Ewellix GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Göbel seit 6.7.2010 | Geschäftsführer |
Henryk Velde seit 9.4.2008 | Prokura |
Doris Markert seit 13.1.2003 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Aktiebolaget SKF (publ) | 80.00% |
Aktiebolaget SKF (publ) | 20.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SKF Linearsysteme GmbHSchweinfurtJahresabschluss zum 31. Dezember 2009Bilanz zum 31. Dezember 2009Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20091. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze1.1 Anlagevermögen Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten über 150 € und unter 1.000 € liegen werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung auf einem gesonderten Konto gesammelt und auf fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Abschreibungen werden im Einklang mit steuerlichen Vorschriften entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der einzelnen Posten des Anlagevermögens wie folgt vorgenommen:
1.2 Umlaufvermögen a) Vorräte Bei der Bewertung des Vorratsvermögens wurde gemäß § 256 HGB grundsätzlich das der Lifo-Methode zugrundeliegende Verbrauchsfolgeverfahren unterstellt. Hierfür wurde der den Geschäftsjahren vor 2009 zuzurechnende Teil des Vorratsvermögens zu Durchschnittswerten auf Basis der Wertverhältnisse der jeweiligen Vorjahre, der dem Geschäftsjahr 2009 zuzurechnende Teil des Vorratsvermögens zu Durchschnittswerten des Jahres 2009 angesetzt. Ausgenommen ist die Ware in Arbeit, die zu Durchschnittswerten 2009 angesetzt ist. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Zukaufteile und Waren werden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt, die sich durch einzeln ermittelte Standardkosten unter Berücksichtigung von Abschlägen für Preis-, Gemeinkosten- und Auftragsabweichungen zwischen Standard- und Istkosten ergeben. Zinsen für Fremdkapital wurden in die Bewertung nicht mit einbezogen. Für überalterte und ungängige Vorräte werden individuelle Wertabschläge vorgenommen. Liegen bei einzelnen Vorräten die voraussichtlichen Verkaufserlöse, vermindert um noch anfallende zurechenbare Kosten unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, wird eine Wertberichtigung gebildet (verlustfreie Bewertung). b) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte sowie gegen verbundene Unternehmen werden zum Nominalwert angesetzt. Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. c) Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Es bestehen wie im Vorjahr keine Sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. 1.3 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Der Ansatz erfolgt zu Nominalwerten. 1.4 Rückstellungen a) Pensionsrückstellungen Die Gesellschaft hat allen Mitarbeitern eine Zusage auf Alters-, Invaliditäts-, Witwen- und Waisenrente bei Eintritt des Versorgungsfalles gegeben. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgt mit dem Teilwert aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens analog § 6a EStG, wobei auch zugesagten künftigen Rentenerhöhungen entsprechend Rechnung getragen wurde. Als Berechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck sowie ein Rechnungszinsfuß in Anlehnung an Marktwerte von festverzinslichen Industrieanleihen zu 5,0 % (Vorjahr 6,0 %). Außerdem hat die Gesellschaft mit Beschluss vom 01.12.2009 eine Anpassung der Betriebsrenten zum 01.01.2010 für Zugangsjahrgänge ab 2006 beschlossen. b) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen dienen zur Abdeckung ungewisser Verbindlichkeiten und erkennbarer Risiken und sind mit dem Wert angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Ermittlung der Rückstellung für Gewährleistung erfolgt durch Einzelbewertung. Für geplante Restrukturierungsmaßnahmen wurde eine Rückstellung gebildet. Die Wertermittlung erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. 1.5 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. 1.6 Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt bilanziert. Unrealisierte Verluste aus der Kursentwicklung zum Bilanzstichtag werden berücksichtigt. 2 Bilanzerläuterungen2.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens einschließlich der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen ergibt sich aus der Anlage zum Anhang. 2.2 Vorräte In den Vorräten sind die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen Erzeugnissen, sowie fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von TEur 3.394 (Vorjahr: TEur 4.828) ausgewiesen. 2.3 Eigenkapital Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene und im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt EUR 3.834.689,11 (DEM 7.500.000,-). 2.4 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für:
2.5 Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen den Gesellschafter i. H. v. TEUR 9.724, welche sich auf das Cash-Pooling der SKF-Gruppe bezieht und den Verlust auf Grund des Ergebnisabführungsvertrags beinhaltet. Des Weiteren beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 2.676. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 461. 2.6 Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind im vollen Umfang unbesichert. 2.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
