DFL Digital Sports GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Holzer seit 11.11.2016 | Geschäftsführer |
Hendrik Weber seit 11.11.2016 | Geschäftsführer |
Josef Franz Nehl seit 11.10.2016 | Geschäftsführer |
Randi Mette Selnes seit 10.6.2016 | Geschäftsführer |
Katja Frau Gogalla seit 10.6.2016 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DFL Deutsche Fußball Liga GmbHFrankfurt am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2017 bis zum 30.06.2018KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18DFL DEUTSCHE FUßBALL LIGA GMBH, FRANKFURT/MAIN1. Einbezogene Unternehmen In den Konzernabschluss der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH (nachfolgend DFL) sind die Sportcast GmbH, Köln (nachfolgend Sportcast), die HD SAT Communication GmbH, Köln (nachfolgend HD SAT), die Livecast TV Produktion GmbH, Köln (nachfolgend Livecast), die Sportec Solutions GmbH (nachfolgend Sportec), die Bundesliga International GmbH, Frankfurt am Main (nachfolgend Bundesliga International), die Bundesliga International Holding GmbH, Frankfurt am Main (nachfolgend BLI Holding), die Bundesliga International Corporation, New York (nachfolgend BLI Corporation), die DFL Digital Sports GmbH, Köln (nachfolgend DFL DS) sowie die Liga Travel GmbH, Frankfurt am Main (nachfolgend Liga Travel) einbezogen. Die DFL hält am Bilanzstichtag 100% der Anteile an der Bundesliga International, 100% der Anteile an der DFL DS sowie 100% der Anteile an der Sportcast. Die Bundesliga International hält 100% der Anteile an der BLI Holding, die wiederum 100% der Anteile an der BLI Corporation hält. Die Sportcast hält 100% der Anteile an der Livecast, 100% der Anteile an der HD SAT sowie 75% der Anteile an der Sportec. Des Weiteren ist die DFL Gesellschafterin der Liga Travel mit einer Beteiligung in Höhe von 51%. 2. Geschäft und Rahmenbedingungen Grundlagen Die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH führt das operative Geschäft des "DFL Deutsche Fußball Liga e.V." (nachfolgend DFL e.V.), des Zusammenschlusses der Vereine und Kapitalgesellschaften der Fußballlizenzligen Bundesliga und 2. Bundesliga. Einzige Gesellschafterin der DFL ist der DFL e.V. Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben sind für die DFL folgende Regelungen verbindlich: ihre Satzung, die Satzung des DFL e.V., die Satzung des Deutscher Fußball-Bund e.V. (DFB) und der Grundlagenvertrag zwischen DFL e.V. und DFB, in der jeweils gültigen Fassung. Kerngeschäft der DFL - Organisation und Vermarktung Gegenstand des Unternehmens ist die Führung des operativen Geschäfts des DFL e.V., insbesondere
Im Sinne von Professionalisierung und Spezialisierung wurden in diesem Zusammenhang in den vergangenen Jahren Tochterunternehmen zur Erstellung des TV-Basis-Signals (Sportcast), zum internationalen Rechtevertrieb (Bundesliga International) und zur Erstellung sowie Verbreitung von Medien-Inhalten (DFL DS) gegründet. Im Laufe des Geschäftsjahres 2017/18 wurden zum Zwecke der Unterstützung der Internationalisierungsbestrebungen die BLI Holding und die BLI Corporation gegründet. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2016/17 besteht die Sportec, die zwecks Erfassung und Auslieferung von Spieldaten gegründet wurde. Die Vermarktungsaktivitäten gehen einher mit einer strategischen Markenpositionierung, wobei auch der Fan-Dialog und die Kommunikation mit Entscheidungsträgern im gesellschaftlichen und politischen Bereich von wachsender Bedeutung sind. Produktion von TV-Basissignalen durch Sportcast Die 2006 gegründete Sportcast, eine 100-prozentige Tochterfirma der DFL, produziert im Auftrag des DFL e.V. das TV-Basissignal für alle 612 Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie die Relegationsspiele für die nationalen und internationalen Rechteverwerter sowie die Spiele des DFB-Pokal im Auftrag des DFB. Damit wird eine einheitliche, qualitativ hochwertige und unverwechselbare mediale Präsentation der Spiele weltweit gewährleistet. Dies trägt dadurch entscheidend zur Zufriedenheit der Zuschauer sowie zur Markenbildung der Bundesliga bei. Zum Aufgabenspektrum der Sportcast gehört auch der Betrieb des Deutschen-Fußball-Archivs mit den Schwerpunkten