BarmeniaGothaer Asset Management AG

Gothaer Allee 1, 50969 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 55099
Vorher
Gothaer Asset Management AktiengesellschaftGothaer Asset Management AG
Eingetragen
13.7.1999
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
1. Gegenstand des Unternehmens ist: a. Die Erbringung von Finanzdienstleistungen in Form der Finanzportfolioverwaltung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG und zwar ohne die Befugnis, sich hierbei Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. b. Die Anlageberatung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG. c. Die Erbringung von Finanzdienstleistungen in Form der Anlageund Abschlussvermittlung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 3 und Nr. 5 WpIG. d. Der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen im fremden Namen auf fremde Rechnung. e. Der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Liegenschaften und die Beteiligung an Immobiliengeschäften im Inund Ausland sowie die Verwaltung von gruppenzugehörigen Gesellschaften im Inund Ausland im fremden Namen und auf fremde Rechnung, jedoch nur für Unternehmen der BarmeniaGothaer Gruppe und nur insoweit als ein Rückversicherungsunternehmen gem. § 15 Abs. 2 VAG zur Vornahme entsprechender Geschäfte berechtigt wäre. f. Die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Baufinanzierungsgeschäft Dritter. g. Die Erbringung von sonstigen Dienst-, Vermittlungs- und Serviceleistungen im Zusammenhang mit der Verwaltung von Kapitalanlagen. 2. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen und alle Maßnahmen zu ergreifen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Hierzu gehören auch die Errichtung von Zweigniederlassungen sowie der Erwerb oder die Errichtung von anderen Unternehmen sowie die Beteiligung an solchen im In- und Ausland. Die Gesellschaft erbringt keine erlaubnispflichtige Rechts- oder Steuerberatungsdienstleistungen und betreibt keine Bankgeschäfte. 3. Die Gesellschaft unterliegt als Wertpapierinstitut der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerrit Heine
seit 29.8.2025
Vorstandsmitglied
Gregor Oboth
seit 20.5.2025
Prokura
Fabian Deubel
seit 27.12.2024
Prokura
Natalia Geng
seit 27.12.2024
Prokura
Björn Wendt
seit 27.12.2024
Prokura
Anton Dr. Buchhart
seit 12.11.2024
Vorstandsmitglied
Prokura
Janine Spieker
seit 11.10.2022
Prokura
Sonja Schemmann
seit 25.4.2018
Prokura
Carmen Daub
seit 24.2.2017
Prokura
Maik Schulze
seit 24.2.2017
Prokura
Ralf Kratzenberg
seit 3.5.2016
Prokura
Prokura
Prokura
Andreas Hogh
seit 12.6.2012
Prokura
Christoph Püllen
seit 12.5.2010
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gothaer Asset Management AG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bericht über das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Sitz der Gesellschaft

Arnoldiplatz 1

50969 Köln

Amtsgericht Köln, HRB 55099

Hinweis: Zur besseren Lesbarkeit dieses Berichts wird fallweise auf eine Differenzierung nach Geschlechtern verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für jegliches Geschlecht.

Aufsichtsrat

Harald Epple Finanzvorstand - Mitglied der Vorstände der
Vorsitzender Gothaer Versicherungsbank VVaG
Gothaer Finanzholding AG
Gothaer Krankenversicherung AG
Gothaer Allgemeine Versicherung AG
Gothaer Lebensversicherung AG
Oliver Schoeller Vorsitzender der Vorstände der
stellv. Vorsitzender Gothaer Versicherungsbank VVaG
Gothaer Finanzholding AG
und Mitglied der Vorstände der
Gothaer Krankenversicherung AG
Gothaer Allgemeine Versicherung AG
Gothaer Lebensversicherung AG
Michael Kurtenbach Personalvorstand - Vorsitzender des Vorstands der
Gothaer Lebensversicherung AG
und Mitglied der Vorstände der
Gothaer Versicherungsbank VVaG
Gothaer Finanzholding AG (Arbeitsdirektor)
Gothaer Krankenversicherung AG
Gothaer Allgemeine Versicherung AG
(Arbeitsdirektor)

Vorstand

Christof Kessler Vorstand Front Office
Sprecher
Alina vom Bruck Vorständin Middle/Back Office

Die Aufführung der Mitglieder der Geschäftsführung stellt gleichzeitig die Anhangangabe gemäß § 285 Nr.10 HGB dar.

Lagebericht

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung 2023

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Berichtszeitraum stand die globale Wirtschaftsentwicklung im Zeichen der fortdauernden geldpolitischen Straffung in den USA und Europa, rückläufiger Teuerungsraten beiderseits des Atlantiks sowie relativ schwacher Konjunkturimpulse aus China. In den USA halbierte sich die Inflation im Jahresverlauf 2023 und lag im Dezember bei 3,4 %. Gleichzeitig erwies sich die Konjunktur als unerwartet robust; das reale BIP-Wachstum beschleunigte 2023 auf 2,5 % (Vorjahr: 1,9 %). Um eine "harte Landung" zu vermeiden, erhöhte die US-Notenbank (Fed) ihren Leitzins in drei Schritten um nur noch einen Prozentpunkt und beendete ihren Zinserhöhungszyklus bereits im Mai. Im Euroraum erhöhte die Europäische Zentralbank (EZB) 2023 ihre Leitzinsen dagegen bis September sechsmal, um insgesamt zwei Prozentpunkte auf 4,0 % (Einlagenzins). Wie in den USA wurde der Verzicht auf weitere Straffungen im Schlussquartal durch den deutlich abnehmenden Teuerungsdruck gerechtfertigt, zusätzlich aber motiviert durch die gestiegene Rezessionsgefahr, welche ablesbar war an der drastischen Wachstumsverlangsamung um fast drei Prozentpunkte gegenüber 2022 auf nur noch +0,5 %. Entsprechend der relativ stärkeren geldpolitischen Straffung im Euroraum schwächte sich der US Dollar im Jahresverlauf um 3,0 % gegenüber dem Euro ab.

Im globalen Kontext war die Bremswirkung der Geldpolitik ebenfalls unübersehbar: Das Wachstum der Weltwirtschaft verlangsamte sich 2023 auf 3,1 % (Vorjahr: 3,5 %). Das höchste BIP-Wachstum verzeichnete dabei Asien ex Japan (+5,2 %), gefolgt von Nordamerika (+2,5 %), Lateinamerika (+1,8 %) und Westeuropa (+0,5 %). In Deutschland, dessen exportorientierte Unternehmen unter hohen Lohnsteigerungen und Energiekosten, abnehmender preislicher und technologischer Wettbewerbsfähigkeit, Fachkräftemangel sowie der schwachen Nachfrage aus Asien litten, schrumpfte die Wirtschaftsleistung sogar um 0,3 % und verfehlte damit die Prognose des Sachverständigenrates (-0,2 %) knapp.

