elero GmbHLiquidiert

73278 Schlierbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 735858
Eingetragen
28.10.1976
Branche
Herstellung von Elektromotoren und GeneratorenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb sowie der Verkauf von Antriebsmotoren und anderen Antrieben jeder Art, von Rolladen- und Sonnenschutzsystemen, Markisen und Blenden.

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

elero GmbH

Schlierbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz

Aktiva

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.508.174,21 4.509.602,02
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.253,29 29.582,38
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 885.776,00
4.511.427,50 5.424.960,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.919.386,35 12.224.283,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.819.699,71 1.506.823,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.118.557,14 1.415.621,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.079.728,90 1.653.691,51
16.937.372,10 16.800.419,89
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.500,00 12.500,00
21.461.299,60 22.237.880,29
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.485.178,00 11.684.139,28
2. Unfertige Erzeugnisse 3.753.294,00 3.201.097,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.511.860,00 4.921.595,00
26.750.332,00 19.806.831,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.894.442,79 4.237.188,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.211.261,69 3.311.219,79
3. Forderungen gegen den Gesellschafter 0,00 290.697,84
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.466.790,30 347.161,81
6.572.494,78 8.186.268,14
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 125.764,78 5.128.524,59
33.448.591,56 33.121.624,01
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 78.564,04 102.625,92
54.988.455,20 55.462.130,22

Passiva

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.600.000,00 1.600.000,00
II. Kapitalrücklage 13.532.455,36 13.532.455,36
III. Gewinnvortrag 6.894.135,92 0,00
IV. Jahresüberschuss 1.342.205,94 6.894.135,92
23.368.797,22 22.026.591,28
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 222.444,96 222.444,96
2. Sonstige Rückstellungen 3.493.452,57 3.047.794,60
3.715.897,53 3.270.239,56
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.345.498,45 4.486.111,13
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.922.337,82 15.323.713,02
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.713.164,96 8.180.867,92
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.942,08 2.208,64
5. Sonstige Verbindlichkeiten 900.824,74 913.018,58
- davon aus Steuern: EUR 258.437,49 (Vorjahr: EUR 279.798,80)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
26.883.768,05 28.905.919,29
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 1.019.992,40 1.259.380,09
54.988.455,20 55.462.130,22

Gewinn- und Verlustrechnung

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 123.886.864,26 116.508.001,57
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen 3.383.207,62 -210.362,62
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 340.567,97 570.759,74
4. Sonstige betriebliche Erträge 106.514,05 294.631,12
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -90.496.587,06 -75.855.524,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.124.933,73 -4,067.206,18
-95.621.520,79 -79.922.730,56
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.011.277,75 -14.474.015,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.836.142,81 -2.700.054,67
-17.847.420,56 -17.174.069,82
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.151.936,08 -3.587.138,78
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.058.270,28 -7.569.774,37
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 7.920,75
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -138.836,95 -174.048,89
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 68.106,48 (Vorjahr: EUR 114.765,15)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -528.611,62 -1.821.122,54
12. Ergebnis nach Steuern 1.370.557,62 6.922.065,60
13. Sonstige Steuern -28.351,68 -27.929,68
14. Jahresüberschuss 1.342.205,94 6.894.135,92

Anhang

I. Allgemeine Hinweise

Die elero GmbH hat ihren Sitz in Schlierbach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 735858 eingetragen.

Der Jahresabschluss der elero GmbH, Schlierbach, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die elero GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene und selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (3 bis 5 Jahre, lineare Methode) vermindert. Die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen enthalten Einzelkosten und angemessene Anteile an Gemeinkosten. Seit 2013 werden Entwicklungskosten einbezogen, welche sich nur auf Aufwendungen der Entwicklungsphase begrenzen. Die Aufwendungen der Forschungsphase werden ergebniswirksam behandelt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden vorgenommen, soweit es sich um dauerhafte Wertminderungen handelt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde über die geschätzte Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen bemessen sich unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 50 Jahren nach der linearen Abschreibungsmethode.

Bauten 33 - 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8-12 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden im Rahmen der Bildung eines Sammelpostens linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die in den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit einem gleitenden Durchschnittswert, unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungskosten, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, und Kosten der allgemeinen Verwaltung. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Altbestände und unverkäufliche Produkte werden angemessen abgewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden unter Berücksichtigung von etwaigen Wertminderungen zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

In den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Der Bewertung sind unter Berücksichtigung erwarteter Preissteigerungen die vorsichtig geschätzten Erfüllungsbeträge zugrunde gelegt. Bei Schätzungen werden Erfahrungssätze bezogen auf die relevanten Bezugsgrößen angewendet.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Sofern einschlägig werden kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten liegen nicht vor.

Passive latente Steuern

Am 17. Dezember 2020 hatten elero GmbH und deren alleinige Gesellschafterin, die NICE Deutschland GmbH, den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 7. Oktober 2013 mit Wirkung zum 31. Dezember 2020, 24:00 Uhr aufgehoben. Entsprechend hat elero GmbH den Jahresüberschuss für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr letztmalig an NICE Deutschland GmbH abgeführt und ist dessen Versteuerung durch die Gesellschafterin letztmalig für das Veranlagungsjahr 2020 erfolgt.

Ab dem Geschäftsjahr 2021 werden das zu versteuernde Einkommen und der Gewerbeertrag der elero GmbH durch die Gesellschaft selbst der Besteuerung unterworfen. Aus diesem Grunde hat elero GmbH zum 31. Dezember 2020 erstmalig selbst die latenten Steuern passiviert, die ab dem Veranlagungszeitraum 2021 zu steuerlichen Mehrergebnissen der elero GmbH führen. Die Einbuchung der passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2020 war erfolgsneutral als Forderung gegen der Gesellschafterin NICE Deutschland GmbH erfasst und im Geschäftsjahr 2021 über das Verrechnungskonto ausgeglichen worden.

