Immobilien Mezzanine Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benjamin Dr. Galow seit 21.8.2025 | Geschäftsführer |
Nikolaus Dr. Löbl seit 21.8.2025 | Geschäftsführer |
Jens Dr. Rödiger seit 21.8.2025 | Geschäftsführer |
Martin Dr. Gläßl seit 21.8.2025 | Geschäftsführer |
Fabian Dr. Kolley seit 21.8.2025 | Geschäftsführer |
Johanna Schreier seit 21.8.2025 | Geschäftsführer |
Moritz Sohns seit 21.8.2025 | Geschäftsführer |
Christoph Middelkamp seit 21.8.2025 | Geschäftsführer |
Ulf Dr. Menzler seit 21.8.2025 | Geschäftsführer |
Moritz von Medem seit 5.9.2024 | Geschäftsführer |
Christian Bangerl seit 5.9.2024 | Geschäftsführer |
Stellan Dr. Bohlens seit 5.9.2024 | Geschäftsführer |
Marco Dr. Rauch seit 5.9.2024 | Geschäftsführer |
Stefan Weißer seit 5.9.2024 | Geschäftsführer |
Nico Dr. Taschenberger seit 5.9.2024 | Geschäftsführer |
Moritz Benjamin Dr. Kiese seit 25.4.2024 | Geschäftsführer |
Jonas Dr. Bräuer seit 11.8.2023 | Geschäftsführer |
Sven Dr. Schulz seit 11.8.2023 | Geschäftsführer |
Matthias Dr. Aicher seit 11.8.2023 | Geschäftsführer |
Christian Dr. Hörhammer seit 11.8.2023 | Geschäftsführer |
Ferdinand Dr. Graf seit 11.8.2023 | Geschäftsführer |
Torsten Radtke seit 11.8.2023 | Geschäftsführer |
Thorsten Dr. Sickenberger seit 11.8.2023 | Geschäftsführer |
Arnd Dr. Hübsch seit 11.8.2023 | Geschäftsführer |
Robert Patrick Görke seit 22.9.2022 | Geschäftsführer |
Ewald Sinkevicius seit 2.9.2022 | Geschäftsführer |
Eike Dr. Bick seit 11.8.2022 | Geschäftsführer |
Jochen Dr. Kienert seit 11.8.2022 | Geschäftsführer |
Ari Dr. Pankiewicz seit 11.8.2022 | Geschäftsführer |
Henriette Dr. Kröner seit 26.7.2021 | Geschäftsführer |
Matthias Dr. Hirtschulz seit 26.7.2021 | Geschäftsführer |
Oliver Dr. Kayser-Herold seit 26.7.2021 | Geschäftsführer |
Florian Dr. Baumann seit 26.7.2021 | Geschäftsführer |
Stefan Dr. Heinrichs seit 28.7.2020 | Geschäftsführer |
Nadja Schuster seit 28.7.2020 | Geschäftsführer |
Cornelius Dr. Mund seit 28.7.2020 | Geschäftsführer |
Jan-Hendrik Dr. Jureit seit 28.7.2020 | Geschäftsführer |
Magnus Dr. Wobben seit 28.7.2020 | Geschäftsführer |
Hans Peter Dr. Wächter seit 28.7.2020 | Geschäftsführer |
Mathias Dr. Michel seit 28.7.2020 | Geschäftsführer |
Andreas Dr. Geyer seit 16.7.2018 | Geschäftsführer |
Florian Dr. Merz seit 16.7.2018 | Geschäftsführer |
Andreas Dr. Keese seit 16.7.2018 | Geschäftsführer |
Todor Dobrikov seit 16.7.2018 | Geschäftsführer |
Roland Dr. Uhlig seit 6.7.2017 | Geschäftsführer |
Christian Dr. Romeike seit 6.7.2017 | Geschäftsführer |
Markus Dr. Seifert seit 6.7.2017 | Geschäftsführer |
Artur Steiner seit 14.7.2016 | Geschäftsführer |
Sascha Dr. Hügle seit 14.7.2016 | Geschäftsführer |
Ashot Dr. Davtyan seit 8.7.2015 | Geschäftsführer |
Karsten Dr. Meyer seit 4.7.2014 | Geschäftsführer |
Tilman Dr. Huhne seit 26.7.2013 | Geschäftsführer |
Uwe Dr. Dörr seit 26.7.2013 | Geschäftsführer |
Constantin Roman Dr. Sobiella seit 26.7.2013 | Geschäftsführer |
Oliver Dr. Bohr seit 26.7.2013 | Geschäftsführer |
Christian Dr. Oehler seit 26.7.2013 | Geschäftsführer |
Oliver Dr. Hein seit 13.7.2012 | Geschäftsführer |
Jochen Dr. Meyer seit 13.7.2012 | Geschäftsführer |
Christoph Belafi seit 27.7.2011 | Geschäftsführer |
Arndt Dr. Dombert seit 13.11.2009 | Geschäftsführer |
Christoph Dr. Burmester seit 13.11.2009 | Geschäftsführer |
Jörn Dr. Rank seit 6.7.2009 | Geschäftsführer |
Christoph Dr. Bennemann seit 1.7.2008 | Geschäftsführer |
Andreas Dr. Werner seit 1.7.2008 | Geschäftsführer |
Christoph Dr. Schneggenburger seit 3.7.2007 | Geschäftsführer |
Markus von Rothkirch und Panthen seit 18.10.2004 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
d-fine GmbHFrankfurt am MainJahres- und Konzernabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Bilanz zum 30. Juni 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.07.2022 bis 30.06.2023
Anhang für 20231. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 2. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma d-fine GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 48103 eingetragen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bzw. 5 Jahre; lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen Leistungen wurden mit den Einzelkosten zuzüglich angemessener Teile der notwendigen Gemeinkosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen in Höhe von 1 % ausreichend Rechnung getragen. Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet. Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgt zu Nennwerten. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen ähnlichen Verpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Ertragsteuern werden für sämtliche Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen gebildet. Die latenten Steuern werden auf Basis der für die Gesellschaft geltenden Steuersätze ermittelt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB (Realisationsprinzip) und § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB (Anschaffungskostenprinzip) nicht angewendet. Ein Teil der mit den Kunden der Gesellschaft abgeschlossenen Beratungsverträge beinhaltet u. a. auch werkvertragsähnliche Bestandteile. Da jedoch die Merkmale eines Dienstvertrages überwiegen, wird die Umsatz- und Gewinnrealisierung pro rata temporis vorgenommen. Die unter der Bilanz zu vermerkenden Haftungsverhältnisse werden nach den für Verbindlichkeiten geltenden Grundsätzen unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ausgewiesen. Die Risikoeinschätzung der Inanspruchnahme erfolgt auf Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. 4. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. 4.2 Angaben zum Anteilsbesitz
* Es handelt sich hierbei um die Werte per 31.
März 2023
Die d-fine (HK) Limited, Hong Kong, China, hat im Geschäftsjahr 2014/2015 ihren Geschäftsbetrieb eingestellt. Aufgrund dessen wurde der Ansatz mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag beibehalten. 4.3 Konzernklausel Die d-fine GmbH als oberstes Mutterunternehmen stellt einen Konzernabschluss zum 30. Juni 2023 auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. 4.4 Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen i. H. v. TEUR 8.491 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Des Weiteren enthalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gewährte Darlehen i. H. v. TEUR 100. 4.5 Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus dem handelsrechtlichen Ansatz einer Rückstellung für die mietfreie Überlassung von Büroräumen. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz in Höhe von 28,27 %. Die aktiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Da die aktiven latenten Steuern (TEUR 94) die passiven latenten Steuern (TEUR 55) übersteigen, besteht in Höhe des Saldos (TEUR 39) eine Ausschüttungssperre i. S. d. § 268 Nr. 8 HGB. Auf Grund der bestehenden Gewinnrücklagen i. H. v. TEUR 4.000 wird die Ausschüttungssperre faktisch nicht wirksam. 4.6 Ausleihungen an verbundene Unternehmen Die d-fine Austria GmbH, Wien, Österreich, hat Genussrechte im Gesamtnennbetrag von EUR 900.000,00 begeben. Die Genussrechte sind eingeteilt in 900 untereinander gleichberechtigte Genussrechte im Nennbetrag von je EUR 1.000,00. Die Genussrechte gewähren einen Anspruch auf Beteiligung am Gewinn oder Verlust der Gesellschaft; die Höhe des Gewinnanteils ist auf 7,5 % des Nennbetrags der Genussrechte begrenzt. Die Laufzeit der Genussrechtsverträge endet vorbehaltlich einer Kündigung am 30. Juni 2031. Die Kündigungsfrist beträgt 24 Monate zum Ende des Geschäftsjahres der d-fine Austria GmbH, Wien, Österreich. Der Anspruch auf Rückzahlung der Genussrechte ist im Falle der Insolvenz und im Falle der Liquidation erst zu bedienen, nachdem sämtliche sonstigen Verbindlichkeiten der d-fine Austria GmbH, Wien, Österreich, erfüllt sind, aber vor Rückzahlung der Einlagen oder Auszahlung eines Liquidationserlöses an die Gesellschafter. Die Genussrechte gewähren keinen Anteil am Liquidationserlös; sie partizipieren nicht an etwaigen stillen Reserven oder dem Firmenwert der d-fine Austria GmbH, Wien, Österreich. Die Vergütungen für die Genussrechte belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 68 und werden unter der Position 'Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens' ausgewiesen. 4.7 Stammkapital Das Stammkapital beträgt unverändert EUR 1.000.000,00 und ist voll eingezahlt. 4.8 Bilanzgewinn Aufgrund der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses tritt gemäß § 268 Abs. 1 HGB an die Stelle der Posten "Jahresüberschuss" und "Gewinnvortrag" der Posten "Bilanzgewinn". Der vorhandene Gewinnvortrag wurde in den Posten "Bilanzgewinn" einbezogen. Der Bilanzgewinn entwickelt sich wie folgt:
4.9 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Löhne und Gehälter (TEUR 46.832), Resturlaubsansprüche (TEUR 10.395), Gewährleistungen (TEUR 1.140), sowie für Reisekosten (TEUR 800) gebildet. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellung für Zeitwertkonten zum 30. Juni 2023 beträgt TEUR 2.127 und ist mit dem beizulegenden Aktivwert der Zeitwertkonten in Höhe von TEUR 2.127 saldiert. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge im Geschäftsjahr betragen TEUR -212. 4.10 Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen i. H. v. TEUR 5.427 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 4.11 Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital Die d-fine GmbH, Frankfurt am Main, hat Genussrechte im Gesamtnennbetrag von EUR 21.850.000,00 begeben. Die Genussrechte sind eingeteilt in 21.850 untereinander gleichberechtigte Genussrechte im Nennbetrag von je EUR 1.000,00. Die Genussrechte gewähren einen Anspruch auf Beteiligung am Gewinn oder Verlust der Gesellschaft; die Höhe des Gewinnanteils ist auf 35 % des Nennbetrags der Genussrechte begrenzt. Die Laufzeit der Genussrechtsverträge, die vor dem 1. Juli 2013 abgeschlossen wurden, endet, vorbehaltlich einer Kündigung, am 30. Juni 2029. Verträge, die ab dem 1. Juli 2013 geschlossen wurden, enden mit Ablauf des Geschäftsjahres, in dem der jeweilige Genussrechtsinhaber das 60. Lebensjahr vollendet hat. Die Kündigungsfrist beträgt 6 Monate zum Ende des Geschäftsjahres. Der Anspruch auf Rückzahlung der Genussrechte ist im Falle der Insolvenz und im Falle der Liquidation erst zu bedienen, nachdem sämtliche sonstige Verbindlichkeiten der Gesellschaft erfüllt sind, aber vor Rückzahlung der Einlagen oder Auszahlung eines Liquidationserlöses an die Gesellschafter. Die Genussrechte gewähren keinen Anteil am Liquidationserlös; sie partizipieren nicht an etwaigen stillen Reserven oder dem Firmenwert der Gesellschaft. Die Vergütungen für die Genussrechte belaufen sich auf TEUR 7.648. 4.12 Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren aus dem handelsrechtlichen Ansatz von phasengleich aktivierten Dividendenansprüchen sowie von Forderungen aus unrealisierten Erträgen aus der Währungsumrechnung gemäß § 256a HGB. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz in Höhe von 28,27 %. Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
4.13 Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Kundengruppen:
Geographisch teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
4.14 Sonstige betriebliche Erträge Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 972 aus einer Förderung enthalten. 4.15 Erträge aus Beteiligungen In den Beteiligungserträgen sind Dividendenansprüche gegen die d-fine AG, Zürich, Schweiz, in Höhe von TEUR 2.350, gegen die d-fine Ltd., London, Großbritannien, in Höhe von TEUR 350 und gegen die d-fine Austria GmbH, Wien, Österreich, in Höhe von TEUR 437 enthalten. Die oben genannten Forderungen aus Dividenden wurden gemäß den Grundsätzen zur phasengleichen Vereinnahmung von Erträgen aus Beteiligungen an Kapitalgesellschaften bereits zum Bilanzstichtag ausgewiesen, obwohl der rechtliche Anspruch zu diesem Zeitpunkt noch nicht entstanden war. 4.16 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Hinsichtlich der Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens verweisen wir auf die Ausführungen unter 4.6 'Ausleihungen an verbundene Unternehmen'. 4.17 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Zinsaufwand resultiert aus zu zahlenden Vergütungen (TEUR 7.648) für die begebenen Genussrechte. 5. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Am 30. Juni 2023 hatte die Gesellschaft folgende Miet- bzw. Leasingverträge abgeschlossen:
Die Miet- bzw. Leasingzahlungen verteilen sich vertragsgemäß auf folgende Jahre:
Die Miet- und Leasingverträge wurden vorwiegend zum Zwecke der Finanzierung abgeschlossen. Der Vorteil liegt in der niedrigeren Kapitalbindung. Hierin werden keine wesentlichen Risiken gesehen. 6. Patronatserklärung Die Gesellschaft hat am 28. Juli 2023 für die d-fine Ltd., London, Großbritannien, eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet hat, die vorgenannte Gesellschaft finanziell so ausgestattet zu halten, dass sie fällige Verbindlichkeiten tilgen kann. Auf Grund der verbesserten Ertragslage und Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft wird das Risiko einer Inanspruchnahme als niedrig eingeschätzt. 7. Sonstige Angaben 7.1 Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2022/2023 wie folgt zusammen: - Dr. Florian Baumann, Diplom-Physiker, Frankfurt am Main - Christoph Belafi, Diplom-Technomathematiker, Mutterstadt - Dr. Christoph Bennemann, Diplom-Physiker, Ober-Olm - Dr. Eike Bick, Diplom-Physiker, Hackenheim - Dr. Oliver Bohr, Diplom-Physiker, Friedrichsdorf - Dr. Christoph Burmester, Diplom-Physiker, Hofheim - Dr. Ashot Davtyan, Diplom-Mathematiker, Oberursel - Todor Dobrikov, Diplom-Mathematiker, Frankfurt am Main - Dr. Uwe Dörr, Diplom-Physiker, Merchweiler - Dr. Arndt Dombert, Diplom-Betriebswirt, Frankfurt am Main - Dr. Andreas Geyer, Diplom-Physiker, Heppenheim - Nadine Gottschalk, Diplom-Mathematikerin, Düsseldorf (bis zum 31.12.2022) - Dr. Robert Görke, Diplom-Technomathematiker, Düren - Dr. Oliver Hein, Diplom-Mathematiker und Diplom-Chemiker, Hamburg - Dr. Stefan Heinrichs, Diplom-Physiker, München - Dr. Matthias Hirtschulz, Diplom-Physiker, Berlin - Dr. Sascha T. Hügle, Diplom-Physiker, Gundelfingen - Dr. Tilman Huhne, Diplom-Physiker, Dießen - Ulf Henning Jacobs, Diplom-Physiker, Wedel - Dr. Jan Jureit, Diplom Physiker, Laboe - Dr. Oliver Kayser-Herold, Diplom-Informatiker, Braunschweig - Dr. Andreas Keese, Diplom-Mathematiker, Uetze-Obershagen - Dr. Jochen Kienert, Diplom-Physiker, Berlin - Dr. Henriette Kröner, Diplom-Wirtschaftsmathematikerin, Frankfurt am Main - Dr. Florian Merz, Physiker, Köln - Dr. Jochen Meyer, Diplom-Physiker, Tiste - Dr. Karsten Meyer, Diplom-Physiker, Berlin - Dr. Mathias Michel, Diplom Physiker, Mayen - Dr. Cornelius Mund, Diplom Physiker, Frankfurt am Main - Dr. Christian Oehler, Diplom-Physiker, Karlsbad - Dr. Ari Pankiewicz, Diplom-Physiker, Frankfurt am Main - Wolfgang Pleyer, Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Frankfurt am Main - Dr. Jörn Rank, Diplom-Physiker, Idstein - Dr. Christian Romeike, Diplom-Physiker, Köln - Alexander Schalk, Diplom-Wirtschaftsmathematiker, München - Dr. Egbert Schark, Diplom-Physiker, Wiesbaden - Dr. Christoph Schneggenburger, Diplom-Physiker, Pullach im Isartal - Nadja Schuster, Diplom-Mathematikerin, Oberursel - Dr. Markus Seifert, Diplom-Physiker, München - Ewald Sinkevicius, Diplom-Wirtschaftsmathematiker, Castrop-Rauxel - Dr. Constantin Roman Sobiella, Diplom-Physiker, Frankfurt am Main - Artur Steiner, Diplom-Mathematiker, Schüttorf - Dr. Roland Uhlig, Diplom-Physiker, Markdorf - Markus von Rothkirch und Panthen, Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Darmstadt - Dr. Hans Peter Wächter, Diplom-Physiker und Diplom-Wirtschaftsphysiker, Hamburg - Dr. Andreas Werner, Physiker (DEA ENS Lyon), Frankfurt am Main - Dr. Magnus Wobben, Diplom-Mathematiker, Frankfurt am Main Jeder Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder gemeinsam mit einem Prokuristen. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt dieser die Gesellschaft allein. 7.2 Gesamtbezüge der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr entfallen auf die Geschäftsführung Gesamtbezüge in Höhe von insgesamt TEUR 42.576. 7.3 Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 1.097 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: 954 Angestellte). 7.4 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden ausschließlich marktübliche Geschäfte abgeschlossen. 7.5 Vorschlag für die Verwendung des ErgebnissesDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auszuschütten.