Zu den bestehenden geopolitischen Krisen - Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, Chinas Aggression gegenüber Taiwan - gesellte sich im Herbst der Gaza-Krieg als Reaktion Israels auf den Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober. Bereits in den Vorjahren hatte die COVID-Pandemie mit dem globalen Lockdown 2020, die darauffolgende Inflationsbeschleunigung 2021/2022 und zuletzt die vom Ukrainekrieg ausgelöste Flüchtlingswelle und Energiekrise die Belastbarkeit vor allem der europäischen Bürgerinnen und Bürger auf die Probe gestellt. 2023 machten sich Krisenmüdigkeit und Politikverdrossenheit breit und verstärkte sich der Zulauf zu populistischen Parteien. Gleichzeitig engten sich fiskalpolitische Gestaltungsspielräume ein, was die Abfederung wirtschaftlicher Härten, die Finanzierung der Energiewende und die militärische Unterstützung der Ukraine erschwerte. Die hohen staatlichen Schuldenberge verstärkten Zweifel an der längerfristigen Schuldentragfähigkeit. Die USA mussten eine Herabstufung ihrer Bonität von AAA auf AA+ hinnehmen.

Entwicklung der Kapitalmärkte 2023

Die Kapital-, Zins- und Creditmärkte wurden im Berichtszeitraum über weite Strecken durch die transatlantische Geldpolitik belastet. Fed und EZB betonten gleichermaßen die Aufwärtsrisiken bei der Inflation und ihre Absicht, deshalb die Leitzinsen für längere Zeit auf hohem Niveau zu halten ("Higher for Longer"). Erst im vierten Quartal wendete sich das Blatt, als die Fed erstmals zinspolitische Lockerungen für 2024 in Aussicht stellte. Im November und Dezember glichen die Märkte ihre in den vorherigen zehn Monaten aufgelaufenen Verluste aus und bescherten den Investoren eine deutlich positive Jahresperformance.

Bei deutschen Staatsanleihen folgte die Renditeentwicklung ab Januar einem volatilen Aufwärtstrend. Am 3. Oktober erreichte die zehnjährige Rendite ihr Jahreshoch bei 3,0 %, fiel von dort aus bis Jahresende steil ab und markierte am 27. Dezember ihr Jahrestief bei 1,9 %. Entsprechend erzielten Bundesanleihen über das Jahr hinweg einen positiven Gesamtertrag von +5,6 %. Bei US-Staatsanleihen verlief die Entwicklung weitgehend synchron zu Bundesanleihen. Ausgehend von 3,9 % zu Jahresbeginn, fiel die zehnjährige US Treasuryrendite Anfang April auf ihr Jahrestief bei 3,3 %. Mitte Oktober erreichte sie dann ihr Jahreshoch bei 5,0 % und kehrte zum Jahresende punktgenau auf ihr Anfangsniveau zurück. Mit +7,2 % fiel der Gesamtertrag am US Markt etwas höher aus als am deutschen Rentenmarkt. Die Renditedifferenz zehnjähriger US- und Bundesanleihen weitete sich im Jahresverlauf von 143 Basispunkten auf 185 Basispunkte aus.

Auch für Aktieninvestoren erwies sich 2023 in Anbetracht des schwierigen Zinsumfelds als ein erstaunlich gutes Jahr. Während der S&P500 Total Return Index in USD eine Jahresperformance von 26,3 % verzeichnete, verbuchten europäische Dividendentitel (EuroStoxx50 Total Return Index) ein Plus von 22,2 % und deutsche Aktien (Dax Performance Index) einen Wertzuwachs um 20,3 %. Selbst Emerging Markets-Aktien erzielten angesichts der relativ starken Wirtschaftsdynamik in Lateinamerika und Asien eine fast zweistellige Wertsteigerung von 9,8 % (MSCI Emerging Markets Net Total Return Index in USD).

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

In 2024 ist weltweit zunächst eine Fortdauer der Konjunkturschwäche vorgezeichnet. Zwar wird die Gefahr einer Rezession in Europa und Nordamerika zurzeit als gering eingeschätzt, gebannt wird sie aber erst zur Jahresmitte - sofern die Geldpolitik dann die Wende zu niedrigeren Zinsen vollzieht. In den Schwellenländern könnten Leitzinssenkungen bereits im Frühjahr einsetzen und der Weltkonjunktur erste positive Impulse geben. Dennoch wird erwartet, dass sich das globale Wirtschaftswachstum 2024 um 0,4 Prozentpunkte gegenüber 2023 auf +2,7 % verlangsamt. Für Deutschland prognostiziert der Sachverständigenrat in seinem am 8. November 2023 veröffentlichten Jahresgutachten 2023/2024 ein moderates BIP-Wachstum von 0,7 % und einen starken Rückgang der jahresdurchschnittlichen Teuerung auf 2,6 %. Die Konsenserwartungen liegen mittlerweile nur noch bei +0,2 % (BIP) bzw. 2,5 % (Inflation).

Selbst wenn in 2024 keine neuen Krisenherde entstehen sollten, besteht kaum Anlass zu erwarten, dass die derzeitig bestehenden geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken 2024 entschärft werden. So droht angesichts der abnehmenden Unterstützung durch den Westen im Frühjahr eine Eskalation des Ukrainekrieges. Unvermindert hoch ist die Gefahr, dass Israels Kampf gegen die Hamas in einen größeren Nahost-Krieg eskaliert - mit negativen Wirkungen auf die globalen Lieferketten, die Energieversorgung bzw. die Inflation in Europa. Da China nicht von seinem Langfrist-Ziel eines Anschlusses von Taiwan abrückt, drohen weitere militärische Konfrontationen. Schließlich wirft die US Präsidentschaftswahl im November ihren langen Schatten voraus. Sollte Donald Trump eine zweite Amtszeit erreichen, könnte sich in den genannten Konflikten die Kräfteverhältnisse zugunsten der Aggressoren Russland, China und Iran verschieben.

Ausblick der Kapitalmärkte für 2024

Wie schon 2023, sind die Kapitalmärkte auch in dieses Jahr mit überbordendem Optimismus gestartet. Insbesondere die Markterwartungen bezüglich des Timings und Ausmaßes der diesjährigen Leitzinssenkungen erscheinen unrealistisch und korrekturbedürftig. Aber auch die Unternehmensbewertungen erscheinen sehr ambitioniert. Angesichts der gedämpften Konjunkturaussichten könnte das Wachstum der Unternehmensgewinne 2024 enttäuschen. Zum einen steht eine Refinanzierungswelle bei deutlich erhöhten Fremdkapitalkosten an, zum anderen belasten die hohen Lohnsteigerungen des Vorjahres die Produktionskosten.

Für die Rentenmärkte dürfte 2024 somit erneut ein Jahr hoher Unsicherheit werden, in dessen Verlauf sich die makroökonomischen Risiken von der Inflation zum Wachstum hin verlagern. Erst im Frühsommer dürften sich die Erwartungen der Marktteilnehmer bezüglich der ersten geldpolitischen Lockerungen stabilisieren. Insofern ist an den Staatsanleihemärkten der USA, des Euroraums und Deutschlands ein volatiler Renditeverlauf zu erwarten, der ab dem zweiten Quartal zu niedrigeren Renditeniveaus führen wird. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen dürfte sich in einer Bandbreite zwischen 1,7 % bis 2,6 %, die der zehnjährigen US Treasuries zwischen 3,0 % und 4,6 % bewegen.

