reduzierung der Anfahrzeiten für Kunden und der Mitarbeiter • Kontinuierliche Arbeit an der Umsetzung der Yanmar Vision "Für Mensch und Umwelt! u.a. zur Stärkung der Marken und Arbeitgeber Attraktivität Die Nutzung von mobilen Arbeitsplätzen und die digitale Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Partnern wurde im Zuge der Digitalisierung fortgeführt. Ziel ist es auch die bestehenden Abläufe weiter zu dokumentieren und wo nötig zu verbessern. Kernthemen dabei sind Vertrieb, Kalkulation, Projektabwicklung, Service und Controlling. Der gestiegene Verwaltungs- und Organisationsaufwand für die Umsetzung der Maßnahmen im Berichtsjahr wird mittelfristig zu einer Verbesserung der Arbeitsabläufe und damit mehr Effizienz führen. In Zeiten sinkender Fachkräfte und steigender Kosten ist das essenziell. A.2 Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die deutsche Wirtschaft ist weiterhin in schwierigem Fahrwasser. Der Arbeitsmarkt zeigt sich der Prognose zufolge aber weiterhin robust. Die Bundesregierung erwartet für 2024 nur ein leichtes Wirtschaftswachstum, Die Konjunkturaussichten in diesem Jahr sind noch immer geprägt von der Krise. Die Wirtschaft kommt langsamer darüber hinweg als gehofft. Die Folgen des Krieges sind vielfältig. Dazu zählten das historisch niedrige Wachstum des Welthandels. Dies treffe die starke Exportwirtschaft in Deutschland besonders. Hinzu kommen die Kaufkraftverluste durch hohe Inflation und weniger Investitionen wegen hoher Zinsen. Zudem ist die Sparquote gestiegen, die Binnennachfrage gesunken. Das Bruttoinlandsprodukt soll real, also preisbereinigt, um 0,2% steigen. Die Preissteigerung dürfte sich auf 2,8% verringern. Zusammen mit einer erwarteten Steigerung von 3,8% bei den verfügbaren Einkommen, ist daher wieder mit steigenden Reallöhnen zu rechnen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich der Prognose zufolge weiter robust - die Beschäftigtenzahlen dürften weiter steigen und die Arbeitslosigkeit nur leicht zu nehmen. Insgesamt zeigt sich, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland weiter unter erheblichem Druck steht. Diese aktuelle Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist, den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken. Im Jahreswirtschaftsbericht 2024 werden hier zehn zentrale Handlungsfelder aufgeführt: Stärkung der Investitionsdynamik, unter anderem über das Wachstumschancengesetz. Der Abbau unnötiger zusätzlicher Bürokratie. Die Unterstützung von Innovationen, unter anderem über die Stärkung der Forschungszulage. Die Erhöhung des Arbeitskräfteangebots, unter anderem über das Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Die Erhöhung des Angebots an erneuerbarer Energie, unter anderem über die Novellierung des EEG. Die Förderung klimaneutraler Industrieproduktion, unter anderem über Klimaschutzverträge. Die Diversifizierung des Außenhandels, unter anderem über ausgeweitete Handelsbeziehungen. Die Schaffung von bezahlbarem und nachhaltigem Wohnraum. Die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur. Die Bundesregierung hat damit die Weichen gestellt, um den Wohlstand in Deutschland mittel- und langfristig unter Wahrung der ökologischen Grenzen sicherzustellen. Der Bund investiert auf einem Rekordniveau. Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf der Dekarbonisierung der Industrie und der Aufbau der Wasserstoffindustrie. Laut der Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland wird die Inflationsrate im Jahr 2024 rund 2,3% betragen. Die Wirtschaftsinstitute rechnen somit grundsätzlich mit einer weiteren Entspannung bei den Preisanstiegen, nicht zuletzt, weil die Energierohstoffpreise mittlerweile wieder deutlich gesunken sind. Dennoch rechnen die Institute erst im Jahr 2025 mit einer Inflationsrate unter 2%. (Quellen 1+2: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/jahreswirtschafsbericht-2024-2261242 und https://de.statista.com_Prognose der Inflationsrate in Deutschland bis 2025) 2. Entwicklung der Branche Der anhaltende Krieg in der Ukraine und die nationalen sowie europäischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels haben tiefgreifende Veränderungen in der Energieversorgung sowie im