Dacarno GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oguz Dokuzlar seit 9.5.2025 | Vorstandsmitglied |
Markus Wagner seit 2.3.2018 | Vorstandsmitglied |
Markus Albert Isenmann seit 19.6.2017 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DAGEMA eGWillichJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der DAGEMA eG, Siemensring 20, 47877 WillichI. Grundlagen des UnternehmensDie DAGEMA eG ist ein Einkaufsverbund von 28 Mitgliedern. Der Name Dagema steht ursprünglich für Da erme- Ge würze- Ma schinen. Das seit Gründung 1953 bestehende Ziel, nämlich die Förderung der Mitgliedbetriebe, hat auch heute noch oberste Priorität. Bei der Zusammensetzung der Mitglieder hat sich im Jahr 2023 keine Änderung ergeben. Die von der DAGEMA eG beschaffte Ware wird ausschließlich von den 28 aktiven Mitgliedbetrieben, sowie der Vertriebstochter Delicarne GmbH vertrieben. Die Genossenschaft wurde im Jahr 2023 unverändert durch Markus Isenmann als hauptamtlichem und Markus Wagner als nebenamtlichem Vorstand, sowie Oguz Dokuzlar als Prokurist geleitet. Die Aktivitäten erfolgen in Form des Eigengeschäftes (Lager- und Streckengeschäft) sowie des Vertragsgeschäftes als Delkredere mit Zentralregulierung. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und BranchenentwicklungGesamtwirtschaftliche Entwicklung: (Quelle: Statistisches Bundesamt)Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (Quelle: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)) Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. "Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark", sagte Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Quelle: Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de)) Branchenentwicklung: (Quelle: Informationen der gewerbespezifischen Informationstransferstelle des Deutschen Fleischer-Verbandes 2024) Das Jahr 2023 brachte dem Fleischerhandwerk nach einem sehr turbulenten Jahr etwas Ruhe. Die zuvor sehr hohen Energiepreise sanken spürbar ab und die Inflation ging zurück. Besonders belastend waren hingegen weiterhin die zunehmenden Anforderungen bei Auflagen, Dokumentationen und Kontrollen. Mit einem Minus von -4,5% ging die Anzahl der Betriebe im Jahr 2023 etwas weniger als im Vorjahr zurück. Verantwortlich waren erneut hauptsächlich Betriebsstilllegungen wegen Erreichens der Altersgrenze der Inhaber und fehlender Nachfolger, aber auch die massiven Probleme bei der Gewinnung geeigneter Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Auszubildender. Kamen vor zehn Jahren auf 100.000 Einwohner im Durchschnitt noch 31 stationäre Fleischer-Fachgeschäfte, waren es zu Ende 2023 noch 19. Während die Anzahl der Betriebe 2023 zurückgegangen ist, stieg der Branchenumsatz des Fleischerhandwerks an. Der durchschnittliche Umsatz je Betrieb stieg dadurch um 7,0% auf 1,9 Millionen Euro. Das Ergebnis wird relativiert durch die Teuerung der Verbraucherpreise für Fleisch und Fleischerzeugnisse, die vom Statistischen Bundesamt mit 8,3 Prozent angegeben wird. Weiterhin kritisch sieht der Fleischerverband die Beschäftigungslage: Im Jahr 2023 ist die Zahl der Beschäftigten im Fleischerhandwerk um -3,5% auf rund 133.000 gesunken. Das größte Problem der Branche blieb der akute Mangel an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern generell, insbesondere an qualifizierten Fachkräften in Verkauf und Produktion und an Auszubildenden. 2. GeschäftsverlaufGesamtumsatzentwicklung zum Vorjahr der DAGEMA in Mio. €