Für die globalen Aktienmärkte ist angesichts der komplexen fundamentalen und geopolitischen Gemengelage für 2024 ein volatilerer Kursverlauf vorgezeichnet als 2023. Von den hohen Bewertungsniveaus aus müsste zunächst eine deutliche Abwärtskorrektur erfolgen, um Kurspotenzial für den weiteren Jahresverlauf zu eröffnen. Die breiten Marktindizes dürften auf Jahressicht nur moderate Kurszuwächse im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich erzielen.

Entwicklung im Geschäftsjahr 2023

Die Gothaer Asset Management AG ist ein dem Gothaer Versicherungskonzern zugehöriges Wertpapierinstitut mit Sitz in Köln. Innerhalb des Konzernverbunds erbringt die Gesellschaft auf Versicherungsunternehmen, Versorgungs- und Pensionskassen spezialisierte Dienstleistungen, die sich über die gesamte Wertschöpfungskette der Kapitalanlage erstrecken. Die vollumfängliche Angebotspalette reicht vom Portfoliomanagement über die rechtliche Begleitung der Investments, Asset Liability Management, Strategische Asset Allocation, Planung, Controlling, Abwicklung, Compliance und Risikomanagement bis hin zu Buchhaltung, Meldewesen und Reporting der übertragenen Vermögenswerte. Dabei bilden das gegenüber den Gothaer Konzerngesellschaften erbrachte Konzern-Asset-Management sowie das Management der Gothaer-Spezialfonds die beiden wesentlichen Geschäftsfelder.

Darüber hinaus stellen das Management der Gothaer Publikumsfonds sowie das Drittkundengeschäft weitere Geschäftsfelder der Gesellschaft dar.

Als Wertpapierinstitut unterliegen wir neben den handelsrechtlichen Anforderungen des HGB aufsichtsrechtlichen Vorgaben des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) sowie der Investment Firm Regulation (IFR). Im Rahmen unserer Dienstleistungen erbringen wir Finanzportfolioverwaltung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG für geeignete Gegenparteien sowie die Anlagevermittlung und Anlageberatung nach § 2 Abs. 2 Nr. 3 und 4 WpIG für Privatkunden.

Der Gothaer Konzern hat im Rahmen seiner Strategie Ambition25 einen Schwerpunkt auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt. In diesem Zusammenhang treten ökologische und soziale Aspekte sowie Kriterien der Staats-/ Unternehmensführung - sog. Environmental, Social and Governance-Kriterien (ESG-Kriterien) - immer stärker in den Fokus unserer Kapitalanlageentscheidungen. Im Rahmen unserer Mitgliedschaften bei den UN Principle of Responsible Investments und Net-Zero Asset Owner Alliance entsprechen wir dabei den international anerkannten ESG-Standards.

Das von uns verwaltete Vermögen kann über kapitalmarktinduzierte Wertänderungen, über Kapitalzu- und -abflüsse aus dem Versicherungsgeschäft sowie aus der Kundenakquise im Asset Management beeinflusst werden und prägt entscheidend die Ertragskraft unserer Gesellschaft. Das verwaltete Vermögen beträgt zum Abschlussstichtag ca. 35,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 35,3 Mrd. Euro).

Vermögenslage

Die Aktivseite unserer Gesellschaft ist im Wesentlichen durch unsere Tagesgeldanlagen sowie durch am Geschäftsjahresstichtag bestehende Forderungen an unsere Kunden geprägt. Auf der Passivseite bildet neben dem Eigenkapital und den Rückstellungen das an die Muttergesellschaft abzuführende Ergebnis den wesentlichen Posten. Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt 50.224 Tsd. Euro (Vorjahr: 53.803 Tsd. Euro). Das Eigenkapital beträgt unverändert 4.975 Tsd. Euro. Die Vermögenslage ist damit weiterhin stabil.

Finanzlage

Den Finanzierungsbedarf für unsere operativen Tätigkeiten sowie für die erforderlichen Investitionen haben wir unverändert aus dem laufenden Geschäft und aus vorhandenen Zahlungsmitteln gedeckt. Unsere jederzeitige Liquidität ist vollumfänglich gesichert.

Aufwands- und Ertragslage

Seit Juli 2023 wendet die Gothaer Asset Management AG ein neues Modell zur Ermittlung ihrer Provisionserträge für den Direktbestand der Gothaer-Versicherungsunternehmen an. Die Änderungen begründen sich durch ein um ESG-Themen erweitertes Dienstleistungsspektrum der Gothaer Asset Management AG gegenüber den Konzernversicherungsgesellschaften. Zudem ist die Konzernanlagestrategie auf Langfristigkeit ausgelegt, die ein Umstellen von volatilen Marktwerten auf schwankungsärmere Anschaffungswerte im Direktbestand impliziert.

Gegenüber dem Vorjahr kann die Gesellschaft ihre Provisionserträge um 1.793 Tsd. Euro auf 58.282 Tsd. Euro steigern. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem zur Jahresmitte umgestellten neuen Gebührenmodell: Infolgedessen steigen die Erträge im Konzern-Asset-Management um 1.540 Tsd. Euro auf 22.903 Tsd. Euro. Durch einen Anstieg der Net Asset Values erhöhen sich zudem Erträge aus dem Management der Spezialfonds um 589 Tsd. Euro auf 31.947 Tsd. Euro. Die Erträge aus den übrigen Geschäftsfeldern Publikumsfonds / Haftungsdach und Drittmandate verringern sich in Summe um 299 Tsd. Euro auf 3.319 Tsd. Euro.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen steigen gegenüber dem Vorjahr um 873 Tsd. Euro auf 17.301 Tsd. Euro. Ähnlich wie in den Vorjahren verteilen sich die Aufwendungen zu 57 % auf den Personalaufwand und zu 43 % auf die anderen Verwaltungsaufwendungen. Kosten für Gehälter (insbesondere inflationsbedingte Anpassungen) sowie Preissteigerungen bei den IT-Dienstleistungen sind die wesentlichen Kostentreiber.

Die beschriebene Entwicklung gestiegener Erträge bei gleichzeitig gestiegenen Kosten führt zu einer marginal verbesserten Cost-Income-Ratio (Aufwand der Gesellschaft in Relation zum Ertrag) von 30,7 % im Vorjahr auf aktuell 30,4 %. Die Gesellschaft hat die aufsichtsrechtlichen Vorgaben zu den Eigenmitteln im Rahmen der Investment Firm Regulation (IFR) in allen Quartalen erfüllt.

Insgesamt weist die Gothaer Asset Management AG für 2023 einen Gewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von 41.121 Tsd. Euro (Vorjahr: 39.201 Tsd. Euro) aus. Dieser wird in voller Höhe an die Muttergesellschaft, die Gothaer Finanzholding AG, Köln, abgeführt.

