Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 4959
Eingetragen
28.5.1993
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Maschinenteilen aller Art und alle daraus abgeleiteten Erzeugnisse sowie der Vertrieb von Einsen und Nichteisenmetallen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Nagel
seit 15.3.2007
Prokura
Wolfgang Lohmann
seit 6.3.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

F u W Lohmann Besitz und Verwaltungs GmbH & Co. KG
Germany
400.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NCB Lohmann GmbH

Menden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlage des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind ein führendes Zulieferunternehmen der Antriebstechnik für die Bahn- und Windkraftindustrie mit Standort in Menden (Sauerland). Unser Unternehmen ist seit Jahren für Großunternehmen der Bahntechnik, der Windkraftindustrie sowie der industriellen Antriebstechnik tätig.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Verfahrensentwicklung zur Herstellung von Wälzlager-, Achslager-, bzw. Getriebegehäusen und deren Komponenten für die Bahn- und Windenergietechnik. Kundenbezogene Entwicklungsarbeiten werden in unserem Werkzeugbau geleistet. Hier arbeiten drei CAD/CAM Programmierer und drei Verfahrensmechaniker. Verbesserung der Produkt- und Prozessqualität bestimmen die Richtung unserer Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland konnte sich im Jahr 2023 nicht weiter erholen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren und nicht zuletzt Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus.

Im Kalenderjahr 2023 stieg nach den Feststellungen des Statistischen Bundesamtes das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt innerhalb der EU27 (ohne Großbritannien) und der 20 Länder der Eurozone (inkl. Kroatien) um lediglich 0,6 % gegenüber dem Vorjahr. Unter den vier größten EU-Mitgliedstaaten ist Deutschland das einzige Land mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in 2023 (zum Vergleich: Spanien +2,4 %, Frankreich +1%, Italien +0,7%). Einen noch stärkeren Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts als in Deutschland war unter anderem für Österreich (-0,5%), Schweden (-0,5%) und Ungarn (-0,7%) festzustellen.

Betrachtet man die preisbereinigte gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen, ist festzuhalten, dass die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) im Jahr 2023 insgesamt deutlich um 2 % zurückging. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls, wenngleich deutlich weniger, im Minus (-0,4%). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau.

Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Zwar sanken die Energiepreise nach ihrem Höchststand im Sommer 2022 auf Erzeugerebene im Jahr 2023 um durchschnittlich 11 % gegenüber dem Vorjahr, dadurch wurde allerdings nur ein Bruchteil des Anstiegs der Jahre 2021 und 2022 kompensiert. In der zweiten Hälfte 2023 stabilisierten sich die Energiepreise auf einem sehr hohen Niveau und belasteten weiterhin die Produktion der energieintensiven Wirtschaftszweige, die im Jahr 2023 um 10% gegenüber dem Vorjahreszeitraum abnahm. Dies bremste wiederum die gesamte Industrieproduktion.

Neben den hohen Energiepreisen war auch die Materialknappheit weiter ein Problem für die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe. Zwar nahm die Materialknappheit im Laufe des Jahres 2023 laut ifo Institut ab, allerdings berichteten im Jahresdurchschnitt noch knapp ein Drittel der Unternehmen von Engpässen. Zudem erhöhten sich infolge der Tarifabschlüsse die Lohnkosten. Daher legten die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte ohne Energie, die 2022 bereits durchschnittlich um 14 % gestiegen waren, 2023 nochmals um 4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Da sich die Preissteigerungen auf der Erzeugerebene auch in den Verbraucherpreisen niederschlugen, kam zum verstärkten Kostendruck für die Unternehmen erschwerend eine spürbare Konsumzurückhaltung hinzu.

Bahnindustrie 2023

Der Umsatz der Bahnindustrie ist 2023 erneut von EUR 13,9 Milliarden in 2022 auf EUR 14,4 Milliarden im Berichtsjahr gestiegen.

Dies ist insbesondere auf die Umsatzsteigerung von knapp 31 % im Ausland zurückzuführen. Die Umsätze im Ausland lagen 2023 mit EUR 5,1 Milliarden über dem Niveau der letzten fünf Jahre. Die positive Umsatzentwicklung wurde 2023 von einer positiven Entwicklung bei den Auftragseingängen begleitet. Die Auftragseingänge sind 2023 nach dem Einbruch 2022 in (EUR 13,7 Milliarden) auf EUR 21,5 Milliarden gestiegen und bewegen sich damit deutlich über dem Niveau der vergangenen fünf Jahre. Dabei haben sich die Inlands wie Auslandsauftragseingänge gleichermaßen positiv entwickelt und tragen mit deutlichem Wachstum zur positiven Gesamtentwicklung bei den Auftragseingängen bei.

