Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 17316
Vorher
EvoBus GmbH
Eingetragen
31.8.1949
Branche
Herstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenReparatur und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb und die Reparatur von Omnibussen und die damit zusammenhängenden Dienstleistungen, sowie die Beratung zu Mobilitäts- und Betreiberkonzepten im Zusammenhang mit Omnibussen nebst deren Umsetzung unter Einschluss von baulichen Maßnahmen.

Historie

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Management

NameRolle
Markus Fischer
seit 28.10.2025
Prokura
Julia Wolfgang
seit 15.9.2025
Geschäftsführer
Prokura
Marijo Sapina
seit 14.6.2024
Prokura
Thomas Richard Fricke
seit 24.4.2024
Prokura
Stefanie Schmid
seit 24.4.2024
Prokura
Kristin Blasum
seit 7.3.2024
Prokura
Tobias Brischar
seit 27.1.2023
Prokura
Marijo Vidackovic
seit 14.7.2022
Prokura
Martin Dr. Teigeler
seit 14.7.2022
Prokura
Frank Wetzel
seit 22.3.2022
Prokura
Heinz Friedrich
seit 20.1.2022
Prokura
Sara Wanner
seit 9.8.2021
Prokura
Peter Roedder
seit 21.5.2021
Geschäftsführer
Thomas Tonger
seit 27.1.2021
Prokura
Mirko Sgodda
seit 11.11.2020
Geschäftsführer
Jochen Straub
seit 2.10.2020
Prokura
Michael Klein
seit 6.8.2020
Geschäftsführer
Alexander Poeschl
seit 13.2.2020
Prokura
Lars Feigelmann
seit 22.3.2019
Prokura
Lutz Wittig
seit 20.1.2016
Geschäftsführer
Andreas Scheel
seit 17.7.2014
Prokura
Eckhard Gutbrod
seit 17.2.2014
Prokura
Roman G. Biondi
seit 31.5.2012
Prokura
Bernd Mack
seit 16.4.2010
Prokura
Hartmut Schick
seit 6.4.2009
Vorsitzender des Vorstands
Harald Landmann
seit 27.3.2007
Vorsitzender des Vorstands

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert99.87% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
99.87%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Daimler Truck AG
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

EvoBus GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum 31.12.2007

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007

 

 

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

 

 

Rückblick 2007

 

Die Zulassungen für Omnibusse > 8 t zulässiges Gesamtgewicht (zGG) in Westeuropa konnten im Jahr 2007 mit rd. 26.600 Einheiten (E) (VJ 26.490 E) das hohe Vorjahresniveau wieder erreichen. Insbesondere in Spanien und Frankreich konnte der Markt zulegen, in Italien und Großbritannien hingegen ging der Markt zurück.

 

In diesem Umfeld gelang es EvoBus das Absatzergebnis des Vorjahres erneut zu     übertreffen. Die Zuwächse resultierten insbesondere aus dem Reise- und Überland-bussegment, aber auch im Stadtbussegment konnte eine Steigerung gegenüber dem hohen Vorjahresniveau verzeichnet werden.

 

Das aktuelle Busplus-Projekt wurde in 2007 erfolgreich abgeschlossen. Die im Rahmen von Busplus definierten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie die anhaltende Kostendisziplin führten auch im Jahr 2007 zur Fortsetzung der positiven Ergebnisentwicklung; die gesteckten Ziele wurden in vollem Umfang erreicht. Zur langfristigen Absicherung der Profitabilität ist ein Nachfolgeprogramm aufgesetzt worden, das bereits in 2008 weitere positive Ergebnisbeiträge sichern soll.

 

Der Absatz der Marken Mercedes-Benz und Setra für Komplettbusse und Fahrgestelle lag in 2007 in Summe bei 9.747 E (VJ 8.896 E). Mercedes-Benz konnte einen durch das Reise-/Überlandsegment getragenen Absatzzuwachs von rund 13 % auf 7.411 E erzielen, Setra bewegte sich mit 2.336 E (VJ 2.314 Einheiten) auf Vorjahresniveau.

 

Bei der Marktanteilsentwicklung gelang es EvoBus in Westeuropa damit den negativen Trend der letzten Jahre umzukehren. Zusammen erreichten beide Marken einen Marktanteil von 26 %; dies entspricht einem Marktanteilsgewinn von 0,6%-Punkten gegenüber Vorjahr.

 

In Deutschland konnten in einem rückläufigen Markt beide Marken Marktanteilsge-winne verbuchen. Damit bestätigte EvoBus erneut die Marktführerschaft in Deutschland und Westeuropa.

 

Der Auftragseingang der EvoBus lag, getragen von der Marke Mercedes-Benz, in 2007 über Vorjahresniveau. Im Stadtbussegment übertraf der Citaro das hohe Niveau des Vorjahres und wird auch in 2008 für eine sehr gut ausgelastete Produktion bis weit über das erste Quartal hinaus sorgen. Wesentlicher Unterschied zu den letzten Jahren war die deutliche Verschiebung der Auftragseingänge in das zweite Halbjahr 2007. Während im ersten Halbjahr die Produktion am Standort Neu-Ulm aufgrund des schlechten Auftragseingangs noch mit Schließungstagen (30 Schließungstage überwiegend im 1. Halbjahr) belegt war, wurde im zweiten Halbjahr an allen Produktionsstandorten mit der maximal zulässigen Arbeitszeit gearbeitet.

 

Einer der Höhepunkte des Jahres 2007 war die Omnibusmesse Busworld in Kortrijk, Belgien. EvoBus präsentierte erstmals die facegeliftete Setra TopClass 400 sowie neue Varianten der ComfortClass 400. Die Marke Mercedes-Benz präsentierte das jüngst rundum erneuerte Omnibus-Programm, darunter den neuen Mercedes-Benz Sprinter Travel 65 aus der Minibus-Familie. Die Blue-Tec Euro IV/Euro V-Technik der Busse sowie EEV-Fahrzeuge (Enhanced Environmentally friendly Vehicle) sind Beispiele für zukunftsorientierte Entwicklungen für umweltgerechten Personenverkehr mit Omnibussen. Im Herbst stellte EvoBus den ersten Prototypen des Mercedes-Benz Stadtbus Citaro mit dieselelektrischem Hybridantrieb vor.

 

Schwerpunkte der Investitionen bildeten in 2007 die Modernisierung der Werke. Hier sind insbesondere Investitionen in die Logistiksoftware sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung des neuen Ersatzteil-Logistikcenters in Neu-Ulm zu erwähnen. Für das Ersatzteil-Logistikcenter bestehen Leasingverträge mit der  RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Neu-Ulm KG.

 

Die Geschäftsführung der EvoBus erfuhr in 2007 folgende Veränderungen: Herr Jan Madeja ist zum 28. Februar 2007 als Geschäftsführer für Finanzen und Controlling der EvoBus ausgeschieden. In seiner Nachfolge wurde Herr Thomas Stoeckel als Geschäftsführer für Finanzen und Controlling mit Wirkung zum 1. März 2007 bestellt. Wolfgang Hänle wurde durch den Aufsichtsrat der EvoBus GmbH zum 1. April 2007 als neuer Geschäftsführer Produktion bestellt. Er übernimmt damit das Amt von Harald Landmann, der am 9. Februar 2007 den Vorsitz der Geschäftsführung übernommen hat. Michael Göpfarth wurde zum 1. August 2007 als Mitglied der Geschäftsführung der EvoBus GmbH in der Funktion Geschäftsführer Mercedes-Benz Omnibusse bestellt. Des Weiteren beschloss der Aufsichtsrat die Vertragsverlängerung von Werner Staib als Markensprecher Setra bis zum 30. Juli 2010.

 

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates der EvoBus veränderte sich in 2007 durch das Ausscheiden der Herren Dr. Reinhard Schreiber und Michael Braun. Ihnen folgen die Herren Dr. Herbert Hörner und Reinhold Riebl nach.

 

 

Omnibusmarkt > 8 t zGG

 

Der Gesamtmarkt für Busse über 8t zGG in Westeuropa (ohne Türkei) übertraf in 2007 mit rund 26.600 E das hohe Vorjahresniveau mit 26.490 E.

 

Marktzuwächse waren im Wesentlichen in Spanien, Frankreich sowie in den kleineren Märkten Norwegen, Griechenland und Belgien zu verzeichnen. Gegenläufig hierzu entwickelten sich vor allem Italien, Großbritannien und Schweden.

 

Der Markt in Deutschland lag mit 4.772 E unter dem hohen Vorjahresniveau von 4.916 E (-2,9 %). Der Rückgang ist insbesondere auf das Reisebussegment zurückzuführen, das aufgrund vorgezogener Investitionen in Euro III Fahrzeuge (EU-weite Einführung Euro IV zum 01.10.2006) und dem Abverkauf von Bestandsfahrzeugen im Zuge der Einführung des digitalen Tachographen (zum 01.05.2006) ein sehr hohes Vorjahresniveau aufwies. Das Stadtbussegment konnte hingegen gegenüber dem Vorjahr deutlich zulegen, da weitere Streichungen von öffentlichen Fördergeldern in 2008 geplant sind.

 

In Frankreich konnte der Markt um weitere 4,9 % (auf 5.211 E) wachsen, womit Frankreich den größten Busmarkt in Westeuropa repräsentiert. Dies ist auf das Überland- und Stadtbussegment zurückzuführen, das durch Zulassungen aus Großflotten-Ausschreibungen mit teilweisen Überhängen aus 2006 mit Euro III Fahrzeugen deutlich gewachsen ist.

 

Die Marktentwicklung in Spanien war geprägt von einem deutlichen Wachstum (+6,0 %) aus großen Stadtbus-Ausschreibungen im Zuge von Kommunalwahlen. Darüber hinaus führte der Bestandsabverkauf von Euro III Fahrzeugen durch den Wettbewerb zu positiven Sondereffekten im Reisebussegment.

 

In Großbritannien ist der Markt gegenüber dem hohen Vorjahresniveau deutlich gesunken (-7,4 %). Dieser Rückgang wurde im Wesentlichen durch fehlende Großausschreibungen im Stadtbussegment verursacht, die auch von einem leichten Wachstum im Reisebussegment nicht kompensiert werden konnten.

 

Der Marktrückgang in Italien (-8,8 %) wurde durch das Einfrieren von staatlichen Fördermitteln verursacht, das zu einem deutlichen Rückgang im Linienbussegment geführt hat. Das Reisebussegment konnte sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres behaupten.

 

Der extreme Marktzuwachs in Norwegen (+42,5 %) ist auf zahlreiche Ausschrei­bungen im Stadt- und Überlandbussegment zurückzuführen, in Griechenland (+53,6 %) hingegen auf staatliche Subventionen im Reisebussegment.