Elero GmbH hat latente Steuern für alle temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Bilanzwerten der angesetzten Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet. Latente Steuern werden unter Anwendung der unternehmensindividuellen Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung beziehungsweise der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

III. Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

A. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang (Anlagespiegel) dargestellt.

A.1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

Im Geschäftsjahr 2022 sind insgesamt TEUR 3.019 an Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, wovon insgesamt TEUR 405 Entwicklungskosten aktiviert wurden.

A. 2. Geschäfts- oder Firmenwert

Der Firmenwert wurde über einen Abschreibungszeitraum von 10 Jahren aufgrund der Branchenstabilität sowie Produktlebenszyklen abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte aus der Verschmelzung der PSO Holding 1 GmbH und HB Beteiligungs GmbH auf die elero GmbH mit Wirkung zum 1. Oktober 2012.

A. 3. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hält folgende Anteile an verbundenen Unternehmen (> 20 %):

(Beträge in tausend Währungseinheiten der Landeswährung)

Kapitalanteil Währung Jahresergebnis Eigenkapital
elero India Motors & Controls, Dehli / Indien 1) 99,99 % TINR -5.370 12.833
1) Geschäftsjahr 1. April 2021 bis 31. März 2022

Die zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 13 betreffen ausschließlich die elero India Motors and Controls Private Limited, Indien.

B. Umlaufvermögen

B. 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 294 (Vorjahr: TEUR 281) vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wie im Vorjahr, Forderungen in Höhe von TEUR 0 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

B. 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.211 (Vorjahr: TEUR 3.311) enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

B. 3. Forderungen gegen Gesellschafter

Es bestehen zum Stichtag keine Forderungen gegen die Gesellschafterin, die zugleich Forderungen gegen verbundene Unternehmen darstellen (Vorjahr: TEUR 291).

B. 4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 1.467 (Vorjahr TEUR 347) und weisen, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 1.133 (Vorjahr: TEUR 143) und im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 37) sowie Forderungen gegen debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 275 (Vorjahr: TEUR 99).

PASSIVA

A. Eigenkapital

A. 1. Gezeichnetes Kapital

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 1.600 und ist in voller Höhe eingezahlt.

A.2. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der elero GmbH beträgt wie im Vorjahr TEUR 13.532.

A.3. Ausschüttungssperre

Es besteht eine Ausschüttungssperre im Sinne des § 268 Absatz 8 HGB in Höhe von TEUR 4.508 abzüglich anteiliger passiver latenter Steuern von TEUR 1.020 aus der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände.

B. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 822 (Vorjahr: TEUR 977), für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 130) und Garantierückstellungen in Höhe von TEUR 1.594 (Vorjahr: TEUR 1.184).

Von den Personalrückstellungen entfallen insbesondere TEUR 283 (Vorjahr: TEUR 285) auf Überstunden, TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 236) auf Mitarbeiterbonus, TEUR 177 (Vorjahr: TEUR 182) auf Resturlaub, TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 154) auf Berufsgenossenschaftsbeiträge und TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 99) auf Jubiläumszuwendungen.

C. Verbindlichkeiten

C. 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen zum Stichtag unter anderem ein Tilgungsdarlehen in Höhe von TEUR 3.542 aus, wovon TEUR 944 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 2.598 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (davon wiederum TEUR 0 mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahre) haben. Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Form eines Tilgungsdarlehens in Höhe von TEUR 4.486, wovon TEUR 944 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 3.542 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (davon wiederum TEUR 0 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre) haben. Das Darlehen ist mit einer Grundschuld gesichert.

C. 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten sind, wie bereits im Vorjahr, in vollem Umfang innerhalb eines Jahres fällig.

C. 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.713 (Vorjahr: TEUR 8.181) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.596 (Vorjahr: TEUR 3.018) sowie ein von der NICE S.p.A. ausgereichtes unbefristetes Darlehen inkl. Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.117 (Vorjahr: TEUR 5.163). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben in Höhe von TEUR 5.049 wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und zugleich eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre. Im Übrigen haben die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

C. 4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2). Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und stellen wie im Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten dar.

C. 5. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 901 (Vorjahr: TEUR 913). Darin enthalten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber kreditorischen Debitoren TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 280), Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeiter in Höhe von TEUR 364 (Vorjahr: TEUR 348) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 258 (Vorjahr: TEUR 280). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

D. Passive latente Steuern

Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus dem steuerlichen Aktivierungsverbot des § 5 Abs. 2 EStG betreffend selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Aktive latente Steuern beruhen im Wesentlichen auf den steuerlich abweichenden Ausweis einer Zahlung von Lieferantenverbindlichkeiten. Aktive und passive Differenzen betreffen unterschiedliche Abschreibungsverläufe in Handels- und Steuerbilanz. Die aktiven und passiven latenten Steuern sind brutto ermittelt worden (siehe auch unten beigefügte Tabelle), werden aber in der Bilanz der Übersicht halber verrechnet und der Passivüberhang wird als Bilanzposten Passive latente Steuern dargestellt.

Der anzuwendende Steuersatz ergibt sich unter Berücksichtigung der erwarteten Gewerbesteuerzerlegung 2022 sowie aus dem Körperschaftsteuersatz nebst Solidaritätszuschlag mit 27,81 %.