Die aktuellen Zahlen spiegeln einerseits die Modernisierungspläne für die Schiene in Deutschland wider und zeigen, dass moderne Schienenfahrzeuge und Infrastrukturtechnik "Made in Germany" weltweit nachgefragt sind.

Windindustrie 2023

Die Windindustrie leistet einen immer wichtigeren Beitrag zu dem wachsenden Bedarf an "sauberer" Energie. Gesetzliche Ausbauziele bilden bis in das Jahr 2030 die Grundlage für eine hohe Nachfrage an Komponenten. Die Wettbewerbssituation aus Asien und schlechte politische Rahmenbedingungen, lassen die Windindustrie in Deutschland im Jahr 2023 weiterhin in kein ruhiges Fahrwasser gelangen. Im Jahr 2023 wurden nur 27 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 257 MW in Betrieb genommen und zusätzlich wurden 74 neue Fundamente errichtet. Für die Erreichung der gesetzlichen Ausbauziele muss der Zubau bis 2030 drastisch anziehen - dafür müssen Energie- und Industriepolitik ineinandergreifen. Gleichzeitig wird deutlich, dass in den kommenden 7 Jahren Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 21,5 GW zusätzlich in Betrieb genommen werden müssen, um das politische Ziel von mindestens 30 GW Windenergie auf See bis Ende 2030 zu erreichen. Das entspricht durchschnittlich 3,1 GW pro Jahr. Aber politische Ausbauziele allein schaffen keine industriepolitische Umsetzungsgrundlage. Daher wurde im November 2023 ein Wind Power Action Plan der EU-Kommission ins Leben gerufen. Der Aktionsplan enthält eine Vielzahl an guten Vorschlägen zur Stärkung der europäischen Windindustrie. Die tatsächliche Wirksamkeit der Vorschläge wird nun von der konkreten Ausgestaltung der Maßnahmen abhängen. Insbesondere im Bereich der sogenannten "Non-Price Criteria, also beispielsweise Resilienz, Nachhaltigkeit und Innovation, die auch im Vorschlag der EU-Kommision zum Net-Zero Industrie Act angelegt sind, sieht die Branche noch Diskussionsbedarf. Oberstes Ziel aller Maßnahmen muss sein, die Wertschöpfung in der EU zu stärken.

NCB leidet unter den energiepolitischen Rahmenbedingungen und einer stärkeren Verlagerung der Lieferkette in den asiatischen Raum. Die genannten Maßnahmen lassen uns dennoch positiv in die Zukunft schauen, da der Ausbau der europäischen Windindustrie politisch gewollt ist.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 ist durch eine gute Beschäftigung in unserer Bahntechnik gekennzeichnet. Sowohl unsere Umsätze als auch Auftragseingänge waren durch einige europäische Groß-Projekte geprägt, die im laufenden Geschäftsjahr begonnen wurden und die voraussichtlich in den kommenden Jahren für eine stabile Auslastung sorgen werden. Politische Entscheidungen zu einer Verlagerung der Verkehrsströme "weg von der Straße, zurück auf die Schiene" werden durch vermehrte Anfragen und Projektgespräche spürbar. Ein großer Hersteller von Schienenfahrzeugen konnte als Neukunden gewonnen werden. Dies lässt steigende Umsätze in diesem Bereich erwarten. Insbesondere im letzten Quartal 2023 führten sowohl das Anfrageaufkommen als auch die Auftragseingänge für die nächsten Jahre, für eine spürbare Belebung der Sparte.

Auch die zu erwartende Belieferung von Kunden der Rüstungsindustrie, lässt uns positiv in die Zukunft blicken.

Der Windkraftmarkt hingegen zeigte sich im Jahr 2023 nicht nur volatil, sondern die Nachfrage nach unseren Leistungen in diesem Bereich war im Jahr 2023 durchgehend rückläufig. Nach unserer Auffassung kann eine erfolgreiche Energiewende nur mit einem erfolgreichen Windmarkt gelingen, um die Welt ein Stück weit "Carbon-Freier" zu bekommen und um bei der Beschaffung von Energie weniger von anderen Staaten abhängig zu sein. Die hektische Suche nach Alternativen zu Kohle, Öl und vor allem Gas aus Russland führte uns spätestens seit dem 24. Februar 2022 vor Augen, welche großen Chancen auf Unabhängigkeit für die Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität der schnelle Ausbau der erneuerbaren Windenergien bereithält. Aufgrund der festgelegten Ziele im Pariser Klimaabkommen, dem von der BRD ausgegebenen Flächenziel von 2 % (welches den Bundesländern vorschreibt 2 % der Fläche als Vorrangfläche für die den onshore - Windkraft auszuweisen) und der definierten Offshore - Ausbau - Ziele in Nord - und Ostsee, sahen wir erhebliche Zuwachsraten bei der Fertigung von Komponenten für Offshore Turbinen.