Mitarbeitende

Bei uns sind qualifizierte und motivierte Mitarbeitende von zentraler Bedeutung - ihre Kompetenzen, ihre Leistungsbereitschaft und ihr überdurchschnittliches Engagement sind die Basis für unseren Erfolg. Mit Blick auf die Digitalisierung und die Herausforderungen am Markt wird die Veränderungsfähigkeit der Organisation als Ganzem, wie auch jedes einzelnen Mitarbeitenden, immer wichtiger.

Die Gothaer hat mit der Konzernstrategie Ambition25 die Eckpfeiler und zentralen Ziele klar definiert, diese bilden den maßgeblichen Bezugsrahmen für unser personalwirtschaftliches Handeln. Insbesondere stehen dabei die Ziele im Strategiemodul "Veränderungsfähig als Team" mit folgenden Handlungssträngen im Mittelpunkt:

Neues Arbeiten,

Agile Organisation,

Mindset und Vielfalt,

Skill-Portfolio und Persönliche Entfaltung sowie

Attraktiver Arbeitgeber

Mobiles und flexibles Arbeiten, die Förderung von Innovationsfähigkeit und transformationale Führung sind für die Veränderungsfähigkeit der Organisation von großer Bedeutung. Über Homeoffice-Lösungen, moderne Büroraumkonzepte und innovative Prozesse und Techniken begegnen wir den Herausforderungen des mobilen und flexiblen Arbeitens. Der Gothaer ist es dabei gelungen, nach Ende der Corona-Pandemie ein zielführendes Modell für das Zusammenwirken von Arbeit im Büro und im Homeoffice zu etablieren. Die sehr guten Ergebnisse des Konzerndialogs 2022 sowie die umfassende Nutzung mobilen Arbeitens durch die Mitarbeitenden belegen den Erfolg dieser Maßnahmen.

Mit Blick auf die notwendige Innovations- und Veränderungsfähigkeit unserer Mitarbeitenden unternehmen wir besondere Anstrengungen im Bereich der Weiterentwicklung von Kompetenzen im Bereich Führung und Change Management. Zu diesem Themenfeld gehören auch die bereichsübergreifende Vernetzung, die Verankerung agiler Methoden im Projektmanagement und die Pilotierung agiler Organisationsmodelle.

Oberste Priorität in der Personalarbeit haben die - gemessen an der Unternehmensstrategie - zielgerichtete Gewinnung, Förderung und Bindung unserer Mitarbeitenden. Dies hat mit Blick auf die aktuelle Arbeitsmarktsituation noch einmal an Bedeutung gewonnen. Für die Bindung und Gewinnung von Mitarbeitenden ist die interne wie auch externe Arbeitgeberattraktivität entscheidend. Die Etablierung einer konsistenten Arbeitgebermarke sowie wettbewerbsfähige Arbeitgeberangebote sind deshalb wichtige Arbeitsschwerpunkte des Personalmanagements. Der Erfolg dieser Anstrengungen lässt sich klar messen: intern über den Konzerndialog, der einen sehr hohen und nochmals gestiegenen Wert bei Weiterempfehlungsbereitschaft der Gothaer als Arbeitgeber zeigt, extern über die erfolgreiche Rezertifizierung als "Top Employer 2024".

Gesamtwirtschaftlich und auch in der Branche der Versicherungen wachsen die Herausforderungen, Mitarbeitende zu binden. Obwohl die Gothaer - wie die gesamte Branche - eine steigende Anzahl von Arbeitnehmerkündigungen sieht, liegt die Fluktuationsquote der Gothaer weiterhin deutlich unter dem Gesamtmarkt und belegt den Erfolg der Maßnahmen zur Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen.

Unsere derzeitigen Anstrengungen haben des Weiteren die Ziele, die Gothaer demografiefest zu machen, die Arbeitskraft unserer Mitarbeitenden zu erhalten und deren Arbeitszufriedenheit zu steigern. Hierzu setzen wir neben marktfähigen finanziellen Leistungsanreizen auch auf zielgerichtete Entwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Fachlaufbahnmodelle wie z. B. die Projektleiterlaufbahn. Qualitatives und quantitatives Demografiemanagement, das mehrfach ausgezeichnete betriebliche Gesundheitsmanagement und Frauenförderung sind für uns selbstverständliche Bestandteile unserer Personalarbeit.

Prognose für 2024

Vorbehalt

Die in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Prognosen und Einschätzungen basieren auf unseren Erkenntnissen aus Dezember 2023 und beinhalten insbesondere keine möglichen Einflüsse auf unsere Gesellschaft durch den angestrebten Zusammenschluss des Gothaer Konzerns mit dem Barmenia Konzern. Erfahrungsgemäß können sich die von uns unterstellten Einflussfaktoren anders entwickeln als im Rahmen der Prognose berücksichtigt. Das aktuelle geopolitische und wirtschaftliche Umfeld kann dies noch verstärken.

Ausblick für das Unternehmen

Das Konzern-Asset-Management und das Management der Gothaer Spezialfonds werden weiterhin die mit Abstand wichtigsten Ertragsfelder der Gesellschaft sein. Dabei sind Nachhaltigkeitsthemen wie Menschenrechte, Klimawandel oder Biodiversität wichtige Teile unserer Kapitalanlage. Unser Ziel ist es, mit verschiedenen ESG-Strategien wie z. B. Integration, Ausschlusskriterien, Engagement sowie Impact Investing zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen und weiterhin eine optimierte, auf die jeweiligen Gesellschaften ausgerichtete Angebotspalette sicherzustellen.

Das zur Jahresmitte 2023 eingeführte neue Provisionsmodell wird sich 2024 erstmals auf das komplette Geschäftsjahr auswirken und voraussichtlich zu einer weiteren Erhöhung der Provisionserträge führen. Nachteilige Entwicklungen auf den Kapitalmärkten könnten jedoch zu einem leichten Abbremsen der Ertragssteigerungen führen.

Unsere Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen werden auch zukünftig von steigenden Kosten insbesondere für unsere IT-Dienstleister und Datenlieferanten geprägt sein.

Die Rahmenbedingungen für die Gothaer Asset Management AG als Wertpapierinstitut werden demnach gekennzeichnet durch:

das Mitte 2023 eingeführte neue Provisionsmodell für den Direktbestand, das sich 2024 erstmals auf das komplette Geschäftsjahr auswirken wird,

sich deutlich verändernde aufsichtsrechtliche Anforderungen an den Geschäftsbetrieb sowie an die Organisation unserer Gesellschaft,

steigende Kosten insbesondere für IT-Anwendungen und Datenlieferungen.

Geprägt durch diese Entwicklungen erwarten wir, unser Ergebnis 2024 weiter steigern zu können.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das Kerngeschäft unserer Gesellschaft besteht in der Finanzportfolioverwaltung für unsere Kund*innen, bei denen es sich vornehmlich um Versicherungsunternehmen handelt, die dem Versicherungsaufsichtsrecht unterliegen. Seit 2016 gelten für die größten Kund*innen die Regelungen zu Solvency II, die den Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht, das sog. Prudent Person Principle, in den Vordergrund der Kapitalanlage von Versicherungsunternehmen stellen. Darüber hinaus verstetigen sich die Geschäftsfelder Publikumsfonds und Drittmandate zu spürbaren Ertragsfeldern, in welchen die Gesellschaft Portfolioverwaltungs-, Anlageberatungs- und Anlagevermittlungsleistungen erbringt.