Heizungs- und Kälte-/Klima-Markt bewirkt, zu denen auch das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) beiträgt. Die novellierte Fluorierte-Treibhausgase-Verordnung EU-VO 2024/573 (F-Gase-Verordnung) verschärft die Situation zusätzlich, insbesondere durch die schnelle Reduktion (sogenanntes Phase-Down-Szenario) der teilfluorierten Kohlenwasserstoffe (H-FKW) bis zum Jahr 2050 auf 0%. Einen Blick in die Zukunft unserer Branche zu werfen, ist aufgrund zahlreicher Unsicherheiten schwierig. Das Jahr 2023 war wirtschaftlich herausfordernd, da die Inflation aus dem Vorjahr fortdauerte und die Preise weiter steigen ließ. Über 50% der Unternehmen, die an der VDKF-Kälte-Klima-Konjunkturumfrage teilgenommen haben, gaben an, dass ihnen die Vorhersage der Entwicklung ihrer Geschäftslage schwerfiel. Laut ifo Geschäftsklimaindex Mai 2024 ist die Stimmung unter den Unternehmen unverändert schlecht. Besonders im Baugewerbe sind die aktuellen und zukünftigen Geschäftsaussichten eher düster. Anders sieht es jedoch in der Kälte-Klima-Wärmepumpenbranche aus: Über 70% der teilnehmenden Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage überwiegend als gut. Dies unterscheidet sich kaum von den Vorjahreszahlen, ist aber deutlich positiver als in der aktuellen ifo Umfrage. Eine positive Entwicklung zeigt sich vor allem in den Geschäftsfeldern "Gewerbe" und "Industrie" laut VDKF-Umfrage im Vergleich zum Vorjahr. Vor diesem Hintergrund beurteilen 90% der Befragten die zukünftige Geschäftslage weiterhin überwiegend positiv. Jedoch wird dieser positive Ausblick durch den Fachkräftemangel getrübt, was den Geschäftsbetrieb einschränkt. Das Kälteanlagenbauerhandwerk zählt zu den Engpassberufen laut einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Damit ist die Kälte-Klima-Branche nicht allein. Die meisten Unternehmen in der Branche und auch wir setzen verstärkt auf Ausbildung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Endverbraucherpreise für Kältemittel sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Angesichts der neuen F-Gase-Verordnung wird erwartet, dass die Preise für HFKW weiter steigen und deren Verfügbarkeit schwieriger wird. Daher ist, die Kältemittel-Rückgewinnung und Aufarbeitung ein wichtiges Thema für die gesamte Branche. (Quelle: VDKF - Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe e.V - Konjunkturumfrage 2023) 3. Geschäftsverlauf: Für die Steuerung unserer Gesellschaft verwenden wir die finanziellen Leistungsindikatoren der Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern. Da wir die Erleichterung nach §276 HGB in Anspruch nehmen, erfolgt keine Aufgliederung der Umsatzerlöse. Das Ergebnis vor Steuern definieren wir als Ergebnis nach Steuern zuzüglich der Steuern des Einkommens und Ertrag. Der Jahresüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr von 341.721,80 EUR auf 183.607,79 EUR gesunken. Auch das Ergebnis vor Steuern ist von 541.801,30 EUR auf 298.516,55 EUR deutlich gesunken. Ursächlich für den Rückgang sind im Wesentlichen erhöhte Rohstoffpreise, höhere Energiekosten, Wettbewerbsdruck, erhöhte Lohnkosten, Ausgaben für Forschung und Entwicklung und eine allgemein schwächere wirtschaftliche Entwicklung. Zudem haben regulatorische Änderungen und neue gesetzliche Anforderungen mit strengeren Umweltauflagen zu zusätzlichen Kosten und höherem Verwaltungsaufwand geführt. Wir konnten den Umsatz gegenüber dem Vorjahr von 17.178.197,93 EUR auf 18.337.033,01 EUR steigern. Ursächlich für das Umsatzwachstum waren primär: • die positive Entwicklung im Servicebereich • die starke Kundenbindung durch Rahmenverträge • erfolgreiche Marktexpansionen • Produktinnovationen mit natürlichen Kältemitteln • Effektivere Marketingstrategien • Verbesserte Vertriebs- und Verwaltungsstruktur Im vergangenen Geschäftsjahr prognostizierten wir für das Jahr 2023/2024 ein gleichbleibendes Ergebnis vor Steuern, welches wir aufgrund der der im Vergleich zum Umsatzwachstum überproportionalen Kostensteigerung nicht erreichen konnten. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir ein gesteigertes Interesse an moderner Kältetechnik und Propan als Kältemittel. Diese Trends werden durch die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz weiter verstärkt. Unsere kontinuierlichen Investitionen in innovative Technologien und Partnerschaften, wie die mit Hecoclima, positionieren uns gut, um von diesem wachsenden Markt zu profitieren. Im Geschäftsjahr 2023/2024 haben wir signifikante Fortschritte im Bereich Forschung und Entwicklung erzielt. Unser engagiertes F&E-Team hat innovative Produkte entwickelt, die sich zukünftig durch fortschrittliche Technologien und hohe Marktattraktivität auszeichnen werden. Nach intensiven Marktanalysen und einer sorgfältigen Prüfung werden diese Neuentwicklungen zukünftig zur Marktreife gebracht. Trotz der schwierigen Umstellungsphase können wir einen Überschuss in Höhe von 298.516,55 EUR vor Steuern als Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit ausweisen. Die Geschäftsleitung beurteilt den Geschäftsverlauf unter diesen Rahmenbedingungen insgesamt als günstig. Wir sind zuversichtlich, dass wir durch kontinuierliche Innovation und Anpassung an die Marktanforderungen auch in Zukunft erfolgreich sein werden. Insgesamt fasst die Geschäftsführung zusammen, dass sich die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt haben. Auch die Entwicklung des zukünftigen Geschäftsklimas wird vorwiegend positiver gesehen, als es im vergangenen Jahr prognostiziert wurde. Der qualifizierte Fachkräftemangel besonders im Betriebsteil Kälte / Klima besteht nach wie vor. 4. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Yanmar Energy System Europe GmbH im Geschäftsjahr 2023/2024 liegt hinter den ursprünglichen Planungen zurück, da das avisierte Geschäftsergebnis nicht erreicht werden konnte. Im Businessplan wurde ein Umsatz in Höhe von 16,4 Mio. EUR angesetzt. Diese Vorgabe konnten wir, trotz der wirtschaftlichen, kriegsbedingten und politischen Umständen sowie dem Fachkräftemangel übertreffen. Ertragslage Der Gesamtumsatz der Gesellschaft stieg mit 18.337.033,01 EUR um 1.158.835,08 EUR über den Vorjahreswert. Vom Umsatz entfielen 16.360.103,07 EUR auf das Inland und 1.976.929,94 EUR auf das Ausland. Der Inlandsanteil vom Gesamtumsatz betrug 89,22%, der Auslandsanteil lag bei 10,78%. Dem erwirtschafteten Umsatz im Geschäftsjahr 2023/2024 von 18.337.033,01 EUR (Vorjahr: 17.178.197,93 EUR) liegt ein Materialeinkauf von 8.435.751,37 EUR (Vorjahr: 8.346.941,88 EUR) zu Grunde. Die Materialeinsatzquote konnte von 48,59% auf 46,00% verbessert werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Personalkosten gestiegen. Diese beliefen sich im Berichtszeitraum auf 6.557.430,55 EUR gegenüber 5.123.800,07 EUR im Vorjahr. Je 1,00 EUR Personalkosten wurde ein Umsatz in Höhe von 2,80 EUR erzielt. Die Produktivität des Unternehmens bezogen auf die Personalkosten im Vergleich mit der Vorjahresquote von 3,35 EUR, ist somit gesunken. Es wurde ein Jahresergebnis von 298.516,55 EUR vor Ertragssteuern erzielt (Vorjahr: 541.801,30 EUR). Die Auftragslage konnte insgesamt als gut bezeichnet werden. Die Gesamtleistung liegt über dem Businessplan von 16,4 Mio. Bei der Versorgung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen traten im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Engpässe auf. Durch alternative Komponenten und ein ausgeprägtes Lieferantennetzwerk hätten wir wie im vorherigen Geschäftsjahr dagegenwirken können. Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik ist darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen. Dies wird zudem durch den Abschluss langfristiger Liefervereinbarungen gesichert. Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich die Ergebnislage aufgrund von erhöhten Rohstoff- und Materialkosten, gestiegenen Energie- und Personalkosten sowie die politischen und gesetzlichen Umweltauflagen, verschlechtert hat. Ein intensiverer Wettbewerb in der Brache hat ebenfalls zu Preissenkungen und geringeren Gewinnmargen geführt. Finanzlage Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als gut ein. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Das Eigenkapital bzw. die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 2.192.530,78 EUR (23%) (Vorjahr: 2.008.922,99 EUR; 20%). Die Veränderung des Eigenkapitals ergab sich aus den Jahresüberschüssen, die auf neue Rechnung vorgetragen wurden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt. Die liquiden Mittel sind von 1.182.334,61 EUR auf 1.535.126,05 EUR gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow. Die Finanzierung der Gesellschaft ist im Wesentlichen durch Darlehen von Konzernunternehmen in Höhe von 3.043.984,31 EUR sichergestellt. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kreditlinien bei den Hausbanken um den Liquiditätsanforderungen gerecht zu werden. Investitionen sind im Sinne von Ersatzbeschaffungen und Notwendigkeit in den Bereichen Fuhrpark, Büroausstattung, Werkzeuge & Maschinen, Soft- und Hardware, Marketing- und Vertriebsmaßnahmen geplant. Ebenfalls ist geplant in die Aus- und Weiterbildung sowie der Personalentwicklung (Talentförderung) sowie dem Umweltschutz durch Abfallmanagement und Ressourcenschonung zu investieren. Die Finanzierung erfolgt über den Cashflow auf der laufenden Geschäftstätigkeit. Vermögenslage Die Vermögenslage ist insbesondere durch das kurzfristige Vermögen in Höhe von 9.219.788,60 EUR, was einem Anteil von 95% der Bilanzsumme entspricht, gekennzeichnet. Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr von 9.816.526,82 EUR auf 9.687.102,17 EUR leicht gesunken. Das Vermögen betrifft im Wesentlichen das Vorratsvermögen mit 5.222.836,72 EUR (Vorjahr: 5.407.746,90 EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich auf 63.061,43 EUR (Vorjahr: 163.061,18 EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 2.398.764,40 EUR (inklusive Verbundbereich) und haben sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich auf 636.887,18 €, die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verminderten sich um 3.706.844,36 EUR auf 27.781,28 EUR. Die Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Prognosebericht Durch die erfolgten politischen Entscheidungen in Deutschland und der EU zur Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes durch Verbrennungsprozesse fossiler Brennstoffe passt die Yanmar Energy System Europe GmbH ihre Produkte und Geschäftsausrichtung entsprechend an. Die Gasmotorwärmepumpe verliert kurzfristig an Bedeutung und wird durch elektrisch betriebene Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel ersetzt. Ein bedeutender Aspekt dieser Neuausrichtung ist der verstärkte Einsatz natürlicher Kältemittel wie Propan und CO 2 , die ein großes Potenzial für Produkte und Anlagenbauprojekte in Gewerbe und Industrie bieten. Diese Anpassung ist auch eine direkte Reaktion auf die F-Gase-Verordnung. Bereits im Jahr 2022 wurden die Schwerpunkte durch starke eigene Entwicklungen in Marl und die Fähigkeit, größere Projekte zu planen und umzusetzen, verschoben. Dieser Trend setzt sich auch im neuen Geschäftsjahr 2024/25 fort. Der Umsatz wird maßgeblich im Anlagenbau und Projektgeschäft erzielt. Der Ausbau des Services stellt das zweitstärkste Standbein dar, indem Wartungsverträge erfüllt sowie Reparaturen und Umbauten realisiert werden. Zudem konnte der Vertrieb vom Produktvertrieb auf Anlagenbauprojekte ausgeweitet werden. Die Übernahme von Wartungen von "Fremd"-Anbietern für Gasmotorwärmepumpen wird sich positiv auf unseren Service auswirken. Besonders hervorzuheben ist die Kooperation mit Hecoclima, die unser Portfolio erweitert und uns ermöglicht, innovative Lösungen für unsere Kunden anzubieten. Im Geschäftsjahr 2024/25 werden neue Produkte entwickelt und Standardprodukte anderer Hersteller, möglicherweise unter der Marke Yanmar, vertrieben. Für 2024/2025 rechnet die Gesellschaft mit einem Umsatz von 18,4 Mio. EUR. Mit diesem Budget reagieren wir auf die äußeren Einflüsse und die momentane wirtschaftliche Lage. Die Gesellschaft plant für das Geschäftsjahr 2024/2025 ein leicht gesteigertes EBITDA. Die Unternehmensstrategie findet die volle Unterstützung der Gesellschafterin. Notwendige Mittel zur Umsetzung der geplanten Produktentwicklungsmaßnahmen sowie auch weiterer Ausbau der Digitalisierung zur Förderung des Wachstums und zur Steigerung der Effizienz sind im Budgetplan enthalten und werden von der Gesellschafterin unterstützt. Eine wesentliche Personalaufstockung ist für 2024/2025 ist nicht vorgesehen. Eine übliche Personalfluktuation wird ausgeglichen. Die Kooperationen mit Schulen, Universitäten