Da wir davon überzeugt waren, dass unser Windkraftbereich vor diesem Hintergrund zur Abdeckung zukünftiger Bedarfe seine Kapazitäten ausbauen musste, führten wir erhebliche Investitionen in Gebäude, Maschinen und Werkzeuge durch. Ebenfalls haben wir aufgrund der positiven Erwartungen aus 2022 zu Jahresbeginn 2023 schrittweise Personal für den Windbereich eingestellt. Dennoch blieb im Jahr 2023 die erwartete erhöhte Nachfrage nach unserem Windkraftangebot aus. Im Jahresverlauf verschoben sich immer wieder die Projektanläufe. Das führte im Verlauf des zweiten Halbjahres zu fehlender Kapazitätsauslastung und damit zu Überkapazitäten im Personalbereich. Beginnend mit dem letzten Quartal hat sich unser Windenergiemarkt deutlich eingetrübt. Avisierte und bereits eingeplante Projekte wurden durch die Kunden immer wieder verschoben. Personalanpassungen erfolgten schrittweise ab September 2023. Die sich hieraus ergebenden Einspareffekte werden sich jedoch erst in 2024 positiv auswirken.

Im Lagebericht des Vorjahres erkannten wir bereits für das Jahr 2023, das die erwartete Nachfrage in unserem Wind-Bereich nicht nur ausblieb, sondern sogar rückläufig werden könnte. Daher erwarteten wir bezogen auf unsere finanziellen Leistungsindikatoren, für das Geschäftsjahr 2023 einen erheblichen Rückgang unseres EBITDA und eine materialaufwandsbereingte Personalaufwandsquote aus dem Verhältnis Personalaufwand zum Rohertrag, der sich gegenüber dem Vergleichsjahr 2021 mit 55% verschlechtern würde.

Diese im Vorjahr getroffenen Einschätzungen wurden im Berichtsjahr bestätigt. Unsere materialaufwandsbereinigte Personalaufwandsquote verschlechterte sich auf 58% im Jahr 2023. Entsprechend unserer Prognose verminderte sich ebenfalls unser EBITDA erheblich um TEUR 753.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Wenngleich wir im Berichtsjahr ursprünglich einen deutlichen Nachfrageanstieg unserer Kunden im Windkraftbereich erwarteten, blieb dieser nicht nur aus, sondern war sogar rückläufig. Daher verschoben sich die erzielten Umsätze unseres Unternehmens auf unseren Bahnsektor, der erfreulicherweise die Umsatzverluste des Windbereiches weitestgehend kompensieren konnte.

Da sich unsere Umsatzverteilung zugunsten unseres Bahn-Sektors verschob, in dem überwiegend Rohteile für Kunden vor deren Bearbeitung erworben werden, erhöhte sich die Materialaufwandsquote im Geschäftsjahr 2023 um 3,6 %-Punkte, obwohl die als Fremdleistungen erfassten Energiekosten TEUR 351 zurückgingen.

Im Berichtsjahr erreichten wir einen geringfügigen Zuwachs unserer Gesamtleistung. Dennoch stiegen unsere Personalaufwendungen um rund 6%. Die Personalaufwendungen stiegen absolut um TEUR 432 bei einer reduzierten Mitarbeiterzahl. Personalanpassungen erfolgten erst schrittweise ab September 2023.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit rund 21 % im Geschäftsjahr 2023 gemessen an der erhöhten Gesamtleistung etwa auf dem Vorjahresvergleichswert.

Die Zinsaufwendungen erhöhten sich aufgrund der gestiegenen Zinssätze und der höheren Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten.

Der handelsrechtliche Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 betrug TEUR 2 (Vj.: TEUR 586).

b) Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit unseres Unternehmens war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Die Lieferantenschulden konnten zum Teil mit Skontoabzug bezahlt werden. Aufgrund der Ausweitung unseres Vorratsvermögens, reichte unserer Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit trotz anhaltend hoher liquiditätsunwirksamer Abschreibungen nicht vollständig aus, um die Mittelabflüsse aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit auszugleichen. Dennoch wurden langfristige Darlehen vertragsgemäß um insgesamt TEUR 1.104 getilgt.