Frankfurt am Main, 27.10.2023 gez. Dr. Matthias Aicher gez. Dr. Florian Baumann gez. Christoph Belafi gez. Dr. Christoph Bennemann gez. Dr. Eike Bick gez. Dr. Oliver Bohr
gez. Dr. Jonas Bräuer gez. Dr. Christoph Burmester gez. Dr. Ashot Davtyan gez. Todor Dobrikov
gez. Dr. Uwe Dörr gez. Dr. Arndt Dombert gez. Dr. Andreas Geyer gez. Dr. Robert Görke
gez. Dr. Ferdinand Graf gez. Dr. Oliver Hein gez. Dr. Stefan Heinrichs gez. Dr. Matthias Hirtschulz gez. Dr. Christian Hörhammer
gez. Dr. Arnd Hübsch gez. Dr. Sascha Hügle gez. Dr. Tilman Huhne gez. Ulf Henning Jacobs gez. Dr. Jan-Hendrik Jureit
gez. Dr. Oliver Kayser-Herold gez. Dr. Andreas Keese gez. Dr. Jochen Kienert gez. Dr. Henriette Kröner gez. Dr. Florian Merz
gez. Dr. Jochen Meyer gez. Dr. Karsten Meyer gez. Dr. Mathias Michel gez. Dr. Cornelius Mund gez. Dr. Christian Oehler
gez. Dr. Ari Pankiewicz gez. Wolfgang Pleyer gez. Torsten Radtke gez. Dr. Jörn Rank
gez. Dr. Christian Romeike gez. Alexander Schalk gez. Dr. Egbert Schark gez. Dr. Christoph Schneggenburger gez. Dr. Sven Schulz gez. Nadja Schuster
gez. Dr. Markus Seifert gez. Dr. Thorsten Sickenberger gez. Ewald Sinkevicius gez. Dr. Constantin Roman Sobiella gez. Artur Steiner gez. Dr. Roland Uhlig
gez. Markus von Rothkirch und Panthen gez. Dr. Hans Peter Wächter gez. Dr. Andreas Werner gez. Dr. Magnus Wobben Entwicklung des Anlagevermögens 2023
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23 VOM 1. JULI 2022 BIS ZUM 30. JUNI 2023DER D-FINE GMBH UND DES D-FINE KONZERNSZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT DER D-FINE KONZERN A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS 1. GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS 2. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG B. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN 2. GESCHÄFTSVERLAUF 3. ERTRAGSLAGE 4. FINANZLAGE 5. VERMÖGENSLAGE 6. FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN C. NACHHALTIGKEITSBERICHT D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 1. RISIKOBERICHT 2. CHANCENBERICHT 3. PROGNOSEBERICHT E. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT Gemäß § 315 Absatz 5 HGB in Verbindung mit § 298 Absatz 2 HGB wird der Lagebericht der d-fine GmbH mit dem Konzernlagebericht der d-fine Gruppe zusammengefasst (im Folgenden: "zusammengefasster Lagebericht"). Wir berichten darin über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie über die Lage und die voraussichtliche Entwicklung des d-fine-Konzerns und der d-fine GmbH als Muttergesellschaft. Die Angaben zum d-fine Konzern gelten analog für die d-fine GmbH. Wesentliche Unterschiede werden separat erläutert. DER D-FINE KONZERN Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss besteht aus der d-fine GmbH, Frankfurt am Main, der d-fine Ltd, London und der d-fine Austria GmbH, Wien, der d-fine AG, Zürich, sowie aus den im Berichtsjahr neu gegründeten Gesellschaften der d-fine AB, Stockholm, der d-fine B.V., Utrecht und der d-fine s.r.l., Mailand. Bis auf den unterschiedlichen lokalen Schwerpunkt ist das Tätigkeitsfeld der konsolidierten Firmen in London, Wien, Zürich, Stockholm, Utrecht und Mailand gleich dem der Muttergesellschaft. Die d-fine GmbH ist die alleinige Muttergesellschaft der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften und steht zurzeit für über 90 % des Geschäftsvolumens des Konzerns. A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS 1. Geschäftsmodell des Konzerns Die Marke d-fine mit der Muttergesellschaft d-fine GmbH ist ein Beratungsunternehmen, deren Fokus auf der Realisierung komplexer Vorhaben mit ausgeprägten analytischen, quantitativen und technologischen Herausforderungen liegt. Projekte rund um "Data Analytics" sind prägend für das Image von d-fine. Die Projekte werden durch spezialisierte Teams durchgängig von der Analyse über die Konzeption bis zum Produktiveinsatz bearbeitet. Um die oben genannte Positionierung am Beratungsmarkt ausfüllen zu können, beschäftigt d-fine mehr als 1.200 Experten, überwiegend mit einem akademischen Hintergrund in Physik, Mathematik und Informatik. Ursprünglich fast ausschließlich im Finanzbereich tätig, wächst d-fine seit einigen Jahren verstärkt im Energie- und Industriesektor, in dem datengetriebene Geschäftsmodelle einen immer höheren Stellenwert einnehmen. Stetig neue regulatorische Vorgaben treiben die Marktveränderungen (Stichwort: Dekarbonisierung bzw. Klimaneutralität), sorgen für dramatische Transformationen ganzer Industriebereiche, mit entsprechender Nachfrage in der Beratungsbranche. Über alle Kundensegmente hinweg nimmt zudem die "Digitalisierung" mit ihren Auswirkungen auf Geschäftsmodelle, Prozesse und die Informationstechnologie weiterhin einen großen Platz ein. In allen Ausprägungen wie Cloud-Computing, Big oder Smart Data, Prozessautomatisierung oder Robotics, Künstliche Intelligenz wie Machine Learning stehen direkt oder indirekt hinter vielen Vorhaben. d-fine hat sich hier insbesondere auch durch seine naturwissenschaftliche Prägung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen sehr guten Ruf erarbeitet. Teilweise handelt es sich um Transformationsprozesse, die über mehrere Jahre den Kunden beschäftigen werden. Kurzfristig müssen aber auch zahlreiche sehr kleine, arbeitsintensive Vorstudien oder Pilotprojekte bearbeitet werden, um später bei größeren Umsetzungsvorhaben entsprechend positioniert zu sein. Wir gehen davon aus, dass d-fine weiterhin vom prinzipiellen Trend der verstärkten Nachfrage nach analytischer und technologischer Expertise aus einer Hand und seiner inzwischen erreichten absoluten Größe profitieren wird - sowohl auf der Kundenseite als auch bei der Einstellung von jungen Menschen mit diesen sehr gesuchten Fähigkeiten und diesem Vorwissen. Dazu passt, dass d-fine weiterhin auf ein organisches Wachstum durch die Einstellung von hochkarätigen Hochschulabsolventen mit klarem Fokus auf mathematischen, naturwissenschaftlichen oder technologischen Hintergrund setzt. Dem zu beobachtenden gesellschaftlichen Trend nach einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Berufs- und Arbeitsleben sowie großer Flexibilität hinsichtlich der Arbeitsmodelle begegnet d-fine durch ein Bündel an Maßnahmen und organisatorischen Anpassungen, die in eigens etablierten Arbeitsgruppen konzipiert wurden. Insbesondere die Veränderung der Arbeitswelt, die zu verstärkter Home- Office-Tätigkeit geführt hat, hat es ermöglicht, die Arbeitsmodelle bei d-fine entlang der Reisepräferenzen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu gestalten. Wir führen unser Unternehmen durch hierarchisch abgestufte Verantwortlichkeiten, die sowohl die regionalen und kundenspezifischen Bedürfnisse als auch die fachlichen Anforderungen abbilden. Unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen werden dadurch Karrierewege ermöglicht, die ihre persönlichen und fachlichen Kompetenzen bestmöglich ausnutzen und ihren Bedürfnissen in allen Lebensphasen gerecht werden. Die finanzielle Steuerung erfolgt vor allem durch ein differenziertes Controllingsystem, das insbesondere das zeitgerechte und exakte Management der kundenbezogenen und der internen Projekte sicherstellt und Abweichungen frühzeitig erkennen lässt. Zielsetzungen und Zielerreichungen sind zudem Gegenstand regelmäßiger Besprechungen der Geschäftsführung und der Leitungsgremien. 2. Forschung und Entwicklung Den starken Veränderungen und der Vielzahl an neuen Themen hat d-fine durch eine auf vier Säulen beruhende interne Struktur in Forschung und Entwicklung Rechnung getragen. Die kontinuierlichen Innovationen werden durch große spezialisierte Fachbereiche vorangetrieben. In einem Innovation-Lab werden Themenfelder, die sich in ersten Pilotprojekten bewährt haben, zur Marktreife entwickelt. Weitreichende Innovationen mit großem Investitionsbedarf werden strukturiert in internen Inkubatoren angegangen. Als letzte Säule schafft ein Think-Tank die Basis, um durch die strukturierte Beschäftigung mit Themen, die erst mit einem Zeithorizont größer drei Jahre für d-fine relevant sein könnten, die Basis für das langfristige Geschäft zu legen. Neben dem gestiegenen Forschungsaufkommen zeigt sich weiterhin, dass auch verstärkt in die Entwicklung von Produkten als flankierende Maßnahme für das Beratungsgeschäft investiert werden muss. Schon seit Jahren verfügt d-fine über eine eigene Bewertungsbibliothek für Kapitalmarktprodukte, eine Plattform für das Handling von MBS-Transaktionen oder die Modellrechnungen für die Kapitalanlage von Versicherungsunternehmen. In der jüngeren Vergangenheit kommen Entwicklungen für Lösungen im Gesundheitswesen, in der Bewertung von Kraftwerken oder lauffähige Prototypen für neue Technologien wie DLT hinzu. B. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2022 ist der Marktumsatz in Deutschland in der Unternehmensberatung laut dem Branchenverband BDU um 15,0 % gestiegen und liegt damit sogar über der optimistischen Prognose (+10,5 %) zu Beginn des Jahres. Für das Jahr 2023 erwartet der BDU stand März eine positive Wachstumsrate von 12,0 %. Der immer noch nicht beendete russische Angriffskrieg in der Ukraine, die notwendigen Anstrengungen für mehr Nachhaltigkeit, der generelle Preisanstieg und die damit einhergehende Inflation, aber auch die nach Jahren extrem niedriger Zinsen wieder steigenden Zinsen wirken sich zwangsläufig auf das Wirtschaftsgeschehen aus. Der hieraus resultierende Anpassungsbedarf für Unternehmen und Organisationen führt zu einem höheren Beratungsbedarf und stellt somit einen zentralen Wachstumstreiber im Consultingbereich dar. Den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) wird die Arbeitsweisen in Zukunft deutlich verändern, jedoch bewertet der Großteil der Unternehmensberatung vor allem diese Veränderung als Chance. Unsere größten Kundengruppen Banken, Versicherungen, Energieversorger, Industrie und Asset Manager sehen sich weiterhin sowohl verstärkten regulatorischen Vorgaben als auch massiven Veränderungen ihrer etablierten Geschäftsmodelle konfrontiert. Banken und Versicherungen erleben weiterhin Margendruck, sprunghaft steigende Zinsen nach Jahren von Negativzinsen, die Etablierung zusätzlicher Marktteilnehmer und in Frage gestellte Geschäftsmodelle als Herausforderung. Zwar werden weiterhin Kostensenkungsprogramme gefahren, doch lässt sich eine erhöhte Investitionsbereitschaft in Innovationen wie Cloud-Computing, den Einsatz von Digitalen Assets, Kooperation mit FinTechs, Prozessautomatisierung oder die Kundenfokussierung der Geschäftsprozesse erkennen. Bei Versicherungen trieb zusätzlich das Thema Nachhaltigkeit und Digitalisierung zahlreiche Projekte. d-fine ist durch seine analytisch und technisch hoch qualifizierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die damit einhergehenden Einsätze von Methoden wie Data Science oder Machine Learning aber auch der weiterwachsenden Bedeutung der Datenverarbeitung und Datensicherheit gut aufgestellt. Einer noch größeren Veränderung der Geschäftsmodelle sieht sich unsere nächstgrößere Kundengruppe - die deutsche Automobilindustrie - gegenüber. Die Unsicherheit über die Antriebskonzepte der nächsten Jahre haben in Verbindung mit Lieferengpässen entlang der Lieferkette zu einem erheblichen Einbruch der Verkaufszahlen geführt. Massive Investitionen in neue Technologien und IT-Vernetzung der Fahrzeuge treibt die Industrie an. Die dabei auch dort notwendigen Techniken wie Big Data, Machine Learning oder Data Science machen damit d-fine zu einem glaubwürdigen und kompetenten Dienstleister über den bisherigen Fokus auf Corporate Treasury hinaus. Der Wandel der Geschäftsmodelle bei Automotive oder generell Mobility bietet für d-fine erhebliches Wachstumspotential für die nächsten Jahre. Im Bereich der Energieversorger und Netzbetreiber werden derzeit zahlreiche Vorhaben gestartet, die über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren die durch die Energiewende induzierten Transformationsprozess begleiten. Zudem sind die Themen Versorgungssicherheit und Energiepreisschwankungen bzw. hohe Energiekosten Anknüpfungspunkte für d-fine, um unser Geschäft über den bisherigen Beratungsbereich inhaltlich auszudehnen. 2. Geschäftsverlauf Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen ist insgesamt weiterhin hoch, da d-fine sowohl über das notwendige Fachwissen in der Digitalisierung sowie Geschäfts- und Risikosteuerung, aber vor allem auch über starke Umsetzungskompetenz in den notwendigen Methodiken, Prozessen und Technologien verfügt. Eine Herausforderung für d-fine liegt in der Zweiteilung des Marktes hinsichtlich der Projektgrößen. Zum einen werden sehr kurze und kleine, sehr stark fachlich getriebene Projekte mit kurzem Vorlauf angefragt, zum anderen sehr große und oftmals über Jahre laufende Transformationsprojekte. Die zweite Herausforderung, die Gewinnung einer ausreichenden Zahl von hochqualifizierten Neueinsteigern, um das angestrebte Wachstumsziel erreichen zu können, ist nach wie vor eine große Herausforderung. Die neu etablierten Beschäftigungsprogramme, "Orange", "Orange flex" und "Blue", welche unterschiedliche Reisepräferenzen berücksichtigen, haben sich als voller Erfolg gezeigt. Die weiter ausgebaute Präsenz an Universitäten, Hochschulen und Bewerbermessen zeigt den erwarteten Erfolg. Das sehr große Interesse der Bewerber an den neuartigen Projektinhalten rund um Data Science, AI und moderne Technologien kann von d-fine und seiner Positionierung am Markt befriedigt werden. Es ist uns in diesem Bereich gelungen, die im Lagebericht des Vorjahres dargestellte Erwartung zu erfüllen. Die gewünschte geographische Ausweitung unseres Dienstleistungsmarktes gelang im vergangenen Geschäftsjahr vor allem in Benelux und Skandinavien sehr gut, so dass der Anteil des Auslandsgeschäftes, in Ländern, in denen wir keine Tochtergesellschaft unterhalten, 10 % beträgt. Für die Zukunft wird daher in Erwägung gezogen, in weiteren Märkten Tochtergesellschaften zu etablieren. In manchen strategischen Regionen gibt es hingegen noch Nachholbedarf. Um die deutlich verbreiterte Dienstleistungspalette und den auch vom Markt nachgefragten neuen Themen entsprechenden Raum zu geben, wurde das in 2020 angepasste Markenbild von d-fine über viele Kanäle weiter positioniert. Sowohl unsere Internetpräsenz als auch eine entsprechende Positionierung in ausgewählten Social-Media-Plattformen ermöglichte es sowohl Kunden als auch Bewerbern einen effektiven Überblick über d-fine zu erhalten. Als markenbildende Maßnahmen im Kerngeschäft, aber auch in den Zukunftsmärkten, wurden weiterhin Image-Anzeigen in den wichtigsten deutschen und englischen segmentspezifischen Print-Medien geschaltet, Fach- und Übersichtsartikel von d-fine zu verschiedenen Themen platziert, Vorträge auf (virtuellen) Fachkongressen gehalten und bestimmte Social-Media- Kanäle bespielt. Der Konzernumsatz der d-fine GmbH ist im vergangenen Geschäftsjahr um rd. 16 % gestiegen und liegt damit knapp über dem durchschnittlichen Wachstum des Marktumsatzes der Unternehmensberatung in Deutschland. Der Umsatzzuwachs bei der d-fine GmbH liegt auf einem ähnlichen Niveau bei rd. 15 %. Das Geschäftsjahr 2022/2023 war nicht mehr durch die Covid-19-Pandemie überschattet. Die Projekte konnten wieder - sofern gewünscht - vermehrt bei dem Kunden vor Ort bearbeitet werden. Zahlreiche Projekte werden aber weiterhin remote - sprich aus dem Home-Office oder dem d-fine Bürostandorten heraus - bearbeitet. Durch verstärkte Teilnahme an europäischen Ausschreibungen gelingt es zudem weiterhin, die Kundenbasis ständig zu verbreitern. Es wurden neben einzelnen Großprojekten viele kleinere und mittlere Projekte bei Kunden akquiriert. Ferner hat sich die Bandbreite an Projektinhalten weiter vergrößert, insbesondere in den "neuen" Themen rund um Cloud- Computing, Big Data und Künstliche Intelligenz. 3. Ertragslage
Abbildung 2: Ertragslage (betriebswirtschaftliche Darstellung) Mit 241.337 TEUR lag der Konzernumsatz um 16,1 % über dem Vorjahresumsatz von 207.905 TEUR. Die Gesamtleistung des Konzerns ist um 16,2 %, die der d-fine GmbH um 14,7 % gestiegen. Ursächlich hierfür war hauptsächlich eine sehr hohe Auslastung während des gesamten Geschäftsjahres. Das Betriebsergebnis des Konzerns hat sich um TEUR 1.556 bzw. 8,3 % auf TEUR 20.262 erhöht. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus dem gestiegenen Umsatzerlösen. Bei der d-fine GmbH hat sich das Betriebsergebnis im Vergleich zum Konzern bedingt durch konzerninterne Leistungen lediglich um TEUR 188 bzw. 1,3 % auf TEUR 14.595 erhöht. Weiterhin ist der Personalaufwand der mit Abstand höchste Kostenblock und macht 84 % (Vorjahr: 89 %) der Gesamtkosten aus. Aufgrund des Geschäftsmodells von d-fine wird sich das auch in den kommenden Jahren nicht ändern. Die Covid-19-Pandemie veränderte die Arbeitswelt und die Reiseaktivitäten von Unternehmen. Die Aufwendungen für Reisekosten sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie jedoch immer noch relativ niedrig. Auf Kundenprojekten eingesparte Reisekosten werden meist als Rabatt an unsere Kunden weitergereicht. Der Personalaufwand pro durchschnittlich Beschäftigtem ist von TEUR 162 auf TEUR 153 leicht gesunken. Der Rückgang ist vor allem durch den im Vergleich zum Umsatz überproportionalen Personalzuwachs bedingt. Die Struktur der Ertragslage ist in Abbildung 2 dargestellt. Hinsichtlich der Entwicklung der Umsatzerlöse verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung. Die regionale Struktur unseres Außenumsatzes (Abbildung 1) hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die im Geschäftsjahr neu gegründeten Tochtergesellschaften d-fine AB, d-fine B.V. und d-fine s.r.l. befinden sich in der Gründungsphase und haben daher im ersten Rumpfgeschäftsjahr geringe Außenumsätze erwirtschaftet. Die ersten Zahlen des neuen Geschäftsjahres stimmen uns zuversichtlich, dass wir uns in Zukunft in dem lokalen Marktumfeld behaupten können und somit der Umsatz steigen wird. Insgesamt gesehen war die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere unter Berücksichtigung des schwierigen europa- und weltweiten Umfeldes zufriedenstellend.