Archivierung und Aufbereitung von Bewegtbildmaterial aus den Wettbewerben des DFL e.V. und des DFB sowie von Spieldaten der Bundesliga und 2. Bundesliga. Die in 2007 gegründete HD SAT betreibt neun eigene HD Satellitenfahrzeuge zum Uplink von produzierten Basissignalen. Über die im Mai 2009 gegründete Livecast konnte das Portfolio entlang der medialen Wertschöpfungskette durch den Betrieb und die Bereitstellung zweier HDTV-Fernseh-Übertragungswagen vertikal erweitert werden. Beide 100-prozentige Tochtergesellschaften der Sportcast tragen zur medialen Produktqualität der Bundesliga bei und haben das Ziel, langfristig die Produktionssicherheit für die TV-Produktion der Fußball Bundesliga zu sichern. Internationale Vermarktung durch Bundesliga International Über ihre im September 2008 gegründete 100-prozentige Tochterfirma, Bundesliga International, zeichnet sich die DFL für das internationale Marketing und die Rechtevermarktung der Spiele der Lizenzligen über audiovisuelle Medien in Märkten außerhalb Deutschlands verantwortlich. Aufgabe der Bundesliga International ist es zudem, die Markenlizenzen sowie die ligaeigenen Angebote auf digitalen Plattformen und über soziale Medien zu vermarkten. Die Bündelung der internationalen DFL-Vertriebs- und Marketingaktivitäten ermöglicht inhaltliche Synergien, effizienteres Arbeiten und den nachhaltigen Aufbau eigener Vertriebs- und Marketingkompetenzen. Die DFL wird ihre Einnahmen aus der internationalen Vermarktung weiter steigern. Produktion von Medieninhalten durch DFL Digital Sports Die 2011 gegründete DFL DS mit Sitz in Köln, ebenfalls eine 100-prozentige Tochterfirma der DFL, produziert und veredelt im Auftrag der DFL mediale Inhalte und setzt deren Ausspielung in allen Formen und Formaten über unterschiedliche Technologien operativ um. Auch die technische Realisierung, der Betrieb und die Weiterentwicklung der ligaeigenen Plattformen sowie der Aufbau neuer digitaler Produkte und die technologische Vorbereitung neuer Geschäftsmodelle gehören zu den Aufgaben der Tochtergesellschaft. Unternehmensgegenstand ist zudem die Erbringung von Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit der Erstellung der Aufzeichnung, der Be- und Verarbeitung sowie der Veredelung und Verwertung einschließlich Ein- und Ausspielung von Audiosignalen, visuellen und audiovisuellen Signalen sowie sonstigen Inhalten stehen. Organisation von Reisen durch Liga Travel Im Jahr 2002 wurde der Reisedienstleister Liga Travel gegründet, ein Joint Venture zwischen der DFL und dem Reisespezialisten Hogg Robinson Germany GmbH & Co. KG. Hierbei ist die DFL Gesellschafterin mit einer Beteiligung von 51%. Das Unternehmen übernimmt unter anderem für Clubs die komplette Abwicklung von Mannschafts-, Sponsoren-, Presse- und Fanreisen vom Flug bis zum Transport ins Stadion. Erfassung und Auslieferung von Spieldaten durch Sportec Die Sportcast als 100-prozentige Tochterfirma der DFL gründete im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 gemeinsam mit der Deltatre AG eine Joint Venture-Gesellschaft, die Sportec Solutions GmbH mit Sitz in Köln. Die Sportcast ist mit einer Beteiligung von 75 % Hauptgesellschafterin der Sportec. Mit der Aufnahme ihrer operativen Geschäftstätigkeit zur Saison 2017/18 zeichnet sich die Sportec für die Erfassung, Administration und Qualitätssicherung sowie Auslieferung von offiziellen Spieldaten der Bundesliga und 2. Bundesliga verantwortlich. Die erfolgreiche Etablierung am Markt ist ein wichtiger Meilenstein für die DFL, um als Innovationstreiber auch im Bereich Sporttechnologie und Spieldatenerhebung Wettbewerbsvorteile zu erhalten und diese zielgerichtet aufzubauen. Neben der Bündelung aller datenbezogenen Aktivitäten zum Kompetenzaufbau, sind erweiterte Datenveredelungen und innovative Produktentwicklungen weitere wichtige Leistungen, von denen sowohl Clubs als auch Medienpartner profitieren. Verwaltung von ausländischen Niederlassungen und Betriebsstätten durch BLI Holding Die Intensivierung der Internationalisierungsbestrebungen der Bundesliga International schließt auch die Eröffnung von Auslandsbüros in Zielmärkten ein. Seit 2012 unterhält die Bundesliga International ein Büro in