 

Nach dem Rekordjahr 2006 brach der schwedische Markt im abgelaufenen Jahr  erwartungsgemäß deutlich ein (-28,0 %). Ursache waren die fehlenden Stadt- und Überlandbusausschreibungen, die das Marktvolumen im Vorjahr extrem in die Höhe getrieben hatten.

 

 

Absatz/Neuzulassungen EvoBus GmbH (> 8t)

 

Die EvoBus GmbH konnte mit 9.747 Bussen und Fahrgestellen > 8 t das bereits hohe Vorjahresniveau von 8.896 E um 10 % steigern. Hier resultierte der Zugewinn aus der Marke Mercedes-Benz mit einem Plus von 13 %; bei Setra bewegte sich der Absatz knapp über Vorjahresgrößenordnung. Ein besonderes Ereignis für beide Marken war die Akquise des Auftrags der Deutschen Bahn mit Auslieferungen bis in das Jahr 2009.

 

 

Absatz/Neuzulassungen Mercedes-Benz

 

Mercedes-Benz konnte mit 7.411 E einen neuen Absatzrekord verzeichnen. Diese Entwicklung war insbesondere durch die 22%-ige Steigerung der Komplettbusse hervorgerufen, die den Rückgang im Geschäft mit den Fahrgestellen mehr als ausgleichen konnte. Der Großteil der Steigerung (+1.246 E) geht auf die von der MBT bezogenen Handelswaren (neue Business-Class Produkte) zurück.

 

Bei den Komplettbussen konnten vor allem die Überlandbusse ihren Absatz von 356 E auf 818 E (+130 %) mehr als verdoppeln. Diese Entwicklung wurde vor allem durch das Exportgeschäft getragen. Dabei sind besonders zu erwähnen die ersten Erfolge des neuen Überland- und Schulbusses Intouro in den Zielmärkten Frankreich und in Mittel- und Osteuropa.

 

Die Reisebusse trugen mit einem Anstieg von 27 % auf 1.382 E ebenso zum hohen Absatzniveau bei. Besonders erwähnenswert ist hierbei die Steigerung beim Tourino im Ausland. Aber auch die neue Hochdeckergeneration Tourismo wurde gut vom Markt angenommen und verzeichnete Erfolge im In- und Ausland.

 

Bei den Stadtbussen konnte der Absatz des Vorjahres insgesamt um 356 E auf 3.976 E gesteigert werden. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Conecto-Großaufträgen in Russland sowie Saudi-Arabien. Der Conecto-Absatz konnte dabei von 444 E auf 801 E gesteigert werden. Die Stadtbusfamilie Citaro konnte das hohe Absatzniveau vom Vorjahr halten (3.175 E ggü. 3.176 E in 2006). Dies ist umso bemerkenswerter, da das Jahr 2007 weniger von Großaufträgen geprägt war als 2006. Mit zu dieser Entwicklung hat außerdem die erfolgreiche Markteinführung der beiden Produkttypen Citaro K und Großraumfahrzeug CapaCity beigetragen.

 

Der Absatz der Fahrgestelle musste einen Rückgang um 19 % gegenüber Vorjahr hinnehmen und fiel von 1.521 E auf 1.235 E. Diese Entwicklung kam überwiegend aus den Märkten Israel, Spanien, Italien und Mexiko.

 

Der Auftragseingang konnte mit einem Plus von 22 % auf 8.778 E gesteigert werden. Beeinflusst wurde dies unter anderem durch den Folgeauftrag von weiteren 500 Citaro nach Bukarest. Der Auftragsbestand erreichte mit 3.814 E eine Steigerung um 56 %. Der Bestand an Fertigerzeugnissen hat sich von 248 E im Vorjahr auf 239 E verringert.

 

 

Absatz/Neuzulassungen Setra

 

Der Absatz der Marke Setra stieg leicht um 1 % auf 2.336 E gegenüber dem Vorjahr. Rückgänge im Segment der Überlandbusse konnten durch Zuwächse bei den Reisebussen kompensiert werden. Ein besonderes Ereignis war die Auslieferung des 90.000. Omnibusses seit Bestehen der Marke. Bei dem Jubiläumsfahrzeug handelte es sich um einen S 416 HDH der Reisebusgeneration TopClass 400.

 

In einem weiterhin schwierigen Marktumfeld bei Premium Reisebussen konnte Setra den Absatz um 4 % steigern. Allerdings war dieses Wachstum auf höhere CKD-Lieferungen nach China zurückzuführen. Normiert um dieses Geschäft bewegten sich die Reisebusse der Top- und ComfortClass knapp unter Vorjahresniveau. Im Inland konnte die TopClass 400 die Absatzmenge halten. Die Reisebusse der ComfortClass mussten insgesamt einen Rückgang um 1 % verzeichnen. Dies ist überwiegend aus dem Inlandsgeschäft begründbar und konnte durch erfreuliche Entwicklungen in den skandinavischen Märkten sowie Portugal nicht vollständig ausgeglichen werden.

 

Die Baureihe der MultiClass sank um -4 % auf 826 E. Während die Inlandsabsätze leicht zulegen konnten (+2 %), gingen die Verkäufe in das Ausland, insbesondere in den Märkten Italien, Schweiz sowie Dänemark zurück.

 

Der Auftragseingang zum Jahresende lag mit 2.522 E um 10 % über Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand konnte um 28 % auf 850 E gesteigert werden. Der Bestand an fertigen Erzeugnissen betrug am Jahresende 127 E und konnte somit um 46 % verringert werden.

 

 

Neuzulassungen / Marktanteil EvoBus (> 8t zGG)

 

Im westeuropäischen Gesamtmarkt konnte der Marktanteil gegenüber 2006 auf rund 26 % gesteigert werden und lag damit 0,6 %-Punkte über dem Vorjahresniveau. Diese Steigerungen konnten im Wesentlichen in Deutschland, Großbritannien und Italien erzielt werden. In Spanien und diversen kleineren Märkten wurden hingegen Marktanteilsverluste realisiert.

Mercedes-Benz konnte aufgrund der hohen Akzeptanz der Niederflurfamilie Citaro sowie des positiven Anlaufs des Tourismo und Intouro einen Marktanteilszuwachs in Westeuropa erzielen. Gegenläufig dazu war Setra stark von einer Strukturverschiebung im Reise- und Überlandbussegment von hochwertigen zu preisgünstigeren Produkten betroffen, welches zu einem leichten Marktanteilsverlust für die Marke führte.

 

 

Produktion und Kapazitätsauslastung

 

Das abgelaufene Jahr 2007 war durch eine geringe Auslastung bei den hochwertigen Reise- und Überlandbussen und einen überdurchschnittlichen Auftragseingang bei den Stadtbussen insbesondere im zweiten Halbjahr geprägt.

 

In den deutschen Produktionswerken Ulm/Neu-Ulm und Mannheim wurden 2007 insgesamt 5.139 (VJ 5.652) Komplettbusse der Marken Mercedes-Benz und Setra gefertigt. Davon entfielen auf den Standort Ulm/Neu-Ulm 2.972 (VJ 3.031) Fahrzeuge und auf den Standort Mannheim 2.167 (VJ 2.621) Fahrzeuge. Die Gesamt-Produktionsstückzahl lag damit in 2007 unter dem Vorjahreswert.

 

Durch eine weitere technische Flexibilisierung innerhalb des Verbunds der beiden Werke wurden auch im Jahr 2007 Mercedes-Benz Stadtbusse vom Typ Citaro in Neu-Ulm und Ligny montiert. Dieser Schritt zur Flexibilisierung der Montagestandorte ermöglicht uns in Zukunft den Erfordernissen des Marktes noch besser gerecht zu werden.

 

Turnusmäßig wurden durch Wiederholungs- bzw. Überwachungsaudits in 2007die EvoBus-Standorte Stuttgart, Ulm/Neu-Ulm, Mannheim sowie Ligny und Sámano erfolgreich nach ISO/TS 16949:2002 und das Werk Holýšov nach ISO 9001:2000 durch die TÜV SÜD Management Service GmbH auditiert. Für alle Standorte wurde die Wirksamkeit des Managementsystems nachgewiesen.

 

 

2. Mitarbeiter

 

Ende Dezember 2007 waren in der EvoBus GmbH 7.851 Mitarbeiter (-130 gegenüber Vorjahr) beschäftigt. Davon waren 4.872 Mitarbeiter gewerblich (-138), 2.386 angestellte Mitarbeiter (+4) und 593 Auszubildende/Praktikanten (+4).

 

Die Aktive Belegschaft (Mitarbeiter gewerblich und Verwaltung) entwickelte sich an den einzelnen inländischen Standorten wie folgt: Mannheim -60, Ulm/Neu-Ulm -69 und sonstige inländische Standorte (inkl. Service Center Ulm) -5 Arbeitskräfte. Der Rückgang der Mitarbeiterzahlen liegt im Wesentlichen begründet in der frühzeitigen Anpassung des Stammpersonals an einen durch umfangreiche Effizienzprogramme geringeren geplanten Personalbedarf in der Zukunft.

 

Zur Anpassung der Personalkapazität an die im Jahr 2007 extremen Schwankungen des Produktionsniveaus (ca. 70 % des Produktionsvolumens im 2. Halbjahr) wurde auf der einen Seite im Sommer 2007 eine kollektive Arbeitszeitverkürzung (ohne Entgeltausgleich) am Standort Ulm/Neu-Ulm in Form von 7 Betriebsschließungstagen notwendig, während in der 2. Jahreshälfte insbesondere am Standort Mannheim ein massiver Einsatz von Fremdarbeitskräften erforderlich war. Die im Vergleich zum Vorjahr im 1. Quartal 2008 bereits sehr gute Auftragslage verbunden mit den geplanten Produktionsverlagerungen lässt in 2008 deutlich geringere saisonale Schwankungen erwarten. Zudem wird neben dem Einsatz von Fremdarbeitskräften bzw. befristeten Einstellungen im direkten Bereich auch im indirekten Bereich der Aufbau von zusätzlichen Kapazitäten erforderlich sein.

 

Der ERA-Tarifvertrag wurde zum 01. Juli 2007 eingeführt. Die tarifliche Eingruppierung in die Entgeltgruppe wurde von einigen Mitarbeitern beanstandet. Zum Jahresende 2007 lag die Reklamationsquote bei 55 %. Mit der Bearbeitung der Reklamationen wird im Januar 2008 begonnen. Parallel werden im 1. Quartal 2008 die Verhandlungen zum ERA-Leistungsentgelt mit dem Betriebsrat aufgenommen.

