Mouri Tech GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Dr. Auer seit 21.1.2009 | Vorstandsmitglied |
Ralph Rischmüller seit 19.2.2008 | Prokura |
Frank Prausa seit 19.2.2008 | Prokura |
Oliver Dr. Wittig seit 10.10.2005 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MVV Verkehr AGMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2007 bis zum 30.09.2008LageberichtGeschäft und RahmenbedingungenDie MVV Verkehr AG, mit Sitz in Mannheim, gehört zum MVV Konzern, der ebenfalls in Mannheim ansässig ist. Als Tochtergesellschaft der Konzernholding MVV GmbH und als Allianzunternehmen und Gesellschafter der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) erbringt die MVV Verkehr AG Nahverkehrsleistungen für die Stadt Mannheim und die Metropolregion Rhein-Neckar. Mit ihren Stadtbahnen und Bussen verbindet die MVV Verkehr AG die Städte Mannheim und Ludwigshafen. Das Grundkapital der MVV Verkehr AG beträgt 28,6 Mio Euro. Es ist eingeteilt in 56 000 Namensaktien zu einem Nennbetrag von 511,29 Euro je Aktie. Davon hält die MVV GmbH 55 996 Namensaktien, also nahezu 100 % der Kapitalanteile der MVV Verkehr AG. Alleingesellschafterin der MVV GmbH ist die Stadt Mannheim. Die Stadt Mannheim besitzt vier Aktien der MVV Verkehr AG. Der Vorstand der MVV Verkehr AG besteht nach der Satzung der Gesellschaft aus einem Mitglied. Die Bestellung und Abberufung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Die Änderung der Satzung hat nach § 133 und § 173 Aktiengesetz zu erfolgen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Aktienverkauf an die RheinEnergie AG, KölnDie MVV Verkehr AG hatte im Geschäftsjahr 2002/03 das bis dahin von der MVV GmbH gehaltene Aktienpaket von 66,2 % an der börsennotierten MVV Energie AG erworben. Am 11. Oktober 2007 verkaufte die MVV Verkehr AG, gemäß Beschluss der Stadt Mannheim vom 12. Juni 2007, 16,1 % ihrer Anteile an der MVV Energie AG an die RheinEnergie AG, Köln mit Anspruch auf die Dividende für das Geschäftsjahr 2006/07. Da der Kaufvertrag bereits im Geschäftsjahr 2006/07 abgeschlossen wurde, verringerte sich die Zahl der dividendenberechtigten Aktien der MVV Verkehr AG an der MVV Energie AG zum Bilanzstichtag 30. September 2007 auf zunächst 27,9 Millionen Stückaktien und der Beteiligungsanteil der MVV Verkehr AG an der MVV Energie AG auf 50,1 %. Aus dem Aktienverkauf erzielte die MVV Verkehr AG einen Erlös in Höhe von 305 Mio Euro. Nach Abzug der Buchwerte für diese Aktien verblieb der MVV Verkehr AG ein Betrag von rund 176 Mio Euro, der in die Gewinnrücklage eingestellt wurde. Teilnahme an der Kapitalerhöhung bei der MVV Energie AGDer Vorstand der MVV Energie AG hat am 11. Oktober 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung beschlossen, die Anfang November 2007 erfolgreich abgeschlossen wurde. Im Zuge der Kapitalerhöhung wurde das Grundkapital der MVV Energie AG aus dem zur Verfügung stehenden genehmigten Kapital durch die Ausgabe von 10,1 Millionen neuer Aktien gegen Bareinlagen mit Bezugsrecht der Aktionäre der MVV Energie AG um 18,2 % beziehungsweise um 25,96 Mio Euro auf 168,72 Mio Euro erhöht. Die Aktienanzahl stieg durch die Kapitalerhöhung von 55,8 Millionen auf 65,9 Millionen Stückaktien. Die neuen Aktien verbriefen die gleichen Rechte wie die bestehenden Aktien und sind mit voller Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr 2006/07 ausgestattet. Um auch weiterhin Mehrheitsaktionär zu bleiben, hat die MVV Verkehr AG ihr Bezugsrecht ausgeübt und im November 2007 insgesamt 5,06 Millionen neue Aktien zu einem Kaufpreis von 114 Mio Euro bezogen. Nach Teilnahme an der Kapitalerhöhung hält die MVV Verkehr AG unverändert bis zum Bilanzstichtag 30. September 2008 33,0 Millionen Stückaktien der MVV Energie AG. Die Vereinnahmung der zusätzlichen Dividende aus den für das Geschäftsjahr 2006/07 dividendenberechtigten neuen Aktien (4,1 Mio Euro) wurde im Geschäftsjahr 2007/08 ergebniswirksam, da sie zum Bilanzstichtag 30. September 2007 noch nicht phasengleich vereinnahmt werden konnten. Die Stadt Mannheim ist nach Ausübung ihrer Bezugsrechte über die MVV Verkehr AG mit mittelbar 50,1 % der Anteile weiterhin Mehrheitsaktionärin der MVV Energie AG. Städteübergreifende Verkehrsallianz für die Metropolregion Rhein-NeckarSeit April 2005 ist die im Schnittpunkt der Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz liegende Region Rhein-Neckar "Europäische Metropolregion". Die Metropolregion Rhein-Neckar umfasst die Oberzentren Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim sowie die Städte Worms, Neustadt/Weinstraße, Speyer, Bensheim, Viernheim, Weinheim, Schwetzingen und Mosbach. Mit 2,4 Mio Einwohnern auf 5 637 Quadratkilometern Fläche ist die Metropolregion Rhein-Neckar einer der größten Ballungsräume Deutschlands und eine aufstrebende Region mit zahlreichen leistungsstarken Unternehmen sowie renommierten Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten und Kultureinrichtungen. Angesichts neuer wettbewerblicher Rahmenbedingungen haben sich die Städte Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim im Jahr 2004 zur Gründung eines städteübergreifenden gemeinsamen Verkehrsunternehmens, der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV GmbH), durch die Gesellschaften Heidelberger Straßen- und Bergbahn GmbH (HSB), Verkehrsbetriebe Ludwigshafen GmbH (VBL), Rhein-Haardtbahn GmbH (RHB), MVV Verkehr AG und MVV OEG AG entschlossen. Seit 1. März 2005 führt die RNV GmbH als Tochterunternehmen dieser Gesellschaften den operativen Fahrbetrieb auf den jeweiligen Stadtbahn-, Straßenbahn-, Eisenbahn- und Omnibuslinien durch und betreibt und unterhält die Infrastruktur. Mit dem operativen Start der RNV GmbH ist ein neuer leistungsstarker Mobilitätsdienstleister in der Metropolregion Rhein-Neckar entstanden. Die RNV bedient mit ihrem Verkehrsangebot die Region zwischen Pfälzer Wald und Odenwald. Durch den gemeinsamen Marktauftritt als RNV GmbH und mit abgestimmten Marketingaktivitäten können die Kunden den Öffentlichen Personennahverkehr in der Metropolregion Rhein-Neckar als ein einheitliches Produkt erleben. Die MVV Verkehr AG ist mit einem Beteiligungsanteil von 35,13 % an der RNV GmbH ein bedeutender Partner in dieser Verkehrsallianz. Zusammen mit der MVV OEG AG (Anteil 16,26 %) hält der MVV Konzern insgesamt 51,39 % an der RNV GmbH. Grundprinzip der RNV ist die Gleichrangigkeit der Gesellschafter und ihrer Stimmrechte, unabhängig von der unterschiedlichen Höhe ihrer jeweiligen Beteiligung. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und ÖPNV-BrancheDie internationale Finanzkrise, die volatile Entwicklung bei den Primärenergie- und Energiepreisen sowie eine globale Konjunkturabschwächung prägten das Stimmungsbild und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Verlaufe des Jahres 2008. Ein weiteres herausragendes Thema in der öffentlichen Diskussion war die Notwendigkeit des Klimaschutzes, dem sich auch die Unternehmen der ÖPNV-Branche stellen müssen. Nach dem am 14. Oktober 2008 veröffentlichten Herbstgutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen die Konjunkturexperten für das Jahr 2008 in Deutschland mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts gegenüber 2007 um 1,8 %. Das Wirtschaftswachstum wird damit schwächer ausfallen als im Vorjahr mit 2,5 %. Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise hatte im Berichtsjahr noch keine negativen Auswirkungen auf die MVV Verkehr AG. Für das Jahr 2009 wird als Folge der Finanzkrise und ihrer Auswirkungen auf die Realwirtschaft mit einer deutlichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums gerechnet. Im Vergleich zu anderen Branchen ist der ÖPNV weniger konjunkturabhängig (siehe Prognosebericht). Knappe Energieressourcen und steigende Energie- und Benzinpreise beflügeln den ÖPNV. Die bis Juli 2008 drastisch gestiegenen Benzinpreise haben die Kosten des Wettbewerbers Auto in erheblichem Umfang erhöht. Dadurch gewann der ÖPNV in preislicher Hinsicht an Wettbewerbsfähigkeit. Mit den gestiegenen Energiepreisen sind allerdings auch die Produktionskosten, insbesondere Diesel und Bahnstrom, in erheblichem Umfang gestiegen. Im weiteren Jahresverlauf 2008 sind die Benzinpreise der Rohölpreisentwicklung folgend gegenüber dem Höchststand im Juli 2008 deutlich gesunken. Die öffentlichen Verkehrsunternehmen sehen sich vermehrten Leistungskürzungen durch gesetzliche Sparmaßnahmen von Bund und Ländern gegenüber gestellt. In diesen Zusammenhang gehört auch, dass ab 1. Januar 2007 die Bundesländer den Ausgleich gemeinwirtschaftlicher Leistungen im Ausbildungsverkehr nach § 45a PBefG und § 6a AEG abweichend von der Bundesregelung selbst bestimmen können. Auf europäischer Ebene wurde die neue EU-Verordnung über öffentliche Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße (1370/2007) verabschiedet. Diese tritt zwei Jahre nach der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt, die am 3. Dezember 2007 erfolgte, in Kraft und ist dann unmittelbar geltendes Recht. Die neue EU-Verordnung stellt für den ÖPNV eine "Zeitenwende" dar. Während die bisher geltende Verordnung 1191/69 dem Gesetzgeber erlaubte, Unternehmen des ÖPNV von der grundsätzlichen Ausschreibungspflicht auszunehmen, sieht die neue Verordnung ein Wahlrecht der zuständigen örtlichen öffentlichen Behörde vor, ob sie ausschreibt oder den Auftrag direkt an ein Unternehmen vergeben will. Entscheidet sich die zuständige örtliche Behörde für eine Vergabe im Wettbewerb, muss eine Ausschreibung durchgeführt werden. Allerdings wird die ausschreibungsfreie Direktvergabe an strengere Voraussetzungen geknüpft sein, als dies derzeit der Fall ist. Als Folge der EU-Verordnung muss auch der einschlägige nationale Rechtsrahmen überarbeitet und in den verbleibenden Monaten bis Inkrafttreten der neuen EU-Verordnung im Dezember 2009 an die EU-Verordnung angepasst werden. Betroffen davon ist auch das deutsche Personenbeförderungsgesetz. Das Novellierungsverfahren läuft derzeit. Die Tragweite der Novelle ist zwischen den Bundesländern, der Bundesregierung und den Verbänden umstritten, so dass derzeit nicht absehbar ist, wann die Anpassung abgeschlossen sein wird. Nach der neuen EU-Verordnung ist der Weg zu vermehrten Ausschreibungen vorgezeichnet. Die Aufgabenträger werden noch stärker als nach den derzeit geltenden Gesetzen in die Lage versetzt, Eisenbahn-, Straßenbahn- und Busverkehre ohne jegliche Mitsprache der Verkehrsunternehmen zu regeln. Unabhängig von der Frage, wie sich der künftige Ordnungsrahmen im ÖPNV letztendlich konkret gestalten wird, gehen wir davon aus, dass erhebliche Teile des Nahverkehrsmarkts weiter liberalisiert werden. ÖPNV-Beitrag für den KlimaschutzDer Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) stiftet einen hohen volkswirtschaftlichen, sozialen und umweltpolitischen Nutzen. Ohne einen leistungsstarken ÖPNV könnten die klimaschutzpolitischen Ziele nicht realisiert werden. Um diese Ziele erreichen zu können, ist eine Mitfinanzierung aus öffentlichen Haushalten dringend geboten. Bei der Verteilung der Haushaltsmittel steht der ÖPNV im Wettbewerb mit anderen öffentlichen Aufgaben. Trotz Erholung der öffentlichen Haushalte ist kein Anstieg der Mittel für den ÖPNV in Sicht. Im Gegenteil, im Bereich des Ausbildungsverkehrs ist, beispielsweise durch die Öffnungsklausel des § 45a PBefG, eher mit einer Reduzierung zu rechnen. Der Gesetzgeber hat im Juni 2008 die wichtigsten Umsetzungsmaßnahmen des von der Bundesregierung 2007 in Meseberg beschlossenen "Integrierten Energie- und Klimaprogramms" (IEKP) verabschiedet. Das Maßnahmenpaket soll einen wesentlichen Beitrag zur Minderung der deutschen Treibhausgasemissionen leisten. Die öffentlichen Verkehrsmittel haben als Partner für eine umweltfreundliche und verantwortungsbewusste Mobilität einen hohen Stellenwert und können mit ihren bedeutenden Umweltvorteilen in Städten und Ballungsgebieten einen bedeutenden Beitrag zur Verringerung der klimaschädlichen CO 2-Emissionen leisten. Auch jeder Bürger kann durch die Nutzung von Bussen und Bahnen einen eigenen attraktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der spezifische Kraftstoffverbrauch pro Fahrgast und Kilometer ist bei Bussen und Bahnen deutlich geringer als beim PKW. Nach Untersuchungen des Verbands der Öffentlichen Verkehrsunternehmen (VDV) steht dem Verbrauch von 2,0 Litern Diesel-Kraftstoff pro 100 Kilometer und Fahrgast bei einer durchschnittlichen Platzausnutzung von 16 Fahrgästen in Bussen ein Durchschnittsverbrauch von 6,6 Litern pro Person mit dem PKW gegenüber. Dieser rund dreimal höhere spezifische Kraftstoffverbrauch verursacht einen entsprechend höheren Ausstoß an Treibhausgasen. Die Vergleichszahlen zeigen das Einsparpotenzial an CO 2 durch den ÖPNV. Durch zusätzliche Fahrgäste, die vom PKW auf Stadtbahnen und Busse umsteigen, kann der CO 2 -Ausstoß deutlich verringert werden. Hierzu sind stärkere Investitionen in die Infrastruktur des öffentlichen Personennahverkehrs notwendig. Die im zunehmenden Wettbewerb stehenden ÖPNV-Unternehmen können diese