Mit der Erfüllung dieser Aufgaben ist die Gesellschaft den unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, denen jedoch eine Vielzahl an Chancen, wie zum Beispiel der Erschließung neuer Geschäftsfelder, gegenüberstehen. So unterliegen wir dem Risiko, dass unsere Kund*innen die vertraglichen Beziehungen kündigen. Da jedoch die Gothaer Asset Management AG wie der Großteil unserer Kund*innen Teil des Gothaer Konzerns ist, ergibt sich hieraus die Chance einer langfristigen Vertragsbeziehung. Als weitere Chance sehen wir die Akquise weiterer potentieller konzernexterner Neukund*innen.

Für eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation hat die Gothaer Asset Management AG ein angemessenes und wirksames Risikomanagement eingerichtet, auf dessen Grundlage die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft regelmäßig berechnet und sichergestellt wird. Übergeordnetes Ziel unseres Risikomanagements ist die Schaffung einer Risikokultur, bei der alle Mitarbeitende einen wachsamen und kontrollierten Umgang mit Risiken in ihren Arbeitsprozessen verinnerlichen und damit die Fortführung einer ordnungsgemäßen Geschäftstätigkeit sichern.

Neben den vorhandenen Controllinginstrumenten, die von uns ständig weiterentwickelt werden, nutzen wir zur Risikoidentifizierung und -bewertung eine konzernweit eingesetzte Risikoanwendung. Durch die strukturierte Dokumentation potentieller Risiken sowie durch implementierte Steuerungs- und Kontrollmechanismen sind wir in der Lage, gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und ihnen mit entsprechenden Maßnahmen zum Zwecke einer Risikovermeidung oder Risikominderung entgegenzuwirken. Neben internen Risikokontrollfunktionen unterstützt die Konzernabteilung Controlling und Risikomanagement uns hierbei durch ein effizientes Maßnahmencontrolling. Die Risikoanwendung wird darüber hinaus vom zentralen Risikomanagement kontinuierlich weiterentwickelt und unterliegt einer regelmäßigen Kontrolle durch die Revision. Durch laufende Berichterstattung werden die Vorstände und der Aufsichtsrat über die Risikosituation der Gesellschaft informiert.

Zudem hat die Gesellschaft im Rahmen des Risikomanagements in enger Absprache mit dem im Gothaer Konzern angesiedelten Business Continuity Management (BCM) ein Notfallkonzept erstellt, um geschäftsschädigenden Ereignissen wie zum Beispiel Gebäudebrand oder Cyberangriffen entgegenzuwirken. Dabei überprüfen Notfalltests die Angemessenheit und Wirksamkeit dieses Konzepts, dem präventive Maßnahmen zur Notfallvermeidung und reaktive Maßnahmen zu einer möglichst schnellen Rückkehr zum normalen Geschäftsbetrieb nach einem Notfall zugrunde liegen. So wurden beispielsweise personelle und materielle Mindestausstattungen für die Gesellschaft festgelegt: Hierzu zählen neben der Einrichtung von Notstromarbeitsplätzen in den Kernbereichen der Gesellschaft auch die Ausstattung aller Mitarbeitenden mit Laptops, um ein sofortiges dezentrales Arbeiten außerhalb der Geschäftsräume der Gothaer zu ermöglichen.

Insbesondere folgende Chancen und Risiken ergeben sich aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

Allgemeine Geschäfts- und Kapitalanlagerisiken

Durch eine Krise auf den Kapitalmärkten und / oder einen starken Zinsanstieg kann das von uns verwaltete Kapitalanlagevolumen in seinen Marktwerten signifikant sinken, wodurch die Provisionserträge ebenfalls negativ beeinflusst würden. Um mögliche Auswirkungen solcher Negativ-Szenarien auf die Gesellschaft zu minimieren, trifft die Gothaer Asset Management AG eine Reihe von Vorkehrungen wie beispielsweise eine umfängliche Diversifikation der Kapitalanlagen oder die Absicherung von Wertpapierpositionen gegen das Fremdwährungsrisiko.

Außerdem besteht grundsätzlich das Risiko einer Fehlberatung gegenüber unseren Kund*innen. Dieses Risiko hat sich durch das Haftungsdach, die Anzahl der angeschlossenen Vermittelnden und die dadurch resultierende Hinzugewinnung einer Vielzahl von Privatkund*innen erhöht. Das Risiko haben wir durch diverse prozessuale Maßnahmen sowie den Abschluss einer Vertrauensschaden- und Vermögensschadenhaftpflichtversicherung reduziert.

Liquiditätsrisiken

Die laufende Überwachung und Steuerung der Liquiditätslage unserer Gesellschaft ist aufgrund der guten Planbarkeit der Zahlungsflüsse aus Aufwendungen und Erträgen, der Bonität und des Zahlungsverhaltens der Konzernkund*innen sowie der Anlagepolitik gegeben. Die Gefahr, nicht ausreichend Liquidität zur Verfügung zu haben, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen, wird daher als sehr gering eingeschätzt.

Risiken aus Forderungsausfall

Das Risiko, dass Vertragspartner*innen den vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur teilweise nachkommen, begrenzen wir im Geschäftsfeld Konzern-Asset-Management durch ständige Beobachtung unserer Kund*innen im Rahmen unseres Limit- und Frühwarnsystems sowie durch weitere erforderliche Maßnahmen im Umgang mit unseren Kund*innen, die fast ausschließlich Gesellschaften des Gothaer Konzerns sind. In den Geschäftsfeldern Spezialfonds und Publikumsfonds erzielen wir einen Großteil unserer Erträge aus den von uns gemanagten Sondervermögen, die einen gesetzlichen Einlagenschutz vor der Insolvenz der Kapitalverwaltungsgesellschaft genießen. Zudem besteht im Gothaer Konzern ein Cash-Pool, um plötzlich auftretende Liquiditätsengpässe durch überschüssiges Cash anderer Gesellschaften auszugleichen.

Insofern ist unser Adressenausfallrisiko als vernachlässigbar zu betrachten.

Operationale und sonstige Risiken

Die Gothaer Asset Management AG hat teilweise operative Aufgaben über Funktionsausgliederungs- bzw. Dienstleistungsverträge an Unternehmen des Gothaer Konzerns übertragen, die den für den Gothaer Konzern definierten hohen Sicherheitsanforderungen gerecht werden.

Die IT-Verfügbarkeit ist entweder durch direkte Verträge mit externen IT-Dienstleistern bzw. indirekt über die Gothaer Solutions GmbH gesichert. Um das Know-how und Synergieeffekte im Konzern sinnvoller zu nutzen, wird die Gothaer Asset Management AG vollständig in die Konzernstandardprozesse der IT integriert. Somit wird vom konzernweit angewandten IT-Planungsprozess über die Auswahl von Softwareprodukten, die Implementierung der Software bis hin zur Lizenzführung auf die Expertise des Konzern-IT-Dienstleisters zurückgegriffen.