und Verbänden sowie individuelle Marketingmaßnahmen zur Fachkräftebeschaffung wird weiter fokussiert und ausgebaut. Im Geschäftsjahr 2024/2025 werden wir insgesamt 18 Auszubildende ausbilden. Die Gesellschaft erwartet aufgrund der prognostizierten Geschäftsentwicklung keine wesentlichen Veränderungen der Liquiditätssituation. Neben der Entwicklung von innovativen Produkten setzen wir auch im nächsten Jahr auf Information und Aufklärung, um unser Know-how mit den Fachbetrieben zu teilen. In Schulungen und Veranstaltungen werden wir weiter über die Neuerungen und Anforderungen der F-Gase-Verordnung, den Einsatz natürlicher Kältemittel wie R290 und CO 2 sowie die aktuellen Fördermöglichkeiten für Anlagen mit diesen natürlichen Kältemitteln informieren. Für 2024 sind wir daher bestens gerüstet, um den Kälte- und Klimaspezialisten erstklassige Technologie und kompetente Unterstützung zu bieten. Von der Politik erwarten wir jedoch geordnete Rahmenbedingungen, die mehr Probleme lösen, als sie verursachen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Für die Sicherung des Unternehmens und der geplanten Entwicklung ist es notwendig, die wesentlichen Risiken zu überwachen und Wachstum und Erfolg mit den bestehenden Risiken in Einklang zu bringen. Hierzu tragen die weiteren Verbesserungen der betrieblichen Abläufe und der internen Kommunikation bei. Folgende Entwicklungen und damit verbundene Risiken stehen bei uns im Fokus: Konjunkturelles Risiko Externe Faktoren wie die konjunkturelle Lage und die allgemeine Entwicklung der Kälte- und Klimabranche haben einen direkten Einfluss auf unser Geschäft. Zusätzlich sorgt die politische Unsicherheit, insbesondere im Hinblick auf energie- und klimapolitische Entscheidungen, für Herausforderungen in unserer Planung und strategischen Ausrichtung. Das EU-Konzept "Fit for 55" und die Überarbeitung der F-Gase-Verordnung führen zu bedeutenden Veränderungen: Der Wegfall fossiler Energieträger und die verstärkte Nutzung umweltfreundlicher Alternativen werden unser Produktportfolio nachhaltig beeinflussen. Die Anpassung an diese regulatorischen Rahmenbedingungen ist entscheidend, um unsere Emissionen zu reduzieren und den Klimazielen der EU gerecht zu werden. Die Einführung neuer Beschränkungen für F-Gase und die steilere Reduktion der Kältemittelmengen stellen uns vor Herausforderungen, bieten aber auch Chancen für Innovationen in der Nutzung natürlicher Kältemittel. Interne Herausforderungen ergeben sich aus rückläufigen Umsätzen mit Stammkunden, Marktsättigung und dem Wegfall eines bedeutenden Kunden im Bereich der Serienfertigung. Diese Einbußen konnten jedoch durch Großprojekte im Anlagenbau teilweise kompensiert werden. Externe Faktoren wie der Ukraine-Krieg, Lieferengpässe, die Gasproblematik und Kostensteigerungen werden sich ebenfalls auf das nächste Geschäftsjahr auswirken. Fachkräftemangel Ein weiterer kritischer Faktor ist der Fachkräftemangel, besonders in Berufen mit hoher fachlicher Qualifikation wie dem Kälteanlagenbauerhandwerk. Um diesen Risiken zu begegnen, haben wir im Anlagenbau und Vertrieb Maßnahmen ergriffen, die eine breitere Ausrichtung hinsichtlich Kunden und Produkteinsatz ermöglichen. Der gezielte Aufbau und die Stärkung des Vertriebs im Bereich Anlagenbau haben erheblich dazu beigetragen, Umsatzeinbrüche zu vermeiden. Die Investition in Aus- und Weiterbildung gewinnt zunehmend an Bedeutung, um langfristig die Qualität und damit die Umsätze zu steigern. Durch regelmäßige Überwachung, ein Qualitätsmanagementsystem und kontinuierliches Controlling der finanziellen und wirtschaftlichen Bereiche reduzieren wir die Wahrscheinlichkeit der Realisierung von Risiken und minimieren unvermeidbare Schäden. Mögliche Forderungsausfälle bei Debitoren Zur Vermeidung von Forderungsausfällen setzt das Unternehmen auch weiterhin auf frühzeitig einsetzendes Debitorenmanagement. Neukunden werden vorab durch externe Auskünfte auf ihr bekanntes Zahlungsverhalten geprüft. Mahnungen erfolgen konsequent und werden bei Notwendigkeit in das Inkasso überführt. 