Latente Steuern zum 31.12.2022 Handelsbilanz zum 31.12.2022 Steuerbilanz zum 31.12.2022
immaterielle Vermögensgegenstände
aktivierte Entwicklungskosten TEUR 4.508 0
Konzessionen TEUR 3 3
Geschäfts- oder Firmenwert TEUR 0 0
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude (inkl. Mietereinbauten) TEUR 11.919 11.981
Technische Anlagen und Maschinen TEUR 1.820 1.973
Andere Anlagen, BGA TEUR 1.119 1.132
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau TEUR 2.080 2.080
Sonstige Vermögensgegenstände TEUR 1.501 2.039
aktive Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 79 79
Sonstige Rückstellungen TEUR -3.600 -3.526
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR -11.922 -11.922
Sonstige Verbindlichkeiten TEUR -901 -901
latente Steuern (brutto) TEUR
latente Steuern (netto) TEUR
Latente Steuern zum 31.12.2022 Bewertungsunterschied zum 31.12.2022 Steuersatz aktive latente Steuern 31.12.2022 passive latente Steuern 31.12.2022
immaterielle Vermögensgegenstände
aktivierte Entwicklungskosten 4.508 1.254
Konzessionen 0 0
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude (inkl. Mietereinbauten) -62 17
Technische Anlagen und Maschinen -153 43
Andere Anlagen, BGA -13 4
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände -538 150
aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0 0
Sonstige Rückstellungen -74 21
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0
latente Steuern (brutto) 3.668 27,809 % 234 1.254
latente Steuern (netto) 1.020

Im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich eine ertragswirksame Auflösung der passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 239.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

- nach Tätigkeitsbereichen 2022 %
Antriebstechnik TEUR 113.029 91 %
Linearantriebstechn k TEUR 10.858 9 %
elero GmbH 123.887 100 %
- nach Märkten
Inland TEUR 57.957 47 %
Ausland TEUR 65.930 53 %
elero GmbH 123.887 100 %
- nach Tätigkeitsbereichen 2021 % Δ Δ %
Antriebstechnik 107.098 92 % 5.931 5,5 %
Linearantriebstechn k 9.410 8 % 1.447 15,4 %
elero GmbH 116.508 100 % 7.379 6,3 %
- nach Märkten
Inland 54.619 47 % 3.338 6,1 %
Ausland 61.889 53 % 4.041 6,5 %
elero GmbH 116.508 100 % 7.380 6,3 %

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 295). Sie enthalten hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 111), Wertberichtigungen von Forderungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1), Gewinne aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 5), Entlastungen nach § 54 EnergieStG TEUR 10 (Vorjahr TEUR 18) sowie Fördergelder Elektromobilität TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 14).

Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 130).

3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Hier enthalten sind Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 886 (Vorjahr TEUR: 1.181).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.058 (Vorjahr: TEUR 7.570) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Ausgangsfrachten TEUR 1.106 (Vorjahr: TEUR 1.086), EDV-Kosten TEUR 1.037 (Vorjahr: TEUR 890), Garantieaufwendungen TEUR 2.010 (Vorjahr: TEUR 871), Instandhaltungsaufwendungen TEUR 472 (Vorjahr: TEUR 398), Kfz-Kosten TEUR 436 (Vorjahr: TEUR 396), Werbekosten TEUR 346 (Vorjahr: TEUR 362), Rechts- und Beratungskosten TEUR 546 (Vorjahr: TEUR 349), Logistikdienstleistungen TEUR 930 (Vorjahr TEUR 831), Versicherungen TEUR 280 (Vorjahr TEUR 257) und Verluste aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 175 (Vorjahr: TEUR 217).

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Diese Position beinhaltet Zinsen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 59) sowie gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 115)

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres 2022 belaufen sich auf einen effektiven Steueraufwand von TEUR 768 (Vorjahr: TEUR 2.444) und betreffen das laufende Ergebnis. Demgegenüber wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Betrag von TEUR 239 an passiven latenten Steuern aufgelöst (Vorjahr: TEUR 623).

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen zum Stichtag Bankbürgschaften in Höhe von TEUR 50 gegenüber dem Hauptzollamt. Aufgrund der stets ordnungsgemäßen Abwicklung der zu verzollenden Warenverkehre, sehen wir keinen Grund der Inanspruchnahme aus der gewährten Bankbürgschaften.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen belaufen sich in den nächsten 5 Jahren auf TEUR 1.138. Für das nächste Geschäftsjahr sind finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 800 zu bedienen, die im Wesentlichen Verpflichtungen aus EDV-Wartungsverträgen (TEUR 437), den Kfz-Leasingverträgen (TEUR 145) sowie aus Mietverträgen für die Geschäftsausstattung (TEUR 116) enthalten. Darüber hinaus bestehen in den kommenden Jahren Investitionsverpflichtungen von TEUR 569.

3. Mitarbeiter

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt: 2022 2021 Δ
Gewerbliche Arbeitnehmer 168 162 6
Angestellte 154 153 1
Gesamt 322 315 7

4. Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB

Wesentliche, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zwischen nicht im 100-prozentigen Anteilsbesitz stehenden in einen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen lagen nicht vor.

5. Honorar der Abschlussprüfer

Für die Abschlussprüfungsleistungen ergab sich in 2022 ein Betrag von TEUR 35. Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen wurden vom Abschlussprüfer nicht erbracht.

6. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Geschäftsführung

Enzo Viola, Geschäftsführer; alleinvertretungsberechtigt, bis 30.06.2022.

Thorsten Seefried, Geschäftsführer, alleinvertretungsberechtigt, vom 20.06.2022 bis 05.08.2022.

Pasquale Silvestre. Geschäftsführer, alleinvertretungsberechtigt, seit 29.07.2022.

Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

7. Mutterunternehmen

Die Gesellschaft ist seit dem 1. Januar 2016 eine 100 prozentige Tochtergesellschaft der Nice Deutschland GmbH, Billerbeck. Die Nice Deutschland GmbH wiederum ist eine 100 prozentige Beteiligung der NICE S.p.A., Oderzo, Italien. Die elero GmbH, Schlierbach, und ihre Alleingesellschafterin, die Nice Deutschland GmbH, Billerbeck, werden in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens des Nice Konzerns, der NICE S.p.A, Oderzo, Italien, einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist am Sitz der obersten Konzerngesellschaft erhältlich.

8. Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 1.342 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Schlierbach, den 31. August 2023

Pasquale Silvestre, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.463.788,20 1.077.971,23 0,00 0,00 8.541.759,43
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.708.702,93 0,00 0,00 -51.351,17 3.657.351,76
3. Geschäfts- oder Firmenwert 11.810.308,00 0,00 0,00 0,00 11.810.308,00
22.982.799,13 1.077.971,23 0,00 -51.351,17 24.009.419,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.638.050,51 10.535,00 0,00 0,00 13.648.585,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.647.912,40 215.457,63 541.374,33 -749.834,50 8.654.909,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.570.735,19 103.980,81 0,00 -949.206,24 4.725.509,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.653.691,51 967.411,72 -541.374,33 0,00 2.079.728,90
29.510.389,61 1.297.385,16 0,00 -1.699.040,74 29.108.734,03
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.500,00 0,00 0,00 0,00 12.500,00
52.505.688,74 2.375.356,39 0,00 -1.750.391,91 53.130.653,22
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.954.186,18 1.079.399,04 0,00 4.033.585,22
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.679.120,55 26.329,09 -51.351,17 3.654.098,47
3. Geschäfts- oder Firmenwert 10.924.532,00 885.776,00 0,00 11.810.308,00
17.557.838,73 1.991.504,13 -51.351,17 19.497.991,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.413.767,16 315.432,00 0,00 1.729.199,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.141.088,41 443.956,24 -749.834,50 6.835.210,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.155.114,15 401.043,71 -949.205,24 3.606.952,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.709.969,72 1.160.431,95 -1.699.039,74 12.171.361,93
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
30.267.808,45 3.151.936,08 -1.750.390,91 31.669.353,62
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.508.174,21 4.509.602,02
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.253,29 29.582,38
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 885.776,00
4.511.427,50 5.424.960,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.919.386,35 12.224.283,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.819.699,71 1.506.823,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.118.557,14 1.415.621,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.079.728,90 1.653.691,51
16.937.372,10 16.800.419,89
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.500,00 12.500,00
21.461.299,60 22.237.880,29

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen

1. Gegenstand der Gesellschaft, Einbindung in den Konzernverbund

Die elero GmbH ist seit dem 1. Januar 2016 eine 100 prozentige Tochtergesellschaft der Nice Deutschland GmbH, Billerbeck. Die Nice Deutschland GmbH wiederum ist eine 100 prozentige Beteiligung der NICE S.p.A, Oderzo/Italien, welche weltweit eine Vielzahl an direkten und indirekten Tochtergesellschaften und Niederlassungen unterhält (Nice Gruppe).

Die elero GmbH entwickelt, produziert und vertreibt unter dem Markennamen "elero" technisch hochwertige und innovative Lösungen zur Steuerung von Beschattungen in vielseitigen Anwendungen der Gebäudeausstattung, Smart Home Solutions, Linearantriebe für Fassaden, Solar/Photovoltaikanlagen und Anwendungen des Maschinenbaus sowie Steuerungen und Zubehör.

Die elero GmbH arbeitet an zwei Standorten mit jeweils eigener Produktionsstätte, produktgruppenspezifischen Entwicklungs- und Qualitätssicherungsabteilungen sowie Vertriebs- und Einkaufsorganisationen:

1.

Antriebstechnik (Beschattungen) (AST), in Schlierbach und

2.

Linearantriebstechnik (LIN), in Pößneck.

Die Bereiche Geschäftsführung, Informationstechnologie, Personalwesen, Buchhaltung sowie Controlling werden zentral in Schlierbach ausgeführt.

2. Absatzmärkte

Industrie und das Handwerk, die wie folgt betreut werden:

1.

Handwerkskunden Inland, betreut durch Außendienstmitarbeiter

2.

Industriekunden in Europa, betreut durch Außendienstmitarbeiter im Industriekunden-Vertrieb sowie ausgewählte lokale Händler

3.

Ausland betreut durch das Niederlassungsnetz der Nice Gruppe

3. Forschung und Entwicklung

Die elero GmbH betreibt eigenständige Entwicklungsabteilungen an den Standorten Pößneck (LIN) und Schlierbach (AST).

Der Entwicklungsbereich umfasste über beide Bereiche im Jahr 2022 27 Mitarbeiter.

Die neue Senderfamilie SON wurde in 2022 zur Serienreife entwickelt. Die Senderfamilie umfasst über 12 unterschiedliche Varianten. Alle 1-Kanal und 6-Kanalsender konnten erfolgreich in die Feldtestphase übergeben werden. Die Variante mit 16 Kanälen und einen grafischen Informationsdisplay erforderte noch weitere Entwicklungsarbeiten bis Ende 2022. Hier sei die zusätzliche Funktionalität der NFC-Programmierung besonders zu erwähnen, die sich so bei keinem anderen Gerät auf dem Markt wiederfindet. Die NFC-Programmierung ermöglicht es dem Endanwender alle 16-Kanäle des Senders mit allen Zeitplänen und Verknüpfungen auf einem Smartphone zu konfigurieren und die Daten anschließend komfortabel auf den Sender zu übertragen. Mit dieser Technologie setzt die elero GmbH erneut einen Meilenstein in der Sonnenschutzbranche.

Obwohl die Coronakrise Anfang 2022 überwunden oder mindestens stark abgeschwächt empfunden wurde, löste der Ukrainekonflikt ab Anfang 2022 erneut starke Störungen in den vorhandenen Lieferketten aus. Die Verknappung der Elektronikbauteile am Weltmarkt führte erneut, wie schon in 2021, zu erhöhten Aufwendungen sowie dazu Alternativkomponenten zu entwickeln und zu homologieren. Hier ist insbesondere der Combio III zu erwähnen, der durch ein vollständiges Redesign in Hardware und Firmware auf eine neue Mikroprozessor Familie umgestellt wurde und es elero ermöglichte, das Produkt am Markt weiterhin verfügbar zu machen.