Investitionen nur leisten, wenn sie auf eine verlässliche Bundes- und Länderfinanzierung für Investitionen und Verkehrsleistungen vertrauen können. Angesichts steigender Energiekosten und politischer Klimaschutzforderungen arbeiten die Hersteller von Schienenfahrzeugen an neuen energiesparenden Techniken, vor allem an der konsequenten Nutzung der Bremsenergie und neuer Energiespeichertechnologie. Die von der RNV GmbH im September 2007 bestellten drei Stadtbahnen für das Verkehrsgebiet der MVV Verkehr AG werden vom Hersteller mit einem zukunftsorientierten MITRAC Energy Saver ausgerüstet. Durch die in den Fahrzeugen gespeicherte Bremsenergie, die beim nächsten Anfahren wieder genutzt wird, kann der Energieverbrauch je Unterwerk dauerhaft um rund 25 % und damit auch die Energiekosten und die CO 2 -Emissionen gesenkt werden. Mit der Umrüstung dieser Stadtbahnen übernimmt die Allianzgesellschaft eine Vorreiterrolle und leistet einen messbaren Beitrag in der aktuellen Klimaschutzdebatte und positioniert den öffentlichen Nahverkehr in der Metropolregion als umweltschonende Alternative zum Individualverkehr. Projekt RNV 2009Gemeinsam mit unseren Partnerunternehmen können wir in der Verkehrsallianz Größenvorteile am Markt nutzen und durch Synergieeffekte Kosten einsparen. Kosteneinsparungen sind zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten fünf Verkehrsunternehmen und zur Aufrechterhaltung unseres hochwertigen Leistungsangebots für die Bürgerinnen und Bürger in Mannheim, angesichts des zunehmenden Wettbewerbsdrucks und drastischer Kürzungen bei den öffentlichen Zuschüssen und komplementären Finanzierungsmitteln, unbedingt notwendig. Die Erfahrungen in den ersten drei Jahren des operativen Betriebs der RNV seit März 2005 haben gezeigt, dass die Strukturen in der heutigen RNV noch zu komplex sind und dass von den einzelnen Gesellschaften teilweise noch ineffiziente Doppelfunktionen wahrgenommen werden. Die gegenwärtige Aufgabenverteilung zwischen Muttergesellschaften und RNV GmbH ist noch nicht ausreichend, um die Wettbewerbsfähigkeit der RNV GmbH langfristig zu sichern. Gleichzeitig müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, um die Vorgaben der Direktvergabe nach der neuen EU-Verordnung 1370/2007 mit größtmöglicher Rechtssicherheit zu erfüllen. Vor diesem Hintergrund hatten die MVV Verkehr AG und MVV OEG AG mit Unterstützung der SMP Management Programm St. Gallen im Geschäftsjahr 2006/07 ein strategisches Geschäftsmodell zur Strukturvereinfachung ("SPUR 12") erarbeitet, das hauptsächlich die Strategie und die Rolle der Muttergesellschaften im Blick hatte. Eine Reihe der im Projekt "SPUR 12" bis 2012 vorgesehenen Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Das gilt insbesondere für den Übergang der Personalabteilung von den MVV Verkehrsgesellschaften auf die RNV GmbH. Ebenso sind zahlreiche Kosten senkende und verschlankende Maßnahmen im Verhältnis zwischen der RNV GmbH und den MVV Verkehrsgesellschaften umgesetzt worden. Aufbauend auf den Grundlagen von "SPUR 12" wurde im Mai 2007 mit dem Projekt "RNV 2009" begonnen. In diesem Projekt wurden die Ziele und Handlungsfelder von "SPUR 12" auf eine breitere Basis gestellt. Insbesondere geht es dabei um die Umsetzung von Maßnahmen, die sinnvoll nur gleichzeitig mit den Heidelberger und Ludwigshafener Partner umgesetzt werden können. Unter der Federführung der RNV GmbH sollen in Zusammenarbeit mit den Gesellschaften HSB, VBL, RHB, MVV Verkehr AG und MVV OEG AG mit Beteiligung der Arbeitnehmervertreter dieser Gesellschaften, der Gewerkschaft ver.di sowie Vertretern der Städte Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen neue effiziente Strukturen mit einer geänderten Funktionsaufteilung entwickelt werden. Ziel des Projekts "RNV 2009" ist es, durch Veränderung der Allianzstrukturen die Kosten weiter zu senken und gleichzeitig die Qualität zu steigern. Im Rahmen der strukturellen Veränderungen sollen bisherige Aufgaben im größtmöglichen Umfang von den einzelnen Gesellschaften (Altverkehrsunternehmen) auf die RNV GmbH verlagert werden, um Doppelstrukturen und -funktionen abzubauen und Voraussetzungen für eine weitere Verschlankung der Altverkehrsunternehmen zu schaffen. Betroffen von den Aufgabenverlagerungen sind insbesondere die Konzessionen und damit die Fahrgeldeinnahmen und Betriebszuschüsse sowie die Personalverwaltung und der Infrastrukturbetrieb. Die operativen Funktionen der Altverkehrsunternehmen, das betrifft auch die MVV Verkehr AG, werden auf das Infrastruktur- und Stadtbahneneigentum, das Vorhalten des Alt-Personals und auf steueroptimierte Finanzierungsfunktionen reduziert. Die Steuerung der RNV GmbH soll nicht mehr durch die Altverkehrsunternehmen, sondern über die Städte direkt erfolgen, die auch die Angebotsqualität und den Finanzrahmen vorgeben. Die Mitbestimmung soll durch ein zentrales Betriebsratsgremium gestärkt werden. Durch die Umsetzung von RNV 2009, die zum 1. Oktober 2009 erfolgen soll, wächst die Bedeutung der RNV GmbH als zentrales Verkehrsunternehmen für die Metropolregion Rhein-Neckar. Ein konsequenter Auftritt der RNV GmbH nach innen und außen wird die RNV-Identität für Kunden, Mitarbeiter und die Region insgesamt stärken. Erfolgreicher Abschluss eines RahmentarifvertragesDie vom Vorstand der MVV Verkehr AG und MVV OEG AG geführten Tarifvertragsverhandlungen zum Abschluss eines Rahmentarifvertrages, der die Tarifverträge der Allianzunternehmen auf den Haustarif der RNV GmbH überleiten soll, konnten zum 30. September 2008 erfolgreich abgeschlossen werden. Betroffen sind von diesem Tarifvertrag sämtliche 1479 von den sieben Allianzunternehmen an die RNV GmbH überlassenen Arbeitnehmer. Die große Tarifkommission der Gewerkschaft ver.di hat das ausgehandelte Ergebnis am 07. Oktober 2008 einstimmig gebilligt. Der Rahmentarifvertrag sieht vor, dass alle in den sieben Unternehmen der Allianzgesellschaften bestehenden bislang elf verschiedenen Tarifverträge und über 200 unterschiedlichen Betriebsvereinbarungen auf den Haustarifvertrag der RNV GmbH als einheitlichen Tarifvertrag überführt werden sollen. Dies stellt einen wesentlichen Schritt zur Vereinheitlichung der Arbeitsbedingungen und des einheitlichen Personaleinsatzes im Rahmen der RNV GmbH auf der Grundlage moderner, wettbewerbsfähiger Tarifvertragsstrukturen dar. Durch die geänderten Tarifvertragsbedingungen können insbesondere Mitarbeiter flexibler eingesetzt, die Produktivzeiten erhöht und die Kostenbelastungen der Unternehmen gesenkt werden. Gleichzeitig bleibt der Besitzstand der Arbeitnehmer sozialverträglich gewahrt. Auch die bestehenden Rationalisierungsschutzverträge bleiben bestehen und sind von dem Überleitungsvertrag nicht betroffen. Die Regelungen werden voraussichtlich zum 01. Oktober 2009 in Kraft treten. Der Tarifvertrag wird eine Laufzeit bis 30. Juni 2019 haben. Forschung und EntwicklungForschungs- und Entwicklungsprojekte werden von der RNV GmbH durchgeführt. Die MVV Verkehr AG begleitet und unterstützt im Bedarfsfall diese Projekte.
1 Einschließlich erhöhtes
Beförderungsentgelt 278 Tsd Euro (Vorjahr 255 Tsd
Euro)
ErtragslageDie wirtschaftliche Entwicklung der MVV Verkehr AG wurde auch im Geschäftsjahr 2007/08 in starkem Maße von den Aufgaben der RNV GmbH geprägt. Finanziell werden sämtliche Kosten des Verkehrsbetriebs seitens der RNV GmbH verursachungsgerecht an die Muttergesellschaften weiterverrechnet, so dass die RNV GmbH selbst grundsätzlich mit einem "Null-Ergebnis" abschließt (sogenannte Spitzabrechnung). Als Verkehrsunternehmen im Sinne des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) erhielt die MVV Verkehr AG auch im Geschäftsjahr 2007/08 die Fahrgeldeinnahmen, die im Rahmen der monatlichen Verbundabrechnung unter den Gesellschaften der Unternehmensgesellschaft Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (URN) aufgeteilt werden. Ebenso war die MVV Verkehr AG auch im Berichtsjahr weiterhin Zuwendungsempfänger der Ausgleichszahlungen für gemeinwirtschaftliche Leistungen im Ausbildungsverkehr nach § 45a PBefG, der Zuschüsse für die unentgeltliche Beförderung von schwerbehinderten Menschen nach §148 des Sozialgesetzbuchs (SGB IX) und der Investitionszuschüsse nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Die MVV Verkehr AG hat im Januar 2008 Änderungen in der Organisationsstruktur ihrer Steuerungseinheit vorgenommen. So wurde das Personalmanagement der MVV Verkehr AG in die Personalabteilung der RNV GmbH integriert und die Mitarbeiter der RNV GmbH überlassen. Die Aufgaben der Steuerungseinheit wurden auf das Verkehrs- und Projektmanagement sowie Finanzen und Controlling, daß heißt die Kontrolle der Planeinhaltung und das Gegensteuern bei Abweichungen, reduziert. Hier arbeitet sie eng mit der RNV GmbH zusammen. Auch Finanzaufgaben, wie Quartals- und Risikoberichterstattung sowie Finanzmanagement, werden weiterhin von der MVV Verkehr AG übernommen. Entwicklung der UmsatzerlöseDie MVV Verkehr AG konnte ihre Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Mio Euro auf 46,4 Mio Euro steigern (+ 6,4%). Dieser Zuwachs stammt im Wesentlichen aus höheren Fahrgeldeinnahmen im Linien- und Sonderverkehr nach Verbundabrechnung (+ 2,7 Mio Euro). Maßgebend für diese Entwicklung sind die gesamten Verbundeinnahmen (Pooleinnahmen) und die Verbundabrechnung durch die Unternehmensgesellschaft Verkehrsverbund Rhein-Neckar (URN GmbH) auf der Grundlage des geltenden Einnahmenaufteilungsverfahrens. Die Pooleinnahmen lagen im Abrechnungszeitraum Januar bis September 2008, die in den Jahresabschluss 2007/08 voll einbezogen wurden, um 6 % über den Vorjahreseinnahmen. Dieser Zuwachs ist vor allem auf die Fahrpreiserhöhungen zum 1. Januar 2008 (durchschnittlich 3,0 %) und auf eine Zunahme der Fahrgastzahlen im Gesamtverbund um 2,5 % zurückzuführen. Aus dem eigenen Verkauf von Verbundfahrscheinen (vor Verbundabrechnung) erzielte die MVV Verkehr AG im Berichtsjahr Kasseneinnahmen in Höhe von netto 35,7 Mio Euro (Vorjahr 34,3 Mio Euro), die in den Verbundpool geflossen sind. Im Geschäftsjahr 2007/08 erfolgte die Einnahmenaufteilung weiter nach der seit 2004 geltenden Einnahmenaufteilungsregelung, die auf den Ergebnissen der Verkehrszählung 2002 basiert. Die derzeitige Aufteilungsregelung ist bis zum Abschluss einer neuen Aufteilungsregelung bis 31. Dezember 2008 verlängert worden. Im Jahr 2007 wurde im Verkehrsverbund Rhein-Neckar eine verbundweite Verkehrserhebung durchgeführt, die die Grundlage für eine neue Einnahmenaufteilungsregelung bilden soll. Im September 2008 wurden das Mengengerüst und erste Basiszahlen präsentiert. In den bisherigen Verhandlungen konnte noch kein geeignetes Einnahmenaufteilungsmodell gefunden werden. Die Ausgleichszahlungen im Ausbildungsverkehr nach § 45a Personenbeförderungsgesetz (PBefG) erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio Euro (+ 3,0 %) auf 5,3 Mio Euro. Das bisherige gesetzlich geregelte Ausgleichsverfahren wurde ab dem Ausgleichsjahr 2007 durch ein pauschaliertes Verfahren ersetzt, das zwischen dem Innenministerium des Landes Baden-Württemberg und den baden-württembergischen Verkehrsverbünden vereinbart wurde. Zur Abgeltung der gesetzlichen Ausgleichsansprüche des Verkehrsunternehmens nach § 45a PBefG zahlt das Land Baden-Württemberg als Ausgleichsleistung für die Rabattierung von Tarifen der Zeitfahrausweise im Ausbildungsverkehr an die MVV Verkehr AG beginnend mit dem Ausgleichsjahr 2007 bis einschließlich 2011 eine jährliche Ausgleichsleistung als Pauschale. Die Pauschale basiert auf der Ausgleichsleistung, die für das Ausgleichsjahr 2005 nach den gesetzlichen Vorschriften berechnet wurde. Von dieser Ausgleichsleistung wird eine Kürzung von zwölf Prozentpunkten nach der dritten Stufe aus dem Haushaltsbegleitgesetz 2004 vorgenommen. Die Pauschale des Landes wird wie bisher in zwei Hälften zum 15. Juli und zum 15. November des maßgeblichen Ausgleichsjahres über die URN GmbH der MVV Verkehr AG überwiesen. Die Erstattungen durch das Land Baden-Württemberg aus der unentgeltlichen Beförderung der Schwerbehinderten nach §148 Sozialgesetzbuch (SGB IX) erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio Euro auf 1,7 Mio Euro. Die Zunahme resultiert aus den höheren Fahrgeldeinnahmen (erstattungsfähigen Einnahmen) im Geschäftsjahr 2007/08 im Vergleich zum Vorjahr. Für den anteiligen Berichtszeitraum Oktober bis Dezember 2007 wurde der für die Erstattungszahlungen im Jahr 2007 maßgebliche Prozentsatz aus den Verkehrszählungen 2006 von 5,52 % zugrunde gelegt. Für den anteiligen Berichtszeitraum Januar bis September 2008 wurde auf der Basis von drei der insgesamt vier im Kalenderjahr 2008 gesetzesgemäß durchzuführenden Schwerbehindertenerhebungen eine vorläufige Schwerbehindertenquote von 5,62 % ermittelt. Nach Kürzung um den anteiligen "Selbstbehalt" (0,85 %), der im Gesetz zur Vereinfachung der Verwaltungsverfahren im Sozialrecht vom 21. März 2005 festgelegt wurde, betrug der auf die erstattungsfähigen Einnahmen im Zeitraum Januar bis September 2008 anzuwenden Prozentsatz 4,77 %.