 

3. Neue Produkte 

 

Nach der Vorstellung ungewöhnlich vieler neuer Produkte im Euro IV-Jahr 2006 standen in 2007 insbesondere Modell-Varianten zur Markteinführung an.

 

Bei den Reisebussen standen der bereits zur IAA 2006 vorgestellte neue Mercedes-Benz Tourismo und das Facelift TC 400 im Mittelpunkt, welcher auf der Busworld 2007 in Kortrijk erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Das Facelift TC 400 bietet eine umfangreich erweiterte Komfort- und Sicherheitsausstattung sowie die bewährten 6- und 8-Zylinder-Motoren, die mit BlueTec-Diesel-Technologie die Euro IV und teilweise Euro V Norm erfüllen. Eine wettbewerbsdifferenzierende Innovation und Alleinstellungsmerkmal im Facelift ist der Front Collision Guard, welcher beim Front-crash die Aufprallenergie absorbiert und so Fahrer und Beifahrer deutlich verbesserten Schutz bietet.

 

Der Tourismo ist durch geringere Basisausstattung und eingeschränkte Verfügbarkeit von Sonderausstattungen technisch und optisch vom Travego differenziert. Er wird in 3 Längen als 12m 2-Achser, 13m und 14m 3-Achser angeboten. Mitte 2007 wurde die Palette um den 13m 2-Achser und ein Rechtslenkerfahrzeug erweitert.

 

Ebenfalls neue Varianten wurden bei der Baureihe Setra ComfortClass im Markt eingeführt. Der S416 GT erweitert die Produktpalette um einen 13m 2-Achser mit GT-Höhe und der S416 GT-HD 2-Achser wird seit Ende 2007 auch mit Heckeinstieg angeboten.

 

Im Überlandbereich wurde bei Setra die Produktpalette der in 2006 im Markt eingeführten neuen MultiClass mit einer 13m 2-Achs Variante nochmals vergrößert. Die   MultiClass ist somit als 11m, 12m, 13m, 14m und 15m Längenvariante erhältlich.

 

Ebenfalls neu im Überlandbereich ist der Mercedes-Benz Intouro, der sich durch geringere Basisausstattung und eingeschränkte Verfügbarkeit von Sonderausstattungen technisch und optisch vom Mercedes-Benz Integro und der Setra MultiClass differenziert. Das Fahrzeug wird in Hoşdere bei der Mercedes-Benz Türk A.S. gefertigt.

 

Im Stadtbusbereich werden seit Anfang 2007 fast alle Baumuster mit Euro V bzw. EEV Motoren angeboten und erfüllen somit die Emissionsgrenzwerte bereits vor dem gesetzlichen Inkrafttreten.

 

Weiterhin wurde in 2007 der neue Mercedes-Benz Conecto im Markt eingeführt, der auf dem Baukasten des Citaros basiert, jedoch technisch und optisch deutlich vom Citaro differenziert ist. Das Fahrzeug wird in Hoşdere produziert und ist als Business-Class Fahrzeug vorwiegend in mittel- und osteuropäischen Ländern verfügbar.

 

Für das auf der IAA 2006 vorgestellte Stadtbus-Konzept Mercedes-Benz CapaCity wurden die ersten Aufträge abgeschlossen und auch die ersten Auslieferungen erfolgten in 2007. Der vierachsige Gelenkbus bietet auf einer Länge von rund 20m mit einem Fassungsvermögen von bis zu 193 Passagieren eine deutlich gesteigerte Kapazität gegenüber einem konventionellen Gelenkzug und damit höhere Wirtschaftlichkeit bei vergleichbarer Wendigkeit und Fahrdynamik.

 

Ende 2007 wurde der Mercedes-Benz Citaro G Blue-Tec Hybrid erstmals der Öffentlichkeit und Kunden vorgestellt. Dieser neue dieselelektrische Stadtbus-Gelenkzug mit seriellem Hybridantrieb wurde mit großem Respekt aufgenommen und wird noch in 2008 in eine Kundenfahrerprobung gehen. Es ist geplant, ab Ende 2009 die ersten Serienfahrzeuge dieses Typs auszuliefern.

 

Mit einer Vielzahl von Innovationen konnte die Attraktivität der aktuellen Baureihen erhöht werden. Allen voran der Front Collison Guard bei Facelift TC 400. Des Weiteren werden durch die flächendeckend eingesetzten Blue-Tec Motoren die Abgas-grenzwerte der Euro IV und z. T. auch Euro V Norm unterschritten. Durch die Erweiterung einzelner Motorenvarianten um einen Dieselpartikelfilter werden bei vielen Baumustern im Stadt- und Überlandbereich auch die strengen EEV Abgasgrenzwerte eingehalten.

 

 

4. Forschung und Entwicklung

 

Im Entwicklungsbereich waren Ende 2007 603 Mitarbeiter beschäftigt, davon 108 Arbeiter und 495 Angestellte. Die Aufwendungen aus Forschung und Entwicklung belaufen sich auf 109 Mio. EUR (im Vorjahr 110 Mio. EUR). Die Schwerpunkte im Bereich neuer Produkte sind im Abschnitt 3. des Lageberichts umfassend dargestellt. Daneben fallen im stark kundengetriebenen Omnibusgeschäft nennenswerte Entwicklungsaufwendungen für Kundensonderwünsche an sowie in der Rubrik Serienbetreuung laufend Maßnahmen, die der Optimierung der Produkte hinsichtlich Qualität, Kosten und Marktfähigkeit zur Erfüllung sich weiter entwickelnder Kundenanforderungen und neuer gesetzlicher Vorgaben dienen.

 

 

5. Umweltschutz

 

Das Umweltmanagementsystem am Standort Mannheim wurde im Februar des Jahres gleichzeitig einer Rezertifizierung nach ISO 14001 und einer Revalidierung nach der Öko-Audit-Verordnung (EMAS) unterzogen. Beide Prüfungen führten zu einem erfolgreichen Abschluss, ebenso wie das Überwachungsaudit, das am Standort Ulm/Neu-Ulm durchgeführt wurde. Der Gutachter kommt hierbei zu dem Schluss, dass die Umweltmanagementsysteme für die Standorte Mannheim und Ulm/Neu-Ulm auf einem relativ hohen Niveau fortgeführt werden. In dieser Sache konnte im Dezember 2007 in Mannheim auch das 10-jährige Bestehen des Umwelt­managementsystems nach europäischen Vorgaben (EMAS) begangen werden.

 

Im Rahmen der Integration der Service-Center in das Managementsystem wurden die Service-Center in Deutschland in einem nächsten Schritt einer Prüfung durch einen externen Gutachter unterzogen. Alle Aspekte des Arbeits- und Umweltschutzes im Werkstattbetrieb wurden dabei betrachtet.

 

Das standortübergreifende Energiesparprojekt, das im Jahr 2005 mit Datenaufnahmen und Analysen gestartet wurde, befindet sich nun in der Umsetzung. Für die energetische Modernisierung einer annähernd 50.000 m² großen Montagehalle in Neu-Ulm konnte der Energieeffizienzpreis der Kreditanstalt für Wiederaufbau erlangt werden. Durch verschiedene Maßnahmen konnte der Energieverbrauch der Halle um 23 % gesenkt werden.

 

In Mannheim wurden die bisherigen Maßnahmen zur Luftreinhaltung, im Wesentlichen Reduzierung der Lösungsmittelanteile der Einsatzstoffe, durch die Inbetriebnahme einer regenerativen Abluftreinigung ergänzt und die Abluftsituation der Lackiererei dadurch weiter verbessert.

 

 

6. Darstellung der Lage

 

 

a) Ertragslage

 

Die nach HGB aufgestellte Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft schließt mit einem Jahresüberschuss von 52 Mio. EUR ab. (im Vorjahr 0 Mio. EUR aufgrund Ergebnisabführungsvertrag mit Daimler AG). Der Jahresüberschuss (im Vorjahr vor Gewinnabführung) sank von 81 Mio. EUR auf 52 Mio. EUR. Hierbei wesentlichste Ursache der Verschlechterung war der aufgrund der Aufhebung des Ergebnisabführungsvertrages erstmalig entstandene Steueraufwand der Gesellschaft in Höhe von 23 Mio. EUR, welcher im Vorjahr bei der Muttergesellschaft anfiel. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank gegenüber Vorjahr von 81 Mio. EUR auf 74 Mio. EUR. Wesentliche Ursache für den Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit waren deutlich rückläufige sonstige betriebliche Erträge von 13 Mio. EUR und um 11 Mio. EUR gestiegene allgemeine Verwaltungskosten. Positiv wirkten sich ein um 3 Mio. EUR gestiegenes Bruttoergebnis vom Umsatz sowie um 13 Mio EUR gesunkene Vertriebskosten aus.

 

Die Umsatzerlöse stiegen um +208 Mio. EUR auf 2.312 Mio. EUR (+10 %). Im Wesentlichen stiegen die Umsätze durch Grossaufträge in Russland und Saudi-Arabien, sowie durch die Einführung der Business-Class Produkte (Tourismo neu und Conecto neu), welche als Handelsware aus der Auftragsfertigung der Mercedes-Benz Türk A.S. (MBT) bezogen werden.

 

Die Exportquote hat sich mit 64,2 % gegenüber dem Vorjahr (62,8 %) um 1,4 %-Punkte erhöht. Durch den Verkauf von Neufahrzeugen und Fahrgestellen wurden wie im Vorjahr 83 % des Umsatzes erzielt.

 

Die Umsatzkosten (einschließlich Forschungs- und Entwicklungskosten) stiegen leicht überproportional von 1.927 Mio. EUR auf 2.132 Mio. EUR um 205 Mio. EUR (+11 %). Hier spiegelte sich die Verschiebung der Absatzstruktur von eigenerstellten Fahrzeugen mit geringeren Herstellungskosten hin zu bezogener Ware von der MBT wider.

 

Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 180 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau. Die positiven Beiträge aus der Absatzerhöhung und der Effizienzsteigerung wurden durch negative Effekte bei der Absatzstruktur, inflatorische Effekte (Tariferhöhungen, Energiekosten) und steigenden Nachlässen aufgrund höherem Wettbewerbsdruck und der Euro IV Einführung nahezu kompensiert.

 

Die Vertriebskosten sanken um -13 Mio. EUR auf 134 Mio. EUR im Wesentlichen durch zurückgehende Aufwendungen für noch abzuwickelnde Aufträge. Ebenso waren in 2006 die Marketingaufwendungen aufgrund der Messe IAA mit 3 Mio EUR entsprechend höher.

 

Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um +11 Mio. EUR auf 80 Mio. EUR im Wesentlichen aufgrund hoher Zuführungen zur Rückstellung für Haftungs- und Prozessrisiken (+8 Mio. EUR).