Abbildung 1: Aufteilung Außenumsatz auf die Gesellschaften 4. Finanzlage Kapitalstruktur Der d-fine-Konzern finanziert sich vor allem über den laufenden Cashflow sowie das Eigenkapital und Genussrechte. Die bilanzielle Eigenkapitalquote ist aufgrund der Bilanzverlängerung leicht auf 12,2 % gesunken (Vorjahr: 12,6 %). Das gesamte langfristige Kapital (Eigenkapital plus Genussscheine) ist um TEUR 2.550 auf TEUR 37.816 gestiegen. Die Quote liegt nach wie vor bei rund einem Drittel. Es werden weiterhin keinerlei Kredite durch fremde Dritte zur Finanzierung benötigt. Aufgrund des hohen Eigen- und Hybridkapitals sowie der guten Innenfinanzierungskraft durch die zeitnahe Rechnungsstellung bei d-fine und die relativ gute Zahlungsmoral unserer Kunden, wird zurzeit auf keinerlei Kreditfinanzierung zurückgegriffen. Daneben besitzt d-fine ein gutes Rating bei Kreditauskunfteien (z. B. die zweitbeste Stufe bei Creditreform), sodass bei kurzfristig erhöhtem Finanzierungsbedarf leicht Fremdkapital aufgenommen werden könnte. Investitionen Wie unter A.1. beschrieben ist das eigentliche "Produkt" von d-fine das Know-how der Mitarbeiter. Konsequenterweise entspricht bei d-fine die Investition in diesen Know-how- Aufbau der klassischen Sachinvestition (im Berichtsjahr Zugänge von rd. EUR 1 Mio.). Als große systematische Investitionen sind dabei die Vorhaben für die zukünftigen Geschäftsfelder FinTech, Mobility oder Healthcare, die Erweiterung der Grundsatzabteilung sowie die jährlichen Masterprogramme, welches wir für unsere neuen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen anbieten (vgl. auch A.6.). Ca. 90 % von ihnen nehmen daran teil. Liquidität Der Cashflow der Gesellschaft sowie auch der Gruppe speist sich vor allem durch das deutlich positive Jahresergebnis (bereinigt um die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge) sowie die beglichenen Kundenforderungen (als direkter Umsatz oder als Anzahlung auf Werkverträge). Der Abfluss ergibt sich im Wesentlichen durch Gehaltszahlungen, Reisekosten, die Leasingzahlungen auf die betriebsnotwendige Einrichtung sowie Dividenden- und Genussrechtszahlungen. Die allermeisten Zahlungen laufen über das Hauptgeschäftskonto, so dass ein enges Monitoring der Liquidität gewährleistet werden kann. Aufgrund der stringenten Forderungsüberwachung werden Verzögerungen in der Begleichung schnell erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Verzögerungen in der Forderungsbegleichung sind nicht auf die Bonität unserer Kunden zurückzuführen, sondern einzig auf deren zum Teil suboptimale Verwaltungsprozesse. Der Rückgang des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert hauptsächlich aus den Veränderungen der Rückstellungen. Im Vorjahr hatten wir einen deutlichen Anstieg bei den Rückstellungen zu verzeichnen, wohingegen dieses Geschäftsjahr die Rückstellungen leicht gesunken sind. Zudem haben wir eine stichtagsbedingte Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erhöhung der Verbindlichkeiten für Genussrechtszinsen. Im Vorjahr erfolgte die Zahlung der Genussrechtszinsen im laufenden Geschäftsjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr auch deutlich gesunken. Dies resultiert aus der Vergütung der Genussrechte, die erst in FY23/24 nach dem Geschäftsjahr ausgezahlt wurden. Der Finanzmittelfonds hat sich gegenüber dem letzten Geschäftsjahr leicht reduziert, was hauptsächlich auf die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist. Die Einzelheiten der Liquiditätsentwicklung sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt. Im Geschäftsjahr 2022/23 ergibt sich für die d-fine-Gruppe ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 7.113, aus Investitionstätigkeit von TEUR -1.017 und aus Finanzierungstätigkeit von TEUR - 6.258. Bei dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wirken sich vor allem die Auszahlungen für die Ausschüttungen des Vorjahresgewinns aus. Der Finanzmittelfonds hat sich im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr um TEUR 208 (einschließlich wechselkursbedingter Änderungen) verringert und betrug TEUR 69.101. 5. Vermögenslage In der nachfolgenden Abbildung 3 ist die konkrete Vermögenslage abgebildet.
Abbildung 3: Vermögenslage Veränderungen in der Vermögens- und Kapitalstruktur stehen im Wesentlichen mit dem verbesserten Jahresergebnis sowie dem Anstieg des langfristigen Kapitals in Zusammenhang. Aufgrund des Umsatzwachstums sind die kurzfristigen Forderungen sowie Steuerrückstellungen kräftig gestiegen. Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten betrifft die Vergütung der Genussrechte, die erst in FY23/24 nach dem Geschäftsjahr ausgezahlt wurden. Aufgrund der zum Bilanzstichtag hohen Bestände an Dienstleistungen, die noch nicht abgeschlossen sind - unfertige Leistungen - ist der Vorratsbestand weiterhin hoch. Neben den kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den flüssigen Mitteln liegen die Assets einer Unternehmensberatung hauptsächlich in den immateriellen Vermögensgegenständen "Know-how" und "Kundenstamm", die nicht bilanziert werden. Klassische materielle langfristige Vermögensgegenstände spielen in der Bilanz von d-fine keine Rolle, da fast die gesamte Betriebsausstattung von d-fine geleast oder gemietet ist. Ferner ist fast die gesamte Verwaltungstätigkeit an Drittfirmen ausgelagert, so dass sich in der gesamten Belegschaft von d-fine weniger als 10 % Verwaltungsmitarbeitende finden. Ein nicht betriebsnotwendiges Vermögen ist nicht vorhanden. 6. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Klassischer Weise sind die Umsatzrendite und der Pro-Kopf-Umsatz die nachprüfbaren finanziellen Leistungsindikatoren, welche zur Lagebeurteilung einer Unternehmensberatung herangezogen werden können. Bei einem Konzernumsatz von TEUR 241.337 (Vorjahr: TEUR 207.905) und durchschnittlich 1.239 (Vorjahr: 1.058) Mitarbeitenden lag der Umsatz pro Mitarbeitenden im Geschäftsjahr bei TEUR 195 gegenüber TEUR 197 im Vorjahr. Bei der d-fine GmbH hat sich der Umsatzanteil mit TEUR 207 dagegen konstant entwickelt. Bezogen auf den Konzernjahresüberschuss von TEUR 8.853 (Vorjahr: TEUR 8.278) ergab sich eine Umsatzrendite von 3,7 % gegenüber 4,0 % im Vorjahr. Die Umsatzrendite und der Pro-Kopf- Umsatz sind somit zum Vergleichsjahr leicht gesunken. Bei der d-fine GmbH liegt die Umsatzrendite mit 3,4 % nahezu auf dem Niveau des Vorjahres mit 3,5 %. Beide Renditekennzahlen liegen jedoch weiter im gesunden Bereich. Kunden Das Kundensegment "Banken" dominierte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 64 % Anteil am Gesamtumsatz im Konzern (im Vorjahr 58 %) wieder deutlich. Weitere größere Kundengruppen mit einem Umsatzanteil jeweils von rund 14 % sind Energie und Industrie, gefolgt von Versicherungen und Asset Management mit einem Umsatzanteil von knapp 13 % (siehe Abbildung 4). Bei der d-fine GmbH ist die Struktur analog. Der Auslandsumsatzanteil im Konzern ist auf 18 % (im Vorjahr 15 %), bei der d-fine GmbH auf 14 % (im Vorjahr 11 %) leicht gestiegen. Das Geschäft in unseren ausländischen Kernmärkten wird hauptsächlich direkt von den dafür gegründeten ausländischen Tochterunternehmen erbracht. Mittelfristig rechnen wir mit einem Anteil des Auslandsgeschäftes von einem Viertel des Gesamtumsatzes im Konzern (siehe Abbildung 5). Mitarbeiter Die traditionell relativ niedrige Mitarbeitendenfluktuation war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zu beobachten und lag damit deutlich im guten Bereich. Dazu hat sich die Mitarbeitendenzahl im Konzern während des Geschäftsjahres weiter erhöht. Die durchschnittliche Mitarbeitendenzahl lag bei 1.239 Personen gegenüber 1.058 im Vorjahr, bei d-fine GmbH bei 1.097 Personen gegenüber 954 im Vorjahr. Das im Vorjahr angestrebte Wachstum von 10 % konnten wir somit in vollem Umfang realisieren. Bei den Neueinstellungen wurden der d-fine Philosophie entsprechend nur die besten Hochschulabgänger und -abgängerinnen in naturwissenschaftlichen Fächern berücksichtigt. Mit dem mehrmals im Jahr stattfindenden zweitägigen Workshop und sogenannten "d-fine days" an den Universitätsstätten bieten wir ausgewählten Studenten und Studentinnen einen Einblick in die Arbeit als Unternehmensberatender und in d-fine als Arbeitgeber. Die Workshops haben sich als hervorragendes Recruiting-Instrument etabliert und sind teilweise sogar virtuell durchführbar. Garant dafür, Berufseinsteiger von d-fine zu überzeugen und die Mitarbeitendenfluktuation niedrig zu halten, ist weiterhin das interessante Gesamtpaket aus Bezahlung, passenden Beschäftigungsmodellen, freier Wohnortwahl, abwechslungsreichen Einsatzgebieten und nicht zuletzt das Angebot von umfangreichen Fortbildungsangeboten bei d-fine. Hierunter fallen vor allem die oben bereits beschriebenen Master-Programme, welche unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen parallel zum beruflichen Einsatz belegen können. Die Altersstruktur liegt in einem Band von Mitte zwanzig bis Ende fünfzig, wobei die meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in dem Band von Ende zwanzig bis Ende dreißig liegen. Das relative hohe "Mindestalter" ergibt sich dadurch, dass (außerhalb der Verwaltung) nur Hochschulabsolventen und -absolventinnen eingestellt werden, von denen eine Vielzahl promoviert ist. In der Verwaltung arbeiteten im Konzern letzten Geschäftsjahr rund 100 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Aufgaben umfassen neben den allgemeinen Sekretariatstätigkeiten das Personalwesen, Marketing, Knowledge-Management, eine Grundsatzabteilung, Event Management und das Controlling sowie die Betreuung spezieller IT-Themen. Alle weiteren Aufgaben von der Lohnbuchhaltung, über Rechnungswesen bis zum IT-Service sind weiterhin an externe Firmen ausgelagert.