Zusätzlich bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, resultierend aus einer bis zum 30.09.2021 gültigen Mietvereinbarung zwischen der SKF GmbH, Schweinfurt und der SKF Linearsysteme GmbH, Schweinfurt für die Nutzung der Betriebsstätte in Meckesheim. Die jährliche Verpflichtung im Jahr 2009 betrug TEur 343. Durch eine vertraglich vereinbarte Mietanpassung erhöht sich die Verpflichtung im Jahr 2010 auf TEur 369. Außerdem bestehen bei der SKF Linearsysteme GmbH, Schweinfurt sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Verträgen über die Erbringung von EDV-Leistungen mit der EDS Deutschland GmbH bis zum 30.06.2010. Im Jahr 2009 wurden TEur 336 (Vorjahr: TEur 572) für diese Leistungen bezahlt, die in der Zukunft variabel gestaltet werden können. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen 2009 betrug TEur 1.431. Bezüglich der Nichtangabe der Vorteile und Risiken der nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte wird vom Wahlrecht des § 288 Abs. 2 S. 1 HGB n. F. Gebrauch gemacht. 2.8 Haftungsverhältnisse Es bestehen, wie im Vorjahr, keine Haftungsverhältnisse. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung3.1 Umsatzerlöse
3.2 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind aperiodische Erträge in Höhe von TEur 230 (Vorjahr: TEur 274) auf Grund von Auflösungen von Rückstellungen enthalten. 3.3 Materialaufwand
3.4 Personalaufwand
3.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aperiodische Aufwendungen in Höhe von TEur 28 (Vorjahr: TEur 9) auf Grund von Nachbelastungen aus Konzernumlagen aus 2008 und Verlusten aus Anlagenabgängen enthalten. 3.6. Außerordentliche Aufwendungen Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEur 3.890 sind für die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen angefallen. Es handelt sich hierbei um Kapazitätsanpassungen im Personalbereich. Die Kosten fallen im Wesentlichen für Abfindungszahlungen an. 4. PrüfungshonorarAuf die Angabe des berechneten Gesamthonorars des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird auf Grund der Angabe im Konzernabschluss verzichtet. 5. Geschäftsführung und VerwaltungsratZum Geschäftsführer war im Berichtsjahr bestellt:
Als Gesellschafter-Vertreter ist bestellt:
Bezüglich der Nichtangabe der Bezüge und Pensionsrückstellungen der derzeitigen und früheren Geschäftsführer wird von dem Wahlrecht des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 6. Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)
7. KonzernverhältnisseDie Gesellschaft ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der SKF GmbH, Schweinfurt. Diese wird in den Konzernabschluss der Aktiebolaget SKF, Göteborg, Schweden einbezogen. Mit der SKF GmbH besteht ein Organschaftsvertrag, der eine Ergebnisabführungsvereinbarung beinhaltet. Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die SKF Linearsysteme GmbH, Schweinfurt, einbezogen ist, wird von der Aktiebolaget SKF, Göteborg, Schweden, erstellt und ist unter folgender Adresse erhältlich:
Verbundene Unternehmen sind alle Unternehmen, an denen die Aktiebolaget SKF, Göteborg, Schweden, mittelbar oder unmittelbar mit Mehrheit beteiligt ist.
Schweinfurt, 12. April 2010 Die Geschäftsführung Andreas Elsner Entwicklung des Anlagevermögens
zum 31.12.2009
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| Ansch.-/
Herstellungskosten 1.1.2009 EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
Umbuchungen
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände: | ||||
| Konzessionen, ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 887.697,15 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 887.697,15 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| II. Sachanlagen: | ||||
| 1. Bauten auf fremden Grundstücken | 1.015.118,91 | 0,00 | 2.831,93 | 0,00 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 8.817.788,13 | 0,00 | 12.653,74 | 428.848,20 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.309.512,99 | 4.202,74 | 19.989,33 | 70.155,37 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 202.303,46 | 550.408,04 | 0,00 | -499.003,57 |
| 15.344.723,49 | 554.610,78 | 35.475,00 | 0,00 | |
| 16.232.420,64 | 554.610,78 | 35.475,00 | 0,00 |
| Abschreibungen
kumuliert EUR |
Buchwert 31.12.2009
EUR |
Buchwert
31.12.2008 EUR |
Abschreibungen
des Jahres EUR |
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| I. Immaterielle Vermögensgegenstände: | ||||
| Konzessionen, ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 873.169,38 | 14.527,77 | 24.154,29 | 9.626,52 |
| 873.169,38 | 14.527,77 | 24.154,29 | 9.626,52 | |
| II. Sachanlagen: | ||||
| 1. Bauten auf fremden Grundstücken | 632.844,12 | 379.442,86 | 426.419,78 | 44.711,36 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 7.249.324,61 | 1.984.657,98 | 1.874.565,82 | 318.756,04 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.660.832,63 | 703.049,14 | 845.250,98 | 212.312,40 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 253.707,93 | 202.303,46 | 0,00 |
| 12.543.001,36 | 3.320.857,91 | 3.348.540,04 | 575.779,80 | |
| 13.416.170,74 | 3.335.385,68 | 3.372.694,33 | 585.406,32 |
Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen
Die SKF Linearsysteme GmbH, Schweinfurt, ist unter HRB 1274 am Amtsgericht Schweinfurt eingetragen. Die SKF GmbH, Schweinfurt, ist alleinige Gesellschafterin der SKF Linearsysteme GmbH.
Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt über die Verkaufsorganisation der SKF Gruppe Maschinenelemente, insbesondere Linearlager und Linearführungssysteme, deren Zubehör und Ausstattung, sowie sonstige maschinelle Einrichtungen und Erzeugnisse.
Ihr Geschäft betreibt die Gesellschaft in gemieteten Gebäuden an den Standorten Schweinfurt und Meckesheim.
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts ist in Deutschland von 1,3 % im Vorjahr auf -5% in Geschäftsjahr 2009 gesunken.
Der wirtschaftliche Einbruch fand hauptsächlich im Winterhalbjahr 2008/2009 statt. Im Jahresverlauf zeichnete sich eine leichte Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung auf dem neuen, niedrigen Niveau ab.
Bemerkenswert im Jahr 2009 war, dass sowohl die Exporte als auch die Ausrüstungsinvestitionen stark einbrachen. Der Außenhandel, der in früheren Jahren ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft war, bremste 2009 die wirtschaftliche Entwicklung. Während die Exporte preisbereinigt um 14,7% sanken, betrug der Rückgang bei den Importen nur 8,9%. Die Differenz zwischen Exporten und Importen - der Außenbeitrag - hatte somit wie schon im Jahr 2008 einen negativen Wachstumsbeitrag zum BIP. Mit - 3,4 Prozentpunkten fiel er 2009 allerdings deutlich stärker aus als 2008 (- 0,3 Prozentpunkte). In Ausrüstungen wurde insgesamt um ein Fünftel weniger investiert als noch in 2008 (- 20,0%). Die Investitionen in Bauten waren lediglich um 0,7% niedriger als im Vorjahr. Die einzigen positiven Impulse kamen 2009 von den Konsumausgaben: Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 0,4%, die staatlichen sogar deutlich um 2,7% gegenüber dem Vorjahr.
(Quelle: Statistisches
Bundesamt, Wiesbaden 2010)
Geschäftsverlauf
Der bereits am Jahresende 2008 einsetzende Konjunkturumschwung hat sich im Verlauf des Jahres 2009 durch einen drastischen Nachfragerückgang auf die Geschäfte der SKF Linearsysteme GmbH ausgewirkt. Die Verkäufe im Inland sind um durchschnittlich 39 % gesunken, im europäischen Ausland waren die Umsätze sogar um 51 % rückläufig. Insgesamt brach der Umsatz um 44% gegenüber dem Vorjahr ein. Im ersten Halbjahr wurden auf breiter Front bereits erteilte Aufträge zeitlich geschoben oder sogar storniert. Wir haben gegenüber unseren Lieferanten entsprechend zeitnah reagiert.
Auf diese Situation wurde intern mit sofort eingeleitetem Sparkurs sowie Reduzierung der Teile- und Fertigwarenbestände reagiert. In den Werken Schweinfurt und Meckesheim wurden befristete Arbeitsverhältnisse beendet und mit der verbleibenden Belegschaft Kurzarbeit in allen Bereichen gefahren. Das Management sowie alle Mitarbeiter im AT-Bereich haben mit freiwilligem Gehaltsverzicht einen solidarischen Beitrag zur Reduzierung der Verluste geleistet. Wo vorhanden wurden alle Arbeitszeit-Vereinbarungen mit Mitarbeitern im Tarifbereich von 40 auf 35 Wochenstunden zurückgeführt.
Der Kontakt mit den SKF-Verkaufsgesellschaften wurde intensiviert. Dennoch konnte der Auftragsrückgang auf breiter Front im ersten Halbjahr nicht ausreichend verhindert werden. Gegen Mitte des Jahres 2009 wurde eine Bodenbildung bei der Auftrags- Bestandssituation spürbar, die sich gegen Ende des Jahres wieder leicht verbesserte.
Produktion
Der Wert der produzierten Güter und Leistungen im Geschäftsjahr 2009 lag 45,5% unter dem Vorjahr.
Für Rationalisierungsprojekte und neue Technologien wurden insgesamt 555 TEuro (Vorjahr: 286 TEuro) in Anlagegüter investiert.
Die Auslastung hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres negativ entwickelt. Am Standort Schweinfurt sank die Produktionsauslastung um 32 %, in Meckesheim um 44 %.