Im Geschäftsjahr 2022 sind insgesamt TEUR 3.019 an Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, wovon insgesamt TEUR 405 Entwicklungskosten aktiviert wurden. Dies entspricht einer Aktivierungsquote von 13 %. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betragen im Geschäftsjahr TEUR 967.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Der positive Geschäftsverlauf und somit das Umsatzwachstum des Vorjahres setzte sich bis in die erste Hälfte des Geschäftsjahres fort. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres gab es hingegen eine deutliche Zäsur. Die mannigfachen globalen Problemlagen kulminierten zur Jahresmitte in einer globalen Abkühlung der Wirtschaft. Im Zusammenspiel mit steigenden Zinsen, machte dieser Trend auch vor den für die Gesellschaft relevanten Branchen (insbes. Baubranche) nicht halt. Die Gesellschaft war wie das gesamte Marktsegment dergestalt davon betroffen, dass ab Jahresmitte die Nachfrage und damit der Auftragseingang deutlich abgefallen sind. Dabei war das 4. Quartal nochmals schwächer als das vorangehende. Dennoch konnten wir in Summe ein Umsatzwachstum von TEUR 7.379 oder rund 6,3 % erzielen.

Im Geschäftsbereich Linearantriebstechnik war das Umsatzwachstum hingegen ganzjährig konstant und betrug in Summe sogar 15,4 % im Vergleich zum Vorjahresniveau. Dieses Umsatzwachstum wurde größtenteils im Inland erzielt. Das Geschäftsergebnis im Geschäftsbereich Linearantriebstechnik hätte noch weitaus besser ausfallen können, wurde jedoch limitiert durch weiterhin auftretende Engpässe bei der Beschaffung von Rohmaterialien, Komponenten und elektronischen Bauteilen.

Der Umsatz 2022 setzt sich wie folgt zusammen:

- nach Tätigkeitsbereichen 2022 %
Antriebstechnik TEUR 113.029 91 %
Linearantriebstechn k TEUR 10.858 9 %
elero GmbH 123.887 100 %
- nach Märkten
Inland TEUR 57.957 47 %
Ausland TEUR 65.930 53 %
elero GmbH 123.887 100 %
- nach Tätigkeitsbereichen 2021 % Δ Δ %
Antriebstechnik 107.098 92 % 5.931 5,5 %
Linearantriebstechn k 9.410 8 % 1.447 15,4 %
elero GmbH 116.508 100 % 7.379 6,3 %
- nach Märkten
Inland 54.619 47 % 3.338 6,1 %
Ausland 61.889 53 % 4.040 6,5 %
elero GmbH 116.508 100 % 7.379 6,3 %

Zusammenfassend beurteilen wir den Geschäftsverlauf 2022 aufgrund der stark gestiegenen Beschaffungskosten für Material und der damit gesunkenen Profitabilität insgesamt als nicht unseren originären Ambitionen entsprechend.

2. Lage des Unternehmens

2.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen EBITDA, EBITDA- Rendite, Working Capital und die Liquidität nach IFRS herangezogen. Der Abschluss nach HGB weist aufgrund des gewählten Ansatzes von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und der Tatsache, dass auch im Übrigen nur wenige Sachverhalte vorliegen, die eine abweichende Bilanzierung erfordern, nur geringe Abweichungen zu den IFRS-Zahlen aus. Insofern halten wir die Kennzahlen auch zur Steuerung des HGB-Abschlusses für geeignet. Im Folgenden werden die entsprechenden Kennzahlen nach IFRS dargestellt.

Die EBITDA-Rendite spiegelt das Verhältnis des betrieblichen Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zu den Umsatzerlösen wider. Das Working Capital stellt die Saldogröße aus Kundenforderungen sowie den Lagerbeständen abzüglich der Lieferantenverbindlichkeiten und sonstigen Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten dar. Die Liquidität zeigt den Saldo aller kurzfristigen Bankkontenstände zu einem bestimmten Stichtag abzüglich der Gewinnabführung bzw. zuzüglich Verlustübernahme (Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 7. Oktober 2013 mit Wirkung zum 31. Dezember 2020, 24:00 Uhr aufgehoben).

Die Gesellschaft erreichte ein EBITDA (IFRS) von TEUR 7.211 im Jahr 2022 verglichen zu TEUR 15.031 im Jahr 2021. Der erhöhte Auftragseingang führte zu einer Steigerung der Umsätze im Berichtsjahr. Jedoch konnte dieses Umsatzwachstum nur mit einer erhöhten Materialaufwandsquote und erheblichen Sonderkosten für die Materialbeschaffung realisiert werden. Dies führte zu einer Reduktion des EBITDA sowie der EBITDA-Rendite (IFRS) auf 6,4 % im Jahr 2022 verglichen zu 14,1 % im Jahr 2021.

Das Net Working Capital erhöhte sich im gleichen Zeitraum von TEUR 6.080 auf TEUR 14.101 und ist hauptsächlich auf die Erhöhung der Vorräte ab Mitte des Jahres 2022 zurückzuführen. Die Erhöhung der Lagerbestände wurde über die Verwendung der Barbestände sowie der Belastung der Kontokorrentkreditlinie finanziert.

2.2. Ertragslage

2022 %
Umsatzerlöse TEUR 123.887 97 %
Bestandsveränderungen TEUR 3.383 3 %
aktivierte Eigenleistungen TEUR 340 0 %
sonstige betriebliche Erträge TEUR 107 0 %
betriebliche Gesamtleistung TEUR 127.717 100 %
Materialaufwand TEUR -95.622 -75 %
Rohertrag TEUR 32.095 25 %
Personalaufwand TEUR -17.847 -14 %
Abschreibungen TEUR -3.152 -2 %
sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR -9.058 -7 %
2.038 2 %
2021 % Δ
Umsatzerlöse 116.508 99 % 7.379 6,3 %
Bestandsveränderungen -210 0 % 3.594 < - 100,0 %
aktivierte Eigenleistungen 571 0 % -231 -40,4 %
sonstige betriebliche Erträge 295 0 % -188 -63,7 %
betriebliche Gesamtleistung 117.163 100 % 10.554 9,0 %
Materialaufwand -79.923 -68 % -15.699 19,6 %
Rohertrag 37.240 32 % -5.145 -13,8 %
Personalaufwand -17.174 -15 % -673 3,9 %
Abschreibungen -3.587 -3 % 435 -12,1 %
sonstige betriebliche Aufwendungen -7.570 -6 % -1.488 19,7 %
8.909 8 % -6.871 -77,1 %

Im Geschäftsjahr 2022 war die Ertragslage stark durch die Themen Engpässe auf dem Beschaffungsmarkt sowie stark steigende Rohstoffpreise, Zusatzkosten für Beschaffung und Logistik, lange Lieferzeiten und Lieferfähigkeit geprägt.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 von TEUR 116.508 auf TEUR 123.887 und damit um 6,3 %.