Abbildung 4: Konzernumsatz nach Kundengruppen
Abbildung 5: Konzernumsatz nach Regionen C. NACHHALTIGKEITSBERICHT 1 d-fine verfolgt eine langfristig ausgerichtete Nachhaltigkeitsstrategie, welche sich in all ihren Tätigkeiten und im Umgang mit allen Beteiligten - Kunden, Belegschaft, Lieferunternehmen, Umwelt und Gesellschaft - widerspiegelt. Unser Ziel ist es, potenziell negative soziale und ökologische Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit so gering wie möglich zu halten. Die Verfolgung und Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie betrachten wir als elementar, um auch zukünftig (Mitarbeitenden-)Wachstum erzielen zu können. Gerade als Beratungsgesellschaft sehen wir die Beratung unserer Kunden zu mehr Nachhaltigkeit als Chance an. Wir haben dazu die bereichsübergreifenden Themenfelder "Digitalisierung" und "Nachhaltigkeit" auch im Geschäftsjahr 2022/2023 weiter ausgebaut und unterstützen viele Firmen und Organisationen auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in ihrem Unternehmen und Produkten. Für die Umsetzung unserer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie inkl. der abgeleiteten Maßnahmen ist das Sustainability Board verantwortlich, dem auch Mitglieder der Geschäftsführung angehören. d-fine hat den Anspruch, umwelt- und klimanachhaltig zu arbeiten. Um das zu gewährleisten, haben wir uns der Klimaneutralität verpflichtet: Wir vermeiden soweit möglich umwelt- und klimaschädliche Emissionen, z. B. bei Dienstreisen oder der Büroausstattung. Emissionen, welche noch nicht vermeidbar sind, kompensieren wir vollständig seit 2019 durch Klimaschutzprojekte bzw. Emissionszertifikate. Aufgrund des wissenschaftlichen und quantitativen Hintergrunds unserer Belegschaft wird unser Corporate Carbon Footprint jährlich entlang der gesamten Wertschöpfungskette nach dem international anerkannten "GHG Protocol Corporate Standard" auf Basis eines selbstentwickelten Systems von unserem Nachhaltigkeitsteam ermittelt. Dieses System ist durch externe Auditoren (DEKRA) zertifiziert. Wir sind überzeugt, dass das dadurch erreichte detaillierte Verständnis der Emissionsquellen für das Treffen von Entscheidungen, die Auswirkungen auf unsere Treibhausgasbilanz haben, unerlässlich ist. Zudem haben wir uns dem Net Zero Standard der Science Based Targets Initiative (SBTi) verpflichtet, um wissenschaftlich fundierte Ziele zur Emissionsreduktion im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens zu setzen. Einmal im Jahr messen wir unsere Zielerreichung durch eine umfassende Bewertung unseres Corporate Carbon Footprints. Anhand von Prognosen wollen wir sicherstellen, dass unsere Ziele im Laufe des Jahres erreicht werden. Auch für das Geschäftsjahr 2022/2023 konnten wir wie in den Jahren zuvor unsere gesetzten Ziele der Emissionsreduktion erfüllen. Darüber hinaus erfüllt d-fine die Kriterien des deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) und veröffentlicht einen DNK-Bericht, inklusive der relevanten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren nach EFFAS (European Federation of Financial Analysts Societies). Da die Dienstleistungen von d-fine fast ausschließlich in Form von Beratungsleistungen erbracht werden, ist der Hauptfaktor für unsere Emissionen das Reisen unserer Consultants zu Projekten. Um diese Emissionen zu reduzieren, haben wir verschiedene Initiativen ins Leben gerufen, die sowohl auf die Verringerung der Anzahl der Geschäftsreisen als auch auf die Minimierung der Treibhausgasemissionen bei notwendigen Geschäftsreisen abzielen. So sind Flugreisen nur erlaubt, wenn ein Ziel nicht innerhalb von 5 Stunden mit der Bahn erreicht werden kann. Um die Rate von Remote-Work zu steigern, wurden eine Mobile Work Policy sowie neue Arbeitsmodelle eingeführt, die sich vor allem bzgl. der Reisetätigkeit unterscheiden. So haben wir Arbeitsmodelle eingeführt, die nur wenig oder keine Reisetätigkeit beinhalten, sowie ein neues Modell bei dem vollständig remote gearbeitet wird. Darüber hinaus haben wir Anfang 2023 damit begonnen, unseren Fuhrpark auf emissionsarme Autos mit E-Kennzeichen umzustellen, was bis 2027 abgeschlossen sein wird. Ein weiterer Hauptverursacher unseres Energie- und Ressourcenverbrauchs sind die Büroräume, deren Ausstattung sowie die Arbeitsmittel, die d-fine den Angestellten zur Verfügung stellt. In erster Linie wird die benötigte Bürofläche optimiert, was auch zu einem geringeren Ressourcenverbrauch durch weniger Geräte führt. Dazu werden unseren Beschäftigten Gemeinschaftsarbeitsplätze zur Verfügung gestellt, da der Großteil der Arbeitszeit nicht in d-fine Büroräumen verbracht wird. Bei der Beschaffung von Hardware ist die Langlebigkeit ein wichtiges Kriterium. Hier haben wir u.a. mit der Bereitstellung von Fairphones begonnen. d-fine ist auf außerordentlich hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen. Uns ist bewusst, dass sie unser höchstes Gut darstellen. Die Diversität unseres Teams haben wir als zentralen Baustein für den Unternehmenserfolg erkannt. Wir fördern durch verschiedene Maßnahmen eine integrative Unternehmenskultur, die Unterschiede z. B. bezogen auf Geschlecht, Herkunft, sexuelle Orientierung, Fähigkeiten, Alter oder sozialen Hintergrund, wertschätzt und begrüßt. Zudem sind wir der Initiative "Charta der Vielfalt" beigetreten und haben für uns die strategische Leitlinie "D = 1" festgelegt. Dies bedeutet, dass wir die Diversität unserer Belegschaft über alle Karrierestufen der Beratungslaufbahn hinweg konstant halten wollen. Chancengleichheit ist daher ein zentraler Aspekt sowohl bei der Einstellung als auch bei der Beförderung. Die Qualifikation unserer Beschäftigten ist dabei das maßgebliche Kriterium. Die kontinuierliche Beibehaltung der bereits umgesetzten Lohngleichheit pro Stufe unabhängig vom Geschlecht ist für uns selbstverständlich. Es wird darauf geachtet, Recruiting- und Beförderungsprozesse so zu gestalten, dass viele Beteiligte gemeinsam Entscheidungen treffen, um (unbewusste) Vorurteile, sog. "unconscious bias", zu vermeiden. Für die verschiedenen Schritte in diesen Prozessen wurde ein Monitoring umgesetzt, um dies zu überwachen. Einen weiteren wichtigen Baustein zur Sicherstellung der Chancengleichheit stellen Maßnahmen zur Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort sowie die Förderung von Vereinbarkeit von Beruf und Familie dar, die durch die für eine Unternehmensberatung typische Reisetätigkeit zunächst erschwert wird. Zur Verbesserung tragen insbesondere die zuvor erwähnten neuen Arbeitsmodelle mit geringerer Reisetätigkeit bei. Der Gesamtanteil an Frauen auf der Stufe Consultants konnte im Vergleich zu den letzten Jahren durch die Einführung der Arbeitsmodelle bereits gesteigert werden. d-fine engagiert sich in den Bereichen Bildung, Kunst und Sport mit zahlreichen Partnerschaften und Sponsoring-Aktivitäten. Dabei unterstützen wir insbesondere gemeinnützige Initiativen, die eine regionale Nähe zu einem unserer Standorte aufweisen und die naturwissenschaftliche Prägung unseres Teams widerspiegeln. Im Geschäftsjahr 2022/2023 haben wir zudem eine Partnerschaft mit der Hacker School begonnen, die Kinder und Jugendliche aus sozio-ökonomisch benachteiligtem Umfeld für das Programmieren begeistern möchte. D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 1. Risikobericht Das Geschäftsfeld von d-fine ist sehr komplex und nur mit hochqualifizierten Mitarbeitern erfolgreich zu bearbeiten. Aus diesem Grund wird weiterhin konsequent in die Auswahl und Qualifikation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen investiert und eine niedrige Fluktuationsrate angestrebt (vgl. auch A.6.). Dabei profitieren wir von dem etablierten Namen von d-fine unter Naturwissenschaftlern und dem attraktiven Gesamtpaket aus Arbeitsinhalten, Wohnortwahl, Bezahlung und Weiterbildungsmöglichkeiten. Allerdings besteht grundsätzlich das Risiko, dass der Personalmarkt die erforderliche Anzahl von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der gewünschten Qualifikation nicht liefern kann, so dass sich hierdurch eine Limitierung unseres Wachstums ergeben könnte. Die Erreichung der finanziellen Ziele ist, wie im Beratungsmarkt üblich, im Wesentlichen von den beiden Faktoren Auslastung und Gebührensätze abhängig. Das grundsätzliche Preisrisiko fangen wir durch hohe Qualität und kundenspezifischen Nutzen unserer Leistungen ab. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die sprunghaft gestiegene Inflation erhöhen grundsätzlich die Risiken hinsichtlich der Nachfrage nach unseren Dienstleistungen sowie der Erreichung der finanziellen Ziele. Die Beeinträchtigung der Kundennachfrage kann sich aus einer negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ergeben, durch rückläufige internationale Geschäftstätigkeit und Einschränkungen der nationalen Wirtschaftsaktivitäten. Dies könnte unsere Kunden veranlassen, vorgesehene Projekte in die Zukunft zu verschieben oder vom Umfang her einzuschränken mit entsprechenden Folgewirkungen auf unsere Auftragslage. In finanzieller Hinsicht könnten Einschränkungen der Freizügigkeit zu Kostenerhöhungen führen oder kundenseitig Druck auf unsere Honorare erfolgen. Aufgrund der großen Unsicherheit bei den Rahmenbedingungen sind wir eher vorsichtig eingestellt. Alle wesentlichen als geschäftskritisch erkannte Risiken werden - auf verschiedene Geschäftsführer verteilt - ständig beobachtet. Die Erreichung der finanziellen Planziele wird monatlich vom Controlling abgeglichen. Die Entwicklung der Risikosituation und der finanziellen Ziele sind auch Gegenstand der regelmäßigen Geschäftsführungsbesprechungen. Insgesamt hat sich unsere Risikostruktur gegenüber den Vorjahren nicht wesentlich verändert. Wir erwarten für das kommende Geschäftsjahr nur begrenzte Auswirkungen der dargestellten Risiken, die die Erreichung unserer Ziele nicht gefährden. 2. Chancenbericht Wie schon anfangs erwähnt bieten sich aufgrund der Digitalisierung und der ständig steigenden Regulierung unserer Kunden immer wieder neue Geschäftschancen insbesondere auch in ganz neuen Gebieten. Der Einsatz aller Arten von Künstlicher Intelligenz könnte weitere Chancen in der Unternehmensberatung bieten, indem Vorteile durch Zeitgewinnung und Produktivitätssteigerung sowie noch präzisere Datenanalysen gewonnen werden. Dadurch können sich Unternehmensberatungen vom limitierten Faktor Gewinnung hochkarätiger Mitarbeiter entkoppeln, der zunehmend durch den Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden entsteht, sowie Zeit für die Realisierung komplexer Vorhaben mit ausgeprägten analytischen, quantitativen und technologischen Herausforderungen gewinnen. Der Umbau der Wirtschaft und Gesellschaft zu mehr Klimafreundlichkeit führt in vielen Bereichen zu erhöhtem Investitionsbedarf, von denen innovative Beratungsgesellschaften profitieren werden. Aber auch die ständige Weiterentwicklung von Finanzinstrumenten und des Risikomanagements an sich bieten spezialisierten Marktführern wie d-fine immer wieder neue Marktchancen, sofern rechtzeitig darauf reagiert wird. 3. Prognosebericht Der Branchenverband BDU geht im März für das Jahr 2023 für den Markt in Deutschland für Unternehmensberatung von einem kräftigen Wachstum von 12,0 % aus. Für unsere alten und neuen Absatzmärkte erwarten wir unabhängig von dem russischen Angriffskrieg, der steigenden Preise und der Inflation sowohl in regionaler als auch in produktbezogener Hinsicht für das kommende Geschäftsjahr ein stabiles Umsatzwachstum mindestens in Höhe des vom BDU prognostizierten Marktdurchschnitts. Nach der aktuellen Entwicklung sind wir hier noch im Plan. Dadurch ergibt sich auch eine positive Grundlage für unsere Geschäftstätigkeit und die Umsetzung unserer Strategie. Wir erwarten ein bestenfalls stagnierendes Ergebnis, da die Kostenbasis sich im nächsten Geschäftsjahr sehr wahrscheinlich stark erhöhen wird. Die hohe Mitarbeitendenzufriedenheit, die Akzeptanz bei unseren Kunden und die inzwischen deutliche Marktpräsenz stimmen uns zuversichtlich, dass wir auch künftig erfolgreich am Markt agieren werden und den Umsatz wieder über das Vorjahresniveau hinaus steigern können. Wir werden weiterhin neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einstellen, wobei wir ein Netto- Mitarbeitendenwachstum von weiterhin über 10 % anstreben, und an unserer organischen Wachstumsstrategie festhalten, welche sich auf die folgenden vier Säulen stützt:
Trotz der gestiegenen Unsicherheit, der hohen Inflationsrate und dem russischen Angriffskrieg erhöhten Prognoseunsicherheiten erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr keine wesentlichen Beeinträchtigungen durch die beschriebenen Risiken. Die ersten Zahlen des neuen Geschäftsjahres stimmen uns zuversichtlich, dass wir uns im Marktumfeld nicht nur weiterhin behaupten, sondern auch wieder ein signifikantes Umsatzwachstum erreichen können. Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen ist weiterhin hoch. Unsere Wachstumsziele am Markt sollen einerseits durch eine steigende Nachfrage nach neuen Beratungsschwerpunkten, wie z. B. im Bereich Digitalisierung, aber auch durch Verdrängung von Wettbewerbern, in unseren Kernmärkten erreicht werden. E. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN Finanzinstrumente werden nur in der Form von ausgegebenen Genussscheinen zur Finanzierung der für das Geschäft notwendigen Liquidität genutzt. Durch die Ausgestaltung der Genussscheine in Form von variabler, vom Gewinn abhängiger Verzinsung wird im Gegensatz zu Krediten ausgeschlossen, dass Zinszahlungen das Ergebnis ins Negative drücken könnten. Dem Risiko eines kurzfristigen hohen Kapitalabflusses wurde durch eine relative hohe Stückelung unter Vermeidung von Großinvestoren entgegengewirkt. Die Geschäftsleitung dankt allen Kunden, die uns im letzten Geschäftsjahr ihr Vertrauen geschenkt haben. Wir werden auch in Zukunft alles daransetzen, um gemeinsam effektive und tragfähige Lösungen zu erarbeiten. Nicht zuletzt danken wir unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihr hervorragendes Wissen die Ideen und Visionen von d-fine verkörpern.