 

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken gegenüber dem Vorjahr um -13 Mio. EUR auf 91 Mio. EUR. Wesentliche Ursachen waren hierbei in 2006 erfolgte Auflösungen für Rückstellungen (Haftungs- und Prozesskosten) und geringere Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen. Gegenläufig erhöhten sich die Gutschriften der Daimler AG für busspezifische Aftersales Umfänge.

 

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringern sich nur unwesentlich um 0,4 Mio. EUR.

 

Das Beteiligungsergebnis stieg um 1 Mio. EUR auf 13 Mio. EUR, im Wesentlichen durch das Ergebnis der Grundstücksverwaltungsgesellschaft EvoBus GmbH & Co. OHG, das in der EvoBus GmbH phasengleich vereinnahmt wird.

 

Das Zinsergebnis lag mit 7 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.

 

Der Steueraufwand in Höhe von 23 Mio. EUR beinhaltete die Aufwendungen für Gewerbe- und Körperschaftssteuer.

 

 

b) Vermögenslage

 

Die Bilanzsumme beträgt 1.010 Mio. EUR und liegt somit um 47 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Das Eigenkapital beträgt 180 Mio. EUR und ist damit 23 Mio. EUR geringer als im Vorjahr. Hieraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 18 %. (VJ 21 %). Das Eigenkapital verringerte sich in 2007 um 75 Mio. EUR aufgrund der Gewinnausschüttung an die Daimler AG gemäß Gesellschafterbeschluss vom 19. Dezember 2007. Gegenläufig wirkte sich der Jahresüberschuss von 52 Mio. EUR aus.

 

Das Anlagevermögen erhöhte sich um 6 Mio. EUR auf 176 Mio. EUR. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen für das Geschäftsjahr 2007 33 Mio. EUR und lagen damit um 1 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert.

 

Auf Produktneuentwicklungen (insb. Investitionen betreffend TC 400 Facelift, Linienbusse und Bestuhlungs-Neuentwicklungen) entfielen 6 Mio. EUR. Für Werksvorhaben und Strukturprojekte wurden 17 Mio. EUR verwendet. Darin enthalten ist das Projekt OPTIKAP (neues zentrales Ersatzteillager) mit 4 Mio. EUR und das Projekt Restrukturierung Sitzfertigung  mit 1 Mio. EUR für die Montage in Neu-Ulm. Im Rahmen der Busplus-Aktivitäten zur Effizienzverbesserung (Produktionsmaßnahmen) wurden rd. 2 Mio. EUR investiert. 

Bei den übrigen investierten Mitteln handelte es sich im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen, Investitionen für den Umweltschutz sowie um Werkzeuge für die Serienfertigung.

 

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen 27 Mio. EUR.

 

Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

 

Die Vorräte erhöhen sich um 7 Mio. EUR auf 241 Mio. EUR. Hierin sind jedoch in 2006 die erhaltenen Anzahlungen enthalten, welche in 2007 analog der Vorgehensweise nach IFRS in den Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Bereinigt um diesen Effekt sinken die Vorräte um -15 Mio. EUR im Wesentlichen aufgrund geringerer Neufahrzeugbestände durch ein gegenüber Vorjahr deutlich erhöhtes Umsatzvolumen im Dezember.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber Vorjahr um +32 Mio. EUR auf 591 Mio. EUR gestiegen. Wesentliche Ursache hierbei war der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Dritte und verbundene Unternehmen) aufgrund der sehr hohen Auslieferungen am Jahresende (+248 Komplettbusse und Fahrgestelle im Dezember 2007 gegenüber Dezember 2006).

 

Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um 44 Mio. EUR auf 604 Mio. EUR gestiegen, im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Pensionsrückstellungen um 27 Mio. EUR auf 309 Mio EUR. Den Anstieg der Pensionsrückstellungen geht vor allem auf die Erhöhung der Basisbeträge zum EvoPensionsKontoplus in 2007 von nunmehr 600 EUR auf 700 EUR pro Mitarbeiter sowie die Verlängerung der Beitragszeit vom 31. Dezember 2011 auf den 31. Dezember 2016 zurück. Weitere Rückstellungsanstiege resultieren aus Haftungs- und Prozessrisiken, Personalverpflichtungen, Service- und Wartungsverträgen und erstmalig gebildete Rückstellungen für Körperschaftsteuer.

 

Die Verbindlichkeiten erhöhen sich um 25 Mio. EUR auf 225 Mio. EUR, im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche aufgrund des hohen Produktionsvolumens am Jahresende entstanden.

 

 

c)  Finanzlage

 

Die EvoBus refinanziert sich ausschließlich intern über die Daimler AG. Ebenso wird überschüssige Liquidität ausschließlich intern angelegt. Die Bankverbindungen dienen nur zur Abwicklung des operativen Tagesgeschäftes wie z. B. dem Zahlungsverkehr und dem Avalgeschäft.

 

Wie in den vergangenen Jahren wurden im Rahmen der Liquiditätsoptimierung zum Bilanzstichtag Forderungen und Wechsel in Höhe von 52 Mio. EUR (im Vorjahr 31 Mio. EUR) an externe Kreditinstitute verkauft.

 

Ein Einsatz von Finanzinstrumenten zur Durchführung von Sicherungsmaßnahmen ist wie im Vorjahr nicht erfolgt. Die Absicherung von Währungsrisiken erfolgt über die Teilnahme am Nettingverfahren der Daimler AG.

 

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit gemäß DRS2 beträgt 23 Mio. EUR und liegt um 89 Mio. EUR unter dem Vorjahresvergleichswert. Wesentlichste Ursache ist der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Dritte und verbundene Unternehmen) zum Jahresende; der Cash Flow aus Investitionstätigkeit liegt mit -33 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt -75 Mio. EUR (VJ -81 Mio. EUR) aufgrund der Gewinnausschüttung an die Daimler AG.

 

Der Finanzmittelbestand der Gesellschaft, bestehend aus Kassenbeständen, Bankguthaben und Intercompany-Konten bei der Daimler AG, hat sich um -85 Mio. EUR auf 64 Mio. EUR reduziert. Dieser Rückgang ist auf die erfolgte Ausschüttung an den Gesellschafter Daimler AG im Dezember in Höhe von 75 Mio. EUR zurückzuführen.

 

 

d)  Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

                                                                                                         

Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung der EvoBus zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts weiterhin positiv. Insgesamt ist eine starke Nachfrage nach unseren Produkten zu verzeichnen. Bereits jetzt können wir einen um 28 % höheren Auftragsbestand im Vergleich zum ersten Quartal 2007 vorweisen. Demgemäß liegt die Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen des Jahres 2008 voll im Rahmen unserer Erwartungen.

 

 

 

7. Risikobericht

 

a) Risikomanagement und Corporate Governance Kodex

 

Die EvoBus ist als Tochtergesellschaft der Daimler AG in deren Risikofrüherkennungssystem eingebunden. Zur Erkennung, Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken sind in der EvoBus wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingeführt. Dies sind u. a. der weitgehend flächendeckende Einsatz von SAP mit seinen vielseitigen Berichtsmöglichkeiten und Managementinformationen, Richtlinien und Ablaufplänen sowie laufende Prüfungen durch das interne Prozesscontrolling bzw. die Konzernrevision der Daimler AG, die auch den Anforderungen der handelsrechtlichen Vorschriften entsprechen.

Die operativen Einheiten überwachen die Risiken kontinuierlich und berichten darüber im Rahmen von Planungs- und Controllingprozessen laufend an die Geschäftsführung. Damit ist sichergestellt, dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten kann.

 

Die in 2006 von Corporate Audit durchgeführten Prüfungen der internen Kontrollen ergaben Defizite speziell im Bereich der Anti-Bribery Kontrollen auf Top-Management Ebene. Die Gesellschaft hat personelle Konsequenzen daraus gezogen und neue Kontrollen eingeführt, mit dem Ziel derartige Defizite im internen Kontrollsystem für die Zukunft zu vermeiden.

 

So wurden in 2007 bei der EvoBus ein Compliance- und ein Clearing-Office neu aufgebaut. Hauptaufgabe des Compliance-Offices ist die Freigabe aller Anfragen und Themen des Vertriebs in Abstimmung mit der Daimler Compliance-Organisation. Die Aufgabe des Clearing-Offices besteht neben der Überprüfung der Einhaltung von EvoBus-spezifischen Richtlinien und Prozessen insbesondere in der detaillierten Betrachtung einzelner Bestandteile eines Geschäftes und der Beurteilung hinsichtlich Plausibilität und Richtigkeit. Das Clearing-Office nimmt somit eine Verantwortungs- und Kontrollfunktion für die Geschäftsführung wahr und unterstützt diese u. a. bei der Genehmigung von Großaufträgen.

 

Alle Führungskräfte in den relevanten Unternehmensbereichen wurden für die Einhaltung und Umsetzung der Richtlinien und Kontrollen umfangreich geschult und die Management Attention mit Bezug auf Compliance deutlich erhöht. Sollten Gesetzesverstöße festgestellt werden, geht EvoBus davon aus, dass gegen EvoBus oder gegen bestimmte Mitarbeiter der EvoBus die Verhängung von straf- oder zivilrechtlichen Sanktionen, inklusive Geldstrafen, sowie Änderungen der Geschäftstätigkeiten und der Compliance-Programme gefordert werden können. Die im Februar 2008 von der Staatsanwaltschaft Stuttgart aufgenommenen Ermittlungen richten sich ausschließlich gegen Privatpersonen, welche das Unternehmen aufgrund der internen Untersuchungen bereits verlassen haben.

 

Des weiteren betreibt die EvoBus ein Kontrollsystem zum Financial Reporting, welches nach den Vorschriften von US-GAAP für den Konzern Daimler AG zu errichten ist (Sarbanes-Oxley Act). Das in 2007 durchgeführte Assessment ergab dabei nur geringe Schwächen (minor deficiencies), welche in 2008 weiter verbessert werden.

 

EvoBus unterstützt die verschiedenen Initiativen zur Verbesserung der Corporate Governance im Daimler-Konzern. Viele der daraus entstandenen Grundsätze und Empfehlungen werden bereits seit längerem im Daimler-Konzern praktiziert. Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance von Daimler als einer Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland ergibt sich aus dem deutschen Recht, insbesondere dem Aktien-, Mitbestimmungs- und Kapitalmarktrecht sowie der Satzung der Gesellschaft.

 

b) Risikofelder

 

Wesentliche Risikofelder für die Gesellschaft sind die Entwicklung der Rohstoffpreise, Gewährleistungsrisiken, Rechtsstreitigkeiten, Markt- und Wettbewerbsrisiken durch eine zunehmende Verschiebung der Nachfrage hin zu Business-Class Produkten (Tourismo, Conecto), der Preisdruck der Wettbewerber, die ihre Produktion in Niedriglohnländer verschoben haben, sowie der Wegfall von Subventionen im öffentlichen Nahverkehr.