Produktentwicklung und Qualität
Schwerpunkt in der Produktentwicklung waren kundenbezogene Projekte im Spezialmaschinenbau, der Medizintechnik und in der Fabrikautomatisierung. Ebenso wurde an neuen Materialien für Führungskomponenten weiter geforscht. Anfang des zweiten Quartals 2009 wurde die SKF Linearsysteme GmbH organisatorisch mit der im Jahre 2006 akquirierten Firma ABBA Taipeh / Shanghai zur Geschäfts-Einheit Linear System Unit (LSU) formiert. Die bei SKF Linearsysteme GmbH angesiedelten Zentralbereiche unterstützten mit den Abteilungen Technische Entwicklung, sowie Business - Development / Marketing intensiv die Entwicklung und Einführung der in Taipeh/Taiwan gefertigten Profilschiene mit verbesserter Qualität. Die monatliche Konsolidierung für die interne Berichtserstattung wird ebenfalls von der Abteilung CF geleistet. Alle Unterstützungsleistungen wurden an die SKF Gesellschaft in Taipeh verrechnet.
Für die Produktentwicklung wurden im Berichtsjahr 1.029 TEur (Vorjahr: TEur 1.593) aufgewendet.
Personal
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich von 216 Mitarbeitern zum Bilanzstichtag 2008 auf 203 zum Jahresende 2009. Dies resultiert aus der Aufkündigung bzw. dem Auslauf befristeter Arbeitsverhältnisse aufgrund der rückläufigen Beschäftigungslage. Für im Geschäftsjahr 2010 geplante Restrukturierungsmaßnahmen wurden Rückstellungen in Höhe von 3.890 TEur gebildet.
Zur Verbesserung der Ausbildung der Mitarbeiter steht das Trainings-, Informations- und Buchungs-System TIBS zur Verfügung, das allen Mitarbeiter online die Möglichkeit gibt, sich schnell über das aktuelle Angebot der Personalentwicklung und Weiterbildung zu informieren. Zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes der Mitarbeiter nimmt die Gesellschaft an der "Null-Unfall-Initiative" der SKF GmbH teil. Im Geschäftsjahr 2009 war am Standort Meckesheim ein, am Standort Schweinfurt kein meldepflichtiger Unfall zu verzeichnen.
Ertragslage
Verteilt nach Regionen entwickelte sich der Umsatz wie folgt (Werte in TEuro):
| Aufgliederung nach Regionen: | 2009 | 2008 | %
Veränd. |
| Deutschland | 8.663 | 14.254 | -39,2% |
| Übriges Europa | 9.375 | 19.210 | -51,2% |
| Amerika | 783 | 945 | -17,1% |
| Asien, Afrika, Australien | 859 | 924 | -7,0% |
| Gesamtumsatz | 19.680 | 35.333 | -44,3% |
Aufgrund der negativen Konjunkturentwicklung brach der Umsatz im Geschäftsjahr um 44,3 % ein. Trotz aller zusätzlichen Kosteneinsparungen wurde das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 7,524 Mio. Euro abgeschlossen. (Gewinn Vorjahr: 4,134 Mio. Euro), der aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der SKF GmbH ausgeglichen wird. Das Jahresergebnis 2009 wurde entscheidend durch außerordentliche Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen für geplante Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 3.890 TEur beeinflusst. Durch Kostenentlastung im Zuge der Personal - Restrukturierung sowie durch eine leichte Belebung der Konjunktur im ersten Quartal 2010 wird ein ausgeglichenes operatives Ergebnis für das Jahr 2010 angestrebt.
Den Belastungen durch das massive Wegbrechen des Produktionsvolumens wurde mit dem Einsatz aller zur Verfügung stehenden konjunktur- und arbeitsmarktpolitischen Werkzeuge (Kurzarbeit, Arbeitszeitreduzierung, Gehaltsverzicht, Abbau von Gleitzeit- bzw. Freischichtkonten etc.) begegnet. Die durchgeführten Maßnahmen führten zu einer Einsparung von insgesamt 2.512 TEur im Geschäftsjahr 2009, was zu einer Reduzierung der Herstellungskosten und der Vertriebskosten beigetragen hat. Die Einsparungen wurden sowohl bei den variablen Kosten durch die Anpassung der Produktionsleistung an die geringe Nachfrage, wie auch durch eine Reduzierung der Fixkosten erreicht. Dadurch konnten die Auswirkungen auf das Jahresergebnis jedoch nur teilweise kompensiert werden.
Zusätzliche Effekte ergeben sich aus der Anpassung des Zinssatzes zur Abzinsung der Pensionsverpflichtungen auf 5,0 % an die Marktgegebenheiten: die höhere Pensionsrückstellung wirkte sich durch einen entsprechenden Aufwand auf das Jahresergebnis aus. Ferner ergab sich ein erhöhter Aufwand in den Herstellungskosten aus gestiegenen Wertberichtigungen auf die Vorratsbestände von 978 TEur (i. Vj. TEur 443).