Der zusätzliche Liquiditätsbedarf konnte durch Inanspruchnahme der uns zur Verfügung stehender Kreditlinien finanziert werden. Die verfügbaren Kreditlinien wurden dennoch nicht in vollem Umfang benötigt. Im Ergebnis kam es zu Verschlechterung unseres zahlungswirksamen Finanzmittelbestandes um TEUR 437.

c) Vermögenslage

Das Aktivvermögen besteht etwa zu 52 % aus Sachanlagevermögen. Die Vorratsbestände tragen etwa zu rund 29 % (Vj.: 27 %) zum Aktivvermögen bei. Die Forderungsbestände aus dem Leistungsprozess veränderten sich wie im Vorjahr gegenläufig zu unseren Sonstigen Vermögensgegenständen. Dies resultiert hauptsächlich aus dem Abrechnungsverhalten mit unserer Factoringgesellschaft. Daher stiegen die Forderungen aus dem Leistungsprozess etwa in selbem Ausmaß, wie sich die Sonstigen Vermögensgegenstände verminderten. Die aktiven latenten Steuern verminderten sich infolge des ausgeglichenen Ergebnisses im Berichtsjahr nicht. Insgesamt erhöhte sich unsere Bilanzsumme um TEUR 178 auf TEUR 18.770.

Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 weist weiterhin ein solides Eigenkapital auf. Die Eigenmittelquote beträgt etwa wie im Vorjahr auch zum Bilanzstichtag 2023 rund 50 % der Bilanzsumme. Infolge unseres unzureichenden EBITDA im Berichtjahr, der auf das einkalkulierte, jedoch leider unzureichende Windgeschäft zurückzuführen war, mussten kurzfristige Verbindlichkeiten bei finanzierenden Kreditinstituten erweitert in Anspruch genommen werden. Im Ergebnis stiegen bei anhaltend hohen Tilgungsleistungen unsere Kreditverbindlichkeiten geringfügig um TEUR 91 oder 1 %. Langfristige Anlagen sind im Wesentlichen durch Eigenmittel gedeckt. Vorratsbestände, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA), die Eigenkapitalrendite sowie die materialaufwandsbereinigte Personalaufwandsquote heran. Die Eigenkapitalrendite berechnen wir mit dem Jahresüberschuss im Verhältnis zum Eigenkapital und die materialaufwandsbereingte Personalaufwandsquote aus dem Verhältnis Personalaufwand zum Rohertrag.

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) betrug TEUR 1.511. Die Eigenkapitalrendite lief im Geschäftsjahr aufgrund des beinahe ausgeglichenen Ergebnisses gegen Null. Das Verhältnis von Personalaufwand zum Rohertrag als Maßstab der Produktivität betrug rd. 58 %.

III. Prognosebericht

Seit mehr als zwei Jahren kam es in der deutschen Wirtschaft zu keiner Belebung der Wirtschaftsleistung. Einem leichten Anstieg in einem Quartal folgt in der Regel ein ähnlich starker Rückgang im Folgequartal. So schrumpfte die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2024 um 0,1 %, nachdem sie zu Jahresbeginn 2024 noch um 0,2 % zulegen konnte.

Die Krise ist in erster Linie eine strukturelle Krise. Dekarbonisierung, Digitalisierung, demographischer Wandel, Corona-Pandemie, Energiepreisschock und eine veränderte Rolle Chinas in der Weltwirtschaft setzen etablierte Geschäftsmodelle unter Druck und zwingen Unternehmen, ihre Produktion Strukturen anzupassen. Deutschland ist von diesen Veränderungen im Vergleich zu anderen Ländern besonders stark betroffen. Zum einen entwickelt sich das Erwerbspersonenpotenzial ungünstiger und die Bevölkerung altert schneller. Zum anderen trifft der Strukturwandel insbesondere das Verarbeitende Gewerbe, dass in Deutschland einen deutlich größeren Anteil an der Wirtschaftsleistung hat. Ein höheres Gewicht als in anderen Ländern haben dabei die energieintensiven Industriezweige, die auf die hohen Energiekosten reagieren, sowie der Maschinenbau und die Automobilindustrie, die neben Umstrukturierung im Zusammenhang mit der Dekarbonisierung und der Digitalisierung einer zunehmenden Konkurrenz aus China ausgesetzt sind.

Die Krise ist aber auch eine konjunkturelle Krise. Die Auslastung der vorhandenen gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten sinkt seit mehr als zwei Jahren, und die Unterauslastung hat zuletzt nochmals spürbar zugenommen. Den ifo Konjunkturumfragen zufolge klagen die Unternehmen allen Wirtschaftsbereichen über eine hartnäckige Nachfrageschwäche. Dies lässt auch für das dritte Quartal 2024 keine konjunkturelle Trendwende erwarten. Erst im Jahr 2025 wird mit einer allmählichen Erholung gerechnet. Allerdings dürfte die schlechte Wettbewerbssituation die exportorientierten Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes weiterhin belasten. Zwar haben die gesunkenen Energiekosten die Situation in vergangenen zwölf Monaten etwas verbessert. Dennoch beurteilen die deutschen Unternehmen ihre Wettbewerbssituation sowohl auf den europäischen als auch auf den außereuropäischen Märkten deutlich schlechter als die Unternehmen in anderen europäischen Ländern.