Die Materialaufwandsquote, bezogen auf die betriebliche Gesamtleistung, lag bei 75 % (Vorjahr: 68 %) und ist damit um 7 Prozentpunkte gestiegen. Die Rohstoffpreiserhöhungen und Inflation sind die Hauptgründe für die Erhöhung des Materialaufwandes. Auch die signifikant höheren Ausgaben für Transporte, sowie auch die Beschaffungsnebenkosten haben massiv zur Aufwandserhöhung beigetragen. Diese konnten bisher nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden.

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 673. Die Personalaufwandsquote zur betrieblichen Gesamtleistung reduzierte sich leicht um -1 Prozentpunkt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich vor allem in den Bereichen Logistikdienstleister, Entwicklungskosten, IT, Beratungskosten und Garantiekosten.

2022 2021 Δ Δ %
Zinsen und ähnliche Erträge TEUR 0 8 -8 -100,0 %
Zinsen und ähnliche Aufwendungen TEUR -139 -174 35 20,2 %
Finanz- und Beteiligungserträge TEUR -139 -166 27 -16,3 %

Der Zinsaufwand für Fremdkapital reduzierte sich im Berichtsjahr um TEUR -35 gegenüber dem Vorjahr.

Das Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 1.342 (Vorjahr: TEUR 6.894).

2.3. Vermögens- und Finanzlage

2.3.1 .Vermögenslage

31.12.2022 %
Anlagevermögen TEUR 21.461 39 %
Umlaufvermögen TEUR 33.448 61 %
übrige Aktiva TEUR 79 0 %
Aktiva 54.988 100 %
31.12.2021 % Δ Δ %
Anlagevermögen 22.238 40 % -777 -3,5 %
Umlaufvermögen 33.122 60 % 327 1,0 %
übrige Aktiva 103 0 % -24 -23,3 %
Aktiva 55.462 100 % -474 -0,9 %

Insgesamt reduzierte sich die Bilanzsumme um TEUR -474 von TEUR 55.462 auf TEUR 54.988.

Das Anlagevermögen verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 um TEUR -777. Diese Veränderung ist auf folgende Effekte zurückzuführen. Von den Zugängen in Höhe von TEUR 2.375 entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände TEUR 1.078, Anlagen im Bau TEUR 967 und Maschinen TEUR 215. Gegenläufige Effekte waren die Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.152.

Das Umlaufvermögen hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 um TEUR 327 erhöht.

31.12.2022 %
Vorratsbestand TEUR 26.750 80 %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 2.894 9 %
Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 2.211 7 %
Forderungen gegen Gesellschafter TEUR 0 0 %
Sonstige Vermögensgegenstände TEUR 1.467 4 %
Kassenbestand und Bankguthaben TEUR 126 0 %
Umlaufvermögen TEUR 33.448 100 %
31.12.2021 % Δ Δ %
Vorratsbestand 19.807 60 % 6.943 35,1 %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.237 13 % -1.343 -31,7 %
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.311 10 % -1.100 -33,2 %
Forderungen gegen Gesellschafter 291 1 % -291 -100,0 %
Sonstige Vermögensgegenstände 347 1 % 1.119 322,4 %
Kassenbestand und Bankguthaben 5.129 15 % -5.003 -97,5 %
Umlaufvermögen 33.122 100 % 326 1,0 %

Der Vorratsbestand wurde im Bereich Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Fertigerzeugnisse aufgebaut, um die Lieferfähigkeit weiter abzusichern. Zum anderen spielten auch die Preiserhöhungen der Materialien eine Rolle.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.211 umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 1.467, darin enthalten sind insbesondere Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 1.133 und im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 57.

2.3.2.Finanzlage

2022 %
Eigenkapital TEUR 23.369 42 %
Rückstellungen TEUR 3.716 7 %
Verbindlichkeiten TEUR 26.884 49 %
Passive latente Steuern TEUR 1.020 2 %
Passiva 54.988 100 %
2021 % Δ Δ %
Eigenkapital 22.027 40 % 1.342 6,1 %
Rückstellungen 3.270 6 % 446 13,6 %
Verbindlichkeiten 28.906 52 % -2.022 -7,0 %
Passive latente Steuern 1.259 2 % -239 -19,0 %
Passiva 55.462 100 % -474 -0,9 %

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist um das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 1.342 auf TEUR 23.369 gestiegen.

Der Anstieg der Rückstellungen um TEUR 446 resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Garantierückstellung in Höhe von TEUR 410.

Die Verbindlichkeiten sind im Jahr 2022 um TEUR -2.022 gesunken. Dem Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR-3.401 steht die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 859 entgegen.

Das Bankguthaben wurde im Jahr 2022 hauptsächlich für den Aufbau von Vorräten genutzt.

Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2022 jederzeit gegeben. Gleiches gilt für das laufende Geschäftsjahr 2023.

Das Liquiditätsniveau wird dank der erwarteten Cash-Generierung aus dem laufenden Geschäft, der erwarteten Erneuerung der bereits bestehenden Bankkreditlinien und den langfristig abgeschlossenen Darlehen solide bleiben. Das mit der Muttergesellschaft Nice S.p.A. abgeschlossene Darlehen ist unbefristet und besteht ohne Tilgungsplan.