Die dargestellten Gesamtumsätze beinhalten abweichend zur Gewinn- und Verlustrechnung alle Umsätze aus den Geschäftsarten Lager, Strecke und Zentralregulierung vor Artikelprämie und Bonus. Nach dem außergewöhnlichen, preisbedingten Umsatzsprung im Vorjahr (+6,3%), bewegte sich der Umsatz in 2023 mit einem Rückgang von -6,4% in Richtung des normalen Niveaus. Die größten absoluten Umsatzrückgänge verzeichneten Verpackungen (-8,6 Mio. €) und Maschinen (-5,8 Mio. €), wohingegen Food beim Umsatz um rund 2,1 Mio. € zulegen konnte. Delicarne Die im Jahr 2022 beschlossene und eingeleitete Neuausrichtung der Delicarne führte im Jahr 2023 zu einem Umsatzrückgang von -80%. Beschaffung Da sich gegenüber dem Vorjahr Warenverfügbarkeit und Wiederbeschaffungszeiten für viele Lagerartikel erholt zeigten, konnte der Lagerbestand zum 31.12.2023 gegenüber dem Vorjahresultimo um -23,4 % verringert werden. Investitionen Im Geschäftsjahr wurden T€ 194 investiert T€ 191 Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. GWG) T€ 3 Finanzanlagen Den Investitionen in Sachanlagen standen Abschreibungen in Höhe von T€ 159 gegenüber. In Absprache mit dem Aufsichtsrat, hat der Vorstand entschieden, die Warenwirtschaft, über die bei der DAGEMA eG nahezu alle Prozesse abgebildet werden, zu erneuern. Um bei der Auswahl dieses zentralen Elements der IT-Infrastruktur die richtige Entscheidung zu treffen, lässt die DAGEMA eG sich durch externe Experten beraten. Diese haben im Jahr 2023 gemeinsam mit den relevanten Usern zunächst ein Lastenheft entwickelt und im Anschluss eine Vorauswahl geeigneter Systemanbieter getroffen. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhabenUnverändert hat unsere Hausbank der DAGEMA eG eine Kreditlinie in Höhe von 5 Mio. € eingeräumt. Der im Juli 2020 aufgenommene KFW-Hilfskredit in Höhe von 2 Mio. € wird weiterhin mit gleichbleibenden Annuitäten bis Mitte 2026 abgebaut. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren unserer Genossenschaft, die wir als Kennzahlen im Rahmen unserer Planungen zugrunde legen, sind die Umsatzerlöse, das Jahresergebnis vor Boni und Prämien sowie die Eigenkapitalquote. 4. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Qualitätsmanagement Die Genossenschaft ist ISO-zertifiziert im Bereich Großhandel für Lebensmittel, Fleischerei- und Gastronomiebedarf sowie Vermahlen und Mischen von Gewürzen. Auch im Jahr 2023 bestand die DAGEMA eG das ISO-Audit durch den TÜV Thüringen, so dass die Zertifizierung um ein Jahr verlängert wurde. Personal- und Sozialbereich Der Mitarbeiterbestand setzt sich zum 31.12.2023 wie folgt zusammen:
Aus- und Weiterbildung Im Jahr 2023 befanden sich bei der DAGEMA eG zwei Auszubildende in der Ausbildung als Kaufmann für Groß- und Außenhandel. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Mitarbeitergespräche werden alle Mitarbeiter regelmäßig aufgefordert, sich zu ihrem jeweiligen individuellen Bildungsstand und zu ihrer beruflichen Anforderung passende Weiterqualifizierungsmaßnahmen auszusuchen, deren Finanzierung die DAGEMA eG dann übernimmt. Gesetzlich vorgegebene Schulungsmaßnahmen, werden bei der DAGEMA eG turnusmäßig durchgeführt. So wurden im Jahr 2023 ein Brandschutzbeauftragter, ein Gefahrgutbeauftragter, ein Datenschutzbeauftragter und zwei Ersthelfer geschult. Im Jahr 2023 erwarben 8 Mitarbeiter mit Büroarbeitsplatz den Staplerschein, um bei Engpässen die Kollegen im Lager entlasten zu können. 5. Lage der Genossenschaft Vermögens- und Finanzlage Die wesentlichen Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage entwickelten sich wie folgt:
Die Genossenschaft weist als Handelsunternehmen eine geringe Anlagenintensität aus. Bei stabilem Eigenkapital schwankt die Eigenkapitalquote stichtagsbedingt mit dem kurzfristigen Vermögen. Das Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme ist von 25,8 % auf 31,5 % zum Bilanzstichtag gestiegen. Die Bilanzsumme sank zum Ultimo 2023 um -4,2 Mio. € auf 19,4 Mio. €. Auf der Aktivseite verringerte sich der Warenbestand (-2,6 Mio. €) sowie die Forderungen (-1,2 Mio. €) und der Bestand an liquiden Mitteln (-0,4 Mio. €). Auf der Passivseite findet sich die Verringerung im Wesentlichen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-2,1 Mio. €) und bei den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber den Mitgliedern für den Bonus bzw. die Artikelprämie (-1,7 Mio. €). ErtragslageDie Ertragslage entwickelte sich wie folgt:
Der Umsatz im Eigengeschäft ging insgesamt um -10,5% gegenüber dem Vorjahr zurück. Im Zentralregulierungsgeschäft sank der verrechnete Umsatz um -4,6% gegenüber Vorjahr; die in der Gewinn- und Verlustrechnung als Umsatzerlöse aus der Zentralregulierung erfassten Provisionen sanken um 3,2%. Das Rohergebnis vor Boni und Prämien ist um 1,7 Mio. € auf 17,3 Mio. € gesunken. Der Anstieg beim Aufwand kommt im Wesentlichen aus dem Sachaufwand (+ 271 T€) wohingegen der Personalaufwand um -30 T€ und die Abschreibungen um -77 T€ zurückgingen. Das Jahresergebnis vor Boni und Prämien ist um -12,5% auf 12,7 Mio. € gesunken. 6. Gesamtaussage des Vorstandes zur wirtschaftlichen Entwicklung Der realisierte Umsatzrückgang bewegt sich im Rahmen des im letzten Lagebericht prognostizierten Umfangs (leichter Rückgang). Auch wenn diese Entwicklung vor dem Hintergrund der Branchenentwicklung erklärbar ist, so ist sie doch keineswegs zufriedenstellend. Äußerst zufrieden ist der Vorstand hingegen mit der Höhe der Ausschüttung: Nach dem historischen Höchstwert im Jahr 2022 wurde in Anbetracht des sich abzeichnenden Umsatzrückgangs ein deutlicher Einbruch erwartet (unter das Niveau von 2021). Die erzielte Ausschüttung erreicht aber immer noch den zweithöchsten Wert der DAGEMA eG - Geschichte. Die Eigenkapitalquote hat sich wie erwartet in Folge der geringeren Bilanzsumme erhöht. Wir beurteilen die Ertragslage sowie die Vermögens- und Finanzlage 2023 als zufriedenstellend. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikomanagement und Risikobericht Wir haben organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand der DAGEMA eG gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung erkannt werden. Nach den vorliegenden Informationen aus diesem System waren im Jahr 2023 und sind aktuell keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DAGEMA eG erkennbar. Folgende Instrumente zur operativen Steuerung und Kontrolle der DAGEMA eG sind hervorzuheben: • die monatlichen Umsatzaufstellungen nach Geschäftsarten und Mitgliedern • die monatlichen Kostenaufstellungen • die monatlichen Übersichten zur Lagerkalkulation, Lagerbewertung und zum Lagerumschlag sowie zur Entwicklung der Lieferantenumsätze • die monatlichen Zwischenbilanzen und Erfolgsrechnungen zur Überwachung des Geschäftsbetriebes und der wirtschaftlichen Lage Außerdem umfassen die organisatorischen Einrichtungen zur zeitnahen Risikoermittlung und Risikosteuerung insbesondere den Debitorenbereich. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus zukünftigen Warenimporten werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Darüber hinaus werden im geschäftlichen Umfang Fremdwährungsbestände vorgehalten. Spekulationsgeschäfte oder sonstige Maßnahmen mit spekulativen Charakter sind nicht zulässig und werden nicht getätigt. Zur systematischen Entdeckung, Dokumentation, Klassifizierung und Verfolgung von Risiken gibt es ein standardisiertes Verfahren und Risikomanagement-System. Die Tochtergesellschaft Delicarne GmbH hat eine