Singapur. Als nächste Standorte sind die USA (New York) und China (Beijing) vorgesehen. Für das Halten und Verwalten sowie das Unterhalten von Niederlassungen und Betriebsstätten im Ausland wurde in 2017/18 eine 100-prozentige Tochterfirma der Bundesliga International, die BLI Holding gegründet. In den USA wurde zudem im Juni 2018 die Bundesliga International Corporation gegründet, deren alleinige Gesellschafterin die BLI Holding ist. 3. Geschäftsverlauf Die Bundesliga bleibt seit Jahren die zuschauerstärkste Fußballliga der Welt. In der vergangenen Saison 2017/18 wurden nach offiziellen Angaben der Clubs insgesamt 18.773.618 Fans in der Bundesliga und 2. Bundesliga registriert. Die Bundesliga verzeichnete mit einem Zuschauerschnitt von 43.879 den zweithöchsten Zuschauerschnitt aller Spielzeiten in der Geschichte der Bundesliga, nach der Rekordsaison 2011/12 (44.293). Somit konnte die Bundesliga den Vorjahresschnitt um knapp acht Prozent gegenüber der Vorsaison 2016/17 (40.693) verbessern. Der Zuschauerschnitt in der 2. Bundesliga war in der Spielzeit 2017/18 rückläufig und lag bei 17.473 Zuschauern (2016/17: Schnitt 21.560). Die Bundesliga ist weiterhin eine der Top-Marken im internationalen Sport und begeistert immer mehr Menschen auf der ganzen Welt. Sie ist in allen 211 Mitgliedsländern der FIFA präsent und ihre Spiele können von rund 1 Mrd. Haushalten auf der ganzen Welt empfangen werden. Am 1. Juli 2017 startete die erste Saison der in 2016 vergebenen medialen Verwertungsrechte für die Spielzeiten 2017/18 bis 2020/21. Die Erlöse der DFL basieren auf den abgeschlossenen Medienverträgen und dem neu gefassten Dienstleistungsvertrag zwischen DFL e.V. und DFL, dessen Grundlage das in 2017 verabschiedete Finanzkonzept ist. Der Jahresüberschuss des Konzerns ist rückläufig und liegt im Geschäftsjahr 2017/18 bei EUR 0,2 Mio. (im Vorjahr: EUR 2,1 Mio.). Der Rohertrag des Konzerns beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2017/18 EUR 55,4 Mio. und liegt damit auf Vorjahresniveau (im Vorjahr: EUR 55,6 Mio.). Die um EUR 2,7 Mio. gestiegenen Personalaufwendungen konnten durch die rückläufigen Steuer- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht überkompensiert werden. In Übereinstimmung mit dem Präsidium hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 01.07.2015 im Sinne klarer Kompetenzen und zusätzlicher Effizienz eine Straffung der Führungsstruktur innerhalb der DFL beschlossen. Die DFL wird seither von einem Geschäftsführer (Christian Seifert) geführt. Zudem gibt es eine fünfköpfige Geschäftsleitung, deren Mitglieder Prokura haben. Dies sind die Direktionen "Audiovisuelle Rechte" (Dr. Holger Blask), "Finanzen, IT & Organisation" (Jörg Degenhart), "Recht" (Jürgen Paepke) und "Unternehmens- und Markenkommunikation" (Christian Pfennig) sowie der Bereich "Fußball-Angelegenheiten & Fans" (Ansgar Schwenken), der zudem nach einem entsprechenden Beschluss durch die Mitgliederversammlung auch mit Sitz und Stimme im Präsidium vertreten ist. 4. Lage des Konzerns a. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt zum 30. Juni 2018 EUR 52,3 Mio. und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: EUR 52,7 Mio.). Die Aktivseite der Bilanz ist insbesondere durch Forderungen sowie finanzielle Mittel geprägt. Den Großteil der Forderungen bilden Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die mit EUR 23,1 Mio. die Forderungen der DFL-Gruppe gegen den DFL e.V. betreffen. Diese resultieren im Wesentlichen aus Auskehrungen auf Basis des Finanzkonzeptes, die erst nach dem Stichtag erfolgten. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 39,2 Mio. und besteht neben dem Eigenkapital des Mutterunternehmens im Wesentlichen aus erwirtschafteten Ergebnissen der Konzerntochtergesellschaften. Des Weiteren prägen die sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die Passiva. Die Bilanzpositionen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
b. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft entwickelte sich wie folgt:
Die Liquidität des Konzerns war wie in den letzten Geschäftsjahren sehr gut. Eine Inanspruchnahme von Krediten war zu keinem Zeitpunkt erforderlich. Der Rückgang des Zahlungsmittelbestandes um TEUR 3.546 beruht im Wesentlichen auf dem negativen Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 5,5 Mio. Dieser ist geprägt durch die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Dem wirkt der positive Cash-Flow aus der Iaufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 2,1 Mio. entgegen. Ein aktives Finanzmanagement wird seitens der Gesellschaften des Konzerns durchgeführt. Den geplanten Geldeingängen werden regelmäßig die geplanten Geldausgänge gegenübergestellt und monatlich mit den tatsächlichen Geldflüssen verglichen. Ungeplante Abgänge werden analysiert und geeignete Maßnahmen getroffen. Da keine signifikanten Forderungen in ausländischer Währung bestehen, wird eine Absicherung des Währungsrisikos auf der Kundenseite nicht vorgenommen. c. Ertragslage Die nachfolgende Übersicht stellt die Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt dar:
Der Konzernumsatz liegt im Geschäftsjahr 2017/18 mit EUR 108,8 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau und entspricht der im Vorjahr abgegebenen Prognose. Für die Entwicklung der Umsatzerlöse ist weiterhin der Vermarktungserfolg der nationalen und internationalen Medienerlöse des DFL e.V. und der darauf anfallenden Anteile der DFL gemäß dem verabschiedeten Finanzkonzept ausschlaggebend. Korrespondierend zur Entwicklung der Umsatzerlöse ist ein leichter Rückgang der Materialaufwendungen auf EUR 56,8 Mio. zu verzeichnen, die den größten Kostenfaktor des Konzerns darstellen. Der Betriebsaufwand (Personalaufwand, Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) beläuft sich auf EUR 54,4 Mio. und liegt somit aufgrund der gestiegenen Personalaufwendungen über dem Vorjahreswert. Unter Berücksichtigung von Steueraufwendungen und Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis von insgesamt EUR 0,8 Mio. ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 0,2 Mio. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen deutlichen Rückgang um EUR 1,9 Mio. und stimmt somit mit der Prognose aus dem Vorjahr überein. Aus Sicht der Geschäftsführung kann das abgelaufene Geschäftsjahr des Konzerns unter den gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden. 5. Chancen- und Risikobericht a. Risiko-Managementsystem Die Risikopolitik des Konzerns besteht darin, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, um damit einen entsprechenden Mehrwert zu schaffen. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Ziel des Risikomanagementsystems ist somit die frühzeitige vollständige Identifikation und Bewertung der Risiken, sowie deren rechtzeitige Kommunikation an die Entscheidungsträger. Dabei handelt es sich um klassische Controllinginstrumente, wie beispielsweise monatliche bzw. quartalsweise Gegenüberstellung der aktuellen Ergebnisse mit denen der Planung bzw. Hochrechnung (Forecast) sowie Instrumente zur Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung. Jedes identifizierte Risiko wird angemessen bewertet. Darüber hinaus ist es den Kostenstellenverantwortlichen jederzeit möglich, Einblick auf die tagesaktuellen Kostenstellen zu nehmen, was die Ergebnissteuerung zusätzlich deutlich verbessert. Gruppenweit ist ein Vertragsmanagementsystem im Einsatz. Demgemäß müssen alle anstehenden Verträge über eine technische Plattform eingereicht werden, so dass die Rechtsabteilung die Vertragserstellung und in einem weiteren Schritt, gemäß dem 4-Augen-Prinzip, auch die Vertragsprüfung übernehmen kann. Dies trifft gleichermaßen auf interne und externe Verträge als auch auf Vertragsentwürfe von Dritten zu. Im Rahmen dieses Prozesses sind die Vertragsmanager angehalten, die Stamm- und wesentlichen Eckdaten der Verträge im System zu hinterlegen. Je nach Stamm- oder Eckdaten werden in einem parallel verlaufenden Prozess weitere Abteilungen, insbesondere die Finanzabteilung, in den Genehmigungsprozess einbezogen. Dies betrifft z.B. sämtliche Verträge mit Auslandsbezug sowie Verträge mit anderen Kriterien, die entsprechend einer Risikoanalyse für prüfungswürdig definiert wurden. Die Prüfung durch die Finanzabteilung folgt ebenfalls dem 4-Augen-Prinzip. Die Abwicklung des Vertragsmanagements über ein elektronisches Tool gibt den Mitarbeitern