Frankfurt am Main, 27.10.2023 d-fine GmbH gez. Dr. Matthias Aicher gez. Dr. Florian Baumann gez. Christoph Belafi gez. Dr. Christoph Bennemann
gez. Dr. Eike Bick gez. Dr. Oliver Bohr gez. Dr. Jonas Bräuer gez. Dr. Christoph Burmester gez. Dr. Ashot Davtyan gez. Todor Dobrikov
gez. Dr. Uwe Dörr gez. Dr. Arndt Dombert gez. Dr. Andreas Geyer gez. Dr. Robert Görke gez. Dr. Ferdinand Graf gez. Dr. Oliver Hein
gez. Dr. Stefan Heinrichs gez. Dr. Matthias Hirtschulz gez. Dr. Christian Hörhammer gez. Dr. Arnd Hübsch gez. Dr. Sascha Hügle gez. Dr. Tilman Huhne gez. Ulf Henning Jacobs
gez. Dr. Jan-Hendrik Jureit gez. Dr. Oliver Kayser-Herold gez. Dr. Andreas Keese gez. Dr. Jochen Kienert gez. Dr. Henriette Kröner gez. Dr. Florian Merz gez. Dr. Jochen Meyer
gez. Dr. Karsten Meyer gez. Dr. Mathias Michel gez. Dr. Cornelius Mund gez. Dr. Christian Oehler gez. Dr. Ari Pankiewicz gez. Wolfgang Pleyer gez. Torsten Radtke
gez. Dr. Jörn Rank gez. Dr. Christian Romeike gez. Alexander Schalk gez. Dr. Egbert Schark gez. Dr. Christoph Schneggenburger gez. Dr. Sven Schulz
gez. Nadja Schuster gez. Dr. Markus Seifert gez. Dr. Thorsten Sickenberger gez. Ewald Sinkevicius gez. Dr. Constantin Roman Sobiella
gez. Artur Steiner gez. Dr. Roland Uhlig gez. Markus von Rothkirch und Panthen gez. Dr. Hans Peter Wächter gez. Dr. Andreas Werner gez. Dr. Magnus Wobben BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die d-fine GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der d-fine GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (im Folgenden: "zusammengefasster Lagebericht") der d-fine GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den zusammgenfassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Homburg v. d. H., 1. November 2023 DORNBACH
GMBH
gez. Petra Fischbeck-Lohr, Wirtschaftsprüferin gez. Roman Brinskelle, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 18. Dezember 2023 festgestellt worden. Konzernbilanz zum 30. Juni 2023AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022/23Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung des Konzernabschlusses wurde entsprechend dem Jahresabschluss des Mutterunternehmens nach §§ 266, 275 Abs. 1 HGB vorgenommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Geschäftsjahr weicht vom Kalenderjahr ab und läuft jeweils vom 01.07. bis zum 30.06. des Folgejahres. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der d-fine GmbH, Frankfurt am Main, die jeweils zu 100 % direkt gehaltenen Tochterunternehmen d-fine Ltd., London, Großbritannien, d-fine AG, Zürich, Schweiz, und d-fine Austria GmbH, Wien, Österreich, sowie die im Berichtsjahr neu gegründeten und direkt zu 100 %gehaltenen Tochterunternehmen d-fine B.V., Utrecht, Niederlande, d-fine s.r.l., Mailand, Italien und d-fine AB, Stockholm, Schweden, nach § 290 Abs. 2 HGB einbezogen. Weitere Tochterunternehmen der d-fine GmbH, Frankfurt am Main, sind die triple-alpha GmbH, Grünwald, sowie die d-fine (HK) Limited, Hong Kong, China. Die triple-alpha GmbH sowie die d-fine (HK) Limited, Hong Kong, China, wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Sowohl die triple-alpha GmbH als auch die d-fine (HK) Limited, Hong Kong, China, wurden wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil ihre Umsatzerlöse weniger als 1 % des Konzernumsatzes ausmachten. Grundlage für den Konzernabschluss sind die auf den Stichtag des Geschäftsjahres zum 30. Juni 2023 erstellten Jahresabschlüsse der d-fine GmbH, Frankfurt am Main, und der einbezogenen Tochterunternehmen. Registerinformationen Das Mutterunternehmen ist unter der Firma d-fine GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 48103 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen werden nach den Vorschriften des HGB sowie nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Sofern die nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen ausländischen Unternehmen von den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wesentlich abweichen, werden die Jahresabschlüsse entsprechend angepasst (HB-II-Anpassungen). Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 Jahre; lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden. Der sofortige Abgang wird unterstellt. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen Leistungen wurden mit den Einzelkosten zuzüglich angemessener Teile der notwendigen Gemeinkosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 %des Nettobetrages der nicht einzeln abgewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet. Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgt zu Nennwerten. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen ähnlichen Verpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Ertragsteuern werden für sämtliche Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen gebildet, sofern sie aus unterschiedlichen Wertansätzen einzelner Bilanzposten aufgrund von temporären oder quasi permanenten Differenzen resultieren. Die latenten Steuern werden auf Basis der für die Gesellschaft geltenden Steuersätze ermittelt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB (Realisationsprinzip) und § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB (Anschaffungskostenprinzip) nicht angewendet. Ein Teil der mit den Kunden der Gesellschaft abgeschlossenen Beratungsverträge beinhaltet u. a. auch werkvertragsähnliche Bestandteile. Da jedoch die Merkmale eines Dienstvertrages überwiegen, wird die Umsatz- und Gewinnrealisierung pro rata temporis vorgenommen. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für die d-fine Ltd., London, Großbritannien, weiterhin gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB unter Anwendung der Buchwertmethode durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital des in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmens. Die Erstkonsolidierungen der d-fine AG, Zürich, Schweiz, und der d-fine Austria GmbH, Wien, Österreich, sowie der in diesem Berichtsjahr neu gegründeten Tochterunternehmen der d-fine B.V., Utrecht, Niederlande, der d-fine s.r.l., Mailand, Italien und der d-fine AB, Stockholm, Schweden, erfolgte gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 5 EGHGB nach der Neubewertungsmethode. Unter Beachtung von § 308a HGB wurden die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit den Durchschnittskursen umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral in die "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Steuerabgrenzungen waren auf Grund der Anwendung von konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sowie der Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen nicht vorzunehmen. Beachtung der deutschen Rechnungslegungsstandards Die Gesellschaft hat den DRS 4 "Unternehmenserwerbe im Konzernabschluss" bei der Erstkonsolidierung in den Vorjahren nicht vollumfänglich angewendet. In folgenden Punkten wurde vom DRS 4 abgewichen:
Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Angaben zum Anteilsbesitz
* Es handelt sich hierbei um die Werte per 31.
März 2023
Die d-fine (HK) Limited, Hong Kong, China, hat im Geschäftsjahr 2014/2015 ihren Geschäftsbetrieb eingestellt. Aufgrund dessen wurde der Ansatz mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag beibehalten. Umlaufvermögen Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen (TEUR 1.098), Kautionen (TEUR 272) und Erstattungsansprüche aus Beiträgen im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR 264). Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus dem handelsrechtlichen Ansatz einer Rückstellung für die mietfreie Überlassung von Büroräumen. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz in Höhe von 28,27 % Die aktiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital in Höhe von EUR 1.000.000,00 ist voll eingezahlt und entspricht dem ausgewiesenen Bilanzposten. Alleinige Gesellschafterin ist die d-fine Beteiligungs GbR, Frankfurt am Main. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Löhne und Gehälter (TEUR 49.298), Resturlaubsansprüche (TEUR 11.905), Gewährleistungen (TEUR 1.140) sowie für Reisekosten (TEUR 833) gebildet. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellung für wertpapiergebundene Zeitwertkonten zum 30. Juni 2023 beträgt TEUR 2.127 und ist mit dem beizulegenden Aktivwert der Zeitwertkonten in Höhe von TEUR2.127 saldiert. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge im Geschäftsjahr betragen TEUR-212. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital Die d-fine GmbH, Frankfurt am Main, hat Genussrechte im Gesamtnennbetrag von EUR 21.850.000,00 begeben. Die Genussrechte sind eingeteilt in 21.850 untereinander gleichberechtigte Genussrechte im Nennbetrag von je EUR 1.000,00. Die Genussrechte gewähren einen Anspruch auf Beteiligung am Gewinn oder Verlust der Gesellschaft; die Höhe des Gewinnanteils ist auf 35 % des Nennbetrags der Genussrechte begrenzt. Die Laufzeit der Genussrechtsverträge, die vor dem 1. Juli 2013 abgeschlossen wurden, endet, vorbehaltlich einer Kündigung, am 30. Juni 2029. Verträge, die ab dem 1. Juli 2013 geschlossen wurden, enden mit Ablauf des Geschäftsjahres, in dem der jeweilige Genussrechtsinhaber das 60. Lebensjahr vollendet hat. Die Kündigungsfrist beträgt 6 Monate zum Ende des Geschäftsjahres. Der Anspruch auf Rückzahlung der Genussrechte ist im Falle der Insolvenz und im Falle der Liquidation erst zu bedienen, nachdem sämtliche sonstigen Verbindlichkeiten der Gesellschaft erfüllt sind, aber vor Rückzahlung der Einlagen oder Auszahlung eines Liquidationserlöses an die Gesellschafter. Die Genussrechte gewähren keinen Anteil am Liquidationserlös; sie partizipieren nicht an etwaigen stillen Reserven oder dem Firmenwert der Gesellschaft. Die Vergütungen für die Genussrechte belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 7.648. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus Zinsen für Genussrechtskapital (TEUR 7.648), Umsatzsteuer (TEUR 5.533), Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 4.068), sowie Arbeitnehmer (TEUR 817). Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus dem handelsrechtlichen Ansatz von Forderungen aus unrealisierten Erträgen aus der Währungsumrechnung gemäß § 256a HGB sowie aus der phasengleichen Vereinnahmung von Erträgen aus Beteiligungen. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz in Höhe von 28,27 % Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Kundengruppen:
Geographisch teilen sich die Umsätze wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Erträge Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 972 aus einer Förderung enthalten Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen aus zu zahlenden Vergütungen (TEUR 7.648) für die begebenen Genussrechte. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Am 30. Juni 2023 hatte die Gesellschaft folgende Miet- bzw. Leasingverpflichtungen abgeschlossen:
Die Miet- bzw. Leasingverpflichtungen verteilen sich vertragsgemäß auf folgende Jahre:
Die Miet- und Leasingverträge wurden vorwiegend zum Zwecke der Finanzierung abgeschlossen. Der Vorteil liegt in der niedrigeren Kapitalbindung. Hierin werden keine wesentlichen Risiken gesehen. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2022/2023 wie folgt zusammen: - Dr. Florian Baumann, Diplom-Physiker, Frankfurt am Main - Christoph Belafi, Diplom-Technomathematiker, Mutterstadt - Dr. Christoph Bennemann, Diplom-Physiker, Ober-Olm - Dr. Eike Bick, Diplom-Physiker, Hackenheim - Dr. Oliver Bohr, Diplom-Physiker, Friedrichsdorf - Dr. Christoph Burmester, Diplom-Physiker, Hofheim - Dr. Ashot Davtyan, Diplom-Mathematiker, Oberursel - Todor Dobrikov, Diplom-Mathematiker, Frankfurt am Main - Dr. Uwe Dörr, Diplom-Physiker, Merchweiler - Dr. Arndt Dombert, Diplom-Betriebswirt, Frankfurt am Main - Dr. Andreas Geyer, Diplom-Physiker, Heppenheim - Nadine Gottschalk, Diplom-Mathematikerin, Düsseldorf (bis zum 31.12.2022) - Dr. Robert Görke, Diplom-Technomathematiker, Düren - Dr. Oliver Hein, Diplom-Mathematiker und Diplom-Chemiker, Hamburg - Dr. Stefan Heinrichs, Diplom-Physiker, München - Dr. Matthias Hirtschulz, Diplom-Physiker, Berlin - Dr. Sascha T. Hügle, Diplom-Physiker, Gundelfingen - Dr. Tilman Huhne, Diplom-Physiker, Dießen - Ulf Henning Jacobs, Diplom-Physiker, Wedel - Dr. Jan Jureit, Diplom-Physiker, Laboe - Dr. Oliver Kayser-Herold, Diplom-Informatiker, Braunschweig - Dr. Andreas Keese, Diplom-Mathematiker, Uetze-Obershagen - Dr. Jochen Kienert, Diplom-Physiker, Berlin - Dr. Henriette Kröner, Diplom-Wirtschaftsmathematikerin, Frankfurt am Main - Dr. Florian Merz, Physiker, Köln - Dr. Jochen Meyer, Diplom-Physiker, Tiste - Dr. Karsten Meyer, Diplom-Physiker, Berlin - Dr. Mathias Michel, Diplom-Physiker, Mayen - Dr. Cornelius Mund, Diplom-Physiker, Frankfurt am Main - Dr. Christian Oehler, Diplom-Physiker, Karlsbad - Dr. Ari Pankiewicz, Diplom-Physiker, Frankfurt am Main - Wolfgang Pleyer, Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Frankfurt am Main - Dr. Jörn Rank, Diplom-Physiker, Idstein - Dr. Christian Romeike, Diplom-Physiker, Köln - Alexander Schalk, Diplom-Wirtschaftsmathematiker, München - Dr. Egbert Schark, Diplom-Physiker, Wiesbaden - Dr. Christoph Schneggenburger, Diplom-Physiker, Pullach im Isartal - Nadja Schuster, Diplom-Mathematikerin, Oberursel - Dr. Markus Seifert, Diplom-Physiker, München - Ewald Sinkevicius, Diplom-Wirtschaftsmathematiker, Castrop-Rauxel - Dr. Constantin Roman Sobiella, Diplom-Physiker, Frankfurt am Main - Artur Steiner, Diplom-Mathematiker, Schüttorf - Dr. Roland Uhlig, Diplom-Physiker, Markdorf - Markus von Rothkirch und Panthen, Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Darmstadt - Dr. Hans Peter Wächter, Diplom-Physiker und Diplom-Wirtschaftsphysiker, Hamburg - Dr. Andreas Werner, Physiker (DEA ENS Lyon), Frankfurt am Main - Dr. Magnus Wobben, Diplom-Mathematiker, Frankfurt am Main Jeder Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder gemeinsam mit einem Prokuristen. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt dieser die Gesellschaft alleine. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr entfallen auf die Geschäftsführung Gesamtbezüge in Höhe von insgesamt TEUR 42.576. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 1.239 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: 1.058 Angestellte). Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden ausschließlich marktübliche Geschäfte abgeschlossen. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 33. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses des MutterunternehmensDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auszuschütten.
Frankfurt am Main, 27.10.2023 gez. Dr. Matthias Aicher gez. Dr. Florian Baumann gez. Christoph Belafi gez. Dr. Christoph Bennemann gez. Dr. Eike Bick gez. Dr. Oliver Bohr
gez. Dr. Jonas Bräuer gez. Dr. Christoph Burmester gez. Dr. Ashot Davtyan gez. Todor Dobrikov gez. Dr. Uwe Dörr gez. Dr. Arndt Dombert gez. Dr. Andreas Geyer gez. Dr. Robert Görke
gez. Dr. Ferdinand Graf gez. Dr. Oliver Hein gez. Dr. Stefan Heinrichs gez. Dr. Matthias Hirtschulz gez. Dr. Christian Hörhammer gez. Dr. Arndt Hübsch gez. Dr. Sascha Hügle
gez. Dr. Tilman Huhne gez. Ulf Henning Jacobs gez. Dr. Jan-Hendrik Jureit gez. Dr. Oliver Kayser-Herold gez. Dr. Andreas Keese gez. Dr. Jochen Kienert gez. Dr. Henriette Kröner
gez. Dr. Florian Merz gez. Dr. Karsten Meyer gez. Dr. Cornelius Mund gez. Dr. Christian Oehler gez. Dr. Ari Pankiewicz gez. Wolfgang Pleyer gez. Torsten Radtke
gez. Dr. Jörn Rank gez. Dr. Christian Romeike gez. Alexander Schalk gez. Dr. Egbert Schark gez. Dr. Christoph Schneggenburger gez. Dr. Sven Schulz gez. Nadja Schuster
gez. Dr. Markus Seifert gez. Dr. Thorsten Sickenberger gez. Ewald Sinkevicius gez. Dr. Constantin Roman Sobiella gez. Artur Steiner gez. Dr. Roland Uhlig
gez. Markus von Rothkirch und Panthen gez. Dr. Hans Peter Wächter gez. Dr. Andreas Werner gez. Dr. Magnus Wobben Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022/23
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022/23
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 30. Juni 2023