 

Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden Risiken oder Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennbar.

 

 

 

8. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung (Ausblick 2008) mit ihren  wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)

 

Einige der im Lagebericht enthaltenen Angaben enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf der Grundlage der Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung über künftige, die Gesellschaft betreffende Ereignisse formuliert. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von EvoBus abweichen oder schlechter ausfallen als beschrieben.

 

Wesentliche Zielsetzung der EvoBus für 2008 ist die Absatzsicherung in den Kern-märkten Westeuropas und die Erschließung von Wachstumschancen unter Beibehaltung der Premium-Positionierung. In Westeuropa wird EvoBus auch im Jahr 2008 in einem Umfeld agieren, das von Marktstagnation, dem Trend zu Business-Class Fahrzeugen, erhöhter Wettbewerbsintensität und dem Wegfall kommunaler Förderung geprägt sein wird. In Deutschland wird ein rückläufiger Markt prognostiziert. In diesem Umfeld gilt es unsere Marktposition in den Kernmärkten Westeuropas zu sichern und auszubauen. Neben der Sicherung der Marktposition in Westeuropa liegt der Fokus in Zentral- und Osteuropa auf der Erarbeitung einer Markteintritt-Strategie nach Russland. Entgegen des Markttrends zu Business-Class Fahrzeugen gilt es die Premium-Markenposition der Marken Setra und Mercedes-Benz abzusichern. Weiterhin wird EvoBus die erfolgreiche Marktpositionierung von alternativen Antrieben und Euro VI forcieren und eine profitable Wachstumsstrategie im Aftersales Bereich (Ersatzteil- und Reparaturgeschäft) verfolgen.

 

Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit setzt EvoBus auf die kontinuierliche Er-gebnisverbesserung und Materialkostenreduzierung. Zur Absicherung der Ergebnislinie und zum Gegensteuern potenzieller Risiken ist ein Nachfolgeprogramm von Busplus aufgesetzt worden. Insgesamt sollen 150 Mio. EUR bis zum Jahr 2011 durch Operational Excellence wie Maßnahmen zur Prozessoptimierung, Kostensenkungsinitiativen und Erschließung von Wachstumspotentialen realisiert werden. Das Programm leistet damit einen erheblichen Beitrag, um den Kostendruck aufgrund von Rohmaterialverteuerungen, den Tarifforderungen und den Standortnachteilen gegenüber Wettbewerbern zu begegnen. Personalseitig werden insbesondere am Standort Ulm/Neu-Ulm trotz der restriktiven Personalplanungspolitik der vergangenen Jahre mittelfristig weitere Maßnahmen zur Personalanpassung erforderlich sein. Im Jahr 2008 hat sich die Personalsituation für den direkten Bereich in Neu-Ulm aufgrund der geplanten anteiligen Produktionsverlagerungen entspannt. Die Personalsituation in Mannheim ist im Planungszeitraum beherrschbar, der Personalbedarf in 2008 wird durch den Einsatz von Fremdarbeitskräften abgedeckt.

 

Vorbehaltlich der Auswirkungen der internationalen Immobilien- und Finanzkrise geht die EvoBus davon aus, bei leicht steigenden Umsätzen das Ergebnisniveau von 2007 in 2008 weiter auszubauen und auch in 2009 nochmals zu steigern.

 

Investitionen der EvoBus werden in 2008 durch zukünftige Produktprojekte wie der Entwicklung einer neuen Reisebus- und Stadtbusgeneration, sowie der Entwicklung alternativer Antriebe bestimmt.

 

 

 

9. Nachtragsbericht

 

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingetreten.

 

Darüber hinaus haben sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2008 keine wesentlichen Änderungen in der Situation des Unternehmens und im Branchenumfeld ergeben. Auch sind derzeit keine weiteren größeren Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder Rechtsform der Gesellschaft vorgesehen. Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres ebenfalls nicht eingetreten.

 

 

Stuttgart, den 15. Februar 2008

 

 

 

 

 

 

 

Bilanz zum 31. Dezember 2007

A k t i v a

 

31.12.2007

31.12.2006

 

EUR

EUR

EUR

Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände

4.929.880,00

 

1.914.829,00

Sachanlagen

71.880.034,52

 

69.320.075,40

Finanzanlagen

99.243.502,49

 

99.069.466,26

176.053.417,01

170.304.370,66

Umlaufvermögen
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

56.837.648,08

 

55.188.916,73

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

54.662.438,63

 

43.663.534,23

Fertige Erzeugnisse und Waren

129.500.853,24

 

156.794.517,82

Erhaltene Anzahlungen

0,00

 

-21.869.864,70

 

241.000.939,95

233.777.104,08

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

190.865.327,76

 

122.323.307,92

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

375.652.239,15

 

420.932.556,21

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

6.942.716,99

 

562.580,10

Sonstige Vermögensgegenstände

17.209.928,16

 

14.447.144,51

590.670.212,06

558.265.588,74

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

2.201.278,37

1.081.340,06

Rechnungsabgrenzungsposten

175.496,13

91.975,50

Bilanzsumme, Summe Aktiva

1.010.101.343,52

963.520.379,04

 

P a s s i v a

 

31.12.2007

31.12.2006

 

EUR

EUR

EUR

Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital

77.000.000,00

 

77.000.000,00

Bilanzgewinn

102.622.166,37

 

126.054.837,86

179.622.166,37

203.054.837,86

Sonderposten mit Rücklageanteil

0,00

350.021,25

Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

309.146.400,00

 

281.812.000,00

Steuerrückstellungen

5.345.025,00

 

0,00

Sonstige Rückstellungen

289.354.314,33

 

278.027.080,43

603.845.739,33

559.839.080,43

Verbindlichkeiten 
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

8.164.490,08

 

0,00

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

93.131.021,40

 

81.140.125,13

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

60.582.733,08

 

57.930.610,95

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

0,00

 

273.201,01

Sonstige Verbindlichkeiten

63.155.204,38

 

60.715.669,56

225.033.448,94

200.059.606,65

Rechnungsabgrenzungsposten

1.599.988,88

216.832,85

Bilanzsumme, Summe Passiva

1.010.101.343,52

963.520.379,04

 

 

 

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)

  

 Anschaffungs- oder Herstellungskosten 1.1.2007

Zugänge

Umbuchungen

Abgänge 

 31.12.2007

 

EUR

EUR

EUR

EUR

EUR

Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

10.422.998,22

3.542.546,67

886.459,59

0,00

14.852.004,48

Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Fabrik- und anderen Bauten

9.563.171,44

425.862,05

0,00

0,00

9.989.033,49

Technische Anlagen und Maschinen

135.271.927,14

7.050.217,15

2.199.718,97

3.485.377,25

141.036.486,01

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

223.855.743,71

18.480.793,30

746.852,29

6.539.348,10

236.544.041,20

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

4.128.230,06

3.257.362,22

3.833.030,85-

0,00

3.552.561,43

372.819.072,35

29.214.234,72

886.459,59-

10.024.725,35

391.122.122,13

Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen

99.400.676,64

920.076,06

29.399,28

15.693,45

100.334.458,53

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

40.928,58

0,00

6.518.385,72

759.745,66

5.799.568,64

Beteiligungen

1.253.585,23

0,00

0,00

0,00

1.253.585,23

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

206.582,75

0,00

0,00

0,00

206.582,75

Sonstige Ausleihungen

6.518.385,72

0,00

6.518.385,72-

0,00

0,00

 

107.420.158,92

920.076,06

29.399,28

775.439,11

 107.594.195,15

490.662.229,49

33.676.857,45

29.399,28

10.800.164,46

513.568.321,76

 

 

 Kumulierte Abschreibungen 1.1.2007

Zuschrei-bungen

Abschreibungen des Geschäftsjahres

Umbuchun-gen

Abgänge 

 31.12.2007

EUR

EUR

EUR

EUR

EUR

EUR

Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

8.508.169,22

0,00

1.413.298,67

656,59

0,00

9.922.124,48

Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Fabrik- und anderen Bauten

2.896.718,10

0,00

395.838,30

0,00

0,00

3.292.556,40

Technische Anlagen und Maschinen

116.354.976,14

0,00

6.802.721,19

-233,25

3.470.615,07

119.686.849,01

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

184.247.302,71

0,00

18.240.279,41

-423,34

6.224.476,58

196.262.682,20

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

303.498.996,95

0,00

25.438.838,90

-656,59

9.695.091,65

319.242.087,61

Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen

6.941.156,31

0,00

0,00

0,00

0,00

6.941.156,31

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

40.927,58

0,00

0,00

0,00

0,00

40.927,58

Beteiligungen

1.162.027,02

0,00

0,00

0,00

0,00

1.162.027,02

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

206.581,75

0,00

0,00

0,00

0,00

206.581,75

Sonstige Ausleihungen

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

 

8.350.692,66

0,00

0,00

0,00

0,00

8.350.692,66

 

320.357.858,83

0,00

26.852.137,57

0,00

9.695.091,65

337.514.904,75

 

  

 Buchwerte 31.12.2007

Buchwerte 31.12.2006

EUR

EUR

Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

4.929.880,00

1.914.829,00

Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Fabrik- und anderen Bauten

6.696.477,09

6.666.453,34

Technische Anlagen und Maschinen

21.349.637,00

18.916.951,00

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

40.281.359,00

39.608.441,00

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

3.552.561,43

4.128.230,06

71.880.034,52

69.320.075,40

Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen

93.393.302,22

92.459.520,33

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

5.758.641,06

1,00

Beteiligungen

91.558,21

91.558,21

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

1,00

1,00

Sonstige Ausleihungen

0,00

6.518.385,72

99.243.502,49

99.069.466,26

 

176.053.417,01

170.304.370,66

 

 

 

 

 

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007

 

 

 

2007

 

2006

 

 

EUR

 

EUR

Umsatzerlöse 2.312.047.590,76 2.103.942.552,73
Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -2.132.154.757,86 -1.926.880.904,51
Bruttoergebnis vom Umsatz 179.892.832,90 177.061.648,22
Vertriebskosten -134.122.545,56 -147.149.108,65
Allgemeine Verwaltungskosten -79.622.814,22 -68.950.266,32
Sonstige betriebliche Erträge 91.420.468,38 104.898.089,26
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.350.067,96 -2.796.798,90
Beteiligungsergebnis 12.508.094,27 11.313.313,29
Zinsergebnis 6.566.682,70 6.747.227,91
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 74.292.650,51 81.124.104,81
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  -22.725.322,00 0,00
Aufwendungen aus Gewinnabführung  0,00 -81.124.104,81
Jahresüberschuss 51.567.328,51 0,00
Gewinnvortrag 126.054.837,86 126.054.837,86
Gewinnausschüttung -75.000.000,00 0,00
Bilanzgewinn 102.622.166,37 126.054.837,86

 

 

 

 

 

Anhang für das Geschäfsjahr 2007

 

 

 

 

A.    ALLGEMEINE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUM

        JAHRESABSCHLUSS

 

 

 

Der Tätigkeitsbereich der Gesellschaft umfasst die Entwicklung, die Herstellung, den Vertrieb und die Reparatur von Omnibussen der Marken "Mercedes-Benz" und "Setra" und die damit zusammenhängenden Dienstleistungen.