Bei dem Bankdarlehen handelt es sich um ein Tilgungsdarlehen und weist eine Restlaufzeit über einem Jahr auf. Gemäß der Entwicklung des EURIBORS ist eine höhere Zinsbelastung in 2023 zu erwarten.

Insgesamt ist die Vermögens- und Finanzlage, unter Beachtung der aufgeführten Einflussfaktoren, als geordnet zu bezeichnen. Die Ertragslage ist befriedigend.

3. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 2.375 getätigt. Bei den größten Investitionen handelt es sich um die Maschinen und Werkzeuge, Aktivierung von Entwicklungskosten und Softwareprojekten, Anlagen im Bau wie auch IT-Hardware. Zum 31. Dezember 2022 bestehen Investitionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 569. Die Finanzierung der Investitionen ist aus der im laufenden Geschäftsbetrieb generierten Liquidität geplant.

4. Personal- und Sozialbereich / Beschäftigte

Mit einem Beschäftigungsstand von 331 Mitarbeitern (Stand 31.12.2022) lag der Personalstand 3 % über dem des Vorjahres (321 Mitarbeiter).

5. Umweltbelange

Durch einen bewussten und schonenden Einsatz unserer Ressourcen bereits bei der Entwicklung von neuen Produkten, Dienstleistungen oder Produktionsprozessen, durch die gezielte Rückführung von Reststoffen aus der Fertigung in den Recyclingkreislauf und einer fachgerechten Entsorgung von Altgeräten beachten wir in allen Bereichen unseres Unternehmens die gesetzlichen Bestimmungen und Anforderungen und sind bestrebt, unser Engagement für den Umweltschutz ständig zu verbessern.

Der in 2017 bezogene Neubau in Schlierbach hat den Ressourcenverbrauch durch den Einsatz moderner Dämmmaterialien, einer individuell steuerbaren Heiz- und Kühltechnik, durch den Einbau von LED-Leuchtmitteln und unserer intelligenten Sonnenschutztechnik deutlich reduziert. Unsere wesentlichen Umweltaspekte begrenzen sich auf die Lagerung und den Einsatz von Gefahrstoffen, z.B. Kühlschmiermitteln, Fetten und Ölen. Im Zuge des NICE "Sustainability" Programms wird eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 in den nächsten Jahren angestrebt.

Das nach Artikel 8 Abs. 4 der EU Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EU (EED) geforderte Energieaudit wurde erstmalig an unserem damaligen Standort Beuren im Jahr 2015 durchgeführt. Ziel ist es, die eingesetzte Energie den Verbräuchen gegenüberzustellen, um so Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz zu erreichen. Im Januar 2020 wurde das Energieaudit nun für die beiden Standorte Schlierbach und Pößneck wiederholt. Dies wurde mit der Energieauditerklärung vom 26.03.2020 gegenüber dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle kommuniziert. Damit erfüllen wir die gesetzlichen Vorgaben des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) nach einem selbsttätig durchzuführendem Energieaudit nach DIN EN 16247-1.

Dem Wachstum folgend und unter Berücksichtigung der aktuellen und zukünftigen internen und externen Anforderungen von Kunden und interessierten Parteien wurden im Jahr 2021 und 2022 erstmals Kennzahlen zur Nachhaltigkeit in Bezug auf unsere direkten und indirekten CO 2 -Emissionen erhoben, um im nächsten Schritt geeignete Maßnahmen abzuleiten, um diese Emissionen zu verringern oder durch geeignete Ersatzmaßnahmen zu kompensieren. Alle Daten aus dem NICE Sustainability Programm werden zentral von NICE verarbeitet.

III. Prognosebericht

Der für die Beschattungsindustrie mit Abstand größte Markt ist Zentraleuropa mit Frankreich und Deutschland, dann Südeuropa und Osteuropa. In diesen Gebieten der EU wird die zukünftige Entwicklung vorsichtig optimistisch eingeschätzt. Der durch die Corona-Epidemie positive Nachfrageeffekt ist vorbei. Die nunmehr durch den massiven Anstieg der Energiekosten einsetzende Kaufzurückhaltung steht einem enormen Bedarf an Wohnraum, einem großen Renovierungsbedarf und einer gewachsenen Motorisierungsrate gegenüber.

Die weitere Entwicklung, insbesondere der Endkundennachfrage wird sehr stark von Inflation, den Energiekosten und den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sowie der Baukonjunktur abhängen.

Mit dem Gewinn neuer Kunden, vor allem auch im Markisenbereich, einer signifikanten Neuaufstellung im Smart Home Bereich, und einer neuen, besonders leisen Motorengeneration wird die Gesellschaft auch in den kommenden Jahren die Stellung am Markt behaupten und weiter ausbauen können. Bereits in Planung befindliche Projekte in den Bereichen Produktion und Logistik sowie der Ausbau der Aktivitäten im Bereich Customer Service und Vertrieb Ausland werden des Weiteren für eine noch kundenspezifischere Ausrichtung sorgen.

Bei einer stabilen Konjunkturentwicklung erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr einen moderaten Anstieg unseres Umsatzes. Dank der geplanten Maßnahmen zur Steigerung unserer operativen Effizienz erwarten wir eine leichte Verbesserung unserer EBITDA Rendite. Das Working Capital planen wir zu reduzieren. Eine Anpassung der Vorräte wird angestrebt. Die Gewährleistung der Liquidität wird jederzeit erwartet.

Der steigende Auftragseingang für den Geschäftsbereich Linearantriebstechnik wird sich auch im Jahr 2023 fortsetzen. Für den von der Linearantriebstechnik adressierten Kundenstamm ist ein langfristig stabiles Wachstum von alljährlich mindestens 10 % prognostiziert. Kurzfristige Konjunkturdellen, u.a. aufgrund der nach wie vor angespannten Lieferkettensituation, sind jedoch möglich.