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23 VOM 1. JULI 2022 BIS ZUM 30. JUNI 2023DER D-FINE GMBH UND DES D-FINE KONZERNSZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT DER D-FINE KONZERN A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS 1. GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS 2. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG B. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN 2. GESCHÄFTSVERLAUF 3. ERTRAGSLAGE 4. FINANZLAGE 5. VERMÖGENSLAGE 6. FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN C. NACHHALTIGKEITSBERICHT D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 1. RISIKOBERICHT 2. CHANCENBERICHT 3. PROGNOSEBERICHT E. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN F. ANLAGE ZUM LAGEBERICHT ERKLÄRUNG DER UNTERNEHMENSFÜHRUNG BERICHT NACH § 21 ENTGELTTRANSPARENZGESETZ ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT Gemäß § 315 Absatz 5 HGB in Verbindung mit § 298 Absatz 2 HGB wird der Lagebericht der d-fine GmbH mit dem Konzernlagebericht der d-fine Gruppe zusammengefasst (im Folgenden: "zusammengefasster Lagebericht"). Wir berichten darin über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie über die Lage und die voraussichtliche Entwicklung des d-fine-Konzerns und der d-fine GmbH als Muttergesellschaft. Die Angaben zum d-fine Konzern gelten analog für die d-fine GmbH. Wesentliche Unterschiede werden separat erläutert. DER D-FINE KONZERN Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss besteht aus der d-fine GmbH, Frankfurt am Main, der d-fine Ltd, London und der d-fine Austria GmbH, Wien, der d-fine AG, Zürich, sowie aus den im Berichtsjahr neu gegründeten Gesellschaften der d-fine AB, Stockholm, der d-fine B.V., Utrecht und der d-fine s.r.l., Mailand. Bis auf den unterschiedlichen lokalen Schwerpunkt ist das Tätigkeitsfeld der konsolidierten Firmen in London, Wien, Zürich, Stockholm, Utrecht und Mailand gleich dem der Muttergesellschaft. Die d-fine GmbH ist die alleinige Muttergesellschaft der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften und steht zurzeit für über 90 % des Geschäftsvolumens des Konzerns. A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS 1. Geschäftsmodell des Konzerns Die Marke d-fine mit der Muttergesellschaft d-fine GmbH ist ein Beratungsunternehmen, deren Fokus auf der Realisierung komplexer Vorhaben mit ausgeprägten analytischen, quantitativen und technologischen Herausforderungen liegt. Projekte rund um "Data Analytics" sind prägend für das Image von d-fine. Die Projekte werden durch spezialisierte Teams durchgängig von der Analyse über die Konzeption bis zum Produktiveinsatz bearbeitet. Um die oben genannte Positionierung am Beratungsmarkt ausfüllen zu können, beschäftigt d-fine mehr als 1.200 Experten, überwiegend mit einem akademischen Hintergrund in Physik, Mathematik und Informatik. Ursprünglich fast ausschließlich im Finanzbereich tätig, wächst d-fine seit einigen Jahren verstärkt im Energie- und Industriesektor, in dem datengetriebene Geschäftsmodelle einen immer höheren Stellenwert einnehmen. Stetig neue regulatorische Vorgaben treiben die Marktveränderungen (Stichwort: Dekarbonisierung bzw. Klimaneutralität), sorgen für dramatische Transformationen ganzer Industriebereiche, mit entsprechender Nachfrage in der Beratungsbranche. Über alle Kundensegmente hinweg nimmt zudem die "Digitalisierung" mit ihren Auswirkungen auf Geschäftsmodelle, Prozesse und die Informationstechnologie weiterhin einen großen Platz ein. In allen Ausprägungen wie Cloud-Computing, Big oder Smart Data, Prozessautomatisierung oder Robotics, Künstliche Intelligenz wie Machine Learning stehen direkt oder indirekt hinter vielen Vorhaben. d-fine hat sich hier insbesondere auch durch seine naturwissenschaftliche Prägung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen sehr guten Ruf erarbeitet. Teilweise handelt es sich um Transformationsprozesse, die über mehrere Jahre den Kunden beschäftigen werden. Kurzfristig müssen aber auch zahlreiche sehr kleine, arbeitsintensive Vorstudien oder Pilotprojekte bearbeitet werden, um später bei größeren Umsetzungsvorhaben entsprechend positioniert zu sein. Wir gehen davon aus, dass d-fine weiterhin vom prinzipiellen Trend der verstärkten Nachfrage nach analytischer und technologischer Expertise aus einer Hand und seiner inzwischen erreichten absoluten Größe profitieren wird - sowohl auf der Kundenseite als auch bei der Einstellung von jungen Menschen mit diesen sehr gesuchten Fähigkeiten und diesem Vorwissen. Dazu passt, dass d-fine weiterhin auf ein organisches Wachstum durch die Einstellung von hochkarätigen Hochschulabsolventen mit klarem Fokus auf mathematischen, naturwissenschaftlichen oder technologischen Hintergrund setzt. Dem zu beobachtenden gesellschaftlichen Trend nach einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Berufs- und Arbeitsleben sowie großer Flexibilität hinsichtlich der Arbeitsmodelle begegnet d-fine durch ein Bündel an Maßnahmen und organisatorischen Anpassungen, die in eigens etablierten Arbeitsgruppen konzipiert wurden. Insbesondere die Veränderung der Arbeitswelt, die zu verstärkter Home- Office-Tätigkeit geführt hat, hat es ermöglicht, die Arbeitsmodelle bei d-fine entlang der Reisepräferenzen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu gestalten. Wir führen unser Unternehmen durch hierarchisch abgestufte Verantwortlichkeiten, die sowohl die regionalen und kundenspezifischen Bedürfnisse als auch die fachlichen Anforderungen abbilden. Unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen werden dadurch Karrierewege ermöglicht, die ihre persönlichen und fachlichen Kompetenzen bestmöglich ausnutzen und ihren Bedürfnissen in allen Lebensphasen gerecht werden. Die finanzielle Steuerung erfolgt vor allem durch ein differenziertes Controllingsystem, das insbesondere das zeitgerechte und exakte Management der kundenbezogenen und der internen Projekte sicherstellt und Abweichungen frühzeitig erkennen lässt. Zielsetzungen und Zielerreichungen sind zudem Gegenstand regelmäßiger Besprechungen der Geschäftsführung und der Leitungsgremien. 2. Forschung und Entwicklung Den starken Veränderungen und der Vielzahl an neuen Themen hat d-fine durch eine auf vier Säulen beruhende interne Struktur in Forschung und Entwicklung Rechnung getragen. Die kontinuierlichen Innovationen werden durch große spezialisierte Fachbereiche vorangetrieben. In einem Innovation-Lab werden Themenfelder, die sich in ersten Pilotprojekten bewährt haben, zur Marktreife entwickelt. Weitreichende Innovationen mit großem Investitionsbedarf werden strukturiert in internen Inkubatoren angegangen. Als letzte Säule schafft ein Think-Tank die Basis, um durch die strukturierte Beschäftigung mit Themen, die erst mit einem Zeithorizont größer drei Jahre für d-fine relevant sein könnten, die Basis für das langfristige Geschäft zu legen. Neben dem gestiegenen Forschungsaufkommen zeigt sich weiterhin, dass auch verstärkt in die Entwicklung von Produkten als flankierende Maßnahme für das Beratungsgeschäft investiert werden muss. Schon seit Jahren verfügt d-fine über eine eigene Bewertungsbibliothek für Kapitalmarktprodukte, eine Plattform für das Handling von MBS-Transaktionen oder die Modellrechnungen für die Kapitalanlage von Versicherungsunternehmen. In der jüngeren Vergangenheit kommen Entwicklungen für Lösungen im Gesundheitswesen, in der Bewertung von Kraftwerken oder lauffähige Prototypen für neue Technologien wie DLT hinzu. B. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2022 ist der Marktumsatz in Deutschland in der Unternehmensberatung laut dem Branchenverband BDU um 15,0 % gestiegen und liegt damit sogar über der optimistischen Prognose (+10,5 %) zu Beginn des Jahres. Für das Jahr 2023 erwartet der BDU stand März eine positive Wachstumsrate von 12,0 %. Der immer noch nicht beendete russische Angriffskrieg in der Ukraine, die notwendigen Anstrengungen für mehr Nachhaltigkeit, der generelle Preisanstieg und die damit einhergehende Inflation, aber auch die nach Jahren extrem niedriger Zinsen wieder steigenden Zinsen wirken sich zwangsläufig auf das Wirtschaftsgeschehen aus. Der hieraus resultierende Anpassungsbedarf für Unternehmen und Organisationen führt zu einem höheren Beratungsbedarf und stellt somit einen zentralen Wachstumstreiber im Consultingbereich dar. Den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) wird die Arbeitsweisen in Zukunft deutlich verändern, jedoch bewertet der Großteil der Unternehmensberatung vor allem diese Veränderung als Chance. Unsere größten Kundengruppen Banken, Versicherungen, Energieversorger, Industrie und Asset Manager sehen sich weiterhin sowohl verstärkten regulatorischen Vorgaben als auch massiven Veränderungen ihrer etablierten Geschäftsmodelle konfrontiert. Banken und Versicherungen erleben weiterhin Margendruck, sprunghaft steigende Zinsen nach Jahren von Negativzinsen, die Etablierung zusätzlicher Marktteilnehmer und in Frage gestellte Geschäftsmodelle als Herausforderung. Zwar werden weiterhin Kostensenkungsprogramme gefahren, doch lässt sich eine erhöhte Investitionsbereitschaft in Innovationen wie Cloud-Computing, den Einsatz von Digitalen Assets, Kooperation mit FinTechs, Prozessautomatisierung oder die Kundenfokussierung der Geschäftsprozesse erkennen. Bei Versicherungen trieb zusätzlich das Thema Nachhaltigkeit und Digitalisierung zahlreiche Projekte. d-fine ist durch seine analytisch und technisch hoch qualifizierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die damit einhergehenden Einsätze von Methoden wie Data Science oder Machine Learning aber auch der weiterwachsenden Bedeutung der Datenverarbeitung und Datensicherheit gut aufgestellt. Einer noch größeren Veränderung der Geschäftsmodelle sieht sich unsere nächstgrößere Kundengruppe - die deutsche Automobilindustrie - gegenüber. Die Unsicherheit über die Antriebskonzepte der nächsten Jahre haben in Verbindung mit Lieferengpässen entlang der Lieferkette zu einem erheblichen Einbruch der Verkaufszahlen geführt. Massive Investitionen in neue Technologien und IT-Vernetzung der Fahrzeuge treibt die Industrie an. Die dabei auch dort notwendigen Techniken wie Big Data, Machine Learning oder Data Science machen damit d-fine zu einem glaubwürdigen und kompetenten Dienstleister über den bisherigen Fokus auf Corporate Treasury hinaus. Der Wandel der Geschäftsmodelle bei Automotive oder generell Mobility bietet für d-fine erhebliches Wachstumspotential für die nächsten Jahre. Im Bereich der Energieversorger und Netzbetreiber werden derzeit zahlreiche Vorhaben gestartet, die über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren die durch die Energiewende induzierten Transformationsprozess begleiten. Zudem sind die Themen Versorgungssicherheit und Energiepreisschwankungen bzw. hohe Energiekosten Anknüpfungspunkte für d-fine, um unser Geschäft über den bisherigen Beratungsbereich inhaltlich auszudehnen. 2. Geschäftsverlauf Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen ist insgesamt weiterhin hoch, da d-fine sowohl über das notwendige Fachwissen in der Digitalisierung sowie Geschäfts- und Risikosteuerung, aber vor allem auch über starke Umsetzungskompetenz in den notwendigen Methodiken, Prozessen und Technologien verfügt. Eine Herausforderung für d-fine liegt in der Zweiteilung des Marktes hinsichtlich der Projektgrößen. Zum einen werden sehr kurze und kleine, sehr stark fachlich getriebene Projekte mit kurzem Vorlauf angefragt, zum anderen sehr große und oftmals über Jahre laufende Transformationsprojekte. Die zweite Herausforderung, die Gewinnung einer ausreichenden Zahl von hochqualifizierten Neueinsteigern, um das angestrebte Wachstumsziel erreichen zu können, ist nach wie vor eine große Herausforderung. Die neu etablierten Beschäftigungsprogramme, "Orange", "Orange flex" und "Blue", welche unterschiedliche Reisepräferenzen berücksichtigen, haben sich als voller Erfolg gezeigt. Die weiter ausgebaute Präsenz an Universitäten, Hochschulen und Bewerbermessen zeigt den erwarteten Erfolg. Das sehr große Interesse der Bewerber an den neuartigen Projektinhalten rund um Data Science, Al und moderne Technologien kann von d-fine und seiner Positionierung am Markt befriedigt werden. Es ist uns in diesem Bereich gelungen, die im Lagebericht des Vorjahres dargestellte Erwartung zu erfüllen. Die gewünschte geographische Ausweitung unseres Dienstleistungsmarktes gelang im vergangenen Geschäftsjahr vor allem in Benelux und Skandinavien sehr gut, so dass der Anteil des Auslandsgeschäftes, in Ländern, in denen wir keine Tochtergesellschaft unterhalten, 10 % beträgt. Für die Zukunft wird daher in Erwägung gezogen, in weiteren Märkten Tochtergesellschaften zu etablieren. In manchen strategischen Regionen gibt es hingegen noch Nachholbedarf. Um die deutlich verbreiterte Dienstleistungspalette und den auch vom Markt nachgefragten neuen Themen entsprechenden Raum zu geben, wurde das in 2020 angepasste Markenbild von d-fine über viele Kanäle weiter positioniert. Sowohl unsere Internetpräsenz als auch eine entsprechende Positionierung in ausgewählten Social-Media-Plattformen ermöglichte es sowohl Kunden als auch Bewerbern einen effektiven Überblick über d-fine zu erhalten. Als markenbildende Maßnahmen im Kerngeschäft, aber auch in den Zukunftsmärkten, wurden weiterhin Image-Anzeigen in den wichtigsten deutschen und englischen segmentspezifischen Print-Medien geschaltet, Fach- und Übersichtsartikel von d-fine zu verschiedenen Themen platziert, Vorträge auf (virtuellen) Fachkongressen gehalten und bestimmte Social-Media-Kanäle bespielt. Der Konzernumsatz der d-fine GmbH ist im vergangenen Geschäftsjahr um rd. 16 % gestiegen und liegt damit knapp über dem durchschnittlichen Wachstum des Marktumsatzes der Unternehmensberatung in Deutschland. Der Umsatzzuwachs bei der d-fine GmbH liegt auf einem ähnlichen Niveau bei rd. 15 %. Das Geschäftsjahr 2022/2023 war nicht mehr durch die Covid-19-Pandemie überschattet. Die Projekte konnten wieder - sofern gewünscht - vermehrt bei dem Kunden vor Ort bearbeitet werden. Zahlreiche Projekte werden aber weiterhin remote - sprich aus dem Home-Office oder dem d-fine Bürostandorten heraus - bearbeitet. Durch verstärkte Teilnahme an europäischen Ausschreibungen gelingt es zudem weiterhin, die Kundenbasis ständig zu verbreitern. Es wurden neben einzelnen Großprojekten viele kleinere und mittlere Projekte bei Kunden akquiriert. Ferner hat sich die Bandbreite an Projektinhalten weiter vergrößert, insbesondere in den "neuen" Themen rund um Cloud- Computing, Big Data und Künstliche Intelligenz. 3. Ertragslage
Abbildung 2: Ertragslage (betriebswirtschaftliche Darstellung) Mit 241.337 TEUR lag der Konzernumsatz um 16,1 % über dem Vorjahresumsatz von 207.905 TEUR. Die Gesamtleistung des Konzerns ist um 16,2 %, die der d-fine GmbH um 14,7 % gestiegen. Ursächlich hierfür war hauptsächlich eine sehr hohe Auslastung während des gesamten Geschäftsjahres. Das Betriebsergebnis des Konzerns hat sich um TEUR 1.556 bzw. 8,3 % auf TEUR 20.262 erhöht. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus dem gestiegenen Umsatzerlösen. Bei der d-fine GmbH hat sich das Betriebsergebnis im Vergleich zum Konzern bedingt durch konzerninterne Leistungen lediglich um TEUR 188 bzw. 1,3 % auf TEUR 14.595 erhöht. Weiterhin ist der Personalaufwand der mit Abstand höchste Kostenblock und macht 84 % (Vorjahr: 89 %) der Gesamtkosten aus. Aufgrund des Geschäftsmodells von d-fine wird sich das auch in den kommenden Jahren nicht ändern. Die Covid-19-Pandemie veränderte die Arbeitswelt und die Reiseaktivitäten von Unternehmen. Die Aufwendungen für Reisekosten sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie jedoch immer noch relativ niedrig. Auf Kundenprojekten eingesparte Reisekosten werden meist als Rabatt an unsere Kunden weitergereicht. Der Personalaufwand pro durchschnittlich Beschäftigtem ist von TEUR 162 auf TEUR 153 leicht gesunken. Der Rückgang ist vor allem durch den im Vergleich zum Umsatz überproportionalen Personalzuwachs bedingt. Die Struktur der Ertragslage ist in Abbildung 2 dargestellt. Hinsichtlich der Entwicklung der Umsatzerlöse verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung. Die regionale Struktur unseres Außenumsatzes (Abbildung 1) hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die im Geschäftsjahr neu gegründeten Tochtergesellschaften d-fine AB, d-fine B.V. und d-fine s.r.l. befinden sich in der Gründungsphase und haben daher im ersten Rumpfgeschäftsjahr geringe Außenumsätze erwirtschaftet. Die ersten Zahlen des neuen Geschäftsjahres stimmen uns zuversichtlich, dass wir uns in Zukunft in dem lokalen Marktumfeld behaupten können und somit der Umsatz steigen wird. Insgesamt gesehen war die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere unter Berücksichtigung des schwierigen europa- und weltweiten Umfeldes zufriedenstellend.