der DFL die Möglichkeit, entsprechend einer Rechtematrix auch bereichsübergreifend auf die Verträge zuzugreifen. Somit wird insbesondere die Transparenz und Effizienz deutlich gesteigert. Weitere Vorteile sind die Auswertung des Vertragsbestandes nach verschiedenen Kriterien. Im Laufe des Geschäftsjahres 2016/17 wurde gruppenweit ein Tax Compliance Management System (Tax CMS) eingeführt, welches die strategische und organisatorische Vorsorge, dass geltendes Steuerrecht angewandt wird, zur Folge hat. Durch die Implementierung des Tax CMS soll sichergestellt werden, dass alle relevanten Steuergesetze eingehalten werden und den steuerlichen Pflichten fristgerecht nachgegangen wird. Hierzu gehören die bewusste Gestaltung und Feststellung der Tatbestände, an die Steuergesetze Steuerfolgen knüpfen, sowie die Erfüllung steuerlicher Dokumentations-, Aufzeichnungs- und Erklärungspflichten. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017/18 wurde nun, mit der Implementierung der Softwarelösung Otris Compliance, die IT-basierte Umsetzung der Compliance Maßnahmen vorgenommen. Darüber hinaus wurde mit der Implementierung der Softwarelösung Otris Compliance ein konsequentes Richtlinienmanagement eingeführt - ein weiteres Instrument des Risiko-Managementsystems der DFL-Gruppe. Die prozessgestützte Richtlinienerstellung und -Verteilung soll die zielgerichtete Kommunikation von sämtlichen Richtlinien und internen Dokumenten innerhalb der DFL-Gruppe ermöglichen und somit für mehr Bewusstsein und Akzeptanz für die Compliance-Kultur bei den Mitarbeitern sorgen. Die Geschäftsführung und Geschäftsleitung ist in die Risikoanalyse und -bewertung eingebunden und jeweils zuständig für die unterschiedlichen Bereiche. Die kurzen Wege und flachen Hierarchien im Unternehmen sichern ein schnelles und effizientes Risikomanagement. Zusammen mit den Controllinginstrumenten ist gewährleistet, dass die Wirkung der identifizierten Risiken auf das Ergebnis und die Liquidität laufend überprüft wird. Die DFL ist sich der Chancen, aber auch der Risiken ihrer ausgeweiteten Wertschöpfung bewusst und legt daher besonderes Augenmerk auf die Sicherung der von den in- und ausländischen Lizenznehmern gegenüber dem DFL e.V. zu erfüllenden vertraglichen Verpflichtungen. b. Chancen und Risikofaktoren
Weitere besondere Risiken, die kurz- und mittelfristig signifikante Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, sind zurzeit nicht erkennbar.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass aus Sicht der Geschäftsführung erhebliche Chancen bestehen, sich im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich und gestärkt im Markt zu behaupten. Insbesondere durch die Fokussierung auf das Kerngeschäft, sowie die, wie oben beschriebenen, flachen Hierarchien, kurze Entscheidungswege und ein effektives Informationsmanagement, besteht die Möglichkeit, sich schnell auf veränderte Markt- und Rahmenbedingungen einstellen zu können. 6. Prognosebericht Die DFL-Gruppe ist aufgrund ihres sehr speziellen Tätigkeitsgebietes nicht mit anderen Unternehmen zu vergleichen. Die ursprüngliche Planung für das Geschäftsjahr 2017/18 wurde in vierteljährlichen Forecasts bereits den aktuellen Gegebenheiten angepasst. In der gemeinsamen Sitzung des Präsidiums des DFL e.V. und des Aufsichtsrates der DFL am 24.04.2017 wurde ein neues Finanzkonzept für die aktuelle Rechteperiode 2017/18 - 2020/21 final verabschiedet. Die Abgabensätze innerhalb der DFL-Gruppe wurden darin neu festgelegt. Für das Geschäftsjahr 2018/19 wird für den Konzern mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse gerechnet. Kostenseitig wird aufgrund geplanter Investitionen und zusätzlichem Personalaufbau mit überproportional steigenden Aufwendungen gerechnet. Als Folge ist ein deutlicher Rückgang des Konzernergebnisses im Geschäftsjahr 2018/19 zu erwarten. Der Ausblick auf die folgenden Geschäftsjahre zeigt auch eine Reihe von spezifischen Themen mit strategischer Bedeutung für die Zukunft der DFL-Gruppe:
Zusammenfassend lässt sich sagen: Auch mit Blick auf die zu erwartenden Herausforderungen kann von einer weiteren positiven Geschäftsentwicklung der DFL und ihren Tochterunternehmen ausgegangen werden.