1 Insbesondere Schwerbehinderte,
Übergangsfahrgäste
Entwicklung der FahrgastzahlenDas Fahrgastaufkommen der MVV Verkehr AG erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr im Gesamtverkehr um 146 000 Fahrgäste (+ 0,2 %) auf 66,7 Millionen Fahrgäste. Der Nachfrageschwerpunkt im bezahlten Linienverkehr mit VRN-Tarifen liegt weiterhin auf den zielgruppenorientierten Jahreskartenangeboten, die grundsätzlich für Fahrten im gesamten Verbundgebiet gelten. Von den insgesamt beförderten Fahrgästen im bezahlten Linienverkehr mit Verbundtarifen von 53,2 Millionen entfielen 90 % (Vorjahr 91 %) auf Fahrgäste mit allgemeinen Zeitkarten sowie Senioren- und Ausbildungszeitkarten. Auf Bartarife (insbesondere Einzelfahrscheine, Mehrfahrtenkarten sowie Ticket 24 und Ticket 24 Plus) entfielen 10 % (Vorjahr 9%) der beförderten Fahrgäste im bezahlten Linienverkehr mit Verbundtarifen. Den höheren Fahrgastzahlen bei den Mehrfahrtenkarten und Ticket 24 sowie bei den Allgemeinen Zeitkarten Rhein-Neckar-Ticket und Job-Ticket stand ein leichter Rückgang der Fahrgastzahlen im Ausbildungsverkehr (insbesondere beim Semester-Ticket) gegenüber. Die Seniorenzeitkarten (insbesondere Karte ab 60) wurden - wie im Vorjahr - von rund 7,4 Millionen Fahrgästen genutzt. Für Kombi-Tickets, Kongress-Tickets und Veranstaltungstickets, die ergänzend zu den allgemeinen Verbundtarifen im Linienverkehr angeboten werden, erstellt die URN GmbH halbjährliche Einnahmenabrechnungen. Hier stiegen die Fahrgastzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 105 000 (+ 9 %) auf 1,3 Millionen Fahrgäste. Immer mehr Fahrgäste nutzen bei Veranstaltungen in der SAP Arena den ÖPNV. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 30,2 Mio Euro auf 204,7 Mio Euro. Der Hauptposten im Berichtsjahr sind Erträge aus dem Verkauf der 16,1 %- Anteile an der MVV Energie AG an die RheinEnergie AG, Köln, in Höhe von 176 Mio Euro. Darüber hinaus sind in dieser Position Erträge von der RNV GmbH aus der Arbeitnehmerüberlassung (Personalgestellung) von 19,0 Mio Euro (Vorjahr 19,2 Mio Euro) sowie Erträge aus der Infrastrukturvermietung (Trassenentgelt), der Vermietung der Stadtbahnen und aus der Verpachtung der Betriebshöfe an die RNV GmbH in Höhe von insgesamt 8,4 Mio Euro (Vorjahr 9,0 Mio Euro) enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrugen wie im Vorjahr 0,2 Mio Euro. Der Materialaufwand ging um 0,7 Mio Euro auf 46,2 Mio Euro zurück. Die bestimmende Größe des Materialaufwands sind Entgelte an die RNV GmbH für bezogene Leistungen. Es handelt sich dabei in Höhe von 45,8 Mio Euro (Vorjahr 46,2 Mio Euro) um das Leistungsentgelt an die RNV GmbH für die vertragsgemäße Durchführung der Verkehrsdienstleistungen im Linien-, Gelegenheits- und Sonderverkehr mit Stadtbahnen und Bussen und das von der MVV Verkehr AG ebenfalls an die RNV zu zahlende Betreiberentgelt für die Instandhaltung und den Betrieb der Schienen- und Haltestelleninfrastruktur. Das Leistungsentgelt berechnet sich nach den erbrachten Nutzwagenkilometern. Die Personalaufwendungen der MVV Verkehr AG erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Mio Euro (+ 5,8 %) auf 32,8 Mio Euro. Dieser deutliche Anstieg beruht im Wesentlichen auf höheren Aufwendungen für Rückstellungen zur Frühverrentung. Den Vorjahresaufwendungen aus Rückstellungen für Altersteilzeit und aus Abfindungszahlungen im Rahmen des sozialverträglichen Personalabbaus von 0,5 Mio Euro standen im Berichtsjahr 1,7 Mio Euro gegenüber. Der Personalstand sank im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr von 613 auf 594 Mitarbeiter (- 3,1 %). Zum Bilanzstichtag 30. September 2008 beschäftigte die MVV Verkehr AG 589 (Vorjahr 604) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die der RNV GmbH für die Durchführung ihrer Aufgaben überlassenen Beschäftigten sind weiterhin bei der MVV Verkehr AG zu den dort geltenden Tarifen angestellt. Neueinstellungen bei der RNV erfolgen nach einem eigenen Tarifvertrag. Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio Euro auf 7,6 Mio Euro. Die MVV Verkehr AG ist weiterhin Eigentümerin der Infrastrukturanlagen, insbesondere der Grundstücke, Gebäude, Schienenwege, Haltestelleneinrichtungen usw. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Mio Euro auf 4,6 Mio Euro. Der Rückgang ist in erster Linie auf niedrigere Beratungsleistungen zurückzuführen, die im Vorjahr im Zusammenhang mit der Restrukturierung und dem Projekt "SPUR 12" sowie der Neueinführung eines neuen Buchhaltungssystems höher ausfielen. Das Finanzergebnis, das im Wesentlichen bestimmt wird von Beteiligungserträgen einerseits und Zinsaufwendungen andererseits, verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 Mio Euro auf 28,7 Mio Euro. Der deutliche Anstieg resultiert in erster Linie aus höheren Dividendenerträgen von der MVV Energie AG, die im Vergleich zum Vorjahr von 22,4 Mio Euro um 11,4 Mio Euro auf 33,8 Mio Euro zugenommen haben. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der MVV Energie AG werden der am 13. März 2009 stattfindenden Hauptversammlung der MVV Energie AG eine Anhebung der Dividende von 0,80 Euro je Aktie im Vorjahr auf 0,90 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2007/08 vorschlagen. Die vorzuschlagende Dividendenausschüttung führt bei der MVV Verkehr AG bezogen auf die von ihr zum 30. September 2008 gehaltenen 33,0 Mio Stückaktien (Vorjahr 27,9 Mio Stückaktien) zu einer anteiligen Dividendensumme von 29,7 Mio Euro (Vorjahr 22,4 Mio Euro), die im Jahresabschluss 2007/08 (Vorjahr 2006/07) phasengleich vereinnahmt wurde. Darüber hinaus beruht die Zunahme der Dividendenerträge in Höhe von 4,1 Mio Euro auf den dividendenberechtigten 5,06 Millionen neuen Stückaktien für das Geschäftsjahr 2006/07, die von der MVV Verkehr AG im Rahmen der Kapitalerhöhung der MVV Energie AG im Oktober 2007 bezogen wurden. Die Dividende aus diesen neuen Aktien konnten zum Bilanzstichtag 30. September 2007 noch nicht phasengleich vereinnahmt werden. Die Zinsaufwendungen gingen im Vergleich zum Vorjahr von 6,9 Mio Euro auf 6,0 Mio Euro zurück. Der Rückgang stammt in erster Linie aus verringerten Zinsen gegenüber der Cash-Pool führenden MVV GmbH. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses und Steuern sowie der Einstellung der Erträge aus dem Anteilsverkauf von 176 Mio Euro in die Gewinnrücklagen weist die MVV Verkehr AG im Geschäftsjahr 2007/08 ein positives Ergebnis vor Gewinnabführung von 12,9 Mio Euro aus im Vergleich zu einem negativen Ergebnis vor Verlustübernahme von - 1,0 Mio Euro im Vorjahr. Vermögens- und FinanzlageDie MVV Verkehr AG weist zum 30. September 2008 eine Bilanzsumme von 812 Mio Euro (Vorjahr 792 Mio Euro) aus. Die Zusammensetzung und Struktur des Vermögens wird in starkem Maße durch das vergleichsweise hohe Finanzanlagevermögen geprägt, das den Wert der Beteiligung an der MVV Energie enthält. Die Kapitalstruktur auf der Passivseite wird von dem Buchgewinn aus dem Verkauf von 16,1 % Anteile an die RheinEnergie AG, Köln, bestimmt. Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um 116 Mio Euro auf 686 Mio Euro. Der Anstieg stammt in erster Linie aus dem Finanzanlagevermögen, das von 419 Mio Euro auf 533 Mio Euro zum Bilanzstichtag 2007/08 angestiegen ist. Die MVV Verkehr AG hat im Oktober 2007 von ihren 66,2 %-Anteilen an der MVV Energie AG 16,1 % an die RheinEnergie AG, Köln, für 305 Mio Euro verkauft und dabei einen Buchgewinn von 176 Mio Euro erzielt, der in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde. Im Rahmen der Kapitalerhöhung der MVV Energie AG im Oktober 2007 um 18,2 % hat die MVV Verkehr AG dann ihr Bezugsrecht ausgeübt und 5,06 Millionen neue Aktien zu einem Kaufpreis von 114 Mio Euro erworben, um weiterhin Mehrheitsaktionär der MVV Energie AG mit 50,1 % zu bleiben. Das Sachanlagevermögen stieg um 2 Mio Euro auf 151 Mio Euro. Ausschlaggebend für die Zunahme waren investitionsbedingt höhere Restbuchwerte bei den Grundstücken, Rechten und Bahnkörpern, Gleisen, Strecken und Ausrüstung sowie bei den Gelenktriebwagen und Stadtbahnen. Die Anzahlungen für im Bau befindliche Anlagen haben sich um rund 1 Mio Euro auf 22 Mio Euro vermindert. Sie betreffen vor allem Investitionsprojekte, die bei der RNV GmbH in Auftrag gegeben wurden. Das Umlaufvermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 96 Mio Euro auf 126 Mio Euro. Der kräftige Rückgang stammt hauptsächlich aus der im Vorjahr zum Bilanzstichtag 30. September 2007 durchgeführte Umgliederung der an die RheinEnergie AG, Köln, verkauften Aktien (130 Mio Euro) vom Finanzanlagevermögen in das Umlaufvermögen (Wertpapiere). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich von 92 auf 126 Mio Euro. Rund die Hälfte der Forderungen stammt aus Forderungen gegenüber der RNV GmbH. Darüber hinaus besteht zum Bilanzstichtag 30. September 2008 eine Dividendenforderung gegenüber MVV Energie AG aus der phasengleichen Dividendenvereinnahmung. Die Dividende wird erst nach dem Hauptversammlungsbeschluss im März 2009 gezahlt. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital im Vergleich der Bilanzstichtage von 32 Mio Euro auf 207 Mio Euro. Die Zunahme resultiert aus dem Buchgewinn aus dem Verkauf von 16,1 % Anteile an der MVV Energie AG an die RheinEnergie AG, Köln, der in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde. Das Grundkapital beträgt unverändert 28,6 Mio Euro. Die Rückstellungen lagen mit 30 Mio Euro auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 154 Mio Euro auf 570 Mio Euro (21 %). Die Verbindlichkeiten stammen in erster Linie aus der Finanzierung des Kaufpreises der im Jahr 2002 erworbenen Aktien der MVV Energie AG gegenüber der Gesellschafterin MVV GmbH. Diese Verbindlichkeiten verringerten sich im Berichtsjahr um 191 Mio Euro aufgrund des Aktienverkaufs an die RheinEnergie AG, Köln, einerseits (305 Mio Euro) und dem Erwerb neuer Aktien im Rahmen der Kapitalerhöhung der MVV Energie AG im Oktober 2007 andererseits (114 Mio Euro). Aufgrund des hohen Darlehenspostens aus der Beteiligungsfinanzierung sind die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad nicht mit denen anderer kommunaler Verkehrsunternehmen vergleichbar. Investitionsschwerpunkte 2007/08Als Eigentümerin ihrer Infrastruktur ist die MVV Verkehr AG auch weiterhin zuständig für Investitionen in die an die RNV GmbH vermieteten und verpachteten Anlagen. Im Geschäftsjahr 2007/08 betrugen die Investitionen in Sachanlagen (einschließlich geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau) 24,7 Mio Euro im Vergleich zu 31,2 Mio Euro im Vorjahr. Die größte Investitionsmaßnahme stellt die Erneuerung der über 70 Jahre alten Brücke "Neckarauer Übergang" dar. Die nach GVFG geförderte Investitionsmaßnahme, mit der im März 2007 begonnen wurde, wird in Kooperation mit der Stadt Mannheim als Eigentümerin, der RNV GmbH als Betreiberin des öffentlichen Nahverkehrs, der Deutschen Bahn Netz AG und der MVV Verkehr AG als Bauherrin realisiert. Die Stadt Mannheim hat eine Komplementärfinanzierung in Aussicht gestellt. Im Berichtsjahr wurde die Brücke durch eine voll funktionsfähige Behelfsbrücke ersetzt. Die neue Brücke wird einen eigenen Gleiskörper für die Stadtbahnlinie 1 haben, der von den Buslinien 63 und 710 (BRN) mitbenutzt werden kann. Dadurch werden der Bahn- und Busverkehr deutlich beschleunigt. Die Fahrgäste werden zukünftig an übersichtlichen und barrierefreien Haltestellen umsteigen können. An zwei Wochenenden im November 2008 wurde nachts die 1.800 Tonnen schwere neue Stahlfachwerkbrücke zentimeterweise in ihre endgültige Lage geschoben. Im Juni 2009 soll der Verkehr auf der neuen Brücke am Neckarauer Übergang fließen. Im März 2007 begannen die umfangreichen Maßnahmen zum Bau eines eigenen Gleiskörpers in der Sandhofer Straße, den Neubau der Haltestelle Hanfstraße und der Endhaltestelle Sandhofen der Linie 3. Die vorhandenen Gleisanlagen müssen dringend auf den neusten Stand der Technik gebracht werden. Durch die Schaffung eines eigenen Gleiskörpers für die Stadtbahn mit barrierefreien Haltestellen können wir den Stadtbahnverkehr im Bereich Sandhofen wesentlich beschleunigen und die 13 000 Einwohner dieses Stadtteils schnell und sicher in die Innenstadt bringen. Unsere Kunden können am gleichen Bahnsteig von Bus auf Bahn umsteigen. Die Neubaumaßnahme, die bis Ende 2008 abgeschlossen sein soll, wird von der RNV GmbH im Auftrag der MVV Verkehr AG durchgeführt. Die Gesamtkosten dieser gemeinsamen Neubaumaßnahme mit der Stadt Mannheim betragen