Warenkreditversicherung abgeschlossen. Externe Risiken / Preisänderungsrisiken Sowohl die Corona-Pandemie, als auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine mit ihren unmittelbaren Folgen wie Rohstoffverknappung und Lockdowns, aber auch mittelbaren Folgen wie Preissteigerungen oder staatliche Hilfsmaßnahmen hatten der DAGEMA eG unvorhersehbare Chancen, aber auch Risiken beschert. Langfristige Megatrends, wie der rückläufige Fleischkonsum oder stetige Rückgang der Anzahl produzierender Fleischereibetriebe stellen kein akutes Risiko für die DAGEMA eG dar, da sich die Mitgliedsbetriebe und in der Folge die Genossenschaft über einen langen Zeitraum auf diese Entwicklungen einstellen können. Neue Risiken für die DAGEMA eG treten zunehmend in Form neuer Regularien auf. Derzeit sind es Regelungen zu den Themen "Nachhaltigkeit" und "Lieferkette", die für die DAGEMA eG erheblichen organisatorischen Aufwand und damit Kosten mit sich bringen können. In der Kombination mit weiteren Vorgaben, wie u.a. Verpackungsgesetz, Einwegkunststoffondsgesetz oder der zu erwartenden Plastiksteuer stellen die damit verbundenen administrativen, finanziellen und rechtlichen Herausforderungen ein Risiko dar. Zins- / Liquiditätsrisiken Die zur Finanzierung des Geschäftes zur Verfügung stehenden Kreditzusagen belaufen sich auf 5,0 Mio. €. Die bestehenden Kreditlinien werden tageweise teilweise in Anspruch genommen. Delkredere-Risiko Aus der grundsätzlich unbeschränkten Delkrederezusage für die Einkäufe der Mitglieder bei den angeschlossenen Vertragslieferanten resultiert ein wesentliches Geschäftsrisiko der DAGEMA eG. Grundlage des Risiko-Managements ist ein Rating-System. Basis für das Rating ist der Jahresabschluss der Mitgliedsunternehmen. Das Rating erfolgt durch einen externen Sachverständigen. Mitglieder, die bei der standardisierten Risikobeurteilung ein erhöhtes Risiko aufweisen, müssen Berichte mit erweitertem Informationsgehalt liefern, anhand derer der externe Bewerter eine vertiefte Risikobewertung vornimmt. Bei Überschreitung definierter Schwellenwerte, werden gemäß Risiko-Management-Prozess Schritte zur Risikominimierung eingeleitet. Währungsrisiken Die Konzentration der Geschäftsaktivitäten der DAGEMA Gruppe auf die Bundesrepublik bzw. auf Mitgliedstaaten der Europäischen Union schließt Währungsrisiken grundsätzlich aus. Wenn im Großhandelsgeschäft verschiedene Handelswaren auf US Dollar Basis eingekauft werden, können sich hieraus nachteilige Auswirkungen auf die Einkaufspreise ergeben. Fallweise wird im Hinblick auf das Einkaufsvolumen durch die Unternehmensleitung entschieden, ob eine Absicherung von Wechselkursrisiken vorgenommen wird. Einkäufe in Fremdwährungen werden durch entsprechende Absicherungsgeschäfte gegen Währungsschwankungen abgesichert. Informationssicherheit Zur sicheren Abwicklung von IT-gestützten Geschäftsprozessen findet eine ständige Überprüfung und Anpassung der eingesetzten Informationstechnologien statt. Laufend werden dabei die schon bestehenden Maßnahmen zur Informationssicherheit weiterentwickelt, damit die mit der IT-gestützten Integration verbundenen Risiken der Geschäftsprozesse zwischen Mitgliedern, Vertragslieferanten und Geschäftspartnern beseitigt oder zumindest begrenzt werden. Zur Sicherstellung des Betriebs und der hohen Verfügbarkeit von IT & Logistik sind umfangreiche Maßnahmen auf Hardware-, Betriebssystem- und Prozessebene implementiert worden. Im Rahmen der oben erläuterten Erneuerung der Warenwirtschaft, wird darauf geachtet, dass die neue Warenwirtschaftslösung unseren hohen Sicherheitsanforderungen gerecht wird. Personalrisiken Der Erfolg der DAGEMA