Die Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie ist in der Kapitalverwaltung unverzichtbar und auf Grund immer größerer Prozessunterstützung und Prozessautomation ein zentraler Aspekt des Risikomanagements der Gothaer Solutions GmbH. Diese zunehmende IT-Abhängigkeit wird beschleunigt durch eine stark wachsende Bedeutung der Digitalisierung und den damit in Zusammenhang stehenden Einsatz neuer Soft- und Hardware. Aufgrund dieser IT-Abhängigkeit sind die Sicherheitsmechanismen systematisch weiterentwickelt worden. Wir gewährleisten über unsere Dienstleister grundlegend die Erfüllung der Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes und sichern die unternehmenskritischen Anwendungen durch einen Business Continuity Management-Prozess, der neben der technischen Integrität auch den reibungslosen Ablauf der Unternehmensprozesse gewährleistet.

Im Rahmen der Kapitalanlage für die Gothaer Versicherungsunternehmen ist unsere Gesellschaft einem weiten Spektrum von Nachhaltigkeitsrisiken ausgesetzt, welche in den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung eintreten und weitreichende Reputationsrisiken sowie wirtschaftliche Risiken nicht nur für die Versicherungsgesellschaften, sondern auch für die Gothaer Asset Management AG zur Folge haben können. Ein Unternehmenswert kann sich beachtlich verringern, wenn sich ein Unternehmen beispielsweise auf die klimaschädigende Kohlegewinnung fokussiert. Würde der Gothaer Konzern in ein solches Unternehmen investieren, drohen mittelfristig bedeutende Abschreibungen bei solchen Gesellschaften mit der Konsequenz einer Verringerung des verwalteten Konzernvermögens. Die Ertragslage unserer Gesellschaft könnte hierdurch signifikant leiden. Um den Eintritt solcher ESG-Risiken zu reduzieren, hat unsere Gesellschaft entsprechende fachliche und personelle Ressourcen, Governance-Strukturen sowie geeignete Anlageklasse-Strategien und Prozesse implementiert.

Rechts- und Prozessrisiken können im Wesentlichen aus möglichen Sonderbelastungen im Einlagensicherungsfonds der Wertpapierhandelsunternehmen entstehen. Somit sind Rückstellungsbildungen für mögliche Insolvenzfälle anderer Unternehmen nicht auszuschließen.

Die ständige Beobachtung der gesetzgeberischen Aktivitäten und der aktuellen Rechtsprechung ermöglicht uns eine zeitnahe Reaktion auf Veränderungen und die unmittelbare Anwendung entsprechend den gesellschaftsspezifischen Gegebenheiten.

Aufsichtsrechtliche Risiken ergeben sich insbesondere aus Verstößen gegen Gesetzesvorgaben wie beispielsweise dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) oder den Anlagevorschriften. Die Einhaltung der Vorgaben wird im Wesentlichen durch den Bereich Compliance überwacht.

Im Geldwäschebereich bietet die Palette der von uns angebotenen Dienstleistungen nur geringe Anknüpfungspunkte für relevante Risiken. Als Wertpapierinstitut bietet die Gothaer Asset Management AG weder Kontoführungs- oder Zahlungsdienstleistungen für Dritte an, noch beteiligen wir uns an Bartransaktionen. In der Finanzportfolioverwaltung betreuen wir ausschließlich institutionelle Kund*innen, die zum größten Teil dem Gothaer Konzern angehören oder als Kapitalverwaltungsgesellschaft der Aufsicht der BaFin unterliegen. Auch die Anlageberatung und die Anlagevermittlung bergen aufgrund der beschränkten Produktpalette und der zwangsläufigen Einschaltung von Banken bei dem Erwerb von Investmentvermögen keine nennenswerten Risiken der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung.

Die Gesellschaft wird den gesetzlichen compliance- und geldwäscherechtlichen Anforderungen durch eine eigens eingerichtete Abteilung gerecht.

Das Management der Personalrisiken (Engpass-, Austritts-, Motivations-, Anpassungs- und Loyalitätsrisiken) sowie die Identifikation und das Nutzen von Chancen sind wichtige Bestandteile des Personalmanagements der Gothaer. Die maßgeblichen Bezugspunkte sind dabei die Konzernstrategie Ambition25 inkl. des Strategiemoduls "Veränderungsfähig als Team", konzerninterne Veränderungsprozesse, die ökonomische Unternehmenssituation sowie externe Einflussfaktoren wie z.B. die Marktentwicklung, die Digitalisierung und die demografische Bevölkerungsentwicklung. Aktuell sind vor allem folgende personalwirtschaftliche Themenfelder von zentraler Bedeutung:

die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden,

die Sicherstellung der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden,

die Sicherstellung der für die Zukunft erfolgskritischen Skills sowie

die Stärkung der Veränderungsfähigkeit der Gothaer.

Das Personalmanagement der Gothaer verfügt über ein umfassendes Set an Analyseinstrumenten zur Messung, Bewertung und Steuerung von Risiken. Dieses umfasst u.a. die Analyse von Struktur-, Arbeitsunfähigkeits- und Fluktuationsdaten, die Messung insbesondere der internen Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterentwicklung im Konzerndialog sowie die Analyse der Rekrutierungsprozesse/-herausforderungen. Die jeweiligen Analyseergebnisse sind wichtiger Input für das integrierte Management des Personalportfolios.

Wir sehen zurzeit keine Entwicklungen, die die Risikosituation unserer Gesellschaft, insbesondere die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, nachhaltig und wesentlich beeinträchtigen könnten.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

in EUR
2023 2022
1. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 29.386.715,31 40.810.397,77
2. Forderungen an Kunden 19.677.153,01 11.711.804,17
davon Forderungen an verbundene Unternehmen: 3.320.045,96 EUR (Vj.: 2.598.604,08 EUR)
3. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 267.496,21 293.158,63
b) geleistete Anzahlungen 0,00 16.925,02
267.496,21 310.083,65
4. Sachanlagen 103.117,80 111.816,92
5. Sonstige Vermögensgegenstände 605.881,10 610.089,65
6. Rechnungsabgrenzungsposten 183.650,01 249.065,86
Summe der Aktiva 50.224.013,44 53.803.258,02