circa 12,8 Mio Euro. Das Land Baden-Württemberg trägt 75 % der als zuwendungsfähig anerkannten Kosten. Darüber hinaus werden an verschiedenen Stellen unseres Netzgebietes in der Stadt Mannheim Gleise erneuert und Haltestellen ausgebaut. Im Juni 2008 wurde mit dem 1. Teilabschnitt des Ausbaus der Mannheimer Stadtbahnstrecke Dürerstraße begonnen. Der 2. Teilabschnitt folgt im Laufe des Jahres 2009. Die vorhandenen Gleisanlagen müssen aus technischen und sicherheitsrelevanten Gründen dringend erneuert werden. Die Gesamtlänge der zu erneuernden Strecke beträgt rund 1,1 km. Die Baumaßnahme mit einem geplanten Gesamtkostenaufwand von 5,5 Mio Euro (netto) wird von der RNV GmbH im Auftrag der MVV Verkehr AG umgesetzt. Sie schließt den behindertengerechten Neubau der mit erhöhter Bahnsteigkante, barrierefrei erreichbarem Bahnsteig, Blindensystem und ausreichender Bahnsteiglänge für eine sichere Befahrbarkeit mit Rollstühlen ein. Die Baumaßnahme wird zu einer höheren Sicherheit und Kundenfreundlichkeit beitragen. Zudem wird ein schnelleres Ein- und Aussteigen ermöglicht, was zu einer kürzeren Verweildauer der Stadtbahnen an den Haltestellen führt und damit den ÖPNV beschleunigt. Anders als zunächst vorgesehen, soll die Übertragung der sich im Bestand der MVV Verkehr AG befindlichen Bahnen auf die RNV GmbH aus steuerlichen Gründen nicht durchgeführt werden. Durch Änderungen des Jahressteuergesetzes 2008 hätte die Übertragung zu höheren Steuerzahlungen bei der RNV GmbH durch die sogenannte Zinsschranke geführt. Die Stadtbahnen, die bisher im Eigentum der MVV Verkehr AG stehen, verbleiben daher dort und werden an die RNV GmbH vermietet. Demgegenüber werden die drei neuen Rhein-Neckar-Variobahnen, deren Anschaffung im September 2007 beschlossen wurde, direkt von der RNV GmbH mit Darlehensmittel der MVV Verkehr AG angeschafft. Die bestellten drei Stadtbahnen sollen aus Klimaschutzgründen mit neuen Energiespeichern und neuer MITRAC-Leittechnik ausgerüstet werden. Mit dieser zukunftsorientierten und energiesparenden Fahrzeugtechnik unterstreicht die MVV Verkehr AG ihre gesellschaftspolitische Verantwortung und ihr Bemühen um den Klimaschutz (siehe Seite 7). Die Auslieferung der drei neuen Rhein-Neckar-Variobahnen soll im Geschäftsjahr 2009/10 erfolgen. Von den gesamten Brutto-Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 24,7 Mio Euro (Vorjahr 31,2 Mio Euro) verblieben nach Abzug der im Berichtsjahr zugeflossenen Kapitalzuschüsse von 15,2 Mio Euro (Vorjahr 18,5 Mio Euro) Netto-Investitionen in Höhe von 9,5 Mio Euro (Vorjahr 12,7 Mio Euro). Die Kapitalzuschüsse stammen mit 1,7 Mio Euro (Vorjahr 10,2 Mio Euro) aus Zuschüssen nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) und mit 2,4 Mio Euro (Vorjahr 8,3 Mio Euro) aus Komplementärfinanzierungen von der Stadt Mannheim und mit 11,1 Mio Euro aus Baukostenzuschüssen der DB-Netz AG. Die Finanzierung der Netto-Investitionen erfolgte im Wesentlichen durch die Erträge aus der Verlustübernahme von der MVV GmbH und aus der Darlehensaufnahme. Die Liquidität der MVV Verkehr AG ist über die MVV GmbH sichergestellt. RisikoberichtZiel einer kontinuierlichen und verlässlichen Steuerung von Risiken und Chancen ist ein nachhaltiger Unternehmenserfolg. Dies erreichen wir im MVV Konzern durch ein konzernweites und systematisches Risikomanagementsystem, das ein integraler Bestandteil unserer konzernweiten Unternehmensführung ist. Das Risikofrüherkennungssystem der MVV Verkehr AG ist Teil des zentralen Risikomanagements des MVV Konzerns. Die Umsetzung der Risikopolitik wird durch einen vom Vorstand verabschiedeten Beschluss gewährleistet, in dem das Risikomanagement durch die MVV Verkehr AG selbst durchgeführt wird und anschließend die Meldung der Risiken an den MVV Konzern erfolgt. Vorstand und Aufsichtsrat werden durch einen Quartalsbericht über die Risikoentwicklung der MVV Verkehr AG informiert. Wirksamkeit und Effizienz des von uns aufgebauten Risikomanagementsystems sind Prüfungsgegenstand unserer internen Revision. Die Beurteilung des Risikofrüherkennungssystems ist auch Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung. Strategische RisikenWir definieren strategische Risiken als die Gefährdung der Ergebniserreichung infolge einer unzureichenden Ausrichtung der MVV Verkehr AG auf das politische, ökonomische, technologische, soziale und ökologische Umfeld. Das Umfeld unseres Unternehmens ist durch eine von der EU-Kommission angestrebte marktwirtschaftliche Liberalisierung und eine spürbare Dynamisierung des Wettbewerbs im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geprägt. Auch die allgemeine Finanznot der öffentlichen Aufgabenträger und der Rückgang der für Verkehrsleistungen zur Verfügung stehenden Finanzmittel werden unmittelbare Auswirkungen auf eine beschleunigte Öffnung des ÖPNV-Markts haben. Wir können den hieraus resultierenden Geschäftsrisiken mit einer verbesserten Wirtschaftlichkeit begegnen. Das gemeinsame städteübergreifende Betriebsunternehmen RNV GmbH bietet Chancen für ein wettbewerbsfähiges und attraktives Verkehrsangebot und die Realisierung von Synergien zwischen den beteiligten Verkehrsunternehmen. Die erfolgreiche Fortführung des Integrationsprozesses und weitere Optimierung der Kostenstrukturen innerhalb der RNV-Konstruktion sollen in den kommenden Jahren dazu beitragen, die Verluste der Allianzgesellschaften und damit auch die Verluste der MVV-Verkehrsgesellschaften zu verringern. Gesetzliche RisikenUnter gesetzlichen Risiken werden rechtliche und regulatorische Unsicherheiten beschrieben, welche die Geschäftstätigkeit der MVV Verkehr AG negativ beeinflussen können. Besonders relevant sind die Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, die sich vor dem Hintergrund der Haushaltsnöte in Bund, Ländern und Gemeinden in der fortschreitenden Reduzierung der Fördermittel für den ÖPNV manifestieren. Dies betrifft Zuschüsse nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) für Infrastrukturinvestitionen, gesetzliche Ausgleichsleistungen im Ausbildungsverkehr nach dem Personenbeförderungsgesetz und die Erstattungsleistungen für die Freifahrt schwerbehinderter Menschen nach dem Sozialgesetzbuch IX. Die MVV Verkehr AG schafft auf der Aufwandsseite durch Kosteneinsparungen sowie Ablauf- und Prozessoptimierungen über die RNV GmbH die Voraussetzungen dafür, die wegfallenden Fördermittel zu kompensieren und das hohe Qualitätsniveau ihrer Verkehrsleistungen weiterhin finanzieren zu können. Auf der Ertragsseite werden Kürzungen der Betriebszuschüsse unter anderem durch Preisanhebungen kompensiert. FinanzierungsrisikenZu den Finanzierungsrisiken zählen Liquiditäts- und Forderungsausfallrisiken. Zur Optimierung der Liquiditätspositionen ist die MVV Verkehr AG in das Finanzmanagement und Cash-Pool-System der MVV GmbH eingebunden. Die Einschränkung der Kreditrisiken erfolgt durch die Beschränkung unserer Transaktionen auf Banken und Handelspartner mit hoher Bonität und auf Geschäftsvorgänge, die sich im Rahmen festgelegter Limits bewegen. Die sich abzeichnende Gefahr einer Weltwirtschaftskrise führt dazu, dass sich Kreditfinanzierungen für Unternehmen im Vergleich zu den letzten Jahren nur zu schlechteren Konditionen realisieren lassen. Zur Optimierung der Refinanzierungskosten beschafft die Cashpool führende MVV GmbH Fremdkapital im Rahmen von breit angelegten Ausschreibungen am Bankenmarkt. Dabei kann aufgrund der sehr guten Bonität der MVV GmbH ein großer Kreis von Bankpartnern angesprochen und ein für die Preisfindung günstiges Wettbewerbsumfeld geschaffen werden. Im Rahmen der Wirtschaftskrise und der Bankeninsolvenzen in den USA wird das Cross-Border-Leasing (CBL) in einigen Bereichen als zurzeit sehr risikobehaftet angesehen. Auch die MVV Verkehr AG hat solche CBL-Verträge. Die MVV Verkehr AG hat im Jahr 1995 einen sogenannten US-Pickle-Dole Lease über 30 Niederflurstadtbahnwagen (Wert seinerzeit circa 128 Mio DM) sowie einen sogenannten US Leveraged Lease (auch US-Leasehold) über 20 Niederflurstadtbahnwagen (Wert seinerzeit circa 85 Mio DM) abgeschlossen. Ausgangspunkt des US-Pickle-Dole Lease war ein Verkauf der Stadtbahnen an die Wilmington Trust Company (WTC), an der ausschließlich eine Tochtergesellschaft des US-Finanzinvestors Bank of New York (BNY) beteiligt ist. Die WTC verleaste die Stadtbahnwagen unmittelbar nach dem Eigentumserwerb zurück an die MVV Verkehr AG für eine Basislaufzeit von 17 Jahre, dass heißt bis zum 2. Januar 2012, und räumte ihr im Rahmen des Leasingsvertrags das uneingeschränkte Nutzungsrecht an den Fahrzeugen ein (sale and lease back). Ferner wurde der MVV Verkehr AG eine Rückkaufoption nach Ablauf der Basislaufzeit zu einem bereits festgelegten Preis eingeräumt. Die MVV Verkehr AG trägt als Leasingnehmer alle Risiken und Pflichten, die sie als Eigentümer der Stadtbahnwagen auch zu tragen hätte. Der US-Leasehold ist ähnlich wie der US-Pickle-Dole Lease strukturiert. Die WTC hat als Leasinggeber der KfW eine erstrangige dingliche Sicherheit an den Stadtbahnwagen in Form eines Pfandrechts nach US-Recht und deutschem Recht eingeräumt. Ein weiteres zweitrangiges Pfandrecht wurde zugunsten der MVV Verkehr AG bestellt. Beide Pfandrechte werden in den USA in ein öffentliches Register - vergleichbar dem deutschen Grundbuch - eingetragen, was die Risiken für die MVV Verkehr AG weiter vermindert. Das zweitrangige Pfandrecht zugunsten der MVV Verkehr AG erhält aufgrund der Verrechnungsvereinbarung zwischen WTC und KfW, welche eine Inanspruchnahme des erstrangigen Pfandrechts quasi ausschließt, die Qualität eines erstrangigen Pfandrechts. Dies stärkt die Position der MVV Verkehr AG für den hypothetischen Fall eines Vermögensverfalls der WTC. Für die MVV Verkehr AG könnte ein Risiko nur bei einer Insolvenz der KfW entstehen. Zwar ist infolge der Schuldübernahme und der Verrechungsabrede zwischen WTC und KfW das von der MVV Verkehr AG eingelegte 85 %-Equity Deposit praktisch ebenfalls insolvenzfest. Risikobehaftet ist allerdings das 10 %-Equity Deposit, aus dem der Rückkauf der Stadtbahnen finanziert werden soll. Sollte die KfW insolvent werden, wäre dieses Deposit unter Umständen ganz oder teilweise verloren. Das Risiko einer Insolvenz der KfW sehen wir wegen deren Anteilseignerstruktur - Bund (80 %) und Länder (20 %) - indes als äußerst gering an. PreisrisikenZu den Preisrisiken gehören Zins- und Währungsrisiken. Letztere spielen in der MVV Verkehr AG eine sehr untergeordnete Rolle. Die Teilnahme am Cash Pool der MVV GmbH dient auch der Verbesserung des Zinsergebnisses. Das im Bereich Asset-Management etablierte Investitionscontrolling überwacht in enger Zusammenarbeit mit dem Projektmanagement gezielt die Risiken bei der Durchführung infrastruktureller Maßnahmen. Über die Unternehmensgesellschaft Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (URN), in der der Vorstand der MVV Verkehr AG den Aufsichtsratsvorsitz innehat, werden Lösungen zur Preis-, Tarif- und Produktentwicklung durch die MVV Verkehr AG mit gestaltet. MengenrisikenZu den Mengenrisiken der MVV Verkehr AG gehören die Entwicklung des Fahrgastaufkommens im Linienverkehr und die Auslastung der Sonderfahrtdienste. Basis der angebotenen Verkehrsleistungen ist das derzeitige Konzessionsportfolio. Die Verlängerung auslaufender Konzessionen wird zukünftig vom Ausgang von Wirtschaftlichkeitsprüfungen abhängen. Weiterhin bereitet sich die MVV Verkehr AG darauf vor, dass Linienkonzessionen durch öffentliche Ausschreibung vergeben werden könnten. Die MVV Verkehr AG wirkt über die Unternehmensgesellschaft Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH maßgeblich an der Integration des regionalen ÖPNV mit. Hierbei geht es unter anderem um die angemessene Aufteilung der Fahrgeldeinnahmen zwischen den URN-Unternehmen. Durch bessere Vernetzung und Nutzbarkeit soll die Attraktivität der Verkehrsdienstleistungen für die Bevölkerung erhöht werden, zugleich die Effizienz bei der Leistungserstellung gesteigert werden. Operative RisikenUnter operative Risiken fassen wir Betriebs-, IT-, Organisations-, Personal- und Sicherheitsrisiken zusammen. In dieser Risikokategorie können besonders Störungen der technischen Anlagen und des Fuhrparks durch Bedienfehler, unsachgemäße Wartung, Unglücksfälle, externe Einflüsse oder höhere Gewalt eintreten. Die damit verbundenen Risiken werden durch einen angemessenen Versicherungsschutz und hohe Anforderungen an das Projekt- und Qualitätsmanagement begrenzt. Haftungsrisiken werden durch eine umfassende Haftpflichtversicherung gedeckt. Eigenschäden sind unter anderem durch Feuer- und Maschinenversicherungen zum Neuwert versichert. Die Zuverlässigkeit unserer technischen Anlagen sowie Stadtbahnen und Busse stellen wir durch strenge Wartungskontrollen, planmäßige Beobachtung und Instandhaltung sicher. GesamtrisikoAufgrund der besonderen Strukturen und politischen Vorgaben im ÖPNV und des hohen Anteils an gemeinwirtschaftlichen Leistungen kann die MVV Verkehr AG, wie andere Verkehrsunternehmen, nicht kostendeckend arbeiten. Die Zuschussvereinbarungen gewährleisten gemeinsam mit dem Ergebnisabführungsvertrag zur MVV GmbH jedoch grundsätzlich einen Ausgleich der nicht durch sonstige Erträge gedeckten Aufwendungen. Die Gesamtbeurteilung unserer gegenwärtigen Risiko- und Chancensituation durch den Vorstand hat ergeben, dass es für Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens im Berichtszeitraum gefährdet haben oder über diesen hinaus gefährden könnten, keine Anhaltspunkte gab oder gibt. NachtragsberichtDer Aufsichtsrat der URN GmbH hat am 20. Oktober 2008 eine Preiserhöhung von durchschnittlich 3,9 % beschlossen. Der Einzelfahrschein der Preisstufe 2 bleibt unverändert. Die Preise der "Karte ab 60" und des "MAXX-Tickets" werden maßvoll um rund 3 % angehoben. Prof. Dr. Ulrich Tödtmann, seit 1. Januar 2006 alleiniger Vorstand der MVV Verkehr AG, wird mit Zustimmung des Aufsichtsrats sein Vorstandsamt zum 31. Dezember 2008 vorzeitig niederlegen. Als seinen Nachfolger hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Januar 2009 Herrn Dr. Martin Auer, Leiter der Konzernrechtsabteilung der MVV Energie AG, bestellt. PrognoseberichtIn den letzten Monaten des Jahres 2008 hat sich die gesamtwirtschaftliche Lage als Folge der weltweiten Finanzkrise und der globalen Konjunkturschwäche verschlechtert. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen in ihrem Herbstgutachten, das am 14. Oktober 2008 veröffentlicht wurde, für das Jahr 2009 nur noch von einem geringen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % aus gegenüber einem erwarteten Wachstum im Jahr 2008 von 1,8 %. Als Hauptursachen für den Rückgang werden die internationale Finanzkrise und die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Realwirtschaft, insbesondere auf die Auftragseingänge und die Industrieproduktion, gesehen. Diese Entwicklung dürfte im Verlauf des Jahres 2009 auch den ÖPNV treffen, der aber grundsätzlich weniger konjunkturabhängig ist als andere Branchen. Zukünftige Kreditfinanzierungen dürften sich für die Verkehrsunternehmen, und auch für die MVV Verkehr AG über die Cashpoolführende MVV GmbH, im Vergleich zu den letzten Jahren nur zu schlechteren Konditionen realisieren lassen. Die Rohölpreise haben sich als Folge der Finanzkrise und der globalen Konjunkturschwäche gegenüber den Höchstständen im Juli 2008 von 145 US-Dollar/Barrel (Nordseemarke Brent) bis 20. November 2008 auf ein Niveau unter 50 US-Dollar/Barrel deutlich abgeschwächt. Als Folge dieser Entwicklung haben auch die Benzin- und Dieselpreise deutlich nachgegeben. Die weiteren Rohölpreise werden von der Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten und von der globalen Konjunkturentwicklung bestimmt. In unserer Branche gehen wir im Geschäftsjahr 2008/09 davon aus, dass der Ausschreibungswettbewerb und der Liberalisierungsprozess weiter zunehmen werden. Die neue EU-Verordnung über öffentliche Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße (1370/2007) wird am 3. Dezember 2009 in Kraft treten. Sie sieht die Möglichkeit einer direkten Vergabe von Aufträgen mit einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren vor. Darüber hinaus rechnen wir angesichts der Haushaltsnöte in Bund, Ländern und Gemeinden mit einer weiteren Kürzung von gesetzlichen Zuschüssen. Nach dem Wirtschaftsplan 2008/09 rechnen wir bei der MVV Verkehr AG vor Ergebnisabführung an die MVV GmbH mit einem Jahresüberschuss von 2,2 Mio Euro, der im darauf folgenden Geschäftsjahr 2009/10 aus heutiger Sicht etwas geringer ausfallen dürfte. Die Verkehrserlöse werden in Abstimmung mit der RNV GmbH, dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN) und der Unternehmensgesellschaft Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (URN) geplant. Die Entwicklung der Fahrgeldeinnahmen der MVV Verkehr AG wird in erster Linie durch die Einnahmenentwicklung im gesamten Verkehrsverbund und die Einnahmenaufteilung durch die URN GmbH bestimmt. Wir erwarten, dass sich der positive Trend bei den Fahrgastzahlen im Verkehrsverbund Rhein-Neckar fortsetzt und zusammen mit den ab 1. Januar 2009 wirksamen Preiserhöhungen zu weiter steigenden Verkehrserlösen bei der MVV Verkehr AG führen wird. Die Verhandlungen über ein neues Einnahmenaufteilungsmodell auf der Grundlage der Auswertungen und Ergebnisse der Verkehrserhebung 2007 sind noch nicht abgeschlossen. Solange keine Einigung über das neue Einnahmenaufteilungsverfahren hergestellt ist, läuft die derzeitige Einnahmenaufteilungsregelung vom 1. Januar 2004 weiter. Für das Geschäftsjahr 2008/09 rechnen wir bei den Einnahmen aus dem Linienverkehr nach Verbundabrechnung mit einem Anstieg um 4%. Darüber hinaus haben wir bei den geplanten Verkehrserlösen 2008/09 berücksichtigt, dass die MVV Verkehr AG ab Dezember 2008 die Buslinien 42, 44 und 46 im Stadtgebiet Mannheim übernehmen wird, die bis dahin von der MVV OEG AG bedient wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge werden durch die Leistungsverrechnung mit der RNV GmbH bestimmt. Die wichtigsten Posten sind die Erträge aus der Personalgestellung, die Erträge aus der Vermietung der Infrastruktur (Trassenentgelt) sowie die Erträge aus der Verpachtung der Betriebshöfe an die RNV GmbH. Die Erträge aus der Personalgestellung werden in den kommenden Jahren durch das altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MVV Verkehr AG und das Greifen des Interessenausgleichs und Sozialplans kontinuierlich sinken. Neueinstellungen werden in der MVV Verkehr AG nicht mehr vorgenommen, sondern ausschließlich bei der RNV GmbH. Personaleinsparungen bei der MVV Verkehr AG führen zunächst in dieser Gesellschaft zu einem geringeren Personalaufwand. Im Gegenzug sinken bei der MVV Verkehr AG die Erträge aus der Arbeitnehmerüberlassung sowie bei der RNV GmbH die Aufwendungen für die Personalüberlassung. Als Folge davon wird auf der Aufwandsseite der MVV Verkehr AG das von der RNV GmbH verrechnete Verkehrsleistungsentgelt sinken, das im Wesentlichen durch Personalkosten geprägt ist. Die Regelungen des zum 30. September 2008 abgeschlossenen Rahmentarifvertrags zur Überleitung der Tarifverträge der MVV Verkehr AG und der übrigen Allianzgesellschaften auf den Haustarifvertrag der RNV GmbH werden voraussichtlich zum 1. Oktober 2009 in Kraft treten. Das für die Durchführung der Nahverkehrsleistungen im Stadtgebiet Mannheim an die RNV GmbH zu zahlende Leistungsentgelt entspricht den operativen Plankosten der RNV GmbH und berechnet sich nach den geplanten Nutzwagenkilometer. Dem Wirtschaftsplan 2008/09, der Ende September 2008 verabschiedet wurde, liegt eine Dividende von der MVV Energie AG in Höhe von 0,80 Euro pro Aktie zugrunde. Bei 33,0 Mio gehaltenen Aktien der MVV Energie AG errechnet sich daraus eine zum Bilanzstichtag 2008/09 phasengleich vereinnahmte Dividendenzahlung für 2008/09 von 26,4 Mio Euro. Aufgrund des guten Jahresergebnisses der MVV Energie AG im Geschäftsjahr 2007/08 werden Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG der Hauptversammlung am 13. März 2009 eine Anhebung der Dividende auf 0,90 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2007/08 vorschlagen. Die im Rahmen von RNV 2009 vorzunehmenden Vertragsänderungen, die bis 30. September 2009 abgeschlossen sein sollen, führen ab 1. Oktober 2009 zu bedeutsamen Veränderungen in den Leistungsbeziehungen zwischen den im steuerlichen und wirtschaftlichen Querverbund stehenden Verkehrsunternehmen und der RNV GmbH. Um Steuernachteile zu vermeiden, werden alle im Rahmen von RNV 2009 bereits bestehenden Verträge und Vertragsentwürfe zur steuerlichen Beurteilung und Erteilung einer verbindlichen Auskunft bei den Finanzbehörden eingereicht. Nach Vorliegen der verbindlichen Auskunft der Finanzbehörden werden im Verlaufe des Geschäftsjahres 2008/09 die notwendigen Entscheidungen getroffen. Im Geschäftsjahr 2008/09 sind Brutto-Investitionen in Höhe von 30 Mio Euro geplant, für die wir Zuschüsse von rund 4 Mio Euro erwarten. Die Investitionsschwerpunkte sind die Erneuerung des für den Stadtverkehr wichtigen Neckarauer Übergangs und der Neubau der Endschleife Sandhofen. Darüber hinaus werden an verschiedenen Stellen unseres Netzgebietes in der Stadt Mannheim Gleise erneuert und Haltestellen ausgebaut. Jahresabschluss 2007/2008MVV Verkehr AG, MannheimBilanz zum 30.9.2008 in Tsd EuroAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2007 bis zum 30.9.2008 in Tsd Euro
Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2007/08 ist nach handelsrechtlichen Vorschriften für Aktiengesellschaften aufgestellt. Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung haben wir in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst, die im Anhang gesondert ausgewiesen werden. Die Rechtsbeziehungen zwischen der MVV GmbH und der MVV Verkehr AG und anderen Gesellschaften des MVV Konzerns werden durch mehrere Verträge (u.a Geschäftsbesorgung, Cash-Pooling, Umsatzsteuerumlage) definiert. Über die Cash-Pooling-Verträge werden die finanzwirtschaftlichen Vorgänge grundsätzlich über die MVV GmbH abgewickelt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Erhaltene Kapitalzuschüsse sind von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt. Die Abschreibungen erfolgen überwiegend linear unter Beachtung der steuerlichen Vorschriften. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr (bis zum 31. Dezember 2007 bis 400 Euro; ab dem 1. Januar 2008 bis 150 Euro) in voller Höhe abgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2008 wurden für geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen 150 Euro und 1 000 Euro Pools gebildet, die über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben werden. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungswerten bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken mit den Nennwerten angesetzt. Im Geschäftsjahr 2007/08 wurde der RNV ein zweckgebundes Darlehen zur Finanzierung von drei Stadtbahnen gewährt. Das niedrig verzinsliche Darlehen (Zinssatz 1 %) wurde nicht abgezinst, da das Darlehen zusammen mit dem zum Zwecke der Refinanzierung von der MVV GmbH aufgenommenen Darlehen als Bewertungseinheit behandelt wird. Beide Darlehen weisen bezüglich der Darlehenshöhe, der Darlehenslaufzeit sowie der Höhe des Zinssatzes die gleichen Konditionen auf. Der Ausweis des Darlehens erfolgt im Umlaufvermögen der MVV Verkehr AG. Langfristigen Charakter erhält das Darlehen erst bei der endgültigen Abnahme der Stadtbahnen durch die RNV. Die Wertpapiere und die Flüssigen Mittel sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermitteln wir auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen grundsätzlich zum Teilwert. Dabei wird ein Zinsfuß von 6 % zugrunde gelegt. Als Rechnungsgrundlage wurde die Richttafel 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Teilbeträge sind zum Barwert bilanziert. Mit den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken ausreichend berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen passiviert. Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten ist unter Beachtung der jährlichen ratierlichen Auflösung bilanziert. Jahresabschluss 2007/2008MVV Verkehr AG, MannheimAnhangAllgemeine
Angaben
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| in Tsd Euro | 30.9.2008 | Vorjahr |
| Forderungen | ||
| aus Lieferungen und Leistungen | 7 254 | 42 |
| gegen verbundene Unternehmen | 47 431 | 39 254 |
| gegen Unternehmen, mit denen ein | 63 281 | 40 632 |
| Beteiligungsverhältnis besteht | ||
| gegen die Stadt Mannheim | 1 869 | - |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 6 406 | 12 292 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) | (-) | (-) |
| 126 241 | 92 220 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren überwiegend aus der Dividendenforderung gegen die MVV Energie AG in Höhe von 29 718 Tsd Euro im Rahmen der phasengleichen Gewinnvereinnahmung, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entsteht.