eG hängt vom umfassenden Wissen, der langjährigen Erfahrung und der dauerhaften Mitwirkung der Mitarbeiter ab, die kurzfristig nur schwer ersetzt werden können. Es ist eine dauerhafte Herausforderung, dieses Personal in einem intensiven Wettbewerb zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. Im Bedarfsfall werden erfahrene und qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte angeworben. Marktrisiken Da viele Mitglieder der DAGEMA eG nach wie vor einen hohen Anteil ihres Geschäfts mit handwerklich produzierenden Fleischereibetrieben tätigen, stellt eine Beschleunigung des seit vielen Jahren beobachteten "Metzgersterbens" das größte Marktrisiko dar. Beschleunigend wirken hierbei Faktoren wie Personalmangel, fehlende Nachfolger, veränderte Verzehrgewohnheiten, Überregulierung und zunehmender Kostendruck. Wettbewerbsrisiken Der starke Wettbewerb im Groß- und Einzelhandel, die Konkurrenz von Vertriebskonzepten, angebotenen Leistungen und Servicequalitäten kennzeichnen die Handelsbranche generell. Die Veränderungen im Konsumverhalten bzw. im Orderverhalten erfordern die ständige Anpassung der Vertriebskonzepte der Mitglieder wie auch unseres Warengeschäfts. Aufgrund dieser Erkenntnisse werden im Warengeschäft stetig Verbesserungen in der Logistik und Auftragsabwicklung identifiziert und umgesetzt. Lieferantenrisiken Die DAGEMA eG ist im Delkrederegeschäft auf Vertragslieferanten bei der Versorgung mit Waren und Dienstleistungen angewiesen. Für die Attraktivität der Genossenschaft ist es von großer Bedeutung, sowohl eine angemessen hohe Anzahl an Mitgliedern, als auch an Vertragslieferanten zu halten. Durch genaue Marktbeobachtung und eine breite Basis an Lieferanten und einkaufspolitischen Maßnahmen begegnet die DAGEMA eG den Unwägbarkeiten beim Bezug von Waren. Lieferanten signalisieren der DAGEMA eG zunehmend, dass sie aus der Zusammenarbeit einen klaren Mehrwert erkennen wollen. Die DAGEMA eG ist daher gefordert, ihr Dienstleistungsportfolio permanent zu optimieren. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten Zum Jahresende 2023 war die DAGEMA eG nur an einem Rechtsstreit beteiligt, der schon seit Jahren läuft und bei dem es auch im Jahr 2023 keine erkennbaren inhaltlichen Fortentwicklungen gab: Die DAGEMA eG ist Antraggegnerin in einem selbständigen Beweisverfahren. Unter Abkürzung des Lieferwegs wurden vom Hersteller von der DAGEMA eG gekaufte Spraydosen direkt an einen Mitgliedsbetrieb geliefert. Das Mitglied versandte einige der Spraydosen mittels Paketdienst an einen Kunden. In einem Depot des Paketdienstes kam es zu einem Explosions- und Brandschaden. Mit dem Beweissicherungsverfahren soll geklärt werden, ob die Spraydosen schadensursächlich waren. Sämtliche Versicherer sind eingeschaltet. Dem Hersteller wurde vorsorglich der Streit innerhalb des Verfahrens verkündet. Zur Schadenshöhe kann derzeit mangels Kenntnis keine Angabe gemacht werden. Der Vorstand geht derzeit nicht von einer Inanspruchnahme der Genossenschaft aus. Kein Bestandsrisiko Die Gesamtschau der Risiken ergibt, dass derzeit kein Risiko für den Fortbestand der DAGEMA eG besteht. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) und Chancen Nachdem im Gesamtjahr 2023 der Umsatz (Gesamtumsatz vor Artikelprämie und Bonus) um -6,4% gegenüber dem Vorjahr zurückging, hat sich der Umsatzrückgang im ersten Quartal des Jahres 2024 auf -1,0% verlangsamt. Wir gehen davon aus, dass sich für das Gesamtjahr 2024 der Umsatzrückgang zwischen diesen zwei Werten einpendeln wird. Wir rechnen aktuell mit einem leichten Umsatzrückgang. Die Umsatzentwicklung wird weiterhin von den beiden Faktoren Preisentwicklung und Warenverfügbarkeit bestimmt, zu denen eine seriöse Vorhersage nahezu unmöglich ist. Auf der Kostenseite ist mit Steigerungen im Rahmen der allgemeinen Preisentwicklung zu rechnen. Sollte das Projekt "neue Warenwirtschaft" planmäßig voranschreiten, werden in der zweiten Jahreshälfte Zahlungen anstehen, die jedoch aktiviert und über den Nutzungszeitraum abgeschrieben werden. Vor diesem Hintergrund wird für das Jahresergebnis vor Bonus und Prämie mit einem leichten Rückgang gerechnet. In Anbetracht eines zu erwartend etwa gleichbleibenden Lagerbestands, werden für die Eigenkapitalquote keine Veränderungen erwartet. Chancen durch Fokussierung auf den Nutzen der Genossenschaftsmitglieder Die DAGEMA eG wird sich weiterhin stark in ihrer Organisation an den Erfordernissen und Strukturen der Mitglieder orientieren und somit den Nutzen für die Mitglieder weiterhin erhöhen und die Attraktivität der Genossenschaft insgesamt stärken. Wachstumspotenziale Wachstum erhofft sich die DAGEMA eG aus den Förderprojekten, die sie im Jahr 2023 mit Unterstützung der umsatzstärksten Mitglieder mit ausgewählten Lieferanten verhandelt hatte und deren Umsetzung mit Jahresbeginn 2024 startete. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancenlage Der Vorstand geht davon aus, dass auch im Jahr 2024 die Gesamtheit der Risiken für die DAGEMA eG beherrschbar ist. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
3. AnhangA. Allgemeine Angaben Die DAGEMA eG mit Sitz in 47877 Willich ist im Genossenschaftsregister des Amtsgerichtes Krefeld unter der Nr. 231 eingetragen. Die Genossenschaft erstellt ihren Jahresabschluss unter Beachtung der Vorschriften für große Genossenschaften. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften für eingetragene Genossenschaften gemäß §§ 336 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften der Satzung aufgestellt. In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die immateriellen Vermögensgegenstände und die abnutzbaren Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Nicht abnutzbare Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis von 800,00 Euro sind voll abgeschrieben und im Anlageverzeichnis als Abgang behandelt worden. Es bestehen folgende Nutzungsdauern je nach Bilanzposition:
Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhafter Wertminderung erfolgte eine Wertkorrektur auf den beizulegenden Wert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren wurden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten auf Basis der Einzelkosten (Anschaffungskosten der Rohstoffe) bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Aktivische Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen bei der Bewertung der Finanzanlagen und den sonstigen Rückstellungen. Entsprechend dem bestehenden Wahlrecht wurden die aktiven latenten Steuern (31,015 %) nicht in der Bilanz angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen entsprechen dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsguthaben und -verbindlichkeiten wurden mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. C. Angaben zu den Posten der Bilanz 1. Einzelposten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem auf der Folgeseite dargestellten Bruttoanlagenspiegel. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit
Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Position "sonstige Vermögensgegenstände" enthält als wesentliche Posten debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 820,6 (Vorjahr TEUR 698,6) und Boniforderungen in Höhe von Mio.EUR 1,301 (Vorjahr Mio.EUR 1,812) 3. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
4. Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten: Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen keine Restlaufzeiten über fünf Jahre. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr in voller Höhe um sonstige Verbindlichkeiten. D. Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Vermittelte Umsätze im Delkrederegeschäft mit Zentralregulierung 146,1 Mio. Euro (i.V. 153,1 Mio. Euro) 2. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 2,0. E. Sonstige Angaben Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind: Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen getätigt. Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurde durchschnittlich 2 Auszubildende beschäftigt. Die Genossenschaft besitzt folgende Kapitalanteile % an anderen Unternehmen:
Mitgliederbewegung
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr nicht verändert. Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr ebenfalls nicht verändert. Höhe des Geschäftsanteils Euro 1.000; Höhe der Haftsumme Euro 1.000 (Beschränkt auf die ersten 3 Anteile) Vorschlag für die GewinnverwendungDer Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss wie folgt zu verwenden:
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Genoverband e.V. Ludwig-Erhard-Allee 20 40227 Düsseldorf Deutschland Mitglieder des Vorstandes: Markus Isenmann Markus Wagner Mitglieder des Aufsichtsrates:
Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an
Willich, den 30.04.2024 DAGEMA eG Der Vorstand: Isenmann Wagner Bericht des AufsichtsratsPlanmäßig fanden neben der konstituierenden Sitzung, die im Anschluss der Generalversammlung in Bordeaux abgehalten wurden, 5 Aufsichtsratssitzungen gemeinsam mit dem Vorstand statt. Es wurden 3 Online-Sitzungen sowie 2 Präsenzsitzungen in Willich abgehalten. Der Vorstand berichtete in den Sitzungen detailliert über aktuelle Geschäftsvorfälle, Entwicklung der Mitglieder, laufende Projekte sowie über die Umsatz- und Kostenentwicklung. Zusätzlich zu den Aufsichtsratssitzungen fanden in 2023 zwei Prüfungen der Geschäftsstelle durch 2er Teams des Aufsichtsrates in Willich statt. Es wurden kaufmännische Vorfälle wie z.B. die Entwicklung der Bankkonten, Kontrakte, Devisen sowie der Kassenbestand physisch geprüft. Des Weiteren wurden relevante Geschäftsfeldentwicklungen, die Umsatzentwicklung von Mitgliedern und Lieferanten sowie Kostenkontrollen durchgeführt. Gestellte Fragen an Mitarbeiter der Geschäftsstelle sowie den Vorstand wurden immer sehr zufriedenstellend beantwortet und führten zu keinerlei Beanstandungen. Das Risiko-Monitoring aller Mitglieder erfolgte wie gewohnt durch die Steuerkanzlei Schumacher und konnte auch für 2023 keine nennenswerten Probleme für die Gruppe aufzeigen. Dieses Instrument des Mitglieder-Ratings erfüllt für die Genossenschaft das Ziel der Risikominimierung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss nebst Lagebericht sowie den Vorschlag über die Verwendung des Jahresüberschusses geprüft und ausführlich erörtert. Dem Vorschlag des Vorstandes über die Gewinnverteilung gemäß den Vorschriften der Satzung wurde einstimmig zugestimmt. Der Prüfungsbericht über den Jahresabschluss wurde in einer gemeinsamen Sitzung am 30.4.2024 Online vom Genossenschaftsverband präsentiert. In einer anschließenden Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat wurde die Prüfungsergebnisse ausführlich erörtert.
Willich, 08.05.2024 Björn Reckhorn, Aufsichtsratsvorsitzender sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.05.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerkentfällt |
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