Vermögenslage
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | Veränderungen | ||||
| TEUR | in % | TEUR | in % | TEUR | in % | |
| Vermögen | ||||||
| Immaterielle Anlagen | 15 | 0,1% | 24 | 0,2% | -9 | -0,2% |
| Sachanlagen | 3.321 | 17,1% | 3.349 | 22,7% | -28 | -0,6% |
| Anlagevermögen | 3.336 | 17,2% | 3.373 | 22,8% | -37 | -0,8% |
| Vorräte | 3.394 | 17,5% | 4.828 | 32,7% | -1.434 | -30,9% |
| Forderungen gegen verb. Unternehmen | 12.399 | 63,8% | 6.247 | 42,3% | 6.152 | 132,6% |
| Übrige Forderungen | 262 | 1,3% | 273 | 1,9% | -11 | -0,2% |
| Liquide Mittel | 11 | 0,1% | 12 | 0,1% | -1 | 0,0% |
| RAP | 17 | 0,1% | 49 | 0,3% | -32 | -0,7% |
| Umlaufvermögen/RAP | 16.083 | 82,8% | 11.409 | 77,2% | 4.674 | 100,8% |
| 19.419 | 100,0% | 14.782 | 100,0% | 4.637 | 100,0% | |
| Kapital | ||||||
| Gezeichnetes Kapital | ||||||
| = Eigenkapital | 3.835 | 19,7% | 3.835 | 25,9% | 0 | 0,0% |
| Rückstellungen | 14.655 | 75,5% | 9.868 | 66,8% | 4.787 | 103,2% |
| Verbindlichkeiten gegen verbund. Unternehmen | 461 | 2,4% | 290 | 2,0% | 171 | 3,7% |
| Übrige Verbindlichkeiten | 414 | 2,1% | 728 | 4,9% | -314 | -6,8% |
| PRAP | 54 | 0,3% | 61 | 0,4% | -7 | -0,1% |
| Fremdkapital | 15.584 | 80,3% | 10.947 | 74,1% | 4.637 | 100,0% |
| 19.419 | 100,0% | 14.782 | 100,0% | 4.637 | 100,0% | |
Die Finanzierung der SKF Linearsysteme GmbH erfolgte auch im Krisenjahr 2009 über den laufenden betrieblichen Cash Flow und im Rahmen des Cash Pooling der SKF Gruppe. Der Ausgleich des Jahresverlusts im Rahmen des Ergebnis-Übernahmevertrags mit der SKF GmbH ist unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten, was zu einem überproportionalen Anstiegs dieser Position auf der Aktivseite gegenüber dem Vorjahr führt. Das Bestandsmanagement für Vorräte hat sich eng an der reduzierten Nachfrage orientiert, was zu einem Rückgang von 30,9 % im Vergleich zum Vorjahr geführt hat.
Auf der Passivseite führt die Einstellung der Rückstellungen für geplante Restrukturierungsmaßnahmen mit TEur 3.890 neben einem Anstieg der Pensionsrückstellungen um TEur 1.203 - im Wesentlichen auf Grund der Anpassung des Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt auf 5,0 % - zu einem deutlichen Anstieg der gesamten Rückstellungsposition gegenüber dem Vorjahr. Dadurch sinkt die Eigenkapitalquote von 25,9 % im Vorjahr auf 19,7 % im Geschäftsjahr.
Finanzlage
| 2009
TEUR |
|
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 7 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -555 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 547 |
| Veränderung Finanzmittelfonds | -1 |
Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit stellt sich trotz des negativen Ergebnisses ausgeglichen dar. Nicht cash-wirksam waren hohe Zuführungen zu Rückstellungen und planmäßige Abschreibungen. Ferner konnten die Vorräte an die veränderten Absatzverhältnisse angepasst und wesentlich reduziert werden. Insgesamt konnte auch eine Reduzierung des operativen Umlaufvermögens im Bereich der Forderungen realisiert werden.
Investiert wurde hauptsächlich in Fräs- und Trennmaschinen.
Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus dem Cash-Pooling-Guthaben und diente im Wesentlichen der Finanzierung der Investitionen.
Der Finanzmittelfonds enthält unser Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEur 11 (i. Vj. TEur 12).
Die Inanspruchnahme der Finanzierung (Guthaben) über den Cash Pool ist dem Cash Flow aus der Finanzierung zugeordnet. Ferner ist die im Rahmen des Cash Poolings eingeräumte Kreditlinie bei der Beurteilung der Finanzlage positiv zu berücksichtigen.