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren mit 62 986 Tsd Euro gegen die RNV GmbH und beinhalten im Wesentlichen bereits vereinnahmte, aber noch nicht an die MVV Verkehr AG weitergeleitete Fahrgeldeinnahmen und Forderungen aus überzahltem Leistungs- und Betreiberentgelt im Rahmen des Verkehrsleistungsvertrags sowie Forderungen aus Arbeitnehmerüberlassung und aus geleisteten Anzahlungen für durchgeführte Infrastrukturdienstleistungen (58 151 Tsd Euro) sowie Forderungen aus den der RNV GmbH gewährten Darlehen zur Finanzierung der im Berichtsjahr von der RNV GmbH erworbenen Straßenbahnen von 4 335 Tsd Euro.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegen das Land Baden-Württemberg für ausstehende Zuschüsse im Rahmen des Gemeindefinanzierungsgesetzes, Ausgleichszahlungen für die Schülerbeförderung gemäß § 45a PBeFG sowie Erstattungen von Fahrgeldausfällen für die unentgeltliche Beförderung schwerbehinderter Menschen ausgewiesen.
Die Forderungen gegen die RNV GmbH aus Darlehensgewährung haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 4 335 Tsd Euro.
Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.
Die MVV Verkehr AG hat im Oktober 2007 von ihren 66,2 % gehaltenen Anteilen an der MVV Energie 16,1 % an die RheinEnergie AG, Köln, für 305 Mio Euro verkauft und dabei einen Buchgewinn von 176 Mio Euro erzielt, der in die Gewinnrücklagen eingestellt worden ist. Diese Anteile wurden am Bilanzstichtag 30. September 2007 im Umlaufvermögen ausgewiesen.
Die Flüssigen Mittel beinhalten im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten.
Das Grundkapital beträgt 28,6 Mio Euro. Es ist eingeteilt in 56 000 Namensaktien zu einem Nennbetrag von 511,29 Euro/Aktie. Davon hält die MVV GmbH 55 996 Aktien. Die Stadt Mannheim besitzt vier Aktien. Die Mitteilung nach § 20 AktG liegt vor. Der veröffentlichte Inhalt lautet:
"Gemäß § 20 Abs. 6 AktG wird bekanntgemacht, dass der Mannheimer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mit beschränkter Haftung (MVV), Mannheim, mehr als der vierte Teil der Aktien der Mannheimer Verkehrs-Aktiengesellschaft (MVG), Mannheim, gehört.
Der Vorstand"
Die MVV Verkehr AG hat im Oktober 2007 von ihren 66,2 % gehaltenen Anteilen an der MVV Energie 16,1 % an die RheinEnergie AG, Köln, für 305 Mio Euro verkauft und dabei einen Buchgewinn von 176 Mio Euro erzielt, der in die Gewinnrücklagen eingestellt worden ist.
| in Tsd Euro | 30.9.2008 | Vorjahr |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 7 386 | 8 060 |
| Sonstige Rückstellungen | 22 937 | 22 504 |
| 30 323 | 30 564 |
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Vorsorgebeträge für Personalaufwendungen, Hauptuntersuchungen und noch nicht abgerechnete Leistungen Dritter enthalten.
| 30.9.2008 | davon Restlaufzeit | Vorjahr | davon Restlaufzeit | |||
| in Tsd Euro | bis zu 1 Jahr | über 5 Jahre | bis zu 1 Jahr | über 5 Jahre | ||
| Verbindlichkeiten | ||||||
| aus Lieferungen und Leistungen | 556 | 556 | - | 4 199 | 4 199 | - |
| gegenüber verbundenen Unternehmen | 505 426 | 42 887 | 15 735 | 676 131 | 25 809 | 16 569 |
| gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 61 225 | 61 225 | - | 42 355 | 42 355 | - |
| gegenüber der Stadt Mannheim | 1 500 | 1 500 | - | - | - | - |
| sonstige | 1 162 | 1 162 | - | 1 630 | 1 630 | - |
| (davon aus Steuern) | (289) | (289) | (-) | (316) | (316) | (-) |
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | (1) | (1) | (-) | (-) | (-) | (-) |
| 569 869 | 107 330 | 15 735 | 724 315 | 73 993 | 16 569 | |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 504,3 Mio Euro die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der MVV GmbH, und resultieren in Höhe von 370,1 Mio Euro aus der Finanzierung des Kaufpreises der Aktien der MVV Energie AG. Diese Finanzierungsverbindlichkeiten reduzierten sich damit im Berichtsjahr um rund 191 Mio Euro aufgrund des Aktienverkaufs einerseits (305 Mio Euro) und dem Erwerb neuer Aktien andererseits (114 Mio Euro). Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber der MVV GmbH ergeben sich aus Finanzierungstätigkeiten im Rahmen der Cash-Pooling-Verträge und Darlehen. Die weiteren Verbindlichkeiten gegenüber anderen verbundenen Unternehmen ergeben sich mit 1,1 Mio Euro aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber der RNV GmbH aus für die MVV Verkehr AG durchgeführten Infrastrukturdienstleistungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mannheim betreffen Kostenerstattungen im Rahmen einer Neubaumaßnahme.
Hierbei handelt es sich um Abgrenzungen aus dem Cross-Border-Lease und um Schadenersatzzahlungen von Lieferanten für nicht vertragsgemäße Lieferung von Straßenbahnen.
Zum 30. September 2008 beträgt das gesamte Bestellobligo 2,5 Mio Euro.
Zur Absicherung zusätzlicher Altersversorgungsleistungen sind die Mitarbeiter der MVV Verkehr AG bei der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg versichert. Der mit einem Rechnungszinssatz von 6 % im Rahmen einer Näherungsrechnung ermittelte Teilwert der Versorgungsverpflichtungen der versicherten Mitarbeiter liegt um 36,5 Mio Euro über dem bei der Zusatzversorgungskasse bilanzierten anteilig auf die MVV Verkehr AG entfallenden Deckungskapital.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
in Tsd Euro |
Anlagenähnliche Rechte |
| Anschaffungskosten 1.10.2007 | 12 893 |
| Anschaffungskosten 30.9.2008 | 12 893 |
| Abschreibungen 1.10.2007 | 3 767 |
| Abschreibungen 2007/2008 | 138 |
| Abschreibungen 30.9.2008 | 3 905 |
| Zuschüsse 1.10.2007 | 7 264 |
| Zuschüsse 30.9.2008 | 7 264 |
| Restbuchwerte 30.9.2008 | 1 724 |
| Restbuchwerte 30.9.2007 | 1 862 |
|
Sachanlagen
in Tsd Euro |
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken mit | Technische Anlagen und Maschinen | |||
| a. Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten | b. Bahnkörper und Bauten des Schienenweges | a. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen | b. Fahrzeuge für Personenverkehr | c. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Ziffer a. oder b. gehören | |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2007 | 48 781 | 44 299 | 313 969 | 158 367 | 5 066 |
| Investitionen/Zugänge | 63 | 1 175 | 8 067 | 174 | - |
| Abgänge | - | - | 1 622 | 301 | - |
| Umbuchungen | 2 | 360 | 3 762 | - | - |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2008 | 48 846 | 45 834 | 324 176 | 158 240 | 5 066 |
| Abschreibungen 1.10.2007 | 8 055 | 3 | 52 748 | 22 446 | 2 711 |
| Abschreibungen 2007/2008 | 472 | 5 | 3 982 | 2 533 | 465 |
| Abgänge | - | - | 855 | 301 | - |
| Abschreibungen 30.9.2008 | 8 527 | 8 | 55 875 | 24 678 | 3 176 |
| Zuschüsse 1.10.2007 | 27 831 | 36 767 | 200 747 | 92 147 | 1 534 |
| Zuschüsse 2007/2008 | - | 197 | 1 553 | - | - |
| Abgänge | - | - | 7071 | - | - |
| Umbuchungen | - 9 | 113 | 896 | - | - |
| Zuschüsse 30.9.2008 | 27 822 | 37 077 | 202 489 | 92 147 | 1 534 |
| Restbuchwerte 30.9.2008 | 12 497 | 8 749 | 65 812 | 41 415 | 356 |
| Restbuchwerte 30.9.2007 | 12 895 | 7 529 | 60 474 | 43 774 | 821 |
|
Sachanlagen
in Tsd Euro |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2007 | 4 039 | 30 000 | 604 521 |
| Investitionen/Zugänge | 127 | 15 051 | 24 657 |
| Abgänge | - | - | 1 923 |
| Umbuchungen | - | - 4 124 | - |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2008 | 4 166 | 40 927 | 627 255 |
| Abschreibungen 1.10.2007 | 3 315 | - | 89 278 |
| Abschreibungen 2007/2008 | 43 | - | 7 500 |
| Abgänge | - | - | 1 156 |
| Abschreibungen 30.9.2008 | 3 358 | - | 95 622 |
| Zuschüsse 1.10.2007 | 503 | 6 968 | 366 497 |
| Zuschüsse 2007/2008 | - | 13 451 | 15 201 |
| Abgänge | - | - | 707 |
| Umbuchungen | - | - 1 000 | - |
| Zuschüsse 30.9.2008 | 503 | 19 419 | 380 991 |
| Restbuchwerte 30.9.2008 | 305 | 21 508 | 150 642 |
| Restbuchwerte 30.9.2007 | 221 | 23 032 | 148 746 |
|
Finanzanlagen
in Tsd Euro |
Anteile an verbundenen Unternehmen | Beteiligungen | Sonstige Ausleihungen | Gesamt |
| Anschaffungskosten 1.10.2007 | 405 694 | 12 445 | 777 | 418 916 |
| Zugänge | 114 302 | - | - | 114 302 |
| Abgänge | - | - | 72 | 72 |
| Anschaffungskosten 30.9.2008 | 519 996 | 12 445 | 705 | 533 146 |
| Restbuchwerte 30.9.2008 | 519 996 | 12 445 | 705 | 533 146 |
| Restbuchwerte 30.9.2007 | 405 694 | 12 445 | 777 | 418 916 |
Der Zugang bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen betrifft den kauf neuer Anteile an der MVV Energie AG.
| in Tsd Euro | 2007/2008 | Vorjahr |
| Personenverkehr | 46 090 | 43 244 |
| sonstige Umsätze | 278 | 332 |
| 46 368 | 43 576 |
In den Umsatzerlösen aus Personenverkehr sind periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt 214 Tsd Euro enthalten.
In dem Posten sind im Wesentlichen die Erträge aus dem Verkauf von 16,1 % Anteilen an der MVV Energie AG an die RheinEnergie AG (176 Mio Euro), Mieterträge aus den an die RNV GmbH vermieteten Straßenbahnen und Betriebshöfen (8 339 Tsd Euro), die Erträge aus den an die RNV GmbH überlassenen Arbeitnehmern (18 965 Tsd Euro) und die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 182 Tsd Euro enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von 73 Tsd Euro enthalten.
Außerordentliche Erträge i.S.d. § 277 Abs. 4 HGB sind im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.
| in Tsd Euro | 2007/2008 | Vorjahr |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | - | 2 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 46 168 | 46 898 |
| 46 168 | 46 900 |
In den Aufwendungen für bezogene Leistungen ist das im Rahmen des Verkehrsleistungs- und Infrastrukturvertrags an die RNV GmbH entrichtete Leistungs- und Betreiberentgelt in Höhe von 45 836 Tsd Euro enthalten
| in Tsd Euro | 2007/2008 | Vorjahr |
| Löhne und Gehälter | 25 530 | 23 955 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für | ||
| Altersversorgung und für Unterstützung | 7 236 | 7 031 |
| (davon für Altersversorgung) | (2 478) | (2 526) |
| 32 766 | 30 986 | |
| Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 1 | 594 | 613 |
1 Berechnet auf der Basis der monatlicher
Endstände
In dem Posten sind im Wesentlichen die von der MVV Energie AG erbrachten Dienstleistungen im Rahmen der Internen Leistungsverrechnung (1 093 Tsd Euro), Aufwendungen aus der Rückzahlung eines Zuschusses aufgrund der Stilllegung einer Erdgastankstelle (1 060 Tsd Euro), Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten (722 Tsd Euro), Kosten für den Eigenaufwand URN (669 Tsd Euro), periodenfremde Aufwendungen aus der anteiligen Übernahme des aufgrund des Veruntreuungsfalls am Standort Heidelberg im Geschäftsjahr 2006/07 entstandenen Fehlbetrags bei der RNV GmbH, Mannheim, (389 Tsd Euro) und Aufwendungen für Beiträge, Gebühren und Versicherungen in Höhe von 153 Tsd Euro enthalten.