IV. Chancen- und Risikobericht

Aufgrund der transparenten und schlanken Hierarchie im Unternehmen ist ein gezieltes und flexibles Risikomanagement gewährleistet. Die permanente, direkte Kommunikation zwischen den Bereichen und der Geschäftsführung stellt eine kurze Reaktionszeit und unmittelbare Entscheidungswege sicher.

Es werden detaillierte Finanzpläne erstellt, die auf monatlicher Basis mit den Istwerten verglichen und kommentiert werden. Die Gesellschafter werden über aktuelle Entwicklungen zeitnah und regelmäßig informiert.

1. Risikobericht

Das Unternehmen wird weiter mit Effizienzsteigerung (Optimierung von Fertigung und Einkauf, konsequente Portfolioprüfung und Fokussierung auf margenstärkere Produkte, gegebenenfalls Bereinigung des Produktsortiments sowie die Verfolgung von neuen Produktideen) dem anhaltenden Preisdruck entgegentreten. Risiken der zukünftigen Entwicklung sehen wir nach wie vor in der Beschaffung von Vormaterial und deren Preisentwicklung. Das größte Risiko sehen wir unabhängig von unseren eigenen Handlungsparametern in der ungewissen globalen Wirtschaftslage und deren Auswirkungen auf die für die Gesellschaft relevanten Branchen.

Aus der Beteiligung an der Auslandsgesellschaft sind keine Risiken ersichtlich. Die letztverbliebene Auslandstochter in Indien hat den Geschäftsbetrieb im Berichtsjahr eingestellt und befindet sich gegenwärtig in Liquidation. Die damit abgeschlossene Bereinigung von Beteiligungen folgt der zentralen Gruppenstrategie.

Durch ein modernes Qualitätssicherungskonzept werden Qualitätsrisiken und Reklamationsfälle minimiert. Alle wichtigen Kriterien werden durch laufende Audits überprüft. Das Qualitätsmanagementsystem wird jährlich durch eine Zertifizierungsstelle überprüft und jede drei Jahre rezertifiziert.

Die Finanzinstrumente der Gesellschaft enthalten im Wesentlichen Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten, sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten. Vor diesem Hintergrund müssen folgende Risiken in Betracht gezogen werden:

Das Ausfallrisiko innerhalb der Vermögensgegenstände besteht primär in der Gefahr des Ausfalls der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Wir gehen davon aus, dass dieses Risiko durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle ausreichend abgedeckt ist.

Derivative Finanzanlagen bestehen nicht. Weitere wesentliche Preisänderungs- und Liquiditätsrisiken liegen unseres Erachtens nicht vor.

Durch Coronavirus-Pandemie COVID-19 ist die Gesellschaft mittels umsichtiger und umfassender Maßnahmen gut zurechtgekommen. Wir erwarten aus der abklingenden Pandemie keine wesentlichen Risiken mehr. Sollte die Pandemie dennoch Wiederaufleben, werden wir die bewährten Maßnahmen risikominimierend erneut einsetzen.

2. Chancenbericht

Elero bietet Produkte sowie technologische Lösungen für die Baubranche als auch für den Renovierungsmarkt. Im Falle einer Rezession im Neubau erwarten wir, dass ein hoher Renovierungsbedarf entgegenwirkt.

Ungeachtet anderer makroökonomischer Faktoren (wie Zinsniveau) ist allein schon aufgrund der globalen Migrationsbewegungen die Schaffung neuen Wohnraums in den geografischen Kernmärkten denklogisch unabdingbar. Ferner wird zunehmend staatlicherseits zutreffend erkannt, dass Sonnenschutz einen elementaren Beitrag zur energetischen Ressourcenschonung leistet und damit zur Erreichung von Klimazielen ein förderungswürdiges Mittel ist. Diese beiden Trends werden sich schon mittelfristig zugunsten von elero auswirken.

Ein weiterer Megatrend in unseren Kernmärkten ist die ungebrochene Tendenz zur zunehmenden Automatisierung und damit einhergehend auch zu Smart Home Lösungen. Diesen Megatrend adressieren wir gezielt mit unserem Produktportfolio und richten dementsprechend auch unsere Entwicklungsprojekte aus.

Die europäischen Märkte werden weiterhin eine zentrale Rolle beibehalten. Diesbezüglich erwarten wir, dass wir in Zukunft - wie in den Vorjahren auch - höhere Wachstumsraten als der Branchendurchschnitt verzeichnen können.

Noch größere Wachstumschancen sehen wir durch die starke globale Präsenz der Nice Gruppe auf den nicht europäischen Märkten. Insbesondere der durch Akquisitionen signifikant verstärkte Marktauftritt unserer Firmengruppe auf dem amerikanischen Kontinent verspricht für uns perspektivisch dort einen ausgezeichneten Marktzugang und dementsprechende Absatzmöglichkeiten.

Der Geschäftsbereich Linearantriebstechnik plant seine überproportional erfreuliche Entwicklung fortzusetzen. Durch kundenspezifisch angepasste Produkte konnte insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau ein diversifizierter und treuer Kundenstamm gewonnen und kontinuierlich ausgebaut werden. Nun liegt es auf der Hand weitere Kunden mit vergleichbaren Applikationen von den Vorteilen der Linearantriebstechnik anhand der Anschauungsbeispiele der Bestandskunden zu überzeugen.

Nach wie vor sind wir teils in Planung, teils schon in der Umsetzung signifikanter Investitionen in Fertigungstiefe, moderne Automatisierungslösungen und Erweiterung der Logistikkapazitäten. Die strategische Zielsetzung dieser Projekte ist es, die Abhängigkeit von externen Zulieferern zu reduzieren und die Kosten senken.

 

Schlierbach, den 31. August 2023

Pasquale Silvestre, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die elero GmbH, Schlierbach

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der elero GmbH, Schlierbach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der elero GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da do- lose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 4. Oktober 2023

BDO AG
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