Bezüglich des Cash Pooling Vertrags wurde eine vertragliche Vereinbarung - letztmalig angepasst in 2005 - mit der SKF GmbH getroffen, die der SKF Linearsysteme GmbH bei Bedarf im Rahmen des Cash Pooling einen kurzfristigen Rahmenkredit in Höhe von 1,5 Mio. Euro gewährt. Die Guthaben- oder Schuldzinsen des Rahmenkredites, die monatlich festgelegt werden, entsprechen dabei den für die SKF GmbH auf dem Geldmarkt geltenden Sätzen.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SKF Linearsysteme GmbH hat sich aus Sicht der Geschäftsführung aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise negativ entwickelt. Insgesamt ist der Geschäftsverlauf der SKF Linearsysteme GmbH im Geschäftsjahr 2009 als nicht zufriedenstellend zu bewerten. Aufgrund des geringeren Umsatzvolumens kann die Personalstärke nicht länger gehalten werden. Die zu hohen Kosten können nur durch eine Restrukturierungsmaßnahme kompensiert werden. In diesem Zusammenhang plant die SKF Linearsysteme GmbH eine Personalreduzierung von 20 % an beiden Standorten in Schweinfurt und in Meckesheim. Gespräche mit dem Betriebsrat sind aufgenommen.
Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2009:
Aufgrund der auf längere Sicht anhaltenden zögerlichen Erholung der Märkte kann die Personalstärke auf Dauer nicht gehalten werden. Ein Anpassungsprozess durch Restrukturierung ist daher erforderlich. Gespräche mit dem Betriebsrat sind aufgenommen, alle zur Verfügung stehenden Instrumentarien werden angeboten: Alters-Teilzeitregelung, Abfindungsangebote, Sabatical-Regelung und Angebot des Übergangs in eine Beschäftigungsgesellschaft.
Der Abschluss der Restrukturierung wird für Ende des ersten Halbjahrs 2010 projektiert.
Danach wird die Kurzarbeit in den volumensabhängigen Bereichen nach Erfordernis bis Ende 2010 weitergefahren.
Nach erfolgter Restrukturierung wird in Einklang mit Strategie der SKF - Gruppe eine Reintegration der SKF Linearsysteme GmbH in die SKF GmbH durchgeführt. Dazu wurde in der Wirtschafts- Ausschuss-Sitzung der Muttergesellschaft ein Beschluss durch den Aufsichtsrat der SKF GmbH vorbereitet. Die Geschäfte werden dann als integraler Bestandteil der SKF GmbH weitergeführt. Die Reintegration soll rechtlich in 2011 umgesetzt werden.
Ziele und Merkmale des Risikomanagements und internen Kontrollsystems
Das Risikomanagement des Unternehmens hat das Ziel, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen.
In 2005 wurde ein internes Kontrollsystem gemäß den Richtlinien des SKF Konzerns installiert. Nach der Deregistrierung der AB SKF in 2007 wurde das im Rahmen von SOX 404 erforderliche Management-Testing durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft weiterhin durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2008 wurde das bestehende interne Kontrollsystem im Rahmen eines konzernweiten Projekts in das "SKF Internal Control System (SICS)" transferiert.
Dabei handelt es sich um ein für alle SKF Gesellschaften standardisiertes Kontrollsystem, bei dem in den Bereichen Finanzen, Verkauf, Einkauf, Produktion/Warenwirtschaft, Konzernkonsolidierung und Personalwesen an den als sicherheitsrelevant angesehenen Stellen im jeweiligen Prozess Kontrollen beschrieben wurden, deren Einhaltung durch definierte Kontrollverantwortliche permanent überwacht wird. Kernpunkte des internen Kontrollsystems sind die Aufteilung von Verantwortlichkeiten ("Segregation of Duties"), Einhaltung des "Vier-Augen-Prinzips" bei allen relevanten Entscheidungsprozessen und die Dokumentation der Einhaltung der Kontrollen. In diesem Rahmen wurden auch die Zugriffsberechtigungen im ERP-System für alle Mitarbeiter entsprechend ihres Verantwortungs- bzw. Aufgabenbereiches zugeordnet.
Die Zielsetzung des SKF-internen Kontrollsystems ist die Absicherung aller Bilanzpositionen und Einflüsse auf die Gewinn- und Verlustrechnung durch nachverfolgbare Prüfprozesse, um das Risiko von falschen Bilanzansätzen, Ergebnissen oder Aussagen des Jahresabschlusses zu minimieren. Außerdem soll das Kontrollsystem durch die Aufteilung von Verantwortlichkeiten zur Vermeidung von Betrug, persönlicher Vorteilnahme und sonstigen geschäftsschädigenden Verhaltens beitragen.
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Gegen Ende des Jahres 2009 hat sich die Geschäftslage leicht verbessert, was hauptsächlich auf eine Belebung der Auftragseingänge aus dem Export zurückzuführen ist. Nach allgemeiner Branchenmeinung ist jedoch eine Rückkehr zu einer Situation Status 2008 nicht vor 2013 zu rechnen. Derzeit lauten die Meldungen des Verbandes: "Maschinenbaukonjunktur erholt sich auf dünnem Eis".