Bezogen auf unsere Bahn- und Windsektoren bleibt für das Jahr 2024 festzuhalten, dass der Wind-Bereich deutlich hinter unseren ursprünglichen Erwartungen zurückblieb. Die mittelfristig grundsätzlich gute Ausbauperspektive für die Windenergie trifft auf wirtschaftlich angeschlagene europäische Hersteller, die nach mehreren schwierigen Jahren mit nur schleppenden Windkraftausbau massive Wettbewerbsnachteile sehen in einem Markt, der nur auf günstige Preise setzt. Das führt zu Kapazitätsanpassungen und Abwanderung. Der erwartete Ausbau wird sich im Jahr 2024 und voraussichtlich auch im Folgejahr nur noch schleppend entwickeln. Unser Umsatz im Windbereich schrumpfte unerwartet kurzfristig und stellte unser Unternehmen daher vor eine enorme Kompensationsherausforderung, da für unseren Bahnsektor für das Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 keine weiteren Umsatzgewinne erwartet werden können. Im Ergebnis wird daher für das Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 ein deutlicher Umsatzverlust von bis zu 20% erwartet. Aufgrund der hinzunehmenden Umsatzverluste bzw. der kostspieligen Überkapazitäten werden wir einen operativen Verlust hinnehmen müssen. Mithilfe von Sale-and-lease back Geschäften von Maschinen konnte unsere Ertrags- und Liquiditätslage gestützt werden. Durch zusätzliche Tilgungsaussetzungen der uns finanzierenden Kreditinstitute konnte darüber hinaus eine deutliche Verbesserung unserer Liquiditätslage erreicht werden.

Als Folge der beschriebenen Entwicklungen erwarten wir, bezogen auf unsere finanziellen Leistungsindikatoren, für das Geschäftsjahr 2024 trotz des Sale-and lease back Geschäftes keinen nennenswerten Anstieg unsers EBITDA im Vergleich zum Vorjahr. Unsere materialaufwandsbereingte Personalaufwandsquote aus dem Verhältnis Personalaufwand zum Rohertrag, wird erwartungsgemäß mit rund 61% etwas unter dem Niveau des Jahres 2023 liegen. Somit befinden wir uns im Geschäftsjahr 2024 in einem ungünstigerem Wettbewerbsumfeld. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind jedoch derzeit nicht erkennbar.

Aufgrund der eingetakteten Aufträge für 2024 rechnen wir in unserem Bahn-Bereich mit einer stabilen Nachfrage und Auslastung. Darüber hinaus stehen wir kurz vor dem Abschluss von zwei neuen langjährigen Großprojekten für die Ausstattung neuer Lokomotiven mit marktdominierenden Herstellern. Daher gehen wir auch weiterhin von einer stabil positiven Entwicklung unseres Bahn-Bereichs aus.

Wie beschrieben erfüllt der Windmarkt die in ihn gesteckten Erwartungen nicht. Zum Jahresende 2023 hat einer unserer Großkunden als Weltmarktführer alle in der Vertriebspipeline befindlichen Projekte für 2024 gestoppt und mitgeteilt, dass sich geplante Projekte mindestens um ein Jahr verschieben werden. Auch der zweite Großkunde unseres Unternehmens hat Ende April 2024 seine Prognosen bezogen auf unser Unternehmen für 2024 vom ursprünglichen geplanten Umsatz um 75% heruntergenommen. Diese Marktanpassungen im Bereich Wind haben uns kurzfristig und unerwartet getroffen. Wir haben bis Q4 2024 keine neuen Windprojekte und gehen davon aus, dass frühestens Mitte 2025 erste verlässliche Windprojekte wieder anlaufen können.

Infolge der plötzlichen Umsatzerosion im Windbereich haben wir uns im Jahr 2024 zum strategischen Aufbau des "Industriesegments" entschieden. Zur Umsetzung eines schnellen Markteintritts suchten wir die Zusammenarbeit mit langjährigen Gussteil-Anbietern, die im Industriebereich breit vertreten sind. Wir haben hier bereits drei langfristige Industrieaufträge buchen können, bei denen es um die industrielle mechanische Bearbeitung von beigestellten Gussteilen für den Maschinenbau und um die Fertigung von Industriekomponenten geht. Durch den Einstieg in das Industriesegment werden wir im Jahr 2024 voraussichtlich etwa 50% des im Windbereich erlittenen Umsatzverlustes ausgleichen können. Im Juni 2024 haben wir als Aussteller auf der Guss-Spezialmesse "Castforge" in Stuttgart teilgenommen. Hier suchen industrielle Nachfrager gezielt nach Gießspezialisten und Weiterverarbeitern für Maschinen- und Anlagebauprojekte. Die Messauswertungen bestätigen unsere positiven Erwartungen für den Aufbau des Industriestandbeins.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Als Zulieferunternehmen der Bahn- und Windkrafttechnik bleiben wir auch in Zukunft von Branchenrisiken und -chancen in Form von Nachfragerückgängen abhängig. In unserem Geschäftsumfeld haben wir es naturgemäß mit großen Abnehmern zu tun. Daher fällt es schwer, das Absatzrisiko durch Markterschließungen zu vermindern. Mithin können zeitweise auftretende Probleme bei länger andauernden Nachfrageverschiebungen nicht ausgeschlossen werden.