Abbildung 1: Aufteilung Außenumsatz auf die Gesellschaften 4. Finanzlage Kapitalstruktur Der d-fine-Konzern finanziert sich vor allem über den laufenden Cashflow sowie das Eigenkapital und Genussrechte. Die bilanzielle Eigenkapitalquote ist aufgrund der Bilanzverlängerung leicht auf 12,2 % gesunken (Vorjahr: 12,6 %). Das gesamte langfristige Kapital (Eigenkapital plus Genussscheine) ist um TEUR 2.550 auf TEUR 37.816 gestiegen. Die Quote liegt nach wie vor bei rund einem Drittel. Es werden weiterhin keinerlei Kredite durch fremde Dritte zur Finanzierung benötigt. Aufgrund des hohen Eigen- und Hybridkapitals sowie der guten Innenfinanzierungskraft durch die zeitnahe Rechnungsstellung bei d-fine und die relativ gute Zahlungsmoral unserer Kunden, wird zurzeit auf keinerlei Kreditfinanzierung zurückgegriffen. Daneben besitzt d-fine ein gutes Rating bei Kreditauskunfteien (z. B. die zweitbeste Stufe bei Creditreform), sodass bei kurzfristig erhöhtem Finanzierungsbedarf leicht Fremdkapital aufgenommen werden könnte. Investitionen Wie unter A.1. beschrieben ist das eigentliche "Produkt" von d-fine das Know-how der Mitarbeiter. Konsequenterweise entspricht bei d-fine die Investition in diesen Know-how- Aufbau der klassischen Sachinvestition (im Berichtsjahr Zugänge von rd. EUR 1 Mio.). Als große systematische Investitionen sind dabei die Vorhaben für die zukünftigen Geschäftsfelder FinTech, Mobility oder Healthcare, die Erweiterung der Grundsatzabteilung sowie die jährlichen Masterprogramme, welches wir für unsere neuen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen anbieten (vgl. auch A.6.). Ca. 90 % von ihnen nehmen daran teil. Liquidität Der Cashflow der Gesellschaft sowie auch der Gruppe speist sich vor allem durch das deutlich positive Jahresergebnis (bereinigt um die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge) sowie die beglichenen Kundenforderungen (als direkter Umsatz oder als Anzahlung auf Werkverträge). Der Abfluss ergibt sich im Wesentlichen durch Gehaltszahlungen, Reisekosten, die Leasingzahlungen auf die betriebsnotwendige Einrichtung sowie Dividenden- und Genussrechtszahlungen. Die allermeisten Zahlungen laufen über das Hauptgeschäftskonto, so dass ein enges Monitoring der Liquidität gewährleistet werden kann. Aufgrund der stringenten Forderungsüberwachung werden Verzögerungen in der Begleichung schnell erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Verzögerungen in der Forderungsbegleichung sind nicht auf die Bonität unserer Kunden zurückzuführen, sondern einzig auf deren zum Teil suboptimale Verwaltungsprozesse. Der Rückgang des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert hauptsächlich aus den Veränderungen der Rückstellungen. Im Vorjahr hatten wir einen deutlichen Anstieg bei den Rückstellungen zu verzeichnen, wohingegen dieses Geschäftsjahr die Rückstellungen leicht gesunken sind. Zudem haben wir eine stichtagsbedingte Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erhöhung der Verbindlichkeiten für Genussrechtszinsen. Im Vorjahr erfolgte die Zahlung der Genussrechtszinsen im laufenden Geschäftsjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr auch deutlich gesunken. Dies resultiert aus der Vergütung der Genussrechte, die erst in FY23/24 nach dem Geschäftsjahr ausgezahlt wurden. Der Finanzmittelfonds hat sich gegenüber dem letzten Geschäftsjahr leicht reduziert, was hauptsächlich auf die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist. Die Einzelheiten der Liquiditätsentwicklung sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt. Im Geschäftsjahr 2022/23 ergibt sich für die d-fine-Gruppe ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 7.113, aus Investitionstätigkeit von TEUR - 1.017 und aus Finanzierungstätigkeit von TEUR - 6.258. Bei dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wirken sich vor allem die Auszahlungen für die Ausschüttungen des Vorjahresgewinns aus. Der Finanzmittelfonds hat sich im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr um TEUR 208 (einschließlich wechselkursbedingter Änderungen) verringert und betrug TEUR 69.101. 5. Vermögenslage In der nachfolgenden Abbildung 3 ist die konkrete Vermögenslage abgebildet.
Abbildung 3: Vermögenslage Veränderungen in der Vermögens- und Kapitalstruktur stehen im Wesentlichen mit dem verbesserten Jahresergebnis sowie dem Anstieg des langfristigen Kapitals in Zusammenhang. Aufgrund des Umsatzwachstums sind die kurzfristigen Forderungen sowie Steuerrückstellungen kräftig gestiegen. Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten betrifft die Vergütung der Genussrechte, die erst in FY23/24 nach dem Geschäftsjahr ausgezahlt wurden. Aufgrund der zum Bilanzstichtag hohen Bestände an Dienstleistungen, die noch nicht abgeschlossen sind - unfertige Leistungen - ist der Vorratsbestand weiterhin hoch. Neben den kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den flüssigen Mitteln liegen die Assets einer Unternehmensberatung hauptsächlich in den immateriellen Vermögensgegenständen "Know-how" und "Kundenstamm", die nicht bilanziert werden. Klassische materielle langfristige Vermögensgegenstände spielen in der Bilanz von d-fine keine Rolle, da fast die gesamte Betriebsausstattung von d-fine geleast oder gemietet ist. Ferner ist fast die gesamte Verwaltungstätigkeit an Drittfirmen ausgelagert, so dass sich in der gesamten Belegschaft von d-fine weniger als 10 % Verwaltungsmitarbeitende finden. Ein nicht betriebsnotwendiges Vermögen ist nicht vorhanden. 6. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Klassischer Weise sind die Umsatzrendite und der Pro-Kopf-Umsatz die nachprüfbaren finanziellen Leistungsindikatoren, welche zur Lagebeurteilung einer Unternehmensberatung herangezogen werden können. Bei einem Konzernumsatz von TEUR 241.337 (Vorjahr: TEUR 207.905) und durchschnittlich 1.239 (Vorjahr: 1.058) Mitarbeitenden lag der Umsatz pro Mitarbeitenden im Geschäftsjahr bei TEUR 195 gegenüber TEUR 197 im Vorjahr. Bei der d-fine GmbH hat sich der Umsatzanteil mit TEUR 207 dagegen konstant entwickelt. Bezogen auf den Konzernjahresüberschuss von TEUR 8.853 (Vorjahr: TEUR 8.278) ergab sich eine Umsatzrendite von 3,7 % gegenüber 4,0 % im Vorjahr. Die Umsatzrendite und der Pro-Kopf- Umsatz sind somit zum Vergleichsjahr leicht gesunken. Bei der d-fine GmbH liegt die Umsatzrendite mit 3,4 % nahezu auf dem Niveau des Vorjahres mit 3,5 %. Beide Renditekennzahlen liegen jedoch weiter im gesunden Bereich. Kunden Das Kundensegment "Banken" dominierte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 64 % Anteil am Gesamtumsatz im Konzern (im Vorjahr 58 %) wieder deutlich. Weitere größere Kundengruppen mit einem Umsatzanteil jeweils von rund 14 % sind Energie und Industrie, gefolgt von Versicherungen und Asset Management mit einem Umsatzanteil von knapp 13 % (siehe Abbildung 4). Bei der d-fine GmbH ist die Struktur analog. Der Auslandsumsatzanteil im Konzern ist auf 18 % (im Vorjahr 15 %), bei der d-fine GmbH auf 14 % (im Vorjahr 11 %) leicht gestiegen. Das Geschäft in unseren ausländischen Kernmärkten wird hauptsächlich direkt von den dafür gegründeten ausländischen Tochterunternehmen erbracht. Mittelfristig rechnen wir mit einem Anteil des Auslandsgeschäftes von einem Viertel des Gesamtumsatzes im Konzern (siehe Abbildung 5). Mitarbeiter Die traditionell relativ niedrige Mitarbeitendenfluktuation war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zu beobachten und lag damit deutlich im guten Bereich. Dazu hat sich die Mitarbeitendenzahl im Konzern während des Geschäftsjahres weiter erhöht. Die durchschnittliche Mitarbeitendenzahl lag bei 1.239 Personen gegenüber 1.058 im Vorjahr, bei d-fine GmbH bei 1.097 Personen gegenüber 954 im Vorjahr. Das im Vorjahr angestrebte Wachstum von 10 % konnten wir somit in vollem Umfang realisieren. Bei den Neueinstellungen wurden der d-fine Philosophie entsprechend nur die besten Hochschulabgänger und -abgängerinnen in naturwissenschaftlichen Fächern berücksichtigt. Mit dem mehrmals im Jahr stattfindenden zweitägigen Workshop und sogenannten "d-fine days" an den Universitätsstätten bieten wir ausgewählten Studenten und Studentinnen einen Einblick in die Arbeit als Unternehmensberatender und in d-fine als Arbeitgeber. Die Workshops haben sich als hervorragendes Recruiting-Instrument etabliert und sind teilweise sogar virtuell durchführbar. Garant dafür, Berufseinsteiger von d-fine zu überzeugen und die Mitarbeitendenfluktuation niedrig zu halten, ist weiterhin das interessante Gesamtpaket aus Bezahlung, passenden Beschäftigungsmodellen, freier Wohnortwahl, abwechslungsreichen Einsatzgebieten und nicht zuletzt das Angebot von umfangreichen Fortbildungsangeboten bei d-fine. Hierunter fallen vor allem die oben bereits beschriebenen Master-Programme, welche unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen parallel zum beruflichen Einsatz belegen können. Die Altersstruktur liegt in einem Band von Mitte zwanzig bis Ende fünfzig, wobei die meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in dem Band von Ende zwanzig bis Ende dreißig liegen. Das relative hohe "Mindestalter" ergibt sich dadurch, dass (außerhalb der Verwaltung) nur Hochschulabsolventen und -absolventinnen eingestellt werden, von denen eine Vielzahl promoviert ist. In der Verwaltung arbeiteten im Konzern letzten Geschäftsjahr rund 100 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Aufgaben umfassen neben den allgemeinen Sekretariatstätigkeiten das Personalwesen, Marketing, Knowledge-Management, eine Grundsatzabteilung, Event Management und das Controlling sowie die Betreuung spezieller IT-Themen. Alle weiteren Aufgaben von der Lohnbuchhaltung, über Rechnungswesen bis zum IT-Service sind weiterhin an externe Firmen ausgelagert.
Abbildung 4: Konzernumsatz nach Kundengruppen
Abbildung 5: Konzernumsatz nach Regionen C. NACHHALTIGKEITSBERICHT 1 d-fine verfolgt eine langfristig ausgerichtete Nachhaltigkeitsstrategie, welche sich in all ihren Tätigkeiten und im Umgang mit allen Beteiligten - Kunden, Belegschaft, Lieferunternehmen, Umwelt und Gesellschaft - widerspiegelt. Unser Ziel ist es, potenziell negative soziale und ökologische Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit so gering wie möglich zu halten. Die Verfolgung und Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie betrachten wir als elementar, um auch zukünftig (Mitarbeitenden-)Wachstum erzielen zu können. Gerade als Beratungsgesellschaft sehen wir die Beratung unserer Kunden zu mehr Nachhaltigkeit als Chance an. Wir haben dazu die bereichsübergreifenden Themenfelder "Digitalisierung" und "Nachhaltigkeit" auch im Geschäftsjahr 2022/2023 weiter ausgebaut und unterstützen viele Firmen und Organisationen auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in ihrem Unternehmen und Produkten. Für die Umsetzung unserer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie inkl. der abgeleiteten Maßnahmen ist das Sustainability Board verantwortlich, dem auch Mitglieder der Geschäftsführung angehören. d-fine hat den Anspruch, umwelt- und klimanachhaltig zu arbeiten. Um das zu gewährleisten, haben wir uns der Klimaneutralität verpflichtet: Wir vermeiden soweit möglich umwelt- und klimaschädliche Emissionen, z. B. bei Dienstreisen oder der Büroausstattung. Emissionen, welche noch nicht vermeidbar sind, kompensieren wir vollständig seit 2019 durch Klimaschutzprojekte bzw. Emissionszertifikate. Aufgrund des wissenschaftlichen und quantitativen Hintergrunds unserer Belegschaft wird unser Corporate Carbon Footprint jährlich entlang der gesamten Wertschöpfungskette nach dem international anerkannten "GHG Protocol Corporate Standard" auf Basis eines selbstentwickelten Systems von unserem Nachhaltigkeitsteam ermittelt. Dieses System ist durch externe Auditoren (DEKRA) zertifiziert. Wir sind überzeugt, dass das dadurch erreichte detaillierte Verständnis der Emissionsquellen für das Treffen von Entscheidungen, die Auswirkungen auf unsere Treibhausgasbilanz haben, unerlässlich ist. Zudem haben wir uns dem Net Zero Standard der Science Based Targets Initiative (SBTi) verpflichtet, um wissenschaftlich fundierte Ziele zur Emissionsreduktion im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens zu setzen. Einmal im Jahr messen wir unsere Zielerreichung durch eine umfassende Bewertung unseres Corporate Carbon Footprints. Anhand von Prognosen wollen wir sicherstellen, dass unsere Ziele im Laufe des Jahres erreicht werden. Auch für das Geschäftsjahr 2022/2023 konnten wir wie in den Jahren zuvor unsere gesetzten Ziele der Emissionsreduktion erfüllen. Darüber hinaus erfüllt d-fine die Kriterien des deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) und veröffentlicht einen DNK-Bericht, inklusive der relevanten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren nach EFFAS (European Federation of Financial Analysts Societies). Da die Dienstleistungen von d-fine fast ausschließlich in Form von Beratungsleistungen erbracht werden, ist der Hauptfaktor für unsere Emissionen das Reisen unserer Consultants zu Projekten. Um diese Emissionen zu reduzieren, haben wir verschiedene Initiativen ins Leben gerufen, die sowohl auf die Verringerung der Anzahl der Geschäftsreisen als auch auf die Minimierung der Treibhausgasemissionen bei notwendigen Geschäftsreisen abzielen. So sind Flugreisen nur erlaubt, wenn ein Ziel nicht innerhalb von 5 Stunden mit der Bahn erreicht werden kann. Um die Rate von Remote-Work zu steigern, wurden eine Mobile Work Policy sowie neue Arbeitsmodelle eingeführt, die sich vor allem bzgl. der Reisetätigkeit unterscheiden. So haben wir Arbeitsmodelle eingeführt, die nur wenig oder keine Reisetätigkeit beinhalten, sowie ein neues Modell bei dem vollständig remote gearbeitet wird. Darüber hinaus haben wir Anfang 2023 damit begonnen, unseren Fuhrpark auf emissionsarme Autos mit E-Kennzeichen umzustellen, was bis 2027 abgeschlossen sein wird. Ein weiterer Hauptverursacher unseres Energie- und Ressourcenverbrauchs sind die Büroräume, deren Ausstattung sowie die Arbeitsmittel, die d-fine den Angestellten zur Verfügung stellt. In erster Linie wird die benötigte Bürofläche optimiert, was auch zu einem geringeren Ressourcenverbrauch durch weniger Geräte führt. Dazu werden unseren Beschäftigten Gemeinschaftsarbeitsplätze zur Verfügung gestellt, da der Großteil der Arbeitszeit nicht in d-fine Büroräumen verbracht wird. Bei der Beschaffung von Hardware ist die Langlebigkeit ein wichtiges Kriterium. Hier haben wir u.a. mit der Bereitstellung von Fairphones begonnen. d-fine ist auf außerordentlich hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen. Uns ist bewusst, dass sie unser höchstes Gut darstellen. Die Diversität unseres Teams haben wir als zentralen Baustein für den Unternehmenserfolg erkannt. Wir fördern durch verschiedene Maßnahmen eine integrative Unternehmenskultur, die Unterschiede z. B. bezogen auf Geschlecht, Herkunft, sexuelle Orientierung, Fähigkeiten, Alter oder sozialen Hintergrund, wertschätzt und begrüßt. Zudem sind wir der Initiative "Charta der Vielfalt" beigetreten und haben für uns die strategische Leitlinie "D = 1" festgelegt. Dies bedeutet, dass wir die Diversität unserer Belegschaft über alle Karrierestufen der Beratungslaufbahn hinweg konstant halten wollen. Chancengleichheit ist daher ein zentraler Aspekt sowohl bei der Einstellung als auch bei der Beförderung. Die Qualifikation unserer Beschäftigten ist dabei das maßgebliche Kriterium. Die kontinuierliche Beibehaltung der bereits umgesetzten Lohngleichheit pro Stufe unabhängig vom Geschlecht ist für uns selbstverständlich. Es wird darauf geachtet, Recruiting- und Beförderungsprozesse so zu gestalten, dass viele Beteiligte gemeinsam Entscheidungen treffen, um (unbewusste) Vorurteile, sog. "unconscious bias", zu vermeiden. Für die verschiedenen Schritte in diesen Prozessen wurde ein Monitoring umgesetzt, um dies zu überwachen. Einen weiteren wichtigen Baustein zur Sicherstellung der Chancengleichheit stellen Maßnahmen zur Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort sowie die Förderung von Vereinbarkeit von Beruf und Familie dar, die durch die für eine Unternehmensberatung typische Reisetätigkeit zunächst erschwert wird. Zur Verbesserung tragen insbesondere die zuvor erwähnten neuen Arbeitsmodelle mit geringerer Reisetätigkeit bei. Der Gesamtanteil an Frauen auf der Stufe Consultants konnte im Vergleich zu den letzten Jahren durch die Einführung der Arbeitsmodelle bereits gesteigert werden. d-fine engagiert sich in den Bereichen Bildung, Kunst und Sport mit zahlreichen Partnerschaften und Sponsoring-Aktivitäten. Dabei unterstützen wir insbesondere gemeinnützige Initiativen, die eine regionale Nähe zu einem unserer Standorte aufweisen und die naturwissenschaftliche Prägung unseres Teams widerspiegeln. Im Geschäftsjahr 2022/2023 haben wir zudem eine Partnerschaft mit der Hacker School begonnen, die Kinder und Jugendliche aus sozio-ökonomisch benachteiligtem Umfeld für das Programmieren begeistern möchte. D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 1. Risikobericht Das Geschäftsfeld von d-fine ist sehr komplex und nur mit hochqualifizierten Mitarbeitern erfolgreich zu bearbeiten. Aus diesem Grund wird weiterhin konsequent in die Auswahl und Qualifikation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen investiert und eine niedrige Fluktuationsrate angestrebt (vgl. auch A.6.). Dabei profitieren wir von dem etablierten Namen von d-fine unter Naturwissenschaftlern und dem attraktiven Gesamtpaket aus Arbeitsinhalten, Wohnortwahl, Bezahlung und Weiterbildungsmöglichkeiten. Allerdings besteht grundsätzlich das Risiko, dass der Personalmarkt die erforderliche Anzahl von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der gewünschten Qualifikation nicht liefern kann, so dass sich hierdurch eine Limitierung unseres Wachstums ergeben könnte. Die Erreichung der finanziellen Ziele ist, wie im Beratungsmarkt üblich, im Wesentlichen von den beiden Faktoren Auslastung und Gebührensätze abhängig. Das grundsätzliche Preisrisiko fangen wir durch hohe Qualität und kundenspezifischen Nutzen unserer Leistungen ab. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die sprunghaft gestiegene Inflation erhöhen grundsätzlich die Risiken hinsichtlich der Nachfrage nach unseren Dienstleistungen sowie der Erreichung der finanziellen Ziele. Die Beeinträchtigung der Kundennachfrage kann sich aus einer negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ergeben, durch rückläufige internationale Geschäftstätigkeit und Einschränkungen der nationalen Wirtschaftsaktivitäten. Dies könnte unsere Kunden veranlassen, vorgesehene Projekte in die Zukunft zu verschieben oder vom Umfang her einzuschränken mit entsprechenden Folgewirkungen auf unsere Auftragslage. In finanzieller Hinsicht könnten Einschränkungen der Freizügigkeit zu Kostenerhöhungen führen oder kundenseitig Druck auf unsere Honorare erfolgen. Aufgrund der großen Unsicherheit bei den Rahmenbedingungen sind wir eher vorsichtig eingestellt. Alle wesentlichen als geschäftskritisch erkannte Risiken werden - auf verschiedene Geschäftsführer verteilt - ständig beobachtet. Die Erreichung der finanziellen Planziele wird monatlich vom Controlling abgeglichen. Die Entwicklung der Risikosituation und der finanziellen Ziele sind auch Gegenstand der regelmäßigen Geschäftsführungsbesprechungen. Insgesamt hat sich unsere Risikostruktur gegenüber den Vorjahren nicht wesentlich verändert. Wir erwarten für das kommende Geschäftsjahr nur begrenzte Auswirkungen der dargestellten Risiken, die die Erreichung unserer Ziele nicht gefährden. 2. Chancenbericht Wie schon anfangs erwähnt bieten sich aufgrund der Digitalisierung und der ständig steigenden Regulierung unserer Kunden immer wieder neue Geschäftschancen insbesondere auch in ganz neuen Gebieten. Der Einsatz aller Arten von Künstlicher Intelligenz könnte weitere Chancen in der Unternehmensberatung bieten, indem Vorteile durch Zeitgewinnung und Produktivitätssteigerung sowie noch präzisere Datenanalysen gewonnen werden. Dadurch können sich Unternehmensberatungen vom limitierten Faktor Gewinnung hochkarätiger Mitarbeiter entkoppeln, der zunehmend durch den Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden entsteht, sowie Zeit für die Realisierung komplexer Vorhaben mit ausgeprägten analytischen, quantitativen und technologischen Herausforderungen gewinnen. Der Umbau der Wirtschaft und Gesellschaft zu mehr Klimafreundlichkeit führt in vielen Bereichen zu erhöhtem Investitionsbedarf, von denen innovative Beratungsgesellschaften profitieren werden. Aber auch die ständige Weiterentwicklung von Finanzinstrumenten und des Risikomanagements an sich bieten spezialisierten Marktführern wie d-fine immer wieder neue Marktchancen, sofern rechtzeitig darauf reagiert wird. 3. Prognosebericht Der Branchenverband BDU geht im März für das Jahr 2023 für den Markt in Deutschland für Unternehmensberatung von einem kräftigen Wachstum von 12,0 % aus. Für unsere alten und neuen Absatzmärkte erwarten wir unabhängig von dem russischen Angriffskrieg, der steigenden Preise und der Inflation sowohl in regionaler als auch in produktbezogener Hinsicht für das kommende Geschäftsjahr ein stabiles Umsatzwachstum mindestens in Höhe des vom BDU prognostizierten Marktdurchschnitts. Nach der aktuellen Entwicklung sind wir hier noch im Plan. Dadurch ergibt sich auch eine positive Grundlage für unsere Geschäftstätigkeit und die Umsetzung unserer Strategie. Wir erwarten ein bestenfalls stagnierendes Ergebnis, da die Kostenbasis sich im nächsten Geschäftsjahr sehr wahrscheinlich stark erhöhen wird. Die hohe Mitarbeitendenzufriedenheit, die Akzeptanz bei unseren Kunden und die inzwischen deutliche Marktpräsenz stimmen uns zuversichtlich, dass wir auch künftig erfolgreich am Markt agieren werden und den Umsatz wieder über das Vorjahresniveau hinaus steigern können. Wir werden weiterhin neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einstellen, wobei wir ein Netto- Mitarbeitendenwachstum von weiterhin über 10 % anstreben, und an unserer organischen Wachstumsstrategie festhalten, welche sich auf die folgenden vier Säulen stützt:
Trotz der gestiegenen Unsicherheit, der hohen Inflationsrate und dem russischen Angriffskrieg erhöhten Prognoseunsicherheiten erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr keine wesentlichen Beeinträchtigungen durch die beschriebenen Risiken. Die ersten Zahlen des neuen Geschäftsjahres stimmen uns zuversichtlich, dass wir uns im Marktumfeld nicht nur weiterhin behaupten, sondern auch wieder ein signifikantes Umsatzwachstum erreichen können. Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen ist weiterhin hoch. Unsere Wachstumsziele am Markt sollen einerseits durch eine steigende Nachfrage nach neuen Beratungsschwerpunkten, wie z. B. im Bereich Digitalisierung, aber auch durch Verdrängung von Wettbewerbern, in unseren Kernmärkten erreicht werden. E. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN Finanzinstrumente werden nur in der Form von ausgegebenen Genussscheinen zur Finanzierung der für das Geschäft notwendigen Liquidität genutzt. Durch die Ausgestaltung der Genussscheine in Form von variabler, vom Gewinn abhängiger Verzinsung wird im Gegensatz zu Krediten ausgeschlossen, dass Zinszahlungen das Ergebnis ins Negative drücken könnten. Dem Risiko eines kurzfristigen hohen Kapitalabflusses wurde durch eine relative hohe Stückelung unter Vermeidung von Großinvestoren entgegengewirkt. Die Geschäftsleitung dankt allen Kunden, die uns im letzten Geschäftsjahr ihr Vertrauen geschenkt haben. Wir werden auch in Zukunft alles daransetzen, um gemeinsam effektive und tragfähige Lösungen zu erarbeiten. Nicht zuletzt danken wir unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihr hervorragendes Wissen die Ideen und Visionen von d-fine verkörpern.
Frankfurt am Main, 27.10.2023 d-fine GmbH gez. Dr. Matthias Aicher gez. Dr. Florian Baumann gez. Christoph Belafi gez. Dr. Christoph Bennemann gez. Dr. Eike Bick
gez. Dr. Oliver Bohr gez. Dr. Jonas Bräuer gez. Dr. Christoph Burmester gez. Dr. Ashot Davtyan gez. Todor Dobrikov gez. Dr. Uwe Dörr
gez. Dr. Arndt Dombert gez. Dr. Andreas Geyer gez. Dr. Robert Görke gez. Dr. Ferdinand Graf gez. Dr. Oliver Hein gez. Dr. Stefan Heinrichs
gez. Dr. Matthias Hirtschulz gez. Dr. Christian Hörhammer gez. Dr. Arndt Hübsch gez. Dr. Sascha Hügle gez. Dr. Tilman Huhne gez. Ulf Henning Jacobs gez. Dr. Jan-Hendrik Jureit
gez. Dr. Oliver Kayser-Herold gez. Dr. Andreas Keese gez. Dr. Jochen Kienert gez. Dr. Henriette Kröner gez. Dr. Florian Merz gez. Dr. Karsten Meyer gez. Dr. Cornelius Mund
gez. Dr. Christian Oehler gez. Dr. Ari Pankiewicz gez. Wolfgang Pleyer gez. Torsten Radtke gez. Dr. Jörn Rank gez. Dr. Christian Romeike
gez. Alexander Schalk gez. Dr. Egbert Schark gez. Dr. Christoph Schneggenburger gez. Dr. Sven Schulz gez. Nadja Schuster gez. Dr. Markus Seifert
gez. Dr. Thorsten Sickenberger gez. Ewald Sinkevicius gez. Dr. Constantin Roman Sobiella gez. Artur Steiner gez. Dr. Roland Uhlig
gez. Markus von Rothkirch und Panthen gez. Dr. Hans Peter Wächter gez. Dr. Andreas Werner gez. Dr. Magnus Wobben F. ANLAGE ZUM LAGEBERICHT Vorbemerkung Das Entgelttransparenzgesetz sieht Angaben zu der Gleichstellung und der Entgeltgleichheit vor, die über die gesetzlichen Anforderungen an den Lagebericht hinausgehen und somit von der inhaltlichen Prüfung des Lageberichts durch den Abschlussprüfer ausgenommen sind ("lageberichtsfremde Angaben"). Diese Angaben werden thematisch der Erklärung zur Unternehmensführung zugeordnet, sie sind zudem inhaltlich zu den prüfenden Angaben abgegrenzt. ERKLÄRUNG DER UNTERNEHMENSFÜHRUNG BERICHT NACH § 21 ENTGELTTRANSPARENZGESETZ Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen (§ 21 Abs. 1Nr. 1 EntgTranspG) Durch die Fokussierung von d-fine auf analytische, quantitative und technologische Fragestellungen werden für die Beratung Menschen mit entsprechendem akademischem Hintergrund eingestellt. In den relevanten Studienfächern (Physik, Mathematik, Informatik u.ä.) ist die Geschlechterverteilung weiterhin sehr unausgeglichen mit überwiegend männlichen Absolventen. Bei d-fine sind wir bestrebt, trotzdem den Frauenanteil bei Einstellungen weiter zu erhöhen und den Anteil über alle Karrierestufen hinweg beizubehalten. Dieses Ziel wird ohne eine starre Quotenvorgabe durch verschiedene Maßnahmen entlang des Lebenszyklus einer Mitarbeiterin verfolgt. Zur Entwicklung der Maßnahmen wurden sowohl wissenschaftliche Studien als auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Beratungsunternehmen herangezogen. Die Maßnahmen werden fortlaufend nach Bedarf angepasst und erweitert. Es wird darauf geachtet, Recruiting- und Beförderungsprozesse so zu gestalten, dass viele Beteiligte gemeinsam Entscheidungen treffen, um (unbewusste) Vorurteile, sog. "unconscious bias", zu vermeiden. Für die verschiedenen Schritte in diesen Prozessen wurde ein Monitoring der Frauenanteile umgesetzt, um dies zu überwachen. Neue Consultants nehmen an einem firmeninternen Mentoringprogramm teil, wobei Mitarbeiterinnen eine erfahrene weibliche Mentorin zugeordnet wird, um früh sowohl Zugang zu einem Rollenvorbild zu verschaffen als auch den Aufbau eines Netzwerks innerhalb der Firma zu erleichtern. Seit kurzem werden zudem spezielle Networking-Events für Frauen zum Themenkomplex "Female Leadership" angeboten. Einen weiteren wichtigen Baustein zur Sicherstellung der Chancengleichheit stellen Maßnahmen zur Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort sowie die Förderung von Vereinbarkeit von Beruf und Familie dar, die durch die für eine Unternehmensberatung typische Reisetätigkeit zunächst erschwert wird. Bei d-fine haben wir daher verschiedene Arbeitsmodelle entwickelt, die sich vor allem bzgl. der Reisetätigkeit unterscheiden. Die Arbeitsmodelle "Orange" und "Orange flex" bieten die Möglichkeit, ohne bzw. mit wenig Reisetätigkeit in der Beratung zu arbeiten. Diese Modelle bieten wir für alle Bürostandorte an. Consultants, die im Arbeitsmodell "Blue" bzgl. des Ortes flexibel eingesetzt werden können, haben über das Wohnortkonzept die Möglichkeit, überall in Deutschland an einem Standort ihrer Wahl zu leben und so das persönliche Umfeld zu behalten oder dieses gemeinsam mit der Familie nach deren Bedürfnissen zu verlegen. Wir beobachten, dass der Frauenanteil in den Modellen "Orange"/ "Orange flex" höher ist als in "Blue"; der Gesamtanteil an Frauen auf der Stufe Consultants wurde durch die Einführung der Arbeitsmodelle gesteigert. Teilzeitwünsche werden, soweit sie mit der betrieblichen Organisation vereinbar sind, erfüllt. Anträge aufgrund familiärer oder gesundheitlicher Gründe werden vorrangig umgesetzt. Teilzeitvereinbarungen sind auch für Führungskräfte möglich. Insbesondere zum Wiedereinstieg nach der Elternzeit existieren flexible Regelungen zur schrittweisen Erhöhung der Arbeitszeit. Während der Elternzeit besteht das Angebot, weiterhin an internen Veranstaltungen und Weiterbildungen teilzunehmen. Beschäftigte in Elternzeit werden außerdem im jährlichen Beförderungsprozess analog zu anderen Beschäftigten betrachtet (unter anteiliger Berücksichtigung der aufgebauten Erfahrungsmonate), sodass auch Beförderungen auf die nächste Karrierestufe während der Elternzeit möglich sind. Weitere unterstützende Maßnahmen zur Förderung der Karriereentwicklung nach einer längeren Elternzeit sind in Planung, um dem häufig beobachteten Karriereknick entgegenzuwirken. Zum Umgang mit Diskriminierung gibt es eine Beschwerdestelle, bei der Verstöße (z. B. gegen das AGG) gemeldet werden können. Situativ wird dann auf diese Verstöße reagiert, es werden Gespräche geführt und gegebenenfalls weitere Schritte eingeleitet. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer (§ 21 Abs. 1 Nr. 2 EntgTranspG) In Bezug auf § 21 EntgTranspG Absatz 1 Satz 1. und 2. sehen wir keine Notwendigkeit für Maßnahmen, die auf die Herstellung von Entgeltgleichheit ausgerichtet sind, da durch die festgelegte Gehaltsstruktur bei d-fine keine bereinigte Entgeltlücke besteht oder entstehen kann. Die Gehaltsstruktur sieht für jede Stufe vom Einstiegslevel bis zum Partnerlevel ein Fixgehalt sowie einen prozentualen variablen Anteil vor. Die Werte sind für jede Stufe fest definiert. Die Einstufung in die Gehaltsstruktur erfolgt anhand des Studienabschlusses und ggf. relevanter Berufserfahrung. Die weitere Entwicklung innerhalb dieser Struktur wird anhand von gesammelten Berufserfahrungsmonaten und der Leistung auf den Projekten im Rahmen eines jährlichen, strukturierten und zentralen Prozesses für alle ermittelt und umgesetzt. Dabei entscheiden nicht allein die direkten Vorgesetzten über Positionswechsel und Gehaltserhöhung. Stattdessen werden aus der Einschätzung verschiedener Projektmanager Beförderungsvorschläge von den Vorgesetzten erarbeitet, von einem Gremium aus mehreren Führungskräften besprochen und vor Umsetzung gesamtheitlich von der Unternehmensführung überprüft und verabschiedet. Damit sollen individuelle, benachteiligende Gehaltsentwicklungen bereits strukturell vermieden werden. Die Gehaltsstruktur an sich wird zudem regelmäßig geprüft und gegebenenfalls angepasst, um eine markt- und wettbewerbsgerechte Vergütung zu gewährleisten. Dabei ist jederzeit sichergestellt, dass Angestellte auf einer bestimmten Stufe das gleiche Gehalt beziehen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft und weiteren Dimensionen. Angaben zur Gesamtzahl der Beschäftigten und zu Vollzeit- bzw. Teilzeitbeschäftigten (§ 21 Abs. 2 EntgTranspG) Durchschnittliche Anzahl der Angestellten im Kalenderjahr 2022:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die d-fine GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der d-fine GmbH, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern- Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den den mit dem Lagebericht zusamengefassten Konzernlagebericht (im Folgenden: "zusammengefassten Lagebericht") der d-fine GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefasster Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Homburg v. d. H., 1. November 2023 DORNBACH
GMBH GLOBER
gez. Petra Fischbeck-Lohr, Wirtschaftsprüferin gez. Roman Brinskelle, Wirtschaftsprüfer |
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