Branchenrisiken
Die globale Wirtschaftskrise macht eine Beurteilung der Risiken derzeit nur schwer möglich. Die Zusammenarbeit mit den neuformierten Verkaufsorganisationen wird ständig verbessert. Die Rahmenbedingungen zwingen uns auch weiterhin dazu, die Produktionsprozesse durch stetige Verbesserungen zu optimieren und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Risiken aus Produktentwicklung
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass unsere Kunden neue Produkte nicht annehmen. Diesem Risiko wirken wir durch umfangreiche Trendanalysen und Kundenbefragungen sowie dem Erwerb von branchenspezifischen Marktanalysen entgegen. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass Trends frühzeitig erkannt werden können und deren Relevanz für unsere Kunden rechtzeitig überprüft wird.
Des Weiteren besteht das Risiko, Produkte oder kundenbezogene Entwicklungen nicht in der vorgegebenen Zeit, mit der entsprechenden Qualität und unter den vorgegebenen Kosten realisieren zu können. Um dieses Risiko zu vermeiden hat der SKF Konzern in seinen Unternehmen ein Qualitätsmanagement-System installiert. Damit können im Falle von Abweichungen rechtzeitig gegensteuernde Maßnahmen ergriffen werden.
Um einen höheren Marktanteil im Bereich Linearführungen gewinnen zu können, wird mit der neu entwickelten Profilschienen - Serie LLT das Sortiment durch ein eigengefertigtes Standardprodukt maßgeblich erweitert. Die Entwicklung weiterer Produktvarianten wird durch die zentrale Entwicklungsabteilung der SKF Linearsysteme GmbH geleistet.
Risiken aus der Beschaffung
Vor dem Hintergrund sich auf niedrigem Niveau wieder belebenden Geschäftstätigkeit deutet sich eine Verteuerung auf dem Rohstoffmarkt an. Der Bereich Einkauf arbeitet kontinuierlich an Konzepten, das Risiko aus bestehenden Ein-Lieferanten-Beziehungen durch die Auswahl geeigneter möglicher Alternativquellen vermindern sollen. Außerdem arbeiten wir intensiv an der Ausweitung unserer internationalen Lieferantenbasis. Dazu zählen insbesondere Bezugsquellen für Rohstoffe und Vorprodukte auf dem asiatischen Markt. Zur Vermeidung von Ausfällen auf der Beschaffungsseite werden regelmäßig Beurteilungen unserer Hauptlieferanten durchgeführt. Das Risiko von einem strategisch wichtigen Lieferanten mit Qualitätseinbußen durch Lieferzeiten und Liefermengen konfrontiert zu werden begegnen wir mit der Gegenüberstellung von Lieferantenselbstauskunft und Schufa - Auskunft. Bei Auffälligkeiten wird der Lieferant in einem persönlichen Gespräch um Auskunft gebeten. Davon ausgehend werden eventuelle Reaktionen abgeleitet.
Bedeutung von Nachfrageschwankungen
Um den Einfluss von Nachfrageschwankungen oder sich verändernden Marktbedingungen auf unser Geschäft zu begrenzen, analysieren wir kontinuierlich das Kundenverhalten und den Wettbewerb. Die daraus entstehenden Risiken sichern wir durch unsere breite Modellpalette ab, die wir laufend modernisieren und erweitern.
Aufgrund der Finanz - und Wirtschaftskrise hat sich die Nachfrage rückläufig entwickelt. Den sich daraus ergebenden Risiken wurde durch Kosteneinsparungsmaßnahmen begegnet.
Personalrisiken
Die persönlichen Fähigkeiten und das Wissen unserer Mitarbeiter ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für unser Unternehmen. Durch Fluktuation besteht das Risiko, diese Kompetenz zu verlieren und damit Vorteile gegenüber Wettbewerbern einzubüßen. Durch intensives Wissensmanagement sind wir bemüht, das Know-how im Unternehmen zu halten und auf andere Mitarbeiter zu übertragen.
Außerdem steht allen Mitarbeitern das SKF-interne Trainings-, Informations- und Buchungssystem "TIBS" zur Verfügung. Dieses System gibt allen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich online über die aktuellen Angebote der Personalentwicklung und Weiterbildung zu informieren und entsprechende Fortbildungsmaßnahmen direkt zu buchen.
Umweltschutz
Zur Vermeidung von Schädigungen der Umwelt, Verbesserung des Klimas und verantwortungsbewusstem Umgang mit den Ressourcen hat der SKF Konzern das Sustainability-Projekt ins Leben gerufen, an dem alle SKF Gesellschaften teilnehmen. Im Rahmen dieses Projektes verpflichten sich alle SKF Gesellschaften zu nachhaltig umweltbewusstem Handeln, zur Minderung des Schadstoffausstoßes und zur Vermeidung von Umweltbelastungen und Bodenverschmutzungen aller Art. An diesem Projekt nimmt die SKF Linearsysteme GmbH auch weiterhin aktiv teil.