Frankfurt am Main, den 13. September 2018 Christian Seifert, Geschäftsführer KONZERNBILANZ ZUM 30. JUNI 2018DFL DEUTSCHE FUßBALL LIGA GMBH, FRANKFURT/MAINAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18DFL DEUTSCHE FUßBALL LIGA GMBH, FRANKFURT/MAINA. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, Frankfurt/Main, und ihrer Tochtergesellschaften wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt und in Euro (EUR) unter Gegenüberstellung der Werte zum Vorjahr ausgewiesen. Der Konzernabschluss umfasst neben dem Mutterunternehmen DFL Deutsche Fußball Liga GmbH mit Sitz in Frankfurt/Main, eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht Frankfurt/Main (HRB 52086), sämtliche Tochterunternehmen. Die Aufstellung des Konsolidierungskreises ist dem Punkt B zu entnehmen. B. Angaben zum Konsolidierungskreis a) Vollkonsolidierung Der Konsolidierungskreis der Vollkonsolidierung umfasst neben dem Mutterunternehmen nachstehende Tochtergesellschaften:
Die Gesellschaften nehmen die Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch und sind unter den Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen. b) Änderungen des Konsolidierungskreises im Berichtsjahr Die Bundesliga International Holding GmbH, Frankfurt/Main, wurde am 16.03.2018 gegründet und auf diesen Zeitpunkt erstkonsolidiert. Darüber hinaus wurde die Bundesliga International Corporation, New York, U.S.A., am 17.05.2018 gegründet und auf diesen Zeitpunkt erstkonsolidiert. C. Konsolidierungsmethoden 1. Abschlussstichtag Das Geschäftsjahr des Konzerns geht vom 1. Juli bis zum 30. Juni mit Abschlussstichtag zum 30. Juni 2018 (§ 299 Abs. 1 HGB). Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben mit dem 30. Juni 2018 den gleichen Abschlussstichtag (§ 299 Abs. 2 HGB). 2. Kapitalkonsolidierung Hinsichtlich der Kapitalkonsolidierung wurde im Rahmen der Erwerbsmethode im Sinne des § 301 HGB von der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F.) für die vor dem Geschäftsjahr 2010/11 erstkonsolidierten Gesellschaften Gebrauch gemacht. Dabei erfolgte die Verrechnung der Beteiligungsansätze gemäß § 301 Abs. 2 Satz 1 HGB a. F. mit dem anteiligen Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze (Buchwerte) zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile. Die im Geschäftsjahr 2010/11 erstmalig konsolidierte DFL Digital Sports GmbH, Köln, wurde im Rahmen der Neubewertungsmethode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft wurde auf Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt erstmalig einbezogen, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Für die Liga Travel GmbH, Frankfurt/Main, für die gemäß § 296 HGB auf eine Einbeziehung in den Konsolidierungskreis zunächst verzichtet wurde, wurden die Wertansätze zum Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss zugrunde gelegt (§ 301 Abs. 2 Satz 3 f. HGB). Die bilanzielle Abbildung des Erwerbs von weiteren Anteilen bereits vollkonsolidierter Tochterunternehmen (Aufstockung) erfolgte erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals. Ein Unterschiedsbetrag wurde in Höhe von TEUR 614 mit den Rücklagen verrechnet. Der aktivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der HD SAT Communication GmbH, Köln, in Höhe von EUR 1.725,00 wurde mit den Rücklagen verrechnet. Ein passivischer Unterschiedsbetrag, der sich aus der Kapitalkonsolidierung der Liga Travel GmbH, Frankfurt/Main, ergeben hat, beruht auf im Zeitraum der Konzernzugehörigkeit erwirtschafteten Gewinnen. Er wurde in Höhe von EUR 167.553,00 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Im Rahmen des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2017 wurde die Sportec Solutions GmbH, Köln, erstmalig konsolidiert. Die Konsolidierung erfolgte entsprechend den Regelungen des § 301 Abs. 1 HGB. Der sich ergebende aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 2.250,00 wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Im Rahmen des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2018 wurde die Bundesliga International Holding GmbH, Frankfurt/Main, erstmalig konsolidiert. Die Konsolidierung erfolgte entsprechend den Regelungen des § 301 Abs. 1 HGB. Ein Unterschiedsbetrag hat sich nicht ergeben. Im Rahmen des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2018 wurde die Bundesliga International Corporation, New York, U.S.A., erstmalig konsolidiert. Die Konsolidierung erfolgte entsprechend den Regelungen des § 301 Abs. 1 HGB. Der sich ergebende aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 5.202,01 wurde im Aufwand als Rechts- und Beratungskosten erfasst. Die Differenz aus der Währungsumrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wird gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. 3. Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gemäß § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet. 4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden konzerninterne Umsätze und sonstige Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen gemäß § 305 HGB verrechnet. 