 

Der Jahresabschluss entspricht den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften.

 

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem - international vorherrschenden - Umsatzkostenverfahren erstellt.

 

Mit der Daimler AG existiert hinsichtlich der Umsatzsteuer ein Organschaftsverhältnis. Bis 31.12.2006 bestand zwischen der EvoBus GmbH und der damaligen DaimlerChrysler AG aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags (BEAV) auch eine körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft. Durch die Kündigung des BEAV am 14.11.2006 seitens der  damaligen DaimlerChrysler AG mit Wirkung zum 31.12.2006 wurde die körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft beendet.

 

Für die Geschäftsjahre 2003-2006 nahm die EvoBus GmbH die Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch und verzichtete somit auf eine Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses. Den Jahresabschluss 2007 wird die EvoBus GmbH nach § 325 Abs. 1 HGB im elektronischen Bundesanzeiger offenlegen.

 

Der Jahresabschluss der EvoBus GmbH wird in den nach IFRS (International Financial Reporting Standards) aufgestellten und geprüften Konzernabschluss der Daimler AG, Stuttgart, einbezogen, welcher beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart hinterlegt wird.

 

Die EvoBus GmbH ist nach § 291 Abs. 1 HGB von der Aufstellung eines handelsrechtlichen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Der befreiende Konzernabschluss der Daimler AG wird unter anderem nach den von der EU übernommenen IAS/IFRS aufgestellt. Gleichwohl stellt die Gesellschaft freiwillig einen nach wirtschaftlichen Kriterien abgegrenzten Gruppenabschluss auf. Die von deutschem Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden werden im Konzernanhang der Daimler AG ausführlich dargestellt.

 

 

Die Sachverhalte, bei denen sich Abweichungen vom deutschen Recht gegenüber IFRS ergeben, werden, soweit Zahlen der EvoBus GmbH in den Konzernabschluss eingehen, nachfolgend kurz erläutert:

 

Bei Sachanlagen kommt für die GmbH anstelle der degressiven die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Darüber hinaus liegen den Abschreibungen des Sachanlagevermögens unterschiedliche Nutzungsdauern zugrunde. Während sich die Nutzungsdauern nach HGB an den steuerlichen AfA-Tabellen orientieren, werden für IFRS-Zwecke die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern herangezogen.

 

Nach IFRS sind Entwicklungskosten als separate Gruppe immaterieller Vermögenswerte zu aktivieren, sofern sie zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren. Mit Beginn der Produktionsphase sind diese dann über die Nutzungsdauer abzuschreiben.

 

Für Fahrzeuge mit Restwertgarantie wird der Umsatz storniert, die Fahrzeuge werden im Anlagevermögen aktiviert und planmäßig abgeschrieben; die entsprechende Finanzierungsverbindlichkeit wird zeitanteilig aufgelöst.

 

Einzelne Verträge über geleaste Immobilien der Gesellschaft werden unter IFRS als Finanzierungsleasing eingestuft; die entsprechenden Immobilien werden im Anlagevermögen erfasst und planmäßig abgeschrieben; die entsprechende Leasingverbindlichkeit wird über die Vertragslaufzeit vermindert.

 

Die Vorräte werden auf Basis der verlustfreien Bewertung abgewertet. Dabei werden nach IFRS keine Vertriebs- und Verwaltungskosten, kalkulatorischen Gewinne oder zukünftigen Garantiekosten angesetzt.

 

Nach IFRS werden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge angesetzt.

 

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method), das neben zukünftigen Preis- und Gehaltssteigerungen den aktuellen Kapitalmarktzinssatz für langfristige Anlagen berücksichtigt.

 

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig schätzbar ist.

 

Bei der Ermittlung der sonstigen Rückstellungen - insbesondere bei Gewährleistungen sowie bei drohenden Verlusten - fließen grundsätzlich alle Kostenbestandteile ein, die auch im Vorratsvermögen aktiviert werden. Rückstellungen im Personal- und Sozialbereich werden - soweit die ihnen zugrunde liegenden Verbindlichkeiten einen Zinsanteil enthalten - zum Barwert angesetzt.

 

Der Daimler Stock Option Plan sieht vor, bezugsberechtigten Mitarbeitern Stock-Options zum Bezug von Daimler Aktien zu gewähren. Die im Rahmen dieses Plans gewährten Optionen können zu einem vorher festgelegten Referenzpreis je Daimler Aktie zuzüglich eines Aufschlags von 20 % ausgeübt werden. Die Optionen sind je zur Hälfte, frühestens zwei bzw. drei Jahre nach Gewährung, ausübbar. Nicht ausgeübte Optionen verfallen zehn Jahre nach Gewährung. Neben dem Stock-Option Plan wurde der Performance Phantom Share Plan ("PPSP"), ein weiteres Vergütungsmodell für leitende Führungskräfte, eingeführt. Die Planteilnehmer erhalten hierbei je Phantom Share die Dividende, die die Aktionäre der DAG im entsprechenden Geschäftsjahr erhalten haben (Dividendenäquivalent). Die Aktienoptionen sind nach IFRS unter den Rücklagen ausgewiesen.

 

Im Gegensatz zum HGB, wonach Rückstellungsauflösungen grundsätzlich in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden, erfolgt der Ausweis nach IFRS innerhalb der jeweiligen Funktionskosten.

 

Im Berichtsjahr wurden folgende Ausweisänderungen vorgenommen:

 

Unter Ausnutzung des Wahlrechtes nach § 268 Abs. 5 HGB werden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR 8.164) in Anlehnung an die Konzernrechnungslegung auf der Passivseite ausgewiesen, statt wie im Vorjahr von den Vorräten abgesetzt (TEUR 21.870).

 

Im Berichtsjahr wurden die Anteile an der MILON Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG (MILON) und an der MORA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG (MORA) von den "Sonstigen Vermögensgegenständen" in die "Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen" umgegliedert, da die Geschäftsführung eine dauerhafte Nutzung im laufenden Geschäftsbetrieb beabsichtigt. Entsprechend wurden Ausleihungen an die MILON von den "Sonstigen Ausleihungen" in "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" umgegliedert.

 

 

 

Bilanzierung und Bewertung nach HGB

 

 

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgen grundsätzlich in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften.

 

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und in längstens 8 Jahren abgeschrieben.

 

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.

 

Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen.

 

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Steuerrechtliche Abschreibungen werden nach Maßgabe der §§ 254, 279 Abs. 2 HGB vorgenommen, sofern die Voraussetzungen vorliegen.

 

Bei den planmäßigen Abschreibungen wird überwiegend von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen: 20 - 50 Jahre für Gebäude, 12 - 20 Jahre für Grundstückseinrichtungen, 3 - 30 Jahre für Technische Anlagen und Maschinen, Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Für im Mehrschichtbetrieb eingesetzte Anlagen gelten entsprechend kürzere Zeiträume.

 

Gebäude werden mit linearen und mit fallenden Abschreibungsbeträgen bewertet. Mobilien mit einer Nutzungsdauer von 3 1/3 Jahren und mehr werden degressiv abgeschrieben. Dabei werden Zugänge ab dem 01.01.2006 mit höchstens 30 % abgeschrieben.

 

Von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald die gleichmäßige Verteilung des Restbuchwertes auf die verbleibende Nutzungsdauer zu höheren Abschreibungsbeträgen führt.

 

Geringwertige Vermögensgegenstände werden sofort abgeschrieben.

 

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. Tageswert, niedrig- bzw. unverzinsliche Ausleihungen mit ihrem Barwert angesetzt.

 

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tagespreisen bewertet, die Erzeugnisse zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen.

 

Soweit Bestandsrisiken vorliegen, z. B. wegen geminderter Verwendbarkeit nach längerer Lagerdauer oder nach Konstruktionsänderungen, sind angemessene Abschläge vorgenommen worden. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Hierzu werden von den voraussichtlichen Verkaufserlösen alle bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten abgezogen.

 

 

Schüttgut wird zum Festwert bewertet. Die letzte Festwertinventur erfolgte im Geschäftsjahr 2005.

 

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei Restlaufzeiten von über einem Jahr wird - sofern niedrig bzw. unverzinslich - auf den Bilanzstichtag abgezinst. Für das allgemeine Kreditrisiko wird dem Vorjahr entsprechend eine Pauschalwertberichtigung von 1 % von den Forderungen abgesetzt.

 

Währungsforderungen werden mit dem Mittelkurs des Einbuchungstages, höchstens aber mit  dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

 

Die Bilanzierung des Sonderpostens mit Rücklageanteil erfolgt in Übereinstimmung mit den §§ 273, 247 Abs. 3 HGB i.V.m. § 6b EStG.

 

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Teilwertverfahren mit einem Rechnungszinsfuß von 6 % auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Den Berechnungen liegen die Heubeck-Richttafeln 2005 G zugrunde.

 

Rückstellungen für Jubiläen, Verdienstsicherung und Altersteilzeit werden auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt.

 

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sowie übrige Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt.

 

Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Währungs­ver­bindlichkeiten sind mit dem Mittelkurs des Einbuchungstages bzw. dem höheren Kurs am Bilanzstichtag passiviert.

 

 

 

B.    ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

 

Anlagevermögen

 

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen sind in einem Anlagespiegel als Anlage zur Bilanz dargestellt.

 

Im Geschäftsjahr 2007 erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen (TEUR 350) infolge der Übertragung der Rücklage nach § 6b EStG.

 

 

Finanzanlagen

 

Eine Aufstellung des Anteilbesitzes ist diesem Anhang als Anlage hinzugefügt.

 

Im Jahr 2007 hat die EvoBus GmbH Anteile der EvoBus Austria in Höhe von EUR 9.443 und Anteile der EvoBus Portugal in Höhe von EUR 6.250 verkauft.

 

Bei der EvoBus Romania SRL wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 920.076 vorgenommen.

 

Seit dem 10.11.2005 besteht zwischen der Mercedes-Benz Minibus GmbH und der EvoBus GmbH ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

 

Die Finanzanlagen werden wie im Vorjahr nicht als Finanzinstrumente i. S. d. § 285 Satz 1 Nr. 19 HGB klassifiziert.