Risiken aus Finanzinstrumenten
Durch die Teilnahme am Cash-Pooling der SKF GmbH, Schweinfurt liegen die Verantwortlichkeiten für die Liquiditätsplanung und der Einsatz von Finanzinstrumenten in der Treasury-Abteilung der SKF GmbH.
Etwaigen Ausfallrisiken bei Forderungen gegen Dritte wird durch ein aktives Forderungsmanagement entgegengewirkt.
IT-Risiken
Die IT-Systeme der SKF Gruppe sind durch redundante Firewallsysteme gegen unberechtigte Zugriffe abgesichert. Virenscanner sowie eingeschränkte Zugangs- und Zugriffsberechtigungen sorgen für zusätzlichen Schutz. Im Rahmen des "SKF Internal Control Systems (SICS)" werden diese Maßnahmen zur Informationssicherheit permanent überprüft. Darüber hinaus wird täglich ein Backup von sämtlichen Datenbeständen erstellt.
Gesamtrisiko
Nach der erfolgten Restrukturierung wird die verbesserte Kostenbasis eine verbesserte Ausgangsbasis für die Geschäftsentwicklung der SKF Linearsysteme GmbH schaffen.
Ein gesicherter Ausblick auf das Geschäftsjahr 2010 kann aus unserer Sicht und unter Zuhilfenahme von offiziellen Prognosestellen (VDMA) und anderer führender Wirtschaftsinstituten bislang nicht gegeben werden. Der Großteil der Branche blickt mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft, eine Rückkehr zu einer Geschäftslage, die vergleichbar mit der von 2007/2008 zu bezeichnen ist, wird jedoch erst frühestens 2013 gerechnet.
Im letzten Quartal 2009 stellte sich eine leichte Belebung der Geschäftstätigkeit ein, die sich zu Beginn des ersten Quartals 2010 fortgesetzt hat. Insbesondere bei den Verkäufen Linearlager und Präzisionsschienen hat sich die Entwicklung erfreulich verbessert. Dennoch wird die Kurzarbeit im Geschäftsjahr 2010 voraussichtlich bis Ende des Jahres fortgesetzt werden müssen.
Neben den operativen Steuerungsmaßnahmen werden zudem mit dem Gesellschafter, der SKF GmbH gesellschaftsrechtliche Lösungsansätze diskutiert: Die SKF-Gruppe verfolgt weltweit das Konzept, pro Land nur eine rechtliche Gesellschaft zu führen. Im Zuge dieser Zielsetzung wird die Reintegration der SKF Linearsysteme GmbH in die SKF GmbH Schweinfurt erfolgen. Der erste mögliche Zeitpunkt dafür ist der 01.01.2011.
Neben der Sicherung des vorhandenen Geschäftes liegt der Schwerpunkt unserer Aktivitäten weiterhin auf der Gewinnung neuer Projekte sowohl im existierenden Kundenstamm als auch bei Neukunden. Durch die krisenhafte Entwicklung im Geschäftsjahr 2009 konnte der Verkauf von Systemlösungen nicht wie geplant entwickeln.
In Folge der Gesamtstrategie der SKF Gruppe das Geschäft Lineartechnik auszuweiten, wurde bereits 2005 beschlossen das Produkt mit dem weltweit größten Marktvolumen bei Linearführungen künftig selbst zu produzieren und zu vermarkten. Dazu wurde die Firma ABBA Taipeh für die Fertigung von Profilschienen- Führungen zugekauft und die Produktqualität mit Unterstützung der Fachkräfte von SKF Linearsysteme GmbH dem Qualitätsstand der führenden Wettbewerber angeglichen.
SKF Linearsysteme wird in einem Teilbereich der Fertigung als Distributionspunkt für den zentral- und osteuropäischen Markt fungieren und damit den Wegfall eines Teils der Systemfertigung für die Automobilindustrie kompensieren.
Die eigengefertigten Produkte ermöglichen der SKF Vertriebsorganisation einen wettbewerbsfähigen Marktzugang im größeren Geschäfts- Volumensbereich.
Aufgrund der rasanten Entwicklung der letzten Monate kann eine abschließende Prognose hinsichtlich des Geschäftsjahres 2010 nur schwer getroffen werden. Nach den derzeit vorliegenden Informationen und Einschätzungen wird das Geschäftsjahr 2010 durchaus eine große Herausforderung für die Großzahl der Unternehmen unserer Branche werden.
Nach Umsetzung im Nachtragsbericht genannten Maßnahmen streben wir für das Geschäftsjahr 2010 ein deutlich verbessertes, aber noch negatives Ergebnis an. Ab 2011 wird die Gesellschaft den turn-around vollzogen haben und in die Gewinnzone zurückkehren.
Schweinfurt, 12. April 2010
Die Geschäftsführung
Andreas Elsner
Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SKF Linearsysteme GmbH, Schweinfurt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 12. April 2010
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Ritter, Wirtschaftsprüfer
Hocker, Wirtschaftsprüfer
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