2. Chancenbericht Wettbewerbschancen Die Yanmar Energy System Europe GmbH wird weiterhin flexibel auf äußere Einflüsse reagieren und bereits begonnene Optimierungen fortführen, was sich positiv im kommenden Geschäftsjahr auswirken wird. Effizienteres Arbeiten wird durch Kostenmanagement und das Prüfen bestehender Prozesse mittelfristig möglich. Der Aufbau von Service- und Vertriebsbüros in den Regionen Karlsruhe, Berlin und Hamburg wird sich ebenfalls positiv auf das zukünftige Geschäftsjahr auswirken. Durch die enge Abstimmung zwischen der Abteilung Forschung und Entwicklung und der japanischen Entwicklungsabteilung werden Innovationen vorangetrieben, die Ressourcen effizient nutzen und den heutigen Ansprüchen an umweltschonende Technologien gerecht werden. Diese Innovationen fließen in neue Produkte ein, wodurch wir unsere Position als Innovationsführer in der Branche weiter stärken. Kooperationschancen Auch die Partnerkooperationen werden sich positiv auf den Markt und somit auf das Unternehmen auswirken. Unsere neue Partnerschaft mit Hecoclima zur Herstellung standarisierter Propanwärmepumpen für den deutschen Markt stellt eine bedeutende Chance dar. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es uns, unser Produktportfolio zu erweitern und auf die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Heizlösungen zu reagieren. Im Rahmen dieser Partnerschaft haben wir auch die Bestandskunden übernommen und im Service betreut, was zu einem deutlichen Wachstum gegenüber dem Plan führen wird. 3. Fazit Allgemein sehen wir auch vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden. Nach Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen wird für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Leistung gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 gehen wir daher von einer leichten Steigerung im Ergebnis vor Ertragssteuern aus. Ziel ist nicht primär das Umsatzwachstum, sondern die Verbesserung der Marge, um zukünftig in neue Produkte, die Ausbildung, Software und Arbeitsplätze investieren zu können.
Marl, den 09.09.2024 Petrus Aarsen Michael Nisch BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Es wurden Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens zum Festwert bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 2.033.904,64 EUR Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 2.185.274,07 EUR Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 9.596,00 EUR (Vorjahr: 10.296,00 EUR). Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 EUR. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 6.735.516,43 EUR (Vorjahr: 7.058.448,47 EUR). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen mit 280.154,07 € (Vorjahr: 80.883,60 €) gleichzeitig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. Der verbleibende Betrag von 3.043.984,31 € (Vorjahr : 0,00 €) betrifft ein Darlehen, dass variabel mit bis zu 2,66 % verzinst wird. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 284.339,64 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen die abgeschlossenen Leasingverträge für den Fuhrpark der Gesellschaft. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Konzernzugehörigkeit Die Yanmar Energy System Europe GmbH wurde in den Konzernabschluss der Yanmar Co. Ltd., Osaka, Japan einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der Yanmar Holdings Co.Ltd. einsehbar. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss beträgt 183.607,79 EUR. Auf neue Rechnung werden 183.607,79 EUR vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Marl, den 09.09.2024 Petrus Aarsen Michael Nisch sonstige Berichtsbestandteile
Marl, den 09.09.2024 Petrus Aarsen Michael Nisch Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 18.01.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Yanmar Energy System Europe GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Yanmar Energy System Europe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Yanmar Energy System Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der für die Überwachung Verantwortlichen für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die für die Überwachung Verantwortlichen sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Duisburg, den 09.09.2024 NRT
Niederrheinische Treuhand GmbH
S. Krapoth, Wirtschaftsprüfer |
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