 

Die EvoBus GmbH ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der Grundstücksverwaltungsgesellschaft EvoBus GmbH & Co. OHG, Schönefeld.

 

 

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Vorjahr

 

TEUR

TEUR

Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen Leistungen

190.865

122.323

 davon Restlaufzeit über 1 Jahr

3.468

1.727

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

375.652

420.933

 davon aus Lieferungen und Leistungen

313.507

272.658

 davon Finanzforderungen

62.145

148.275

 davon Restlaufzeit über 1 Jahr

0

0

 davon gegen Gesellschafter

62.145

148.275

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 

6.943

563

 davon aus Lieferungen und Leistungen

6.943

563

 davon Restlaufzeit über 1 Jahr

0

0

Sonstige Vermögensgegenstände

17.210

14.447

 davon Restlaufzeit über 1 Jahr

2.293

2.736

 davon gegen Gesellschafter

0

118

 

 

Eigenkapital

 

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital der EvoBus GmbH beträgt TEUR 77.000.

 

Durch Gesellschafterbeschluss vom 19.12.2007 werden TEUR 75.000 zu Lasten des Gewinnvortrags an den Gesellschafter Daimler AG ausgeschüttet.

 

Der Gewinnvortrag hat sich demnach wie folgt entwickelt:

 

Vorjahr

 

TEUR

TEUR

Gewinnvortrag

126.055

126.055

Jahresüberschuss

51.567

0

Gewinnausschüttungen

-75.000

0

Bilanzgewinn

102.622

126.055

  

 

 

Sonderposten mit Rücklageanteil

 

Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde im Geschäftsjahr 2007 auf Immobilien-Reinvestitionen vollständig übertragen. Im Vorjahr betraf der Sonderposten mit Rücklageanteil eine Rücklage nach § 6b EStG (TEUR 350).

 

 

Rückstellungen

 

Die Versorgungsverpflichtungen sind wie im Vorjahr durch die Pensionsrückstellungen finanziert.

 

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungsrisiken (TEUR 142.206; Vorjahr TEUR 145.259), sonstige Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (TEUR 96.213; Vorjahr TEUR 87.893), aus der Auftragsabwicklung noch zu erbringende Lieferungen und Leistungen (TEUR 11.658; Vorjahr TEUR 12.655), Haftungs- und Prozessrisiken (TEUR 11.359; Vorjahr TEUR 3.602), Verkaufs­aufwendungen (TEUR 7.970; Vorjahr TEUR 8.754), Verpflichtungen aus Service- und Wartungsverträgen (TEUR 7.099; Vorjahr TEUR 3.552), Aufbewahrungspflichten (TEUR 5.400; Vorjahr TEUR 3.700) sowie Rücknahmeverpflichtungen (TEUR 1.636; Vorjahr TEUR 2.069).

 

 

Verbindlichkeiten

 

 

Vorjahr

 

     TEUR

     TEUR

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

8.164

0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

93.131

81.140

 davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr

93.131

81.140

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

60.583

57.931

 davon aus Lieferungen und Leistungen

60.583

57.931

 davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr

60.583

57.931

 davon gegenüber Gesellschaftern

16.533

25.429

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

0

273

 davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 

0

273

Sonstige Verbindlichkeiten 

63.155

60.716

 davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 

51.976

54.343

 davon aus Steuern

10.307

9.725

 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

20.588

15.852

 davon gegenüber Gesellschaftern

4.722

4.530

   

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber der Daimler AG, die aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mitzugehörig sind.

 

Sicherheiten wurden wie im Vorjahr nicht geleistet.

 

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden nicht.

 

 

C.    ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

 

 

Umsatzerlöse

 

 

Vorjahr

 

Mio. EUR

Mio. EUR

Aufgliederung nach Sparten
 Omnibusse

2.300

2.084

 Sonstige Umsätze

12

20

 

2.312

2.104

Aufgliederung nach Regionen
 Deutschland

828

784

 Europa (ohne Deutschland)

1.317

1.204

 Übrige Länder

167

116

 

2.312

2.104

 

 

Funktionskosten

 

Forschungs- und Entwicklungskosten sind in den Umsatzkosten mit TEUR 109.105 (Vorjahr TEUR 109.704) berücksichtigt.

 

Sonstige Steuern sind mit TEUR 1.897 (Vorjahr TEUR 1.201) unter den Funktionskosten erfasst.

 

 

Sonstige betriebliche Erträge

 

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Lieferantenregress, Provisionsgutschriften aus dem Handel mit Mercedes-Benz-Ersatzteilen, Lizenzeinnahmen sowie Miet- und Pachterträge enthalten. Weiterhin sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 10.687 (Vorjahr TEUR 22.900) enthalten, im Wesentlichen  aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 4.079), der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (TEUR 3.000) und der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 1.686) sowie Erträge aus der Auflösung des Sonderposten mit Rücklageanteil (TEUR 350).

 

 

Sonstige betriebliche Aufwendungen

 

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen aus dem Verlust aus Anlagenabgängen (TEUR 71; Vorjahr TEUR 162).

 

 

Vorjahr

 

     TEUR

     TEUR

Beteiligungsergebnis
Erträge aus Beteiligungen

12.508

11.753

davon aus verbundenen Unternehmen

12.508

11.753

Aufwendungen aus der Verlustübernahme

0

-440

12.508

11.313

 

 

Vorjahr

 

     TEUR

     TEUR

Zinsergebnis
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

247

285

davon aus verbundenen Unternehmen

247

277

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

7.685

8.257

davon aus verbundenen Unternehmen

6.408

6.853

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-1.365

-1.795

davon an verbundene Unternehmen

-376

-418

Saldo Zinsergebnis

6.567

6.747

 

  

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

 

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen im Berichtsjahr TEUR 22.725.

 

 

D.    Sonstige Angaben

 

 

Personalaufwand

Vorjahr

 

     TEUR

     TEUR

Löhne und Gehälter

399.457

399.218

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

114.522

111.131

 davon Aufwendungen für Altersversorgung

44.510

32.718

513.979

510.349

 

 

 

Beschäftigte

 

Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten betrug:

  Vorjahr

Gewerbliche Arbeitnehmer

4.947

5.075

Angestellte

2.387

2.409

Auszubildende/Praktikanten

558

547

7.892

8.031

  

 

Materialaufwand

 

 

Vorjahr

 

     TEUR

     TEUR

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren

1.452.764

1.290.752

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

114.616

103.579

1.567.380

1.394.331

 

 

Haftungsverhältnisse 

 

 

Vorjahr

 

   TEUR

    TEUR

Bürgschaften

8.506

11.881

 davon gegenüber verbundenen Unternehmen

5.439

8.069

Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen

18.128

21.734

Sonstige Haftungsverhältnisse

150

100

    

 

Sonstige finanzielle Verpflichtungen 

 

 

Vorjahr

 

     TEUR

     TEUR

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

305.361

321.696

 davon gegenüber verbundenen Unternehmen

104.449

109.104

 

Es handelt sich hierbei überwiegend um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten, dem Bestellobligo aus Investitionen, Erbbauverträgen und aus Rücknahmeverpflichtungen.

 

 

 

Organe

 

In der GmbH betrugen die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung TEUR 4.096.

 

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für Ihre Tätigkeit eine Vergütung von TEUR 70.

 

Die Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich auf TEUR 2.239.

 

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung wurden insgesamt TEUR 10.994 zurückgestellt.

 

Der Geschäftsführung wurden im Jahr 2007 insgesamt 12.469 virtuelle Aktien im Rahmen der aktienorientierten Vergütung, dem so genannten "Performance Phantom Share Plan" gewährt.

 

Bei der Zuteilung der virtuellen Aktien wurde der Durchschnittskurs der DaimlerChrysler Aktie zwischen dem 1. Januar 2007 und dem Tag vor der ersten Sitzung des Präsidialausschusses, in der die Zuteilung festgelegt wurde, herangezogen. Der diesbezügliche Wert im Jahr 2007 betrug EUR 49,26 je virtuelle Aktie. Vor der Auszahlung im Jahr 2010 kann sich die Anzahl der virtuellen Aktien bei durchgängiger Tätigkeit in Abhängigkeit von internen und externen Erfolgszielen noch ändern. Da die Auszahlung weiterhin von der Höhe des Aktienkurses zum Auszahlungszeitpunkt abhängt, erfolgt der Ausweis dieser Bezüge in der Angabe zur Gesamtvergütung erst bei der Auszahlung im Jahr 2010.

 

 

 

Aufsichtsrat

 

Andreas Renschler, Vorstandsmitglied der Daimler AG; Vorsitzender des Aufsichtsrates der EvoBus GmbH.

Erwin Behringer, Vorsitzender des Betriebsrates des Standorts Ulm/Neu-Ulm der EvoBus GmbH; stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der EvoBus GmbH.

Joachim Horner, Vorsitzender des Betriebsrates des Standorts Mannheim derDaimler AG, Vorsitzender des Betriebsrates der EvoBus GmbH.

Dr. Herbert Hörner, Leiter Produktionsverbund Engineering der EvoBus GmbH und Vertreter der leitenden Angestellten der EvoBus GmbH (ab 15.08.2007). 

Dr. Dieter Hundt, geschäftsführender Gesellschafter Allgaier Werke GmbH.

Dr. Wilfried Kaiser, Consultant. 

Herbert Kauffmann, Senior Vice President und Leiter des Bereichs "Corporate Controlling, Accounting & Taxes" der Daimler AG. 

Dr. Albert Kirchmann, Vice President "Finance & Controlling, Business & Product Planning Daimler Trucks der Daimler AG. 

Reinhold Riebl, Gewerkschaftssekretär IG Metall, Verwaltungsstelle Ulm (ab 01.01.2007). 

Horst Saam, stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrates des Standorts Mannheim der Daimler AG, stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrates des Standorts Mannheim der EvoBus GmbH. 

Dr. Reinhard Schreiber, Leiter Konstruktion Kombi-/Reisebusse Neu-Ulm und Vertreter der leitenden Angestellten der EvoBus GmbH (bis 30.06.2007).

Hubertus Troska, Senior Vice President  und Leiter des Geschäftsbereichs "LKW Europa /Lateinamerika (Mercedes-Benz)" der Daimler AG.

Peter Toussaint, erster Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Mannheim.

Michael Braun, Gewerkschaftssekretär der IG Metall, Verwaltungsstelle Ulm (bis 31.12.2006).