Dem Risiko der verschlechterten Zahlungsbedingungen wurde durch Einführung von Factoring im Zuge des Debitorenmanagements bereits im Jahr 2017 begegnet, wobei das Ausfallrisiko auf den Factor übergeht (sog. echtes Factoring). Zwecks Reduzierung von Abhängigkeiten von Zuliefererbetrieben haben wir weitere Zulieferer von Gussteilen im In- und Ausland aufgebaut.

Preisschwankungen beim Vormaterial sind für unserer Unternehmen unter Umständen ein Risiko. Erhöhen sich die Vormaterialpreise, könnten diese nicht immer sofort und im notwendigen Umfang über die Verkaufspreise der Produkte an die Kunden weitergegeben werden. Dies kann sich negativ auf die Ergebnisentwicklung auswirken. Teuerungszuschläge bei Materialien lassen sich bei Kunden quartalsbereinigt durchsetzen. Die Inflationsrate im Jahr 2023 lag bei 5,9 % und damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022 (+ 6,9 %). Das dargestellte Risiko wird zwar weiterhin bestehen bleiben, angesichts der erwarteten Inflationsrate von 2,2 % in 2024 und 2,0 % in 2025 tendenziell zurückgehen.

2. Chancenbericht

Wir sehen weiterhin gute Entwicklungsmöglichkeiten aufgrund der von uns in den letzten Jahren erarbeiteten Marktstellung und der damit einhergehenden Kundenbindung. Aufgrund der bislang ausbleibenden Belebung des Windkraftsektors haben wir uns zum Aufbau des Industriekundengeschäftes entschieden. Dies soll die Abhängigkeiten von großen und global aufgestellten Kunden im Bahn- und Windbereich entgegenwirken und zu einer beständigen Auslastung unserer Kapazitäten führen. Neben den sich aus dem "Green Deal" ergebenden Zukunftsbrachen Bahn und Wind ergeben sich aus unserem Industriesegment realistische Wachstumschancen, die positive Schlussfolgerungen auf unsere Umsatz- und Ertragsentwicklung zulassen.

Preisschwankungen beim Vormaterial können sich auch positiv auf unser Unternehmen auswirken. Sollten bei Materiallieferanten durchgesetzte günstigere Beschaffungspreise nicht kurzfristig in die Absatzpreise bei Kundenaufträgen eingerechnet werden müssen, würde sich dies positiv auf unsere Ertragslage auswirken.

Aus dem Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, könnten sich auch positive Folgewirkungen für unser Unternehmen ergeben. Der Weltöffentlichkeit wird vor Augen geführt, dass man sich trotz geschlossener Lieferverträge nicht auf vereinbarte Gaslieferungen aus Russland verlassen kann. Dies erhöht den Druck auf die ohnehin geplante Umstellung bzw. Ausbau von Erneuerbaren Energien.

Der Windkraftsektor, in dem unser Unternehmen noch im Jahr 2022 etwa 45 % seiner Umsätze erzielte, spielt die tragende Rolle beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Der Ukrainekrieg wie auch die Klimaziele werden voraussichtlich den Ausbau Erneuerbarer Energien vorantreiben, was wiederum die Nachfrage nach unserer Dienstleistung in diesem Bereich erhöhen könnte. Daher sind wir weiterhin zuversichtlich, dass die uns kurzfristig getroffenen Nachfrageeinbußen in unserem Windsektor nur kurz-bzw. mittelfristiger Natur sein werden und ebenfalls erhebliche zukünftige Umsatzpotenziale bieten werden.

Als Maßnahmen der deutschen Politik, aufgrund der steigenden Benzinpreise und aufgrund der gesteckten Klimaziele werden Rufe nach Investitionen in das Schienennetz lauter. Aufgrund des Gasmangels kommen andere Energieträger erneut in den Fokus, die transportiert werden müssen. Hier kommt dem Güterverkehr eine herausragende Rolle zu, insbesondere da aufgrund zunehmender Dürreperioden und sich daraus ergebender flacher Wasserstände der Binnengewässer die Verschiffung nicht ganzjährig als Transportmöglichkeit gegeben ist. Auch vor diesem Hintergrund steigt die Investitionsbereitschaft in den Schienenverkehr, in welchem unser Unternehmen im Bereich der Bahntechnik nachhaltige Umsätze erzielt.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Factoring, Reverse Factoring, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Da das Delkredererisiko hinsichtlich der veräußerten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in voller Höhe auf den Factor übertragen wird, besteht insoweit kein Forderungsausfallrisiko.

Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr 2023 innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns bei neuen Geschäftsbeziehungen über die Bonität des Kunden.

 

Menden im September 2024

Geschäftsführung

gez. Wolfgang Lohmann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 9.677.094,89 9.791.550,39
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.150,00 8.432,00
II. Sachanlagen 9.672.644,89 9.782.818,39
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.454.811,39 2.529.481,39
2. technische Anlagen und Maschinen 2.264.194,50 2.578.040,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.927.639,00 4.675.297,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.000,00
III. Finanzanlagen 300,00 300,00
1. Beteiligungen 300,00 300,00
B. Umlaufvermögen 8.367.640,55 8.081.147,53
I. Vorräte 5.392.450,70 5.071.014,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.974.835,51 2.954.248,22
1. Forderungen gegen Gesellschafter 67.717,17
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.907.118,34 2.954.248,22
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 354,34 55.885,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.052,15 14.500,83
D. Aktive latente Steuern 705.000,00 705.000,00
Summe Aktiva 18.769.787,59 18.592.198,75

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.425.902,41 9.424.098,20
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Gewinnrücklagen 900.000,00 900.000,00
III. Gewinnvortrag 8.124.098,20 7.538.594,87
IV. Jahresüberschuss 1.804,21 585.503,33
B. Rückstellungen 209.029,97 242.241,66
C. Verbindlichkeiten 9.121.355,21 8.925.858,89
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.319.737,34 7.228.855,54
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 49.940,21
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.801.617,87 1.647.063,14
D. Rechnungsabgrenzungsposten 13.500,00
Summe Passiva 18.769.787,59 18.592.198,75

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.276.945,97 12.787.509,54
2. Personalaufwand 6.958.723,97 6.526.544,09
a) Löhne und Gehälter 5.754.388,98 5.356.429,51
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.204.334,99 1.170.114,58
davon für Altersversorgung 54.408,17 57.978,74
3. Abschreibungen 1.178.599,83 1.282.370,18
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.178.599,83 1.282.370,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.802.784,90 3.992.807,65
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 92.767,37 39.198,33
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 423.566,43 285.444,22
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 150.000,40
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 150.000,00
8. Ergebnis nach Steuern 6.038,21 589.541,33
9. sonstige Steuern 4.234,00 4.038,00
10. Jahresüberschuss 1.804,21 585.503,33

Anhang 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss der Firma NCB Lohmann GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Bilanz wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: NCB Lohmann GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Menden
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Arnsberg
Register-Nr.: HRB 4959

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für Werkzeugaufnahmen inklusive sonstiger Werkzeuge werden Festwerte gebildet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder ggf. zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Für Wendeplatten und Verschleissbohrer werden unter den Betriebsstoffen Festwerte gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit Hilfe einer Maschinenstundensatzrechnung unter Berücksichtigung angemessener Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die ausgewiesen aktiven latenten Steuern wurden aufgrund des Wahlrechts gemäß § 274 Abs.1 Satz 2 HGB aktiviert. Diese resultieren aus den voraussichtlich verwertbaren steuerlichen Verlustvorträgen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den unternehmensindividuellen Ertragsteuersätzen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben und Erläuterungen zu Forderungen

Die Restlaufzeiten sind dem nachfolgenden Forderungsspiegel zu entnehmen:

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR kleiner 1 Jahr
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.882 1.882 0
Vorjahr 1.192 1.192 0
,
gegenüber Gesellschafter 68 68 0
Vorjahr 0 0 0
aus Sonstigen Vermögensgegenständen 1.024 606 418
Vorjahr 1.762 1.245 517
Summe
2.974 2.556 418

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 69 enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Strom-, Energie- und Gewerbesteuererstattungsansprüche sowie um erwartete Ansprüche aus der Überbrückungshilfe Schlussabrechnung, die zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung zum Bilanzstichtag als Erträge zu erfassen sind.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 705. Der ausschüttungsgesperrte Betrag ist in voller Höhe auf die Aktivierung latenter Steuern zurückzuführen.

Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR kleiner 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 7.320 4.695 2.228 397
Vorjahr 7.229 3.616 2.987 626
aus Lieferungen und Leistungen 1.370 1.370 0 0
Vorjahr 1.132 1.132 0 0
gegenüber Gesellschafter 0 0 0 0
Vorjahr 50 50 0 0
aus Sonstigen Verbindlichkeiten 432 432 0 0
Vorjahr 515 515 0 0
Summe 9.122 6.497 2.228 397

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen von Teilen des beweglichen Sachanlagevermögens, Raumsicherungsverträgen über Vorratsbestände sowie durch Abtretungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Globalabtretung) gesichert. Für den Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte und die sonstigen gesetzlichen Pfandrechte.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Betrag
TEUR
aus gesamtschuldnerischer Mithaftung für Kreditverpflichtungen
des Gesellschafter-Geschäftsführers 38
aus einer Selbstschuldnerischen Bürgschaft für eine Mietkaufverpflichtung
des Gesellschafter-Geschäftsführers 702
aus der Sicherungsübereignung von drei Maschinen und einer Höchstbetragsbürgschaft
von 2,2 Mio EUR als Sicherheit für Darlehen der NCB.Wind GmbH 959
Summe 1.699

Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering eingeschätzt. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen.

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen:

Art der außerbilanziellen Geschäfte Zweck
Leasingverträge Finanzierung von Fahrzeugen und Software
Miet-/Pachtverträge Finanzierung von Sachanlagevermögen

Abschlüsse von Leasing- und Mietverträgen erfolgten aus rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Gründen. Die NCB Lohmann GmbH trägt das Risiko des Untergangs von Leasinggegenständen. Weiterhin übernimmt die Unternehmung sowohl hinsichtlich der Leasing- als auch hinsichtlich der Mietverträge das Risiko, der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen.

Nicht bilanzierte sonstige finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 195 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen. Daneben bestehen bis zum Ende der vertraglichen Laufzeit sonstige finanzielle Verpflichtungen aus vom Gesellschafter angemieteten beweglichen Vermögensgegenständen in Höhe von insgesamt TEUR 917.

Die jährliche Miete für das Büro- und Fabrikgebäude, das zum Teil im Eigentum des Gesellschafters steht, beträgt im Geschäftsjahr TEUR 324. Die jährliche Pacht für die von der Schwestergesellschaft angemieteten Maschinen beträgt jährlich TEUR 552. Miet- und Pachtzahlungen werden in Folgejahren in ähnlicher Höhe erwartet.

IV. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 118
Angestellte 18
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 136

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Herr Wolfgang Lohmann ausgeübter Beruf: Diplom-Ingenieur

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Menden, 26. September 2024

gez. Dipl.-Ing. Wolfgang Lohmann

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 144.113,24 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 144.113,24 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.019.934,35 13.327,20 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 21.022.785,74 213.787,78 140.712,95
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.033.794,92 823.700,35 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 26.000,00 0,00
Summe Sachanlagen 33.076.515,01 1.076.815,33 140.712,95
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 300,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 300,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 33.220.928,25 1.076.815,33 140.712,95
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 144.113,24
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 144.113,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 4.033.261,55
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 21.095.860,57
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 8.857.495,27
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 26.000,00
Summe Sachanlagen 0,00 34.012.617,39
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 300,00
Summe Finanzanlagen 0,00 300,00
Summe Anlagevermögen 0,00 34.157.030,63
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 135.681,24 4.282,00 0,00 0,00 139.963,24
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 135.681,24 4.282,00 0,00 0,00 139.963,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.490.452,96 87.997,20 0,00 0,00 1.578.450,16
2. technische Anlagen und Maschinen 18.444.745,74 514.962,28 128.041,95 0,00 18.831.666,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.358.497,92 571.358,35 0,00 0,00 3.929.856,27
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 23.293.696,62 1.174.317,83 128.041,95 0,00 24.339.972,50
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 23.429.377,86 1.178.599,83 128.041,95 0,00 24.479.935,74
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 4.150,00 8.432,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 4.150,00 8.432,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.454.811,39 2.529.481,39
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.264.194,50 2.578.040,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 4.927.639,00 4.675.297,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 26.000,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 9.672.644,89 9.782.818,39
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 300,00 300,00
Summe Finanzanlagen 0,00 300,00 300,00
Summe Anlagevermögen 0,00 9.677.094,89 9.791.550,39

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.10.2024 festgestellt.

Im Rahmen der Offenlegung gemäß § 325 HGB wurden die Offenlegungserleichterungen des § 327 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Es handelt sich vorliegend somit um eine teilweise Offenlegung des Jahresabschlusses i.S.v. § 328 Abs. 1 HGB. Der veröffentlichte Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NCB Lohmann GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NCB Lohmann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NCB Lohmann GmbH für das Geschäftsjahr 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Menden, den 18. Oktober 2024

Völkering & Humpert Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Martin Walther, Wirtschaftsprüfer

gez. Matthias Humpert, Wirtschaftsprüfer

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