5. Zwischenergebniseliminierung Die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde wegen Geringfügigkeit nicht durchgeführt. 6. Latente Steuerabgrenzung Eine Steuerabgrenzung i. S. d. § 306 HGB wurde nicht berücksichtigt. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in den Einzelabschlüssen auf Differenzen zwischen den Handels- und Steuerbilanzen der einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 274 Abs. 2 HGB verzichtet. Auf steuerliche Verlustvorträge von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, die in den folgenden 5 Jahren voraussichtlich verrechnet werden könnten, wurden aufgrund des Wahlrechts des § 274 Abs. 2 HGB ebenfalls keine latenten Steuern berechnet. 7. Entwicklung des Konzerneigenkapitals Die separate Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist nach § 297 Abs. 1 HGB integraler Bestandteil des Konzernabschlusses und nach DRS 7 im Rahmen des Konzerneigenkapitalspiegels gesondert dargestellt. 8. Entwicklung des Kapitalflusses Die Darstellung der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr wurde auf der Grundlage des Finanzmittelfonds (= Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten) in Übereinstimmung mit DRS 21 zur Kapitalflussrechnung erstellt. 9. Währungsumrechnung Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben außer der Bundesliga International Corporation, New York, U.S.A., ihren Sitz im Inland und stellen den Jahresabschluss in Euro auf. Die Bundesliga International Corporation, New York, U.S.A., stellt ihren Jahresabschluss in US-Dollar auf und wird für den Einbezug in den Konzern nach den Vorschriften des HGB einbezogen. Zum Konzernbilanzstichtag werden die Aktiv- und Passivposten einer auf fremde Währung lautenden Bilanz in Übereinstimmung mit § 308a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Konzernbilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wurde zu historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. D. Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungsgrundsätzen aufgestellt (§§ 300, 308 HGB). Dies waren die nachfolgend genannten, für die Erstellung des Konzernabschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Firmenwert wird analog zu den Regelungen des § 7 Abs. 1 EStG über eine Laufzeit von 15 Jahre abgeschrieben. Dieser Wertansatz wird gemäß der Übergangsvorschrift in Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB beibehalten. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 410,00 (bis 31. Dezember 2017) bzw. von EUR 800,00 (ab 1. Januar 2018) wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter beinhaltet das anteilige Eigenkapital zu Buchwerten auf den Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sowie die anderen Gesellschaftern zustehenden Konzernergebnisse. Zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionen siehe Angaben zur Konzernbilanz unter Punkt E. Die Steuerrückstellungen wurden für die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres und für Vorjahre gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, um alle zum Bilanzstichtag ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Passivseite der Bilanz gebildet für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Fremdwährungen wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. E. Angaben zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2017/18 ist im beigefügten Konzernanlagespiegel dargestellt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen mit TEUR 23.085 ausschließlich gegen die Muttergesellschaft DFL Deutsche Fußball Liga e.V., Frankfurt/Main, aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie der Umsatzsteuer. Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEUR 11.189. Hiervon sind TEUR 75 als Mietkaution verpfändet. Aktive latente Steuern Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in den Einzelabschlüssen auf Differenzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz des Mutterunternehmens sowie der einbezogenen Tochterunternehmen wurde gemäß § 274 Abs. 2 HGB verzichtet. Die Differenzen betreffen vor allem die folgenden Bilanzpositionen:
Pensionsrückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit einem Prognosezinssatz für den von der Deutschen Bundesbank im Monat März 2018 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz betrug 3,57 % und wurde bei einer Gesellschaft nicht auf den zum 30. Juni 2018 geltenden Zinssatz von 3,46 % angepasst. Bei einer anderen Gesellschaft wurde der Zinssatz zum 30. Juni 2018 zugrunde gelegt. Aus Wesentlichkeitsgründen erfolgte auf Konzernebene keine Angleichung der beiden Zinssätze. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden bei einer Gesellschaft die jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5% und Rentensteigerungen von jährlich 1,75% zugrunde gelegt, sowie alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten unterstellt. Bei einer anderen Gesellschaft wurden keine jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und Rentensteigerungen zugrunde gelegt. Aus Wesentlichkeitsgründen erfolgte auf Konzernebene keine Angleichung. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB beträgt zum 30. Juni 2018 TEUR 6. Der Betrag unterliegt zudem auf Ebene der betroffenen Gesellschaft einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Für die Pensionsrückstellungen einer anderen Gesellschaft besteht aufgrund der Art der Pensionszusage kein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB. Bei der Bilanzierung wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 209 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit vorhandenem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 198 nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert. Der übersteigende passivische Überhang (TEUR 11) wurde entsprechend IDW RS HFA 30 Tz. 74 ff. nicht ausgewiesen, da sich die Höhe der Altersversorgungszusagen ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt. Zinsaufwendungen aus der Pensionsverpflichtung (TEUR 7) wurden mit Zinserträgen aus dem Deckungsvermögen (TEUR 7) verrechnet. Die Anschaffungskosten für das saldierte Deckungsvermögen betrugen insgesamt TEUR 150. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind im Einzelnen im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Nr. 2a HGB Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich im Wesentlichen aus Produktions- und Dienstleistungsverträgen sowie Miet- und Leasingverträgen zusammen. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf TEUR 31.176. Davon entfallen auf das folgende Geschäftsjahr TEUR 20.201. F. Angaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Insolvenzmasse der Kirch Media in Höhe von TEUR 872, die an die DFL GmbH überwiesen wurden. Diese Erträge werden an die Clubs ausgekehrt. Des Weiteren sind Erträge aus Kostenweiterbelastungen an den DFL e.V. von TEUR 930 und die Bundesliga Stiftung von TEUR 220 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 388 enthalten. Der Posten enthält Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 7.162,99 (Vorjahr: EUR 4.354,82). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 14.660,59 (Vorjahr: EUR 13.635,03). G. Sonstige Angaben Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter
Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrats gemäß § 314 Nr. 6 HGB Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt: Herr Christian Seifert, Frankfurt/Main, Vorsitzender Der Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft allein. Aufsichtsratsmitglieder sind bzw. waren die Herren: Dr. Reinhard Rauball, Dortmund, Vorsitzender, Präsident BV. Borussia 09 e.V. Dortmund Peter Peters, Dortmund, stellvertretender Vorsitzender, Vorstand Finanzen und Organisation FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. Fritz Keller, Freiburg, Präsident FC Freiburg e.V. Robert Schäfer, Düsseldorf, Vorstandvorsitzender Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V. Ingo Schiller, Berlin, Geschäftsführer Hertha BSC GmbH & Co. KGaA Stephan Schippers, Mönchengladbach, Geschäftsführer Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH Die Bezüge des Aufsichtsrats einschließlich Sitzungsgelder beliefen sich im Geschäftsjahr 2017/18 auf TEUR 211. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das im Folgenden genannte Gesamthonorar des Abschlussprüfers für den Konzernabschluss beinhaltet die Honorare an das Mutterunternehmen und die vollkonsolidierten Tochterunternehmen. Das Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2017/18 untergliedert sich wie folgt:
Unterlassen von Angaben Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer gemäß § 314 Nr. 6 HGB wurde in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Frankfurt/Main, den 13. September 2018 Christian Seifert, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2017/18
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den von der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, Frankfurt/Main, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2018 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf das durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelte Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartung möglicher Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, Frankfurt/Main, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bonn, den 14. September 2018 Flick
Gocke Schaumburg GmbH
Schmidt, Wirtschaftsprüfer Kracke, Wirtschaftsprüfer KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18DFL DEUTSCHE FUßBALL LIGA GMBH, FRANKFURT/MAIN
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL ZUM 30. JUNI 2018DFL DEUTSCHE FUßBALL LIGA GMBH, FRANKFURT/MAIN
Bericht
des Aufsichtsrates
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