 

 

Geschäftsführer

 

Harald Landmann, Vorsitzender der Geschäftsführung (ab 09.02.2007),Produktion (bis 31.03.2007) und kommissarischer Vorsitzender (bis 08.02.2007)

Richard Averbeck, Entwicklung

Jan Madeja, Finanzen und Controlling (bis 28.02.2007)

Wolfgang Hänle, Produktion (ab 01.04.2007)

Thomas Stoeckel, Finanzen und Controlling (ab 01.03.2007)

Holger Suffel, Vertrieb

Michael Göpfarth, Vertrieb Mercedes-Benz Omnibusse (ab 01.08.2007)

Werner Staib, Vertrieb Setra Omnibusse.

 

 

Ergebnisverwendungsvorschlag

 

Der Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 102.622 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

 

 

 

Stuttgart, den 15. Februar 2008

 

 

 

Anteile an Verbundunternehmen sowie Beteiligungen 2007

 

 

Eigenkapital 1)

Beteiligungsanteil

Anschaffungskosten

Buchwert

 

TEUR

%

TEUR

TEUR

Verbundene Unternehmen
Grundstücksverwaltungsgesellschaft EvoBus GmbH & Co. OHG, Schönefeld/Deutschland

99.618

100,00

59.949

59.949

EvoBus Hellas A.E.B.E., Athen / Griechenland 3)

3.753

100,00

5.215

5.215

MB Minibus GmbH, Dortmund / Deutschland

5.473

100,00

6.971

6.971

EvoBus Polska Sp. z.o.o., Warschau / Polen

3.042

100,00

3.325

3.325

EvoBus Russland OOO, Moskau / Russland

791

100,00

1.404

1.404

MORA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 5)

-22.985

100,00

5

5

EvoBus Belgium N.V., Kobbegem / Belgien 4)

6.727

99,98

12.641

5.700

EvoBus Romania SRL, Bukarest / Rumänien 3), 6)

256

99,94

976

976

EvoBus Bohemia s.r.o., Prag / Tschechien

9.411

97,88

9.824

9.824

MILON Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 5)

-4.456

95,00

24

24

 

 

 

100.334

93.393

 

Jahresergebnis 1)

Umsatz 2)

Beschäftigte am Jahresende

 

TEUR

TEUR

Anzahl

Verbundene Unternehmen
Grundstücksverwaltungsgesellschaft EvoBus GmbH & Co. OHG, Schönefeld/Deutschland

12.508

17.529

0

EvoBus Hellas A.E.B.E., Athen / Griechenland 3)

967

57.655

74

MB Minibus GmbH, Dortmund / Deutschland

119

45.149

181

EvoBus Polska Sp. z.o.o., Warschau / Polen

-400

28.876

52

EvoBus Russland OOO, Moskau / Russland

-414

131.882

36

MORA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 5)

2.968

6.114

0

EvoBus Belgium N.V., Kobbegem / Belgien 4)

1.754

49.402

64

EvoBus Romania SRL, Bukarest / Rumänien 3), 6)

-373

39.335

64

EvoBus Bohemia s.r.o., Prag / Tschechien

2.186

66.715

407

MILON Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 5)

504

1.079

0

 

Eigenkapital 1)

Beteiligungsanteil

Anschaffungskosten

Buchwert

 

TEUR

%

TEUR

TEUR

Beteiligungsunternehmen
EvoBus Hungaria Handels GmbH, Budapest / Ungarn 5)

2.677

33,33

92

92

Tomassini Style S.R.L., Passignano sul Trasimeno / Italien 5)

573

33,00

1.162

EUR 1,00

1.254

92

 

 

 

101.588

93.485

 

Jahresergebnis 1)

Umsatz 2)

Beschäftigte am Jahresende

 

TEUR

TEUR

Anzahl

Beteiligungsunternehmen
EvoBus Hungaria Handels GmbH, Budapest / Ungarn 5)

406

17.860

5

Tomassini Style S.R.L., Passignano sul Trasimeno / Italien 5)

24

5.488

44

 

1) Eigenkapital und Jahresergebnis gemäß Einzelabschluss für Konsolidierungszwecke, umgerechnet zum Stichtagskurs.

2) Umsatz gemäß Einzelabschluss für Konsolidierungszwecke, umgerechnet zum Durchschnittskurs.

3) Laut vorläufigem Jahresabschluss 2007.

4) Die restlichen Anteile werden von der DAG Regionalholding gehalten.

5) Vorjahreszahlen, da zum Prüfungszeitpunkt noch kein aktueller Jahresabschluss der Gesellschaften vorlag.

6) Die restlichen Anteile werden von der EvoBus Austria gehalten.

 

 

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

 

 

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EvoBus GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EvoBus GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 15. Februar 2008

 

 

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

 

 

Hölzl                                  Steckhan

Wirtschaftsprüfer                 Wirtschaftsprüfer

 

 

 

Bericht des Aufsichtsrats der EvoBus GmbH zum Jahresabschluss 2007

 

 

Der Aufsichtsrat hat die ihm durch Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben im Geschäftsjahr 2007 wahrgenommen und sich parallel durch die Geschäftsführung quartalsmäßig schriftlich Bericht erstatten lassen. In den drei ordentlichen Sitzungen im Berichtsjahr sowie durch weitere schriftliche und mündliche Berichte haben wir uns eingehend über die Geschäftslage, die Personalsituation sowie über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik unterrichtet und darüber mit der Geschäftsführung beraten. Ergänzend hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung zu wichtigen Themenkomplexen ausgetauscht.

Bei den Erörterungen der Geschäftsleitung im Jahr 2007 standen insbesondere die externen Einflüsse aus einem - auf hohem Niveau -  stagnierenden Markt, mit allerdings starken Strukturverschiebungen hin zu preiswerteren Fahrzeugen speziell im Reise- und Überlandbereich im Fokus. Ferner wurden über die daraus resultierenden Wachstumschancen im Bereich so genannter Business-Class Fahrzeuge und der in der Saisonalität stark verschobene Auftragseingang in das zweite Halbjahr diskutiert. Darüber hinaus wurden die weiterhin steigenden Belastungen aus Rohstoffpreisen, die am Markt nicht vollständig umgesetzt werden konnten, sowie die interne Zielerreichung des Effizienzprogramms BusPlus und die damit verbundene Kostenoptimierungen erläutert. Über den Status Compliance wurde ebenfalls detailliert informiert.

 

Der Aufsichtsrat befasste sich in seiner Sitzung am 20. März 2007, neben dem Jahresabschluss des Vorjahres, mit der aktuellen Geschäftssituation per Februar 2007 und der 1. Isterwartung des Geschäftsjahres 2007. Wir haben uns von der Geschäftsführung darstellen lassen, wie den negativen externen Einflüssen durch nachhaltige Effizienzsteigerungen entgegengewirkt werden konnte und so eine Ergebnisentwicklung der EvoBus Gruppe über dem Vorjahresniveau auf Niveau der Operativen Planung erreicht werden konnte.

 

In seiner Sitzung am 27. Juli 2007 befasste sich der Aufsichtsrat mit der aktuellen Geschäftssituation. Insbesondere Berichte über den aktuellen Status Compliance und der Vertriebsoffensive (EOS) standen dabei im Vordergrund.

 

In unserer Aufsichtsratsitzung am 28. November 2007 wurden wir über den aktuellen Stand der Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung der EvoBus Gruppe informiert. Darüber hinaus ließen wir uns über die mittelfristige Unternehmensplanung 2008 - 2010 einschließlich der Investitionsvorhaben informieren. Der Aufsichtsrat kam dabei zu der Überzeugung, dass die Mittelfristplanung vor dem Hintergrund der vorgestellten Investitions- und Forschungsvorhaben anspruchsvoll und realistisch ist und hat die Planung zustimmend zur Kenntnis genommen. Des Weiteren wurden wir von der Geschäftsführung über die aktuellen Entwicklungsprojekte wie Euro VI, NCL und B2E, sowie über die aktuellen Stände Compliance und EOS informiert. Dabei haben wir zur Kenntnis genommen, dass die EvoBus nachhaltige Maßnahmen zur Sicherstellung compliance-gerechten Verhaltens eingeleitet und umgesetzt hat.

  

Die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung als Abschlussprüfer geprüft, mit den Büchern und den gesetzlichen Vorschriften als übereinstimmend befunden und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

 

Der Jahresabschluss 2007, der Lagebericht und die Berichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Am 31. März 2008 hat der Aufsichtsrat in einer gemeinsamen Sitzung mit der Geschäftsführung sowie unter Anwesenheit eines Vertreters des Abschlussprüfers den Jahresabschluss sowie das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen und im Rahmen seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen gegen den Jahresabschluss nicht zu erheben sind.

 

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss 2007 der EvoBus GmbH wurde vom Aufsichtsrat gebilligt. Dem Vorschlag der Geschäftsführung an die Gesellschafter­versammlung, den sich am 31.12.2007 ergebenden Bilanzgewinn von 102.622.166,37 EUR auf neue Rechnung vorzutragen, wurde zugestimmt.

 

Herr Reinhold Riebl hat in der Nachfolge von Herrn Michael Braun zum 01.01.2007 sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats der EvoBus GmbH aufgenommen. Herr Dr. Reinhard Schreiber hat auf eigenen Wunsch zum 30. 06. 2007 sein Mandat als Vertreter der leitenden Angestellten im Aufsichtsrat der EvoBus GmbH niedergelegt. Herr Dr. Herbert Hörner wurde als Ersatzmitglied der Vertreter der leitenden Angestellten per gerichtlichem Beschluss im August 2007 als Aufsichtsrat bestellt.

 

Herr Harald Landmann wurde am 09.02.2007 zum Vorsitzenden der Geschäftsführung bestellt und hat bis 31.03.2007 die Geschäftsführung für das Ressort "Produktion" in Personalunion geführt. In der Nachfolge für Jan Madeja, der in seiner Funktion als Geschäftsführer für Finanzen und Controlling sein Amt zum 28.02.2007 niedergelegt hat, wurde Herr Thomas Stoeckel als Geschäftsführer für Finanzen und Controlling zum 01.03.2007 bestellt. In der Nachfolge von Herrn Landmann wurde zum 01.04.2007 Herr Wolfgang Hänle, mit Niederschrift über die durch Abstimmung erfolgte Beschlussfassung des Aufsichtsrats, als Geschäftsführer Produktion bestellt. Darüber hinaus wurde Herr Michael Göpfarth zum 01.08.2007 als Geschäftsführer für das Ressort "Markensprecher Mercedes-Benz Omnibusse" bestellt.

 

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihren engagierten und erfolgreichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Stuttgart, im März 2008

Der Aufsichtsrat der EvoBus GmbH

 

 

 

 

 

Andreas Renschler

Vorsitzender

 

 

 

 

Feststellung Jahresabschluss

 

 

Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 02.04.2008 festgestellt worden.

 

 

 

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