Passivseite

in EUR
2023 2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten 0,00 4.988.014,40
- täglich fällig
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 EUR (Vj.: 4.988.014,40 EUR)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 42.482.780,84 40.914.189,00
3. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 68.127,00 64.435,00
b) andere Rückstellungen 2.698.429,98 2.861.944,00
2.766.556,98 2.926.379,00
4. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
aa) Gezeichnetes Kapital 10.225.837,62 10.225.837,62
ab) abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 7.000.000,00 7.000.000,00
3.225.837,62 3.225.837,62
b) Gewinnrücklagen
ba) gesetzliche Rücklage 1.148.838,00 1.148.838,00
bb) andere Gewinnrücklagen 600.000,00 600.000,00
1.748.838,00 1.748.838,00
4.974.675,62 4.974.675,62
Summe der Passiva 50.224.013,44 53.803.258,02
Eventualverbindlichkeiten 2023 2022
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 11.912.717,00 11.168.268,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

in EUR
2023 2022
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 710.941,15 6.763,19
darunter abgesetzte negative Zinsen aus Geldmarktgeschäften: 0,00 EUR (Vj.: 102.884,67 EUR)
2. Zinsaufwendungen 7.838,50 193.619,61
703.102,65 -186.856,42
3. Provisionserträge 58.281.524,06 56.488.312,28
4. Provisionsaufwendungen 560.757,14 651.656,95
57.720.766,92 55.836.655,33
5. Sonstige betriebliche Erträge 101.810,08 105.467,10
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 7.882.740,36 7.428.493,91
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.917.059,57 1.837.653,41
darunter: für Altersversorgung 939.942,79 EUR (Vj.: 920.082,09 EUR)
9.799.799,93 9.266.147,32
b) andere Verwaltungsaufwendungen 7.501.441,85 7.162.055,76
17.301.241,78 16.428.203,08
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 66.587,65 105.961,11
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 33.118,83 16.470,42
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0,25
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 41.124.731,39 39.204.631,15
11. Sonstige Steuern 3.283,42 3.807,72
12. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 41.121.447,97 39.200.823,43
13. Jahresüberschuss = Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft ist im Sinne des § 267 Abs. 3 i. V. m. § 340 a Abs. 1 i. V. m. § 340 Abs. 4 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Allgemeines

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes (AktG) und der für Wertpapierinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV) aufgestellt.

Die Gliederung der Jahresbilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Formblättern der RechKredV.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Fremdwährungspositionen sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Transaktionsstichtag in Euro umgerechnet.

Aktivseite

Forderungen an Kreditinstitute

Einlagen bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen sind mit dem Nennwert bilanziert.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren, bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 HGB vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bilanziert. Die Nutzungsdauer bei den technischen Anlagen und Maschinen beträgt 7 bis 8 Jahre, bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung 8 bis 13 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 250 Euro werden direkt abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden für Zahlungen gebildet, die erst nach dem Bilanzstichtag zum Aufwand werden.

Passivseite

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen nach § 253 Abs. 1 HGB angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für nicht versicherungsgebundene Zusagen erfolgte die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von der Heubeck-Richttafeln-GmbH. Die Abzinsung erfolgte gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung mit einem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Unterschiedsbetrag zwischen einer Bewertung mit einem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre und der letzten sieben Jahre wird im Anhang in den Erläuterungen zu den Rückstellungen angegeben. Die Ergebnisauswirkungen aus der Veränderung des Rechnungszinssatzes werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen zum Bilanzstichtag wurden folgende versicherungsmathematische Parameter verwendet:

• Rechnungszins 1,82 %
• Gehaltstrend 2,30 %
• Rententrend 2,20 %
• Fluktuation bis Alter 35 6,00 %
bis Alter 45 3,00 %
bis Alter 60 1,00 %

Der Anpassungsstau, der sich aus den Vorschriften des BetrAVG ergibt, führte im Geschäftsjahr erstmalig zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen. Hierfür wurde ein Aufschlag in dem angesetzten Rententrend, der mit dem durchschnittlichen Verbraucherpreisindex der letzten 25 Jahre angesetzt wird, berücksichtigt. Die Höhe des Aufschlags wurde mittels einer Äquivalenzbarwertberechnung ermittelt und beträgt 0,6 Prozentpunkte.

Von der Möglichkeit gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht.

Andere

Rückstellungen

Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitabkommen, die in den sonstigen Rückstellungen bilanziert wird, wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Als Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2018 G von Heubeck-Richttafeln-GmbH verwendet und ein Gehaltstrend von 2,30 % und ein Rechnungszins von 1,05 % berücksichtigt. Für die Altersteilzeitverpflichtungen werden zum Insolvenzschutz Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Die Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen werden mit den Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet.

Alle anderen sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Jahresbilanz

Aktivseite

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute sind in Höhe von 29.387 Tsd. Euro (Vorjahr: 40.810 Tsd. Euro) täglich fällig.

Forderungen an Kunden

Bei den Forderungen an Kunden in Höhe von 19.677 Tsd. Euro (Vorjahr: 11.712 Tsd. Euro) handelt es sich um Honorarforderungen aus der normalen Geschäftstätigkeit mit einer Restlaufzeit bis zu drei Monaten.

Anlagevermögen

Entwicklung im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in Tsd. EUR Vortrag 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
a) entgeltlich erworbene Konzessionen u.ä. Rechte 2.024 6 0 23 2.054
b) geleistete Anzahlungen 17 6 0 -23 0
Immaterielle Anlagewerte 2.041 12 0 0 2.054
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 206 3 0 0 209
Sachanlagen 206 3 0 0 209
Gesamt 2.247 15 0 0 2.263
Abschreibungen
in Tsd. EUR Vortrag 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
a) entgeltlich erworbene Konzessionen u.ä. Rechte 1.731 55 0 1.786
b) geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
Immaterielle Anlagewerte 1.731 55 0 1.786
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 94 12 0 106
Sachanlagen 94 12 0 106
Gesamt 1.826 67 0 1.892
Buchwert Buchwert
in Tsd. EUR Bilanzwert 31.12.2023 Bilanzwert 31.12.2022
a) entgeltlich erworbene Konzessionen u.ä. Rechte 267 293
b) geleistete Anzahlungen 0 17
Immaterielle Anlagewerte 267 310
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103 112
Sachanlagen 103 112
Gesamt 371 422

Passivseite

Sonstige Verbindlichkeiten

in Tsd. EUR
2023 2022
Gothaer Versicherungsbank VVaG 154 146
Gothaer Finanzholding AG 41.707 40.068
Gothaer Invest und FinanzService GmbH 136 135
Summe Verbindlichkeiten gegenüber 41.997 40.349
verbundene Unternehmen
Lohn- und Kirchensteuern 116 104
Sonstige 370 462
Gesamt 42.483 40.914

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gothaer Finanzholding AG betreffen im Wesentlichen die Gewinnabführung des Geschäftsjahres.

Rückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen einer Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit einem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre und der letzten sieben Jahre beträgt 1 Tsd. Euro (Vorjahr: 5 Tsd. Euro).

in Tsd.EUR
2023 2022
b) andere Rückstellungen
Altersteilzeit 168 74
Sozialpläne / Abfindungen 0 280
Bonifikationen 2.017 2.029
Urlaub / Zeitguthaben 162 200
Sonstige Personalrückstellungen 12 10
Vertriebs- und Wettbewerbsmaßnahmen 25 30
Jahresabschlussaufwendungen 199 204
Ausstehende Rechnungen 90 35
Übrige 25 0
Gesamt 2.698 2.862

Eigenkapital

in Tsd. EUR
2023 2022
I. Eingefordertes Kapital 3.226 3.226
Gezeichnetes Kapital 10.226 10.226
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 7.000 7.000
Das gezeichnete Kapital in Höhe von 10.225.837,62 Euro ist zu 31,5 % eingezahlt und in 4.000.000 nennwertlose Namensaktien eingeteilt.
Gemäß § 20 Abs. 4 AktG hat die Gothaer Finanzholding AG unserer Gesellschaft mitgeteilt, dass ihr die Mehrheit der Stimmrechte zusteht.
II. Gewinnrücklagen 1.749 1.749
gesetzliche Rücklagen 1.149 1.149
andere Gewinnrücklagen 600 600
Gesamt 4.975 4.975

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge

In den Zinserträgen sind Erträge aus Tagesgeldern 656 Tsd. Euro (Vorjahr: 110 TSd. Euro) und negative Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften in Höhe von 0 Tsd. Euro (Vorjahr: 103 Tsd. Euro) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind 4 Tsd. Euro (Vorjahr: 144 Tsd. Euro) aus der Aufzinsung der Rückstellungen enthalten.