Außerordentliche Aufwendungen i.S.d. § 277 Abs. 4 HGB sind im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.
| in Tsd Euro | 2007/2008 | Vorjahr |
| Erträge aus Beteiligungen | 33 781 | 22 388 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1 193 | 263 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (922) | (40) |
| 34 974 | 22 651 | |
| Verluste aus Beteiligungen | 312 | 621 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 5 981 | 6 897 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | (5 923) | (6 839) |
| 28 681 | 15 133 |
Die Verluste aus Beteiligungen betreffen die anteilige Übernahme des Jahresfehlbetrags der Zentralwerkstatt für Verkehrsmittel Mannheim GmbH (ZWM), Mannheim, zum 31. Dezember 2007.
Diese Position beinhaltet nur sonstige Steuern.
Die MVV Verkehr AG hat im Oktober 2007 von ihren 66,2 % gehaltenen Anteilen an der MVV Energie 16,1 % an die RheinEnergie AG, Köln, für 305 Mio Euro verkauft und dabei einen Buchgewinn von 176 Mio Euro erzielt, der in die Gewinnrücklagen eingestellt worden ist.
Der Jahresabschluss der MVV Verkehr AG wird in den Konzernabschluss der MVV GmbH, Mannheim, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis und den kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht des MVV Konzerns (Konzernabschluss) werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Dr. Peter Kurz
Vorsitzender
Oberbürgermeister
der Stadt Mannheim
Zygmunt Juszczak
Stellvertretender Vorsitzender
des Betriebsrats Verkehr
Bernd Bartels
Betriebsrat Verkehr
Peter Demuth
Kaufmännischer Angestellter
Gabriele Egler-Huck
Oberstudienrätin
Ralf Eisenhauer
Diplom-Geologe, Diplom-
Wirtschaftsingenieur
Dr. Rudolf Friedrich
Arbeitsamtdirektor a. D.
Christine Grimm
Sachbearbeiterin Linienbetreuung
Peter Honczek
Busfahrer
Joachim Horner
Betriebsrat der
Daimler AG
Wolfgang Raufelder
Architekt/Stadtplaner
Konrad Schlichter
Betriebswirt
Rainer Spagerer
Kaufmännischer Angestellter
Christian Specht
Erster Bürgermeister
der Stadt Mannheim
Stadträtin Karin Steffan
Diplom-Pädagogin
Carsten Südmersen
Unternehmensberater
Regina Trösch
Rentnerin
Rudolf Wolf
Stadtbahnfahrer
Drei Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden in den Jahren 1988 bis 2002 Darlehen in Höhe von jeweils 10,7 Tsd Euro, 14,7 Tsd Euro und 17,0 Tsd Euro mit einem Zinssatz von 4 % und 5 % gewährt. Hierbei handelt es sich um Arbeitgeberdarlehen nach Betriebsvereinbarung 7/90, die jedem Arbeitnehmer der Gesellschaft zur Verfügung stehen. Im Geschäftsjahr wurden 2,2 Tsd Euro getilgt.
Im Geschäftsjahr 2007/08 betrugen die Aufsichtsratsbezüge für die MVV Verkehr AG 40 Tsd Euro.
Auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Mitglieder des Vorstands nach § 285 Nr. 9a HGB wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 612 Tsd Euro zurückgestellt; an Übergangsgeld sind im Geschäftsjahr 2007/08 49 Tsd Euro gezahlt worden.
Alleiniger Vorstand der MVV Verkehr AG ist Herr Prof. Dr. Ulrich Tödtmann (Geschäftsführer der MVV GmbH).
Der alleinige Vorstand der MVV Verkehr AG, Herr Prof. Dr. Ulrich Tödtmann, wird mit Ablauf des 31. Dezember 2008 aus der Gesellschaft ausscheiden. Als seinen Nachfolger hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Januar 2009 Herrn Dr. Martin Auer, Leiter der Konzernrechtsabteilung der MVV Energie AG, bestellt.
Mannheim, den 19. Dezember 2008
Vorstand
Prof. Dr. Tödtmann
| Anteilsliste der MVV Verkehr AG zum 30.9.2008 |
Kapitalanteil nach § 16 Abs. 2 u. 4 AktG
in % |
Eigenkapital
Tsd LW |
Jahresergebnis
Tsd LW |
LW |
| Verbundene Unternehmen (voll konsolidierte Tochterunternehmen) National | ||||
| ABeG Abwasserbetriebsgesellschaft mbH, Offenbach am Main 13 | 24,81 | 299 | 49 | EUR |
| BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Mühlhausen 5 | 100,00 | 700 | 1 291 | EUR |
| Biomassen-Heizkraftwerk Altenstadt GmbH, Altenstadt 13 | 67,00 | 2 045 | - 1 160 | EUR |
| DECON Deutsche Energie-Consult Ingenieurgesellschaft mit beschränkter Haftung, Bad Homburg v. d. Höhe | 100,00 | 988 | 628 | EUR |
| Energieversorgung Offenbach Aktiengesellschaft, Offenbach am Main 1 | 48,65 | 127 952 | 23 270 | EUR |
| ENSERVA GmbH, Solingen 9 | 62,93 | 2 470 | 49 | EUR |
| eternegy GmbH, Mannheim | 100,00 | - 9 155 | 2 474 | EUR |
| Gasversorgung Offenbach GmbH, Offenbach am Main 13 | 36,44 | 12 375 | 2 083 | EUR |
| GeTeBe Gesellschaft für Technologieberatung mbH, Berlin | 100,00 | 13 982 | 2 032 | EUR |
| Industriepark Gersthofen Servicegesellschaft mbH & Co. KG, Gersthofen | 100,00 | 12 733 | 1 960 | EUR |
| Köthen Energie GmbH, Köthen | 100,00 | 4 442 | 275 | EUR |
| Köthen Energie Netz GmbH, Köthen 2, 5 | 100,00 | 24 | - 436 | EUR |
| MVV BioPower GmbH, Königs Wusterhausen | 100,00 | 22 111 | 10 379 | EUR |
| MVV BMKW Mannheim GmbH, Mannheim 5 | 100,00 | 12 304 | 3 515 | EUR |
| MVV decon GmbH, Mannheim (vormals MVV Consulting GmbH, Mannheim) | 100,00 | 413 | 51 | EUR |
| MVV Energie AG | 50,10 | 856 760 | 93 457 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen GmbH, Mannheim 5, 13 | 100,00 | 71 643 | - 8 748 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen GmbH Berlin, Berlin 5, 9 | 100,00 | 565 | 1 559 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen GmbH IK Ludwigshafen, Mannheim | 100,00 | 1 140 | - 173 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen GmbH IS Bayern, Gersthofen (vormals MVV Energiedienstleistungen Industrial Solutions Bayern GmbH, Ingolstadt) 5, 9 | 100,00 | - 180 | - 100 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen GmbH IS Südwest, Mannheim 5 | 100,00 | 3 990 | 480 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen GmbH Südwest, Mannheim 5 | 100,00 | 1 525 | 2 195 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen GmbH West, Solingen (vormals MVV Energiedienstleistungen GmbH IS West, Solingen) 5, 9 | 100,00 | 520 | 185 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen GmbH & Co. KG IK Korbach, Korbach | 100,00 | 7 762 | - 134 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen Wohnen GmbH & Co. KG, Berlin 9, 11 | 51,00 | 2 277 | - 380 | EUR |
| MVV O&M GmbH, Mannheim 5 | 100,00 | 1 226 | 6 195 | EUR |
| MVV RHE AG, Mannheim 5 | 100,00 | 56 390 | 5 484 | EUR |
| MVV TREA Leuna GmbH, Leuna 5 | 100,00 | 5 280 | 12 299 | EUR |
| MVV Umwelt GmbH, Mannheim 5 | 100,00 | 49 473 | 31 820 | EUR |
| SECURA Energie GmbH, Mannheim 2, 5, 11, 13 | 89,72 | 1 000 | - 1 679 | EUR |
| Fortsetzung: | ||||
| Verbundene Unternehmen (voll konsolidierte Tochterunternehmen) National | ||||
| Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel | 51,00 | 148 851 | 25 933 | EUR |
| SWKiel Erzeugung GmbH, Kiel 5 | 51,00 | 25 | - 1 913 | EUR |
| SWKiel Netz GmbH, Kiel 5 | 51,00 | 25 | - 13 133 | EUR |
| SWKiel Service GmbH, Kiel 5 | 51,00 | 25 | - 3 143 | EUR |
| ZEDER Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Grünwald 3, 9 | 0,00 | - 6 348 | - 1 520 | EUR |
| 24sieben GmbH, Kiel 5 | 51,00 | 1 000 | 19 936 | EUR |
| 24/7 IT-Services GmbH, Kiel | 75,50 | 2 278 | 1 346 | EUR |
| 24/7 Metering GmbH, Offenbach am Main 13 | 73,81 | 3 024 | 2 710 | EUR |
| 24/7 Netze GmbH, Mannheim 5 | 84,59 | 5 999 | - 7 135 | EUR |
| 24/7 Trading GmbH, Mannheim 5, 13 | 77,49 | 10 493 | 262 | EUR |
| 24/7 United Billing GmbH, Offenbach am Main 13 | 49,35 | 1 062 | 906 | EUR |
| Verbundene Unternehmen (voll konsolidierte Tochterunternehmen) International | ||||
| Českolipské teplo a.s., Česká Lípa, Tschechische Republik | 100,00 | 59 016 | - 56 | CZK |
| CTZ s.r.o., Uherské Hradiště, Tschechische Republik | 50,96 | 92 724 | 8 706 | CZK |
| ENERGIE Holding a.s., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 464 446 | 45 466 | CZK |
| Jablonecká teplárenská a realitní a.s., Jablonec nad Nisou, Tschechische Republik | 65,78 | 344 869 | 30 945 | CZK |
| Městské inženýrské sítě Studénka a.s., Studénka, Tschechische Republik | 99,92 | 80 974 | 11 920 | CZK |
| MVV Energie CZ s.r.o., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 1 558 496 | 88 794 | CZK |
| MVV enservis a.s., Česká Lípa, Tschechische Republik | 100,00 | - 6 480 | - 7 746 | CZK |
| MVV Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande 2, 6 | 100,00 | - | - | EUR |
| OPATHERM a.s., Opava, Tschechische Republik | 100,00 | 83 905 | 17 639 | CZK |
| POWGEN a.s., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 11 140 | 9 185 | CZK |
| Teplárna Liberec a.s., Liberec, Tschechische Republik | 70,00 | 399 153 | 528 | CZK |
| TERMO Děčín a.s., Děčín, Tschechische Republik | 96,91 | 294 263 | 58 915 | CZK |
| Zásobování teplem Vsetín a.s., Vsetín, Tschechische Republik | 98,53 | 199 934 | 43 385 | CZK |
| Verbundene Unternehmen (nicht konsolidierte Tochterunternehmen) National | ||||
| A+S Naturenergie GmbH, Pfaffenhofen 2, 7 | 70,00 | 1 438 | - 35 | EUR |
| BHG Biomasse Handelsgesellschaft mbH, Mannheim 8 | 100,00 | 1 294 | 112 | EUR |
| Bioenergie Pfalzgrafenweiler GmbH, Pfalzgrafenweiler 2, 9 | 51,00 | 637 | - 23 | EUR |
| Biokraft Naturbrennstoffe GmbH, Offenbach am Main 2, 13 | 74,84 | 298 | - 717 | EUR |
| Erschließungsträgergesellschaft St. Leon-Rot mbH, St. Leon-Rot 9 | 80,00 | 25 | 0 | EUR |
| Erschließungsträgergesellschaft Weeze mbH, Weeze 9 | 75,00 | 18 | 1 | EUR |
| Gersthofen Verwaltungs GmbH, Gersthofen | 100,00 | 29 | 1 | EUR |
| Kielspeicher 103 GmbH & Co. KG, Kiel 2, 12 | 26,01 | - | - | EUR |
| Kielspeicher 103 Verwaltungs-GmbH, Kiel (vormals 24sieben Kielspeicher GmbH, Kiel) 9 | 26,01 | 34 | - 5 | EUR |
| MVV Alpha neun GmbH, Gersthofen 2, 9 | 50,10 | 24 | - 1 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen GmbH Nord, Hamburg 2, 5, 12 | 100,00 | - | - | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen GmbH Regioplan, Mannheim 5, 9 | 100,00 | 678 | 176 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen Verwaltungs GmbH Biogas Mechau, Mannheim 2, 9 | 100,00 | 24 | - 1 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen Verwaltungs GmbH IK Korbach, Mannheim | 100,00 | 25 | - 1 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen Wohnen Geschäftsführungs GmbH, Berlin 9, 11 | 51,00 | 16 | - 3 | EUR |
| MVV Industriekraftwerk Gengenbach GmbH (MVV IKG), Mannheim 9 | 92,20 | 507 | - 156 | EUR |
| Nordland Energie GmbH, Kiel 2, 12 | 51,00 | - | - | EUR |
| REGIOPLAN Projekt GmbH, Mannheim (vormals 81FÜNF Vertriebs- und Bauträger GmbH, Mannheim) 9 | 100,00 | 28 | 0 | EUR |
| voltwerk Energy Park 6 GmbH & Co. KG, Hamburg 2, 8 | 100,00 | - 7 | - 6 | EUR |
| Zentralwerkstatt für Verkehrsmittel GmbH, Mannheim 8 | 48,03 | 3 577 | - 650 | EUR |
| Zweckverband Wasserversorgung Kurpfalz (ZWK), Heidelberg 8 | 52,60 | 7 071 | 0 | EUR |
| 24solution S-H GmbH, Kiel 9 | 45,90 | 69 | 38 | EUR |
| 24/7 Insurance Services GmbH, Mannheim 9 | 84,10 | 71 | 46 | EUR |
| International | ||||
| BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Romanshorn, Schweiz 9 | 100,00 | 44 | 2 | CHF |
| BFE Nederland B.V., Oosterhout, Niederlande 2, 11, 12 | 100,00 | - | - | EUR |
| East-West-Energy-Agency (EWEA), Moscow, Russische Föderation 8 | 100,00 | 570 | 5 | RUB |
| MVV Environment Limited, London, Großbritannien 2, 11, 12 | 100,00 | - | - | GBP |
| Regioplan Ingenieure Salzburg GmbH, Salzburg, Österreich 9 | 100,00 | 66 | 5 | EUR |
| Gemeinschaftsunternehmen (Quotenkonsolidierung) National | ||||
| reginova GmbH, Ingolstadt 5, 13 | 48,40 | 500 | - 301 | EUR |
| Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, Mannheim | 35,10 | 29 773 | - 65 | EUR |
| Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt 4, 13 | 48,40 | 41 549 | 15 468 | EUR |
| Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH, Ingolstadt 5, 13 | 48,40 | 1 048 | 7 801 | EUR |
| Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH, Ingolstadt 5, 13 | 48,40 | 25 834 | 10 527 | EUR |
| Stadtwerke Solingen GmbH, Solingen 4 | 49,90 | 67 300 | 14 617 | EUR |
| Stadtwerke Solingen Netz GmbH, Solingen 5 | 49,90 | 250 | - 13 734 | EUR |
| Assoziierte Unternehmen (Sonstige) National | ||||
| ADG Abwasser Dietzenbach GmbH, Dietzenbach 8 | 12,16 | 76 | 8 | EUR |
| BAS - Bergsträßer Aufbereitungs- und Sortierungsgesellschaft mbH, Heppenheim 12 | 49,00 | - | - | EUR |
| beka ebusiness GmbH, Köln 8 | 15,30 | 151 | 30 | EUR |
| BioKraft Hennstedt/Dithmarschen GmbH & Co. KG, Hennstedt 2, 10 | 23,56 | - 2 175 | - 2 456 | EUR |
| Biomasse Rhein-Main GmbH, Flörsheim-Wicker 9 | 33,33 | 11 466 | 435 | EUR |
| e:duo GmbH, Essen 9 | 50,00 | - 212 | - 312 | EUR |
| Energiedienstleistungen Dannenberg (Elbe) GmbH, Dannenberg 9 | 49,00 | 304 | 117 | EUR |
| EnergieSystemeNord GmbH, Schwentinental 8 | 12,75 | 2 249 | 508 | EUR |
| Fernwärme Rhein-Neckar GmbH, Mannheim 8 | 50,00 | 3 302 | 1 513 | EUR |
| Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH, Kiel 8 | 25,50 | 17 770 | 1 457 | EUR |
| Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim 8 | 28,00 | 114 142 | 6 647 | EUR |
| HEN HolzEnergie Nordschwarzwald GmbH, Nagold 2, 10 | 21,00 | 743 | 7 | EUR |
| itec Informationstechnologie Solingen GmbH, Solingen 8 | 24,45 | 1 337 | 590 | EUR |
| iwo Pellet Rhein - Main GmbH, Offenbach am Main 2, 11, 13 | 12,12 | - 548 | - 160 | EUR |
| KielNET GmbH Gesellschaft für Kommunikation, Kiel 8 | 25,50 | 7 542 | 2 542 | EUR |
| Kommunaler Windenergiepark Schleswig-Holstein GbR, Neumünster 10 | 10,20 | 806 | 295 | EUR |
| Main-Kinzig-Entsorgungs- und Verwertungs GmbH, Hanau 8 | 23,84 | 232 | 5 | EUR |
| Maintal-Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Maintal 8 | 23,84 | 11 230 | 1 405 | EUR |
| Management Stadtwerke Buchen GmbH, Buchen 8 | 25,20 | 32 | 1 | EUR |
| Omnibusbetriebe Beth GmbH, Lampertheim 14 | 100,00 | 540 | 5 | EUR |
| ÖPP Rhein Neckar GmbH, Mannheim 9 | 50,00 | 36 | 5 | EUR |
| ServiceHaus Service-GmbH für modernes Wohnen und Leben, Mannheim 8 | 50,00 | 668 | 110 | EUR |
| Stadtwerke Buchen GmbH & Co. KG, Buchen 8 | 25,10 | 6 698 | 1 632 | EUR |
| V-Bus GmbH, Viernheim 15 | 99,00 | 219 | - 21 | EUR |
| Wasserversorgungsverband "Neckargruppe", Edingen-Neckarhausen 10 | 25,00 | 377 | 0 | EUR |
| Wasserwerk Baumberg GmbH, Solingen 8 | 24,95 | 1 614 | - 1 161 | EUR |
| Fortsetzung: | ||||
| Assoziierte Unternehmen (Sonstige) | ||||
| National | ||||
| WVE Wasserversorgungs- und -entsorgungsgesellschaft Schriesheim mbH, Schriesheim 8 | 24,50 | 1 025 | 0 | EUR |
| ZVO Energie GmbH, Timmendorfer Strand 8 | 25,45 | 53 933 | 3 316 | EUR |
| 24sieben aqua nord GmbH, Kiel 9 | 25,50 | 87 | - 13 | EUR |
| International | ||||
| Českolipská teplárenská a.s., Česká Lípa, Tschechische Republik 8 | 35,00 | 169 366 | 19 444 | CZK |
| Sonstiger Anteilsbesitz an großen Kapitalgesellschaften National | ||||
| Stadtwerke Langen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Langen 8 | 4,86 | 21 395 | 3 553 | EUR |
| Stadtwerke Schwetzingen GmbH & Co. KG, Schwetzingen 8 | 10,00 | 14 782 | 1 491 | EUR |
| Stadtwerke Schwetzingen Verwaltungsgesellschaft mbH, Schwetzingen 8 | 10,00 | 23 | - 13 | EUR |
| Als zur Veräußerung klassifizierte Unternehmen International | ||||
| Energetyka Cieplna Miasta Skarżyska Kamienna Sp. z o.o., Skarżysko-Kamienna, Polen 1 | 46,06 | 24 572 | 1 145 | PLN |
| MVV EPS Sp. z o.o., Warszawa, Polen | 100,00 | 7 451 | 1 215 | PLN |
| (vormals MVV EPS SA, Warszawa, Polen) | ||||
| MVV Polska Sp. z o.o., Warszawa, Polen | 100,00 | 104 187 | 12 799 | PLN |
| SEC Sp. z o.o., Szczecin, Polen 4 | 33,18 | 156 252 | 13 397 | PLN |
Angaben über Eigenkapital und Jahresergebnis grundsätzlich mit den Werten zum 30.9.2008, Ausnahmen siehe Fußnoten
1 Mehrheit der Stimmrechte
2 Zugänge im Berichtsjahr
3 Zweckgesellschaft (Special Purpose Entity)
4 Gemeinschaftliche Führung
gemäß vertraglicher Vereinbarung
5 Ergebnisabführungsvertrag, Jahresergebnis
vor Abführung
6 Erster Jahresabschluss 31.12.2008
7 Jahresabschluss zum 30.6.2007
8 Jahresabschluss zum 31.12.2007
9 Jahresabschluss zum 30.9.2007
10 Jahresabschluss zum 31.12.2006
11 Rumpfgeschäftsjahresabschluss
12 Erster Jahresabschluss 30.9.2008 liegt nicht
vor
13 Vorläufige Zahlen
14 100 % werden von der Rhein-Neckar-Verkehr
GmbH gehalten
15 99 % werden von der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH
gehalten
Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MVV Verkehr AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Eschborn/Frankfurt am Main, den 19. Dezember 2008
Ernst
& Young AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Muth, Wirtschaftsprüfer
Sperber, Wirtschaftsprüfer
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2007/08 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen. Gemäß der Aufsichts- und Kontrollfunktion dieses Gremiums haben wir den Vorstand in seiner Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und beraten und uns von der Ordnungsmäßigkeit seines Handelns überzeugt.
Dabei sind wir durch den Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Entwicklung und die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert worden. Die Informationen des Vorstands umfassten Darstellungen der Geschäfts-, Umsatz-, Investitions- und Ertragsentwicklung sowie der Vermögens- und Finanzlage. Er unterrichtete uns außerdem über die Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die strategische Planung sowie die Risikolage und das Risikomanagement.
Im Berichtszeitraum fanden eine Hauptversammlung und vier Aufsichtsratssitzungen statt. In unseren Sitzungen haben wir die uns vom Vorstand zugeleiteten Vorlagen und Berichte sorgfältig geprüft und eingehend erörtert. Auf Basis dieser Informationen hat der Aufsichtsrat bei allen zustimmungspflichtigen Entscheidungen seine Beschlüsse gefasst.
In allen Aufsichtsratssitzungen haben wir zunächst über jeweils aktuelle Fragen und Themen beraten, über die wir vom Vorstand informiert wurden.
Im Dezember 2007 befassten wir uns ausführlich mit den Auswirkungen des Aktienverkaufs der Stadt Mannheim (mittelbar) beziehungsweise der MVV Verkehr AG (unmittelbar) an die RheinEnergie AG, Köln, und der Teilnahme der MVV Verkehr AG an der Kapitalerhöhung der MVV Energie AG im Oktober 2007. Darüber hinaus erläuterte uns der Vorstand die Weiterentwicklung der betriebsverfassungsrechtlichen Strukturen der RNV GmbH und die Übertragung der Personalabteilung der MVV Verkehr AG zum 1. Januar 2008 auf die RNV GmbH.
Im Februar 2008 informierte uns der Vorstand über die gegenwärtige Struktur der RNV GmbH, die trotz der erzielten Fortschritte noch von zu großer Komplexität und teilweise noch vorhandenen Doppelfunktionen in einzelnen Gesellschaften geprägt ist. Der Vorstand erläuterte uns die Notwendigkeit von strukturellen Veränderungen im Rahmen des Projekts RNV 2009 zur weiteren Optimierung und langfristigen Wettbewerbsfähigkeit des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Metropolregion Rhein-Neckar Region. Um die sich in der RNV GmbH bietenden Synergiepotentiale voll nutzen zu können, sollen weitere operative Funktionen der Einzelgesellschaften auf die Allianzgesellschaft RNV GmbH verlagert werden. In der Aufsichtsratssitzung im September 2008 wurden wir über den aktuellen Projektstand, das Vertragswerk "RNV 2009" und den Umsetzungszeitplan informiert. Intensiv befassten wir uns mit den Fragen der künftigen Entscheidungs- und Beschlusskompetenzen. Eine Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat kann letztendlich erst dann erfolgen, wenn alle rechtlichen und steuerrechtlichen Vorgaben geprüft und erfüllt sind.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Beratungen im Geschäftsjahr 2007/08 waren die großen Investitionsprojekte der MVV Verkehr AG, insbesondere die Erneuerung des Neckarauer Übergangs und der Ausbau der Mannheimer Stadtbahnstrecke Dürerstraße. für die kommenden Aufsichtsratssitzung. Im September 2007 haben wir den Wirtschaftsplan 2007/08 sowie die Mehrjahresplanung bis einschließlich 2011/12 eingehend erörtert und verabschiedet.
Zum geplanten Neubau einer Stadtbahnstrecke und der Stadtbahnanbindung des Mannheimer Nordens an die Innenstadt (Projekt Stadtbahn Nord) erhielten wir Informationen zur vorgesehenen Streckenführung und zum insgesamt positiven Kosten-Nutzen-Verhältnis als Diskussionsgrundlage für die nächste Aufsichtsratssitzung im Geschäftsjahr 2008/09.
Im Aufsichtsrat und im Vorstand gab es im Berichtsjahr keine personellen Veränderungen.
Prof. Dr. Ulrich Tödtmann, alleiniger Vorstand der MVV Verkehr AG, hat mich im November 2008 in meiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats um eine vorzeitige Auflösung seines bis Dezember 2010 laufenden Anstellungsvertrags gebeten, um eine Führungsaufgabe in einem anderen deutschen Unternehmen zu übernehmen. Der Aufsichtsrat der MVV Verkehr AG hat in der Sitzung am 11. Dezember 2008 der vorzeitigen Niederlegung seines Amts durch Prof. Dr. Tödtmann zum 31. Dezember 2008 zugestimmt. Wir danken Prof. Dr. Tödtmann für die unter seiner Führung erfolgte erfolgreiche Entwicklung der MVV Verkehr AG und seinen wichtigen Beitrag beim Aufbau der regionalen Verkehrsallianz Rhein-Neckar Verkehr GmbH (RNV).
Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung zum 1. Januar 2009 Herrn Dr. Martin Auer, Leiter der Konzernrechtsabteilung der MVV Energie AG, als Nachfolger bestellt.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht der MVV Verkehr AG 2007/08 wurden nach handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) für Aktiengesellschaften aufgestellt. Die Ernst & Young AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Mannheim, hat gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Februar 2008 und der anschließenden Beauftragung den Jahresabschluss und den Lagebericht der MVV Verkehr AG geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Ferner hat der Abschlussprüfer das bei der MVV Verkehr AG bestehende Risikofrüherkennungssystem geprüft. Diese Prüfung ergab, dass das System geeignet ist, seine gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen.
Der Jahresabschluss 2007/08 und der Lagebericht der MVV Verkehr AG sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden uns rechtzeitig vor der entsprechenden Aufsichtsratssitzung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat diese Unterlagen geprüft und im Beisein der Wirtschaftsprüfer umfassend erörtert. Aufgrund unserer eigenen Prüfung haben sich keine Einwände ergeben und wir schließen uns den Prüfungsergebnissen der Ernst & Young AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Mannheim, an. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2007/08 und den Lagebericht in seiner Sitzung am 18. Februar 2009 gebilligt, damit sind diese festgestellt.
Im Namen des Aufsichtsrats danke ich dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MVV Verkehr AG für ihr Engagement und die Erfolge, die sie im vergangenen Geschäftsjahr erzielt haben.
Mannheim, im Februar 2009
Aufsichtsrat
Dr. Peter Kurz, Vorsitzender
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