Provisionserträge

Die Provisionserträge in Höhe von 58.282 Tsd. Euro (Vorjahr: 56.488 Tsd. Euro) resultieren im Wesentlichen aus Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Kapitalanlagen. Sie sind überwiegend aus Dienstleistungsverträgen sowohl mit Gesellschaften des Gothaer Konzerns als auch mit konzernfremden Gesellschaften entstanden. Alle Erträge sind im Inland angefallen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 37 Tsd. Euro (Vorjahr: 71 Tsd. Euro) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Sonstige Angaben

Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes sind am Anfang des Geschäftsberichtes namentlich aufgeführt. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Ruhegelder, Hinterbliebenen-und sonstige Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstandes beliefen sich auf 83 Tsd. Euro. Für diesen Personenkreis wurden bei der Gothaer Finanzholding AG Pensionsrückstellungen in Höhe von 5.440 Tsd. Euro gebildet. Aufgrund des Verteilungswahlrechts in Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von 34 Tsd. Euro bilanziell nicht erfasst.

Von Mitgliedern des Aufsichtsrates und des Vorstandes gehaltene Mandate

Aufsichtsrat Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Harald Epple Gothaer Pensionskasse AG Wegatech Greenenergy GmbH
Vorsitzender (Vorsitzender), (Beirat)
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG
Oliver Schoeller Gothaer Solutions GmbH Eurapco AG
stellv. Vorsitzender (stellv. Vorsitzender), (Chairman of the Board)
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG AMICE
(stellv. Vorsitzender), (Vizepräsident)
Gothaer Pensionskasse AG Bis 7. Juni 2023
Michael Kurtenbach A.S.I. Wirtschaftsberatung AG
(stellv. Vorsitzender),
Gothaer Vertriebs-Service AG
(stellv. Vorsitzender),
Pensionskasse der BERLIN-KÖLNISCHE Versicherungen VVaG
(Vorsitzender),
Versorgungskasse Gothaer Versicherungsbank VVaG
(Vorsitzender),
GDV Dienstleistungs-GmbH
Vorstand Mitgliedschaft in anderen gesetzlich Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
zu bildenden Aufsichtsräten
Christof Kessler Pensionskasse der
Sprecher BERLIN-KÖNISCHE Versicherungen VVaG,
Versorgungskasse Gothaer
Versicherungsbank VVaG
Alina vom Bruck

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Angabe für das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar erfolgt im Konzernabschluss der Gothaer Versicherungsbank VVaG, Köln, in den unser Unternehmen einbezogen wird.

Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Im Geschäftsjahr waren bei der Gothaer Asset Management AG durchschnittlich 77 Mitarbeitende (Vorjahr: 77) beschäftigt. Alle genannten Mitarbeitenden waren im Innendienst tätig.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen, für die der Rechtsanspruch vor dem 1. Januar 1987 erworben wurde, sind gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB in Höhe von 71 Tsd. Euro nicht bilanziert worden.

Für die Versorgungsverpflichtungen der Arbeitnehmer und Vorstände sowie der ehemaligen Arbeitnehmer und Vorstände, die bei der Gothaer Finanzholding AG ausgewiesen werden, besteht eine Mithaftung und Mitschuld in Höhe von 11.913 Tsd. Euro.

Aufgrund der Substanzkraft der Gothaer Finanzholding AG besteht aus heutiger Sicht kein Risiko, dieser Verpflichtung an Stelle der Gothaer Finanzholding AG nachkommen zu müssen

Latente Steuern

Angaben zu latenten Steuern erfolgen aufgrund der steuerlichen Organschaft auf Ebene der Organträgerin Gothaer Versicherungsbank VVaG.

Mindestbesteuerung

In Deutschland findet erstmalig für Geschäftsjahre, die nach dem

30. Dezember 2023 beginnen, das sog. Mindeststeuergesetz (MinStG) Anwendung.

Zur Implementierung der vorgenannten Regelungen hat der Gothaer Konzern in 2023 eine Projektgruppe gegründet. Dabei wurde im Rahmen einer Betroffenheitsanalyse festgestellt, dass nach derzeitigem Stand der Gothaer Konzern mit seinen Geschäftseinheiten eine Unternehmensgruppe bzw. Mindeststeuergruppe bildet und damit grundsätzlich in den Anwendungsbereich des MinStG fällt. Die Gothaer Asset Management AG stellt eine Geschäftseinheit der Unternehmensgruppe bzw. Mindeststeuergruppe dar. Jedoch ist sie keine Gruppenträgerin iSd. MinStG und schuldet daher auch keine etwaige Mindeststeuer, die erstmalig für das Geschäftsjahr 2024 entstehen könnte. Zur erstmaligen Abgabe eines Mindeststeuer-Berichts für das Geschäftsjahr 2024 wird die Gothaer Asset Management AG aller Voraussicht nach die Gruppenträgerin beauftragen.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss unseres Unternehmens wird in den Konzernabschluss der Gothaer Versicherungsbank VVaG, Köln, einbezogen. Die Gothaer Versicherungsbank VVaG stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 nicht eingetreten.

 

Köln, 7. Februar 2024

Der Vorstand

Christof Kessler

Alina vom Bruck

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gothaer Asset Management AG, Köln

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Gothaer Asset Management AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gothaer Asset Management AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

den Bericht des Aufsichtsrats

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 8. März 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Volkmer, Wirtschaftsprüfer

Barndt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2023 den Vorstand fortlaufend entsprechend der ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht. Er wurde vom Vorstand über die Entwicklung und Lage des Unternehmens regelmäßig schriftlich und in zwei Sitzungen mündlich unterrichtet.

Die von der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, vorgenommenen Prüfungen haben ergeben, dass das Rechnungswesen, der Jahresabschluss und der Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.

Die Prüfungsgesellschaft hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes durch den Aufsichtsrat haben keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben.

Zu dem Bericht der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, vom 8. März 2024 hat der Aufsichtsrat keine besonderen Bemerkungen zu machen. Die Abschlussprüfer haben an der Bilanz-Aufsichtsratssitzung teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat billigt die Berichte des Vorstandes und den Jahresabschluss 2023, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.

Für die im abgelaufenen Geschäftsjahr unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geleistete Arbeit möchte der Aufsichtsrat den Mitarbeitenden und dem Vorstand seine besondere Anerkennung und aufrichtigen Dank aussprechen.

 

Köln, 14. März 2024

Der Aufsichtsrat

Harald Epple, Vorsitzender

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